Newsletter „DER WEG“ 11/10-1    November 2011

Neubearbeitung: 17.11.15

 

 

11.10.1  Die Ohrenbeichte vor dem Priester:  Was ist Gottes Standpunkt

 

2.Teil:  Was berichten die Schriften des Alten und Neuen Bundes betreffend Sündenvergebung?

 

   Im 1. Teil der Artikelserie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat August 2007 unter dem Titel: 7.8.1  Das Gewissen verlangt nach einer Reinigung von Sünde! untersuchten wir bereits einige gewichtige Aspekte über unser Gewissen, das GESETZ Gottes, was Sünde ist und wie christliche Religionen dieses Thema mittels Beichte und Ablass zu verändern suchten. Welches waren ihre Motive und was war das Resultat? Machten diese Dinge die Menschen besser und die Welt friedlicher?

  

Die Hauptthemen lauteten:

 

   Was zeigt uns die Schöpfung in Bezug auf das Gewissen des Menschen?

   Führungsinstrument Beichte und Handel mit dem Ablass

   Die Geschäftemacherei der Katholischen Kirche mittels des Ablasshandels öffnet den Blick auf wahre Hintergründe!

 

   Im 1.Teil dieser zweiteiligen Artikelserie befassten wir uns hauptsächlich mit dem Ist-Zustand innerhalb der Christenheit in Bezug auf Beichte und Ablass und wie diese entstanden sind. Das Gewissen ist ein Bestandteil unserer Gene, genauso wie der Instinkt bei Tieren. Die göttlichen Gebote sind uns bereits mit in die Wiege gelegt worden und sollten den freien Willen den wir besitzen hin zum guten und gerechten Handeln steuern.

 

Eybels Gottlose Lehre von der Ohrenbeichte enthüllet   Bei der Betrachtung des Themas, welche Rolle die Ohrenbeichte innerhalb der Jahrhunderte im Christentum innehatte trat immer klarer hervor, dass sie eines der wichtigsten Führungsinstrumente der Katholischen Kirche erst im Verlauf von vielen Jahrhunderten geworden war und nahezu unbeschadet auch die Reformation in den Reihen der Protestanten überdauerte! Die Reformation entzündete sich am Anhängsel der Beiche, dem Ablass und dort auch nur daran, dass damit ein für die Gemeinden schmerzliches Geschäft zu Gunsten des Vatikans verbunden war, das die Kassen der Ortspfarrer, der Bischöfe und der Landesherren entleerte und eine verarmte Bevölkerung noch ärmer machte! Dieser Umstand liess dem Luther viele Sympathisanten zufliessen, weil er als einer der ersten publikumswirksam die römischen Lehren zu hinterfragen begann und sie konsequent sowohl mit den Aussagen des Alten Testaments und des Neuen verglich. Dabei stellte er fest, dass die griechischen Schriften nur Fortsetzung der Hebräischen waren und die Erfüllung eines Grossteils der Prophezeiungen den Messias betreffend enthielten!

 

   Luther konnte sich nicht vollkommen gegen den Strom stemmen, er brauchte die Unterstützung der mächtigen Herren in der Kirche und im Staat und war daher bereit Kompromisse einzugehen, um seiner Abspaltung von der Katholischen Oberhoheit Roms Erfolg zu geben! Im Hintergrund ging es um Machterhalt und Machtvergrösserung, um am grossen Topf der Spenden durch die Gläubigen einen grösseren Anteil zu erhalten! Wir unterstellen Luther und die anderen Reformatoren wie Calvin und Zwingli nicht, dass viele echte und gute Motive sie angeleitet hatten, um eine wirkliche Verbesserung herbeizuführen, gerechtere Verhältnisse zu schaffen und viele der haarsträubendsten Irreführungen und brutalen Lügen seitens Rom und deren Päpsten aufzudecken. Sie traten aber schon bald in dieselbe Falle des Teufels, die er stets bereit hat: Selbst eine Hierarchie aufzurichten, um Kontrolle zu haben! Es dauert niemals lange, bis Satan erneut die Hierarchiespitze kontrollierte und damit die ganze Pyramide seinen Befehlen gehorchte! Das Auge oben auf der Pyramide der Ein-Dollarnot, das alles beobachtet ergibt seinen Sinn! Jesus zeigte mit aller Klarheit, dass der Teufel seit Eden alle Staatssysteme aufgebaut hat und sie kontrolliert, weil Gott dies so zugelassen hat, um jeden von uns zu prüfen, wo er Schutz und Sicherheit sucht!

 

(Lukas 4:5-8)  Da brachte er [[Satan]] ihn [[Jesus]] hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

1-Dollarnote und die Pyramide mit dem Auge des Horus, das alles sieht   In dieser Aussage Jesus liegt ein Schlüssel zum Verständnis jeder hierarchischen Organisation: Satan bemächtigt sich nicht der kleinen, unwichtigen aber breiten Basis der Pyramide, es reicht, wenn er deren Führungsspitze kontrolliert! Dort muss er nicht alle Grundsätze Jehovas umwerfen, dies ist vollkommen unnötig und würde nicht funktionieren. Eines oder ein paar von Gottes Geboten zu Übertretung genügt bereits, dass Jehova sich zurückzieht! Das scheint zu Beginn schwerverständlich, wird aber mit zunehmender Erkenntnis von Zusammenhängen immer klarer! Jehova ist zu erhaben, um Anteilhaber am Unrecht zu sein! Die grossen Dinge sind alle aus kleineren Elementen zusammengebaut! Werden die kleinen, grundsätzlichen Dinge missachtet, wird das Grosse nicht haltbar sein! Paulus erklärt, dass dasselbe Prinzip auf jeden von uns Anwendung findet und wir keinen Anteil an Satans Welt haben sollen!

 

(2. Korinther 6:14-18)  Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Bẹlial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

   Gott lässt nicht zu, dass das Unreine sich mit dem Reinen mischt, weil das Unreine bald schon alles schmutzig macht! Lass es uns anhand eines kleinen Vergleichs klarstellen:

 

Ein Erdbeben kann ein Haus an seiner schwächsten Stelle zum Einbruch bringen   Jeder Maurer auf einer Baustelle weiss, dass auf drei Kessel Sand und drei Kessel Kies ein Kessel Zement folgen muss der gutgemischt und gut angefeuchtet sein muss, wenn das Fundament, die tragende Säule oder Wand Bestand haben soll! Einige wenige Fehler darin, an unterschiedlichen Stellen kann ein hohes Gebäude bei einem geringen Erdbeben zum Einsturz bringen! Warum? Weil Sand und Kies nur mittels des festigenden Zementes eine stabile, felsenähnliche Grundlage bildet! Vor allem in Drittweltländern werden Bauvorschriften auf die leichte Schulter genommen! Persönliches Profitdenken lässt so manchen Sack Zement und so viele Konstruktionseisen verschwinden, die zwar in den Plänen erscheinen aber in der Wirklichkeit fehlen! Schlamperei auf der Baustelle und Gleichgültigkeit der Arbeiter und Vorgesetzten trägt das ihre dazu bei!

 

   Wer in kleinen Dingen ungenau ist, der wird es auch im Grossen sein! Davor warnt Jesus und darum ist keine Hierarchie die der Mensch aufrichtet vor Unterwanderung Satans gefeit! Kirchen bilden dabei keine Ausnahme. Dort finden wir höchstens noch grössere Heuchelei! Je mehr sie „Gott“ und seinen heiligen Namen in den Mund nehmen, desto eher können wir erkennen, dass Jehovas Gegner die Macht innehat! Wenn dies in der Politik schon eine Prämisse ist, wie weit mehr in Religion! Paulus warnte daher vor jenen, die weit oben in der Hierarchie zu sein wünschen! „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“, hatte Jesus schon erklärt! (Mat 7:15-20)

 

(2. Korinther 11:12-15)  Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

   Die Priesterschaft bildet das Rückgrat jeder christlichen Kirche! Wenn das Haupt, das vom Rückgrat getragen wird schon in der Hand des Teufels ist, weil es dem wahren Haupt, dem Christus den Platz wegnimmt und behauptet, an dessen Stelle zu sein, was wird dann mit den restlichen Gliedern sein?

 

Wirkung von Sauerteig in christlichen Organisationen

 

   Unser Thema lautet die Beichte, respektive, welches die wahren Vorgaben Gottes sind, um Sünden zu bekennen und in einen gerechten Zustand mit Ihm zurückzukehren! Im 1.Teil haben wir gesehen, dass Gott vorab nur Seinem Sohn Jesus erlaubte Sünden zu vergeben, weil dieser doch der Führer des „Buches des Lebens“ ist, dort Neulinge einschreibt und jene daraus austilgt, die sich ihm widersetzen! Im Bund für ein Königreich“ hatte Jesus nur den Aposteln dasselbe Recht gegeben auf der Erde Dinge verbindlich zu lösen oder zu binden: „Welche Dinge immer ihr auf der Erde binden mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gebunden sind, und welche Dinge immer ihr auf der Erde lösen mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gelöst sind.“ (Mat 18:18). Die Gruppe jener, die Sünden zu vergeben in der Lage sind blieb somit allein auf die Apostel beschränkt! Wenn Päpste, Bischöfe und Priester dies für sich ebenso beanspruchen handeln sie über Jesu Autorität hinaus!

 

(1. Korinther 5:6-7)  Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert? 7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr eine neue Masse seid, wie ihr ja ungesäuert seid.

 

   Dass jeder von uns seinem Nächsten jene Dinge vergeben soll, die der andere unwillentlich und aus Schwäche uns gegenüber begeht, dies ist Grundvoraussetzung, dass Gott uns vergibt! Dabei gibt es Grenzen beim Vergeben, die keiner überschreiten darf! Da Gott „keinesfalls Straffreiheit“ gewährt müssen wir darin auch ein weiteres göttliches Prinzip für uns selbst entdecken! Erinnern wir uns an das Beispiel der Zementsäcke? Wer das Stehlen und damit das Fehlen von einen Zementsack verzeiht, der kann bereits ein ganzes Gebäude abschreiben und möglicherweise viele Leichen darunter! Bald werden es viele Säcke werden! Paulus selbst musste sehen, wie der Abfall der von Hymenäus, Alexander und Philetus aus Ephesus ausging sich wie ein Buschfeuer auf die ganze Provinz Asien ausbreitete, als er in der 2.Gefangenschaft in Rom weilte. Jesu Warnung gilt bis heute:

 

(2. Timotheus 1:15)  Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben.

 

Gottes GESETZ und seine Anweisungen sind das, was in der Architektur die Bauvorschrioften und Baupläne sind   Gott, wie Jesus und wie die Apostel, sie möchten uns dazu führen nicht nachlässig zu werden und die kleinen Dinge weiterhin wichtig zu nehmen! Was der Bauplan und die Bauvorschriften bei einem Gebäude sind, das ist Gottes GESETZ und Jesu und der Apostel Gebote zum Aufbau von Versammlungen! Wenn wir das eine oder das andere vernachlässigen wird der Einsturz früher oder später gross sein! Wer auf der Baustelle andere sieht, die Konstruktionseisen unterschlagen und Zementsäcke stehlen und nichts meldet, hat am späteren Unglück Mitverantwortung! Wer in der Versammlung Brüder sieht, welche Gottes Gebote unterlaufen und andere gar so belehrt und nicht dagegen einschreitet zeigt sich als Unbewährt! 

 

   Gott vergibt uns in grossem Mass begangene Fehler, gibt aber nicht Straffreiheit! Er nimmt für sich die Rache im Endgericht in Anspruch gegenüber all jenen, die der Zurechtweisung und angemessener Strafe zu entweichen suchen!

 

Gottes Bau ist von Grund auf vollkommen berechnet und stabil und wird nie zusammenbrechen. Lernen wir seine Grundsätze kennen und wenden wir sie an, so dass wir Bausteine und Säulen darstellen, die den geistigen Bau in Ewigkeit zu tragen vermögen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.1........... Was verlangt die Schrift von uns, um das Gewissen zu reinigen?.. 3

10.1.1......... Auf den Gesamtzusammenhang in den Schriften achten! 3

10.1.1.1          Mit Gott in einen reinen Zustand zu gelangen ist Voraussetzung für inneren Frieden: Eintrag im Buch des Lebens. 4

10.1.1.2          Tägliche Versöhnung mit dem Familienglied, wöchentliche mit dem Bruder bilden Grundlage zum Frieden. 6

10.1.1.3          Gottes Rechtsordnung muss in der Familie seine Grundlage finden, um im „Staatswesen Israels“ Anwendung zu finden! 7

10.1.1.4          Wer definiert die Form, wie ein reines Gewissen erlangt wird?. 11

10.1.1.5          Gibt es ein Sündenregister oder ist dies ein Ammenmärchen?. 13

10.1.1.6          Die Folge von Beichten, die Sünden nicht auszulöschen vermögen: Sünden die sich bis zum Himmel aufhäufen. 14

10.1.2......... Das Gewissen, das uns Sünde anzeigt 15

10.1.1.7          Das Gewissen ist seit Beginn in unseren Genen und wirkt auf unser Verhalten. 15

10.1.1.8          Das Gewissen muss geschult werden. 17

10.1.1.9          Wenn das Gewissen durch falsches Lehren abgestumpft wird. 19

10.1.1.10       Das Schwert des Geistes, das zwischen Recht und Unrecht scheidet 23

10.1.1.11       Sünde des Fleisches, Sünde der Lippen und Sünde des Geistes: Schwereres Gericht für Lehrer! 25

10.1.3......... Der vorgegebene Weg, um mit Gott ins Reine zu gelangen. 26

10.1.1.12       Nur ein einziger Weg, um sich Gott zu nähern! 26

10.1.1.13       Sündenbekenntnis als einer der ersten unter mehreren sich folgenden Schritten auf dem Weg zur Sündenbereinigung. 28

10.1.1.14       Welches ist die Zeit, wo Jehova „zu finden ist“?. 30

10.1.1.15       Welche Schlachtopfer werden Sabbat für Sabbat Gott dargebracht? In welchem Zusammenhang stehen sie zur Erinnerung an „ewige Befreiung“ und zum „ewigen Erbe“?. 32

10.1.4......... Jesus als Hoherpriester vor Gottes Thron zeigt den eingeengten Weg! 34

10.1.1.16       Jesus gab den Weg zur Sündenbereinigung deutlich bekannt! 34

10.1.1.17       Wer entscheidet, welche Sünde keine Vergebung erlangt?. 36

10.1.1.18       Der Hohepriester, dem wir unsere Sünden mit Freimut der Rede gestehen müssen. 39

10.1.1.19       Nur Jesus hat das sündensühnende Opfer dargebracht und ist einziger Mittler zu Jehova! 41

10.1.1.20       Der Gott, der in grosser Weise Sünden verzeiht 41

10.1.1.21       Wenn Sünden an einem Tag weggewaschen werden. 41

 

 

10.1          Was verlangt die Schrift von uns, um das Gewissen zu reinigen?

 

10.1.1        Auf den Gesamtzusammenhang in den Schriften achten!

 

10.1.1.1       Mit Gott in einen reinen Zustand zu gelangen ist Voraussetzung für inneren Frieden: Eintrag im Buch des Lebens

 

Die Juden waren äusserst erstaunt, als Jesus einem Kranken den er heilte sagte: „Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.“ (Lu 5:24) Zu einem anderen sagte er: „Siehe, du bist gesund geworden. Sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Schlimmeres wiederfahre.“ (Joh 5:14) Jesus erbrachte durch die Heilung von Krüppeln, Blinden und Tauben zum Ausdruck, dass seine Kräfte tatsächlich von Gott stammten und er die Autorität von höchster Quelle hatte auch Sünden zu vergeben! Jede Sünde ist ein Verstoss gegen Gott!

 

Wir haben bereits im ersten Teil dieser zweiteiligen Artikelserie gesehen, wie die Ohrenbeichte von der Kirche als ein Kontroll- und Führungsinstrument eingesetzt wurde, um ihre Macht zu stabilisieren und auszudehnen! Sie identifizierte sich selbst dadurch als mit Christus identisch.

Satan, die Urschlange

(Matthäus 24:4-6)  Und Jesus gab ihnen zur Antwort: „Seht zu, daß euch niemand irreführe; 5 denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin der Christus‘ und werden viele irreführen. 6 Ihr werdet von Kriegen und Kriegsberichten hören; seht zu, daß ihr nicht erschreckt. Denn diese Dinge müssen geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.

 

Da gerade diese Dinge, die so genannten „heiligen Sakramente“ der Kirche in breiten Bevölkerungsteilen in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit gerieten wurde der Machtapparat Roms unterhöhlt! Die Zeit der Aufklärung trug ihre Früchte und mehr und mehr Menschen begannen eigenen Verstand einzusetzen. Seit zwei oder drei Jahrzehnten droht das gesamte Kirchengebäude droht über den wenigen Getreuen darin zusammenzubrechen! Der Klerus ist überaltert und Nachwuchs ist selten, zumindest in Europa! Zwei Weltkriege unter der Nase und Mithilfe der Päpste und Kirchen haben das Vertrauen erschüttert!

 

Wenn wir den Blick nun von den Aussagen der Kirchen weglenken muss uns interessieren, wie das Thema Sündenbereinigung in der Heiligen Schrift einerseits bis zur Sintflut, dann danach bis zur Bildung des Volkes Israel und schlussendlich innerhalb der ersten Christenversammlungen gehandhabt wurde! Wenn jene Getreuen Gottes Vergebung erlangten, wo es weder Katholische Kirche, noch Beichte, noch Ablass gab, dann werden auch wir diese Gnade erhalten, wenn wir ihrem Muster zu Beginn folgen! Jehova hat sich nicht geändert und seine Grundsätze bleiben für immer bestehen, weil sie vollkommen sind! Ich, Jehova, der Erste; und bei den Letzten bin ich derselbe.“ (Jes 41:4) Wir nun, die Glauben in Gott und nicht in menschliche Institutionen setzen gehören zu „den Letzten“ bei denen Gott weilt, weil sie auf Ihn hören!

 

Durch das Predigen des Paulus kamen im ersten Jahrhundert viele Menschen aus den Nationen zur Einsicht, dass Gottes Geist wirklich auf den Aposteln und Jüngern der Christen lag! In Ephesus waren es viele, welche ihre bisherigen Lehren verliessen, ihre Sünden öffentlich bekannten und daher die Bücher über Magie und Spiritismus verbrannten. Natürlich hat dies die Wut heidnischer Priester erweckt!

Wer ist das wirkliche Haupt der religiösen Organisationen? Jesus oder Satan?

*** Rbi8  Apostelgeschichte 19:18-20 ***

Und viele von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und berichteten offen ihre Taten. 19 Ja, eine ganze Anzahl von denen, die magische Künste getrieben hatten, trugen ihre Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen. Und man rechnete den Wert derselben zusammen und fand, daß sie fünfzigtausend Stück Silber wert waren. 20 So wuchs das Wort Jehovas [[des Herrn (Jesu gute Botschaft)]] fortwährend mit Macht und gewann die Oberhand.

 

Wir sehen hier deutlich, dass neu Hinzukommende offen ihre bisherigen Fehler eingestanden, weil sie im GESETZ unterrichtet wurden und den Verstoss gegen Gott erkannten und nicht weiter zuzudecken versuchten und damit ihre Reue offen eingestanden! Dies war keine Beichte vor einem Priester, sondern öffentliches Eingeständnis innerhalb der Versammlung, dass zufolge Unwissenheit und damit fehlendem Glauben bisher falsch gehandelt wurde!

 

Verbrennung magischer Bücher aufgrund der Predigt des PaulusDeutlich zeigt Paulus den Zusammenhang bisherigen falschen Handelns mit Unterweisung mittels „magischer Bücher“! Das waren Schriften, die im Zusammenhang mit fremden Göttern standen, die ein anderes Gesetz lehrten als das von Jehova! Bücher, wo gelehrt wird, dass Dinge erlaubt sind, die wider die Natur und gutes Empfinden gerichtet sind. Bücherverbrennung, die der Verbreitung der Bosheit entgegen gerichtet ist und Vernichtung von Bildern, die der Verehrung von Götzen dienen!

 

Da ging es nicht alleine um Magie, sondern vor allem darum, dass jene Buchschreiber und deren Organisationen Erkenntnis künftiger Dinge und Heil versprachen, die aber nur mit Hilfe Satans und der Dämonen erreichbar würden: Die Götter würden dies oder jenes bewerkstelligen, wurde verheissen! Jehova aber erklärte Fluch und Plagen darauf! Bedenken wir die Warnung des Paulus betreffend den vielen „Engeln des Lichts“, Satans Dämonen, die uns heute durch deren Getreue in jeder Form von Religionsorganisationen mit ihren mit Gottlosigkeit durchtränkten Schriften in ihre Strukturen einzuspannen versuchen!

 

Wir aber sind wie die ersten Christen in ihren Versammlungen „Inseln“, die einem einzigen Haupt untertan sind, dem Christus. Erst die von ihm nach Harmagedon aufgestellte endgültige Tempelstruktur werden wir als wirklich von Gott stammende Theokratie anerkennen, wo Jehova selbst die Hierarchie bestimmt hat und Jesus jeden „lebendigen Stein“ und jede „Säule“ selbst an ihren von Gott her bestimmten Platz rücken wird!

 

(1. Timotheus 3:14-16)  Ich schreibe dir diese Dinge, obwohl ich hoffe, in kurzem zu dir zu kommen, 15 für den Fall aber, daß ich aufgehalten werde, sollst du wissen, wie du dich im Hause Gottes zu benehmen hast, das die Versammlung [des] lebendigen Gottes, eine Säule und Stütze der Wahrheit, ist. 16 Ja, das heilige Geheimnis dieser Gottergebenheit ist anerkannt groß: „Er wurde offenbar gemacht im Fleische, gerechtgesprochen im Geiste, erschien Engeln, wurde gepredigt unter [den] Nationen, geglaubt in [der] Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.“

 

Dieselbe Gottergebenheit und dieselbe Unterordnung die Timotheus unter Paulus einnahm sollen wir heute erneut an den Tag legen! Jeder von uns sollte eine „Säule und Stütze der Wahrheit“ werden und unverrückbar an seinem Ort zur Stabilisierung der Kleinversammlungen beitragen! Gottes GESETZ ist Wahrheit: Die beiden Begriffe lassen sich nicht voneinander trennen!

 

(Römer 2:19-20)  daß du [[(als getaufter Christ)]] ein Leiter der Blinden bist, ein Licht für die, die in Finsternis sind, 20 ein Zurechtweiser der Unvernünftigen, ein Lehrer von Unmündigen, der den Rahmenbau der Erkenntnis und der Wahrheit im GESETZ hat

 

Denselben „Rahmenbau“ den die ersten Christen hatten, den haben auch wir: Dasselbe GESETZ war für Christus und die Apostel gültig und gab ihnen Halt und Stütze. Was die kirchliche Beichte von Sünden doch bewirken soll ist Einsicht, dass gewisse Handlungen im Widerspruch zum GESETZ erfolgt waren und mit dieser Einsicht Reue folgt.

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?

 

Daum muss das GESETZ in unserem Munde sein, um andere die in dieser Beziehung noch Unmündige sind zu belehren und selbst auf den geraden Weg zu führen! Das ist dieselbe priesterliche Pflicht, welche die Söhne Levis in Israel innehatten! Maleachi gibt Jehovas Rat wieder:

 

(Maleachi 2:6)  Es erwies sich, daß das Gesetz [[GESETZ]] der Wahrheit selbst in seinem Mund war, und da war keine Ungerechtigkeit auf seinen Lippen zu finden. In Frieden und in Geradheit wandelte er mit mir, und viele waren es, die er von Vergehung zurückbrachte.

 

Wir müssen von Vergehen gegen Gottes Gerechtigkeit zurückkehren und andere Frieden und Geradheit lehren, denn die ist es, was einen solchen Mann und eine solche Frau festigen wird! Sie werden danach „weder nach links noch nach rechts“ von diesem vorgezeichneten Weg abweichen und dies bringt Frieden zurück!

 

(5. Mose 5:32-33)  Und ihr sollt darauf achten, so zu tun, wie es Jehova, euer Gott, euch geboten hat. Ihr sollt weder nach rechts noch nach links abweichen. 33 Auf dem ganzen Weg, den Jehova, euer Gott, euch geboten hat, solltet ihr wandeln, damit ihr lebt und es euch gutgeht und ihr wirklich eure Tage verlängert in dem Land, das ihr in Besitz nehmen werdet.

 

Das deutero-kanonisc he Werk: Die DiacheAm Ende des zweiten Jahrhunderts war ein weiteres Buch neben dem Katalog der Schriften im Umlauf bei Christen, das den Aposteln zugeschrieben wurde. Ob es in Wirklichkeit eine Fälschung darstellt ist schwer zu beurteilen, jedenfalls scheint es ein deutero-kanonisches Werk zu sein. Es wurde „Didache“ oder „Lehre der zwölf Apostel“ genannt. Die Didache sagt gemäss Zusammenfassung in der Internet-Enzyklopädie WIKIPEDIA unter „Textbeispiele“: [1]

 

   Am Tage des Herrn versammelt euch [[14.Nisan; Sabbat]], brechet das Brot und saget Dank, nachdem ihr zuvor eure Sünden bekannt habet, damit euer Opfer rein sei. Jeder aber, der mit seinem Freunde einen Streit hat, soll sich nicht bei euch einfinden, bis sie versöhnt sind, damit euer Opfer nicht entweiht werde. Denn so lautet der Ausspruch des Herrn: "An jedem Ort und zu jeder Zeit soll man mir darbringen ein reines Opfer, weil ich ein großer König bin, spricht der Herr, und mein Name wunderbar ist bei den Völkern. (14, 1-3)

 

Die Didache zitiert aus dem GESETZ und verbindet es mit der Passahfeier der Christen. Da ist nicht die Rede einer wöchentlichen oder gar täglichen Messelesung! Eindeutig wurde somit am Ende des zweiten Jahrhunderts bis hin ins vierte Jahrhundert auf die Lehre des Paulus und vor allem jene des Christus abgestellt, was Passafeier, Sünden bekennen und Sündenvergebung betraf! Jedes Gebet vor jedem Essen, wo im Namen Jesu Brot gebrochen wurde soll aus reinem Herzen dargebracht werden, Gebete gehören doch zu den „jungen Stieren der Lippen“, die Gott wohlgefällig sein müssen!

 

(1. Korinther 11:27-32)  Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. 28 Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. 30 Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. 32 Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova [[vom Herrn (Jesus)]] in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.

 

Nicht ein Dritter, ein Priester soll mich beurteilen, sondern ich selbst muss dies tun, indem ich meine Handlungen am „Rahmenbau“ des GESETZES messe und zur Einsicht gelange, was nicht senkrecht zur Grundlage ist und was nicht nach dem „Grundeckstein“ ausgerichtet wurde! Jeder in der Christenversammlung muss zum reifen, zum volljährigen Christen voranschreiten! Der uns aber beurteilt ist Christus, da er ja unser Richter ist! Mit ihm sind wir Teilhaber am Tisch, am Brot, am Wein, am Leib und am Blut! Wir sind Söhne und Töchter unseres Hohepriesters!

 

(1. Korinther 9:13-14)  Wißt ihr nicht, daß die Männer, die heilige Pflichten erfüllen, die Dinge aus dem Tempel essen und die, die beständig am Altar Dienst verrichten, mit dem Altar einen Anteil für sich haben? 14 Ebenso hat der Herr auch angeordnet, daß diejenigen, die die gute Botschaft verkündigen, mittels der guten Botschaft leben sollen.

 

Jeder von uns ist gefordert die gute Botschaft zu verbreiten. Jesus hatte dies nicht einer besonderen Klasse Priestern aufgetragen! (Mat 28:16-20; 1.Kor 15:6-8) Leib und Blut Jesu bedeuten doch Leben, hatte der Herr verkündet! (Joh 6:52-28)

 

10.1.1.2       Tägliche Versöhnung mit dem Familienglied, wöchentliche mit dem Bruder bilden Grundlage zum Frieden

 

Jeder musste sich mit seinem Bruder in der Versammlung versöhnt haben, bevor er am Abendmahl am 14.Nisan teilhatte oder auch nur an der wöchentlichen Sabbatversammlung Anteil hat! Dort werden Gott geistige Opfer, die „jungen Stiere der Lippen“ dargebracht. Keiner sollte in unreinem Zustand daran teilhaben! Dabei wurde in der Didache ein Zitat aus dem Alten Testament, aus dem GESETZ angefügt, woraus ja gemäss alter Gewohnheit seit den Tagen Moses in jeder Versammlung vorgelesen wurde! Am Apostelkonzil 49 u.Z. wurde dieses Vorgehen durch Jakobus bestätigt:

 

(Apostelgeschichte 15:21)  Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[gr. = Versammlung]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Hatte der Bruder eine Sünde begangen, die er nicht zu bereuen bereit war, auch nicht unter Zuziehen von „zwei oder drei Zeugen“, so wurde dies ein Rechtsfall für die Vorsteher und musste unmittelbar bereinigt werden! So lange sollte der Schuldige nicht in der Versammlung sein, weil seine fehlgeleiteten Ansichten anderen zum Stolperstein werden konnten. Daher war es wichtig, dass Vorsteher unmittelbar das Problem lösten, noch vor der nächsten Versammlung! Es ist wie in eine Familie, wo eines der Kinder Streit sucht, etwas dem anderen Gehörendes wegnimmt und sich nicht korrigieren lassen will. Er bleibt vom Tisch fern und isst im Zimmer! Das sind die einfachen Methoden die Jahrtausende lang Wirkung zeigten, um Gerechtigkeit in kleinen Dingen herbeizuführen! Jesus erklärte dieses Prinzip:

 

(Matthäus 5:23-24)  Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

 

Judas liess sich für seien Verrat an Jesus auch noch bezahlenJesu Worte aus der Bergpredigt sind nach wie vor gültig! Strikte angewendet durch den Vater in der Familie und durch die Vorsteher in der Versammlung bringen sie schnell gute Resultate und es wird nie zu komplexen Rechtsfällen kommen! Als Jesus feststellte, dass Judas von Habsucht getrieben wurde und die „Einlagen der Kasse wegzutragen pflegte“ wies er ihn unmittelbar zu Recht! Judas aber nahm es Jesus übel und suchte eine Gelegenheit ihn zu verraten!

 

(Johannes 12:4-8)  Judas Iskạriot aber, einer von seinen Jüngern, der im Begriff war, ihn zu verraten, sagte: 5 „Warum wurde dieses wohlriechende Öl nicht für dreihundert Denạre verkauft und den Armen gegeben?“ 6 Das sagte er aber nicht, weil ihm an den Armen gelegen war, sondern weil er ein Dieb war und die Kasse hatte und die Einlagen wegzutragen pflegte. 7 Deshalb sagte Jesus: „Laß sie, damit sie diesen Brauch im Hinblick auf den Tag meines Begräbnisses einhalte. 8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber werdet ihr nicht allezeit haben.“

 

Beachten wir an Hand von diesem kleinen Vorkommnis, dass die Apostel wie eine Familie unter dem Haupt Jesus geordnet waren und eine gemeinsame Kasse verwalteten, die Jesus in die Hand des Judas gegeben hatte! Jeder sollte daraus seine Bedürfnisse befriedigen können, seinen Verhältnissen entsprechend! Habsucht, die Götzendienst ist durfte nicht einmal erwähnt werden! (Kol 3:5)

 

In heutigen Familien, wo geteilte Kassen existieren, wo die Frau ihre und der Mann seine Einnahmen verwalten, führen diese Dinge irgendwo stets zu Problemen! Es kommt zu einem Konkurrenzdenken und zu Eifersucht, wer nun mehr oder weniger hat! Eine gemeinsame Kasse wie dies Jesus mit den Aposteln hatte oder später die Apostel in den Versammlungen führten sollte Vorbild bleiben! Dass jeder in der Familie sein eigenes angemessenes Taschengeld hat, worüber er frei verfügen mag, dies ist eine andere Sache! Mit solch geringen Dingen kann viel zum Familienfrieden beigetragen werden! Wir sollten das Wohl der ganzen Einheit im Sinne behalten ohne habsüchtig zu sein und dabei selbstgenügsam leben. Paulus gibt daher klugen Rat keine Streitereien aufkommen zu lassen, wenn er sagt:

 

(1. Timotheus 6:4-8)  Aus diesen Dingen entspringen Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen, 5 heftige Wortwechsel um Kleinigkeiten von seiten der Menschen, die verderbten Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und denken, Gottergebenheit sei ein Mittel zum Gewinn. 6 Gewiß ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, [diese] Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. 8 Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein.

 

Das veränderte Eherecht lässt so manches Haus geteilt zurüvk, moralisch wie physischDie Familie ist eine unteilbare Einheit, was an Gütern angesammelt wird durch Gottes Segen soll jedem zu Gute kommen, wo das Haupt auch die Interessen der Glieder berücksichtigt! Da es bei Christen keine Scheidung aus irgendwelchen Gründen gibt, besteht auch nicht die Furcht, dass der eine sich auf Kosten des anderen bereichert! Langfristige Sicherheit und kurzfristige Befriedigung von Bedürfnissen müssen im Gleichgewicht sein! Gottergebenheit lässt die Frau nicht ihre Bedürfnisse über die der Familie stellen und ein Mann nutzt seine Stellung nicht zum Schaden der Familie aus, um eigene Wünsche egoistisch zu befriedigen! Gottergebenheit zeigt sich durch Selbstgenügsamkeit! Die Form des Judas mit seiner Habsucht ist um alles in der Welt zu meiden! Wo dies geduldet wird ist der Untergang der Familie nicht fern!  Die Verhaltensregel des Paulus gilt für jedes Familienglied:

 

(Epheser 4:25-30) Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören. 26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum. 28 Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben. 29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei. 30 Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

 

Momente des Zorns des Einen auf den Andern sind nicht vollkommen vermeidbar, wer aber die Grundlagen des Friedens kennt und achtet wird für eigenes Fehler einstehen und um Vergebung bitten! Auch hier geht es darum offen einander Fehler einzugestehen! Der Teufel wünscht, dass wir Sünden zudecken und verheimlichen! Vor ihm gilt es uns zu schützen, seine Machenschaften gilt es aufzudecken! Habsucht führt zu Diebstahl und ist eine Quelle von viel Leid!

 

Einer Familie oder Versammlung, welche diese Grundsätze anwendet wird es gut gehen und kein Glied wird wirklichen Mangel leiden! Probleme müssen unmittelbar in Liebe und Sinn für Gerechtigkeit angepackt werden und nach Gottes Geboten gelöst werden.

 

10.1.1.3       Gottes Rechtsordnung muss in der Familie seine Grundlage finden, um im „Staatswesen Israels“ Anwendung zu finden!

 

Das komplexe System der Ohrenbeichte vor dem Priester, der Sonntagsmesse anstelle der Sabbatversammlung aber brachte alles durcheinander, was  Jahrhunderte das Volk Israel vereint hielt! Christen sind durch die Taufe Teil des „Staatswesens Israels“ geworden, Teil der Bündnisse die Gott mit seinem Volk Israel schloss! (Eph 2:11-13)

 

Die abgefallene frühe Christenheit begann sich heidnischem und pharisäischem Einfluss zu beugen! Menschengebot ersetzte Gottes GESETZ mehr und mehr! Die auswuchernde Macht- und Habsucht der Katholischen Kirche kam spätestens mit dem Ablasshandel vollkommen ans Licht! Die Kompetenz zur Problemlösung wurde Schritt um Schritt vom Vater als Haupt und Verantwortlichen innerhalb der Familie weggenommen, vorab auf den Beichtvater übertragen, der unmöglich so viele Einzelprobleme zu lösen vermochte. Damit begannen das Zudecken von Unrecht und das Aufhäufen von „Sünden bis zum Himmel“!

 

Das Versagen der Priesterschaft wurde mehr und mehr offensichtlich, die nur noch durch Tyrannei der Inquisition ihre Stellung zu verteidigen wusste! Als sie während der Aufklärung ihre Basis im Volk vollkommen einbüsste begann ihr konsequenter Niedergang. Mehr und mehr lösten sich aus den Fesseln der Kirchen!

 

Die Gleichberechting schaffte zwei "JHäupter" und eine Menge von AuseinandersetzungenHeute sind es öffentliche Familienrichter, die durch die Politiker aufgestellt werden, die auf Ebene der Städte Recht schaffen sollen! Was Priester nicht schafften werden Staatsbeamte noch zehn Mal weniger schaffen! Was Satan in Eden begann, die Stellung des Mannes als Haupt der Familie zu unterlaufen kommt heute zum Höhepunkt. Indem er der Frau in demokratischer Verführungskunst durch so genannte „Gleichstellung“ scheinbar dieselbe Kompetenz gibt wie dem Mann. Folge davon war, dass der gesamte Rahmenbau den Gottes GESETZ setzte zum Einsturz gebracht wurde! Zwei Richter innerhalb der Familie verhindert wahre Rechtsprechung: es existiert konstante Pattsituation! Gottes erstes Urteil in Eden war und blieb aber weiterhin gültig!

 

(1. Mose 3:16)  Zur Frau sagte er: „Ich werde die Mühsal deiner Schwangerschaft sehr mehren; mit Geburtsschmerzen wirst du Kinder hervorbringen, und dein tiefes Verlangen wird nach deinem Mann sein, und er wird über dich herrschen.“

 

Jesus und die Apostel definierten, wie diese Herrschaft des Mannes über die Frau sein soll! Jesus zeigte dies anhand seiner „Braut“, der Apostel, dass eine in Liebe ausgeführte Herrschaft Grundlage zur Stabilität der Familie und Versammlung bildet! Beachten wir aber auch, warum Adam sich Gottes Urteil zuzog: Er hörte eher auf seine Frau, da, wo er nur auf Gott hören musste!

 

(1. Mose 3:17-19)  Und zu Adam sprach er: „Weil du auf die Stimme deiner Frau gehört hast und darangegangen bist, von dem Baum zu essen, von dem ich dir geboten habe: ‚Du sollst nicht davon essen‘, so ist der Erdboden deinetwegen verflucht. In Mühsal wirst du seinen Ertrag essen alle Tage deines Lebens. 18 Und Dornen und Disteln wird er dir wachsen lassen, und du sollst die Pflanzen des Feldes essen. 19 Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“

 

Adam hatte statt auf Gott und sein Gebot auf die Stimme seiner Frau gehört, der es gefallen hatte sich vom Teufel verführen zu lassen, weil es in ihren Augen begehrenswert war, was jener ihr offerierte. Adam war Komplize geworden und hatte sich als erster „Same der Schlange“ erwiesen! Frauen, die eher dem System zuneigen werden auf ihre neu erlangte Stellung als zweites Familienhaupt setzen und werden bestimmt das ernten, was Gott seit Beginn auf Übertretung setzt! Beachten wir, dass Gott jene Ehe nicht schied!

 

Scheidungsstatistik 2011 in Deutschland auf ein JahrDie Aushöhlung der Familie als stabile Institution war die Folge davon, die Stellung des Mannes zu schwächen und durch Erhöhung der Priesterschaft die Stellung der Männer als Richter in Familienangelegenheit auszulöschen. Als die Priester ihrer Aufgabe Ordnung zu schaffen nicht mehr nachkamen bestimmte der Staat an deren Stelle eigene Richter. Dies machte das Chaos mit der Zeit vollkommen und verurteilt heute bald jede Familie zum Untergang. Die Ehe wurde zum Wegwerfprodukt! Recht in Familienangelegenheiten zu schaffen wurde zum einträglichen Geschäft für Advokaten. Zweit- und Drittehen sind an der Tagesordnung, Kinder wissen überhaupt nicht mehr, was die Rolle des Vaters und der Mutter ursprünglich war!

 

In Deutschland wurden 2001 im Schnitt 100 Ehen auf 10.000 in einem Jahr geschieden. Stimmt diese Statistik aber wirklich? Betrifft es erst-, zweit- oder Drittehen? Wie lange dauerte jede Ehe? Was ist mit all den „wilden Ehen“, die im Schnitt 2 bis 3 Jahre dauern und was mit der Statistik die besagt, dass heute mehr als die Hälfte der Kinder in Einelternfamilien geboren werden? Wo sind die schmerzlichen Konsequenzen, die jede Scheidung zurücklässt und die finanziell ruinierten Männer, die nur noch „Statistik“ sind, wie deren Kinder, die ein Leben lang am Trauma Scheidung leiden werden und Väter als Wegwerfware sehen, alleinerziehende Mütter aber als Heldinnen? Die Folgeprobleme mit Stiefvätern und Müttern sind vorprogrammiert! Jeder Blickwinkel zu dem, was in Gottes Augen recht und unrecht ist hat sich verschoben! Lassen wir uns nicht täuschen, Gottes Regel hat nicht geändert!

 

(Hebräer 13:4-6)  Die Ehe sei ehrbar unter allen, und das Ehebett sei unbefleckt, denn Gott wird Hurer und Ehebrecher richten. 5 [Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“, 6 so daß wir guten Mutes sein können zu sagen: „Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann mir ein Mensch antun?

 

Ehen die vor dem Scheidungsrichter endenHeute werden Frauen in Herrsch- und Habsucht schon in den Schulen und durch die Telenovellen belehrt, um sich der Stellung als Haupt zu bemächtigen und wo sie nicht das erhalten, was sie gerade fordern mögen. Da wird gezeigt, dass sie berechtigt sind, das Familienvermögen zu stehlen und Kinder gegen ihre eigenen Väter aufzuhetzen! Der Mann wird heute als brutal und Frauenverachtend, zur Gewalt neigend in den Medien dargestellt! Effekt wird mit Ursache verwechselt! Es ist Zeit, dass die wahren Ursachen von Familienzerrüttung beim Namen genannt werden! Ein gottverachtendes System, das seine eigenen Regeln aufgestellt hat die nie funktionieren werden, dieses schäumt ihren Schmutz aus! Eine wahrlich verabscheuungswürdige Zeit, deren faule Früchte allenthalben sichtbar sind! 

 

Was Jesus bei den Pharisäern beanstandete, dass sie gerne die Ersten sein möchten finden wir heute in derselben Form in jeder Art Priesterschaft innerhalb der Religionen! Es geht nicht mehr darum wie ein Vater der Familie zu dienen, es geht darum gesehen zu werden und Führungsrolle innezuhaben!

 

*** Rbi8  Lukas 20:46-47 ***

Nehmt euch vor den Schriftgelehrten in acht, die begehren, in langen Gewändern umherzugehen, und die Gefallen haben an den Begrüßungen auf den Marktplätzen und an den vorderen Sitzen in den Synagogen und den hervorragendsten Plätzen bei Abendessen 47 und die die Häuser der Witwen verzehren und zum Schein lange Gebete sprechen. Diese werden ein schwereres Gericht empfangen.“

 

Jesu Prinzip wie das der Apostel war und bleibt es, die gesetzlichen göttlich geregelten Verhältnisse auf der Ebene Familie und Versammlung aufrecht zu erhalten! Dies sollte Grundlage des „Staatswesens Israels“ auch bunter den Christen bleiben! Jeden Sabbat wurden diese Dinge in der Versammlung gelehrt!

 

Beachten wir erneut, was tendenziöse Übersetzung für einen Einfluss hat, um das von den christlichen Kirchen verkündete „Ende des GESETZES“ glaubhaft zu machen. Wir aber, die das Gesamtbild den Teilbildern übergeordnet halten nehmen solche Widersprüche wahr und korrigieren jeden von diesen Dingen, um sie dem „einen Gedanken“, dem Gedanken Gottes und Seines heiligen Geistes der Schrift erneut untertan zu machen!

 

(Epheser 2:11-18)  Behaltet daher im Sinn, daß ihr früher nach dem Fleische Leute von den Nationen gewesen seid; „Unbeschnittenheit“ wurdet ihr genannt von dem, was „Beschneidung“ genannt wird, die mit Händen am Fleisch vorgenommen wird — 12 daß ihr zu jener besonderen Zeit ohne Christus wart, entfremdet dem Staatswesen Israels und Fremde gegenüber den Bündnissen der Verheißung, und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. 13 Nun aber, in Gemeinschaft mit Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe gekommen. 14 Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete. 15  das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote [[(respektive den Gerichtsurteilen gemäss Verordnung des GESETZES; das bestehende Verbot durch den Fluch zufolge von Gesetzesübertretungen, das zu geistiger „Unbeschnittenheit“ führte)]], damit er die beiden Völker [[„Ebioniten“ und „Paulikaner“]] in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache 16 und damit er durch den Marterpfahl [[Pfahl]] beide Völker in einem Leib [[(dem Leib des Christus; dem „Königreich des Sohnes der Liebe“)]] mit Gott völlig versöhne, weil er die Feindschaft durch sich selbst getötet hatte. 17 Und er kam und verkündete die gute Botschaft des Friedens euch, den Fernen, und Frieden den Nahen, 18 denn durch ihn haben wir, beide Völker, durch einen Geist den Zutritt zum Vater.

 

Da Paulus ja das GESETZ mittels dem Predigen der guten Botschaft unter den Nationen aufrichtete (Rö 3:31), unterstellten sich die „Paulikaner“ derselben Rechtsordnung und wurden durch Taufe den „Ebioniten“ gleichgesetzt! Dieser „eine Geist“ spricht zu uns aus der ganzen Schrift, da er uns Gottes Gedanken vermittelt, Seine WAHRHEIT, Sein GESETZ, das alles regelt!

 

Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf …“ Die Feindschaft war nicht durch das GESETZ entstanden, sondern, indem jede Gesetzesübertretung einen Fluch nach sich zieht und uns zufolge geistiger „Unbeschnittenheit“ von Gott, vom Altar und von der Versammlung trennt! Klarer konnte Paulus diesen Zusammenhang im Brief an die Römer nicht ausdrücken. Wer keinen Blick für Zusammenhänge hat und sein eigenes Denken über Gottes Gedanken zu stülpen versucht, der will und kann es nicht verstehen! Wir aber wollen verstehen, weil dies Leben bedeutet! Das Heulen mit den Wölfen aber bedeutet Tod, Abschneidung!

 

(Römer 2:25-29)  Beschneidung ist tatsächlich nur von Nutzen, wenn du [das] Gesetz [[GESETZ]] hältst; wenn du aber ein Gesetzesübertreter bist, ist deine Beschneidung Unbeschnittenheit geworden. 26 Wenn daher ein Unbeschnittener [[„Paulikaner“]] die gerechten Forderungen des GESETZES beobachtet, wird ihm seine Unbeschnittenheit nicht als Beschneidung angerechnet werden? 27 Und der von Natur Unbeschnittene [[„Paulikaner“]] wird dadurch, daß er das GESETZ ausführt, dich richten, der du bei dessen geschriebenem Recht und der Beschneidung [[„Ebionit“]] ein Gesetzesübertreter bist. 28 Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch besteht [die] Beschneidung in dem, was äußerlich am Fleisch [vollzogen] worden ist; 29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und [seine] Beschneidung ist die des Herzens durch Geist und nicht durch ein geschriebenes Recht [[nicht durch den Buchstaben des GESETZES]]. Das Lob eines solchen kommt nicht von Menschen, sondern von Gott.

 

Wenn wir dem „Staatswesen Israels“ angehören und Teil des „einen Leibes des Christus“, des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ sind, dann sind wir in geistigem Sinne auch „Juden“, weil wir die Bundesverpflichtungen und damit Gottes GESETZ halten, wir sind Teil „Israels“, gehören zu dessen „Generationen“ und sind Miterben am Erbe der ganzen Erde! Diese Dinge sind miteinander fest verbunden und untrennbar! Alle Theologen zusammen mit ihrer ganzen weltlich-philosophischen Weisheit vermögen diese Zusammenhänge nicht totzureden!

 

Scheidung als Waffe und Geschäft?Ratschläge zu Ehescheidung und Unterhalt sind Anreize, Gottes Gebot sich zusammenzuraufen ausser Kraft setzenDiese Erkenntnis ist für Religionsführer wie schon für die Pharisäer und für die Schriftgelehrten Feuer im Busen! Sie wollen das „Ende des GESETZES“ herbeireden, um ihr eigenes ungesetzliches Handeln zu beschönigen! Jeder der den Sonntag heiligt will den Untergang des vierten Gebotes, des Sabbatgesetzes herbei reden! Wer sich das Erbe des vaterlosen Knaben und der Witwe aneignet, der mag nichts vom zehnten Gebot hören, dass wir nicht Habsucht nach etwas haben sollten, was uns nicht zusteht! Milliarden sind es jährlich, die in christlichen Ländern in Scheidungsprozessen in die Säcke der Anwälte und Richter fliessen! Diese werden ihr Geschäft zu schützen wissen mit fadenscheinigen Gesetzen und Argumenten! Wenn dagegen alle Gottes Gebote anerkennen und halten, wovon sollten dann die Priester und Anwälte noch leben? Sie haben doch das Inverse Gesetz geschaffen, das ihnen das Recht auf legalen Diebstahl gibt! Ein durch und durch schmutziges und verabscheuungswürdiges Geschäft!

 

Beachten wir, dass Paulus Heidenchristen unter „Beschnittene“ einordnet, weil sie ihr Herz mittels der Gebote Gottes und der Bündnisverpflichtungen beschnitten haben! Erst damit wurden wir mittels der Taufe „Teil des Staatswesens Israels“ und vollberechtigte Glieder innerhalb der Bündnisse Gottes! Die Versprechungen und der Segen Abrahams, Isaaks und Jakobs gelten nun auch uns!

 

Die „Zwischenwand“ die Jesus beseitigte war nicht das GESETZ, sondern der Fluch durch die Sünde, der erst einer Reinigung mittels des Blutes Jesu bedurfte! Sein Leib wurde anstelle des unseren der öffentlichen Schande am Stamm preisgegeben! Damit wurde der Fluch gegen uns beseitigt und nicht das GESETZ an den Stamm geheftet! Die religiösen Behauptungen und Verdrehungen all jener, welche ihr eigenes Bild errichteten, das aus ganz anderen Teilen zusammengebaut ist als uns die Schrift sie ausmahlt müssen wir von uns weisen!  

 

(Galater 3:12-14)  Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern „wer sie tut, wird durch sie leben“. 13 Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist, denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der an einen Stamm gehängt ist.“ 14 So sollte der Segen Abrahams durch Jesus Christus für die Nationen kommen, damit wir den verheißenen Geist durch unseren Glauben empfangen könnten.

 

Das GESETZ definiert somit weiterhin, wer Leben wird und wer nicht durch den Fluch, der auf Sünde steht! Nur wer Glauben an Christus und sein Loskaufsopfer ausübt wird aber vom Fluch befreit! Darin liegt der Segen durch den „Samen Abrahams“, nicht in der Abschaffung des GESETZES! Das sind zwei unterschiedliche Dinge, auch dann, wenn Theologen dies nicht zu unterscheiden vermögen! Schande wird auf jene gebreitet werden! Petrus sagt deutlich, was jene zu erwarten haben!

 

(2. Petrus 3:14-16)  Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet, tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Das „Staatswesen Israels“ gründet vollkommen auf den Zehn Geboten, die doch die Grundverfassung darstellen und worauf alle „richterlichen Entscheidungen“ Gottes aufbauen! Diese sind nichts weiter wie Detailverordnungen zu gewissen etwas spezielleren Details  in der Anwendung des Grundgesetzes! Die „Bündnisse der Verheissung“ sind nicht etwa dahingefallen, wie dies christliche Theologen lehren, sondern sind ewigwährende Bündnisse, da Gott sich nicht irrt und nicht lügen kann! Der „neue Bund“ mit Christus anstelle des Salzbundes mit Levi hat nur bessere Bedingungen, weil er Priesteramt und Königtum vereint und diejenigen, die diese Ehre von Gott her erhalten jene Pflichten erfüllt, welche die Nachkommen Levis und Davids nicht einhielten!

 

Zeitband biblische Schriften und Bündnisse

 

Das Thema und Problem das Paulus anspricht ist die Beschneidung am Fleisch, die von einigen gemäss Buchstaben des GESETZES verlangt wurde und die deutliche Trennung zwischen den am Fleische Beschnittenen, den „Ebioniten“ und den Unbeschnittenen, den „Paulikanern“ erneut verlangten. Das war pharisäischer Geist, den Paulus mit aller Härte bekämpfte! Genau so wenig wie ein Vater eine Trennlinie in derselben Familie zwischen adoptierten und eigenen Kindern duldet, so wenig duldet Jesus diese Zweiteilung! Er hat durch sein Blut die Sünden der Judenchristen und die Sünden der Heidenchristen ausgelöscht und damit die „trennende Zwischenwand“ entfernt!

 

Jede Religion richtet zur anderen erneut eine ähnliche „Zwischenwand“ auf, die es niederzureissen gilt, indem man diese einengenden Gehege verlässt und sich nur dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ unterordnet, wo das „Staatswesen Israels“ in seiner ganzen ursprünglich von Gott festgesetzten Form gesetzmässig zur Anwendung kommt. Damit erst erfüllt doch ein Christ seine Bundesverpflichtung!   

 

10.1.1.4       Wer definiert die Form, wie ein reines Gewissen erlangt wird?

 

Das GESETZ Gottes definiert, was Sünde ist! Sünde beschmutzt unser Gewissen und trennt uns von Gott! Das reine Gewissen wird mit einem weissen langen leinenen Kleid verglichen: Durch Fehler und unwissentliche Sünde wird es beschmutzt. Der Engel, der dem Propheten Daniel viele Dinge erklärte sagte ihm, dass es notwendig wäre sich zu reinigen:

 

(Daniel 12:10)  Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden.

 

Drei Stufen der Reinigung erwähnt der Engel! Er spricht von der Endzeit, von unseren Tagen! Alleine Jehova zeigt uns, wie dieses „Gewand“, das Gewissen gereinigt werden kann, wie Schuld getilgt wird, was unsere Verpflichtungen sind, um in einen gerechten Zustand vor Gott zurückzukehren! Petrus geht auf das Thema ein und erklärt:

 

(1. Petrus 3:21-22)  Das, was diesem entspricht, rettet jetzt auch euch, nämlich [die] Taufe (nicht das Ablegen der Unsauberkeit des Fleisches, sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen), durch die Auferstehung Jesu Christi. 22 Er ist zur Rechten Gottes, denn er ging hin in den Himmel; und Engel und Gewalten und Mächte wurden ihm unterworfen.

 

Jesu Taufe im Jordan und sein vollkommenes Untertauchen sind Vorbild jeder TaufeIn der Taufe wird an Gott die Bitte gerichtet, dass unser Gewissen gereinigt werde! Sinnbildlich erhalten wir dadurch ein „weisses, langes leinenes Gewand“ beim Auftauchen aus dem Wasser! Wir sind damit im „in der Buchrolle des Lammes des Lebens“ eingetragen, Glieder des „Königreiches des Sohnes der Liebe“! Paulus hatte einige Leute getauft aber er führte selbst kein Taufregister! Dieses wird im Himmel durch Jesus selbst nachgetragen! Wir werden weder in eine Person noch in eine bestimmte Religion getauft, sondern in Christus!

 

 (1. Korinther 1:12-17)  Was ich meine, ist dies, daß jeder von euch sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, „Ich aber zu Apọllos“, „Ich aber zu Kẹphas“, „Ich aber zu Christus.“ 13 Der Christus besteht geteilt. Paulus wurde doch nicht etwa für euch an den Pfahl gebracht? Oder wurdet ihr im Namen des Paulus getauft? 14 Ich bin dankbar, daß ich niemand von euch getauft habe, außer Krịspus und Gạjus, 15 so daß keiner sagen kann, daß ihr in meinem Namen getauft worden seid. 16 Ja, ich habe auch die Hausgenossen des Stẹphanas getauft. Im übrigen weiß ich nicht, ob ich sonst jemand getauft habe. 17 Denn Christus hat mich nicht ausgesandt, zu taufen, sondern um die gute Botschaft zu verkündigen, nicht mit Redeweisheit, damit der Marterpfahl des Christus nicht nutzlos gemacht werde.

 

Nur die Glaubenstaufe als Erwachsene in den Christus löscht vollkommen Sünde aus! Die Schrift erwähnt nirgends etwas von Kindertaufen. Dies wurde erst im Jahre 253 u.Z. am Konzil von Karthago durch die abgefallenen Bischöfe beschlossen. Es war einfacher Kleinstkinder zu Taufen wie erst Erwachsene zu belehren und dies dem freien Entscheid des Einzelnen zu überlassen!

 

Als Israel im Sinai am Horeb mit Gott den Bund schloss wurden jene bereits zuvor beim Durchqueren des Roten Meeres „im Buch des Lebens“ eingetragen! Von nun an existierte aber das GESETZ und Jehova liess durch Moses deutlich verkünden:

 

(2. Mose 32:33)  Jehova sagte jedoch zu Moses: „Wer immer gegen mich gesündigt hat, den werde ich aus meinem Buch austilgen.

 

Dieses Buch gehörte Jehova und er liess es ebenso im Himmel beständig auf den neusten Stand halten! Der Psalmist, der über die Ungerechten schreibt bittet gar Gott darum, dass jene aus dem Buch ausgetilgt werden mögen!

 

(Psalm 69:28)  Laß sie ausgetilgt werden aus dem Buch der Lebenden, Und mit den Gerechten mögen sie nicht eingeschrieben sein.

 

Paulus nimmt dasselbe Thema der Verunreinigung durch Sünde auf und schreibt den Korinthern im Hinblick auf die bevorstehende Passahfeier, dass sie Sauerteig falscher Lehren aus ihrem Leben entfernen müssten, der ungesetzliches Handeln begünstigt und dadurch Schlechtigkeit und Bosheit die Folge wäre!

 

(1. Korinther 5:6-8)  Die Ursache] eures Rühmens ist nicht schön. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert? 7 Fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr eine neue Masse seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn Christus, unser Passah, ist tatsächlich geopfert worden. 8 Darum laßt uns das Fest nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Schlechtigkeit und Bosheit begehen, sondern mit ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?

 

Paulus fordert die Korinther auf sich entsprechend den gesetzlichen Vorschriften auf die Passahfeier vorzubereiten! Johannes der Täufer erklärte, als Jesus zu ihm  zur Taufe an den Jordan kam, dass dieser „das Lamm Gottes“ sei und dazu bestimmt, um „die Sünde der Welt“ wegzunehmen!

 

(Johannes 1:29)  Am nächsten Tag sah er Jesus auf sich zukommen, und er sprach: „Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!

 

Ein weiterer gewichtiger Punkt, den Jesus selbst erwähnt betrifft alle, auf welche das Loskaufsopfer Jesu bereits in der Taufe Anwendung gefunden hat, weil sie untergetaucht wurden und der Sünde gegenüber gestorben sind. Um weiterhin im Stand der Gnade zu verbleiben die zum ewigen Leben führt müssen wir Jahr um Jahr am Opfer Jesu mittels des Abendmahls Anteil haben. Es ist die Erinnerung an seinen Tod!

 

(Johannes 6:51)  Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er immerdar leben; und in der Tat, das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch zugunsten des Lebens der Welt.“

 

Während des letzten Abendmahls setzte Jesus etwas Zusätzliches ein, was über das Essen des Passahlammes und der bitteren Kräuter hinausging, die ja seit dem Auszug aus Ägypten alle beschnittenen Juden jährlich feierten. Jesus und die Apostel taten dies Jahr um Jahr und gaben Christen damit das Beispiel! Er nahm ein ungesäuertes Brot und erklärte den Jüngern als er es brach, dass dies seinen sündlosen Leib darstelle und sie von diesem Brot essen müssten!

 

(Matthäus 26:26-30)  Während sie weiteraßen, nahm Jesus ein Brot, und nachdem er einen Segen gesprochen hatte, brach er es, gab es den Jüngern und sagte: „Nehmt, eßt! Dies bedeutet meinen Leib.“ 27 Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: „Trinkt daraus, ihr alle; 28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird. 29 Ich sage euch aber: Ich werde von nun an bestimmt nicht mehr von diesem Erzeugnis des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, an dem ich es neu mit euch trinke im Königreich meines Vaters.“ 30 Nach Lobgesängen gingen sie schließlich  hinaus  zum  Ölberg.

 

Beachten wir auch, was mit dem Becher oder Kelch mit Wein geschah, das er als Symbol für das Blut nennt, das zu vergiessen er sich bereit machte. Er verbindet es mit der Aussage, dass dieses „… zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird.“ Das Abendmahl sollte somit mittels Brot und Wein an Sündentilgung erinnern!

 

Das Blut des Lammes, das die Israeliten in Ägypten schlachten und in derselben Nacht essen mussten, dieses sollte als ein Zeichen für den Strafengel sein, der aufgrund des Zeichens an jenem Haus vorbeizugehen! Wer dieses Gebot nicht so hielt, wie es der Engel Gottes angekündigt hatte, der verlor ebenso wie die Ägypter in jener Nacht seine Erstgeburt an Mensch und Tier!

 

(2. Mose 13:14-16)  Und es soll geschehen, falls dich dein Sohn später fragen sollte, indem [er] spricht: ‚Was bedeutet dies?‘, daß du dann zu ihm sagen sollst: ‚Mit der Stärke der Hand führte uns Jehova aus Ägypten, aus dem Sklavenhaus, heraus. 15 Und es geschah, daß sich Pharao dagegen verstockt zeigte, uns wegzusenden, und Jehova dann jede Erstgeburt im Land Ägypten, vom Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehs, tötete. Darum opfere ich Jehova alle Männlichen, die den Mutterschoß öffnen, und jeden Erstgeborenen meiner Söhne kaufe ich los.‘ 16 Und es soll als ein Zeichen auf deiner Hand und als ein Stirnband zwischen deinen Augen dienen, weil Jehova uns mit der Stärke der Hand aus Ägypten herausgeführt hat.“

 

Das Abendmahl für getaufte Christen schliesst Wein und ungesäuertes Brot mit ein. Es ist ein Erinnerungsmahl an Jesu Tod und den Auszug Israels aus ÄgyptenChristus führte uns aus der Sklaverei der Sünde hinaus und nahm von uns den Fluch, der auf uns lastete und uns in Gottes Augen zu Toten machte! Durchqueren des Roten Meeres und Taufe sind sich eng verwandt! Gott machte für ganz Israel und an all ihren Wohnorten und durch alle Generationen aus dem Passah ein Gedenkmal, das ebenso gehalten werden soll, wie Jesus, die Apostel und die Jünger des ersten Jahrhunderts dies taten! Wir sind Gottes „Israel“, wenn wir an den Bündnissen festhalten! Christus sagte zu den Aposteln: „Tut dies zu meinem Gedächtnis“. Er setzte nicht eine öffentliche Messefeier als ein Spektakel ein, sondern setzte Gottes Gebot fort mit der Ergänzung der Erinnerung an seinen Tod! In Israel ist dies auf den Familienkreis, respektive auf Hausversammlungen beschränkt!

 

Am Blut Jesu jährlich Anteil zu haben ist genauso eine bleibende Vorschrift und steht unter demselben Gebot das ganz Israel durch all seine Generationen hindurch betrifft. Jehova stellte die Unterlassung gar unter Todesstrafe! Es ist somit ein für Gott sehr wichtiges Gebot!

 

Da in der Vergangenheit bereits die Nacht des Passah zwei Mal ein göttliches Gericht erfolgte, zuerst beim Auszug aus Ägypten an der Erstgeburt und später beim Tod von Jesus das Gericht an der jüdischen Priesterschaft, so dürfen wir davon ausgehen, dass das kommende Endgericht erneut mit der Passahfeier in Verbindung steht! Jehovas festgesetzter Tag dafür ist der 14.Nisan, nach Sonnenuntergang! Die Christenheit feiert dagegen Ostern am Sonntag!  Jesus erklärt in Matthäus Kapitel 25, dass alle Nationen vor ihm versammelt würden. Das deutet deutlich auf eine der Festzeiten hin, ja, lässt die Passahfeier als das wahrscheinlichste Fest erscheinen, da es ja ein Gebot von ihm an jeden in seinem Namen Getauften darstellt: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ (Lu 22:19)

 

(Matthäus 25:31-33)  Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

Jesus hatte deutlich gesagt, dass er nur mit denen in Gemeinschaft bleibt, die seine Gebote halten! Das Abendmahl nicht so zu halten wie Jehova und Jesus es aufgetragen haben scheint am Gerichtstag verheerende Konsequenz zu haben, weil „Böcke“ ja dadurch in den Vordergrund treten, dass sie nicht auf ihren Hirten hören! Johannes erinnert uns im 1.Brief daran, dass Jesu Gebote nicht schwer sind!

 

(1. Johannes 2:3-6)  Und dadurch wissen wir, daß wir ihn kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten. 4 Wer sagt: „Ich habe ihn kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

Jesus bleibt nur mit denen in Gemeinschaft verbunden, die ihn lieben und dies zeigt sich ja gerade dadurch, dass wir auf ihn hören und seine Gebote halten! Jesus wendet sein vergossenes Blut am kommenden Gerichtstag auf all jene an, indem ihnen Barmherzigkeit gewährt wird, die er als Schafe betrachtet, weil sie auf ihn hörten und handelten! Johannes bringt es erneut in Erinnerung, dass Jesu Opfer unsere Sünden sühnt!

 

(1. Johannes 2:2)  Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

 

Die Rettung der „ganzen Welt“ hängt allerdings an den von Gott vorherbestimmten Bedingungen! Wer Jesus als seinen Retter ablehnt oder seine Gebote missachtet wird schlussendlich am Tag des Gerichts von Jesus und vom Vater abgelehnt werden! Jesus verlangt, dass wir uns deutlich als zu ihm gehörend ausgeben! Wer ihn verleugnet, den wird er vor dem Vater und den Engeln verleugnen! Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist.“ (Mat 10:32-33) Indem wir seine Gebote missachten verleugnen wir ihn! Johannes fährt fort zu bestätigen:

 

(1. Johannes 4:14)  Außerdem haben wir selbst gesehen und legen Zeugnis davon ab, daß der Vater seinen Sohn als Retter der Welt ausgesandt hat.

 

Mit dem Begriff „Welt“ ist somit nicht die gesamte Menschheit gemeint, sondern ausschliesslich jene Personen, welche Gottes Bedingungen zur Rettung anerkannt haben und mit denen in Gemeinschaft zu sein Christus bestätigt! Wen Jesus für die Rettung als unwürdig erachtet, die „Böcke“, sie enden in der „ewigen Abschneidung“ von den Lebenden in der Gehenna!

 

10.1.1.5       Gibt es ein Sündenregister oder ist dies ein Ammenmärchen?

 

Dass Jesus am Gerichtstag und während des Millenniums aufgrund von Aufzeichnung der guten und bösen Taten richten muss ist zweifelsfrei in der Schrift enthalten! Da Gott den Sühnetag dazu bestimmt hat, um für Sünde jährlich einmal Sühne zu leisten kann sich Vergehen nicht ansammeln! Sünden, die durch Jesus Loskaufsopfer gesühnt sind werden nicht mehr angerechnet, sie sind getilgt! Da „Babylon die Grosse“ dagegen Gottes Vorkehrung ablehnt häufen sich deren Sünden „bis zum Himmel“ auf!

 

Am Ende des Millenniums steht das Schlussgericht an, wo erneut alle Menschen, auch die Auferstandenen ein letztes Mal beurteilt werden, ob sie für das ewige Leben geeignet sind, weil sie Gottes- und Nächstenliebe mittels Werken gezeigt haben!

 

(Offenbarung 20:12-13)  Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Thron stehen, und Buchrollen wurden geöffnet. Aber eine andere Buchrolle wurde geöffnet; es ist die Buchrolle des Lebens. Und die Toten wurden nach den Dingen gerichtet, die in den Buchrollen geschrieben sind, gemäß ihren Taten. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hạdes gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als einzelne gerichtet gemäß ihren Taten.

 

Satans hinabwurf in den Feuersee, ewiger Vernichtung im Schlussgericht, am Ende des MillenniumsEs wird wie beim Endgericht an diesem System ebenso im Schlussgericht am Ende des Millenniums kein Pauschalurteil gefällt, sondern ein deutliches Abwägen aller ungesühnter bösen Taten führt zur Verurteilung und zum zweiten Tod im Feuersee, wo schon „der falsche Prophet“ und das „wilde Tier“ sind und Satan hineingeworfen wird!

 

Hesekiel sah in einer Vision eine Buchrolle, die „Totenklagelieder und Jammer und Wehklage“ auf beiden Seiten enthielt. Auch dies deutet auf schlechte Taten hin, welche den Tod zur Folge haben.

 

(Hesekiel 2:9-10)  Und ich sah dann, und siehe, da war eine Hand ausgestreckt nach mir, und siehe, darin war eine Buchrolle. 10 Und er breitete sie allmählich vor mir aus, und sie war auf der Vorderseite und auf der Rückseite beschrieben; und es waren Totenklagelieder und Jammer und Wehklage darin geschrieben.

 

Der Prophet Sacharja erhielt ebenfalls Visionen von Dingen die in der Endzeit geschehen und mit dem kommenden Gerichtstag in Verbindung stehen. Es zeigt jene Sünder darauf verzeichnet, die bisher straflos ihre falschen, ungesetzlichen Handlungen getrieben hatten. Zwei Vergehen werden in den Vordergrund gestellt: Vertragsbruch, indem selbst Eidschwüre gebrochen wurden, darunter zählt auch das Taufgelübde und das zweite ist Diebstahl in all seinen Formen. Beides zieht weiterhin Gottes Fluch auf sich!

 

(Sacharja 5:1-4)  Dann erhob ich meine Augen wieder und sah; und siehe, eine fliegende Buchrolle. 2 Und er sagte zu mir: „Was siehst du?

Darauf sprach ich: „Ich sehe eine fliegende Buchrolle, deren Länge zwanzig Ellen ist und deren Breite zehn Ellen ist.“

3 Dann sagte er zu mir: „Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der ganzen Erde ausgeht, denn jeder, der stiehlt, ist gemäß dem, [was] auf dieser Seite [steht], straflos ausgegangen, und jeder, der einen Eidschwur leistet, ist gemäß dem, [was] auf jener Seite [steht], straflos ausgegangen. 4 Ich habe ihn ausgehen lassen‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und er soll in das Haus des Diebes und in das Haus dessen hineingehen, der in meinem Namen falsch schwört; und er soll inmitten seines Hauses verweilen und es und sein Holzwerk und seine Steine vernichten.‘ “

 

Offenbar ist Jesus als Richter der Erde beauftragt die Strafe gemäss Gottes Fluch zu vollstrecken! Da Jehova bis zu Seinem Gerichtstag kein Urteil vollstreckt gehen sehr viele Täter straflos aus! Die von Jesus geforderte Strafverfolgung innerhalb der Christenversammlung wurde über Jahrhunderte vernachlässigt! Weltliche Richter zeigten sich korrupt und die Gesetze dieses Systems machten Gottes Gebote ungültig! Diebe und Vertragsbrüchige wurden begünstigt! Keiner von jenen aber wird Straffrei bleiben! Selbst ihr Haus werden sie verlieren. Jeder wird schlussendlich für sein ungerechtes Verhalten zur Rechenschaft gezogen! Bei Gott gibt es keine Straffreiheit!

 

10.1.1.6       Die Folge von Beichten, die Sünden nicht auszulöschen vermögen: Sünden die sich bis zum Himmel aufhäufen

 

Jehova hat weder im GESETZ noch Jesus in seinen Geboten eine Ohrenbeichte vor einem Priester geboten. Auch die Apostel haben so etwas nicht eingeführt. Wie wir im 1.Teil dieser Artikelserie gesehen haben ist dieser Brauch erst ab dem fünften Jahrhundert durch die Kirche als so genanntes „Sakrament“ eingeführt worden. Daher ist deutlich, dass Jehova keine Sündenvergebung dafür gewährt, weil gewichtige Erfordernisse dadurch nicht erfüllt sind!

 

Weder Jesus noch die Apostel noch die Jünger des ersten Jahrhunderts haben Beichten abgenommen! Der Priester masst sich dabei ein Recht auf Sündenvergebung an, das Gott nur Jesus und der Christus nur den Apostel zugestanden hat! Erst die von Jesus nach Harmagedon eingesetzten künftigen 144.000 Priesterkönige werden diese Autorität ebenfalls erhalten! Sie gehört zu den von Gott eingesetzten richterlichen Rechten und Pflichten!

 

Das Opfertier im TempelIn Israel löschten die aufgrund von Sünde erforderlichen Sühnopfer Sünde nicht aus, sondern deckte sie lediglich zu! Paulus hatte dies deutlich im Brief an die Hebräer erläutert!

 

Die einzige Form die Jehova im GESETZ vorgesehen hat, um Sünden zuzudecken steht in Verbindung mit dem Sühnetag! Diese Vorkehrung gilt für ganz Israel, was Christen laut den Ausführungen des Paulus im Römerbrief eindeutig mit einschliesst! Gott schrieb darüber im GESETZ fest:

 

(3. Mose 23:26-32)  Und Jehova redete ferner zu Moses, indem [er] sprach: 27 „Doch am Zehnten dieses siebten Monats [[Tischri]] ist der Sühnetag. Eine heilige Zusammenkunft sollte für euch stattfinden, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen und Jehova ein Feueropfer darbringen. 28 Und ihr sollt an ebendiesem Tag keinerlei Arbeit tun, denn es ist ein Sühnetag, um für euch vor Jehova, eurem Gott, Sühne zu leisten; 29 denn jede Seele, die sich an ebendiesem Tag nicht [in Betrübnis] beugen wird, soll von ihrem Volk abgeschnitten werden. 30 Was irgendeine Seele betrifft, die an ebendiesem Tag Arbeit von irgendwelcher Art tun wird, diese Seele muß ich aus den Reihen ihres Volkes vernichten. 31 Ihr sollt keinerlei Arbeit tun. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] für eure Generationen an allen Orten, wo ihr wohnt. 32 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen am Neunten des Monats, am Abend, [in Betrübnis] beugen. Von Abend zu Abend solltet ihr euren Sabbat beobachten.“

 

Da Jesus das letzte blutige Opfer darbrachte gilt dieses weiterhin als Jehova annehmbares „Feueropfer“! Klar und deutlich setzt Jehova auf die Missachtung des Sühnetags wie beim Passahmahl die Todesstrafe!

 

Jeder wurde gefordert sich seiner Sünden bewusst zu werden und sie demütig Jehova gegenüber einzugestehen, unabhängig der Generation oder des Wohnortes! Es ist ein Tag des vollständigen Fastens! Jehova selbst vergibt an eben diesem Tag „… es ist ein Sühnetag, um für euch vor Jehova, eurem Gott, Sühne zu leisten.

 

Gottes Vorkehrungen zur Sündenvergebung wahrnehmen!

 

Seit der Erhöhung Jesu, als neuer Hoherpriester und König in Israel bringt er vor Gottes Thron in Form von sinnbildlichem Räucherwerk die Gebete der Glaubenden dar! Darum sind Jehovas Festtage alle von herausragender Bedeutung! Beachten wir, dass es eine ewige Vorkehrung ist, somit auch während des Millenniums und in der Ewigkeit gültig ist, was zeigt, dass Menschen wegen ihrer Fehlbarkeit immer die Vergebung Gottes benötigen und Jesus als Hoherpriester für uns vor Gott ewige Sühne durch sein Blut zu leisten vermag. Sein einmal vergossenes Blut vermag weiterhin Sünden auszulöschen, die wir aus Unwissenheit und Schwäche heraus begangen haben!

 

(Hebräer 2:17-18)  Folglich mußte er in allen Beziehungen seinen „Brüdern“ gleich werden, damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer darzubringen. 18 Denn worin er selbst gelitten hat, als er auf die Probe gestellt wurde, kann er denen zu Hilfe kommen, die auf die Probe gestellt werden.

 

Der Sühnetag in der Synagoge war echtem Erkennen eigener Fehler unter völligem Fasten gewidmet. Dasselbe gilt für Christenversammlungen am 10.Tischri jeden JahresWeil die meisten christlichen Kirchen diese Vorkehrung Gottes des Sühnetages am 10.Tischri ablehnen und an deren Stelle ihren Buss- und Bettag gesetzt haben, der nicht mit Gottes Anforderungen im Einklang steht, daher werden auch deren Sünden nicht getilgt! Sie zeigen sich doch als „Böcke“, die nicht auf Jesu hören der deutlich erklärte, dass er nicht gekommen war das GESETZ und die PROPHETEN abzuschaffen, sondern, um sie zu erfüllen. Dies steht auch erneut mit dem kommenden Gerichtstag und dem Millennium in Beziehung! Aus diesem Grunde häufen sich die Sünden dieser Kirchen „bis zum Himmel“ auf!

 

(Offenbarung 18:4-5)  Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Erneut bestätigt Jehova, dass „Taten der Ungerechtigkeit“ nicht einfach durch ein paar Vaterunser und Gegrüsst-seist-du-Maria getilgt werden und die Absolution der Priester ein hohles Versprechen darstellen! Jesus hatte gewarnt, dass „blinde Leiter“ und „blinde Geführte“ beide in dieselbe „Grube“ fallen, ja, in dasselbe Grab kommen! Er forderte jeden von uns auf jene „blinden Leiter“ zu lassen, ihnen nicht weiter zu folgen und die Kirchen „Babylons der Grossen“ zu verlassen! Wie die Versammlungen des ersten Jahrhunderts, die sich von der jüdischen Synagoge getrennt hatten und sich Gruppenweise in Privathäusern versammelten, so finden sich Menschen zusammen, die reagiert haben! Bereits zwei oder drei als Erwachsene getaufte Christen bilden eine Gruppe! Jede Gruppe oder Versammlung bildet eine geistige „Insel“! Alle Versammlungen des ersten Jahrhunderts versammelten sich in Privathäusern!

 

Einzelpersonen die noch keinen Anschluss an eine bestehende Gruppe oder Versammlung fanden, sie halten die Sabbate und Festzeiten alleine für sich ein, weil dasselbe Gebot für alle gilt! Wenn sie ihre Aufgabe erfüllen die Jesus ihnen wie allen übrigen Nachfolgern auftrug, dann werden sie fortgesetzt Jünger machen, wo immer sie sich befinden und diese belehren und taufen und so ihre eigene Versammlung aufbauen! Bereits getaufte Christen, die ebenso ihre Religion enttäuscht verlassen haben werden sich ihnen dankbar anschliessen! Was im ersten Jahrhundert Gottes Anerkennung und Segen hatte soll sie auch heute anleiten! Deutlich bestätigt Johannes, dass dieses Vorgehen von Getreuen in der Endzeit weiter gehalten wird. Das zieht die Aufmerksamkeit des Teufels auf sich und löst Angriffe gegen jene Getreue aus:

 

(Offenbarung 12:17)  Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Unter die „Gebote Gottes“ zählt eben auch das Sabbatgesetz, das in der Endzeit sogar eine herausragende Rolle spielt, weil fast alle Eckdaten im Ablauf des Geschehens mit Festzeiten im Zusammenhang stehen! Darum bleiben diese Dinge der Christenheit auch weiterhin verborgen, denn nur der wirklich Gottesfürchtige wird diese Dinge verstehen! Reinigung ist nur da möglich, wo wir Gottes Rechtsmassstab wieder aufrichten! Jehova reagiert auf echte Gottesfurcht.

 

Der Prophet Daniel hatte sich am Ende des Exils erniedrigt seine eigenen Sünden und die seines Volkes im Gebet Gott offen vorzulegen. Daraufhin kam der Engel Gabriel, um ihn zu stärken und ihm viele Informationen zu geben, von denen einige uns heute erst wirklich verständlich sind!

 

(Daniel 10:12)  Und er sagte weiter zu mir: „Fürchte dich nicht, o Daniel, denn vom ersten Tag an, da du dein Herz gegeben hast, um zu verstehen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte gehört worden, und ich selbst bin deiner Worte wegen gekommen.

 

Bedenken wir, dass Israel mehrfach unter Gottes Gerichten stand und Jehova seine Gerechtigkeit auch mittels Strafgerichten an seinem auserwählten Volk offenkundig machte. Er zeigt dabei, dass er wirklich niemals Straffreiheit gewährt. Nur jene, welche seine Vorkehrungen zur Sündentilgung beachteten, sie konnten sich jeweils als ein Überrest retten! Paulus bestätigt dies im Römerbrief, wo er den Propheten Jesaja zitiert:

 

(Römer 9:27)  Ferner ruft Jesaja in bezug auf Israel aus: „Obwohl die Zahl der Söhne Israels wie der Sand am Meer sein mag, ist es der Überrest, der gerettet werden wird.

 

Bemühen wir uns doch angestrengt den „eingeengten Weg“ nicht zu verlassen und behalten wir das vor uns gesetzte Ziel, das ewige Leben zu erreichen beständig im Sinne! Wenn wir Gottes Gebote ernst nehmen, dann zeigen wir wahre Gottesfurch und diese wird für uns Leben bedeuten!

 

Zeitband gättliche Gerichte ab Adam bis Ende Millennium

 

 

10.1.2        Das Gewissen, das uns Sünde anzeigt

 

10.1.1.7       Das Gewissen ist seit Beginn in unseren Genen und wirkt auf unser Verhalten

 

Im 1.Artikel haben wir bereits gezeigt, dass das Gewissen zu einer Grobwaage missbraucht werden kann, auf der man nur noch Kartoffelsäcke abzuwiegen vermag. Wir aber sollten es wie eine Präzisionswaage gebrauchen lernen, wo die „geringsten der Gebote“ in ihrer Anwendung gemessen werden können, das Gewissen uns unmittelbar anzeigt, was gut und was schlecht ist! Es wird zum inneren Richter, wo das „Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt“! Wenn wir diesen inneren Richter aber missachten, dann wird später Jehova selbst Richter sein und uns verurteilen! Paulus bringt es im Brief an die Römer auf den Kern, wenn er sagt:

 

Das Gewissen warnt uns vor falschen Handlungen wenn wir es nicht vorher bereits erstickt haben (Römer 2:12-16)  Alle die zum Beispiel, die ohne Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben [[Heiden aus den Nationen]], werden auch ohne Gesetz [[GESETZ]] zugrunde gehen; alle die aber, die unter Gesetz [[GESETZ]] [[Juden, Ebioniten & Paulikaner]] gesündigt haben, werden durch Gesetz [[GESETZ]] gerichtet werden. 13 Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes [[GESETZES]] werden gerechtgesprochen werden. 14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes [[GESETZES]] tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, sich selbst ein Gesetz [[GESETZ]]. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes [[GESETZES]] ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

Da Paulus eindeutig von Gottes Geboten, Seinem GESETZ spricht schreiben wir es in Grossbuchstaben, um es von allen anderen möglichen Gesetzen abzutrennen! Alleine an diesem Paragraphen kann man erkennen, welche Irreführung durch die Übersetzer am Leser vollziehen! Die NEUE WELT ÜBERSETZUNG gebraucht dieses System von Gross- und Kleinschrift selbst, wir haben es nur übernommen! Sie wendet es aber dermassen inkonsequent an, dass es deutlich tendenziös darauf hinaus läuft den Leser wissentlich und willentlich Irre zu führen! Dies nur deshalb, um die eigene Doktrin zu schützen, dass Christen weder unter den zehn Geboten, noch unter Gottes richterlichen Entscheidungen ständen. Dabei schrecken sie nicht zurück den Leser als zu dumm zu sehen, dass er solche Veränderung nicht wahr zu nehmen vermöchte! Auch sie trifft die Ankündigung des Paulus: „Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.“ Andere Übersetzungen Zeichnen andere Schwachstellen auf! Leider weisen nahezu alle Übersetzungen spezifische Veränderungen gemäss Doktrin der einen oder anderen Lehrtendenz auf!

 

Ob ich das GESETZ anerkenne oder es ablehne spielt somit in Gottes Augen keine Rolle: Wer das GESETZ bricht wird gemäss GESETZ gerichtet, da das GESETZ jedem Menschen mit in die Wiege gelegt wurde! Einige erweisen sich bereits als Kinder rebellisch, andere dagegen reagieren fein auf Zurechtweisung! Die Worte des Paulus sind erneut klar und deutlich, wo er sagt: „Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes [[GESETZES]] werden gerechtgesprochen werden.

 

Das GESETZ selbst verpflichtet uns dieses GESETZ unter den Nationen aufzurichten, dazu diente doch das Predigen der guten Botschaft! Da dies bis „an die Enden der Erde“ geschehen ist gibt es keine Ausrede, man hätte vom GESETZ nichts gewusst! Beachte wir den Hinweis des Paulus, was nun kommen wird, wenn jeder aufgrund seiner eigenen Handlungen gewogen wird: „Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

(Römer 3:31)  Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Jeder, der Paulus zu verstehen sucht muss sich anstrengen, denn Paulus braucht komplexe, lange Sätze. So zumindest erscheint es. Die Realität ist, dass im griechischen Urtext keine Interpunktion existierte. Das bedeutet, dass jene, die ihm bei der Übersetzung die Interpunktion vorenthalten möchten, seine Aussagen noch schwieriger verständlich machen! Paulus ist daher „schwer verständlich“ wie es Petrus ausdrückt, weil er zu Gesetzeskundigen spricht und jeder Christ ein „Gesetzeskundiger“ sein müsste! Wenige Kapitel später sagt er daher:

 

Unser handgeschriebenes Register der göttlichen Urteile, der Fluch wird symbolisch bei der Taufe an den "Stamm gehftet"(Römer 7:1)  Kann es sein, daß ihr nicht wißt, Brüder (denn ich rede zu Gesetzeskundigen), daß das GESETZ über einen Menschen Herr ist, solange er lebt?

 

Das GESETZ ist somit Herr über jeden von uns und zwar so lange wie wir leben! Das Gewissen entspricht der Anzeigenadel, die uns belehrt, ob wir das GESETZ angewendet haben oder gegen dessen Prinzipien verstossen! Da alle Religionsführer dagegen verstossen und Paulus genau jene aufs Korn nimmt, die ja wirklich „Gesetzeskundige“ sein sollten, so ist er ihnen höchst unangenehm, weil er sie blossstellt und sie stehlen ihm daher gar den Titel und das Amt des Apostels, weil sie den von Petrus erwählten Matthias, von dem ausser seiner Wahl nicht ein weiteres Wort überliefert ist angenehmer ist!

 

(1. Korinther 9:1-2)  Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht Jesus, unseren Herrn, gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn? 2 Wenn ich für andere kein Apostel bin, so bin ich es doch ganz gewiß für euch, denn ihr seid das Siegel, das mein Apostelamt in Verbindung mit [dem] Herrn bestätigt.

 

Wir wollen bis zum Abschluss ein Siegel darstellen, dass Paulus der zwölfte der Apostel ist und von Gott uns Jesus selbst erwählt wurde!

 

Schon Israel war es Pflicht sich vor jeder Passahfeier von jeder Sünde zu reinigen. Nur in reinem Zustand, was „Beschnittenheit“ bedeutet durften sie daran teilhaben! Der König Hiskia, König von Juda (745-717 v.u.Z.), der zur Zeit der Propheten Jesaja, Micha und Hosea lebte hielt fest zu Jehova und veranlasste, dass das Volk zum GESETZ und zu den richterlichen Entscheidungen zurückkehrte! Wir müssen heute eine ähnliche Aufgabe erfüllen.

 

(2. Chronika 30:16-20)  Und sie blieben an ihrer Stelle gemäß ihrer Vorschrift stehen, gemäß dem Gesetz [[GESETZ]] Mose, des Mannes des [wahren] Gottes, und die Priester sprengten das Blut, das sie aus der Hand der Levịten empfingen. 17 Denn es waren viele in der Versammlung, die sich nicht geheiligt hatten; und die Levịten waren mit der Schlachtung der Passahopfer betraut für alle, die nicht rein waren, um sie Jehova zu heiligen. 18 Denn da war eine große Zahl des Volkes, viele aus Ẹphraim und Manạsse, Ịssachar und Sẹbulon, die sich nicht gereinigt hatten, denn sie aßen das Passah nicht gemäß dem, was geschrieben ist; aber Hiskịa betete für sie, indem [er] sprach: „Möge Jehova selbst, der Gute,  Nachsicht haben mit 19 einem jeden, der sein Herz bereitet hat, den [wahren] Gott, Jehova, den Gott seiner Vorväter, zu suchen, wenn auch ohne die Reinigung für das, was heilig ist. 20 Demgemäß hörte Jehova auf Hiskịa und heilte das Volk.

 

Nur jene die rein waren durften am Passah teilhaben! Israel musste sich vorab reinigen! Weil der König sich gereinigt hatte durfte er Jehova zu Gunsten jener erbitten, die diese Dinge noch nicht verstanden hatten aber ihr Herz bereit gemacht hatten und am Opfer teilzuhaben bereit sich zeigten!

 

(Jakobus 5:16) Bekennt also einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Flehen eines Gerechten hat, wenn es wirksam ist, viel Kraft.

 

Jehova hört auf den Gerechten und sein Flehen zugunsten solcher, die Gott aus ehrlichem Herzen suchen! Auch heute, vor dem „Abschluss des Systems der Dinge“ muss erneut eine Umkehr zum GESETZ und vollständige Reinigung erfolgen! Das geschieht nicht durch einen menschlichen König hier auf der Erde, sondern durch den grösseren König Jesus Christus, der Herzen vom Himmel her lenken kann, damit sie erneut dem Vater wohlgefällig handeln! Jesu Flehen vor Gott zu Gunsten unserer Schwächen wird bestimmt erhört!

 

10.1.1.8       Das Gewissen muss geschult werden

 

Obwohl das Gewissen das GESETZ bereits in den Grundzügen eingeprägt enthält muss es dennoch von Kind auf geschult werden! Jehova hielt diese Aufgabe im GESETZ und zwar im 5. Buch Mose fest, wo der Prophet folgenden Ausspruch Gottes festhielt, um ihn Israel immer und immer wieder einzuprägen:

 

Das göttliche GESETZ muss auf Herzen, auf Tafeln aus Fleisch und Blut geschrieben werden (5. Mose 6:4-9)  Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

Das GESETZ sollte förmlich vor unseren Augen sein und unsere Hand im Tun anleiten! Der Vater hatte die Aufgabe die Familie zu belehren, so wie es für Männer Pflicht war und blieb jeder Sabbatversammlung und jedem Festtag beizuwohnen. Dies, um selbst von den Priestern und Leviten im GESETZ immer und immer wieder belehrt zu werden. Jene waren verpflichtet die gesetzmässige Anwendung der Gebote zu lehren! Ganz Israel drehte sich um die Einhaltung aller Gebote und richterlichen Entscheidungen, weil dies Frieden zwischen Mensch und Gott und Mensch zu Mensch bedeutet!

 

Durch die Pharisäer und Schriftgelehrten kam aber bei den aus dem Exil zurückgekehrten Juden der „Buchstabe des GESETZES“ in den Vordergrund, statt der Sinn dahinter! Jesus erklärte, dass er „Herr des Sabbats“ sei, weil die vielen Zusatzbestimmungen der Pharisäer das Sabbatgebot zu einer Tortur machten! Jesus aber brachte wiederum den Kern der Sache, das Prinzip in den Vordergrund, wo es nicht nur möglich sein sollte am Sabbat Liebesdienste dem Nächsten gegenüber zu tun, nein, es wurde gar zur Pflicht! „Liebe ist die Erfüllung des ganzen GESETZES“, erklärte Paulus, was beinhaltet, dass das GESETZ gegen Lieblosigkeit gerichtet ist! Dies sollte Grundlage der Belehrung der Kinder sein, nicht Buchstabentreue, indem Väter als Vorbild im Halten der Gebote vorangingen! Jesus hinterliess das vollkommene Muster: „… du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ Exakt so handelte Jesus mit seinen Aposteln! Salomo schrieb daher im Buch der Sprüche:

 

(Sprüche 3:1-2)  Mein Sohn, mein Gesetz [[GESETZ]] vergiß nicht, und meine Gebote möge dein Herz beobachten, 2 denn Länge der Tage und Jahre des Lebens und Frieden werden dir hinzugefügt werden.

 

Was wir uns auf das Herz binden und als Erinnerung auf unsere Hand schreiben bleibt in beständiger Erinnerung! Das Herz, das als Zentrum unserer Gefühle und des Gewissens gilt, es wird uns daher anleiten den schmalen, eingeengten Weg nicht zu verlassen und da, wo wir uns verirren, da werden uns die Gebote durch das Gewissen daran erinnern und unsere Schritte zurück lenken!

 

Jede Familie und jede Versammlung hat ihre Hausordnung auf der Grundlage von Gottes GESETZ und seinen Ermahnungen (Sprüche 6:20-24)  Beobachte, o mein Sohn, das Gebot deines Vaters, und verlaß nicht das Gesetz [[GESETZ]] deiner Mutter. 21 Binde sie beständig auf dein Herz; knüpfe sie um deinen Hals. 22 Wenn du umherwandelst, wird es dich leiten; wenn du dich niederlegst, wird es dich behüten; und wenn du aufgewacht bist, wird es sich mit dir befassen. 23 Denn das Gebot ist eine Leuchte, und das Gesetz [[GESETZ]] ist ein Licht, und die Zurechtweisungen der Zucht sind der Weg des Lebens, 24 um dich vor der schlechten Frau zu behüten, vor der Glätte der Zunge der Ausländerin.

 

Immer wieder warnt die Schrift die Männer vor der Glattzüngigkeit von gewissen Frauen, jenen, die Gottes Gebote missachten aber mit verschlungenen Reden uns zur Unsittlichkeit hin zu ihnen ins Bett oder hin zu ihren Götzen zu ziehen versuchen! Wir reden heute weit weniger von steinernen und hölzernen Götzen, als vielmehr von jenem „Samen der Schlange“, der uns in jeglicher Form vom Einhalten der Gebote abzubringen versucht! Sie sind heute so vielfältig wie nie zuvor in der Geschichte! Satans liebste Mitarbeiter waren seit Beginn die Frauen, weil er sie leichter zu beeinflussen vermag, Verführung zugänglich sind und sie seine Taktiken weniger zu durchschauen vermögen! Wenn wir die Worte des Paulus genau überlegen geben sie Sinn und sind im Einklang mit dem Gesamtbild!

 

(1. Timotheus 2:11-15)  Eine Frau lerne in Stille mit aller Unterwürfigkeit. 12 Ich erlaube einer Frau nicht, zu lehren oder Gewalt über einen Mann auszuüben, sondern sie sei in [der] Stille. 13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. 14 Auch wurde Adam nicht betrogen, aber die Frau wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung. 15 Doch wird sie durch Kindergebären in Sicherheit bleiben, vorausgesetzt, daß sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit gesundem Sinn verharren.

 

Das Kindergebären als Aufgabe einer Frau wird zwar heute von Feministinnen verlacht, doch bleiben die Worte des Paulus weiterhin gültig! Jene die ihm widersprechen werden ihr Gericht erfahren!

 

Darum richtet sich Salomo vorab an den Sohn! Er soll das Gebot des Vaters annehmen und sich aufs Herz schreiben! Wo Söhne nicht fest im GESETZ verankert sind hören sie auch nicht auf den himmlischen Vater und daher auch nicht auf Jesus. Ein Sohn aber, der auf jedes der Worte hört und sie zu verstehen versucht wird Gottesfürchtig sein! Bei solchen Kindern wird das Gewissen zu einer perfekt funktionierenden Institution, das aus sich heraus handelt: „Wenn du umherwandelst, wird es dich leiten; wenn du dich niederlegst, wird es dich behüten; und wenn du aufgewacht bist, wird es sich mit dir befassen.“ Das geschulte Gewissen beginnt uns schon bei geringer Abweichung zu züchtigen, indem es uns unfehlbar anleitet das zu tun, was in Gottes Augen annehmbar ist!

 

Wenn wir uns vom geschulten Gewissen führen lassen sind wir auch nicht in unserem Inneren angeklagt und fühlen uns frei von Schuld, da keine Sünde vorliegt! Darum sind doch der jährliche Sühnetag und die Reinigung vor den Festzeiten ein so gewichtiges Unterfangen! Als Paulus zu Unrecht im Tempel festgenommen wurde und vor dem Sanhedrin sich zu verteidigen hatte sprach er:

 

(Apostelgeschichte 23:1)  Paulus schaute den Sanhedrịn unverwandt an und sprach: Männer, Brüder, ich habe mich mit einem vollkommen reinen Gewissen vor Gott bis zum heutigen Tag betragen.“

 

Griechische Juden behaupteten fälschlich, Paulus hätte einen Unbeschnittenen hinter den Soreg gebracht, wofür man ihn gefangen nahmEr hatte keines der Gebote Gottes übertreten! Das Vergehen, das man ihm fälschlich vorwarf, dass er einen unbeschnittenen Heiden hinter den Soreg, die Abgrenzung im Tempel gebracht hätte war falsch und kam aus Bosheit. Er war mit vier beschnittenen Brüdern dort gewesen, die alle ein Gelübde einlösten wie er selbst und dadurch ihre eigene Gesetzestreue unter Beweis stellten, um die bösen Zungen zum Schweigen zu bringen, die ihm vorwarfen, „er lehre Abfall vom GESETZ“!

 

(Apostelgeschichte 21:20-25)  Nachdem sie dies gehört hatten, begannen sie Gott zu verherrlichen, und sie sagten zu ihm [[(Paulus)]]: „Du siehst, Bruder, wie viele Tausende es unter den Juden gibt, die gläubig sind; und sie alle sind Eiferer für das GESETZ. 21 Sie haben aber das Gerücht über dich gehört, daß du alle Juden unter den Nationen Abfall von Moses gelehrt hättest, indem du ihnen sagtest, sie sollten weder ihre Kinder beschneiden noch den [feierlichen] Bräuchen gemäß wandeln. 22 Was also ist diesbezüglich zu tun? Auf jeden Fall werden sie hören, daß du angekommen bist. 23 So tu denn das, was wir dir sagen: Es sind vier Männer bei uns, die ein Gelübde auf sich haben. 24 Nimm diese Männer mit, und reinige dich mit ihnen gemäß den Zeremonien, und trage für sie die Kosten, damit sie sich das Haupt scheren lassen können. Und so wird jedermann wissen, daß an den Gerüchten, die über dich mitgeteilt wurden, nichts ist, sondern daß du ordentlich wandelst, indem du selbst auch das GESETZ hältst. 25 Was die Gläubigen aus den Nationen betrifft, so haben wir unsere Entscheidung gefällt und hingesandt, daß sie sich bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und Erwürgtem und vor Hurerei.“

 

Die Gebote, die den Tempel, die Opfer, die Priester betrafen die alle Teil der Gebote an Levi darstellen waren für die Christen aus den Nationen nicht verbindlich, auch nicht die Beschneidung. Es gab somit zwischen „Ebioniten“ und Christen der Nationen Unterschiede! Die Beschränkung hier auf vier Paragraphen, drei davon aus dem Speisevorschriften der richterlichen Entscheidung und auf Hurerei, dies war aber bestimmt kein Freipass vom GESETZ! Dies so auszulegen ist Unvernünftig und widerspricht der ganzen Schrift! Es waren Problempunkte, welche ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Heidenchristen gerückt werden mussten!

 

Paulus hielt auch die göttlichen Speisevorschriften und lehrte entsprechend die Heidenchristen in den Versammlungen! Einige aber missachteten dies und versündigten sich daher und machten so ihren „Bauch zu einem Götzen“, weil sie eher dessen Wünschen nachgaben, als Gottes Gebot zu achten!

 

(1. Korinther 8:7)  Dessenungeachtet haben nicht alle diese Erkenntnis; sondern einige, die bis jetzt an den Götzen gewöhnt sind, essen Speise als etwas einem Götzen Geopfertes, und ihr Gewissen, das schwach ist, wird befleckt.

 

Die alten Gewohnheiten Götzen geopfertes, das den Heidenpriestern vom Markt her zugetragen wurde wissentlich zu essen befleckte jene. Andere assen Fleisch, das nicht ausgeblutet war und wiederum anderen schmeckten die Blutwürste und Blutsuppen, obwohl Gott Blut geheiligt hatte und dessen Verzehr verbot! Paulus bezeichnet sie, dass sie ein „schwaches Gewissen“ hätten, weil es nicht durch den Geist der Schrift geschult worden war!

 

Petrus zeigt ebenso, dass das Gewissen einer beständigen Schulung bedarf, um nicht zu erschlaffen! Dass man gegen Christen schlecht redete, obwohl sie vortrefflich handelten, dies war seit Beginn bekannt. Der Wandel im Verhalten verunsicherte die früheren Begleiter aus Familie, Verwandten und Freunden, da der im Gewissen geschulte Christ nicht weiter an deren „fruchtlosen Werken“ Anteil hatte und so zum Gespött erniedrigt wurde!

 

(1. Petrus 3:16)  Behaltet ein gutes Gewissen, damit in dem Besonderen, worin man gegen euch redet, die beschämt werden, welche von eurem guten Wandel in Verbindung mit Christus geringschätzig reden.

 

Jesus war tatsächtlich auferstanden, wie dies zwei Engel den Frauen am offenen Grab erklärtenFür jene war der Christus, sein schmählicher Tod und die Auferstehung von den Toten nicht eine Wirklichkeit, sondern lediglich eine Anekdote. Wer dagegen den Wandel der Christen näher betrachtete musste anerkennen, dass da kein Falsch und kein Unrecht war und viele waren daher bereit aufgrund deren Beispiels nun auf die Lehren zu achten! Das gute Vorleben wirkt überzeugender wie viele Worte! (1.Pe 3:1, 2)

 

Gegenüber Timotheus erwähnt Paulus, dass er wie seine jüdischen Vorväter die im GESETZ wandelten, auch er Gott beständig heiligen Dienst darzubringen vermochte, da er doch ein reines Gewissen besass!

 

(2. Timotheus 1:3-5)  Ich bin Gott dankbar, dem ich mit reinem Gewissen heiligen Dienst darbringe, wie es meine Vorväter taten, daß ich unablässig deiner in meinem Flehen gedenke, indem ich mich bei Nacht und bei Tag 4 danach sehne, dich zu sehen, da ich deiner Tränen gedenke, damit ich mit Freude erfüllt werde. 5 Denn ich erinnere mich an den ungeheuchelten Glauben, der in dir ist und der zuerst in deiner Großmutter Lọis und deiner Mutter Eunịke wohnte, der aber, wie ich die Zuversicht habe, auch in dir ist.

 

Timotheus hatte offenbar auf das „GESETZ seiner Mutter“ geachtet! (Spr 6:20) Als Paulus dies schrieb war er in der zweiten Gefangenschaft in Rom! Er bat Timotheus so schnell wie möglich zu ihm zu kommen und versuchte ihn zu trösten, da er wusste, dass seine Hinrichtung bevorstand und Timotheus traurig und verängstigt war! Paulus hatte keine Sünde gegen Gott begangen, war erneut von Feinden der guten Botschaft unter falschen Anklagen seiner Gegner vor die Richter Roms gestellt worden. Diese würden erbarmungslos ihre Rechtsgrundsätze über die von Gott stellen und mit seinem Tod ein Exempel statuieren wollen, dass nur Cäsar König sei und jeder der Christus als König anerkenne mit der Todesstrafe zu rechnen hätte! Wir sind heute erneut in einer Zeit von Verfolgung glaubensstarker Christen, die sich voll auf Gottes GESETZ abstützen!

 

(Jeremia 31:33)  Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. Ich will mein Gesetz [[GESETZ]] in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

 

Jeremia spricht von unseren Tagen, wenn Jesus alle die nach ihrem geschulten gewissen handelten zu seiner Rechten stellt! Sie hatten sich freiwillig Gottes Gebote auf ihre Herzen gebunden. Nun aber, in der kommenden Umwandlung „in einem Nu“ wird das feine Gebot, die Prinzipien die Jesus hinter den einzelnen GESETZES-Paragrafen erklärt hatte fest in unsere DNS geschrieben werden! Alle, die Harmagedon überleben dürfen, weil sie ihre unwissentlichen Sünden bereut hatten und alle Auferstandenen werden davon profitieren dürfen! Jehova selbst veranlasst, dass wir Ihn als höchste Autorität nie mehr in Frage stellen. Trotzdem bleibt auch danach der freie Wille und einige werden erneut das Schlechte und das Verabscheuungswürdige suchen!

 

Nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil war es der Priester Esra, der den Überrest erneut Gottes Gebote lehrte und hierzu das ganze Volk, Männer, Frauen und Kinder zu den Festzeiten versammelte, um sie zu belehren, wie dies zu Beginn der Fall gewesen war!

 

(Esra 7:10)  Denn Ẹsra selbst hatte sein Herz bereitgemacht, das Gesetz [[GESETZ]] Jehovas zu befragen und [danach] zu tun und in Israel Satzung und Recht zu lehren.

 

Ausser bei den „Ebioniten“, messianischen Juden die sich in grossen Teilen weiterhin an das GESETZ halten sind immer weitere Gruppierung im Internet, die sich an das Sabbatgebot halten und auch die anderen Bestimmen mehr und mehr ernst nehmen! Die Erkenntnis darüber setzt sich langsam aber beständig bei mehr und mehr gerechtigkeits- und wahrheitsliebenden Menschen durch! Sie alle gleichen Esra und lehren ihrerseits das geistige Israel!

 

10.1.1.9       Wenn das Gewissen durch falsches Lehren abgestumpft wird

 

Paulus zeigte im 1.Brief an Timotheus, dass einige von sich behaupteten Gesetzeslehrer zu sein aber sie die Zusammenhänge des GESETZES selbst nicht verstanden hatten und durch falsche Lehren die Gebote Gottes ungültig machten! Behalten wir im Sinn, dass GESETZ nicht bloss die Gebote umfasst, sondern die fünf Bücher Mose und alle Lehren darin! Dazu gehört auch der Glaube in die Auferstehung der Toten, der ja in Ephesus, wo Timotheus sich befand einem starken Angriff ausgesetzt war! Hymenäus, Alexander und Philetus hatten, nachdem Paulus sie aus der Versammlung warf eine Sekte begründet die beständig mit ihren Lehren den Glauben der Treuen zu unterwandern suchten! Paulus spricht von „eitlem Gerede“, weil jene Männer sich aufplusterten eine besondere Erkenntnis zu haben, in Wirklichkeit aber die grundlegenden Dinge Gottes nicht begriffen hatten!

 

(1. Timotheus 1:5-7)  Das Ziel dieses Auftrags ist tatsächlich Liebe aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben. 6 Indem einige von diesen Dingen abgewichen sind, haben sie sich eitlem Gerede zugewandt 7 und wollen Gesetzeslehrer sein, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.

 

Jene Lehre von Auferstehung der Toten im Himmel widerspricht eindeutigen und klaren Lehre des GESETZES und den PROPHETEN. Paulus lehrte dasselbe wie Moses und alle Propheten nach ihm! Hymenäus aber redete im Einklang mit heidnischem Glauben und Lehren Platons und des Aristoteles. Für Hymenäus und seine Gefährten war es weit einfacher nun Anhänger unter den Christen und Heiden zu rekrutieren, da scheinbar eine Harmonie zwischen biblischer Lehre und heidnischer Philosophie bestand. Paulus aber widerspricht dem energisch und zeigt, dass jene „festen Behauptungen“ keine wirkliche Grundlage haben, sondern menschlicher Phantasie entsprungen waren!

 

Der Kirchenvater Augustinus machte die Lehren des Hymenäus zu einer scheinbar perfekten Einheit mit biblischer Aussage, die das ganze Abendland überschwemmte und beeinflusste! Er setzte aber nur jene Lehren fort die Hymenäus bereits als eine „veränderte gute Botschaft“ geschaffen hatte! Von solchen Männern erklärt Paulus deutlich, dass sie unter dem Fluch Gottes stehen! [2] (Gal 1:8-10)

 

Ambrosius tauft Augustinus

Die Philosophie wurde durch den Mönch Augustinus in der Kirchenlehre verfestigt   Augustinus hat viele theologische Schriften verfasst, die zu einem großen Teil erhalten sind. Diese Schriften bilden für Augustinus eine Einheit; der christliche Glaube ist ihm Grundlage der Erkenntnis (crede, ut intelligas: „glaube, damit du erkennst“). Seine „Bekenntnisse“ (Confessiones) gehören zu den einflussreichsten autobiographischen Texten der Weltliteratur. Augustinus' Philosophie enthält von Platon stammende, jedoch im christlichen Sinn modifizierte Elemente. Hierzu gehören insbesondere die Dreiteilung der Wirklichkeit in die Welt des höchsten Seins, die nur dem Geist zugänglich ist, die Geist-Seele des Menschen und die niedere Welt des Werdens, die den Sinnen zugänglich ist. Die erste Biographie des Augustinus stammt von Possidius von Calama, der ihn als Schüler noch gut gekannt hat.

 

   Als einer der einflussreichsten Theologen und Philosophen der christlichen Spätantike bzw. der Patristik hat er das Denken des Abendlandes wesentlich geprägt. In der Orthodoxen Kirche dagegen blieb er praktisch unbekannt; als seine Lehre im 14. Jahrhundert durch griechische Übersetzungen auch in Konstantinopel bekannt wurde, stieß sie auf Ablehnung, soweit sie nicht ohnehin dem Konsens anderer Kirchenväter entsprach. Seine Theologie beeinflusste die Lehre fast aller westlichen Kirchen, ob katholisch oder protestantisch. Auch die theologischen Schriften des heutigen Papstes, Benedikt XVI., sind wesentlich von seiner Lehre durchdrungen.

(Bild: Bischof Ambrosius von Mailand tauft Augustinus)

 

Diese Lehren zu bekämpfen und deren Vertreter zurechtzuweisen und nötigenfalls aus der Versammlung zu entfernen war die schwierige Aufgabe die der junge Timotheus nun ohne Hilfe des Paulus selbständig zu erledigen hatte! Er konnte nur mit der moralischen Unterstützung des Paulus in seinen Briefen rechnen und hatte eine gewisse Anzahl Brüder und Schwestern die weiterhin fest auf seiner Seite standen, weil sie genaue Erkenntnis erlangt hatten. Paulus nennt es einen Kriegszug, den Timotheus zu bestehen habe!

 

(1. Timotheus 1:18-20)  Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timọtheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenạ̈us und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Wie Timotheus gilt es auch für uns ein reines Gewissen zu bewahren und an unverfälschter Wahrheit festzuhalten! Das ist wahrlich ein Kriegszug und der Feinde sind viele! Das aber zeigt auch, dass wir uns bewähren und für das kommende System bereit sind! Paulus hatte jene falschen Gesetzeslehrer „mit eisernem Stab“ aus der Versammlung geworfen, weil sie Gottes GESETZ ungültig machten. In diesem Fall betraf es Jehovas Lehren und Vorhersagen, was  Auferstehung der Toten und deren Zustand nach dem Ableben, sowie künftiges Gericht! Die ganze Lehre der Beichte, der Reinigungszeit für Sünden im Fegefeuer und die Lehre der Hölle gehen bis heute auf Hymenäus zurück und. Sie waren von verschiedenen Kirchenvätern wie Augustinus von Hippo (354-430) und später Thomas von Aquin (1225-1274) nur noch weiter mit philosophischem Beiwerk des Aristoteles  ausgeschmückt und perfektioniert worden! [3]

 

Thomas von Aquin   Die Argumentationen des Aquinaten [[(Thomas von Aquin)]] stützen sich zu einem großen Teil auf die sich im Hochmittelalter wieder ausbreitenden Gedanken des Aristoteles, die er – selbst Schüler des Begründers der mittelalterlichen Aristotelik, Albertus Magnus, - in seinem universitären Wirken weitergibt und in seinen Werken auch mit der christlichen Theologie verbindet. So identifiziert er den Unbewegten Beweger aus der Physik des Aristoteles mit dem christlichen Gott. Gleichwohl arbeitet er in seiner Gotteslehre die Bedeutung der Offenbarung heraus, die für philosophische Überlegungen allein unerreichbar bleibe.

 

Was die Kirche mit „Sauerteig der Lehre“ im Stil der Pharisäer vermischte möchten wir erneut deutlich voneinander trennen! Wie Paulus den Hymenäus und Alexander aus der Versammlung Ephesus warf, weil sie damit begannen Philosophie griechisch-heidnische einzubringen, so wollen wir Augustinus und Thomas von Aquin und deren Nacheiferer aus dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ entfernt wissen! Wie sonst könnten wir Paulus in seinem Kriegszug gegen Vermischung von christlicher Lehre mit heidnischem Gedankengut schützen? Wie können wir unbefleckt bleiben, wenn wir am Tisch der Dämonen Anteil haben?

 

Die unwirklichen Verheissungen der Kirche,  die „Heiligen“ seien bei Gott im Himmel, ebenso wie Engel und in dessen Licht und könnten göttliche Gerichtsverfahren bei Sünden durch Fürbitten beeinflussen waren reines Wunschdenken von Männern und Frauen, die nicht bereit waren auf die Worte Gottes zu hören! Thomas von Aquin gilt als Begründer der Engellehre! In Wirklichkeit hatten jene sich selbst zu Göttern gemacht und sich auf den Thron Mose gesetzt! Sie selbst haben sich Satan übergeben und ihr Gericht schlummert nicht!

 

Thomas von Aquin lehrte wie Hymenäus die Unsterblichkeit der Seele und widerspricht damit Gottes Aussage durch Hesekiel: „Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben.“ (Hes 18:4) wem sollen wir nun zuhören, Gott oder Thomas, wo beide sich doch diametral widersprechen? [4]

 

   Dies zeigt sich in der Formulierung anima forma corporis. Weil der Geist („intellectus“) eine einfache, also nicht zusammengesetzte Substanz ist, kann er auch nicht zerstört werden und ist somit unsterblich. Der Geist kann auch nach der Trennung vom Leib seinen Haupttätigkeiten, dem Denken und Wollen, nachkommen. Die nach der Auferstehung zu erwartende Wiedervereinigung mit einem Leib kann zwar nicht philosophisch, wohl aber theologisch erwiesen werden.

 

Nach der Lehre des Thomas soll die höchste Glückseligkeit nach dem Tode im Jenseits durch das Anschauen Gottes erreicht werden. Darin widerspricht er vollkommen den Aussagen Salomos im Bibelbuch Sprüche:

 

(Prediger 9:4-6)  Denn wer immer allen Lebenden zugesellt ist, für den ist Zuversicht da, weil ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe. 5 Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. 6 Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.

 

Wie nun soll ich mich glücklich fühlen und Gott sehen, wenn beim Tod jedes Gefühl und Sehen vergeht? Wie kann meine unsterbliche Seele zu Gott zurückkehren, wenn sie nie von dort ausgegangen ist und sterblich ist? Warum vermag Thomas Jesus direkt ins Angesicht zu widersprechen, wo Christus doch deutlich sagt: (Spr 30:4)

 

(Johannes 3:13)  Überdies ist kein Mensch in den Himmel hinaufgestiegen, außer dem, der vom Himmel herabkam, der Menschensohn.

 

Warum bloss ziehen Theologen es vor blind zu sein und wenn sie die Schrift lesen nicht über solche Widersprüche zu stolpern? Weil Jesus sie als „blinde Leiter“ taxiert, welche nicht in der Lage sind auf seine Worte zu hören! Hören bedeutet mehr als zuhören, es steht in Verbindung mit verstehen, die Aussage kopieren!

 

Ohne die Lehre des Hymenäus gäbe es weder Auferstehung im Himmel noch eine Bestimmung zur Hölle!

 

Die Hällenlehre des Augustinus wird auch von Thomas von Aquin übernommen   In seiner Summa contra gentiles geht Thomas u. a. auch auf die Hölle ein und übernimmt dabei die Sicht von Augustinus. Er verwirft auch die Apokatastasis (Wiederherstellung, Wiedererbringung):

 

   „…den Irrtum derjenigen, die behaupten, dass die Strafen der Gottlosen irgendwann beendet sein werden.“ (Thomas v. Aquin: Summa contra gentiles)

 

   Allerdings führt er eine neue Begründung für die angenommene Endlosigkeit und Grauenhaftigkeit solch einer Strafe ein, die aufgrund einer einzigen falschen Entscheidung über den Menschen kommen soll:

 

   Die Größe der Strafe entspricht der Größe der Sünde […] Nun aber wiegt eine Sünde gegen Gott unendlich schwer, denn je höher eine Person steht, gegen die man Sünde begeht, desto schwerer ist die Sünde.“ (Thomas v. Aquin: Summa contra gentiles)

 

Bild: Benozzo Gozzoli, „Triumph des Hl. Thomas von Aquin über Averroes“ (1468/84).   Averroes war ein spanisch-arabischer Philosoph der die Schriften des Aristoteles kommentierte. Thomas sitzt zwischen Aristoteles und Platon, vor ihm liegt niedergeworfen Averroes.

 

 

Wenn die Strafe im Fegefeuer und der Hölle nicht beendet werden können, die ja durch den Beichtvater bestimmt werden, so sind sie doch endlich dadurch, dass später ein Ablass gewährt wird! Dass dies zudem dem Geschäftssinn und dem Machtanspruch Roms zugutekommt hat mit dem rationalen Denken des Thomas kein Problem. Eine Lüge ruft nach der nächsten! Komplexe Lügengebilde werden mittels des Verstandes erarbeitet und machen damit die Aussagen der Schrift und hiermit die Worte Gottes ungültig! Wir müssen unser Gewissen gut schulen, denn wir sind von einer Welt umgeben die es längst aufgegeben hat eine Trennlinie zwischen Irreführung und Wahrheit zu setzen!

 

Den Gedankengang des Thomas fortsetzend ist klar und deutlich gleich nach der Strafe auf Gotteslästerung jene der Lästerung gegen den Papst, die Kardinäle und die Bischöfe, die ebenso unendliche Zeit des Röstens im Höllenfeuer bedeuteten. Thomas war Vorbereiter der Zeit der Inquisition und der Folter, um Geständnisse von Sünden zu erpressen die dann Tod oder Martyrium bedeuteten. Weiter gibt der Kirchvater uns zur Kenntnis

 

Die Dreieinigkeit bzw. Dreifaltigkeit oder Trinität Gottes ist zwar ein Geheimnis (Mysterium), sie kann nach Thomas jedoch unter Zuhilfenahme der göttlichen, d. h. biblischen Offenbarung teilweise „verstanden“ werden. Demnach ist der eine Gott in drei Personen (Subsistenzen) die eine göttliche Natur und darum gleich ewig und allmächtig. Weder der Begriff der „Zeugung“ beim Sohn (Jesus) noch derjenige der „Hauchung“ beim Heiligen Geist darf im wörtlichen bzw. weltlichen Sinne verstanden werden. Vielmehr ist die zweite und dritte Person Gottes die ewige Selbsterkenntnis und Selbstbejahung der ersten Person Gottes, d. h. Gott Vaters. Weil bei Gott Erkenntnis bzw. Wille und (sein) Wesen mit seinem Sein zusammenfallen, ist seine vollkommene Selbsterkenntnis und Selbstliebe von seiner Natur, also göttlich.

 

Tomas hat zwar seine eigenen, verdrehten Gedankengänge zu verstehen versucht aber Gottes Gedanken blieben ihm, was  Auferstehung und Millennium betrifft bis zum Tode fern! Jesu Stellung als König und Hoherpriester im „Königreich des Sohnes der Liebe“ wäre mit dem Papsttum und dem religiösen Imperium der Kirche unvereinbar gewesen.

 

Thomas hat offenbar u.a. den Paulus mit seiner Aussagebetreffend Jesu Stellung vor Gott im Brief an die Korinther offen ignoriert! Gott selbst hat in der ganzen Schrift bestätigt „einer“ zu sein, dessen Name Jehova oder Jahwe ist, was wir immer in der Aussprache nun auch bevorzugen! Er ist „ein Gott“ mit Seinem unverwechselbaren Namen und diesen einen Namen gilt es zu heiligen! Jesus lehrte beten: „Dein Name werde geheiligt“. (Mat 6:9) Er lehrte deutlich zum Vater und nicht zu ihm zu beten!

 

(1. Korinther 15:24-28)  Als nächstes das Ende [[der sieben Zeiten der Nationen, der Rebellion gegen Gott in Harmagedon]], wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König [[im Königreich des Sohnes der Liebe]] regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Zweifelsfrei ist das keine Dreieinigkeit, die gleich ewig und gleich mächtig ist, wie Thomas dies ausdrückt! Jesus hatte als erstes himmlisches Geschöpf einen Anfang, auch wenn dieser auf der Zeitachse weit zurück liegt! (Kol 1:13-20) Er selbst bestätigt, dass ihm „alle Macht und Autorität“ erst nach seinem Opfertod vom Vater her übergeben wurde! (Mat 28:18)

 

Selbst nach dem Sieg Michaels in Harmagedon über seine Feinde (Da 12:1; Off 19:11-21) ist auch dies nur Erfüllung des Willens des Vaters, damit ihm schlussendlich die ganze Schöpfung untertan sei! Alles wird Jesus unter die Füsse gelegt, Gott Jehova ist dabei ausgenommen! Er war, blieb und wird weiterhin allerhöchste Autorität sein. Schlussendlich übergibt Jesus dem Vater das „Israel Gottes“, die „neuen Himmel“, die er als Autorität theokratisch aufgerichtet hat, welche während tausend Jahren über die Erde herrschen sollen, so „dass Gott allen alles sei“! Auch hier keine Spur einer Dreifaltigkeit, im Gegenteil, der Sohn unterwirft sich erneut dem Vater und zeigt damit die gegenteilige Einstellung die Satan in Eden hatte! Jesus sprach niemals davon auf gleicher Stufe mit dem Vater zu sein, im Gegenteil: „Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater hingehe, denn der Vater ist größer als ich.“  (Joh 14:28)

 

Der Trinitätsgedanke und dessen Lehre entstammen im Ursprung dem Konzil von NicäaWas als „fälschlich so genannte Erkenntnis“ (1.Ti 6:20) oder das Scheinverständnis der Dreieinigkeit bezeichnet wird ist nur eine Vermischung von Dingen, biblischer und heidnischen Lehren von Götzen-Trinitäten, die nur jede für sich getrennt verstanden werden können! Sie stehen in keiner wirklichen Beziehung zueinander!

 

(2. Mose 34:6-7)  Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Später erneuerte Jehova sein Aussage durch den Propheten Jesaja, dass er ein einziger Gott mit einem Namen ist, was Jesus und die so genannte dritte Person eines mystischen heiligen Geistes ausschliesst! Alles philosophieren zur Dreieinigkeit ist sinn- und zwecklos und führt uns nur in die Irre!

 

(Jesaja 42:8)  Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern.

 

Paulus bringt immer und immer wieder den Begriff „ein reines Gewissen zu bewahren“ ins Gespräch. Diese Reinheit lässt sich nur anhand von Gottes Wort messen, den das Gewissen lässt sich auch falsch formatieren, mittels unsinniger Lehren, wie Christen seien nicht weiter unter GESETZ, die Seele sei unsterblich, Gott sei eine Dreieinigkeit. Solche Propaganda immer wieder wiederholt stumpft das Gewissen ab und es kann nicht mehr klar trennen, was Gott gemäss GESETZ als falsch und was als Richtig gilt, was nun Wahrheit und was Lüge sei! Propaganda hat die Aufgabe das klare Denken auszulöschen!

 

Paulus erklärt, dass solche Menschen „am Gehör stumpf“ geworden seien (Heb 5:11) oder der unverfälschten Wahrheit gegenüber abgestumpft sind. Das GESETZ und die PROPHETEN sind doch unsere Erzieher und Lehrer, die zu Christus führen, der nie ein Gebot übertrat und jedes Wort aus Gottes Mund als Wahrheit bezeichnet! Wenn wir die Gebote aber selbst „auf unser Herz geschrieben“ haben ist unser Gewissen verantwortlich uns zu warnen und wir sind nicht weiter unter dem Erzieher!

 

(Galater 3:23-25)  Bevor jedoch der Glaube gekommen war, wurden wir unter Gesetz verwahrt, indem wir zusammen in Gewahrsam gegeben wurden im Hinblick auf den Glauben, der geoffenbart werden sollte. 24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten. 25 Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher.

 

Keiner der draussen ist sollte uns diese Dinge beibringen, da wir ja inzwischen selbst „Gesetzeslehrer“ sind! Genau diesen Status haben die Kirchenväter offensichtlich nie erreicht! Eine harte Aussage aber leicht zu Überprüfen, wenn wir den einzig wahren Massstab an ihre Aussagen legen: Die Worte der ganzen Schrift, gemäss Kontext und Parallelschriftstellen, laut dessen Gesamtbild und nicht gemäss einem selektiven Auswahlverfahren!

 

Paulus beanstandete genau dieses Fehlen von Lehrautorität im Brief an die Hebräer, deren Empfänger ja in erster Linie die beschnittenen „Ebioniten“ waren und der damit spezifisch einem gewichtigen Teil der Vorsteher gewidmet war. Sie waren doch seit Kindheit in der Schrift unterwiesen worden, die meisten aber hatten nie exaktes Verständnis erreicht:

 

Als echte Christen müssen wir von Milch zu geistig fester Speise gelangen (Hebräer 5:12-14)  Denn in der Tat, obwohl ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, benötigt ihr wieder jemand, der euch von Anfang an die elementaren Dinge der heiligen Aussprüche Gottes lehrt; und ihr seid solche geworden, die Milch benötigen, nicht feste Speise. 13 Denn jeder, der Milch zu sich nimmt, ist unbewandert im Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmündiger. 14 Die feste Speise aber gehört reifen Menschen, denen, die ihr Wahrnehmungsvermögen durch Gebrauch geübt haben zur Unterscheidung [zwischen] Recht und Unrecht.

 

Aus der Sicht des Paulus benötigen auch heutige Führer der Christenheit „Milch“ und stehen weiterhin unter dem „Zuchtmeister“ des GESETZES mit seinen Strafbestimmungen! Die kirchlichen Lehranstalten und Universitäten vermochten keine „reifen“ Christen heranzubilden, welche die „tiefen Dinge Gottes“ wirklich verstanden hätten! Alle wurden gelehrt ein anderes „Haupt“ als den Christus anzuerkennen, einen dreieinigen Gott an die Stelle Jehovas zu setzen und irgendwelche menschlichen Gebote über Gottes GESETZ zu erheben!

 

Der „Erzieher“ ist nun in uns selbst, wenn wir geistige Reife erreicht haben, wenn unser Herz reagiert und zwischen dem, was  in Gottes Augen Recht und dem, was Unrecht ist unterscheidet! Dadurch wird der „Erzieher“, der „Lehrmeister“ aber nicht ungültig oder abgeschafft! Wir benötigen ihn doch erneut, sobald wir andere darüber belehren, er bleibt ewige Autorität. Die Übersetzer Luther, Schlachter und die Elberfelder-Bibel sprechen von „Zuchtmeister“, der uns beim Sündigen Strafe zur „Züchtigung“ oder eben „Fluch“ auferlegt (Spr 1:7, 8; Jer 5:3; Heb 12:7-11). Mit der Taufe aber werden wir von jener „Zucht“ befreit, da ja der „Fluch“ mit Christus an den Stamm genagelt wurde! (Gal 3:13) Paulus spricht davon, dass er Hymenäus zur „Züchtigung“ aus der Versammlung geworfen hatte, dem Satan übergab.Zu diesen gehören Hymenạ̈us und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.“ (1.Ti 1:20)

 

Jeder, der in der Versammlung als „Gesetzeslehrer“ amtet muss ein reines Gewissen bewahren und zwischen dem zu unterscheiden wissen, was gemäss der Schrift Wahrheit und was Lüge ist, was in Gottes Augen recht und was unrecht ist! Paulus erklärt, dass jene „… das heilige Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren  müssen!

 

(1. Timotheus 3:8-9)  Dienstamtgehilfen müssen ebenfalls ernsthaft sein, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 9 die das heilige Geheimnis des Glaubens mit reinem Gewissen bewahren.

 

Der Glaube muss daher beständig anhand der Schrift überprüft werden, damit wir nicht irregeleitet werden von Lehren solcher, die dem GESETZ und den PROPHETEN durch verdrehte Lehren widerstehen! Das „reine Gewissen“ steht somit nicht bloss in Verbindung mit Gesetzestreue, sondern auch mit reiner, unverfälschter Lehre!

 

10.1.1.10    Das Schwert des Geistes, das zwischen Recht und Unrecht scheidet

 

Wir haben im Vorherigen Kapitel gesehen, wie Paulus den Timotheus bittet einen harten Kampf betreffend Reinerhaltung der Lehre zu führen. Jeder Christ und vor allem jeder „Gesetzeslehrer“, das heisst jeder Vorsteher und Dienstamtgehilfe musste ein klares Gesamtbild aller biblischen Aussagen für sich erarbeitet haben! Das trifft bereits auf jeden Vater einer Familie zu, da er ja dieselbe Aufgabe innerhalb der Familiengemeinschaft innehat, die Versammlung nichts anderes als eine erweiterte Hausgemeinschaft bedeutet! 

 

Im Bann der Apokalypse: Endzeitvorstellungen in Kirchen, Sekten und Kulten Im täglichen Kampf das GESETZ unter den Nationen aufzurichten legt Paulus Wert auf den Schutz unseres Kopfes. Er empfiehlt daher den Christen in Ephesus den „Helm der Rettung“ aufzulegen, da jene ja der besonderen Gefahr der Angriffe seitens der Gruppe um Hymenäus ausgesetzt waren. Beim sinnbildlichen „Helm“ geht es um unseren Glauben in den Retter Jesus Christus, der uns den Schutz bedeutet und auch um das Wissen der Auferstehung. Durch wirklichen Glauben in Christus werden wir nicht Rettung bei Sekten suchen, wie einige damals im zweiten Jahrhundert die bei den Nachfolgeorganisationen die aus der Nikolaus-Sekte hervorgingen anklopften. Oder andere, welche die Versammlung verliessen, um bei den Unterstützern des Cäsars oder nationaler Bewegungen Schutz zu suchen, die doch alle von den Lehren des Teufels, dem „Samen der Schlange“ beeinflusst sind! Heute wären dies z.B. die grossen etablierten Religionen oder Endzeitsekten und andererseits politische christliche Parteien oder Organisationen wie der UNO usw.

 

Unser geistiges „Schwert“ mit dem wir kämpfen ist das vollständige und unveränderte Wort Gottes, weil wir uns selbst kleinster tendenziöser Übersetzungsfehler bewusst werden, Zufügungen und Auslassung und Veränderungen in der jeweiligen Übersetzung uns merken und korrigieren! Wir müssen lernen dieses „Schwert“ geschickt zu führen, um nicht „Schläge in die Luft“ zu führen! Damit helfen wir unseren Zuhörern selbst kritisch auf solche Dinge zu achten!  

 

(Epheser 6:17-20)  Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen, 18 während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen, 19 auch für mich, daß mir beim Auftun meines Mundes die Fähigkeit zu reden gegeben werde, um mit Freimut der Rede das heilige Geheimnis der guten Botschaft bekanntzumachen, 20 für die ich als ein Gesandter in Ketten diene, damit ich in Verbindung damit freimütig rede, wie ich zu reden verpflichtet bin.

 

Das Gebet stärkt uns, weil wir uns mit Gott in Verbindung setzen und Er uns zu stärken vermag, um auszuharren oder die richtigen Worte zu finden, um ruhig zu bleiben und Unrecht geduldig zu ertragen! Geistige Wachsamkeit steht in Verbindung mit unserem Gewissen, indem wir darauf achten, wenn es uns warnt, dass gewisse Gedanken, Worte oder Werke nicht im Einklang mit Gottes Willen sind!

 

Jesaja redet zu den Versammlungen, die er als „Inseln“ bezeichnet, die vom Menschenmeer isoliert auf Gottes Anweisungen hören. Unser eigener Mund muss wie ein scharfes, „zweischneidiges Schwert“ sein, damit wir Wahrheit und Irrtum an ihren Gelenken und den sie zusammenhalternden Sehnen zu trennen vermögen! Ein kräftiger Schlag trennt Gesetzlosigkeit von Gesetzestreue und ein weiterer Irrtum und Lüge von Wahrheit!

 

(Jesaja 49:1-3)  Hört auf mich, o ihr Inseln, und merkt auf, ihr Völkerschaften in der Ferne. Jehova selbst hat mich sogar vom Mutterleib an berufen. Vom Innern meiner Mutter an hat er meinen Namen erwähnt. 2 Und er hat meinen Mund dann wie ein scharfes Schwert gemacht. Im Schatten seiner Hand hat er mich versteckt. Und er machte mich allmählich zu einem geglätteten Pfeil. In seinem Köcher verbarg er mich. 3 Und er sagte weiter zu mir: „Du bist mein Knecht, o Israel, du, an dem ich meine Schönheit zeigen werde.“

 

Diese falschen Lehren und Gesetzlosigkeit nennt Paulus „Gangrän“, die ein Glied zum Abfaulen bringen und daher für den restlichen Leib eine Gefahr bilden! (2.Ti 2:16) Sie müssen mittels des „scharfen Schwertes“ des Mundes schnell abgetrennt werden. So verfuhr Paulus mit jenen drei Männern im Zusammenhang mit der Lehre des Hymenäus, die er Satan übergab, indem er sie aus der Versammlung warf, nachdem er sie zwei Mal ernstlich aufgefordert hatte ihr unsinniges Geschwätz zu unterlassen. „Einen Menschen, der eine Sekte fördert, weise ab nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung, da du weißt, daß sich ein solcher vom Weg abgewandt hat und sündigt, wobei er durch sich selbst verurteilt ist.“ (Tit 3:10-11)

 

Gesetzeslehrer haben die Aufgabe den Sinn derSchriften und die Prinzipien hinter den GESETZEN deutlich zu machen Als Gesetzeslehrer haben wir die Aufgabe die Aussagen des GESETZES und der PROPHETEN in reiner und unveränderter Form an die eigene Familie und an die Versammlung zu vermitteln. „Schwert“ und „Pfeil“ sind unsere von Gott stammenden Waffen, um jeder Form von Angriff zu begegnen und der Wahrheit und dem Recht zum Durchbruch zu verhelfen! Jesus sagt zu jedem, der ihm als „treuer Sklave“ dient, dass er ihn schlussendlich über seine Habe setzen wird (Mat 24:45-47). Jehova selbst wird jene Sklaven die Jesus anerkennt erhöhen und ihnen von Seiner Schönheit verleihen!

 

Behalten wir stets im Sinn, dass Gottes Gerechtigkeit untrennbar mit Seinem GESETZ in Verbindung steht! Wenn wir Menschen über Jehovas Gebote unterrichten, dann richten wir das GESETZ und damit Gottes Gerechtigkeit auf, durch das alleine dauerhafter Frieden gedeihen kann! Die Gegner, die an Gesetzlosigkeit Freude haben werden nicht untätig bleiben und uns beschimpfen!

 

(Jesaja 51:7-8)  Hört auf mich, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennt, du Volk, in dessen Herz mein Gesetz [[GESETZ]] ist. Fürchtet euch nicht vor dem Schmähen sterblicher Menschen, und erschreckt nicht einfach wegen ihrer Schimpfworte.   8 Denn die Motte wird sie fressen so wie ein Kleid, und die Kleidermotte wird sie fressen so wie Wolle. Was aber meine Gerechtigkeit betrifft, sie wird sogar auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] währen und meine Rettung auf ungezählte Generationen hin.“

 

Am Tag des Gerichts und dann bei der kommenden Urteilsvollstreckung in Harmagedon wird sich Jehovas Macht erweisen jene „Schafe“ zu retten, die Er durch seinen Christus dazu bestimmt hat, weil sie ein reines Gewissen bewahrten und Jehovas Anordnungen zur Sündentilgung angewendet hatten! Sie vertrauen nicht auf die Ohrenbeichte bei einem Priester und dessen Absolution, sondern setzten ihr Vertrauen alleine in Jesus und sein Loskaufsopfer. Indem Sie Gott ihre Fehler eingestanden haben und bereuten, Frieden mit ihrem Nächsten machten und angerichteten Schaden ausgeglichen haben blieben sie unter „unverdienter Güte“ und Jesus wich nicht von ihrer Seite!

 

Unter Jesu Königreichsherrschaft der „neuen Himmel“, werden auch alle früheren Generationen in der Auferstehung der „Gerechten und Ungerechten“ zum Leben gelangen! Es bleibt unsere Aufgabe als „Gesetzeslehrer“ auch sie die ganze Wahrheit zu belehren und sie von den alten falschen Lehren zu befreien, mit denen sie wiederkommen werden und auch jenen das Gesamtbild biblischer Hoffnung zu vermitteln! Deren Hoffnung nun wird es sein, selbst das ewige Leben zu erreichen, indem sie ebenso am ganzen Gebot Gottes festhalten und Seinen Willen in allem tun.

 

10.1.1.11    Sünde des Fleisches, Sünde der Lippen und Sünde des Geistes: Schwereres Gericht für Lehrer!

 

Wer innerhalb der Versammlung Lehrer sein möchte muss sich bewusst sein, dass er einem „schwereren Gericht“ unterliegt! Er muss seine Zunge unter Kontrolle halten, damit er keine falschen Lehren verbreitet oder gar zu ungesetzlichem Handeln auffordert und dadurch zum Stolperstein für andere wird! Jesus warnte, dass dies einen Mühlstein um seinen Hals bedeuten würde! (Mat 18:6)

 

Ein kleines Ruder vermag ein Bott in die rechte Richtung zu lenken(Jakobus 3:1-4)  Nicht viele von euch sollten Lehrer werden, meine Brüder, da ihr wißt, daß wir ein schwereres Gericht empfangen werden. 2 Denn wir alle straucheln oft. Wer nicht im Wort strauchelt, der ist ein vollkommener Mann, imstande, auch [seinen] ganzen Leib zu zügeln. 3 Wenn wir den Pferden Zäume ins Maul legen, damit sie uns gehorchen, so lenken wir auch ihren ganzen Körper. 4 Seht! Selbst Schiffe, so groß sie auch sind und obwohl sie von starken Winden getrieben werden, werden durch ein sehr kleines Steuerruder dorthin gelenkt, wohin die Neigung des Steuermanns will.

 

Unsere Zunge wird von unserem Geist kontrolliert und unser Geist muss durch das Gewissen angeführt werden! Wie das Gewissen unseren Gedanken einen Zaum anlegt, um es in die richtige Richtung zu lenken, so auch unser Geist, der die Worte abwägen muss die wir reden, ob sie erbaulich sind oder niederreissen! 

 

Wenn wir unserem Mund Zügel anlegen, so sagt es Jakobus, können wir auch den ganzen Leib kontrollieren! Gewissen, Gedanken, Worte und Werke wirken dann harmonisch aufeinander ein!

 

steuer des Schiffes legt den Kurs festJakobus vergleicht das hintere Steuerruder, dem lenkenden Teil im Wasser mit den Worten die wir reden. Das Steuerrad oben an Deck, mit dem das Ruder in die gewünschte Richtung gedreht wird sind die Gedanken des Steuermannes, wobei das Gewissen die Navigationskarte darstellt, die uns das Ziel weist. So gelangen wir auch unter starkem Seitenwind stets an jenen Ort, den wir uns vorgenommen haben!

 

Lassen wir das Steuerruder ausser Kontrolle, so kann uns ein Wind auf eine Sandbank treiben oder wir erleiden Schiffbruch an einem der Riffe unter der Wasseroberfläche!

 

(Jakobus 3:5-10)  So ist auch die Zunge ein kleines Glied, und doch erhebt sie große Prahlereien. Seht, welch kleines Feuer es erfordert, um eine so große Waldung in Brand zu setzen! 6 Nun, die Zunge ist ein Feuer. Die Zunge stellt sich unter unseren Gliedern als eine Welt der Ungerechtigkeit dar, denn sie besudelt den ganzen Leib und setzt das Rad des natürlichen Lebens in Brand, und sie wird durch die Gehẹnna [[den „zweiten Tod“]] in Brand gesetzt. 7 Denn jede Art von wildlebenden Tieren wie auch von Vögeln und Kriechtieren und Meerestieren wird von der menschlichen Natur gezähmt und ist gezähmt worden. 8 Die Zunge aber, kein einziger Mensch kann sie zähmen. Ein widerspenstiges, schädliches Ding voll todbringenden Giftes ist sie. 9 Mit ihr segnen wir Jehova, ja [den] Vater, und doch verfluchen wir mit ihr die Menschen, die „gemäß dem Gleichnis Gottes“ ins Dasein gekommen sind. 10 Aus demselben Mund kommen Segen und Fluch hervor.

 

Die „Gehenna“ bedeutet den „Feuersee“, den „zweiten Tod“ in dem all jene enden, die ihren Leib durch Sünde beschmutzen und Jehovas Vorkehrungen von sich weisen, um in den gerechten Zustand zurückzukehren! Meist wird dieses verzehrende „Feuer“ der  Sünde wider den heiligen Geist“, die doch allein zur „Gehenna“ führt durch Worte in Gang gesetzt, indem wir prahlerisch Dinge entgegen Gottes geäussertem Wort verkünden, die nicht den Tatsachen entsprechen. Mit  Worten verletzen wir jemanden! Der Mund, der nicht durch ein geschärftes Gewissen angeführt wird kann zur Gefahr für das eigene Leben werden! Jakobus fährt fort mit seinen Vergleichen:

 

(Jakobus 3:10-12)  Es ist nicht richtig, meine Brüder, daß diese Dinge so weitergeschehen. 11 Eine Quelle läßt doch nicht etwa aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervorsprudeln? 12 Meine Brüder, ein Feigenbaum kann doch nicht etwa Oliven hervorbringen oder ein Weinstock Feigen? Auch kann salziges Wasser nicht süßes Wasser hervorbringen.

 

Im alten Israel wird einem Richter ein Rechtsfall vorgetragen Auseinandersetzungen, Streitereien, Wortgefechte innerhalb der Versammlung entstammen dieser Quelle! Paulus redete von denen, „… die Gesetzeslehrer sein wollen, begreifen aber weder die Dinge, die sie sagen, noch die Dinge, über die sie feste Behauptungen aufstellen.“ (1.Ti 1:6, 7) Nur dann, wenn wir in unseren Gedanken mit der Grundlehre der Schrift vertraut sind und alle sich dem einen und selben Gedankengang zu unterordnen bereit sind, dann ist Eintracht und Frieden die Folge! Wenn wir Irrtum und gesetzlosem Handeln das Wort reden wird Streit und gegenseitiges Verschlingen die Folge sein! Wie werden wir diese Einheit innerhalb der sich widersprechenden Religionen finden, wo sich nicht eine wirklich an das geschriebene Wort hält?

 

Wir benötigen so etwas wie es Hesekiel in einer Vision gesehen hat, eine Reinigung unserer Lippen die durch Worte verunreinigt wurden!

 

(Jesaja 6:5-7)  Und ich sagte dann: „Wehe mir! Denn ich bin so gut wie zum Schweigen gebracht, denn ein Mann von unreinen Lippen bin ich, und mitten unter einem Volk von unreinen Lippen wohne ich; denn den König, Jehova der Heerscharen, haben meine Augen gesehen!

6 Da flog einer der Sẹraphe zu mir, und in seiner Hand war eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. 7 Und dann berührte er meinen Mund und sprach: „Siehe! Dies hat deine Lippen berührt, und deine Vergehung ist gewichen, und deine Sünde, sie ist gesühnt.“

 

Feurige Kohlen vom Altar Gottes vermögen uns zu reinigen! Es bedeutet Feuer der Läuterung, welche jede Unreinheit wegzubrennen vermag: „…. deine Sünde, sie ist gesühnt“. Jedes Wort aus Jehovas Mund ist läuterndes Feuer! Wenn wir unseren Blick auf Jesus richten, dann können wir ebenso wie Hesekiel Jehova sah Ihn durch den Christus erkennen. „Wer mich gesehen hat, hat auch den Vater gesehen“, erklärte Jesus dem Philippus als jener forderte „Herr, zeige uns den Vater und es genügt uns“ (Joh 14:8, 9) Der Christus ist das vollkommene „Bild“ des Vaters! (Kol 1:15)

 

 

10.1.3        Der vorgegebene Weg, um mit Gott ins Reine zu gelangen

 

10.1.1.12    Nur ein einziger Weg, um sich Gott zu nähern!

 

Alle Religionen behaupten, dass sie der einzige Weg hin zu Gott wären! Erstaunlich, dass so wenigen Menschen solch offensichtliche Diskrepanzen in die Augen stechen! Dies würde doch bedeuten, dass es unterschiedliche Wege gäbe und die trotzdem alle zu Gott führen würden! Nun, Jesus hat dem deutlich widersprochen:

 

(Johannes 14:6-7)  Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

Erkenntnis von Jesus, seine Stellung, sein Verhalten, sein Handeln macht uns mit der Wesensart Gottes vertraut, weil Christus seinen Vater Jehova in allem nachzuahmen versucht! Wir sind ebenso dazu aufgefordert Jesus in allem nachzuahmen, wie Paulus und die übrigen Apostel dies taten! (1.Kor 11:1) Jesus kennt den kürzesten und geradesten Weg der hin zum Vater, in das „Königreich der Himmel“ führt! Ohne an der Wahrheit der Worte Gottes und ohne an seinem GESETZ festzuhalten kommen wir nicht auf diesen Weg und werden unser Ziel nicht erreichen! Religionen bilden somit durch „veränderte gute Botschaften“ unterschiedliche Wege, die uns von Gott wegführen, hin zum „Gott dieses Systems“!

 

Wie gelangen wir auf diesen „eingeengten Weg“? In einem anderen Gleichnis bezeichnet sich Jesus als Hirte, der seine Schafe aus einer bestehenden Hürde (die jüdische) herausführt, um sie auf grüne Weiden zu führen, in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“.

 

Welches sind die "Schafe die nicht aus dieser Hürde" sind?

 

Er spricht davon, dass Lohnhirten kommen würden und versuchten, die Schafe aus seiner Hürde zu stehlen und zu scheren und zu töten! Er spricht von den Priestern der Christenheit, die alle in die Hürde des „Königreiches des Sohnes der Liebe“ eindringen, um dort Schafe zu stehlen und in ihre davon abgetrennten religiösen Hürden einzusperren, wo es weder frisches Gras noch sauberes Wasser gibt!

 

(Johannes 10:7-15)  Daher sprach Jesus wieder: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür der Schafe. 8 Alle die, die an meiner Statt gekommen sind, sind Diebe und Plünderer; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. 9 Ich bin die Tür; jeder, der durch mich eintritt, wird gerettet werden, und er wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen und zu schlachten und zu vernichten. Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Fülle haben könnten. 11 Ich bin der vortreffliche Hirte; der vortreffliche Hirte gibt seine Seele zugunsten der Schafe hin. 12 Der Lohnarbeiter, der kein Hirte ist und dem die Schafe nicht zu eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht — und der Wolf reißt sie weg und zerstreut sie —, 13 weil er ein Lohnarbeiter ist und sich nicht um die Schafe kümmert. 14 Ich bin der vortreffliche Hirte, und ich kenne meine Schafe, und meine Schafe kennen mich, 15 so wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe meine Seele zugunsten der Schafe hin.

 

Jeden der sich als Vertreter Jesu ausgibt, der „an meiner Statt gekommen ist“ nennt Jesus „Diebe und Plünderer“! Dies sollte jeden von uns aufhorchen lassen, der wie ein „blindes Schaf“ getreu hinter Religionsführern herläuft! Jesu dagegen bezeichnet sich als einzige „Türe“ die Rettung bedeutet und zur wahren Weide führt! Auch besteht dort Freiheit „ein, und auszugehen“.

 

Trotz der Verkleidung als "Schaf" den "Wolf" erkennenDer „Same der Schlange“ bilden den „Wolf“. Sie sind überall zu finden und verlocken mit leeren Versprechungen Weide. Wahrheit und Gerechtigkeit zu finden dürfen wir von ihnen nicht erwarten! Wir, als Jesu „Schafe“ kennen dagegen seine Stimme und können sie klar von der Stimme jener Lohnhirten unterscheiden, weil wir auf die feinen Tonunterschiede im Schriftwort hören, dessen Sinn hinterfragen!

 

Eingang zur „heiligen Städte“, zum geistigen Tempel der Christenversammlung erhalten wir nicht durch eine Religion, sondern, indem Jesu Blut unsere Sünden auslöscht! Der Eingang durch den äusseren „Vorhang“, durch den wir Zugang zum „Zelt der Zusammenkunft“ erhalten bedeutet Jesu Fleisch. Bei seinem Tod zerriss der Vorhang im Tempel und Jesus selbst erhielt Eingang zum himmlischen Allerheiligsten, wo er sein eigenes Blut als neuer Hoherpriester vor den Altar Gottes trug! 

 

So können wir uns Gott ohne Mittlerdienste irdischer Priester und deren heiligen Städte wie Kirchen, Tempel oder Königreichssäle nähern!

 

(Hebräer 10:19-25)  Da wir also, Brüder, Freimut haben in bezug auf den Weg des Eingangs in die heilige Stätte durch das Blut Jesu, 20 den er für uns als einen neuen und lebendigen Weg eingeweiht hat durch den Vorhang, das ist sein Fleisch, 21 und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, 22 so laßt uns mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens hinzutreten, da unser Herz durch Besprengung vom bösen Gewissen gereinigt und unser Leib mit reinem Wasser gewaschen worden ist. 23 Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Ein „wahrhaftiges Herz“ und Glaube in unseren einzigen Mittler, in Jesus und in sein Opfer, dies reinigt unser Gewissen: Paulus spricht von der Läuterung in der Taufe, der unser „böses Gewissen“ gereinigt hat und dann später durch das sinnbildliche Besprengen am Sühnetag mittels Ysop: „… da unser Herz durch Besprengung vom bösen Gewissen gereinigt und unser Leib mit reinem Wasser gewaschen worden ist“. (2.Mo 12:21, 22; Ps 51:7)

 

Paulus zeigt klar und deutlich den Zusammenhang von den Dingen, welche in Israel am Sühnetag Erfordernisse für den Hohepriester, die Priester und das Volk waren und uns hin zu Jesus führen. Er steht nun als neuer und höher als Aaron stehender Hoherpriester direkt im himmlischen Zion, „… dem größeren und vollkommeneren Zelt“ direkt vor Gottes Thron und vor der Bundeslade und dem Sühnedeckel (Off 5:6, 10, 11; 11:19).

 

(Hebräer 9:11-14)  Als jedoch Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Befreiung [für uns]. 13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken und von Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf diejenigen gesprengt, die verunreinigt worden sind, in dem Maße heiligt, daß das Fleisch rein wird, 14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können?

 

Die Befreiung die Jesus erlangte ist eine ewige, während der Hohepriester aus Aarons Linie Jahr für Jahr mit neuen Opfern an Sünde erinnerte, weil sie dadurch nur zugedeckt aber nicht ausgelöscht wurde. Im Gegensatz dazu erreichte Jesu Blut eine ewige Auslöschung und vollständige Reinigung unseres Gewissen: „… wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen“.  Zudem reinigt Jahr für Jahr Jesu Blut unsere in der Zwischenzeit begangenen unwillentlichen Sünden, um erneut in reinem Zustand vor Jehova treten zu dürfen, um Ihm heiligen Dienst im irdischen Heiligen und Anbetung auf dem „Vorplatz Israels“ darbringen zu dürfen. Dies ist innerhalb des „Soreg“, dem von den Heiden abtrennenden „Zwischenwand“ vom „Vorplatz der Heiden“!

 

10.1.1.13    Sündenbekenntnis als einer der ersten unter mehreren sich folgenden Schritten auf dem Weg zur Sündenbereinigung

 

Wir haben inzwischen vieles schon im Zusammenhang mit Gewissen, Sünde, Reue, Widergutmachung und Vergebung erfahren. Jetzt schauen wir uns jene Schriftstellen etwas näher an, welche über das Offenlegen von Sünden sprechen, das also, was die Katholische Kirche zur Ohrenbeichte abgeändert hat! Das Grundprinzip, Fehler gegenüber Gott und gegenüber Dritten einzugestehen ist durchaus biblisch korrekt, die Frage dreht sich um das wie, um das wem gebeichtet wird und um das warum! Jesus erklärte:

 

(Lukas 17:3-4)  Gebt acht auf euch selbst. Wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so erteile ihm einen Verweis, und wenn er bereut, so vergib ihm. 4 Auch wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt, und er kommt siebenmal zu dir zurück und sagt: ‚Ich bereue‘, sollst du ihm vergeben.“

 

Jakobus ist ein starker Verteidiger von Gottes Normen in Seinem GESETZ. Er zeigt, dass Worte und Werke mit dem Glauben im Einklang stehen müssen! Auch er sagt nichts davon, dass wir unsere Sünden dem Priester oder Versammlungsvorsteher beichten sollten, sondern sie einander eingestehen, nämlich denen gegenüber, gegen die wir sie begangen haben! Dies kann bedeuteten, dass wir eine öffentliche Erklärung innerhalb der Versammlung abgeben, weil alle von unserem Fehlverhalten betroffen wurden!

 

*** Rbi8  Jakobus 5:16-18 ***

Bekennt also einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Flehen eines Gerechten hat, wenn es wirksam ist, viel Kraft. 17 Elia war ein Mensch mit Gefühlen gleich den unseren, und doch betete er im Gebet, daß es nicht regnen möge; und es regnete drei Jahre und sechs Monate lang nicht auf das Land. 18 Und er betete wieder, und der Himmel gab Regen, und das Land brachte seine Frucht hervor.

 

Jakobus verbindet das Gebet des Gerechten mit dem Erhören von Gott, der seinerseits durch Seine Engel handeln lässt. Gebete sind, wie wir aus Sprüche Kapitel 1, Verse 22-33 wissen, vor Gott nur dann wirksam, wenn wir auf seine Zurechtweisung gehört haben und Disziplin annehmen, das heisst Fehler Ihm gegenüber eingestehen und korrigieren! Es bedingt den gerechten Zustand wiederum herzustellen! Jesus verspricht, dass er selbst Gebete erhört die wir in seinem Namen an Gott richten. Dies schliesst wiederholt gesprochene Standardgebete aus! (Mat 6:7) Er selbst würde zu unseren Gunsten handeln, verspricht er. Dies, vorausgesetzt, wenn wir Glauben ausüben und daher seine Gebote halten! Nur dadurch bleibt er mit uns in Gemeinschaft.

 

Glaube in Jesus auszuüben bedeutet seine Werke zu tun (Johannes 14:12-14)  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Glauben an mich ausübt, der wird auch die Werke tun, die ich tue; und er wird größere Werke als diese tun, denn ich gehe zum Vater hin. 13 Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. 14 Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.

 

Wenn Jesus handelt, so ist es um des Vaters Ehre willen! Die grossen Show-Wunder die in gewissen religiösen Zusammenkünften stattfinden darf man ruhig als das bezeichnen, was sie in Wirklichkeit sind: Irreführung, Betrug und Magie im Namen Jesu und gar hin und wieder Wunder durch Dämonen bewirkt, um die Show aufrecht zu erhalten! Sie gehören unter die „grossen Werke“ die Jesus zufolge Gesetzlosigkeit ablehnt (Mat 7:21-23). Jesus handelte nicht so und auch nicht die Apostel, um ein Spektakel mit reichlich fliessenden Einkünften abzuhalten! In der Zeit Elias war es „der Engel Jehovas“ der den Himmel verschloss und dann die Schleusen des Himmels aufgrund eines weiteren Gebetes des Propheten öffnete! Jesus erklärte seinen Jüngern: “Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“ (Joh 14:21)

 

Nach der Rückkehr aus dem Exil war es der Prophet Nehemia, der die Nation Juda zu einem öffentlichen Bekenntnis „eigener Sünden und die der Väter“ ermunterte. Die Nation war als Ganzes Straffällig geworden, indem sie fremdländische Frauen genommen hatten und mit diesen Kindern hatten. Deutlich hatte Jehova dies im GESETZ untersagt und Strafe auf dieses Vergehen angekündigt! Nun ging es darum Jehovas Angesicht zu beruhigen, indem Sünde eingestanden und der gerechte Zustand erneut hergestellt werden musste.

 

(Nehemia 9:1-3)  Und am vierundzwanzigsten Tag dieses Monats versammelten sich die Söhne Israels unter Fasten und mit Sacktuch und Erde auf sich. 2 Und die Nachkommen Israels gingen daran, sich von allen Ausländern abzusondern und hinzutreten und ein Bekenntnis ihrer eigenen Sünden und der Vergehungen ihrer Väter abzulegen. 3 Dann erhoben sie sich an ihrem Platz, und sie lasen aus dem Buch des Gesetzes [[GESETZES]] Jehovas, ihres Gottes, vor, einen vierten Teil des Tages; und einen vierten Teil legten sie ein Bekenntnis ab und beugten sich vor Jehova, ihrem Gott, nieder.

 

Indem die Priester das GESETZ lasen würde dem Volk die Tiefe ihrer Verfehlung bewusst und welche Strafe Jehova darauf festgelegt hatte, nämlich, dass das Land sie erneut ausspucken würde, weil jene Frauen und unbeschnittenen Ausländer Israel zu ihren Götzen hin ziehen würden! Zuerst sonderten sie sich von den Ausländern ab, daraufhin entliessen die Israeliten ihre fremdländischen Frauen und sandten sie mitsamt ihren Kindern weg! Auf das Sündenbekenntnis folgte die Widerherstellung des gerechten Zustandes, was Jehovas Angesicht beruhigte und Segen brachte!

 

Nehemia forderte von den Juden Umkehr, bevor die Mauer der Stadt Jerusalem ausgebessert wurde Mit jenen Handlungen der Umkehr die Nehemia am 1.Tischri, dem Tag des Trompetenfestes veranlasste begann der Wiederaufbau der Mauern des zerstörten Jerusalem im Jahre 455 v.u.Z. und damit die siebzig prophetischen Jahrwochen, die der Engel Gabriel dem Propheten Daniel erklärt hatte (Da 9:24-27). Die Sanduhr bis zum Erscheinen des Messias hatte zu laufen begonnen! Sieben prophetische Wochen später, die neunundvierzig Jahre entsprachen, war die Mauer Jerusalems beendet!

 

In der Endzeit in der wir leben gilt es erneut uns von „Ausländern“ zu trennen, und abzusondern aus „Babylon der Grossen“ hinauszugehen, alles Unreine von uns zu entfernen und Gott unsere Sünden einzugestehen. Der Sühnetag jeweils am 10.Tischri mit seinem Fasten und Eingeständnis von Schuld Gott gegenüber bereitet unser Herz auf kommende Veränderungen vor! Es ist die Zeit der Wiederherstellung der Mauer des geistigen Jerusalem, dem Aufbau der zwölf Tore der Stadt, welche die Apostel besetzen werden, um die 144.000 lebendigen „Steine“ einzulassen und jeden an seine Stelle zu bringen! (Off 21:12-14)

 

Einen weiteren Fall von Sündenbekenntnis sehen wir im Falle Davids und seinem Vergehen mit Bathseba, der Frau Urias. Als der Prophet Natan kam, um ihm seine Sünde zu unterbreiten verhehlte David nichts und gestand seine Schuld vor Jehova offen ein!

 

 (2. Samuel 12:13-14)  David sagte nun zu Nathan: „Ich habe gegen Jehova gesündigt.“ Darauf sprach Nathan zu David: „Jehova seinerseits läßt sicherlich deine Sünde vorübergehen. Du wirst nicht sterben. 14 Dessenungeachtet wird, weil du durch diese Sache ohne Zweifel Jehova gegenüber respektlos gehandelt hast, auch der Sohn, der dir eben geboren worden ist, ganz bestimmt sterben.“

 

Jehova wandelte die Todesstrafe die David galt in eine andere Form der Züchtigung um. Er liess aber David nicht straffrei! Sein eben durch Bathseba geborener Sohn verstarb, obwohl David bitterlich unter Fasten und Weinen Jehova um Erbarmen bat! Auch daraus können wir vieles lernen, dass Jesu Sündopfer uns vom Fluch für gewisse Handlungen zwar befreien kann und wenn wir bereuen und entsprechend handeln auch unser Gewissen von Schuld reinigt, dass wir aber die Folgen falschen Handelns und die Strafe für unser Fehlverhalten nun selbst auszustehen haben! Dies kann durchaus wie im Falle Davids lebenslange Probleme bedeuten! Kein Ablass hatte David befreit und auch wir sollten es nicht mit Hokuspokus versuchen! Religiöse Irreführung bringt bloss neue Schuld auf uns!

 

David schrieb später den Psalm 32, wo er Gott für die Reinigung von Blutschuld dankte!

 

David bekennt seine grosse Sünde gegen Gott vor Nathan dem Propheten, der ihn darauf angesprochen hatte(Psalm 32:1)

Glücklich ist der, dessen Auflehnung verziehen, dessen Sünde zugedeckt ist.

 2 Glücklich ist der Mensch, dem Jehova Vergehung nicht anrechnet

Und in dessen Geist kein Trug ist.

 3 Als ich stillschwieg, verzehrten sich meine Gebeine durch mein Gestöhn den ganzen Tag.

 4 Denn Tag und Nacht war deine Hand schwer auf mir.

Mein Lebenssaft ist verwandelt worden wie in der trockenen Sommerhitze.

 5 Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt.

Ich sagte: „Ich werde meine Übertretungen Jehova bekennen.“

Und du selbst hast das durch meine Sünden [verursachte] Vergehen verziehen.

 6 Deswegen wird jeder Loyalgesinnte zu dir beten

Zu einer Zeit nur, da du zu finden bist.

Was die Flut vieler Wasser betrifft, sie werden ihn selbst nicht berühren.

 7 Du bist ein Ort der Verborgenheit für mich; vor Bedrängnis wirst du mich behüten.

Mit Jubelrufen über das Entrinnenlassen wirst du mich umgeben.

 8 „Ich werde dir Einsicht verleihen und dich unterweisen in dem Weg, den du gehen solltest.

Mein Auge auf dich [richtend], will ich dir raten.

 9 Werdet nicht einem Roß oder Maultier ohne Verstand gleich,

Deren Lebhaftigkeit sogar mit Zaum oder Halfter gebändigt werden muß,

Bevor [sie sich] dir nahen werden.“

10 Viele Schmerzen hat der Böse;

Wer aber auf Jehova vertraut, den umgibt liebende Güte.

11 Freut euch in Jehova und frohlockt, ihr Gerechten;

Und jubelt, ihr alle, die ihr rechtschaffenen Herzens seid.

 

Das Gewissen Davids liess ihm keine Ruhe, als ob Jehovas eigene Hand schwer auf ihm lasten würde! Sein Schlaf war ihm genommen und seine seelischen Schmerzen liessen ihn stöhnen! Er fühlte sich innerlich wie ausgetrocknet. Auch hier ist das Sündenbekenntnis Jehova gegenüber geschehen, dann auch gegenüber Nathan, der von Jehova gesandt wurde, um ihm Antwort betreffend Gottes Urteil zu erteilen.

 

10.1.1.14    Welches ist die Zeit, wo Jehova „zu finden ist“?

 

David zeigt, dass jeder der loyal zu Jehova steht Gott direkt seine Sünden, sein Fehlverhalten durch das erlangte Verständnis darlegen muss! „Deswegen wird jeder Loyalgesinnte zu dir beten Zu einer Zeit nur, da du zu finden bist.“ Wir dürfen zwar jederzeit zu Gott beten, aber offensichtlich benötigt eine grosse Sünde auch ein spezielles Vorgehen: Gott hält täglich Gericht und hört sich die Schuldigen und die Zeugen an. Hier aber steht dies offensichtlich in Verbindung mit der Anbetung im Tempel und den Zeiten, wo die Priester den Weihrauch darbringen, der „die Gebete der Heiligen“ darstellt. Im Tempel war dies zur dritten Stunde, so um neun Uhr morgens und zur „neunten Stunde“, um fünfzehn Uhr nachmittags in Jerusalem! Dies würde bedeuten, dass Gott spezielle Zeiten gesetzt hat, weil Er ein grosser König ist und ein Vorgehen fordert nach einer bestimmten von Ihm her bestimmten Ordnung! Dies ergibt Sinn, weil auf der Erde alle grösseren Dinge nach demselben Muster geordnet sind! Dies bestätigte auch Salomo bei der Einweihung des Tempels.

 

(1. Könige 8:27-30)  Wird Gott aber wirklich auf der Erde wohnen? Siehe! Die Himmel selbst, ja die Himmel der Himmel, können dich nicht fassen, wieviel weniger dann dieses Haus, das ich gebaut habe! 28 Und du wollest dich zu dem Gebet deines Knechtes wenden und zu seinem Flehen um Gunst, o Jehova, mein Gott, um auf den inständigen Ruf und auf das Gebet zu hören, das dein Knecht heute vor dir betet, 29 damit es sich erweise, daß deine Augen Nacht und Tag zu diesem Haus hin geöffnet sind, zu der Stätte hin, von der du gesagt hast: ‚Es wird sich erweisen, daß mein Name dort ist‘, um auf das Gebet zu hören, das dein Knecht zu dieser Stätte hin betet. 30 Und du wollest auf das Flehen um Gunst von seiten deines Knechtes und deines Volkes Israel hören, mit dem sie zu dieser Stätte hin beten; und mögest du deinerseits an der Stätte deiner Wohnung, in den Himmeln, hören, und du wollest hören und vergeben.

 

An die Stelle des Tempels ist die Versammlung getreten, ein „lebendiger Tempel“. Paulus erklärte den Versammlungen, dass sie gemäss dem Muster der Versammlungen in Jerusalem handeln sollten und „nach Anordnung“, vorab jener Gottes handeln sollen:

 

(1. Korinther 14:40)  Laßt aber alle Dinge anständig und nach Anordnung geschehen.

 

Das rechtschaffene Herz hört auf Gott und achtet seine Anweisungen und hört auf Zurechtweisung! Die Sabbatversammlungen jeweils um 09.00 oder um 15.00 erscheinen uns wirklich als Erfüllung von Jehovas Anforderungen, weil die unterschiedlichen Parteien, Gläubige, Vorsteher, Jehova, Jesus und Engel sich doch zum selben Zeitpunkt und am selben Ort treffen müssen! Die Apostel hielten sich an die Regel des Tempels, die Sabbatversammlungen betreffend wie es Moses im GESETZ geregelt hatte (1.Pe 3:18).

 

(Apostelgeschichte 15:21)  Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Deshalb wussten Christen auch, wo immer sie hinkamen, um welche Zeit sich ihre Brüder an jenem Ort versammelten.

 

Jesus starb am 14.Nisan zur neunten Stunde und offenbar weckte Jehova ihn zu eben diesem Zeitpunkt inmitten der himmlischen Versammlung der Engel auf! Der Vater erhörte ihn unmittelbar und weckte ihn im Geiste auf! (1.Pe 3:18)

 

Einblick in das Heilie und das Allerheiligste des Tempels in Jerusalem(Lukas 23:44-46)  Es war nun um die sechste Stunde, und doch kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, 45 denn das Sonnenlicht blieb aus; dann wurde der Vorhang des Heiligtums in der Mitte zerrissen. 46 Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: „Vater, deinen Händen vertraue ich meinen Geist an.“ Als er das gesagt hatte, verschied er.

 

Jehova hielt zur selben Stunde Gericht auf seinem Thron und erhöhte den auferweckten Jesus während jener Versammlung über jede Autorität im Himmel und auf der Erde! (Off 5:11, 12; Mat 28:18)

 

(Offenbarung 5:6-7)  Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebenden Geschöpfe und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen, als wäre es geschlachtet worden, das sieben Hörner und sieben Augen hatte, welche [Augen] die sieben Geister Gottes bedeuten, die zur ganzen Erde hin ausgesandt worden sind. 7 Und es ging und nahm [sie] sogleich aus der Rechten dessen, der auf dem Thron sitzt.

 

Offenbar geschehen die Dinge im Himmel und auf der Erde synchronisiert! Gott und die Engel halten sich an dieselben Festzeiten und Stunden der Anbetung im Tempel! Dort war es auch, wo im selben Moment der Vorhang zerriss und die dort dienenden Priester in das ihnen verbotene Allerheiligste blicken konnten!

 

Gericht war, ist und bleibt eine öffentliche Angelegenheit aus der das Volk lernen soll! Dies gilt für Menschen wie auch für Engel! (5.Mo 4:9, 10)

 

Jesus, „das Lamm, das sieben Hörner [[vollkommene Macht, Autorität]] und sieben Augen [[alles sehend]] hatte, welche die sieben Geister [[Engel]] bedeuten“, jene Engel sind für Jesus auf der Erde aktiv, um da zu handeln, wo es notwendig ist und er es „vom Vater aus“ befiehlt!

 

(Matthäus 18:18-20)  Wahrlich, ich sage euch: Welche Dinge immer ihr auf der Erde binden mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gebunden sind, und welche Dinge immer ihr auf der Erde lösen mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gelöst sind. 19 Wieder sage ich euch in Wahrheit: Wenn zwei von euch auf der Erde in bezug auf irgend etwas Wichtiges, worum sie bitten sollten, übereinkommen, so wird es für sie von meinem Vater im Himmel aus geschehen. 20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“

 

Die Glaubenden die möchten, dass unsere Gebete wie Weihrauch vor Gott getragen werden müssen die Anforderungen Jehovas hierzu kennen. Weihrauch musste zu den vorherbestimmten Zeiten in Tempel vor dem Vorhang dargebracht werden! Die Opfer waren an ein Ablaufmuster gebunden! Deutlich existiert bei der Anweisung eine Synchronisierung von Dingen auf der Erde und im Himmel!

 

(3. Mose 16:12-13)  Und er soll das Feuerbecken voll brennender Feuerkohlen vom Altar vor Jehova nehmen und seine beiden hohlen Hände voll feinen wohlriechenden Räucherwerks, und er soll sie innerhalb des Vorhangs [[(am Eingang, im ersten teil des Zeltes)]] bringen. 13 Auch soll er das Räucherwerk auf das Feuer vor Jehova legen, und die Wolke des Räucherwerks soll den Deckel der Lade überdecken, der auf dem ZEUGNIS ist, damit er nicht stirbt.

 

Deutlich verband Jehova unerlaubtes Räuchern mit der Todesstrafe! Als Nadab und Abihu „später“, somit zur Unzeit auf dem Räucheraltar Räucherwerk verbrannten schritt Jehova ein und tötete sie, weil sie Sein Gebot missachtet hatten!

 

Nadab und Abihu, Söhne Aarons brachten unerlaubtes Räucherwerk im Tempel dar, worauf sie von himmlischem Feuer verzehrt wurden (3. Mose 10:1-2)  Später nahmen Aarons Söhne Nạdab und Abịhu ein jeder sein Feuerbecken und brachten sie und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf, und sie begannen, vor Jehova unerlaubtes Feuer darzubieten, was er ihnen nicht vorgeschrieben hatte. 2 Darauf ging von Jehova her Feuer aus und verzehrte sie, so daß sie vor Jehova starben.

 

Jehova hielt unmittelbar Gericht, weil er eine dringende Warnung an alle künftigen Priester richten musste, dass sie Sein Gebot exakt einhalten würden! Die täglichen Zeiten Gottes für die Opfer, um Sünde zu leisten und das Räuchern, seine Sabbate und Festzeiten blieben verbindlich! Dies wird in der Endzeit mit den unterschiedlichen Gerichten ebenso sein! Da sich die Erde dreht ist die Zeit der Versammlung an jedem Ort dieselbe, da sie ja von Jehova an den Stand der Sonne gebunden wurde!

 

(1. Chronika 6:49)  Und Aaron und seine Söhne räucherten auf dem Brandopferaltar und auf dem Räucheraltar für das ganze Werk der hochheiligen Dinge und um für Israel Sühne zu tun, gemäß allem, was Moses, der Knecht des [wahren] Gottes, geboten hatte.

 

Moses zeigte im 5.Buch Deuteronomium, Dass Räucherwerk auch mit „richterlichen Entscheidungen“ und der Unterweisung Israels in Gottes GESETZ im Zusammenhang steht! Jehovas Aussagen als Gesetzgeber und Richter Israels wurden vom Tempel, von Jerusalem aus verkündet!

 

(5. Mose 33:10)

Mögen sie Jakob in deinen richterlichen Entscheidungen unterweisen

Und Israel in deinem Gesetz.

Mögen sie Räucherwerk darbieten vor deiner Nase

Und ein Ganzopfer auf deinem Altar.

 

Mit Jesu Tod und Erhöhung wurden der Tempel, seine Priester und die Opfer erübrigt! Sie waren nur ein Abbild grösserer himmlischer Dinge, die nun in Kraft traten mit der Weihung des Hohepriesters durch Jehova selbst! An die Stelle des „Heiligen“ im Tempel trat die Christenversammlung und die Gebete wurden durch den Hohepriester wie Weihrauch vor Gott getragen! An den Zeiten hatte sich nichts geändert!

 

Die Apostel mit den Jüngern, insgesamt Hundertzwanzig Getreue versammelten sich zur „dritten Stunde“ an Pfingsten im Obergemach und erhielten heiligen Geist! Das Volk das sich aufgrund des Geräusches dort versammelte war erstaunt, als jene in fremden „Zungen“, in unterschiedlichen Sprachen der Nationen redeten und Petrus erklärte:

 

(Apostelgeschichte 2:15)  Diese [Leute] sind wirklich nicht betrunken, wie ihr vermutet, denn es ist die dritte Stunde des Tages.

 

Jesus selbst hatte versprochen diesen Geist auszuschütten. Die Apostel und Jünger hielten an jenem Festtag dieselbe Stunde ein, wo im Tempel Anbetung dargebracht wurde in jenem Obergemach! Da ist zu jener Stunde, wo Jesus, der himmlische Hohepriester und Mittler für uns Sühne leistet. Da ist Gott Jehova selbst anwesend, der angerufen wird und dessen Gunst und Segen wir erneut zu erlangen suchen, nachdem wir Gott um Vergebung unserer Sünden gebeten haben! Unser offenes Eingeständnis der Sünde vor Gott bringt uns Seine Barmherzigkeit, Seine Gnade und Vergebung! Darum bitten wir doch bei jeder Eröffnung einer Versammlung im Gebet!

 

Der Prophet Daniel gestand Gott seine eignen Fehler und die des Volkes auch im babylonischen Exil in seiner Kammer darAuch zur Zeit gegen Ende des babylonischen Exils hielt sich Daniel an die Zeit der „Abendopfergabe“, die im Tempel jeweils um die „neunte Stunde“ dargebracht wurde. Dort bekannte er seine und des Volkes Sünde und flehte zu Jehova um Gunst.

 

(Daniel 9:20-21)  Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte und mein Flehen um Gunst hinsichtlich des heiligen Berges meines Gottes vor Jehova, meinen Gott, niederfallen ließ 21 und [während] ich noch im Gebet redete, nun, da traf der Mann Gạbriel, den ich in der Vision zu Beginn gesehen hatte, vor Müdigkeit ermattet, bei mir zur Zeit der Abendopfergabe ein.

 

Der Prophet Daniel wusste um diese Dinge und der Engel Gabriel war zu ihm gesandt worden und erschien ihm nun in menschlicher Gestalt als Mann! Zuvor war er ihm nur in einer Vision erschienen, nun stand er physisch vor ihm.

 

Die Anweisungen Jehovas durch Moses im GESETZ an die Priester für ihren Tempeldienst „am Morgen“, zur „dritten Stunde“ und „zwischen den zwei Abenden“, um die „neunte Stunde“ lauteten:

 

(2. Mose 29:38-42)  Und folgendes wirst du auf dem Altar darbieten: junge Widder, jeder ein Jahr alt, jeden Tag zwei, beständig. 39 Und du wirst den einen jungen Widder am Morgen darbieten, und du wirst den anderen jungen Widder zwischen den zwei Abenden darbieten. 40 Und ein Zehntel eines Ẹpha-Maßes Feinmehl, mit einem viertel Hin gestoßenen Öls angefeuchtet, und ein Trankopfer von einem viertel Hin Wein wird für den ersten jungen Widder sein. 41 Und du wirst den zweiten jungen Widder zwischen den zwei Abenden darbieten. Mit einem Getreideopfer gleich dem des Morgens und mit einem Trankopfer gleich dem dazugehörigen wirst du ihn als einen beruhigenden Wohlgeruch darbringen, ein Feueropfer für Jehova. 42 Es ist ein beständiges Brandopfer durch eure Generationen hindurch am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jehova, wo ich mich bei euch einfinden werde, um dort mit dir zu reden.

 

Die Generationen Israels haben nicht geendet, es werden immer noch geistige, „lebendige Steine“ für die Aufrichtung des kommenden, endgültigen geistigen Tempels eingesammelt!

 

10.1.1.15    Welche Schlachtopfer werden Sabbat für Sabbat Gott dargebracht? In welchem Zusammenhang stehen sie zur Erinnerung an „ewige Befreiung“ und zum „ewigen Erbe“?

 

Petrus spricht von „geistigen Schlachtopfern“ die Christen nun am „Eingang des Zeltes der Zusammenkunft“ darbringen. All dies steht im Zusammenhang mit Reue, Vergebung unserer Fehler, um vor Gott in reinem Zustand zu erscheinen:

 

Das Räucheropfer vor dem Vorhang des Allerheiligsten bedeutet die Gebete des Volkes (1. Petrus 2:4-5)  Zu ihm [[Jesus als Hohepriester]] kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, 5 werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut zu einem geistigen Haus für den Zweck einer heiligen Priesterschaft, um geistige Schlachtopfer darzubringen, für Gott annehmbar durch Jesus Christus.

 

Paulus erklärte, dass unsere reinen Leiber ein „lebendiges Schlachtopfer“ (Rö 12:1; Phi 2:17), unsere guten Taten „Schlachtopfer“ darstellen, indem wir unsere Dinge in Liebe mit Bedürftigen teilen (Phi 4:18; Heb 13:16) und andererseits die „jungen Stiere der Lippen“, indem wir Zeugnis über unsere Hoffnung ablegen, die insgesamt unter die „besseren Schlachtopfer“ zählen (Heb 9:23).

 

(Hosea 14:2)  Nehmt Worte mit euch, und kehrt zu Jehova um. Sprecht zu ihm, ihr alle: ‚Mögest du Vergehen verzeihen; und nimm an, was gut ist, und wir wollen dagegen die jungen Stiere unserer Lippen darbieten.

 

Jesu Tod ist somit das letzte blutige Opfer im Tempel Gottes, das gleichzeitig den „neuen Bund“ rechtsgültig werden liess. Alle nachfolgenden „Schlachtopfer“ sollten geistiger Natur sein!

 

(Hebräer 9:15-22)  Darum ist er also Mittler eines neuen Bundes, damit die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen könnten, weil zu [ihrer] Befreiung durch Lösegeld von den Übertretungen unter dem früheren Bund ein Tod eingetreten ist. 16 Denn wo es einen Bund [[Testament; Vermächtnis]] gibt, da muß der Tod des [menschlichen] Bundesschließers beigebracht werden. 17 Denn ein Bund [[Testament]] ist über toten [Opfern] [[dem Toten Testamtschliesser]] rechtskräftig, da er zu keiner Zeit in Kraft ist, solange der [menschliche] Bundesschließer lebt. 18 Demzufolge wurde auch der frühere [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht. 19 Denn als jedes Gebot gemäß dem GESETZ von Moses zum ganzen Volk gesprochen worden war, nahm er das Blut der jungen Stiere und der Ziegenböcke mit Wasser und Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch selbst und das ganze Volk, 20 indem er sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott euch als Gebot auferlegt hat.“ 21 Und er besprengte das Zelt und alle Gefäße des öffentlichen Dienstes gleicherweise mit dem Blut. 22 Ja, fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung.

 

Paulus bespricht nicht das Ende des GESETZESBUNDES, wie christliche Religionen dies falsch annehmen (das berüchtigte fälschliche „Christus ist das Ende des GESETZES“ statt Ziel, Höhepunkt), nein, er zitiert den „alten Bund“ mit Levi für das Priestertum mit dem Dienst, im Zelt, das doch durch das Besprengen mit dem Blut von Stieren eingeweiht wurde! Es ist in erbliches Hohepriesteramt, das vom Vater auf die Söhne übergeht! Dieser Bund wurde exakt ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten mit der Aufrichtung und Einweihung des Zeltes der Zusammenkunft und der Amtseinsetzung Aarons und seiner Söhne in Kraft gesetzt. Er endete mit Jesu Tod durch Inkrafttreten des „besseren Bundes“, der durch ein weit wertvolleres Opfer gültig wurde!

 

Das Auswechseln den Wortes „Bund“ mit „Testament“, eine spezifischer Beschreibung eines Bundes, ergibt Klarheit darüber, warum der menschliche Testament-Schliesser erst sterben muss, bevor das Testament rechtskräftig wird und die Erben eingesetzt sind! Paulus spricht vom „ewigen Erbe“, das die Priesterkönige erlangen sollen!

 

Der neue Königreichsbund Jehovas mit Jesus trat mit Christi eigenen Tod in Kraft, so wie eben ein Testament erst beim Tod des Testamentsschliessers zum Vollzug gültig wird und die Apostel traten nun an Jesu irdische Stelle, um die Priesterpflichten zu erfüllen. Hier geht es schlussendlich um dieses „ewige Erbe“ „unter vielen Brüdern“ (Lu 1:32, 33; Rö 8:28, 29). Dieser Bund wird erst mit der Aufrichtung und Einweihung des geistigen Tempels, dreissig Tage nach Harmagedon, ab dem 1.Tischri voll in Kraft treten! Bevor das Erbe verteilt wird muss der letzte Erbberechtigte vor dem „Notar“ stehen! Das ist erst nach der Versiegelung des Überrests und der Erstauferstehung der Auserwählten der Fall! (Off 6:9-11) Jesus Blut war für vollkommene Vergebung der Sünden notwendig!

 

Das GESETZ beschrieb, welche Opfer für welche Sünden im Tempel dargebracht werden mussten. Mit Jesu Opfertod endete dies. (Hebräer 10:11-18)  Auch nimmt jeder Priester Tag für Tag seinen Standort ein, um öffentlichen Dienst zu verrichten und die gleichen Schlachtopfer oftmals darzubringen, da diese niemals Sünden vollständig wegnehmen können. 12 Dieser aber hat für immer ein einziges Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich zur Rechten Gottes gesetzt, 13 fortan wartend, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt würden. 14 Denn er hat durch ein einziges [Schlacht]opfer die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht. 15 Überdies gibt uns auch der heilige Geist Zeugnis, denn nachdem er gesagt hat: 16 „ ,Dies ist der Bund, den ich in bezug auf sie schließen werde nach jenen Tagen‘, spricht Jehova: ‚Ich will meine Gesetze in ihr Herz legen, und ich werde sie in ihren Sinn schreiben‘ “, 17 [sagt er danach:] Und ihrer Sünden und ihrer gesetzlosen Taten werde ich keinesfalls mehr gedenken. 18 Wo es nun eine Vergebung derselben gibt, da ist keine Opfergabe mehr für Sünde.

 

Haben wir nun diese komplexen Zusammenhänge mit Vergebung, vollkommener Löschung von Fehlern, Eintrag im Buch des Lebens, jährlicher Vergebung in der Zwischenzeit begangener ungewollter Sünden, dem Erbe und künftigem Priestertum etwas besser verstanden? Alle diese „Teilbilder“ gehören zum einen, harmonischen Gesamtbild!

 

Als Teil der „grossen Volksmenge“ werden wir Nutzniesser sein. Die Miterben mit Jesus sind jene, die mit ihm leiden und ausharren, mit Abel beginnen zu denen, die in der Endzeit versiegelt werden, um nun erhöht zu sein (Rö 8:17; Eph 3:5, 6; Heb 11:9, 10; Off 7:1-4). Denken wir daran, dass das „Erbe“ an das „Israel Gottes“ geht, sowohl was das „Gelobte Land“ als „ewiges Erbe“ anbetrifft wie auch Priestertum und „alle Königreiche der Erde“ (Da 7:27): Die „ganze Habe“ des Christus, der ja Haupterbe „der Enden der Erde“ sein wird! (Ps 2:8; Mat 24:45-47)

 

Statt Ohrenbeichte vor dem Priester gilt es Frieden mit Betroffenen zu schliessen, unser Herz Jehova gegenüber öffnen und Seine Vergebung zu erlangen, weil Gott Barmherzig ist und Jesus als Hoherpriester und Gerechter zu unseren Gunsten Fürsprache einlegt!

 

(Sprüche 28:13)  Wer seine Übertretungen zudeckt, wird kein Gelingen haben, doch dem, der [sie] bekennt und läßt, wird Barmherzigkeit erwiesen werden.

 

Von einem Automatismus auszugehen, dass Gott einfach jede Übertretung vergibt, weil jemand der „einmal gerettet für immer gerettet ist“, das ist vollkommene religiöse Irreführung und widerspricht klar und deutlich Jehovas Wort, Jesu Anweisungen und jene der Apostel und Propheten! Es ist eine der vielen Lehren die vom Teufel ausgegangen sind, um Leichtgläubige irrezuführen!

 

 

10.1.4        Jesus als Hoherpriester vor Gottes Thron zeigt den eingeengten Weg!

 

10.1.1.16    Jesus gab den Weg zur Sündenbereinigung deutlich bekannt!

 

Betrachten wir nun noch Jesu eigene Anweisungen in diesem Zusammenhang etwas näher und verbinden sie mit Vorgaben die bereits im GESETZ Mose festgelegt waren. Jeder trägt Verantwortung für seinen Mitbruder und ist verpflichtet ihn auf Fehler hinzuweisen!

 

(3. Mose 19:17)  Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du solltest deinen Genossen auf jeden Fall zurechtweisen, damit du nicht mit ihm zusammen Sünde trägst.

 

Die Vorsehung begünstigt gewiß nicht einzelne, sondern die tiefe Weisheit ihrer Ratschläge dehnt sich auf die Zurechtweisung und Veredlung aller aus. (Alexander von Humboldt)Zurechtweisung des Fehlbaren hat mit Nächstenliebe zu tun! Wer den Bruder beim Planen oder Begehen einer Sünde sieht wird Anteilhaber, wenn er sich nicht dagegen zur Wehr setzt und Zurechtweisung erteilt! Jehova verteilt die Last der Aufsicht auf alle Häupter Seiner Versammlung, was Kontrolle und Richtigstellung eindeutig nahe zur Quelle des Unrechts hin verschiebt! Statt aufwendiger späterer Polizeiverfahren, Verhören, Anwälten, Gerichtsverhandlungen vor Richtern und Strafinstitutionen werden Vergehen an der Quelle verhindert, noch bevor Schaden angerichtet ist! Dazu ist Ausbildung im GESETZ Voraussetzung und hierzu hat Jehova die Sabbatversammlung eingesetzt und dem Vater die Aufgabe der Belehrung seiner Familie gegeben!

 

Jesus geht noch viel weiter hin zur Liebe in seiner Aussage in der Bergpredigt, was das Verbot Jehovas den Bruder zu hassen anbetrifft! Bruderhass ist die Ursache von nicht endenden Streitereien, von Straftaten, von endlosen zermürbenden Gerichtsfällen und von Kriegen Beachten wir, was Jesus hierzu sagt und in welcher tödlichen Gefahr der Hassende ist, weil er seinem Bruder fortgesetzt zürnt:

 

(Matthäus 5:21-22)  Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehẹnna verfallen sein wird.

 

Jesus geht viel weiter in der Anwendung von Gottes Gebot nicht zu hassen! Er will, dass wir unsere Zunge in Acht nehmen, was verletzende und beleidigende Worte betrifft! Er stellt auf hasserfüllte Worte gar bereits „ewige Abschneidung“ als Höchststrafe, dies verspricht der Richter der Lebenden und Toten! Wir erinnern uns gut an das weiter oben besprochene Register unserer bösen Werke, das am Gerichtstag geöffnet werden wird! Jedes böse Wort ist dort verzeichnet!

 

Eine Form des Hasses ist auch, dass wir mit unserem Bruder nicht bereit sind zu reden oder ihm nur schon den Gruss verweigern! Wir laden dadurch gemäss Jesu Worten gar Blutschuld auf uns!

 

Wenn wir gar an den unter Jehovas Zeugen institutionalisierten Versammlungsausstoss denken, wo die WATCHTOWER: Sünden A-Zganze Versammlung mit jenen Ausgeschlossenen jeglichen Kontakt abbricht, dann sehen wir darin einen schwerwiegenden Verstoss gegen Jesu Gebot! Oft sind solche Urteile innerhalb Rechtsverfahren aus irgendwelchen und sehr zweifelhaften Gründen gefällt, endend damit, dass ein Fehlbarer aus der Versammlung ausgeschlossen wird.

 

Dieses Urteil kann eine Lappalie zum Grund haben, welche eine der pharisäerhaften Regeln betrifft: Zum Beispiel, dass jemand mehrmals geraucht hat oder einer der unsinnigen und unbiblischen Lehren der Organisation widersprach! Rauchen ist schlecht für die Gesundheit aber kein Grund zur Todesstrafe! Selbst schon das reicht, dass jemand sich aus dem Kreis der Zeugen zurückziehen will, weil er zum Beispiel mit grundsätzlichen religiösen Dogmen nicht weiter einverstanden ist, deren Irrtum oder gar Lügen oder Ungesetzlichkeit er erkannt hat. Dies entspricht aber exakt dem, was Paulus sagt:

 

(2. Korinther 6:15-18)  Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

 Jesus befiehlt gar „Babylon die Grosse“ zu verlassen und Jehovas Zeugen identifizieren sich doch gerade als „der GESETZLOSE“ mit Ihrer Ablehnung des „königlichen GESETZES“! Sich auf das „GESETZ des Christus“ zu berufen und es auf die zwei „wichtigsten der Gebote“ zu reduzieren ist und bleibt ein Unsinn der von Dämonen instruiert wurde! Jesus gebot auch die Kleinsten der Gebote zu halten und zu lehren!

 

(Matthäus 5:17-20)  Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Wie können wir Jesus nachahmen, der die geringsten der Gebote erfüllte und lehrte, wenn wir die Grundlage auf der er handelte ablehnen, das GESETZ? Der Unsinn ist so gross, dass er wie Propagandaminister Göbels es erklärte durch beständiges Wiederholen zur geglaubten Wahrheit würde.

 

Dieser vollkommene Bann dem der Ausgegrenzte ausgesetzt wird hinterlässt schmerzhafte Wunden bei den Betroffenen. Gott gedenkt ihrer und Christus stärkt sie! Es bedeutet aber für jene Versammlungsglieder die dieses Gebot des vollständigen Kommunikationsabbruchs als „blinde Schafe“ befolgen dieselbe Strafe, wie für deren „blinde Leiter“ die Gottes Gebot wissentlich und willentlich missachten! Es ist die höchste Form einem Menschen gegenüber Hass zu zeigen! Ein „Gesetzeslehrer“ muss Gottes Gebote auch „gesetzmässig“ anwenden und was Jehovas Zeugen tun ist allzu oft schlichtweg Rufmord an ihren eigenen Brüdern und Schwestern! Wir sollen „das Böse hassen“, nicht unsere Brüder die möglicherweise ohne es sich bewusst zu sein einen Verstoss begangen haben! Beachten wir, was  Johannes in seinem 1.Brief hierzu sagt: 

 

(1. Johannes 4:20-21)  Wenn jemand erklärt: „Ich liebe Gott“ und doch seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, kann Gott nicht lieben, den er nicht gesehen hat. 21 Und wir haben dieses Gebot von ihm, daß der, der Gott liebt, auch seinen Bruder liebe.

 

Hass bedeutet somit auch bereits fehlende Liebe und fehlende Bereitschaft dem Bruder zu vergeben, der uns darum bittet! Wir reden nicht von denen, die eine schwere Sünde wider den heiligen Geist begangen haben oder die Gott lästern, da wäre die Massnahme angebracht. Von den jährlich rund 70.000 aus der Gesellschaft Ausgeschlossenen wird nur ein geringer Teil wirklich unter diese Kategorie fallen!

"Hütet die Herde Gottes", das geheime Buch der Leitenden Körperschaft für Älteste der Zeugen Jehovas

Jehovas Zeugen haben eine strikte Meldepflicht gegenüber den Ältesten, wenn jemand sich in irgendeiner Form gegen die Doktrinen der Gesellschaft ausspricht, ja nur schon tiefere Zweifel hegt. Das Buch, das nur Ältesten von Jehovas Zeugen zugänglich sein sollte findet sich in vollem Umfang auch auf unserer Web-Seite; „Hütet die Herde Gottes

 

Eines der zentralen Themen ist das Jahr 1914, das nicht angezweifelt werden darf, ein anderes sind die so genannten „Gesalbten“, die wie heilige Kühe fast verehrt und angebetet werden sollen! Das dritte wichtige Thema ist die Teilhabe am Abendmahl, die rund 7 Millionen Menschen dadurch versperrt wird, dass behauptet wird, nur „Geistgesalbte“ dürften vom Brot und Wein und damit an Jesu Leib und Blut teilhaben. Dies obwohl Jesus klar und deutlich erklärte, dass sich jemand dadurch vom ewigen Leben selbst abschneidet! Gottes GESETZ abzulehnen macht sie zu Gesetzlosen! Ihre Lehre der „himmlischen Hoffnung“ ihrer Gesalbten weist sie als Anhänger des Hymenäus aus! Die Lehre, Jesu sei nicht im Fleische auferstanden und kehre nur im Geiste zurück macht sie zu „Antichristen“! „Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.“ (2.Joh 7)

 

Wie anders lautet doch Jesu Gebot, wenn wirklich ein Bruder sich gegen einen anderen vergangen hat, wir kennen den Text aber wollen ihn jetzt von diesem Standpunkt aus erneut betrachten:

 

(Matthäus 18:15-17)  Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Sünde wird ausschliesslich durch GESETZ definiert! Jehova verbietet nicht das Gespräch mit Menschen der Nationen oder gar mit Steuereinnehmern! Das taten die Pharisäer! Jesus hatte doch deutlich erklärt, dass die in geistigem Sinne Kranken des Arztes bedürfen!

 

(Matthäus 9:9-13)  Als Jesus danach von dort weiterging, erblickte er einen Menschen namens Matthạ̈us, der im Steuerbüro saß, und er sprach zu ihm: „Folge mir nach!“ Darauf stand er auf und folgte ihm. 10 Später, als er in dem Haus zu Tisch lag, siehe, da kamen viele Steuereinnehmer und Sünder und legten sich mit Jesus und seinen Jüngern zu Tisch. 11 Als aber die Pharisäer das sahen, begannen sie zu seinen Jüngern zu sagen: „Wie kommt es, daß euer Lehrer mit Steuereinnehmern und Sündern ißt? 12 Als er sie hörte, sprach er: „Gesunde benötigen keinen Arzt, wohl aber die Leidenden. 13 Geht also hin und lernt, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer.‘ Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“

 

DER FALSCHE PROPHET Der vom Weg der Gerechtigkeit abgeirrte und der Sünder benötigt Anleitung, um ihre Fehler zu korrigieren! Dies wird schwerlich von einer Ältestenschaft her möglich sein die lehrt, dass Christen nicht einmal unter den Zehn Geboten stehen würden und sich dadurch selbst als “Menschen der Gesetzlosigkeit“ identifizieren! Gesetzlose und falsche Lehrer aber gilt es wirklich zu meiden!

 

Johannes gibt in seinem 2.Brief die Grundlage, mit welchen Menschen wir wirklich keinen Kontakt pflegen sollen, nämlich solchen, die „wider den heiligen Geist“ gesündigt haben! Mit „Antichristen“ die Johannes als „Betrüger“ bezeichnet sollen wir nicht reden, nicht einmal jene grüssen, weil sie Jesu Auferstehung und Wiederkehr im Fleische leugnen! (Lu 24:36-43; )

 

(2. Johannes 4-11)  Ich freue mich sehr, weil ich von deinen Kindern einige gefunden habe, die in der Wahrheit wandeln, so wie wir vom Vater ein Gebot empfangen haben. 5 Und nun bitte ich dich, edle Frau, als [jemand,] der dir nicht ein neues Gebot schreibt, sondern eines, das wir von Anfang an gehabt haben, daß wir einander lieben. 6 Und das bedeutet Liebe, daß wir weiterhin nach seinen Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, so wie ihr von Anfang an gehört habt, daß ihr weiterhin darin wandeln sollt. 7 Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

8 Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern daß ihr vollen Lohn erlangen mögt. 9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

 

Jehovas Zeugen selbst sind „vorausgedrängt“, indem sie die Wiederkehr Jesu auf das Jahr 1914 legten und es als eine Sache rein „im Geiste“ bezeichnen! Ihnen sollte eigentlich der Gruss verweigert werden! Paulus legt auf jeden, der eine „veränderte gute Botschaft“ verkündet den Fluch! (Gal 3:8-10)

 

Jehova ist Seinerseits bereit Sünden zu vergeben, vorausgesetzt, dass wir sie Ihm offen bekennen! Dazu müssen wir den gesetzlich festgesetzten Punkt unseres Vergehens kennen, der nur aus dem GESETZ erklärt werden darf! Nur dort ist der exakte Massstab und nicht in Menschengeboten zu suchen! Sünde ist ein Vergehen gegen Gott, weil sein Massstab, was  recht und unrecht ist übertreten wurde.

 

Auch Johannes spricht nicht von einer Ohrenbeichte, sondern uns Gott in seiner Güte zu nähern und uns vor ihm zu erniedrigen, indem wir unser Vergehen Gott gegenüber offen bekennen. Verstösse gegen den Nächsten müssen wir mit diesem direkt regeln!

 

Gott in echter Trauer seine eigenen Fehler eingestehen und Ihn um Vergebung bitten (1. Johannes 1:9)  Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen.

 

Jesus hatte gezeigt, wie wir einen Rechtsfall vor der Versammlung führen müssen, wenn unser Bruder sein Unrecht nicht einzusehen vermag. Salomo gibt in den Sprüchen ähnlichen Rat, indem er zeigt, dass auch der Klagende sich seiner eigenen Fehler bewusst werden muss, da im Gerichtsfall beide Seiten zu Wort kommen!

 

(Sprüche 25:8-10)  Geh nicht hinaus, um übereilt einen Rechtsfall zu führen, damit es nicht fraglich wird, was du auf seinem Höhepunkt tun wirst, wenn dein Mitmensch dich dann demütigt. 9 Führe deine eigene Rechtssache mit deinem Mitmenschen, und offenbare nicht das vertrauliche Gespräch eines anderen, 10 damit der Zuhörende dich nicht beschämt und der von dir [erstattete] schlechte Bericht nicht widerrufen werden kann.

 

Wie wir weiter oben schon aus den Aussagen des Jakobus gesehen haben müssen wir unsere Zunge beherrschen! Falsche Aussagen und Beschuldigungen gegen unseren Bruder können schwere Auswirkungen haben! Der Richter ist verpflichtet neutral Anschuldigungen zu untersuchen, ob sie berechtigt oder unberechtigt sind! Wahres Recht zu sprechen hängt nicht am Buchstaben des GESETZES, sondern am Sinn des Gebotes, das Schutz vor Missbrauch bieten muss! Wer GESETZE als Waffe missbraucht, um Unrecht zuzudecken oder Unrecht zu begehen wird Gottes Strafe nicht entgehen! Parteiische und ungerechte Richter werden ihr eigenes Gericht von Gott erhalten!

 

(Sprüche 11:13)  Wer als Verleumder umhergeht, deckt vertraulich Gesprochenes auf, wer aber treuen Geistes ist, deckt eine Sache zu.

 

Liebe deckt eine Menge von Sünden zu, sagt der Schreiber im Buchder Sprüche! Wir sind zwar verpflichtet dem Nächsten einen Fehltritt anzuzeigen und ihm bei der Korrektur zu helfen aber auch dazu, Fehler zu vergeben und zu vergessen! Wer dagegen falsche Aussagen verbreitet, um dem Nächsten Schaden zuzufügen muss mit Klage vom Höchsten rechnen!

 

10.1.1.17    Wer entscheidet, welche Sünde keine Vergebung erlangt?

 

Seit Gott Adam darüber informierte, dass das essen der Frucht eines bestimmten Baumes den Tod bedeuten würde war es offensichtlich, dass Jehova für bestimmte Vergehen die Todesstrafe vorgesehen hatte. Er war es, der das „Buch der Lebenden“ führte, wo jeder eingeschrieben steht, der in Gottes Augen Anrecht auf Leben hat! Durch Übertreten gewisser Gebote können wir dieses Recht jedoch endgültig verlieren! Was „Gehenna“ betrifft so bedeutet dies „ewige Abschneidung“!

 

Ein bezeichnendes Beispiel wie Jehova handelt zeigte sich am Berg Horeb, als Israel sich das goldene Kalb gemacht hatte.  Das ganze Volk war dadurch schuldig geworden, während Moses nach dem Bundesschluss vierzig auf dem Berg Sinai weilte, um die Tafeln des GESETZES zu empfangen. Aaron hatte sie zügellos werden lassen, indem er nicht früh und hart genug durchgriff! Obwohl nur ein Teil unter ihnen das goldene Kalb gefordert und gemacht hatte war es eine Rebellion gegen Jehova und Moses gewesen, die dem ganzen Volk zur Last gelegt wurde.

 

Ein Volk das zügellos wird betet jede Form von "goldenen Kälbern" an und mag sie gar Jehova nennen (2. Mose 32:25-29)  Und Moses sah dann, daß das Volk zügellos war, denn Aaron hatte sie zügellos werden lassen, zum Schimpf unter ihren Gegnern. 26 Dann stellte sich Moses in das Tor des Lagers und sagte: „Wer ist auf der Seite Jehovas? Zu mir!“ Und alle Söhne Lẹvis begannen sich zu ihm zu sammeln. 27 Er sprach nun zu ihnen:Dies ist, was Jehova, der Gott Israels, gesagt hat: ‚Jeder von euch lege sein Schwert an seine Seite. Schreitet hindurch, und kehrt zurück von Tor zu Tor im Lager, und tötet ein jeder seinen Bruder und ein jeder seinen Mitmenschen und ein jeder seinen vertrauten Bekannten.‘ “ 28 Und die Söhne Lẹvis gingen daran, zu tun, wie es Moses gesagt hatte, so daß dort an jenem Tag vom Volk etwa dreitausend Mann fielen. 29 Und Moses sprach weiter: Füllt eure Hand heute mit Macht für Jehova, denn jeder von euch ist gegen seinen eigenen Sohn und seinen eigenen Bruder, und damit er euch heute Segen verleiht.“

 

Moses zeigte keine Rücksicht auf Familienbande! Das Urteil Jehovas war klar und deutlich: Wer gegen ihn rebelliert hatte musste die Strafe erdulden! Gottes Segen lag nur auf jenen, die sich ganzherzig auf Seine Seite stellten und die das Übel von innen her verabscheuten.

 

 (2. Mose 30:32-33)  Und es geschah gleich am nächsten Tag, daß Moses dann zum Volk sagte: „Ihr — ihr habt mit einer großen Sünde gesündigt, und nun werde ich zu Jehova hinaufgehen. Vielleicht kann ich für eure Sünde Genugtuung leisten.“ 31 So kehrte Moses zu Jehova zurück und sprach: „Ach, aber dieses Volk hat mit einer großen Sünde gesündigt, indem sie sich einen Gott aus Gold gemacht haben! 32  Doch nun, wenn du ihre Sünde verzeihen willst — und wenn nicht, so tilge mich bitte aus deinem Buch aus, das du geschrieben hast.“ 33 Jehova sagte jedoch zu Moses: „Wer immer gegen mich gesündigt hat, den werde ich aus meinem Buch austilgen.

 

Jehova hatte die Verantwortlichen und diese Form der Sünde als unverzeihlich eingestuft, die Austilgung aus Seinem „Buch des Lebens“ zur Folge hatte!

 

Moses selbst stellte die Sünde fest und hatte unmittelbar reagiert! Zuerst wies er Aaron und die Leviten zurecht, weil jene nicht bei Beginn eingeschrittenen waren, sondern Furcht vor dem Volk gezeigt hatten und Anteil am Vergehen hatten! Sie mussten nun die Anführer und Schuldigen selbst töten, auch wenn sie in ihrer eigenen Familie waren! Moses ging am kommenden Tag aus eigenem Antrieb den Berg Horeb erneut hoch, um sich vor Jehova zu stellen und die Sünde zu bekennen und Sühne zu leisten. Dort setzte er sich persönlich für sein Volk Israel ein, obwohl es gegen Gott und ihn rebelliert hatte. Jehova zeigte denen gegenüber Nachsicht, die nicht direkte Schuld auf sich geladen hatten, für die anderen forderte er die verheissene Höchststrafe: Nicht nur adamischen Tod, sondern die „Gehenna“! Selbst Aaron blieb nicht voll verschont, er musste schlussendlich den adamischen Tod sterben noch bevor Israel das Gelobte Land betreten durfte!

 

Da Gott das GESETZ in unsere Gene gelegt hat sind wir für Übertretung ihm gegenüber schuldig geworden, ob wir zu Israel gehören und unter GESETZ stehen oder draussen sind, unter die Nationen gezählt werden! Paulus fasst dies im Brief an die Römer in Worte:

 

(Römer 3:23-26)  Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld. 25 Ihn hat Gott durch Glauben an sein Blut als ein Sühnopfer hingestellt. Dies tat er, um seine eigene Gerechtigkeit an den Tag zu legen, denn er vergab die Sünden, die in der Vergangenheit, während Gott Nachsicht übte, geschehen waren, 26 um so seine eigene Gerechtigkeit in der jetzigen Zeitperiode an den Tag zu legen, damit er gerecht sei, auch wenn er den Menschen gerechtspricht, der an Jesus glaubt.

 

Nur mittels Glauben in Jesu Opfertod und seine Stellung befreien wir uns aus der Umklammerung von Fluch zufolge Sünde! Das Erreichen der „Herrlichkeit Gottes“ gibt Recht auf Leben und diese gilt es anzustreben! Jesus lehrte, dass jeder von uns Vollkommenheit erreichen muss, wie er es vorgezeigt hatte, indem er selbst kein Gebot übertrat und den ganzen Willen seines Vaters ausführte und andere belehrte ebenso zu tun! Da uns dies aus Schwäche im Moment noch nicht voll gelingt, hat Gott in seiner Barmherzigkeit den Ausweg geschaffen, indem er Nachsicht übt und dadurch, dass Jesu Loskaufsopfer unsere früheren Sünden mittels der Taufe auszulöschen vermag! Er gab damit aber keine Straffreiheit.

 

Nur Jesus wog durch sein sündloses Leben und seinen Opfertod die Sünde Adams und all seiner Nachkommen aufAls Moses sich anerbot selbst für das Volk zu sterben und aus dem „Buch des Lebens“ ausgetilgt zu werden lehnte Jehova dies ab. Auch Moses hatte gewisse Sünden begangen und konnte daher die Anforderung an ein vollkommen reines Leben im Ausgleich zu dem des Sünders nicht erfüllen. Jesus aber blieb vollkommen sündlos, auch unter harter Bedrängnis, ja bis zum qualvollen Tod am Stamm! Damit war das vollkommene Lösegeld erbracht und auf wen immer Jesus es bereit sei anzuwenden, den befreit er! Auch dies ist wiederum an Konditionen gebunden! Aber der Vater ist es, der diejenigen mit reinem Herzen Jesus zuführt!

 

(Johannes 6:44)  Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, der Vater, der mich gesandt hat, ziehe ihn; und ich will ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen.

 

Niemand wird „Babylon die Grosse“ verlassen und ins „Königreich des Sohnes der Liebe“ eingehen, ausser der Vater ziehe ihn, denn nur dort ist Jesus wirklich Herr! Alle übrigen religiösen und politischen Reiche mögen Jesu Herrschaft für sich beanspruchen und diese behaupten. Jesus widerspricht jenen aber klar und deutlich, weil sie seine und damit Gottes Gebote missachten!

 

(Matthäus 24:23-26)  Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt. 26 Wenn man daher zu euch sagt: ‚Siehe! Er ist in der Wildnis‘, geht nicht hinaus; ‚Siehe! Er ist in den inneren Gemächern‘, glaubt es nicht.

 

Jesus Anwesenheit ist daran gebunden, dass wir alle seine Gebote halten und keine „veränderte gute Botschaft“ verkünden! Das „Recht auf Leben“ ist somit an bestimmte Bedingungen geknüpft und Jehova selbst hat diese Regeln im GESETZ mitsamt dem Strafmass festgelegt!

 

Da wir Seine Schöpfung sind, der Ton in den Händen des Töpfers, so bestimmt Er, wie das Gefäss gestaltet werden soll! Wie der Töpfer einen missratenen Topf zerstört und aus frischem Ton einen neuen bereitet, so handelt Jehova auch mit uns! Jehova redete mit Jesaja und gab ihm und Israel Denkanstoss, weil das Volk erneut meinte, Gott müsse sich nach ihren Gedanken ausrichten!

 

(Jesaja 29:15-16)  Wehe denen, die im Verbergen [ihres] Rates vor Jehova selbst sehr tief gehen und deren Taten an finsterer Stelle geschehen sind, während sie sagen: „Wer sieht uns, und wer weiß von uns? 16 O eure Verkehrtheit! Sollte der Töpfer selbst dem Ton gleichgeachtet werden? Denn sollte das Gemachte von dem, der es gemacht hat, sprechen: „Er hat mich nicht gemacht.“? Und sagt auch das Gebilde tatsächlich hinsichtlich seines Bildners: „Er zeigte keinen Verstand.“?

 

Ja, all jene die Gottes GESETZ ablehnen sprechen in Wirklichkeit: „Er zeigten keinen Verstand“! Alle die sprechen, dass der Mensch an sich ein „Recht auf Leben“ habe unabhängig von Gottes Grenzen, der irrt und anerkennt nicht, dass unser Leben in Gottes Hand liegt und er es dem aus „unverdienter Güte“ oder aus Seiner Gnade gewährt, von dem Er weiss, dass er gerecht handeln will! Gott weiss Schwäche von willentlicher Rebellion zu scheiden, weil er das Tiefste der Herzen kennt!

 

Jesus zeigte den Unterschied, wo Gott eine Sünde nicht vergibt, wie im Falle der Pharisäer und Schriftgelehrten die doch offen behaupteten Gottes Gebote und Seinen Willen zu kennen und sich als Jehovas Vertreter sahen:

 

(Matthäus 12:31-32)  Deswegen sage ich euch: Jede Art von Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden, aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben werden. 32 Zum Beispiel, wer irgendein Wort gegen den Menschensohn redet, dem wird vergeben werden; wer immer aber gegen den heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, nein, weder in diesem System der Dinge noch in dem kommenden.

 

Das Wort Gottes ist WAHRHEIT - Es führt ins Leben Der Geist Gottes zeigt sich in jedem Wort Jehovas, das unverfälschte Wahrheit ist! Jesus erklärte: „Dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh 17:17) Wer Gottes geoffenbartem Wort widerspricht der macht doch Gott selbst zum Lügner! Er zeigt Unverstand und ist ein Tor! Satan hatte damit den Anfang gemacht und wurde damit zum „Vater der Lüge“ und jeder der ihn kopiert und ihm folgt hat kein Anrecht zu Leben. Satan kannte die Aussage Gottes an Adam und doch fragte er: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“ (1.Mo 3:1) Damit zog der Teufel Gottes Gebot in Zweifel und verneinte die klare Aussage Jehovas! „Wer aus Gott ist, der hört auf die Worte Gottes“, der bleibt bei Jehovas Worten, hört auf Jesus, die Apostel und die wahren Propheten und handelt entsprechend!

 

(Johannes 8:43-47)  Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Wir zeigen aufgrund der Form, wie wir hören und auf wen wir hören, wer unser geistiger Vater ist! Wer eher einer Lüge anhängt, obwohl er die Wahrheit erkennen könnte, der kann nicht aus Gott sein, weil es bei Gott keine Lüge gibt! Wenn Jehova durch Inspiration in Psalm 119 immer wieder erklärt, dass Seine Gebote, Seine richterlichen Entscheidungen, Sein Wille und Sein GESETZ ewigen Charakter besitzen, dann können wir dies nicht zeitlich begrenzen, indem wir dem Paulus veränderte Worte in den Mund legen und Jesus als das „Ende des GESETZES“ erklären anstatt als „Höhepunkt“ in der Erfüllung, das selbe „Ziel“, das er für jeden von uns setzt! Es gehört zur Sünde die keine Vergebung erlangt all jener, die behaupten „Gesetzeslehrer“ zu sein! Es sind „Bäume ohne Früchte“, die umgehauen werden und „blinde Leiter“, deren Grube bereits ausgehoben ist! Jesus fordert klar und deutlich: „Lasst sie“!

 

(Matthäus 15:13-14)  Als Antwort sagte er: „Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird entwurzelt werden. 14 Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.

 

Jeder, der innerhalb einer Religion verblieben ist bleibt weiterhin aufgefordert „Babylon die Grosse“ zu verlassen! Die Zeit drängt, der Tag des Gerichts hat sich genaht (Mat 3:1; 4:17, 1.Pe 4:7). Wer immer an einer Lüge festhält wird das ewige Leben nicht erreichen, denn kein Lügner hat Bestand vor Gott! Wer gegen „heiligen Geist“ redet schneidet sich selbst vom Leben ab!

 

(1. Johannes 5:16-17)  Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Johannes zeigt klar und deutlich, dass wir nicht für Menschen bitten dürfen, die sich wissentlich und willentlich gegen Gottes Geist vergehen! Eva wusste, dass das Essen der Frucht Tod bedeutet und Adam schloss sich ihr im Bewusstsein der Todesstrafe an. 

 

Jesu dritte Verleugnung Jesu brachte ihm die Tiefe seiner Schwäche und Angst ins volle Verständnis Als Petrus Jesus drei Mal verleugnete geschah dies aus Schwäche angesichts der Gefahr erkannt zu werden! Als der Hahn das dritte Mal krähte war sich Petrus seiner Schwäche bewusst, ging hin und weinte bitterlich (Mat 26:75). Adam und Eva versteckten sich dagegen! Es war niemals des Petrus Absicht gewesen Jesu zu verraten aber Angst hatte ihn, den Mutigen schwächeln lassen! Darum hatte Jesus uns Rat erteilt nicht jene Menschen zu fürchten die uns zu verführen suchen Gottes Gebot zu übertreten, sondern die Konsequenz, die Gott uns androht!

 

(Matthäus 10:28)  Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehẹnna vernichten kann.

 

Da „Seele“ das Leben bedeutet und nur Jehova Leben zuzuteilen in der Lage ist und er bestimmt, wer das Recht auf Leben verloren hat müssen wir echte Gottesfurcht lernen, indem wir das GESETZ und dessen Strafbestimmungen ernst nehmen! Keine Straffreiheit bedeutet, dass uns die Konsequenz ewiger Abschneidung zu treffen vermag! Genau da setzen Religionen mit ihrer Irreführung am liebsten an und versprechen uns, dass Gottes Gnade ewig sei und in jedem Falle anwendbar wäre und Jesu Tod jede Form der Sünde zudecken würde, respektive da das GESETZ abgeschafft sei auch keine Straffolge mehr existiere! Das ist Unsinn!  Da liegt die grosse Lüge der Beichte und Absolution! Religionen sind sehr bestrebt neue Anhänger zu gewinnen. Jesus warnte vor jenen:

 

(Matthäus 23:15)  Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Meer und das trockene Land durchreist, um einen einzigen Proselyten [[Jünger, Anhänger]] zu machen, und wenn er es wird, macht ihr ihn zu einem Gegenstand für die Gehẹnna, doppelt so schlimm wie ihr selbst.

 

Ja, diese selbstherrlichen „Gesetzeslehrer“ gehen selbst nicht in das Königreich ein, weil für sie die „Gehenna“ der „zweite Tod“, die „ewige Abschneidung von den Lebenden“ aufbehalten ist! Obwohl diese Aussage generell auf jene Verantwortlichen zutrifft, gab und gibt es solche die bereuten und umkehren. Jehovas Zeit hierzu ist am Ablaufen! Jesus zeigt aber dieselbe Gefahr für jene „Proselyten“ all ihre Anhänger auf, weil sie mit derselben und grösseren Vehemenz den Irrtum vertreten und „selbst die Auserwählten“ auf ihre gekrümmten Wege abzuzweigen versuchen!

 

(Matthäus 23:33)  Schlangen, Otternbrut, wie solltet ihr dem Gericht der Gehẹnna entfliehen?

 

Jesu Antwort an die Theologen seiner Tage ist heute doppelt anwendbar, weil das Endgericht vor der Türe steht und die Zeit für Einsicht, für Reue und eine Umkehr begrenzt ist! Dies sind Worte die viele Menschen als zu hart erachten und eher von „Liebe“ und „Vergebung“ reden, die aber nicht bereit sind den harten Konsequenzen wirklich ins Auge zu sehen! Es ist nicht die Zeit zur Feigheit, sondern eine Zeit die Mut und Ausharren bedingt auf dem eingeengten, schmalen Weg, der zum ewigen Leben führt!  

 

10.1.1.18    Der Hohepriester, dem wir unsere Sünden mit Freimut der Rede gestehen müssen

 

Wir werden durch Jesus aufgefordert uns Gott im Gebet zu nähern „… mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit“. Die „rechte Zeit“ ist jetzt und die Sanduhr ist am Ablaufen! Am Gerichtstag Gottes [B1; B3] gibt es keine späte Reue mehr, weil „Werke der Reue“ nicht mehr möglich sein werden!

 

*** Rbi8  Hebräer 4:14-16 ***

Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns an [unserem] Bekenntnis [zu ihm] festhalten. 15 Denn als Hohenpriester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. 16 Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.

Jesus Christus ist "Herr des Sabbats", nicht des am Konzil von Nicäa beschlossenen Sonntagsgebotes.

 Gott hört unsere Gebete mit aufrichtigem Herzen der Reue jederzeit. Unser Hoherpriester ist zudem jeden Sabbat bereit uns willkommen zu heissen, da er doch „Herr des Sabbats“ ist und uns vor Gottes Thron mit dem Weihrauch unserer Gebete vertritt! Da er all die Angriffe Satans und selbst den Widerstand in seiner eigenen Familie, dann seiner eigenen Synagoge in Nazareth, durch seine eigenen religiösen Führer, durch politische Gegner und selbst von Verbrechern und Übeltätern zu ertragen hatte weiss er uns in ähnlicher Situation zu helfen. Darum kann er wirklich mit uns mitfühlen, die wir solchen Angriffen täglich ausgesetzt sind! Er will und vermag uns zu stärken. Er zeigt uns den Weg und wo wir davon abgewichen sind lädt er uns ein darauf zurückzukehren und mit ihm zusammen am reichgedeckten geistigen Tisch zu den Versammlungen und Festzeiten Anteil zu haben! 

 

(Hebräer 10:23-25)  Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Obwohl wir in der Vergangenheit in Unwissenheit und Schwäche unseres Fleisches viele Sünden begangen haben mögen lautet doch die Einladung umzukehren und uns mit Gleichgesinnten zu versammeln, die ebenso bereit sind sich von der Welt und diesem ungerechten System getrennt zu halten! Durch Jesus werden wir „Gottes Gerechtigkeit“!

 

(2. Korinther 5:21)  Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn Gottes Gerechtigkeit würden.

 

Jesus nahm die Strafe die uns gebührte auf sich, Geisselschläge, Verspottung und das ausgestossen werden, bis hin bespien zu werden und einer Dornenkrone, um sein Königtum zu verlachen mit dem einen Ziel, uns von eigener Sünde zu befreien! Dies sollte uns mit Hochachtung für ihn erfüllen und uns freiwillig zur Unterordnung unter seine Gebote ermuntern! Wenn wir Gott unsere Fehler im Gebet im Namen Jesu darlegen ist er bereit für uns einzustehen und uns zu stärken, notwendige Änderungen vorzunehmen und die Konsequenzen unseres Handelns zu tragen und Werke der Wiedergutmachung und Reue auf uns zu nehmen!

 

Jesu Vorzüge gegenüber dem Priestertum Aarons sind offensichtlich! Paulus musste diese Dinge den Vorstehern von denen die meisten Hebräer waren klar und deutlich vor Augen führen, damit sie nicht die bisherigen Gewohnheiten fortsetzten.

 

(Hebräer 7:26)  Denn ein solcher Hoherpriester wie dieser war für uns der geeignete: loyal, arglos, unbefleckt, getrennt von den Sündern und höher als die Himmel geworden.

 

Jesus ist über jede himmlische und irdische Autorität erhöht und inzwischen an der Seite Jehovas vollkommen von allen Sündern entfernt! In Harmagedon enden alle Übertreter und bei seiner Wiederkehr als Mensch „mit den Wolken“ wird er von den Seinen willkommen geheissen werden!

 

(Matthäus 23:39)  Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘ “

 

Die von den Päpsten erklärten „Heiligen“ sind nicht an seiner Seite, wenn er vom Himmel herabkommt, weil keiner von jenen in den Himmel aufgestiegen war. Das war Mythologie. Sie konnten auch während all der Jahrhunderte niemandem helfen, da sie selbst im Todesschlaf ruhen und sie das Gericht erwarten, das sie bei der Auferstehung trifft! 

 

(1. Petrus 2:24-25)  Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt. 25 Denn ihr seid wie Schafe gewesen, die irregingen, ihr habt jetzt aber zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückgefunden.

 

Die Geisselungen die Jesus trug galten unseren Sünden, damit wir durch ihn mit Gott in Frieden kommen könnten Laut GESETZ ist die Strafe auf vielerlei Vergehen Peitschenhiebe. Daran hat sich nach Gottes Ansicht nichts geändert, auch wenn heute gegen solches eine Kampagne existiert, das Körperstrafe als unmenschlich taxiert. Dagegen werden Vergewaltigungen, bewaffneter Raub, Unmenschlichkeit in Kriegen und Revolten nicht als deutliche Folge fehlender früherer Strafmassnahmen im Elternhaus, Schule und Versammlung erkannt! Fehlende Belehrung, fehlende Zurechtweisung, ein löcheriges Strafsystem haben bei einigen schwerstwiegende Folgen!  Gefängnisse gelten heute erdenweit als Universitäten jeder Verbrechenslaufbahn! Wir leben in einer vollkommen verdrehten Welt, wo das, was  uns zum Heile dient abgelehnt wird, das aber gefördert wird, was uns schadet!

 

Gottes Gebot sagt klar und deutlich, was mit schweren Verbrechern zu geschehen hat, damit sich das Böse nicht weiter ausbreiten kann:

 

(5. Mose 21:21-23)  Dann sollen ihn alle Männer seiner Stadt mit Steinen bewerfen, und er soll sterben. So sollst du das Böse aus deiner Mitte wegschaffen, und ganz Israel wird es hören und sich bestimmt fürchten.

22 Und falls sich an einem Mann eine Sünde findet, die das Todesurteil verdient, und er ist zu Tode gebracht worden, und du hast ihn an einen Stamm gehängt, 23 sollte sein Leichnam nicht die ganze Nacht am Stamm bleiben, sondern du solltest ihn auf jeden Fall an jenem Tag begraben, denn etwas von Gott Verfluchtes ist der Gehängte; und du sollst deinen Boden nicht verunreinigen, den Jehova, dein Gott, dir als Erbe gibt.

 

Jesus wurde an unserer Stelle ein „Fluch“, weil er an den Stamm gehängt worden war, um uns vor unserer Schuld zu befreien! Im kommenden System wird es keine Gefängnisse im heutigen Sinne geben, weil die Priesterkönige dem GESETZ mit „eisernem Stab“ Nachachtung verschaffen werden!

 

10.1.1.19        Nur Jesus hat das sündensühnende Opfer dargebracht und ist einziger Mittler zu Jehova!

 

Psalm 49 zeigt uns eine gewichtige Wahrheit, nämlich, dass kein einziger Mensch einen anderen freizukaufen vermöchte! Hierzu reicht alles Geld der Welt nicht aus, weil das Leben so kostbar ist! Jehova hat somit eine vollkommen andere Ansicht über den Wert des Lebens als zum Beispiel Lebensversicherer oder solche, die einen Unfalltoten zu entschädigen haben!

 

(Psalm 49:7-10)  

7 Nicht einer von ihnen kann irgendwie selbst einen Bruder erlösen

Noch Gott ein Lösegeld für ihn geben  

8 (Und der Erlösungspreis ihrer Seele ist so kostbar,

Daß er aufgehört hat auf unabsehbare Zeit),  

9 Daß er immerdar weiterleben [und] die Grube nicht sehen sollte.

10 Denn er sieht, daß auch die Weisen sterben,

Der Törichte und der Vernunftlose kommen zusammen um,

Und sie müssen anderen ihre Mittel des Unterhalts hinterlassen.

 

Die Zahlung eines Ablasses, durch welchen Tote gar durch Geldzahlung aus dem mystischen „Fegefeuer“ zu befreien vermag mutet bereits wahnwitzig an. Bei der Kirche war offenbar nahezu alles durch Geld zu regeln und deren Sichtweise hat sich auf unsere christliche Politik übertragen. Am Tag Harmagedons kommt das erfolgreiche und wirtschaftlich gesehen weise Deutschland und das verarmte, am finanziellen Tropf hängende Griechenland gleichzeitig um. Das Geld rettet die deutsche Politik nicht und die Armut hilft den Griechischen Machthabern ebenso wenig. Schlussendlich kann keiner den Bruder wirklich retten.

 

Was aber bestimmt Rettung geben wird ist der Glaube in Christus und die Hoffnung auf Gottes Königreich! All den Reichtum, den jene Reichen am Tag Harmagedons hinterlassen wird nun den Überlebenden zufallen! Diese haben sich Gottes Gebote auf ihr Herz geschrieben und auf ihre Brüder in der Versammlung und zu Fremden in Liebe geachtet!

 

Sünden sind Gott offen zu bekennen, denn nur Er kann Vergebung durch Jesu Opfer gewähren (1. Johannes 1:8-10)  Wenn wir erklären: „Wir haben keine Sünde“, führen wir uns selbst irre, und die Wahrheit ist nicht in uns. 9 Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen. 10 Wenn wir erklären:Wir haben nicht gesündigt“, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

 

Wir müssen uns unserer Fehlerhaftigkeit bewusst bleiben und anerkennen, dass Jesu Loskaufsopfer nach wie vor benötigt wird, trotzdem wir uns anstrengen und Vollkommenheit zu erlangen unser Ziel bleiben muss! Johannes beschreibt es mit lieblichen Worten in seinem 1.Brief und ermuntert uns falsches Handeln zu lassen:

 

(1. Johannes 2:1-2)  Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. 2 Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.

 

Die ganze Welt, die von Gottes Vorkehrung Gebrauch macht kann sich retten! An Gottes klaren Bedingungen hat sich nichts geändert. In der Vergangenheit waren es hunderte von Millionen von Menschen die sich taufen liessen und eine gute Anzahl von ihnen wird in der Auferstehung unter den Gerechten sein, weil sie Jahr für Jahr ihre Sünden am Sühnetag durch Jesu Sühnopfer beseitigen liessen und so ihre Sünden sich nie aufzuhäufen vermochten. Wir dürfen uns aber keiner Illusion hingeben, dass im letzten Moment noch eine sehr grosse Zahl von Menschen förmlich auf den abgefahrenen Zug aufspringen würde! Vor allem in evangelischen Kreisen zirkuliert die falsche Hoffnung, dass die Nation Israel kurz vor dem Ende Jesus, den Christus als ihren Messias annehmen würden. Das wird nicht geschehen! Die messianischen Juden, „Ebioniten“ dagegen zählen bereits mehrere Hunderttausende!

 

10.1.1.20    Der Gott, der in grosser Weise Sünden verzeiht aber sich nicht missbrauchen lässt!

 

Dass Jehova in grosser Weise Sünden verzeiht und Barmherzigkeit zeigt haben wir im Verlauf der beiden Artikel immer wieder erkennen können. Diese Tatsache aber auszunützen suchen und Ihn auf die Probe zu stellen ist höchst unklug! Jesus wird kein zweites Mal für uns sterben und wer willentlich Sünde treibt kann unmöglich mit Gottes Barmherzigkeit rechnen! Paulus lässt an diesem Thema keinen Raum für Zweifel, wenn er schreibt:

 

(Hebräer 10:26-31)  Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: Mein ist die Rache; ich will vergelten und wiederum: Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Auf Gottes Barmherzigkeit zu vertrauen, indem man behauptet Gottes GESETZ sei nicht weiter gültig und darum existiere ja auch keine Sünde mehr, solches ist sehr kurzsichtig überlegt! Millionen von Menschen, nicht nur Jehovas Zeugen, sondern auch Pfingstgemeindler und andere christliche Strömungen hängen dieser Irrlehre an. Einige behaupten: „Einmal gerettet, für immer gerettet“ und laden damit förmlich zum Übertreten der Gebote ein! Katholiken lassen sich durch die Kindestaufe, die Beichte und den Ablass blenden, Lutheraner glauben ebenso, dass Beichte das Gewissen zu reinigen vermag. Paulus dagegen schreibt ausschliesslich davon, ob eine Sünde, die den Tod nach sich zieht willentlich oder unwissentlich begangen wurde!

 

Paulus bekennt, dass das Strafsystem unter dem „Königreich des Sohnes der Liebe“ strenger ist als unter dem bisherigen „Königreich für Israel“! Paulus widerspricht der landläufigen Theorie, dass der Gott des „Alten Testaments“ ein grausamer Gott gewesen sei, der Gott des „Neuen Testaments“, und damit bezeichnen sie Jesus dagegen wäre der „liebe Gott“. Sowohl im „alten Bund“ wie im „neuen Bund“ ist Jesus der „starke Engel Jehovas“, der Gottes Gerichte vollzog und weiterhin vollzieht. Es hat lediglich im „neuen Bund“ geändert, dass wir durch Glauben vollkommen vom Fluch bisheriger Sünden befreit werden konnten, weil Jesus an unserer Stelle gestorben war! Darum wird die Strafe auch strenger gehandhabt!

 

Rufen wir uns am Ende erneut Jehovas eigene Worte in den Sinn, was Seine Barmherzigkeit jenen gegenüber betrifft, die ihm offen und mit einem zerschlagenem Herzen ihre Sünde eingestehen. Jehova gibt aber auch heute keine Straffreiheit!

 

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn zeigt des Vaters Liebe bei unserer Rückkehr und Einsicht (2. Mose 34:5-7)  Und dann kam Jehova in der Wolke herab und stellte sich dort zu ihm hin und rief den Namen Jehovas aus. 6 Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: „Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Wer Straffreiheit erwartet, der wird bestimmt enttäuscht werden! Da Jesus aber die Strafe bereits für uns getragen hat kann er bestimmen, wer die letzte Münze einer Schuld zurückerstattet und wer aus Sklaverei freigelassen werden wird! Den „Schafen“ auf seiner rechten Seite am kommenden Gerichtstag hat Jesus dagegen die Strafe für ihre Schuld vollkommen erlassen, weil deren Taten der Liebe zu Gunsten von Jesu Brüdern und Schwestern jene Schuld aufwiegen! Jakobus fordert uns auf selbst barmherzig zu sein:

 

(Jakobus 2:10-13)  Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet we