Newsletter „DER WEG“ 05/8-3   August 2005

Neubearbeitung: 5.8.16

 

 

Lehrer der guten Botschaft:  5.8.3  Bildet dein Predigen und dein geschäftliches Handeln eine Einheit?

 

Jesus lehrte in der Bergpredigt, er sei nicht gekommen das GESETZ zu beenden, sondern um es zu erfüllen   Christen müssen, um nicht als Heuchler zu erscheinen das auch selbst in ihrem Leben anwenden, was sie lehren! Jesus sprach davon, dass nicht der „kleinste Buchstabe des Gesetzes [[GESETZES]]“ dahingefallen sei und er selbst erfüllte das ganze GESETZ Gottes! Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden, warnte Jesus deutlich. Daraus gilt es Lehren für unser tägliches Leben zu ziehen.

 

   Die Pharisäer behaupteten, dass Jesus die Gesetze übertreten würde und versuchten ihn anzuklagen. Wie weit sind Christen verpflichtet Cäsars Gesetze oder religiös gefärbte Regeln zu halten und wo ist es geboten Gottes GESETZ absolut den Vorrang zu geben? Jesus nicht zu verstehen kann harte Folgen haben. Seine Worte bilden Teil der Bergpredigt die er an eine grosse Menge Volkes richtete und die bis heute für jeden getauften Christen verbindlich sind! Sie waren somit nicht bloss an die Apostel und Jünger oder nur an die Juden gerichtet, sondern an jeden von uns!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:20 ***

Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

   Wie können wir die Gerechtigkeit der heutigen „Schriftgelehrten“ und religiösen „Pharisäer, jener herausragenden Männer und Frauen also, welche die gerade herrschenden Regeln und Gebote machen und die Schrift nach ihrer Fasson auslegen, die doch den gerade vorherrschenden Zeitgeist dulden und mit bilden, bei weitem übertreffen? Was mit jenen christlichen Vorstehern, den heutigen „Pharisäern“, die behaupten Gottes GESETZ zu kennen, dieses aber selbst durch falsche Lehren verdrehen und uns zu einer äusserlichen Schein-„Gerechtigkeit“ führen? Es hat den Anschein, dass dies ein fast unmöglicher Spagat ist.

 

    Fassen wir Mut und vertiefen wir uns ins Thema: Jesus und die Apostel zeigten doch bereits in ihrer Epoche, dass es möglich ist. Mehr Erkenntnis zum Thema hilft uns das scheinbar Unmögliche auch heute fertigzubringen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

8.3............. Bildet dein Predigen und dein geschäftliches Handeln ein Einheit?.. 2

8.3.1........... Geschäftliches Handeln und göttliches Gebot 2

8.3.1.1........ Menschliche Gerechtigkeit mit der Gerechtigkeit Gottes vergleichen. 2

8.3.1.2........ Menschliche Potentaten sind nur noch so lange zugelassen, wie es Gott gewährt! 3

8.3.1.3........ Wie viel  Zeit besteht noch, um Gottes GESETZE und Gebote anwenden zu lernen?. 3

8.3.1.4........ War Jesus ein Gesetzesübertreter oder ein Revolutionär, waren die Apostel eine „kriminelle Vereinigung“?. 4

8.3.1.5........ Die Liebe ist die Erfüllung des GESETZES. 5

8.3.2........... Unser Vorbild soll zeigen, dass wir Gottes GESETZ respektieren. 5

8.3.2.1........ Ein Leiter der Blinden, der selbst das GESETZ übertritt?. 5

8.3.2.2........ Nachahmer der Apostel werden und nicht Nachahmer der Feinde des Christus. 6

8.3.2.3........ Christen dazu hinführen geistig voll erwachsen zu werden. 7

 


 

8.3             Bildet dein Predigen und dein geschäftliches Handeln ein Einheit?

 

 

8.3.1           Geschäftliches Handeln und göttliches Gebot

 

8.3.1.1          Menschliche Gerechtigkeit mit der Gerechtigkeit Gottes vergleichen

Im vorgehenden Artikel, unter dem Titel:  5.8.2  Sind deine Geschäftspraktiken sauber?“ haben wir den biblischen Standpunkt von Ehrlichkeit und Redlichkeit betrachtet und demgegenüber das Handeln des Diebes, Erpressers, Habgierigen und Betrügers gestellt. Es ist kein Zweifel, dass das erdenweite politische System kein einziges wirklich gutes Beispiel einer Nation hervorbrachte, wo alle Menschen ehrliches Gebaren an den Tag legen!

 

Die Nation Israel hätte dieses Beispiel geben müssen unter dem einem GESETZ einer höchsten Autorität, der einzig legitimen, das wahre Gerechtigkeit förderte und jede Art Unrecht unter Strafe stellte. Während gewissen Zeiten war sie wirklich eine Vorbildnation! Israel scheiterte schlussendlich immer wieder an ihren Führern, die nicht an Gottes Wort festhielten, das GESETZ veränderten und sich den jeweiligen Umständen anpassten. Sie zeigten kein Verständnis für Gottes Rat!

 

*** Rbi8  5. Mose 32:28-29 ***

Denn sie sind eine Nation, an der Rat verlorengeht,

Und unter ihnen gibt es kein Verständnis.

29 O daß sie weise wären! Dann würden sie über dies nachsinnen.

Sie würden ihr Ende danach in Betracht ziehen.

 

Dabei zeigte es sich, dass Israel die wichtigste Lektion des GESETZES nicht verstanden hatte, was wahre Liebe zu Gott und wahre Nächstenliebe bedeutet! Jehova klagte die führende Schicht durch seine Propheten immer wieder aufs Neue an, dass sie eher der Ungerechtigkeit und dem Unrecht dienten, wie bereit wären durch wirkliche Gerechtigkeit wahren Frieden und Sicherheit für das ganze Land herzustellen. Scheinbar ging guter Rat an jener Nation verloren! Wo keine gerechten Verhältnisse herrschen, da wird auch der Frieden fehlen! Kunstvolle Geschichten und menschliche Gesetze können Gottes Recht nicht ersetzen!

 

Beachten wir aufgrund der Grafik, dass echte Weisheit immer auf der Grundlage von Gottes GESETZ aufbaut! Menschliche Intelligenz und wenn sie noch so hoch zu sein erscheint ist auf kurz oder lang zum Scheitern verurteilt und wird vergehen, die Gottes Rat missachtet!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?
 

Christen sollen sich nicht nach „diesem System der Dinge“ und ihrer Intelligenz formen, sondern nach dem Kommenden göttlich hervorgerufenen „Königreich der (neuen) Himmel“, das das sich deutlich ankündigt. Es wird aus solchen Personen gebildet, welche Gottes Normen zu ihrer Zeit anwendeten, wann immer sie lebten! Seit dem Predigen des Meassias als einzigem von Gott gegebenen „Führer“ und einziger wahrheitsgemässem „Lehrer“ sollten sie sich an Jesus klammern. „Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus.“ (Mat 23:8-10) Dies würden rechtschaffene Menschen dadurch erreichen, dass sie ihre Vernunft gebrauchten, um ihr Leben in den Dienst des Christus zu stellen. Lassen wir uns vom Prunk der Kirchen und Kathedralen nicht beeindrucken. Er baut auf dem Raub der Ärmsten auf!

 

Der Baldachin von Bernini: über dem angeblichen Petrusgrab; Beindruckend aber er wird vergehen! Menschenwerk entgegen Gottes Willen*** Rbi8  Römer 12:1-2 ***

Daher bitte ich euch inständig, Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber als ein lebendiges, heiliges, für Gott annehmbares Schlachtopfer darzustellen, [das ist] ein heiliger Dienst gemäß eurer Vernunft. 2 Und formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt, damit ihr durch Prüfung feststellen könnt, was der gute und annehmbare und vollkommene Wille Gottes ist.

 

Die Neugestaltung des Sinnes eines Christen beginnt mit der Prüfung dessen, was die Bibel zu jedem Thema sagt. Dadurch wird erkennbar, was „Gottes annehmbarer und vollkommener Wille“ ist. Stattdessen hatten sich die Christen in Rom schon früh eigene Lehrer aufgehäuft, die wiederum neue pharisäerhafte Regeln aufstellten und das GESETZ verdrehten oder es gar vollkommen ablehnten. Schlussendlich gipfelte dies im Rom der Päpste, Kardinäle und Bischöfe!

 

Paulus schrieb ermahnend an Timotheus, einem seiner getreuen Nachfolger über solche Lehrer, die auch in der Endzeit viele Christen zu sich hin versammeln würden:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:1-5 ***

Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus, der dazu bestimmt ist, die Lebenden und die Toten zu richten, und bei seinem Offenbarwerden und seinem Königreich: 2 Predige das Wort, halte dringend darauf in günstiger Zeit, in unruhvoller Zeit, weise zurecht, erteile Verweise, ermahne, mit aller Langmut und [Kunst] des Lehrens. 3 Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden. 5 Du aber bleibe in allen Dingen besonnen, erleide Ungemach, verrichte [das] Werk eines Evangeliumsverkündigers, führe deinen Dienst völlig durch.

 

Als Lehrer der guten Botschaft sollten wir uns die Worte des Paulus einprägen. Die Wahrheit biblischer Lehre sollte unser Hauptinteresse darstellen, um falsche Lehren als solche identifizieren zu können!

 

Da die Nationen sich bis heute als unfähig erweisen wirklich friedliche Verhältnisse zu schaffen, Ihre bisherigen Rufe „Frieden und Sicherheit“ als Fehlanzeigen präsentierten, so liegt es an uns, diesen Frieden in unserem Umfeld zu erzeugen. Das beginnt in der eigenen Familie und dehnt sich zur Gruppe, der Versammlung und der ganzen christlichen Gemeinde aus. Es betrifft jeden Bereich unseres Lebens und wird sich auch auf unser geschäftliches Handeln auswirken.

 

Dazu ist es notwendig gewisse wichtige Grundbedingungen zu erkennen und sie selbst täglich anzuwenden! 

 

8.3.1.2          Menschliche Potentaten sind nur noch so lange zugelassen, wie es Gott gewährt!

Wer die Ungerechtigkeit der heutigen Welt unter die Lupe nimmt, der stellt sehr schnell fest, dass die Ungerechtigkeit von oben her diktiert ist, weil sie die Herrschenden zu Lasten der Beherrschten bevorzugt. Dass dies schon immer so war ändert sehr wenig, ja absolut nichts an der Tatsache! Wir beten um das Kommen des Königreiches Gottes, um vorherrschende, ungerechte Verhältnisse abzubrechen! Dies ist die „gute Botschaft“, die wir als Christen verbreiten sollen, des Kommens einer gerechten Herrschaft! Dass dies gleichzeitig eine harte Gerichtsbotschaft ist, welche sehr viele Menschen nicht zu hören bereit sind, dies ändert ebenso wenig an dieser weiteren Tatsache des kommenden Gerichtstages und der Urteilsvollstreckung! [B1; B2; B3]

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

(Vergleiche Grafik: 6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

 

Der Prophet Daniel kündigte sowohl den Beginn als auch die Vollendung eines „heiligen Geheimnisses“ an, das mit der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ der ganzen Erde zu tun hat (Off 10:5-7).

 

*** Rbi8  Daniel 9:24 ***

Siebzig Wochen sind es, die über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt worden sind, um die Übertretung zu beendigen und der Sünde ein Ende zu bereiten und für Vergehung Sühne zu leisten und Gerechtigkeit herbeizuführen auf unabsehbare Zeiten [[auf ewig]] und ein Siegel auf Vision und Prophet zu drücken und das Hochheilige zu salben.

 

Als Jesus im Jordan getauft wurde, da begann Jehova aktiv mittels der Aufrichtung des „Königreiches der Liebe seines Sohnes“ zu handeln, vorab durch Jesu Salbung mittels heiligem Geist. Erst damit konnte sich Jesus seines himmlischen Vorlebens exakt erinnern, jedes der Worte die der Vater ihn zu Reden beauftragt hatte. Daniels Prophezeiung begann sich genau zu Beginn der „siebzigsten Jahrwoche“ zu erfüllen und Jehova selbst drückte damit das Siegel der Wahrheit auf Vision und Prophet. Er bestätigte die Sohnschaft Jesu und  erfüllte ihn mit heiligem Geist und mit Macht, die bisher kein Mensch innehatte. Von da an begann Jesus das Königreich anzukünden und zu handeln! (Mat 3:1, 2, 13-17; 4:17; Kol 1:13)

 

Prophezeiung & Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
 

Der Prophet Daniel hatte Jahrzehnte zuvor dem Herrscher Babylons, Nebukadnezar einen göttlich eingegebenen Traum gedeutet, wo über die heutige Zeit und das was geschehen wird Auskunft gegeben wird! Dadurch soll uns bis zur Gegenwart, in dieser schwierigen Zeit Mut gemachte werden, um auszuharren und weiterhin das zu tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist!

 

*** Rbi8  Daniel 2:44-45 ***

Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

(Vergleiche Grafik: Biblische Symbole)

 

Gottes Wort ist in jeder Beziehung zuverlässig: Was das Geschehen betrifft, die in die Vorhersagen verwickelten Personen, den Zeitraum! Die Zeitzeichen deuten heute deutlich darauf hin, dass wir uns mit schnellen Schritten der letztendlichen Erfüllung nähern! Auf solche vorhergesagte „Zeichen“ sollten wir achten, hatte Jesus gesagt, um wach zu bleiben!

 

Nebukadnezars Traum von einer Statiue die bis zum Himmel reichte
 

8.3.1.3          Wie viel  Zeit besteht noch, um Gottes GESETZE und Gebote anwenden zu lernen?

Jesus lehrte, dass Gottes GESETZE und Gebote gegenüber jedem anderen Gesetz den Vorrang hätten. Damit aber lag er auf Kollisionskurs mit jenen, die das vorherrschende System und dessen Regeln erstellten, propagierten und dadurch die Menschen in absoluter Sklaverei hielten. Offensichtlich gab es eine grosse Diskrepanz zu dem, was Gott verlangte!

 

Politiker und Richter schwören auf die Bibel: Halten sie deren Wort oder sind sie Heuchler?*** Rbi8  Markus 7:6-8 ***

Er sprach zu ihnen: „Jesaja hat treffend von euch Heuchlern prophezeit, so wie geschrieben steht: ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir. 7 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘ 8 Ihr gebt das Gebot Gottes auf und haltet an der Überlieferung der Menschen fest.“

 

Jesus sprach zu religiösen Führern und nannte sie offen „Heuchler“! Bestimmt gelten dieselben Worte Politikern und Richtern, welche ihre Hand auf die Bibel legen und in deren Namen schwören. Gott hat keinen Anteil an selbstgefälliger, religiöser Heuchelei, in welchem Gewand sie auch immer auftreten mag! Selbst die Anbetung durch solche Personen wird von Ihm abgelehnt, weil sie „Menschengebot über Gottes Gebot“ stellen! Gott wünscht ein gerechtes Handeln, das dem Armen sein Überleben ermöglicht und dem ungerecht Behandelten Gerechtigkeit verschafft! Der Straftäter muss seiner gerechten Strafe zugeführt werden. Keinerlei menschliche Gebote, die Menschen ja nur in immer grössere sklavische Abhängigkeit bringen, können Vorrang gegenüber Gottes GESETZ haben!

 

Es ist leicht verständlich, dass die vorherrschende Klasse der Pharisäer Jesus schon sehr früh zu töten versuchte. Man brachte schon damals Menschen wegen geringer Übertretungen um ihr Hab und Gut oder gar um ihr Leben! Jesu einziges Verbrechen war, dass er offen und mutig die Wahrheit verkündigte und sich von niemandem den Mund verbieten liess. Er zeigte durch sein Beispiel, dass es durchaus möglich ist alle GESETZE und Verordnungen Gottes zu halten und aktive Nächstenliebe zu leben.

 

Wir tun gut daran, Gottes gerechtes GESETZ kennen zu lernen und es im privaten und geschäftlichen Bereich anzuwenden! Wir müssen dabei lernen, dass gewisse Forderungen seitens der Menschen unerfüllbar sind, um nicht mit Gottes Forderungen in Konflikt zu kommen! Mit Jesus und den Aposteln haben wir mutige Beispiele dafür, dass das Brechen menschlicher Regeln durchaus Teil des christlichen Lebens bedeuten kann und Christen dafür Ungemach in Kauf nehmen müssen!

 

Die Zeit die uns bis zum Gericht verbleibt ist verkürzt! Wir tun alle gut daran unser Leben, unser Verhalten und unser Lehren kritisch zu betrachten. Ein Anhalten in unserem hektischen Leben und sich Hinsetzen, um zu sehen, ob wir wirklich im Einklang mit Gottes Wort handeln ist somit von grossem Wert!

 

8.3.1.4          War Jesus ein Gesetzesübertreter oder ein Revolutionär, waren die Apostel eine „kriminelle Vereinigung“?

Jesus selbst missachtete öfters Menschengebote, die Gottes GESETZ nicht vorgesehen hatte und welche den Menschen selbst das Überleben erschwerten oder verunmöglichten! „Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.“ (Mat 23:4) Er zeigte deren wirkliche Ungesetzlichkeit und klagte dadurch jene an, welche diese Regeln aufgestellt hatten und sie durchzusetzen versuchten (Mk 14:1).

 

Das pharisäische Regelwer schafft ewige innahmequellen für Anwälte und Richter: Eine schwere Last auf dem Volk!*** Rbi8  Markus 2:23-24 ***

Nun geschah es, daß er am Sabbat durch die Getreidefelder ging, und seine Jünger fingen an, ihres Weges zu gehen, wobei sie Ähren abpflückten. 24 Daher sagten die Pharisäer zu ihm: „Sieh doch! Warum tun sie am Sabbat etwas, was nicht erlaubt ist?

 

Natürlich war es kein Vergehen vom Feldrand Korn zu essen, es mit den Händen hierfür zu zerreiben, was die Pharisäer als „ernten“, „dreschen“ und „malen“ einstuften. Heutige Gesetzgebungen der Nationen enthalten Tausende solcher pharisäischen Regeln, die Menschen das Leben schwer bis gar unmöglich machen und stets einen Grund zu einer Anklage liefern! Unredlich verdientes Brot für ungezählte Anwälte und Richter!

 

Als Jesus starb, rechnete man ihn den Gesetzlosen zu! Er wurde als ein Gotteslästerer und ein Rebell gegen Roms Vorherrschaft angeklagt und zum Tode verurteilt. Ein Schild kündigte an, dass er sich als „König der Juden“ deklariert hätte, umgebracht von den eigenen Führern.  Dadurch erfüllte sich eine weitere Prophezeiung über ihn (Jes 53:12; Mat 2:1-4; 27:11, 29, 37).

 

*** Rbi8  Lukas 22:36-37 ***

Da sprach er zu ihnen: „Jetzt aber nehme der, der einen Geldbeutel hat, ihn an sich, ebenso auch eine Speisetasche; und wer kein Schwert hat, verkaufe sein äußeres Kleid und kaufe eins. 37 Denn ich sage euch, daß das, was geschrieben steht, an mir vollendet werden muß, nämlich: ‚Und er wurde unter die Gesetzlosen gerechnet.‘ Denn das, was mich betrifft, hat eine Vollendung.

 

Unabhängig wer gerade die höchste Macht im Staate innehat, ob Führer aus dem politischen Lager, der Religion oder der Wirtschaft, jedes menschliche GESETZ, welche es Menschen verunmöglicht ein göttliches GESETZ zu erfüllen, verliert seine Kraft! Die Apostel zeigten klar und deutlich, dass sie Jesu Lehre verstanden hatten und gingen mutig darin voran das zu tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist! Dadurch übertraten sie menschliches Gebot und wurden vor Gericht geschleppt, geschlagen und einige hingerichtet! (Apg 7:59; 12:2)

 

Petrus verteigt sich mit Johannes vor dem Sanhedrin und weist deren Gebot nicht weiter zu predigen zurück!*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:19-20 ***

In Erwiderung aber sagten Petrus und Johannes zu ihnen: Ob es in den Augen Gottes gerecht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott, urteilt selbst. 20 Wir aber, wir können nicht aufhören, von den Dingen zu reden, die wir gesehen und gehört haben.“

 

Diese Lehren waren wirklich revolutionär! Die Staatsmacht Roms wurde dadurch geschmälert und die Anpasser im Judentum, die dadurch profitierten, dass sie zu Roms Handlangern wurden, sie erhielten einen harten Schlag! Diese hatten im Sanhedrin und durch ihre obersten Priester bereits zuvor Jesu Tod beschlossen, um dessen Lehren abzubrechen, so dass das Volk weiterhin ihnen untertan sei und ihren Willen ausführe. Nun standen anstelle des Getöteten plötzlich elf mutige geistige Kämpfer da, welche dieselbe unbeliebte Lehre in ganz Jerusalem verbreiteten (Mat 26:3, 4).

 

Verständnis der Wahrheit und dessen, was wirklich gerecht ist und die öffentliche Verbreitung solcher Tatsachen, begleitet vom Aufdecken sorgsam zugedeckter Lüge und Ungerechtigkeit, das zeichnete die Christen des ersten Jahrhunderts aus! Sie hatten Jesu Worte verstanden und wendeten sie an! Sein eigenes Beispiel hinterliess Spuren:

 

*** Rbi8  Lukas 23:1-2 ***

Nun erhob sich die gesamte Menge und führte ihn zu Pilatus. 2 Dann fing man an, ihn anzuklagen und zu sagen: „Wir fanden, daß dieser Mensch unsere Nation aufwiegelt und verbietet, Cäsar Steuern zu zahlen, und sagt, er selbst sei Christus, ein König.“

 

Wie würde heute ein Gericht solche Tätigkeit beurteilen? Wer darf heute öffentlich behaupten, Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ zu sein und ausser Jesus als Hohepriesterkönig sich nur bedingt weltlicher oder religiöser Autorität zu unterwerfen, wenn diese im Einklang mit unserem „Haupt“ handle? Wir stehen unter dem „GESETZ des Christus“ und erst später unter dem Gesetz Cäsars! Wohl mit derselben Härte wie das römische System und der Sanhedrin, das oberste jüdische Gericht dieselbe Angelegenheit betrachtete würden es heutige Rechtsgelehrte tun: Die Apostel waren Aufrührer, wie jener Jesus, der bereits zum Tode verurteilt worden war. Sie bedrohten die herrschende Macht, da sie das Volk belehrten Dinge zu tun, welche die Machthaber verboten und sie redeten von einer kommenden Macht, welche die bestehende vernichten würde! Das rückte sie schon in die Nähe der Volksaufwiegler, heute wäre es Anklage verkappte „Terroristen“ zu sein, obwohl sie doch jegliche Art Gewalt ablehnten. Ihre Feinde aber betrachteten sie so! 

 

Öffentliche Gerichtsprozesse, Machtdarstellung der  politischen und religiösen Autoritäten: Dienen sie wahrer Gerechtigkeit?Nicht Tatsachen zählten sondern Beschuldigungen aufgrund von Angst! Jesu Lehre erklärt, jene die uns zwar Schaden bis hin zum Tode zuzufügen vermögen nicht zu fürchten, sondern nur Den, der uns das ewige Leben zu geben oder zu verweigern mag! „Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern. Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehẹnna [[(niederster Teil des Hades, des Grabes, der nur Auferstehung zur Urteilsverkündigung gibt am Ende des Millenniums, zu ewiger Abschneidung im „Feuersee“)]] vernichten kann.“ (Mat 10:27, 28)

 

*** Rbi8  Markus 4:21-23 ***

Und er sagte weiter zu ihnen: „Eine Lampe wird doch nicht gebracht, damit man sie unter ein Maßgefäß oder unter ein Bett stellt? Sie wird gebracht, damit man sie auf einen Leuchter stellt, nicht wahr? 22 Denn da ist nichts verborgen, außer damit es aufgedeckt werde; nichts ist sorgsam verheimlicht worden, außer damit es an die Öffentlichkeit komme. 23 Wer Ohren hat zu hören, höre zu.“

 

Wenn wir Ohren haben, dann sollen wir Jesu Worte hören und sie verstehen lernen! Religionen und Regierungen versuchen uns einzureden, dass ihre Regeln über jenen Geboten Gottes stehen würden und wir uns gegen Gott versündigen, wenn wir nicht alle ihre kleinlichen und allzu oft stupiden Anweisungen ausführen, uns aber durchaus an den Sinn von Gottes GESETZ halten!

 

Die Worte jener Pharisäer und der damals herrschenden Klasse Roms sind längst in Dekadenz und Anarchie zusammengebrochen. Die Worte Jesu und der Apostel aber haben die Welt verändert! Ihre schlussendliche Erfüllung durch Gottes Königreich ist greifbar nahe gekommen!

 

8.3.1.5          Die Liebe ist die Erfüllung des GESETZES  

Jesus lehrte ein neues Gebot, ein Gebot das von Anfang an existiert hatte, das aber nur wenige wirklich in seiner Tiefe verstanden hatten: Das Gebot der Liebe! Alle zehn Gebote fasste er in zwei Gebote zusammen, der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Christen würden in dieser Welt durch das Merkmal der Nächstenliebe auffallen!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

*** Rbi8  Johannes 13:34-35 ***

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

 

Jesus hat die Schuld für Gesetzesübertretung für uns bezahltDas Gebot betrifft jeden von uns. Christliche Lehrer müssen diese Nächstenliebe zudem durch Werke unterstützen, indem sie sich um die ihnen anvertrauten „Schafe“ kümmern, sie belehren, auferbauen und stärken. Sie suchen nach neuen „Schafen“ und holen das Verletzte und Versprengte zurück.

 

Wir haben in all unseren Schriften einen Unterschied gemacht zwischen einem Prinzip, das aufbauend wirkt und einem GESETZ, das etwas Bestimmtes gebietet oder verbietet. Beim Ersteren versuchen wir das Positive anzustreben, um es zu verwirklichen, durch das Zweite werden wir daran gehindert aufgrund von Sünde die Grenze zu überschreiten, die den Tod nach sich ziehen kann! Es ist klug sich den Unterschied gut einzuprägen! Christen richten sich nach hohen Prinzipien aus und respektieren die Grenze, die Gott ihnen deutlich durch seine GESETZE geboten hat! „Wer aber in das vollkommene Gesetz, das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.“ (Jak 1:25)

 

(Vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

Paulus zeigt deutlich worin die Nächstenliebe gipfelt: Dem Nächsten nichts Böses zuzufügen und niemandem nichts schuldig zu sein, ausser der Liebe!

 

*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] [[GESETZ]]  erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Wenn wir Lehrer der Guten Botschaft sein wollen, dann müssen wir selbst das, was wir Lehren durch gutes Beispiel vorleben! Paulus zeigt den Christen in Rom deutlich, was es bedeutet das GESETZ des Christus zu erfüllen.

 

 

8.3.2           Unser Vorbild soll zeigen, dass wir Gottes GESETZ respektieren

 

8.3.2.1          Ein Leiter der Blinden, der selbst das GESETZ übertritt?

Christen sind geistige Juden, oder „dem Namen nach ein Jude“. Sie setzen ihren Stolz auf Jehova und lassen sich die Schranken in ihrer Lebensführung durch das GESETZ freiwillig auferlegen, indem sie sich dieses auf Tafeln ihres Herzens schreiben! Was Gottes „Hand“ für Moses mit seinen „Finger“ auf Steintafeln schrieb, dies ist bei Christen in ihr Herz eingebrannt!

 

DER SPIEGEL: Du sollst nicht ... *** Rbi8  2. Korinther 3:3 ***

Denn ihr werdet als ein Brief Christi offenbar gemacht, geschrieben durch uns als Diener, eingeschrieben nicht mit Tinte, sondern mit [dem] Geist eines lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf Tafeln von Fleisch, auf Herzen.

 

Ein Christ bereut all jene Sünden, die er vor seiner Taufe gegen Jehovas GESETZ begangen haben mag und erhält dafür eine Reinigung durch Jesu vergossenes Blut! Die Strafe für unsere Sünde trug somit Jesus. Wir dürfen später nicht mehr zu einem Lauf der Sünde zurückkehren! Petrus drückt dies so aus: „Wie ein Hund zu seinem eigenen Gespei“ zurückkehrt, so kehrten gewisse Christen zum Verhalten zurück, das sie vor ihrer Taufe abgelegt hatten.

 

Menschen, Lehrer der guten Botschaft verführen durch „falsche Lehren“ innerhalb der Christenversammlung andere dazu, Gottes Normen zu übertreten. Jesus hatte deutlich vor dem „Sauerteig der falschen Lehren“ der Pharisäer gewarnt, die doch Gottes Gebote durch eigenes Menschengebot ungültig machten! Die Worte des Petrus zielen genau auf jene Lehrer, die Gottes GESETZ und das „GESETZ des Christus“ missachten, um Menschen hinter sich herzuziehen! Sie haben zwar zuvor Menschen für den Christus gewonnen, sie vom Irrtum des Systems befreit, nun aber belehren sie die Befreiten gemäss ihrem eigenen ungezügelten Verhalten auf verdrehte Weise! Sie lehren Freiheit vom GESETZ und erweisen sich dadurch als Sklaven dessen, was Verderben bringt!

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:17-22 ***

Diese sind Quellen ohne Wasser und Nebelschwaden, von heftigem Sturm getrieben, und für sie ist die Schwärze der Finsternis aufbehalten. 18 Denn sie führen geschwollene Reden unnützen Inhalts, und durch die Begierden des Fleisches und durch zügellose Gewohnheiten verlocken sie die, die eben erst Leuten entronnen sind, welche im Irrtum wandeln. 19 Während sie ihnen Freiheit [[(vom GESETZ)]] verheißen, führen sie selbst ein Dasein als Sklaven des Verderbens [[(der Sünde, damit des Fluches auf Sünde, welches „Gehenna“ nach sich zieht)]]. Denn wer immer von einem anderen überwunden wird, ist diesem versklavt. 20 Wenn sie nämlich, nachdem sie durch eine genaue Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt [[(der befleckenden Sünde)]] entronnen sind, wieder in ebendiese Dinge verwickelt und [davon] überwunden werden, so sind die letzten Zustände für sie schlimmer geworden als die ersten [[(weil wissentlich, willentliche Sünde kein Sündopfer mehr kennt (Hen 10:26-31))]]. 21 Denn es wäre für sie besser gewesen, den Pfad der Gerechtigkeit [[(den von Jesus gezeigten Weg)]] nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot [[(dem „GESETZ des Christus)]] abzuwenden. 22 Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.

 

Wer als Christ wiederum zu gesetzlosem Handeln zurückkehrt ist schlimmer dran wie zuvor! Paulus erklärte den Hebräern in seinem Brief das Warum:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-27 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde [[(gesetzloses Handeln)]] treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit [[(„Dein GESETZ ist Wahrheit“ (Ps 119:142))]] empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig [[(Jesus stirbt kein zweites Mal für jemanden, der die „unverdiente Güte“ mit Füssen tritt)]], 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.

 

Die genaue Erkenntnis des Christus hat mit „dem Weg“ zu tun, den Jesus uns vorgezeichnet hat. Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. (Joh 14:6) Er übertrat keines der göttlichen GESETZE und zeigte, dass wir ebenso handeln sollen. Er folgte den heuchlerischen Pharisäern nicht nach und widersetzte sich deren falschen Lehren und kleinlichen Geboten!

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
                                                                                                                                                        

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Versammlung Gottes)

 

Offensichtlich hatten einige Christen in Rom dies nicht verstanden und nahmen die Taufe zum Anlass Dinge zu tun, die das göttliche GESETZ verbietet. In ihren Reihen wurde der Satz des Paulus: „Denn Christus ist das Ende des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.“ (Rö 10:4) Sie täuschten sich selbst, dass Jesu Blut auch künftige, willentliche Sünden einfach zudecken würde. Paulus zeigte aber, dass sie sich darin irrten und einen sehr gefährlichen Lauf erwählten (Heb 10:26-31). Etwas zuvor hatte Paulus deutlich gezeigt, dass Jesus keinesfalls „das Ende des GESETZES“ ist, sondern gar der Beginn, die Belehrung wie er das „Ziel“ (statt „Ende“ des GESETZES war:

 

Jesus berief sich immer wieder auf das GESETZ und die PROPHETEN, um Irrtum richtig zu stellen (Römer 3:31)  Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Mit dem Predigen der guten Botschaft ist somit verbunden, andere das GESETZ und dessen Bedeutung zu lehren, was Teil des „GESETZES des Glaubens“ bildet! Wer an Jesus glaubt, so wie es Moses im GESETZ beschreibt erfüllt das GESETZ (5.Mo 18:15).

 

Jene Christen in Rom aber behaupteten von sich Lehrer der Blinden zu sein, die im GESETZ unterrichtet worden waren und dessen Rahmenbau kannten. Paulus wies sie zurecht, weil diese Vorsteher, obwohl sie geistige Juden waren sich nicht vorab selbst belehrten!

 

*** Rbi8  Römer 2:17-24 ***

Wenn du nun dem Namen nach ein Jude bist und dich auf [dem] Gesetz [[GESETZ]] ausruhst und deinen Stolz auf Gott setzt 18 und seinen Willen kennst und Dinge billigst, die vorzüglich sind, weil du mündlich aus dem GESETZ unterwiesen bist, 19 und du bist überzeugt, daß du ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat — 21 du aber, der du einen anderen lehrst, lehrst dich selbst nicht? Du, der du predigst: „Stiehl nicht“, stiehlst du? 22 Du, der du sagst: „Begeh nicht Ehebruch“, begehst du Ehebruch? Du, der du Abscheu vor den Götzen zum Ausdruck bringst, beraubst du Tempel? 23 Du, der du deinen Stolz auf [das] Gesetz [[GESETZ]] setzt, verunehrst du Gott durch deine Übertretung des GESETZES? 24 Denn „der Name Gottes wird euretwegen unter den Nationen gelästert“, so wie geschrieben steht.

 

Ein Christ, der andere belehrt nicht zu stehlen, selbst aber stiehlt oder lehrt, was Ehebruch bedeutet, selbst aber in Übertretung gerät, er ist ein Heuchler, ein Gesetzloser! Genau wegen solcher Heuchelei der Juden und heute der Christen wurde und wird der Name Gottes unter den Nationen gelästert! Göttliches GESETZ zu übertreten verunehrt Gott!

 

Was müsste Paulus wohl heute an christliche Führer schreiben, die sich als Lehrer ausgeben? Sind nicht die Kirchen voller solcher Übertreter und viele davon zudem in gehobener Position? Zu Recht schreibt Johannes in der Offenbarung, dass sich die Ungerechtigkeit innerhalb „Babylons der Grossen“ „bis zum Himmel auftürmt“. Es mag gut verdeckt worden sein, langsam aber immer mehr kommen die Dinge ans Licht! (Off 18:5)

 

8.3.2.2          Nachahmer der Apostel werden und nicht Nachahmer der Feinde des Christus

Jeder von uns ist aufgefordert den Apostel nachzufolgen. Paulus selbst hielt sich an Jesu Vorbild. In seiner Liebe zur Versammlung opferte er sich für diese auf, wie Jesus sich aufgeopfert hatte. Seine Briefe zeigen ein reges Interesse um das Wohlergehen jeder der Versammlungen. Auch wenn er immer wieder Dinge richtigstellen muss, so richtet er das Augenmerk der Nachfolger Christi stets auf die positiven Vorbilder, die sie in den Aposteln und zuvor den Propheten und den Bundesvätern Abraham, Isaak und Jakob hatten. Viele Vorsteher handelten zur Zeit der Apostel selbst korrekt und gaben ihrerseits ein vortreffliches Beispiel.

 

Jesu Auferstehung im Fleische ist Vorbild für die kommende Auferweckung und Umwandlung in einem Nu zu Unsterblichkeit und Unverweslichkeit*** Rbi8  Philipper 3:17-21 ***

Werdet vereint meine Nachahmer, Brüder, und haltet euer Auge auf die gerichtet, welche auf eine Weise wandeln, die dem Vorbild entspricht, das ihr in uns habt. 18 Denn es gibt viele, ich pflegte sie oft zu erwähnen, erwähne sie jetzt aber auch weinend, die als die Feinde des Marterpfahls [[Pfahls]] des Christus wandeln, 19 und ihr Ende ist Vernichtung, und ihr Gott ist ihr Bauch [[(weil sie Gottes Speisevorschriften im GESETZ übertreten)]], und ihre Herrlichkeit besteht in ihrer Schande, und ihr Sinn steht nach Dingen auf der Erde [[(sinnlicher Befriedigung)]]. 20 Was uns betrifft, unser Bürgerrecht besteht in den Himmeln [[(die Eintragung Jesu im „Buch des Lebens“)]], von woher wir auch sehnlich einen Retter erwarten, den Herrn Jesus Christus, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit [[(nach seiner Wiederkehr [Bb])]] umgestalten wird, damit er seinem Leib der Herrlichkeit [[(unverweslich, unsterblich)]] gleichförmig werde, gemäß der Wirksamkeit der Kraft, mit der er sich auch alle Dinge unterwerfen kann.

 

Paulus erwartete vom Himmel her das Kommen des Christus, der den sterblichen Leib in einen unsterblichen wandeln kann, wie ihn diesen bereits Adam zu Beginn hatte. Das Bürgerrecht auf das Königreich der Himmel kommt mit Jesus vom Himmel her, indem er jene die auf ihn hörten zu seiner Rechten stellt!

 

Auch in heutigen Christenversammlungen gibt es eifrige Älteste die sich für ihre Schafe aufopfern und das was sie lehren durch ein ausgezeichnetes Vorbild vorleben. Als Christen sollten wir diese nachahmen und uns ihnen durch freiwillige Unterordnung unter ihre Vorkehrungen anerkennen und sie unterstützen. Je besser wir alle den geistigen Sinn der hinter Gottes Verordnungen steht verstehen, dass solche GESETZE zu unserem eigenen Schutz und Nutzen sind, desto leichter werden wir sie in unserem Leben zur Anwendung bringen!

 

8.3.2.3          Christen dazu hinführen geistig voll erwachsen zu werden

Als Vorsteher deiner Familie, Gruppe oder deiner Versammlung bleibt stets dieselbe Aufgabe: Durch gutes Beispiel das Einhalten von Gottes Geboten vorzuleben. Die Worte und Erklärungen die wir abgeben unterstützen das, was wir durch unser eigenes Beispiel vorleben und zeigen den Hintergrund, warum Gottes GESETZ einzuhalten weise ist!

 

*** Rbi8  Psalm 19:6-7 ***

Das [[GESETZ]]  Jehovas ist vollkommen, bringt die Seele [[(das Leben vom Tod)]] zurück.

Die Mahnung Jehovas ist zuverlässig, macht den Unerfahrenen weise.

 

Der Prophet Jeremia zeigte den Vorstehern Israels, dass sie von Gottes Wort abgewichen waren und hinter Männern hergingen, die sie Falsches lehrten. Das darf christlichen Ältesten ein Beispiel sein, da auch sie in derselben Gefahr sind Menschen nachzufolgen, deren Lehrer einen „falschen Griffel“ verwenden.

 

*** Rbi8  Jeremia 8:8-10 ***

‚Wie könnt ihr sagen: „Wir sind weise, und das Gesetz [[GESETZ]] Jehovas ist bei uns.“? Nun, sicherlich hat der falsche Griffel der Sekretäre in völliger Falschheit gearbeitet. 9 Die Weisen sind beschämt worden. Sie sind erschrocken und werden gefangen. Siehe! Sie haben sogar das Wort Jehovas verworfen, und welche Weisheit haben sie? 10 Daher werde ich ihre Frauen anderen Männern geben, ihre Felder den Besitzergreifenden; denn vom Geringsten selbst bis zum Größten macht jeder ungerechten Gewinn; vom Propheten selbst bis zum Priester handelt ein jeder trügerisch.

 

Wer Gottes Wort zu Gunsten menschlicher Überlieferungen vertauscht wird Gottes Anerkennung verlieren! Wir tun gut daran unser Verhalten und unser Lehren ausschliesslich anhand von Gottes Wort und nicht anhand bibelerklärender Literatur zu prüfen! Jede Religion sucht Anhänger und wird sie durch ständiges Wiederholen ihrer Lehren und Dogmen gegenüber Gottes Wort abstumpfen, so dass wir nicht mehr in der Lage sind ein klares Urteil zu fällen! Die Richtigkeit dieser Behauptung zeigt sich allein schon an der Lehre, dass Menschen in den „Himmel“ kommen, die so weit verbreitet ist und der ganzen übrigen biblischen Aussage zuwiderläuft, dass der Mensch für Aufgaben auf der Erde erschaffen wurde! Christen schärfen ihr Verständnisvermögen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:20 ***

Brüder, werdet nicht kleine Kinder an Verständnisvermögen, sondern seid Unmündige in bezug auf Schlechtigkeit; werdet aber Erwachsene an Verständnisvermögen.

 

Es ist gut einen scharfen Verstand zu entwickeln, der auch feine Unterschiede in der Lehre oder in der Anwendung des GESETZES entdeckt. Je besser wir Jehova und Jesus und den Sinn hinter ihren Lehren verstehen, desto näher kommen wir ewigem Leben, wenn wir dies im täglichen Leben anwenden! Das bezieht auch oder gerade unsere Arbeitstätigkeit mit ein! Werde ein Erwachsener an Verständnisvermögen!

 

 

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