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Newsletter „DER WEG“ 20/04-4  

Erstveröffentlichung: 19.4.20

 

 

Aktuelles zur Endzeit:  20.04.4   Die «Kleinen Propheten», ihre Endzeitvorhersagen;

10.Teil: Haggai (geschrieben um 520 v.u.Z.)

 

   Jehova erteilt durch den Propheten Haggai vier Botschaften, welche alle an die aus Babylons Exil zurückgekehrten Juden gerichtet sind, die insgesamt nun «Lo-Ruhama» bilden, das zweite Kind der Hure «Gomer», der Frau des Propheten Hosea, welche für die Priesterschaft Levis steht. In erster Linie geht es um den Wiederaufbau des Tempels in Jerusalem und damit die Mitteilung an die Hauptverantwortlichen, an den Stadthalter Serubbabel und den Hohepriester Josua. Alles aber hat eine viel weiterreichende Symbolik, ausgerichtet auf die Aufrichtung des dritten, des geistigen Tempels nach Harmagedon.

 

   Haggai prophezeite im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeit in Jerusalem. Die Niederschrift erfolgte während der Herrschaft des Königs Darius in Babylon, dessen zweitem Jahr der Herrschaft Medo-Persiens. Wenn Gott ihm gegenüber im Kapitel 2 das Gericht «an allen Nationen» erwähnt, dies gar wiederholt und von «in kurzer Zeit» stattfindend redet, dann müssen wir Gottes Zeitmassstab gegenüber uns Menschen in Betracht ziehen: Bei Ihm, der ewig lebt, ist «ein (Menschen-)Tag» wie tausend Jahre. Eine weitere Anwendung von «Tag» wird zu Beginn der Bibel deutlich gezeigt: Bei der Schöpfung uns Menschen gegenüber eine lange Zeitperiode aufzuzeigen, ohne Beginn und Ende zeitlich zu definieren! Bei uns dauert der Tag laut Jehovas GESETZ und physischer Erddrehung vierundzwanzig Stunden, beginnend mit Sonnenuntergang uns ebenso endend bevor die Sonne untergeht. Diese «kurze Frist» bis zur Exekution Seines Gerichts an den Nationen dauert bei Jehova somit nur etwa zweieinhalb Tagen, was bei uns Erdenmenschen etwas mehr als 2500 Jahre entspricht.

 

   In einer zweiten Anweisung redet Jehova deutlich, was Er in der Endzeit mit «allen Nationen» tun am Tag Harmagedons tun wird. Die Prophezeiung ist bisher nicht in Erfüllung gegangen. Die feindlichen Nationen rund um Juda dagegen erlitten damals vorab schon durch die Babylonier, später durch die Medo-Perser vernichtende Niederlagen.

 

(Haggai 2:6, 7)  Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Noch einmal — eine kleine Weile ist es —, und ich erschüttere die Himmel und die Erde und das Meer und den trockenen Erdboden.‘

7 ‚Und ich will alle Nationen erschüttern, und die begehrenswerten Dinge aller Nationen sollen hereinkommen; und ich will ‘, hat Jehova der Heerscharen gesprochen.

 

   Wenn Jehova direkt nach der Strafankündigung gegen die Nationen davon spricht, dass Er «dieses Haus mit Herrlichkeit füllen» werde spricht er nicht von einem physischen Tempel in Jerusalem zur Zeit Haggais, sondern vom geistigen Heiligtum des «Israel Gottes», des Tempels aus «lebende Steinen und Säulen» der nach Harmagedon einzuweihenden Priesterkönige. Dies ist eindeutig «Spross» oder «Immanuel» vorbehalten, nach dem zweiten Kommen Jesu, während der Endzeit, kurz vor Ablauf der Frist von 1335 Tagen die der Prophet Daniel erwähnt (Da 12:12, 13): Am Tag des Trompetenfestes nach Harmagedon, 30 Tage nach der Rache Gottes an all Seinen Feinden ist Jesu endgültige Wiederkehr angesagt.

 

   Erneut spricht Jehova deutlich in der zweiten und letzten Vision, wie Er in der Endzeit mit «allen Nationen» handeln wird: Gericht und Vernichtung ist angesagt!

 

(Haggai 2:20-23)  Und das Wort Jehovas erging dann ein zweites Mal an Haggại am vierundzwanzigsten [Tag] des Monats und lautete: 21 „Sprich zu Serubbạbel, dem Statthalter von Juda: ‚Ich erschüttere die Himmel [[(Mehrzahl: den ersten der herrschenden Mächtigen und auch den zweiten (alten Himmel)]] und die Erde [[(die gesamte Menschheit)]]. 22 Und ich werde gewiß den Thron von Königreichen umstürzen und die Stärke der Königreiche der Nationen vertilgen; und ich will [den] Wagen und die darauf Fahrenden umstürzen, und [die] Pferde und ihre Reiter werden bestimmt niedersinken, jeder durch das Schwert seines Bruders.‘ “

23 „ ,An jenem Tag‘ [[(von Gottes grossem Zorngericht an den Nationen)]], ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚werde ich dich nehmen [[(in der Erstauferstehung durch Jesus)]], o Serubbạbel, du Sohn Scheạltiëls, mein Knecht‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚und ich werde dich gewiß wie einen Siegelring setzen; denn dich habe ich erwählt‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen.“

 

   Um Serubbabel in jenen Tagen von Haggais Ankündigungen zu stärken, um den Wiederaufbau des zweiten Tempels aufzunehmen, diente dies als Beweis, dass keiner von Jehovas Feinden die Macht besitzt Seinem Willen zu widerstehen. Das Signal sollte genauso auf jene Tätigkeit gerichtet werden wie auf deren endgültige Erfüllung in unseren Tagen.

 

   Dass diese endgültigen Geschehnisse ausschliesslich am Tag Harmagedons und kurz danach bei der Fertigstellung des «geistigen Tempels» in jener Phase nach der nun von allen Feinden gereinigten Erde sein wird, dies bestätigt Johannes in der 13. Vision der Offenbarung, wo dasselbe Thema wie in Haggais Visionen mit vielen zusätzlichen Details behandelt wird. Der Kampf Jehovas gegen alle Seine Feinde erdenweit, einen Monat vor Jesu Wiederkehr!

 

(Offenbarung 19:11-16)  Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd. Und der, der darauf sitzt [[(Michael, Gottes Heerführer)]], wird Treu und Wahrhaftig genannt, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. 12 Seine Augen sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe. Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand außer ihm selbst kennt, 13 und er ist in ein mit Blut besprengtes äußeres Kleid gehüllt, und der Name, nach dem er genannt wird, ist Das Wort Gottes [[(Jesus (Joh 1:1, 2))]]. 14 Und die Heere, die im Himmel waren, folgten ihm auf weißen Pferden, und sie waren in weiße, reine, feine Leinwand gekleidet. 15 Und aus seinem Mund geht ein scharfes langes Schwert [[(Gerichtsurteile)]] hervor, daß er damit die Nationen schlage, und er wird sie mit eisernem Stab hüten. Auch tritt er die Weinkelter des Grimmes des Zorns Gottes, des Allmächtigen. 16 Und auf seinem äußeren Kleid, nämlich auf seinem Oberschenkel, trägt er einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.

 

   Die «Weinkelter des Grimmes Gottes» sind mit den «sauren Beeren», den «Früchten» von Satans System gefüllt, dessen Beginn auf das Gericht in Eden zurückreichen.

 

  

 


  

   Haggai musste seine Visionen direkt von Angesicht zu Angesicht dem angesprochenen Stadthalter Serubbabel und dem Hohepriester Josua vermitteln. Haggai liefert im ersten Vers dieses Verständnis: «Im zweiten Jahr des Königs Darịus [[(Hystaspsis; 520 v.u.Z.)]], im sechsten Monat, am ersten Tag des Monats, erging das Wort Jehovas durch Haggại, den Propheten, an Serubbạbel, den Sohn Scheạltiëls an Serubbạbel, den Sohn Scheạltiëls, den Statthalter von Juda, und an Jọsua, den Sohn Jọzadaks, den Hohenpriester, …» (Hag 1:1)

 

   Dass es zusätzlich eine grösste Erfüllung in unseren Tagen betrifft, dies geht aus dem Zitat des Paulus im Hebräerbrief deutlich hervor, wo er an Haggai 2:6 zitiert und es auf die Zukunft anwendet:

 

(Hebräer 12:25-29)  Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der redet. Denn wenn die nicht entronnen sind, die den abwiesen, der eine göttliche Warnung auf Erden ergehen ließ, werden wir noch viel weniger [entrinnen], wenn wir uns von dem abwenden, der von den Himmeln her redet. 26 Damals erschütterte seine Stimme die Erde, jetzt aber hat er verheißen und gesagt: Noch einmal will ich nicht nur die Erde in Bewegung bringen, sondern auch den Himmel.“ [[(Hag 2:6, 7, 9-4)]] 27 Der Ausdruck nun „noch einmal“ zeigt die Beseitigung der Dinge an, die erschüttert werden [[(Satans System)]], nämlich der Dinge, die gemacht worden sind, damit die Dinge, die nicht erschüttert werden [[(das «Königreich des Sohnes seiner Liebe» nun in Form des «Königreiches des Vaters»; die «neuen Himmel und die neue Erde»)]], bleiben mögen. 28 Darum, da wir ein Königreich empfangen sollen, das nicht erschüttert werden kann, mögen wir fernerhin unverdiente Güte haben, durch die wir Gott auf annehmbare Weise heiligen Dienst darbringen können, mit Gottesfurcht und Scheu. 29 Denn unser Gott ist auch ein verzehrendes Feuer.

 

   Das verzehrende Feuer betrifft das Ende der «alten Himmel und der alten Erde die sind» und wovon spricht die Offenbarung, wenn sie die «neuen Himmel und die neue Erde» als nun existierend beschreibt? Haggai schrieb Jehovas eigene Worte: «Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: ‚Noch einmal — eine kleine Weile ist es —, und ich erschüttere die Himmel und die Erde und das Meer und den trockenen Erdboden.‘». Das neu errichtete «Haus», der geistige Tempel wird mit der Herrlichkeit der 144.000 Priesterkönige gefüllt sein!

 

   Der Zeitband «Biblische Geschichte I» zeigt uns, dass zu Haggai parallel auch der Prophet Sacharja in seinen Schriften Gottes Wort festhielt.