Newsletter „DER WEG“ 11/05-3    Mai 2011

Neubearbeitung: 25.8.11 / 8.6.18

 

 

11.5.3  Lehrer der Guten Botschaft:  Kommentar zum 1.Buch Mose (Genesis)

 

5.Teil:  1.Mose Kap. 28-38:  Die Geschichte Jakobs und seiner zwölf Söhne bis Josephs Verkauf in die Sklaverei

 

   Im 4. Teil des NEWSLETTER DER WEG vom Monat April 2011 behandelten wir unter dem Titel: 11.4.3 Gottes Gericht an Sodom und Gomorra bis zu Isaaks Segen an Jakob und Esau die Kapitel 1.Mose 19-27:

 

   Kapitel 19:  v.1933 v.u.Z.:  Gottes Urteil über Sodom und Gomorra; Engel rettet Lots Familie; Lots Töchter

   Kapitel 20:  Abimelechs Annäherungsversuch an Sara

   Kapitel 21:  1918 v.u.Z.:  Saras Schwangerschaft und Geburt von Isaak; Entwöhnung; Vertreibung Hagars; Abrahams Bund mit Philistern

   Kapitel 22:  Glaubensprüfung Abrahams und Isaaks Verschonung; Bund der Verheissung

   Kapitel 23:  1881 v.u.Z.:  Saras Tod, Abraham kauft Feld mit Höhle als Grabstätte in Machpela bei Mamre

   Kapitel 24:  1878 v.u.Z.:  Abrahams Vorkehrung für Isaaks Frau; Hochzeit mit Rebekka

   Kapitel 25:  Abrahams zweite Heirat mit Ketura; Tod Abrahams, seine Nachkommen durch Ismael und Isaak; Geschichte Isaaks: Die Zwillinge Jakob und das Erstgeburtsrecht Esaus bis zu Abrahams Tod

   Kapitel 26:  Isaak Fremdlingschaft bei Abimelech in Gerar; Gottes Segen und sein Friedensbund mit Abimelech; Heirat Esaus

   Kapitel 27:  1781 v.u.Z.:  Isaaks Segen über Jakob und Esaus Feindschaft wegen des Verlustes des Erstgeburtsrechts

 

Segen Isaaks auf Jakob  Im 5.Teil dieser Betrachtung zur Genesis gelangen wir zum Leben Jakobs, dem Stammvater der Nation Israel und den Vorhersagen Gottes an ihn. Wie zum Ende des 4.Artikels betrachtet hatte sich die Lage für Jakob gefährlich zugespitzt und er stand unter der Morddrohung Esaus. Nachdem Jakob sich persönlich um das Vorrecht der Erstgeburt bemüht hatte, während Esau dies geringschätzig betrachtet hatte und seine Mutter Rebekka dazu beitrug, dass Isaak den väterlichen Segen des Erstgeborenen mittels einer List auf Jakob übertrug, kam nun die Stunde der Trennung vom Elternhaus! Esau wollte sich an Jakob rächen!

 

   Auf der Flucht nach Haran hatte Jakob einen Traum und sah eine Leiter die bis zum Himmel reichte, worauf Engel auf und niederstiegen. Am kommenden Morgen stellte Jakob eine Säule auf und gelobte Gott ihm ein Haus zu bauen. Die Bezeichnung „Haus“ bedeutet auch im erweiterten Sinne ein Volk aufzurichten! So wie später im Falle Davids, der gelobte Jehova einen Tempel zu bauen, den dann Salomo errichtete aber im erweiterten Sinne Davids Sohn aus seiner Linie, der Messias „Spross“ fertigstellen würde. Beide Gelübde zielten somit auf den Messias hin: Das „Haus“ des Christus und der kommende „lebendige Tempel“ den Gott durch seinen Geist bewohnen wird sind identisch!

 

(Epheser 2:19-22)  Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist. 21 In Gemeinschaft mit ihm wächst der ganze Bau, harmonisch zusammengefügt, zu einem heiligen Tempel für Jehova. 22 In Gemeinschaft mit ihm werdet auch ihr zusammen zu einer Stätte aufgebaut, die Gott durch den Geist bewohnen wird.

 

   Um den Abschluss zu verstehen müssen wir Kenntnis über die scheinbar kleinen aber gewichtigen Dinge zu Beginn gewinnen! Alles Grosse ist auf kleinen Dingen aufgebaut und Jakob, den Gott selbst später Israel nennt ist dabei ein gewichtiger Baustein! Die „Ecke des Hauses“, nach der sich alles ausrichtet aber ist Gottes erstgeborener Sohn, der himmlische Michael der sich auf der Erde als Mensch Jesu ebenso in vollkommener Treue zum Vater zeigte! Die Grundlage der Propheten war bereits in der Teraphim“ vorhergezeichnet, jener Dokumentation und Sammlung aller Aussprüche Gottes seit Adam und die Erbschaftslinie des „Samens der Frau“! Als Abraham nach Kanaan ging verblieben diese in Haran bei seinem Bruder Nahor. Gott steuerte die Dinge so, dass diese aus dem Haus Nahors nun zu Jakob gelangen sollten, der von Gott bezeichneten Fortsetzung der Linie des „Samens der Frau.

 

Geschlechtslinie Abrahams und die "Teraphim"
  

   In Haran wurde Jakob Ehemann von vorerst zwei Frauen, Lea und Rahel, den Töchtern des Neffen Abrahams, Laban. Dann kamen zusätzlich zwei weitere Nebenfrauen, die Dienerinnen Bilha und Silpa der zwei Hauptfrauen, die sich alle gemeinsam darum bemühten jenes „Haus Jakobs“ durch Söhne zu erweitern. Jahrhunderte später kam Moses durch den Stamm Levi in den Besitz der Unterlagen, die er später in der Genesis zusammenfasste. Die Gesetzessammlung innerhalb der „Teraphim floss später in die Schriften Exodus (2.Buch Mose) und Levitikus (3.Buch Mose) mit ein unter der Bezeichnung „Jehovas richterliche Entscheidungen“, die seit Eden die Grundlagen für Gottes Gerichte bildeten!

 

   Jehova richtete aufgrund ein und desselben GESETZES somit bereits in Eden. Dieselbe Sammlung an Geboten bildet die Grundlage zum kommenden Endgericht und dann am Ende des Millenniums zum Schlussgericht! Jehova war seit Beginn derselbe und hat sich nie geändert! Seine Gebote dauern ewig! Die Menschen versuchten beständig seine Gebote zu umgehen und zu verdrehen! Die spätere Nation Israel sollte Hüterin dieser Gebote werden und Christen war es anvertraut das GESETZ auf der ganzen Erde aufzurichten! (Mat 6:33; 29:28-30; Rö 3:31)

 

(Jesaja 24:3-6)  Das Land wird ganz bestimmt leer gemacht werden, und unfehlbar wird es geplündert werden, denn Jehova selbst hat dieses Wort geredet. 4 Das Land hat zu trauern begonnen, ist dahingeschwunden. Das ertragfähige Land ist welk geworden, ist dahingeschwunden. Die Hohen des Volkes des Landes sind dahingewelkt. 5 Und das Land selbst ist entweiht worden unter seinen Bewohnern, denn sie haben die Gesetze [[GESETZE]] umgangen, die Bestimmung geändert, den Bund von unabsehbarer Dauer [[(von ewiger Dauer)]] gebrochen. 6 Darum hat der Fluch selbst das Land verzehrt, und die es bewohnen, werden für schuldig gehalten. Darum haben sich die Bewohner des Landes an Zahl vermindert, und sehr wenige sterbliche Menschen sind übriggeblieben.

 

   Auch in der Offenbarung wird dasselbe Thema mehrfach im Zusammenhang mit dem Endgericht und der im Verhältnis zur Erdbevölkerung geringen Zahl der „grossen Volkmenge“ gestellt. Aufgrund des Brechens dieses ersten Gebotes Jehovas mussten Adam und Eva das Paradies verlassen und vererbten nun den Alterungs- und Sterbeprozess auf all ihre Nachkommen. So wie sich dieses Gericht bereits an der ganzen Erde zur Zeit Noahs erstmals erfüllte, dann an den Städten Sodom und Gomorra, später an der Nation Israel und dann an Juda, so wird es sich erneut in Harmagedon zeigen! Gott ist gerecht und bringt Strafe über die, die ihn missachten! Moses gegenüber war bereits angekündet, dass Gott niemals Straffreiheit gewährt (2.Mo 34:6, 7). Daher sandte er Jesus, um uns zu warnen und um Umkehr und Reue zu bitten! Nur zufolge des Opfertodes Jesu können wir vom „Fluch“ auf Sünde erlöst werden! Jehova bittet nun durch jeden Jünger als Jesu Abgesandte erneut an jeden der bereit ist zu hören: „Kehrt um! (Apg 3:19-21; 2.Kor 5:20, 21) Salomo aber zeigt im Buch der Sprüche die Gefahr der jeder ausgesetzt ist der nicht hören will:

 

Jehovas Zurechtweisungen reden zu uns aus der Schrift! (Sprüche 1:23-33)  Kehrt um bei meiner Zurechtweisung. Dann will ich euch meinen Geist hervorsprudeln lassen; ich will euch meine Worte bekanntgeben. 24 Weil ich gerufen habe, ihr euch aber ständig weigert, ich meine Hand ausgestreckt habe, aber keiner da ist, der achtgibt, 25 und ihr fortfahrt, all meinen Rat unbeachtet zu lassen, und ihr meine Zurechtweisung nicht angenommen habt, 26 werde auch ich meinerseits bei eurem eigenen Unheil lachen, ich werde spotten, wenn das, wovor ihr erschreckt, kommt, 27 wenn wie ein Sturm das kommt, wovor ihr erschreckt, und euer eigenes Unheil so wie ein Sturmwind herankommt, wenn Bedrängnis und schwere Zeiten über euch kommen. 28 Zu jener Zeit werden sie mich ständig rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich unablässig suchen, aber sie werden mich nicht finden, 29 darum, daß sie Erkenntnis gehaßt und die Furcht Jehovas nicht erwählt haben. 30 Sie haben meinen Rat nicht angenommen; sie haben all meine Zurechtweisung mißachtet. 31 Somit werden sie von der Frucht ihres Weges essen, und sie werden sich von ihren eigenen Ratschlägen sättigen bis zum Überdruß. 32 Denn die Abtrünnigkeit der Unerfahrenen ist das, was sie töten wird, und die Sorglosigkeit der Unvernünftigen ist das, was sie vernichten wird. 33 Was den betrifft, der auf mich hört, er wird in Sicherheit weilen und nicht beunruhigt sein wegen des Unglücks Schrecken.“

 

   Schauen wir doch auf Jakob, wie jener auf Gott hörte, dann auf Joseph, wie er Gottes Rat annahm und schlussendlich auf Jesus, der jedes der Worte Gottes hielt und verkündete. Jeder der das tut wird in der kommenden „grossen Drangsal“ [C2] nicht beunruhigt werden!

 

   Am Ende von vierzehn Jahren die Jakob Laban als Brautpreis für Rahel und Lea gearbeitet hatte bietet Laban ihm an nun für Lohn noch weitere sieben Jahre zu dienen. Während der zwanzig Jahre des Exils in Haran segnete Gott Jakob durch Kinder und vergrösserte nun auch seinen materiellen Besitz zum Ende. Nach der Geburt des ersten Sohnes Joseph von der zuvor unfruchtbaren Rahel beschliesst Jakob auf Gottes Befehl hin nach Kanaan zurückzukehren. Als er schlussendlich aus Haran von Laban, dem Vater Leas und Rahels wegging, da hatte Jakob sich zu zwei Lagern mit grossen Tierherden und Wagen vergrössert. Er war ohne jede Habe allein zu den Nachkommen von Abrahams Bruder Nahor gekommen, Gottes Segen machte ihn reich!

 

(1. Mose 32:9-10)  Danach sagte Jakob: „O Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Ịsa·ak, o Jehova, du, der zu mir spricht: ‚Kehr in dein Land und zu deinen Verwandten zurück, und ich will gut an dir handeln‘, 10 ich bin all der liebenden Gütigkeiten und all der Treue nicht würdig, die du mir, deinem Knecht, erwiesen hast, denn nur mit meinem Stab bin ich über diesen Jordan gezogen, und jetzt bin ich zu zwei Lagern geworden.

 

Jakobs Kampf mit dem Engel   Gott hatte Jakob beschützt und seine Vorhersagen ihm gegenüber waren erfüllt worden! Bei seiner Rückkehr über Seir, das Land Edoms bereitete sich Jakob auf das Treffen mit Esau vor, der ihm mit einem Heer von vierhundert Mann entgegen kommt. Der Kampf am Abend zuvor gegen einen Engel endete mit Jakobs Sieg, indem jener Engel ihn segnen musste. Wir werden mehr darüber im Verlauf der Abhandlung hören, weil auch wir einen solchen Kampf gegen „die Regierungen und Gewalten in den himmlischen Örtern“ zu führen haben! (Eph 3:10-13) Jener Engel nannte Jakob erstmals „Israel“, was bedeutet: „Streiter (Beharrender) mit Gott; oder: Gott streitet“! Durch Jakobs grosszügige Geschenke an Esau kann ein Krieg vermieden werden und beide Zwillingsbrüder umarmen sich schlussendlich und trennen sich erneut, nun in Harmonie.

 

   In Sichem, wo Jakob in Kanaan sein erstes Lager aufbaut und Grund erwirbt wird dessen Tochter von der Lea, die Dina vom Sohn des Stadtgründers vergewaltigt und geschwängert. Mittels einer List nehmen zehn ihrer Brüder Rache an jener Stadt und töten alle Männer, deren Frauen und Kinder geraten in ihre Gewalt. Jakob verurteilt diesen Rachefeldzug, der seinen Namen in Verruf brachte und die Sippe zieht im Gefolge jener Ereignisse nach Ephratha, wo die geliebte Frau Jakobs, Rahel an der Geburt Benjamins stirbt. Dort, in Bethlehem bei Ephratha würde schlussendlich „der Same aus Jakob“, der Christus geboren werden!

 

   Jakob gelangte danach nach Hebron, jenen Ort, wo Abraham Sara begrub, wo sich inzwischen sein Vater Isaak niedergelassen hatte. Die Familie war nun erneut vereint. Dort stirbt Isaak und wird von seinen zwei Söhnen Jakob und Esau im Familiengrab Abrahams in Mamre begraben. Nun zeigte Jakob seine Vorliebe zu Joseph, dem zweitjüngsten der zwölf Söhne. Durch Josephs Träume, dass sich die gesamte Familie vor ihm verneigen würde zieht er sich den Zorn und Hass seiner zehn Brüder zu. Jene rächen sich etwas später an ihm, als er allein im Auftrag des Vaters sie im fernen Dothan beim Hüten der Kleinviehherden besucht. Ruben wendet eine Ermordung ab und die Brüder verkaufen Joseph ohne Wissen von Ruben in die Sklaverei nach Ägypten. Die ismaelitischen Händler ihrerseits verkaufen später Joseph in Ägypten an Potiphar, einen Hofbeamten Pharaos.

 

  Im letzten Kapitel dieser Betrachtung kommt das Thema der Schwagerehe erstmals in den Vordergrund, als Juda seinen Erstgeborenen Sohn namens Er mit Tamar verheiratet. Aufgrund Gottes Urteil aber tötet Juda seinen Sohn Er, der sich als boshaft erwiesen hatte und Tamar bittet danach Juda um die Ehe mit Onan, dem Bruder von Er, dem Schwager. Auch dieses göttliche Urteil im Falle von Er und später von Onan wurde Teil der Sammlung richterlicher Urteile Jehovas, weil sie die von Ihm befohlene Schwagerehe und deren Zweck nicht achteten, dem Verstorbenen nun Nachkommen aus derselben Blutlinie zu zeugen! Gottes Gebote haben seit Adam ewige Gültigkeit und auch Jesus wird sich im Endgericht danach ausrichten! Gottes Gebot zur Reinerhaltung der Familie muss durch den Vater als Richter der Familie in Kraft bleiben!

 

(5. Mose 21:18-21)  Falls ein Mann einen Sohn haben sollte, der störrisch und rebellisch ist, indem er nicht auf die Stimme seines Vaters oder die Stimme seiner Mutter hört, und sie haben ihn zurechtgewiesen, aber er wird nicht auf sie hören, 19 dann sollen ihn sein Vater und seine Mutter ergreifen und ihn zu den älteren Männern seiner Stadt und zum Tor seines Ortes hinausbringen, 20 und sie sollen zu den älteren Männern seiner Stadt sagen: ‚Dieser unser Sohn ist störrisch und rebellisch; er hört nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und ein Trunkenbold.‘ 21 Dann sollen ihn alle Männer seiner Stadt mit Steinen bewerfen, und er soll sterben. So sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen, und ganz Israel wird es hören und sich bestimmt fürchten.

 

   Juda war somit als Richter seiner Familie als Vorbild darin vorangegangen, der Rechtsordnung Gottes Nachachtung zu verschaffen! Jesus bestätigt dieselbe Ordnung im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Paulus, Petrus und die übrigen Apostel zeigen deutlich, dass sich nichts verändert hat! Lassen wir uns durch religiöse Scheinargumente nicht irreführen! Jesu Worte richten sich auch an uns:

 

Jesu Apostel hatte grössere Liebe zum Meister wie ihren Familien  (Matthäus 10:34-39)  Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl [[Pfahl]] nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

 

   Die Liebe zu Jesus zeigt sich dadurch, dass wir Gottes Königreich und dessen Rechtsordnung in unserem Leben ins Zentrum stellen (Mat 6:33) und dadurch ungewollt Feindschaft um uns erzeugen, die in der Familie beginnt! Wer Sohn oder Tochter, die sich gegen Gottes Anordnung stellen mehr liebt als Jesu Gebote einzuhalten, der verleugnet ihn! Gott verlangt von uns ausschliessliche Ergebenheit wie er dies von Abraham, Isaak, Jakob und nun von Juda forderte! Der Lohn ist ewiges Leben, Ungehorsam bedeutet Tod!

 

   Da Onan seinen Auftrag der Tamar und damit dem verstorbenen Er Kinder zu erwecken veruntreute so wurde auch er getötet. Der jüngste der Söhne Judas, Schela will offensichtlich mit Tamar keine Heirat eingehen und Juda drängt jenen letzten verbliebenen Sohn nicht. So verkleidet sich Tamar als Hure und es gelingt ihr, dass Juda selbst sie begehrt und sie durch ihn schwanger wird. Als dies offensichtlich wird verurteilt Juda sie zum Tod zufolge Hurerei, wird aber selbst durch Tamar als Vater des Kindes überführt. Juda erkennt an, dass Tamar nach Gottes GESETZ redlicher gehandelt hatte als er selbst. Aus den Zwillingen von Tamar, durch Perez würde später der Messias kommen, wie sowohl Matthäus wie Lukas in ihren Evangelien bestätigen! (Mat 1:3; Lu 3:33)

 

Tamar spielte die Hure, um Juda zu verführen und damit ihr Recht auf die Schwagerehe durchzusetzen (1. Mose 38:24-26)  Etwa drei Monate später jedoch geschah es, daß dem Juda mitgeteilt wurde: „Tạmar, deine Schwiegertochter, hat die Hure gespielt, und siehe, sie ist durch ihre Hurerei auch schwanger.“ Darauf sprach Juda: „Bringt sie hinaus, und sie soll verbrannt werden. 25 Als sie hinausgebracht wurde, sandte sie ihrerseits zu ihrem Schwiegervater und ließ sagen: „Von dem Mann, dem diese [Dinge] gehören, bin ich schwanger.“ Und sie fügte hinzu: „Untersuche bitte, wem diese gehören, der Siegelring und die Schnur und der Stab.“ 26 Da untersuchte Juda sie und sprach: „Sie ist gerechter als ich, denn ich habe sie ja meinem Sohn Schẹla nicht gegeben.“ Und er hatte danach keinen weiteren Verkehr mit ihr.

 

   Juda zeigte sich schlussendlich unparteiisch als Richter in Familienangelegenheiten und gestand seine eigene Schwäche ein, die Tamar mit Gottes rechtlicher Grundlage zu ihrer Gunsten in Anwendung gebracht hatte! Gottes Plan war es, dass der Christus aus der direkten Linie Judas kommen sollte! Wer sich Gottes Plan widersetzt, bewusst oder unbewusst wird früher oder später den hohen Preis dafür bezahlen! All dies wurde zu unserer Unterweisung aufgezeichnet und gilt auch in unseren Tagen weiter.

 

(Römer 15:4)  Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.

 

   Auch aus diesem Artikel wird erneut deutlich, wie wichtig eine exakte Erkenntnis der Dinge zu Beginn ist, um das von Gott vorhergesehene Ende klar vor Augen zu führen! Nur Jehova kennt von Beginn an den Ausgang jeder Sache!  Er leitet die Dinge aus dem Geistbereich heraus oft gar gegen den ausdrücklichen Willen der Beteiligten!

 

(Jesaja 46:8-10)  Gedenkt dessen, damit ihr Mut fassen mögt. Nehmt es zu Herzen, ihr Übertreter. 9 Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, daß ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; 10 der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: ‚Mein eigener Beschluß wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘;

 

   Gott allein weiss, was schlussendlich zu unserem Segen gereicht. ER informiert daher die von Ihm Erwählten mittels seines Wortführers, vorab war dies „der Engel Jehovas“, Michael. Später, wie jener Engel wie vorhergesagt zur Erde herabgesandt wurde, um aus der Jungfrau Maria geboren zu werden, der verheissene Messias, der Christus wurde, einziger Mittler seit Eden zwischen Mensch und Gott! Viele dieser gewichtigen Zusammenhänge lassen unseren Blick gespannt auf den Verlauf des Offenbarwerdens des „Samens der Frau“ richten und weiterhin um Aufrichtung von Gottes kommender Königreichsregierung für das Millennium zu bitten! (Gal 3:19, 20; 1.Ti 2:5, 6)

 

      Hinweis zu den Jahreszahlen und der Chronologie:  Jedes System geschichtlicher Aufzeichnungen das exakt sein will fusst auf Jahreszahlen die in Relation zu gewichtigen Ereignissen berechnet wurden, deren Jahr mehr oder weniger genau festgelegt werden konnte. Wer sich mit dem Thema eingehender befasst bemerkt, dass innerhalb der Religionen und weltlicher Geschichtsschreibung z.T. gewichtige Differenzen in der Datierung existieren. Je früher wir in der Geschichte in Richtung Adam gelangen, desto ungenauer werden die Angaben! Dies hat vielerlei Gründe!

 

   In unseren Abhandlungen geht es nicht um den Beweis, dass gewisse Jahreszahlen exakt sind, sondern um den logischen Ablauf von Ereignissen aber auch dadurch den Beweis zu erbringen, dass die Angaben der Schrift verlässliche Massstäbe liefern, um eine exaktes Gesamtbild zu erlangen! Wir haben auf ein vorhandenes System der Datierung abgestellt, das sich zuerst als sehr stabil, später im Verlauf der Jahre genauerer Nachprüfung aber als ebenso lückenhaft erwies wie andere. Um nicht noch mehr Verwirrung zu schaffen sind wir beim übernommenen System geblieben unter deutlichem Hinweis, dass dort Fehler existieren und es sich um Annäherungswerte handelt!

 

   Bitte beachte zu diesem Thema den Artikel: Anmerkungen zur CHRONOLOGIE biblischer Geschichte

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

5.3      Kommentar zum 1.Buch Mose (Genesis) 9

5.3.1              Übersicht der in diesem Teil behandelten Kapitel 28 bis 38. 9

5.3.1.1        Der Inhalt des 1.Buche Mose: Kapitel 28-38. 9

Kapitel 28:  1781 v.u.Z.: Jakob geht nach Haran zu Laban; Traum der Leiter zu Bethel 9

Kapitel 29:  1781-1774 v.u.Z.:  Jakobs Liebe zu Rahel; Heirat Leas. 10

Kapitel 30:  1774 v.u.Z.: Rahel gibt Jakob die Magd Bilha und Lea ihre Magd Silpa; Jakobs Kinder, sein Lohn und sein Ausbreiten  10

Kapitel 31:  1761 v.u.Z.:  Jakobs heimliche Rückkehr nach Kanaan; Rahel stielt die „Teraphim“ von Laban; Bund zu Galed  10

Kapitel 32:  1761 v.u.Z.:  Jakobs Gaben an Esau; sein Ringen mit einem Engel 11

Kapitel 33:  1761 v.u.Z.:  Das Treffen Jakobs mit Esau und sein Lager in Sichem.. 11

Kapitel 34:  Vergewaltigung Dinas und die Rache der Brüder 11

Kapitel 35:  Jehova nennt Jakob nun Israel; Rahels Tod. 11

Kapitel 36:  Geschichte Esaus; die Scheiche von Edom.. 11

Kapitel 37:  1750 v.u.Z.:  Liebe Jakobs zu Joseph; Verkauf in die Sklaverei 11

Kapitel 38:  Geschichte Judas; Tamar verkleidet sich als Prostituierte, um mit Juda Verkehr zu haben. 11

5.3.2              Kapitel 28:  1781 v.u.Z.: Jakob geht nach Haran zu Laban; Traum der Leiter zu Bethel 11

5.3.1.2        1.Mose 28:1-9: Isaaks erneuter Segen auf Jakob bevor er ihn nach Haran sendet und Esau dritte Heirat mit einer Ismaeliterin  11

1.Mo 28:1-5:  Segen und Auftrag an Jakob sich eine der Töchter Labans zu holen: Jakob soll zu einer Versammlung von Völkern werden! 11

1.Mo 28:6-9:  1781 v.u.Z.:  Esaus dritte Heirat mit einer der Töchter Ismaels. 12

5.3.1.3        1.Mose 28:10-22: 1781 v.u.Z.:  Bethel, der Ort, wo Jakob die Himmelsleiter sah, „das Haus Gottes 13

1.Mo 28:10-15:  Jakobs Traum der Leiter die zum Himmel reichte. 13

Der „Same Abrahams“ der verstarb kommt erneut zum Leben! Sie werden Engel zum Menschensohn auf- und niedersteigen sehen  14

1.Mo 28:16-19:  Jakob nennt den Ort Bethel, „das Haus Gottes und das ist das Tor der Himmel 15

1.Mo 28:20-22:  Jakobs Gelübde, dass die Steinsäule zu einem „Haus Gottes“ werden wird und sein Versprechen Gott Zehnen zu entrichten. 16

5.3.3              Kapitel 29:  1781-1774 v.u.Z.:  Jakobs Liebe zu Rahel; seine unerwartete Heirat mit Lea und dann mit der geliebten Rahel 17

5.3.1.4        1.Mose 29:1-12:  1781 v.u.Z.:  Jakobs erste Begegnung mit Rahel am Brunnen in Haran. 17

1.Mo 29:1-8:  Jakobs Begegnung mit Hirten aus Haran und sein erstes Zusammentreffen mit Rahel 18

1.Mo 29:9-12:  Jakob tränkt die Schafe der Schafhirtin Rahel und gibt sich ihr als Sohn Rebekkas zu erkennen  19

5.3.1.5        1.Mose 29:13-35:  Laban zeigt sich gastfreundlich aber als Vertreter eigener Interessen; seine Schachzüge im Hinblick auf  Jakobs Dienst, als Entgelt für die Heirat mit Rahel und dann für Lea. 19

1.Mo 29:13-20:  Jakobs Angebot sieben Jahre Laban zu dienen, um die Hand Rahels zur Heirat zu erhalten  19

1.Mo 29:21-29:  1774 v.u.Z.:  Labans Festmahl am Ende der sieben Jahre und Jakobs Überraschung in der Hochzeitsnacht mit Lea; Silpa, die Magd Leas als Brautgabe des Vaters. 20

1.Mo 29:30-35:  1774 v.u.Z.:  Hochzeit mit Rahel, Jakobs Vorliebe zu Rahel offenkundig gemacht; sieben weitere Jahre Dienst für Rahel und deren Magd Bilha; Leas Fruchtbarkeit mit Ruben, Simeon, Levi, Juda; Rahel bleibt unfruchtbar 21

5.3.4              Kapitel 30:  1774 v.u.Z.: Rahel gibt Jakob die Magd Bilha und Lea ihre Magd Silpa; Jakobs Kinder, sein Lohn und sein Ausbreiten. 21

5.3.1.6        1.Mose 30:1-30:  Gottes Vorhersagen betreffend der Ausbreitung von Abrahams Same beginnt durch Jakob und seine vier Frauen Wirklichkeit zu werden. 21

1.Mo 30:1-8:  Rahels Eifersucht auf die Fruchtbarkeit Leas lässt sie ihre Sklavin Bilha an ihrer statt Kinder von Jakob hervorbringen: Dan und Naphtali 22

1.Mo 30:9-13:  Lea hört auf zu gebären und gibt daher ebenso Jakob ihre Magd Silpa, um weitere Kinder durch sie zu haben: Gad und Ascher 22

1.Mo 30:14-21:  Leas Handel um Mandragoren, um eine Nacht mit Jakob zu verbringen und Rahels Kaufpreis den Jakob im Tausch zu geben: Leas Schwangerschaften mit Issachar, Sebulon und einer Tochter, Dina. 23

Die von Gott in uns gelegten Bedürfnisse für Männer, Frauen und Kinder wieder in gottgewollter Form befriedigen! 23

Die Erfüllung ehelicher Rechte und Pflichten als Bindemittel, um Familien zu stärken. 24

1.Mo 30:22-30:  1767 v.u.Z.:  Die Auswirkungen der Mandragoren bei Rahel bewirkten vorerst keine Fruchtbarkeit: Erst Jahre später wird von der geliebten Frau Joseph geboren! Jakob bittet Laban um die Rückkehr zu seiner Familie  25

5.3.1.7        1.Mose 30:31-43:  Gott segnet Jakob und durch gerechtes und kluges Handeln wird er reich. 26

1.Mo 30:31-36: 1767 v.u.Z.:  Jakobs Lohn für vierzehn Jahre des Hütens der Herden Labans: seine vier Frauen und deren elf Kinder!  Alles Gesprenkelte und Farbige ausgesondert für die Söhne Labans. Neugeborenes Gesprenkeltes und Farbiges aber soll künftiger Lohn Jakobs sein; Laban setzt eine Distanz zwischen beide Herden von drei Tagereisen  26

1.Mo 30:37-43:  Jakobs Kenntnis über die Beeinflussung der Fruchtbarkeit bei Schafen durch ein natürliches Mittel wird ihm zum Gewinn: Wer gab Jakob diesen Rat und beeinflusste die Art des Wurfes durch Zuchtwahl?. 27

5.3.5              Kapitel 31:  1761 v.u.Z.:  Jakobs heimliche Rückkehr nach Kanaan; Rahel stielt die „Teraphim“ von Laban; Bund zu Galed  28

5.3.1.8        1.Mose 31:1-18:  Der Streit zwischen Laban und Jakob aufgrund der Habsucht von Labans Söhnen und des mehrmaligen Vertragsbruchs Labans. 28

1.Mo 31:1-5a:  Die Eifersucht und Habsucht der Söhne Labans: Sie begehren alles, was Jakobs vereinbarter Lohn für zwanzig Jahre Arbeit war; Labans Veränderung Jakob gegenüber: Gottes Ankündigung an Jakob bald in sein Geburtsland Kanaan zu seinen Verwandten zurückzukehren. 28

1.Mo 31:5b-13:  Jakob deckt Labans falsches Spiel der Lea und Rahel gegenüber auf, der zehn Mal den Lohn verändert hat: Gottes Anweisung an Jakob kam durch einen nächtlichen Traum mittels Zuchtwahl durch die Böcke das erwartete Resultat zu erreichen; Jehovas Anweisung in das Geburtsland zurückzukehren. 29

1.Mo 31:14-16:  1761 v.u.Z.:  Jakobs Frauen Rahel und Lea halten fest zu ihrem Ehemann! Sie betrachten sich selbst durch ihren Vater Laban als um ihr eigenes Erbe und das ihrer Kinder betrogen. 29

1.Mo 31:17-18:  Jakobs Wegzug im Geheimen mit allem angesammelten Gütern und Anteilen am Erbe die rechtlich seinen zwei Frauen von Laban her zustanden in Richtung Kanaan. 30

5.3.1.9        1.Mose 31:19-30:  1761 v.u.Z.:  Rahels Diebstahl der „Teraphim“, Laban holt die Flüchtenden in Galed ein; Jakobs Ehrlichkeit, was das Erbe betrifft wird erwiesen. 30

1.Mo 31:19-24:  Rahels Diebstahl der „Teraphim“, der verbürgten Erbrechte und Originale der Familiendokumentation auf die Abraham, Isaak und Jakob durch die Heirat Leas Anrecht hatten; Labans Traum von Gott her 30

1.Mo 31:25-30:  Jakob legt die Heuchelei und das beständige falsche Spiel Labans offen dar, als jener ihn in der Berggegend Gileads einholte. 31

Was nun bedeutet das hebräische Wort „ʼeloháj“ als Ersatz für „Teraphim“ wirklich: „Götter“ oder „den GOTT“ im Majestätsplural für Jehova, respektive dessen aufgezeichnetes Wort?. 32

5.3.1.10      1.Mose 31:31-42: Laban findet die „Teraphim“ nicht und Jakob verteidigt sein Weggehen. 33

1.Mo 31:31-35:  Labans Suche nach den „Teraphim“, den Aufzeichnungen göttlicher Aussprüche erfolglos; Rahels Ausrede, um unentdeckt zu bleiben. 33

1.Mo 31:36-42:  Jakob verteidigt sich als der Beweis erbracht war, dass aus Labans Habe nichts bei ihm gefunden wurde und alles falsche Verdächtigungen waren. 34

5.3.1.11      1.Mose 31:43-55:  1761 v.u.Z.:  Laban gesteht sein falsches Verhalten Jakob, seinen Töchtern und deren Kindern gegenüber ein: Der Friedensbund zu Galed und der „Wachtturm“ als Wächter zwischen beiden Gruppen. 35

1.Mo 31:43-47:  Labans Eingeständnis, dass Jakob mit vollem Recht gehandelt hat und das Seine wirklich ihm und seinen Kindern gehört 35

1.Mo 31:44-55:  Der Bund zu Galed, „der Wachtturm“, wo der Gott Abrahams und Nahors Wache hält, Jakobs Opfer und Gemeinschaftsessen. 35

Der Richterspruch Jakobs als Vater und Patriarch in Familienangelegenheiten verurteilt Diebstahl mit Todesfolge! 36

5.3.6              Kapitel 32:  1761 v.u.Z.:  Jakobs Gaben an Esau; sein Ringen mit einem Engel 37

5.3.1.12      1.Mose 32:1-15:  Jakobs Vorbereitung des Treffens mit Esau. 37

1.Mo 32:1-8:  1761 v.u.Z.:  Die Engel Jehovas erscheint Jakob. Er sendet Boten zu Esau nach Seir mit friedlicher Nachricht, jener aber reagiert feindlich; Jakobs Vorbereitung für das Zusammentreffen. 38

1.Mo 32:9-15:  Jakobs Bitten an Gott, um Anleitung und Schutz und sein kluges Handeln, um Esau zu beruhigen und durch grosszügige Geschenke zu befriedigen. 38

5.3.1.13      1.Mose 32:16-32:  Jakobs kluger Streit mit Menschen und dann mit einem Engel Gottes bringt ihm Jehovas Anerkennung und seinen neuen Namen „Israel“ ein, was „Streiter mit Gott“ oder „Gott streitet“ bedeutet: Mit welchem Gott?. 39

1.Mo 32:16-21:  Die Abteilungen in fünf Gruppen der Herden als Geschenke ziehen Esau in Abständen entgegen  39

1.Mo 32:22-30: 1761 v.u.Z.:  Jakob überschreitet die Fuhrt des Jabbok und streitet als 97-Jähriger mit einem Engel bis zur Morgenröte; Jakobs Name durch jenen Engel auf Israel verändert (Bedeutet „Gott streitet“, „Streiter (Beharrender) mit Gott“. Hebr.: Jißraʼél.) 40

Der Engel muss richtig identifiziert werden, der Jakob Widerstand leistete! Andere Schriftstellen geben Hinweise! 41

Verzögerungen, die durch Gottes Widersacher verursacht werden der Widerstand leistet sind auch für unsere Tage vorhergesagt! 42

1.Mo 32:31-32: 1761 v.u.Z.:  Die Folgen der ausgerenkten Hüftpfanne Jakobs. 43

Der mit Jakob kämpfende Engel ist identifiziert! Wir sollen standfest Stellung beziehen auf der Seite des wahren Gottes! 44

Den GOTT“, Jehova den Höchsten von jedem anderen Gott unterscheiden lernen! 45

Wer gab Jakob nun wirklich den Namen „Israel“: Der „Gott dieses Systems“ oder Jehova Gott?. 46

5.3.7              Kapitel 33:  1761 v.u.Z.:  Das Treffen Jakobs mit Esau und sein Lager in Sichem.. 47

5.3.1.14      1.Mose 33:1-11:  Jakob wendet den Hass Esaus durch grosszügige Geschenke in Freude um, er unterordnet sich Esau freiwillig  47

1.Mo 33:1-8: Jakobs letzte Vorbereitung zum Treffen mit Esau: Seine Frauen und Kinder in drei Gruppen unterteilt 47

1.Mo 33:8-11:  Jakob drängt Esau seine Gaben anzunehmen und findet in dessen Augen Gunst 48

5.3.1.15      1.Mose 33:12-20:  Jakob und Esau trennen sich; Jakobs erster fester Wohnsitz nach seiner Rückkehr nach Kanaan in Sukkoth, bei Sichem.. 48

1.Mo 33:12-16:  Esau kehrt Jakob voraus nach Seir zurück; Jakob passt sein Marschtempo den Schwächsten an, hat aber beschlossen von Esau wegzulaufen. 48

1.Mo 33:17-20: Jakobs neuer Lagerplatz in Sukkoth, wo er sich ein Haus und für die Herden Hütten baute, vor der Stadt Sichem, auf einem mit Geld erworbenem Grundstück. 50

5.3.8              Kapitel 34:  Vergewaltigung Dinas und die Rache der Brüder 51

5.3.1.16      1.Mose 34:1-7:  Missachtung des Gebots nur innerhalb der Anbeter Jehovas zu heiraten bringt tragische Folgen  51

1.Mo 34:1-7:  Dinas unkluges Verhalten und ihre Verbindung zu den Töchtern des Landes führt zu ihrer Vergewaltigung  51

Nicht die Gefühle des Menschen, sondern Gottes Richtlinien sollen ihn lenken! 52

1.Mo 34:8-12:  Gottes Gebot sich nicht mit den Kanaanitern zu vermischen wird erneut unterlaufen. 54

1.Mo 34:13-19:  Heirat mit Unbeschnittenem wird von Israel als Schmach und Schande empfunden. 55

1.Mo 34:20-34:  Der trügerische Effekt von Massenbekehrungen zum Scheinglauben, wie im Falle Hamors  57

5.3.1.17      1.Mose 34:25-31:  Die unabsehbaren Folgen der Vergewaltigung nicht unterschätzen. 57

1.Mo 34:25-29:  Die Rache Simeons und Levis wegen der Verunreinigung Dinas. 58

1.Mo 34:30-31:  Racheakte der Söhne bringen den Vater Jakob im Lande in Verruf; wer aber hat das Recht eine geachtete Frau als Prostituierte zu behandeln?. 58

Sich nicht selbst rächen! Als Christen die Gefahr sehen, sich selbst dem Ehebruch und der Prostitution Tür und Tor zu öffnen! 59

Jesus als unser nächster Verwandter muss am Gerichtstag Gottes die Rache ausüben! 60

5.3.9              Kapitel 35:  Jehova nennt Jakob nun Israel; Rahels Tod. 60

5.3.1.18      1.Mose 35:1-15:  Jakob gehorcht erneut dem Engel Gottes und zieht nach Bethel 60

1.Mo 35:1-4:  Gottes Aufforderung an Jakob den Wohnsitz zu wechseln und nach Bethel zu ziehen; Alle fremdländischen Götzen im Lager Jakobs werden entfernt 60

1.Mo 35:5-15:  Der Schrecken Gottes vor Jakob kommt über die Bewohner Kanaans. In Bethel nennt Gott Jakob erneut Israel und verspricht aus ihm Nationen und Könige zu machen. 61

Wie viele „Bethel“ gibt es in der Endzeit, „Häuser Gottes“ die der Anerkennung Jehovas entbehren?. 63

5.3.1.19      1.Mose 35:16-29:  Rahel stirbt an der Geburt Benjamins; Ruben verunreinigt Israels Ehebett; Isaaks Tod. 65

1.Mo 35:16-20:  Jakob zieht von Bethel nach Ephratha, respektive Bethlehem, wo Rahel an der Geburt Benjamins stirb; Wo liegt dabei der Beziehungspunkt zu David und Jesus?. 65

1.Mo 35:21-26:  Ruben verunreinigt das Ehebett Jakobs mit Bilha und verliert dadurch sein Erstgeburtsrecht; Jakobs zwölf Söhne  66

1.Mo 35:27-29:  1711 v.u.Z.:  Jakob zieht nach Hebron zu Isaak; Isaaks Tod mit 180 Jahren; Esau und Jakob begraben ihn  67

5.3.10            Kapitel 36:  Geschichte Esaus; die Scheiche von Edom.. 67

5.3.1.20      1.Mose 36:1-14:  Isaaks Sohn Esau wird im Verlauf der Zeit von Gott gesegnet 67

1.Mo 36:1-14:  Die Geschichte Esaus oder Edoms durch Jakob in der „Teraphim“ verewigt; Esau besiedelt Berggegend von Seir; seine Nachkommen. 67

5.3.1.21      1.Mose 36:15-43:  Esaus Nachkommen schon früh unter der Verwaltung eigener Scheiche und Könige. 68

1.Mo 36:15-30:  Von Esau, Abrahams Nachkomme durch Isaaks stammen die Scheiche des Landes Seir 68

1.Mo 36:31-43:  Die Könige und Scheiche aus dem Stamme Esaus die in Seir herrschten. 69

Esau, als überhöhtes Haupt ohne göttliche Legitimation bringt Scheiche als Herrscher hervor; Salomos Rat und Jesu Vorbild für uns heute. 71

5.3.11            Kapitel 37:  1750 v.u.Z.:  Liebe Jakobs zu Joseph; Verkauf in die Sklaverei 72

5.3.1.22      1.Mose 37:1-11:  Die besondere Liebe Jakobs zu Joseph schattet Jehovas besondere Liebe zu Jesus vor 72

1.Mo 37:1-4:  Joseph bringt über seine Brüder einen schlechten Bericht zum Vater Jakob; der Hass der zehn Brüder nimmt seinen Beginn. 72

1.Mo 37:5-8:  Der Traum Josephs von den Garben der Brüder die sich vor ihm niederbeugen. 73

1.Mo 37:9-11:  Josephs zweiter Traum von der Sonne, dem Mond und den elf Sternen; Jakobs Tadel und was dies bedeutet 75

5.3.1.23      1.Mose 37:12-36:  1750 v.u.Z.:  Josephs Söhne sinnen auf Rache und verkaufen ihren Bruder in die Sklaverei 75

1.Mo 37:12-17:  Jakob besucht seine Brüder die Schafe in Dothan weiden. 75

1.Mo 37:18-24:  Der Mordanschlag der zehn Brüder gegen Joseph aus Eifersucht auf Jakobs Liebe geplant; Ruben verwendet sich zu Gunsten Josephs. 77

1.Mo 37:25-30:  Juda wendet den Mord an Joseph ab und sie verkaufen ihn in die Sklaverei an Ismaeliter; Rubens späte Reue als Ältester und Verantwortlicher 78

1.Mo 37:31-36:  Die Täuschung Jakobs des fingierten Todes Josephs durch ein wildes Tier; Joseph in Ägypten an Potiphar als Sklave verkauft 80

5.3.12            Kapitel 38:  Geschichte von Juda; Tamar verkleidet sich als Prostituierte, um mit Juda Verkehr zu haben  83

5.3.1.24      1.Mose 38:1-11:  Die Nachkommen Judas aus der Verbindung mit einer Kanaaniterin. 83

1.Mo 38:1-5:  Juda nimmt sich die Tochter des Adullamiters Hira, eines Kanaaniters: Seine Nachkommen  83

1.Mo 38:6-11:  Die Heirat von Er mit Tamar, sein Todesurteil; Onan verweigert den Vollzug der Schwagerehe und auch er wird durch Gottes Gebot zu Tode gebracht 83

Das Gebot der Schwagerehe als Gebot Jehovas anerkennen! Kein Buchstabe vom GESETZ ist dahingefallen! 84

Was hat Onan mit dem von der Katholischen Kirche verurteilten Onanieren zu tun?. 85

5.3.1.25      1.Mose 38:12-30:  Der Vollzug der Schwagerehe als göttliches Gebot betrachtet: Juda selbst durch Tamar auf die Probe gestellt 86

Gottes Recht muss durch gerechte Richter Nachachtung verschafft werden! 86

1.Mo 38:12-19:  Tamar verkleidet sich als Prostituierte und bringt durch List Juda dazu mit ihr die Schwagerehe zu vollziehen; Judas Fehlverhalten als Richter durch Tamar offengelegt 87

1.Mo 38:20-26:  Die schwangere Tamar wird vom Richter Juda als gerechter als er selbst bezeichnet! 88

Jesu Verteidigung einer reuigen Sünderin beschämt einen stolzen Pharisäer: Lehre über Gottes Nachsicht und Barmherzigkeit 90

Gottes Barmherzigkeit und „unverdiente Güte“ nicht verachten! 91

1.Mo 38:27-30:  Die Kennzeichnung des Zwillings der Tamar mittels eines roten Fadens, Serach: Perez, der den Durchbruch gerissen hat 91

Durch Kindergebären in Sicherheit wohnen; Jeder Mann habe seine Frau. 92

An der spezifischen Aufgabe der Frau und ihrer Rolle im Plan Gottes festhalten! 93

  

 

5.3              Kommentar zum 1.Buch Mose (Genesis)   

 

 

5.3.1         Übersicht der in diesem Teil behandelten Kapitel 28 bis 38

 

5.3.1.1      Der Inhalt des 1.Buche Mose: Kapitel 28-38

 

Kapitel 28:  1781 v.u.Z.: Jakob geht nach Haran zu Laban; Traum der Leiter zu Bethel

Jakobs Flucht vor Esau zeigt einmal mehr, dass Gott das Böse und Tragische auch bei seinen Auserwählten zulässt! Selbst Jesus war später ähnlicher Art Verfolgung ausgesetzt und musste unter harten Bedingungen Gott die Treue zeigen. Jehova aber lenkt die Dinge schlussendlich so, dass sie seinem Plan dienlich sind und zum Besten der Beteiligten ausschlagen!

 

Wir müssen lernen die Wirklichkeit hinter der Erkenntnis zu sehen, dass zwei Geistermächte „in den himmlischen Örtern“ sich um die Vorherrschaft auf der Erde streiten! Nachdem Satan sich in Eden gegen Gottes Plan aufgelehnt hatte überliess Gott Jehova das erste Menschenpaar, Adam und Eva seiner Obhut! Damals, als Gott die Trennung und Feindschaft setzte wurde der zweite „Himmel Satans geschaffen, der zum „Gott dieses Systems der Dinge“ wurde! „Wenn nun die gute Botschaft, die wir verkündigen, tatsächlich verhüllt ist, so ist sie unter denen verhüllt, die zugrunde gehen, unter denen der Gott dieses Systems der Dinge den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle.“ (2.Kor 4:3, 4)

 

(1. Korinther 2:7)  Sondern wir reden Gottes Weisheit in einem heiligen Geheimnis, die verborgene Weisheit, die Gott vor den Systemen der Dinge zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat.

 

Gott wusste von Beginn an, dass die bereits fest in die Gene Adams gelegten GESETZE die Menschen durch ihr Gewissen zu Ihm hin lenken würden, da ein tiefes Bedürfnis in jedem existiert seinen Schöpfer kennen zu lernen und Seinen Plan mit den Menschen zu verstehen! Vor den Richtern des Areopags in Athen erklärte Paulus:

 

Paulus predit auf dem Areopag in Athen(Apostelgeschichte 17:26-28)  Und er hat aus einem [Menschen] [[(Adam)]] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen], 27 damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist. 28 Denn durch ihn haben wir Leben und bewegen uns und existieren, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: ‚Denn wir sind auch sein Geschlecht.‘

 

Gut geneigten Menschen sollten diese Dinge schrittweise erklärt werden! „Der Engel Jehovas“, Michael als Engelfürst (Da 10:13) und als der Hauptvertreter „der Frau“, aller Gott treuen Engel hatte damit bereits in Eden begonnen, indem Adam täglich „… zur Zeit der Brise [[des Geiste heb: leruach]] des Abends“ (1.Mo 3:8-13 s.FN NWÜ und 1.Mo 1:2 mit „wirksame Kraft“ übersetzt) Unterweisung erhielt! Gott liess somit den Menschen von Beginn an nicht auf sich allein gestellt, sondern wie ein liebender Vater kümmerte er sich vorab um dessen Unterweisung und physischen Unterhalt, wo er für alles Lebensnotwendige sorgt, dann für Ausbildung und emotionelle Unterstützung durch Rat und Anleitung!

 

Während der ganzen Zeit bis hin zu Abraham, dann in Isaak und nun in Jakob erwählte sich Jehova Menschen, denen er sich und seinen Plan schrittweise mehr und mehr offenbarte! Das Bindeglied zwischen Mensch und Gott blieb stets derselbe Engel, Jehovas Wortführer Michael, sein Erstling im Himmel den Paulus als einzigen „Mittler zwischen Gott und Menschen“, der selbst Mensch werden musste! „Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden.“ (1.Ti 2:5, 6)

 

Nun traf es Jakob, die dritte Generation nach Abraham ein wichtiges Element in der Verwirklichung von Gottes Plan zu werden: Er sollte der „Vater einer grossen Nation“ werden, die schlussendlich Könige hervorbringen würde, welche die ganze Erde beherrschen würden und die alle demselben Engel Gottes Gehorsam zollen würden! Eine geeinte Nation unter einer Leitung stehend, einem GESETZ unterordnet, einer gerechten Form von Rechtsprechung zugeneigt: Das „Königreich der Himmel“! Aus Jakob sollte der Grundstock entstehen, auf welchem Gott selbst systematisch über viele Jahrhunderte das aufbauen würde, was er sich seit Beginn vorgenommen hatte! Allen Anfeindungen der „Schlange“ zum Trotz würde daraus eine starke Nation entstehen, welche schlussendlich nach einer Reinigung der Erde in der „Zeit des Endes“ eine „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ bilden würden!

 

Abrahams Same, Jehovas "Frau": Das symbolische Drama von Hagar und Sara
  

Während Jakob beständig Gott Gehorsam zeigt und das erfüllt, was sein Vater und seine Mutter von ihm wünschen, so war es sein Zwillingsbruder Esau, der seinen eigenen Weg gehen wollte. Er heiratet entgegen dem Willen der Eltern nach den zwei Kanaaniterinnen nun auch noch eine Ismaeliterin, was jedes Mal Isaaks und Rebekkas tiefen Widerwillen erzeugt.

 

Zu Beginn der Flucht vor Esau, zufolge des geraubten Segens als vermeintlichem „Erstgeborener“, hatte Jakob einen Traum und sah in Bethel eine Leiter oder Treppe die bis zum Himmel reichte und darauf Engel die auf und nieder stiegen. Jehova zeigte Jakob damit, dass der Mensch der Ihm zugeneigt ist nicht alleine ist, sondern Gott sich durch seine Engel beständig um ihn kümmert! Der Wortführer Gottes erklärte ihm Jehovas eigene Worte mittels einer Vision, die Dinge die ihn direkt betrafen:

 

Jakob Traum der Engel die vom Himmel her ab und auf steigen (1. Mose 28:13-15) Ich bin Jehova, der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Ịsa·aks. Das Land, auf dem du liegst, dir werde ich es geben und deinem Samen. 14 Und dein Same wird bestimmt wie die Staubkörnchen der Erde werden, und du wirst dich gewiß nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden ausbreiten, und durch dich und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Familien des Erdbodens segnen. 15 Und siehe, ich bin mit dir, und ich will dich auf dem ganzen Weg, den du gehst, behüten, und ich will dich auf diesen Boden zurückbringen, denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich wirklich getan habe, was ich zu dir geredet habe.“

 

Jakob versichert daraufhin Gott „ein Haus“, ein Volk respektive eine Nation zu errichten und leistet darüber ein Gelübde! Jakobs Glaube war durch seinen Vater Isaak und seine Mutter Rebekka bereits stark gefestigt worden, dass derselbe Gott der schon Abram erschienen war nicht nur deutliche Anweisungen erteilte, sondern auch das Geschehen so zu lenken wusste, dass es zum Guten all derer wirkte, die bereit waren zu hören und zu handeln!

 

Alle Familien des Erdbodens“ würden sich schlussendlich dadurch segnen, dass er und seine Väter auf jene Stimme hörten! Dazu war es notwendig jedes der Worte Gottes weiterhin zu bewahren und den erteilten Auftrag, wie auch Erfüllung davon und Gottes Segen aufzuzeichnen, wie auch die Auswirkungen des Fluches auf jene die nicht hören wollen! Das „Buch Adams“ (1.Mo 5:1) musste fortlaufend in der „Teraphim“ ergänzt werden, um aufgrund der Aufzeichnungen jede neue Generation mit allen diesen Dingen erneut vertraut zu machen und die Abfolge der Vertreter des „Samens der Frau“ kenntlich zu machen bis hin zum Messias! (Mat 1:1-17; Lu 3:23-31) Die Schriftlichkeit dieses geistigen Erbes von Gott her war seit Beginn Grundlage und Voraussetzung zum Gelingen des Vorhabens Gottes!

 

HausordnungEine feststehende Regel bestand somit seit Beginn, wo der Vater das „Haupt der Familie“ war und für die innere Hausordnung der Gemeinschaft verantwortlich zeichnete. Dies blieb auch das feste Fundament des künftigen „Staatswesen Israels“! Er war verantwortlich, dass diese „Teraphim“, das geistige Erbe in der Familie bekannt würde und beständig gelehrt wurde! Unabhängig davon, wie Gott seinen Plan schrittweise verwirklichen würde, stets blieb die freiwillige Unterordnung unter das von Ihm eingesetzte „Haupt“ Grundvoraussetzung zum Gelingen! Söhne mussten belehrt werden, um in die Fussspuren ihrer Väter zu treten! Die Synagoge oder Versammlung durch deren Vorstehen zeichnete verantwortlich für die fortlaufende Belehrung der Väter und anwesenden Familienglieder.

 

Jakob aber setzt aufgrund von Gottes Belehrung mittels Seines Engels am kommenden Tag den Weg nach Haran fort, gestärkt und mit dem Willen beseelt in Gottes Hand ein williges Werkzeug zu sein!

 

Was sind die "Teraphim"?
  

Kapitel 29:  1781-1774 v.u.Z.:  Jakobs Liebe zu Rahel; Heirat Leas

Als Jakob nach Haran kommt verliebt er sich gleich zu Beginn in die Tochter des Laban, Bruders der Rebekka, in die Rahel. Der Engel lenkte offensichtlich das Geschehen! Ein Vertrag mit Laban sichert ihm Rahel zur Frau zu, für sieben Jahre des Dienstes als Hirte! Dies entsprach dem ortsüblichen „Brautpreis“ (1Mo 34:11, 12; 2Mo 22:16; 1Sa 18:23, 25). Als am Ende dieser Zeit das Hochzeitsfest kommt gibt ihm Laban statt der Rahel die ältere Schwester Lea ins Ehebett und Jakob bemerkt den Tausch erst am kommenden Morgen! Für weitere sieben Jahre Dienst sollte er nun aber auch noch Rahel, diesmal bereits im Voraus zur Frau haben und Laban gibt jeder der Töchter zusätzlich noch je deren Dienerinnen, Bilha und Silpa. Damit hat Jakob am Ende von sieben Jahren zwei Frauen und deren zwei Dienerinnen! Später fügt es sich so, dass sowohl Lea wie Rahel dem Jakob ihre Dienerinnen zu Nebenfrauen geben, damit auch sie Kinder hervorbringen mögen!

 

Das Neue Jerusalem
Gottes Versprechen an Jakob ihn wie den “Sand des Meeres“ zu vermehren und dessen Gelübde Gott „ein Haus“ aufzubauen beginnen sich zu ergänzen und zu erfüllen! Während Lea einen Sohn um den anderen zur Welt bringt bleibt Jakobs Lieblingsfrau Rahel unfruchtbar!

 

Die Offenbarung an Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts zeigt den Höhepunkt, wann jenes „Haus“ vollkommen sein wird, wenn die 144.000 Priesterkönige nach Harmagedon auf dem Berg Zion durch Jesus in ihr Amt eingeweiht dann vereint ihre Aufgabe zu erfüllen beginnen, das gesamte „Haus Gottes“, alle Harmagedon-Überlebenden und die während des Millenniums Auferstehenden „Gerechten und Ungerechten“ laut Jehovas „Hausordnung“ hin zu „ewigem Leben“ anzuführen:

 

(Offenbarung 21:12-14)  Sie [[(die heilige Stadt, das „neue Jerusalem“)]] hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel [[(gr. aggelos = Bote; Vorsteher)]], und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. 13 Von Osten waren es drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore. 14 Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

 

Durch jene „zwölf Tore“, an jedem von ihnen einer der zwölf Apostel als Richter im Tor sitzend (Mat 19:28), werden alle von Gott auserwählten fleischlichen und geistigen Söhne Israels im „neuen Jerusalem“ ein und ausgehen! Das „Tor der Feinde“ ist nun vollkommen in ihrer Hand. Die Aufzeichnungen in der „Teraphim“ betreffend des Erbes Jehovas und der Worte des wahren Gottes haben sich allesamt erfüllt!

 

Segnungen der Vorväter
 

Kapitel 30:  1774 v.u.Z.: Rahel gibt Jakob die Magd Bilha und Lea ihre Magd Silpa; Jakobs Kinder, sein Lohn und sein Ausbreiten

Rahel möchte trotz ihrer Unfruchtbarkeit von Jakob eigene Kinder haben und bittet ihn daher mit ihrer Dienerin Bilha Beziehungen zu haben. Bilha gebiert zwei weitere Söhne, Dan und Naphtali die Rahel sich nun als eigene Kinder zugerechnet!

 

Mandragore Als Lea sieht, dass sie nicht erneut schwanger werden konnte bietet sie Jakob ebenso ihre Dienerin Silpa an, damit sie durch jene weiteren Kindersegen haben möge. Zwei Söhne sind die Folge: Gad und Ascher. Rahels Eifersucht auf Lea und Silpa und Wunsch selbst schwanger zu werden bringt sie dazu, mit Lea ein Abkommen zu treffen, dass im Tausch um einige Mandragoren die Juda auf dem Feld gesammelt hatte Lea jene Nacht mit Jakob verbringen dürfe, ein Vorrecht, das eigentlich der Rahel zustand. Lea wird nach dem Erstgeborenen Ruben nun erneut schwanger und gebiert Levi, dann später auch noch Issachar, dann zudem eine Tochter, die Dina (1.Mo 30:14, 15).

 

Erst jetzt erhört Jehova Rahels Flehen und sie wird mit Joseph schwanger. Nach der Geburt von Joseph bittet Jakob Laban darum nach Kanaan zu seinem Vater zurückkehren zu dürfen, da inzwischen die zweite Vertragszeit von sieben Jahren abgelaufen war. Durch Gottes Segen und Jakobs weises Bemühen im Dienst war der Reichtum Labans gross geworden.

 

Laban bittet Jakob aber erneut, nun gegen Lohn weitere sieben Jahre zu dienen und die Vereinbarung lautet, dass alle neu geworfenen dunklen Schafe Jakobs werden sollten, die weissen aber Laban gehören würden. Zwischen die weissen Herden Labans und jener der dunklen Schafe wird eine Distanz von drei Tagereisen gelegt.

 

Jakob gelingt es durch kluge Zuchtwahl und Steigerung der Fruchtbarkeit die Herde der dunklen Tiere schneller anwachsen zu lassen, wie der weissen. Jedes Mal wenn Laban die Vertragsbedingungen verändert ändert auch Jakob die Art der Zucht, um weiterhin erfolgreich zu wirtschaften. Gott segnet sein kluges und gerechtes Handeln aussergewöhnlich!

 

Kapitel 31:  1761 v.u.Z.:  Jakobs heimliche Rückkehr nach Kanaan; Rahel stielt die „Teraphim“ von Laban; Bund zu Galed

Gegen Ende der Vertragszeit, wo Jakob bemerkt, dass Laban ihn aufgrund der Habsucht seiner Söhne um seinen durch harte Arbeit erworbenen Besitz zu betrügen sucht, bringt Spannungen in das bisher gute Verhältnis. Er zeigt seinen Frauen die wirkliche Situation und jene stellen sich deutlich auf seine Seite. In einer nächtlichen Anweisung erteilt Gott ihm den Befehl nach Kanaan zurückzukehren.

 

 (1. Mose 31:14-16)  Darauf antworteten Rahel und Lẹa und sprachen zu ihm: Gibt es für uns noch einen Erbanteil im Haus unseres Vaters? 15 Gelten wir ihm nicht tatsächlich als Ausländerinnen, da er uns verkauft hat, so daß er sogar fortwährend das Geld verzehrt, das für uns gegeben wurde? 16 Denn aller Reichtum, den Gott unserem Vater weggenommen hat, gehört uns und unseren Kindern. So tu nun alles, was Gott zu dir gesagt hat.“

 

Im geheimen bereiten Jakob und seine Hauptfrauen kurz vor Ablauf der dritten Vertragszeit den Wegzug vor und benutzen die Zeit der Schafschere, um heimlich mit allem angesammelten Besitz und Reichtum nach Kanaan zurückzukehren! Ihnen war voll bewusst geworden, dass Laban sie nicht wegziehen liesse und möglicherweise gar Jakobs Ermordung im Sinne hatte!

 

Altes Manusskript: Die "Teraphim" bildeten die Überlieferungen seit Adam die Noah in der Arche mitführte und bis zur Zeit Israels in  Ägypten fortgeführt wurden Rahel bringt in der Zwischenzeit die „Teraphim“ in ihren Besitz, da ihr Vater ihnen diese vorenthalten wollte, so „stiehlt“ sie jene schriftlichen Überlieferung seit den Tagen Adams und Noahs. Es handelt sich dabei offenbar um die Familienchronik von Noah her, die er durch die Sintflut in der Arche gerettet hatte, wo die Erbschaftslinie des „Segens“ seit Beginn und alle Worte Jehovas vom „Buch Adams“ her vereint waren. Diese sollten in der Linie des „Samens der Frau“ verbleiben, Kopien aber konnte sich jeder Sohn selbst davon machen, um seine eigenen Kinder dadurch zu belehren.

 

Als Laban nach drei Tagen die Flucht bemerkt verfolgt er Jakob mit einer grossen Zahl von Knechten und holt ihn in Gilead ein. Gott erscheint Laban in einem Traum und warnt ihn weder gutes noch schlechtes mit Jakob zu reden. In der Konfrontation der beiden Familienhäupter behauptet Laban, dass er gar ein Fest hätte veranstalten wollen, um Jakobs Wegzug zu feiern und seine Töchter und Grosskinder feierlich zu verabschieden gedachte. Jakob aber weisst ihn auf die vielen Vertragsbrüche hin.

 

Jakob der nichts vom Diebstahl der „Teraphim“ durch Rahel wusste gestattet Laban alles zu untersuchen, ob irgendetwas von seinem Besitz bei ihm zu finden wäre. Wo immer er etwas was Laban gehört finden würde, der Verantwortliche sterben würde. Auf Habsucht und Diebstahl stand seit Beginn Todesstrafe! Evas Augen waren bereits auf etwas gerichtet gewesen, worauf sie keinen Anspruch hatte! Jesus erklärte, dass kein Dieb Zugang zum „Königreich der (neuen) Himmeln“ hat!

 

(Lukas 12:33-34)  Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln [[(der neuen Regierungsgewalt)]], wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz [[(das Begehrenswerte)]] ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Paulus zählt zu jenen die keinen Zugang zum kommenden System haben auch die Habsüchtigen! Wir sollen uns von jeder Form der Habsucht in Acht nehmen, weil sie Götzendienst ist, unser Wunsch und das „Begehren der Augen“ über Gottes Gebot gestellt werden: (vergl. 2.Mo 20:17 mit Mar 7:20-22; Kol 3:5)

 

 (1. Korinther 6:9-10)  Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben.

 

Rahel handelte mit Recht und mit Gottes Zustimmung, weil das was sie an sich nahm zur Linie Abrahams gehörig war, dem Gott den Segen versprochen hatte, gegenüber Isaak und Jakob dann erneut bestätigte! Rahel bleibt in ihrem Zelt auf dem Sattelkorb und darin der „Teraphim“ sitzen mit der Ausrede ihre Periode zu haben. So findet Laban das Gesuchte nicht und auch nichts, was ihm gehört hätte. Dann gesteht er Jakob seine schlechten Handlungen ihm gegenüber ein. Beide schliessen darauf einen Friedensbund zu Galed und rufen Gott als Zeugen an!

 

Kapitel 32:  1761 v.u.Z.:  Jakobs Gaben an Esau; sein Ringen mit einem Engel

Erneut erscheinen Jakob Engel Jehovas und versichern ihm Schutz. Er nennt sie, da es viele sind: „Das ist das Lager Gottes“.  Kurze Zeit nachdem Jakob sich von Laban getrennt hatte näherte er sich nun einer weiteren Konfrontation. Ihm wurde durch seine Abgesandten an Esau mitgeteilt, dass sein Bruder ihm mit vierhundert Mann mit Waffen entgegenkomme. Seine friedfertige Anmeldung von der Rückkehr aus der Fremdlingschaft wurde schlecht aufgenommen. Offenbar wollte Esau kriegerisch gegen ihn auftreten. Die Feindschaft zwischen den zwei Arten von „Samen“ war scheinbar unausweichlich! Aber auch da gibt Jakob ein Beispiel, das Jesus und seine Apostel fortsetzten: Bereit sein zur Friedfertigkeit und aktiv am Frieden arbeiten ohne dabei „Teil der Welt“ zu werden!

 

Christenverfolgung in Rom(Johannes 15:17-20)  Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt. 20 Behaltet das Wort im Sinn, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.

 

Esau war „Teil der Welt“ geworden! Sein Hass richtete sich gegen Jakob weil Gott jenen auserwählt hatte und dies mittels des Segens offensichtlich war! Jakob hatte das Wort des Engels Jehovas gehalten, ihn in allem gehorcht!

 

Jakob beginnt sich daher mit „praktischer Weisheit“ auf das Treffen mit Esau vorzubereiten und teilt sein Lager in zwei Teile auf. In einem innigen Gebet bittet er Jehova um Schutz und Befreiung aus der Hand Esaus und erinnert an das göttliche Versprechen gut an ihm zu handeln und ihn „wie Sand am Meer“ zu machen. In derselben Nacht sonderte er von seinen Herden Gaben aus, um sie für Esau vor sich her zusenden. Er zeigte seine Friedfertigkeit mittels Werken.

 

Jakobs Kampf mit dem EngelWährend derselben Nacht brachte er auch seine Frauen und Kinder über den Fluss Jabbok. Als er auch die materiellen Dinge jenseits gebracht hatte wurde er von einem Engel zum Zweikampf herausgefordert. Bis ins Morgengrauen dauerte der Kampf unentschieden. Dann renkte jener Engel Jakob das Hüftgelenk aus. Jakob hielt ihn aber ungeachtet der Schmerzen fest. Darauf bat ihn der Engel noch vor Sonnenaufgang gehen zu dürfen: Er fürchtete offensichtlich gesehen zu werden! Jakob aber gebot ihm ihn zuerst zu segnen, was jener Engel auch wiederwillig tat und ihm dabei den Namen „Israel“ gab: Dein Name wird nicht länger Jakob genannt werden, sondern Israel [[(„Streiter“)]], denn du hast mit Gott und mit Menschen gestritten, so daß du zuletzt die Oberhand gewonnen hast.“

 

Viele Bibelgelehrte haben darüber gestritten, mit welchem Engel respektive welchem „Gott“ (Mächtigen) Jakob gerungen hatte, der ihn schlussendlich segnete und den Namen gab! Jakob gab dem Ort den Namen Peniel (identisch mit Penuel), was bedeutet: „Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und doch ist meine Seele befreit worden.“ Die meisten identifizieren den Engel mit Michael. Würde aber Michael mit Jakob ringen, der ihm doch in allem gehorcht? Warum fürchtete sich jener Engel davor bei Tageslicht gesehen zu werden, während Michael stets offen auftrat, von Angesicht zu Angesicht, am Tag und bei Nacht in Träumen? Warum sollte Gott Jehova gar mit Jakob kämpfen und ihm ein Leid zufügen an dem er lebenslang zu tragen hätte? Das ergibt keinen Sinn! Die Bibel ist nicht ohne Logik, die Bibelgelehrten aber schreiben sich gegenseitig ab, oft ohne zu hinterfragen! Danach hinkte Jakob auf jenem Bein und Juden nahmen seit jenen Tagen die Gewohnheit an keine Hüftsehne zu essen.

 

Wir widmen der Identifikation jenes Engels guten Raum, indem wir die ganze Schrift zum Thema reden lassen. Jede falsche Schlussfolgerung führt uns auf eine falsche Fährte mit späteren falschen Resultaten!

 

Kapitel 33:  1761 v.u.Z.:  Das Treffen Jakobs mit Esau und sein Lager in Sichem

Indem Jakob dem Esau grosse Ehre zuteilwerden lässt und ihm in Abständen die grosszügigen Geschenke sandte, schreitet er dem Esau entgegen, sich vor jenen verneigend. Seine Frauen und deren Kinder hatte er erneut in Gruppen unterteilt, voran die Mägde. In der zweiten Gruppe folgte Lea mit ihren Kindern und zuletzt Rahel.

 

Treffen Esau mit JakobBei Esau hatte sich ein Sinneswechsel ergeben. Offenbar war er durch Jakobs Vorgehen vollkommen überrascht worden. Nun war er selbst überführt mit falschen Absichten Jakob entgegengetreten zu sein und er beeilte sich den Eindruck zu verwischen, indem er seinem Bruder entgegentrat und ihn umarmte. Damit war das Eis endgültig gebrochen. Obwohl Esau die Gaben vorerst ablehnt bittet Jakob ihn sie anzunehmen und gibt die Ehre dafür Gott, der ihm in den vergangenen Jahren so viel Gunst erwiesen hatte.

 

Esau bat nun Jakob seinen Tross begleiten zu dürfen, respektive bietet er ihm an Begleiter als Beschützer zurückzulassen als Jakob auf die Kinder und Jungtiere hinweist, die eines gemächlichen Ganges benötigen. Später erschien Jakob erneut Gott und veranlasste ihn hinauf nach Bethel zu ziehen, wo er zuvor auf der Flucht vor Esau das Gelübde abgelegt hatte! Dort sollte er Jehova einen Altar bauen!

 

(4. Mose 30:1-2)  Dann redete Moses zu den Häuptern der Stämme der Söhne Israels, indem [er] sprach: „Dies ist das Wort, das Jehova geboten hat: 2 Falls ein Mann Jehova ein Gelübde ablegt oder einen Eid schwört, um sich ein Enthaltungsgelübde auf seine Seele zu binden, so soll er sein Wort nicht brechen. Gemäß allem, was aus seinem Mund gegangen ist, sollte er tun.

 

Später zog Jakob weiter nach Sukkoth bei Sichem, wo er ein Stück Land erwarb sich Häuser und Ställe für seine Tiere baute. Auch dort errichtete er Jehova einen Altar.

 

Kapitel 34:  Vergewaltigung Dinas und die Rache der Brüder

Vergewaltigung von Dina, Jakobs einziger TochterDie Nähe der Kanaaniterstadt Sichem erwies sich als eine Schlinge für Jakobs Familie. Dina begann sich dort mit den Töchtern Kanaans zu treffen und wurde vom Sohn des Vorstehers der Stadt, von Sichem gesehen. Jener verliebte sich in sie. Als er sie vergewaltigte und Dina schwanger wurde versuchte dessen Vater Hamor Jakob dazu zu bewegen doch Dina seinem Sohne zur Ehe zu geben. Die Brüder willigten unter der Scheinbedingung ein, dass nicht nur Sichem, sondern in der ganzen Stadt sich alles Männliche beschneiden lassen müsse. Der angebotene Packt von Hamor lautete darauf, sich gegenseitig Söhne und Töchter zur Ehe zu geben und sich dadurch mit den Bewohnern des Landes zu vermischen, etwas, was Jehova deutlich verboten hatte! Zudem bot er Jakob an einen hohen Brautpreis festzulegen.

 

Am dritten Tag nach der Beschneidung drangen die zehn Söhne unter Führung von Simeon und Levi in Sichem ein und rächten sich an der Stadt für die Schändung Dinas, indem alle Männer getötet und Frauen und Kinder gefangen und alle Habe und die Tierherden weggeführt wurden. Als Jakob dies erfuhr nannte er es eine Schandtat, die ihn in Verruf gebracht hätte.

 

(1. Mose 34:30-31)  Darauf sprach Jakob zu Sịmeon und zu Lẹvi: „Ihr habt mich in Verruf gebracht, indem ihr mich bei den Bewohnern des Landes zu einem Gestank macht, bei den Kanaanịtern und den Perisịtern, während ich an Zahl gering bin, und sie werden sich gewiß gegen mich versammeln und über mich herfallen, und ich werde bestimmt vertilgt werden, ich und mein Haus.“ 31 Darauf sagten sie: „Sollte jemand unsere Schwester wie eine Prostituierte behandeln?

 

Ohne sich mit Jakob dem Familienhaupt abzusprechen hatten die Brüder in einem geheimen Plan Rache wegen der Verunreinigung Dinas genommen. Jakob aber blieb keine andere Wahl wie jenes Gebiet und alles was sie aufgebaut hatten zu verlassen! Jehovas Recht aber lautet darauf, dass ein Vergewaltiger den Tod verdient! Später berief sich Absalom, der Sohn Davids auf das Urteil von Juda, als jener Ammon töten liess, der ihre gemeinsame Schwester Tamar vergewaltigt hatte!

 

(2. Samuel 13:32)  Jọnadab jedoch, der Sohn Schimẹas, des Bruders Davids, antwortete und sprach: „Mein Herr denke nicht, daß sie alle jungen Männer, die Söhne des Königs, zu Tode gebracht haben, denn Ạmnon allein ist gestorben, denn auf den Befehl Ạbsaloms hin ist es geschehen als etwas, was seit dem Tag bestimmt ist, an dem er seine Schwester Tạmar erniedrigt hat.

 

Im GESETZ Mose wurde später eine Unterscheidung gemacht, zwischen einer Hurerei mit Einwilligung der Frau bereits während der Verlöbnis, das als Ehebruch gilt und einer Vergewaltigung gegen ihren Willen! Bereits auf Hurerei bestand Todesstrafe! Vergewaltigung aber wird mit Mord gleichgesetzt! 

 

Vergewaltigung in Pakistan: Forderung der TodesstrafeVergewaltigung hat laut Gottes GESETZ Todesstrafe zur Folge  (5. Mose 22:23-29)  Falls es geschehen sollte, daß ein jungfräuliches Mädchen mit einem Mann verlobt ist, und tatsächlich hat ein Mann sie in der Stadt gefunden und sich zu ihr gelegt, 24 so sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausführen und sie mit Steinen bewerfen, und sie sollen sterben, das Mädchen darum, daß sie in der Stadt nicht geschrien hat, und der Mann darum, daß er die Frau seines Mitmenschen erniedrigt hat. So sollst du das, was übel ist, aus deiner Mitte wegschaffen. 25 Wenn jedoch der Mann das Mädchen, das verlobt war, auf dem Feld gefunden hat, und der Mann hat sie gepackt und hat bei ihr gelegen, so soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, allein sterben, 26 und dem Mädchen sollst du nichts tun. Das Mädchen hat keine Sünde, die den Tod verdient, denn wie wenn sich ein Mann gegen seinen Mitmenschen erhebt und ihn, ja eine Seele, tatsächlich ermordet, so ist es in diesem Fall. 27 Denn auf dem Feld hat er sie gefunden. Das Mädchen, das verlobt war, schrie, aber da war niemand, der ihr zu Hilfe kam.

28 Falls ein Mann ein Mädchen findet, eine Jungfrau, die nicht verlobt gewesen ist, und er ergreift sie tatsächlich und liegt bei ihr, und man hat sie ertappt, 29 dann soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, dem Vater des Mädchens fünfzig Silberschekel geben, und sie wird aufgrund der Tatsache, daß er sie erniedrigt hat, seine Frau werden. Er wird sich nicht von ihr scheiden lassen dürfen alle seine Tage.

 

Da der Geschlechtsakt als Vollzug der Ehe gerechnet wird muss der Mann das Mädchen heiraten, das sich nicht gegen den Mann zur Wehr setzte. Keine Scheidung wird ihm zugestanden!

 

Jeder Akt von Hurerei und Ehebruch hatte in Israel eine einzige Konsequenz: „… so sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausführen und sie mit Steinen bewerfen, und sie sollen sterben, das Mädchen darum, daß sie in der Stadt nicht geschrien hat, und der Mann darum, daß er die Frau seines Mitmenschen erniedrigt hat.“ Damit wurde die Unzucht aus Israel verbannt und damit auch die unzählbaren Folgeprobleme die damit in Verbindung standen! Die Ehe muss ehrbar bleiben, auch unter Christen, wie Paulus bestätigt:!

 

(Hebräer 13:4)  Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten.

 

Wer Gottes Richtlinien wissentlich übertritt wird in Harmagedon durch Gottes Scharfrichter den Preis bezahlen den Gott auf diese Art Vergehen festgelegt hat! Aber auch der, der es vorzieht unwissend und blind zu sein wird in dieselbe Grube fallen. Jesus sagte hierzu deutlich: „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ (Mat 15:14).

 

Kapitel 35:  Jehova nennt Jakob nun Israel; Rahels Tod

Einmal mehr zeigt sich, dass auch die beste Belehrung von Kindern kein Garant dafür ist, dass jene später klug, gerecht und ausgeglichen handeln werden! Gott selbst forderte nun Jakob auf zurück nach Bethel zu gehen und dort seinen Wohnsitz aufzuschlagen, abseits der Kanaaniterstädte! Erneut wird er von Jehova gebeten dort einen Altar aufzurichten. Bevor er noch von Sichem aufbrach befahl er der ganzen Hausgemeinschaft alle Gegenstände die Göttern gewidmet waren, die sich offenbar unter dem Plündergut der Stadt Sichem befunden hatte herzubringen und Jakob vergrub alles. Alle mussten sich reinigen und ihre Überwürfe waschen! Auch hier zeigt Jakob, dass Gottes Gebot längst vor dem GESETZ Mose gültig war:

 

Der Vorsitzende der rechtsextremen Gruppe „Lehava“ distanziert sich mittlerweile von seiner Unterstützung für Brandanschläge auf Kirchen. (Symbolbild) (5. Mose 7:25-26)  Die geschnitzten Bilder ihrer Götter solltest du im Feuer verbrennen. Du sollst das Silber und das Gold daran nicht begehren noch es in der Tat für dich nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn es ist eine Abscheulichkeit für Jehova, deinen Gott. 26 Und du sollst nichts Verabscheuungswürdiges in dein Haus bringen und tatsächlich zu etwas werden, was gleich ihm der Vernichtung geweiht ist. Es sollte dir ganz und gar widerlich sein, und du solltest es unbedingt verabscheuen, denn es ist etwas der Vernichtung Geweihtes.

 

Gott selbst erfüllte die Städte rund um Sichem mit Furcht vor Jakob, so dass sie ihn ungestört ziehen liessen. In Bethel erschien im Jehova erneut und nannte nun selbst Jakob mit dem Namen Israel. Dann bestätigte er den früheren Bund indem er sich selbst mit Titel vorstellte und erklärte: „Ich bin Gott, der Allmächtige. Sei fruchtbar und werde zu vielen. Nationen und eine Versammlung von Nationen werden aus dir hervorgehen, und Könige werden aus deinen Lenden kommen. Was das Land betrifft, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir werde ich es geben, und deinem Samen nach dir werde ich das Land geben.“ (1.Mo 35:11) Danach errichtete Jakob dort ein Denkmal.

 

Eine gewisse Zeit später brach Jakob von Bethel auf, um nach Ephratha zu gelangen, in dessen Nähe später der Ort Bethlehem zu liegen kam. Dort kam Benjamin zur Welt von seiner geliebten Rahel, die an der schweren Geburt stirbt und dort begraben wurde! Darüber errichtete Jakob einen Gedenkstein. Die Vollzahl der zwölf Söhne Israels war damit erreicht!

 

Etwas Vergleichbares geschah an Pfingsten 33 u.Z. als sich zusammen mit den Aposteln etwa hundertzwanzig Jünger im Obergemach in Jerusalem versammelten und der „jüngste und letzte Sohn Israels“ zur Welt kam. Jesus der auferstandene „Spross“ aus dem Stamm Juda, durch Davids königliche Linie mit seinen geliebten Aposteln hatten diese Geburt des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ verursacht! Dieser „Benjamin“ würde nun vom grösseren „Israel“, von Jesus wie sein eigener „Augapfel“ gehütet! Auf unsere Tage bezogen lässt Jehova durch seinen Wortführer über den Propheten Sacharja ankünden:

 

Wer euch antastet der tastet meinen Augapfel an(Sacharja 2:7-9)  „Heda, Zion! Entrinne, die du bei der Tochter Babylon [[(der Grossen)]] wohnst. 8 Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚[Der] Herrlichkeit nachfolgend, hat er mich [[(Jesus, durch seine Jünger (Mat 28:19, 20))]] zu den Nationen gesandt, die euch ausplünderten; denn wer euch antastet, tastet meinen [[(Jesu)]] Augapfel an. 9 Denn siehe, ich schwinge meine Hand gegen sie [[(die Feinde)]], und sie werden ihren Sklaven [[(alle, welche von den Mächtigen der „alten Himmel“  ausgebeutet werden)]] zur Beute werden müssen.‘ Und ihr werdet bestimmt erkennen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich [[(Jesus, den „Reiter auf dem weissen Pferd“ als himmlischer Erzengel Michael; Gottes Richter und Urteilsvollstrecker)]] gesandt hat. …“

 

Stets müssen wir Beginn und Ende miteinander zu verknüpfen suchen! Was scheinbar klein und unwichtig zu Beginn steht, wo es gerecht und in Gottes Augen annehmbar ist, es wird gross und stark werden! Was aber schlecht und unannehmbar in Gottes Augen ist wird vergehen, wie gross und stark es auch immer in diesem System gewesen sein mag!

 

Jakobs nächster Lagerplatz war in der Nähe des Turmes Eder. Dort war es nun Ruben, der sich zu Bilha, Jakobs Nebenfrau legte und dadurch das Ehebett Israels verunreinigte. Wegen dieser ungezügelten Tat verlor Ruben sein Erstgeburtsrecht! Jakob setzte später Juda an dessen Stelle, weil er sich inzwischen zu Gunsten seiner Brüder hervorgetan hatte!

 

(1. Mose 35:27-29)  Schließlich kam Jakob zu Ịsa·ak, seinem Vater, nach Mạmre, nach Kịrjath-Ạrba, das heißt Hẹbron, wo Abraham und auch Ịsa·ak als Fremdlinge geweilt hatten. 28 Und die Tage Ịsa·aks wurden hundertachtzig Jahre. 29 Danach verschied Ịsa·ak und starb und wurde zu seinem Volk versammelt, alt und mit Tagen gesättigt, und seine Söhne, Ẹsau und Jakob, begruben ihn.

 

Damit schloss sich der Kreis für Jakob vollständig seit seiner Flucht vor Esau. Isaak hatte ausgeharrt bis er seinen geliebten Sohn Jakob, dessen vier Frauen und seine Enkel gesehen hatte. Er hatte den Auftrag vom Vater Abraham und der Mutter Sara ausgeführt und sich eine Frau Rebekka vom eigenen „Samen“ genommen! Darauf hatte Gott seinen Segen gelegt. Jakobs Frauen stammten ebenso vom selben „Samen“. Selbst Esau, der nun Jakob unterordnet war und zuvor feindlich handelte  kam von Seir her zur Beerdigung. 

 

Kapitel 36:  Geschichte Esaus; die Scheiche von Edom

Um die Nachkommen Isaaks zu vervollständigen sind auch die Nachkommen von Esau und damit von der Brudernation Edom aufgeführt. Jakob führte die ersten Söhne Esaus auf. Später wurden deren Nachkommen durch Moses beim Erstellen der Genesis ergänzt.

 

Königreiche der Kanaäer und ihre Nachbarn(1. Mose 36:6-8)  Danach nahm Ẹsau seine Frauen und seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses und seine Viehherde und alle seine anderen Tiere und sein ganzes Vermögen, das er im Land Kạnaan angesammelt hatte, und ging in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg, 7 denn ihre Habe war für sie zu groß geworden, um beisammenzuwohnen, und das Land der Orte ihrer Fremdlingschaft konnte sie wegen ihrer Viehherden nicht erhalten. 8 So schlug Ẹsau [seinen] Wohnsitz in der Berggegend Sẹir auf. Ẹsau ist Ẹdom.

 

Später zeigt sich durch den Bibelbericht, dass die Struktur des Patriarchats der Vorväter durch die Nachkommen Esaus in Edom durch Kopieren der umliegenden Nationen in eine Königsherrschaft und verschiedene Scheichtümer verwandelt wurde. Israel aber blieb der von Gott her bestimmten Führung durch den Vater als Haupt der Familie und der Sippe über viele Jahrhunderte weiter treu! Von Menschen erwählte Könige und Herrscher haben meist einen schlechten Ausgang genommen. Nur von Gott her eingesetzte Könige haben bestand, weil Er selbst die Macht besitzt den Ungerechten von seinem Thron zu entfernen! Das zeigte sich am Zehnstämmereich Israel wie am Zweistämmereich Juda später!

 

Maria bestätigte diese Form des Handelns durch Jehova, nachdem der Engel Gabriel ihr angekündigt hatte, dass sie mit Jesus schwanger würde, dem Gott den Thron Davids geben würde, so erklärte sie:

 

(Lukas 1:51-55)  Er hat mächtig gehandelt mit seinem Arm, weithin zerstreut hat er die, die in der Absicht ihres Herzens hochmütig sind. 52 Er hat Machthaber von Thronen herabgestoßen und Niedrige erhöht; 53 er hat Hungrige mit guten Dingen völlig gesättigt, und er hat Reiche leer fortgeschickt. 54 Er ist Israel, seinem Knecht, zu Hilfe gekommen, um der Barmherzigkeit zu gedenken, 55 so wie er zu unseren Vorvätern geredet hat, zu Abraham und seinem Samen, für immer.“

 

Die Mächtigen „Edoms“ von heute werden ebenso nicht Bestand haben, das Geringe in Israel, gegenüber Jesus treue Christen aber wird Gott erhöhen, jeder der den Glauben Abrahams hatte und Vertrauen in Gottes Vorhersagen zeigt und der Gottes Gebote auf sein Herz schrieb, um sie zu halten und zu lehren! Jesus als designierter Hohepriesterkönig, dem der Vater selbst all seine Habe anvertraut hatte, er selbst erklärt: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“ (Joh 14:21) Wer also das „GESETZ des Christus“, der alle Gebote des Vaters hielt missachtet, der wird von Jesus und damit vom Vater missachtet!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

Kapitel 37:  1750 v.u.Z.:  Liebe Jakobs zu Joseph; Verkauf in die Sklaverei

Inzwischen war Joseph zu einem jungen Mann herangewachsen. Er war zusammen mit Benjamin unter spezieller Aufsicht des Vaters, während ihre älteren Brüder die Aufsicht über die Herden ausübten und sich oft weit vom Lagerplatz Jakobs entfernt aufhielten. Als Jakob Joseph einmal unter der Aufsicht der Söhne der Nebenfrauen beliess musste er schlechte Erlebnisse mit jenen vier Brüdern gehabt haben und dies dem Vater berichtet haben, nachdem seine Brüder nicht gewillt waren auf seine Zurechtweisung zu hören. Nicht das Alter oder der Stand des Zurechtweisenden ist dabei wichtig, sondern allein ob er im Einklang mit Gottes Geboten spricht! Joseph war jünger als seine Brüder, die sich grösser und stärker als er fühlten! Jakobus, Jesu Halbbruder erklärte das Prinzip dahinter:

 

Verwelkte Blume(Jakobus 1:9-11)  Der Bruder aber in niedriger Stellung frohlocke über seine Erhöhung 10 und der reiche über seine Erniedrigung, denn wie eine Blume der Pflanzenwelt wird er vergehen. 11 Denn die Sonne geht auf mit ihrer sengenden Hitze und verdorrt die Pflanzenwelt, und ihre Blume fällt ab, und die Schönheit ihrer äußeren Erscheinung schwindet hin. Ebenso wird der Reiche auf seinen Lebenswegen dahinwelken.

 

Reichtum und hohe Titel sind in Gottes Augen von keinem Wert, wer aber auf Ihn hört und andere seine Grundsätze belehrt wird schlussendlich von Jehova erhöht werden!

 

Dieses Vorgehen Josephs, sie zurechtzuweisen und schlussendlich die herrschende Autorität, Jakob, den Vater informiert zu haben, als jene nicht reagierten mag die Brüder gegen ihn aufgebracht haben und in ihren Hass geschürt haben. Dies, da sie bestimmt danach von Israel als dem Richter der Familie für ihr Handeln zur Rechenschaft gestellt wurden. Auch dieser Grundsatz steht später in GESETZ.

 

(3. Mose 19:17)  Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du solltest deinen Genossen auf jeden Fall zurechtweisen, damit du nicht mit ihm zusammen Sünde trägst.

 

Joseph war kein Petzer, sondern erfüllte das Gebot, dass das „Haupt der Familie“ die Glieder am Leib zu richten hat und dass eine Pflicht existiert Vergehen gegen das „Gesetz des Mannes“ zu melden, um den gerechten Zustand wieder herzustellen!

 

Jakob schenkte Joseph später ein besonderes Gewand, das ihn erneut von seinen Brüdern abhob. Als „Sohn des Alters“ liebte er ihn besonders. Dies erzeugte zusätzliche Abneigung seiner Brüder, den sie durch beständige Anfeindungen zeigten.

 

Als Joseph später einen von Gott eingegeben Traum hatte, wo sich die zusammen mit den Brüdern auf dem Feld gebundenen elf Garben vor seiner Garbe niederbeugten und er ihnen den Traum erzählte, da antworteten sie darauf: Wirst du wohl gar König über uns werden, oder wirst du wohl gar über uns herrschen?“ Joseph selbst aber wusste noch nicht, was jener Traum bedeutete und dass er längerfristig eine herausragende Bedeutung auf den kommenden Messias aus seiner Geschlechtslinie hin haben würde! Der von Gott eingesetzte König muss respektiert werden, wer ihn missachtet wird „für sich selbst Gott selbst Rechenschaft ablegen“. Paulus wiederholt im Brief an die Römer Worte Jehovas durch seinen Wortführer an Jesaja:

 

(Römer 14:10-12)  Warum aber richtest du deinen Bruder? Oder warum blickst du auch auf deinen Bruder hinab? Denn wir werden alle vor dem Richterstuhl Gottes stehen; 11 denn es steht geschrieben: „ ,So wahr ich lebe‘, spricht Jehova, ‚vor mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott offen anerkennen.‘ “ 12 So wird denn jeder von uns für sich selbst Gott Rechenschaft ablegen.

 

Josephs Traum der Sonne, Mond und Sterne die sich verneigenAls Jakob später einen weiteren Traum hatte und gar Sonne, Mond und Sterne sich vor ihm verbeugten wurde er zum Gespött seiner Brüder und selbst der Vater Isaak und seine Mutter Rebekka sprachen sich gegen ihn aus, weil auch sie im Moment noch nichts von dem verstanden, was Gott durch Joseph als Vorbild künftiger Dinge geben würde.

 

Erst viele Jahrhunderte später zeigte es sich, dass Joseph den Messias vorschattete, den Gott wegen seiner Treue und Gottesfurcht über jede Autorität erhob, die sich künftig vor ihm zu verbeugen hat! Jeder Spieler im Drama schattet eine künftige Rolle im Zusammenhang mit Jesus und der Aufrichtung von Gottes Königreich vor! Paulus erwähnt dies im Zusammenhang mit einem anderen Teil desselben Dramas um die Nachkommen Abrahams und den wahren „Samen der Frau“:

 

(Galater 4:21-26)  Sagt mir, ihr, die ihr unter Gesetz [[(Gesetzeswerken (wie u.a. der Beschneidung))]] sein wollt: Hört ihr das GESETZ [[(den Pentateuch, die fünf Bücher Mose)]] nicht? 22 Zum Beispiel steht geschrieben, daß Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd [[(Hagar: Ismael)]] und einen von der Freien [[(Sara: Isaak)]]; 23 aber der von der Magd wurde in Wirklichkeit nach der Weise des Fleisches geboren, der andere, von der Freien, durch eine Verheißung. 24 Diese Dinge sind ein symbolisches Drama; denn diese [Frauen] bedeuten zwei Bündnisse, das eine vom Berg Sịnai [[(Gottes Bund mit Israel)]], welches Kinder zur Sklaverei hervorbringt, und das ist Hạgar. 25 Diese Hạgar nun bedeutet [den] Sịnai, einen Berg in Arabien, und sie entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei [[(Jesus erklärte den Juden die nicht an ihn als Messias glaubten: „Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge].“ (Joh 8:44))]]. 26 Das Jerusalem droben [[(der himmische „Same der Frau“: Jesus, seine Engel)]] dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.

 

Joseph war die Fortsetzung des „Samens der Verheissung“, weil er wie Jakob in alles Geschriebene in der „Teraphim“ Vertrauen setzte und jeder Anweisung des Wortführers Gottes gehorchte. Schon zu Beginn erkannte er die Träume als von Gott gesandte Mitteilungen an! Er wusste, dass er zur „Freien“ gehörte, zur himmlischen Ehefrau“ Gottes! Seine Brüder bildeten bereits damals das „Jerusalem“ auf der Erde, die Sklavin Hagar und deren Sohn Ismael: Eine Form der Vorherrschaft, die nur bedingt im Einklang mit Gott ist!

 

Das Drama zwischen Hagar und Sara
 

Einige Zeit danach sandte Israel den Joseph zu seinen Brüdern die fern des Lagerplatzes ihre Herden hüteten. Als jene Joseph sahen fassten sie den Plan ihn zu töten. Ruben vermochten den Mordanschlag in ein Gefangensetzen umzuwandeln.  Er gab eindringlich den Rat: „Vergießt kein Blut. Werft ihn in diese Wassergrube, die in der Wildnis ist, und legt nicht Hand an ihn.“

 

Joseph verkauft an IsmaeliterSpäter wurde auch Juda aktiv und sein durch Lea geschultes Gewissen begann zu reagieren: „Darauf sprach Juda zu seinen Brüdern:Was für ein Gewinn wäre es, falls wir unseren Bruder töteten und sein Blut zudeckten? Kommt, und laßt uns ihn an die Ismaelịter verkaufen und unsere Hand nicht an ihn legen. Er ist ja doch unser Bruder, unser Fleisch.‘ “ So hörten sie diesmal auf Juda und verkauften ihren eigenen Bruder für zwanzig Silberstücke an ismaelitische Händler, welche ihn nach Ägypten brachten und ihn dort an einen reichen Hofbeamten des Pharaos, an Potiphar verkauften. Dem Vater Jakob aber sandten sie das Gewand Josephs, das sie im Blut eines geschlachteten Tieres getaucht hatten, mit der Bitte es zu untersuchen. Jakob glaubte nun daran, sein geliebter Sohn Joseph wäre von wilden Tieren zerrissen worden und wollte sich nicht trösten lassen und wäre gerne selbst gestorben! Alle zehn Brüder waren mitschuldig geworden!

 

(Sprüche 28:13)  Wer seine Übertretungen zudeckt, wird kein Gelingen haben, doch dem, der [sie] bekennt und läßt, wird Barmherzigkeit erwiesen werden.

 

Salomos weiser Spruch würde sich an Joseph und seinen Brüdern deutlich noch erfüllen! Jehova räumt aber Zeit zur Reue ein, damit Sünder ihre Fehler erkennen können, um sich davon abzuwenden und ihr Unrecht einzugestehen!

 

Kapitel 38:  Geschichte Judas; Tamar verkleidet sich als Prostituierte, um mit Juda Verkehr zu haben

Später bricht auch Juda die von Jehova gesetzte Grenzlinie: Sich keine der Töchter Kanaans zu nehmen. Darauf lag keinerlei Segen Jehovas! Sein ältester Sohn Er, der Jehovas Gebote missachtete, zeigte sich als Übeltäter und wurde daher von Jehova getötet. Er liess seine Frau Tamar, die Schwester der zwölf Söhne Jakobs ohne Nachkommen zurück. Die Schrift beschreibt nicht was sein todeswürdiges Vergehen war aber offenbar war es Juda selbst den Gott dafür zur Rechenschaft zog.

 

Onans Weigerung die Schwagerehe zu vollenden und der Tamar Kinder zu erwecken als ErbenDas Gebot Jehovas lautete darauf, dass nun der Schwager seinem verstorbenen Bruder Kinder erwecken solle. Es war Juda selbst, der seinem Zweitgeborenen Onan, dem Bruder von Er seine Pflicht erklärte nun Tamar zu schwängern, damit ein Erbe von ihr in der Familie verbleiben würde! Aber auch Onan war nicht gewillt seine Pflicht auf sich zu nehmen und unterbrach den Beischlaf mit Tamar, um seinen Samen zur Erde hin zu vergiessen.

 

Als Juda dies erfuhr erzürnte er, weil Onan bewusst und willentlich Gottes Gebot übertreten hatte! So brach sein eigenes Urteil auch über Onan herein. Juda zeigte Bereitschaft Gottes Recht auch in Familienangelegenheiten den ersten Platz einzuräumen, koste es, was es wolle! Des Richters Entscheidung sollte anerkannt werden! Er hatte über Onan entschieden, dass er der Tamar durch Beischlaf Kinder erwecke. Wo dieses gewichtige Prinzip der Leitung durch ein Haupt übertreten wird folgt unweigerlich Chaos. Dann vermag nur noch brutale Gewalt das Recht in den eigenen Augen des Stärkeren durchzusetzen, wobei das Recht Gottes dadurch erübrigt wird!

 

Heutige Richter innerhalb der Religionen und der Staaten zeigen leider allzu oft selbst Gesetzesübertreter zu sein und Gottes Rechtsordnung mit Füssen zu treten! Wird ihr schändliches Verhalten aufgedeckt sind es obere Richter, welche sie allzu oft in Schutz nehmen! Das ergibt, dass je höher ein Richter auf der Stufenleiter der Hierarchie nach oben steigt, sein Korb an Untaten sich beständig mehrt und er mehr Schutz durch seine Oberen benötigt um unentdeckt zu bleiben! Bedrückung der Gerechten ist die Folge und unter der getünchten Oberfläche sind menschliche Leichen verdeckt! Dies gehört zur heutigen Rechtspraxis, so wie der Handschuh zur Hand passt! Zephanjas Vorhersagen betreffen weitgehend unsere Tage der Endzeit und offenbaren Gottes Standpunkt zum Thema:

 

Ihre Propheten sind leichtfertige Menschen ... (Zephanja 3:1-5)  Wehe der rebellierenden und sich verunreinigenden, der bedrückenden Stadt! 2 Sie hörte nicht auf eine Stimme; sie nahm keine Zucht an. Auf Jehova vertraute sie nicht. Ihrem Gott nahte sie nicht. 3 Ihre Fürsten in ihrer Mitte waren brüllende Löwen. Ihre Richter waren Abendwölfe, die nicht [Knochen] zernagten bis zum Morgen. 4 Ihre Propheten waren frech, waren Männer der Treulosigkeit. Selbst ihre Priester entweihten, was heilig war; sie taten dem Gesetz [[GESETZ]] Gewalt an. 5 Jehova war gerecht in ihrer Mitte; er übte keine Ungerechtigkeit. Morgen für Morgen gab er fortwährend seine eigene richterliche Entscheidung aus. Am lichten Tag fehlte sie sicherlich nicht. Doch der Ungerechte kannte keine Scham.

 

Stadt“ steht für hierarchische Organisation, „Fürsten“ stellen die Machthaber dar, die Politiker. „Propheten“ ihrerseits repräsentieren jene, die behaupten Gottes Wort und Sein Recht zu vertreten: Es gilt daher falsche von wahren Propheten zu scheiden. Priester haben die Pflicht in Gottes Rechtsordnung Vorbilder zu sein und das Volk darin zu belehren! Alle zur Zeit Zephanjas erzeigten sich in Wirklichkeit als gottlose Heuchler! Dies ist ein Spiegelbild heutiger christlicher Nationen! Jesu Worte prallen an jenen ab wie Regen von einem Schirm! Sie alle erweisen sich insgesamt als „Pharisäer und Schriftgelehrte“, die „Weisen dieses Systems“ die Gott und Christus nie wirklich kennen gelernt haben! Jesus selbst hatte unmissverständlich erklärt:

 

(Matthäus 5:17-20)  Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden [[(die alten, herrschenden)]] Himmel und Erde [[(Gott und Jesus gegenüber ungesetzlich handelnder Menschen)]] vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Wie sollte sich ein vom Herzen ergebener Christ einer solchen Autorität unterordnen, die Jesus selbst als „Geringste“ bezeichnet? Dies bedeutet doch mit ihr Komplize zu werden und Anteilhaber an ihrer Schande! Jenen aber, die Jesus als „Gross“ bezeichnet sollten wir unser Ohr leihen und ihr Handeln kopieren!

 

Ein langjähriges Konzept der Katholischen Kirche, damit Frauen nicht schwanger würden war es, den Ehemännern den „coitus interruptus“ (so wie Onan) als Mittel der Empfängnisverhütung anzuempfehlen, während sie Kondome und jede andere Form von Verhütungsmitteln bei der Strafe der Hölle verboten! Selbstbefriedigung bei Männern und Frauen wurde als „onanieren“ (sich auf Onan berufend, der sich weigerte Tamar zu schwängern und den Samen zur Erde hin vergoss) bezeichnet und dieses Handeln ebenso dem von ihnen erfundenen Höllenfeuer, der „Gehenna“ (anstatt dem niedrigsten Ort des Grabes mit Auferstehung zum Schlussgericht am Ende des Millenniums) anempfohlen. Dadurch wurden Generationen von Jugendlichen und Erwachsenen seelischer Qual ausgesetzt, während die Schrift sich dazu weitestgehend ausschweigt! Eindeutig wurde dabei Gottes Gebot verdreht, um Macht auszuüben!

 

Niemand wird homosexuell geboren!Paulus empfiehlt sich nicht in erotischen Gedanken zu verweilen, weil jene vom Kleinen zum Schlimmeren hin Auswirkung haben! Er zeigt, dass Homosexualität mit „schädlichen sexuellen Gelüsten“ in Verbindung steht: Das ist aber nicht gleichbedeutend mit onanieren! Das eine, das er im Brief an die Römer anspricht hat mit der verdrehten Ausrichtung Kanaans und dessen Zügellosigkeit an seinem Vater Ham zu tun, das andere mit der natürlichen Anziehungskraft des anderen Geschlechts! Auch hier gilt es somit Unterscheidungsvermögen an den Tag zu legen. So erklärt Paulus zu Beginn des Briefes an die Brüder in Rom in einer Warnung vor sexueller Unmoral, die in jener Grossstadt schon damals ein arges Übel war:

 

 (Römer 1:26-27)  Deshalb übergab Gott sie schändlichen sexuellen Gelüsten, denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; 27 und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen, die ihnen für ihre Verirrung gebührte.

 

Paulus zählt zuerst „die weiblichen Personen“ auf, weil ihr Einfluss bei der Erziehung hin zu Selbstkontrolle vorrangig ist und von Kindern zum Guten wie zum Schlechten kopiert wird! Kanaaniter steht somit als Synonym für jede Form Gesetzlosigkeit, weil Übertretung in dem Einen zum nächst Höheren hin führt! Die heutige Welle von Kinderpornographie und Kindesmissbrauch ist das Resultat die Grundsätze des Paulus zu missachten.

 

Homosexualität bedeutet "abnormaler Gebrauch" der Sexualität die der Fortpflanzung dientDer „natürliche Gebrauch“ des anderen Geschlechts steht hier bei Paulus im Vordergrund, im Gegensatz zum unnatürlichen Gebrauch des gleichen Geschlechts! Hier wird Homosexualität und Lesbianismus aufs Korn genommen, ein Übel das die römisch Katholische Kirche insbesondere im vergangenen Jahrzehnt bis in die Grundfesten oberster Hierarchie erschütterte und weder vor Bischöfen, noch Kardinälen noch selbst dem Papst vor direkten Anschuldigungen der Opfer verschonte! Klöster und Nonnen waren genauso Gegenstand von Aufdeckungen, dass dort viel Böses und gar Teuflisches vertuscht wurde! Aber auch die übrigen christlichen Kirchen blieben von ähnlichen Attacken nicht verschont!

 

Schauen wir in diesem Zusammenhang nun an, was Paulus wirklich will und brauchen auch hier klares Unterscheidungsvermögen, was er sagt und was wir nicht hinein interpretieren dürfen!

 

(1. Thessalonicher 4:3-8)  Denn das ist, was Gott will, eure Heiligung, daß ihr euch der Hurerei enthaltet; 4 daß jeder von euch wisse, wie er von seinem eigenen Gefäß in Heiligung und Ehre Besitz ergreife, 5 nicht in gierigen sexuellen Gelüsten, wie sie auch die Nationen haben, die Gott nicht kennen; 6 daß niemand so weit gehe, daß er seinen Bruder schädige und auf seine Rechte übergreife in dieser Sache, denn Jehova ist es, der für alle diese Dinge die Strafe vollzieht, so wie wir euch zuvor gesagt und euch auch gründlich bezeugt haben. 7 Denn Gott hat uns nicht mit der Erlaubnis zur Unreinheit berufen, sondern in Verbindung mit [der] Heiligung. 8 So mißachtet denn der, der Mißachtung bekundet, nicht einen Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch legt.

 

Paulus spricht von Hurerei, vom Übergreifen auf die Rechte eines Bruders oder einer Schwester! Er redet am Rand von Selbstbefriedigung, weil solche uns vom Schlechten zum Schlimmeren zu führen vermögen und hin zu Zügellosigkeit tendiert: „…, daß niemand so weit gehe, daß er seinen Bruder schädige und auf seine Rechte übergreife in dieser Sache.“ Nicht der eigene Leib sondern der des Nächsten, den wir nicht schädigen dürfen, steht bei der Aussage des Paulus im Zentrum! Wer diese klare Grenzlinie übertritt fällt der Höchststrafe anheim! Diese Linie gilt es zu anerkennen, die Grauzone die dahin führt sollen wir meiden! Wir sind angehalten unseren Geist unter Kontrolle zu halten durch Heiligung! Jesus hatte davor gewarnt, dass nur schon das begehrliche Anschauen einer Frau zu unzüchtigem Verhalten führen könne!

 

(Matthäus 5:27-30)  Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehẹnna kommt.

 

Das zehnte Gebot lautet, nicht nach der Frau deines Nächsten zu verlangen! Jesus rückt nun in den Vordergrund, dass sexuelles Begehren im Kleinen beginnt aber unbeherrscht zur Gesetzesübertretung führt! Ehebruch steht im Zentrum von Jesu Lehre und dieser beginnt im Herzen, in den Gedanken. Wer seine Hand nicht zu beherrschen weiss, besser wäre es sie zu verlieren, wie die Frau seines Bruders ungehörig anzufassen! Wer fortgesetzt mit Gedanken und sexuellen Gelüsten wie Menschen der Nationen spielt, die Gottes GESETZ missachten, der verwischt die Grenzlinie und bei sich ergebender Gelegenheit wird er seinem Wunsche nachgeben! Daher gilt es solche Gedanken zu kontrollieren und zur Heiligung zurückzukehren! Solch förmliches „ausreissen“ und „abschneiden“ steht zu Gunsten dafür später Schlimmeres zu vermeiden, das den Tod mit sich bringt! Weder Gott noch Jesus haben die Todesstrafe abgeschafft!

 

Familienrecht: EhescheidungEine ganz spezielle Warnung gebührt heute in diesem Zusammenhang Geschiedenen! Jesus zeigte deutlich, dass ausschliessliche Ehebruch des Partners durch Hurerei zur Wiederverheiratung berechtigt, da ja der Fehlbare unter Todesstrafe und gar Androhung der Gehenna, dem „zweiten Tod“ ohne Auferstehungshoffnung zu erneutem Leben steht! Die meisten Ehen werden aus irgendwelchen anderen Gründen geschieden und sind daher in Gottes Augen weiterhin aufrecht! Kein weltlicher Richter kann etwas scheiden, was Gott selbst zusammengejocht hat! Sie nehmen ihr Recht dazu vom „Gott dieses Systems der Dinge“, vom Teufel! „Was also Gott zusammengejocht hat, bringe kein Mensch auseinander.“ (Mat 19:6; 2.Kor 4:3, 4)

 

(Matthäus 5:31-32)  Außerdem ist gesagt worden: ‚Wer immer sich von seiner Frau scheiden läßt, gebe ihr ein Scheidungszeugnis.‘ 32 Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

 

Dies gehört zum Verständnis, warum Juda im einen Falle ein hartes aber gerechtes Urteil fällte, im anderen Falle, jenem der Katholischen Kirche oder staatlicher Richter und deren Rechtsgrundlage oft ein gravierendes Fehlurteil vorliegt, mit langfristig schlimmsten Folgen!

 

Hexenverbrennung, Machtmissbrauch der Katholischen KircheDie Verpflichtung der Kirche gegenüber Glaubenden dem Priester ihre kleinsten Sünden zu beichten, die schon in Unkenntnis als Kleinkindern getauft wurden, dies machte jenen Priester zu einem Superrichter, was schlussendlich zur Inquisition und zu Hexenverbrennungen führten! Parallel dazu war es dem einfachen Christen verboten, ja gar verunmöglicht die Kirchenlehren anhand der Schrift zu überprüfen. Die Bibel in nicht autorisierter Fassung (die Dogmen mittels Veränderungen schützenden) in eigener Sprache zu lesen, dies war bis zum 2. Vatikanischen Konzil verboten! Jeder einfache Christ wurde dazu von den Klerikern als unmündig eingestuft und jene verweigerten vom Papst von Rom her gar die Übersetzung der lateinischen Bibel in die Landessprache!

 

Luther war einer von denen, die dieses Gebot schlussendlich unterliefen! Dabei stellte jeder der zu prüfen begann die Unsinnigkeit der römischen Dogmen fest, was den Hass gegen die Päpste und die ihn tragende Kirche verstärkte und im Protestantismus gipfelte. Weder die Mutter noch die religiösen Töchter aber kehrten zur vollkommen zur Grundlehre oder Abkehr von Veränderungen zurück, um nun „die kleinsten der Gebote“ zu halten und zu lehren! Jeder wich vom geraden Weg ab, die eine nach links, die andere nach rechts! „Denn Gott hat uns nicht mit der Erlaubnis zur Unreinheit berufen, sondern in Verbindung mit [der] Heiligung. So mißachtet denn der, der Mißachtung bekundet, nicht einen Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch legt.

 

Dieser „heilige Geist“ besteht doch gerade darin die Gebote Gottes zu kennen, um in Heiligkeit Besitz von unserem Leibe zu ergreifen! Obwohl auf onanieren keine gesetzliche Todesstrafe besteht gehört es zu den unreinen Gewohnheiten die ein Christ zu kontrollieren hat! Gebet und Selbstkontrolle die zu Selbstbeherrschung führen sind Schritte auf dem Wege!

 

Tamar verlor vorab ihren Mann Er, den Erstgeborenen des Juda, der von Jehova zu Tode gebracht wurde, weil er böse war. Nun war es Onan, der zweite der Söhne Judas den Juda ihr als ihren Mann gab und zum ihm sprach: „Habe Beziehungen mit der Frau deines Bruders, und vollzieh mit ihr die Schwagerehe, und erwecke deinem Bruder Nachkommen.“ (1.Mo 38:8)

 

(1. Mose 38:9-11)  Ọnan aber wußte, daß die Nachkommen nicht ihm gehören würden; und so geschah es, als er wirklich Beziehungen mit der Frau seines Bruders hatte, daß er seinen Samen zur Erde verschwendete, um seinem Bruder keine Nachkommen zu geben. 10 Nun war das, was er tat, böse in den Augen Jehovas; folglich brachte er auch ihn zu Tode. 11 Da sprach Juda zu Tạmar, seiner Schwiegertochter: „Wohne als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schẹla herangewachsen ist.Denn er sagte sich: „Auch er mag sterben wie seine Brüder.Demgemäß ging Tạmar hin und wohnte weiterhin im Haus ihres eigenen Vaters.

 

Tamar von Juda wegen Hurerei angeklagtDanach weigerte sich selbst Juda ihr den letzten seiner drei Söhne, Schela zur Ehe zu geben, obwohl sie geduldig im Hause ihres Vaters darauf wartete, dass jener das Alter dazu erreiche. Damit erfüllte Juda als Richter seine Pflicht nicht und war nun selbst als nächster Verwandter verpflichtet der Tamar ihren berechtigten Wunsch nach Nachkommen zu erfüllen!  Dies schon gar nach dem Tode seiner eigenen Frau. Jehova schaut auf den Zweck der Geschlechtlichkeit, das Recht der Frau: Nachkommen aus der Linie des ersten Mannes zu haben, welche die Erbenlinie fortsetzen!

 

Tamar war sich des Gebotes Gottes und des damit verbundenen Rechts vollkommen bewusst! Da Juda ihr dieses verweigerte griff sie zu einer List und verkleidete sich als kanaanitische Tempelprostituierte. Als Juda sie sah hatte er verlangen nach ihr und handelte einen Preis mit ihr aus für ihre Liebesdienste. Tamar ergriff die Gelegenheit und bat im Gegenzuge um ein Pfand, bis der Entgelt entrichtet wäre: Den Stab, den Siegelring und eine Schnur oder Kette. Durch jedes von ihnen sollte der Inhaber identifiziert werden können, also dreifachen Beweis darstellen!

 

Judas Rückforderung des Pfandes, als er das vereinbarte Ziegenböcklein sandte verlief im Sand, weil Tamar eine Adresse fingiert hatte. Als später Juda herausfand, dass Tamar schwanger war wollte er sie als Hure töten lassen, da ja der Vater unerkannt war. Tamar sandte durch Boten ihre drei Beweisstücke der Vaterschaft dem Richter, Juda selbst! Damit war er vor Zeugen überführt und musste anerkennen, dass Tamar gerechter gehandelt hatte als er selbst!

 

(1. Mose 38:24-26)  Etwa drei Monate später jedoch geschah es, daß dem Juda mitgeteilt wurde: „Tạmar, deine Schwiegertochter, hat die Hure gespielt, und siehe, sie ist durch ihre Hurerei auch schwanger.“ Darauf sprach Juda: „Bringt sie hinaus, und sie soll verbrannt werden. 25 Als sie hinausgebracht wurde, sandte sie ihrerseits zu ihrem Schwiegervater und ließ sagen: „Von dem Mann, dem diese [Dinge] gehören, bin ich schwanger.“ Und sie fügte hinzu: „Untersuche bitte, wem diese gehören, der Siegelring und die Schnur und der Stab. 26 Da untersuchte Juda sie und sprach: „Sie ist gerechter als ich, denn ich habe sie ja meinem Sohn Schẹla nicht gegeben.“ Und er hatte danach keinen weiteren Verkehr mit ihr.

 

Bei der Geburt von Tamars Zwillingen, Perez und Serach (Zerah) zeigte sich, dass der Zweitgeborene vom Erstgeboren verdrängt wurde! Aus dessen Linie sollte später der Messias hervorgehen wie erst die Geschichte danach offenlegte, die zu David und von dort zu Jesus (Yeshua), dem Christus führt. Gottes Wege sind manchmal kompliziert, führen aber stets zu dem von Ihm prophezeiten Resultat.

 

Stammlinie Judas über Tamar führt zu Jesus
 

 

5.3.2         Kapitel 28:  1781 v.u.Z.: Jakob geht nach Haran zu Laban; Traum der Leiter zu Bethel

 

5.3.1.2      1.Mose 28:1-9: Isaaks erneuter Segen auf Jakob bevor er ihn nach Haran sendet und Esau dritte Heirat mit einer Ismaeliterin

 

1.Mo 28:1-5:  Segen und Auftrag an Jakob sich eine der Töchter Labans zu holen: Jakob soll zu einer Versammlung von Völkern werden!

Nachdem Rebekka, Jakobs Mutter Kenntnis davon erhalten hatte, dass sich Esau geäussert habe, dass er nach dem Tod Isaaks sich an Jakob rächen würde, da informierte sie ihren Mann, um durch Isaak einen Entscheid zu Jakobs Schutz zu fällen. Die Tragödie mit der Heirat Esaus mit Hethiterinnen die Isaaks und Rebekkas Leben verbittert hatten mag einen zusätzlichen Ansporn gegeben haben, nun Jakob zurück zum Heimatort Abrahams und Rebekkas, zu deren Bruder Laban im Hause Bethuels zu senden, um sich dort seine Frau zu erwählen! Jakob war über diese Dinge gut informiert, denn Isaak hatte die Aufzeichnungen in der Kopie der „Teraphim“ die von Abraham her in ihrem Besitze war mit seinen eigenen Angaben beständig ergänzt: Keines der guten Worte Gottes durfte verloren und damit in Vergessenheit geraten!

 

Salomo nannte später im Bibelbuch Prediger diese Aufzeichnungen als „Ochsenstacheln“, die selbst Stiere in die rechte Richtung zu lenken vermögen!

 

(Prediger 12:9-12)  Und außer der Tatsache, daß der Versammler weise geworden war, lehrte er auch das Volk fortwährend Erkenntnis, und er stellte Erwägungen und gründliche Nachforschungen an, damit er viele Sprüche in gute Form bringe. 10 Der Versammler suchte die gefälligen Worte zu finden und die richtigen Worte der Wahrheit niederzuschreiben.

11 Die Worte der Weisen sind wie Ochsenstacheln, und wie eingeschlagene Nägel sind die, die sich den Sammlungen [von Sprüchen] widmen; sie sind von [[dem]] einem Hirten gegeben worden. 12 Was irgend etwas außer diesen betrifft, mein Sohn, laß dich warnen: Des vielen Büchermachens ist kein Ende, und sich [ihnen] viel zu widmen ist ermüdend für das Fleisch.

 

Alle Informationen Gottes kamen von ein und demselben geistigen Hirten von Jehova her, der vorab Abraham, dann Isaak und nun Jakob hütete! Diese Form der Aufzeichnungen waren es, der Salomo seine Weisheit verdankte, weil er fortlaufend daraus Erkenntnis geschöpft hatte und das Volk durch seine eigenen Erwägungen belehrte, um die gewinnende Form von „Worten der Wahrheit“ zu finden. Zu diesem Zweck führte Jehova durch Moses jeden Sabbat Versammlungen ein, seit den Tagen Mose, damit jene Aufzeichnungen von Jehovas Worten von keiner Generation vergessen würden! Darin bestand die Belehrung des Volkes zu den Festzeiten! Darum wissen wir um so viele Details im Leben jener Pariarchen: 

 

Isaak segnet Jakob mit dem Gebot keine Töchter Kanaans zu nehmen (1. Mose 28:1-4)  Demzufolge rief Ịsa·ak den Jakob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: „Du sollst keine Frau von den Töchtern Kạnaans nehmen. 2 Steh auf, geh nach Pạddan-Ạram zum Haus Bẹthuëls, des Vaters deiner Mutter, und von dort nimm dir eine Frau von den Töchtern Lạbans, des Bruders deiner Mutter. 3 Und Gott, der Allmächtige, wird dich segnen und dich fruchtbar machen und dich mehren, und du wirst bestimmt zu einer Versammlung von Völkern werden. 4 Und er wird dir den Segen Abrahams geben, dir und deinem Samen mit dir, damit du von dem Land der Orte deiner Fremdlingschaft Besitz nimmst, das Gott dem Abraham gegeben hat.“

 

Isaak betonte erneut, was schon der Fluch Noahs gegenüber Kanaan war und gebot Jakob keine jener Töchter des Landes zu heiraten! Seine eigene Erfahrung mit Rebekka aus Haran hatte sich so erfolgreich erwiesen, wie jene Abrahams mit Sara. Abstammung wird hier mit Belehrung gleichgesetzt, dieselben Grundlagen anzuerkennen die mit Gottes Anweisungen seit Beginn der Menschheit, mit Adams Aufzeichnungen im Einklang standen! Zwei Arten von „Samen“ würden sich nebeneinander entwickeln und zwischen denen würde Feindschaft herrschen! Dies zeigte sich nun an Jakob und Esau!

 

(1. Mose 3:14-15)  Und Jehova Gott sprach dann zur Schlange: „Weil du diese Sache getan hast, bist du das verfluchte unter allen Haustieren und unter allen wildlebenden Tieren des Feldes. Auf deinem Bauch wirst du kriechen, und Staub wirst du fressen alle Tage deines Lebens. 15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zermalmen, und du wirst ihm die Ferse zermalmen.“

 

Diese Feindschaft dauert seit Eden bis Harmagedon an! Da Jakob durch Tausch das Erstgeburtsrecht von Esau her nun den Segen des Erstgeborenen auf sich hatte und dann erneut den Segen Isaaks vor der Flucht vor Esau erlangte, lagen die weiteren  Ergänzungen und Aufzeichnungen zur „Teraphim“ nach dem Segen Isaaks nun in seiner Hand. Die Aufzeichnungen über das kommende Geschehen in Paddan-Aram beweisen, dass diese durch Jakob beständig weitergeführt wurden! Dagegen schweigt die Schrift über die weiteren Jahre Isaaks und Esaus bis zur Rückkehr Jakobs.

 

Was Jakob bisher fehlte war der Teil des Originals mit Gottes richterlichen Entscheidungen und Segenssprüchen seit Adam, die sich in der Hand Bethuels und damit Labans in Paddan-Aram befanden. Vom Standpunkt der Verheissungen und Aussprüche Gottes und der Erwählung müssten jene Dokumente rechtmässig nun in der Hand Jakobs sein! Trotzdem Laban jene Originalaufzeichnungen hatte sind keinerlei Aufzeichnungen von jener Seite her überliefert! Entweder wurden keine Aufzeichnungen gemacht oder Moses liess sie später ausserhalb seiner Zusammenfassung, weil sie kein Gewicht besassen.

 

Jakob mag seine eigenen Aufzeichnungen später gegenüber Lea und seiner Lieblingsfrau Rahel geoffenbart haben, denn bestimmt belehrte er seine Familie aufgrund der früheren und der eigenen Aufzeichnungen!

 

(1. Mose 28:5)  So sandte Ịsa·ak Jakob weg, und er machte sich auf den Weg nach Pạddan-Ạram zu Lạban, dem Sohn Bẹthuëls, des Syrers, dem Bruder Rebẹkkas, der Mutter Jakobs und Ẹsaus.

 

Als gehorsamer Sohn und sich zudem der Gefahr bewusst werdend, die von Esau ausging, handelte Jakob unverzüglich und machte die lange Reise von Beerscheba nach Paddan-Aram, zur Stadt Nahors, nach Haran. Er kannte die Reisegeschichte Eliesers, der im Auftrag Abrahams dieselbe Reise Jahrzehnte zuvor gemacht hatte mit dem Auftrag Isaaks Frau, Jakobs Mutter, unter den Nachkommen Bethuels auszuwählen, die Rebekka! Abraham hatte doch seinen eigenen Aufzeichnungen geführt, später ebenso Isaak. Nun stand Jakob selbst dieselbe Aufgabe für sich selbst zu, was ihm alles unterwegs begegnete! Moses schrieb in der Zusammenfassung darüber in dritter Person!

 

1.Mo 28:6-9:  1781 v.u.Z.:  Esaus dritte Heirat mit einer der Töchter Ismaels

Esau hatte dieselbe Erziehung wie Jakob durch Isaak und wusste aus der Belehrung aus den „Teraphim“, dass Noah einen Fluch auf Kanaan und dessen Nachkommen ausgesprochen hatte! Dies entspricht einem verbindlichen, langfristigen Urteil eines Richters, das von allen eingehalten werden musste! Bis zur Zeit Mose waren es die Sippenhäupter, die Patriarchen die richterliche Urteile fällten. Moses schrieb Jehovas Worte auf, die schon zuvor seit Adam ihre Gültigkeit hatten und verweist nun auf die Priester und deren richterliche Pflichten:

 

(5. Mose 17:10-13)  Dann sollst du gemäß dem Wort verfahren, das sie [[(die Richter)]] dir von jenem Ort aus, den Jehova erwählen wird, mitteilen werden; und du sollst darauf achten, gemäß allem zu tun, worüber sie dich unterweisen. 11 In Übereinstimmung mit dem Gesetz [[(GESETZ, Gebot daraus)]], auf das sie dich hinweisen werden, und gemäß der richterlichen Entscheidung, die sie dir sagen werden, solltest du handeln. Du sollst nicht abweichen von dem Wort, das sie dir mitteilen werden, weder nach rechts noch nach links. 12 Und der Mann, der mit Vermessenheit handeln wird, indem er auf den Priester nicht hört, der dasteht, um für Jehova, deinen Gott, dort den Dienst zu verrichten, oder auf den Richter: jener Mann soll sterben; und du sollst das Böse aus Israel wegschaffen. 13 Und das ganze Volk wird es hören und sich fürchten, und sie werden nicht mehr vermessen handeln.

 

Esau handelte somit vermessen, weil er auf die Worte Noahs als Richter Kanaans nicht achtete und der Belehrung Isaaks, seines Vaters zuwider handelte!

 

Noahs Gericht:  "verflucht sei kanaan" (1. Mose 9:25-27) „Verflucht sei Kạnaan.

Er werde der niedrigste Sklave seiner Brüder.“

26 Und er fügte hinzu: „Gesegnet sei Jehova, der Gott Sems,

Und Kạnaan werde ihm zum Sklaven.

27 Gott gewähre Jạphet weiten Raum

Und lasse ihn weilen in den Zelten Sems.

Kạnaan werde auch ihm zum Sklaven.“

 

Die Erziehung gegenüber den Kindern die zum „Samen der Frau“ gehörten waren seit Adams Sohn Seth stets dieselbe gewesen: Gottes Gebote sind zu beachten, Seine richterlichen Urteile haben unbeschränkt Geltung! Die von Gott eingesetzten Richter, wie der Vater in der Familie und der Patriarch über der Sippe sind zu achten und auch deren Urteile sind verbindlich! Später in Israel wurden durch Moses Richter bestimmt, meist Priester aus dem Stamme Aarons, dann später folgten von Gott auserwählte höchste Richter als oberste Instanzen für ganz Israel.

 

(1. Mose 28:6-9)  Als Ẹsau sah, daß Ịsa·ak Jakob gesegnet und ihn nach Pạddan-Ạram weggesandt hatte, damit er sich von dort eine Frau nehme, und daß er ihm, als er ihn segnete, den Befehl auferlegte, indem [er] sprach: „Nimm dir keine Frau von den Töchtern Kạnaans“, 7 und daß Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Pạddan-Ạram unterwegs war, 8 da sah Ẹsau, daß die Töchter Kạnaans den Augen Ịsa·aks, seines Vaters, mißfielen. 9 Deswegen ging Ẹsau zu Ịsmael und nahm sich Mạhalath, die Tochter Ịsmaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nẹbajoths, zur Frau, zu seinen anderen Frauen hinzu.

 

Nicht erst jetzt erkannte Esau seine Übertretung eines klaren Gebotes des Vaters, sondern jetzt wurde ihm bewusst, warum er das Erstgeburtsrecht und Isaaks Segen wirklich verloren hatte! Diese Form einer Zwischenlösung, sich eine der Töchter Ismaels zu nehmen, sie zeigte keine echte Reue! Aus der „Teraphim“ ging deutlich hervor, dass Abraham diesen Mann, den Ismael und seine Mutter Hagar aus der Hausgemeinschaft verstossen hatte, weil es ihnen beiden an Respekt gefehlt hatte!

 

In der Christenversammlung gelten erneut klare Regeln. Jesus ordnete an, dass sich keiner der Apostel über den anderen erhöhen sollte. Damit standen alle auf derselben Stufe, wobei Petrus und Paulus durch Christus als „Haupt der Versammlung“ jenen Sonderaufgaben zugeordnet wurden. So war es Paulus der die Lehre über die Ordnung innerhalb der Familie und der Versammlung beschrieb. Der Mann sollte weiterhin „Haupt“ und damit Richter in Familienangelegenheiten sein, dann männliche Vorsteher als Älteste in Versammlungsangelegenheiten standen als Unterweiser und Richter im Sinne der früheren Patriarchen, respektive des Stammes Levi.

 

5.3.1.3      1.Mose 28:10-22: 1781 v.u.Z.:  Bethel, der Ort, wo Jakob die Himmelsleiter sah, „das Haus Gottes“

 

1.Mo 28:10-15:  Jakobs Traum der Leiter die zum Himmel reichte

Zum ersten Mal erwähnt die „Teraphim“ in ihren Aufzeichnungen ein Ereignis, wo ein Mensch direkt einen Blick bis in den Himmel, den Aufenthaltsort Gottes zu tun vermochte! Auch später wurde solches verschiedenen Propheten gestattet, um ihren Glauben zu stärken, dass jener Ort wirklich existiert und mit den Menschen in beständiger Verbindung steht!

 

Der Traum Jakobs von der Leiter (1. Mose 28:10-13)  Und Jakob setzte seinen Weg von Beërschẹba aus fort und ging nach Hạran weiter. 11 Nach einiger Zeit gelangte er an einen Ort und schickte sich an, die Nacht dort zu verbringen, weil die Sonne untergegangen war. So nahm er einen von den Steinen des Ortes und setzte ihn als seine Kopfstütze hin und legte sich an jenem Ort nieder. 12 Und er begann zu träumen, und siehe, da war eine Leiter auf die Erde gestellt, und ihre Spitze reichte an die Himmel; und siehe, Gottes Engel stiegen daran auf und nieder. 13 Und siehe, Jehova stand über ihr, und er sprach dann:

 

Jakobs besonderer Traum kam von Gott her, um ihm gewisse Zusammenhänge deutlich zu machen. Kein Zweifel, dass Jakob auch jenes Ereignis später sorgfältig dokumentierte und Moses in späterer Zeit darüber schon als Kind aufgrund der Belehrung durch seine Amme über diese Dinge Bescheid wusste. Diese Amme, seine wahre Mutter Jochebed, die unerkannt an Pharaos Hof war, sie belehrte somit ihren eigenen Sohn über die Geschichte ihres Volkes hin bis zurück zum Beginn der Menschheit in Eden. Daher kam es, dass Moses sich später mit seinem Volk Israel weit mehr verbunden fühlte, wie mit Pharao, dessen Familie und dem Hofe und all dessen Reichtum. Moses erwählte es sich zum „Samen der Frau“ zu gehören, weil er darüber unterrichtet war und an die Vorhersagen Gottes glaubte! Paulus weist im Brief an die Hebräer auf die Wichtigkeit dieser Form der Belehrung hin:

 

(Hebräer 11:23-28)  Durch Glauben wurde Moses nach seiner Geburt drei Monate lang von seinen Eltern verborgen, weil sie sahen, daß das kleine Kind schön war, und sie fürchteten den Befehl des Königs nicht. 24 Durch Glauben weigerte sich Moses, als er erwachsen war, der Sohn der Tochter Pharaos genannt zu werden, 25 indem er es sich erwählte, eher mit dem Volk Gottes schlecht behandelt zu werden, als den zeitweiligen Genuß der Sünde zu haben, 26 weil er die Schmach des Christus [[(dessen Opfertod Abraham mittels Isaak vorgeschattet hatte)]] für größeren Reichtum achtete als die Schätze Ägyptens; denn er hielt seinen Blick auf die Belohnung [[(dem Erbe Kanaans und Segen Israels in der Auferstehung und im ewigem Leben)]] gerichtet. 27 Durch Glauben verließ er Ägypten, fürchtete aber die Wut des Königs nicht, denn er blieb standhaft, als sähe er den Unsichtbaren. 28 Durch Glauben hatte er das Passah gefeiert und das Bespritzen mit Blut, damit der Vernichter ihre Erstgeborenen nicht anrühre.

 

Der Glaube des Moses war durch Belehrung seit frühester Kindheit mittels der „Teraphim“ gefestigt worden! Jene Aufzeichnungen und Kopien davon existierten aufgrund des Glaubens jedes der Vorväter, dass sich die Verheissungen erfüllen würden und deren vertrauenswürdigen eigene Dokumentation der Worte Gottes!

 

Jakobs Traum von himmlischen DingenGottes Worte im Traum an Jakob setzten nun seine Sicht in den Himmel fort, indem er Gott direkt zu ihm reden sah, nicht wie zuvor, wo dies über den Wortführer Gottes, den Egel Jehovas geschehen war.

 

(1. Mose 28:13-15) „Ich bin Jehova, der Gott Abrahams, deines Vaters, und der Gott Ịsa·aks. Das Land, auf dem du liegst, dir werde ich es geben und deinem Samen. 14 Und dein Same wird bestimmt wie die Staubkörnchen der Erde werden, und du wirst dich gewiß nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden ausbreiten, und durch dich und durch deinen Samen werden sich bestimmt alle Familien des Erdbodens segnen. 15 Und siehe, ich bin mit dir, und ich will dich auf dem ganzen Weg, den du gehst, behüten, und ich will dich auf diesen Boden zurückbringen, denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich wirklich getan habe, was ich zu dir geredet habe.“

 

Damit wurden frühere Zusagen an seine Vorväter und an ihn selbst neu bestätigt und jeder Zweifel den Jakob hin und wieder gehabt haben mag ausgeräumt, dass Gott ihn innerhalb des verheissenen „Samens“ erwählt und festgesetzt hatte. Dies verpflichtete ihn daher umso mehr der Stimme Gottes zu gehorchen, wie zuvor Abraham und Isaak, sein Vater! In geistigem und physischem Sinne war er wahrer Nachkomme Abrahams! Jakob würde gemäss Auftrag nun zwar den seinem Geschlecht versprochenen Boden Kanaans verlassen, aber Gott selbst würde ihn dorthin zurückführen!

 

Gottes Ankündigung: „… ich will dich auf diesen Boden zurückbringen, denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich wirklich getan habe, was ich zu dir geredet habe“, dies erfüllte sich zwanzig Jahre später teilweise, als Jakob mit einer grossen Familie von Paddan-Aram zurückkehrte. Noch grösser war die Erfüllung, als Jehova durch seinen Engel und unter Mose Führung das Volk Israel aus Ägypten herausführte und später sie die Erde Kanaans unter der Führung Josuas eroberten! Die endgültige Erfüllung der Rückführung folgt am Tag der Erstauferstehung, dreissig Tage nach Harmagedon! 

 

Der „Same Abrahams“ der verstarb kommt erneut zum Leben! Sie werden Engel zum Menschensohn auf- und niedersteigen sehen

Die Ankündigung der Stimme Gottes wird somit noch eine weit grössere Erfüllung finden, wenn durch „den Samen“ Abrahams, der Mensch gewordene himmlische Abgesandte,  Jesus, dessen Versprechen lautete, die Toten erneut zum Leben zu bringen! Innerhalb der künftigen 144.000 Priesterkönige wird Jakob einer der Grossen unter den Erstauferstandenen sein! Gottes Zusagen haben sich in der Vergangenheit stets erfüllt und werden sich künftig weiter erfüllen „… bis ich wirklich getan habe, was ich zu dir geredet habe“. Jesus nahm darauf Bezug als er erwähnte, dass Abraham zusammen mit Isaak und Jakob mit ihm im kommenden Königreich am selben Tisch essen werden!

 

(Matthäus 8:11-12)  Ich sage euch aber, daß viele von östlichen Gegenden und westlichen Gegenden kommen und mit Abraham und Ịsa·ak und Jakob im Königreich der Himmel zu Tisch liegen werden, 12 während die Söhne des Königreiches [[(Israels)]] in die Finsternis draußen hinausgeworfen werden. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.“

 

Die Werke jedes Einzelnen entscheiden darüber, ob Gott sie als würdig erwählt mit seinem Sohne zusammen im „Königreich der (neuen) Himmel“ hier auf der Erde zu sein, um die „alten Himmel“ der heute Herrschenden zu ersetzen, welche in Harmagedon untergehen werden! Dort werden sie die Engel zu Jesus ab- und aufsteigen sehen! „Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Stämme der Erde wehklagend schlagen, und sie werden den Menschensohn mit Macht und großer Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Und er wird seine Engel mit großem Trompetenschall aussenden, und sie werden seine Auserwählten von den vier Winden her versammeln, von [dem] einen äußersten [Ende] der Himmel bis zu ihrem anderen äußersten [Ende].“ (Mat 24:30, 31)

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Als Jesus sich seine geistige Familie, seine Apostel erwählte, da versprach er dem Nathanael etwas ähnliches, was schon Jakob im Traume sah: Engel, die zwischen dem Himmel Gottes und der Erde auf- und absteigen!

 

Jesus erklärt Nathanael, dass er ihn bereits zuvor kannte, als er noch unter dem Feigenbaum war(Johannes 1:43-51)  Am nächsten Tag wollte er nach Galilạ̈a aufbrechen. Da fand Jesus Philịppus und sagte zu ihm: „Folge mir nach.“ 44 Philịppus nun war aus Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus. 45 Philịppus fand Nathạnaël und sagte zu ihm: „Wir haben den gefunden, von dem Moses im GESETZ und die PROPHETEN schrieben, Jesus, den Sohn Josephs, von Nạzareth. 46 Nathạnaël aber sagte zu ihm: „Kann aus Nạzareth etwas Gutes kommen?“ Philịppus sprach zu ihm: „Komm und sieh.“ 47 Jesus sah Nathạnaël auf sich zukommen und sagte von ihm: „Siehe, bestimmt ein Israelit, in dem kein Trug ist.“ 48 Nathạnaël sagte zu ihm: „Wie kommt es, daß du mich kennst?“ Als Antwort sprach Jesus zu ihm: „Ehe Philịppus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich. 49 Nathạnaël antwortete ihm: „Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist König von Israel.“ 50 Jesus gab ihm zur Antwort: „Weil ich dir sagte, daß ich dich unter dem Feigenbaum sah, glaubst du? Du wirst größere Dinge sehen als diese. 51 Er sprach ferner zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel aufgetan und die Engel Gottes zum Menschensohn auf- und niedersteigen sehen.“

 

Wie jeder ordentlich erzogene Jude kannte Nathanael die Geschichte seines Volkes und alle Vorhersagen Gottes und es wurde ihm aufgrund Jesu Worte, die ihm Geheimes offenbarten, das nur Nathanael selbst bekannt war davon  überzeugt, dass hier vom Himmel her gelenkte Dinge vor sich gingen! Offenbar war auch er wie die übrigen der Apostel einer der Jünger des Johannes gewesen und so in Spannung auf das Offenbarwerden des verheissenen Messias! Er wusste allerdings, dass jener „König in Israel“ aus Bethlehem stammen musste, warum er über Nazareth abschätzig redete.

 

Jesus nun kündete ihm und den anderen Erwählten, als den von Gott her vorherbestimmten Aposteln an, dass sie etwas Vergleichbares sehen würden, was schon Jakob im Traume sah: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel aufgetan und die Engel Gottes zum Menschensohn auf- und niedersteigen sehen.“ Dies war eine Vorankündigung dessen, was nach ihrer Frühauferweckung der Fall sein würde! Sie selbst, die Zwölf Apostel als Grundbausteine der „neuen Nation“ würden mit ihren Augen direkt sehen, wie Engel im Dienste Jesus auf der Erde Aufgaben verrichten, um erneut zum himmlischen „Reiter auf dem weissen Pferd“ zurückzukehren. Später aber, wenn das „Jerusalem droben“ zur Erde herabgekommen ist und Jesus bei den Menschen weilen wird und als „König der Könige“ die Herrschaft über die ganze Erde ausübt, dann wird es umgekehrt sein: Zwischen dem Geistbereich und Jesus auf der Erde werden Engel auf- und absteigen, um den Aufforderungen ihres Königs nachzukommen!  

 

Später wurde auch Paulus ein Blick in den Himmel gewährt und durch ihn wurde gezeigt, dass es drei Stufen von Himmel oder drei unterschiedliche Hierarchien an „Himmeln“ existieren. Sein Blick aber reichte bis in den „Himmel der Himmel“, wo Jehova seine Macht ausübt!

 

Paulus und seine Vision vom dritten Himmel (2. Korinther 12:1-7)  Ich muß mich rühmen. Es ist nicht nützlich; aber ich werde auf übernatürliche Visionen und Offenbarungen [des] Herrn übergehen. 2 Ich kenne einen Menschen in Gemeinschaft mit Christus, der vor vierzehn Jahren — ob im Leib, weiß ich nicht, oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es — als solcher bis zum dritten Himmel [[(was zwei diedrigere „Himmel“ oder Herrschaftsstufen bedingt!)]] entrückt wurde. 3 Ja, ich kenne einen solchen Menschen — ob im Leib oder getrennt vom Leib, weiß ich nicht, Gott weiß es —, 4 daß er in das [[(noch künftige)]] Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist. 5 Über einen solchen Menschen will ich mich rühmen, doch will ich mich nicht meiner selbst rühmen, ausgenommen hinsichtlich [meiner] Schwachheiten. 6 Denn wenn ich mich je rühmen will, werde ich nicht unvernünftig sein, denn ich werde die Wahrheit sagen. Doch halte ich mich davon zurück, damit mir niemand mehr zugute halte, als was er an mir sieht oder was er von mir hört, 7 nur wegen des Übermaßes der Offenbarungen.

 

Bereits Moses hatte von den „Himmeln der Himmel“ gegenüber Israel in den Tiefebene Moabs berichtet. Es war also nichts Erstaunliches für Paulus, etwas besser darüber Bescheid zu erlangen und jenen höchsten Himmel während des Millenniums, wo das Paradies auf der Erde wiederum hergestellt sein wird, er dies bereits im Voraus zu sehen bekam! Er wird ja eine Position vor Gott und seinem Christus einnehmen, die es ihm auferlegt in beständigem direkten Kontakt mit Gott zu sein, ohne dass Jesus dann noch als Mittler dazwischen stehen müsste! So wurde es doch in der Offenbarung bestätigt, was Hosea bereits lange zuvor angekündigt hatte! (Hos 2:21)

 

Paulus kann auch nicht bestätigen, ob er als er die Vision sah einen wirklich physischen Kontakt zu Gott hatte, gar das wirkliche, wiederhergestellte Paradies sah oder dies nur auf geistiger Ebene geschah. Die Vision für sich aber war so realistisch, dass er sich wirklich vor Gottes Thron und vor dem Christus sah und zudem im künftigen „Paradies“ sich befand, einem Ort der „Garten“ bedeutet und eindeutig mit der Erde und der Zukunft verknüpft ist, wenn die ganze Erde zu einem Paradies gemacht sein wird!

 

Erst in der Offenbarung im Kapitel 22 werden zum Ende des Jahrhunderts vielerlei weitere Details durch Johannes hinzugefügt, die Paulus noch nicht kannte und die unser Verständnis heute erweitern und wir vieles sehr klar erkennen können, was bald schon Wirklichkeit sein wird! Es ist unsere Aufgabe die von Gott dargebotenen Teilinformationen zum Gesamtbild zu vereinen! Wenn wir somit die prophetischen Informationen über die zwei „alten Himmel“ die in Harmagedon vergehen und den „neuen (ersten) Himmel“, der danach erst zu existieren beginnt korrekt ordnen, dann bedeutet das erstere die alten Regierungsgewalten jeglicher Art die vergehen, zudem jene Satans, der doch den „ersten Himmel“ aus dem „zweiten (alten) Himmel“ kontrolliert und völlig dirigiert, wie es uns Lukas bestätigt:

 

Satan bietet Jesus alle Königreiche der Erde an(Lukas 4:5-8)  Da brachte er [[(Satan)]] ihn [[(Jesus)]] hinauf und   zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Jesus wusste, dass seine Stunde, wo er all das, was Satan bisher beaufsichtigte, vom Vater her erhalten würde und jedes Vorgreifen jenen Zeitpunkt auszulöschen im Stande war! Weder Jesus, noch Maria, noch Heilige oder Engel dürfen angebetet werden, wie viel weniger Satan und dessen Dämonen, die jene Personen in von ihnen stammenden Visionen zu imitieren verstehen!

 

Die irdischen alten „(ersten) Himmel“, die vergehen sollen werden durch die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ ersetzt, die nun durch Jesus als „König der Könige“ und Hoherpriester aufgrund Auserwählung zufolge Glaubens und Treue eingesetzt werden. Der „neue (erste) Himmel“ der kommenden Königreichsregierung, wo Glaubensausübung und Politik vereint in der Hand von durch Christus geweihten Priesterkönigen sein wird, die am Ende ihrer Einweihung aus seiner Hand ihr Königtum erhalten werden: Dann erst existiert erdenweit statt dem heutigen Chaos nur noch ein GESETZ und eine Exekutive die diesem Nachachtung verschafft! Es wird nur eine Legislative für alle Nationen geben aus Zion, von Jerusalem aus und unter Jehova Gottes eigener Kontrolle handeln wird! Das ist einfach zu verstehen für jeden, der Gottes Ankündigungen zu verstehen wünscht! Wer eher der UNO zuneigt und dem WCRL das Wort redet wird solches verneinen! Keiner von ihnen aber ist im „Buch des Lebens“ eingetragen, erklärt uns Johannes in der Offenbarung (Off 13:8, 14, 15).

 

Versagen der UNO die "Schwerter in Pflugscharen" zu verwandeln (Jesaja 2:1-4)  Das, was Jesaja, der Sohn des Ạmoz, hinsichtlich Judas und Jerusalems schaute: 2 Und es soll geschehen im Schlußteil der Tage, [daß] der Berg des Hauses Jehovas [[(das Königreich des Vaters)]] fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge [[(aller Macht und Regierungsgewalt)]], und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel [[(komunale Gewalten)]]; und zu ihm sollen alle Nationen strömen. 3 Und viele Völker werden bestimmt hingehen und sagen: „Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen, zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.“ Denn von Zion wird [das] Gesetz [[GESETZ]] ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. 4 Und er wird gewiß Recht sprechen unter den Nationen und die Dinge richtigstellen hinsichtlich vieler Völker. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nation wird nicht gegen Nation [das] Schwert erheben, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen.

 

Die Menschen in ihrer Hohlköpfigkeit haben sich unfähig erwiesen dauerhaften Frieden auf Erden zu schaffen, weil die sich widersprechenden Gesetze der Nationen und der Religionen beständige Auseinandersetzungen hervorrufen!

 

Jakob, dann Nathanael, dann Paulus und schlussendlich Johannes durften viele Dinge sehen, welche sie uns in wenigen Worten zu erklären suchen, weil sie heilige Geheimnisse offenlegen, die uns im Gesamtverständnis erst später vollkommen zugänglich sein werden, wenn Gottes Plan der Wiedervereinigung der „Dinge in den Himmel“ und der „Dinge auf der der Erde“ voranschreitet! „Es ist nach seinem [[(Jehovas)]] Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir [[(die Apostel)]], die wir zuerst auf den Christus gehofft haben. Doch auch ihr habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt.“ (Eph 1:9-13)

 

1.Mo 28:16-19:  Jakob nennt den Ort Bethel, „das Haus Gottes und das ist das Tor der Himmel“

Jakob muss vom Anblick der auf- und absteigenden Engel überwältigt gewesen sein und seine Gedanken mögen versucht haben das ihm gestellte Rätsel so gut wie möglich zu entziffern! Es wurde ihm aber vollkommen klar, dass Gott auf der Erde weilen wird und er bezog den Ort, wo er einen Stein als Kopfstütze genommen hatte als eine Städte an, die eine ganz besondere Bedeutung habe. Bethel liegt sehr nahe von Salem, etwa 17 Kilometer nördlich dem späteren Jerusalem!

 

Lage von Bethel, nahe Jerusalem(1. Mose 28:16-19)  Dann erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: „Wahrlich, Jehova ist an diesem Ort, und ich selbst wußte es nicht. 17 Und er geriet in Furcht und fügte hinzu: „Wie furchteinflößend dieser Ort ist! Das ist nichts anderes als das Haus Gottes, und das ist das Tor der Himmel. 18 Da stand Jakob am Morgen früh auf und nahm den Stein, der dort als seine Kopfstütze [lag], und er stellte ihn als Säule auf und goß Öl über dessen Spitze. 19 Ferner gab er jenem Ort den Namen Bẹthel [[(bedeutet: „Haus Gottes“)]]; Tatsache aber ist, daß Lus früher der Name der Stadt war.

 

Wir erinnern uns, dass bereits in „Babel“ ein ähnlicher Begriff „Tor des Himmels“ oder „Himmelstor“ mitschwingt! Aufgrund der Vision des Paulus aber ist deutlich, dass jenes Tor dem Zugang zum „(zweiten) Himmel“, dem Bereich Michaels und der Engel, der mit dem „dritten Himmel“ eine vollkommene Einheit bildet, jenem der höchsten Autorität von Jehova Gott. Der alte „(zweite) Himmel“ dagegen betrifft seit dem Urteil Gottes in Eden den abgetrennten Bereich, den er Satan und den Dämonen zuordnete!

 

Jakob stellte dort jenen Stein als Säule auf, weil Gott ihm Erkenntnis gegeben hatte, dass er und die Menschen mittels Engeln miteinander verbunden blieben! Das „Haus Gottes“ wurde später mit dem Zelt der Zusammenkunft identifiziert und dann mit dem Tempel Salomos, um schlussendlich von Paulus mit der gesamten Christenversammlung als einem „lebendigen Tempel“ gleichgesetzt zu werden, den Gott durch seinen Geist bewohnt, durch Jesus, den Christus, „den Engel Gottes“ oder „den Geist Jehovas“, unseren Hohepriester! (2.Kor 6:16) Ob später im kommenden Königreich am Ort, wo Jakob den Stein setzte eine Zusammenkunft-Stätte entstehen wird, dies bleibt heute offen!

 

1.Mo 28:20-22:  Jakobs Gelübde, dass die Steinsäule zu einem „Haus Gottes“ werden wird und sein Versprechen Gott Zehnen zu entrichten

Zum ersten Mal in der Schrift erscheint im Zusammenhang mit einem Versprechen Jakobs Gott gegenüber das Wort „Gelübde“! Wer die Zusammenfassung Mose der Aussagen in der „Teraphim“ aufmerksam folgt bemerkt, dass hier ein Versprechen gegeben wird, das erst viel später eine Einlösung finden wird!

 

(1. Mose 28:20-22)  Und Jakob legte dann ein Gelübde ab, indem [er] sprach: „Wenn Gott weiter mit mir sein wird und mich auf diesem Weg, den ich gehe, gewiß behüten wird und mir bestimmt Brot zu essen und Kleider zum Anziehen geben wird 21 und ich wirklich in Frieden zu dem Haus meines Vaters zurückkehren werde, dann wird sich Jehova als mein Gott erwiesen haben. 22 Und dieser Stein, den ich als Säule aufgestellt habe, wird ein Haus Gottes werden, und von allem, was du mir geben wirst, werde ich dir ganz bestimmt den Zehnten geben.“

 

Jakob bittet Gott nur darum, dass er ihm das zum Überleben Notwendige geben möge! Er bittet nicht um Reichtum, ein grosses Haus und viel Gesinde, weder um Gold noch um schnelle Pferde, er bleibt Moderat! Wenn Gott ihm aber dies zugestehen würde, so wüsste er mit Sicherheit, dass es von Jehova her sein werde! Er befand sich auf der Flucht vor seinem Bruder, der Mordabsichten hatte, seine geliebte Mutter und sein Vater hatte er zurückgelassen und alles, was vor ihm lag war Unsicherheit!

 

Zwanzig Jahre später, nachdem Gott ihn gesegnet hatte, ihm vier Frauen und elf Söhne gegeben hatte, er zudem Gesinde, Schafe, Rinder, Esel,  Pferde und Kamele sein Eigentum nannte und Silber und Gold besass, da erinnerte Gott ihn an sein Gelübde und sandte ihn zurück woher er gekommen war!

 

(1. Mose 31:13)  Ich bin der [wahre] Gott von Bẹthel, wo du eine Säule gesalbt und wo du mir ein Gelübde abgelegt hast. Nun steh auf, zieh fort aus diesem Land, und kehr in das Land deiner Geburt zurück.‘ “

 

Jakobs Steinsäule in BethelEin einzelner aufgerichteter Stein sollte vorab Zeuge seines Versprechens sein Gott selbst einen Zehnten gegenüber Ihm zu entrichten! Jakob errichtete zu keinem Zeitpunkt Jehova ein Gotteshaus, weder in Bethel noch an einem anderen Ort! Das taten auch keine der Vorväter, weder Abraham noch Isaak. Das Gelübde musste somit künftigen Charakter zeigen und Anweisung an seine künftigen Söhne darstellen dies zu erfüllen, wenn Israel auf die ihm zugesprochene Erde kommen würde! Jesu Worte haben auch in dieser Beziehung sich schlussendlich zu erfüllen:

 

(Matthäus 5:18)  Eher würden [[(die alten)]] Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe.

 

Gott selbst würde die Art und Weise und den endgültigen Ort erwählen, wo ihm Anbetung dargebracht wird! Das Zelt, das Moses in der Wildnis am Sinai auf Gottes Geheiss aufrichtete, dieses war nur ein Vorbild kommender Dinge! Später war es Salomo, der in Jerusalem den ersten steinernen Tempel aufrichtete! Als Moses den Stamm Levi einsetzte, da wurde zu deren Entlohnung der Zehnte festgesetzt.

 

Aus diesem einen Stein, der ihn selbst, Jakob darstellte, aus ihm sollte mit der Zeit ein lebendiges „Haus“ werden, aus vielen „Steinen“ und vielen „Säulen“! Die Rede ist von Israel als Nation oder „Haus Gottes“. Jesaja kündigte den wahren Eckstein hierzu an, der mit dem Christus identifiziert werden muss! (Jes 28:14-19) Petrus nimmt genau darauf Bezug, wenn er an uns Christen schreibt:

 

(1. Petrus 2:4-6) Zu ihm [[(Jesus)]] kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, 5 werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut zu einem geistigen Haus für den Zweck einer heiligen Priesterschaft, um geistige Schlachtopfer darzubringen, für Gott annehmbar durch Jesus Christus. 6 Denn es ist in der Schrift enthalten: „Siehe! Ich lege in Zion einen Stein, auserwählt, einen Grundeckstein, kostbar; und keiner, der Glauben an ihn ausübt, wird irgendwie enttäuscht werden.

 

Jakobs Gelübde wird erst bei seiner Auferweckung zur vollen Erfüllung gelangen, weil er der erste all dieser lebenden „Steine“ und „Säulen“ Israels darstellt durch seinen „Samen“, der Christus ist: Der Grundeckstein.

 

Menschenernte für "neue Himmel" und die "neue Erde"
 

In der Auferstehung wird Jakob sehen, dass sein Versprechen zur Wahrheit wurde und dass „sein Same“ der Christus ist, der sein Gelübde vollenden wird! Jeder der 144.000 „Steine“ und „Säulen“ im „Königreich der (neuen) Himmel“ wird daraufhin seinen eigenen „Zehnten“ dem Christus und damit Gott darbringen! Im Bibelbuch Maleachi zeigt Gott, was er von jedem von uns erwartet, der zur „grossen Volksmenge“ an „Schafen“ gehört und damit Teil dieses heiligen Tempels bildet:

 

(Maleachi 3:10)  Bringt alle Zehnten in das Vorratshaus, damit schließlich Speise in meinem Haus ist; und stellt mich bitte darin auf die Probe“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „ob ich euch nicht die Schleusen der Himmel öffnen und tatsächlich Segen über euch ausschütten werde, bis kein Bedarf mehr ist.“

 

Dieser „Zehnte“ entspricht heute unseren Anstrengungen zur Aufrichtung und Ausbreitung des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ und umfasst jede Art unserer Anstrengungen, was auch unsere „Mittel des Unterhalts“ umfasst! „Setzt euer Vertrauen nicht auf Übervorteilung, Noch werdet nichtig in lauter Raub. Sollten die Mittel des Unterhalts gedeihen, so setzt euer Herz nicht [auf sie].“ (Ps 62:10)

 

Jakob seinerseits fuhr nachdem er in Paddan-Aram angekommen war dem Muster seines Vaters Isaak und dem des Grossvaters Abraham gemäss fort, um seine sich langsam herausbildende eigene Hausgemeinschaft zu belehren, gemäss jenen alten Schriften, der „Teraphim“, die ja bei Laban, wohin er nun unterwegs war im Original vorhanden waren! Bestimmt hörten ihm die Töchter Labans schon während der ersten sieben Jahre, bevor er sie zu Ehefrauen erhielt aufmerksam zu, wenn er nach seiner Hirtenarbeit im Hause des künftigen Schwiegervaters weilte und sich selbst und andere gemäss den Schriften ausbildete! Darin mögen sie Martha und Maria, den Schwestern des Lazarus geglichen haben, die Jesus verehrten und ihm zuhörten! Maria mag der Rahel verglichen werden, Martha dagegen der Lea:

 

Martha und Maria im Haus des Lazarus(Lukas 10:39-42)  Diese Frau hatte auch eine Schwester, Maria genannt, die sich jedoch zu den Füßen des Herrn niedersetzte und unablässig seinem Wort lauschte. 40 Martha dagegen ließ sich durch viele Dienstleistungen ablenken. So trat sie herzu und sagte: „Herr, machst du dir nichts daraus, daß meine Schwester die Bedienung mir allein überlassen hat? Sag ihr daher, daß sie mir Hilfe leiste.“ 41 Als Antwort sprach der Herr zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge. 42 Wenige Dinge jedoch sind nötig oder nur eins. Maria ihrerseits hat das gute Teil erwählt, und es wird nicht von ihr weggenommen werden.“

 

Erinnern wir uns erneut des Gelübdes Jakobs, wo er Gott bittet ihm das zum Leben notwendige zu geben und er dabei über Jahre der Fremdlingschaft Selbstgenügsamkeit an den Tag legte? Harte jahrelange Arbeit standen ihm bevor aber Gott segnete alle diese seine Anstrengungen, weil Jakob Jehova und dessen Worte ins Zentrum seines Lebens stellte! Paulus zeigt dieselben Merkmale auf durch seine eigene Form des Lebens, die uns Christen leiten sollen!

 

(Philipper 4:11-13)  Nicht, daß ich dies eines Mangels wegen sage, denn ich habe gelernt, unter welchen Umständen ich mich auch immer befinde, selbstgenügsam zu sein. 12 Ich weiß tatsächlich, wie man [an Mitteln] knapp sein kann, ich weiß tatsächlich, wie man Überfluß haben kann. In allem und unter allen Umständen habe ich das Geheimnis kennengelernt, sowohl satt zu sein als auch zu hungern, sowohl Überfluß zu haben als auch Mangel zu leiden. 13 Für alles bin ich stark durch den, der mir Kraft verleiht.

 

Wenn Gott Überfluss gibt, dann danken wir es Ihm, wenn er uns durch Zeiten des Mangels und Hungers gehen lässt, dann erinnern wir uns Abrahams, Isaaks und Jakobs, die alle solches ebenso durchlebt haben und trotzdem in Treue ausharrten und auf Jehovas Führung vertrauten.

 

(1. Timotheus 6:6)  Gewiß ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, [diese] Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit.

 

Gottes Ratschläge blieben zu allen Zeiten dieselben, weil unsere Bedürfnisse nie wirklich geändert haben! Wir sollten auf Ihn und Seine Vorhersagen unser Vertrauen setzen und sehen, dass wir ebenso wie Abraham nur „zeitwillig Ansässige“ in diesem System bleiben, auch wenn wir Grundbesitz erlangt haben, wie später die Söhne Israels, so besteht keine wirkliche Garantie, dass wir diesen behalten können! Was immer wir aber zufolge unserer Treue zu Christus und seinem Königreich verlieren, dies wird er uns vielfach vergüten! (Mar 10:29, 30) Die Prophezeiungen werden bestimmt alle wahr werden, wenn der Erbe der ganzen Erde die in Ungerechtigkeit aufgehäuften Güter aus den toten Händen der Erblasser entreisst! Diese Zusammenhänge zu begreifen stärkt unseren Glauben und den Willen trotz Ungerechtigkeit auszuharren! Paulus erklärt dies im Brief an die Hebräer:

 

(Hebräer 13:5)  [Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“, …

 

Paulus zitiert immer und immer wieder aus der Genesis, aus den übrigen Büchern des Pentateuchs, aus den Propheten und verwebt sie zueinander zu einer einzigen weisen Aussage, der es zu vertrauen gilt!

 

Erblasser und Erben in Israel
 

 

5.3.3         Kapitel 29:  1781-1774 v.u.Z.:  Jakobs Liebe zu Rahel; seine unerwartete Heirat mit Lea und dann mit der geliebten Rahel

 

5.3.1.4      1.Mose 29:1-12:  1781 v.u.Z.:  Jakobs erste Begegnung mit Rahel am Brunnen in Haran

 

1.Mo 29:1-8:  Jakobs Begegnung mit Hirten aus Haran und sein erstes Zusammentreffen mit Rahel

Jakobs Reise führte in von Bethel in Kanaan weiter nordöstlich, durch Gegenden die heute zu Syrien gehören. Wahrscheinlich an derselben Stelle, wo Abraham rund zweihundert Jahre zuvor den Euphrat von Haran her kommend in Richtung Kanaan durchschritten hatte und später Elieser ebenso dort den Fluss hin und zurück durchquerte, um für Isaak seine künftige Frau unter Abrahams Verwandten zu suchen, da musste auch Jakob Kanaan verlassen.

 

(1. Mose 29:1-3)  Danach setzte Jakob seine Füße in Bewegung und reiste nach dem Land der Orientalen weiter. 2 Nun schaute er, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Feld, und siehe, drei Schafherden lagerten daran, denn aus diesem Brunnen pflegte man die Herden zu tränken; und da war ein großer Stein über der Öffnung des Brunnens. 3 Wenn alle Herden dort zusammengebracht waren, wälzte man den Stein von der Öffnung des Brunnens weg, und man tränkte die Kleinviehherden, worauf man den Stein wieder an seinen Platz über der Öffnung des Brunnens brachte.

 

Möglicherweise führte ihn die Karawanenstrasse direkt zum selben Brunnen, wo schon Elieser mit der Rebekka zusammentraf. Jakob und RahelGottes leitende Hand liess nun die Nichte Rebekkas, Rahel als Erste Frau zum Brunnen kommen und der junge Ankömmling, Jakob versuchte sich nützlich zu machen, in genauer Kenntnis, dass dadurch das Wohlwollen anderer gewonnen werden kann! Jakob war die Geschichte um Elieser und die Hilfsbereitschaft der Rebekka wahrscheinlich noch frisch im Gedächtnis. Er hatte sie von seiner Mutter und dem Vater bestimmt wiederholt gehört, wenn jene abends am Lagefeuer und bei Festen der Hirten Neuankömmlingen oder den Zwillingen und den Nachkommen ihrer Knechte dieselben Erlebnisse wiederholten!

 

Damals lebten die alten Geschichten der Vorfahren beständig neu auf und lebte im Gedächtnis der Nachfahren so weiter, als hätten sie es selbst miterlebt! Da gab es weder Radio noch Fernsehen noch Filme noch Bücher die damit konkurrieren konnten. Der Lehrstoff der Unterweisung war in realem Geschehen und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen galt es zu vermitteln, von Vätern auf Söhne und auf Enkel!

 

Wer die Schriftlichkeit jener Aussagen des „Samens der Frau“ in der „Teraphim“ bestreitet, der bezweifelt Grundsätzliches an und stellt alle Menschen lieber auf die Stufe von Tieren. Dies zumindest gaukelte heutigen Erwachsenen und unseren Kindern die Evolutionstheorie vor, die schon im Kindergarten wie eine vollumfänglich bestätigte wissenschaftliche Weisheit gelehrt wird. Dadurch versuchen ihre Anhänger die Überlieferungen in der Heiligen Schrift in den Bereich der Märchen und Mystik zu verschieben! Die Geschichte Jakobs aber zeigt Lebensnähe, tatsächliche Begebenheiten und spielt in der damaligen Realität die der heutigen nicht fern steht. Jakob hatte eine Wanderung von fast tausend Kilometern hinter sich:

 

Satelitenbild Naher Osten (1. Mose 29:4-8)  Da sagte Jakob zu ihnen: „Meine Brüder, von welchem Ort seid ihr?“, worauf sie sprachen: „Wir sind von Hạran.“ 5 Dann sagte er zu ihnen: „Kennt ihr Lạban, den Enkel Nạhors?“, worauf sie sagten: „Wir kennen ihn.“ 6 Hierauf sprach er zu ihnen: „Geht es ihm gut?“ Sie sagten darauf: „Es geht [ihm] gut. Und da kommt Rahel, seine Tochter, mit den Schafen! 7 Und er sprach weiter: „Nun, es ist noch voller Tag. Es ist nicht die Zeit, die Viehherden zusammenzubringen. Tränkt die Schafe, dann geht sie weiden.“ 8 Hierauf sagten sie: „Das dürfen wir nicht tun, bis alle Herden zusammengebracht sind und man wirklich den Stein von der Öffnung des Brunnens wegwälzt. Dann sollen wir die Schafe tränken.“

 

Jakob hatte seit frühester Kindheit das Hirten und Nomadenleben gepflegt und wusste exakt, was für die Schaf- und was für die Viehherden das Geeignetste war. Auch kannte er das träge Verhalten von Lohnhirten, die eher einer Zeit des Nichtstuns suchten, wie angestrengte Arbeit zu lieben. Jene Hirten aber, die zum Brunnen kamen befolgten ohne grosses Überdenken gewisse Regeln und Gepflogenheiten, die den Bedürfnissen der Herde und deren Besitzern entgegen gerichtet waren: Der Durst der Tiere muss gestillt werden und benötigt nicht Regeln, darauf bis zum Abend zu warten! So zeitigte sich Jakob schon zu Beginn als Mann mit praktischer Weisheit und mit Mut, die Interessen derer verteidigend, die durch unsinnige Regeln benachteiligt wurden! Wasser ist lebensnotwendig und sollte allen jederzeit zugänglich sein! Hier wurden offenbar Privatinteressen über das Allgemeininteresse gestellt! In der Offenbarung wird geistige Unterweisung mit Wasser verglichen und Jesus erklärte zuvor, dass seine Lehren „Wasser des Lebens“ oder „lebendiges Wasser“ bedeuten würden! (Joh 4:10 vergl. Off 22:1,2)

 

(Offenbarung 22:17)  Und der Geist [[(Jesus)]] und die Braut [[(die Apostel)]] sagen fortwährend: „Komm!“ Und jeder, der [es] hört, sage: „Komm!“ Und jeder, den dürstet, komme; jeder, der wünscht, nehme Wasser des Lebens kostenfrei.

 

Jesu Worte treffen auch hier den Kern der Ereignisse: „Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen.“ (Lu 6:31) Beachten wir nun wie Jakob als Neuankömmling sogleich in Aktion tritt das zu tun, was der Gemeinsinn eigentlich verlangte.

 

1.Mo 29:9-12:  Jakob tränkt die Schafe der Schafhirtin Rahel und gibt sich ihr als Sohn Rebekkas zu erkennen

Jakob küsst Rahel an der Schafstränke der Herden LabansDas Wegwälzen des Steins von der Öffnung des Brunnens benötigte offenbar die Kraft eines oder gar mehrerer Männer und diente möglicherweise der Reinhaltung des Wassers und damit Wind der Sand herbei weht die Quelle nicht verstopfen kann.

 

So wie zuvor die Rebekka den Elieser verwunderte, als sie ihm zu trinken gab und sie dann seine Kamele tränkte, so verwunderte nun Jakob die Rahel, von der er ja bereits wusste, dass sie seine Nichte war und der als Neuankömmling nun ihre Schafherde tränkte.

 

(1. Mose 29:9-12) Während er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen, die ihrem Vater gehörten, denn sie war eine Hirtin. 10 Und es geschah, als Jakob Rahel, die Tochter Lạbans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Lạbans, des Bruders seiner Mutter, sah, daß Jakob sogleich herbeikam und den Stein von der Öffnung des Brunnens wegwälzte und die Schafe Lạbans, des Bruders seiner Mutter, tränkte. 11 Dann küßte Jakob Rahel und erhob seine Stimme und brach in Tränen aus. 12 Und Jakob begann Rahel mitzuteilen, daß er der Bruder ihres Vaters und daß er der Sohn Rebẹkkas sei. Und sie lief hin und teilte es ihrem Vater mit.

 

Jakobs Gefühle müssen vor Dankbarkeit und Glück überflossen sein, weil seinem Auftrag von Gott und seinen Eltern her offensichtlich Gedeihen verliehen wurde sich eine Frau bei Laban zu suchen! Es scheint, dass Jakob schon beim ersten Zusammentreffen sich in seine künftige Frau, die Rahel verliebte. Jene junge Frau hatte ihre arbeitsame Art schon durch das herbeiführen der Schafherde unter Beweis gestellt, eine Aufgabe die viel Geschick erfordert, um die Tiere beisammen zu halten, dahin zu bringen, wo sie der Hirte haben möchte und ihnen Schutz zu gewähren! Jakob kannte diese Anforderungen selbst seit frühester Kindheit! Auch Rahel scheint dieses unerwartete Zusammentreffen mit einem so nahen Verwandten den sie noch nie gesehen hatte und der ihr sofort Hilfsbereitschaft zeigte mit viel Emotionen überrascht zu haben.

 

5.3.1.5      1.Mose 29:13-35:  Laban zeigt sich gastfreundlich aber als Vertreter eigener Interessen; seine Schachzüge im Hinblick auf  Jakobs Dienst, als Entgelt für die Heirat mit Rahel und dann für Lea 

 

1.Mo 29:13-20:  Jakobs Angebot sieben Jahre Laban zu dienen, um die Hand Rahels zur Heirat zu erhalten

Laban eilte nachdem als er die Geschichte aus dem Munde seiner Tochter hörte eilends Jakob entgegen. Es gab für beide Seiten ein sehr erfreuliches kennenlernen. Jakob kannte ja bereits einen Teil der Geschichte Labans, die Abraham erfahren hatte, als Sara starb und zudem von Elieser, den er Jahrzehnte zuvor nach Haran sandte, um sich Rebekka, Labans Schwester und Jakobs Mutter für Isaak zu erwählen. Er wusste auch um die grosszügigen Geschenke Abrahams und Laban mag etwas erstaunt gewesen sein, dass hier ein junger Mann nahezu Mittellos vor ihm stand. Daher bot er ihm am Ende eines Monats Arbeit an! Paulus erwähnt Christen in Thessalonich gegenüber dieselbe Regel, die schon damals herrschte:

 

(2. Thessalonicher 3:10-12)  In der Tat, auch als wir bei euch waren, gaben wir euch gewöhnlich diese Weisung: Wenn jemand nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.“ 11 Denn wir hören, daß einige unter euch unordentlich wandeln, indem sie überhaupt nicht arbeiten, sondern sich in etwas einmischen, was sie nichts angeht. 12 Solchen Personen geben wir die Weisung und Ermahnung im Herrn Jesus Christus, daß sie, indem sie in Ruhe arbeiten, ihr selbstverdientes Brot essen sollten.

 

Bestimmt hatte sich Jakob bereits sehr nützlich gezeigt aber der Aufenthalt schien sich auszudehnen und so sollte eine für beide Seiten befriedigende Lösung gesucht werden.

 

(1. Mose 29:13-14)  Nun geschah es, daß Lạban, sobald er den Bericht über Jakob, den Sohn seiner Schwester, hörte, ihm entgegenlief. Dann umarmte er ihn und küßte ihn und brachte ihn in sein Haus. Und er begann, Lạban alle diese Dinge zu erzählen. 14 Danach sprach Lạban zu ihm: „In der Tat, du bist mein Bein und mein Fleisch.“ So wohnte er einen vollen Monat bei ihm.

 

Nach der ersten herzlichen Begrüssung und bestimmt einem Festmahl, um den Ankömmling willkommen zu heissen, einem ruhigen Moment, wo Jakob seine Geschichte erzählte und umgekehrt mit den Begebenheiten des Hauses Labans vertraut wurde, kam eine Zeit eines Monates, wo der Gast sich nützlich machte und Laban dessen Dienst zu schätzen begann. So kam es zu einer ersten Lohnverhandlung, wie dies in jedem Arbeitsverhältnis bis heute üblich ist! Jakob war in diesem Monat mit beiden Töchtern Labans bekannt geworden aber seine Liebe gehörte vom ersten Moment an der Rahel. Die ältere der beiden jungen Frauen entbehrte der Schönheit die Rahel auszeichnete. Bestimmt aber behandelte Jakob auch sie mit grosser Ehrerweisung.

 

Jacob nimmt den Auftrag von Laban an seine Schafe während 7 Jahren um Rahel  zu hüten(1. Mose 29:15-20)  Danach sagte Lạban zu Jakob: „Bist du mein Bruder und sollst mir umsonst dienen? Teil mir mit: Was soll dein Lohn sein? 16 Lạban nun hatte zwei Töchter. Der Name der älteren war Lẹa und der Name der jüngeren Rahel. 17 Die Augen Lẹas aber hatten keinen Glanz, während Rahel schön von Gestalt und schön von Angesicht geworden war. 18 Und Jakob war in Rahel verliebt. So sprach er: „Ich bin willens, dir um Rahel, deine jüngere Tochter, sieben Jahre zu dienen.“ 19 Darauf sprach Lạban: „Es ist besser für mich, sie dir zu geben, als daß ich sie einem anderen Mann gebe. Bleibe bei mir.“ 20 Und Jakob diente dann sieben Jahre um Rahel, aber wegen seiner Liebe zu ihr erwiesen sie sich in seinen Augen wie einige wenige Tage.

 

Der Vertrag zwischen beiden Parteien war mit der Zusage Labans geschlossen. Das einmal gegeben Wort musste unter Hebräern Geltung haben! Jakob fuhr fort das zu tun, was er seit frühester Jugend im Hause seines Vaters schon getan hatte: Die Herden zu hüten und auf den Besitz des Vaters zu achten und ihn zu mehren! Nun tat er dasselbe für den künftigen Schwiegervater und vertrat dessen Interessen. Laban seinerseits mochte Jakob zum Schwiegersohn gewinnen. Da zu jener Zeit die Entrichtung eines Brautpreises üblich war und Jakob mittellos war schien ihm die Arbeit während sieben Jahren angemessen und Laban zeigte sich damit zufrieden! Jesus erwähnt seinen Jüngern gegenüber eine vergleichbare Einstellung, die geistigen „Schafe“ betreffend:

 

(Matthäus 12:30)  Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

 

Als christliche Vorsteher hüten wir die „Schafe“ die Jesus gehören und haben uns verpflichtet seinen Besitz zu mehren! Auch er verspricht späteren Lohn, wenn er mit Königreichsmacht ausgestattet zurückgekehrt sein und mit jedem abrechnen wird! Anhand eines Gleichnisses zeigt er, dass auch wir wie „Sklaven“ einem Herrn, nun ihm und seinen Interessen des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ dienen sollen! Gemäss dem jeden verliehenen Geistesgaben sollte er Gewinne erzielen:

 

(Matthäus 25:19-21)  Nach langer Zeit kam der Herr jener Sklaven und rechnete mit ihnen ab. 20 Da trat der herzu, der fünf Talente empfangen hatte, und brachte fünf weitere Talente und sprach: ‚Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe fünf weitere Talente gewonnen.‘ 21 Sein Herr sagte zu ihm: ‚Wohlgetan, [du] guter und treuer Sklave! Du warst über weniges treu. Ich will dich über vieles setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.

 

Der Tag, wo Jesus mit uns abrechnen wird, das Ende der „sieben Jahre hat sich genähert! Er hat den Lohn bei sich und verändert die Vertragsbedingungen nicht!

 

Viele der Worte Jehovas an das spätere Israel zeigt Sein inniges Verhältnis des Hirten zu seinen Schafen und kommt in der Art und Weise wie Jesus seine Jünger behandelte zum Ausdruck. Darum gilt Jesus als „der gute Hirte“, der sich um die Bedürfnisse seiner im zugeteilten Schafe so bemühte, als wären sie sein Eigentum, während doch die ganze Herde Israels Jehovas Besitz war! Darum übergab ihm der Vater schlussendlich all jene „Schafe“, die bereit waren auf den Sohn als ihren Hirten zu hören. Die bezahlten Lohnhirten dagegen, die Priester und Vorsteher Israels scherten die Schafe und assen deren Fleisch und enthielten dem Vater das ihm Gebührende vor! Darum vertrieb er sie schlussendlich!

 

Anforderungen an Vorsteher von Christenversammlungen
 

1.Mo 29:21-29:  1774 v.u.Z.:  Labans Festmahl am Ende der sieben Jahre und Jakobs Überraschung in der Hochzeitsnacht mit Lea; Silpa, die Magd Leas als Brautgabe des Vaters

Die vereinbarten sieben Jahre verflogen für Jakob, da er sich in Rahel verliebt hatte und sehnsüchtig auf den Tag wartete, wo sie sein Eigentum werden würde. So kam der Tag herbei, wo die vereinbarte Frist abgelaufen war. Laban aber wollte aus diesem Tag ein grosses Fest bereiten und die ganze Hausgemeinschaft, Freunde und Nachbarn mögen Teilhaber gewesen sein. Wir erinnern uns an die Hochzeit Jakobs, wo jener ganz einfach seine Braut Rebekka in das Zelt seiner Mutter führte und damit die Heirat rechtskräftig wurde. Abraham veranstaltete deswegen kein aufwendiges Freudenfest. Es scheint damals eher ein Brauch innerhalb der Nationen gewesen zu sein. Dass solche Art von ausgelassenen Festen oft einen schlechten Verlauf nehmen ist hinlänglich erwiesen. Der Bericht der „Teraphim“ fährt fort die Details zu schildern:

 

Laban vertauscht anstelle Rahel die ältere Tochter Lea an Jakob in der Hochzeitsnacht(1. Mose 29:21-29)  Dann sagte Jakob zu Lạban: „Übergib mir meine Frau, denn meine Tage sind um, und laß mich mit ihr Beziehungen haben.“ 22 Darauf versammelte Lạban alle Männer des Ortes und machte ein Festmahl. 23 Aber es stellte sich heraus, daß er während des Abends daranging, seine Tochter Lẹa zu nehmen und sie zu ihm zu bringen, damit er mit ihr Beziehungen habe. 24 Überdies gab Lạban ihr seine Magd Sịlpa zur Magd, ja seiner Tochter Lẹa. 25 So ergab es sich am Morgen, daß es, siehe, Lẹa war! Demzufolge sprach er zu Lạban: „Was hast du mir da angetan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum also hast du mich hintergangen? 26 Darauf sagte Lạban: „Es ist nicht üblich an unserem Ort, auf diese Weise zu tun, die Jüngere vor der Erstgeborenen zu geben. 27 Feiere die Woche dieser Frau vollends. Danach wird dir auch diese andere Frau für den Dienst gegeben werden, den du mir sieben weitere Jahre leisten kannst.“ 28 Dementsprechend tat Jakob so und feierte die Woche dieser Frau vollends, worauf er ihm seine Tochter Rahel zur Frau gab. 29 Außerdem gab Lạban seiner Tochter Rahel seine Magd Bịlha zur Magd.

 

Ganz offensichtlich waren Labans Absichten von Beginn an unlauter gewesen und er nutzte das Fest seinen zuvor gefassten Plan umzusetzen! Während jener sieben Jahre hatten sich seine Herden unter der weisen Leitung Jakobs vermehrt und er wollte ganz offensichtlich jene Arbeitskraft nicht verlieren! Der ortsübliche Brauch vorab die ältere Tochter zu verheiraten war kein Gegenstand der früheren klaren Abmachungen gewesen!

 

Laban verspricht um weitere sieben Jahre Schafhüten auch Rahel zu gebenLea spielte das Spiel zusammen mit ihrem Vater und während Jakob möglicherweise ein, zwei Glas über den Durst getrunken hatte wurde der Tausch vollzogen. Wie schon Noah und später im Falle Lots spielte Betrunkenheit eine massgebliche Rolle gewisse Hemmnisse abzubauen und Gottes Grenzlinien nicht mehr klar zu erkennen! Anstatt der ersehnten Rahel war es Lea, welche die Hochzeitsnacht nun unerkannter weise mit Jakob teilte!  Die Gefühle Jakobs der Lea gegenüber waren schon zuvor reserviert gewesen, seine Liebe gehörte doch Rahel. Nachdem er den Betrug am kommenden Morgen bemerkte müssen seine Emotionen bestimmt dieser Frau gegenüber sehr zurückhaltend gewesen sein! Niemand lässt sich gerne betrügen! Lea muss später viel darunter gelitten haben sich ihren Mann in betrügerischer Weise angeeignet zu haben und dies dazu noch zu Lasten ihrer Schwester! Dennoch anerkannte Jakob nun seine Pflicht an, dass er die Hochzeitsnacht mit ihr verbracht hatte und sie nun seine legale Ehefrau war!

 

 Wie der Fall Labans zeigt, hatte jener schon zuvor Jehovas Gerechtigkeit verlassen und dafür Landessitten angenommen, die schlichtweg als betrügerisch bezeichnet werden müssen! Er war damit als Teil des „Samens der Schlange“ identifiziert! Sein weiteres Verhalten am Ende der zweiten Vertragszeit offenbar dies erneut! Wer somit ein Gebot irgendeines Landes oder einer Gemeinschaft, das Jehovas Rechtsordnung widerspricht, um es höher zu setzen als Gottes Gebot, der macht jene Richtlinien und die Personen, welche dahinter stehen zu seinem Gott!

 

Laban hatte Jakob getäuscht und betrogen! Paulus warnte später Timotheus vor solchen Personen innerhalb der Christenversammlung:

 

(2. Timotheus 3:13)  Böse Menschen aber und Betrüger werden vom Schlechten zum Schlimmeren fortschreiten, indem sie irreführen und irregeführt werden.

 

Nun gab Laban ihm nach einer Hochzeitswoche mit Lea auch die Rahel zur Ehefrau und zudem jeder der Frauen deren jeweilige eigene Magd zu Eigentum. Andererseits verpflichte er aber Jakob nun für weitere sieben Jahre Dienst. Dadurch aber wurde das Verhältnis Jakobs zu Laban einer Spannung ausgesetzt! Wo es an Gerechtigkeit fehlt, da geht der Frieden dahin! Diese Art des Vertrages war Jakob durch Irreführung aufgepresst worden. Dennoch hielt Jakob erneut seine Zusagen ein!

 

1.Mo 29:30-35:  1774 v.u.Z.:  Hochzeit mit Rahel, Jakobs Vorliebe zu Rahel offenkundig gemacht; sieben weitere Jahre Dienst für Rahel und deren Magd Bilha; Leas Fruchtbarkeit mit Ruben, Simeon, Levi, Juda; Rahel bleibt unfruchtbar

Rahel war unfruchtbar und Lea fühlte sich ungeliebtAuch die Gefühle der Rahel ihrem Vater gegenüber mussten hoher Spannung ausgesetzt gewesen sein! Sie wusste um die Liebe Jakobs zu ihr und musste nun den Betrug Labans an ihr und ihrem geliebten Mann mittels ihrer älteren Schwester ansehen, um dann nach einer Woche wie eine Ware zweiten Ranges dem Jakob zugeteilt zu werden. Ihr Mann aber zeigte ihr von nun an deutlich, wem seine wirkliche Zuneigung gehörte! Dies blieb so bis zu ihrem Lebensende!

 

(1. Mose 29:30-35)  Dann hatte er auch mit Rahel Beziehungen und brachte auch mehr Liebe zu Rahel zum Ausdruck als zu Lẹa, und er ging daran, ihm noch sieben weitere Jahre zu dienen. 31 Als Jehova nun sah, daß Lẹa gehaßt [[(weniger geliebt)]] war, öffnete er dann ihren Mutterschoß, Rahel aber war unfruchtbar. 32 Und Lẹa wurde schwanger und gebar einen Sohn und gab ihm dann den Namen Rụben, denn sie sprach: „Weil Jehova mein Elend angesehen hat, indem mein Mann mich jetzt zu lieben beginnen wird.“ 33 Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn und sagte dann: „Weil Jehova gehört hat, daß ich gehaßt [[(weniger geliebt)]] war, und so hat er mir auch diesen gegeben.“ Demzufolge gab sie ihm den Namen Sịmeon. 34 Und sie wurde abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach dann: „Jetzt, diesmal, wird mein Mann sich mir anschließen, weil ich ihm drei Söhne geboren habe.“ Es wurde ihm daher der Name Lẹvi gegeben. 35 Und sie wurde nochmals schwanger und gebar einen Sohn und sprach dann: „Diesmal werde ich Jehova lobpreisen.“ Sie gab ihm daher den Namen Juda. Danach hörte sie auf zu gebären.

 

Die Leibesfrucht ist eine Gabe Jehovas und Lea gab dafür die Ehre Gott. Der Ausdruck „gehasst“, in der Übersetzung der WATCHTOWER mag zwar mit dem Wortsinn in Hebräisch im Einklang sein, stimmt aber nicht mit der vorhergehenden Aussage überein, dass Jakob „… mehr Liebe zu Rahel zum Ausdruck als zu Lẹa“ brachte! Jakob hasste Lea nicht, denn sonst hätte er mit ihr bestimmt nicht weiter Verkehr gehabt! Die Erinnerung an den Betrug hatte das eheliche Verhältnis aber von Beginn an belastet! Jakob mag seine Gefühle gut unter Kontrolle gehabt haben und Lea mit Respekt behandelt haben, die eher Opfer als Täter beim Betrug war aber auch Nutzniesserin und damit mitschuldig!

 

Kein Zweifel besteht an Leas Zuneigung zu Jakob und ihrem Bemühen dessen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, was aus der Namengebung ihrer Söhne deutlich wird! Obwohl Jakob weiterhin mit ihr Verkehr hatte mag Lea inzwischen in einen Zustand gekommen sein, der ihr weiteren Kindersegen vermehrte. Vier Söhne hatte sie Jakob geschenkt und bestimmt liebte Jakob sie schon aus diesem Grunde. Die Zuneigung des Herzens aber lag ein Leben lang bei Rahel. Dass aber Jakob weiter mit ihr ehelichen Verkehr pflegte zeigt sich schon dadurch, dass sie später nochmals drei Kindern das Leben schenkte!

 

 

5.3.4         Kapitel 30:  1774 v.u.Z.: Rahel gibt Jakob die Magd Bilha und Lea ihre Magd Silpa; Jakobs Kinder, sein Lohn und sein Ausbreiten

 

5.3.1.6      1.Mose 30:1-30:  Gottes Vorhersagen betreffend der Ausbreitung von Abrahams Same beginnt durch Jakob und seine vier Frauen Wirklichkeit zu werden 

 

1.Mo 30:1-8:  Rahels Eifersucht auf die Fruchtbarkeit Leas lässt sie ihre Sklavin Bilha an ihrer statt Kinder von Jakob hervorbringen: Dan und Naphtali

Dass Jehova Frauen mit tieferen Gefühlen ausgestattet hat wie Männer führt immer wieder zu Konfliktsituationen! Dazu gehören Gefühle der Eifersucht, welche wie Gift zu wirken vermögen! Jeder möchte gewisse Dinge oder Personen für sich alleine besitzen! Dies ist aber in vielen Fällen nicht möglich! So muss ein Vater und eine Mutter ihre Gefühle mit allen Kindern teilen und jeder Versuch dies gerecht zu tun ist Schwankungen unterworfen! Jakobs Zuneigung zu seinen beiden Frauen mag genauso Höhen und Tiefen ausgesetzt gewesen sein!

 

Zu einem bestimmten Zeitpunkt war Rahel so sehr darüber enttäuscht, dass sie unfruchtbar blieb, dass sie lieber sterben wollte und offenbar Andeutungen in Richtung eines Selbstmordes äusserte. Sie glaubte sich Jakob gegenüber verantwortlich ebenso wie ihre ältere Schwester Kinder geben zu müssen, obwohl ihre Unfruchtbarkeit ihr dies verwehrte. Andererseits machte sie indirekt Jakob dafür verantwortlich ihr keine Kinder zu geben, obwohl er die Nächte mit ihr ebenso teilte wie mit Lea! Soweit aber durfte Jakob auch den Gefühlsausbrüchen seiner geliebten Rahel keinen Raum geben und es war an der Zeit sie mit Strenge zurechtzuweisen! Unkontrollierbare Gefühlsausbrüche bringen jede Ehe in Gefahr und weder Frauen noch Männer haben darauf Anspruch, weil sie Zügellosigkeit offenbaren! Der Fall Kains und Abels und Gottes warnende Worte die Emotionen unter Kontrolle zu bringen sind deutlicher Hinweis!

 

(1. Mose 4:5-7)  Und Kạin entbrannte in großem Zorn, und sein Angesicht begann sich zu senken. 6 Hierauf sprach Jehova zu Kạin: „Warum bist du in Zorn entbrannt, und warum hat sich dein Angesicht gesenkt? 7 Wird es nicht Erhebung geben, wenn du darangehst, gut zu handeln? Wenn du aber nicht darangehst, gut zu handeln, so kauert die Sünde am Eingang, und nach dir steht ihr tiefes Verlangen; und wirst du, ja du, die Herrschaft über sie erlangen?“

 

Wie der Verlauf der Angelegenheiten Jakobs zeigt versuchte Rahel ihre Gefühle zu kontrollieren und suchte nach einer Lösung ihrer Probleme die sie Jakob auch offen unterbreitete. Bestimmt eine Denkweise, die heute wenige Frauen nachzuvollziehen vermögen, aber bestimmt in erster Linie geprägt war von uneigennütziger Liebe zu Jakob!

 

Rahels Eifersucht auf Lea die Jakob Nachkommen geboren hatte veranlasste sie Jakob ihre Sklavin Bilha zu geben um so Nachwuchs zu haben (1. Mose 30:1-8)  Als Rahel nun sah, daß sie dem Jakob kein [Kind] geboren hatte, wurde Rahel auf ihre Schwester eifersüchtig und begann zu Jakob zu sagen: „Gib mir Kinder, oder ich werde sonst eine Tote sein.“ 2 Hierauf entbrannte Jakobs Zorn gegen Rahel, und er sprach: „Bin ich an Gottes Stelle, der dir die Leibesfrucht vorenthalten hat? 3 Da sagte sie: „Hier ist meine Sklavin Bịlha. Habe Beziehungen mit ihr, daß sie auf meinen Knien gebäre und daß ich, auch ich, durch sie zu Kindern komme.“ 4 Damit gab sie ihm ihre Magd Bịlha zur Frau, und Jakob hatte Beziehungen mit ihr. 5 Und Bịlha wurde schwanger und gebar dem Jakob nach einiger Zeit einen Sohn. 6 Dann sprach Rahel: „Gott hat als mein Richter geamtet und hat auch auf meine Stimme gehört, so daß er mir einen Sohn gegeben hat. Darum gab sie ihm den Namen Dan. 7 Und Bịlha, Rahels Magd, wurde nochmals schwanger und gebar dem Jakob nach einiger Zeit einen zweiten Sohn. 8 Dann sagte Rahel: „Unter mühevollem Ringen habe ich mit meiner Schwester gerungen. Ich bin auch als Gewinner hervorgegangen!“ So gab sie ihm den Namen Nạphtali.

 

Rahel hatte fehlendes Unterscheidungsvermögen gezeigt und Jakob für schuldig erklärt, dass sie nicht schwanger werden konnte. Es gibt im Leben Umstände die uns hart ankommen aber nicht das Recht geben andere die unschuldig daran sind die Schuld zuzuweisen! Fast schon aus einer Überreaktion heraus offeriert Rahel Jakob nun ihre Magd Bilha und erhofft dadurch selbst ein Kind als ihr Eigen nennen zu dürfen. Dass damit aber erneut die Gefühle einer anderen Frau aufs Spiel gesetzt wurden scheint ihr nicht bewusst geworden zu sein, Bilha war ja eine Sklavin, ihr Eigentum! Deren Gefühle Jakob gegenüber aber würden kurz und mittelfristig eine weitere Konkurrenz für sie bedeuten. Der Wunsch Kinder zu haben die sie ihr Eigentum nennen dürfte obsiegte. 

 

Jakob nahm dieses Angebot an obwohl ihn selbst dabei gewisse Angst geplagt haben mag! Zwei Frauen in ihren Gefühlen zu befriedigen war schon eine grosse Aufgabe, eine dritte aber mochte die Situation noch verschärfen! Rahel gab ebenso wie zuvor schon Lea die Ehre Gott, als Bilha ihr den Sohn Dan schenkte, den die beiden Frauen nun miteinander in ihrer mütterlichen Liebe teilen mussten! Kinder aber können niemals zu viel Liebe erhalten!

 

Als Bilha einen weiteren Sohn gebar fühlte sich Rahel gegenüber Lea als Siegerin. Die Spannungen die zwischen den beiden Schwestern existiert haben mussten gehen jeweils aus ihren Äusserungen und der Namenszuteilung hervor! Beide kämpften um die Zuneigung ihres Mannes!

 

1.Mo 30:9-13:  Lea hört auf zu gebären und gibt daher ebenso Jakob ihre Magd Silpa, um weitere Kinder durch sie zu haben: Gad und Ascher

Diese Frauen, Lea wie Rahel hatten schon von Jakob von Abrahams Frau Sara gehört, wie sie unfruchtbar war und wie sie von ihrem Mann wiederholt von Gottes Vorhersage an ihn erfahren hatte, dass er zu einer grossen Nation werden würde. Sara war doch mit ihrer eigenen Unfruchtbarkeit konfrontiert gewesen: Wie sollte sie da dieses Gebot Jehovas mit zu erfüllen helfen? Sie galt als ein zum Nachstreben wertes Beispiel und so kopierte Rahel die Sara, die doch Abraham ihre Magd Hagar gegeben hatte, um durch sie eigene Kinder zu haben. Rahel gab daher Jakob ihre Sklavin Bilha. Nun aber hatte auch Lea aufgehört zu gebären!

 

Sara handelte im Einklang mit Gottes Willen. Nur war Hagar im anderen Fall eigensüchtig gewesen und verachtete Sara und verstiess dadurch gegen ihre Stellung als Sklavin, indem sie sich über ihre Herrin erhob! Jesus warnt auch uns vor dieser Art von Denken, die Satan zu eigen ist, der sich zu Beginn schon über Jehova erhoben hatte! Jesus warnte seine Jünger vor solcher Art zu denken:

 

(Matthäus 10:24-25)  Ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25 Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn man den Hausherrn Beelzebub [[(Baal-Sebub: „Herr der Fliegen“?)]] genannt hat, wieviel mehr [wird man] seine Hausgenossen so [nennen]!

 

Hagar sollte gegenüber Abraham getreue Ehefrau ebenso wie Sara werden und vorsorgliche Mutter dem Sohn Ismael gegenüber und jenen in Unterordnung erziehen dem Familienhaupt gegenüber.

 

Jesus ist das "Haupt des Leibes", alle Glieder fügen sich ihm harmonisch zuJesus fordert alle Jünger auf, was Wissen und Erkenntnis und gutes Handeln anbetrifft auf seine Stufe hin zu wachsen! Nie aber dürfen wir vergessen, dass er von Jehova als Herr, als „König der Könige“ und Hoherpriester über uns gesetzt wurde! Die Versammlungen gemeinsam bildeten seinen geistigen „Leib, er blieb ihr „Haupt“, das geistige Zentrum! Später nannte Jesus seine zwölf Apostel Freunde und Johannes der Täufer nannte die Gruppe der Zwölf „Braut“, mit denen Jesus sich später symbolisch verheiraten würde! (Off 19:7) Dies zeigt ihre freiwillige Unterordnung unter Jesus als ihr Haupt „in allem“! Johannes der Täufer hatte zu Beginn erklärt:

 

Johannes der Täufer: "Wer die Braut hat ist der Bräutigam"(Johannes 3:29, 30)  Der die Braut hat, ist der Bräutigam. Wenn aber der Freund des Bräutigams dasteht und ihn hört, ist er hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Daher ist diese meine Freude voll geworden. 30 Jener muß fortan zunehmen, ich aber muß fortan abnehmen.“

 

Jesus ist es der sich im Bund mit seinen Aposteln sinnbildlich vermählt hat. Auch nach seinem Tod, der Auferstehung und Himmelfahrt sollten sie bis zu ihrem eigenen Ende Treue erzeigen. In ihrer von jedem erwarteten „Frühauferstehung“ (Php 3:11 s. FN NWÜ)) würde das Ehebündnis folgen! Johannes schreibt in der 15.Vision der Offenbarung über jenes Ereignis, etwa eineinhalb bis zweieinhalb Jahre vor Harmagedon, das mit dem Pfingsttag nach der Trennung von „Schafen und Böcken“ (14.Nisan) übereinstimmt: „Freuen wir uns und frohlocken wir, und verherrlichen wir ihn, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.“ (Off 19:7) Dann erfüllt sich auch Jesu Versprechen: „Jesus sprach zu ihnen: ‚Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten‘ “ (Mat 19:28) Gemeinsam mit Jesu folgt der richterliche Akt der Auserwählung und Versiegelung der 144.000 künftigen Priesterkönige!

 

So wie im Falle Rahels wollte nun auch Lea als sie nicht weiter schwanger wurde auch ihre eigene Sklavin, die Silpa dem Jakob zur Seite geben, damit sie durch diese Magd weitere Kinder haben könnte! Gottes Auftrag an Jakob aus seinem Samen zu einer Nation zu werden wurde ernst genommen und jede der Frauen versuchte das ihr Mögliche und Beste hierzu beizutragen. Das Bewusstsein, dass aus den acht Überlebenden der Arche alle Sippen und Nationen um sie herum entstanden waren war ihnen im Bewusstsein!

 

(1. Mose 30:9-13)  Als Lẹa nun sah, daß sie zu gebären aufgehört hatte, nahm sie dann Sịlpa, ihre Magd, und gab sie Jakob zur Frau. 10 Nach einiger Zeit gebar Sịlpa, Lẹas Magd, dem Jakob einen Sohn. 11 Dann sprach Lẹa: „Mit Glück!“ Somit gab sie ihm den Namen Gad. 12 Danach gebar Sịlpa, Lẹas Magd, Jakob einen zweiten Sohn. 13 Dann sagte Lẹa: „Mit meiner Glückseligkeit! Denn die Töchter werden mich gewiß glücklich preisen.“ Somit gab sie ihm den Namen Ạscher.

 

Der Schriftbericht besagt nichts darüber, dass die zwei Nebenfrauen Bilha und Silpa später ihre untergeordnete Stellung gegenüber ihren Herrinnen verlassen hätten. Jakob seinerseits achtete die Stellung der Nebenfrauen so, wie es Gottes GESETZ später durch Moses festlegte. Deren Kinder waren gleichberechtigte Erben mit denen Leas und Rahels! Wo Gottes Ordnung respektiert wird kommt Frieden und wo Frieden ist gibt Gott seinen Segen und Gedeihen.

 

1.Mo 30:14-21:  Leas Handel um Mandragoren, um eine Nacht mit Jakob zu verbringen und Rahels Kaufpreis den Jakob im Tausch zu geben: Leas Schwangerschaften mit Issachar, Sebulon und einer Tochter, Dina  

Mandragore: Eine Wurzel, welche die Fruchtbarkeit fördertBis heute wird u.a. in einigen Teilen Asiens die Frucht der Mandragoren (oder Mandrake), respektive deren Wurzel als ein krampfösendes Mittel eingenommen, das zudem die Fruchtbarkeit steigern soll.

 

Rahel, die bisher unfruchtbar war mag diesen Glauben gehabt haben, als sie mit ihrer Schwester einen Tausch einging, indem sie den geliebten Jakob jene Nacht die ihr zu stand an Lea abtauschte, um einige der Mandragoren zu erhalten. Sie wäre gerne schwanger geworden und Leas ältester Sohn kannte dieses Gefühl bei seiner Mutter und er wollte ihr dadurch helfen! Alle arbeiteten gemeinsam in Richtung des von Gott vorgegebenen Zieles hin: Für Jakob fruchtbar zu sein! 

 

(1. Mose 30:14-15)  Nun ging Rụben in den Tagen der Weizenernte aus und fand schließlich Mandragoren auf dem Feld. Da brachte er sie Lẹa, seiner Mutter. Dann sprach Rahel zu Lẹa: „Gib mir bitte einige von den Mandragoren deines Sohnes.“ 15 Darauf sagte sie zu ihr: „Ist es etwa eine Kleinigkeit, daß du meinen Mann genommen hast, und du nimmst nun auch die Mandragoren meines Sohnes?“ Da sprach Rahel: „Aus diesem Grund wird er heute nacht zum Tausch für die Mandragoren deines Sohnes bei dir liegen.“

 

Lea war die Vorliebe Jakobs zu Rahel bewusst und eine gewisse Eifersucht spricht aus ihren Worten. Die kommende Nacht wäre die Runde an Rahel gewesen, wo sie an der Reihe war mit Jakob die Nachtstunden zu verbringen. Wenn sie dies nun Lea als Tausch anbot, so bedeutete dies für sie einen harten Verzicht, denn die Zuneigung zwischen Rahel und Jakob beruhte auf Gegenseitigkeit!

 

Jakob hatte nun also vier Frauen die jede ihre eigenen Bedürfnisse hatte und er als Mann war verpflichtet jeder das ihnen Zustehende zu geben! Dies konnte nur durch eine gewisse Ordnung erreicht werden. Jede der Frauen erachtete jene Nächte als ein spezielles Vorrecht für sich und aus dieser Sicht war der Abtausch der Rahel mit Lea um ein paar Mandragoren bemerkenswert, denn er zeigte den innigen Wunsch dem Jakob eigene Kinder zu gebären und sei es auch mittels Verzicht und einem Mittel, das scheinbar Abhilfe versprach.

 

Die von Gott in uns gelegten Bedürfnisse für Männer, Frauen und Kinder wieder in gottgewollter Form befriedigen!

Die Mandragoren blieben bei ihr im Moment zumindest wirkungslos, denn Rahel wurde erst einige Jahre später mit ihrem ersten Sohn Joseph schwanger, weil Jehova selbst die Dinge lenkte! Aus diesem Blickwinkel heraus, die innersten Bedürfnisse einer Frau zu kennen lassen sich auch heute noch die Worte des Paulus verstehen:

 

(1. Timotheus 5:11-16)  Jüngere Witwen [[(von ihren begüterten verstorbenen Männern zurückgelassen)]]  dagegen weise ab, denn wenn sich ihre sexuellen Regungen zwischen sie und den Christus drängen, wollen sie heiraten 12 und haben ein Gericht [auf sich], weil sie ihre erste [Äußerung des] Glaubens mißachtet haben. 13 Zugleich lernen sie auch, unbeschäftigt zu sein, indem sie in den Häusern umherlaufen, ja nicht nur unbeschäftigt, sondern auch Schwätzer und solche, die sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen und Dinge reden, die sich nicht gehören. 14 Daher möchte ich, daß die jüngeren Witwen heiraten, Kinder gebären, einen Haushalt führen und dem Gegner keinen Anlaß zur Beschimpfung geben. 15 Tatsächlich haben sich bereits einige abgewandt, um dem Satan zu folgen. 16 Wenn irgendeine gläubige Frau Witwen hat, so möge sie ihnen Hilfe leisten, und die Versammlung werde nicht damit belastet. Dann kann sie denen Hilfe leisten, die wirklich Witwen sind.

 

Wie an Jakob Gottes Auftrag lautete zu einer Nation zu werden, die in sich einig und stark sei, so lautet derselbe Auftrag durch Christus an seine Apostel und Jünger! Die schnellste und beste Art hierzu bilden Familien, da ja der Same des Glaubens schon früh in Kinderherzen gelegt werden muss! Witwen nun sahen sich in einer veränderten Stellung, wo sie aus Gründen des Todes ihres Mannes dessen Auftrag in der Stellung als „Haupt“ nicht selbst weiterführen konnten oder wollten. Zumindest nicht den Teil, was das Aufziehen und die Zensur eigener Kinder betraf. Dies führte dazu, dass jene Witwen nicht weiter mit einer sie von Natur und von Gott her befriedigenden Aufgabe beschäftigt waren. Stattdessen begannen sie sich in die inneren Angelegenheiten anderer Familien einzumischen, möglicherweise bemühten sie sich um die Männer dort. Paulus erkannte die Gefahr die davon ausging und versuchte in römischer Haft seinen Mitarbeiter Timotheus gegen das Übel anzukämpfen mittels Information, ihn zu stärken das Thema anzugehen. Jeder sollte sich der Pflichten erneut bewusst werden, welche jeder von uns in der Taufe angenommen hat, was ebenso den Ehebund und daraus resultierende Aufgaben einschliesst! Die zwei Bündnisse sind sich in vielerlei Beziehung ähnlich! Daran hat sich seit den Tagen des Paulus bis heute nichts geändert!

 

Nach dem 2.Weltkrieg gab es viele verwitwete FrauenNach dem ersten und zweiten Weltkrieg herrschte erneut ein Überfluss an verwitweten jungen Frauen. Die einen suchten sich erneut einen Mann, die anderen aber stürzten sich auf das zunehmende Angebot an Arbeitsplätzen in der Wirtschaft, die nun der fehlenden Männer wegen für Frauen offenstanden. Die Ehe und das Gebären, Kinder in christlicher Weise aufzuziehen wurde durch andere Werte mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt!

 

"Drum prüfe, wer sich ewig bindet"Das Denken an schicke Kleider und komfortable Häuser, bald schon danach an ein eigenes Auto traten an die Stelle der zuvor übernommenen und anerkannten christlichen Werte! Ein Abgleiten hin zum System, Integrierung darin war die Folge, eine Trennung von der Versammlung, dem Christus und von Jehova weg.

 

Was zuvor im Krieg und der Ermordung von Millionen von jungen Männern auf den Schlachtfeldern war, der neuen Auseinandersetzungen mit der veränderten Realität nun in der Form von Witwen, das brachte danach die Zeit des Überflusses in Form einer neuen Art von geistiger Pest, welche die Familien auseinander riss: Weniger Verheiratende, zunehmende Scheidung!

 

Was seit Jesu Warnung betreffend des einzigen Scheidungsgrundes, dem Ehebruch durch Hurerei, fast zwei Jahrtausende lang bei Gläubigen verpönt war, das wurde nun Salonreif! Die wenigsten der Scheidenden waren sich der längerfristigen Probleme bewusst, die im Gefolge kommen mussten, dass u.a. die Erziehung von Kindern zu jungen Menschen und zu stabilen Christen eine heile Familie benötigt! Die in der Schrift schon in der Genesis festgelegten Grundwerte aber entsprechen den in unsere Gene gelegten Bedürfnisse, die, wenn sie harmonisch angewendet werden langfristig die besten Resultate erzielen!

 

Jakob und seine Grossfamilie mit starkem inneren Zusammenhalt ist in diesem Sinne ein herausragendes Beispiel für Christenversammlungen deren geistiger Mittelpunkt aktive Vorsteher bilden, die als Älteste jedes der Glieder ermuntern und das Ziel das wir anstreben beständig vor Augen setzen. Frauen, heute vor allem Geschiedene, deren vielen eine Wiederverheiratung und damit eigene Kinder verwehrt sind, sollten an Rahel sich ein Beispiel nehmen: Die Kinder der anderen waren ebenso ihre Kinder und sie mühte sich für jene ab, um sie zumindest in geistigem Sinne auf dasselbe Ziel hin zu ermuntern!

 

Die Erfüllung ehelicher Rechte und Pflichten als Bindemittel, um Familien zu stärken

Die Stellung von zwei oder mehr Ehefrauen mit ein und demselben Mann wurde durch Christus beendet. Das Ur-Muster lag bei Adam und Eva wie Gott es vorzeichnete: Ein Mann und eine Frau, die Er ihm beigab! Beiden obliegen in der Ehe Rechte und Pflichten, die ihre Grundlage in genetisch vorprogrammierten Bedürfnissen haben! Paulus nimmt dasselbe Thema des Anrechts auf ehelichen Verkehr im 1.Brief an die Korinther auf und gibt christlichen Ehepaaren wertvollen Rat, der viel zur inneren Harmonie der Familie beitragen kann. Der Geschlechtstrieb wurde von Gott beiden Geschlechtern in die Gene gelegt, um dem Gebot Nachdruck zu verleihen fruchtbar zu sein und die Erde mit Menschen zu füllen. Wo jene Triebe nicht korrekt gelenkt werden und die Rechte zur Befriedigung der Bedürfnisse die Gott in die Hand des Ehepartners legte nicht erfüllt werden, da sind Spannungen die Folge, welche die Ehe belasten! Darauf weist uns Paulus hin:

 

Freier Ehetrennung und Scheidung widerspricht Paulus energisch!(1. Korinther 7:1-7)  Was nun die Dinge betrifft, über die ihr geschrieben habt: Es ist für einen Menschen gut, keine Frau zu berühren; 2 doch wegen der weitverbreiteten Hurerei habe jeder Mann seine eigene Frau, und jede Frau habe ihren eigenen Mann. 3 Der Mann leiste [seiner] Frau das, was ihr zusteht, doch gleicherweise auch die Frau [ihrem] Mann. 4 Die Frau übt nicht Gewalt über ihren eigenen Leib aus, sondern ihr Mann; ebenso übt auch der Mann nicht Gewalt über seinen eigenen Leib aus, sondern seine Frau. 5 Entzieht [es] [[(den Geschlechtsakt)]] einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit, damit ihr dem Gebet Zeit widmen und wieder zusammenkommen könnt, so daß der Satan euch nicht wegen eures Mangels an Selbstbeherrschung beständig versuche.  6 Indes sage ich dies als Zugeständnis, nicht als Befehl. 7 Ich wünsche aber, alle Menschen wären so wie ich selbst. Dennoch hat jeder seine eigene Gabe von Gott, der eine auf diese, der andere auf jene Weise.

 

Paulus macht Zugeständnisse, weil er möchte, dass jeder Mann und jede Frau ihre Gefühle mittels Selbstbeherrschung zu kontrollieren vermögen! Es ist kein Befehl zu regelmässiger sexueller Betätigung aber doch ein klares Zeichen, dass die gegenseitigen unterschiedlichen Bedürfnisse innerhalb der Ehe Rechte darstellen und der Partner mit der Heirat auch Pflichten in dieser Beziehung anerkannte! Was der Paulus offenbar mit einschliesst ist nicht ausschliesslich dem Geschlechtsakt selbst, der Verbindung zugesagt, sondern auch dem anderen Befriedigung zu schenken, weil dies ein gewichtiger Teil des Eheglücks ausmacht! Die Heilige Schrift unterwirft dies keinerlei strikten Regeln, sondern lässt ein hohes Mass an Freiheit, da, wo die Gefühle des anderen nicht verletzt werden!

 

Lea zeigte ihren Anspruch auf ehelichen Verkehr gegenüber Jakob unverhohlen. Jehova segnete dies:

 

(1. Mose 30:16-21)  Als Jakob am Abend vom Feld kam, ging Lẹa hinaus, ihm entgegen, und sagte dann: „Mit mir wirst du Beziehungen haben, denn ich habe dich um die Mandragoren meines Sohnes direkt gedungen.“ Somit legte er sich jene Nacht zu ihr. 17 Und Gott erhörte Lẹa, und sie wurde schwanger und gebar Jakob nach einiger Zeit einen fünften Sohn. 18 Dann sprach Lẹa: „Gott hat mir den Lohn [eines Lohnarbeiters] gegeben, weil ich meine Magd meinem Mann gegeben habe.“ Da gab sie ihm den Namen Ịssachar. 19 Und Lẹa wurde nochmals schwanger und gebar Jakob nach einiger Zeit einen sechsten Sohn. 20 Dann sagte Lẹa: „Gott hat mich, ja mich, mit einem guten Geschenk beschenkt. Endlich wird mein Mann mich dulden, denn ich habe ihm sechs Söhne geboren.“ So gab sie ihm den Namen Sẹbulon. 21 Und danach gebar sie eine Tochter und gab ihr dann den Namen Dịna.

 

Lea sah mit jeder Geburt, dass Jakob sie mehr achtete, da ja Gottes Verheissung, dass durch Jakob viele Nationen würden sich zu bestätigen begann und Lea sechs Söhnen und einer Tochter das Leben schenkte.

 

Dies lässt sich auch auf geistige Kinder der Christenversammlung übertragen! Wir sollten dabei Jesu Auftrag Jünger zu machen im Sinne behalten und das uns Mögliche tun, um diesen Auftrag zu erfüllen!

 

1.Mo 30:22-30:  v.1767 v.u.Z.:  Die Auswirkungen der Mandragoren bei Rahel bewirkten vorerst keine Fruchtbarkeit: Erst Jahre später, im Jahre 1767 wird von der geliebten Frau Joseph geboren! Jakob bittet Laban um die Rückkehr zu seiner Familie 

Unfruchtbarkeit galt in vielen Ländern und unter vielen Völkern als ein Fluch Gottes und als eine Schande. Innerhalb einiger Kulturen und Religionen gilt dies bis heute! Der Zweck des weiblichen Körpers wurde in der Fruchtbarkeit gesehen, der Geburt von Nachkommen, um den Name der Familie zu erhalten.

 

VerhütungsmittelErst die Erfindung von Verhütungsmitteln und darin vor allem der Pille hat ein Umdenken bewirkt, das immer mehr Menschen bereits heute gar als tragischen Wendepunkt ansehen! Der weibliche Körper wurde seither mehr und mehr zum Sexobjekt, das von mehr als einem Mann zum Lustgewinn gebraucht werden kann. Einer beständig steigenden Zahl von Frauen dient er nun zum andauernden eigenen Lustgewinn, den man gar um Geld oder um Vorteile willen dem Meistbietenden offeriert! Die Ehe als Institution kam mehr und mehr in Verruf und statt ehrbar zu sein, hing ihr bald der Ruf an goldene Ketten zu sein! Aussagen eines Paulus, was Ehe und Jungfräulichkeit betreffen wurden schon bald als veraltet, ja gar lächerlich betrachten:

 

(Hebräer 13:4-5)  Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten. 5 [Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid.

 

Verfall der Sitten hat negative Folgen: Schwangere Frauen ohne Männer gehören zu den Ärmsten der ArmenDie Worte des Paulus aber werden jene überdauern, die sie leichtfertig bei Seite schieben. Der heutige Verfall der Sitten brachte auch unweigerlich den Abstieg der Frau in der Achtbarkeit mit sich! In den Armenvierteln der Grossstädte, den Schandflecken der Menschheit überwiegen alleinstehende Frauen mit mehreren Kindern, oft von unterschiedlichen Vätern. Sie gehören zu der Bevölkerungsschicht die am meisten unter der ungerechten Verteilung des Reichtums leiden! Alle Anstrengungen von Regierungen zur Umverteilung von Gütern scheitern, wo Gottes Normen die allesamt unserem Schutze dienen verworfen werden! Gottes Gebote mit Liebe erfüllt bringen die besten Resultate: Frauen Schutz und Kindern eine Sicherheit und eine geistig saubere Bildung, um als Kinder bereits und später selbst dem Leben gegenüber gewappnet zu werden! Der Auftrag Gottes an Männer betrifft ebenso Frauen. Alle Nachkommen Israels sollten von ihrem Stammvater lernen, an ihm ein Beispiel nehmen. Daher forderte Jehova später durch Moses:

 

 (5. Mose 6:1-9)  Dies nun ist das Gebot, die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen, die Jehova, euer Gott, geboten hat, euch zu lehren, damit ihr sie in dem Land tut, in das ihr hinüberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 2 damit du Jehova, deinen Gott, fürchtest, um alle seine Satzungen und seine Gebote zu halten, die ich dir gebiete, du und dein Sohn und dein Enkel, alle Tage deines Lebens, und damit sich deine Tage verlängern. 3 Und du sollst hören, o Israel, und darauf achten, [sie] zu tun, damit es dir gutgeht und damit ihr zu sehr vielen werdet, so wie Jehova, der Gott deiner Vorväter, dir hinsichtlich des Landes verheißen hat, das von Milch und Honig fließt.

4 Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

Um das zu verwirklichen sind intakte Familien Grundvoraussetzung! Frauen, Männer, ledig, verwitwet oder geschieden sind daran beteiligt! Wir müssen die ursprünglichen Werte wiederum erkennen und heilig halten! Gottes Bestimmungen und richterliche Entscheidungen sind erneut zu achten. Dies kostet Selbstbeherrschung, eine der Gaben des Geistes die Paulus als letzte und Wichtigste neben der Liebe sieht!

 

Nicht die Mandragoren waren es, die Rahels Unfruchtbarkeit beendeten, sondern Gottes Erhörung ihrer Gebete, sowohl die der Rahel wie die Jakobs! Bei Lea aber hatten sie offensichtlich ihre Wirkungen gezeigt!

 

(1. Mose 30:22-24)  Schließlich gedachte Gott Rahels, und Gott erhörte sie, indem er ihren Mutterschoß öffnete<