Newsletter „DER WEG“ 12/01-1    Januar 2012

Neubearbeitung: 28.2.13; 24.6.16

 

 

 

12.1.1   Sind gewisse Weglassungen von Texten in der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG gerechtfertigt?

 

NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG Ausgabe 1961   Die NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG (NWÜ) der WATCHTOWER erschien erstmals 1950 als Teilausgabe, als das Neue Testament oder die Griechischen Schriften publiziert wurden. Das Alte Testament als Gesamtausgabe mit dem NT erschien 1961. Sie ist heute eine weitverbreitete Bibelausgabe in 106 Sprachen mit über 170 Millionen Auflage (Stand 2012) in mehreren Versionen, von einer Normalausgabe mit Kartonumschlag hin zur Taschenbibel mit Goldumrandung und Studienausgabe mit vielerlei Zusätzen reicht. Eine elektronisch lesbare Version in mehreren Sprachen mit simultaner Verbindung zu anderen Sprachen hat viele und sehr nützliche weitere Eigenschaften.

 

   Die WATCHTOWER hat aber an einigen Stellen in ihrer Bibel Texte weggelassen, die andere Übersetzer aufführen, die aber markiert sind. Das Argument lautet: Weil jene Sätze oder Satzstellen in den heute vorliegenden Funden ältesten Manuskripte nicht erscheinen. Einige unserer Leser fragten deshalb, warum wir diese Übersetzung nutzen, obwohl wir von gewissen Mängeln mehr Kenntnis haben, wie andere Benutzer oder Gegner.

 

   Die Frage die dabei auftaucht lautet: Wurden die Heiligen Schriften, vorab das Neue Testament bereits ab dem Ende des ersten Jahrhunderts durch die damals aufkeimenden Sekten verändert, mit nicht schriftgemässen Zusätzen ergänzt oder Textstellen weggelassen, die bestimmten eigenen Dogmen der jeweiligen Sekte widersprachen? Dies wäre natürlich ein Grund den ursprünglichen Zustand erneut herzustellen, wo immer dies gesichert erkannt werden kann.

 

   Da Veränderungen nur durch gewisse Gruppen, ab einen bestimmten Zeitpunkt und vorab nur in bestimmten Gebieten auftauchen lassen sie sich eingrenzen und in Gruppen einteilen, da deren Kopien dieselben Merkmale aufweisen! Zudem ist zu unterscheiden zwischen Veränderungen im AT, dem hebräischen Text oder dem NT, dem griechischen Text oder aber in jeder Art Übersetzung daraus in eine andere Sprache!

 

   So z.B. benötigt jede Übersetzung zur Klärung gewisser Worte oder Satzformierungen zusätzliche Worte, die im Originaltext nicht vorkommen oder Wortweglassungen, weil die Zielsprache ein passenderes Wort anstelle einer Erklärung bietet.

 

Neue-Welt-ÜBERSETZUNG Studienausgabe   Unser Untersuchen über Reinheit der Texte muss daher sich in den Hauptaussagen auf jene Version beschränken, die wir in unseren Publikationen benutzen, um neuen Fehlern auf die Spur zu kommen, sie aufzuzeigen und daraus zu lernen! Damit beschränken wir diese Arbeit auf die NWÜ! Hin und wieder verweisen wir auf andere Übersetzer und deren ähnliche oder abweichende Form dasselbe Problem zu lösen. Innerhalb früherer Publikationen im NEWSLETTER haben wir bereits tendenziöse Übersetzungsmängel der NWÜ aufgezeigt, welche Dogmen der WATCHTOWER zu beweisen suchen. Einige sind hier nur zur Dokumentation aufgeführt.

 

   Jeder Leser, der seine Religion bis aufs Blut verteidigen möchte lese besser nicht weiter, da wir nicht die eine oder andere Glaubensgruppe zu verteidigen haben, sondern Gottes Wort in den Vordergrund stellen und jeden anprangern, der es verändert! Der Apostel Paulus kämpfte bereits in seinen Tagen gegen solche Tendenzen und ging nicht zimperlich mit jenen vor, die solche Bestrebungen unterstützten!

 

(Galater 1:6-9)  Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

   Es ist erste Pflicht eines Christen die Reinheit der Botschaft zu bewahren! Wer dagegen Veränderungen vornimmt steht gar unter einem Fluch! Das Thema ist somit wirklich von Interesse für jeden von uns!

 

   Diesen Brauch, gewisse Textstellen auszulassen oder zumindest als nicht gesichert zu markieren wurde von der WATCHTOWER von verschiedenen protestantischen Übersetzern seit dem 15. Jahrhundert übernommen, ist also nicht spezifisch, vielleicht aber wurde es durch diese Organisation und deren Übersetzer-Komitee konsequenter verfolgt.

 

Codex Vaticanus   Bereits der Codex Vaticanus, eine Handschrift in griechischer Sprache aus den vierten Jahrhundert hat hunderte von Markierungen am Rand, welche eine ungesicherte Leseweise von Wörtern oder Sätzen kennzeichnen.

 

Martin Luther  Auch Luther, dann Zwingli und Calvin hatten im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert gewisse Veränderungen in Katholischen Bibeln bemängelt! Schon vor Luther existierten achtzehn Übersetzungen auf Deutsch die auf der Vulgata gründeten. Parallel zu jenen waren es englische Übersetzer wie die von William Tindale, die dies ebenso unternahmen. John Wycliffe übersetzte bereits 1382 eine erste Übersetzung in die englische Volkssprache.

 

   Die jüdischen Sopherim (Abschreiber) achteten peinlich genau darauf die hebräischen Schriften unverändert zu erhalten. Daher betrifft diese Unsicherheit in der Überlieferung weit mehr die christlich-griechischen Schriften. Wir wollen dem etwas mehr auf den Grund gehen! Da sich Gott niemals selbst widerspricht und die ganze Schrift inspiriert ist lassen sich Veränderungen die den ursprünglichen Sinn zerstören dadurch einkreisen, dass sie Jehovas Aussagen an früherer Stelle widersprechen! Im Widerspruch liegt somit die grosse Gefahr! Paulus bestätigte im 2.Brief an Timotheus:

 

(2. Timotheus 3:16-17)  Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

   Mit der „ganzen Schrift“ meinte er die Hebräisch-Aramäischen Texte des Alten Testaments, da das Neue Testament ja erst im Entstehen im Begriff war! „Der Mensch Gottes“ nimmt dieses Rüstzeug an, das Jehova selbst uns zur Verfügung stellt, es ist nun sein Werkzeug, das er hegt und pflegt! Er will das, was falsch ist richtigstellen und Gerechtigkeit lernen, die von Gott her stammt!

 

   Wir haben bereits an mehreren Stellen unserer Literatur spätere Veränderungen in den Heiligen Schriften beanstandet. Die NWÜ hat vieles wirklich korrigiert, was frühere Übersetzer die traditionsgebunden und damit religionsvereinigt und dadurch Dogmentreu waren unbesehen wiederholten, Dinge die aber oft heidnischen Einfluss zeigten. Wir sparten auch nicht mit Lob für ein getreues Widergeben und eine moderne Sprache in der NWÜ.

 

   Uns interessieren vorab aber die gravierenden Mängel, die das Verständnis beim Leser untergraben, die nicht in erster Linie auf Übersetzungsfehler zurückzuführen sind, sondern eindeutig auf Dogmen von Jehovas Zeugen und dem Schutz von abweichenden Lehren fussen und dienen! Dies betrifft nicht nur die WATCHTOWER, sondern auch frühere Übersetzer, deren Fehler man auch dort wie im Protestantismus übernahm!

 

File:Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift (deutsch), Kunstleder mit Goldschnitt   Ein kleines scheinbar unwichtiges Beispiel kann uns stark beeinflussen! Die Offenbarung, die Gott Jesus gab und der seinen Engel (Off 1:1, 2; wahrscheinlich Gabriel: Vgl. Da 8:15, 16; 9:20-23; 10:12-14; Lu 1:19) zu Johannes sandte musste durch den Apostel aufgezeichnet und dann an sieben Versammlungen Kopien gesandt werden. Dies geschah mittels Boten und sie waren an deren Älteste oder Vorsteher gerichtet, die nun ihrerseits als Boten gegenüber der Versammlung handeln mussten. Nahezu alle Übersetzer schreiben ähnlich wie die NWÜ statt „Bote“ das griechische Wort „aggelos, mit derselben Bedeutung ohne es aber zu übersetzen. Allerdings besteht ein grosser Unterschied, ob ein unsichtbarer Engel jene Mitteilung erhält oder jeweils ein Vorsteher!

 

(Offenbarung 1:20)  Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[(Boten; Vorsteher (FN Menge: Bezeichnung der Vorsteher der Gemeinde als Boten Gottes; FN Albrecht: Bischöfe o. Vorsteher))]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

   Es ergibt keinen Sinn, dass ein Mensch an „Engel“ Briefe schreibt! Es scheint, dass einer dem anderen den Fehler abschreibt, nur um das Siegel des Schweigens und Irreführens nicht zu brechen! Die Katholisch-Protestantische Einheitsübersetzung, die auf der Vulgata des Hieronymus aufbaut sagt in Offenbarung 1:20:

 

„Der geheimnisvolle Sinn der sieben Sterne, die du auf meiner rechten Hand gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter ist: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden.“

 

Zu «Engel der sieben Gemeinden» vgl. die Anmerkung zu 2,1.

2,1 Die Engel der einzelnen Gemeinden (vgl. auch 2,8. 12, 18; 3, 1.7, 14) sind deren Schutzengel und Wächter. Der Engel und die Gemeinde werden zusammen mit „du“ angesprochen, weil der Engel das Tun und Lassen der Gemeinde mitverantworten muss.

 

Vorsicht vor dem Engelkult!   Hier wird bei Katholiken wie Protestanten Engelkult getrieben. Jesus aber korrigiert die Fehler der einzelnen Vorsteher und Johannes ist es, der den „Tempel“, die Versammlungen (o. Gemeinden) auszumessen hat! (Off 11:1) Engel mögen als die „sieben Augen“ Jesu alles beobachten (Sach 3:9; Off 5:6), die Schreiben aber sind nicht an sie gerichtet! Jesus korrigiert durch die Offenbarung falsches Verhalten der Vorsteher und Katholiken wie Protestanten schieben dies auf Engel ab!

 

   Ein weiteres verheerendes Beispiel das genaue Erkenntnis verfinstert: So wurde u.a. zudem der biblische Begriff „ewig in der NWÜ an den meisten Stellen auf den Begriff „unabsehbare Zeit“ verändert. Dies bedeutet eine gefährliche Beschränkung! Lebt Gott nun seit „Ewigkeit zu Ewigkeit“ oder hat er einen Beginn und ein Ende? Bei Jesus wissen wir um dessen Anfang als Erstling aller Schöpfung (Kol 1:13-19). Ist Christi eigene Aussage nun richtig oder falsch übersetzt, wo er behauptet auf „ewig“ zu leben? (Off 1:17, 18) Oder ist dies begrenzt auf „unabsehbare Zeit“? Der Psalmist antwortet deutlich durch Verwendung von zwei Begriffen:

 

(Psalm 119:112)

Ich habe mein Herz deinen Bestimmungen zugeneigt

Auf unabsehbare Zeit [[(auf immer (Luther))]], bis zuletzt [[(und ewiglich (Luther)); bis ans Ende und ewig (Einheitsübersetzung))]]

 

   Wenn nun ewiges Leben kein Traum ist, sondern Gottes feste Zusage an jene, welche seine Bestimmungen halten, dann sind jene Bestimmungen ebenso ewig wie das Leben es sein wird! Endliches Leben, der Tod aber kommt wie bei Adam durch Missachtung von Gottes Gebot und Wort!

 

Christus ist des Gesetzes Ende ???   Damit verbunden tritt die Frage auf: „Ist Gottes GESETZ wie es Psalm 119 erklärt ein ewiges Gebot, da ja Menschen ewiges Leben versprochen ist oder ist Jesus „… das Ende des GESETZES“, wie die NWÜ und viele andere Übersetzungen dem Paulus im Brief an die Römer in den Mund schieben?“

 

 (Römer 10:4)  Denn Christus ist das Ende [[(der Höhepunkt, „finalidad“ span.: das Ziel (das es selbst zu erreichen gilt in Gesetzestreue))]] des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

   Das sind gravierende Übersetzungsmängel, da damit unser Glaube unterminiert wird und Gottes Bestimmungen, die es zu halten gilt in Frage gestellt werden, gar als unnötig, ungültig, ja als beendet erklärt werden. Dies ist genauso wie es Satan in Eden Eva gegenüber erklärte, dass Gott keine Grenzen gesetzt hätte, was die Bestimmungen betreffend Gut und Böse angeht! Dieser symbolische Baum von dem zu essen verboten ist existiert aber weiter! Wenige Kapitel zuvor sagt Paulus das direkte Gegenteil:

 

(Römer 3:31)  Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

   Deutlicher kann es Paulus nicht sagen und wiederholt Jesu eigene Worte der doch erklärt hatte, dass er nicht gekommen sei das GESETZ abzubrechen! (Mat 5:17-20) Dies bedeutet sehr groben Verstoss gegen die Pflicht sinngemässer Übersetzung, es deckt sich aber mit dem Wunsch der Religionsführer ihre eigenen Gebote und Richtlinien an die Stelle von Gottes Geboten zu setzen!

 

Was ist die symbolische Bedeutung vom "Baum des Lebens" und dem "Baum der Erkenntnis von Gut und Böse"
 

   Die Einheitsübersetzung laut Vulgata sagt ebenso wie die NWÜ: „Denn Christus ist das Ende des Gesetzes, und jeder der an ihn glaubt wird gerecht“. Derselbe Fehler ist somit bis Hieronymus zurückzuverfolgen und da möglicherweise noch weiter bis zur Nikolaus-Sekte am Ende des ersten Jahrhunderts! Alle die sich vom ursprünglichen Wort entfernten gehören zu „Babylon der Grossen und diese hat im Christentum einen frühen Beginn! Johannes redet von jener „Hure Babylon“ als in Gegenwartsform! Ihren Höhepunkt und das Gericht an ihr aber erreicht sie in der „Zeit des Endes“!

 

   Wir haben den vielfachen Beweis erbracht, dass dies willentliche Veränderungen darstellen, die gravierenden Einfluss auf den Leser ausüben! Wiederum erklärt der Psalmist dazu:

 

(Psalm 119:44) 

Und ich will dein Gesetz beständig halten,

Auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], ja immerdar.

 

   Dies sind Veränderungen die somit nicht alle neu sind, die nicht nur spezifisch in der NWÜ vorkommen und die wir alle, sobald wir sie bemerken als Gruppe oder als einzelne Abweichung in unserer korrigierten Internet-Version der NWÜ richtig stellen!

 

Konzil von Nicäa, von Konstantin geleitet   Gottes GESETZ als veraltet zu betrachten ist somit nicht allein auf das Übersetzerteam der NWÜ beschränkt, sondern geht bereits auf Hieronymus und seine Übersetzung in die lateinische Sprache, die Vulgata im 4. Jahrhundert zurück. Jener übernahm Teile von anderen, früheren Übersetzern. Der Katholischen Kirche, die nach dem Konzil von Nicäa den Sonntag Cäsars statt den Sabbat Jehovas verteidigte, ihr war das GESETZ und seine klaren Forderungen ein Dorn im Auge! Sie scheute sich nicht davor selbst die Zehn Gebote zu verändern und sie gefälscht wiederzugeben! Anstelle des Wortes „Sabbat“ wurde der Begriff „Tag des Herrn“ oder auch „Feiertag“ gesetzt! Dies sind gravierende Veränderungen! Der Name Gottes „Jehova“ oder die Widergabe als „Jahwe“ wurde gar durch „Herr“ ersetzt.

 

   Damit hat die WATCHTOWER aufgeräumt und gute Arbeit in ihrer NWÜ geleistet. Beim letzteren, beim NT aber schoss sie über das Ziel hinaus und sagt auch dort „Jehova“ anstelle von „Herr“, wo eindeutig oder mit grosser Wahrscheinlichkeit Jesus gemeint ist! Solches bringt neue Verwirrung und dient wenig dazu, Jesus in seiner wirklichen Stellung zu sehen! Diese Dinge sind somit bereits geklärt. Wenn die WATCHTOWER auf berechtigte Kritik reagieren würde, dann folgten in einer kommenden revidierten Ausgabe die Korrekturen und Hinweise auf frühere Fehler! Dies erwarten Bibelleser von einem seriösen, gottesfürchtigen Herausgeber!

 

   Die meisten heute relevanten Veränderungen gehen daher irgendwo auf das vierte Jahrhundert zurück, auf die Zeit nach dem Konzil von Nicäa, wo Jesus zu Gott erklärt wurde.  Der Papst von Rom riss mehr und mehr Macht an sich durch seine unchristliche Verbindung hin zur Staatsmacht Roms und dem Ziel Staatskirche im Imperium zu werden. Die Kirche von Rom war Teil der Welt, Teil des Imperiums geworden! „Der Herrscher der Welt“, Satan hatte die Hierarchie korrumpiert! 

 

   Diese Veränderungen des Konzils von Nicäa erst bedingte weitere und schwerere Korrekturen der Schriften, um diese der neuen Lehrmeinung anzupassen! Jene aber, die am unveränderten Text festhielten ernteten den Hass jener „Progressisten“. Noch widerstrebte die starke Gruppe um Arius diesen Tendenzen, zumindest zu Beginn! Aus jenen Getreuen gab es Jahrhundert um Jahrhundert Gruppen, die sich erneut dem Originalzustand zuzuwenden begannen, dem „eingeengten Weg der zum Leben führt“! (Mat 7:13, 14) Da Gott sich nicht ändert, ändert sich auch nicht sein Wort! Jesus erklärte diesbezüglich:

 

(Johannes 15:18-19)  Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.

 

   Christus hatte sich „von der Welt“, der politischen und religiösen seiner Tage fern gehalten! Dies machte ihn für die Herrschenden suspekt. Er hielt sich aber an jedes der Worte des himmlischen Vaters! Wir möchten ihn darin kopieren! Dazu brauchen wir Bibelübersetzungen auf die wir vertrauen können!

 

   Dieser Artikel zeigt gute und schlechte Seiten sowohl der NEUE WELT ÜBERSETZUNG wie auch von anderen Übersetzungen die oft auf der Vulgata-Clementina (Revision nach 382 u.Z.) aufbauen oder deren Fehler kopiert haben. Die Schlussfolgerung lautet in jedem Fall, dass der Leser seinen eigenen Verstand zu benutzen hat und jene relativ wenigen Veränderungen der einen und der anderen Übersetzer kennen lernen sollte, um Stolperfallen des Teufels auszuweichen!

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

1.1............ Sind gewisse Weglassungen von Texten in der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG gerechtfertigt?   5

1.1.1........... Wie kam es zu unterschiedlichen Textversionen in den alten Handschriften?. 5

1.1.1.1........ Gewichtigste Schriftveränderungen erst ab dem Konzil von Nicäa?. 5

1.1.1.2........ Motivation jener in Betracht ziehen, welche Schriftveränderungen vornehmen! 6

1.1.1.3........ Die wichtige Rolle der Versnummerierung aufgrund der Vorlage der Vulgata erkennen. 8

1.1.1.4........ Die wichtigsten Übersetzungen während der protestantischen Reformation. 8

1.1.1.5........ Schriftveränderungen und Übersetzungsfehler aufgrund ihres Einflusses korrekt einschätzen! 13

1.1.1.6........ In den Schriften Ungelehrte und Unbefestigte verdrehen die Aussagen des Paulus und der übrigen Schriften! 14

1.1.2........... Die gewichtigsten alten Handschriften und deren Geschichte. 16

1.1.1.1........ Der Fund von Tischendorf, der sinaitische Text aus dem Katharinenkloster aus dem 2. Jahrhundert 16

1.1.1.2........ Die Auswertungen von Manuskript-Neufunden im Katharinenkloster durch Kurt Aland. 17

1.1.1.3........ Tischendorfs Entdeckung des Codex Vaticanus No. 1209 aus dem frühen vierten Jahrhundert 17

1.1.1.4........ Die Septuaginta, frühe Übersetzung des Alten Testamentes in die griechische Sprache. 18

1.1.3........... Die gewichtigsten Weglassungen der NWÜ und die Begründung durch die WATCHTOWER. 19

1.1.1.1........ Was sind die Argumente der WATCHTOWER, dass gewisse Texte in der NWÜ ausgelassen werden?. 19

1.1.1.2........ Welche Schriftstellen bezeichnet die WATCHTOWER als unecht 21

1.1.1.3........ Mk 16:9-20:  Kurzer und langer Schluss des Markus-Evangeliums. 21

1.1.1.4........ Joh 5:4:  Hatte der Teich von Bethzata heilende Wirkung?. 25

1.1.1.5........ Joh 8:1-11:  Verhinderte Jesus die Steinigung der Ehebrecherin wirklich?. 26

1.1.1.6........ 1.Joh 5:7, 8:  Drei Zeugnisträger: „… im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind eins. (8) Und da sind drei Zeugnisträger auf Erden“?. 28

1.1.4........... Andere Weglassungen und Veränderungen in der NWÜ und deren Auswirkung: 29

1.1.1.1........ Apg 8:37:  Der Glaube des Eunuchen. 29

1.1.1.2........ Apg 15:34:  Silas und Judas. 30

1.1.1.3........ Apg 24:7:  Anklage des Paulus durch die Juden vor dem Statthalter Felix. 30

1.1.1.4........ Apg 24:7:  Das Mittel durch das Gott rettet, Jesus: Die Ablehnung der Juden Jesus als Gottes Sohn anzuerkennen  31

1.1.1.5........ Rö 16:24  Unverdiente Güte unseres Herrn Jesus Christus. 32

1.1.5........... Überblick zu den alten Handschriften und wo die meisten Abweichungen zu finden sind. 32

1.1.1.1........ Zusammenfassung der Weglassungen in der NWÜ und Schlussfolgerung. 32

1.1.6........... Weitere Schriftstellen in der NWÜ, wo ganze Sätze oder Teile davon im NT weggelassen oder zugefügt wurden  33

1.1.1.1........ Mat 12:47:  Jesu wahre Mutter und wahren Brüder 33

1.1.1.2........ Mat 17:21:  Wodurch werden Dämonen ausgetrieben?. 34

1.1.1.3........ Lu 16:23:  Lazarus und der Reiche am Busenplatz Abrahams. 36

1.1.1.4........ Lu 22:43, 44:  Jesu Todesangst und dessen Blutstropfen. 38

1.1.1.5........ Zusammenfassende Erkenntnis betreffend die NEUE WELT ÜBERSETZUNG und ihre Texttreue. 38

 

 

1.1               Sind gewisse Weglassungen von Texten in der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG gerechtfertigt?

 

 

1.1.1.          Wie kam es zu unterschiedlichen Textversionen in den alten Handschriften?

 

1.1.1.1          Gewichtigste Schriftveränderungen erst ab dem Konzil von Nicäa?

Papst Sylvester IEs ging darum, dass die gesamte Kirche im Westreich Roms das Techtelmechtel von Papst Silvester I. (Bild) mit Kaiser Konstantin anzunehmen hatte, vorab unter Verführung mittels gefälschter Worte und dann später mittels roher und gar tödlicher Gewalt. Wer sich dem Konzilsbeschluss von Nicäa nach dem Jahre 325 u.Z. widersetzte hatte bald schon mit schwersten Konsequenzen zu rechnen! Anders lauten die Worte des Paulus den Christus und Gott betreffend:

 

(Philipper 2:5-6)  Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt [[(als Geistwesen zuvor im Himmel)]] existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein.

 

Jehova wünscht freiwilliges Unterordnen, nicht mittels Betrug wie es Satan durch die erste Lüge erreichte noch durch Gewalt, wie Päpste die Kleinkinder taufen lassen oder ganze Völker mittels des Schwertes zum Glauben brachten!

 

Bereits nach dem Jahre 321 u.Z. und dem Beschluss des Kaisers Konstantin den Sonntag als Ruhetag im ganzen Reich einzuführen sollte nun als höchste Autorität vorab der Cäsar gelten. Seine Gebote wurden damit durch Papst Silvester I. über Gottes GESETZ gestellt. Später setzten sich die Päpste selbst an die Stelle Cäsars und Kirchenrecht wurde für jeden Menschen verbindlich! Kirchenrecht ist aber keineswegs identisch mit Gottes Rechtsordnung, oft ist das Gegenteil der Fall!

 

Kaiser Theodosius I.Ab Kaiser Theodosios I. (regierte 374-395 u.Z. im Ostreich Roms, dann wenige Monate auch noch das Westreich), dem letzten Gesamtherrscher im erneut kurz vereinten Ost- und Westreich, wurde Roms Katholische Religion zur Staatskirche erhoben und jeder Widerspruch gegen päpstliche Dekrete danach im Keime erstickt. Theodosius I. führte das I.Konzil von Konstantinopel im Jahre 381 u.Z., wo der Heilige Geist zu Gott in der nun vereinten Dreieinigkeit erklärt wurde und die endgültige Fassung des nizäischen Glaubensbekenntnisses erstellt wurde. Theodosios I. lehnte dagegen den heidnischen Titel „Pontifex maximus“ („höchster Priester“ oder Hoherpriester) ab, der später von den Päpsten angenommen und bis heute getragen wird. Wer dem Papst widersprach kam unter den Bann, erlitt Verlust von Hab und Gut, Verfolgung und Todesstrafe waren die Folge! Viele alte Handschriften, welche die Übersetzungsfehler, die Veränderungen der späteren Abschriften der Vulgata beweisen konnten wurden im Gefolge der Zunahme der Macht und des Einflusses der Kirche zerstört! Immer schon aber gab es Verstecke, wo man alte Originale aufzubewahren suchte! Kumran und das Katharinen-Kloster im Sinai sind nur zwei Beispiele!

 

Die „obrigkeitliche Gewalt“ die Paulus im Kapitel 13 des Briefes an die Römer beschreibt wurde durch die Päpste vom Christus weg auf die Staatsgewalt und deren Gesetzgebung verschoben. Die Kirche hatte darauf von Jahrzehnt zu Jahrzehnt mehr und mehr Einfluss! Kirchenhörige West- und Ostkaiser brachten schnelle Veränderungen im gesamten Reich zu Gunsten der Macht der Priester und Bischöfe, die zu willigen Helfern der Staatsgewalt wurden! Die Vorteile der Zusammenarbeit lagen auf der Hand! Die Kirche hielt ihre Schafe in einengenden Hürden und kontrollierte deren Gewissen mittels Messe und Beichte, der Staat zahlte Gehälter mittels Steuereinnahmen und unterhielt Kirchen und Klöster!

 

In dieser Art Verhalten als „Geliebte“ der Staatsgewalt folgten ihr auch nach den verschiedenen Schismen (Spaltung, Trennung) weitgehend zuerst die Orthodoxen (1054 u.Z.) und später nach dem „abendländischen Schisma“ (1378-1417 u.Z.) folgte die Abspaltung der anglikanischen Kirche unter George V. am 11.2.1531. Parallel formierten sich im deutschen Sprachraum der Protestantismus und damit indirekt verbunden schlussendlich auch die WATCHTOWER ab 1884 und ihre veränderliche Auslegung „obrigkeitlicher Gewalt“. Während Pastor C.T. Russel, der Gründer der Organisation der Bibelforscher jene Autorität bei Christus sah veränderte dies Richter J.F. Rutherford, der 2.Präsident später erneut hin zur Staatsmacht! Heute sucht die WATCHTOWER die staatliche Anerkennung als Kirche um der Steuervorteile willen und weil auch sie vom selben Techtelmechtel Politik-Religion nun profitiert! Sie alle gemeinsam bilden „Babylon die Grosse“!

 

Solche Sichtweisen, gemäss dem Einfluss ausübender Kirchengewalt beeinflussten nahezu alle Übersetzer und lassen an gewissen Stellen nur noch tendenziöses Übersetzungswerk zurück, wo immer das streitbare Thema oder Dogma auftaucht, das ihre Kirche vertritt! Darin ist die NWÜ somit keine Ausnahme, sondern bestätigt lediglich die Regel! Es gilt somit diese Form von Fehlern zu erkennen und deutlich zu markieren! Wir können deshalb nicht jede Übersetzung wegwerfen oder verbrennen! Wir blieben gänzlich ohne heiliges Schriftwort! Jeder von uns ist daher gefordert seinen eigenen Glauben zu prüfen, wie Paulus uns auffordert!

 

(2. Korinther 13:5-6)  Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Bewährung ergibt sich nur durch Prüfung! Eva sollte prüfen, ob die Aussage Satans mit Gottes Wort im Einklang stand und Adam musste Evas Worte abwägen! Beide versagten, weil sie vor unechter Autorität einknickten! Jesus dagegen wies alles zurück, unabhängig der Art der Autorität die etwas von ihm forderte, was nicht mit Gottes Wort im Einklang stand! Er scheute sich nicht jene als Heuchler zu denunzieren, welche die Gottes Worte verdrehten! (Mat Kap.23; Lu 4:5-8)

 

Arius, der Verteidiger des Sabbats und Gegner der Dreieinigkeit, Jesus sei Geschöpf, nicht Gott!Auch hier zeigt sich vor allem ab dem vierten Jahrhundert eine Tendenz in zwei Richtungen: Anhänger des Athanasius und Anhänger des Presbyters (Ältester) Arius (Bild) liessen später unterschiedliche Texte weg (z.B. Mat 23:14), die ihrer Lehre oder früheren Versionen der Schrift widersprüchlich erschienen! Selbst Zufügungen (z.B. 1.Joh 5:7, 8) aber auch Veränderungen die den Sinn verfälschen (z.B. Rö 10:4) kommen vor!

 

Hat Jesus nun einer Ehebrecherin die Todesstrafe gemäss GESETZ erlassen, wie es der Text in Johannes Kapitel 8, die Verse 1 bis 11 scheinbar bestätigen? Diese Art Veränderung hat schwerwiegende Auswirkungen die wir innerhalb der Abhandlung erläutern wollen!

 

(Johannes 8:6-11)  Natürlich sagten sie das, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn hätten. Jesus aber beugte sich nieder und begann mit seinem Finger auf die Erde zu schreiben. 7 Als sie aber dabei beharrten, ihn zu befragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. 8 Und sich wieder vornüberbeugend, schrieb er weiter auf die Erde. 9 Diejenigen aber, die das hörten, begannen hinauszugehen, einer nach dem anderen, angefangen bei den älteren Männern, und er wurde allein zurückgelassen mit der Frau, die in ihrer Mitte war. 10 Sich aufrichtend, sagte Jesus zu ihr: „Frau, wo sind sie? Hat dich keiner verurteilt? 11 Sie sagte: „Keiner, Herr.“ Jesus sprach: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin; treibe von nun an nicht mehr Sünde.“

 

Die Auswirkungen solcher Worte ist dagegen verheerend, die Jesus in den Mund geschoben werden, weil er die Strafbestimmungen des GESETZES dadurch nutzlos machen würde! Dann gibt es auch keine echte Sünde, keinen Fluch und kein Gericht und daher auch keine Urteilsvollstreckung in Harmagedon und während des Millenniums. Dadurch wird das GESETZ und abschreckende Strafbestimmungen ausgehöhlt! Die Worte unterstützen dagegen die kirchliche Ohrenbeichte, die dem Priester das Recht überträgt Sünden zu behalten und zu vergeben! Die Veränderung ist leicht ersichtlich, wenn wir sie mit anderen Aussagen Jesu oder des Paulus oder der übrigen Schriften ehrlich vergleichen! Weder Jesus noch Paulus aber widersprechen sich untereinander oder gegenüber eigenen früheren Aussagen oder gar den Propheten! So erklärt Paulus deutlich im Brief an die Hebräer: (vergl. Heb 10:26-31)

 

(Hebräer 13:4)  Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten.

 

Das Gericht mag aufgeschoben sein, nicht aber aufgehoben und Gottes Strafbestimmungen werden dort Anwendung finden, wo Jesu Loskaufsopfer die Schuld nicht mehr zudeckt! Es gibt nach der Taufe kein weiteres Schlachtopfer für willentliche Sünden, denn Jesus stirbt nicht ein weiteres Mal für unsere Fehler, erklärte Paulus den Hebräern deutlich! (Heb 10:26-31) Paulus sagt klar und deutlich im ersten Brief an die Korinther, dass kein Ehebrecher Gottes Königreich erreicht, was schlichtweg Todesstrafe bedeutet, die von Gott her in Harmagedon vollzogen wird! (1.Kor 9:9-11) Wir sollten uns daher mit unechten Zusätzen und gewichtigen Weglassungen beschäftigen, welche in allen Übersetzungsfamilien vorkommen, inwiefern sie unser Verständnis beeinflussen!

 

Die zwei Hauptgruppen, Anhänger des Arius, der u.a. Gottes GESETZ verteidigt und Jesus als Gottheit ablehnt, Jehova als alleinigen Schöpfergott anerkennt und am Sabbatgebot festhält und dessen Gegnern, die Athanasier, welche das Sonntagsgebot Konstantins aus dem Jahre 321 u.Z. unterstützten, Jesus zu Gott erklärten und daher das GESETZ zu Fall bringen mussten!

 

Jehovas ZEUGEN sind darin eine Mischgruppe, die einerseits den 14.Nisan, das Abendmahl gemäss jüdischem Kalender verteidigen, somit zur arianischen Gruppe der Quartodezimaner (der „vierzehner“) gehören, die zudem Jehova als einzigen Gott anerkennen. Die übrigen Regeln des 4. Gebotes, was Sabbat und Festzeiten anbelangt aber lehnen sie weiterhin ab! Man greift für sich das heraus, was nützlich ist und lässt das Unangenehmere links liegen! Ihre generelle Verneinung aller Zehn Gebote macht Jehovas Zeugen und deren Führung gar zum „Gesetzlosen“, den Paulus für die Endzeit vorhergesagt hat! (2.Thess 2:6-12)

 

1.1.1.2          Motivation jener in Betracht ziehen, welche Schriftveränderungen vornehmen!

Wir mussten bisher feststellen, dass die Betrachtung solcher weggelassenen, zugefügter und veränderter Texte oft viel Licht auf die Hintergründe und Motive jener Schreiber werfen! Ein Beispiel wollen wir zu Beginn aufführen, wie es die NWÜ, jedoch nur die grosse, die Studienausgabe aufweist (Rbi8). Dort ist der Leser in der Lage sich ein Bild zu machen, weil die alten Manuskripte, welche den Satz erwähnen und jene, welche ihn auslassen aufgeführt sind:

 

(Matthäus 23:13-14)  Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden. 14 —

 

Der Vers 14 fehlt und wird durch einen Gedankenstrich ersetzt und gekennzeichnet. Die Fussnote bemerkt hierzu:

 

Vulgata: Biblia sacra von 1592*** Rbi8 Matthäus 23:14 ***

In אBDVgSysArm fehlt der V.; VgcSyc: „Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr die Häuser der Witwen verzehrt und zum Schein lange Gebete sprecht; deswegen werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen.“ (Vgl. Mar 12:40)

 

   Die Buchstabenketten „אBDVgSysArm“ und „VgcSyc stehen zur Identifizierung einzelner alter Handschriften die als Referenz zugezogen wurden, wo derselbe Text fehlt oder ebenso aufgeführt wird. Eine Liste dieser Handschriften ist zu Beginn der Studienausgabe aufgeführt. So bedeutet: א (Aleph) = Codex Sinaiticus; B = Codex Vaticanus (Hs 1209) usw.

 

   Vgc steht so z.B. für die Vulgata-Clementina (edito sixto), die in Rom 1592 revidiert herausgegeben wurde. Sie enthält jenen Vers 14, sowie fast alle übrigen nachträglichen Textergänzungen, welche die NWÜ weglässt. Da die Vulgata-Clementina der Katholischen Kirche diese Textänderungen als verbindliche Referenz dient, so kommt von jener Seite her der Angriff!

 

Hieronymus, Übersetzer der VulgataIn den ersten Abschriften der Vulgata (VG) dagegen, der offizielle Übersetzung der Katholischen Kirche von Bischof Hieronymus, welcher 382 u.Z. den Auftrag hierzu von Papst Damasius I. erhielt, da fehlt jener Vers. Auch Hieronymus übernahm viele Teile von früheren Übersetzern, korrigierte dies oder jenes. Nur Teile davon entstammen wirklich seiner Feder.

 

Der umstrittene Vers 14 aber fehlt in jener Vulgata, wie auch viele andere späteren Ergänzungen! Dies zeigt deutlich, dass spätere Revisionen nicht stets zum Vorteil des Lesers sind, sondern oft dem Schutz kirchlicher Lehren dienen sollen! Die Dogmen der Katholischen Kirche rücken ins Interesse, welche verteidigt werden sollen, darunter fällt auch die behauptete Unfehlbarkeit des Papstes in Angelegenheiten der Schriftauslegung!

 

Hieronymus charakterisierte sein Werk selbst mit den Worten: "novum opus ex veteri"- "ein neues Werk aus einem alten". Sein Ziel lautete: Die in Umfang und Wortwahl stark variierende Überlieferung biblischer Texte in lateinischer Sprache zu vereinheitlichen. Das Problem unterschiedlicher Übersetzungswerke mit unterschiedlichem Wortlaut existierte bereits damals! Heute gibt es die „Einheitsübersetzung“ in deutscher Sprache, welche Katholiken und Protestanten anerkennen.

 

William CuretonEbenso in den syrischen Manuskripten Cureton-Syrer (Curetonianus)(Syc) aus dem 5.Jahrhundert steht der Vers 14. Der englische Orientalist William Cureton (Bild), der als Bibliothekar am British Museum altägyptische und frühchristliche Handschriften erforschte, machte jenes alte Manuskript Forschern und der Öffentlichkeit durch Publikationen zugänglich. Durch seine Veröffentlichung einer ganzen Handschriftensammlung, welche Henry Tattham 1841 aus einem Kloster in der ägyptischen Natronwüste für das Museum erworben hatte wurden wertvolle Schriftzeugen zugänglich. Auch Übersetzungen von Schriften von Ignatius, dem Bischof (Presbyter=Ältester) von Antiochia waren darunter. Einer an Polykarp von Smyrna (der noch von Johannes belehrt wurde) und an die Epheser und Römer gehören zu seinen Arbeiten, die Licht auf das Denken und Handeln jener frühchristlicher Gruppen wirft.

 

Die Zugehörigkeit der Bücher des neuen Testaments zum Bibelkanon wird bereits in frühen Schriften von Apologeten bestätigt. Deren Briefe aus dem ersten und zweiten Jahrhundertwird enthalten Zitate, welche den Originaltext widergeben, so dass auch anhand dieser Aussagen Rekonstruktionen möglich wurden. Fragmente der vier Evangelien und der Apostelgeschichte sind in dem Chester-Beatty-Papyrus I (P45) aus dem 3. Jahrhundert u. Z. enthalten. Eine andere Handschrift aus dem 3. oder 4. Jahrhundert, die so genannte Michigan 1571 (P38), enthält Teile der Kapitel 18 und 19 der Apostelgeschichte, während eine andere aus dem 4. Jahrhundert stammende Handschrift, Aegyptus 8683 (P8), Teile der Kapitel 4 bis 6 enthält. Polykarp von Smyrna zitierte um das Jahr 115 u. Z. aus der Apostelgeschichte, Ignatius von Antiochia um das Jahr 110 u. Z. und Klemens von Rom wahrscheinlich schon im Jahre 95 u. Z. Athanasius, Hieronymus und Augustinus, die im 4. Jahrhundert lebten, bestätigten die früher angelegten Verzeichnisse, einschlossen die Apostelgeschichte.

 

Offenbar nähern wir uns damit der Quelle der späteren Ergänzung. Im  Manuskript Sinai-Syrer (Sys) aus den 4. oder 5.Jahrhundert fehlt jener Vers 23:14 im Matthäus-Evangelium dagegen, ebenso in der armenischen Übersetzung (Arm) ab dem 4. bis 13.Jahrhundert. Sie alle stammen aus derselben geographischen Gegend, aber möglicherweise zeigen sie gerade dadurch die Teilung in zwei Gruppen auf. Frühe Arianer lehnten die meisten bis gar alle Veränderungen durch das Konzil von Nicäa weiterhin ab! Anhänger des Athanasius und der Konzilsbeschlüsse befürworteten sie, da sie darin Bestätigung ihrer abweichenden Lehre fanden, wie Jesus zu Gott zu erklären!

 

Ein Grossteil der Bibelhandschriften stammt aus der Zeit nach dem Konzil von Nicäa. Sie entstanden aber in Gebieten oder Enklaven die entweder zur Richtung des mehr und mehr an weltlicher Macht erlangenden Anhängern des Athanasius und damit Roms kontrolliert wurden oder aber aus den Gebieten die durch die Nachfolger des Arius und damit den Anhängern der von Staatskirche Unabhängigen beeinflusst waren.

 

Wer nun hat Recht? Ist der Text in Matthäus 24:14 eine Auslassung der NWÜ oder eine nachträgliche Ergänzung in anderen Übersetzungen? Da nahezu unverändert derselbe Text in Markus Kapitel 12, Vers 40 erscheint handelt es sich offensichtlich um eine Aussage Christi, die Matthäus, der als erster das Evangelium schrieb möglicherweise diesen Satz nicht erwähnt. Den Vers unrichtigerweise zuzufügen oder wegzulassen ist verderblich. Da es aber um eine wirkliche Aussage Jesu handelt, welche ein anderes Evangelium bereits im selben Zusammenhang bestätigt, so ist die Wirkung zumindest nicht verderblich, eher nützlich, weil sie ergänzende Information in eben demselben Zusammenhang liefert! 

 

In folgenden alten Handschriften fehlt der Vers ebenso:

 

     א  Codex Sinaiticus, griechisch, aus dem 2. bis 4.Jahrhundert, Britisches Museum (AT+NT)

     B  Codex-Vaticanus Handschrift Nr. 1209 in griechisch aus dem 4.Jahrhundert

     D  Codey Bezae Cantabrigiensis, griechisch und lateinisch aus dem 5.Jahrhundert

 

Wenn wir die angegebenen alten Handschriften betrachten, so datieren alle ausser wahrscheinlich dem Codex Sinaiticus nach dem 4.Jahrhundert. Sie enthalten den Text oder lassen ihn weg! So kommt die Frage auf, existiert den kein noch älterer Referenztext, der als Massstab verwendet werden kann und nicht durch die Nachfolger des Hymenäus und der Nikolaus-Sekte schon zuvor Veränderungen erfuhr?

 

1.1.1.3          Die wichtige Rolle der Versnummerierung aufgrund der Vorlage der Vulgata erkennen

Robert EstienneOhne die Nummerierung der Kapitel und Verse wäre eine Auslassung eines Verses wohl kaum jemandem aufgefallen! Erst der verlängerte Gedankenstrich in der NWÜ weist ja den Leser auf das Fehlen hin! Wenn wir nun die Geschichte der Versnummerierung etwas näher betrachten, dann stossen wir auf gewichtige Zusammenhänge! Dem französischen Druckhandwerker, Verleger und Lexikograph Robert Estienne (oder Etienne; 1499?-1559; Bild) wird in der Literatur der WATCHTOWER zugesprochen, dass er im Jahre 1551 die erste durchgehende Versnummerierung in der griechischen Ausgabe des NT vorgenommen habe.  Das ist nur zum Teil richtig, denn diese Praxis geht schon weiter zurück und war in gedruckten Bibeln in verschiedenen Sprachen bereits für das AT weitverbreitet, wie die nachstehende Tabelle dies deutlich zeigt! Eine erste Nummerierung geht schon auf das Jahr 1509 zurück!

 

Was uns interessiert ist, auf welcher Grundlage von Bibelübersetzung Etienne dies aufbaut und es wird dabei klar und deutlich, dass dies aufgrund der damals gängigen Vulgata geschah, die doch bereits jene nachträglichen Veränderungen alle beinhaltete und von der nahezu allmächtigen Katholischen Kirche überall verbreitet wurde. Dabei hatte die lateinische Ausgabe stets die Führungsrolle inne und fast alle Übersetzer des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts griffen darauf zurück, um von dort her in die Landessprache zu übersetzen. So auch Estienne, der seine eigene Übersetzung in die französische Sprache bereits 1523 veröffentlichte. Er bemühte sich um exakte Übertragung und fügte Kommentare bei, um dem durchschnittlich gebildeten Leser das Verständnis nahe zu bringen. Dies war nicht im Sinne der Kirche, die das Volk lieber ungebildet hielt.

 

Die Pariser Universität Sorbonne, die vom Parlament den Auftrag einer Zensurstelle für sämtliche Neudrucke einzunehmen hatte, verbot 1547 die Verbreitung von Estiennes BIBLIA, da sie mehrere kritische Kommentare enthielt und Veränderungen des konservativen Textes, der von der Katholischen Kirche gemäss ihrer Vulgata geschützt wurde. Nachdem insgesamt 46 seiner Veröffentlichungen durch die Häscher der Sorbonne zensiert wurden übersiedelte Estienne 1549 nach Genf und wurde Calvinist und publizierte nun die  Werke jenes Reformators.

 

Erst mit und nach der Aufklärungen kam auch die Bibelkritik auf, die weiter forschte als es den Herren in Rom lieb war und so auf jene späteren Zusätze stiessen. Immer weitere Bibelautoren griffen statt zur Vulgata zu Originaltexten in Griechisch und Hebräisch!

 

1.1.1.4          Die wichtigsten Übersetzungen während der protestantischen Reformation

Die nachstehende Tabelle, von der Württembergischen Landesbibliothek veröffentlicht, zeigt, welche gedruckten Ausgaben des sechzehnten Jahrhunderts bereits Versnummerierung aufzeigten  [1]

 

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1509
Paris 
Lateinisch

Quincuplex Psalterium (lat.) Hrsg. von Iacobus Faber Stapulensis.
Paris 1509

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

POESIE

Erste gedruckte Nummerierung von Bibelversen

1513
Paris 
Lateinisch

Quincuplex Psalterium (lat.) Hrsg. von Iacobus Faber Stapulensis.
Nachdruck. - Paris 1513

Volle Titelaufnahme

POESIE

 

1515
Caen 
Lateinisch

Quincuplum Psalterium (lat.) Hrsg. von Iacobus Faber Stapulensis. 2. Nachdruck. 
Caen 1515

Volle Titelaufnahme

POESIE

 

1515
Venedig 
Lateinisch

Psalterium ex hebreo diligentissime ad verbum fere translatum (lat.) Hrsg. von Felix Pratensis
Venedig 1515

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

POESIE

 

1522
Hagenau 
Lateinisch

Psalterium (lat.) Hrsg. von Felix Pratensis.
Hagenau 1522

Volle Titelaufnahme

POESIE

1524
Paris 
Lateinisch

Psalterium (lat.)
Paris 1524

Volle Titelaufnahme

POESIE

1525
Hagenau 
Lateinisch

Salomonis Sententiae (lat.)
Hagenau 1525

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

POESIE

Nummerierung der Verse mit
abgesetzten römischen Zahlen

1527
Straßburg 
Lateinisch

Psalterium Davidis (lat.) Hrsg. von Konrad Pelikan.
Straßburg 1527

Volle Titelaufnahme

POESIE

1528/27
Lyon 
Lateinisch

Biblia (lat.) Übers. von Sante Pagnini. 
Lyon 1528

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste Vollbibel mit durchgehender Nummerierung, aber ohne direkte Nachahmer

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1528/27
Paris 
Lateinisch

Biblia (lat.) Hrsg. von Robert Estienne (d. Ä.)
Paris 1528.

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POESIE

Nur Nummerierung im Psalter

1529
Nürnberg 
Lateinisch

Proverbia Salomonis (lat.) Hrsg. von Philipp Melanchthon.
Nürnberg 1529

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POESIE

1531
Lyon 
Lateinisch

Biblia (lat.)
Lyon 1531

Volle Titelaufnahme

POESIE

Nur Nummerierung im Psalter

1532
Antwerpen 
Lateinisch

Psalmorum omnium iuxta Hebraicam veritatem paraphrastica interpretatio (lat.) von Johannes Campensis.
Antwerpen 1532

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POESIE

1532
Zürich 
Lateinisch

Enchiridion Psalmorum (lat.) Übers. von Ulrich Zwingli.
Zürich 1532

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POESIE

Bei einigen Psalmen Nummerierung mit hebräischen Buchstaben

1533
Leipzig 
Lateinisch

Psalterium Beati Brunonis (lat.) Hrsg. von Johannes Cochläus.
Leipzig 1533

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POESIE

1533
Lyon 
Lateinisch

Enchiridion Psalmorum (lat.) Übers. von Ulrich Zwingli, mit freier Übers. von Johannes Campensis.
Lyon 1533

Volle Titelaufnahme

POESIE

1533
Paris 
Lateinisch

Psalmorum paraphrastica interpretatio (lat.) von Johannes Campensis. 
Paris 1533

Volle Titelaufnahme

POESIE

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1534
Köln 
Lateinisch

Paraphrastica interpretatio in Psalmos omnes (lat.) von Johannes Capensis.
Köln 1534

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POESIE

1534
Zürich 
Lateinisch

Propheta Nahum (lat.) Übers. von Theodor Bibliander.
Zürich 1534

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POESIE

Im Original hebräische Verse

1536
Lyon 
Lateinisch

Enchiridion Psalmorum (lat.) Übers. von Ulrich Zwingli, mit freier Übers. von Johannes Campensis.
Lyon 1536

Volle Titelaufnahme

POESIE

1536
Roskilde 
Lateinisch

Psalmorum omnium iuxta Hebraicam veritatem paraphrastica interpretatio (lat.) von Johannes Campensis.
Roskilde 1536

Volle Titelaufnahme

POESIE

1537
Lyon 
Lateinisch

Enchiridion Psalmorum (lat.) Übers. von Ulrich Zwingli, mit freier Übers. von Johannes Campensis.
Lyon 1537

Volle Titelaufnahme

POESIE

1540
Lyon 
Lateinisch

Enchiridion Psalmorum (lat.) Übers. von Ulrich Zwingli, mit freier Übers. von Johannes Campensis.
Lyon 1546

Volle Titelaufnahme

POESIE

1545
Basel 
Polyglott

Psalmorum Liber Prophetae David (hebr., griech., lat.) Hrsg. von Petrus Artopoeus. 
Basel 1545

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Beispielbild

POESIE

Erster polyglotter Psalter, mit Nummerierung beim lateinischen Vulgatatext

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1545
Straßburg 
Lateinisch

Liber Psalmorum (lat.) Mit vier lateinischen Psalterversionen und zwei Paraphrasen.
Straßburg 1545

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POESIE

1546
Straßburg 
Lateinisch

Thargum (lat.) Auswahl in lat. Übers. von Paul Fagius.
Straßburg 1546

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Beispielbild

PROSA
Targum

Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den aramäischen Paraphrasen der jüdischen Lesetexte

1547
Venedig

I Salmi Di David (ital.)
Venedig 1547

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POESIE

1548
Basel 
Lateinisch

Enchiridion Psalmorum (lat.) Übers. von Ulrich Zwingli, mit freier Übers. von Johannes Campensis.
Basel 1548

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POESIE

1549
Louvain 
Französisch

Le Nouveau Testament nouvellement translaté de Latin en Françoys (franz.)
Louvain 1549

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PROSA
Neues Testament

In der WLB Stuttgart nicht vorhanden.
In "BIBLIA SACRA": 1549.NT.fre.BG.a 
verwirrt der Vermerk: "numbered verses: yes". Dieser Eintrag ist falsch. Nach Mitteilung der Bibliothèque du Grand Séminaire Liège besitzt das NT keine Zählung der einzelnen Verse, wohl aber eine Art Kapiteluntergliederung.

1551
Genf 
Griechisch
Lateinisch

Hapanta ta tes Kaines Diathekes = Novum Testamentum (griech., lat.) Mit der Übers. des Erasmus und der Vulgata. Hrsg. von Robert Estienne (d. J.) Genf 1551

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Beispielbild

PROSA
Neues Testament

Erste Nummerierung der Verse
im Neuen Testament

1552
Genf 
Lateinisch 
Französisch

Le Nouveau Testament : c'est a dire, La Nouvelle alliance ... Tant en Latin qu'en François (lat., franz.) Genf 1552. 8° 

In der WLB Stuttgart nicht vorhanden.
Nachgewiesen in: Chambers 167

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PROSA
Neues Testament

Erstes lateinisch-französisches Neues Testament mit der Versnummerierung von 1551

1553
Genf 
Französisch

La Bible, Qui est toute la Saincte Escripture (franz.)
Genf 1553. 2°

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Beispielbild

PROSA
Neues Testament

Erste französische Vollbibel mit durchgängiger Versnummerierung

1553
Genf 
Lateinisch

In Evangelium secundum Matthaeum, Marcum, et Lucam commentarii (lat.) Hrsg. von Robert Estienne.
Genf 1553

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PROSA
Neues Testament

1554
Genf 
Lateinisch 
Französisch

Le Nouveau Testament ... verset à verset notez par nombres (lat.; franz.)
Genf 1554

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PROSA
Neues Testament

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1554
Lyon 
Lateinisch 
Französisch

Pseaulmes de David (lat., franz.)
Lyon 1554

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POESIE

1554
Lyon 
Lateinisch

Typus Messie et Christi Domini ex veterum Prophetarum praesensionibus ... acessit Targum Kohelet ... (lat.) 
Lyon 1554

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PROSA
Propheten-Targum

Erhöhte Vergleichbarkeit der nummerierten Targumverse mit dem originalen Bibeltext

1555
Genf 
Lateinisch

Biblia (lat.) Hrsg. von Robert Estienne.
Genf 1555

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Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste lateinische Vollbibel nach der Lyoner Ausgabe von 1528

1555
Lyon 
Lateinisch

Biblia Sacrosancta (lat.)
Lyon 1555

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PROSA
Vollbibel

Nachahmer von Biblia, Genf 1555

1556/57 
Genf 
Lateinisch

Liber Psalmorum Davidis (lat.) Mit den Übers. von Sante Pagnini und Franciscus Vatablis.
Genf 1556/57

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POESIE

1556
Lyon 
Lateinisch

Testamenti Novi Editio Vulgata (lat.)
Lyon 1556

Volle Titelaufnahme

PROSA
Neues Testament

1557
Genf 
Lateinisch

Biblia utriusque Testamenti (lat.) Hrsg. von Robert Estienne.
Genf 1557

Volle Titelaufnahme

PROSA
Neues Testament

1558
Lyon 
Lateinisch

Pseaumes de David, Proverbes de Salomon ... (lat., franz.)
Lyon 1558

Volle Titelaufnahme

POESIE

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1558
Lyon 
Lateinisch 
Italienisch

Il Nuovo Testamento di Iesu Christo nostro Signore (lat., ital.)
Lyon 1558

Volle Titelaufnahme

PROSA
Neues Testament

1559
Antwerpen 
Lateinisch

Biblia (lat.) Hrsg. von Johannes Hentenius.
Antwerpen 1559

Volle Titelaufnahme

PROSA
Vollbibel

1559
Zürich
Griechisch
Lateinisch

Tes kaines diathekes apanta = Novum Iesu Christi Domini Nostri Testamenti (griech., lat.) Hrsg. von Theodore Bèe.
Zürich, 1559

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Neues Testament

Erste Nummerierung nach 1551 in einer zweisprachigen Ausgabe (Griechisch und Lateinisch)

1560
Genf 
Englisch

The Bible and Holy Scriptvres (engl.)
Genf 1560. 4°

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste englische Bibel
(,Geneva Version")
mit Versnummerierung

1561
Lyon 
Lateinisch

Testamenti Novi Editio Vulgata (lat.)
Lyon 1561

Volle Titelaufnahme

PROSA
Neues Testament

1563
Antwerpen 
Lateinisch

Biblia (lat.)
Antwerpen 1563

Volle Titelaufnahme

PROSA
Vollbibel

1565
Genf 
Griechisch

Iesu Christi domini novum testamentum sive novum foedus (griech.) Hrsg. von Theodor Bèze.
Genf 1565

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Neues Testament

Nur die lateinischen Verse sind nummeriert

1565
Genf
Griechisch

Tes kaines diathekes apanta.
Genf, 1565

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Neues Testament

Erste Nummerierung in einer griechischen einsprachigen Oktavausgabe

1566
Antwerpen 
Hebräisch

Hamissa hûmsê tôra (hebr.) - Antwerpen 1566. 4° [Biblia Hebraica] (hebr.) - Antwerpen 1566. 8° 

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Altes Testament

Erste hebräische Bibel mit Nummerierung jedes fünften Verses (5, 10, 15, 20 ....)

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1567
Frankfurt 
Deutsch

Der Psalter mit den Summarien. D. Marth. Luth. Darinn die vers ... mit seiner Ziffer verzeichnet sind. 
Frankfurt 1567

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POESIE

1569/68 
Heidelberg 
Deutsch

Biblia Das ist Die gantze heilige schrifft des Alten vnd [und] Newen Testaments (dt.) Martin Luther. 
Heidelberg 1569/68

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Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste deutschsprachige Bibel mit durchgängiger Nummerierung

1569
Frankfurt 
Deutsch

Biblia Das ist: Die gantze heylige Schrifft desz alten vn[d] [und] neuwen Testaments / durch Doct. Mart. Luth. verteutscht Vnd jetzt in gewisse Versz abgetheilt (dt.) Frankfurt 1569

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PROSA
Vollbibel

Zweite deutsche Vollbibel

1569
Antwerpen 
Polyglott

Biblia Sacra Hebraice, Chaldaice, Graece & Latine (hebr., aram., griech., lat.) Hrsg. von Benedictus Arias Montanus.
Antwerpen 1569

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Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste Bibelpolyglotte mit konsequenter Nummerierung

1569
Basel 
Polyglott

Psalterium Prophetae Davdis. Hebraeum, Graecum et Latinum (hebr., griech., lat.) Hrsg. von Petrus Artopoeus..
Basel 1569

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Beispielbild

POESIE

Polyglotter Psalter mit lateinischem Kommentar

Jahr

Kurztitel

Volle Titelaufnahme
Beispielbild

Typ

Kommentar

1569
Genf 
Polyglott

He Kaine Diatheke = Testamentum Novum = Diateqe hadata (griech., syr., lat.) Hrsg. von Immanuel Tremellius. Lateinische Fassungen von Erasmus und Tremellius.
Genf 1569

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Neues Testament

Nur die lateinischen Kolumnen sind nummeriert

1584
Antwerpen 
Griechisch

To ton Biblion Meros ho hebraisti graphen uch heurisketai (griech.)
Antwerpen 1584

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Beispielbild

PROSA
Apokryphen

Die poetischen Bücher haben Nummerierung, die prosaischen Bücher Tobias, Iudith und Baruch bis c. 4,23 haben nur Zeilennummern

1586
Wittenberg 
Deutsch

Biblia Das ist: Die gantze heilige Schrifft Deudsch (dt.) Martin Luther 
Wittenberg 1586 8°

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste Wittenberger Bibel mit Versnummerierung

1587
Rom 
Griechisch

He Palaia Diatheke Kata Tus Hebdomekonta Di Authentias (griech.) 
Rom 1587

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Altes Testament - Septuaginta

Nur schematische Einteilung des Blattes in 5 Abschnitte

1589
Wittenberg 
Deutsch

Biblia Das ist: Die gantze heilige Schrifft Deudsch (dt.) Martin Luther 
Wittenberg 1589 4°

Volle Titelaufnahme

PROSA
Vollbibel

1589
Wittenberg 
Deutsch

Das Newe Testament Deudsch (dt.) Martin Luther.
Wittenberg 1589

Volle Titelaufnahme

PROSA
Neues Testament

1590
Wittenberg 
Deutsch

Biblia Das ist Die gantze heilige Schrifft Deudsch (dt.) Martin Luther.
Wittenberg 1590. 2°

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste deutschsprachige Foliobibel mit Nummerierung

1592
Köln 
Deutsch

Catholische Bibel. Durch Johann Dietenberger (dt.) Köln 1592. 2°

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Vollbibel

Erste deutschsprachige katholische Bibel mit Versnummerierung

1597
Frankfurt 
Griechisch

Tes Theias Graphes, Palaias Delade Kai Neas Diathekes, Ha-panta (griech.) 
Frankfurt 1597

Volle Titelaufnahme

Beispielbild

PROSA
Vollbibel
mit Pseudepigraphen

Das pseudepigraphe Buch 3. Makkabäer wird nicht nummeriert!

 

1.1.1.5          Schriftveränderungen und Übersetzungsfehler aufgrund ihres Einflusses korrekt einschätzen!

Halten wir uns auch vor Augen, dass die erste Übersetzung der hebräischen Schriften in die griechische Sprache, die Septuaginta aus den 2.Jahrhundert v.u.Z. bereits Abweichungen enthält (vergl. Zeitband Biblische Geschichte I; Geschlechtsregister Sems), die eine spätere Datierung früherer Ereignisse verunmöglicht! Selbst im Evangelium von Lukas, der seinen Bericht in logischer Form offenbar auf der Septuaginta aufbaut kommt jener Fehler um Kainan, als Sohn des Arpachschad, Sohn Sems zur Erwähnung! Eine Differenz von 235 Jahren in der Datierung ist nur eine der Konsequenzen jener Veränderung! Dadurch würde der Bericht über die Sintflut usw. angezweifelt werden können, was Bibelkritiker auch wirklich später getan haben!

 

Ring: Weltmacht VatikanSolches Durcheinander war und ist bestimmt nicht in Gottes Absicht: Aber er lässt es zu! Wenn immer wir uns aus Trägheit eher dem Irrtum als der Wahrheit zuwenden sind wir in Gefahr, weil daraus Sektarismus erwächst! Der Bewährte dagegen würde nach Wahrheit forschen und Irrtum auszuschalten suchen. Bewährte lehnen jede Form des Sektarismus ab, ob gross und weitverbreitet oder klein, erst beginnend, weil sie sich stets an Wahrheit und Gottes Gerechtigkeit orientieren, die beide Teile eines festen Fundaments ihres Glaubens bilden! Paulus schrieb diesbezüglich an die Epheser:

 

(Epheser 4:11-16)  Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Die Erbauung des „Leibes des Christus“, die Versammlung, muss auf Wahrheit und aufgrund Gottes Rechtsmassstab geschehen! Dadurch nur gelangen wir zur Einheit! Paulus sah jene abweichende Tendenz in der Versammlung von Korinth, die natürlich besonders griechischer Beeinflussung und damit auch Fehlern in der Übersetzung der Septuaginta und zudem dem Einfluss vom mächtigen Rom ausgesetzt war. Erinnern wir uns, dass Athanasius ein Diakon aus Alexandria war, einer dem Hellenismus besonders zugeneigten Stadt Ägyptens:

 

(1. Korinther 11:17-19)  Während ich aber diese Anweisungen gebe, lobe ich euch nicht, denn es ist nicht zum Besseren, sondern zum Schlimmeren, daß ihr zusammenkommt. 18 Denn fürs erste höre ich, daß, wenn ihr in einer Versammlung zusammenkommt, Spaltungen unter euch bestehen; und zum Teil glaube ich es. 19 Denn es muß auch Sekten unter euch geben, damit die Bewährten unter euch auch offenbar werden.

 

Die Versammlungen in Antiochia in Syrien redeten und schrieben dagegen in aramäisch, einer dem Hebräischen verwandten Sprache. Dort korrigierten der Paulus und dessen Getreue Fehler über längere Zeiträume! Arius, der im Jahre 328 u.Z. von der Kirche Roms exkommuniziert wurde floh aus Alexandria vorab zu Bischof Eusebius nach Cäsarea, der ihn erst unterstützt hatte. Trotzdem hatte er das widersprechende Konzil-Dekret von Nicäa mitunterschrieben, das er später aber widerrief. Jener Eusebius gilt daher als wankelmütig, schrieb später gar die Kirchengeschichte Roms auf: Den Werdegang der grössten Sekte und ihrem frühen Kampf gegen alle, die an der Wahrheit und Freiheit festhalten und die neuen Dogmen zurückwiesen!

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

Arius zog sich später in das Gebiet von Bischof Eusebius von Nikomedia zurück, als jener ihn gegen den Bannbeschluss in Schutz nahm. So gewann er durch Eusebius gute Beziehungen zum Ostkaiser Licinius und dessen Frau Constantia, der Schwester Konstantins. Jener Bischof Eusebius wurde danach der bedeutendste Verteidiger des Arianismus! Er stammte aus Syrien und daher wurden die syrisch-aramäischen Schriften jener Zeit eher von Arianern beeinflusst! Wir haben es somit schon damals mit zwei Haupt-Einflussgebieten zu tun, was Schriftveränderung oder Schrifterhaltung anbetrifft! In jedem Gebiet existierten aber auch Gegner, welche ihre Schrift zu verbreiten suchten und solche, die um des Friedens willen sich kaiserlichen und päpstlichen Edikten Roms beugten!

 

Da das Evangelium von Matthäus das Meistgelesene von allen ist, das zuerst geschrieben und verbreitet wurde und erst rund zwanzig bis dreissig Jahre danach die Parallelschriften des Markus und Lukas erschienen, daher scheint es ein annehmbares Argument darzustellen, dass gewisse betroffene Kreise (die wie die Pharisäer und Schriftgelehrten handelten) jenen Text in Matthäus 23:14 betreffend „Heuchler“ lieber von den Augen suchender Leser weiter entfernen wollten! Wer dieselben habgierigen Charakteristiken der Schriftgelehrten und Pharisäer hat, der muss sich durch den Satz verletzt fühlen! Darunter fallen alle Kirchen, die bis zum vierten Jahrhundert in ihren Bischofssitzen und in Rom durch die Päpste Güter aufgehäuft hatten. Das ist eine berechtigte Sichtweise, allerdings zeigen andere Handschriften und Papyri, dass jener Vers im Original offensichtlich fehlte!

 

In der Betrachtung, welche Manuskripte zu welcher Zeit und in welchem Verbreitungsgebiet durch die Anhänger, welcher der grossen Glaubensgruppen damals aufkamen, dies löst gar manches Rätsel auf aber nicht jedes! Auch auf Seiten der Arianer hatte man bereits damals eine Kirchenstruktur aufgebaut, die Rom die Stellung streitig machte und um des Machterhaltens dazu neigte Kompromisse einzugehen!

 

1.1.1.6          In den Schriften Ungelehrte und Unbefestigte verdrehen die Aussagen des Paulus und der übrigen Schriften!

Da wir keiner bestimmten Glaubensrichtung verpflichtet sind, sondern allein den Sinn herauszufinden suchen den der Schöpfer aller Dinge in Sein Wort hineingelegt hat und dies aufgrund der in der Schrift vorhandenen eigenen Logik zu ergründen suchen, lohnt daher ein Blick auf dieses Teilgebiet der Auslassungen besonders!

 

Um vor Gott schlussendlich fleckenlos zu erscheinen müssen wir die Worte des Petrus ernst nehmen, der vor dem kommenden Gericht Gottes warnt:

 

(2. Petrus 3:14-16)  Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [[(des Alten Testamentes)]] [tun].

 

Worin denn waren jene „Ungelehrten und Unbefestigten“ schwankend geworden? Nun, Petrus sagt es doch deutlich, „mit den übrigen Schriften“, was nichts anderes bedeutet als dem GESETZ und den PROPHETEN, dem gesamten „Alten Testament“, dann aber auch den Evangelien und neutestamentlichen Schriften die ausserhalb der Briefe des Paulus bereits existierten! Petrus anerkannte Paulus als Experten der hebräischen Schriften und dessen korrekten Auslegung an!

 

Versammlung EphesusMehr und mehr Anhänger der Abtrünnigen, des Hymenäus, Alexander und Philetus, sowie der daraus sich schnell ausbreitenden Nikolaus-Sekte waren die hebräischen Schriften ein Dorn im Auge, den es zu entfernen galt! Wodurch? Indem man es als veraltet, nicht weiter gültig erklärte, allein den Juden zuschob mit denen man besser nichts zu tun hatte. Das hatte aber einen Haken: Sowohl Jesus gemäss dem existenten Evangelien des Matthäus wie auch Paulus in seinen Briefen brauchten hunderte von Zitaten und bestätigten die Gültigkeit jener Schriften! Jesus, die Apostel und ersten Jünger blieben Juden bis zu ihrem Tod! Die Christen wurden allgemein als eine Sekte des Judaismus betrachtet!

 

Nach dem Verfassen von Kommentaren zu allen Briefen in den Griechischen Schriften bestätigen wir die Worte des Petrus: Die Briefe des Paulus sind nur aus dem Blickwinkel der Hebräischen Schriften verständlich! Wo sie als „schwer verständlich“ erscheinen ist es meist deshalb, weil dem ungeübten Leser der Zusammenhang zum Alten Testament und den Aussagen dort zum behandelten Thema fehlt! Paulus warnte selbst vor jenen, die geschickt „im Ersinnen von Irrtum“ veranlassen den geraden Weg der Wahrheit und des göttlichen Rechtes zu verlassen! Wir wiederholen den weiter oben bereits erwähnten Text des Paulus zur besseren Erinnerung:

 

(Epheser 4:11-16) Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Der „Wind [[(gr. pneuma; heb: ruach = Geist)]] der Lehre“ bedeutet doch nichts anderes, als vom ursprünglichen Sinn, den Gott durch seine inspirierten Propheten vermittelt oder „eingehaucht“ hat abgewichen wird! Jesus ist das „Haupt“, er ist König und Hohepriester im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und jeder, welcher ihm seine Stellung streitig macht muss unseren Argwohn erwecken! Wer ihn gar zu „Gottgleich“ erklärt, was Stellung, was Ursprung und was Weisheit betrifft, der verkennt den Sinn der Aussagen der hebräischen und griechischen Schriften vollkommen!

 

Wer sich selbst als Stellvertreter Gottes und Jesu präsentiert widerspricht ebenso der Schrift, denn beide leben und benötigen daher keinen Stellvertreter! Jesus sagte deutlich, dass er mit jedem ist, der seine Gebote hält und zwar bis zum Abschluss des Systems der Dinge.

 

Weisst du, warum "einmal gerettet, immer gerettet" eine Irrlehre ist? (Matthäus 28:19-20)  Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Danach folgt doch seine Wiederkunft und Anwesenheit bei den Aposteln im dann bereits aufgerichteten Königreich Gottes! Wer das Ansinnen Satans und seine Anschläge kennt, der mag verstehen, in welche Richtung jede Art von Schriftveränderungen tendiert! So lassen sich diese Veränderungen in Kategorien zusammenfassen:

 

1)         In erster Linie sind es Vergehen gegen die Zehn Gebote Gottes: Gottes Rechtsordnung soll ungültig erklärt werden oder wird als veränderbar dargestellt

2)         Wahrheit mit Irrtum und offensichtlicher Lüge vermischen, um den Sinn beim Leser zu verblenden

3)         Gottes Stellung und die seines Sohnes Jesus im Plan Gottes sollen vermischt oder abgewertet werden

4)         Gottes Zeitplan zur Vollendung seines Vorsatzes soll unbekannt bleiben, wird verfälscht

5)         Verwirrung schaffen, wer die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ eines Christen ist

6)         Die Stellung der Kirchenfürsten soll mittels der Schrift scheinbar bestätigt und damit gestärkt werden

 

Um die Wahrheit miteinander zu reden, wie Paulus dies empfiehlt, müssen wir diese Wahrheit erst herausfinden, wo sie offensichtlicher Veränderung unterliegt! Diesem Zweck soll dieses Studium dienen!

 

Wir schrieben bereits im Mai 2007 zum Thema Schriftveränderungen in der NWÜ. In jenem NEWSLETTER zeigten wir auch die innere Zerstrittenheit der frühen Katholischen Kirche wegen aufkeimender unterschiedlicher Schriftauslegung, die zum Konzil von Nicäa hinführten. Darin kommt zum Ausdruck, welche Macht Rom und ihre Päpste ausübten, um all jene zum Schweigen zu bringen, die deren Dogmen widersprachen.

 

WEG Artikel 7.5.5:     8.Teil:  Wahres Verständnis zu bewahren und Gottes Gebote zu halten war oft sehr schwer!

 

Vornizäische Väter wie Origenes beeinflussten die Arianer

OrigenesOrigenes wurde erst im Jahre 230 in Cäsarea zum Priester geweiht, dann wurde diese Weihe von den Bischöfen von Alexandria wieder als nichtig erklärt und die Verbannung ausgesprochen. Freund und Feind hielten nur je eine Zeit die Oberhand! Nach seinem Tod brachen die Origenes-Streitigkeiten zwischen Gegnern und Anhängern aus. 

 

Das Original des Werkes „De princpii“ ist nicht mehr vorhanden und die Übersetzung des Rufinus ins Lateinische zeigt schon zu Beginn, dass die allmächtige Kirche ihre eigenen Lehren mit aller Gewalt, inklusive der Fälschung aufrecht zu erhalten suchte, was z.B. Aussagen betrifft, wo Origenes der Trinitätslehre widerspricht! Rufinus selbst schreibt in seiner Einleitung zur Übersetzung des Werkes:

 

Wo wir deshalb in seinen Büchern etwas fanden, was seinen eigenen rechtgläubigen Lehraussagen über die Trinität widersprach, die er an den übrigen Stellen gegeben hatte, so haben wir das als verfälscht und unzugehörig entweder ausgelassen oder nach der Vorschrift dargestellt, die wir bei ihm selbst vielfach bekräftigt fanden.

 

Die „rechtsgläubigen Lehraussagen über die Trinität“ sind nach katholischem Verständnis die späteren Aussagen des Athanasius und des Konzils von Nicäa! Wer somit solche ausdrücklich veränderten Aussagen des Origenes als Bestätigung einer Lehrmeinung hinzuzieht, der hat offensichtlich mit Fälschern Anteil! Wir aber streben danach Wahrheit herauszufinden und Weizen von Spreu zu sichten, wo immer das möglich ist! 

 

Katholische Päpste und Kaiser erklärten Origenes zum Anathema

Am 5.Ökomenischen Konzil im Jahre 553 von Konstantinopel wurde neun Thesen des Origenes durch die Katholische Obrigkeit als Ketzerei verurteilt und damit das frühere Urteil bestätigt. Papst Vigilius stimmte der Verdammung (Anathema) des Origenes zu! Die römisch beeinflusste und dominierte „allgemeine“ oder „katholische“ Kirche sah sich durch die Schriften des Origenes inzwischen zu sehr in die Enge gedrängt! Die grossen Abweichungen von der Lehre der Apostel wurde allzu deutlich, die Lügen der Kirche Roms zu offensichtlich!

 

Andererseits wurde Origenes nachgesagt, dass bereits vieles in seiner christlichen Lehre mit dem Neuplatonismus vermischt sei. Laut solchen Aussagen floss stoisches Gedankengut hinein. Da Origenes deutlich erklärte, dass der Vater grösser sei als der Sohn und (der Sohn) einen Beginn habe, also nicht seit Ewigkeit besteht ist er der Kirche stets ein Dorn im Auge gewesen! Origenes lehnte auch die Gedanken einer Hölle ab und erwartete eine Rückkehr Jesu zu den Seinen im Fleische. Die Etiketten von Freund und Feind sind somit mit Vorbehalt zu betrachten! Je nachdem wer Origenes zitiert wird das eine oder andere seiner Aussagen im Vordergrund stehen! 

 

 

1.1.2.          Die gewichtigsten alten Handschriften und deren Geschichte

 

1.1.1.1          Der Fund von Tischendorf, der sinaitische Text aus dem Katharinenkloster aus dem 2. Jahrhundert

Einige Gelehrte ordnen den Textus Sinaiticus bereits auf das Ende des 1. Jahrhunderts u.Z. an, andere dagegen erst bis hin in das 4.Jahrhundert. Je nachdem verändert sich der Blickpunkt, ob die Schrift vor oder während des arianischen Streites entstand! Im ERWACHET vom 8. Mai 1988 ist zu lesen. Wenn es zutrifft, dass jener Text bereits am Ende des 1. Jahrhunderts angefertigt wurde, so wäre dies noch zur Zeit des Johannes gewesen, der damals in Ephesus lehrte.

 

Alte Bibelhandschrift und Weltraumtechnik [2]

 

   Alte BibelhandscriftenDIE Technik der Bildverstärkung durch Computer, mit der man scharfe Bilder vom Mond und vom Mars erzeugt, wurde angewandt, um eine unlesbare alte Bibelhandschrift lesbar zu machen.

   Die Handschrift, um die es geht, wurde 1892 im Katharinenkloster am Fuß des Berges Sinai gefunden. Es handelt sich um die Abschrift einer syrischen Übersetzung der vier Evangelien vom Ende des 2. Jahrhunderts oder vom Anfang des 3. Jahrhunderts. Bei dem Syrischen handelt es sich hier um einen aramäischen Dialekt, der zur Zeit Jesu allgemein gesprochen wurde. Einige Gelehrte sind der Ansicht, daß die Übersetzung möglicherweise schon gegen Ende des 1. Jahrhunderts angefertigt worden ist.

   Seit langem sind alle Entzifferungsversuche fehlgeschlagen. Die Schwierigkeit besteht darin, daß es sich um ein sogenanntes Palimpsest oder „radiertes“ Manuskript handelt. Spätere Schreiber hatten die Schrift entfernt und das Pergament neu beschrieben. Im Laufe der Zeit haben die Restbestandteile der Tinte eine schwache Spur von dem hinterlassen, was ursprünglich auf dem Manuskript geschrieben stand.

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Folgende YOUTUBE Videos geben weiteren Einblick zum Thema:

Arbeiten von Kurt Prof. Dr. Kurt Aland, ehem. Direktor des Instituts für Neutestamentliche Forschung in Münster:  http://www.youtube.com/watch?v=GYrO5LDVxLs

Katharinenkloster Neufund von 1975: http://www.youtube.com/watch?v=GYrO5LDVxLs&NR=1&feature=endscreen

So entstand Die Bibel; 3.Teil, Neues Testament: http://www.youtube.com/watch?v=o2ak3QCzpo4&NR=1&feature=endscreen

 

Sollten nun jene Gelehrten Recht haben, die den Text bis hin an das Ende entweder des ersten bis zum Beginn des zweiten Jahrhunderts legen, im zweiten Fall etwa hundert Jahre nachdem Johannes im Gebiet von Ephesus weilte, wäre dann der Schluss naheliegend, dass dort am wenigsten Veränderungen zu finden seien?

 

Textus SinaiticusDer sinaitische Text oder Codex Sinaiticus, die bis heute älteste fast vollständig erhaltene Bibelhandschrift, sie stammt aus dem griechisch-orthodoxen Katharinenkloster. Sie wurde 1844 vom Leipziger Theologen Konstantin von Tischendorf in jenem Kloster am Berg Sinai gefunden, wo er zu Forschungszwecken weilte. Jenes Kloster soll laut Mythen dort erbaut worden sein, wo Moses den Auftrag erhielt das Volk Israel aus Ägypten herauszuführen. Seine aus vier Räumen bestehende Klosterbibliothek gilt als eine der ältesten und enthält etwa 6000 Handschriften in griechischer, aramäisch-syrischer, äthiopischer, arabischer, georgischer und kirchenslavischer Sprache.

 

Etwa dreitausend Dokumente stammen aus der Vorzeit des Klosters, wurden dort somit als abgelegenem, vor Verfolgung und Zerstörung weitestgehend sicherem Hort gesammelt. Nur der Vatikan besitzt eine noch umfangreichere Sammlung. Vom Gesichtspunkt der Untersuchungen zum Arianismus und Erhalt vor-nicäischer Dokumente ist es bestimmt ein gewichtiger Ort für Nachforschungen! Selbst ursprüngliche Originaleinbände wurden dort erhalten.

 

Mohammed soll bevor er als Glaubensgründer auftrat mehrmals in jenem Kloster zu Besuch gewesen sein. Später, nach seiner Machterlangung garantierte er den Fortbestand des Klosters in einem Brief.

 

Ob Tischendorf wirklich 43 Bögen eines alten Manuskripts entwendete, wie später zufolge eines Rechtsstreites behauptet aus einem Korb nahm, der zur Verbrennung bestimmt war, ist nicht Teil unserer Untersuchung! Laut seiner Argumentation wurden in den Vortagen bereits zwei Körbe voller Dokumente verbrannt. Es erscheint aber recht kurios zu sein, dass ein Kloster, das sich so sehr um den Erhalt alter Texte bemüht so achtlos mit alten Dokumenten umgeht! Die Mönche fordern bis heute die Rückgabe der Handschrift die in London im British Museum zugänglich ist!

 

Selbst bei einer Folgereise neun Jahre später kann Tischendorf keine nennenswerten Entdeckungen machen und erst weitere sechs Jahre danach findet er den Codex Sinaiticus: 199 Bögen des Alten Testaments und das vollständige Neue Testament. Einer der Mönche hatte es unter seinem Kopfkissen aufbewahrt.

 

Das Kloster wurde zwischen 548 und 565 u.Z. dort erbaut, wo es bereits seit dem vierten Jahrhundert Mönche und eine Marienkapelle gab, deren Gründung Helena, der Mutter Konstantins zugeordnet wird. Das Kloster war ursprünglich der Theotokos, der Mutter Gottes, Maria gewidmet, was deutlich auf die Richtung der papsttreuen Athanasier weist!

 

Als Protektor des Klosters im Oströmischen Reich spielte Kaiser Justinian I. eine herausragende Rolle, der die Befestigungsmauern um das Kloster erbauen liess. Er beanspruchte seine Kaiserkrone direkt Gott zu verdanken (ek theou), das später als das „Gottesgnadentum“ bekannt wurde und jede letzte bis dahin bestehende Art Volksherrschaft durch den Senat entfernte. Der Kampf gegen das Heidentum erlebte grausame Höhepunkte und Zwangschristianisierungen waren zu seiner Zeit üblich. Ebenso verfolgte er jede Form Abweichung dessen, was er als Kirchendogma anerkannte, was in Nicäa 325, dann Konstantinopel 381 und in Chalcedon 403 u.Z. als Konzilsbeschlüsse festgelegt wurden. Er verteidigte die Dreieinigkeitslehre vehement, auf die er sein Recht auf das Königtum abstützte.

 

529 u.Z. liess er die platonische Akademie in Athen schliessen, 562 u.Z. heidnische Bücher öffentlich verbrennen. Er führte die Kindstaufe zwangsweise ein und bei Nichtbeachtung stand Zwangsenteignung und Verlust des Bürgerrechts an! Apostasie, die Lehre der Kirche nach der Kindstaufe zu verlassen stand unter Todesstrafe. Manichäer wurden verfolgt und auch Juden hatten unter Verfolgung zu leiden. 543 u.Z. liess Justitian einen Erlass gegen die Schriften und Lehren des Origenes ergehen. Der Krieg Justinians 533 gegen die arianischen Goten und Vandalen, die sich Nordafrika unterworfen hatten brachte Vernichtung eines Grossteils arianischer Schriften.

 

War das Sinai-Katharinenkloster nach diesen Zusammenhängen nun wirklich ein Hort für arianische Schriften, um sie vor der Zerstörungswut der Athanasier und Anhänger des Nicäno-Konstantinopolitanum Glaubensbekenntnisses aus dem Jahre 381 u.Z. zu schützen? Zweifel seinen bitte erlaubt! Spätere Funde von Handschriften in einem versteckten Raum aber scheinen in diese Richtung zu weisen! Die Mönche unterordneten sich nicht jedem kaiserlichen oder päpstlichen Gebot!

 

1.1.1.2          Die Auswertungen von Manuskript-Neufunden im Katharinenkloster durch Kurt Aland

Das Professorenehepaar Kurt und Barbara Aland von Institut für Neutestamentliche Forschung in Münster konnten 1975 gemachte Neufunde im Katharinenkloster bis 1982 exklusiv studieren und auswerten. Etwa 1000 Dokumente wurden nach einem Brand in einer unter dem Fussboden versteckten Raum zerstreut am Fussboden gefunden und von Mönchen in Schachteln verpackt, welche Aland später analysieren durfte. Nur 70 davon sind neutestamentliche Fragmente des Codex Sinaiticus, darunter 12 vollständige Blätter.

 

Warum wohl wurden jene zwölf Seiten aus dem Kodex entfernt und statt sie zu vernichten in einem geheimen Raum untergebracht, der über Jahrhunderte versiegelt blieb? Zweifelsfrei gehorchten jene Mönche höherer menschlicher Autorität ungern, um Textzeugen zu vernichten, welche sie selbst als schützenswert erachteten. Sie handelten nur formell, versuchten offenbar aber gewichtige Originale zu schützen!

 

Inzwischen sind es etwa 5200 Handschriften und Fragmente des Neuen Testaments die weltweit der Schriftforschung zur Verfügung stehen. Fast sämtliches Material wurde auf Mikrofilm festgehalten und später digitalisiert, so dass es mittels modernster Computertechnik möglich ist zusammengehörende Fragmente zu ordnen und aus jenen geordneten Fragmenten erneut Teile oder gar ganze Seiten zusammenstellen. All dieses Material hilft uns dem Originaltext der Schriften immer näher zu kommen!

 

Nach der Frühauferstehung der Apostel und Jesu Wiederkehr als König und Hoherpriester, damit bereits zu Beginn des Millenniums werden wir bestimmt einen vollkommen fehlerfreien Text des Alten Testaments, der hebräisch-aramäischen Schriften und des Neuen Testaments, aller griechischen Schriften zur Verfügung haben! Die letzten Zweifel werden dann erst ausgeräumt!

 

1.1.1.3          Tischendorfs Entdeckung des Codex Vaticanus No. 1209 aus dem frühen vierten Jahrhundert

1866 forscht Tischendorf in der Vatikanischen Bibliothek und fand nach langer Suche die heute als Codex Vaticanus Graecus 1209 bekannte griechische Handschrift auf feinem Pergament. Dieser umfasst das Alte Testament (591 Doppelseiten) und das Neue Testament (142 Doppelseiten). Einige Blätter sind verloren gegangen. Die ersten 31 Blätter der Genesis fehlen und dann weiter 10 der Psalmen, ebenso der Hebräerbrief ab Vers 9:14 und alle Briefe des Paulus sowie die Offenbarung des Johannes.

 

Vatikanische Bibliothek, wo der Kodex Vatikanus No. 1209 aufbewahrt wirdDer Kodex Vatikanus 1209 wurde um das Jahr 325 u.Z. entweder in Cäsarea oder in Ägypten geschrieben, also unmittelbar vor oder nach dem Konzil von Nicäa! Er enthält eine Kapitel und Verseinteilung.

 

Während zwei Wochen wurde Tischendorf erlaubt täglich drei Stunden den Kodex zu studieren. Er durfte sich aber keine Notizen machen! Die Angst der Bischöfe Roms ist nicht unberechtigt, denn aufgrund jener Dokumente kamen ihre eigenen Schriftveränderungen zu Tage und die Kirche Roms geriet unter Anklage diese Veränderungen sehr wohl seit Jahrhunderten bereits gekannt zu haben! Der Codex ist seit der Mitte des 15.Jahrhunderts in der Bibliothek des Vatikans. Der Text in Johannes 7:53 bis 8:11 betreffend der Steinigung der Ehebrecherin und Jesu Antwort ist dort nicht enthalten!

 

Warnend schrieb Johannes Worte des Engels und damit Jesu und Jehovas am Ende der Offenbarung nieder, die auch alle übrigen Schriften betreffen:

 

(Offenbarung 22:18-19)  Ich lege vor jedermann Zeugnis ab, der die Worte der Prophezeiung dieser Buchrolle hört: Wenn jemand einen Zusatz zu diesen Dingen macht, wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen; 19 und wenn jemand irgend etwas von den Worten der Buchrolle dieser Prophezeiung wegnimmt, wird Gott dessen Teil von den Bäumen des Lebens und aus der heiligen Stadt wegnehmen, Dinge, die in dieser Buchrolle geschrieben stehen.

 

Gott lässt nicht zu, dass wir sein Wort ergänzen oder Teile daraus entfernen, noch es verändern! Dies stellt an Übersetzer besonders hohe Anforderungen, da sie auch noch den Wortsinn korrekt mit Gottes Gedanken im Einklang übertragen müssen!

 

1.1.1.4          Die Septuaginta, frühe Übersetzung des Alten Testamentes in die griechische Sprache

Die Septuaginta oder auch in Kurzform lateinischer Zahlen als LXX ist eine Übersetzung des Alten Testaments der Hebräischen Schriften in die altgriechische Alltagssprache, die Koine. Sie enthält viele Hebraismen. Ihre Entstehung wird frühestens auf die Zeit um 250 v.u.Z. im hellenistischen Judentum in Alexandria angesetzt. Vorab existierte nur der Teil der Tora, die fünf Bücher Mose. Später wurden alle Teile der Hebräischen Schriften die in die griechische Sprache übersetzt und wurden unter diesen Sammelbegriff gezählt. Da die Christen unter den Heiden jene Übersetzung nutzten und ihre eigenen Schriften des Matthäus und Paulus jenen als gleichgestellt betrachteten wurde der Begriff Septuaginta auf jene Kompendien erweitert.

 

Einer Überlieferung zu Folge sollen es zweiundsiebzig Männer gewesen sein, welche die erste Übersetzung vornahmen, wie der Aristeasbrief aus dem Jahre 130 v.u.Z. bestätigt. Die Zahl siebzig sollte an die Richter Israels erinnern, welche Moses erwählt hatte.

 

In der frühen Christenheit vor allem ausserhalb der „Ebioniten“, bei den „Paulikanern“ wurden jene frühen Übersetzungen abgeschrieben. Sie enthalten ausser dem Alten Testament auch die Apokryphen und weitere deuterokanonischen Texte.

 

Griechisch

Latinisiert (deutsch)

(rot=Apokryphe, deuterokaninische Schriften)

ΓΕΝΕΣΙΣ

Genesis (1. Mose)

ΕΞΟΔΟΣ

Exodus (2. Mose)

ΛΕΥΙΤΙΚΟΝ

Levitikus (3. Mose)

ΑΡΙΘΜΟΙ

Numeri (4. Mose)

ΔΕΥΤΕΡΟΝΟΜΙΟΝ

Deuteronomium (5. Mose)

ΙΗΣΟΥΣ

Josua

ΚΡΙΤΑΙ

Richter

ΡΟΥΘ

Rut (Ruth)

ΒΑΣΙΛΕΙΩΝ Α

1. Buch der König(reich)e (1Sam)

ΒΑΣΙΛΕΙΩΝ Β

2. Buch der König(reich)e (2Sam)

ΒΑΣΙΛΕΙΩΝ Γ

3. Buch der König(reich)e (1Kön)

ΒΑΣΙΛΕΙΩΝ Δ

4. Buch der König(reich)e (2Kön)

ΠΑΡΑΛΕΙΠΟΜΕΝΩΝ Α

1. Buch Paralipomenon
/der ausgelassenen Dinge (1Chron)

ΠΑΡΑΛΕΙΠΟΜΕΝΩΝ Β

2. Buch Paralipomenon
/der ausgelassenen Dinge (2Chron)

ΕΣΔΡΑΣ Α

1. Buch Esdras
(sonst: 3. Esra)

ΕΣΔΡΑΣ Β

2. Buch Esdras
(sonst: 1., 2. Esra bzw. Esra, Nehemia)

ΕΣΘΗΡ

Ester

ΙΟΥΔΙΘ

Judit

ΤΩΒΙΤ

Tobit (Tobias)

ΜΑΚΚΑΒΑΙΩΝ Α

1. Buch der Makkabäer

ΜΑΚΚΑΒΑΙΩΝ Β

2. Buch der Makkabäer

ΜΑΚΚΑΒΑΙΩΝ Γ

3. Buch der Makkabäer

ΜΑΚΚΑΒΑΙΩΝ Δ

4. Buch der Makkabäer

ΨΑΛΜΟΙ

Psalmen

ΩΔΑΙ
(darin ΠΡΟΣΕΥΧΗ ΜΑΝΑΣΣΗ)

Oden
(mit Gebet des Manasse)

ΠΑΡΟΙΜΙΑΙ

Sprüche
(Sprichwörter, Sprüche Salomos)

ΕΚΚΛΗΣΙΑΣΤΗΣ

Ecclesiastes
(Kohelet, Prediger)

ΑΣΜΑ

Hoheslied (Hohelied)

ΙΩΒ

Job
(Ijob, Hiob)

ΣΟΦΙΑ ΣΟΛΟΜΩΝΤΟΣ

Weisheit Salomos

ΣΟΦΙΑ ΣΕΙΡΑΧ

Jesus Sirach
(Ecclesiasticus)

ΨΑΛΜΟΙ ΣΟΛΟΜΩΝΤΟΣ

Psalmen Salomos
(keine LXX-Handschrift,
nur im Codex Alexandrinus erwähnt)

ΩΣΗΕ

Osee (Hosea)

ΑΜΩΣ

Amos

ΜΙΧΑΙΑΣ

Michäas (Micha)

ΙΩΗΛ

Joel

ΟΒΔΙΟΥ

Obadja

ΙΩΝΑΣ

Jonas (Jona)

ΝΑΟΥΜ

Nahum

ΑΜΒΑΚΟΥΜ

Habakuk

ΣΟΦΟΝΙΑΣ

Sophonias (Zephanja)

ΑΓΓΑΙΟΣ

Aggäus (Haggai)

ΖΑΧΑΡΙΑΣ

Zacharias (Sacharja)

ΜΑΛΑΧΙΑΣ

Malachias (Maleachi)

ΗΣΑΙΑΣ

Isaias (Jesaja)

ΙΕΡΕΜΙΑΣ

Jeremias (Jeremia)

ΒΑΡΟΥΧ

Baruch

ΘΡΗΝΟΙ

Klagelieder Jeremias

ΕΠΙΣΤΟΛΗ ΙΕΡΕΜΙΟΥ

Brief des Jeremia

ΙΕΖΕΚΙΗΛ

Ezechiel (Hesekiel)

ΣΩΣΑΝΝΑ

Susanna (...im Bade)

ΔΑΝΙΗΛ

Daniel (mit Zusätzen)

 

 

 

1.1.3.          Die gewichtigsten Weglassungen der NWÜ und die Begründung durch die WATCHTOWER

 

1.1.1.1          Was sind die Argumente der WATCHTOWER, dass gewisse Texte in der NWÜ ausgelassen werden?

Im Handbuch der WATCHTOWER für Zeugen Jehovas mit den Titel „Unterredungen an Hand der Schriften“ werden jenen Verkündigern Argumente in die Hand gegeben, um Widerstand der Zuhörer zu entkräften, abzublocken oder aber durch biblisch fundierte Argumente auf früheren Irrtum in frühen Schriften hinzuweisen, den es zu korrigieren galt. Daran ist bestimmt nichts falsch, wo immer man sich an die Wahrheit hält!

Warum wurden einige Verse anscheinend ausgelassen?

 

Unterredungen anhand der Schriften   Diese Verse, die in einigen Übersetzungen zu finden sind, sind nicht in den ältesten vorhandenen Bibelmanuskripten enthalten. Wenn man mit anderen modernen Übersetzungen, z. B. der Jerusalemer Bibel oder der Luther-Bibel, revidierter Text 1984, einen Vergleich anstellt, stellt man fest, daß auch andere Übersetzer erkannt haben, daß die besagten Verse nicht in die Bibel gehören. In einigen Fällen wurden sie einem anderen Teil der Bibel entnommen und dem Text, der gerade abgeschrieben wurde, hinzugefügt.

Jemand könnte sagen:

„Sie haben Ihre eigene Bibel.“

Darauf könnte man erwidern: „Was für eine Bibelübersetzung haben Sie? Ist es . . . [führe einige in deiner Sprache an]? Wie Sie wissen, gibt es viele Bibelübersetzungen.“ Dann könnte man hinzufügen: „Ich benutze gern irgendeine Übersetzung, die Sie bevorzugen. Doch vielleicht möchten Sie wissen, warum ich am liebsten die Neue-Welt-Übersetzung verwende. Sie ist in einer modernen, verständlichen Sprache geschrieben, und die Übersetzer hielten sich genau an den Grundtext.“

Oder man könnte sagen: „Aus Ihren Worten entnehme ich, daß Sie eine Bibel zu Hause haben. Was für eine Bibelübersetzung benutzen Sie? . . . Würden Sie so nett sein und sie holen?“ Dann könnte man hinzufügen: „Ganz gleich, welche Bibelübersetzung wir benutzen, ist es für uns alle wichtig, zu beachten, was Jesus in Johannes 17:3 hervorhob, wie Sie es hier in Ihrer eigenen Bibel lesen können.“

Eine andere Möglichkeit wäre: „Es gibt viele Bibelübersetzungen. Die Wachtturm-Gesellschaft regt an, verschiedene Übersetzungen zu verwenden, um Vergleiche anzustellen, die Erforschern der Bibel helfen, die Heilige Schrift wirklich zu verstehen. Sie wissen vielleicht, daß die Bibel ursprünglich in Hebräisch, Aramäisch und Griechisch niedergeschrieben wurde. Wir schätzen also sehr die Arbeit der Übersetzer, die uns die Bibel in unserer Sprache zugänglich gemacht haben. Welche Bibelübersetzung gebrauchen Sie?“

Ein weiterer Vorschlag: „Offensichtlich haben Sie Wertschätzung für Gottes Wort. Sicherlich würden Sie gern wissen, was einer der großen Unterschiede zwischen der Neuen-Welt-Übersetzung und anderen Bibelübersetzungen ist. Es geht dabei um den Namen der wichtigsten Person, die in der Bibel erwähnt wird. Wer könnte das sein?“ Dann könnte man hinzufügen: (1) „Wußten Sie, daß der Name dieser Person im hebräischen Grundtext der Bibel etwa 7000mal erscheint — öfter als irgendein anderer Name?“ (2) „Spielt es überhaupt eine Rolle, ob man den persönlichen Namen Gottes benutzt oder nicht? Können Sie sich vorstellen, einen guten Freund zu haben, von dem Sie nicht wissen, wie er heißt? . . . Wenn wir zu Gott ein enges Verhältnis haben möchten, müssen wir zumindest seinen Namen kennenlernen. Sehen Sie bitte, was Jesus in Johannes 17:3, 6 sagt [Ps. 83:18].“

 

Beachten wir hier jedoch, dass gewisse Argumentationen fast gänzlich am Thema vorbeireden? Es geht doch um ausgelassene Textstellen! Ganz offensichtlich soll der Fragende vom Thema abgelenkt werden. Die Beweisführung, „… die Übersetzer hielten sich genau an den Grundtext“ muss gar in einigen gewichtigen Fällen angezweifelt werden! Es stimmt da, wo immer es neutrale Aussagen sind oder wo ein Dogma der Katholischen und Protestantischen Kirchen in Frage gestellt wird! Das betrifft z.B. den göttlichen Namen, welche Veränderung sich in der NWÜ erneut dem Originalzustand nähert und darum von Vorteil für den Leser ist, zumindest, was das AT betrifft!

 

Obwohl 99% der Übersetzungsarbeit durchaus ein Lob verdient wollen wir uns jenem 1 % widmen, weil es gefährliche Abweichungen enthält, die den Sinn des Lesers verblenden und in eine andere Richtung führen als der Grundgedanke des inspirierten Schreibers zu vermitteln sucht! In diesem Artikel aber geht es um Zusätze und Weglassungen und nicht um Sinnveränderungen, obwohl beide oft Hand in Hand gehen!

 

VulgataDer nebenstehende gedruckte Text der Vulgata zeigt vielerlei handschriftliche Randbemerkungen. Ähnliches war schon bei den jüdischen Sopherim und auch bei frühen Abschreibern der christlichen Schriften in alten Handschriften üblich! Bis heute machen sich Bibelstudierende in ihrer Kopie Randbemerkungen, Hinweise auf andere Lesart oder Paralleltexte! Beim Kopieren konnte es vorkommen, bewusst und willentlich oder aus Versehen, dass sich eine solche Randbemerkung in die Abschrift integriert wurde. Spätere Abschreiber, die dies nicht bemerkten gehörten dann zur selben Text-Familie die aufgrund jenes Fehlers erkenntlich wurden!

 

Wir möchten an dieser Stelle aber auch zu Gunsten der NWÜ erneut betonen, dass in noch mehr Fällen andere Übersetzer ebenso und schlimmere Fehler aufzeigen, die es genauso anzuprangern gilt! Viele alte und bekannte Fehler sind nämlich in der NWÜ bereits korrigiert! Wir können aber nicht alle Bibelübersetzungen auf jede Art Fehler hin untersuchen! Wenn einmal Fehlergruppen bekannt und dokumentiert sind, dann ist es ein Leichtes andere Übersetzungen darauf zu untersuchen!

 

Manuskripte, z.T. in Bruchstücken Eine andere Quelle von Fehlern können alte Manuskripte darstellen, wo einzelne Wörter oder Buchstaben schlecht oder gar nicht mehr lesbar waren und durch den Abschreiber dadurch der Wortsinn verändert wurde.

 

Heute existieren weit mehr solcher alter Fragmente als noch vor nur hundert Jahren, da Forscher und Archäologen vieles inzwischen zu Tage förderten. So wurde ein grosser Teil von Veränderungen schlussendlich offensichtlich und eben wie erwähnt in Fehler-Familien einzuteilen möglich, die eine hierarchische Struktur hin zur ersten Fehlerquelle ermöglichen!

 

Gewisse Illustrationen in Bibelhandschriften lassen auch Rückschlüsse auf ihr Alter zu, wie der Heiligen- oder Glorienschein, der Nimbus um den Kopf oder die Aureole, wenn er den ganzen Körper umstrahlt. Diese wurden in der christlichen Kunst erst ab dem zweiten Jahrhundert üblich. Zuvor aber war dies ein heidnisches Symbol für Macht und Göttlichkeit. Sonnengötter wie Mithras und Helios wurden damit dargestellt und Kaiser liessen sich dadurch verehren. Im Zoroastrismus wurde damit die heilige Flamme, oder das heilige Licht symbolisiert. Johannes hatte in seinem 1.Brief erklärt, dass seine Zeit „die letzte Stunde“ unverfälschten Christentums war, da er als Apostel solchen Trends als letzter Überlebender entgegen stand!

 

Die abtrünnigen Christen „verehrten“ durch solche heidnischen Elemente zuerst Christus, als „sol invictus“, götzendienerisches mit christlichem vermischend. Dann folgte die ab dem Konzil von Nicäa 325 u.Z. durch Vergöttlichung des Christus nun erst neu festgesetzte „Gottesmutter“ Maria, dann ab 381 u.Z. wurden diese auf den dreieinigen Gott aus Vater, Sohn und Heiligem Geist erweitert und im Gefolge auf jede Art Heiligen, die man aufgrund der Lehren des Hymenäus im Himmel bei Gott glaubte. Die Kaiser Konstantin, Theodosius I. und Licinius I. werden u.a. mit dem Nimbus dargestellt und gelten in der Kirche als „Heilige“! Besser, wir vergleichen ihre gottlosen Taten nicht mit Gottes Wort!

 

1.1.1.2          Welche Schriftstellen bezeichnet die WATCHTOWER als unecht

In der NEUEN-WELT-ÜBERSETZUNG werden die nachstehenden Texte als nicht von Gott inspirierte, als spätere Zufügungen entweder durch eine andere Schrift markiert oder im Textverlauf ausgelassen und durch einen verlängerten „––“ Gedankenstrich markiert. Die Versnummerierung ausgelassener Texte bleibt erhalten, so dass keine Lücke in der Nummerierung entsteht.

 

Markus 16:9-20                         kurzer/langer Schluss (in geänderter Schriftart kenntlich gemacht)

Johannes 5:4                           Engel wühlt Teich auf (nur in der Fussnote der Studienausgabe)

Johannes 7:53 bis 8:11                         Ehebrecherin (in geänderter Schriftart kenntlich gemacht)

1. Johannes 5:7                                   Drei Zeugnisträger (nur in der Fussnote der Studienausgabe)

 

Wir zeigen in der nachstehenden Aufstellung die Gründe der WATCHTOWER und fügen zum Schluss unsere eigenen Bemerkungen hierzu an.

 

Neben dieser Gruppe, welche die WACHTOWER selbst als „unechte Texte“ deklariert existieren noch viele weitere. Einige davon wollen wir Schritt um Schritt danach ebenso betrachten, um eigene Schlussfolgerungen zu treffen!

 

1.1.1.3          Mk 16:9-20:  Kurzer und langer Schluss des Markus-Evangeliums

Einführung zum Thema: Das Markusevangelium schliesst ursprünglich abrupt, so dass einige spätere Abschreiber meinten, dass dort etwas fehlen müsste. Die ältesten Handschriften und Erwähnungen in frühen Briefen erweisen aber, dass sowohl der kurze wie der lange Schluss spätere Zusätze darstellen. Wie lautet nun der letzte Absatz im Kapitel 16 des Markus-Evangeliums in der NWÜ und die Aufführung der unechten Zusätze danach:

 

(Markus 16:1-20)  Und als der Sabbat vorüber war, kauften Maria Magdalẹne und Maria, die Mutter des Jakobus, und Sạlome Gewürze, um hinzugehen und ihn einzusalben. 2 Und ganz früh am ersten Tag der Woche kamen sie zur Gedächtnisgruft, als die Sonne aufgegangen war. 3 Und sie sagten zueinander: „Wer wird uns den Stein von der Türöffnung der Gedächtnisgruft wegwälzen?“ 4 Als sie aber aufblickten, sahen sie, daß der Stein, obwohl er sehr groß war, weggewälzt war. 5 Als sie in die Gedächtnisgruft eintraten, sahen sie einen jungen Mann, mit einem weißen langen Gewand bekleidet, auf der rechten Seite sitzen, und sie waren bestürzt. 6 Er sprach zu ihnen: „Seid nicht so bestürzt. Ihr sucht Jesus, den Nazarẹner, der an den Pfahl gebracht wurde. Er ist auferweckt worden, er ist nicht hier. Seht den Ort, wo sie ihn hinlegten! 7 Geht aber hin, sagt seinen Jüngern und Petrus: ‚Er geht euch nach Galilạ̈a voraus; dort werdet ihr ihn sehen, so wie er es euch sagte.‘ “ 8 Als sie dann herauskamen, flohen sie von der Gedächtnisgruft, denn Zittern und eine starke Gemütsbewegung hatte sie ergriffen. Und sie erzählten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich.

 

KURZER SCHLUSS

Einige Handschriften und Übersetzungen aus späterer Zeit enthalten nach Markus 16:8 folgenden kurzen Schluß:

 

Alle Dinge aber, die geboten worden waren, erzählten sie kurz denen, die sich in der Umgebung des Petrus befanden. Ferner sandte nach diesen Dingen Jesus selbst die heilige und unvergängliche Kunde von der ewigen Rettung vom Osten bis zum Westen durch sie aus.

 

LANGER SCHLUSS

Gewisse alte Handschriften (ACD) und Übersetzungen (VgSyc,p) enthalten außerdem den folgenden langen Schluß, der aber in אBSysArm fehlt:

 

Christen sind nicht vor Schlangenbissen bewahrt9 Nachdem er früh am ersten Tag der Woche auferstanden war, erschien er zuerst Maria Magdalẹne, aus der er sieben Dämọnen ausgetrieben hatte. 10 Sie ging und berichtete [es] denen, die bei ihm gewesen waren, da sie trauerten und weinten. 11 Doch als sie hörten, daß er zum Leben gekommen und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. 12 Überdies erschien er nach diesen Dingen zweien von ihnen unterwegs, als sie aufs Land gingen, in einer anderen Gestalt; 13 und sie kamen zurück und berichteten es den übrigen. Auch diesen glaubten sie nicht. 14 Später aber erschien er den Elf selbst, als sie zu Tisch lagen, und er hielt ihnen ihren Unglauben und ihre Herzenshärte vor, weil sie denen nicht glaubten, die ihn, den nun von den Toten Auferweckten, gesehen hatten. 15 Und er sprach zu ihnen: „Geht in die ganze Welt, und predigt der ganzen Schöpfung die gute Botschaft. 16 Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet werden, wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden. 17 Ferner werden folgende Zeichen die Glaubenden begleiten: Unter Benutzung meines Namens werden sie Dämọnen austreiben, sie werden in Zungen reden, 18 und mit ihren Händen werden sie Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen sicher nicht schaden. Sie werden ihre Hände Kranken auflegen, und diese werden gesund werden.“

19 Nachdem nun der Herr Jesus zu ihnen geredet hatte, wurde er in den Himmel hinaufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. 20 Sie zogen daher aus und predigten überall, wobei der Herr mitwirkte und die Botschaft durch die Begleitzeichen unterstützte.

 

1)     Begründung der WATCHTOWER:  Werk EINSICHTEN ÜBER DIE HEILIGE SCHRIFT; Band 1; Seite 282; Markusevangelium

 

Wachturm Bibel und traktat Gesellschaft – Einsichten über die heilige SchriftLanger und kurzer Schluß. Einige bringen vor, daß sie sich nicht vorstellen könnten, daß das Markusevangelium ursprünglich mit den letzten Worten aus Markus 16:8 geendet habe, die lauten: „Und sie erzählten niemandem etwas, denn sie fürchteten sich“, da dies ein ziemlich abrupter Schluß sei. Es mag jedoch sein, daß man bei dieser Schlußfolgerung nicht den allgemeinen Schreibstil des Markus in Betracht gezogen hat. Außerdem stimmen Hieronymus und Eusebius, Gelehrte aus dem 4. Jahrhundert, damit überein, daß der authentische Bericht mit den Worten abschließt: „Denn sie fürchteten sich“ (Hieronymus, Brief 120, Frage 3, veröffentlicht in: Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum, Wien und Leipzig 1912, Bd. LV, S. 481; Eusebius, „Ad Marinum“, I, veröffentlicht in: Patrologia Græca, Paris 1857, Bd. XXII, Sp. 937).

 

Es gibt eine Reihe von Handschriften und Übersetzungen, die an diese Worte einen langen oder einen kurzen Schluß anhängen. Der lange Schluß (er besteht aus 12 Versen) ist in der Alexandrinischen Handschrift, im Codex Ephraemi Syri rescriptus und im Codex Bezae Cantabrigiensis enthalten. Er erscheint auch in der Vulgata, dem Cureton-Syrer und der Peschitta. In der Sinaitischen Handschrift, der Vatikanischen Handschrift 1209, dem Sinai-Syrer (Sinaiticus) und der armenischen Übersetzung ist er jedoch ausgelassen. In gewissen späten Handschriften und Übersetzungen ist der kurze Schluß zu finden. Der Codex Regius aus dem 8. Jahrhundert u. Z. bietet den kurzen und den langen Schluß, der kürzere steht voran. Jedem Schluß geht eine Bemerkung voraus, die besagt, daß diese Verse in einigen Gegenden verbreitet gewesen seien, obwohl offensichtlich beide nicht als authentisch angesehen werden könnten.

Der Bibelübersetzer Edgar J. Goodspeed sagte in einem Kommentar über den langen und den kurzen Schluß des Markusevangeliums: „Der kurze Schluß paßt viel besser zu Markus 16:8 als der lange, aber beide können nicht als ursprünglicher Teil des Markusevangeliums betrachtet werden“ (The Goodspeed Parallel New Testament, 1944, S. 127).

 

2)     Begründung der WATCHTOWER:  Buch: Unterredungen anhand der Schriften; Seite 203; Heilung

 

Geht nicht aus Markus 16:17, 18 hervor, daß die Fähigkeit, Kranke zu heilen, ein Erkennungsmerkmal für Gläubige sein würde?

 

Liebi: Sprachreden oder Zungenreden?Mar. 16:17, 18 (Lu): „Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: in meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird’s besser mit ihnen werden.“

Diese Verse erscheinen in gewissen Bibelmanuskripten und Übersetzungen des fünften und sechsten Jahrhunderts u. Z. In den älteren griechischen Manuskripten, dem Codex Sinaiticus und dem Codex Vaticanus 1209 aus dem vierten Jahrhundert, sind sie jedoch nicht enthalten. Dr. B. F. Westcott, eine Autorität auf dem Gebiet der Bibelmanuskripte, erklärte, daß „die . . . Verse kein Teil des ursprünglichen Berichts, sondern ein Zusatz“ seien (An Introduction to the Study of the Gospels, London, 1881, S. 338). Der im fünften Jahrhundert lebende Bibelübersetzer Hieronymus sagte: „Fast keines der griechischen Mss. [Manuskripte] enthält diese Passage“ (J. W. Burgon, The Last Twelve Verses of the Gospel According to S. Mark, London, 1871, S. 53). In der New Catholic Encyclopedia (1967) wird gesagt: „Im Wortschatz und Stil unterscheidet er sich so radikal von dem übrigen Teil des Evangeliums, daß es kaum möglich erscheint, daß Markus ihn selbst geschrieben hat [Vers 9-20]“ (Bd. IX, S. 240). Es gibt keinen Bericht darüber, daß die ersten Christen Gift tranken oder Schlangen aufhoben, um zu beweisen, daß sie gläubig waren.

Warum erhielten die Christen des ersten Jahrhunderts solche Gaben wie die Fähigkeit, Wunderheilungen zu vollbringen?

Heb. 2:3, 4: „Wie werden wir entrinnen, wenn wir eine so große Rettung vernachlässigt haben, die ja durch unseren Herrn verkündigt zu werden begann und uns durch die, die ihn hörten, bestätigt worden ist, wobei Gott mit Zeichen und auch mit Wundern und mancherlei Machttaten und mit Austeilungen des heiligen Geistes seinem Willen gemäß mitzeugte?“ (Dadurch wurde überzeugend bewiesen, daß die damals neue Christenversammlung wirklich von Gott stammte. War es jedoch nötig, dies immer wieder zu beweisen, nachdem es einmal eindeutig feststand?)

1. Kor. 12:29, 30; 13:8, 13: „Es sind doch nicht alle Propheten? . . . Es haben doch nicht alle Gaben der Heilungen? Es reden doch nicht alle in Zungen? . . . Die Liebe versagt nie. Seien es aber Gaben des Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören . . . Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.“ (Diese Wundergaben würden aufhören, wenn ihr Zweck erfüllt wäre. Doch die unschätzbaren Eigenschaften der Frucht des Geistes Gottes würden im Leben wahrer Christen weiterhin erkennbar sein.)

 

Mutter Theresa: Wer darf Menschen heiligsprechen? Eigener Kommentar:  Der lange Zusatz soll offenbar Handlungsweisen in der abgefallenen Katholischen Kirche biblisch zumindest zum Schein rechtfertigen. Deren „Heilige“ sollen ja bis heute Wunder wirken, Kranke heilen, Unfälle zu verhüten vermögen, ebenso wie Jesus es nur den Aposteln vorhergesagt hatte. Beachten wir aber, dass dies deutlich auf die Zwölf beschränkt blieb. Da die Kirche ihre Päpste zu Nachfolgern Petri und auf derselben Stufe stehend erklärte und Bischöfe generell auf die Stufe der Apostel erhöhten, so mussten jene doch eigentlich auch dieselben Machtinstrumente Gottes erhalten. Die Worte des Paulus wurden dabei in den Wind geschlagen:

 

(2. Korinther 11:12-15)  Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir [[(die Apostel Christi)]]. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Paulus bringt alle, die sich auf dieselbe Stufe der Apostel stellen mit Satan, dem Teufel in Verbindung! Jener hatte sich zu Beginn in Eden selbst ein Amt zugeordnet, das ihm Jehova nicht zugestanden hatte! Als „Gott dieses Systems der Dinge“ vergibt er weiterhin Macht und Autorität! (Lu 4:5-8)

 

Eindeutig aber war dieser Ersatz, respektive Nachfolger und Stellvertreter für die Apostel gemäss den Schriften nicht der Fall: Petrus hatte keinen Nachfolger und auch nicht die übrigen Apostel ausser Judas Iskariot, der Jesus verriet und daher durch Christus persönlich mittels des Paulus ersetzt wurde! (vergl. Gal 1:1)

 

Wer hatte die Macht erhalten Kranke zu heilen, Tote aufzuerwecken, Aussätzige zu reinigen und Dämonen auszutreiben?

 

Betrachten wir nun zu diesem Unterthema die Aussage der Schrift:

 

(Matthäus 10:5-10)  Diese Zwölf sandte Jesus aus und gab ihnen folgende Weisungen: „Begebt euch nicht auf die Straße der Nationen, und tretet nicht in eine samarịtische Stadt ein, 6 sondern geht statt dessen immer wieder zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel. 7 Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘ 8 Heilt Kranke, weckt Tote auf, reinigt Aussätzige, treibt Dämọnen aus. Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt. 9 Verschafft euch nicht Gold oder Silber oder Kupfer für eure Gürtelbeutel 10 oder eine Speisetasche für unterwegs oder zwei untere Kleider oder Sandalen oder einen Stab; denn der Arbeiter hat seine Nahrung verdient.

 

Der Ausspruch Jesu war nur an die zwölf Apostel gerichtet! Von Petrus und Paulus ist bekannt, dass sie Tote auferweckten und Aussätzige reinigten! Jesus gab somit solche Autorität nur den Aposteln, nicht aber den siebzig Jüngern, die er später aussandte, um ebenso die gute Botschaft zu predigen. Von den Aposteln sind vielerlei Wunder bekannt, auch dass Paulus von einer Otter gebissen wurde und nicht erkrankte oder daran starb (Apg 28:3-6). All dies aber wurde nicht auf die übrigen Jünger übertragen! Wenn heute evangelikale Gruppen solchen Zirkus veranstalten und sich auf Wunderheilungen des Heiligen Geistes berufen, dann meist, weil sie sich auf jene unechten langen Schluss des Markusevangeliums berufen!  Die Apostelgeschichte dagegen bestätigt solches nur für die Apostel:

 

Jesus legte den Aposteln die Hände auf, damit sie heiligen Geist empfiengen (Apostelgeschichte 5:12-16)  Überdies geschahen durch die Hände der Apostel weiterhin viele Zeichen und Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmütig in Sạlomos Säulenhalle. 13 Allerdings hatte kein einziger von den anderen den Mut, sich ihnen anzuschließen; trotzdem hielt das Volk sie hoch. 14 Mehr als das, fortwährend wurden solche, die an den Herrn glaubten, hinzugetan, sowohl Mengen von Männern als auch von Frauen, 15 so daß sie die Kranken sogar auf die breiten Straßen hinausbrachten und sie dort auf kleine Betten und Tragbahren legten, damit, wenn Petrus vorbeikäme, wenigstens sein Schatten auf einen von ihnen falle. 16 Auch kam die Menge unaufhörlich aus den Städten rings um Jerusalem her zusammen und brachte Kranke und Leute, die von unreinen Geistern beunruhigt wurden, und sie wurden allesamt geheilt.

 

Hier ist ausschliesslich von „den Aposteln“ und spezifisch von Petrus die Rede. Die siebzig Jünger, von denen bestimmt viele an Pfingsten 33 u.Z. im Obergemach anwesend waren als heiliger Geist auf alle fiel wird nichts über Wundertaten gesagt. Allerdings redeten viele von ihnen danach in „fremden Zungen“, anderen üblichen Sprachen jener Tage, um die gute Botschaft auch an Menschen fremder Gebiete zu vermitteln! Der Auftrag lautete doch „bis an die Enden der Erde“ zu predigen!

 

Betrachten wir nun die Anweisungen, die Jesus jenen siebzig Jüngern erteilte, welche ihn und die Apostel begleiteten und beachten bitte den Unterschied:

 

(Lukas 10:1-7)  Nach diesen Dingen bezeichnete der Herr siebzig andere und sandte sie zu zweit vor sich her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst zu gehen im Begriff war. 2 Dann begann er zu ihnen zu sagen: „Die Ernte ist wirklich groß, aber der Arbeiter sind wenige. Bittet daher den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte aussende. 3 Geht hin. Seht! Ich sende euch wie Lämmer mitten unter Wölfe. 4 Tragt weder einen Geldbeutel noch eine Speisetasche, noch Sandalen, und umarmt niemand zur Begrüßung auf dem Weg. 5 Wo immer ihr in ein Haus eintretet, da sagt zuerst: ‚Friede sei mit diesem Hause! 6 Und wenn dort ein Freund des Friedens ist, so wird euer Frieden auf ihm ruhen, wenn aber nicht, wird er zu euch zurückkehren. 7 Bleibt also in jenem Haus, eßt und trinkt, was sie bereitstellen, denn der Arbeiter ist seines Lohnes würdig. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes um.

 

Dieser Auftrag enthielt keine Anweisung Kranke noch Aussätzige zu heilen oder gar Tote aufzuerwecken, sondern den Frieden zu jenen zu bringen, welche auf die gute Botschaft hören würden! Später, wie Jesus selbst dorthin kam nahm er selbst solche Heilungen vor!

 

Welche Art Schlangen und Skorpione war gemeint?

 

Als jene siebzig zurückkehrten gaben sie Kunde, was ihnen wiederfahren war:

 

Schlange und Skorpion: Können Christen wirklich ohne Gefahr darauf treten? (Lukas 10:17-22) Dann kehrten die Siebzig mit Freuden zurück und sagten: Herr, selbst die Dämọnen werden uns durch die Benutzung deines Namens unterworfen.“ 18 Darauf sagte er zu ihnen: „Ich sah den Satan wie einen Blitz bereits aus dem Himmel gefallen. 19 Seht! Ich habe euch die Gewalt gegeben, auf Schlangen und Skorpione [[(als Symbol für solche Menschen, die der Urschlange dienen)]] zu treten sowie über die ganze Macht des Feindes, und nichts wird euch irgendwie schaden [[(im Hinblick auf das Ziel ewiges Leben zu erlangen: Stephanus wurde gesteinigt; Jakobus geköpft; Petrus und Paulus hingerichtet durch jene „Schlangen und Skorpione“)]]. 20 Dennoch freut euch nicht darüber, daß euch die [[(unreinen)]] Geister unterworfen werden [[(die durchaus Besitz von Menschen nehmen können)]], sondern freut euch, weil eure Namen in den Himmeln eingeschrieben sind.“ 21 Zu derselben Stunde frohlockte er im heiligen Geist und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor Weisen und Intellektuellen sorgfältig verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast. Ja, o Vater, denn so zu tun ist vor dir wohlgefällig gewesen. 22 Alle Dinge sind mir von meinem Vater übergeben worden, und wer der Sohn ist, weiß niemand als der Vater, und wer der Vater ist, [weiß] niemand als der Sohn und der, dem der Sohn ihn offenbaren will.“

 

Dämonen wurden aufgrund des Predigens „unterworfen“, konnten ihre schadenstiftenden Lehren durch Inspiration des „Samens der Schlange“ nicht fortsetzen, weil Gott ihnen Grenzen setzte. Jene Menschen die auf die Jünger hörten fingen nun an Jesu Worte zu verstehen und entfernten sich von der Anbetung von Dämonen und brachten jenen keine weiteren Opfer mehr dar! (1.Kor 10:20)

 

Wenn Jesus nun „Schlangen und Skorpione“ erwähnt, auf die jene Jünger treten würden, so spricht er deutlich von Menschen mit solcher geistiges Gift versprühenden Charakteristik, jenem „Samen der Schlange“, weil jene oft ohne es zu bemerken in Wirklichkeit bösen Geistern, Satan, der „Urschlange“ dienten! Er selbst hatte Pharisäer und Schriftgelehrte „Schlangen, Otternbrut“ genannt (Mat 12:34; 23:33). Jesus redete zum Volk nur in Symbolsprache mittels Veranschaulichungen! Behalten wir dies im Sinne! Er zitierte zudem aus den Propheten, welche ihrerseits Menschen als „Skorpione“ bezeichneten:

 

(Hesekiel 2:6)  Und du, o Menschensohn, fürchte dich nicht vor ihnen; und vor ihren Worten fürchte dich nicht, denn da sind Verstockte und Dinge, die dich stechen, und unter Skorpionen wohnst du. Vor ihren Worten fürchte du dich nicht, und vor ihrem Angesicht erschrick du nicht, denn sie sind ein rebellisches Haus.

 

Kein Zweifel, dass mit „Schlangen und Skorpionen“ Menschen mit ähnlichen Verhaltensmustern gemeint sind!

 

In welcher Gestalt erschien Jesus nach der Auferstehung den Jüngern?

 

Laut dem zugefügten Text am Ende des Lukasevangeliums erschien Jesus den zwei Männern auf dem Weg nach Emmaus „in einer anderen Gestalt“. Stimmt dieser Text mit dem überein, was Lukas zuvor aufzeichnete? „Überdies erschien er nach diesen Dingen zweien von ihnen unterwegs, als sie aufs Land gingen, in einer anderen Gestalt“. Lukas schreibt dagegen:

 

(Lukas 24:15-16)  Als sie sich nun unterhielten und besprachen, trat Jesus selbst herzu und begann mit ihnen zu gehen; 16 aber ihre Augen wurden davon abgehalten, ihn zu erkennen.

 

Jesus hatte keine „andere Gestalt“ angenommen, sondern deutlich sagt Lukas: „… ihre Augen wurden davon abgehalten, ihn zu erkennen.“ Das sind zwei unterschiedliche Dinge! Auch am Ende, als Jesus von ihnen schied erkannten sie ihn aufgrund seiner Worte und Handlungen. Jene zwei Jünger konnten Jesus nicht identifizieren, weil sie ihn tot glaubten:

 

Die zwei Jünger auf dem Weg nach Emmaus erkannten Jesus erst am Brotbrechen (Lukas 24:30-35)  Und als er mit ihnen beim Mahl lag, nahm er das Brot, segnete es, brach es und begann es ihnen zu reichen. 31 Dabei wurden ihnen die Augen völlig geöffnet, und sie erkannten ihn; und er verschwand vor ihnen. 32 Und sie sagten zueinander: „Brannte nicht unser Herz, als er auf dem Weg zu uns redete, als er uns die Schriften völlig erschloß? 33 Und in derselben Stunde standen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die bei ihnen waren, versammelt, 34 welche sagten: „Der Herr ist wirklich auferweckt worden, und er ist Sịmon erschienen!“ 35 Nun erzählten sie selbst, was auf dem Weg [geschehen war] und wie er von ihnen am Brotbrechen erkannt wurde.

 

Die Aussage im unechten Schluss des Evangeliums würde bedeuten, dass Jesus nicht im selben Leib auferstanden ist oder als Geistwesen, nur irgendeinen Körper, z.B. dem eines Toten annehmend, wie z.B. Jehovas Zeugen dies behaupten. Dies würde bedeuten, dass seine Darstellung am selben Abend vor den Aposteln und eine Woche später vor Thomas eine Irreführung war. Jesus ist aber kein Betrüger noch ein Lügner noch lässt er unerfüllt, was er versprochen hatte!

 

(Lukas 24:36-43)  Während sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“]] 37 Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie sähen einen Geist. 38 Da sprach er zu ihnen: „Warum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße, daß ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, daß ich habe.“ 40 [[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.]] 41 Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen da? 42 Und sie reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; 43 und er nahm es und aß es vor ihren Augen.

 

Geister sind ohne physischen Leib, sie sind eine Form organisierter masseloser Energie, sie brauchen keine physische Nahrung! Jesus aber bewies einen Fleischesleib zu haben mit all dessen Bedürfnissen und zudem denselben Merkmalen an Händen, Füssen und der Wunde der Lanze in der Herzgegend! Beim Abendmahl hatte er doch den Jüngern versprochen im kommenden System mit ihnen erneut vom Produkt des Weinstocks zu trinken! Daraus ist auch ersichtlich, dass er keinem Nasiräergelübde unterstand, denn jenen wäre der Genuss jeder Art Produkte vom Weinstock verboten (4.Mo 6:1-4).

 

Jene, die Jesu Auferstehung im Fleische leugnen

 

Diese Behauptung im unechten Zusatz am Ende vom Evangelium von Lukas würde eine weitere gravierende Abweichung bedeuten, da der Apostel Johannes den Antichristen im 2.Brief dadurch kennzeichnet, dass jener behauptet, Jesus sei „nicht im Fleische“ gekommen. Dies schliesst das Geborensein, die Auferstehung und die Wiederkehr mit ein! Monophytisten, die behaupten Jesu habe nur göttliche Natur, diese erweisen sich somit deutlich als „Antichristen“. Dazu gehörte Kaiser Justinian! 

 

(2. Johannes 7)  Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

 

Betrüger und Antichristen“ sind es die mit solchen Textveränderungen wie am Ende des Lukasevangeliums Zweifel sähen! Sie verdrehen nicht nur die Schriften des Paulus, sondern auch alle übrigen! In der Offenbarung kündet Jesus an, dass die „grosse Volksmenge“ ihn auf dem Berg Zion zusammen mit den 144.000 Priesterkönigen sehen wird, weil sie sein Wiederkommen im Fleische, „die Offenbarung sehnlich erwartet“ hatten (1.Kor 1:4-8).

 

Gemäss Johannes 2:19, 20 hätte Jesus dann den „Tempel seines Leibes“ nicht wiederhergestellt! Seine Vorhersage und die der Propheten wären unerfüllt geblieben:

 

Jesus erklärte den Juden, seinen "Tempel des Leibes" in nur drei Tagen wieder herzustellen (Johannes 2:18-22) Die Juden gaben ihm daher zur Antwort: „Welches Zeichen kannst du uns zeigen, da du diese Dinge tust? 19 Als Antwort sagte Jesus zu ihnen: „Reißt diesen Tempel nieder, und in drei Tagen will ich ihn aufrichten.“ 20 Deshalb sagten die Juden: „Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten? 21 Er aber sprach von dem Tempel seines Leibes. 22 Als er jedoch von den Toten auferweckt worden war, kam es seinen Jüngern in den Sinn, daß er dies wiederholt gesagt hatte; und sie glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesprochen hatte.

 

Jesus musste seine eigene Prophezeiung erfüllen und seinen physischen Leib wieder herstellen, weshalb er ja später auch die Wundmahle den Aposteln zeigen konnte. Sein bisheriger, physischer Leib mit allen Merkmalen beim Tode musste er selbst erneut zum Leben erwecken! Erst damit stand ihm als von Gott auferweckte Geistpersohn jener drei Tage lang leblose Leib erneut zu Diensten. Dazu aber war es jedoch notwendig, dass er vorab „im Geiste“ auferweckt wurde, was Petrus deutlich bestätigt und damit die Reihenfolge der Ereignisse bestätigt:

 

(1. Petrus 3:18)  Ja, auch Christus ist ein für allemal hinsichtlich Sünden gestorben, ein Gerechter für Ungerechte, damit er euch zu Gott führe, [er,] der im Fleische zu Tode gebracht, aber im Geiste lebendig gemacht wurde.

 

Inwiefern führt uns Jesus zu Gott? Nun, er bezeugt, dass er der einzige „Weg“ ist der uns zu Jehova führt und Johannes sah im Kapitel 21, den Versen 1 bis 5 eine Vision der Zukunft, wo das „Zelt Gottes“ vom Himmel herabkommt und bei den Menschen auf der Erde weilen wird! Dorthin, erneut nach Jerusalem werden Menschen zum Berg Zion ziehen, um Jesus, die Apostel und die kommende Verwaltung, die Regierung der „neuen Himmel“ persönlich zu sehen und mit ihnen am grossen Festakt Jehovas in physischen Kontakt zu treten!

 

Um keine grössere Konfusion in ihrer Bibelausgabe zu schaffen wurden somit diese unechten Texte in der NWÜ wiederholt, aber gut sichtbar gekennzeichnet, was sie positiv gegenüber anderen Übersetzungen heraushebt! Der Leser nimmt sofort wahr, dass es um etwas anderes geht und die Hinweise sind klar und deutlich! In diesem Sinne gebührt der WATCHTOWER und der NWÜ ein Lob! Dennoch sei der Leser der NWÜ gewarnt, dass Jehovas Zeugen Jesu Auferstehung und Wiederkehr im Fleische ablehnen dadurch ebenso zu den „Antichristen“ zählen! Jesu Warnung gilt bis Harmagedon: „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ (Mat 15:14) Der Text in Lukas selbst ist daher eine schwerwiegende Veränderung und eine Bedrohung und wird nach Harmagedon bestimmt nicht weiter verbreitet!

 

1.1.1.4          Joh 5:4:  Hatte der Teich von Bethzata heilende Wirkung?

Einführung zum Thema: Ein eingeschobener Vers in Johannes Kapitel 5 will ebenso zu beweisen suchen, dass seitens von Engeln die unabhängig der Apostel handelnd heilende Wirkung aufgrund von Zufall und eigenem Handeln ausgehen würde. Vergessen wir nicht, dass auch Dämonen Werke zu vollbringen in der Lage sind, die menschliche Fähigkeiten bei weitem übersteigen! Jene nutzen diese Fähigkeiten auch, um Wunderheilungen zu vollbringen, damit ihre Anbetung und die Suche nach Magie und denen die sie betreiben nicht aufhören! Deutlich wurden wir vor solchen Einflüssen in den hebräischen und christlichen Schriften gewarnt! Es ist Götzendienst vor dem wir uns hüten sollen! Auch in diesem Sinne existieren nicht widersprüchliche Aussagen, so dass gefälschte Texte dem geübten Leser unmittelbar ins Auge stechen müssen! Hier fehlt die fragliche Textstelle und nur in der Studienausgabe existiert die Fussnote als Erklärung hierzu.

 

(Johannes 5:1-9)  Nach diesen Dingen fand ein Fest der Juden statt, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. 2 Nun gibt es in Jerusalem am Schaftor einen Teich, der auf hebräisch Bethzạtha heißt, mit fünf Säulenhallen.In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer und solcher mit verdorrten Gliedern. 4 —— 5 Ein gewisser Mensch aber war dort, der seit achtunddreißig Jahren mit seiner Krankheit behaftet war. 6 Als Jesus diesen daliegen sah und gewahr wurde, daß er schon lange Zeit [krank] gewesen war, sagte er zu ihm: „Willst du gesund werden? 7 Der Kranke antwortete ihm: „Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser in Wallung ist, sondern bis ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab.“ 8 Jesus sprach zu ihm: „Steh auf, heb dein Tragbett auf, und geh umher.“ 9 Darauf wurde der Mensch sogleich gesund, und er hob sein und begann umherzugehen.

 

*** Rbi8 Johannes 5:4 ***

V. 4 fehlt in P66,75אBDVgSyc; AItVgcSyhi,pArm: „Denn ein Engel des Herrn [J9,22,23: „Jehovas“] pflegte von Zeit zu Zeit in den Teich herunterzukommen und das Wasser aufzuwühlen; der erste nun, der nach dem Aufwühlen des Wassers hineinstieg, pflegte gesund zu werden, an welcher Krankheit er auch immer litt.“

 

Begründung der WATCHTOWER:  WACHTTURM v.1.9.88; Seite 31; Fragen von Lesern

 

Wurden tatsächlich Kranke und Krüppel in dem in Wallung geratenen Wasser von Bethzatha geheilt, wie in Johannes 5:2-7 angedeutet wird? Und wenn ja, welche Kraft bewirkte diese Heilungen?

 

Der Bericht in Johannes 5:2-9 beweist an sich nicht, daß an einem Teich im alten Jerusalem wiederholt Wunderheilungen geschahen. Das einzige Wunder, von dem wir sicher wissen, daß es dort geschah, war dasjenige, das Jesus Christus wirkte, als er einen Mann heilte, der 38 Jahre lang krank gewesen war. Wir können an dieses Wunder glauben, da der Bericht darüber ein Teil der inspirierten Schriften ist (2. Timotheus 3:16). In Jerusalem dachten damals viele, an diesem Ort seien Wunder geschehen, wie auch heute viele glauben, daß sich bei Heiligtümern Wunderheilungen ereignen.

 

Hatte der Teich von Bethseda heilende Wirkung?Sehen wir uns einmal näher an, was die Bibel sagt und was sie nicht sagt: „Nun gibt es in Jerusalem am Schaftor einen Teich, der auf hebräisch Bethzatha heißt, mit fünf Säulenhallen. In diesen lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer und solcher mit verdorrten Gliedern. —— Ein gewisser Mensch aber war dort, der seit achtunddreißig Jahren mit seiner Krankheit behaftet war. Als Jesus diesen daliegen sah und gewahr wurde, daß er schon lange Zeit krank gewesen war, sagte er zu ihm: ‚Willst du gesund werden?‘ Der Kranke antwortete ihm: ‚Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser in Wallung ist, sondern bis ich komme, steigt ein anderer vor mir hinab.‘ Jesus sprach zu ihm: ‚Steh auf, heb dein Tragbett auf, und geh umher.‘ Darauf wurde der Mensch sogleich gesund, und er hob sein Tragbett auf und begann umherzugehen“ (Johannes 5:2-9).

 

Der Teich, von dem hier die Rede ist, lag beim „Schaftor“, das sich offensichtlich im Nordosten Jerusalems, nahe dem Tempelberg, befand (Nehemia 3:1; 12:39). Bei Ausgrabungen, die in jüngerer Zeit gemacht wurden, entdeckte man Anzeichen, daß es dort im Altertum zwei Teiche gab. Auch fand man Überreste von Säulen und Säulenfundamenten, die darauf schließen lassen, daß in herodianischer Zeit hier ein Gebäude mit Säulenhallen stand, wie es in Johannes 5:2 gesagt wird. Doch was geschah nach Ansicht der Leute damals dort?

 

Man beachte die Auslassungsstriche im obigen Zitat von Johannes 5:2-9. Einige Bibelübersetzungen fügen an dieser Stelle unter Johannes 5:4 einen Zusatz ein. Er lautet in etwa: „Ein Engel des Herrn aber stieg zu bestimmter Zeit in den Teich hinab und brachte das Wasser zum Aufwallen. Wer dann als erster hineinstieg, wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.“

 

Eine Reihe moderner Bibelübersetzungen einschließlich der Neuen-Welt-Übersetzung lassen diese Passage jedoch aus. Warum? Weil sie mit größter Wahrscheinlichkeit nicht im Evangelium des Johannes stand. In einer Fußnote der Neuen Scofield Bibel wird gesagt, daß die „besten Manuskripte“ diese Worte auslassen. Dabei handelt es sich um alte griechische Handschriften, wie zum Beispiel den Codex Sinaiticus und die Vatikanische Handschrift 1209 (beide aus dem 4. Jahrhundert u. Z.), sowie um frühe Übersetzungen ins Syrische und Lateinische. In dem Werk The Expositor’s Bible Commentary heißt es, nachdem erwähnt wurde, daß Vers 4 in den besten Handschriften fehlt: „Man betrachtet ihn im allgemeinen als Glosse, die eingefügt wurde, um das zeitweise auftretende Aufwallen des Wassers zu erklären, dem das gemeine Volk eine heilende Wirkung zuschrieb.“

 

Somit spricht die Bibel eigentlich nicht davon, daß ein Engel Gottes am Teich von Bethzatha Wunder wirkte. Haben sich tatsächlich Wunderheilungen ereignet, wenn das Wasser in Wallung war? Das kann heute niemand mit Sicherheit sagen. Möglicherweise gab es Überlieferungen, die besagten, daß dort kranke oder verkrüppelte Menschen geheilt worden seien. Sobald sich die Geschichten über die angeblichen Heilungen verbreiteten, mögen sich verzweifelte Personen, die auf eine Heilung hofften, dort versammelt haben. Wir wissen, daß das auch in unserer Zeit an verschiedenen Orten geschehen ist, selbst wenn es keinen Nachweis für eine Wunderheilung gab.

 

Wir sollten jedoch nicht skeptisch sein, was die Heilung betrifft, die der Sohn Gottes am Teich von Bethzatha vollbrachte. Ohne sich in das Wasser zu begeben, wurde der Mann von dem großen Arzt sofort gesund gemacht. Seine nachweisliche Fähigkeit, das zu tun, sollte uns auf die Heilungen hoffen lassen, die er während des immer näher rückenden Millenniums vollbringen wird. Er wird treue Menschen heilen und ihnen helfen, Vollkommenheit zu erlangen (Offenbarung 21:4, 5; 22:1, 2).

 

Lourdes: Heilungen durch Engel oder Dämonen?Eigener Kommentar:  Die NWÜ der WATCHTOWER und deren Erklärungen dürfen auch hier als stichhaltig angesehen werden! Die Beweisführung ist einfach und klar und gibt Jesus die Ehre für eine tatsächliche und aussergewöhnliche Heilung, lehnt aber Wunderglauben ab, der nicht mit dem Engel Jehovas, mit Jesus oder den Aposteln im Zusammenhang steht! Allerdings bleibt zu erwähnen, dass die Harmagedon-Überlebenden alle und zwar erdenweit „in einem Nu“ zur Zeit der „letzten Trompete“ (besser: Dem letzten einer Serie von Trompetenstössen der siebten Trompete am 15.Tischri nach Harmagedon, der das Volk zum Fest der Einsammlungen zusammenruft [Bb1; e1]). Dieselbe siebte Trompete kündete bereits Jesu Wiederkehr zur Erde an [B1]. Während des Millenniums werden die Auferstehenden bereits in physisch vollkommenem Zustand auferweckt und es wird weder Krankheit noch Gebrechen mehr geben.

 

Der Wunderglaube der Katholischen Kirche und deren Anhängern mögen auch hier für eine Fälschung gesorgt haben, um deren Lehren scheinbar biblisch zu stützen! Die Kirche fördert seit Jahrhunderten den Glauben, dass an ihren Wallfahrtsorten Wunderheilungen durch ihre „Heiligen“, durch Maria und durch Engel aus dem Himmel geschehen würden.

 

Derselbe fehlgeleitete Glaube bildet auch Grundlage für einige Protestanten und Evangelisten-Kirchen, die daraus Vorteile zu ziehen und Wunderheilungen als Geschäft betreiben! Im erteilten Auftrag an die Apostel, hinzugehen, um Menschen zu heilen und Tote aufzuwecken sagte Jesus dagegen deutlich: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.“ Alle jene Religionsführer binden daran ihr eigenes Geschäft, sei es den Zehnten, den Kollektenteller, Bezahlung ihrer Bediensteten mittels Steuereintreibung des Staates und eigene Steuerbefreiung oder um sonst wie Spenden einzutreiben! Eine verabscheuungswürdige Praktik, die weit mehr von Betrug und Irreführung begleitet ist als sie dazu dienen würde echte Gottergebenheit zu fördern!

 

Es handelt sich daher um eine schwerwiegende Veränderung!

 

1.1.1.5          Joh 8:1-11:  Verhinderte Jesus die Steinigung der Ehebrecherin wirklich?

Einführung zum Thema: Im Evangelium des Johannes, am Ende des Kapitals 7, ab Vers 53 stehen bis zum Kapitel 8, Vers 11 in der NWÜ diese Zeilen in Kleinschrift und anders formatiert, so dass der Leser unmittelbar bemerkt, dass hier etwas verschieden ist. Auch andere Bibelübersetzer zeigen auf die eine oder andere Art durch Hinweise oder Fussnoten, dass in ältesten Handschriften jene Verse fehlen und daher eine spätere Zufügung bedeuten.

 

1)      Begründung der WATCHTOWER:  NEUE WELT ÜBERSETZUNG, Studienausgabe Rbi-8X, 1986; Seite 1341; Evangelium von Johannes

 

Schauen wir dies wiederum im Kontext an, der scheinbar durch jene Ergänzungen fortgesetzt wird:

 

(Johannes 7:45-8:20)  Darum gingen die Beamten zu den Oberpriestern und Pharisäern zurück, und die Letztgenannten sprachen zu ihnen: „Wie kommt es, daß ihr ihn nicht hergebracht habt? 46 Die Beamten erwiderten: „Nie hat ein [anderer] Mensch auf diese Weise geredet.“ 47 Darauf antworteten die Pharisäer: „Ihr seid doch nicht etwa auch irregeführt worden? 48 Es glaubt doch niemand von den Vorstehern oder den Pharisäern an ihn? 49 Diese Volksmenge aber, die das GESETZ nicht kennt, verfluchte Leute sind sie. 50 Nikodẹmus, der zuvor zu ihm gekommen war und der einer von ihnen war, sagte zu ihnen: 51 Unser Gesetz [[GESETZ]] richtet [doch] einen Menschen nicht, es habe ihn denn zuvor gehört und habe erkannt, was er tut? 52 Sie gaben ihm zur Antwort: „Du bist doch nicht etwa auch aus Galilạ̈a? Forsche nach und sieh, daß kein Prophet aus Galilạ̈a erweckt wird.“

 

* In den Handschriften אBSys fehlen die Verse von Vers 53 an bis zu Kapitel 8, Vers 11, die (mit einigen Abweichungen in den verschiedenen griechischen Texten und Übersetzungen) wie folgt lauten:

 

53 Da gingen sie ein jeder zu seinem Haus.

 

Gericht an der Ehebrecherin: Echt oder unecht?8 Jesus aber ging an den Ölberg. 2 Bei Tagesanbruch jedoch fand er sich wieder im Tempel ein, und das ganze Volk begann zu ihm zu kommen, und er setzte sich nieder und begann sie zu lehren. 3 Nun brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war, und sie stellten sie in ihre Mitte, und 4 sie sagten zu ihm: „Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden. 5 Im GESETZ schrieb uns Moses vor, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du nun dazu?6 Natürlich sagten sie das, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn hätten. Jesus aber beugte sich nieder und begann mit seinem Finger auf die Erde zu schreiben. 7 Als sie aber dabei beharrten, ihn zu befragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“ 8 Und sich wieder vornüberbeugend, schrieb er weiter auf die Erde. 9 Diejenigen aber, die das hörten, begannen hinauszugehen, einer nach dem anderen, angefangen bei den älteren Männern, und er wurde allein zurückgelassen mit der Frau, die in ihrer Mitte war. 10 Sich aufrichtend, sagte Jesus zu ihr: „Frau, wo sind sie? Hat dich keiner verurteilt?11 Sie sagte: „Keiner, Herr.“ Jesus sprach: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin; treibe von nun an nicht mehr Sünde.

 

12 Daher redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird keineswegs in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens besitzen.13 Infolgedessen sagten die Pharisäer zu ihm: „Du legst Zeugnis über dich selbst ab; dein Zeugnis ist nicht wahr.“ 14 Jesus gab ihnen zur Antwort: „Auch wenn ich über mich selbst Zeugnis ablege, ist mein Zeugnis wahr, weil ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. Ihr aber wißt nicht, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe. 15 Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte überhaupt niemand. 16 Und doch, wenn ich richte, so ist mein Gericht wahrhaftig, denn ich bin nicht allein, sondern der Vater, der mich gesandt hat, ist mit mir. 17 Auch in eurem eigenen GESETZ steht geschrieben: ‚Das Zeugnis zweier Menschen ist wahr.‘ 18 Ich bin es, der Zeugnis über mich selbst ablegt, und der Vater, der mich gesandt hat, legt Zeugnis über mich ab. 19 Daher sagten sie weiter zu ihm: „Wo ist dein Vater?“ Jesus antwortete: „Ihr kennt weder mich noch meinen Vater. Würdet ihr mich kennen, so würdet ihr auch meinen Vater kennen.“ 20 Diese Worte redete er in der Schatzhalle, als er im Tempel lehrte. Doch niemand bemächtigte sich seiner, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.

 

Eigener Kommentar:  In folgenden alten Handschriften fehlen diese Verse:

 

א     Codex Sinaiticus, griechisch, aus dem 4.Jahrhundert, Britisches Museum (AT+NT)

B     Codex-Vaticanus Handschrift Nr. 1209 in Griechisch aus dem 4.Jahrhundert, Vatikan-Bibliotek

Sys    Manuskript Sinaiticus (Sys) aus dem 4. bis 5.Jahrhundert

 

2)      Begründung der WATCHTOWER:  Werk EINSICHTEN ÜBER DIE HEILIGE SCHRIFT; Band 1; Seite 282; Johannesevangelium

 

Der unechte Text aus Johannes 7:53 bis 8:11. Diese 12 Verse sind dem ursprünglichen Text des Johannesevangeliums offensichtlich hinzugefügt worden. Sie sind weder in der Sinaitischen Handschrift noch in der Vatikanischen Handschrift 1209 zu finden, erscheinen aber in dem aus dem 6. Jahrhundert stammenden Codex Bezae und in späteren griechischen Handschriften. In den meisten früheren Übersetzungen fehlen sie jedoch. Es besteht kein Zweifel darüber, daß sie nicht zum Johannesevangelium gehören. In einigen griechischen Handschriften stehen diese Verse am Ende des Johannesevangeliums, in anderen nach Lukas 21:38, was dafür spricht, daß sie unecht und nicht inspiriert sind.

 

Eigener Kommentar:  Dieser Text wird somit einmal Johannes, ein andermal Lukas zugeordnet, was schon deutlich erweist, dass er in den ursprünglichen Originalschriften nicht erschien. Er ist erst etwa 2 Jahrhunderte nach Nicäa erstmals nachweisbar!

 

Hier soll offensichtlich der Eindruck entstehen, dass Jesus selbst die Regeln des mosaischen GESETZES verwirft, das doch klar und deutlich Steinigung des Ehebrechers wie der Ehebrecherin verlangt. Die Schriftgelehrten und Pharisäer aber hatten angeblich nur die Ehebrecherin gebracht, den Mann dabei verschont gesteinigt zu werden. Das Ziel war offensichtlich Frauen zu beeindrucken, dass Jesus jede Art Sünde vergibt ohne Straffolge. Auch darin wäre Gottes Grundsatz kein Vergehen straffrei zu lassen übertreten! Moses schrieb Gottes Strafentscheid:

 

(3. Mose 20:10)  Ein Mann nun, der mit der Frau eines anderen Mannes Ehebruch begeht, der begeht Ehebruch mit der Frau seines Mitmenschen. Er sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden, der Ehebrecher wie auch die Ehebrecherin.

 

Er hat die Schuld der Gesetzesübertretung für uns bezahltMit einer solch krassen, Gott widersprechenden Aussage würde Jesus somit das GESETZ und dessen Strafbestimmungen ausser Kraft setzen und sich daher selbst mit diesen Worten widersprechen, die er zu Beginn in der Bergpredigt geäussert hatte. Es ist förmlich ein Aufruf den Ehebruch auf die leichte Schulter zu nehmen und dem Priester das Recht zuzuteilen in der Ohrenbeichte jedem Ehebrecher zu vergeben:

 

 (Matthäus 5:17-20)  Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Ausser Kraft setzen und vernichten des GESETZES sind hier Synonyme! Alle, welche jene Texte betreffend der Ehebrecherin aufführen und zitieren, um Ehebruch und damit jedes ähnliche Vergehen das gemäss GESETZ Todesstrafe nach sich zieht zu rechtfertigen gehören zu den „Geringsten“ und werden Gottes Königreich nicht erreichen, weil sie Gesetzlosigkeit lehren! Jede Übersetzung daher, die den Eindruck hinterlässt es wäre eine Aussage Jesus hilft zur Verbreitung einer Lüge!

 

Paulus griff solche Männer an, die andere richten aber dieselben Dinge treiben!

 

(Römer 2:1-2)  Darum bist du unentschuldbar, o Mensch, wer immer du bist, wenn du richtest; denn worin du einen anderen richtest, verurteilst du dich selbst, insofern als du, der du richtest, dieselben Dinge treibst. 2 Wir wissen nun, daß das Gericht Gottes der Wahrheit gemäß gegen die ergeht, die solche Dinge treiben.

 

Die Aussage Jesu in Johannes 17:17: „Dein Wort ist Wahrheit“ beruft sich auf die Heiligen Schriften und schliesst auch die Todesstrafe für Ehebrecher mit ein. Gottes Gericht richtet sich nach Seinem GESETZ und nach jedem Wort das Jesus wirklich geredet hat! Jesu hat den Auftrag „mit eisernem Stab“ zu herrschen! (Joh 12:47-50)

 

Der Apostel Paulus sagt zudem im 1.Brief an die Korinther deutlich, dass kein Ehebrecher Gottes Königreich erreich! (1Kor 6:9, 10) Im Brief an die Galater bringt er gar Gottes Fluch auf jeden, der die „gute Botschaft“ verändert, was auch dessen Strafbestimmungen mit einschliesst! Auch wenn in der Christenversammlung die Todesstrafe nicht direkt vollzogen wird, sondern der Ausschluss und damit die Übergabe hin in Satans System die Folge ist, so ist es nur aufgeschobene Urteilsvollstreckung! Jesu Herrschaft mit „eisernem Stab“ bedingt auch Vollstreckung von gerechtfertigten Urteilen! (Off 2:26-28)

 

Jesus ging kurz darauf in seiner Aussage der Bergpredigt gar noch weiter und verschärfte die Strafbestimmungen in Beziehung hin zu Ehebruch gar:

 

Wo uns das Auge zum Straucheln bringt, wäre es besser es auszureissen (Matthäus 5:27-30)  Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna [[(Aufbewahrung im untersten Teil des Grabes zum Schlussgericht am Ende des Millenniums und Verurteilung zum 2.Tod, dem „Feuersee“)]] gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna kommt.

 

Kein Zweifel: Jesus verniedlicht nicht den Ehebruch, sondern verschärft gar die Strafbestimmungen von Todesstrafe hin zu „ewiger Abschneidung von den Lebenden“! Hier setzt Jesus Ehebruch mit Hurerei gleich, weil dadurch der Ehebund zerstört wird! Schon die Tendenz dazu muss bekämpft werden, die in den Gedanken beginnt, empfiehlt er uns!

 

Der hebräische Begriff „Gehenna“ bedeutet „Feuersee“, was auch „ewige Abschneidung“ bedeutet! Die Aussage über die Ehebrecherin wäre ein krasser Verstoss Jesu gegen Gottes frühere Anweisungen gewesen und er hätte damit selbst das Recht auf Rückkehr in den Himmel verspielt. Dadurch wäre auch sein Tod wirkungslos geworden, weil er als Gesetzesbrecher keinen Menschen hätte mehr erlösen können! Die Aussage ist somit äusserst verwerflich und hat bei Menschen die sich daran klammern verheerende Auswirkungen! Sie kann mit der Schriftveränderung in Römer 10:4 gleichgesetzt werden, wo Paulus angeblich behauptet Jesus sei „das Ende des GESETZES“! Alle diese Aussagen sind von Satan inspiriert, um Menschen hin zu Gesetzesbruch und Gesetzlosigkeit zu bringen!

 

Wir sind der Ansicht, dass der Text in der NWÜ gut ersichtlich als falscher Zusatz gekennzeichnet ist! Bestimmt aber wird er in Bibelausgaben nach Harmagedon vollständig weggelassen werden! Bis dahin soll er Zeugnis ablegen, mit welcher Unverfrorenheit christliche Führer Fälschungen zulassen und gar fördern!

 

1.1.1.6          1.Joh 5:7, 8:  Drei Zeugnisträger: „… im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind eins. (8) Und da sind drei Zeugnisträger auf Erden“?

Dreieinigkeit: Est - non est?Einführung zum Thema: Die seit dem Konzil von Konstantinopel im Jahre 381 u.Z. definierte Dreieieinigkeit Gottes durch Zufügung des „Heiligen Geistes“, wo nun drei Götter ein Gott sein sollen musste danach zumindest scheinbar biblisch begründet werden, da der ganzen Schrift eine solche Auslegung zuwiderläuft. Die NWÜ lässt den Zusatz zu Recht weg!  

 

(1. Johannes 5:5-12)  Wer ist es, der die Welt besiegt, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? 6 Dieser ist es, der mittels Wasser und Blut gekommen ist, Jesus Christus; nicht mit dem Wasser allein, sondern mit dem Wasser und mit dem Blut. Und der Geist ist es, der Zeugnis ablegt, weil der Geist die Wahrheit ist. 7 Denn da sind drei Zeugnisträger, [[***]] 8 der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind in Übereinstimmung.

9 Wenn wir das Zeugnis hinnehmen, das Menschen geben, so ist das Zeugnis, das Gott gibt, größer, denn dies ist das Zeugnis, das Gott gibt, die Tatsache, daß er über seinen Sohn Zeugnis abgelegt hat. 10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in seinem eigenen Fall. Wer nicht an Gott glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht an das gegebene Zeugnis glaubt, das Gott als Zeugnis über seinen Sohn gegeben hat. 11 Und darin besteht das gegebene Zeugnis, daß Gott uns ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn. 12 Wer den Sohn hat, hat dieses Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat dieses Leben nicht.

 

*** Rbi8 1. Johannes ***

Nach „Zeugnisträger“ enthalten אABVgSyh,p folgende Worte nicht, die in späteren gr. Hss. u. in Vgc hinzugefügt worden sind: „im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind eins. (8) Und da sind drei Zeugnisträger auf Erden“.

Wtl.: „die drei [Zeugnisträger] sind in das eine hinein“. Vgl. Joh 10:30, Fn. Zur Erörterung dieses V. siehe Anh. 6B.

 

Eigener Kommentar:  Wir haben in eckiger Klammer die drei *** eingefügt, um dem Leser die Stelle zu zeigen, wo die Ergänzung in katholischen und einigen protestantischen Übersetzungen erscheint!

 

1)         Begründung der WATCHTOWER:  NEUE WELT ÜBERSETZUNG, Studienausgabe Rbi-8X, 1986; Seite 1644; Anhang 6B „Drei Zeugnisträger“

 

6B „Drei Zeugnisträger“

„Denn da sind drei Zeugnisträger, der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind in Übereinstimmung“ (1Jo 5:7, 8).

Diese Wiedergabe ist in Übereinstimmung mit den griechischen Textausgaben von C. Tischendorf (achte Ausg., 1872); Westcott und Hort (1881); Augustinus Merk (neunte Ausg., 1964); José María Bover (fünfte Ausg., 1968); UBS; Nestle-Aland.

Nach „Zeugnisträger“ fügen die Kursivhss. Nr. 61 (16. Jahrhundert) und Nr. 629 (lateinisch und griechisch, 14. bis 15. Jahrhundert) sowie Vgc die Worte hinzu: „im Himmel: der Vater, das Wort und der heilige Geist, und diese drei sind eins. (8) Und da sind drei Zeugnisträger auf Erden“. אABVgSyh,p enthalten diese Worte aber nicht.

 

2)         Begründung der WATCHTOWER: WACHTTURM v.15.12.08; Seite 27, 28; Höhepunkte aus den Briefen von Johannes und Judas

 

5:5-8  Wieso bezeugen Wasser, Blut und Geist, dass „Jesus der Sohn Gottes ist“? Wasser deswegen, weil Jehova ihn, als er nach seiner Taufe aus dem Wasser herauskam, ausdrücklich als seinen Sohn anerkannte (Mat. 3:17). Jesu Blut oder sein Leben, das er „als ein entsprechendes Lösegeld für alle“ gab, bezeugte ebenfalls, dass er Gottes Sohn ist (1. Tim. 2:5, 6). Und auch der heilige Geist bezeugte, dass Jesus Gottes Sohn ist, als er bei Jesu Taufe auf ihn herabkam. In der Kraft des Geistes ging Jesus „durchs Land und tat Gutes und machte alle gesund, die vom Teufel bedrückt wurden“ (Joh. 1:29-34; Apg. 10:38).

 

3)         Begründung der WATCHTOWER:  Werk EINSICHTEN ÜBER DIE HEILIGE SCHRIFT; Band 2; Seite 1282; Wasser

 

*** it-2 S. 1282 Wasser ***

Der Apostel Johannes schrieb später: „Dieser ist es, der mittels Wasser und Blut gekommen ist, Jesus Christus . . . Denn da sind drei Zeugnisträger, der Geist und das Wasser und das Blut, und die drei sind in Übereinstimmung“ (1Jo 5:5-8). Bei Jesu Eintritt „in die Welt“, d. h., als er seinen Dienst und seinen aufopferungsvollen Lebensweg als Gottes Messias begann, kam er zu Johannes dem Täufer, um sich von ihm im Wasser untertauchen zu lassen (nicht aus Reue über Sünden, sondern um sich Gott darzustellen und dessen Willen, ihn betreffend, auszuführen) (Heb 10:5-7). Daraufhin kam Gottes Geist auf Jesus, was ein Beweis dafür war, daß er Gottes Sohn und der Messias war (Luk 3:21, 22). Das Wasser seiner Taufe ist mit dem Blut seines Opfers und mit Gottes Geist in Übereinstimmung, wenn es darum geht, diese großartige messianische Wahrheit einmütig zu bezeugen.

 

Eigener Kommentar:  Eine von der Katholischen Kirche und vielen protestantischen Gruppen verteidigte Schriftstelle, die aber einer genaueren Prüfung niemals standhält. Sie so deutlich auf die Dreieinigkeitslehre abgestimmt, dass es jedem kritischen Leser der Schrift ins Auge fällt, was die Absicht dahinter ist! Wie viele Zeugnisträger sagt Johannes, dass es sein würden:

 

Der heilige Geist: Was ist das?Denn da sind drei Zeugnisträger, [[im Himmel: (1.) der Vater, (2.) das Wort und (3.) der heilige Geist, und diese drei sind eins.]] 8  (4.) der Geist und (5.) das Wasser und (6.) das Blut, und die drei sind in Übereinstimmung.

 

Zu Beginn wird von drei Zeugnisträgern geredet, dann werden zwei Mal je drei aufgezählt, was aber sechs Zeugnisträger ergibt! Kein Zweifel, da wird etwas hinzugefügt, was nicht dazu passt und Johannes in seiner Aussage in seinem 1.Brief vollkommen widerspricht, wo er erneut von drei Zeugnisträgern spricht und nur Geist, Wasser und Blut erwähnt!

 

Das von den Kirchen so deklarierte „heilige Geheimnis“ der Dreieinigkeitslehre ist und bleibt ein Stolperstein für jeden der darauf vertrauen setzt! Jehova ist einer und anerkennt keine anderen Götter neben sich! Jesus erklärte sich selbst als dem Vater unterordnet und „heiliger Geist“ bedeutet jedes Wort aus Gottes Mund und kann nicht als eine selbständige Person an Gottes Seite mit diesem Namen definiert werden! Jeder der Gottes Worte unverfälscht wiedergibt redet und entsprechend handelt zeigt dagegen mit „heiligem Geist“ zu wirken und wenn er sie einhält handelt er gemäss „heiligem Geist“!

 

Die NWÜ hat mit vollem Recht den Text nicht wiedergegeben. Jede Bibelausgabe die ihn widergibt folgt einem katholischen Dogma. Weder Gott noch Jesus werden dadurch geehrt, im Gegenteil: Sie werden indirekt zu Komplizen einer gravierenden Lüge gemacht! Kein Lügner aber wird Gottes Königreich erreichen!

 

 

1.1.4.          Andere Weglassungen und Veränderungen in der NWÜ und deren Auswirkung:

 

1.1.1.1          Apg 8:37:  Der Glaube des Eunuchen

Einführung zum Thema: War es Aufgabe des Philippus nachdem er den Eunuchen über Jesus als den gekommenen Messias verkündet hatte und jener nun um die Taufe bat noch Zusatzfragen zu stellen? Jener jüdische Eunuch war von Äthiopien her bis Jerusalem gereist, um am Fest teilzuhaben wie es Gott im GESETZ auch Israeliten unter den Nationen empfiehlt. Allein schon dieser Akt des Glaubens zeichnete jenen Mann aus und verriet, dass er tiefe Liebe zu Gott und dessen Wort hatte!

 

Philippus und der Eunuch (Apostelgeschichte 8:34-40) Als Antwort sagte der Eunuch zu Philịppus: „Ich bitte dich: Von wem sagt dies der Prophet? Von sich selbst oder von einem anderen? 35 Philịppus öffnete seinen Mund, und mit diesem Schriftwort anfangend, verkündigte er ihm die gute Botschaft über Jesus. 36 Als sie nun auf der Straße dahinzogen, kamen sie an ein gewisses Gewässer, und der Eunuch sprach: „Siehe! Ein Gewässer; was hindert mich, getauft zu werden? 37 —— 38 Damit gebot er, daß der Wagen halte, und sie stiegen beide in das Wasser hinab, sowohl Philịppus als auch der Eunuch; und er taufte ihn. 39 Als sie aus dem Wasser heraufgekommen waren, führte Jehovas Geist den Philịppus eilends hinweg, und der Eunuch sah ihn nicht mehr, denn er zog freudig seines Weges weiter. 40 Es fand sich aber, daß Philịppus in Ạschdod war, und er zog durch das Gebiet und verkündigte allen Städten weiterhin die gute Botschaft, bis er nach Cäsarẹa kam.

 

*** Rbi8 Apostelgeschichte 8:37 ***

In P45,74אABCVgSyp fehlt V. 37; ItVgcArm: Philippus sagte zu ihm: ,Wenn du mit deinem ganzen Herzen glaubst, ist es zulässig.‘ In Erwiderung sagte er: ‚Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist.‘ 

 

Eigener Kommentar:  Philippus hatte möglicherweise stundenlang jenen Mann belehrt und alles notwendige betreffend Jesus als dem Christus erklärt und die Erfüllung der Prophezeiungen anhand der Aussagen der Propheten beginnend mit Jesajas aufgezeigt.  Offenbar war es so, dass jener Eunuch alles verstanden hatte, was notwendig war, ansonsten hätte jener kaum um die Taufe gebeten. Dieses Bitten zeigte doch gerade, dass sein Glaube gefestigt war! Nirgends werden in der Schrift spezifische Tauffragen erwähnt, die gewisse Religionen aber stellen. Der Eunuch als aktiver Jude war sich der Verpflichtungen bewusst, die ein Bund vor Jehova darstellt. Als an Pfingsten 33 u.Z. rund dreitausend Juden getauft wurden gab es keine zusätzlichen Fragen, weil jeder sich selbst zu diesem Schritt entschieden hatte, nachdem Petrus diese Dinge um Jesus als den wahren, den vorhergesagten Messias in seiner Rede erklärt hatte! Die Taufe erfüllt doch gerade das Gebot im GESETZ Mose Glaube in den Messias zu offenbaren! „Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Họreb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.“ (5.Mo 18:14-19) Das ist das im Römerbrief erwähnte „GESETZ des Glaubens“! (Rö 3:27)

 

Der Zusatz erscheint vorab nicht gravierend zu sein, da er keine fehlleitenden Informationen enthält. Das „GESETZ des Glaubens“ in Jesus als dem wahren Christus zu verweigern bedeutet Tod!

 

1.1.1.2          Apg 15:34:  Silas und Judas

Einführung zum Thema: Die beiden hervorragenden Männer aus Jerusalem, Judas (Barsabas) und Silas (Silvanus), „führende Männer unter den Brüdern“ Jerusalems wurden beauftragt das Schreiben vom „Apostelkonzil“ des Jahres 49 u.Z. zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu bringen. Dadurch sollte die vollkommene Bestätigung erbracht werden, dass Paulus korrekt handelte, als er jene Männer aus Jerusalem zu Recht gewiesen hatte, welche eine Beschneidung der Christen aus den Heiden (Paulikaner) verlangt hatten und Judenchristen („Ebioniten“) aufforderten, sich von den Unbeschnittenen getrennt zu halten! (Gal Kap. 1, 2)

 

Der Brief des Apostelkonzils musste in allen Versammlungen gelesen werden (Apostelgeschichte 15:30-35)  Als man somit diese Männer ziehen ließ, gingen sie nach Antiọchia hinab, und sie versammelten die Menge und übergaben ihnen den Brief. 31 Nachdem sie ihn gelesen hatten, freuten sie sich über die Ermunterung. 32 Und da Judas und Sịlas selbst auch Propheten waren, ermunterten sie die Brüder mit manchem Vortrag und stärkten sie. 33 Als sie dann eine Zeitlang [dort] zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern in Frieden zu denen entlassen, die sie ausgesandt hatten. 34 —— 35 Paulus und Bạrnabas indes verweilten eine Zeitlang in Antiọchia und lehrten und verkündigten mit noch vielen anderen die gute Botschaft vom Wort Jehovas.

 

*** Rbi8 Apostelgeschichte 15:34 ***

In P74אAB fehlt V. 34; CDVgc fügen, mit Abweichungen, hinzu: „Es schien aber Silas gut, dort zu bleiben; Judas allein jedoch brach nach Jerusalem auf.

 

Es handelt sich um Details, die der Schreiber der sie später in Kopien aufführte z.B. aus einem der Schreiben der Kirchen