Newsletter „DER WEG13/11-3    November 2013

Neubearbeitung: 27.11.13

 

 

13.11.3   Lehrer der guten Botschaft:  Jesu Vorbild für heute in den Evangelien

 

11. Teil: Matthäus Kapitel 27-28: Synoptische Verbindung:

Verhandlung vor Pilatus und Tod Jesu; Auferstehung und Predigtauftrag

 

   Im 10. Teil des NEWSLETTER DER WEG vom Monat Oktober 2013 behandelten wir unter dem Titel: 13.10.3 Jesu Gericht an Vorstehern seiner Tage und am Ende des System  

  

Die Haupttitel lauteten:

 

   Matthäus 26 im Umfeld korrekt einordnen: Verknüpfungen

   Matthäus Kapitel 26:  Jesu Salbung mit Öl; Verrat, Passah, Gefangennahme und Verurteilung

  

   Der gesamte Artikel im NEWSLETTER war diesmal nur diesem einen Kapitel 26 rund um das Abendmahl, Jesu Gefangennahme und Verurteilung gewidmet, weil damit sehr viele Querverbindungen verknüpft sind, um die Teilbilder exakt im Gesamtbild einzuordnen. Jesus war sich vollkommen dessen bewusst, was die Propheten über ihn ausgesagt hatten, er hatte seinen Dienst zu vollenden bis hin zum Tod durch Verrat der Führer Israels an ihm durch die Hand der Machthaber der Nationen, dem römischen Statthalter Pilatus und König Herodes.  

 

   Der Verrat des Judas war bereits längere Zeit vorbereitet und hatte als Motiv möglicherweise eine Zurechtweisung Jesu, weil Judas die Kasse hatte „und die Einlagen wegzutragen pflegte“ (Joh 12:4-8) er bezeichnete das kostbare Nardenöl, das Maria die Schwester des Lazarus über sein Haupt und seine Füsse goss als Verschwendung, die besser den Armen zugekommen wäre. Jesus aber lobte die Maria und erklärte, dass jene Tat durch alle Generationen hindurch erwähnt würde im Hinblick auf sein Begräbnis.

 

Altar in der Kirchengemeinde Seehausen: Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern   Das letzte Passahmahl wurde exakt gemäss den durch Moses aufgezeichneten Anweisungen durchgeführt. Zu Beginn wusch Jesus den Jüngern die Füsse und gab damit ein Beispiel gegenseitiger Dienstbereitschaft und Unterordnung. Während des Mahls kündet Jesus den bevorstehenden Verrat an und sendet Judas weg: „Was du tust, tu schneller“, weist er seinen Verräter an.

 

   Beim Brotbrechen und Verteilen erinnert Jesus an das Symbol ungesäuerten Brotes im Hinblick auf seinen sündenlosen Leib und den Wein, als Symbol seines Blutes, das zu Gunsten unserer Sünden vergossen würde. Jesus wies darauf hin, dass erst wieder im kommenden System vom Produkt des Weistocks mit den Aposteln trinken werde. Am Ende des Abendmahls machte Jesus den Bund für ein Königreich“ nur mit seinen Aposteln!

 

(Lukas 22:28-30)  Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

   Dass nach dem Abendmahl ein längerer Diskurs und ein tiefsinniges Gebet zum Vater folgten schildert nur Johannes in seinem Evangelium, das wir im kommenden Artikel getrennt betrachten.

 

   Nach dem Abendmahl und Jesu Rede begeben sich alle gemeinsam zum Garten Gethsemane, wo Jesus zwei seiner Jünger mit sich nimmt, damit sie mit ihm wachen mögen und beten. Mehrfach findet er sie schlafend, während er den Vater bittet, wenn möglich den Becher an ihm vorübergehen zu lassen: „Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst fleht er im Gebet, während er Blut schwitzt!

 

http://diepresse.com/images/uploads/b/5/a/1387354/betrayal_kiss_of_judas_1365604849814781.jpg   Dann nähert sich sein Verräter Judas mit einer Horde von Knechten und Soldaten mit Knüppeln. Petrus schlägt dem Sklaven des Hohepriesters ein Ohr ab das Jesus unmittelbar heilt, nachdem er Petrus zurechtwies und warnt: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.“, vom Tag des grossen Gerichtes Gottes redend!

 

   Jesus wird vor den Hohepriester Kaiphas geschleppt, um mitten in der Nacht verhört zu werden. Falsche sich widersprechende Zeugen konnten keine feststehende Anklage ergeben. Ein Zeuge erklärte, dass Jesus den Tempel in nur drei Tagen wieder aufbauen würde, wenn sie ihn niederreissen würden. Als Jesus aber erklärte, dass sie ihn von nun an zur Rechten Gottes stehend sehen würden, so wie es David in Psalm 110 betreffend des Messias erklärte, da zerriss der Hohepriester seine Kleider und erklärte Jesus hätte eine Blasphemie geäussert, auf welche die Todesstrafe steht! Als Jesus in den Innenhof geführt wird verleugnete Petrus seinen Herrn zum dritten Mal ehe ein Hahn krähte.

 

11. Teil: Matthäus Kapitel 27-28:

 

   Jesus wurde nun nach seiner Verurteilung durch den Hohepriester dem Sanhedrin vorgeführt, der bereits getagt hatte um zu beraten, wie Jesus zu Tode gebracht werden könne und welche Anklagen vor dem römischen Statthalter greifen würden. Sie führten nun Jesus gebunden zu Pilatus. Auf die Fragen des Pilatus gab Jesus keine Antworten. Pilatus fragte jener nun jedoch konkret: Bist du der König der Juden?. Da antwortete Jesus: Du selbst sagst es und ergänzte später, dass sein Königreich nicht von dieser Welt wäre. Als der Statthalter hörte, dass Jesus aus Galiläa stamme schickte Pilatus ihn daher zu König Herodes, der in Jerusalem weilte, der ihn ebenfalls verhörte aber keine spezifische Schuld feststellte. Zurück bei Pilatus versuchte jener Jesus frei zu lassen, weil er keine todeswürdige Schuld fand. Als er den Verbrecher Barabbas im Austausch gegen Jesus anbietet, um den Unschuldigen frei zu lassen schreit das von den Oberpriestern aufgewiegelte Volk, dass er Barabbas freilassen solle!

 

(Matthäus 27:20-23)  Doch die Oberpriester und die älteren Männer überredeten die Volksmengen, um Bạrabbas zu bitten, Jesus dagegen umzubringen. 21 Da ergriff der Statthalter das Wort und sprach zu ihnen: Welchen von den beiden soll ich euch nach eurem Willen freigeben? Sie sprachen: Bạrabbas.“ 22 Pilạtus sagte zu ihnen: „Was soll ich denn mit Jesus, dem sogenannten Christus, tun?“ Sie alle sagten: „An den Pfahl mit ihm!“ 23 Er sprach: Nun, was hat er denn Schlechtes getan? Sie aber schrien fortgesetzt nur noch mehr: An den Pfahl mit ihm!

 

http://backonline.apswiss.ch/6039/dornenkronung_kopie.jpg   Pilatus lässt Jesus auspeitschen und mit einem Purpurmantel und Dornenkrone bekleidet führt er ihn erneut dem Volk vor, das schreit: „An den Stamm mit ihm!“ Pilatus wäscht sich die Hände und will keine Schuld am Tod Jesu haben. Er übergibt ihn daher den Juden, damit er gemäss ihrem GESETZ gerichtet an einen Stamm gehängt werde.

 

(5. Mose 21:22, 23)  Und falls sich an einem Mann eine Sünde findet, die das Todesurteil verdient, und er ist zu Tode gebracht worden, und du hast ihn an einen Stamm gehängt, 23 sollte sein Leichnam nicht die ganze Nacht am Stamm bleiben, sondern du solltest ihn auf jeden Fall an jenem Tag begraben, denn etwas von Gott Verfluchtes ist der Gehängte; und du sollst deinen Boden nicht verunreinigen, den Jehova, dein Gott, dir als Erbe gibt.

 

http://www.manfred-gebhard.de/PFile0034-1.jpg   Am Stamm auf Golgatha wird Jesus noch von den Oberpriestern und Führern des Volkes verspottet. Man gib ihm Galle zu trinken und wirft über seine äusseren Kleider das Los unter den Soldaten, so dass alles sich erfülle, was im GESETZ und den PROPHETEN über die Misshandlung des Messias geschrieben steht. Einem der beiden mit ihm an den Pfahl gebrachten Verbrecher bittet Jesus seiner zu gedenken, wenn er in sein Königreich gekommen sei. Jesus verspricht ihm: Ich sage dir heute, du wirst mit mir im Paradies sein“.

 

   Zuletzt bittet Jesus Vater, deinen Händen vertraue ich meinen Geist an und stirbt (Lu 23:46). Ein Erdbeben erschüttert Jerusalem, der Vorhang im Tempel wird entzwei gerissen und gibt den Blick auf das Allerheiligste frei. Der Himmel war drei Stunden lang in tiefes Dunkel gehüllt mit starken Blitzen und Donnern und der Offizier anerkennt: „Bestimmt war dieser Gottes Sohn.“

 

   Später durstösst einer der Soldaten Jesu linke Seite mit seinem Speer, um sicherzugehen, dass er tot sei. Vor Jesu Tod erklärt er zu Maria, seiner Mutter sich an den Apostel Johannes wendend: Frau, siehe dein Sohn und   bittet Johannes: Siehe deine Mutter, woraufhin Johannes Maria zu sich in sein Haus aufnahm.

 

   Joseph von Arimathia bittet Pilatus um Jesu Leib, um ihn noch vor Sonnenuntergang zu bestatten, was jener gewährt. Die jüdischen Führer dagegen bitten den Statthalter um eine Grabwache, die zur Sicherung gedacht ist, dass nicht die Jünger kommen würden, Jesu Leichnam raubten, um seine Auferstehung zu behaupten. Auch das wird von Pilatus angeordnet.

 

   Jesu Erhöhung „über jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde findet unmittelbar nach seiner „Auferweckung im Geiste (1.Pe 3:18) droben im Himmel statt! Jehova lässt Jesu „Seele nicht im Hades, ja, nicht einen einzigen Moment. Jesus übergab dem Vater seinen Geist und dort auferweckte Gott ihn und nun erneut lebend, wie zuvor als Erstgeborener der Schöpfung inmitten der versammelten Engel, wie schon bevor er zur Erde gesandt wurde! In jenem Moment, wo Jehova Jesus die Macht und Herrlichkeit übertrug wurde jenes Engelwesen zum Erzengel und auf der Erde zum König und Hohepriester im eigenen „Königreich des Sohnes seiner Liebe“:

 

(Offenbarung 5:11, 12)   Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und die lebenden Geschöpfe und die Ältesten, und ihre Zahl war Myriaden mal Myriaden und Tausende mal Tausende, 12 die mit lauter Stimme sprachen: Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen.“

 

   Jesus bestätigte nach seiner Auferstehung am Berg in Galiläa: Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. (Mat 28:18) Diese Erkenntnis der wahren Zusammenhänge wirft das Dogma des dreieinigen Gottes über den Haufen! Es braucht ein ehrlichgesinntes Herz, um solche Wahrheit trotz Widerstand von aussen anzunehmen! Paulus warnt daher:

 

(2. Thessalonicher 2:9-12)  Doch ist die Gegenwart [[das Kommen, das in Erscheinung treten]] des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

 

   Die drei ersten Gebote im GESETZ lassen keine Dreieinigkeit zu! Bedenken wir dabei stets, dass Gott keinerlei Lüge anerkennt und neben sich keine weiteren Götter duldet, auch nicht Jesus noch einen fiktiven „Heiligen Geist“! Noch besteht etwas Zeit bis zum kommenden Gerichtstag aber der von Herzen Gutgesinnte wird solche Aussagen überdenken und handeln! Der Befehl in der Offenbarung kommt vom Erzengel und er spricht von „meinem Volk“! „Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: ‚Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.‘ “ (Off 18:4, 5)

 

1

2Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben.

Eine einzige höchste Autori-

tät im Himmel und auf Erden

Mat 4:10: Da sprach Jesus zu ihm: „Geh weg, Satan! Denn es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

2

4 Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 5 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, der für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne, über die dritte Generation und über die vierte Generation, im Fall derer, die mich hassen, 6 aber liebende Güte übt an der tausendsten Generation im Fall derer, die mich lieben und meine Gebote halten.

Anbetung gebührt ausschliesslich Gott! Kein Objekt und weder Engel noch Menschen dürfen ungebührlich verehrt werden

(Lu 4:5-8)

1.Joh 5:21: Kindlein, hütet euch vor Götzen.

Gal 4:8-9: Damals jedoch, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen als Sklaven, die von Natur nicht Götter sind. 9 Jetzt aber, da ihr Gott kennengelernt habt, oder vielmehr jetzt, da ihr von Gott erkannt worden seid, wie kommt es, daß ihr wieder zu den schwachen und armseligen elementaren Dingen zurückkehrt und wieder deren Sklaven sein wollt?

Off 19:10: Darauf fiel ich vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Er aber sagt zu mir: „Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und deinen Brüdern, die das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben. Bete Gott an; denn das Zeugnisgeben für Jesus ist das, was zum Prophezeien inspiriert.“

3

7 Du sollst den Namen Jehovas, deines Gottes, nicht in unwürdiger Weise gebrauchen, denn Jehova wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen in unwürdiger Weise gebraucht.

Jehovas Name steht über jedem anderen Namen! Missbrauch wird bestraft!

Mat 6:9: Ihr sollt daher auf folgende Weise beten:

,Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt.

1.Ti 6:1: So viele, die als Sklaven unter einem Joch sind, sollen ihre Besitzer weiterhin aller Ehre würdig achten, damit von dem Namen Gottes und der Lehre nie nachteilig geredet werde.

 

   Erst Johannes erfährt am Ende des ersten Jahrhunderts diese Details in der Offenbarung zu Jesu Erhöhung zum „Erzengel“, was dem Höchsten aller Engel entspricht zu Beginn im Kapitel 4 und 5. Das war jedoch bereits die letzte Stunde“ apostolischer Zeit! (1.Joh 2:10) Der Abfall von Wahrheit hatte sich breit gemacht und die Nikolaus-Sekte breitete sich schnell aus! Der „Antichrist“ mit seinen Veränderungen weg von Wahrheit verbreitete sich viel schneller wie unverfälschte Lehre! Kenntnis unverfälschter Wahrheit ist „Salbung“ vom Höchsten!

 

(1. Johannes 2:18-21)  Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

   Hören wir auf Wahrheit und fliehen wir religiöse Lügen! Am ersten Tag der Woche, in der Frühe erscheinen Engel zuerst den drei Marias, dann der im Fleische auferstandene Jesus davon getrennt der Maria Magdalena, welche Petrus und Johannes zum Grab senden, mit dem Hinweis, Jesus sei auferstanden. Später sind es zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus und am Abend zehn der Apostel (ohne Tomas) die vorerst glauben „einen Geist“ zu sehen. Jesus beruhigt sie und bittet sie die Wunden zu betasten!

 

   Während vierzig Tagen erscheint Jesus den Aposteln und Jüngern bei vielen Gelegenheiten und instruiert sie für die kommende Aufgabe nun ohne ihn die gute Botschaft bis an die Enden der Erde zu verbreiten. Am vierzigsten Tag wird Jesus inmitten der versammelten Apostel zum Himmel hochgehoben.

 

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Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

11.3........... Lehrer der guten Botschaft: Jesu Vorbild für heute in den Evangelien: 11.Teil: Matthäus Kapitel 27-28: Synoptische Verbindung: Verhaftung und Tod Jesu, Auferstehung und Predigtauftrag! 6

11.3.1......... Matthäus Kapitel 27-28 im Umfeld korrekt einordnen: Verknüpfungen. 6

11.3.1.1....... Der Inhalt der Kapitel 27-28 und synoptische Ergänzungen: 6

Matthäus Kapitel 27:  Jesu Vernehmung bei Pilatus, Leiden und Tod am Stamm; Grablegung. 6

Matthäus Kapitel 28:  Erster Tag der Woche beim Grab; Jesus erscheint erst den Frauen und Jüngern und erteilt Predigtauftrag. 6

11.3.2......... Matthäus Kapitel 27:  Jesu Vernehmung bei Pilatus, Leiden und Tod am Stamm; Grablegung. 7

11.3.1.2....... Mat 27:1-15:  Beschluss des Sanhedrin Jesus zu töten. Reue und Selbstmord des Judas; Jesu Vernehmung vor Pilatus. 7

Mat 27:1-2:  Rat der Oberpriester und Ältesten wie Jesus getötet werden soll; vor dem Hohepriester Kaiphas; Übergabe an den Statthalter Pilatus. 7

Mat 27:3-10:  Die Gewissensbisse des Judas und der Kauf des Blutfeldes mit den 30 Silberlingen. 8

Mat 27:11-15:  Jesus verweigert dem Pilatus auf die Anklagen zu antworten. 9

Inwiefern ist „mein Königreich nicht von dieser Welt“? Was haben Religionen daraus gemacht?. 10

Warum belehrte uns niemand, was das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ wirklich ist und seit wann und wie es funktioniert?. 12

Jesus vor König Herodes. 13

11.3.1.3....... Mat 27:15-31:  Pilatus erkennt Unschuld Jesu; Spott mit dem Christus. 14

Mat 27:15-23:  Pilatus versucht Jesus gegen den berüchtigten Barabbas freizulassen; Pilatus erkennt den Neid der Juden; Juden durch Anführer aufgepeitscht, um die Freilassung des Barabbas zu verlangen und Jesus an den Pfahl zu bringen. 14

Mat 27:24-26:  Pilatus wäscht sich die Hände in Unschuld, Juden antworten: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“; Jesu Auspeitschung. 16

Mat 27:27-31:  Der Soldaten Verhöhnung und Verspottung Jesu als „König der Juden 16

Welches der Gesetze wurde für Jesu Verurteilung missbraucht?. 17

11.3.1.4....... Mat 27:32-44:  Jesus auf Golgatha an den Stamm gebracht, getötet, verspottet von den Führern. 18

Mat 27:32-37:  Simon von Kyrene zum Tragen des Pfahls gezwungen; auf Golgatha Wein mit Galle zum Trinken angeboten; Verteilung der äusseren Kleider durch das Los: Inschrift angebracht: „Dieser ist Jesus, der König der Juden.“ 18

Jesus, bis heute eine Schmach für Menschen und für das Volk verächtlich!?. 19

Jesu Worte an die Frauen die um ihn weinten haben höchst aktuelle Bedeutung! 20

Die wirklichen Verantwortlichen für das Leid der Menschen ans Licht zerren. 21

Mat 27:38-44:  Zwei Räuber zur linken und rechten an den Stamm gebracht; Aufforderung an Jesus: „Rette dich selbst!“; Spott der Oberpriester und Schriftgelehrten. 22

Mit Jesu Tod folgte unmittelbar seine Krönung als „König in Israel 22

Jesu Erhöhung über alle Macht und Autorität 23

Auferstehung des Übeltäters im Himmel oder im kommenden erdenweiten Paradies?. 25

11.3.1.5....... Mat 27:45-54:  Sonnenfinsternis und Erdbeben bestätigen Tod von Gottes Sohn. 26

Mat 27:45-50:  Finsternis von der sechsten zur neunten Stunde; Jesu Schreien zu Gott, sein Tod; durchstochen mit Lanze. 26

Mat 27:51-54:  Erdbeben; Vorhang im Heiligtum zerrissen; Offizier bestätigt: „Bestimmt war dieser Gottes Sohn. 28

11.3.1.6....... Mat 27:55-66:  Grablegung Jesu mit Joseph von Arimathia und den Marias. 29

Mat 27:55-56:  Maria, Jesu Mutter, Maria Magdalena und Maria die Mutter des Jakobus und die Frau des Zebedäus beim Toten Jesu. 29

Mat 27:57-61:  Joseph von Arimathia bittet Pilatus um Leichnam Jesu; Jesus wird durchstochen, kein Knochen an ihm gebrochen; Jesu in Leinwand gewickelt in der Gruft 30

Nikodemus und Joseph von Arimathia, beide Mitglieder des Sanhedrins zeigen sich als Jesu Anhänger! 31

Mat 27:62-66  Oberpriester und Pharisäer bitten um Grabwache um Jesu Auferstehungsvorhersage zu unterbinden. 33

11.3.3......... Matthäus Kapitel 28:  Der auferstandene Jesus erscheint vielen Jüngern. 33

11.3.1.7....... Mat 28:1-10:  Erster Tag der Woche beim Grab; Jesus erscheint ersten Frauen und Jüngern und erteilt den Predigtauftrag. 33

Mat 28:1-45:  Maria Magdalene und die „andere Maria“ beim Grab am ersten Tag der Woche; Das Grab ist nach einem Erdbeben durch Engel geöffnet; Wächter sind wie Tote. 33

Kleiner Wortstreit um „den Engel des HERRN“ oder „einen Engel des Herrn“ mit Auswirkungen! 34

Kein Teil der Welt“ zu sein ein todeswürdiges Verbrechen bis heute?. 36

Mat 28:5-7:  Engel zeigt den Frauen leeres Grab; Jesus geht nach Galiläa voraus. 37

Sagt den Jüngern und Petrus, er geht euch nach Galiläa voraus 38

Beschreibung des Gesichtswinkels einzelner Zeugen ist nicht zwingend ein Widerspruch! 39

Mat 28:8-10:  Nach Jesu persönlicher Begegnung mit den Frauen folgte deren Information an die Jünger 40

Waren der oder die Engel vor dem Grab oder im Grab, oder beides im Ablauf der Ereignisse?. 41

11.3.1.8....... Mat 28:11-20:  Oberpriester leugnen Auferstehung, Jesus erscheint Aposteln und Jüngern auch in Galiläa. 42

Luk 24:13-35  Jesus erscheint zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. 42

Mat 28:11-15:  Wachen berichten Oberpriestern, was geschah; Bestechung der Wachen zur Falschaussage. 43

Jesus zeigt sich den Aposteln als lebend im Leibe. 44

Thomas der Zweifler soll Jesus berühren. 45

Richter der Versammlungen heute und im „Königreich der (neuen) Himmel 46

Jesus zeigt sich den zehn versammelten Aposteln am ersten Abend. 47

Mat 28:16-20:  Jesus am Berg in Galiläa; Jesu Erhöhung über jede Autorität im Himmel und auf der Erde; Auftrag zum Jüngermachen, zum belehren und Taufen. 48

11.3.1.9....... Joh 21:1-25:  Das Erscheinen Jesu in Galiläa und am See Genezareth. 50

Joh 21:1-14:  Jesus zeigt sich den Aposteln am „Meer von Tiberias“; der wunderbare Fischfang als Hinweis auf Wichtigeres. 50

Joh 21:15-19:  Jesu Auftragserteilung an Petrus, die Lämmer, Schäflein und Schafe zu hüten! 51

Joh 21:20-25:  Sollte Johannes nicht sterben bis Jesus wiederkommen ist?. 52

Spätere Veränderungen am Ende des Evangeliums von Markus?. 53

Nur Lukas beschreibt in der Apostelgeschichte „nach gründlicher Nachforschung“ Jesu Himmelfahrt! 54

Steht das „Zeichen Jona“ wirklich mit Jesu Auferstehung in Beziehung?. 55

Die „zwei Zeugen“ der Endzeit sind vor Jesu Wiederkehr „dreieinhalb Tage und drei Nächte“ Tote! 56

 

 

11.3              Lehrer der guten Botschaft: Jesu Vorbild für heute in den Evangelien: 11.Teil: Matthäus Kapitel 27-28: Synoptische Verbindung: Verhaftung und Tod Jesu, Auferstehung und Predigtauftrag!

 

 

11.3.1        Matthäus Kapitel 27-28 im Umfeld korrekt einordnen: Verknüpfungen

 

11.3.1.1      Der Inhalt der Kapitel 27-28 und synoptische Ergänzungen:

 

Matthäus Kapitel 27:  Jesu Vernehmung bei Pilatus, Leiden und Tod am Stamm; Grablegung

Jesu Tötung war ein im Voraus geplanter Mord, daran gibt es kaum Zweifel für den, der die Schriften studiert. Als Jesus dem Hohepriester Kaiphas vorgeführt wurde ging es nur noch darum, irgendeinen Punkt zu finden, um ihn des Todes für schuldig zu erklären. Da Jesus Psalm 110 zitierte, wo steht:

 

(Psalm 110:1, 2)

Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:

Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“  

2 Den Stab deiner Macht wird Jehova aus Zion senden, [indem er spricht:]

Schreite zur Unterwerfung inmitten deiner Feinde.“

 

Darum erklärte Kaiphas vor dem versammelten Sanhedrin Jesus als der Blasphemie für schuldig, als Christus erklärte künftig zu Gottes Rechten zu sitzen, was jeder der Schriftgelehrten wusste, was dies bedeutet. Wer immer sich auch wer er sei weigert, Wahrheit anzuhören und sie darauf zu untersuchen, ob sie mit den Tatsachen und Beweisen übereinstimmt, der gleicht jenen Versammelten. Erinnern wir uns der Worte des Ratsmitgliedes Nikodemus: „Dieser kam in der Nacht zu ihm und sagte zu ihm: ‚Rabbi, wir wissen, daß du als Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, Gott ist mit ihm.‘ “ (Joh 3:1.8) Jene wussten somit sehr wohl, wer Jesus war!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202013/WEG%20ARTIKEL%202013/WEG%20Artikel%2013.4.3-Dateien/image056.jpg (Lukas 22:66-71)  Als es schließlich Tag wurde, kam die Versammlung der älteren Männer des Volkes zusammen, sowohl Oberpriester als auch Schriftgelehrte, und sie schleppten ihn in den Saal ihres Sanhedrịns und sagten: 67 Wenn du der Christus bist, so sag es uns.“ Er aber sprach zu ihnen: Auch wenn ich es euch sagte, würdet ihr es gar nicht glauben. 68 Überdies, wenn ich euch fragte, würdet ihr gar nicht antworten. 69 Doch der Menschensohn wird von nun an zur machtvollen Rechten Gottes sitzen.“ 70 Daraufhin sagten sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er sprach zu ihnen: Ihr selbst sagt, daß ich es bin.“ 71 Sie sprachen: Wozu brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben [es] selbst aus seinem eigenen Mund gehört.

 

Offen gesteht Jesus „Sohn Gottes“ zu sein, denn niemals hatte er sich als dem Vater in Macht und Stellung gleich gesetzt! Wenn wir das Evangelium von Lukas und die Abstammungslinie in Kapitel 3 betrachten, dann wird bereits Adam „Sohn Gottes“ genannt (Lu 3:38).Vater bedeutet dem Sinne nach Verursacher des Lebens!

 

Im Kapitel 27 wird die darauf folgende Verhandlung vor Pilatus und Herodes gezeigt, der Kampf des Statthalters Jesus freizulassen und die unerbittliche Härte der jüdischen Oberpriester den geplanten Mord auch bis zum bitteren Ende auszuführen! Schlussendlich gibt Pilatus nach, um einen Aufstand in Jerusalem zu verhindern und übergibt Jesus zur Tötung den Juden. Das an den Stamm nageln erfüllen die römischen Soldaten als Besatzungsmacht, dies jedoch gemäss jüdischer Rechtsordnung im GESETZ, wo Vergehen mit Todesursache und Form des Aufhängens am Stamm zur Schande und Abschreckung festgelegt sind!

 

Matthäus Kapitel 28:  Erster Tag der Woche beim Grab; Jesus erscheint erst den Frauen und Jüngern und erteilt Predigtauftrag

Jesus hatte deutlich erklärt, dass er selbst den „Tempel seines Leibes“ am dritten Tag wieder aufrichten würde (Joh 2:18-22). Schon dies bedingte, dass Gott ihn zuvor „im Geiste“ oder als Geistwesen das er zuvor war zum Leben erwecken würde. Jesus hatte doch nach dem Abendmahl exakt diese Bitte an Gott gerichtet:

 

(Johannes 17:4, 5)  Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und habe das Werk vollendet, das du mir zu tun gegeben hast. 5 Und nun, Vater, verherrliche mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich an deiner Seite hatte, ehe die Welt war.

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/70/Dettaglio_duomo_Orvieto2.jpgDer Vater erhörte Jesus unmittelbar nach dem Tode! Als „Werkmeister“ Gottes (Spr 8:27-31) hatte der himmlische „Erstgeborene aller Schöpfung“ (Kol 1:13-20) in Eden doch schon den Auftrag ausgeführt: „Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild“. Jesus erschuf im Auftrag Jehovas später auch Eva, „eine Gehilfin“ für Adam! (1.Mo 2:18) Er war es, der Adam den „Odem des Lebens“ einhauchte! (1.Mo 2:7) Christus selbst hatte doch bestätigt „leben in sich selbst“ zu besitzen und jeden von den Toten aufzuerwecken den er wünscht! „Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben. Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.“ (Joh 5:26, 27)

 

Die Geschichte der Auferstehung von der Verzauberung und Mystik zu befreien und sie so zu lesen und zu verstehen wie es die Apostel und Evangelisten sahen und erklärten, dies hilft uns eine Reinigung unserer Gedanken von viel religiösem Ballast und verdrehter Lehre vorzunehmen! Bestimmt ein erfrischendes Unterfangen das von der Sklaverei des Ungehorsams befreit!

 

 

11.3.2        Matthäus Kapitel 27:  Jesu Vernehmung bei Pilatus, Leiden und Tod am Stamm; Grablegung

 

11.3.1.2      Mat 27:1-15:  Beschluss des Sanhedrin Jesus zu töten. Reue und Selbstmord des Judas; Jesu Vernehmung vor Pilatus

 

Mat 27:1-2:  Rat der Oberpriester und Ältesten wie Jesus getötet werden soll; vor dem Hohepriester Kaiphas; Übergabe an den Statthalter Pilatus

Durch die römische Herrschaft war es dem Sanhedrin gar nicht möglich direkt und ohne Einwilligung der Besatzungsmacht Jesus zu töten. Die Exekution selbst musste Rom ausführen. Die Oberpriester und Schriftgelehrten mussten nun Argumente finden, welche nach römischer Rechtspraxis den Tod erforderten. Da Jesus kein Gesetz des Cäsars wirklich verletzt hatte, selbst da nicht, wo er herausgefordert wurde, ob dem Cäsar Steuern zu bezahlen seien war es keine leichte Sache.

 

http://www.sacromontevarallo.eu/imgs/cappelle/25-2.jpg (Matthäus 27:1, 2)  Als es Morgen geworden war, hielten alle Oberpriester und die älteren Männer des Volkes Rat gegen Jesus, um ihn zu Tode zu bringen. 2 Und nachdem sie ihn gebunden hatten, führten sie ihn ab und übergaben ihn Pilạtus, dem Statthalter.

 

Wie ein Verbrecher wurde Jesus erneut gebunden und dem Statthalter Pilatus zugeführt. Markus ergänzt, dass der ganze Sanhedrin und dessen Schriftgelehrte sich versammelt hatten, um Argumente zu suchen, dass Pilatus sich ihrem Todesurteil anschliessen möchte. Das Recht wurde so verdreht, um das gesetzte Ziel nicht zu verfehlen und dies wird auch heute immer und immer wieder zu Lasten der Gerechten und zu Gunsten der Übeltäter verdreht!

 

(Markus 15:1-5)  Und gleich bei Tagesanbruch hielten die, Rat, und sie banden Jesus und führten ihn ab und übergaben ihn Pilạtus. 2 Da stellte Pilạtus ihm die Frage: „Bist du der König der Juden?“ Als Antwort sagte er zu ihm: „Du selbst sagst [es].“ 3 Die Oberpriester aber gingen daran, ihn vieler Dinge anzuklagen. 4 Nun begann Pilạtus ihn von neuem zu befragen, indem er sprach: Gibst du keine Antwort? Sieh, wie viele Beschuldigungen sie gegen dich vorbringen. 5 Jesus aber gab keine weitere Antwort, so daß sich Pilạtus zu verwundern begann.

 

 Wer glaubt, dass jene „Oberpriester mit den älteren Männern und den Schriftgelehrten, ja der ganze Sanhedrịn nicht wussten, dass Jesus der Messias war der irrt oder verdreht die Tatsachen. Nikodemus, einer von ihnen kam zu Jesus eine längere Zeit gar vor seiner Gefangennahme und erklärte: „Nun war da ein Mensch von den Pharisäern, Nikodẹmus war sein Name, ein Vorsteher der Juden. Dieser kam in der Nacht zu ihm und sagte zu ihm: ‚Rabbi, wir wissen, daß du als Lehrer von Gott gekommen bist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, Gott ist mit ihm.‘ “ (Joh 3:1, 2) Mit dieser Kenntnis bedeutet die Verschwörung eine wissentlich, willentliche Sünde gegen Gottes Geist für die es keine Vergebung gibt!

 

Die Hauptanschuldigung vor Pilatus war nun, dass Jesus sich zum „König der Juden“ gemacht habe. Die Verurteilung vom Sanhedrin zum Tode war aber aufgrund der Bestätigung Jesu Gottes Sohn zu sein und der Aussage erfolgt, nun zur Rechten Gottes zu sitzen. Lukas bestätigt dieselben Ereignisse mit eigenen Worten:

 

(Lukas 22:66-71)  Als es schließlich Tag wurde, kam die Versammlung der älteren Männer des Volkes zusammen, sowohl Oberpriester als auch Schriftgelehrte, und sie schleppten ihn in den Saal ihres Sanhedrịns und sagten: 67 Wenn du der Christus bist, so sag es uns.“ Er aber sprach zu ihnen: Auch wenn ich es euch sagte, würdet ihr es gar nicht glauben. 68 Überdies, wenn ich euch fragte, würdet ihr gar nicht antworten. 69 Doch der Menschensohn wird von nun an zur machtvollen Rechten Gottes sitzen.“ 70 Daraufhin sagten sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er sprach zu ihnen: Ihr selbst sagt, daß ich es bin.“ 71 Sie sprachen: Wozu brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben [es] selbst aus seinem eigenen Mund gehört.

 

King David Playing the Harp.Welche Fragen hätte den Jesus gerne gestellt? Bestimmt die nach den Aussagen der Propheten, beginnend mit Moses und dem „GESETZ des Glaubens“ in den „Propheten gleich mir“, das sich erfüllt hatte seit Jesu Taufe! Keiner der Propheten bis Johannes dem Täufer, die nicht über den Messias Aussagen gemacht hätte, genügend Stoff, um zu beweisen, dass sich all dies erfüllt hatte, was das Erste Erscheinen des Christus anbetraf! Zu Recht erklärte Jesus: „Auch wenn ich es euch sagte, würdet ihr es gar nicht glauben. Überdies, wenn ich euch fragte, würdet ihr gar nicht antworten.“ Jesu Antwort auf deren Frage war von David im Psalm 110 schon über tausend Jahre zuvor aufgezeichnet worden:

 

(Psalm 110:1) 

Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:

Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

 

Die „machtvolle Rechte Gottes“ bedeutet, dass er nach seiner Himmelfahrt grosse Taten und Wunder zu wirken in der Lage wäre. Er wusste um seine erhöhte Autorität zufolge der Treue bis in den Tod! Das Wiederherstellen des „Tempels seines Leibes“, seine Himmelfahrt und fünfzig Tage später das Ausgiessen des heiligen Geistes auf die hundertzwanzig Jünger waren nur erste Hinweise auf weit Grösseres, das in der Endzeit folgen wird, wenn der Vater ihm auch noch seine Feinde unter die Füsse legt!

 

(Lukas 22:63-65)  Die Männer nun, in deren Gewahrsam er sich befand, begannen Spott mit ihm zu treiben und versetzten ihm Hiebe; 64 und nachdem sie ihn verhüllt hatten, fragten sie und sprachen: „Prophezeie. Wer ist es, der dich geschlagen hat? 65 Und sie fuhren fort, viele andere Dinge in lästerlicher Weise gegen ihn zu sagen.

 

Der ganze Hass der Oberpriester und des Hohepriesters wurde auf deren ganze Umgebung übertragen. Kein freies Denken und menschenwürdiges Verhalten war mehr möglich zufolge des Gruppenzwanges. Dasselbe Verhalten sehen wir in jedem totalitären System, sei dies religiöser oder politischer Art!

 

Mat 27:3-10:  Die Gewissensbisse des Judas und der Kauf des Blutfeldes mit den 30 Silberlingen

Was uns Matthäus verrät ist, dass Judas unter jenen Zeugen war, die gegen Jesus aussagten. Er war nicht nur Verräter, sondern hatte sein Vergehen nun gar vollendet. Als er nun das Urteil des Hohepriesters und des Sanhedrins vernahm, dass Jesus die Todesstrafe erleiden müsste begannen ihn Gewissensbisse zu plagen. 

 

image020 (Matthäus 27:3-10)  Als dann Judas, der ihn verraten hatte, sah, daß er verurteilt worden war, hatte er Gewissensbisse und brachte die dreißig Silberstücke den Oberpriestern und älteren Männern zurück 4 und sagte: Ich habe gesündigt, als ich gerechtes Blut verriet.“ Sie sprachen: Was geht das uns an? Das ist deine Sache! 5 Da warf er die Silberstücke in den Tempel und zog sich zurück und ging hin und erhängte sich. 6 Die Oberpriester aber nahmen die Silberstücke und sagten: Es ist nicht erlaubt, sie in den heiligen Schatz zu werfen, denn sie sind der Blutpreis.“ 7 Nachdem sie sich miteinander beraten hatten, kauften sie damit das Feld des Töpfers, um [darauf] Fremde zu begraben. 8 Daher ist dieses Feld bis auf den heutigen Tag „Blutfeld“ genannt worden. 9 Damals erfüllte sich das, was durch Jeremia, den Propheten, gesagt wurde, welcher sprach: Und sie nahmen die dreißig Silberstücke, den Preis für den Abgeschätzten, auf den einige der Söhne Israels einen Preis gesetzt hatten, 10 und sie gaben sie für das Feld des Töpfers, so wie es Jehova mir geboten hatte.“

 

Judas wurde sich zu spät bewusst, dass Jesus ein vollkommen Gerechter war und als er ihn wegen der Differenzen in der Kasse zurechtwies mit vollem Recht und pflichtgemäss gehandelt hatte! Die Selbstgefälligkeit und Herzenshärte der Oberpriester weist auf deren geistigen Zustand völliger Nacht hin! Ein falscher Zeuge, der sich selbst anklagt musste im Urteil Berücksichtigung finden! Aber im ganzen Prozess ging es zu keiner Zeit um Gerechtigkeit, sondern um Eifersucht und Angst Privilegien zu verlieren!

 

Bilder der Bibel - Das Ende des Judas IschariotJudas kannte keinen anderen Ausweg als sich selbst zu töten. Wer willentlich Unrecht tut und den Gerechten zu Tode bringt wird den höchsten Preis zu zahlen haben, die ewige Abschneidung von den Lebenden!

 

(Psalm 55:23)  Du selbst aber, o Gott, wirst sie hinabstürzen in die tiefste Grube.

Was mit Blutschuld beladene und trügerische Männer betrifft, sie werden nicht die Hälfte ihrer Tage erleben.

Was aber mich betrifft, ich werde auf dich vertrauen.

 

Wir sollen keinen Anteil mit denen haben die schlechtes treiben! Wer willentlich und wissentlich Gottes gerechte Gebote missachtet, wie hier Judas, der hat am Tag des Gerichts mit keinerlei Erbarmen zu rechnen!

 

Mat 27:11-15:  Jesus verweigert dem Pilatus auf die Anklagen zu antworten

Jesus wusste im Voraus, was der Prozess bedeutete: Nichts anderes als ein Scheingericht, um den Anstrich von Gerechtigkeit zu haben! Er kannte zudem den Willen des Vaters, dass er diese Prüfung bis zum Ende durchzustehen habe, um anderen ein bleibendes Beispiel an Treue unter härtesten Umständen zu hinterlassen. Das Gewichtigste aber war das Wissen, dass nur dieses Opfer die Sünde der Welt wegzunehmen im Stande wäre!

 

Was immer Jesus auch geantwortet hätte, das Todesurteil des Sanhedrins war gesprochen!

 

(Matthäus 27:11-14)  Jesus stand nun vor dem Statthalter; und der Statthalter stellte ihm die Frage: „Bist du der König der Juden?“ Jesus erwiderte: „Du selbst sagst [es].“ 12 Als er aber von den Oberpriestern und älteren Männern angeklagt wurde, gab er keine Antwort. 13 Da sagte Pilạtus zu ihm: „Hörst du nicht, wie vieles sie gegen dich bezeugen? 14 Er aber antwortete ihm nicht, nein, nicht ein Wort, so daß sich der Statthalter sehr verwunderte.

 

Pilatus erwartete eine Verteidigung seitens Jesus, dieser aber schwieg auf all die Anschuldigungen der Oberpriester und Ältesten der Juden. Jesus bestätigte lediglich die Erkenntnis die Pilatus selbst äusserte, dass er der „König der Juden“ sei.

 

Lukas beschreibt weitere Details dieser ersten Verhandlung vor Pilatus. Man unterstellte Jesus nun, dass er das Steuersystem Roms untergraben würde, indem Christus verbiete Steuern zu zahlen. Das war aber exakte das Gegenteil dessen, was Jesus erklärt hatte als man ihm diese Frage stellte und er eine Münze verlangte und fragte, wessen Abbild dies sei: „Cäsars“ war die Antwort! Darauf erwiderte Jesus: „ Zahlt daher Cäsars Dinge Cäsar zurück, Gottes Dinge aber Gott.‘  Als sie [das] nun hörten, verwunderten sie sich, und sie ließen von ihm ab und gingen davon.‘ “

 

http://img.welt.de/img/bildergalerien/crop106127842/8258727287-ci3x2l-w620/Christ-before-Pilate-1881.jpg (Lukas 23:1-7)  Nun erhob sich die gesamte Menge und führte ihn zu Pilạtus. 2 Dann fing man an, ihn anzuklagen und zu sagen: Wir fanden, daß dieser Mensch unsere Nation aufwiegelt und verbietet, Cäsar Steuern zu zahlen, und sagt, er selbst sei Christus, ein König.“ 3 Pilạtus stellte ihm nun die Frage: „Bist du der König der Juden?“ Als Antwort sagte er zu ihm: „Du selbst sagst [es].“ 4 Da sprach Pilạtus zu den Oberpriestern und den Volksmengen: Ich finde kein Verbrechen an diesem Menschen. 5 Sie begannen aber, darauf zu bestehen, indem sie sagten: Er wiegelt das Volk auf, indem er in ganz Judạ̈a lehrt, ja von Galilạ̈a angefangen bis hierher.“ 6 Als er das hörte, fragte Pilạtus, ob der Mensch ein Galilạ̈er sei, 7 und nachdem er festgestellt hatte, daß er unter der Rechtsgewalt des Herodes war, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war.

 

Johannes bringt weitere Details jener Verhandlung vor Pilatus, so den im GESETZ verankerten Grundsatz, dass jeder Umgang mit Unreinen einen Juden verunreinigt und da es der Vortag des ersten Tages der Passahwoche war nahm Pilatus darauf Rücksicht und kam zu den Anklägern hinaus. Deren Mordabsichten wurden aus ihren Antworten deutlich und Rom sollte für sie zufolge Amtshoheit Vollstrecker sein.

 

(Johannes 18:28-32)  Dann führten sie Jesus von Kaiphas zum Palast des Statthalters. Es war nun früh am Tag. Sie selbst gingen jedoch nicht in den Palast des Statthalters hinein, damit sie sich nicht verunreinigten, sondern das Passah essen könnten. 29 Daher kam Pilạtus zu ihnen heraus und sprach: Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen vor? 30 Als Antwort sagten sie zu ihm: Wenn dieser nicht ein Missetäter wäre, so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert.“ 31 Deshalb sagte Pilạtus zu ihnen: Nehmt ihn selbst, und richtet ihn nach eurem Gesetz.“ Die Juden sprachen zu ihm: „Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.“ 32 So sollte sich das Wort Jesu erfüllen, das er gesagt hatte, um anzuzeigen, welche Art des Todes er sterben sollte.

 

Jesus hatte auf dem Weg von Galiläa nach Jerusalem bereits prophezeit, dass er „… den [Menschen der] Nationen ausliefern, damit sie Spott mit ihm treiben und ihn geißeln und an den Pfahl bringen, und am dritten Tag wird er auferweckt werden.“ Jesus kannte vom Vater her alle Details seines Prozesses und daher auch die Antworten die er geben sollte. Dasselbe hatte er auch seinen Jüngern versprochen: „Wenn man euch aber ausliefert, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden; denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet.“ (Mat 10:19, 20)

 

(Matthäus 20:17-19)  Als Jesus nun im Begriff war, nach Jerusalem hinaufzugehen, nahm er die zwölf Jünger allein beiseite und sagte auf dem Weg zu ihnen: 18 Seht! Wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen 19 und werden ihn den [Menschen der] Nationen ausliefern, damit sie Spott mit ihm treiben und ihn geißeln und an den Pfahl bringen, und am dritten Tag wird er auferweckt werden.“

 

Jesus kannte tatsächlich, was kommen würde! Nur Johannes bringt nun gewichtige Details, die keiner der anderen drei Evangelisten erwähnte, gerade deshalb, weil sie für künftige Christenversammlungen ein Grund zur Anfeindung gewesen wären. Nun, am Ende des ersten Jahrhunderts, kurz vor dem Tod des letzten lebenden Apostels und nachdem Johannes selbst in hohem Alter aus römischer Gefangenschaft auf Patmos frei gelassen wurde, da war es Zeit die letzten Geheimnisse offenzulegen.

 

http://www.galleryone.com/images/seward/seward-what-is-truth-lg.jpg (Johannes 18:33-38)  Da ging Pilạtus wieder in den Palast des Statthalters hinein und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden? 34 Jesus antwortete: „Sagst du das aus dir selbst, oder haben dir andere von mir erzählt?“ 35 Pilạtus antwortete: „Ich bin doch nicht etwa ein Jude? Deine eigene Nation und die Oberpriester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan?“ 36 Jesus antwortete: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“ 37 Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: Nun denn, bist du ein König? Jesus antwortete: Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme. 38 Pilạtus sagte zu ihm: Was ist Wahrheit?

 

Nun, wer nach Wahrheit forscht, der wird sie erkennen, wer nicht forscht, sondern abschreibt und kopiert, der wird nie gesicherte Wahrheit erlangen! Pilatus war sich „offizielle Wahrheit“ gewohnt, von seinen Vorgesetzten und von seinen Untergebenen, von Anklägern und Verteidigern, aus der Politik und Religion, die beständig mit Lüge und Halbwahrheiten durchmischt ist!

 

Hier erklärt Jesus klar und deutlich, dass er nicht nur König wäre, sondern „sein Königreich nicht von dieser Welt“ sei. Nun, die Katholische Kirche hat dieses Königreich des Christus in den dritten Himmel Jehovas und der Engel verpflanzt und alle christlichen Religionen, die „Töchter derselben Mutter“ haben dies kopiert. Stimmt dies aber? Die Antwort ist getrennt: Ein halbes Ja und ein ganzes Nein! Wir wollen klares Unterscheidungsvermögen bewahren:

 

Es gilt somit wie stets die „Himmel“ und die „Welt“ zu unterscheiden und Ereignisse exakt auf der Zeitskala einzuordnen! Wird nicht der Ausdruck „diese Welt“ beständig für das herrschende System Satans verwendet? Hatte nicht der Teufel Jesus „alle Königreiche dieser Welt“ versprochen für einen einzigen Akt der Anbetung?

 

(Lukas 4:5-8)  Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Eindeutig waren und sind diese Königreiche bis Harmagedon in Satans Hand! Jesu Königreich hat mit jenen Satans nichts gemein! Inwiefern war den Jesus bereits König wie er es Pilatus bestätigte?

 

Inwiefern ist „mein Königreich nicht von dieser Welt“? Was haben Religionen daraus gemacht?

Warum nun eine geteilte Antwort? „Ja, Jesus ist himmlischer König“ insofern, dass Jesus einer der vierundzwanzig himmlischen gekrönten Ältesten war, bevor er zur Erde geschickt wurde. Zudem war er zu diesem Zeitpunkt noch nicht König in seinem eigenen Königreich auf der Erde, wo er doch erst unmittelbar nach dem Tode erhöht wurde! Er selbst bestätigte doch: „Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: ‚Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden‘ “ (Mat 28:18; Off 5:11, 12) Somit hatte er diese Gewalt vor dem Tod und der Auferweckung „im Geiste“ (1.Pe 3:18) noch nicht gehabt! Darum durften die Engel nicht zu seinen Gunsten kämpfen, er musste doch erst noch „den Willen des Vaters“ vollkommen erfüllen.

 

Wenn er aber zurückkehrt, zu Beginn der „grossen Drangsal“ [B1] dann mit all seinen Engeln (Heb 1:6), die in Harmagedon [B3] unter seiner Führung als „Erzengel Michael“ mit seinen Feinden unten auf der Erde und oben im Himmel aufräumen wird! (Off 19:11-20:3)

 

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Nach seiner Erhöhung über „jede Macht und Autorität im (dritten) Himmel und auf der Erde“ fing sein eigenes Königreich an Pfingsten 33 u.Z. an ihre Pforten hier auf der Erde zu öffnen! Bis dahin und bis zum Ende der siebzigsten Jahrwoche war Israel eine Nation, dessen höchster König Jehova selbst war.

 

Mit der Taufe des Kornelius im Jahre 36 u.Z. wurde jene Nation verworfen, der „Bund mit den vielen“ endete, weil die Nation Juda „Lo-Ruhama“ seinen himmlischen Sohn als Seinen Abgesandten abgelehnt hatte! Nun war ausschliesslich das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ für all jene offen, die das „GESETZ des Glaubens“ erfüllten und sich in der Taufe durch vollkommenes Untertauchen dem Christus als ihren König hingaben!

 

(Kolosser 1:13-16)  Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden. 15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.

 

Den Ablauf der unterschiedlichen Königreiche auf der Zeitachse sollen wir uns gut einprägen, weil sie uns helfen viele schwierige Fragen mit absoluter Klarheit zu beantworten:

 

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Warum belehrte uns niemand, was das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ wirklich ist und seit wann und wie es funktioniert?

Ein anderer Text im Johannesevangelium hilft uns noch weiter im Verständnis: Jesu Bund mit den Aposteln für ein Königreich.

 

Paulus spricht beim „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ nicht vom dritten Himmel Jehovas, sondern eindeutig von der Erde hier unten! Die „Gewalt der Finsternis“, von der Paulus redet, ist dagegen Satans Herrschaft mittels Politik und Religion die doch seit dem Konzil von Nicäa 325 u.Z. miteinander vollkommen liiert sind! Jesu Worte missachten sie vollkommen: „Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.“ (Joh 15:18, 19) Die Welt hasst nicht die Grosskirchen und Sekten, die doch die Politik stützen und die Völker ruhig halten, sie hasst die Querdenker, die ihre Taten offenlegen und ihr Verhalten während der Endzeit erklären! Jene die wie „Inseln“ im Menschenmeer auf das Kommen des „Königreiches der (neuen) Himmel“ warten: Eine gerechte Königs-Priesterschaft!

 

Jeder Sünder verliert Zugang zu Gott! „Wir wissen, daß Gott nicht auf Sünder hört, doch wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, hört er auf diesen.“ (Joh 9:31) Nur durch Jesu Loskaufsopfer und durch „unverdiente Güte“ können wir in Jesu Namen zu Jehova unser Danken und unsere Bitten stellen! Beide gemeinsam halten uns vollständig unter Kontrolle, weil Gott selbst ein fehlendes Haar erkennt „Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt.“ (Mat 10:30).

 

http://images.zeit.de/politik/ausland/2013-07/merkel-obama/merkel-obama-540x304.jpgSeit die USA einen Grossteil der Telefone selbst seiner Alliierten beständig abhört und jedes E-Mail, jeden Fax liest braucht es keinen Beichtstuhl mehr, dass auch die obrigkeitliche Gewalt „dieser Welt“ über alles auf dem Laufenden ist!

 

Wer sind nun die „Throne und Herrschaften“ die Jesus hier auf der Erde schuf? Nun die Frage beantworte Jesus selbst am Ende des Abendmahls. Wir erinnern uns:

 

(Lukas 22:24-30)  Es entstand indessen auch ein hitziger Wortstreit unter ihnen darüber, wer von ihnen der Größte zu sein scheine. 25 Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Nationen spielen sich als Herren über sie auf, und die, die Gewalt über sie haben, werden Wohltäter genannt. 26 Ihr aber sollt nicht so sein, sondern möge der, der unter euch der Größte ist, wie der Jüngste werden und der, der als Oberster auftritt, wie der Dienende. 27 Denn wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Ist es nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.

28 Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Jesus schuf innerhalb seines „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ nur zwei Positionen: Die Apostel als künftige Könige im kommenden „Königreich des Vaters“ und wie es später Johannes in der Offenbarung erklärt 144.000 Mitkönige, die über alle Städte der Erde nach Harmagedon gesetzt werden: In jedem der „zwölf Stämme“ sind es je 12.000 künftige Priesterkönige. Bis dahin aber sollte sich keiner über den anderen überhöhen!

 

image036Weder die Apostel noch die Versammlungsvorsteher durften Herrschaftspyramiden, Hierarchien aufbauen, wie es die „Könige der Nationen“ und die Fürsten der Religionen taten. Im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gibt es keine Herrscher, sondern nur Dienende! Es gibt darin auch keine Religionen mit ihren „Hohepriestern“, denn Jesus selbst ist doch auch Hoherpriester! So kann auch keine der vielen Religionen beanspruchen jenes Königreich zu sein: Alle sind Usurpationen!

 

Dieses „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ bildet auch heute „kein Teil dieser Welt“ Satans. Darum erklärte Jesus doch mit aller Deutlichkeit, dass ein Christ nicht „zwei Herren“ dienen könne! Mit der Taufe haben wir eine Wahl getroffen zu der wir stehen müssen!

 

(Matthäus 6:24)  Niemand kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums sein.

 

Das System bietet diese Form des Reichtums, das es erst den Untertanen abnimmt, um es unter die Günstlinge und Mitläufer zu verteilen! Religion und Politik leben vom Ertrag und Besitz derjenigen, die hart arbeiten und produzieren. Das System Satans wird zwar geduldet und wir zahlen „dem Cäsar, was des Cäsars ist“, wir unterstützen es aber nicht durch aktive Mitarbeit oder Teilhabe an politischen Entscheidungsprozessen! Da wir König und Hohepriester haben, das „GESETZ des Christus“ befolgen, innerhalb der Versammlung Rechtsfälle selbst lösen (1.Kor 6:1-6), ein permanentes Lebenslanges Schulungsprogramm betreiben (Apg 15:21) können wir nicht weitere jene wählen, die Gott und Christus als Ihre Feinde betrachten! Zugehörigkeit zu einer Kirche „Babylons der Grossen“ disqualifiziert uns als Jesu Sklaven, denn der Befehl lautet klar und deutlich: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“ und es unser Hohepriester der dies befiehlt! Paulus erklärt, dass auch wir „ansässige Fremdlinge“ sind!

 

http://media05.regionaut.meinbezirk.at/2013/08/20/4898790_web.jpg?1377019500 (Hebräer 11:13-16)  Alle diese starben im Glauben, ohne die [Erfüllung der] Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen und erklärten öffentlich, daß sie Fremde und zeitweilig Ansässige im Land seien. 14 Denn die, die solche Dinge sagen, zeigen an, daß sie ernstlich eine Stätte suchen, die ihr eigen ist. 15 Und doch, wenn sie sich wirklich fortwährend an jenen [Ort] erinnert hätten, von dem sie ausgezogen waren, so hätten sie Gelegenheit gehabt zurückzukehren. 16 Jetzt aber streben sie nach einem besseren [Ort], nämlich einem, der zum Himmel gehört. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, als ihr Gott angerufen zu werden, denn er hat ihnen eine Stadt bereitgemacht.

 

Die kommende Königreichsregierung im „Königreich des Vaters“ gehört „zum Himmel“, ist aber deutlich auf der Erde und Abraham, Isaak und Jakob erwarteten ihr Erbe im Verheissenen Land!

 

Matthäus, der im Steuerbüro arbeitete verliess dieses und folgte Jesus unmittelbar nach (Mat 9:9). Der Offizier Kornelius musste nach seiner Taufe den Dienst im Heer Roms quittieren, obwohl für beide der Staatsdienst „Reichtum“, gesichertes Einkommen bedeutete.

 

Jesus vor König Herodes

Kehren wir zurück zum Geschehen vor Pilatus und nun auch noch vor Herodes Agrippa II., den Jesus doch „Fuchs“ (Neh 4:3-5) genannt hatte, ebenso eines der „wilden Tiere“! Er war es, der Johannes den Täufer hinrichten liess, weil jener ihn der Blutschande mit Bernice, seiner Schwester lebte, die Herodes geehelicht hatte und den Johannes öffentlich angeklagt hatte!

 

Lesen wir doch ein weiteres Geschehen vorab, weil es uns die Mentalität jenes stolzen und hochmütigen Herrschers von Galiläa zeigt, dessen Vater Herodes Agrippa I. doch bereits das kleine Kind Jesus zu ermorden suchte, mittels der Tötung aller Babys unter zwei Jahren in Bethlehem. Dies, weil er von den Schriftgelehrten gehört hatte, dass in dieser Zeit der „König der Juden“ geboren würde und zwar gemäss dem Propheten Micha in Davids Stadt: „Und du, o Bẹthlehem-Ẹphratha, das zu klein ist, um schließlich unter den Tausenden Judas zu sein, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher in Israel werden soll, dessen Ursprung aus frühen Zeiten ist, aus den Tagen unabsehbarer Zeit.“ (Mi 5:2)

 

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Pilatus musste diese Dinge bereits gewusst haben, darum fragte er so, als ob er es nicht bereits wüsste: „Bist du der König der Juden?“, er suchte nur noch nach einer Bestätigung.

 

(Lukas 23:1-7)  Nun erhob sich die gesamte Menge und führte ihn zu Pilạtus. 2 Dann fing man an, ihn anzuklagen und zu sagen: Wir fanden, daß dieser Mensch unsere Nation aufwiegelt und verbietet, Cäsar Steuern zu zahlen, und sagt, er selbst sei Christus, ein König.“ 3 Pilạtus stellte ihm nun die Frage: Bist du der König der Juden? Als Antwort sagte er zu ihm: „Du selbst sagst [es].“ 4 Da sprach Pilạtus zu den Oberpriestern und den Volksmengen: „Ich finde kein Verbrechen an diesem Menschen. 5 Sie begannen aber, darauf zu bestehen, indem sie sagten: Er wiegelt das Volk auf, indem er in ganz Judạ̈a lehrt, ja von Galilạ̈a angefangen bis hierher.“ 6 Als er das hörte, fragte Pilạtus, ob der Mensch ein Galilạ̈er sei, 7 und nachdem er festgestellt hatte, daß er unter der Rechtsgewalt des Herodes war, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war.

 

Pilatus fand an all den Anschuldigungen kein Verbrechen, das todeswürdig gewesen wäre! Lukas bringt uns weitere Details zu dieser nun folgenden Konfrontation der zwei Könige: Dem von Rom ernannten Herodes und dem vom himmlischen Vater bestimmten Christus! Matthäus und Markus erwähnten diesen Teil nicht:

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/45/Giotto_-_Scrovegni_-_-33-_-_Flagellation.jpg(Lukas 23:8-12)  Als Herodes Jesus sah, freute er sich sehr, denn seit geraumer Zeit hatte er ihn sehen wollen, weil er von ihm gehört hatte, und er hoffte, irgendein Zeichen von ihm getan zu sehen. 9 Nun begann er ihn mit sehr vielen Worten zu befragen; aber er gab ihm keine Antwort. 10 Die Oberpriester und die Schriftgelehrten jedoch standen immer wieder auf und klagten ihn heftig an. 11 Da behandelte ihn Herodes mit seinen Wachmannschaften verächtlich, und er trieb Spott mit ihm, indem er ihn mit einem hellglänzenden Kleid bekleidete, und sandte ihn zu Pilạtus zurück. 12 An ebendiesem Tag nun wurden Herodes und Pilạtus miteinander Freunde; denn vorher hatte fortwährend Feindschaft zwischen ihnen bestanden.

 

Herrschte zuvor eine feindliche Atmosphäre zwischen Herodes und Pilatus, so änderte sich dies in jenem Moment. Jesus gab auf all die Anschuldigungen keine Antwort und weigerte sich zur Show irgendein Wunder vor Herodes zu wirken.

 

(Matthäus 7:6)  Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.

 

Alles geschah so wie es die Propheten vorhergesagt wurde, dass Menschen der Nationen Spott mit dem Gesalbten Jehovas treiben würden!

 

 

11.3.1.3      Mat 27:15-31:  Pilatus erkennt Unschuld Jesu; Spott mit dem Christus

 

Mat 27:15-23:  Pilatus versucht Jesus gegen den berüchtigten Barabbas freizulassen; Pilatus erkennt den Neid der Juden; Juden durch Anführer aufgepeitscht, um die Freilassung des Barabbas zu verlangen und Jesus an den Pfahl zu bringen

Vor der Passahfeier war die ganze Stadt mit Juden aus allen Teilen des Landes überfüllt. Dies verstärkte noch den Tumult vor dem Palast des Statthalters und all dies erhöhte der Druck auf Pilatus. Jenem war vollkommen bewusst, dass die Vorsteher der Juden aus Neid wegen der hohen Popularität des Christus so handelten!

 

(Matthäus 27:15-23)  Nun war es von Fest zu Fest Brauch, daß der Statthalter der Volksmenge einen Gefangenen, den, den sie haben wollten, freigab. 16 Gerade zu jener Zeit hatte man einen berüchtigten Gefangenen, der Bạrabbas hieß. 17 Als sie somit versammelt waren, sagte Pilạtus zu ihnen: Wen soll ich euch nach eurem Willen freigeben, Bạrabbas oder Jesus, den sogenannten Christus? 18 Denn er wußte, daß sie ihn aus Neid überliefert hatten. 19 Während er auf dem Richterstuhl saß, sandte überdies seine Frau zu ihm und ließ sagen: Habe nichts mit diesem gerechten Menschen zu schaffen, denn ich habe heute seinetwegen in einem Traum viel gelitten.“ 20 Doch die Oberpriester und die älteren Männer überredeten die Volksmengen, um Bạrabbas zu bitten, Jesus dagegen umzubringen. 21 Da ergriff der Statthalter das Wort und sprach zu ihnen: Welchen von den beiden soll ich euch nach eurem Willen freigeben? Sie sprachen: Bạrabbas.“ 22 Pilạtus sagte zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus, dem sogenannten Christus, tun? Sie alle sagten: An den Pfahl mit ihm! 23 Er sprach: Nun, was hat er denn Schlechtes getan? Sie aber schrien fortgesetzt nur noch mehr: An den Pfahl mit ihm!

 

Die Oberpriester und die aufgewiegelten Juden verlangten doch Jesu Tod nach dem mosaischen GESETZ, wo Jehova befiehlt, dass ein Sünder an einen „Stamm“ (heb. mattéh und schévet)) oder „Pfahl“ (gr. stauros und xylon) gehängt werden soll! Das ist kein Kreuz, wie dies seit dem zweiten und dritten Jahrhundert als Todesinstrument Jesu in der Namenchristenheit verehrt wird! Pilatus lieferte Jesus doch den Juden aus, obwohl römische Soldaten das Werk schlussendlich ausführten! Gottes GESETZ musste doch auch hier jedem Buchstaben nach Erfüllung finden:

 

(5. Mose 21:22, 23)  Und falls sich an einem Mann eine Sünde findet, die das Todesurteil verdient, und er ist zu Tode gebracht worden, und du hast ihn an einen Stamm gehängt, 23 sollte sein Leichnam nicht die ganze Nacht am Stamm bleiben, sondern du solltest ihn auf jeden Fall an jenem Tag begraben, denn etwas von Gott Verfluchtes ist der Gehängte; und du sollst deinen Boden nicht verunreinigen, den Jehova, dein Gott, dir als Erbe gibt.

 

Jesus war daran für uns alle als Unschuldiger zum „Fluch“ zu werden, um uns von dem auf uns lastenden „Fluch für Sünde“ zu befreien! Den lebendigen Christus ans Holz zu nageln widersprach dagegen Gottes Gebot und war eine grausame Tortur!

 

Auch Markus bestätigt, dass Barabbas, ein gemeiner Verbrecher, ein Aufrührer und Mörder frei gelassen werde Jesus aber, den Pilatus unschuldig befand sollte gemäss den religiösen Führern an den Pfahl gebracht werden! Hätte Jesus Aufruhr verursacht, Pilatus hätte es bestimmt gewusst!

 

http://3.bp.blogspot.com/-zSN76yKXeVE/UVbei3PUaZI/AAAAAAAAB2Y/LuJzefcdA0A/s1600/Jesus_or_barabbas2.57174557_std.jpg (Markus 15:6-15)  Nun pflegte er ihnen von Fest zu Fest einen Gefangenen freizugeben, den, welchen sie sich ausbaten.Zu der Zeit lag einer, Bạrabbas genannt, in Fesseln bei den Aufrührern, die bei ihrem Aufstand einen Mord begangen hatten. 8 Da ging die Volksmenge hinauf und fing an, gemäß dem zu bitten, was er für sie zu tun pflegte. 9 Pilạtus antwortete ihnen, indem er sprach: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden freigebe? 10 Denn er merkte, daß ihn die Oberpriester aus Neid überliefert hatten. 11 Die Oberpriester aber wiegelten die Volksmenge auf, damit er ihnen an seiner Stelle Bạrabbas freigebe. 12 Wieder erwiderte ihnen Pilạtus und sprach: Was soll ich denn mit ihm, den ihr den König der Juden nennt, tun? 13 Da schrien sie nochmals: „An den Pfahl mit ihm!“ 14 Pilạtus aber sagte ferner zu ihnen: Nun, was hat er denn Schlechtes getan? Doch sie schrien um so mehr: An den Pfahl mit ihm! 15 Darauf gab ihnen Pilạtus, der die Volksmenge zu befriedigen wünschte, Bạrabbas frei, und nachdem er Jesus hatte auspeitschen lassen, lieferte er ihn aus, damit er an den Pfahl gebracht werde.

 

Volksmassen sind kein Anzeiger, ob etwas Recht und Gerecht ist, denn sie lassen sich leicht von ihren Anführern in die eine oder andere Richtung treiben! Darauf bauen politische und religiöse Systeme auf! Mehrheiten entscheiden oft, was schlussendlich getan wird, zum Schlechten weit leichter, wie zum Guten! Das Gute ist doch meist mit Anstrengung und Opfern verbunden! Pilatus fürchtete die aufgebrachte und von den Oberpriestern angestachelte Volksmenge! Das wenigste, das er während des Festes brauchen konnte waren Tumulte!

 

Jesus hatte aber bereits klar erwähnt, was dies bedeutet, für die Anführer, wie für die Angeführten: „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ (Mat 15:14) Falsche Ankläger und falsche Zeugen erhalten die dem Opfer zugedachte Strafe! Die „Grube“ bedeutet das Grab! Was die Folge für ganz Juda würde musste der Prophet Micha vorhersagen:

 

(Micha 5:1)  Zu dieser Zeit machst du Einschnitte an dir, o Tochter einer Invasion; einen Belagerungswall hat er gegen uns errichtet. Mit dem Stock werden sie den Richter Israels auf die Wange schlagen.

 

Im Jahre 70 u.Z. endete die Belagerung Jerusalems und der Freiheitskrieg der Juden endete in einem furchtbaren Blutbad. Wenden wir uns nun den Aussagen des Lukas zu, der das Geschehen noch ausführlicher beschreibt: Nur er erwähnt, dass sowohl Pilatus wie Herodes kein todeswürdiges Verbrechen an Jesus fanden!

 

http://www.divinemercyinc.com/Easter5.jpg(Lukas 23:13-25)  Pilạtus rief dann die Oberpriester und die Vorsteher und das Volk zusammen 14 und sagte zu ihnen:  Ihr habt mir diesen Menschen gebracht als einen, der das Volk zur Auflehnung reizt, und seht, ich habe ihn vor euch verhört, habe aber an diesem Menschen keinen Grund für die Beschuldigungen gefunden, die ihr gegen ihn vorbringt. 15 Tatsächlich fand auch Herodes keinen, denn er hat ihn zu uns zurückgesandt; und seht, nichts, was den Tod verdient, ist von ihm begangen worden. 16 Ich will ihn daher züchtigen und ihn freigeben.“ 17 —— 18 Aber mit ihrer ganzen Menge schrien sie und sprachen: Schaff diesen weg, gib uns dagegen Bạrabbas frei! 19 (der wegen eines gewissen Aufstandes, der in der Stadt vorgekommen war, und wegen Mordes ins Gefängnis geworfen worden war). 20 Wieder rief ihnen Pilạtus zu, denn er wollte Jesus freilassen. 21 Da begannen sie, laut zu rufen und zu sagen: An den Pfahl! An den Pfahl mit ihm! 22 Zum dritten Mal sprach er zu ihnen: Nun, was hat dieser [Mensch] denn Schlechtes getan? Ich habe nichts an ihm gefunden, was den Tod verdient; ich will ihn daher züchtigen und freilassen.“ 23 Darauf begannen sie dringend, mit lauter Stimme, zu verlangen, daß er an den Pfahl gebracht werde; und ihre Stimmen begannen durchzudringen. 24 Da sprach Pilạtus das Urteil, daß ihrem Verlangen entsprochen werde: 25 Er ließ den Mann frei, der wegen Aufstandes und Mordes ins Gefängnis geworfen worden war und den sie verlangten, Jesus aber übergab er ihrem Willen.

 

Ja, Barabbas war ein Mörder, Lukas bestätigt es. Das Volk aber aufgehetzt durch seine geistigen Führer verlangte nach Blut. Pilatus wusste dies und liess Jesus grausam auspeitschen, in der Hoffnung gemäss dem schlechten Traum seiner Frau Jesus frei lassen zu können. So wie Jesus es bereits Pilatus direkt erklärt hatte, war dieser weniger schuldig wie diejenigen, die ihn mit falschen Anklagen und Lügen ausgeliefert hatten, so beschreiben es auch Matthäus, Markus und Lukas! Pilatus reagierte feige, weil er dem Volk nicht zu widersprechen traute und lieferte Jesus aus!

 

Johannes fasst sich hier kurz und gibt nur den Versuch des Pilatus Jesus frei zu bekommen wieder. Auch er zeigt, dass die Freilassung eines Gefangenen zum Passah ein römischer Brauch war, um das Volk milde zu stimmen.

 

(Johannes 18:38-40)  Und nachdem er dies gesagt hatte, ging er wieder zu den Juden hinaus und sprach zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. 39 Überdies besteht bei euch ein Brauch, wonach ich euch am Passah einen Menschen freigeben soll. Wünscht ihr also, daß ich euch den König der Juden freigebe? 40 Da schrien sie wieder und sagten: Nicht diesen, sondern Bạrabbas!“ Bạrabbas aber war ein Räuber.

 

Nur Johannes erklärt, dass Barabbas auch noch als gemeinen Räuber in Ketten war. Wenn wir an den Gefangenenaustausch Israels von Palästinensern in dieser Zeit 2013 denken, die israelisches Blut vergossen haben, wo für die entführten und gefangenen Soldaten Schalit, Regev und Goldwasser hunderte wegen Terror Verurteilte freigelassen wurden, so sehen wir, dass diese Form des Austausches seit römischer Zeit kaum viel geändert hat. Nicht Wahrheit Recht und Gerechtigkeit stehen im Vordergrund, sondern politische Motive, Stimmengewinn und Beruhigung der Menschen in besetzten Gebieten!   

 

Mat 27:24-26:  Pilatus wäscht sich die Hände in Unschuld, Juden antworten: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder“; Jesu Auspeitschung

Was Matthäus nun beschreibt zeigt erneut, dass Jesus nach jüdischem Recht am „Stamm  und nicht in römischer Manier an einem Kreuz endete, den Pilatus gab lediglich dem Volksbegehren nach und Jesus wurde den Juden ausgeliefert, um einen Volksaufstand zu verhindern!

 

http://images.nzz.ch/app.php/eos/v2/image/view/300/232/lead/inset/29ba2205/1.16323373.1333781528.jpg(Matthäus 27:24-26)  Da Pilạtus sah, daß es nichts nützte, sondern daß vielmehr ein Aufruhr entstand, nahm er Wasser und wusch seine Hände vor der Volksmenge und sprach: „Ich bin unschuldig am Blut dieses [Menschen]. Das ist eure Sache. 25 Darauf erwiderte alles Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder.“ 26 Dann gab er ihnen Bạrabbas frei, Jesus aber ließ er auspeitschen und lieferte ihn aus, damit er an den Pfahl gebracht werde.

 

All diese Zeit musste Jesus leiden und diesen Hohn der Vorsteher, der Volksmenge, der Soldaten und ihre vollkommen unbegründete Rachelust ertragen. Andererseits hetzten die Führer und wiegelten das Volk kontinuierlich an.

 

image048Den Wahn der Massen anzuheizen kennen wir auch vom Nazi-Regime her aus den Reden Hitlers, die nun denselben Effekt hatten aber sich gegen die Juden unserer Tage richtete. Sein Hassregime beendete das Leben von etwa sechs Millionen Juden und rechtfertigte dies durch stille und offene Unterstützung aus Kirchenkreisen, die ihm Motive lieferten wie der Ausspruch der Volksmassen: „Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder.“

 

Ihre eigenen Kirchenglieder arbeiteten in den Konzentrationscamps und ihre Priester erteilten darauf im Beichtstuhl die Absolution. Jesus erklärte doch, dass es unmöglich sei „zwei Herren zu dienen“! Warum ist das so schwer zu verstehen? Konflikte zwischen Gottes GESETZ und den Gesetzen der Nationen und Religionen sind doch vom ersten Moment an vorgegeben! Sollte Gott einfach darüber hinwegsehen, nur weil da jemand behauptet, dass Gott mit ihnen sei?

 

Mat 27:27-31:  Der Soldaten Verhöhnung und Verspottung Jesu als „König der Juden

Wurde Jesus zu Beginn von den Häschern des Sanhedrins verhöhnt und geschlagen, so kam nun die ganze Brutalität der römischen Soldaten zum Tragen, denen Jesus nun auch noch ausgeliefert wurde. Möglicherweise war der römische Offizier Kornelius bei solchen Gefangenentorturen zuvor mehrfach dabei gewesen und hatte erst als er Christen kennen lernte die Friedfertigkeit dieser neuen Lehre erfahren und sich dadurch vom System des Hasses abgewandt und taufen lassen. Keine Frage, dass ein wirklicher Christ unmöglich als Soldat dienen kann, um Befehle auszuführen die schlussendlich die Misshandlung und den Tod selbst Unschuldiger mit einschliesst, denn so lautet doch der Treueid!

 

http://www.jesus.ch/sites/default/files/media/10970-Geisselung-von-Jesus.jpg(Matthäus 27:27-31)  Dann nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus in den Palast des Statthalters mit und versammelten die ganze Truppeneinheit um ihn. 28 Und sie entkleideten ihn, legten ihm einen scharlachroten Mantel um, 29 und sie flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf den Kopf und [gaben ihm] ein Rohr in seine rechte Hand. Und sie fielen vor ihm auf die Knie und trieben Spott mit ihm, indem sie sprachen: „Guten Tag, du König der Juden! 30 Und sie spien ihn an und nahmen das Rohr und begannen ihn auf seinen Kopf zu schlagen. 31 Nachdem sie Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm schließlich den Mantel ab und legten ihm seine äußeren Kleider an und führten ihn ab, um ihn an den Pfahl zu bringen.

 

Diese Behandlung ist so unmenschlich, so tierisch, dass uns nur schon die Vorstellung Schmerz bereitet. Gottes eigener himmlischer Sohn wurde ohne jedes Mitgefühl misshandelt und aufs Gröbste verspottet!

 

http://www.20min.ch/diashow/33981/100468705-6af7b70b7f3dd626f7c4d65de20d989a.JPGDas Purpur, das man Jesus zum Gespött anzog ist bis heute die Farbe der Katholischen Kardinäle, die sich in Majestätsfarben gerne präsentieren. Weder Jesus noch die Apostel gaben je dieses Vorbild, das dem römischen System entlehnt wurde!

 

Markus gibt an Stelle vom „scharlachroten Mantel“ die Farbe „Purpur“ an.

 

Auch Johannes beschreibt die Szene in etwas veränderter Reihenfolge, so dass Jesus mit Dornenkrone und dem Purpur der grölenden Menschenmenge vorgeführt wurde und Pilatus so das Erbarmen der Menschen herausforderte. Die Oberpriester und Beamten waren es, die das Volk nun durch ihr Schreien anführten: „An den Pfahl mit ihm“! Pilatus aber wollte mit dem Tod des „Königs der Juden“ nichts zu tun haben und übergab ihn seinen Häschern, damit diese selbst ihr Unrecht vollenden würden!

 

(Johannes 19:1-7)  Zu dieser Zeit nun nahm Pilạtus Jesus und geißelte ihn. 2 Und die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie ihm auf den Kopf und hüllten ihn in ein purpurnes äußeres Kleid; 3 und sie begannen vor ihn hinzutreten und zu sagen: „Guten Tag, du König der Juden!“ Auch gaben sie ihm Backenstreiche. 4 Und Pilạtus ging wieder hinaus und sprach zu ihnen: „Seht! Ich bringe ihn zu euch heraus, damit ihr erkennt, daß ich keine Schuld an ihm finde.“ 5 Somit kam Jesus heraus, die Dornenkrone und das purpurne äußere Kleid tragend. Und er sprach zu ihnen: „Seht! Der Mensch! 6 Als ihn aber die Oberpriester und die Beamten sahen, schrien sie und sagten: „An den Pfahl [mit ihm]! An den Pfahl [mit ihm]!“ Pilạtus sprach zu ihnen: „Nehmt ihn selbst, und bringt ihn an den Pfahl, denn ich finde keine Schuld an ihm.“ 7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz [[GESETZ]], und nach dem Gesetz [[GESETZ]] muß er sterben, denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.“

 

Laut den eigenen Worten des Pilatus hatte er einen Unschuldigen misshandeln lassen! Wer glaubt heutige Politiker und Richter wären aus besserem Holz der irrt bestimmt! Die Ausnahme mag nur die Regel bestätigen!

 

Welches der Gesetze wurde für Jesu Verurteilung missbraucht?

Kein Zweifel sollte daran bestehen, nach welchem der unterschiedlichen Gesetzen Jesus getötet wurde! Nun zum Ende kam die erste Anklage erneut hervor, die lautet, dass Jesus sich selbst zum Sohn Gottes und damit zu GOTT gemacht habe! Das stimmte aber nicht mit Gottes Worten überein, denn alle die Gottes Willen tun werden als „Söhne Gottes“ gerechnet!

 

image057Erst am Konzil von Nicäa im Jahre 325 u.Z. wurde Jesus offiziell durch den römischen Kaiser Konstantin und die anwesenden Bischöfe als gottgleich und damit zum GOTT erklärt! Christus selbst hatte sich nie Gottgleich gemacht, sondern immer den Vater als höher, als letzte Autorität anerkannt und ebenso gelehrt! „Ihr habt gehört, daß ich zu euch sagte: Ich gehe weg, und ich komme zu euch [zurück]. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.“ (Jo 14:28)

 

Dadurch, dass Jesus zu GOTT erklärt wurde, hatte man die ersten drei Gebote missachtet, sie ausser Kraft gesetzt! Seither wird Jesus, seine Statuen und Bilder als GOTT angebetet! Den Name Jehovas der geheiligt werden musste ersetzte man durch das neutrale „der HERR“, was sowohl auf Jesus wie Jehova angewendet werden konnte. Die Sünde der christlichen Führer schreit zum Himmel!

 

Zudem wurde am selben Konzil der Sonntag, den Konstantin vier Jahre davor zum Tag der Ruhe und Anbetung im ganzen Reich erklärt hatte, nun zum offiziellen Tag der Gottesverehrung für Christen erklärt und das vierte Gebot, das Sabbatgebot damit ungültig gemacht! Das ist die harte unveränderliche Realität! Damit wurde Jesus als „Herr des Sabbats“ von den religiösen Führern ein weiteres Mal seinen römischen Feinden ausgeliefert! „Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats“, hatte er doch selbst erklärt! (Joh 12:8) Der „Herrscher der Dämonen“, der „Herr des Sonntags“ wurde über Jesu Herde gesetzt!

 

Der Mord an Jesu war somit nicht vorab von Rom verursacht, sondern in falscher Anwendung des GESETZES Mose und einer verdrehten Anklage und aufgrund lügenhafter Zeugen wurde dieses grösste aller Fehlurteile gefällt! Die Juden sollten Jesus selbst zu Tode bringen, Pilatus, der mystischen Göttern frönte fürchtete nun zudem Rache aus dem geistigen Bereich heraus. So wollte er Jesus erneut über seine Herkunft befragen.

 

(Johannes 19:8-11)  Als nun Pilạtus dieses Wort hörte, fürchtete er sich um so mehr; 9 und er ging wieder in den Palast des Statthalters hinein und sprach zu Jesus: Woher bist du? Jesus aber gab ihm keine Antwort. 10 Pilạtus sagte daher zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Gewalt habe, dich freizulassen, und Gewalt habe, dich an den Pfahl zu bringen? 11 Jesus antwortete ihm: Du hättest gar keine Gewalt über mich, wenn sie dir nicht von oben her gewährt worden wäre. Deshalb hat der, welcher mich dir ausgeliefert hat, größere Sünde.“

 

Jesus beantworte die Frage indirekt, indem er gestand, dass der himmlische Vater Satan die ganze Welt in seine Macht gab, um zu beweisen, dass er in der Lage sei aus der Erde ein Paradies zu schaffen unter Missachtung von Gottes Geboten. Jedes weltliche und religiöse Gesetz, das von Jehovas Rechtsmassstab auch nur in geringen Dingen abweicht bringt langfristig schlechte Resultate! Keines der heutigen Rechtssysteme hat Jehovas Anerkennung, das bringt Paulus im 1. Brief an die Korinther klar zum Ausdruck! (1.Kor 6:1-6) 

 

Wie Johannes zeigt hatten die Führer der Juden, deren Oberpriester und die Beamten ein weiteres Argument vorbereitet, als sie im Sanhedrin sich verabredeten den Christus umzubringen. Der Druck auf Pilatus sollte damit weiter erhöht werden, indem ihm angedroht wurde ihn beim Cäsar zu verklagen, dass einer seiner Untertanen sich selbst zum König gemacht hätte!

 

http://www.jesus.ch/sites/default/files/media/16658-Fakten.jpg (Johannes 19:12-16)  Aus diesem Grund suchte Pilạtus weiterhin, wie er ihn freilassen könnte. Aber die Juden schrien und sagten: Wenn du diesen [Mann] freiläßt, bist du kein Freund Cäsars. Jeder, der sich selbst zu einem König macht, redet gegen Cäsar. 13 Nachdem nun Pilạtus diese Worte gehört hatte, brachte er Jesus heraus, und er setzte sich auf einen Richterstuhl an dem Platz, der „Das Steinpflaster“ genannt wird, auf hebräisch aber Gabbatha. 14 Es war nun Vorbereitungstag des Passahs; es war etwa die sechste Stunde. Und er sagte zu den Juden: Seht! Euer König! 15 Sie aber schrien: Weg [mit ihm]! Weg [mit ihm]! An den Pfahl mit ihm! Pilạtus sprach zu ihnen: Soll ich euren König an den Pfahl bringen?“ Die Oberpriester antworteten: „Wir haben keinen König außer Cäsar. 16 Dann lieferte er ihn also ihnen aus, damit er an den Pfahl komme.

 

Dieses Argument mag den letzten Widerstand des Pilatus beiseite geräumt haben. Sich Cäsar zum Feind zu machen bedeutete Abstieg in der Rangordnung oder gar harte Bestrafung. Inzwischen war es Mittag geworden, die „sechste Stunde“. Erneut versuchte Pilatus das Volk durch die Frage zu verunsichern, ob er „den König der Juden“ zur Tötung übergeben solle. Wie sollte Jehova auf deren Antwort denn reagieren: „Wir haben keinen König ausser Cäsar?“ GOTT selbst hatte Jesus zum „König der Juden“ bestimmt! Bis heute herrschen weltliche Mächte über Israeliten! Das Gebiet, das sie einnehmen wurde ihnen von der UNO und nicht von Jehova zugeteilt! Bei Jesu Tod erging das gerechte Gericht gegen die ganze Führung der Juden und dreieinhalb Jahre später endete „der Bund mit den vielen“, das fleischliche Israel war nicht mehr Gottes Volk!

 

 

11.3.1.4      Mat 27:32-44:  Jesus auf Golgatha an den Stamm gebracht, getötet, verspottet von den Führern

 

Mat 27:32-37:  Simon von Kyrene zum Tragen des Pfahls gezwungen; auf Golgatha Wein mit Galle zum Trinken angeboten; Verteilung der äusseren Kleider durch das Los: Inschrift angebracht: Dieser ist Jesus, der König der Juden.“

Johannes erklärt, dass Jesus den Pfahl selbst tragen musste, Matthäus erwähnt dieses Detail zu Beginn nicht, sondern, dass unterwegs ein gewisser Simon von Kyrene zum Tragen gezwungen wurde. Markus und Lukas ergänzen, dass er vom Lande her kam. Somit trug Jesus das Holz wahrscheinlich bis ausserhalb der Stadttore selbst.

 

station 1002(Matthäus 27:32-37)  Während sie hinausgingen, fanden sie einen Einheimischen von Kyrẹne namens Sịmon. Diesen zwangen sie zu dem Dienst, seinen Marterpfahl [[Pfahl]] aufzunehmen. 33 Und als sie zu einer Stätte kamen, die Gọlgotha, das heißt Schädelstätte, genannt wurde, 34 gaben sie ihm Wein, mit Galle vermischt, zu trinken; doch nachdem er ihn geschmeckt hatte, lehnte er es ab zu trinken. 35 Als sie ihn an den Pfahl gebracht hatten, verteilten sie seine äußeren Kleider, indem sie Lose warfen, 36 und während sie dort saßen, bewachten sie ihn. 37 Auch brachten sie über seinem Haupt die Inschrift über die gegen ihn erhobene Beschuldigung an: „Dieser ist Jesus, der König der Juden.

 

Matthäus erwähnt nur in groben Zügen das Geschehen. Er erwähnt die Bewachung, schreibt aber nichts über die zwei Verbrecher die mit ihm zusammen an den Stamm gehängt wurden.

 

Markus bringt weitere Details. Er erwähnt statt Galle Myrrhe als Beigabe zum Wein. Beide schmecken bitter und könnten schmerzlindernde Eigenschaften haben. Markus geht auf die zwei anderen Verbrecher und deren Verhalten ein.

 

(Markus 15:20b-32) Und sie führten ihn hinaus, um ihn an den Pfahl zu bringen. 21 Auch zwangen sie einen Vorübergehenden, einen gewissen Sịmon von Kyrẹne, den Vater von Alexander und Rụfus, der vom Lande kam, zu dem Dienst, seinen Marterpfahl aufzunehmen.

Jesus is stripped of His garments.22 So brachten sie ihn an die Stätte Gọlgotha, was übersetzt Schädelstätte bedeutet. 23 Hier versuchten sie, ihm mit Myrrhe gewürzten Wein zu geben, den er aber nicht nahm. 24 Und sie brachten ihn an den Pfahl und verteilten seine äußeren Kleider, indem sie das Los darüber warfen, wer welches [Stück] nehme. 25 Es war nun die dritte Stunde, und sie schlugen ihn an den Pfahl. 26 Und die Inschrift über die gegen ihn erhobene Beschuldigung war oben angeschrieben: „Der König der Juden“. 27 Mit ihm brachten sie außerdem zwei Räuber an den Pfahl, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. 28 — 29 Und die Vorübergehenden redeten jeweils auf lästerliche Weise zu ihm, schüttelten ihren Kopf und sprachen: Pah! Du, der du den Tempel niederreißen und ihn in der Zeit von drei Tagen aufbauen wolltest, 30 rette dich selbst, indem du vom Marterpfahl [[Pfahl]] herabsteigst.“ 31 Gleicherweise trieben auch die Oberpriester samt den Schriftgelehrten untereinander Spott und sagten: „Andere hat er gerettet; sich selbst kann er nicht retten! 32 Möge der Christus, der König von Israel, jetzt vom Marterpfahl [[Pfahl]] herabsteigen, damit wir sehen und glauben können.“ Auch die, die mit ihm an den Pfahl gebracht worden waren, schmähten ihn.

 

Offenbar erinnerten sich gewisse Dabeistehende an Jesu versprechen, den niedergerissenen Tempel in nur drei Tagen wieder aufzubauen. Da er vom „Tempel seines Leibes“ sprach bedeutete dies, dass er selbst diesen Leib erneut zum Leben bringen werde, was auf seine Auferweckung im Geiste hindeutet, wie sie Petrus später im ersten Brief bestätigt (1.Pe 3:18). Markus erwähnt die dritte Stunde des Nachmittags.

 

http://koptisch.files.wordpress.com/2011/04/0-jesus-kreuzigung-nagel.jpg?w=750&h=438Der Unglaube an Jesus als den verheissenen Messias kam deutlich zum Ausdruck und damit ein weiteres Urteil Gottes: „Möge der Christus, der König von Israel, jetzt vom Marterpfahl [[Pfahl]] herabsteigen, damit wir sehen und glauben können.“ Dieser Unglaube fordert Rechenschaft durch Jehova. Moses musste Gottes Worte aufzeichnen: „Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.  Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.“ (5.Mo 18:18, 19) Dieser Unglaube in Jesus als „dem Propheten“ ist bei den meisten Juden bis heute nicht vorhanden! Am Tag Harmagedons wird diese Rechenschaft eingefordert werden!

 

Jesus, bis heute eine Schmach für Menschen und für das Volk verächtlich!?

Was Jesu Leiden und den Spott der Dabeistehenden, der Oberpriester und der Schriftgelehrten, selbst jener zwei (?) mit Jesus Verurteilten, so stand, bereits im Psalm 22 geschrieben, was sich erfüllen musste:

 

(Psalm 22:6-8)  

6 Ich aber bin ein Wurm und kein Mann,

Eine Schmach für Menschen und verächtlich für das Volk.

7 Alle, die mich sehen, sie verspotten mich;

Sie sperren ihren Mund ständig auf, sie schütteln [ihren] Kopf immer wieder:

8 Er hat sich Jehova anbefohlen. Möge ER für sein Entrinnen sorgen!

Er befreie ihn, da er Gefallen an ihm gefunden hat!

 

Lukas erwähnt spezifisch die Frauen, die um Jesus klagten und von der übrigen Volksmenge sich möglicherweise abtrennten und nahe Jesus folgten, um ihm Trost zu spenden durch ihre Trauer. Darunter waren offenbar auch die drei Marias, die später in Jesu Nähe blieben und so Zeugen der letzten Geschehnisse bis zu Jesu Tod waren. Sie waren somit auch später Augenzeugen, welche Worte Jesus geäussert hatte und Johannes verwahrte ihre Aussagen bei sich bis er von Jesus her Auftrag erhielt, das Begonnene zu vollenden: Das, was wir heute als „Neues Testament“ oder besser „Neuen Bund“ kennen!

 

Jesus stirbt(Lukas 23:26-31)  Als sie ihn nun abführten, ergriffen sie Sịmon, einen von Kyrẹne Gebürtigen, der vom Lande kam, und sie legten den Marterpfahl [[Pfahl]] auf ihn, damit er ihn hinter Jesus hertrage. 27 Es folgte ihm aber eine große Menge Volk und Frauen, die sich vor Leid anhaltend schlugen und um ihn wehklagten. 28 Jesus wandte sich zu den Frauen und sprach: „Töchter Jerusalems, hört auf, über mich zu weinen. Weint im Gegenteil über euch und über eure Kinder; 29 denn siehe, Tage kommen, an denen man sagen wird: ‚Glücklich sind die unfruchtbaren Frauen und die Schöße, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht genährt haben!‘ 30 Dann wird man anfangen, zu den Bergen zu sagen: ‚Fallt über uns!‘ und zu den Hügeln: ‚Bedeckt uns!‘ 31 Denn wenn man diese Dinge tut, während der Baum saftig ist, was wird geschehen, wenn er verdorrt ist?“

 

Schon Moses musste im Fluch vom „Bund von Moab“ erklären, was die Folge der Missachtung von Gottes Geboten und der Zuwiderhandlung gegen den „Engel Jehovas“ und nun, nach Menschwerdung desselben Engels, das Vergehen gegen das „GESETZ des Glaubens“ für Folgen haben werde! Zweifelsfrei blieb der Gesetzesbund wie der „Bund von Moab“ und damit der „Fluch“ gültig und endete nicht bei Jesu Tod. Gemäss jenen Bündnissen und den darin festgehaltenen Verordnung uns Strafbestimmungen erfolgte die Verurteilung und die Urteilsvollstreckung im Jahre 70 u.Z. durch die Römer! Jedes der prophetischen Worte Jesu erfüllte sich während der Belagerung Jerusalems und Judäas! Die Grausamkeit der Urteilsvollstreckung an Jesu fiel nun über die ganze Nation Juda! Es sind und bleiben die harten Konsequenzen, wo Gottes Gebote missachtet werden!

 

(5. Mose 28:54-57)  Was den sehr verzärtelten und verweichlichten Mann unter dir betrifft, sein Auge wird scheel auf seinen Bruder blicken und auf seine inniggeliebte Frau und auf die übrigen seiner Söhne, die ihm verbleiben, 55 so daß er keinem von ihnen etwas von dem Fleisch seiner Söhne gibt, das er essen wird, weil er gar nichts für sich übrig hat wegen der Einengung und der Bedrängnis, mit der dein Feind dich in allen deinen Toren einengen wird. 56 Was die verzärtelte und verweichlichte Frau unter dir betrifft, die wegen ihrer Verweichlichung und Verzärtelung nie versucht hat, ihre Fußsohle auf die Erde zu setzen, ihr Auge wird scheel auf ihren inniggeliebten Mann blicken und auf ihren Sohn und ihre Tochter, 57 ja auf ihre Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorgeht, und auf ihre Söhne, die sie dann geboren hat, denn sie wird sie im geheimen essen aus Mangel an allem, wegen der Einengung und Bedrängnis, mit der dein Feind dich in deinen Toren einengen wird.

 

Grausamste Kriegsbedingungen die sich laut Jesu Worten in der Zeit der „grossen Drangsal“ wiederholen werden. So hart, dass sie den Meisten unfassbar erscheinen aber harte Realität, die sich in den letzten Kriegen wiederholt erwiesen hat!

 

Wo Jehova die Stadt oder die Nation verlässt, da gibt es keinen wahren Schutz mehr! Flavius Josephus beschreibt in seinem Buch DER JÜDISCHE KRIEG, wie Frauen ihre eigenen Babys aufassen, weil in ganz Jerusalem keine Nahrung mehr existierte und Menschenfleisch die einzige Quelle von Nahrung wurde. Die Palisade der Römer rund um die Stadt verhinderte jedes hinaus- und hineingehen!

 

Jesu Worte an die Frauen die um ihn weinten haben höchst aktuelle Bedeutung!

Bedenken wir, dass Jesus nicht nur von jener Belagerung zu den Frauen Jerusalems redete, sondern auch von der noch bevorstehenden! Die Schutzmauer der Juden gegen die Palästinenser ist auch eine Form von Palisade, die kein hinein- und kein hinausgehen gewährt! Juden und Muslime beanspruchen die Stadt aus religiösen und historischen Motiven und werden nicht von ihren Standpunkten abweichen bis Harmagedon!

 

http://www.katholisches.info/wp-content/uploads/Mauer-von-Cremisan.jpg

 

Erinnern wir uns der Worte Jesu, als er den Aposteln die kommende Zerstörung des Tempels ankündete und der Stadt Jerusalem? Dort zitierte er bereits aus den Propheten und zwar für die erste und zweite Erfüllung, die unsere Tage betrifft! 

 

(Lukas 19:41-44)  Und als er näher kam, schaute er die Stadt an und weinte über sie 42 und sprach: Wenn du, ja du, an diesem Tag die Dinge erkannt hättest, die mit Frieden zu tun haben — doch nun sind sie vor deinen Augen verborgen. 43 Denn es werden Tage über dich kommen, da werden deine Feinde eine Befestigung aus Spitzpfählen um dich bauen und werden dich ringsum einschließen und dich von allen Seiten bedrängen, 44 und sie werden dich und deine Kinder in deiner Mitte zu Boden schmettern, und sie werden in dir keinen Stein auf dem anderen lassen, weil du die Zeit deiner Besichtigung nicht erkannt hast.“

 

Dass Teile von Jesu Worten an die weinenden Frauen Jerusalems auch für unsere Tage gelten geht deutlich aus Jesu Worten hervor, die er Johannes in der 3. Vision in der Offenbarung sehen liess. Wir wissen wohl die Symbolik der Aussagen auf die von Gott festgesetzte Realität zu übersetzen und verstehen damit auch, was uns in kurzer Zeit erwartet!

 

(Offenbarung 6:14-17)  Und der [[alte, erste]] Himmel entwich wie eine Buchrolle, die man zusammenrollt, und jeder Berg [[Hierarchie]] und [jede] Insel [[Versammlungen, isoliert vom Menschenmeer]] wurden von ihren Stellen gerückt. 15 Und die Könige der Erde und die Personen von oberstem Rang und die Militärbefehlshaber und die Reichen und die Starken und jeder Sklave und [jeder] Freie verbargen sich in den Höhlen und in den Felsen der Berge [[der noch existierenden staatlichen Sicherheitsvorkehrungen]]. 16 Und sie sagen fortgesetzt zu den Bergen und zu den Felsen: „Fallt über uns, und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes, 17 denn der große Tag ihres Zorns ist gekommen, und wer vermag zu bestehen?

 

Zum Höhepunkt der „grossen Drangsal“ gibt es keinen Schutz mehr von staatlichen Institutionen, weil die Not der Völker nach Zusammenbruch des maroden Währungssystems explosionsartig zunimmt, dessen Vorstufe wir heute bereits Zeugen sind!

 

Wie stark belügen uns die öffentlichen Medien über den wahren Zustand Europas?

… Sicherlich, im Vergleich mit den Menschen in den Krisenländern Europas geht es selbst den armutsgefährdeten Bürgern in Deutschland noch relativ gut". Erst jüngst war es ja die Dachgesellschaft des Roten Kreuzes (IFRC), die davon schrieb, dass 43 Millionen Europäer mittlerweile auf Suppenküchen angewiesen seien. Insgesamt seien dem IFRC zufolge 120 Millionen Europäer armutsgefährdet. Die Zahl der Menschen, die vom Roten Kreuz mit Lebensmitteln versorgt werden, stieg in 22 Ländern Europas in den vergangen drei Jahren um 75 Prozent. Weiter stellte das IFRC fest, dass immer mehr Menschen in den Krisenländern an Depressionen leiden.

 

Die wirklichen Verantwortlichen für das Leid der Menschen ans Licht zerren

Dieselben Religionen und Politiker, die uns belügen und betrügen und wertloses Papiergeld drucken und die Börsen mit leichtem Geld zu einer gefährlichen fragilen Seifenblase anheizen, das vollkommen wertlos ist: Dieselbe Art Mithelfer betreiben auch die Suppenküchen für jene, denen sie bereits alles geraubt haben! Wie lange glauben jene, dass sie noch durchkommen bis ihr Kartenhaus in sich zusammenbricht?

 

Die Aussage Jesu war so unglaubhaft, so erschreckend, dass kaum jemand sie zu glauben wagte! Genauso ist es heute, wenn wir die Schriftstellen alle miteinander verbinden, die den Untergang „Babylons der Grossen“, der heutigen Religionen betrachten und das Ende aller übrigen Mächte in Satans Hand in Harmagedon erwähnen, so gelten wir als Schwarzseher! Wer aber die Dinge begreift, der wird sich jenen Mächten fern zu halten versuchen und sein Leben anders gestalten, um Gottes Anerkennung zu erlangen!

 

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Wenden wir uns erneut den Aussagen des Johannes zu, der stets die letzten gewichtigen, geheimen und oft aus Sicherheitsgründen unterdrückten Informationen offenlegt. Nur er erklärt, dass Jesus den Stamm selbst trug. Auf der Tafel die Pilatus in den drei Sprachen der damaligen Zeit schreiben liess, hebräisch, lateinisch und griechisch stand zudem, dass Jesus „Nazarener“ genannt wurde, eine weitere Identifikation. Damit erfüllte sich eine zusätzliche Prophezeiung die Matthäus erwähnt hatte, als Joseph und Maria mit dem Jesuskind von ihrer Flucht vor Herodes Agrippa I. aus Ägypten zurückkehrten und erneut in Nazareth Wohnsitz nahmen.

 

(Matthäus 2:22, 23)  Da er außerdem im Traum eine göttliche Warnung erhielt, zog er sich in das Gebiet von Galilạ̈a zurück, 23 und [dort] angekommen, wohnte er in einer Stadt namens Nạzareth, damit erfüllt würde, was durch die Propheten geredet worden war: „Er wird Nazarẹner genannt werden.“

 

Ja, jeder Buchstabe der Propheten musste sich damals erfüllen und wird sich am Ende der Tage dieses unglückseligen Systems genauso erfüllen!

 

http://mudpreacher.files.wordpress.com/2012/04/jesus-crucified-08-2.jpg (Johannes 19:16-22)  Da übernahmen sie Jesus. 17 Und selbst den Marterpfahl [[Pfahl]] tragend, ging er hinaus zur sogenannten Schädelstätte, die auf hebräisch Gọlgotha genannt wird; 18 und dort brachten sie ihn an den Pfahl und zwei andere [Männer] mit ihm, einen auf dieser Seite und einen auf jener, Jesus aber in der Mitte. 19 Pilạtus schrieb auch einen Titel und brachte ihn am Marterpfahl [[Pfahl]] an. Es stand geschrieben: Jesus, der Nazarẹner, der König der Juden“. 20 Daher lasen viele von den Juden diesen Titel, weil die Stätte, wo Jesus an den Pfahl gebracht wurde, nahe bei der Stadt war; und er war auf hebräisch, auf lateinisch [und] auf griechisch geschrieben. 21 Die Oberpriester der Juden aber sagten zu Pilạtus: „Schreibe nicht: ‚Der König der Juden‘, sondern daß er gesagt hat: ‚Ich bin König der Juden.‘ “ 22 Pilạtus antwortete: „Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.“

 

Pilatus war offensichtlich nicht gut zu sprechen auf die religiösen Führer der Juden! Er weigerte sich das, was er hatte schreiben lassen zu korrigieren. Viele Menschen aus allen Teilen des Reiches die zum Fest nach Jerusalem gekommen waren lasen jenes Schild und brachten diese Aussage in ihre Familien und ihre Heimatländer zurück! Der Name Jesus, der Begriff „Nazarener“ und der Titel „König der Juden“ wurde somit von den Oberpriestern ohne es zu wollen auf der ganzen damaligen bekannten „bewohnten Erde“ kundgetan!

 

(Johannes 19:23, 24)  Als nun die Soldaten Jesus an den Pfahl gebracht hatten, nahmen sie seine äußeren Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, und das innere Kleid. Das innere Kleid aber war ohne Naht, da es von oben an der ganzen Länge nach durchgewebt war. 24 Deshalb sagten sie zueinander: „Laßt es uns nicht zerreißen, sondern laßt uns durch das Los darüber bestimmen, wem es gehören soll.“ Dies geschah, damit das Schriftwort erfüllt werde: „Sie verteilten meine äußeren Kleider unter sich, und über mein Gewand warfen sie Lose.“ Und so taten die Soldaten diese Dinge wirklich.

 

Johannes erwähnt, dass es vier Soldaten waren die Lose warfen. Jehova wusste im Voraus, was selbst in so geringen Details geschehen werde und erwähnte sie seinen Propheten gegenüber, die selbst nicht wussten, wie sie einst zur Erfüllung kommen werden! Uns aber soll es zur Stärkung dienen die Dinge ernst zu nehmen, welche Jesus, die Apostel und früheren Propheten über Kommendes geschrieben haben!

 

Mat 27:38-44:  Zwei Räuber zur linken und rechten an den Stamm gebracht; Aufforderung an Jesus: „Rette dich selbst!“; Spott der Oberpriester und Schriftgelehrten

Was wir bereits aus den Aussagen des Johannes kennen möchten wir nun noch durch Matthäus und Lukas hören, der gewichtige Ergänzungen macht, was die beiden mitverurteilten Verbrecher anbetrifft. Aus den Aussagen des Lukas geht deutlich hervor, dass der eine entweder gar keine verbalen Angriffe macht oder aber zur Besinnung kam und Glauben in Jesus auszuüben begann:

 

(Matthäus 27:38-44)  Dann wurden zwei Räuber mit ihm an den Pfahl gebracht, einer zu seiner Rechten und einer zu seiner Linken. 39 Die Vorübergehenden nun begannen lästerlich über ihn zu reden, ihren Kopf zu schütteln 40 und zu sagen: „Oh, der du den Tempel niederreißen und ihn in drei Tagen aufbauen wolltest, rette dich selbst! Wenn du ein Sohn Gottes bist, so steige vom Marterpfahl [[Pfahl]] herab! 41 Gleicherweise begannen auch die Oberpriester samt den Schriftgelehrten und älteren Männern Spott mit ihm zu treiben und zu sagen: 42 Andere hat er gerettet; sich selbst kann er nicht retten! Er ist König von Israel; er steige nun vom Marterpfahl [[Pfahl]] herab, und wir wollen an ihn glauben. 43 Er hat auf Gott vertraut; ER befreie ihn nun, wenn ER ihn [haben] will, denn er sagte: ‚Ich bin Gottes Sohn.‘ “ 44 Desgleichen begannen ihn auch die Räuber zu schmähen, die mit ihm zusammen an den Pfahl gebracht worden waren.

 

Die „Oberpriester und Schriftgelehrten“ wussten in ihrem Innern, was sie taten! Pilatus war tatsächlich gerechter als jene, denn er handelte ohne die Vorkenntnis jener Gelehrten, die ihr Leben lang im GESETZ und den PROPHETEN unterwiesen wurden!

 

Mit Jesu Tod folgte unmittelbar seine Krönung als „König in Israel

Hier ist die Rede vom „König in Israel“, die geistigen Führer wussten, dass der Messias zu jener Zeit kommen würde und waren sich zudem auch bewusst, dass dies die siebzigste Jahrwoche war, von der Daniel der Prophet geschrieben hatte, dass in der Mitte der letzten Woche der Messias „mit nichts für sich selbst“ abgeschnitten würde. Sie waren daran die Prophezeiung zum Höhepunkt zu bringen!

 

(Daniel 9:25, 26)  Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [daß] es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis [zu dem] Messịas, [dem] Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden. Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten.

26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird [der] Messịas abgeschnitten werden mit nichts für sich selbst.

 

Pilatus selbst hatte doch erkannt, dass sie aus Eifersucht handelten, somit der Hohepriester den Konkurrenten loswerden wollte, der wie vorhergesagt grosse Veränderungen bringen würde. Jehova wusste um deren Denk- und Handlungsweise!

 

 

image074Daniels Angaben waren zeitlich für die Schriftgelehrten überprüfbar! Bei Jesu Geburt wussten jene geistlichen Führer Jerusalems, als die drei Astronomen aus Babylon kamen, dass es der Zeitpunkt der Geburt des „Königs von Israel“ war und sandten die Weisen nach Bethlehem. Der „Stern“ aber führte sie offenbar nach Nazareth, denn Joseph und Maria waren inzwischen dahin zurückgekehrt, dies, nachdem Jesus als Erstgeburt gemäss GESETZ am vierzigsten Tag in Jerusalem im Tempel dargestellt worden war, als Nachkomme der Linie Davids! Lukas gibt dieses gewichtige Detail wider: „Als sie dann alles nach dem Gesetz Jehovas ausgeführt hatten, kehrten sie nach Galilạ̈a in ihre eigene Stadt Nạzareth zurück. Und das kleine Kind wuchs heran und erstarkte, wurde mit Weisheit erfüllt, und Gottes Gunst war weiterhin auf ihm.“ (Lu 2:22-24, 39, 40) Jene drei Weisen sahen ja den „Stern“ erst, als Jesus geboren worden war und die lange Reise von Babylon her mit den ganzen Vorbereitungen dauerte wesentlich mehr als vierzig Tage! Sie an der Krippe in Bethlehem darzustellen ist reiner Mythos.

 

Jesus begann als von Gott designierter Priester mit 30 Jahren seinen Dienst als Johannes der Täufer ihn im Jordan taufte! Damit erst begann die siebzigste Jahrwoche! Inzwischen hatte Jesus dreieinhalb Jahre gelehrt, die Mitte jener letzten prophezeiten Jahrwoche war gekommen!

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/49/Crijn_Hendricksz.jpegDiejenigen die auf Jesus hörten, wie die Apostel, sie wussten viele der Zusammenhänge aber der, welcher wirklich verstand war später Paulus!

 

Jene religiösen Führer aber wussten nicht und wollen bis heute nicht zur Kenntnis nehmen, dass das kommende „Israel Gottes“, die „neuen Himmel“, das Königreich des Vaters aus nur 144.000 Auserwählten bestehen wird. Davon soll ein beachtlicher Teil zum geistigen Israel, den Christen innerhalb „Lo-Ammi“ gehören, diejenigen Jesus als König und Hohepriester angenommen haben, die damit das „GESETZ des Glaubens“ erfüllten! Wer ihn zum GOTT machte verletzt das „GESETZ des Glaubens“!

 

Dieses künftige „Königreich aus Priestern“ konnte und durfte nicht durch Menschen aufgerichtet werden, wie dies in christlichen Religionen wie der Katholischen Kirche bereits realisiert ist, sondern muss erst noch aufgerichtet werden, wenn der Messias zurückkehrt! Dies aber war bereits deutlich von Gott durch Seinen Mittler, den „Engel Jehovas“ durch Moses angekündigt worden!

 

(2. Mose 19:3-6)  Und Moses stieg hinauf zu dem [wahren] Gott, und Jehova begann ihm vom Berg aus zuzurufen und zu sagen: „Dies sollst du zum Hause Jakob sagen und den Söhnen Israels mitteilen: 4 ‚Ihr habt selbst gesehen, was ich den Ägyptern getan habe, daß ich euch auf Adlersflügeln trage und euch zu mir bringe. 5 Und nun, wenn ihr meiner Stimme genau gehorchen und meinen Bund wirklich halten werdet, dann werdet ihr bestimmt mein besonderes Eigentum aus allen [anderen] Völkern werden, denn die ganze Erde gehört mir. 6 Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Bedingung war und blieb der Stimme Gottes genau zu gehorchen, den Bund zu halten! Genau dieses Versagen hatte Daniel angekündet und als Schriftgelehrte hätten die Oberpriester darauf volle Aufmerksamkeit richten müssen. Als „blinde Leiter“ erfüllten sie jede Prophezeiung die deutlich gegen sie gemünzt war. Sie hatten mit der Tötung Jesu den Bund deutlich gebrochen und verloren ihre Privilegien. Der „Bund mit Levi“ endete mit Jesu Tod!

 

Jesu Erhöhung über alle Macht und Autorität

Jesu Erhöhung über „alle Macht und Autorität“ fand im selben Gericht Jehovas statt! Wir müssen dies gut in Erinnerung haben, den keine der Religionen lehrt diese so gewichtigen Details! Wir kennen die Szene bereits aber binden sie hier erneut ein: Es ist der Zeitpunkt, wo das „geschlachtete Lamm“, der Als Geist, als Engel auferweckte Jesus vor Gottes Thron die „Rolle mit den sieben Siegeln“ erhielt!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202008/WEG%20ARTIKEL%202008/WEG%20Artikel%208.2.1-Dateien/image060.jpg(Offenbarung 5:6-12)  Und ich sah inmitten des Thrones [[des Trohnsaals]] und der vier lebenden Geschöpfe [[den Seraphen]] und inmitten der [[vierundzwanzig gekrönten]] Ältesten ein Lamm stehen, als wäre es geschlachtet worden, das sieben Hörner [[Horn=Macht]] und sieben Augen [[Augen=Erkenntnis, Weisheit]] hatte, welche [Augen] die sieben [[sieben=Vollzahl]] Geister Gottes [[Geister=Engel]] bedeuten, die zur ganzen Erde hin ausgesandt worden sind. 7 Und es ging und nahm [sie] sogleich aus der Rechten dessen, der auf dem Thron sitzt. 8 Und als es die Buchrolle nahm, fielen die vier lebenden Geschöpfe [[die vier Seraphe]] und die vierundzwanzig Ältesten [[himmlische Könige]] vor dem Lamm [[Jesus=Michael]] nieder, und jeder hatte eine Harfe und goldene Schalen, die voll Räucherwerk waren, und das [Räucherwerk] bedeutet die Gebete der Heiligen. 9 Und sie singen ein neues Lied, indem sie sagen: Du bist würdig, die Buchrolle zu nehmen und ihre Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden, und mit deinem Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft, 10 und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren.“

11 Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und die lebenden Geschöpfe und die Ältesten, und ihre Zahl war Myriaden mal Myriaden und Tausende mal Tausende, 12 die mit lauter Stimme sprachen: Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen.“

 

Dieses „Königtum“, die „neuen Himmel“, der kommende geistige „Tempel“ beginnt aber erst nach Harmagedon, am Ende der Frist von 1335 Tagen [C4] die ebenso Daniel prophezeite, erst nach der „grossen Drangsal“ die in Harmagedon mit der Vernichtung der „alten Himmel endet! Exakt 45 Tage danach übergibt doch Jesus dem Vater das neu errichte „Königreich der (neuen, ersten) Himmel“.

 

DER MUTIGE JUNGE MANN JESUS VON NAZARETH Teil 3Mit der Erhöhung zum Erzengel wurde Michael zum mächtigsten aller Engel! Jesus bestätigt diese himmlische Stellung klar und deutlich vor den etwa fünfhundert versammelten Jüngern später, kurz vor seiner Himmelfahrt: „Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.“ (Mat 28:18)

 

Jehova, der Schöpfer aller Dinge gibt nur einem seiner Geschöpfe die höchste Autorität im Himmel und auf der Erde! Dieses Geschöpf musste sich in beiden Teilen zuerst bewähren, droben im dritten Himmel vor Jehova, im zweiten Himmel der Engel und drunten auf der Erde vor dem ersten „alten Himmel“ der irdischen Mächtigen! Dazu musste Jesus vom Himmel her „herabfahren“ und am Ende der vierzig Tage nach der Auferstehung dorthin „hinauffahren“! Darum erklärt Paulus:

 

Gemälde "Aufstieg des Herrn".(Epheser 4:7-10)  Jedem von uns nun ist unverdiente Güte verliehen worden, so wie der Christus die freie Gabe zugemessen hat. 8 Deshalb sagt er: „Als er auffuhr in die Höhe, führte er Gefangene hinweg; er gab Gaben [in Form von] Menschen.“ 9 Was bedeutet nun der Ausdruck „[als] er auffuhr“ anderes, als daß er auch in die unteren Regionen, das heißt zur Erde, hinabfuhr? 10 Der, welcher hinabfuhr, ist auch der, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr [[erhoben wurde]], damit er allen Dingen Fülle gebe.

 

Paulus zeigt im 2.Brief an die Korinther, dass es drei Rangstufen an Himmeln gibt! Jesus aber wurde über jede Autorität erhoben, ausser natürlich GOTT Jehova: „…, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr [[erhoben wurde]]“ ist an dieser Stelle eine tendenziöse Übersetzung der NEUE WELT ÜBERSETZUNG, da Jehovas Zeugen lehren, dass ihre so genannten „Gesalbten“ seit 1914 im Himmel auferweckt wären. Sie sind somit ebenso Anhänger der Lehren des Hymenäus wie die meisten reformierten „Töchter“ der Katholischen Kirche und ihrer Lehre der Auferstehung der Toten im Himmel!

 

Auch jeder, der Jesus zum GOTT macht kann diese Zusammenhänge niemals begreifen! Er muss beständig zur Mystik greifen und errichtet damit ein Glaubensgebäude, das auf Sand gebaut ist! Wahres Verständnis der Zusammenhänge sollte aber erst in der „Zeit des Endes“ kommen hatte Daniel bereits niederschreiben müssen!

 

(Daniel 12:9, 10)  Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

http://sheepalert.files.wordpress.com/2011/11/jeshuahamashiach.jpgDieses Wissen, was am Ende sein wird, dieses kam erst mit Johannes und den Visionen erhielt und sie in der Offenbarung niederschrieb! Sie wurden ihm durch denselben Mittler gegeben, der schon Noah warnte und der Moses im Dornbusch und auf dem Horeb erschien! Da Juden bis heute Jesus als Messias ablehnen, das Neue Testament für sie inexistent ist, so widerholen sie dieselben Fehler des ersten Jahrhunderts und werden die Wiederkunft ihres eigenen Messias bis zum Ende verleugnen! Eine harte Tatsache! Falscher Stolz der uns immer in eine falsche Richtung führt!

 

Gott Jehova rettete Jesus aus dem Tod, indem er exakt zur Zeit des Abendopfers im Tempel, als der Vorhang zerriss, das Leiden seines Sohnes abkürzte und ihn unmittelbar darauf im Himmel „im Geiste“ auferweckte.

 

(1. Petrus 3:18-20)  Ja, auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde. 19 In diesem [Zustand] ging er auch hin und predigte den Geistern im Gefängnis, 20 die einst ungehorsam gewesen waren, als die Geduld Gottes in den Tagen Noahs wartete, während die Arche errichtet wurde, in der wenige Personen, nämlich acht Seelen, sicher durch das Wasser getragen wurden.

 

Nach seiner Erhöhung über alle Engel zum Erzengel ging Michael auch jenen Engeln im zweiten „alten Himmel“, der abgetrennt von Gott wie ein „Gefängnis“ ist und richtete an jene Dämonen sein Wort über die er nun ebenso erhöht worden war! Dies bedeutet, dass auch jene bereuen und umkehren können, denn sonst hätte ein Predigen keinen Sinn: Auch jene „gefallenen Engel“ die zur Zeit Noahs ungehorsam waren sollen somit „zu Gott umkehren“! Wenn jene keine Chance zur Umkehr hätten, so wäre dieses Predigen wie „Perlen vor die Schweine werfen“: „Gebt das Heilige nicht Hunden, noch werft eure Perlen Schweinen vor, damit sie sie nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.“ (Mat 7:6)

 

Ganz offensichtlich ist Jesu Loskaufsopfer auch auf jene Engel anwendbar, die sich entgegen Gottes Anweisung materialisiert hatten und mit Frauen Verkehr hatten! Gottes Geduld und Güte ist wirklich unaussprechlich hoch! Auch sie müssen den erhöhten Jesus als ihren Erlöser und Hohepriesterkönig anerkennen! „…Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte“. Gott wendet offensichtlich denselben Massstab im Himmel an!

 

Auferstehung des Übeltäters im Himmel oder im kommenden erdenweiten Paradies?

Was jene Führer Israels bis heute leugnen ist auch das, was daraufhin geschah und es dafür viele, viele Zeugen gibt: Jesus stellte wie er vorhergesagt hatte als ursprünglicher „Werkmeister“ Jehovas (Spr 8:27-31) „den Tempel seines Leibes“ bis zum dritten Tag selbst wiederum her, der wie vorhergesagt nicht der Verwesung unterworfen war (Apg 2:26, 27). Wie vorhergesagt war am dritten Tag die Auferstehung, zum Schrecken jener bei Jesu Tod spottenden „Oberpriester samt den Schriftgelehrten und älteren Männern“.

 

Lukas ergänzt als einziger eine Zeugenaussage, die für uns vielerlei bestätigt, wenn wir sie genau betrachten und analysieren:

 

(Lukas 23:32-38)  Zwei andere Männer aber, Übeltäter, wurden ebenfalls abgeführt, um mit ihm hingerichtet zu werden. 33 Und als sie an den Ort kamen, der Schädel genannt wird, brachten sie ihn dort an den Pfahl und die Übeltäter, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken. 34 [[Jesus aber sprach: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“]] Ferner warfen sie Lose, um seine Kleider zu verteilen. 35 Und die Leute standen da und schauten zu. Die Vorsteher aber höhnten und sagten: „Andere hat er gerettet; er rette sich selbst, wenn dieser der Christus Gottes, der Auserwählte, ist.“ 36 Auch die Soldaten trieben Spott mit ihm, traten heran und boten ihm sauren Wein an 37 und sagten: „Wenn du der König der Juden bist, rette dich selbst.“ 38 Über ihm war auch eine Inschrift [angebracht]: „Dieser ist der König der Juden.“

 

http://www.manfred-gebhard.de/Inri5.jpgNur Lukas, der sorgfältig bei den Augenzeugen nachgeforscht hatte beschreibt, was mit einem der zwei Verbrecher geschah, was eine grosse Hoffnung für alle Verstorbenen und Lebenden sein kann. Jesus als „Richter der Lebenden und Toten“ verspricht jenem Sünder zufolge des Glaubens, den er in Jesus als „Sohn Gottes“ und „König der Juden“ setzt, dass jener mit ihm im „Paradies“ sein werde!

 

(Lukas 23:39-43)   Einer der gehängten Übeltäter aber begann, auf lästerliche Weise zu ihm zu sprechen: „Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und uns.“ 40 In Erwiderung schalt ihn der andere und sprach: „Fürchtest du Gott denn gar nicht, jetzt, da du im gleichen Gericht bist? 41 Und wir allerdings gerechterweise, denn wir empfangen völlig das, was wir für unsere Taten verdienen; dieser aber hat nichts Ungehöriges getan.“ 42 Und er sagte weiter: Jesus, gedenke meiner, wenn du in dein Königreich kommst. 43 Und er sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

 

Jener Übeltäter bereute offensichtlich seine Sünden und anerkannte das auferlegte Strafmass als Sühne! Die Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“, das voraussetzt, dass Jesus als Messias im Fleische gekommen (1.Joh 4:2, 3) ist und zur Errichtung des „Königreiches der (neuen) Himmel“ hier auf der Erde zurückkehren wird, dies ist von jenem Übeltäter anerkannt worden mit dem Wenigen, das er bisher wusste. Jesus bestätigt mit seiner Antwort mehrere Dinge:

 

1)   Dass das ursprüngliche Paradies künftig erneut existieren wird und so wie es Gottes Plan war erdenweit ausgeweitet sein wird. Das ist eindeutig noch in Zukunft! (1.Mo 1:28)

2)   Dass Jesus zur Erfüllung dieses göttlichen Planes zur Erde zurückkehren wird und persönlich im kommenden Paradies hier auf der Erde „im Fleische“, als Mensch anwesend sein wird. Johannes warnt diesbezüglich: „Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist“ (2.Joh 7)

3)   Dass Jesus hier auf der Erde sein Königreich haben wird, was bereits nach seiner Auferstehung den Beginn hatte! Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol 1:13) begann mit seiner himmlischen Erhöhung unmittelbar nach den Tod (Off 5:11, 12). Nach seiner irdischen Auferstehung „im Fleische“ war es auch auf der Erde sichtbar und an Pfingsten 33 u.Z. öffnete es die Tore all denen, auf welche heiliger Geist kam: „Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind.“ (1.Kor 15:20). Er „lebt für immer und ewig“ (Off 1:18)

4)   http://2.bp.blogspot.com/-wxJuIXn8f6s/T_ia4qfp31I/AAAAAAAAPuY/s0gEc3ZQwrE/s1600/Sedlec3.jpgDass jener Übeltäter eine Auferstehung zum Leben und/oder zum Gericht erhält und von gerechten Richtern das Strafmass erhält für ungesühnte Sünden: „Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.“ (Joh 5:27-30)

5)   Es ist ersichtlich, dass dessen Auferstehung erst sein wird, wenn das Paradies bereits existieren wird, somit eine kontinuierliche Auferstehung der Toten während des Millenniums existiert: Gemäss Rang und Zeit: „Die Letzten werden die Ersten sein“! (Mat 20:8, 16) Jesus als „Mensch“ und nicht als „GOTT“ zeichnet für die Auferstehung verantwortlich wie Paulus erklärt: „Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.“ (1.Kor 15:21, 22)

6)   Dass jede religiöse Aussage einer himmlischen Auferstehung Mystik ist.

 

Gewisse Übersetzungen setzen die Interpunktion anders: „Ich sage dir: Heute wirst Du mit mir im Paradiese sein  und behaupten damit, dass die Übeltäter unmittelbar nach dem Tode im Himmel ihre Auferstehung hätten. Dies ist auf die spätere falsche Lehre des Hymenäus, Alexander und Philetus zurückzuführen, dass „die Auferstehung sei bereits geschehen“, im Jenseits, denn im Diesseits ist keiner ausser Jesus gesehen worden! Dies sind platonische, heidnische Lehren. Paulus warf jene „falschen Lehrer“ aus der Versammlung Ephesus hinaus! (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-18)

 

 

11.3.1.5      Mat 27:45-54:  Sonnenfinsternis und Erdbeben bestätigen Tod von Gottes Sohn

 

Mat 27:45-50:  Finsternis von der sechsten zur neunten Stunde; Jesu Schreien zu Gott, sein Tod; durchstochen mit Lanze

Es ist wichtig zu erkennen, wann und wodurch Jesus starb, denn mehrere Ereignisse sind damit direkt verbunden! Das GESETZ ordnete für die Aaronische Priesterschaft an, dass täglich zwei Opfer im Tempel dargebracht werden mussten, Morgens um die „dritte Stunde“, das wäre um etwa neun Uhr und Nachmittags um die „neunte Stunde“. Das bedeutet, dass die Priester um jene Zeit ins „Heilige“, das erste Zeltabteil eintraten, um ihre vorgeschriebenen Handlungen vorzunehmen. In das zweite Zeltabteil, das durch einen Vorhang abgetrennt ist, „das Allerheiligste“ darf nur der Hohepriester am Sühnetag eintreten und nur mit dem Blut des Opfertieres! Behalten wir dies gut im Sinn, um weitere Zusammenhänge etwas später zu verstehen!

 

picture: http://www.manfred-gebhard.de/PFile0034-1.jpg(Matthäus 27:45-50) 45 Von der sechsten Stunde an brach eine Finsternis über das ganze Land herein bis zur neunten Stunde. 46 Um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme und sprach: Elí, Elí, lamá sabachtháni?, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 47 Als einige der dort Stehenden dies hörten, begannen sie zu sagen: Dieser ruft den Elịa.“ 48 Und sogleich lief einer von ihnen hin und nahm einen Schwamm und füllte ihn mit saurem Wein und steckte ihn an ein Rohr und gab ihm zu trinken. 49 Die übrigen aber sprachen: Laß [ihn]! Wir wollen sehen, ob Elịa kommt, um ihn zu retten.“ [[Ein anderer nahm einen Speer und durchstach seine Seite, und es kam Blut und Wasser heraus. *]] 50 Nochmals schrie Jesus mit lauter Stimme und hauchte [seinen] Geist aus.

 

* Fussnote der NWÜ zu Matthäus 27:49

„Ein anderer . . . Wasser heraus“, אBC; in ADWItVgSyh,p,sArm fehlt der Satz.

 

Dieser Einschubsatz ist vom Bibelherausgeber NWÜ selbst in Doppelklammer gesetzt worden und in der Fussnote wird erklärt, dass in gewissen alten Handschriften dieser Satz fehlt. Eine genaue Betrachtung zeigt einen Anachronismus, dass Jesus zuerst durchstochen wurde und dann noch schrie. Offenbar war dies eine Ergänzung die ein späterer Abschreiber aus dem Evangelium von Johannes entnommen hatte und dort einfügte, aber nicht im Original des Matthäus stand!

 

(Johannes 19:32-35)  Darum kamen die Soldaten und brachen dem ersten die Beine und auch die des anderen, der mit ihm an den Pfahl gebracht worden war. 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon tot war, brachen sie ihm die Beine nicht. 34 Einer der Soldaten jedoch stieß mit einem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. 35 Und der, der [es] gesehen hat, hat Zeugnis abgelegt, und sein Zeugnis ist wahr, und dieser weiß, daß er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt.

 

Schauen wir nun beim Evangelium von Markus weitere Details an, was kurz vor und bei Jesu Sterben an unterschiedlichen Orten geschah. Dies hilft uns ein genaues Verständnis dieser so gewichtigen Stunde zu erlangen. Jesus hatte ein himmlisches Gericht angekündet und selbst die Wolken hielten sich an Gottes Plan. Von dem Moment an, wo Pilatus Jesus den Juden übergab, der „sechsten Stunde“ verfinsterte sich der Himmel, dichte Wolken zogen auf oder es gab eine Sonnenfinsternis! Eine normale Sonnenfinsternis aber dauert nur kurze Zeit, bis der Mond sich weiterbewegt hat!

 

(Markus 15:33-39)  Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein bis zur neunten Stunde. 34 Und zur neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: „Elí, Elí, lamá sabachtháni?“ , was übersetzt bedeutet: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? 35 Und als einige von den Dabeistehenden es hörten, begannen sie zu sagen: Seht! Er ruft den Elịa.“ 36 Aber einer lief hin, füllte einen Schwamm mit saurem Wein, steckte ihn an ein Rohr und begann ihm zu trinken zu geben, wobei er sprach: Laßt [ihn]! Wir wollen sehen, ob Elịa kommt, um ihn herabzunehmen.“ 37 Jesus aber stieß einen lauten Schrei aus und verschied. 38 Und der Vorhang des Heiligtums wurde von oben bis unten entzweigerissen. 39 Als nun der Offizier, der ihm gegenüber dabeistand, sah, daß er unter diesen Umständen verschied, sagte er: „Bestimmt war dieser Mensch Gottes Sohn.“

 

Weil Jesus nicht GOTT ist rief er seinen GOTT, den Vater an, um seinem Leiden und ungeheuren Qualen doch ein Ende zu bereiten. Die Dabeistehenden missdeuteten die Worte in Hebräisch ʼElijjáhu, was bedeutet:Mein Gott ist Jehova“ mit dem Namen des Propheten Elia, der ähnlich tönt.

 

Lukas bestätigt die Sonnenfinsternis von der sechsten bis zur neunten Stunden, von etwa 12 Uhr bis 15 Uhr. Wie stets ist bei Lukas die Logik in seiner Erzählung der Ereignisse im Vordergrund. Er erklärt, dass zuerst der Vorhang im Tempel zerriss, der das Allerheiligste abtrennt, so dass die Priester den verbotenen Blick auf das Allerheiligste und die Bundeslade mit dem Sühnedeckel erhielten, wo jährlich am Sühnetag das Blut des Opferlammes gespritzt werden musste.

 

http://www.manfred-gebhard.de/Inri4.jpg (Lukas 23:44-49) 44 Es war nun um die sechste Stunde, und doch kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, 45 denn das Sonnenlicht blieb aus; dann wurde der Vorhang des Heiligtums in der Mitte zerrissen. 46 Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: „Vater, deinen Händen vertraue ich meinen Geist an.“ Als er das gesagt hatte, verschied er. 47 Weil der Offizier sah, was geschah, begann er Gott zu verherrlichen und sagte: „Dieser Mensch war wirklich gerecht.“ 48 Und all die Volksmengen, die dort zu diesem Schauspiel versammelt waren, begannen umzukehren, als sie die Dinge sahen, die geschahen, wobei sie sich an die Brust schlugen. 49 Alle seine Bekannten standen übrigens in einiger Entfernung. Auch Frauen, die ihm zusammen aus Galilạ̈a gefolgt waren, standen da und sahen diese Dinge.

 

Es war der Moment gekommen, wo auch im Himmel der Rat der vierundzwanzig Ältesten vor Jehova versammelt waren, offensichtlich zur selben Zeit, am selben Tag des Vorbereitungstages des Festsabbats des 15.Nisans wie auf der Erde! Die Bitte Jesu, seinen Geist aufzunehmen, nachdem alles so erfüllt war wie es der Vater gewünscht und anbefohlen hatte, wurde von Gott erhört und Jesus aus seiner Qual erlöst und sein Geist im Himmel im selben Moment zum Leben gebracht. Wie wir wissen erneut als dasselbe Geistwesen das er zuvor gewesen war, bevor ihn der Vater zur Erde gesandt hatte!

 

Johannes bestätigt diese Schlussfolgerung mit folgenden Worten: „Es ist vollbracht!“, und sein Haupt neigend, übergab er [seinen] Geist.“ Man kann nur etwas „übergeben“, das vom Empfänger auch angenommen wird! Petrus erklärt zudem:

 

(1. Petrus 3:18)  Ja, auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde.

 

Petrus, einer der „Bekannten“ und die übrigen Apostel waren Zeugen des Geschehens, ebenso jene Frauen zu denen die drei Marias gehörten. Im ersten Brief bestätigt Petrus somit klar und deutlich, dass Jesus unmittelbar im Himmel als „Geist“, „Geistwesen“ oder als „Engel“ zum Leben kam, was austauschbare Begriffe sind!

 

Selbst der römische Offizier wurde sich bewusst, dass etwas Aussergewöhnliches vor sich ging und erklärte: „Dieser Mensch war wirklich gerecht.“ Hören wir nun noch die Worte des Johannes:

 

(Johannes 19:28-30) Nach diesem, als Jesus wußte, daß nunmehr alles vollbracht worden war, damit sich das Schriftwort erfülle, sprach er: „Mich dürstet.“ 29 Ein Gefäß voll saurem Wein stand da. Daher steckten sie einen mit saurem Wein gefüllten Schwamm an einen Ysop[stengel] und brachten ihn an seinen Mund. 30 Als nun Jesus den sauren Wein empfangen hatte, sagte er: Es ist vollbracht!“, und sein Haupt neigend, übergab er [seinen] Geist.

 

Ja, der Vater hatte ihn nicht verlassen, sondern alles angesehen, so wie Er es im Voraus angesagt hatte und Jesus es mehrfach bestätigte. Im Psalm 69 wurde auch das letzte Getränk Jesu bereits angekündet. „Seele“ bedeutet in der Bibel „Leben“ oder „Lebensgeist“, nicht etwas Abstraktes, das beim Tod den Körper verlässt. Was Gott aufnimmt ist der „Geist“, die Hirnströme die Gedanken und Bilder formen bis zum letzten Moment. Diese lebenslange Sammlung existiert bei Gott und er gibt sie in der Auferstehung wieder, so dass alle Erinnerungen erneut vorhanden sind!

 

(Psalm 69:21)

18 Nahe dich doch meiner Seele, fordere sie zurück;

Meiner Feinde wegen erlöse mich.

19 Du selbst hast meine Schmach erkannt und meine Schande und meine Demütigung.

Alle, die mich befeinden, sind vor dir.

20 Schmach selbst hat mein Herz gebrochen, und [die Wunde] ist unheilbar.

Und ich hoffte unaufhörlich auf jemand, der Mitgefühl zeigen würde, doch da war keiner,

Und auf Tröster, aber ich fand keinen.

Sondern als Speise gaben sie [mir] eine giftige Pflanze,

Und für meinen Durst suchten sie mir Essig zu trinken zu geben.

 

Jehova erhörte Seinen Sohn und erlöste ihn somit von den Schmerzen. Sein Leib als Hülle blieb auf der Erde zurück. Erst nach der Auferstehung und bei der Himmelfahrt durfte er diesen erneut annehmen.

 

Mat 27:51-54:  Erdbeben; Vorhang im Heiligtum zerrissen; Offizier bestätigt: „Bestimmt war dieser Gottes Sohn.

Matthäus bringt als nächstes nun das Geschehen bei Jesu Tod und zeigt, dass die mögliche Ursache des Zerreissens des Vorhanges ein starkes Erdbeben war! Wir erinnern uns im Sinai an Gottes Auftritt auf dem Berg Horeb, wo der ganze Berg erzitterte. Mit gutem Recht hatte Jehova dem Volk befohlen Abstand davon zu halten bestimmt hatte dies auch Steinschlag zur Folge! Blitze und Donner waren im Gefolge zu sehen und zu hören!

 

http://www.manfred-gebhard.de/tobschmidtFile0017-4.jpg(Matthäus 27:51-54)  Und siehe, der Vorhang des Heiligtums wurde von oben bis unten entzweigerissen, und die Erde erbebte, und die Felsen wurden gespalten. 52 Und die Gedächtnisgrüfte wurden geöffnet, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden aufgerichtet 53 (und Leute, die nach seiner Auferweckung von den Gedächtnisgrüften herkamen, gingen in die heilige Stadt), und sie wurden vielen sichtbar. 54 Der Offizier aber und die, die mit ihm Jesus bewachten, gerieten in große Furcht, als sie das Erdbeben und die Dinge geschehen sahen, und sprachen: Bestimmt war dieser Gottes Sohn.“

 

Die Leiber oder Skelette der Toten wurden durch das Beben durcheinandergeschüttelt, Grabplatten mögen heruntergefallen, Knochen zerstreut sein. Mit Sicherheit aber stand keiner der Toten zum Leben auf, wie dies in mystischen Religionen behauptet wird. Das wäre andern Schriftstellen vollkommen entgegengerichtet, das Jesus doch der erste ist, der zu jenem Zeitpunkt noch nicht einmal begraben war!

 

Die Reaktion der Anwesenden bei all den übernatürlichen Ereignissen muss beängstigend gewesen sein! Ob jener Offizier gar Kornelius war kann nicht vollkommen ausgeschlossen werden! Bestimmt Grund genug um sich intensiv nun mit den Schriften der Juden auseinanderzusetzen und alle Informationen über das Leben Christi zu sammeln!

 

Betrachten wir nun, was Paulus zum „zerrissenen Vorhang“ im Brief an die Hebräer zu erklären hat. Dieser stellt doch die Abtrennung vom „Heiligen“ als dem symbolischen irdischen Teil und vom „Allerheiligsten“, das den Himmel, die höchste Autorität darstellt!

 

http://www.himmelsportal.org/freundeskreis/14.1-16.3/15.1/Abendv4.jpg(Hebräer 9:6-10)  Nachdem diese Dinge [[(das Zelt der Zusammenkunft und die eingesetzte aaronische Priesterschaft)]] so errichtet worden sind, treten die Priester jederzeit in das erste Zelt[abteil], um die heiligen Diensthandlungen zu verrichten; 7 in das zweite [Abteil] jedoch tritt der Hohepriester allein einmal im Jahr, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die unwissentlichen Sünden des Volkes darbringt. 8 So zeigt der heilige Geist [[(der Engel Jehovas, der die Anweisungen als Mittler brachte)]] deutlich an, daß der Weg in die heilige Stätte noch nicht offenbar gemacht worden war, solange das erste Zelt stand. 9 Ebendieses [Zelt] ist ein Sinnbild für die bestimmte Zeit, die jetzt da ist, und in Übereinstimmung damit werden sowohl Gaben als auch Schlachtopfer dargebracht. Indes können diese denjenigen, der heiligen Dienst verrichtet, nicht vollkommen machen, was sein Gewissen betrifft, 10 sondern haben nur mit Speisen und Getränken und verschiedenen Taufen zu tun. Sie waren rechtliche Erfordernisse, die das Fleisch betrafen, und wurden bis zu der bestimmten Zeit der Richtigstellung der Dinge auferlegt.

 

Die „Richtigstellung“ benötigte ein wesentlich grösseres Opfer als dies das Blut von Stieren und Böcken darstellt! Die Reinigung des Gewissens vom Fluch, der auf Sünde folgt benötigte das Blut eines vollkommen reinen Menschen als Austausch!

 

Der zerrissene Vorhang zeigte symbolisch an, dass der neue Hohepriester mit dem kostbarsten Blut in das Allerheiligste des Himmels eingetreten war! Der Vater hatte Jesu Geist aufgenommen! Paulus fährt mit seinen Erklärungen fort:

 

Jesus - Hoherpriester im himmlischen Heiligtum (Hebräer 9:11-14)   Als jedoch Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Befreiung [für uns]. 13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken und von Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf diejenigen gesprengt, die verunreinigt worden sind, in dem Maße heiligt, daß das Fleisch rein wird, 14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können?

 

Paulus schliesst sich selbst und uns in die priesterlichen Dienste mit ein! Der Brief an die Hebräer ist an die Ältesten aller Versammlungen gerichtet, welche diese heilige Aufgabe übertragen erhalten haben! Ihnen obliegt das Hüten der Herde die dem Christus gehört! Das ist nicht eine hierarchische Priesterschaft wie wir dies aus den christlichen Kirchen kennen, sondern das freiwillige Annehmen einer Verantwortung für andere, so wie ein Vater innerhalb der Familie priesterliche Dienste zu verrichten hat, um seine Hausgemeinschaft vor Gott zu vertreten. Johannes bestätigt dies in der Offenbarung, wo er Jesus in der 1. Vision zeigt, dass er die “sieben Sterne“, die Versammlungsvorsteher oder „treuen Sklaven“ in seiner rechten Hand hält: (Off 1:12)

 

(Offenbarung 1:5, 6)  Ihm, der uns liebt und der uns durch sein eigenes Blut von unseren Sünden erlöst hat — 6 und er hat uns zu einem Königtum, zu Priestern für seinen Gott und Vater gemacht —, ja ihm sei die Herrlichkeit und die Macht immerdar! Amen.

 

Was nun geschah im Himmel, nach Jesu Auferweckung? Nun, das blieb ein heiliges Geheimnis bis zum Ende des Jahrhunderts, da ja kein Mensch Zutritt zum dritten Himmel Jehovas hat ausser der Christus! Von ihm wird nach dem Tod als vom „geschlachteten Lamm“ geredet. Wie die Offenbarung des Johannes zeigt, ist sie auf Dinge gerichtet, „die waren, die sind und die sein werden“, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft! Es gilt somit wie wir es uns gewohnt sind jedes Ereignis auf der Zeitachse korrekt einzureihen. Das Geschehen der Vergangenheit das Johannes in der 2. Vision sieht dreht sich um Jesu Machterlangung unmittelbar nach seinem Tod.

 

(Offenbarung 5:11, 12)  Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und die lebenden Geschöpfe und die Ältesten, und ihre Zahl war Myriaden mal Myriaden und Tausende mal Tausende, 12 die mit lauter Stimme sprachen: „Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen.“

 

http://www.dreiengel.com/resources/_wsb_306x186_092.JPGIm Tempel Jerusalems, um jene Zeit der neunten Stunde waren die Priester daran ihre Nachmittags-Opferhandlung und ihr Lob und Dank im Tempel darzubringen. Dazu mussten sie in einem reinen, einem heiligen Zustand sein. Ihre Oberpriester aber befanden sich vor Jehova in vollkommen unreiner Verfassung: Sie hatten doch eben den Sohn Gottes, den vom Ihm designierten „König der Juden“ zu Tode gebracht! Das konnte und durfte nicht ohne Folgen bleiben!

 

Im Himmel tagte zur selben Stunde das Gericht vor Jehova. Alle Engel waren versammelt, um einen Entscheid Gottes anzunehmen, der die levitische Priesterschaft ihres Amtes enthob und wo an ihrer Stelle der neue Hohepriester und König gemäss den Bedingungen des „Neuen Bundes“ formell eingesetzt wurde! Alle Engel, Myriaden mal Myriaden rund um Gottes Thron applaudierten Jehovas Entscheid, dass das „geschlachtete Lamm Gottes“ das Jehova „im Geiste“ oder eben als „der Geist Gottes“ auferweckt wurde, diese Ehre erfuhr (1.Pe 3:18; Off 5:11, 12).

 

Etwas später, nach der Auferstehung „im Fleische“ bestätigte Jesus dies in Galiläa, am Berg wohin er die Jünger bestellt hatte: „Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: ‚Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden‘ “ (Mat 28:18) Jesus deswegen zu „GOTT gleich“ erklären zu wollen hat weder Hand noch Fuss und widerspricht den Aussagen der gesamten Schrift: Es ist heidnische Lehre, Jehova als höchste Autorität und Jesus, als von Ihm Erhöhten entehrend! Es widerruft die ersten drei der Zehn Gebote!

 

 

11.3.1.6      Mat 27:55-66:  Grablegung Jesu mit Joseph von Arimathia und den Marias

 

Mat 27:55-56:  Maria, Jesu Mutter, Maria Magdalena und Maria die Mutter des Jakobus und die Frau des Zebedäus beim Toten Jesu

Über die drei Frauen, die spezifisch erwähnt werden, die Jesus von Galiläa her begleitet hatten, um ihm zu dienen, herrscht nur über die Letztgenannte „Salome“ etwas Verwirrung. Man nimmt allgemein an, dass sie eine Schwester von Jesu Mutter Maria war, „die Mutter des Jakobus und des Joses“!

 

http://www.skandalfilm.net/wp-content/gallery/2004-die-passion-christi/18.jpg(Matthäus 27:55, 56)  Außerdem sahen dort viele Frauen, die Jesus von Galilạ̈a her begleitet hatten, um ihm zu dienen, aus einiger Entfernung zu; 56 unter ihnen befanden sich Maria Magdalẹne, auch Maria, die Mutter des Jakobus und des Jọses, und [[(Salome)]] die Mutter der Söhne des Zebedạ̈us.

 

Möglicherweise verboten die Soldaten eine Annäherung an die Verurteilten, warum die Frauen „in einiger Entfernung“ standen.

 

Markus ergänzt zu Salome, dass sie zu jenen Frauen gehörte, die Jesus „gewöhnlich begleiteten und ihm dienten“.

 

(Markus 15:40, 41)  Da waren auch Frauen, die aus einiger Entfernung zusahen, unter ihnen Maria Magdalẹne und auch Maria, die Mutter des Jakobus des Geringeren und des Jọses, und Sạlome, 41 die ihn gewöhnlich begleiteten und ihm dienten, als er in Galilạ̈a war, und viele andere Frauen, die mit ihm zusammen nach Jerusalem heraufgekommen waren.

 

Nur Johannes zeigt weitere gewichtige Informationen, die weder Lukas noch Markus erwähnen, nämlich dass auch Maria, Jesu Mutter unter ihnen war und nun hinzu ihre Schwester nennt, ohne deren Namen zu erwähnen. Dass damit dieselbe Salome gemeint ist nehmen viele Bibelgelehrte als gegeben an.

 

http://www.heiligenlexikon.de/Fotos/Jesus2.jpgNur Johannes spricht davon, dass er selbst und Maria die Mutter Jesu ebenso bei der Hinrichtung anwesend waren und damit die Prophezeiung sich erfüllte, als Jesus am vierzigsten Tag in Jerusalem im Tempel dargestellt wurde. Damals hatte der gealterte Simeon zur Mutter prophezeit: „Auch segnete Sịmeon sie, sprach aber zu Maria, seiner Mutter: ‚Siehe! Dieser ist in Israel zum Fall und Wiederaufstehen vieler gesetzt und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird (ja, ein langes Schwert wird deine eigene Seele durchdringen), damit die Überlegungen vieler Herzen enthüllt werden.‘ “ (Lu 2:34, 35)

 

(Johannes 19:25-27)  Beim Marterpfahl [[Pfahl]] Jesu standen jedoch seine Mutter und die Schwester seiner Mutter; Maria, die Frau des Klọpas, und Maria Magdalẹne. 26 Als nun Jesus seine Mutter und den Jünger, den er liebte, dabeistehen sah, sagte er zu seiner Mutter: „Frau, siehe, dein Sohn! 27 Darauf sprach er zu dem Jünger: „Siehe, deine Mutter!“ Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie in sein eigenes Heim.

 

Nur Johannes erwähnt diese gewichtigen Worte die Jesus kurz vor seinem Tode sprach. Joseph, sein Ziehvater war wohl einige Zeit zuvor schon verstorben und die übrigen Kinder der Maria bereits gross und wohl selbst mit eigenen Familien (Mat 13:54-56). Jesus aber gab seiner Mutter nicht den Rat zu einem ihrer Kinder zu ziehen, sondern den Apostel Johannes nun als „Sohn“, als ihre nächste Familie zu betrachten! Ebenso war Johannes nun aufgefordert Maria wie eine eigene Mutter zu sich ins Haus zu nehmen! Jesus liebte die Seinen wirklich bis zu Letzt! (Joh 13:1).

 

Als Johannes vielleicht Jahrzehnte später nach Ephesus zog scheint auch Maria bei ihm gewesen zu sein und dort verstarb sie gemäss ausserbiblischen Überlieferungen. Die Schrift selbst berichtet nichts davon, schon gar nicht von einer Himmelfahrt nach ihrem Tode: Heidnische Zusätze, die wohl erst nach Jesu Vergöttlichung nach und nach entstanden, denn nun brauchte er ja auch eine „Gottesmutter“ und „Gottesgebärerin“.

 

Mat 27:57-61:  Joseph von Arimathia bittet Pilatus um Leichnam Jesu; Jesus wird durchstochen, kein Knochen an ihm gebrochen; Jesu in Leinwand gewickelt in der Gruft

Nachdem nun Jesus zu Tode kam durfte er laut jüdischem GESETZ nicht über Nacht am Stamm hängen bleiben (5.Mo 21:22, 23). Das wusste natürlich auch Pilatus aber dazu musste der Verurteilte, welcher der Exekution Ausgesetz wurde zuvor schon tot sein oder nun getötet werden. Wir wissen, dass bei Jesu Exekution zumindest vier Soldaten anwesend waren, einer von ihnen war der Offizier gewesen, der Zeuge von Jesu letzten Worten war. „Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: ‚Vater, deinen Händen vertraue ich meinen Geist an.‘ Als er das gesagt hatte, verschied er. Weil der Offizier sah, was geschah, begann er Gott zu verherrlichen und sagte: ‚Dieser Mensch war wirklich gerecht.‘ “. Dies war, als die Sonnenfinsternis eintrat und macht es möglich oder wahrscheinlich, dass er entweder mit Kornelius, dem ersten getauften römischen Offizier, einem Heiden identisch oder zumindest bekannt war. 

 

Alle drei Synoptiker nennen Joseph von Arimathia, als angesehenes Ratsmitglied und zudem Jünger Jesu, der am  späten Nachmittag“ dieses Vorbereitungstages, zum Ende des 14.Nisan so ab vier oder fünf Uhr zu Pilatus ging und um den Leichnam Jesu bat, was Pilatus offenbar unmittelbar genehmigte und Befehl hierzu erteilte.

 

http://www.martins-bote.de/Kirchen/Bettrum/Antonio%20Ciseri.jpg(Matthäus 27:57-61)  Am späten Nachmittag nun kam ein reicher Mann von Arimathịa namens Joseph, der auch selbst ein Jünger Jesu geworden war. 58 Dieser ging zu Pilạtus hinauf und bat um den Leib Jesu. Da gebot Pilạtus, daß er übergeben werden sollte. 59 Und Joseph nahm den Leib, wickelte ihn in reine, feine Leinwand 60 und legte ihn in seine neue Gedächtnisgruft, die er im Felsen ausgehauen hatte. Und nachdem er einen großen Stein an die Türöffnung der Gedächtnisgruft gewälzt hatte, ging er weg. 61 Maria Magdalẹne und die andere Maria aber blieben dort vor dem Grab sitzen.

 

Sowohl der 15. Nisan, der erste hohe Sabbat-Festtag der Passahwoche wie auch der 16. Nisan, der Tag der Erstlingsgabe waren Festzeiten. Am 15. Nisan war jede Arbeit untersagt. Somit musste alles noch getan werden vor Beginn dieses Sabbats, der doch bei Sonnenuntergang seinen Beginn hatte. Markus beschreibt die Szene mit eigenen Worten:

 

(Markus 15:42-47)  Da es nun schon Spätnachmittag geworden und da es Vorbereitungstag war, das heißt der Tag vor dem Sabbat, 43 kam Joseph von Arimathịa, ein angesehenes Ratsmitglied, der auch selbst auf das Königreich Gottes wartete. Er faßte Mut, zu Pilạtus hineinzugehen, und bat um den Leib Jesu. 44 Pilạtus aber wunderte sich, daß er schon tot sei, rief den Offizier herbei und fragte ihn, ob er schon gestorben sei. 45 Nachdem er sich also durch den Offizier vergewissert hatte, überließ er Joseph den Leichnam. 46 Demzufolge kaufte er feine Leinwand und nahm ihn herab, wickelte ihn in die feine Leinwand und legte ihn in eine Gruft, die in einen Felsen gehauen war; und er wälzte einen Stein an die Türöffnung der Gedächtnisgruft. 47 Maria Magdalẹne aber und Maria, die Mutter des Jọses, schauten fortwährend nach der Stelle, wo er hingelegt worden war.

 

Hier wird von Joseph von Arimathia durch Markus zudem erwähnt, dass jener „selbst auf das Königreich Gottes wartete“ und Lukas beschreibt ihn als „guten und gerechten Mann“. Er war Besitzer einer neu erstellten Gedächtnisgruft, die er wohl für sich und seine Familie in der Nähe angelegt hatte. Er muss sich des grossen Irrtums des Rates dem er bisher angehörte bewusst gewesen sein und war bestimmt unter jener kleinen Gruppe, die diesem Entscheid erfolglos entgegen zu wirken suchten. Bestimmt musste er danach den Rat verlassen haben, um nicht Teilhaber mit Mördern zu bleiben!

 

Stephanus brachte dies klar und deutlich vor dem Sanhedrin zum Ausdruck, bevor sie ihn steinigen liessen: „Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr. Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt? Ja, sie töteten die, die über das Kommen des Gerechten im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.“ (Apg 7:52, 53)

 

Wie es Markus erwähnte brauchte es Mut sich als Glied der Gruppe um Jesus zur Kenntnis zu geben. Der Sterbeprozess eines an den Stamm Gehängten konnte viele Stunden, gar Tage dauern und so ist es nicht verwunderlich, dass Pilatus erstaunt war zu hören, dass Jesus bereits tot sei, was aber jener Offizier als Augenzeuge bestätigte. Joseph musste danach erst „feine Leinwand“ kaufen gehen und mit der kam er zur Schädelstätte.

 

Jesus buried(Lukas 23:50-56) 50 Und siehe, ein Mann namens Joseph, der ein Ratsmitglied war, ein guter und gerechter Mann 51 dieser hatte ihrem Anschlag und ihrer Handlungsweise nicht zugestimmt —, er war von Arimathịa, einer Stadt der Judạ̈er, und wartete auf das Königreich Gottes; 52 dieser [Mann] ging zu Pilạtus und bat um den Leib Jesu. 53 Und er nahm ihn herab und wickelte ihn in feine Leinwand, und er legte ihn in eine Gruft, die in den Felsen gehauen war, in der noch kein Mensch gelegen hatte. 54 Es war nun der Vorbereitungstag, und das Abendlicht des Sabbats nahte. 55 Die Frauen aber, die mit ihm aus Galilạ̈a gekommen waren, folgten nach und besahen sich die Gedächtnisgruft und wie sein Leib hingelegt wurde; 56 und sie kehrten zurück, um Gewürze und wohlriechende Öle zu bereiten. Doch ruhten sie natürlich am Sabbat dem Gebot gemäß.

 

Maria Magdalene und „die andere Maria“ aber folgten hin zum Grabe, um zu sehen, wo Jesu Leib hingelegt würde! Lukas erwähnt hier, dass zumindest ein Teil der Frauen zurückkehrte, um offenbar noch vor Anbruch des Sabbats jene Dinge zu kaufen und zu bereiteten, mit denen sie Jesu Leichnam einzubalsamieren trachteten. Dies würde zur ersten Stunde des Tages der dem hohen Sabbat folgte, also dem 16. Nisan frühmorgens sein. Dadurch sollte der Verfallprozess verlangsamt werden und schlechte Gerüche verhindern. Dass Jehova durch die Propheten vorhergesagt hatte, dass Jesu Leib nicht der Zerstörung anheimfalle, daran erinnerten sie sich bestimmt in jenem Moment noch nicht!

 

Petrus aber zitierte an Pfingsten jene Schriftstelle aus Psalm 16, den Versen 10 und 11 vor der versammelten Volksmenge der Juden:

 

(Apostelgeschichte 2:26-28) 

Deswegen wurde mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockte. Und auch mein Fleisch wird in Hoffnung wohnen; 27 denn du wirst meine Seele im Hạdes nicht verlassen, noch wirst du zugeben, daß dein Loyalgesinnter die Verwesung sehe. 28 Du hast mir die Wege des Lebens kundgetan, du wirst mich mit Fröhlichkeit erfüllen mit deinem Angesicht.‘

 

Jesus wusste um all diese Zusammenhänge hatte er doch selbst sie David als Gottes Mittler durch Inspiration eingegeben!

 

Nikodemus und Joseph von Arimathia, beide Mitglieder des Sanhedrins zeigen sich als Jesu Anhänger!

Johannes erwähnt das Detail, dass „die Juden“ Pilatus um den Leib baten. http://www.jesus.ch/sites/default/files/media/196781-Christus-bei-Nikodemus-Bild-von-Crijn-Henddricksz-.jpgEtwas später erwähnt er ausser Joseph von Arimathia noch Nikodemus, ebenso ein Ratsmitglied, der Jesus schon früh zu Beginn seiner Tätigkeit bei Nacht besucht hatte, weil er an ihn als den vorhergesagten Erlöser zu Glauben begonnen hatte! (Joh 3:1-8)

 

Um den Sterbeprozess der beiden mit Jesus Exekutierten zu beschleunigen sollte jenen nun die Knochen zerschlagen werden. Eine weitere äusserst grausame und schmerzvolle Handlung, welche die Gefühlskälte jener Soldaten offenbart, die diesen Auftrag auszuführen hatten! Johannes erklärt jenes Geschehen:

 

(Johannes 19:31-37)  Dann baten die Juden Pilạtus, weil es Vorbereitungstag war, damit die Leiber nicht am Sabbat an den Marterpfählen blieben (denn der Tag jenes Sabbats war ein großer), daß ihre Beine gebrochen und die [Leiber] abgenommen werden könnten. 32 Darum kamen die Soldaten und brachen dem ersten die Beine und auch die des anderen, der mit ihm an den Pfahl gebracht worden war. 33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, daß er schon tot war, brachen sie ihm die Beine nicht. 34 Einer der Soldaten jedoch stieß mit einem Speer in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus.

Jesus asks forgiveness for soldiers35 Und der, der [es] gesehen hat [[(Johannes selbst)]], hat Zeugnis abgelegt, und sein Zeugnis ist wahr, und dieser weiß, daß er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt. 36 Ja, diese Dinge sind geschehen, damit das Schriftwort erfüllt werde: Kein Knochen von ihm wird zermalmt werden.“ 37 Und noch ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf DEN schauen, den sie durchstochen haben.“

 

Jener Soldat handelte aus Vorsicht, als er Jesu Herz mit seinem eigenen Speer durchbohrte, da er Jesu Tod festgestellt hatte aber sichergehen wollte. Damit aber erfüllten sich gleich zwei Prophezeiungen, nämlich dass dem Messias als „Lamm Gottes“ „kein Knochen gebrochen“ (Ps 34:20) würde, dann auch, dass er „durchstochen“ (Sach 12:10) würde. Johannes legt Wert auf den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen!

 

Passah in ÄgyptenJehova gab Moses in Ägypten zum ersten Passahessen folgenden Auftrag:

 

(2. Mose 12:46)  In einem Haus soll es gegessen werden. Du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus an einen Ort außerhalb mitnehmen. Und ihr sollt keinen Knochen daran zerbrechen.

 

Das Blut jenes Lammes musste an die Türpfosten gestrichen werden, damit Gottes Rachengel (Michael; dann zur Menschwerdung als Jesus, „das Lamm Gottes“) an jenen Häusern vorbeiging und die Erstgeburt Ägyptens an Tier und Mensch bestrafte.

 

In 4.Moses 9:12 wurde der Befehl keinen Knochen zu zerbrechen wiederholt und für alle Generationen Israels als feste Richtlinie gegeben, dass die ganze Satzung des Passahs gehalten werden muss. Deutlich lautete auch der Befehl das Passah „in einem Haus, nicht einem öffentlichen Versammlungsraum wie dem Tempel oder einer Kirche durchzuführen sei! Die Nichteinhaltung wurde gar unter Todesstrafe gestellt! All dies war bereits seit Beginn auch im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ dasselbe, so wie es Jesus den Aposteln aufgetragen hatte! Mit Jesu letztem Abendmahl und Opfertod wurde es für alle Glieder des geistigen Israels fest verbunden! Auch David erklärt im Psalm 34 im Hinblick auf den Messias und dessen Gebeine, als „Lamm Gottes“:

 

(Psalm 34:20)

20 Er behütet alle seine Gebeine,

Nicht eines davon ist zerbrochen worden.

 

Der Prophet Sacharja schrieb über den Tod des Nachkommens aus Davids Linie, der als „erstgeborener Sohn“ das Anrecht auf den Königsthron hatte und erwähnt jenes Detail betreffend der Handlung des Soldaten, der ohne es zu wissen ihn durchstach und die Prophezeiung erfüllte.

 

(Sacharja 12:10) Und ich will über das Haus Davids und über die Bewohner Jerusalems den Geist der Gunst und flehentlicher Bitten ausgießen, und sie werden gewiß auf DEN schauen, den sie durchstochen haben, und sie werden sicherlich um IHN klagen wie bei der Klage um einen einzigen [Sohn]; und es wird bittere Wehklage um ihn geben, wie wenn es bittere Wehklage um den erstgeborenen [Sohn] gibt.

 

Da Jehova eine Auferstehung sowohl der Gerechten wie der Ungerechten vorgesehen hat, damit jeder vor Jesus als „dem Richter der ganzen Erde“ stehe, erklärt die Offenbarung.

 

(Offenbarung 1:7) Siehe! Er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, die ihn durchstochen haben; und alle Stämme der Erde werden sich seinetwegen vor Leid schlagen. Ja, amen.

 

Während des Millenniums werden auch jene der Generation Jesu ihre Auferstehung haben, all jene, die nicht wider den heiligen Geist“ gesündigt hatten: Jene Sünde, für die es keine Vergebung gibt! Beim Schlussgericht am Ende des Millenniums werden aber auch jene durch Jesus auferweckt werden, um ihr Urteil zu hören und die endgültige Vernichtung im „Feuersee“ zu erhalten! Jedes Knie wird sich vor Jehova als einzigem GOTT und seinem Christus beugen müssen! (Jes 45:22-25; Off 20:7-15)

 

http://passion-masevaux.com/2partie/photo%20(67).jpgJohannes bringt nun weitere Details: Joseph von Arimathia handelte nicht etwa im Auftrag der Oberpriester oder gar des Sanhedrins, sondern aus eigener Initiative, weil er Jesu Jünger war „… doch aus Furcht vor den Juden nur im geheimen

 

(Johannes 19:38-42)  Nach diesen Dingen nun bat Joseph von Arimathịa, der ein Jünger Jesu war, doch aus Furcht vor den Juden nur im geheimen, den Pilạtus, daß er den Leib Jesu wegnehmen dürfe; und Pilạtus gab ihm Erlaubnis. Daher kam er und nahm seinen Leib weg. 39 Auch Nikodẹmus, der Mann, der das erste Mal bei Nacht zu ihm gekommen war, kam und brachte eine Rolle Myrrhe und Ạloe, ungefähr hundert Pfund [davon]. 40 Da nahmen sie den Leib Jesu und banden ihn mit Binden samt den Gewürzen, so wie es bei den Juden Sitte ist, ein Begräbnis vorzubereiten. 41 Nun befand sich an dem Ort, wo er an den Pfahl gebracht worden war, ein Garten und in dem Garten eine neue Gedächtnisgruft, in die noch nie jemand gelegt worden war. 42 Dorthin also legten sie Jesus wegen des Vorbereitungstages der Juden, weil die Gedächtnisgruft in der Nähe war.

 

Die „Rolle Myrrhe und Aloe … samt den Gewürzen“ waren somit eine Totenbeigabe des Nikodemus. Nur Johannes erwähnt das Einwickeln mit Binden, das offenbar ganz zum Ende stattfand. Es war eine „Begräbnisvorbereitung“.

 

Markus erwähnt später, dass die Frauen jene Dinge einkauften, wahrscheinlicher ist es, dass sie Nikodemus darum baten als er mit ihnen zusammen den Tod Jesu beklagten und sich überlegen mussten, was nun zu tun wäre!

 

Mat 27:62-66  Oberpriester und Pharisäer bitten um Grabwache um Jesu Auferstehungsvorhersage zu unterbinden

Dass die Pharisäer Jesu Worte vom Niederreissen des Tempels und der Auferstehung am dritten Tag Kenntnis hatten und dies sehr wohl verstanden, dies zeigte sich aufgrund ihrer Bitten an Pilatus. Nikodemus hatte als Ratsmitglied sehr wohl Bescheid gewusst um all die Dinge, die hinter verschlossenen Türen besprochen wurden und wird so diese Informationen später den Evangelisten wie Matthäus und Johannes direkt mitgeteilt haben. Dadurch hatte jener Zeugnisse aus erster Hand, ebenso Joseph von Arimathia!

 

Römischer Soldat, Andrea Mantegna, Altarretabel von San Zeno in Verona, 1459.(Matthäus 27:62-66)  Am nächsten Tag, der auf den Vorbereitungstag folgte, versammelten sich die Oberpriester und die Pharisäer vor Pilạtus 63 und sprachen: Herr, wir haben uns daran erinnert, daß jener Betrüger, als er noch lebte, gesagt hat: ‚Nach drei Tagen werde ich auferweckt werden.‘ 64 Daher gebiete, daß das Grab bis zum dritten Tag gesichert werde, damit nicht etwa seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: ‚Er ist von den Toten auferweckt worden!‘ und dieser letzte Betrug schlimmer werde als der erste.“ 65 Pilạtus sagte zu ihnen: Ihr habt eine Wache. Geht und sichert es so, wie ihr es versteht.“ 66 Da gingen sie hin und sicherten das Grab, indem sie den Stein versiegelten und die Wache hatten.

 

Dass die Wache zumindest aus zwei oder mehr Soldaten bestand geht schon aus der Zeitdauer hervor, wo jene doch Tag und Nacht das Grab bewachen mussten. Matthäus spricht von „Wächtern“, als die Frauen am frühen Morgen des „ersten Tages der Woche“ zum Grab kamen.

 

Ein Diebstahl von Jesu Leib, um nachträglich zu behaupten die Jünger hätten Jesu Leichnam gestohlen, solches darf daher ausgeschlossen werden. Solches wird von Bibelkritikern geäussert, die keinen Respekt kennen. Dies schon in Anbetracht, dass kein Lügner Gottes Königreich erreichen wird! „Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt“ (Off 22:15).

 

 

11.3.3        Matthäus Kapitel 28:  Der auferstandene Jesus erscheint vielen Jüngern

 

11.3.1.7      Mat 28:1-10:  Erster Tag der Woche beim Grab; Jesus erscheint ersten Frauen und Jüngern und erteilt den Predigtauftrag

 

Mat 28:1-45:  Maria Magdalene und die „andere Maria“ beim Grab am ersten Tag der Woche; Das Grab ist nach einem Erdbeben durch Engel geöffnet; Wächter sind wie Tote

Über das Geschehen nach Jesu Tod und Auferweckung „im Geiste“ erzählen uns die Evangelien nichts, sondern dies war Johannes vorbehalten, der erst in den Visionen der Offenbarung jene Details sehen durfte, damit spätere Generationen vor allem nahe dem Ende des Systems sich ein vollständiges Bild machen könnten. Matthäus erklärt mit kurzen Worten das Geschehen, ohne weitere Details zu nennen.

 

(Matthäus 28:1)  Nach dem Sabbat, als es am ersten Tag der Woche hell wurde, kamen Maria Magdalẹne und die andere Maria, um das Grab zu besehen.

 

Am 14.Nisan vor Beginn des hohen Festtages war Jesus ins Grab gelegt worden. Nach dem jüdischen Kalender war der 15.Nisan ein doppelter Sabbat, somit fielen Wochensabbat und erster Festtag der siebentägigen Passahfeier in jenem Jahr zusammen. Da der „siebte Tag“ der Sabbat (Samstag) ist muss der „erste Tag der Woche“ somit der 16.Nisan, unser Sonntag sein und Jesus war inzwischen zwei Nächte im Grab gelegen, es war der dritte Tag nach Grablegung am Freitagabend.

 

Der nachstehende graphische Zeitband zeigt jedes gewichtige Detail, das die Evangelisten aufzeichneten und wann und wo es stattfand. Diese am Bildschirm zu vergrössern und in einzelnen Seiten auszudrucken, um sie zuzuschneiden und zusammenzukleben ist eine sehr gute Studienhilfe! Vor allem Kinder und Jugendliche lernen schnell gewichtige Zusammenhänge optisch zu erkennen! Dies hilft zu einem exakten Verständnis der für die Menschheit grundlegendsten Ereignisse rund um Jesu Tod, seine himmlische und dann irdische Auferweckung, seine Erhöhung über „jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ bis hin zu seiner Rückkehr zum Vater, die Himmelfahrt nach vierzig Tagen mit seinen engsten Vertrauten.

 

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Matthäus berichtet über ein weiteres grosses physisches Erdbeben oder ein Nachbeben von dessen, das bei Jesu Tod den Vorhang im Tempel zerriss. Dieses zweite Beben wird nun jedoch deutlich mit einem Engel Gottes in Verbindung gebracht und ist offenbar mit Jesu Auferstehung früh am Morgen des 16. Nisan verknüpft!

 

image120  (Matthäus 28:2-4)  Und siehe, ein großes Erdbeben hatte sich ereignet; denn Jehovas [[des Herrn (Jesu?)]] Engel war vom Himmel herabgestiegen und herzugetreten und hatte den Stein weggewälzt und saß darauf. 3 Sein Aussehen war wie der Blitz und seine Kleidung so weiß wie Schnee. 4 Ja, aus Furcht vor ihm zitterten die Wächter und wurden wie Tote.

 

Die Wächter erstarrten vor Angst! In der NWÜ wird im Neuen Testament oder den Griechischen Schriften, wo im Text der Interlinear Translation von B.F. Westcott und F.J.A. Hort „Kyrios“ („HERR“) steht, mit Grossbuchstaben beginnend, da wäre Jehova gemeint. Bedenken wir aber, dass der Vater Jesus, den er ja „im Geiste“ (1.Pe 3:18) unmittelbar nach dem Tode auferweckte, ihm inzwischen alle Engel unterstellt hat! Dies durch seine Erhöhung „über jede Macht und Autorität im Himmel“ (Off 5:11, 12; Mat 28:18).

 

Kleiner Wortstreit um „den Engel des HERRN“ oder „einen Engel des Herrn“ mit Auswirkungen!

Im griechischen Text des EMPHATIC DIAGLOTT von Benjamin Wilson (in Englisch publiziert [1]), der auf dem griechischen Text des Vatikanischen Manuskripts Nr. 1209 aus dem frühen 4. Jahrhundert gründet, nach der Rezension von J.J. Griesbach sieht dieser Text „leicht“ anders aus: „a messanger of a Lord“, was übersetzt heisst „ein Bote eines HERRN“: Wer an Dreieinigkeit glaubt, der macht Jesus hier zu „einem GOTT“ und wer nicht, der macht Jesus wie Johannes in 1:1 in der NWÜ zu „einem Gott“ (engl. „a god“)  einem Mächtigen“. Wir stimmen damit aufgrund des Gesamtzusammenhangs vollkommen überein, Jesus ist „ein Mächtiger“ aber nicht ein „Allmächtiger“, dieser Titel gebührt allein JHWH!

 

Beachten wir, dass der griechische Begriff „pneuma“ (heb. ruach) hier als „messanger“ oder in Deutsch als „Bote“ und nicht als „Engel“ übersetzt wurde! Nur wer auf solche Details achtet weiss auch an anderen Stellen, wo „Geist“ = „Bote“ = „Engel“ = “Wind“ = „Sturm“ übersetzt wird selbst zu überlegen und zu bestimmen, was gemeint sei! (z.B. Off 1:20; 7:1-3), auch dort muss je nach Gutdünken des Übersetzers und seiner Schutzvorkehrung für Lehren der Kirchenväter und deren Dogmen er mit „gezinkter Karte“ einstehen! Wir sind als Leser daher zum Nachsinnen verpflichtet!

 

http://home.arcor.de/klaus.krusche/jesu5.JPGJesus andererseits hatte erklärt, dass er selbst den „Tempel seines Leibes“ wiederherstellen würde! (Joh 2:18-22)  Ob nun im Originaltext „kyrios“ oder „Kyrios“ stand ist heute für uns nicht möglich zu eruieren. Ob es somit „Jehovas Engel“ gewesen war der den Stein wegwälzte, was auf Jesus selbst hindeuten würde, dies müsste eher verneint werden: Jesus ist nicht im selben Moment das eine und das andere, Engel und Mensch, sondern entweder oder! Dagegen wäre weit klarer, dass z.B. „ein Engel Jehovas (Kyrios=HERR)“ oder Jesu Engel (kyrios=Herr)(vergl. Off 1:1), so wie z.B. die Elberfelder-Bibel es widergibt: „… denn ein Engel des Herrn (Jesu) kam aus dem Himmel hernieder, und trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.“! In vielen Fällen war dies Gabriel, hier aber werden keinen Namen genannt! Derselbe Engel oder zwei von ihnen erschienen doch später den Frauen, wo Jesus bereits ausserhalb des Grabes war und dann u.a. der Maria Magdalena sich offen zeigte!

 

Wir erinnern uns dabei an die Worte des Paulus für die Endzeit: „Wenn er aber seinen Erstgeborenen wiederum in die bewohnte Erde einführt, sagt er: ‚Und alle Engel Gottes sollen ihm huldigen.‘ “ (Heb 1:6) Und in der Offenbarung: „Ich, Jesus, sandte meinen Engel, um euch für die Versammlungen von diesen Dingen Zeugnis abzulegen. Ich bin die Wurzel und der Sproß Davids und der hellglänzende Morgenstern.“ (Off 22:16) Ein einziger Buchstabe in Gross- oder Kleinschrift im Originaltext und persönliche Sichtweisen der Übersetzer wie auch des Lesers kann die exakte Erkenntnis stark verändern! Wer an die Dreieinigkeit glaubt kommt zu anderen Schlüssen wie der, der Jesus als erhöhtes Geschöpf Gottes anerkennt: Als „Erstgeborenen aller Schöpfung“ (Kol 1:12), als bleibenden „Sohn Gottes“ und als „letzten Adam“ der erneut zur Erde zurückkehrt!

 

(1. Korinther 15:45-49)  So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.“ Der letzte Adam wurde ein lebengebender Geist [[gr. pneuma; heb. ruach = Geist, Engel, Wind, Hauch …]]. 46 Dessenungeachtet ist das erste [[Adam]] nicht das, was geistig ist [[Jesus]], sondern das, was physisch ist [[Adam im Menschenleib]], danach das, was geistig ist [[Jesus Auferweckung „im Geiste“ (1.Pe 3:18)]]. 47 Der erste Mensch [[Adam]] ist aus der Erde und von Staub gemacht; der zweite Mensch [[, der „letzte Adam“]] ist aus dem Himmel. 48 Wie derjenige [ist], der von Staub gemacht [[Adam]] ist, so [sind] auch die, die von Staub gemacht sind [[alle Menschen als Kinder Adams und Evas]]; und wie der Himmlische [ist] [[Michael, Gottes „Werkmeister“ = Jesus]], so [sind] auch die Himmlischen [[die Engel]]. 49 Und so, wie wir das Bild [[die Gene, die DNS]] des von Staub Gemachten [[Adam]] getragen haben, werden wir auch das Bild [[die Gene des „letzten Adam“; dessen unsterbliche DNS]] des Himmlischen tragen [[nach unserer „Umwandlung in einem Nu“ zur Zeit der „siebten Posaune (1.Kor 15:51, 52)“]].

 

Mit ein wenig Texteinschüben und moderner Sprache werden selbst komplizierte Sätze des Paulus jedermann verständlich der sich darum bemüht: Dies ohne zur Mystik greifen zu müssen! Die Erklärung des Paulus in Anbetracht der Aussagen Salomos in den Sprüchen deckt sich vollkommen:

 

image123 (Sprüche 8:27-31)  Als er [[Jehova]] die Himmel bereitete, war ich da; als er einen Kreis über der Fläche der Wassertiefe festsetzte, 28 als er die Wolkenmassen droben festigte, als er die Quellen der Wassertiefe stark werden ließ, 29 als er dem Meer seine Verordnung festsetzte, daß die Wasser selbst seinen Befehl nicht überschreiten sollten, als er die Grundfesten der Erde verordnete, 30 da wurde ich [[, Michael]] neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war, 31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.

 

Michael, als Geistgeschöpf, dem himmlischen, vormenschlichen Jesus arbeitete für und mit GOTT zusammen. Er selbst war doch Jehovas erste Schöpfung! Es ist keine Frage, wenn Gott „besonders lieb hatte“ und wer laut Paulus alle Dinge in den Himmeln und auf der Erde im Auftrag und für GOTT Jehova und sich selbst, als dem Haupterben erschaffen hatte: Jesus, der dann erst vom Vater zum „Erzengel Michael“ erhoben wurde, nachdem er in Treue als Mensch zeigte und bis zum Tode ausharrte! Erst da wurde er „über alle Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ erhöht! Der Glaube in die Dreieinigkeit lässt uns keine freie Wahl das zu erkennen, was deutlich geschrieben steht!

 

Damit stossen wir auf eine Wand bei der Katholischen Kirche und all ihren reformierten Töchtern, die demselben  Dogma folgen, Jesus sei GOTT, was jedoch all jene nicht interessieren darf, die nach Wahrheit suchen, jene Wahrheit, die nicht dem GESETZ noch den PROPHETEN, weder Jesus noch den Aposteln und Jüngern widerspricht und jede prophetische Äusserung Jesu, jedes seiner Worte mit Ernst einbezieht!

 

Das Vatikanische Manuskript 1209 scheint vor dem Konzil von Nicäa (< 325 u.Z.) geschrieben worden zu sein und enthält daher noch den unveränderten griechischen Wortlaut, der erst danach verändert wurde. Dies, um Jesus nun als zweiten GOTT neben Jehova zu bestätigen! Ab dem Konzil von Konstantinoper 381 u.Z., wo der „Heilige Geist“ zur dritten Person erklärt wurde, zerstörte man systematisch alle alten Kopien und nur noch veränderte neue Abschriften kamen in Zirkulation. Dies geschah bei Androhung von Todesstrafe unter Kaiser Theodosius I. und späteren Machthabern und Päpsten gegen jeden, der sich deren Edikt widersetzte! Dass der Text in der Vatikanischen Bibliothek bis zum Jahre 1848 in stiller Vergessenheit ruhte sollte daher nicht erstaunen. Die Suche nach ältesten Handschriften in jedem Winkel der Welt ist daher verständlich für jeden, der die unverfälschte Wahrheit des Beginns sucht!

 

Kaiser Konstantins Konzil von Nicäa bis zum Konzil von Konstantinopel unter Theodosius I. [2]

 

Foto einer Münze aus dem Zeitalter von Kaiser Theodosius I. (Foto: dpa) Aber für die Anhänger des christlichen Glaubens kam es noch besser. Am 27. Februar 380 unterzeichnete der oströmische Kaiser Theodosius I. (347 – 395) in Thessaloniki in Gegenwart des weströmischen Kaisers Valentinian II. (371 – 392) und dessen mitregierenden Halbbruder Gratian (359 – 383) ein Dekret, mit dem das Christentum zur Staatsreligion erklärt und die Ausübung heidnischer Kulte unter Strafe gestellt wurden. Aber der Wortlaut des Dekrets "Cunctos populos" beinhaltete nicht nur die Sonderstellung des Christentums, sondern auch die Verfolgung der Andersgläubigen:

 

"Alle Völker, über die wir ein mildes und maßvolles Regiment führen, sollen sich, (…) zu der Religion bekehren, die der göttliche Apostel Petrus den Römern überliefert hat, (…) und zu dem sich der Pontifex Damasus klar bekennt wie auch Bischof Petrus von Alexandrien (…).

Das bedeutet, dass wir gemäß apostolischer Weisung und evangelischer Lehre eine Gottheit des Vaters, Sohnes und Heiligen Geistes in gleicher Majestät und heiliger Dreifaltigkeit glauben.

Nur diejenigen, die diesem Gesetz folgen, sollen, (…) katholische Christen heißen dürfen.

Die übrigen, die wir für wahrhaft toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande ketzerischer Lehre zu tragen. Auch dürfen ihre Versammlungsstätten nicht als Kirchen bezeichnet werden.

Endlich soll sie vorab die göttliche Vergeltung, dann aber auch unsere Strafgerechtigkeit ereilen, die uns durch himmlisches Urteil übertragen worden ist."

 

Kein Teil der Welt“ zu sein ein todeswürdiges Verbrechen bis heute?

Nun, immer mehr denkende Menschen ziehen es vor „toll und ketzerisch“ zu sein, zumindest in den Augen jener, die sich Hunden gleich zu Füssen der modernen Kaiser dieses Systems tummeln! „Kein Teil der Welt“ zu sein war stets ein Verbrechen! „Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.“ (Joh 15:19)

 

Wenn Jesus nun GOTT war, so war Petrus nun „göttlicher Apostel“ und der heidnische Titel für den höchsten derer Priester, „Pontifex“ war nun auf den Papst Damasus I übergegangen.

 

image127Wer sich heute, wie damals ab den Konzil von Nicäa, wo alle Anhänger des Arius sich gegen diese Vergöttlichung Jesu und dann den neuen dreieinigen Gott verwehrte, wurde verfolgt! Jeder, der Jehova (YHWH) als einzigen wahren Gott gemäss den ersten drei der Zehn Gebote weiter verehrte und alle die nur IHM „heiligen Dienst und Anbetung“ darbrachten wurden zu Ausgestossenen! Wer weiterhin am Sabbat gemäss dem 4. Gebot das Versammlungsgebot einhielt und sich von jeder Arbeit fern hielt wurde verfolgt!

 

Alle die dasselbe tun, diese waren dadurch damals und sind heute ebenso in grosser Gefahr durch das herrschende System! Satan hat doch seit Eden die ganze Welt unter seiner Kontrolle! Brauchen Jesu Worte eine zusätzliche Erklärung, als der Teufel ihn versuchte? Brauche nicht Satan Religion und Politik, um Jesus (scheinbar) zu vernichten?

 

(Lukas 4:5-8)  Da brachte er ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein. 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Jesus weigerte sich Satan auch eine einzige Anbetung zu machen! Dieses System liegt dem Teufel bis zum Ende zu dessen Füssen, trotz gegenteiliger Behauptungen!

 

Die Neuausgabe der veränderten Heiligen Schrift durch Bischof Hieronymus, der ab 382 u.Z. daran arbeitete, nur ein Jahr nach dem Konzil von Konstantinopel I, die so genannte lateinische „Vulgata“ (die „allgemeine“, die „vulgäre“) die in ihrer Übersetzung vielerlei „Anpassungen“ an die neue Lehre brachte, um scheinbar zu beweisen, dass Jesus GOTT sei und der „Heilige Geist“ die dritte Person GOTT real wäre, dies musste nun scheinbar biblische Bestätigung finden. Dies war doch nur ein Jahr zuvor in Konstantinopel durch Mehrheitsbeschluss beschlossen worden! Jehovas Worte durch Jesaja waren vollkommen vergessen!

 

(Jesaja 42:8)  Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern.

 

Diese Veränderungen in der Vulgata wurden nun zum obligatorischen Standard all derer, die zur Katholischen (= Allgemeinen) Staatskirche gehörten: An die Dreieinigkeit zu glauben war nun gar Pflicht bei Androhung der Todesstrafe bei Zuwiderhandlung. Eine Heirat von Religion und Politik war vollzogen worden, das selbsterrichtete „Königreich Gottes“ in der Hand der Päpste mit dem der Cäsaren zur Einheit verwoben! „… unsere Strafgerechtigkeit“ laut Theodosios I. wurde nun mit himmlischer Justiz gleichgesetzt und vollzog das Urteil an jedem, der es wagte zu widersprechen! Da waren „die Götter“ erneut am Werk! Jesu Worte zeigen sich bis heute und zum Abschluss des Systems als wahr:

 

(Matthäus 10:21-23)  Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Nicht der „GOTT Jesus“ kommt zur Erde zurück, sondern „der Menschensohn“ der zuvor schon vom Himmel herabgekommen war! Es lohnt all dies zu ertragen und Jehova und dem Christus statt menschlichen Organisationen die Treue zu halten!

 

Geschichte der Vulgata-Bibel [3]

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/8/89/Vulgata.jpg/220px-Vulgata.jpg   Unter Papst Damasus I. begann dessen Vertrauter Hieronymus nach 382 eine Revision der schon vorhandenen, ins Lateinische übersetzten Evangelien. Nach der gewöhnlichen Auffassung hat Hieronymus auch den Text der übrigen Schriften des Neuen Testaments revidiert, dabei aber weit weniger in den Text eingegriffen als bei den Evangelien. Nach dem Tod des Papstes 384 übersiedelte Hieronymus nach Bethlehem und wandte sich der Übersetzung des Alten Testaments zu. Anfangs übersetzte Hieronymus einige alttestamentliche Bücher nach der Septuaginta aus dem Altgriechischen, nämlich den Psalter, Hiob, Sprichwörter, Hohelied, Kohelet und die Chronikbücher. Dem ließ er ab 393 eine Übersetzung des gesamten Alten Testamentes folgen, laut eigenen Angaben „nach dem Hebräischen“ (iuxta Hebraeos). Aufgrund neuerer Untersuchungen meinen einige Forscher, dass Hieronymus selbst kaum Hebräisch konnte und seine Übersetzung des Alten Testaments „nach dem Hebräischen“ in Wirklichkeit nach der Hexapla des Origenes aus dem Griechischen angefertigt hat.  Bei der Hexapla handelte es sich um eine Septuaginta, die neben der eigentlichen Septuaginta-Übersetzung auch den hebräischen Text in griechischen Buchstaben und einige andere griechische Übersetzungen (die von Symmachus, Aquila und Theodotion) enthielt.

   Für Jahrhunderte waren dann Vetus Latina und Vulgata nebeneinander in Gebrauch. Das Nebeneinander der beiden Texte hatte zur Folge, dass die nach 400 geschriebenen Handschriften der Vetus Latina Lesarten der Vulgata übernahmen und umgekehrt, so dass der ursprüngliche Wortlaut der Hieronymus-Übersetzung unbekannt ist. Die Vulgata brauchte einige Jahrhunderte, bis sie die Vetus Latina überall abgelöst hatte. Erst ab dem 8. bis 9. Jahrhundert war sie im ganzen westlichen Christentum im Gebrauch. Bemühungen um die gesicherte Textgestalt fallen in diese Zeit, darunter Revisionen von Alkuin und Theodulf von Orléans auf Veranlassung Karls des Großen. Ungefähr ab dem 9. Jahrhundert wurde sie im Westen als einzig gültige Bibel angesehen, die Bibelübersetzung in die Volkssprachen kam weitgehend zum Erliegen. In der Mitte des 15. Jahrhunderts erfand Johannes Gutenberg den Buchdruck mit beweglichen Metall-Lettern. Die von ihm erstmals gedruckte Bibel (Gutenberg-Bibel) war eine Vulgata. Durch den Buchdruck fand die Verbreitung der Vulgata ihren Höhepunkt.

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/66/Michelangelo_Moses.jpg/170px-Michelangelo_Moses.jpg   Michelangelos Moses gilt sprichwörtlich als ein zu Stein gewordener Übersetzungsfehler. In der Vulgata war ein hebräisches Wort, das „leuchtend“ bedeutet, versehentlich mit „gehörnt“ übersetzt worden.

 

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