Newsletter „DER WEG“ 9/05-3    Mai 2009

Neubearbeitung: 17.8.09 / 18.1.18

 

 

9.5.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an Titus (61 u.Z.)

 

   Paulus schreibt an seinen treuen Begleiter und Gefährten Titus zum selben Zeitpunkt wie er den 2.Brief an Timotheus geschrieben hat. Er ist aus seiner 1. Gefangenschaft frei gelassen worden. Von Rom aus trat er wahrscheinlich im Sommer oder Herbst 61 u.Z. in Begleitung des Titus die 4.Missionsreise an, deren erster dokumentierter Aufenthaltsort Kreta war. Entgegen der meisten Gelehrten, welche die Reise des Paulus als Gefangener nach Rom als „4.Missionsreise“ zählen erachten wir diese nicht als „Missionsreise“! Er reiste als Gefangener und nicht als freier Prediger guter Botschaft! Dagegen unterschlagen jene Gelehrten die wahre 4.Missionsreise, welche Paulus nach seiner Freilassung unternahm und die ihn nach Kreta, Griechenland, Mazedonien und Asien führte. Fast niemand der Theologen nennt dieses Ereignis, weil Lukas seine Apostelgeschichte mit der ersten Zeit der Gefangenschaft abschliesst.

 

Vergleiche Karte und Umschreibung: 4. Missionsreise des Paulus nach seiner 1.Gefangenschaft

 

4.Missionsreise des Paulus nach Entlassung aus 1.Haft in Rom
 

   Die minutiöse Rekonstruktion der Etappen und Ereignisse aufgrund der Paulusbriefe ergibt, dass das abrupte Ende jenes letzten Predigtfeldzuges des Paulus voraussichtlich in Ephesus oder Umgebung kam, wo er im Jahre 63 u.Z. in die zweite römische Gefangenschaft geriet, die im Jahre 64 u.Z. mit seiner Hinrichtung in Rom unter Kaiser Nero endete.

 

Karte Nikopolis, Norden von Achaja und Mazedonien   Bereits auf Kreta liess Paulus seinen Begleiter Titus zurück, um die dortigen Versammlungen zu auferbauen und reiste nach dem griechischen Festland weiter, um den Winter 61/62 u.Z. in Nikopolis zu verbringen. Entweder gründete er dort eine neue Versammlung oder wurde von einer bereits Bestehenden willkommen geheissen. Von dort schreibt er sowohl an Titus wie den 1.Brief an Timotheus. Titus soll zu ihm nach Nikopolis kommen. Er sendet Artemas und Tychikus als Boten mit dem Brief nach Kreta (2.Ti 4:10). Nachdem Titus dem Ruf gefolgt ist und Paulus in Nikopolis erreichte sendet Paulus ihn möglicherweise von dort nach Dalmatien oder aber Titus begleitet ihn auf dem ganzen weiteren Weg bis er als Gefangener nach Rom zurück kommt und sendet ihn erst von dort her nach Dalmatien (2.Ti 4:10). Das erstere wäre offenbar kurz bevor er im Frühjahr 62 u.Z. nach Philippi weiterreiste gewesen, das zweite aber im Herbst des Jahres 63 u.Z., bevor er den 2.Brief an Timotheus schrieb. Diese Lesart scheint wahrscheinlicher zu sein, die erste aber logischer. Hätte Timotheus davon bereits gewusst, weil Paulus ihn in Ephesus inzwischen doch dort wie angekündigt offensichtlich erreicht hatte, so würde er dieses Ereignis kaum so erwähnen wie es im 2.Timotheusbrief erwähnt wird.

 

   Unwichtige Details? Mag sein! Oft sind es unwichtige Details die einen Kriminalfall aufzulösen helfen. Warum wurde diese 4.Missionsreise von den Kirchenvätern in der Literatur fast vollkommen unterschlagen? Der Brief an Titus wirft mehr Licht auf den damals schnell fortschreitenden Abfall den Paulus aufzudecken versucht und den seine Mitstreiter Titus und Timotheus bekämpfen sollen!

 

   Hymenäus, Alexander und Philetus waren die Anstifter im Aufstand gegen Paulus und seine gute Botschaft, indem sie eine veränderte gute Botschaft in organisierter Form verbreiteten und dazu parallel zu Paulus eine konkurrierende organisierte Struktur einer Sekte aufzurichten begannen. Die Gefahr der Zerstörung der bisherigen Einheit ging somit von Männern aus, welche falsche Lehren innerhalb der Christenversammlung zu verbreiten begannen und die zum grossen Abfall zuerst in Asien führte (2.Ti 1:15). Dass Paulus jene abtrünnigen Männer aus der Versammlung geworfen hatte vermochte sie nicht zu bremsen ihr eigenes Lehrgebäude zu errichten, das ein Christentum „light“ ermöglichte, die Beachtung des GESETZES in den Hintergrund drängte und unmittelbare Auferstehung und den Himmel versprach! Ein Lohnpriestertum entstand mit hierarchischer Struktur und inneren Machtkämpfen um begehrte Amtsstellen. Das öffnete das Tor zur Heiligenverehrung und dem Glauben an Wunderheilungen seitens der Toten, die ja laut Lehre des Hymenäus bereits auferstanden seien. Sünden konnten schlussendlich leicht bereut werden durch die Ohrenbeichte vor dem Priester, wodurch ein Anreiz zum Sündigen geschaffen wurde, den Jesus in der Offenbarung scharf verurteilt.

 

   Von den sieben Versammlungen Asiens die direkt im Kerngebiet des Abfalls angeschrieben sind, haben sich zwei durch die inzwischen als Nikolaus-Sekte bekannten Abgefallenen infiziert. Christus stellt dies in Beziehung zu dem abtrünnigen Propheten Bileam, der hinging und Israel für Lohn dazu verführte zu sündigen. Die Hoffnung auf Jesu Wiederkehr und die Aufrichtung von Gottes Königreich hier auf der Erde geriet nun mehr und mehr in Vergessenheit!

 

   Der Abfall hatte sich während der 1.Gefangenschaft des Paulus schnell auszubreiten begonnen! Fünf Jahre, wo er sich als Gefangener nur mittels Briefen rechtfertigen konnte, statt persönlich korrigierend einzugreifen. Darum hatte er Timotheus am Ende der Gefangenschaft nach Ephesus vorausgesandt, um dort die noch Getreuen zu bestärken auszuharren und weiterzufahren die wahre gute Botschaft und Ordnung innerhalb unabhängiger Versammlungen zu verkünden! Der Abfall erreichte schon kurz nach dem Tod der Apostel die Versammlung Rom, wo schlussendlich der Pakt Religion – Politik im Papsttum seinen Höhepunkt im Jahre 325 u.Z. am Konzil von Nicäa fand!

 

Related image   Dieselbe falsche Botschaft „... die Auferstehung sei bereits geschehen“ verbindet das heutige Christentum direkt zu Hymenäus. Die meisten der so genannten Kirchenväter und der Apologeten waren bereits im einen oder anderen vom Abfall ergriffen! Ihre überlieferten Streitschriften bezeugen den im 2.Jahrhundert schnell keimenden Sektarismus nach dem Tod des letzten Apostels Johannes!

 

   Darum beklagt Johannes am Ende der 1.Jahrhunderts zu Recht, dass die „letzte Stunde“ des Urchristentums gekommen war. Es bestanden weiterhin noch zerstreute Versammlungen, die sich noch vollkommen an die Lehren der Apostel hielten! Die Antichristen hatten machtvoll das Ruder der Lehre und Verwaltung der „Schafe“ an sich gerissen. Wortgewaltig stellten sie sich als Nachfolger der Apostel mit derselben Amtsgewalt ausgestattet dar. Johannes aber zeigt, dass diese als Gegner des Christus ihr Lehrgebäude auf Lügen bauen! (2.Ti 2:16-19)

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

   Die Liebe zur Wahrheit entscheidet, auf welcher Seite wir Platz zu nehmen wünschen! Die Salbung“ die Gott durch Christus gibt ist „Kenntnis ... der Wahrheit, darin besteht wahre Salbung und nicht in Form eines Titels „Gesalbter“ oder der post-mortum Erklärung als „Heiliger“. Jeder Christ der die Schrift von Grund auf studiert kann diese Stufe der „Salbung“ erreichen, weil wir alle dazu berufen wurden die ganze Länge, Höhe, Breite und Tiefe“ der Wahrheit zu erkennen und vollständig in unser Haupt, den Christus hineinzuwachsen! Dies bedeutet die wahre Tiefe der Lehre verstehen zu lernen, um sie im eigenen Leben mittels Werken die mit dieser Wahrheit im Einklang stehen anzuwenden und andere ebenso danach zu belehren.

 

Weisheit: Verstehst du "geistige Dinge" korrekt einzureihen?
 

   Titus und Timotheus gehörten zu jenen Männern, welche die Berufung angenommen haben und ihren Weg treu weiterverfolgten, indem sie „falsche Geschichten“, „Altweibergeschwätz“ und das „Gangrän“ falscher Lehren mit dem „Schwert des Geistes“ bekämpften, indem sie der unverfälschten Wahrheit der guten Botschaft das Wort redeten und falsche Lehre als Lüge denunzierten! Exakt denselben Auftrag haben auch wir: Alle die hören und verstehen wollen müssen ihren Glauben überprüfen und festigen, die geprüfte, echte Version weitergeben, dies heute in der Endzeit!

 

   Da die Abkömmlinge jener Abgefallenen mit der Zeit die gesamte Macht an sich rissen ist leicht zu verstehen, warum sie die Aussagen des Paulus und seine Bemühungen diesem Abfall entgegenzuwirken so weit wie möglich zu unterschlagen versuchen! Aufgrund dieser drei Briefe, zwei davon an Timotheus und einer an Titus sind die Zusammenhänge der 4.Missionsreise rekonstruierbar! Sie sind eine deutliche Anklage gegen die heutigen religiösen Führer denselben Abfall zu verbreiten und zu institutionalisieren, den bereits Hymenäus lehrte!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

5.3............. Der Brief an Titus. 4

5.3.1........... Den Brief an Titus im Umfeld korrekt einordnen. 4

5.3.1.1........ Titus, ein persönlicher Begleiter des Paulus. 4

Paulus hatte ein inniges Vertrauensverhältnis zu Titus. 6

5.3.1.2........ Die Auserwählten Gottes“: Wer sind sie?. 8

Der Auserwählte“ Gottes. 8

Die zwölf auserwählten Apostel des Christus, seine „Braut, die Frau des Lammes 9

Die von Gott durch Christus auserwählten 144.000 kommenden Priesterkönige. 9

Die auserwählten Gäste am Hochzeitsfest des Sohnes. 10

Nur die Apostel waren seit Beginn durch Christus auserwählt; Paulus eingeschlossen! 11

5.3.1.3........ Der Inhalt des Briefes an Titus. 12

5.3.2........... Kapitel 1:  Älteste einsetzen, die an der Wahrheit und Gottergebenheit festhalten. 13

5.3.2.1........ Tit 1:1-9:  Titus sollte Dinge berichtigen die nicht richtig sind. 13

5.3.2.2........ Tit 1:10-16:  Mit Strenge jene zurechtweisen, die an der Beschneidung festhalten. 15

5.3.3........... Kapitel 2:  Gesetzestreues Benehmen fördern und weltliche Begierden zurückweisen. 16

5.3.3.1........ Tit 2:1-10:  Das Benehmen junger und betagter Männer und Frauen, von Sklaven. 16

5.3.3.2........ Tit 2:11-15:  Gottlosigkeit und weltliche Begierden zurückweisen. 18

5.3.4........... Kapitel 3:  Regierungen untertan sein, Sektarismus ablehnen. 19

5.3.4.1........ Tit 3:1-7:  Regierungen und Gewalten untertan sein. 19

5.3.4.2........ Tit 3:8-15:  Jene die Sekten fördern abweisen. 19

Tit  3:8:  Am zuverlässigen Wort Gottes festhalten. 19

Tit 3:9-11:  Streitfragen um Geschlechtsregister und Zank um Fragen des GESETZES. 20

Tit 3:12-14:  Paulus fordert Titus mit Amtsgewalt dazu auf unverzüglich zu ihm zu kommen. 22

5.3.5........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an Titus. 24

  


 

5.3               Der Brief an Titus

 

5.3.1           Den Brief an Titus im Umfeld korrekt einordnen

 

5.3.1.1          Titus, ein persönlicher Begleiter des Paulus

Titus ist ein getreuer Ältester, war Vorsteher in verschiedenen Versammlungen, wo Paulus ihn jeweils für eine gewisse Zeit beliess, um jene Mitältesten zu unterweisen und zu festigen. Oft beorderte er ihn dorthin, wo es zu Schwierigkeiten gekommen war, um jene Dinge richtigzustellen die falsch waren und erneut die durch ihn eingeführte „feste Ordnung“ herbeizuführen, die in allen Christenversammlungen Geltung haben soll: „Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln.“ (Php 3:16). Es muss somit wie stets bei der Betrachtung biblischer Texte das Umfeld mit einbezogen werden, aus dem Paulus heraus schrieb und die spezifische Situation der betroffenen Versammlungen mit eingebunden werden. Auch das allgemeine Umfeld im römischen Reich, in Judäa in das all dies eingebettet ist muss uns interessieren, um genaues Verständnis der Umstände zu erlangen!

 

Nach der Freilassung des Paulus in Rom begleitet ihn vorab Titus bis Kreta, den der Apostel dort zurück lässt. Er selbst reist weiter in Begleitung des Arztes Lukas, von Artemas und Tychikus. Aus dem Winterquartier in Nikopolis setzt er das Schreiben an Titus auf, zum selben Zeitpunkt wie er den 2.Brief an Timotheus schreibt. Ob er dort im Norden Griechenlands eine Versammlung gründen konnte geht aus jenen Schreiben nicht hervor. Bestimmt aber blieb Paulus während jener Monate nicht untätig!

 

Als in Antiochia im Jahre 49 u.Z. der Streit um die Beschneidung entstand, da war Titus bereits an der Seite des Paulus. Das war am Ende der 2.Missionsreise gewesen. Offensichtlich hatte er jenen treuen Jünger in jener Versammlung Antiochia kennen gelernt und erwählte ihn zum ersten Mal als seinen Begleiter zusammen mit Barnabas und einigen anderen Jüngern, um den Streit betreffend der Beschneidung vor die Apostel und Ältesten in Jerusalem zu tragen. Das so genannte Apostelkonzil tagte im Verlauf des Jahres 49 u.Z., wahrscheinlich im Sommer oder Frühherbst. Lukas beschreibt in der Apostelgeschichten den Beginn des Problems:

 

Image result for paulus zwiespalt wortstreit*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1-2 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden. 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

 

Diese Anordnung kam, weil Barnabas und Petrus in jener Zeit schwankend geworden waren und unter dem Druck der Umstände den Standpunkt der Pharisäer unter den Christen Jerusalems angenommen hatten. Das war für die Festigung des Glaubens verheerend, weil Zweifelsfragen nun den Lehrplan zu beherrschen begannen und andere mit in die Zweifel rissen! Jesus hatte doch so deutlich vor dem Sauerteig der beiden grossen Sekten des Judaismus gewarnt, die beide von den Aussagen des GESETZES und der PROPHETEN in bestimmten Lehrmeinungen abwichen und das Volk aufspalteten.

 

*** Rbi8  Matthäus 16:11-12 ***

Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, daß ich nicht von Broten zu euch gesprochen habe? Nehmt euch aber vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer in acht.“ 12 Da begriffen sie, daß er gesagt hatte, sie sollten sich nicht vor dem Sauerteig der Brote in acht nehmen, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.

 

Im Brief an die Galater, den Paulus nachträglich dieser Ereignisse in den Jahren zwischen 50-52 u.Z. schrieb, also ein bis drei Jahre nach dem Geschehen, bedauert er diese Vorkommnisse in Antiochia sehr. Sie hatten zur Verunsicherung der Brüder in den Versammlungen der Nationen in Galatien und später in Asien und anderen Regionen geführt. Dies hatte bestimmt seinem Ruf als Apostel einen bleibenden Schaden zugefügt. Darum sind seine Worte auch so hart, weil er unter den Konsequenzen nun zu leiden hatte! Im Artikel über den Galaterbrief gehen wir im Detail darauf ein. Pharisäisches Brauchtum wurde damit über das gestellt, was der „heilige Geist sagt“, das heisst, was Jesus durch die Handlung bestätigte, als er jenen heiligen Geist auf Kornelius und seine Hausgemeinschaft ausgoss. Jene waren in diesem Zeitpunkt und auch später in fleischlich unbeschnittenem Zustand. Dies geschah zudem noch bevor sie getauft wurden! Gott selbst zeigte, dass er all jenen Menschen aus den Nationen als annehmbar erachtete, die ihr Herz in Reue über frühere Sünden ihm zugeneigt haben und damit eine geistige Beschneidung aufgrund des GESETZES anerkannt haben! (Apg 10:44-48)

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

Petrus hatte offenbar unter dem Druck jener Pharisäerchristen all dies für einen Moment vergessen und war schwach geworden. Paulus nennt ihn im Brief an die Galater „Kephas“, nach seinem semitischen Namen der auf Griechisch „Petrus“ lautet (siehe Mat 10:2 FN NW).

 

*** Rbi8  Galater 2:11-14 ***

Als Kephas [[(Petrus)]] jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen [[(„Paulikanern“)]]; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern [[von den Paulikanern]] aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen [[(„Ebioniten“)]]. 13 Auch die übrigen Juden [[(„Ebioniten“)]] schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg gemäß der Wahrheit der guten Botschaft wandelten, sagte ich vor ihnen allen zu Kephas: „Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst wie die Nationen und nicht wie Juden, wie kommt es, daß du Leute von den Nationen nötigst, gemäß jüdischem Brauch zu leben?

 

Eine Spaltung Judenchristen („Ebioniten“) und Heidenchristen („Paulikaner“) war die Folge! Petrus sah später seinen grossen Fehler ein und stellte sich am so genannten Apostelkonzil voll auf die Seite des Paulus. Selbst der unter Federführung des Jakobus schriftlich festgehaltene Text, der die Autorität des Paulus wiederherstellen sollte konnte den angerichteten Schaden nicht mehr voll beheben. Paulus, Barnabas und Titus brachten diesen Brief der Apostel nach Antiochia zurück.

 

Seine Autorität als zwölfter Apostel, der direkt durch Jesus erwählt worden war, diese war durch jene Männer für eine Zeitspanne in Zweifel gezogen worden. Selbst die meisten „Ebioniten“ in Antiochia und den umliegenden Versammlungen, darunter Petrus und Barnabas, vermochten jene früheren Pharisäerchristen durch ihre Argumente auf ihre Seite zu ziehen! Der spätere Abfall der Versammlungen in Asien darf und soll direkt in diesem Zusammenhang gesehen werden, weil er einige Vorsteher dazu ermunterte eine eigene, von den Lehren des Paulus abweichende Lehrmeinung zu verbreiten. Solche falsche Lehrer stellten sich damit seither auf dieselbe Ebene wie die Apostel! Dies muss uns heute als warnendes Vorbild dienen, um mit gut geschultem Unterscheidungsvermögen die vielen unterschiedlichen Lehrmeinungen zu betrachten! Den Korinthern schrieb Paulus schon längere Zeit zuvor:

 

Image result for Satan "Engel des Lichts"*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Wir müssen uns daher fragen, welche Art „Gerechtigkeit“ jene Religionsführer vertreten, die alle eine von Gottes GESETZ und Seiner darin festgelegten Gerechtigkeit abweichende Lehre verkünden!

 

Timotheus und Titus traf es bereits während der 1. und dann auch der 2. Gefangenschaft des Paulus die Aufgabe solche Männer aus den Reihen der Versammlungen zu entfernen und die reine Lehre erneut herzustellen. Dem aber kamen jene Abtrünnigen in Asien zuvor, indem sie eine eigene Sekte unabhängig von Paulus und den Aposteln in Jerusalem bildeten. Später wurden diese scheinbar laut der Offenbarung durch einen gewissen Nikolaus angeführt, der Namengeber für die von Jesus gehasste „Nikolaus-Sekte“ war. Jesus  erwähnt jene in den Sendschreiben gar zwei Mal, einerseits im Zusammenhang mit Ephesus und andererseits mit Pergamon. Von Pergamon sagte Jesus sogar, dass dort der Sitz Satans sei. Jene „falschen Apostel, betrügerischen Arbeiter“ stellten sich nun selbst als „Engel des Lichts“ dar, einer veränderten Form der Wahrheit, Irrtum und offensichtliche Lügen verbreitend!

 

Das sollte uns Warnung sein heutige Religionen und Sekten nicht nur vordergründig auf ihre scheinbare Übereinstimmung mit biblischen Aussagen hin zu prüfen, sondern ihr hintergründiges Verhalten zu beachten, das irgendwo stets auf Habsucht aufbaut, den inneren Kern zu bereichern, ihr pompöses Behaupten allein Gott zu vertreten.

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

Das griechische Wort „aggelos“ bedeutet Bote oder Vorsteher, wie aus Jesu Anschrift der sieben Versammlungen in Offenbarung 1, Vers 20 deutlich hervorgeht! Dies deutet darauf hin, dass die Nikolaus-Sekte von dort aus tätig war, dem Sitz des Kaiserkultes. Die Vermischung von heidnischer Lehre und Aussagen von Gottes Wortführer ist unverkennbar, die Satan wie „Samen“ auf Jesu Acker unter das „Getreide“ streute.

 

*** Rbi8  Matthäus 13:24-30 ***

Ein weiteres Gleichnis legte er ihnen vor, indem er sprach: „Das Königreich der Himmel [[(das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“)]] ist einem Menschen gleich geworden, der vortrefflichen Samen auf sein Feld säte. 25 Während die Menschen schliefen, kam sein Feind [[(Satan, dessen Helfer)]] und säte Unkraut hinzu, mitten unter den Weizen, und ging weg. 26 Als die Saat sproßte und Frucht brachte, da erschien auch das Unkraut. 27 Da traten die Sklaven des Hausherrn herzu und sagten zu ihm: ‚Herr, hast du nicht vortrefflichen Samen auf dein Feld gesät? Woher hat es denn Unkraut?‘ 28 Er sprach zu ihnen: ‚Ein Feind, ein Mensch [[(ein „falscher Lehrer“)]], hat das getan.‘ Sie sagten zu ihm: ‚Willst du denn, daß wir hingehen und es zusammenlesen?‘ 29 Er sprach: ‚Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts den Weizen mit ihm ausreißt. 30 Laßt beides zusammen wachsen bis zur Ernte [[(dem Tag Harmagedons und das Schlussgericht am Ende des Millenniums)]]; und zur Erntezeit will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen, dann geht und sammelt den Weizen in mein Vorratshaus.‘ “

 

Jesus zeigt uns deutlich, dass das Geschehen von damals auf unsere Zeit des Gerichts hin Auswirkungen zeigt! Jene, die dem guten Samen gleichen werden durch Engel in Gottes „Vorratshaus“ eingesammelt, die schlechten aber werden „verbrannt“, vernichtet werden. Beide wachsen Seite an Seite bis hin zum Ende, wenn auch das Unkraut zu allen Zeiten den guten Samen zu überwuchern trachtete. Aus den Worten des Paulus aber zeigt sich, dass der „wahre Samen“ sich vom „falschen Samen“ getrennt halten muss! Er fordert: „Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab.(2.Kor 6:14-17)

 

Religion und Ethik als Organisationen - eine Quadratur des Kreises?Paulus erklärt nicht, dass wir unsere Religionsgruppe, die „Gemeinde“ oder „Ecclesia“ von unserer anhand vieler Schrifttexte geprüften, der festen Überzeugung nun jene von innen her verändern könnten. Vielmehr jene auch unter Protest zu verlassen, selbst Beispielgebend ausserhalb von ihr unsere eigene Kleinversammlung aufbauend. Nie dem Versuch nachgebend eine pompöse Organisation daraus zu machen, welche doch stets früher oder später von Satans Samen dominiert werden wird! Das „Gangrän“ falscher Lehre wirkt ansteckend und endet tödlich! Wir sollen Menschen hinführen in Eigenverantwortlichkeit Gottes Willen zu tun und Seine Gebote zu respektieren! Jesu eigene, von den Sekten der Juden abgetrennte „Versammlung“ umfasste seine 12 Apostel! Der Befehl „Babylon die Grosse“ zu verlassen ist ein Aufruf zur Eigenaktivität! Jede Versammlung des Paulus handelte eigenverantwortlich. Erst der Eingriff von Jerusalem her brachte Unruhe und Streitgespräche!

 

Es schien vielen aufgrund der Auseinandersetzung in Antiochia und den Disputen am Apostelkonzil, als ob die Apostel untereinander, zumindest dem, was die Beschneidungsfrage und die geistige Trennwand zwischen Juden- und Heidenchristen anbetrifft, ungleicher Meinung gewesen seien. Nur eine rigorose Richtigstellung und Verweis jener, die für den Aufruhr verantwortlich zeichneten durch die Mehrheit konnte das Ansehen des Paulus wiederherstellen. Dass dies nur zum Teil durch das Apostelkonzil gelang, dadurch, dass diese eigenen Fehler von Judenchristen aus der Gruppe aus den Pharisäern unter den Ebioniten ans Licht brachten, dies geht aus dem aufgewühlten Schreibstil des Paulus im Brief an die Galater deutlich hervor! Ebenso müssen die drei Hirtenbriefe an die Aufseher Timotheus und Titus unter diesem Aspekt gesehen werden. Der Schaden war bereits angerichtet: Nun galt es diesen, wo es noch Chance auf Gelingen hatte umzukehren und die unverfälschte gute Botschaft und die feste Ordnung die Paulus verkündigt hatte zumindest innerhalb der getreuen Versammlungen wiederum herzustellen!

 

Paulus erwähnt im Brief an die Galater (51 u.Z.) seinen ersten offiziellen Besuch bei den Aposteln in Jerusalem im Jahre 36/37 u.Z., wo er von Barnabas bei den Aposteln eingeführt wurde. Dann, 14 Jahre später erklärte er in Begleitung des Barnabas und Titus den Aposteln in Jerusalem seine Form der Verkündigung der „guten Botschaft“, so wie er sie direkt von Jesus durch Visionen erfahren und bisher unter den Nationen gelehrt hatte. Weder beim ersten noch beim zweiten Besuch beanstandeten die Apostel etwas betreffend einer obligatorischen Beschneidung der Christen aus den Heiden oder einer gesetzlich erforderten Trennung von Juden- und Heidenchristen. Diese Dinge waren offensichtlich kein Erfordernis mehr und die Apostel stimmten mit dem schon damals überein. Petrus selbst hatte dies aufgrund der Taufe des Kornelius erkannt und so festgelegt! Gott hatte durch Ausschütten des heiligen Geistes über jene Gruppe Zeugnis abgelegt! 

 

Image result for paulus titus*** Rbi8  Galater 2:1-5 ***

Dann, nach vierzehn Jahren, ging ich wieder nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. 2 Ich begab mich aber zufolge einer Offenbarung hinauf. Und ich legte ihnen die gute Botschaft vor, die ich unter den Nationen predige, jedoch den hervorragenden Männern persönlich, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre. 3 Trotzdem wurde nicht einmal Titus, der bei mir war, genötigt, sich beschneiden zu lassen, obwohl er ein Grieche [[(ein „Unbeschnittener“)]] war. 4 Doch wegen der falschen Brüder [[(mit ihrem pharisäischen Geist kleinlicher Regeln, einem hierarchischen Organisationsdenken)]], die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Ziel des Angriffs jener Christen, „falscher Brüder die sich eingeschlichen hatten“, die von den Pharisäern her kamen war es die Dominanz vorab der Versammlung Jerusalems und dann der Antiochias zu erreichen, um nun auch über jene der Christenversammlungen aus den Heiden zu herrschen. Das Problem das zuvor schon in Jerusalem aufgetaucht war betreffend der Essenausteilung, Bevorzugung zu Gunsten der einen Gruppe gegen die andere, war nun auf ein höhere Stufe gebracht worden. Die Versammlung und „unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben stand in Gefahr durch eine führende Gruppe belauert, indoktriniert und beherrscht zu werden! Paulus spricht von „vollständiger Versklavung“, wie wir dies heute in fast allen christlichen Kirchen beobachten können, welche einer zentralen Führung unterstehen! Jene Oberen zeigen sich als „Herren unseres Glaubens“, wollen uns dazu zwingen ihre unbiblischen Dogmen und ihre Regelwerke anzuerkennen!

 

Paulus zeigt, dass Christenversammlungen ihre Unabhängigkeit durch Christus von Gott her verordnet haben! Nur Jesus hat die Vorsteher in seiner rechten Hand! Keine Organisationsstruktur, wie sie heute in fast allen christlichen Religionen und Sekten existiert war zu Beginn vorgesehen! Das war das Ziel und Resultat der von Paulus abgefallen Abtrünnigen, die eine „veränderte gute Botschaft“ lehrten! Paulus warnt: „... diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Lazarus wurde auferweckt jedoch ohne ewiges Leben zu erlangenEs gab somit seit jener Zeit bis heute zwei unterschiedliche „gute Botschaften“: Eine unveränderte, die des Paulus und eine veränderte, die der Abtrünnigen in unterschiedlichsten Auslegungen! Ein gewichtiges Kennzeichen „falscher Lehrer“ war und blieb seit Beginn die Behauptung gleich der des Hymenäus: „Die Auferstehung sei bereits geschehen“! Auferstehung der Toten erfolgt aus dem Grab, hier auf der Erde! Wer immer dieselbe Lehre des Hymenäus, Alexander und Philetus bringt, dass die Toten bereits auferstanden seien, unsichtbar im Himmel, dort lebendig an Gottes und Jesu Seite wären, der muss als „falscher Prophet“, als „falscher Apostel“ eingestuft werden. Er untergräbt den Glauben in Jesu Wiederkehr und die Auferstehung der Toten am „jüngsten Tag“ unter Leitung des zurückgekehrten  Menschen“ Jesu, der vorab „mit den Wolken“ und „jedem Auge sichtbar“ wiederkehren muss (Off 1:7).

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:20-22 ***

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam [[(zufolge seiner Übertretung)]] alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

 

Mit der Auferstehung des Lazarus gab Jesus das verbindliche Muster künftiger Auferstehung, sowohl der kommenden Frühauferstehung der Apostel [B1], wie auch der Erstauferstehung der Gerechten [Bb], die Priesterkönige sein werden! Die Prophezeiung aus Hesekiel Kapitel 37 muss sich erfüllen!

Paulus hatte ein inniges Vertrauensverhältnis zu Titus

Als Paulus auf der 3.Missionsreise von Ephesus her nach Troas kam erwartete er dort Titus zu sehen. Als er ihn nicht fand zeigte er sich traurig und besorgt. Paulus nennt ihn nun „meinen Bruder“ im 2.Brief an die Korinther, den er kurze Zeit darauf aus Mazedonien, möglicherweise aus Philippi im Jahre 55 u.Z. schrieb erklärt er diesbezüglich:

 

*** Rbi8  2. Korinther 2:12-13 ***

Als ich nun in Troas angekommen war, um die gute Botschaft über den Christus zu verkündigen, und mir eine Tür im Herrn geöffnet wurde, 13 fand ich in meinem Geist keine Erleichterung, weil ich Titus, meinen Bruder, nicht fand, sondern ich sagte ihnen Lebewohl und reiste nach Mazedonien ab.

 

Offensichtlich hörte eine Familie auf das, was Paulus am Sabbat in der Synagoge in Troas predigte, wie dies sein Gewohnheit war (Apg 17:1, 2). Möglicherweise war diese „geöffnete Tür“ das Haus des Karpus, den er im 2.Brief an Timotheus später erwähnt, wo er die Schriftrollen und seinen Mantel zurückliess als er auf der 4.Missionsreise von Troas nach Ephesus weiterreiste (2.Ti 4:13).

 

Paulus erreicht von Troas her mazedonisches FestlandVon Troas her gelangte Paulus nun auf der 3.Missionsreise per Schiff nach dem mazedonischen Festland. Mazedonien zeigte gegenüber Paulus und seinen Bemühungen die gute Botschaft zu verbreiten fast von Anfang an Widerstand, vor allem aus den Reihen der Juden, denen er vorab predigte. Hinzu kamen die Sorgen um die bestehenden Versammlungen und deren Treue seinen Lehren gegenüber und ihrer Loyalität zum Christus, aufgrund der zunehmenden Herausforderung Abgefallener die jene bedrückten. Trost aber gab es nun durch die so ersehnte Ankunft des Titus, der von Korinth her kommend gute Nachricht brachte!

 

*** Rbi8  2. Korinther 7:5-7 ***

In der Tat, als wir in Mazedonien angekommen waren, gab es für unser Fleisch keine Erleichterung, sondern wir wurden weiterhin auf jede Weise niedergedrückt — da gab es außen Kämpfe, innen Befürchtungen. 6 Gott aber, der die Niedergeschlagenen tröstet, hat uns durch die Gegenwart [[(Ankunft (von Korinth her))]] des Titus getröstet; 7 doch nicht allein durch seine Gegenwart [[(gr.: parousia = Ankunft)]], sondern auch durch den Trost, mit dem er euretwegen getröstet worden war, da er uns wieder Nachricht brachte von eurer Sehnsucht, eurer Trauer, eurem Eifer für mich, so daß ich mich noch mehr freute.

 

Der 1.Brief an die Korinther hatte jene Versammlung in Trauer versetzt, weil Paulus harten Tadel üben musste, da dort verschiedene Angelegenheiten seitens der Ältesten fehlgeleitet worden waren. Nun, wo er den 2.Brief aufgrund der guten Nachrichten des Titus schrieb, da zeigte sich Paulus sehr befriedigt und ermuntert jene Versammlung. Trotz der Fehler gedachte Paulus in positivem Sinne der guten Eigenschaften der Korinther und hatte diese auch schon bevor er Titus dorthin sandte diesem gegenüber in den Vordergrund gerückt.

 

*** Rbi8  2. Korinther 7:13-16 ***

Doch zu unserem Trost hinzu wurde unsere Freude noch viel überströmender wegen der Freude des Titus, weil sein Geist durch euch alle erquickt worden ist. 14 Denn wenn ich mich irgendwie ihm gegenüber rühmend über euch geäußert habe, so bin ich nicht beschämt worden; sondern so, wie wir euch alles in Wahrheit gesagt haben, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus als Wahrheit erwiesen. 15 Auch sind seine [Gefühle] inniger Zuneigung überströmender euch gegenüber, während er sich euer aller Gehorsam in den Sinn ruft, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern empfingt. 16 Ich freue mich, daß ich euretwegen in jeder Weise guten Mutes sein kann.

 

Jene Versammlung hatte Titus gut aufgenommen und die Konzepte des Paulus unter Anleitung des Titus schnell in die Tat umgesetzt! Die Vorsteher waren Paulus und der reinen Lehre ergeben, obwohl einige sich zuvor unnötigerweise bereits als Könige gefühlt haben mögen! Die Richter der Versammlung hatten ihre Aufgabe erfüllt und den Missetäter aus ihren Reihen entfernt. Inzwischen hatte jener bereut und sich von jener Hurerei befreit und war erneut in der Versammlung integriert worden.

 

Nun, da Titus bei Paulus in Mazedonien war zeigte er sich erneut sehr nützlich. Paulus hatte Kenntnis über die schwierigen Verhältnisse der „Ebioniten“, „der Armen“ in Jerusalem erhalten. Durch verschiedene Ereignisse war dort eine grosse Armut eingetreten und diese benötigten nun Hilfe von aussen. Ein beredtes Beispiel, wie Hilfe auch heute nicht nur innerhalb der jeweiligen Christenversammlung geleistet werden soll, sondern die Grenzen des engen Bereiches sprengen muss, um anderen die ungeheuchelte Liebe durch Werke zu offenbaren! Jene Versammlungen waren trotz ihrer eigenen Armut „unter grosser Erprobung und Trübsal“ so sehr freigiebig, dass dies eigentlich über ihr eigenes Vermögen hinausging. Paulus zeigt seine eigene Rührung im 2.Brief an die Korinther und lobt die vortreffliche treue Arbeit des Titus.

 

*** Rbi8  2. Korinther 8:1-7 ***

Nun lassen wir euch, Brüder, in bezug auf die unverdiente Güte Gottes, die den Versammlungen Mazedoniens erwiesen worden ist, wissen, 2 daß während einer großen Erprobung unter Trübsal die Fülle ihrer Freude und ihre tiefe Armut den Reichtum ihrer Freigebigkeit überströmen ließen. 3 Denn gemäß ihrem tatsächlichen Vermögen, ja ich bezeuge [es], über ihr tatsächliches Vermögen hinaus geschah dies, 4 während sie uns von sich aus anhaltend und sehr eindringlich um das [Vorrecht] gütigen Gebens und um einen Anteil an dem Dienst baten, der für die Heiligen [[(die leidenden Christen Jerusalems)]] bestimmt ist. 5 Und nicht bloß, wie wir gehofft hatten, sondern sich selbst gaben sie zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen. 6 Das bewog uns, Titus zu ermuntern, daß, so wie er es gewesen war, der es unter euch einführte, er auch dasselbe [Werk] gütigen Gebens eurerseits vollenden solle. 7 Dessenungeachtet mögt ihr, so wie ihr in allem überströmend seid, in Glauben und Wort und Erkenntnis und aller Ernsthaftigkeit und in dieser unserer Liebe zu euch, auch in diesem [Werk] gütigen Gebens überströmend sein.

 

Die Mazedonier wollten aus innerer Überzeugung heraus anderen Christen vom „WEG“, den „Heiligen“, den „Ebioniten“ Jerusalems die unverschuldet in Not geraten waren Hilfe leisten, ohne dass Paulus erst darum bitten musste! Ihr Anteil am Dienst bestand somit in der Unterstützung jener, die das Predigtwerk unter den Juden fortsetzten, selbst unter Verfolgung: „Die Heiligen“, die Apostel und Jünger in Judäa! Paulus bezeichnet diese freiwillige Offenheit im Geben so, dass jene Mazedonier sich dadurch selbst dem Christus übergeben hatten, indem sie Gottes Willen, was Nächstenliebe betrifft erfüllten! (vergl. Mat 25:34-39) Nun sollten auch die Korinther ihr eigenes freizügiges Geben unter Beweis stellen. Dort bestand eine Versammlung die nicht durch Armut gekennzeichnet war und nicht unter Verfolgung litt!

 

Da Titus als Überbringer des 1.Briefes an die Korinther dort bereits die Not der „Ebioniten“ Jerusalems und Judäas erwähnte, so hatte er zuvor schon auch in Korinth zu diesem Zweck die Möglichkeit für Spenden eingeführt. Gemeinsam sollten jene durch Abgeordnete aus all jenen Versammlungen die direkte Geber waren nach Jerusalem gebracht werden. Da Paulus Titus mit jenem 2.Brief an die Korinther als seinen Abgesandten beorderte, so sollte er dieses Werk nun auch dort beenden, bevor Paulus von Mazedonien her kommend dort eintreffen würde und dann unmittelbar von dort gemeinsam mit den Begleitern nach Jerusalem weiterreisen wollte, den Abgeordneten jeder der Versammlungen. Paulus rühmt erneut den gottgemässen Eifer des Titus, der sich wiederum freiwillig anerbot die Last und Gefahr als Bote des Paulus zu übernehmen. Derselbe Eifer sollte auch uns antreiben.

 

Image result for paulus titus korinth*** Rbi8  2. Korinther 8:16-21 ***

Gott sei nun Dank, daß er Titus denselben ernsten Eifer euch betreffend ins Herz gelegt hat, 17 denn er ist tatsächlich auf die Ermunterung eingegangen, doch reist er, da er voll ernsten Eifers ist, von sich aus zu euch. 18 Wir senden aber den Bruder mit ihm, dessen Lob sich in Verbindung mit der guten Botschaft durch alle Versammlungen verbreitet hat. 19 Nicht nur das, sondern er wurde von den Versammlungen auch dazu bestimmt, unser Reisegefährte in Verbindung mit dieser Liebesgabe zu sein, die von uns zur Verherrlichung des Herrn und als Beweis unserer Bereitwilligkeit dargereicht wird. 20 So vermeiden wir es, daß irgendein Mensch in Verbindung mit diesem reichen Beitrag, der von uns geleistet wird, an uns etwas zu bemängeln finde. 21 Denn wir „treffen ehrliche Vorsorge, nicht allein vor den Augen Jehovas, sondern auch vor den Augen der Menschen“.

 

Offenbar war neben Titus auch Tychikus einer jener Begleiter des Paulus, den er als „Bruder“ hervorhebt der sich in allen Versammlungen einen guten Ruf erworben hatte, welche die Liebesgabe nach Jerusalem bringen sollten.

 

Damit nirgends der Verdacht persönlicher Bereicherung durch irgend einen der Boten auftauchen könnte traf Paulus kluge Vorbereitung! Alles musste offen und überschaubar bleiben!

 

*** Rbi8  2. Korinther 12:17-18 ***

Ich habe euch doch nicht etwa durch einen von denen übervorteilen lassen, die ich zu euch gesandt habe? 18 Ich habe Titus zugeredet, und ich habe den Bruder mit ihm gesandt. Titus hat euch doch durchaus nicht übervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geist gewandelt? Nicht in denselben Fußstapfen?

 

Titus und Tychikus hatten sich als untadelig erwiesen und sich wie Paulus niemals an Geldern die für andere bestimmt waren bereichert!

 

Kehren wir nun, nach diesem anschaulichen Beitrag über den untadeligen Charakter des Titus zum Geschehen in jenen Tagen der letzten Missionsreise des Paulus zurück, wo er den Brief an Titus schrieb, den er zuvor in Kreta zurückgelassen hatte.

 

Da der Jünger Tychikus inzwischen mit dem Brief an Titus nach Kreta unterwegs war und dann offenbar von dort zusammen mit Titus, Apollos und Zenas zu Paulus nach Nikopolis zurückkehrte, wäre daher nicht auszuschliessen, dass Titus anschliessend mit Paulus über Philippi nach Ephesus weiterreiste und dann auch auf dem Gefangenentransport als Begleiter dorthin nach Rom mit Paulus kam. Gemäss dem 2.Brief an Timotheus, den Paulus aus Rom sandte erklärte er Timotheus in einer Kurzinformation, dass er Titus nach Dalmatien gesandt habe. Er verrät allerdings nicht, von welchem Ort aus. Eine andere Möglichkeit wäre, dass dies direkt von Nikopolis aus geschehen wäre, der nächstgelegene Punkt auf jener 4. und letzten Missionsreise.

 

Paulus schreibt als Gefangener durch Mirhelfer seine Briefe unter römischer Bewachung*** Rbi8  2. Timotheus 4:9-13 ***

Tu dein Äußerstes, binnen kurzem zu mir zu kommen. 10 Denn Demas hat mich verlassen, weil er das gegenwärtige System der Dinge geliebt hat, und er ist nach Thessalonich gegangen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 11 Lukas allein ist bei mir. Nimm Markus und bring ihn mit dir, denn er ist mir für den Dienst nützlich. 12 Tychikus aber habe ich nach Ephesus weggesandt. 13 Wenn du kommst, so bring den Mantel [mit], den ich in Troas bei Karpus zurückgelassen habe, und die Buchrollen, besonders die Pergamente.

 

Titus hatte er inzwischen somit möglicherweise auch erst von Rom aus nach Dalmatien gesandt. Wir lassen diesen Punkt somit weiterhin offen.

 

Paulus wird in diesem Teil der Gefangenschaft in Rom inzwischen nur noch von Lukas begleitet, wie Paulus dies etwas traurig schreibt! Dies alles deutet darauf hin, dass er erneut privilegiert als römischer Bürger bis zur Aburteilung in einen Haus und vorerst nicht im Gefängnis war. Offenbar aber war er in Ketten und unter Aufsicht eines Soldaten (2.Ti 1:16). In einem öffentlichen Gefängnis hätte er wohl kaum Begleiter an seiner Seite haben können und relativ frei gar Besuche empfangen dürfen. Offenbar fand ihn Onesimus, der entflohene Sklave des Philemon auch an diesem Ort, nachdem er längere Zeit nach Paulus gesucht hatte. Der Kontakt zur Versammlung Rom mag aufgrund der Situation von Verfolgung zeitweise unterbrochen gewesen sein.

 

5.3.1.2          „Die Auserwählten Gottes“: Wer sind sie?

Bestimmt sollte es uns interessieren, wer diese zu Beginn des Briefes durch Paulus so hervorgehobenen „Auserwählten“ sind! Dazu wollen wir ein paar weitere Texte analysieren, welche denselben Ausdruck verwenden, um sicherzugehen, dass wir nicht einem Irrtum unterliegen! Achten wir dabei ausser auf die Personengruppen auch noch auf die Zeitachse! Wann geschieht was? Wozu dient dieses Verständnis eines weiteren Details wie dem „der Auserwählten“ und wer diese sind?

 

Fast alle Religionsgemeinschaften bezeichnen ihre Vorsteher als Teil der „Auserwählten“. Die Päpste nehmen durch Seelig- und Heiligsprechungen verbindliche Zuteilungen vor, von denen sie behaupten, dass jene „Heiligen“ zur „Braut Christi“ gehören würden. Jehovas Zeugen reden von einer „Johannes-Klasse“ von „Gesalbten“, die sich selbst als „Auserwählte“ bezeichnen. Alle verwenden dabei biblische Begriffe, welche scheinbar bestätigen, dass jene Personen, Lebende und Verstorbene einen erhöhten Rang besitzen.

 

Wie sieht dies aber aus Sicht der aufgezeichneten Logik der Heiligen Schrift aus? In erster Linie handelt es sich bei „dem Auserwählten“ natürlich um Jesus selbst, mit dem Jehova im Himmel einen Bund schloss, noch bevor er ihn den Engelfürst Michael zur Erde gesandt hat, um hier als Mensch aus einer Jungfrau geboren zu werden. Jesus konnte somit nicht selbst erwählen „der Auserwählte“ zu werden, sondern Jehova hatte ihn seit Urzeiten dazu bestimmt! Jesus selbst bezeichnete sich als Abgesandten Gottes, der vom Himmel her gekommen war.

 

*** Rbi8  Johannes 9:4 ***

Wir müssen die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat [[(Jehova Gott)]], solange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.

 

Jesus selbst war das „Licht des Tages“, weil er auf Wahrheit und Prophetie Licht warf! Die „Nacht“, die Jesus erwähnt ist die Zeit, wo Abgefallene ihre „offizielle Wahrheit“ mit der Wahrheit der Schrift vertauschen würden! Bis zum Abschluss der Endzeit würde „die Heiligen“, Getaufte mehrheitlich besiegt, indem sie mehr auf jene veränderte gute Botschaft als auf Jesu Worte achten und vom „wilden Tier“ dadurch besiegt werden, dass sie sein Kennzeichen, die symbolische „666“ auf Hand oder Stirn empfangen! (Off 13:6, 7)

Der Auserwählte“ Gottes

Der Messias, „der Auserwählte“ sollte als „Same Davids“ aus der Königslinie stammend innerhalb der Nation Juda in Erscheinung treten. Durch eine Prophetie des Engels Gabriel an den im Alter fortgeschrittenen Daniel im babylonischen Exil wurde bekannt, dass dies am Ende der neunundsechzigsten Jahrwoche sein würde, nachdem das Wort ausgegangen sein würde das zerstörte Jerusalem wieder aufzubauen.

 

Prophezeiung & Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
 

Dieser Zeitpunkt lässt sich geschichtlich exakt auf das Jahr 455 v.u.Z. einteilen! Der vierhunderteinundachtzigste „Tag“ (69x7), wobei jeder Tag für je ein Jahr steht endete am 30. des jüdischen Monats Elul. Die siebzigste und letzte Jahrwoche begann am 1.Tischri, dem Trompetenfest des Jahres 29 u.Z. (Da 9:25-27). Im Psalm 89 wurde durch Gottes Inspiration festgehalten:

 

*** Rbi8  Psalm 89:3-4 ***

Ich habe gegenüber meinem Auserwählten einen Bund geschlossen;

Ich habe David, meinem Knecht, geschworen:

 4 Selbst bis auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] werde ich deinen Samen festigen,

Und ich will deinen Thron für Generation um Generation bauen.‘ “

 

Der „Same Davids“, Gottes „Auserwählter“ unterstand somit einem Bund! David war und blieb Jehovas auserwählter Knecht! Er war nicht direktes Objekt des Bundes, sondern seinSame“ war es, den Paulus als „den Samen“ mit Jesus verbindet, von Seiten Marias und seines Ziehvaters Joseph aus Davids Linie stammend! (Mat 1:17; Lu 1:32; Rö 1:3, 4; Gal 3:16)

 

Auserwählung Jakobs: "Der Ältere wird der Sklave des Jüngeren sein"Paulus erwähnt, dass Gott es ist der beruft und nicht Werke von Menschen es sind, welche die Auserwählung bestimmen, obwohl die Werke schlussendlich mit dem Glauben des Berufenen übereinstimmen müssen! (Rö 4:1-6; Jak 2:20-23)

 

*** Rbi8  Römer 9:10-13 ***

Doch nicht allein in diesem Fall, sondern auch als Rebekka Zwillinge empfing von dem einen [Mann], von Isaak, unserem Vorvater; 11 denn als sie noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses getan hatten — damit der Vorsatz Gottes bezüglich der Auserwählung nicht von Werken, sondern von dem, der beruft, abhängig bleibe —, 12 wurde ihr gesagt: „Der Ältere wird der Sklave des Jüngeren sein“, 13 so wie geschrieben steht: „Jakob habe ich geliebt, Esau aber habe ich gehaßt.“

 

Esau, obwohl der Erstgeborene verspielte sein Erstgeburtsrecht wegen eines Linsengerichts an Jakob, Gottes Auserwählten. Gott beruft im Voraus, weil Er allein den Ausgang von Anfang an kennt! Jakob hat seiner Berufung gemäss mit Glauben gehandelt und Gott schloss mit ihm den Bund, dass aus seinem Inneren durch seinen Samen zwölf Nationen kommen würden, welche die ganze Erde regieren werden. Dies im Hinblick auf die Auserwählten 144.000 Priesterkönige in zwölf Stämme aufgeteilt (Jes 46:8-10).

 

(Offenbarung 7:4-8)  Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels: 5 aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt; aus dem Stamm Rụben zwölftausend; aus dem Stamm Gad zwölftausend; 6 aus dem Stamm Ạscher zwölftausend; aus dem Stamm Nạphtali zwölftausend; aus dem Stamm Manạsse zwölftausend; 7 aus dem Stamm Sịmeon zwölftausend; aus dem Stamm Lẹvi zwölftausend; aus dem Stamm Ịssachar zwölftausend; 8 aus dem Stamm Sẹbulon zwölftausend; aus dem Stamm Joseph zwölftausend; aus dem Stamm Bẹnjamin zwölftausend versiegelt.

 

Dieses Versiegeln liegt in der Hand Jesu, zusammen mit seiner „Frau, der Braut des Lammes“ und erfolgt vor Ablauf der 2300-Tagefrist [C1] Daniels innerhalb der Zeit von dreieinhalb Jahren [B], wo Jesus „inmitten der Feinde“ Gottes Königreich aufrichtet! „ ‚Wie lange wird die Vision von dem beständigen [Opfer] und von der Übertretung, die Verwüstung verursacht, dauern, um sowohl [die] heilige Stätte als auch [das] Heer zu Dingen der Zertretung zu machen?‘ Daher sagte er zu mir: ‚Bis zu zweitausenddreihundert Abenden [und] Morgen; und [die] heilige Stätte wird gewiß in ihren rechten Zustand gebracht werden.‘ “ (Da 8:13, 14)

 

Lukas beschreibt Jesu Worte, wo er davon spricht, dass der Vater den Aposteln das Königreich gegeben hatte: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.“ (Lu 12:32) Jesus hatte sich diese Apostel zuvor unter Gebet aus den Jüngern des Johannes erwählt (Lu 6:12, 13). Judas der abgefallen war wurde später durch Paulus ersetzt, den Gott und Jesus selbst erwählt hatten (Rö 1:1).

Die zwölf auserwählten Apostel des Christus, seine Braut und Frau

Im Gefolge etwas später erklärte Jesus seinen Zwölfen, die er sich selbst aus den Jüngern des Johannes des Täufers erwählt hatte, dass es Gott wohlgefallen habe ihnen das Königreich zu geben. Ganz offensichtlich gehörten nun die Apostel als Gruppe ebenfalls zu den „Auserwählten“, jenen, die der Vater Jesus gab! Ihnen oblag es nun sich vollkommen frei von materiellen Bindungen sich weiterhin „um die Dinge des Herrn“ zu kümmern! Sie sollten das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ab Pfingsten erdenweit aufzurichten beginnen und die Regeln für die Versammlungen und deren Führung festlegen!

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-34 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Woraus wurde das Königreich denn bestehen? Voran aus einem Überrest von Juden, die Jesus als den Messias und „grösseren Propheten“ als Moses angenommen hatten, dann aber zudem aus Menschen aller Nationen die der guten Botschaft gehorchen würden! Ein weiterer Hinweis hilft uns zu erkennen, dass Jesus den Apostel versprach, dass sie bei der kommenden Aufrichtung des „Königreiches für Israel“ ihrerseits die „zwölf Stämme Israels“ richten werden.

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Die Apostel selbst würden dabei auf „zwölf Thronen“ sitzen, jeder Stamm würde einem der Apostel zugeteilt! Jeder Stamm umfasst aber 12.000 Erstlinge die als kommende Priesterkönige bestimmt sind, so erklärte es Jesus dem Apostel Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts in der Offenbarung! Wer nun erwählt diese künftigen Herrscher und zu welchem Zeitpunkt werden sie auserkoren?

Die von Gott durch Christus auserwählten 144.000 kommenden Priesterkönige

Das „Königreich für Israel“ besteht somit aus den „zwölf Stämmen Israels“, deren Erstlingen! Moses sprach von einem „Königreich von Priestern“, vom kommenden „Königreich der (neuen) Himmel“ redend, einer „heiligen Nation“!

 

*** Rbi8  2. Mose 19:6 ***

Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Könige mussten das Gesetz Mose abschreibenDas GESETZ ordnete zudem an, dass jeder König der auf dem Thron Israels folgen würde für sich selbst eine „Abschrift dieses GESETZES“ für sich machen solle! Dies ist bestimmt auch für die kommenden Priesterkönige ein verbindliches Gebot, die ja Israel und die ganze Erde nach diesem GESETZ richten werden, das neu von Jerusalem ausgehen wird (Jes 2:3). 

 

*** Rbi8  5. Mose 17:18 ***

Und es soll geschehen, wenn er seinen Sitz auf dem Thron seines Königreiches einnimmt, daß er eine Abschrift dieses Gesetzes von dem, was sich in der Obhut der Priester, der Leviten, befindet, für sich in ein Buch schreiben soll.

 

Paulus seinerseits sagt, dass Christen dieses göttliche GESETZ unter den Nationen aufrichten müssen! Die christlichen Versammlungsvorsteher sind Hüter dieses GESETZES! Kann man dies aber von den Priestern der Namenchristenheit sagen? Mit Sicherheit halten und lehren sie dieses GESETZ nicht! Jede Religion vertritt ein anderes, ihr eigenes Gesetz bestehend aus Menschengeboten ihrer Gründungsväter!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Johannes gibt uns in der Offenbarung einige weitere Hinweise, aufgrund derer wir die korrekte Schlussfolgerung über die Grösse und den Umfang der Aufgaben jenes so herausragenden Königreiches ziehen können, das der Vater direkt anleiten wird, nachdem der Sohn jenes Königreich, den „geistigen Tempel“ vollständig aufgerichtet hat und es zum festgesetzten Zeitpunkt am Ende der von Daniel vorhergesagten Frist von 1335 Tagen [C4] dem Vater übergibt: (1.Kor 15:24)

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:4-5 ***

Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

5 aus dem Stamm Juda zwölftausend versiegelt;

...

 

Das 5. und 6. Siegel wird geöffnet: Gericht und RacheDie Gesamtzahl der somit erst während der Endzeit Versiegelten [B; B2e-B2g] beträgt insgesamt 144.000, jedem Stamm sind 12.000 Erstlinge zugeteilt, die in zwei Gruppen unterteilt sein werden: Die vor dem Tag des Beginns der Versiegelung bereits Verstorbenen, denen zu jenem spezifischen Zeitpunkt ein „langes weisses Gewand“ aufbewahrt wird für den künftigen Tag ihrer Auferstehung. Das ist in der Zeit, wo die Dinge des „sechsten Siegel“ ihre Erfüllung haben (Off 6:9-11). Dann bleibt eine bestimmte Zahl übrig, während welcher ein Überlebender Überrest versiegelt wird. Dies geschieht erst gegen Ende der Endzeit. Erst damit wird von Gott durch Jesus, dem Engel mit dem Siegel Gottes bestimmt, wer aus all den „Berufenen“ schlussendlich ein „Auserwählter“ ist.

 

 *** Rbi8  Offenbarung 7:1-3 ***

Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum wehe. 2 Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

 

Der Engel lässt die vier Winde (gr. pneuma = Geist, Wind, Hauch) der Zerstörung zurückhalten, bis diese Zahl vom Überrest von 144.000 angefüllt sein wird. Sie alle halten die Gebote Gottes! Das Siegel bedeutet offenbar von Gott auserwählt zu sein!

 

Stirbt einer von jenen inzwischen Versiegelten, so sagt Johannes: „... die Dinge, die sie getan haben, gehen gleich mit ihnen.“ 

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:12-13 ***

Hier kommt es für die Heiligen, die, welche die Gebote Gottes halten und den Glauben Jesu [bewahren], auf das Ausharren an.“

13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: „Schreibe: Glücklich sind die Toten, die von dieser Zeit an in Gemeinschaft mit [dem] Herrn sterben. Ja, spricht der Geist, mögen sie ruhen von ihren mühevollen Arbeiten, denn die Dinge, die sie getan haben, gehen gleich mit ihnen.“

 

Der Geist“ der im Auftrag Gottes mit Johannes aus dem Himmel redet ist offenbar Jesus selbst! Johannes sieht unmittelbar darauf „einen Menschensohn mit einer goldenen Krone auf seinem Haupt und einer scharfen Sichel in seiner Hand“ (Off 14:14). Die Zeit für das Abernten der „sauren Trauben“ der Erde ist gekommen!

 

Offenbar muss Gott somit diese Auserwählung erst bestätigen, welche Menschen vornehmen, die Apostel mit eingeschlossen! So war es Jesus, der sich nach Gebet die Apostel selbst aus der Gruppe derer um Johannes den Täufer erwählte. Er machte mit ihnen vor seinem Tod beim Abendmahl verbindlich „einen Bund für ein Königreich“, um mit ihm zusammen am selben Tisch zu sitzen! „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“ (Lu 22:28-30)

 

"Hochzeit des Lammes", die Braut hat sich bereit gemachtAufgrund der Angaben in der Offenbarung über die „Hochzeit des Lammes“ (Off 19:7) wird deutlich, dass Jesus als das „Lamm“ noch während der Zeit, wo „die Frau“ (Off 12:5, 6, 13, 14), respektive „die Braut des Lammes“ (Joh 3:29) in ihrer Abgeschiedenheit in der „Wildnis“, fern vom Angesicht der Schlange weilt und ernährt wird, sich mit seinen frühauferstandenen Aposteln vereint. Erst mit dieser „Verheiratung“ aber wird jenen zwölf Aposteln, der „Braut“ gewährt sich mit Jesus auf ihre „zwölf Throne“ zu setzen! David beschrieb dies am Ende des Psalms 110: „Aus dem Wildbach wird er unterwegs trinken. Darum wird er [sein] Haupt hoch erheben.“ (Ps 110:7) Bestimmt Grund hoch erhobenen Hauptes zu sein, wenn er seine Zusage gegenüber den Aposteln einlöst und den eheähnlichen Bund mit ihnen vollzieht!

 

Die Hochzeit bedeutet dabei das Inkrafttreten des zuvor gegebenen Gelöbnisses! Die Apostel hatten sich zuvor im Leben und nun erneut nach der Frühauferstehung während jenem bereits verflossenen Teil der 1260 Tage (B; C2) als bewährt gezeigt! Niemand konnte ihnen ihre Krone rauben, auch nicht die „falschen Apostel“ oder „falschen Christusse“, was doch „falsche Gesalbte“ bedeutet!

Die auserwählten Gäste am Hochzeitsfest des Sohnes

Wie aber steht es mit den anderen „Auserwählten“, jene die zum „Königreich der (neuen) Himmel“ gehören werden? Bedenken wir, dass „Himmel“ im geistigen Sinne Regierungsgewalt bedeutet! Paulus unterscheidet drei Rangstufen jener Himmel. Zudem sind zwei von ihnen die längst bestehen, die heutigen Mächtigen und Autoritäten unter Satans Herrschaft, der zweite „alte Himmel“ droben und der ersten „alte Himmel“ auf der Erde: sie sind „veraltet und dem verschwinden nahe“ (Heb 8:13; Off 21:1) und werden mit „zischendem Geräusch“ in Harmagedon weggetan (2.Pe 3:10), bevor die „neuen Himmel“, „Gottes Königreich der Himmel“ zu regieren beginnen!

 

Wann, wo, wie“ dies erfolgt und vor allem wer bestimmt jene, welche zur kommenden Gruppe der 144.000 Mitkönige des Christus und seiner Apostel zählen werden? Sind es Päpste, Konzilien oder sich selbst bezeichnende „Gesalbte“, welche dies bestimmen können?

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Jesus gab uns mehrere Hinweise, die uns der Antwort näher bringen. Er sprach von einer Hochzeitsfeier, welche der Vater für seinen Sohn veranstaltet.

 

*** Rbi8  Matthäus 22:11-14 ***

Als der König hereinkam, um sich die Gäste zu besehen, erblickte er dort einen Menschen, der nicht mit einem Hochzeitskleid bekleidet war. 12 Da sagte er zu ihm: ‚Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du doch kein Hochzeitskleid anhast?‘ Er wurde zum Schweigen gebracht. 13 Darauf sagte der König zu seinen Dienern: ‚Bindet ihm Hände und Füße, und werft ihn hinaus in die Finsternis draußen. Dort wird [sein] Weinen und [sein] Zähneknirschen sein.‘

14 Denn es sind viele eingeladen, doch wenige auserwählt.“

 

"Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir ihr Täter der Gesetzlosigkeit"Keiner kann sich unter jene Hochzeitsgäste mischen, der nicht das „Hochzeitskleid“, das „weisse, lange Gewand“ hat, das Reinheit bedeutet! Wie im Falle des Judas, der zwar als Apostel eingeladen war zur „Braut“ Jesu zu gehören, der sich aber als Verräter unwürdig erwies! Ebenso gibt es solche, die zu den „fünf törichten Brautjungfrauen“ gehören, welche eingeladen waren am Hochzeitsfest teilzunehmen, aber ohne wahres „Licht“ den Zeitpunkt verpassten, daher kein „Hochzeitskleid“ tragen! (Mat 25:1-10) Jesus hatte zu jener Gruppe gesagt: „Ich habe euch nie gekannt, weicht von mir ihr Täter der Gesetzlosigkeit“ (Mat 7:21-23). Sie waren zuvor ebenso eingeladen worden, waren aber schlussendlich nicht auserwählt, da sie sich nicht als würdig, nicht als rein erwiesen! Ihre Lampen waren zudem ohne Licht, als der Bräutigam von der Hochzeit mit seinen Aposteln her eintraf. Sie hatten zudem den Zeitpunkt, wo der Sohn von der Hochzeit her kam verpasst, weil ihre geistigen Lampen ohne Öl verblieben und sie bei den religiösen Krämern waren, um es dort zu kaufen! (Lu 12:35-40)

 

Jesus unterscheidet somit mit aller Deutlichkeit zwischen „Eingeladenen“ und „Auserwählten“. Wer die Einladung annimmt gibt sich Jesus im Taufbund als Erwachsener hin, der die Bundesverpflichtungen kennt und annimmt. Wie die Apostel als Vorbild, so muss jeder ebenso wie jene dieser Bundesverpflichtung gemäss leben! Nur die „fünf verständigen Jungfrauen“ haben ihr Öl und ihr Licht bereit gemacht, wenn „der Bräutigam“ „um Mitternacht“ von der Hochzeit her kommt. Beachten wir, dass er ohne seine „Braut“, seine Apostel kommt: Es ist Jesus, der von der Vermählung mit seinen „Braut“ aus „der Wildnis“ kommen wird. Sein „Haupt ist hoch erhoben“ (Lu 12:35-40; Mat 25:1-10).

 

*** Rbi8  Psalm 110:7 ***

Aus dem Wildbach wird er unterwegs trinken.

Darum wird er [sein] Haupt hoch erheben.

 

Da die „Brautjungfrauen“ über die ganze Erde verteilt sind ist dieses Kommen „von der Hochzeit her“ nicht an einen physischen Ort, sondern auf einen Zeitpunkt und ein besonderes Ereignis hin verbunden! Jehova machte seinen Bund mit Israel am Horeb, wo er ihnen das GESETZ verkündete. Das war am ersten Pfingsttag, fünfzig Tag nach dem Auszug aus Ägypten. Dann, rund 1500 Jahre später, an Pfingsten des Jahres 33 u.Z., fünfzig Tage nach dem Abendmahl, und Jesu Tod und seiner himmlischen Erhöhung am 15.Nisan, dem Passahfest: Damals, in seiner Auferweckung als Geistwesen wurde er über „jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ gesetzt (Mat 28:19; Off 5:11, 12).

 

An Pfingsten 33 u.Z. wurde heiliger Geist auf die 120 Versammelten ausgegossenAn jenem darauf folgenden Pfingstfest des Jahres 33 u.Z. goss der König auf sein „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ erstmals den versprochenen „heiligen Geist“ auf jene 120 versammelten Jünger aus! Dadurch wurde jenen ihre Einladung von Gott her bestätigt! Männer sollte nach jener Königskrone und dem Priesteramt hin ihr Leben planen, indem sie vorab „nach dem Amt eines Aufsehers streben“! Ihre Frauen sollten sie darin an ihrer Seite ganzherzig unterstützen! (1.Ti 3:1) Sie waren dadurch noch nicht „Auserwählte“, sondern blieben „Berufene“, die der Berufung und der kommenden Auserwählung gemäss würdig wandeln sollten.

 

Paulus ermahnte die Epheser, die der Gefahr der Beeinfluss durch Hymenäus, Alexander und Philetus und deren falschen Lehren besonders ausgesetzt waren:

 

*** Rbi8  Epheser 4:1-6 ***

Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Denselben Ausdruck „Auserwählte“, den wir vom Brief des Paulus an Titus her kommend untersuchen, diesen erwähnt der Apostel Paulus auch im 2.Brief an Timotheus, im Kapitel 2, Vers 10. Wer nun sind diese so besonders herausgehobenen „Auserwählten“ Gottes?

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:10-13 ***

Deshalb werde ich weiterhin alle Dinge um der Auserwählten willen erdulden, damit auch sie die Rettung erlangen mögen, die in Gemeinschaft mit Christus Jesus samt ewiger Herrlichkeit [zu finden] ist. 11 Zuverlässig ist das Wort: Gewiß, wenn wir mitgestorben sind [[(beim Untertauchen in der Taufe)]], werden wir auch mitleben [[(als Überlebende Harmagedons oder in der Auferstehung der Toten)]]; 12 wenn wir weiterhin ausharren, werden wir auch als Könige mitregieren [[(mit Jesus ab den Tag, wo er dem Vate des „Israel Gottes“ übergibt)]]; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen; 13 wenn wir untreu sind, er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen.

 

Diesmal verbindet Paulus den Begriff „Auserwählte“ mit künftigem Königtum! Paulus, als Apostel konnte im „Himmel“ seiner ihm von Jesus gegebenen Amtsgewalt verbindliche Zusagen machen, etwas „binden“ oder etwas „lösen“. Wenn er getreuen Ältesten und insbesondere seinen treuen Begleitern somit offerierte und versprach, dass sie ebenso wie er selbst auf Thronen sitzen werden, so war dies an dieselbe Bundesverpflichtung geknüpft, die bei der Taufe eingegangen wurde: „..., wenn wir weiterhin ausharren, werden wir auch als Könige [[(Symbol = Horn, Krone)]] mitregieren; wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen.“ Die kommende Auserwählung hängt somit von Treue bis zum Ende ab! Mose Angesicht strahlte die Herrlichkeit des Wortführers wieder, der ihm auf dem Berg Horeb die Tafeln des GESETZES gab. In Jesu Verklärung zeigte er sich den drei Aposteln hell leuchtend.

 

Der Wechsel im Wortsinn kann in unserem Hirn ein vollständig anderes Bild erzeugen, warum es auch vielerlei Interpretationen gibt. Die Suche, welcher Begriff aus den Originalsprachen Hebräisch und Griechisch in der Zielsprache der Geeignetste ist bleibt daher Aufgabe des Übersetzers, schlussendlich aber trifft es jeden Leser falsche oder dogmatisch bedingte Interpretation selbst zu bereinigen! Das eigenes Leben des Lesers hängt doch von exaktem Verständnis ab! Geistige Blindheit führt in den Abgrund!

 

ÄquivocationDie hebräische Sprache hat weniger Wörter als andere wie beispielsweise die englische. Es gibt deshalb zahlreiche Homonyme. Mose wurde oft mit Hörnern abbildet, weil augenscheinlich "keren" sowohl "Strahlung" (Ex 34:29) als auch "Horn" bedeutet.

 

Gegen Ende der Endzeit, während der grossen Drangsal [B; C2] wird der Druck auf treuen Christen sehr gross. Warum? Weil diese Getreuen kein „Kennzeichen des wilden Tieres“, die symbolische „666“ empfangen haben und weil sie weder das siebenköpfige „wilde Tier“ (die politische UNO und seine Mitgliedstaaten) noch das „Bild des wilden Tieres“ angebetet haben“, das World Council of Religious Leaders (WCRL), die Vereinigung aller Religionen „Babylons der Grossen“. Sie sind somit  bis zum Ende „kein Teil dieser Welt“ geworden, sondern vertrauten auf die Wiederkehr ihres Herrn und die Aufrichtung von Gottes Königreich unter dem „Spross Davids“. Sie sind für Gottes Königreich am Gerichtstag „Auserwählte“, weil Jesus sie als seine Schafe auf die rechte Seite gestellt hat! Um dieser „Auserwählten“ Willen werden jene Tage der Drangsal von Gott her verkürzt, indem die „vier Winde der Zerstörung“ oder „vier Geister“ (heb.: ruach; gr. pneuma) losgelassen werden! [B3] Das ist erst nach dem Ende der Versiegelung [B2g] vor der Schlacht Harmagedons, wo Gottes und Jesu Feinde ihr Ende finden [B3] (Off 7:1-4) Jesus warnte und begründete Gottes Eingreifen:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:22 ***

Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

                       

Um jener spezifisch „Auserwählten“ „Bäume“ innerhalb der „grossen Volksmenge“ willen verkürzt der Vater die Zeit des Endes. Offenbar nicht dadurch, dass er jene Frist von 1260 Tagen der „grossen Drangsal“ [B] verändern würde, vielmehr dadurch, dass er den Schlussangriff Satans und der „Könige der Erde“ weiter gegen das Ende dieser Frist hin schiebt, da „die Erde, die der Frau zu Hilfe kam“ den Bedrängten Gerechten zu Hilfe eilen:

 

(Offenbarung 13:15-18)  Und es wurde ihm [[(dem zweihörnigen „wilden Tier“, Anglo-Amerika)]] gewährt, dem Bild des [[(siebenköpfigen)]] wilden Tieres [[(UNO=mit Kronen / „Bild“, ohne Diademe, dem WCRL)]] Odem zu geben, damit das Bild des wilden Tieres sowohl rede als auch veranlasse, daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeteten, getötet würden.

16 Und es [[(das zweihörige „wilde Tier“, Anglo-Amerika)]] übt auf alle Menschen einen Zwang aus, auf die Kleinen und die Großen und die Reichen und die Armen und die Freien und die Sklaven, daß man diesen auf ihrer rechten Hand oder auf ihrer Stirn ein Kennzeichen anbringe [[(Bestätigung der Unterordnung)]] 17 und daß niemand kaufen oder verkaufen könne, ausgenommen jemand, der das Kennzeichen hat, den Namen des wilden Tieres oder die Zahl seines Namens. 18 Hier kommt es auf Weisheit an: Wer Verstand hat, berechne [[(ziehe in Rechnung)]] die Zahl des wilden Tieres, denn sie ist eines Menschen Zahl [[(Goliath hatte z.B. je 6 Finger und Zehen: Eine Anomalie, etwas Ungeheures)]]; und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig.

 

Unterscheidungsvermögen und genaues Hinsehen auf den Text, was er vermittelt, dies hilft uns die Fehlinterpretationen der Religionen durch Unterschiede zu sehen, welche erst am Ende des Systems, heute sichtbar sind. Religionsgründer wie jene der Katholiken, Protestanten, Evangelikalen und heutigen Sekten „interpretierten“ diese Dinge in eigensinniger Form!

 

Die drei "wilden Tiere" der Offenbarung
 

Jesus zeigt, dass die „Erwählten“ in der Endzeit besonderem Druck ausgesetzt sein werden, weil sie sich ihrem Bund der Taufe gegenüber als treu erweisen. „Falsche Christusse“ (= „falsche Gesalbte“) und „falsche Propheten“ wollen jene Auserwählten durch hohle Versprechungen irreführen, indem sie behaupten, der Christus wäre mit ihnen, so, als ob Jesus sich mit Lügnern und Habgierigen, mit „Götzendienern“ verbünden würde. Jesus warnt daher getreue Christen vor dieser Art Verführung hin zu religiösen Schafshürden:

 

Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe! Hier ist der Christus oder: Dort!, glaubt es nicht.*** Rbi8  Matthäus 24:23-24 ***

Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen.

 

Wer bis zum Ende treu ausgeharrt hat und entweder zu den von Jesus als seinen „Schafen“ Erwählten oder aber gar darin zum Überrest der „Auserwählten“ für die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ gehört, dessen Stunde kommt bald nach Harmagedon, um sich zum Christus hin nach Jerusalem zu versammeln!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:31 ***

Und er [[(Jesus mittels der Apostel)]] wird seine Engel [[(gr.: aggelos = Boten, Vorsteher (vergl. Jes 66:19, 20))]] mit großem Trompetenschall aussenden, und sie werden seine Auserwählten von den vier Winden her versammeln [[(Mat 24:40, 41)]], von [dem] einen äußersten [Ende] der Himmel bis zu ihrem anderen äußersten [Ende].

 

Diesmal sind es nicht nur „Berufene“ die bis ans Ende treu waren, sondern „Auserwählte“ und zudem  Versiegelte“ die auserlesen sind am Königreich teil zu haben, welche durch Ausgesandte, durch bevollmächtigte Boten von den Aposteln aus Jerusalem her kommen, um die gute Botschaft zu überbringen und jedem das versiegelte Bestätigungsschreiben ihrer Auserwählung zu übergeben. Dies betrifft die Männer aber auch deren Ehefrauen als Begleiterinnen!

Nur die Apostel waren seit Beginn durch Christus auserwählt; Paulus eingeschlossen!

Lukas bestätigt zu Beginn der Apostelgeschichte, dass nur die Apostel die damals bereits „Auserwählten“ waren, die von Jesus direkt Auftrag erhalten hatten!

 

Lukas der Arzt: Apostelgeschichte*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:1-2 ***

Den ersten Bericht, o Theophilus, habe ich über alle Dinge verfaßt, die Jesus zu tun und auch zu lehren anfing, 2 bis zu dem Tag, an dem er hinaufgenommen wurde, nachdem er durch heiligen Geist den von ihm auserwählten Aposteln Auftrag gegeben hatte.

 

Paulus bestätigt selbst im Brief an die Römer, dass die Nation Israel diese „Auserwählung“ hin zur kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu erlangen suchte, sie aber nicht vollständig erreichte! Die Apostel vorab, dann die hundertzwanzig Jünger und dann all jene, die in ihrer Taufen mit heiligem Geist versiegelt wurden konnten dies erreichen mittels Treue bis in den Tod. Dies im Gegensatz zu jener Generation der Juden innerhalb „Lo-Ruhama“, welche den Messias Jesus ablehnten, dazu im Gegensatz die Getauften, weil sie den Christus wie er gekommen war angenommen hatten! Nur jene erfüllten das „GESETZ des Glaubens“ in den Christus und kamen dadurch unter „unverdiente Güte“ zu stehen! (5.Mo 18:15-19) Paulus bestätigt der Versammlung in Rom:

 

*** Rbi8  Römer 11:7-10 ***

Was nun? Gerade das, was Israel ernstlich suchte, hat es nicht erlangt, die Auserwählten aber haben es erlangt. Die übrigen hatten ihr Empfindungsvermögen abgestumpft, 8 so wie geschrieben steht: „Gott hat ihnen einen Geist tiefen Schlafes gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den heutigen Tag.“ 9 Und David sagt: „Möge ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zur Falle und zur Ursache des Strauchelns und zur Vergeltung werden; 10 mögen ihre Augen verfinstert werden, damit sie nicht sehen, und ihren Rücken beuge allezeit.“

 

Dies erfüllt sich an den Juden, die Jesus als Messias ablehnten bis auf den heutigen Tag. Auch der „Tisch“ der Abtrünnigen, die sich schon heute als besonders „Auserwählte“ betrachten, dieser wurde „ihnen zur Schlinge“. In der Zeit des Endes erfüllt sich dies erneut an der Christenheit, was durch die Propheten so vielfach vorhergesagt wurde, eine ebenso abtrünnige Namenchristenheit, die wie Israel nicht an ihrem Gesetzesbund festgehalten hatte, die ihrerseits den über dem Bund der Beschneidung höherstehenden Taufbund verlassen haben! Zu Recht sagt Paulus von allen Christen des ersten Jahrhunderts die in Treue den Aposteln und den Versammlungen dienten, dass diese im Sinne des Wortes bereits „Auserwählte“ seien. Da sie keine Gebote übertraten gab es auch kein Gericht gegen sie!

 

*** Rbi8  Römer 16:13 ***

Grüßt Rufus, den im Herrn Auserwählten, und seine Mutter und die meine.

 

Die Vorsteher in den Versammlungen  damals wie heute mussten ganz besonders auf ihre Auserwählung hin bedacht bleiben und der Gerechtigkeit in gesetzmässiger Weise zum Durchbruch verhelfen! Was Paulus dem Timotheus gebietet gilt auch für Titus und umgekehrt! Dasselbe gilt auch für jeden von uns, der als Vorsteher, als Ältester einer Versammlung dient.

 

Unvoreingenommene Zurechtweisung *** Rbi8  1. Timotheus 5:20-21 ***

Weise Personen, die Sünde treiben, vor den Augen aller zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben. 21 Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln (gr.: aggelos = Bote, Vorsteher), diese Dinge ohne Vorurteil zu bewahren und nichts nach einer Neigung zu Voreingenommenheit zu tun.

 

Hier spricht Paulus erneut von Menschen und offensichtlich nicht von himmlischen Engeln, sondern vielmehr von den Vorstehern der Versammlungen, denen Jesus später durch den Apostel Johannes die in der Offenbarung erwähnten sieben Sendschreiben übermittelte. Dazu gehörte die Versammlung Ephesus, die zu betreuen Paulus den Timotheus von Rom aus zuvor voraus gesandt hatte, als er ihn mit den Briefen an die Philipper, Epheser, Kolosser und Philemon noch vor seiner Freilassung aus der 1.Gefangenschaft weggesandt hatte. Später aus Nikopolis schreibt er den 1.Brief an Timotheus in kurzer Abfolge zusammen mit dem Brief an Titus und nimmt auf solches Bezug! (Phi 1:1; 2:19; Kol 1:1; Phm 1:1; Tit 1:3)

 

Nun haben wir durch diese Erklärungen ein breiteres Verständnis der Umstände rund um das Schreiben des Paulus an seinen Mitstreiter Titus erlangt. Schauen wir nun den Inhalt des Briefes in einer kurzen Übersicht an.

 

5.3.1.3          Der Inhalt des Briefes an Titus

Als Paulus den Titus auf dem Weg aus der 1.Gefangenschaft von Rom her kommend in Kreta zurückliess, um nach Nikopolis weiterzureisen, da lautete sein Auftrag an Titus dort „jene Dinge richtigzustellen“ die falsch waren und der „gesunden Lehre“ zuwider liefen (Tit 2:1). Er sollte die Ordnung in den Versammlungen aufrichten die Paulus lehrte und wo notwendig neue Älteste ernennen (Tit 1:5). Paulus nennt auch Titus gegenüber wie im 1.Brief an Timotheus erneut die Voraussetzungen die zum Amt eines Vorstehers notwendig sind.

 

Anforderungen an Vorsteher von Christenversammlungen
 

Offenbar waren auch auf Kreta dieselben Probleme aufgetreten, die schon in Antiochia und Galatien zur Beunruhigung der dortigen Paulikaner geführt hatten, wo Judenchristen, „Ebioniten“ aus der Gruppe der bekehrten Pharisäer lehrten, dass die Beschneidung weiterhin ein Erfordernis auch für Christen aus den Heiden, für „Paulikaner“ sei. Offenbar belehrten und beschnitten jene Christen aus den Heiden zudem, um „unehrlichen Gewinnes“ willen.

 

Mission Gottesreich: Fundamentalistische Christen*** Rbi8  Titus 1:10-11 ***

Denn es gibt viele Widerspenstige, eitle Schwätzer und Sinnesbetörer, besonders die, die an der Beschneidung festhalten. 11 Es ist nötig, diesen den Mund zu stopfen, da gerade diese Personen fortfahren, ganze Haushalte zu untergraben, indem sie um unehrlichen Gewinnes willen Dinge lehren, die sich nicht gehören.

 

Das Problem lag in der Verbreitung „jüdischer Fabeln und Geboten von Menschen“, die den Glauben unterhöhlten und das „GESETZ des Christus“ ungültig machten. Paulus spricht Verhaltensweisen von Personengruppen innerhalb der Versammlung an, was Titus jeweils richtigstellen muss, seien dies ältere oder jüngere Personen, Frauen und Männer, Sklaven und Freie. Dabei muss Titus sich selbst als Vorbild erweisen:

 

*** Rbi8  Titus 2:6-8 ***

Ebenso ermahne fortgesetzt die jüngeren Männer, gesunden Sinnes zu sein, 7 indem du dich selbst in allen Dingen als ein Vorbild vortrefflicher Werke erweist, wobei du Unverdorbenheit bekundest in deinem Lehren, Ernsthaftigkeit, 8 gesunde Rede, die nicht verurteilt werden kann, damit der von der gegnerischen Seite beschämt werde, indem er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat.

 

Nur durch eigene gute Werke werden die lästerlichen Reden der Gegner entwertet. Jede Form der Gesetzlosigkeit muss entfernt werden, um so das Volk das Gott Jesus anvertraut hat mittels guter Werke zu reinigen, bis zum Offenbarwerden des Christus und dem Kommen Jehovas!

 

Paulus erteilt Titus volle Befehlsgewalt, wie dies zur „obrigkeitlichen Gewalt“ innerhalb des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ gehört, wo Versammlungsglieder auf jene hören und denen Gehorsam zollen, welche Amtsgewalt von Seiten Gottes durch Christus ausüben, indem sie den heiligen Geist der Schrift zur Anwendung bringen!

 

Paulus hatte vor den Vorstehern der Versammlung Ephesus bei seinem Abschied warnend erwähnt: „... aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen“.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 20:28-30 ***

Gebt acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher euch der heilige Geist  [[(Gottes, durch Jesus, mittels der Schriften)]] zu Aufsehern ernannt hat, um die Versammlung Gottes zu hüten, die er mit dem Blut seines eigenen [Sohnes] erkauft hat. 29 weiß, Ich daß nach meinem Weggang bedrückende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen werden, 30 und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen und verdrehte Dinge reden, um die Jünger hinter sich her wegzuziehen.

 

Genau diesen „Wölfen in Schafspelzen“ galt es für Titus damals und gilt es bis heute für uns mutig entgegenzutreten! Hymenäus, Alexander und Philetus stammten offensichtlich aus der Versammlung Ephesus und zogen später weitere Männer und ganze Familien auf ihre Seite! Alle Versammlungen Asiens unterlagen einige Jahre später deren Einfluss. Zu den Abgefallenen, wahrscheinlich von den Vorstehern zählten später auch noch Phygelus und Hermones (2.Ti 1:15). Darum sollten die treuen Vorsteher ein beständiges Vorbild sein und sich nicht von falschen Lehren beeinflussen lassen.

 

 

5.3.2           Kapitel 1:  Älteste einsetzen, die an der Wahrheit und Gottergebenheit festhalten

 

5.3.2.1          Tit 1:1-9:  Titus sollte Dinge berichtigen die nicht richtig sind

Paulus erwähnt zu Beginn in der Begrüssung, dass er als ein „Sklave Gottes“ sich zu den „Auserwählten Gottes“ zählt, die eine „genaue Erkenntnis der Wahrheit“ erlangt haben und die echter Gottergebenheit entspricht. Paulus knüpft dies zudem an die Hoffnung „ewigen Lebens“. Gott selbst, der „nicht lügen kann“ hat dies vor „langwährenden Zeiten“ selbst verheissen.

 

*** Rbi8  Titus 1:1-4 ***

Paulus, ein Sklave Gottes und ein Apostel Jesu Christi gemäß dem Glauben der Auserwählten Gottes und der genauen Erkenntnis der Wahrheit, die der Gottergebenheit entspricht, 2 aufgrund einer Hoffnung auf das ewige Leben, das Gott, der nicht lügen kann, vor langwährenden Zeiten verheißen hat, 3 wohingegen er zu seinen eigenen bestimmten Zeiten sein Wort in der Verkündigung offenbar machte, mit der ich betraut worden bin, nach dem Befehl unseres Retters, Gottes, 4 an Titus, ein echtes Kind gemäß einem gemeinsamen Glauben:

Unverdiente Güte und Friede von Gott, [dem] Vater, und Christus Jesus, unserem Retter.

 

Jehova ist es der „Zeiten und Zeitabschnitte“ bestimmt, wann gewisse Dinge zu geschehen haben! So bestimmte er den Zeitpunkt, wo Gottes eigener Wortführer offenbar werden sollte und kündigte dies Jahrhunderte im Voraus durch den Propheten Daniel mit Exaktheit an! (Da 9:24, 25) Jesus erschien genau zum vorhergesagten Zeitpunkt am Ende der neunundsechzigsten Jahrwoche, wo er sich dem Johannes zur Taufe zeigte! „Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [daß] es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis [zu dem] Messịas, [dem] Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden. Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten.“ Gott selbst wählt die Zeiten und die Männer, durch welche Er mehr Licht auf sein prophetisches Wort wirft, indem er weitere Details kommender Dinge bekannt gibt, wozu Paulus ein besonders „Auserwählter“ ist, um als Apostel für die Nationen „mit der genauen Erkenntnis der Wahrheit“ zu dienen, „... mit der ich betraut worden bin, nach dem Befehl unseres Retters, Gottes.“ Titus teilt diesen Glauben und ist dem Paulus dadurch „ein echtes Kind“. Ohne die Schriften des Paulus ist eine genaue Erkenntnis der kommenden erdenweiten Verwaltung nicht möglich!

 

Entstehung der neutestamentliche Hirtenbriefe Da jeder der Hirtenbriefe nicht bloss den Angeschriebenen zukommen sollte, sondern für alle Versammlungen kopiert wurden, gibt Paulus Details preis, die Titus selbst bereits kannte, wie jenes, dass Paulus ihn auf der Hinreise von Rom nach Nikopolis in Kreta zurückgelassen hatte mit einer zuvor bestimmten Aufgabe. Anderen aber waren diese Details unbekannt. Nun gibt Paulus Rat betreffend Ernennung von geeigneten Ältesten, da, wo nötig, eine gewichtige Voraussetzung zum Wachstum.

 

*** Rbi8  Titus 1:5-9 ***

Aus diesem Grund habe ich dich auf Kreta gelassen, damit du die Dinge berichtigen mögest, die mangelhaft waren, und von Stadt zu Stadt Ernennungen älterer Männer vornehmest, wie ich dir Weisung gab; 6 wenn irgendeiner frei von Anklage ist, der Mann einer Ehefrau, der gläubige Kinder hat, die nicht der Ausschweifung oder der Widerspenstigkeit beschuldigt werden. 7 Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher frei von Anklage sein, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 8 sondern gastfreundlich, das Gute liebend, gesunden Sinnes, gerecht, loyal, Selbstbeherrschung übend, 9 am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

 

Nur da hat die Versammlung Gedeihen und Jehovas Segen, wo geistig befähigte Älteste einer Versammlung in ehrenhafter Weise vorstehen! Darum war es Aufgabe des Titus, wo immer notwendig Ernennungen vorzunehmen! Einige junge Versammlungen warteten auf das Wiederkommen des Paulus oder einem seiner Mitarbeiter und zögerten bewusst einen eigenen Entscheid hinaus. Die Anzahl Ältester innerhalb jeder Versammlung stand somit eher in Verbindung mit der Zahl der geistig Befähigten jener Versammlung, als mit deren Grösse. Je mehr Vorsteher die Aufgabe teilen, umso geringer wird die Last für den Einzelnen! Die Bedingungen für die Ernennung von Vorstehern sind bis heute unverändert dieselben! Wer als Mann Jesus als Herrn anerkannt hat und sich ihm in all seinem Tun unterordnet ist von seiner Taufe an zum Vorsteher berufen! Glücklich jene, die diese Berufung annehmen und nach dem Amt des Vorstehers streben! (1.Ti 3:1) Paulus umschreibt gegenüber Titus erneut, was er ebenso dem Timotheus schrieb.

 

Wasche mich rein von meiner MissetatFrei von Anklage“ zu sein bedeutet kein göttliches Gebot übertreten zu haben und dadurch von Brüdern oder Aussenstehenden für wirkliches Unrecht angeklagt zu sein! Anklage bedeutet nicht zwangsläufig auch schuldig zu sein: Johannes der Täufer, Jesus, Stephanus, Jakobus und Paulus waren von Juden angeklagt und verurteilt und gar getötet worden, obwohl sie unschuldig waren und Gottes Wort gesetzmässig gebrauchten! Wer sich gegen die Heuchelei heutiger Religionsführer auflehnt wird bestimmt von jenen ebenso angeklagt!

 

Der Status innerhalb der Familie, die Respektierung der göttlichen Regel, dass ein Mann nur eine Frau als Gattin hat muss geachtet sein. In einer Zeit, wo Familien zerbrechen ist es auch selbst einem redlich gesinnten Mann nicht immer möglich seine Familie unter allen Umständen zusammen zu halten. „Zeit und Unvorhergesehenes Geschehen trifft sie alle“ erklärt Salomo im Bibelbuch Prediger! Selbst Jesus konnte nicht verhindern, dass Judas ihn verriet! Einige der Vorsteher, die möglicherweise durch Paulus erwählt worden waren, wandten sich später gegen ihn. Demas, ein Begleiter verliess ihn, weil er „die Welt und ihre Begierden mehr liebte“ als Gottes Angebot des ewigen Lebens oder gar Priesterkönigtum (Pr 9:11, 12).

 

Ein gerechtes und aufopferungsvolles Verhalten ist es, was eine aufrichtige Gesinnung anzeigt! Jehova und Jesus erwählten Saulus, obwohl er zu jenem Zeitpunkt ein Verfolger jener war, die zum WEG gehörten! Sie aber kannten sein Herz und seinen aufrichtig gesinnten Geist (Apg 8:1-3). Seine Gesinnung war es für Gott zu eifern, obwohl er zuerst fehlgeleitet handelte und es ihm noch an genauer Erkenntnis der Wahrheit fehlte. Er reagierte aber unmittelbar auf seine Berufung durch Gott durch Christus und blieb ihr bis zum Tode treu! (Apg 9:3-9; Rö 10:2)

 

Die Pflichten als Vater innerhalb der Familie wahrzunehmen ist somit eine der Grundvoraussetzungen. Wie sonst könnte der Vorsteher Vorbild für die Versammlung sein, wenn er dies nicht vorab in der eigenen Familie zeigt? Wenn es ihm nicht gelingt seine eigenen Kinder dem Glauben zuzuführen, wie wird er dann andere Menschen diesen Glauben lehren? Da es Aufgabe des Mannes als Familienhaupt ist seine Frau und die Kinder in Christus gemässer Zucht und Unterordnung zu halten, so wird sich dies durch das Verhalten der Kinder offenbaren, die weder der Ausschweifung zuneigen noch der Widerspenstigkeit gegenüber der „obrigkeitlichen Gewalt“ im eigenen Haus noch in der Versammlung. Salomo hatte erklärt:

 

*** Rbi8  Sprüche 1:7-9 ***

Die Furcht Jehovas ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht sind das, was nur Toren verachtet haben.

8 Höre, mein Sohn, auf die Zucht deines Vaters, und verlaß nicht das Gesetz deiner Mutter. 9 Denn sie sind ein anmutiger Kranz deinem Haupt und eine schöne Halskette deinem Hals.

 

Wer eigenwillig ist wird nicht auf die Bedürfnisse der eigenen Familie achten und später ebenso wenig jene der Versammlung wahrnehmen.

 

Jesus entfernt die Geldwechsler aus dem TempelWer dagegen unbeherrscht dem Zorn zuneigt wird nicht nur die Familie gegen sich aufbringen, sondern auch Unruhe in die Versammlung Gottes tragen! Bedenken wir dabei aber auch, dass es einen gottgemässen Zorn gibt, der sich gegen Ungerechtigkeit auflehnt und dagegen vorgeht! Jesus machte sich aus Stricken eine Peitsche, um die Händler aus dem Tempel zu vertreiben! Er stiess die Tische der Geldwechsler um. Ein kontrollierter Zornausbruch, um gerechte Verhältnisse zu schaffen (Joh 2:13-17). Als er die Pharisäer und Schriftgelehrten öffentlich anklagte geschah dies bestimmt mit einem offenen, unverhohlenen Zorn und nicht mit schmeichelhaften Worten, so wie dies Matthäus im Kapitel 23 seines Evangeliums offen beschreibt!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:13 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte  [[(Theologen)]] und Pharisäer [[(Religionsführer)]], Heuchler, weil ihr das Königreich der Himmel vor den Menschen verschließt! Denn ihr selbst geht nicht hinein, noch erlaubt ihr, daß die hineingehen, die sich auf dem Weg dorthin befinden.

 

Stephanus redete ohne Furcht zeigen vor dem Sanhedrin mit gottgemässem Zorn, als er deren Vorsteher des Mordes an Jesus zu anklagte! Petrus und Paulus zeigten bei mehreren Gelegenheiten ein Temperament, das aber auch wie im Falle des Paulus und Barnabas zu einem heftigen Zornausbruch befähigt war. All diese von Gott auserwählten Männer zeigten sich selbst unter diesen Gegebenheiten als für ihr Amt geeignet! Unterscheidungsvermögen hilft beim Entscheid der Eignung! (Joh 2:13-17; Apg 7:51-53; 15:38, 39)

 

Der lärmende Trinker dagegen hat bestimmt vor einer Versammlung keinen Bestand. Wer sich in schlechten Situationen nicht zu beherrschen weiss und mit Gewalt reagiert bringt sich, die Familie und die christliche Gruppe in Gefahr! Jesus schien dem Wein nicht abhold zu sein. Seine Gegner sagten von ihm gar, dass er mit Sündern verkehre und am Tisch der Steuereinnehmer teilhabe (Mat 9:11). Sein erstes Wunder trug zur Festfreude an der Hochzeit von Kanaan bei, indem er Wasser in hervorragenden Wein verwandelte! Der Sprücheschreiber Salomo warnte dagegen vor dem Exzess in solchen Dingen: (Joh 2:3-11)

 

*** Rbi8  Sprüche 23:20-21 ***

Begib dich nicht unter starke Weintrinker, unter die, die schlemmerisch Fleisch essen. 21 Denn ein Trunkenbold und ein Schlemmer werden verarmen, und Schläfrigkeit wird einen in bloße Lumpen kleiden.

                                                           

Als nächsten Punkt bringt Paulus „unehrlichen Gewinn“ ins Spiel. Wer der Habsucht anhängt und bereit ist Gottes Massstab, was ehrliches Verhalten betrifft zu übertreten, der verletzt offensichtlich das Zehnte der Gebote. Damit in Zusammenhang steht in habsüchtiger Form „auf unehrlichen Gewinn erpicht“ zu sein! Das GESETZ sagt daher, das wir kein Eigentum unseres Nächsten begehren sollen:

 

*** Rbi8  2. Mose 20:17 ***

Du sollst nicht das Haus deines Mitmenschen begehren. Du sollst nicht die Frau deines Mitmenschen begehren noch seinen Sklaven, noch seine Sklavin, noch seinen Stier, noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Mitmenschen gehört.“

 

Die Begehrlichkeit nach etwas, was nicht unser Eigentum ist löst den Wunsch aus etwas zu besitzen, was wir nicht über legale Art zu erreichen vermögen. Das führt zu einer der vielen Formen des Diebstahls, indem wir uns auf ungerechte Art und Weise etwas aneignen, was uns nicht gehört! Paulus warnt, dass Habsüchtige das Königreich nicht erlangen werden!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:9-10 ***

Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch liegen, Männer, die bei männlichen Personen 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben.

 

Habsucht und unehrlicher GewinnHabsucht und Diebstahl, selbst Erpressung haben vielerlei Gesichter. Das Begehren wird bei solchen Menschen zu einem „Götzen“, der das Denken und Handeln lenkt! Wir können innerhalb der Religionen solch habsüchtigen Menschen in obersten Positionen finden! Sie häufen sich materielle Reichtümer auf, nicht immer für sich persönlich, sondern oft für die Organisationen, denen sie vorstehen! Jene danken es durch grössere Zuteilung von Macht und Ehre. Stets behaupten sie, dass dies Gottes Segen entspreche! Paulus aber warnt davor, solche Männer an die Spitze der Versammlung zu setzen, weil sie ihre Schafe früher oder später zu scheren beginnen! Habsucht gibt es bei armen und reichen Menschen! Besitz zu haben ist nicht gleichbedeutend mit Habsucht! Es geht um Begehrlichkeit von Dingen, um dieser Begehrlichkeit willen unlautere Mittel einzusetzen, die auf höherer Ebene bis hin zu Kriegen reichen! Die Geschichte der Päpste ist davon angefüllt!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:1-3 ***

Woher kommen Kriege und woher Streitigkeiten unter euch? Kommen sie nicht von dieser Quelle, nämlich von euren Begierden nach sinnlichem Vergnügen, die in euren Gliedern im Streit liegen? 2 Ihr begehrt, und doch habt ihr nicht. Ihr fahrt fort zu morden und seid weiterhin habsüchtig, und ihr könnt doch nicht erlangen. Ihr fahrt fort, zu streiten und Krieg zu führen. Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet. 3 Ihr bittet, und doch empfangt ihr nicht, weil ihr für einen falschen Zweck bittet, um [es] in euren Begierden nach sinnlichem Vergnügen zu verbrauchen.

 

Der Zweck, wozu wir etwas begehren und die Bitte an Gott etwas zu besitzen, was zu unserem und zum positiven Nutzen anderer ist wird nicht als grundsätzlich falsch bezeichnet. Wenn es dagegen um Befriedigung sinnlicher Vergnügen geht wird Gott unsere Bitten nicht erhören, wenn der Zweck aber der Ehre Gottes und der Nächstenliebe dient, so wird Gott es zu seiner Zeit gewähren!

 

Paulus zählt nun im Schreiben an Titus wie der obige Text ab Vers 7 zeigt jene Charakteristiken auf, die einen Vorsteher der Christenversammlung auszeichnen sollten: „... gastfreundlich, das Gute liebend, gesunden Sinnes, gerecht, loyal, Selbstbeherrschung übend, am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

 

Die Bibel: Schwert des Geistes durch PrinzipienAll dies sind Prinzipien, die hinter jedem der Gebote zu finden sind. Sie zeigen sich in der Gottes- und Nächstenliebe! Die Gastfreundschaft, die sich nicht nur auf Freunde, sondern auch auf Unbekannte und Notleidende erstreckt zeigt sich am Beispiel des barmherzigen Samariters! (Lu 10:29-37) Wer sich dadurch verrät, indem er seine Persönlichkeit erzeigt „das Gute liebend“, so geschieht dies durch Taten, indem er selbst das Gerechte tut, nicht nur dann, wenn es leicht fällt! Es beinhaltet Selbstaufopferung zugunsten des Nächsten.

 

Der „gesunde Sinn“ den Paulus erwähnt weiss zwischen dem, was in Gottes Augen Recht und was Unrecht ist zu unterscheiden, er neigt Jehovas Gerechtigkeit zu und verabscheut Ungerechtigkeit! Derselbe gesunde Sinn sagt uns, wem gegenüber unsere erste Loyalität gebührt! Religionsführer pochen gerne auf Loyalität ihnen gegenüber, selbst da, wo ihr eigenes Verhalten Gott und seinem Christus gegenüber illoyal ist!

 

Selbstbeherrschung zählt Paulus zu den gewichtigen Dingen, die einen Höhepunkt der Geistesgaben Gottes betrifft! Ein Vorsteher muss sich unter üblen Umständen zu beherrschen wissen (Gal 5:22, 23).

 

Das „zuverlässige Wort“ und die „gesunde Lehre“ die Paulus erwähnt ist die an keiner Stelle veränderte „gute Botschaft“, an der wir bis zum Abschluss festhalten müssen! Ein Vorsteher, der nicht zwischen Original und gefälschter Kopie zu unterscheiden vermag wird uns als „blinder Leiter“ anführen und dem Irrtum und der Lüge und damit der Abtrünnigkeit zuführen! Seine „Kunst des Lehrens“ zeigt, ob er in der Lage ist auch schwierige Zusammenhänge zu erklären und die „tiefen Dinge Gottes“ ans Licht zu bringen! Der Vorsteher muss auch Mut besitzen Widerspenstige und Widersprechende zurechtzuweisen und solche zurecht zu bringen, die vom geraden Weg abweichen!

 

5.3.2.2          Tit 1:10-16:  Mit Strenge jene zurechtweisen, die an der Beschneidung festhalten

Paulus zeigt, dass bereits die Christenversammlungen des ersten Jahrhunderts durch „Widerspenstige, eitle Schwätzer und Sinnesbetörer“ durchzogen waren. Diese stellten für das Wohl der Versammlung eine Gefahr dar und wo sie in leitende Stellung gelangten, da war Abfall von Paulus und von den Lehren des Jesus zu erwarten! Damals waren die Christen aus der Gruppe der Pharisäer eine besondere Gefahr. Heute mögen es mehr jene sein, die der Lehre des Hymenäus zuneigen und weiterhin an einem Leben nach dem Tod im Himmel glauben oder die wie die daraus später entstandene Nikolaus-Sekte hin zur Ungesetzlichkeit auf dem einen oder anderen Gebiet tendieren!

 

*** Rbi8  Titus 1:10-12 ***

Denn es gibt viele Widerspenstige, eitle Schwätzer und Sinnesbetörer, besonders die, die an der Beschneidung festhalten. 11 Es ist nötig, diesen den Mund zu stopfen, da gerade diese Personen fortfahren, ganze Haushalte zu untergraben, indem sie um unehrlichen Gewinnes willen Dinge lehren, die sich nicht gehören. 12 Einer von ihnen, ihr eigener Prophet, hat gesagt: „Kreter sind immer Lügner, schädliche wilde Tiere, unbeschäftigte Fresser.“

 

Solche Menschen, die von der „gesunden Lehre“ abweichen sind oft auch von Habsucht getrieben! Sie suchen die Ehre von Menschen weit mehr als die Ehre von Gott! Paulus zeigt, dass solchen Menschen der Mund gestopft werden muss, bevor sie Schaden anrichten! Ihre Lehre führt zum Sturz der Glaubenden. Da Titus auf Kreta war zitiert Paulus einen ihrer Lehrer und falschen Propheten, der durch seine eigene Aussage zugibt und sich damit selbst anklagt: „Kreter sind immer Lügner“. Kein Lügner aber wird Gottes Königreich erreichen! Jesus warnt daher in der Offenbarung:

 

Wer im Wort Christi bleibt ist sein Jünger*** Rbi8  Offenbarung 21:8 ***

Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

 

Der „gesunde Glaube“ muss aufrecht erhalten werden, der von keinerlei „Sauerteig der Lehre“ durchdrungen oder gar von todbringendem „Gangrän“ befallen ist, wie es durch die Gruppe um Hymenäus von Ephesus aus verbreitet wurde. Titus und jeder getreue Vorsteher bis heute muss darin fortfahren andere „mit Strenge zurechtzuweisen“, die vom Glauben abgewichen sind!

 

*** Rbi8  Titus 1:13-16 ***

Dieses Zeugnis ist wahr. Gerade deswegen fahre fort, sie mit Strenge zurechtzuweisen, damit sie im Glauben gesund seien 14 und jüdischen Fabeln und Geboten von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden, keine Aufmerksamkeit schenken. 15 Den Reinen sind alle Dinge rein. Den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern sowohl ihr Sinn als auch ihr Gewissen ist befleckt. 16 Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke, weil sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und für jedes gute Werk unbewährt sind.

 

Was Paulus damals als „jüdische Fabeln“ kennzeichnet, diese sind inzwischen längst durch „christliche Fabeln“ ersetzt worden! Ihr Hintergrund bleibt aber stets derselbe! Eine Vermischung von Wahrheit mit Lüge, mit Mystizismus und Magie. Sie führen zu Gesetzlosigkeit und damit zu Gottlosigkeit! Es gilt zwischen zwei Formen der Wahrheiten zu unterscheiden: Jene die der Schrift, Gottes eigenen Worten entspricht und jene andere, machtvolle, die „offizielle Wahrheit“ der geistlichen Führer, welche die Aussagen der Schrift verdrehen durch ihre ohrenkitzelnden Lehren! Geboten von Menschen, die nicht den Geboten Jesu und damit Gottes GESETZ entsprechen: Ihnen ist keine Aufmerksamkeit zu widmen! Jene die solches verbreiten haben sich gegen das Wort der Wahrheit gerichtet! An ihren „faulen Früchten“ sind sie zu erkennen!

 

Nur der ist rein, der sich von all dem getrennt hält, was Jehova als Unrein im GESETZ erklärt! Er hat ja das Unterscheidungsvermögen geübt, indem er sich Gottes Gebote auf das Herz schrieb, sich selbst damit im Geist beschnitten hat! Er hat aufgehört das Unreine zu berühren, weil er selbst ein „reines Gefäss“ ist und darum ist ihm alles rein, was Gott als Rein erklärt hat! Er hat gelernt zu unterscheiden, was von Dämonen inspiriert ist und was Gottes inspiriertes Wort wirklich sagt! Paulus warnte die Korinther:

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:16-18 ***

Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.“ 17 ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Wenn uns Jesus am Gerichtstag [B2] auf seine rechte Seite als seine „Schafe“ stellen soll, so sollten wir genau hinhören, was Jesus, seine Apostel und die Propheten sagen! „Blinde Geführte“ fallen in dieselbe „Grube“, die „Gehenna“, unterliegen demselben Gericht wie ihre „blinden Führer“! Es gibt kein Recht auf geistige Blindheit! Leichtgläubig zu sein zahlt schlussendlich einen hohen Preis im Gericht! Besser ist es abgesondert zu sein als mit der Masse mitzulaufen! Paulus warnt uns vor denen, die in den Kirchen den Vorsitz führen: „Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke, weil sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und für jedes gute Werk unbewährt sind.“ Gute Werke sind stets im Einklang mit Gottes GESETZ, sie erfüllen das dahinterliegende höhere Prinzip, die Liebe!

 

                                                                                                               

5.3.3           Kapitel 2:  Gesetzestreues Benehmen fördern und weltliche Begierden zurückweisen

 

5.3.3.1          Tit 2:1-10:  Das Benehmen junger und betagter Männer und Frauen, von Sklaven

Titus soll „die gesunde Lehre“ weiterhin verbreiten! Das ist eine Aufgabe jedes Christen, nicht stillschweigend Irrtum und offensichtliche religiöse Lügen zu dulden! Paulus gibt Titus Ratschläge, was die einzelnen Gruppierungen innerhalb der Versammlung betrifft. Dies kann auf unsere Tage genauso angewendet werden! Er fordert die „betagten Männer“ zur Mässigkeit auf! Durch die während eines Lebens aufgehäuften Güter, die mit der Pensionierung kommende grössere Freiheit mögen einige zur Unmässigkeit in gewissen Handlungen wie Essen, Trinken, Vergnügungen oder irgend einer Gewohnheit oder Tätigkeit hinneigen, die das gesunde Mass überschreiten. Paulus erwartet aber von Ältesten und Familienhäuptern vielmehr „ernsthaft, gesunden Sinnes“ zu sein! Sie bilden eine gewichtige Säule innerhalb der Christenversammlung. Der Glaube muss vor allem gesund sein, die Liebe sich durch Werke erweisen und Ausharren und Loyalität auch in üblen Situationen erzeigen!

 

*** Rbi8  Titus 2:1-5 ***

Du jedoch, rede weiterhin das, was sich für die gesunde Lehre ziemt. 2 Mögen die betagten Männer mäßig sein in den Gewohnheiten, ernsthaft, gesunden Sinnes, gesund im Glauben, in der Liebe, im Ausharren. 3 Ebenso seien die betagten Frauen von ehrerbietigem Benehmen, nicht verleumderisch, auch nicht vielem Wein versklavt, Lehrerinnen des Guten, 4 damit sie die jungen Frauen zur Besonnenheit bringen, so daß sie ihre Männer lieben, ihre Kinder lieben, 5 gesunden Sinnes seien, keusch, im Haus arbeiten, gut seien, sich den eigenen Männern unterwerfen, damit vom Wort Gottes nicht lästerlich geredet werde.

 

TratschEinige ältere Frauen neigen oft eher dazu schwatzhaft werden, wo verleumderisches Reden bald nicht mehr fehlt! Ihr ehrerbietiges Benehmen zeigt dagegen den Respekt vor ihren eigenen Männern und jenen, welche ein Amt innehaben, um uns alle anzuleiten. Missbrauch alkoholische Getränke, von Medikamenten sind heute bei einigen Frauen zu einem Problem geworden, oft ist dies so bei Alleinstehenden. Es ist etwas, worauf Vorsteher achten sollten. Aufgrund ihrer grösseren Lebenserfahrung sollen betagte Frauen ganz besonders „Lehrerinnen des Guten“ für jüngere Frauen sein und durch ihr eigenes Beispiel vorangehen! Ihnen obliegt es in besonderer Weise die jüngeren Frauen zu unterweisen und zur Besonnenheit zu führen! Die täglichen Probleme innerhalb der Familien nagen an jüngeren Frauen in besonderer Weise. Die Medien sind voller Illusionen über das, was das Leben an Freiheit und Vergnügungen zu bieten hat! Es ist dabei leicht nur noch das Schlechte und Böse und Unbefriedigende innerhalb der eigenen vier Wände zu sehen!

 

Ältere Frauen, welche diese Drang und Sturmzeit in ihrem Leben bereits hinter sich haben können viel zum Ausgleich beitragen durch erneute Vermittlung der wahren Werte! Echte Liebe zum Mann zeigt sich durch viele kleine Werke, ebenso die Liebe zu den Kindern und Enkeln! Das aufopferungsvolle Sorgen um das Wohl kann viel Befriedigung mit sich bringen und trägt zum Lob und Ruhm der Familie bei! Salomo schliesst sein Buch der Sprüche über die herausragende Hausfrau ab, die sich wahres Lob von Gott verdient und für ihren Besitzer wertvoller als Korallen ist, indem sie ihren Teil zum Gedeihen der Gemeinschaft aus innerem Trieb heraus erbringt! (Spr 31:10-31)

 

Rote Korallen: Wertvoller die tüchtige Ehefrau*** Rbi8  Sprüche 31:10-12 ***

Eine tüchtige Ehefrau, wer kann [sie] finden? Ihr Wert geht weit über den von Korallen.

11 Auf sie hat das Herz ihres Besitzers vertraut, und es mangelt nicht an Gewinn.

12 Sie hat ihn mit Gutem belohnt und nicht mit Bösem alle Tage ihres Lebens.

 

Wo Frauen sich wie dies heute aufgrund der Gleichberechtigung schon fast überall auf der Erde üblich ist über ihre Männer erheben, so führt dies zu Zank und Streit in der Familie! Die Fernseh-Seifenopern Serien vermitteln ein Bild, wo junge Mädchen bereits sich eifrig darin zu übertrumpfen suchen, wer den Eltern grösseren Widerstand entgegenbringt, um den eigenen Willen durchzusetzen. Wer sich von solchem beeinflussen lässt, weil er solches weit herum übliches Fehlverhalten in sich aufsaugt wird bald selbst dieselben Charakteristiken an den Tag legen! Solches aber entzweit, fördert Egoismus, führt früher oder später zu ungesetzlichem Tun, da der eigene Wille über den Willen der Eltern und gar über den Willen Gottes gesetzt wird.

 

Ein keusches Verhalten der Frauen wird heute fast schon belächelt, „da es doch alle tun“. Die Frau aber, die sich der christlichen Werte erneut bewusst ist, sie stösst solches Verhalten ab und sie weichen ihm aus! Sie suchen vielmehr die Ehre ihres Mannes zu festigen und zeigen ihren Kindern durch ihr Vorbild, dass die Normen die Jesus und die Apostel lehrten die einzigen sind, die auch heute langfristig die besten Resultate erbringen! Sich mit dem Mann in ein Konkurrenzverhalten einzulassen schadet der Verbindung! Die kluge und weise Frau erarbeitet sich ihr Lob und wird von ihrem Mann und der Gemeinschaft geehrt!

 

*** Rbi8  Sprüche 31:23 ***

Ihr Besitzer ist jemand, der bekannt ist in den Toren, wenn er sich bei den älteren Männern des Landes niedersetzt.

 

Die Frau die sich Lob in der Familie und von Aussenstehenden schafft zeigt dies durch ihre echte Gottesfurcht die ihr selbst das Lob Gottes einträgt!

 

*** Rbi8  Sprüche 31:30 ***

Anmut mag Trug sein, und Schönheit mag nichtig sein; [doch] die Frau, die Jehova fürchtet, ist es, die sich Lobpreis schafft.

 

Titus selbst ist ein jüngerer Mann und soll den Altersgenossen durch seinen gesunden Sinn und jede Form des Handelns ein Vorbild sein, das durch Weisheit geleitet wird! Unsere Liebe zum Guten muss sich durch vortreffliche Werke zeigen! Paulus rückt die Unverdorbenheit in der Lehre in den Vordergrund, die erst das Recht und die Pflicht ergibt andere die unweise handeln zurechtzuweisen! Auch jungen Männern steht Ernsthaftigkeit zu, sich durch gesunde Lehre auszuzeichnen, die Rat erteilen der mit der Schrift im vollen Einklang ist.

 

*** Rbi8  Titus 2:6-8 ***

Ebenso ermahne fortgesetzt die jüngeren Männer, gesunden Sinnes zu sein, 7 indem du dich selbst in allen Dingen als ein Vorbild vortrefflicher Werke erweist, wobei du Unverdorbenheit bekundest in deinem Lehren, Ernsthaftigkeit, 8 gesunde Rede, die nicht verurteilt werden kann, damit der von der gegnerischen Seite beschämt werde, indem er nichts Schlechtes über uns zu sagen hat.

 

Dass andere Menschen über jene die das Gute tun schlecht reden, um sie zu verleumden, dies ist bestimmt so alt wie die Menschheit selbst! Kain erboste sich gegen Abel, weil jener gerechter war als er selbst! Unsere Worte die durch Werke begleitet sind zeigen unsere Ernsthaftigkeit Gottes Wort gegenüber! Dadurch, dass wir korrekt handeln zeigen wir unsere innere Überzeugung und bringen unsere Gegner zum Schweigen, weil jene beschämt werden und bei ehrlichgesinnten Menschen unser redliches Tun Anerkennung findet!

 

Paulus zeigt nun, was das Verhalten von Sklaven oder wie wir es heute nennen, von Lohnempfängern und Angestellten sein soll. Paulus lehnt sich nicht gegen das System auf, das eine gewisse Form der Sklaverei zulässt, sondern zeigt die Aufgabe eines guten Angestellten, der sich seiner Abhängigkeit bewusst ist und ihr gerecht zu werden sucht! Wer einen Lohn empfängt hat auch eine Pflicht dafür eine gebührende gute Leistung zu erbringen!

 

Ddiebstahl der Arbeiter zeigt sich in vielerlei Hinsicht*** Rbi8  Titus 2:9-10 ***

Mögen Sklaven ihren Besitzern in allen Dingen untertan sein und ihnen wohlgefallen, indem sie nicht widersprechen, 10 nicht Diebstahl begehen, sondern volle, gute Treue an den Tag legen, so daß sie die Lehre unseres Retters, Gottes, in allen Dingen schmücken.

 

Sich dem Arbeitgeber „in allen Dingen“ zu unterordnen zeigt denselben Rat, den Paulus Frauen ihren Männern gegenüber erteilt! Der Christus unterordnete sich „in allem“ seinem Vater! Wir alle kennen über uns das Haupt, den Christus, dem wir uns unterordnen sollen und freudig dessen Auftrag nach bestem Wissen und Gewissen ausführen! Widerspruch führt zu Konfrontation. „Volle, gute Treue an den Tag zu legen“ bedeutet der gestellten Aufgabe gerecht zu werden oder gar darüber hinauszugehen! Jesus gab uns das Gebot nach Vollkommenheit in unserem Denken, Reden und Handeln zu streben und damit ebenso wie er es tat den Vater nachahmen! Ob als Freier, der anderen Arbeit gibt oder als Arbeitnehmer, als Sklave sollen wir „gute Treue an den Tag legen“. Dies schmückt die Lehre unseres Gottes und seines Christus!

 

Unsere Liebe zum Nächsten muss viel weiter gehen als dies in diesem System üblich ist! Unsere Vollkommenheit zeigt sich erst in der Liebe zu denen, die uns feindlich gegenüberstehen!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:43-48 ***

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

Der tüchtige Arbeiter sucht den Vorteil seines Herrn zu wahren, er weicht Verantwortung nicht aus und erkennt Gefahr für Hab und Gut seines Arbeitgebers. Das entspricht der Lehre unseres Herrn Jesus und schmückt Gottes Wort als das Vortreffliche, was es ist! Nicht der Eigensinn und Eigennutzen, nicht negative Gefühle stehen beim Christen im Zentrum, sondern der Gemeinsinn und der Nutzen des Nächsten ist es, der unsere Liebe markiert! Diebstahl hat viele Facetten, dazu gehört auch Zeit zu stehlen, mit dem Hab und Gut untreu zu verfahren, anderen Dinge zu gestatten, die zu Lasten unseres Herrn sind, Kontrollen ungetreu auszuführen und dort das Auge zuzudrücken, wo eine Zurechtweisung oder Ablehnung erfolgen muss!

 

5.3.3.2          Tit 2:11-15:  Gottlosigkeit und weltliche Begierden zurückweisen

Gott hatte seinen Sohn gesandt, damit die unverdiente Güte uns gegenüber überströmend werde. Jesus ist als unser Retter aufgetreten, indem er sein eigenes Leben zu unseren Gunsten darbot und für unsere Übertretungen und früheren Sünden starb! In Wirklichkeit hat er sich als Gottes Sohn, als Herr und König uns allen zu einem Sklaven gemacht, um uns zu dienen. Er zeigte am Beispiel der Fusswaschung seiner Apostel, dass wir alle einander gegenseitig dienen sollten!

 

Wie Saddam Husseins Statue fiel, so werden die Mächtigen dieses Systems fallenJesus verwarf die Form dieses Systems, das die Überhöhten als „gross“ einstuft und kündigt den Mächtigen das kommende Ende ihrer Vorherrschaft an. Den Mildgesinnten, die auf seine Worte achten verspricht er aber Rettung.

 

Alle Arten von Menschen“ können an dieser Rettung teilhaft werden, vorausgesetzt, sie nehmen diese Rettung auch an und wenden die dazu gehörenden Bedingungen nun auf ihr Leben an! Das beginnt mit Reue und Werken der Reue über frühere Sünden und zeigt sich durch den freiwilligen Schritt zum Eintritt in den Taufbund. Jesu Opfer für uns zu verstehen und den Sinn der Unterordnung unter Gottes Macht im „Königreich seines Sohnes seiner Liebe“ zu verstehen, dies bringt uns der Logik die Gott allem beimisst näher. Das erste Offenbarwerden des Christus als „Menschensohn“ hat den Propheten den Stempel der Wahrheit göttlicher Vorhersagen aufgedrückt! Unser Glaube lässt uns nun auf Jesu Wiederkehr und auf Gottes kommende Herrschaft hoffen. Darauf bereiten wir uns vor!

 

Gesetzloses Handeln, falsche und irreführende Lehren die zur Gottlosigkeit hinführen weisen wir dagegen von uns, sobald wir die Wahrheit aus der Schrift erkannt haben. Dazu dient die Belehrung durch Studium, Versammlung und persönliche Unterweisung. Wir wissen, dass das ganze gegenwärtige System von Gottlosigkeit durchzogen ist und Gottes Gebote missachtet werden. Wir unsererseits aber weisen die weltlichen Begierden von uns, indem wir den „gesunden Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit“ in unserem Leben den ersten Platz einräumen!

 

*** Rbi8  Titus 2:11-14 ***

Denn die unverdiente Güte Gottes, die allen Arten von Menschen Rettung bringt, ist offenbar geworden 12 und unterweist uns, Gottlosigkeit und weltliche Begierden von uns zu weisen und inmitten dieses gegenwärtigen Systems der Dinge mit gesundem Sinn und Gerechtigkeit und Gottergebenheit zu leben, 13 während wir auf die beglückende Hoffnung und das Offenbarwerden der Herrlichkeit des großen Gottes und [des] Retters von uns, Christus Jesus, warten, 14 der sich selbst für uns hingegeben hat, damit er uns von jeder Art Gesetzlosigkeit befreie und für sich ein Volk reinige, das insbesondere sein eigen ist, eifrig für vortreffliche Werke.

 

Paulus zeigt wie stets, dass das Offenbarwerden Gottes und seines Christus hier auf der Erde zu erwarten bleibt! Auch die Auferstehenden werden dies hier und nicht in einem imaginären, von Mystik geprägten phantasievollen „Himmel“ erleben! Diese Hoffnung gibt uns ein beglückendes Gefühl, weil wir an den Gott glauben der nicht lügen kann! (Tit 1:2) Jesus wird am „Tag des Herrn“ als Retter derer aufzutreten beginnen, die sein Wiederkommen hoffnungs- und glaubensvoll  erwartet haben. Wir vermeiden jede Form Gesetzlosigkeit, die uns ein Gericht bedeuten, und er wird als gütiger Hoherpriester Fehler zufolge unserer Schwächen von uns abwaschen, wenn wir Gottes Rat aus ganzem Herzen befolgen! Wir sind im Moment noch nicht direkt „Gottes Volk“, sondern das Volk des Christus, dem einzigen Mittler hin zu Jehova, Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ das er von jeder Art von Befleckung durch das durch ihn verkündete Wort reinigt, vorausgesetzt, dass wir nach diesem Wort handeln! Johannes beschreibt Jesu Erklärung diesbezüglich:

 

*** Rbi8  Johannes 12:47-50 ***

Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag [[(ab Jesu Wiederkehr bis zum Ende des Millenniums)]]; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll [[(vergl. 5.Mo 18:15-19)]]. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot  ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Trinität? Ein Gott, ein Jehova und Christus sein SohnDer „letzte Tag“ den Jesus hier erwähnt umfasst die „Endzeit“, den „Abschluss dieses Systems der Dinge“, den Beginn des „Tages des Herrn“, das mit der Vernichtung jener in Harmagedon abschliesst, die sich weigerten auf Jesus als Gottes Mittler zu hören! Allen die „schlechtes getrieben haben [[winkt]] eine Auferstehung zum Gericht“ (Joh 5:28, 29). Jesus gibt sich deutlich als Gottes Abgesandten aus und auch hier wie überall gibt er sich nicht selbst zu erkennen als „der GOTT“, zu dem ihn erst das Konzil von Nicäa erklärt hatte! Die Dreieinigkeitslehre widerspricht der gesamten Schrift!

 

Gottes Gebot anzunehmen und es zu halten bedeutet laut Jesu Aussage „ewiges Leben“, die kommende „Umwandlung in einem Nu von Sterblichkeit zur Unsterblichkeit“ (1.Kor 15:51-53), wie sie bereits Adam im ursprünglichen Paradies besass und die er wegen seiner Sünde verlor! Diese Dinge gilt es zu lehren, nicht etwas durch Glaubensväter Verändertes! Paulus verordnet Titus und auch uns die wir den Fussstapfen des Paulus und Titus nachfolgen:

 

*** Rbi8  Titus 2:15 ***

Fahre fort, diese Dinge zu reden und zu ermahnen und mit voller Befehlsgewalt zurechtzuweisen. Möge dich niemand je verachten.

 

Paulus, als der Apostel des Christus erteilt Titus „volle Befehlsgewalt“! Wer ihn bei dieser Art Lehre verachtet, der zieht sich den Zorn des Christus zu, der Paulus Amtsgewalt gab! Diese „volle Befehlsgewalt“ hat keiner der heutigen Kirchenführer, die dies ohne wahre Berechtigung für sich in Anspruch nehmen! Sie lehren eine „veränderte gute Botschaft“ und ihre Befehlsgewalt stammt nicht vom Christus, sondern von dem, der schlechten Samen ausgesät hat: Satan, dem Gott dieses Systems der Dinge!

 

Paulus aber ordnet dieselbe „volle Befehlsgewalt“ all denen zu, die als Vorsteher amten und sie sein Wort gemäss „der gesunden Lehre des Christus“ selbst halten und selbst lehren! Christus selbst wird sie zu dem von Gott festgesetzten Zeitpunkt dafür ehren und „gross“ nennen! Ehre von Menschen und deren Titel heute aber lehnen Älteste ab! Sie ahmen auch darin nur den Christus nach!

 

*** Rbi8  Johannes 5:41-47 ***

Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt? 45 Denkt nicht, daß ich euch beim Vater anklagen werde; da ist einer, der euch anklagt, Moses, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 In der Tat, wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben, denn jener schrieb über mich [[(den „Propheten gleich mir“ (5Mo 18:15))]]. 47 Doch wenn ihr dessen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“

 

Ehre von Gott gibt es nur für jene, die Seinen Willen erkannten und ausführten! Jesus aber wird alle von sich weisen, die gesetzlos handelten und Gesetzlosigkeit lehrten! Wer den Schriften Mose nicht glaubt zeigt dies auch dadurch, dass er das GESETZ übertritt, im Glauben darauf, dass Gott gesetzloses Handeln inzwischen dulden würde! Ein Irrtum der in Harmagedon einen sehr hohen Preis fordert: Ewige Abschneidung von den Lebenden!

 

 

5.3.4           Kapitel 3:  Regierungen untertan sein, Sektarismus ablehnen

 

5.3.4.1          Tit 3:1-7:  Regierungen und Gewalten untertan sein

Im Brief an die Römer, jener Versammlung, die direkt vor der Autorität des Imperiums ihren gerechten Stand halten musste, schrieb Paulus ausgiebig von den „obrigkeitlichen Gewalten“, der ein Christ in erster Linie untertan ist.

 

*** Rbi8  Römer 13:1-4 ***

Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan, denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten [[(im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“)]] stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet. 2 Wer sich daher der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt; die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden für sich ein Gericht empfangen [[(unabhängig davon, welche Stellung sie innerhalb oder ausserhalb einnehmen)]]. 3 Denn die Herrschenden sind nicht für die gute Tat ein Gegenstand der Furcht, sondern für die schlechte. Willst du also ohne Furcht vor der [obrigkeitlichen] Gewalt sein? Fahre fort, Gutes zu tun, und du wirst Lob von ihr haben; 4 denn sie ist Gottes [[(Jehovas, nicht des „Gottes dieses Systems“)]] Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber Schlechtes tust, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert [[(symbolisch = Gericht)]] nicht ohne Zweck; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Kundgabe des Zorns an dem, der Schlechtes treibt.

 

Er zeigt darin, dass ein Christ vorab unter Gottes GESETZ steht und erst danach unter Cäsars Verordnungen! Eine genaue Analyse des gesamten Briefes zeigte, dass Paulus in erster Instanz von der Autorität innerhalb des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ sprach! Darin hat Christus als „Haupt“ die Leitung, da er ja lebt und all seine Worte aufgezeichnet worden sind und für jeden von uns verbindlich bleiben! Die Autorität die Cäsar ausübt wird vom „Gott dieses Systems“ geleitet, nicht von Jehova und nicht durch Christus soll ein Christ da achten, wo sie Gottes GESETZ nicht zuwiderhandelt!

 

Paulus im Gefängnis Roms kurz vor seiner HinrichtungAls römischer Gefangener, kurz vor der Exekution konnte Paulus nur in verschlüsselter Sprache reden! Nahezu alle christlichen Religionen, als Verbündete des Cäsars und unter Einfluss des „Gottes dieses Systems der Dinge“ drehen den Spiess um, und gebieten ihren „Schafen“ sich nahezu bedingungslos weltlicher Autorität zu unterordnen! Weder Jesus noch die Apostel haben solches gelehrt! Es bildet Teil der Anbetung der drei „wilden Tiere“! (Off 14:9-12)

 

Dann sind da neben den Evangelien die Briefe der Apostel und Jünger, die von Gott inspiriert wurden und jene Schreiber mit Autorität seitens des Christus die Dinge getreulich aufzeichneten, um uns bis ans Ende dieses Systems Anleitung zu geben: „Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.“ (2.Ti 3:16, 17)

 

Paulus hatte die „festgefügte Ordnung“ innerhalb der Christenversammlung unter den Heidennationen aufgezeichnet, an die wir uns bis heute und bis zum Abschluss des Systems zu halten haben! Das „GESETZ des Christus“ ist und bleibt gültig und fusst vollumfänglich auf den Geboten die Gott bereits Moses gegeben hatte. Die Vorsteher der Versammlung halten nach diesen Geboten Gericht, das hat Paulus im 1.Brief an die Korinther zweifelsfrei erklärt! (1.Kor 6:1-6)

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

Bedeutet dies, dass Christen den heutigen herrschenden politischen Mächten überhaupt nicht unterstellt sind? Nein, sie sind ihnen unterordnet, allerdings in der von Gott gefügten Ordnung und deren „relativen Stellung“! Gott lässt jene Mächte bis zum Ende der „sieben Zeiten der Nationen“ herrschen! Jesus dagegen lehnte Satans Angebot ab alle Königreiche der Erde zu beherrschen und lehrte seine Jünger darum beten: „Dein Reich komme!“ (Mat 6:9, 10) Auch wenn wir unter den Mächtigen dieses Systems indirekt von Satan beherrscht werden, da ja „die ganze Welt in der Macht dessen der Bösen ist“ liegt, so wissen wir doch, dass deren Zeit Macht auszuüben schon bald abläuft und uns die Erkenntnis der Wahrheit in geistigem Sinne bereits von deren Joch befreit hat. Wir sollen somit diese ihre „relative Stellung“ (Rö 13:1) im Verhältnis zur wahren Macht Gottes, seines Christus und des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ erkennen! (Kol 1:13) Darum schreibt Paulus an Titus:

 

*** Rbi8  Titus 3:1-3 ***

Erinnere sie weiterhin daran, Regierungen und Gewalten als Herrschern untertan und gehorsam zu sein, bereit zu sein für jedes gute Werk, 2 von niemandem nachteilig zu reden, nicht streitsüchtig zu sein, [sondern] vernünftig, indem sie allen Menschen gegenüber alle Milde an den Tag legen. 3 Denn auch wir waren einst unverständig, ungehorsam, irregeführt, Sklaven von mancherlei Begierden und Vergnügungen, lebten in Schlechtigkeit und Neid dahin, [waren] verhaßt und haßten einander.

 

Da wir Gottes Gebote auf unser Herz geschrieben haben sind wir zu genauer Erkenntnis der Wahrheit gelangt, wir haben darum unverständiges Handeln abgelegt, das auch vielen von uns zuvor zu eigen war und das dieses System der Dinge kennzeichnet! Das Wissen um das „neue Gebot“ des Christus, einander zu lieben, dies treibt uns nun zu jeder Art von gutem Werk an!

 

Glaubenstaufe: Das vollkommene Untertauchen bedeutet Absterben gegenüber dem Gesetz der Sünde, Leben beim Auftauchen zu Gunsten des GESETZES des GeistesPaulus erklärt den Zusammenhang, wie uns „das Bad, das uns zum Leben brachte“ in der Taufe von der früheren Trennung von Gott befreite, indem Gott das entfernte, was uns von Gott entfernt: Die Sünde und den darauf lastenden „Fluch“ (Gal 3:13). Dadurch gelangten wir aus dem geistigen Tod zum Leben. „Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.“ (Rö 6:23) Indem wir Gottes GESETZ auf unser Herz schrieben und damit jenen folgten, die uns ursprünglich belehrt hatten, wurden wir „durch heiligen Geist erneuert“. Unsere ersten Lehrer waren und blieben die Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts und deren Schriften, die sich ihrerseits treu an Jesu Vorbild hielten, was Liebe und Gesetzestreue betraf! Die Religionslehrer die wir gehabt haben mögen waren nur ein Abglanz jener Männer, sie lehrten uns nur einen Teil der Wahrheit und niemals das ganze göttliche Gebot!

 

*** Rbi8  Titus 3:4-7 ***

Als jedoch die Güte und die Liebe zum Menschen auf seiten unseres Retters, Gottes, offenbar wurde, 5 rettete er uns, nicht zufolge von Werken, die wir in Gerechtigkeit vollbracht hätten, sondern gemäß seiner Barmherzigkeit durch das Bad [[(der Taufe)]], das uns zum Leben brachte, und durch unsere Erneuerung durch heiligen Geist. 6 Diesen [Geist] goß er durch Jesus Christus, unseren Retter, reichlich über uns aus, 7 damit wir, nachdem wir kraft dessen unverdienter Güte gerechtgesprochen worden sind, Erben würden gemäß einer Hoffnung auf ewiges Leben.

 

Als Jesus an Pfingsten erstmals „heiligen Geist“ auf die hundertzwanzig versammelten Jünger ausgoss begann ein Verständnis der Zusammenhänge der Schrift, das zuvor in Israel nicht existiert hatte! Jesus hatte dieses „Licht“ schon zuvor gebracht, indem er frühere und kommende Dinge mittels seiner Gleichnisse erklärte. Trotzdem fehlte es den Aposteln und getreuen Jüngern weiterhin noch an Verständnis gewichtiger Zusammenhänge der Aussagen der Propheten, der Worte Jesu über kommende Dinge, im Zusammenhang mit der Wiederkehr des Christus und der Aufrichtung des „Königreiches für Israel“!

 

5.3.4.2          Tit 3:8-15:  Jene die Sekten fördern abweisen

Tit  3:8:  Am zuverlässigen Wort Gottes festhalten

Jedes Wort aus Gottes Mund ist absolut zuverlässig! Wir dürfen und sollen unser volles Vertrauen darauf richten! Jesus war vom Vater instruiert worden, was er sagen solle und was er zu Beginn noch nicht preisgeben durfte! Gewichtige Teile konnten die Apostel bis zu Jesu Tod selbst noch nicht vollständig verstehen, einiges auch nach Pfingsten noch nicht, weil dies bis zum Abschluss des Systems ein „heiliges Geheimnis“ bleiben sollten! Erst während der „Zeit des Endes“ sollte aufgrund von Einsicht ein vollkommen klares Bild kommender Dinge möglich werden. Das hatte der Engel dem Propheten Daniel verkündet:

 

*** Rbi8  Daniel 12:3-4 ***

Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit, ja für immer.

4 Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

 

Ohne Vertrauen in Gottes Worte die er zu seinen Propheten geredet hatte und ohne die feste Grundlage, die Jesus als „Grundeckstein“ festlegte, können auch die von Gott inspirierten Aussagen der Apostel nicht korrekt verstanden werden! Wer gesetzlos handelt, weil er Gottes GESETZ als beendet oder nicht weiter in vollem Umfang gültig erklärt, dem entgehen gewichtige Details beim Studium der Schrift, die nur aufgrund des GESETZES verstanden werden können!

 

Das Wort Gottes ist unfehlbar!*** Rbi8  Titus 3:8 ***

Zuverlässig ist das Wort, und ich möchte, daß du über diese Dinge stets feste Aussagen machst, damit die, die Gott geglaubt haben, ihren Sinn darauf gerichtet halten, unaufhörlich vortreffliche Werke zu tun. Diese Dinge sind vortrefflich und den Menschen nützlich.

 

Wie Titus wird auch uns geboten „feste Aussagen“ über den Wahrheitsgehalt der Schrift zu machen! Paulus hat auch im später geschriebenen 2.Brief an Timotheus deutliche Aussagen gemacht. Ausser den „heiligen Schriften“ des GESETZES und der PROPHETEN war auch der im Entstehen begriffene 2.Teil, das später so genannte „Neue Testaments“ ebenso wie die früheren Schriften von Gott inspiriert! Wir kennen den zweiten Teil der Worte bereits gut:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 3:14-17 ***

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

Der Glaube an Jesus Christus wird doch erst  durch die Schriften des „Neuen Testaments“ gefestigt, jenem Teil, der in griechischer Sprache aufgezeichnet wurde. Dieser Teil der Schrift war ja langfristig nun zudem als an „Ebioniten“ auf die Menschen aus den Nationen ausgerichtet, nicht nur an das fleischliche Israel! Nur die beiden Teile gemeinsam geben das klare und vollständige Gesamtbild!

 

Das Gesamtbild der Bibel und dessen Teilbilder
 

Beide Teile zusammen ergeben, dass „der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.“ Das zu tun ist nur von Religion und ihren veränderten Lehren entfernt möglich! Die Aufforderung Jesu in der Offenbarung an „sein Volk“ lautet klar und unmissverständlich:

 

Die Ohrenbeichte war, ist, bleibt unbiblisch und wirkungslos*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Sünden, die sich aufgrund gesetzloser Taten aufhäufen kennzeichnet „Babylon die Grosse“, weil kein Priester und keine Ohrenbeichte sie auszulöschen vermag! Das deutet klar auf Gesetzesübertretung hin. Zudem werden die Vorkehrungen die Gott im GESETZ festgelegt hat, um Sünden jährlich am Sühnetag eine Reinigung zu erlangen missachtet. In der Katholischen Kirche wurde sie ab dem 9.Jahrhundert die ungesetzmässige Ohrenbeichte vor einem Priester als ein Kirchensakrament eingeführt.

 

Jede der vielen christlichen Religionen lehrt ein verändertes Gesetz, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist und das zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich ausgelegt wird. Mit dem „breiten Weg“ den sie anbieten versuchen sie ihre unterschiedlichen von Christus abgetrennten Schafhürden mit geraubten Schafen zu füllen!

 

(Matthäus 7:13, 14)  Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.

 

Paulus rät dagegen dem Titus weiterhin feste Aussagen über die Schrift zu machen, damit „... die, die Gott geglaubt haben, ihren Sinn darauf gerichtet halten, unaufhörlich vortreffliche Werke zu tun.

Tit 3:9-11:  Streitfragen um Geschlechtsregister und Zank um Fragen des GESETZES

Jene aus der Gruppe der Pharisäer und die anderen, die von den Leviten her an Christus gläubig geworden waren vertrauten nach wie vor auf gewisse Aussagen im GESETZ Mose, die aber durch das „GESETZ des Christus“ eine gewisse Änderung erfahren hatten, zufolge dessen neuer Stellung als Hoherpriester und König.

 

*** Rbi8  Hebräer 7:12-14 ***

Denn da das Priestertum [[(von Aaron als Hohempriester auf Jesus als Hoherpriesterkönig, der „bessere Bund“)]] gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes [[(innerhalb des GESETZES, dem Teil an Levi)]] ein. 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden, ist ein Glied eines anderen Stammes [[(von Juda, aus der Linie Davids)]] gewesen, von dem keiner am Altar amtiert hat. 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist, einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.

 

Der Wechsel hatte mit der Zusage an Levi zu tun, dass nur Männer aus seinem Stamm Dienst am Altar verrichten dürften, vorausgesetzt, dass sie den besonderen Bund, den „Salzbund“ auch einhalten. Jesu wurde durch Kaiphas, dem Hohepriester verurteilt! Mit Jesu Ermordung kam das Ende jenes Bundes, wie es warnend durch Maleachi angekündet war: „ ‚Und nun, dieses Gebot ist für euch, o Priester. Wenn ihr nicht zuhören werdet und wenn ihr [es] nicht zu Herzen nehmen werdet, meinem Namen Ehre zu geben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „so werde ich gewiß den Fluch über euch senden, und ich will eure Segnungen verfluchen. Ja, ich habe sogar den [Segen] verflucht, weil ihr [es] nicht zu Herzen nehmt.‘ ‚Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat, und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand wird euch tatsächlich zu ihm hinwegtragen. Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Lẹvi weiterbestehe‘, hat Jehova der Heerscharen gesagt.“ (Mal 2:1-4)

 

Nun war wie das GESETZ bereits erwähnt aus dem Stamm Juda der Messias aufgetreten, von dem David deutlich im Psalm 110 erklärt, dass dieser nach der Weise Melchisedeks, also in Amtsunion, sowohl als Hoherpriester als auch als König handeln werde! Jesus hatte das Recht von Gott gewisse Veränderungen vorzunehmen, die zuvor mit dem Salzbund in Verbindung standen und wie Paulus sagt, „ein Schatten künftiger Dinge“ darstellten!

 

Abrahams Same der Verheissung wird die Erde ererben
 

Das Äusserliche, das „am Buchstaben des GESETZES“ verhaftete, das vor allem die Pharisäer von ihren Anhängern verlangten, dies wurde seitens Jesu abgelegt, um das dirigierende Prinzip hinter jedem Gebot hervorzuheben. Die Pharisäer stritten gern über Punkte im GESETZ, wie die von ihnen behauptete weitere Notwendigkeit der Beschneidung des Fleisches nun zudem für Menschen der Nationen, wo Jesus wie schon Jehova zuvor vorab dagegen auf „Beschneidung des Herzens“, des Geistes pochte.

 

Dies zeigte sich deutlich, als Petrus von der Taufe der Hausgemeinschaft des Kornelius her nach Jerusalem zurückkehrte. Dort hatte er den dritten und letzten ihm von Jesus anvertrauten „Schlüssel“ verwendet, um Menschen der Nationen den Zugang zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zu öffnen! Jesus selbst hatte durch Ausgiessen des heiligen Geistes auf jene Gruppe vor ihrer Taufe erwiesen, dass Unbeschnittene die ihn als ihr „Haupt“ angenommen hatten würdig, in Gottes Augen rein waren!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:5 ***

Doch einige derer von der Sekte der Pharisäer, die gläubig geworden waren, erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen: „Es ist notwendig, daß man sie beschneide und ihnen gebiete, das Gesetz Mose [[(Beschneidung; „trennende Zwichenwand“)]] zu halten.“

 

Das „ganze GESETZ Mose“ schloss neben der Beschneidung auch die Verordnungen an Levi und die aaronischen Priester mit ein, durch einen separaten Bund, der erst ein Jahr nach dem Auszug mit jenen errichtet wurde. Hinzu kam die Liebe der nun bekehrten Pharisäer zur Absonderung als „Ebioniten“ von Menschen der Nationen, den „Paulikanern“, obwohl jene ebenso durch das Ausgiessen heiligen Geistes durch Gott von Christus als gereinigt und damit als rein vor Jehova gekennzeichnet wurden!

 

Paulus zeigt Titus, dass er auf „törichte Streitfragen“ gar nicht erst eingehen soll. Dies führt nur zu Zank und Streitigkeiten. Die von den Aposteln festgelegte Ordnung blieb einzuhalten! Jesus war nicht gekommen das GESETZ abzuschaffen, sondern um vorzuleben, wie es erfüllt werden kann.

 

*** Rbi8  Titus 3:9-11 ***

Doch meide törichte Streitfragen und Geschlechtsregister [[(z.B. um zu Beweisen zu Levi zu gehören)]] und Zank und Streitigkeiten wegen des GESETZES, denn sie sind nutzlos und nichtig. 10 Einen Menschen, der eine Sekte [[(eine veränderte gute Botschaft; ein anderes Gesetz als das des Christus)]] fördert, weise ab nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung, 11 da du weißt, daß sich ein solcher vom Weg abgewandt hat und sündigt, wobei er durch sich selbst verurteilt ist.

 

Jesu Taufe durch JohannesVor allem jene aus der Gruppe der Leviten und Priester die an Christus gläubig geworden waren (Apg 6:7) legten weiterhin Wert auf das Geschlechtsregister, obwohl dessen Zweck, das Offenbarwerden des Samens aus der Linie Davids erfüllt worden war, als Johannes der Täufer Jesus im Jordan untertauchte und heiliger Geist vom Himmel her auf Jesus wie eine Taube herabkam. Es war kein anderer oder weiterer Christus mehr zu erwarten! Jesus hatte dies später dem inzwischen eingekerkerten Johannes dem Täufer deutlich offengelegt:

 

*** Rbi8  Matthäus 11:2-6 ***

Johannes aber, der im Gefängnis von den Werken des Christus gehört hatte, sandte durch seine eigenen Jünger hin 3 und ließ ihm sagen: „Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten? 4 In Erwiderung sagte Jesus zu ihnen: „Geht hin und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: 5 Blinde sehen wieder, und Lahme gehen umher, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird die gute Botschaft verkündigt; 6 und glücklich ist, wer nicht Anstoß an mir nimmt.“

 

Johannes wusste, dass der Christus von seinen Zeitgenossen getötet werden würde und erst später in Königreichsmacht zurückkehren würde. Darum fragte er zukunftsorientiert: Bist du der Kommende, oder sollen wir einen anderen erwarten? (Da 9:25, 26; Lu 19:15)

 

Jesus zeigte Johannes aber dadurch, dass er bereits zu jener Zeit die Werke verrichtete die doch ausschliesslich das „Königreich der Himmel“ auszeichnen, dass er dessen wahrer Vertreter war. Nur Gott allein konnte diese Werke durch seine Engel vollbringen, die auf jedes Wort und Gebet des Christus reagierten! Jene die daran nicht Anstoss nahmen erkannten, dass der Messias unter ihnen war und schlossen sich ihm später durch die Taufe „im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“ an (Joh 5:36).

 

Die Frau am Brunnen von SycharDer Frau am Brunnen in Samaria hatte sich Jesus ebenso deutlich zu erkennen gegeben. Dies hatte zur Folge, dass in Samaria ein fruchtbarer Boden für das spätere Jüngermachen geschaffen wurde!

 

*** Rbi8  Johannes 4:24-26 ***

Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Der Messias war gekommen und hatte alles, was notwendig war offen verkündet. Eine Mehrheit in Israel erwies sich seiner als unwürdig und hörte nicht auf diesen grossen Lehren und grössten aller Propheten, Gottes himmlischen Abgesandten. Durch Festhalten an der Lehre die Jesus brachte und die Titus durch Paulus belehrt worden war musste auch er sich durch volle Treue auszeichnen. Als Vorsteher musste er die Reinheit der Lehre verteidigen. Die Erfahrungen um Hymenäus, Alexander und Philetus zeigten, was mit jenen geschehen muss, die eine gefälschte gute Botschaft verkünden. Paulus gibt klare Anweisung: „Einen Menschen, der eine Sekte fördert, weise ab nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung.

 

Der Ausdruck „eine Sekte fördert“ bedeutet, dass eine veränderte Lehre, eine „andersartige gute Botschaft“ (Gal 1:6-9), ein anderes GESETZ verkündet wird! Nach den Worten des Paulus zieht dies erneut Gottes Fluch nach sich! Dies beinhaltet jede Form von Abweichung von dem, was die Propheten, Jesu und die Apostel verkündet haben! Die Lehre des Hymenäus, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ (2.Ti 2:16-19) gehört hierzu und dies hatte daher zur Konsequenz gehabt, dass Paulus jene Abtrünnigen von der Wahrheit “... nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung“ als „Krieger Gottes“ und Richter der Vorsteher aus der Versammlung warf und Satan übergab! Im 1.Brief an Timotheus hatte Paulus erklärt:

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben [[(aus der Versammlung geworfen)]], damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Todbringendes Gangrän beinhaltet jede Form der Abweichung und Lehre die hin die zu Gesetzlosigkeit führt, da sie alle zu Deine Lüge ist wie ein Kredit: Du geniesst jetzt, bezahlen musst du später!völliger Gottentfremdung beitragen! Gott ist nicht auf der Seite der Gesetzesübertreter noch auf der Seite irgend einer Lüge! Die erste Ermahnung musste auf der Schrift und der Wahrheit beruhen, indem Titus den Abtrünnigen den wahren Standpunkt der Schrift näherbrachte!

 

Da heute ganz „Babylon die Grosse“ von gesetzlosen Handlungen und falschen, lügenhaften Lehren durchzogen ist kann für viele Schafe, welche ihrerseits Lügen der religiösen Führer, die „Finsternis“ bedeuten aufdeckten, schlussendlich nur noch das angewendet werden, was Paulus den Korinthern rät. Das Verändern einer dogmatischen falschen Lehre einer Kirche ist durch Aufdecken allein bestimmt nicht zu erreichen, vielmehr werden deren Lügen nur noch vermehrt und derjenige, der es aufdeckt hat mit Ungemach zu rechnen! Es gilt sich vielmehr vom „Unreinen“, ungesetzlichem Handeln und dem „Sauerteig der Lehre“ zu entfernen!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:14-18 ***

Laßt euch nicht in ein ungleiches Joch mit Ungläubigen spannen. Denn welche Gemeinschaft besteht zwischen Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit? Oder welche Teilhaberschaft hat Licht mit Finsternis? 15 Welche Harmonie besteht ferner zwischen Christus und Belial? Oder welchen Anteil hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen? 16 Und welche Übereinkunft besteht zwischen Gottes Tempel und Götzen? Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Wenn das Licht der Wahrheit unser Herz erreicht, so kann dies einen schmerzlichen Schnitt bedeuten! Wenn wir mit voller Autorität des Christus unsere Vorsteher auf einen Fehler in der Lehre und der Verhaltensweise hingewiesen haben und jene auf die biblisch korrekte Beweisführung nicht reagieren, nach ein oder zweimaliger Richtigstellung, so wird es Zeit jene Versammlung oder Kirche zu verlassen! Was Jesus in Matthäus 18, den Versen 15 bis 18 sagt hat auch eine Gegenseite! Jesus selbst wies die religiösen Führer auf Fehler hin und bezeichnete sie später, weil sie nicht auf Zurechtweisung hörten mit deutlichen und klaren Worten als Heuchler! Wir sollten wie die Apostel Jesu Fussspuren nachfolgen!

 

Je nachdem, wie jene geistlichen Führer in ihrem Herzen eingestellt sind wird die Reaktion unterschiedlich sein! Da viele von ihnen sich als Herren der Wahrheit wähnen, obwohl sie in geistigem Sinne blind sind handeln sie so, wie Jesus es vorhersagte, was in seinem Falle gar zum Mord an ihm führte! Auch bei Stephanus hatte es dessen Steinigung zur Folge, weil er die Richter des Sanhedrin als „ihr Halsstarrigen, am Herz und Ohren Unbeschnittene“ bezeichnete sie offen des Mordes am Messias anklagte! (Apg 7:54-59)

 

Der Kreuzzug gegen die AlbigenserAuch jene christlichen Führer, die mehr Liebe zu ihren Religionsorganisationen als zu Christus und seiner Wahrheit haben, sie wenden nun das GESETZ in ungesetzlicher Weise auf jene an, welche an der Wahrheit und an der wahren gesetzlichen Gerechtigkeit festhalten und werfen sie aus ihren Reihen hinaus, verfolgen sie. Jahrhunderte lang töteten jene Heuchler durch ihre Inquisition jeden, der ihren Dogmen widersprach! Davor hatte schon Jesus gewarnt und das darf uns deshalb nicht erstaunen!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:16-23 ***

Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen [[(Versammlungen; Kirchen; Tempeln, Königreichssälen]] geißeln. 18 Ja, ihr werdet vor Statthalter und Könige geschleppt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zu einem Zeugnis. 19 Wenn man euch aber ausliefert, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden; 20 denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet. 21 Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Die Geisselung erfolgt heute nicht physisch, sondern in geistigem Sinne! Da jenen Religionsgläubigen jedes Gefühl für wahre Gerechtigkeit und Wahrheit abgeht und stets der „offiziellen Wahrheit“ mehr Gewicht beimessen als selbst Fakten unabhängig zu überprüfen, erweisen sie sich des Christus und des kommenden Königreiches als unwürdig! Da deren Vorsteher selbst nicht in der Lage sind wahres Recht zu sprechen durch „gesetzliche Anwendung des GESETZES“, das sie doch ablehnen, führen sie und ihre Anhänger gar Gerichtsverfahren vor weltlichen Richtern gegen Brüder, vor „Statthaltern und Königen“,  was Paulus klar und deutlich als eines Christen als unwürdig bezeichnete! (1.Kor 6:1-6)

 

Wer sich gegen Gottes heiligen Geist, der in der Schrift deutlich offengelegt ist willentlich vergeht, der macht sich der Sünde schuldig für die es keine Vergebung gibt. Paulus sagt daher von Abtrünnigen die Sektarismus fördern: „... du weißt, daß sich ein solcher vom Weg abgewandt hat und sündigt, wobei er durch sich selbst verurteilt ist.“ Da es jenen Vorstehern an geistigem Rückgrat fehlt verurteilen sie sich durch ihr feiges Verhalten selbst! Sie suchen dabei mehr die Ehre von Menschen, ihren Vorgesetzten, die ihrerseits ihre Dogmen verteidigen, an Status und Macht festkleben, als die Ehre die von Gott kommt!

 

Durch unser gesetzmässiges Verhalten und dem Festhalten an der Wahrheit geben wir vor weltlichen Herrschern und Richtern Zeugnis und  weisen auf das kommende Gericht hin!

Tit 3:12-14:  Paulus fordert Titus mit Amtsgewalt dazu auf unverzüglich zu ihm zu kommen

Paulus hatte für Titus bereits neue Aufgaben. Da er inzwischen wusste, dass er den Winter im Norden des Peloponnes in der Stadt Nikopolis verbringen würde bittet er Titus dringend dort hin zu kommen.

 

*** Rbi8  Titus 3:12-14 ***

Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir sende, so tu dein Äußerstes, zu mir nach Nikopolis zu kommen, denn ich habe beschlossen, dort zu überwintern. 13 Rüste Zenas, den Gesetzeskundigen, und Apollos für ihre Reise sorgfältig aus, damit es ihnen an nichts fehle. 14 Doch laß unsere Leute auch lernen, unaufhörlich vortreffliche Werke zu tun, um so ihre dringenden Bedürfnisse zu befriedigen, damit sie nicht ohne Frucht seien.

 

Paulus beordert Titus zu ihm zu kommen, sendet Artemas und Tychikus mit dem Brief zu ihm. Zenas und Apollos sollen Titus begleiten. Dies zeigt ein auf das Werk des Predigens ausgerichtete Einstellung all jener Mitstreiter! Trotzdem sie sich so sehr für die gute Botschaft einsetzen fordert Paulus, dass sie alle in den Versammlungen „vortreffliche Werke“ verrichten und dadurch „ihre dringenden Bedürfnisse zu befriedigen“. Er fordert trotz der Unterstützung seitens der Versammlung auch sie auf, wie er es selbst vormachte, zur Leistung von physischer Arbeit hin, um keine grosse Last für die Versammlungen zu sein!

 

Roms Provinz almatienOb Paulus selbst in Dalmatien (Karte: Dalmatina) war, dem südlichen Teil des heutigen Albanien, dies kann aus der Schrift nicht bestätigt werden. Im 2.Brief an Timotheus aber informiert er diesen geistigen Mitarbeiter oder erinnert ihn daran, dass Titus inzwischen in Dalmatien tätig sei. Bestimmt gab es auch in jenem Gebiet bereits Versammlungen und Titus musste auch dort Dinge richtigstellen, die nicht nach jener „festen Ordnung“ waren, die bereits Moses für Israel festgelegt hatte und denen sich Jesus selbst jeden Sabbat und zu den Festzeiten unterordnete und die Paulus ebenso für die Christenversammlungen unter den Heiden festlegte! (Apg 15:21; 17:1-5; 21:20; Phi 3:16)

 

Paulus sandte vorab den treuen Tychikus, um das Schreiben an Titus in Kreta zu überbringen. Offenbar wurde auch „Zenas, der Gesetzeskundige“ gebraucht, um  entweder in Nikopolis, in Dalmatien oder auf der Weiterreise die Anwendung des mosaischen GESETZES in den Christenversammlungen zu erklären und zu festigen!

 

Ob Paulus somit den Titus unmittelbar nach seinem Eintreffen von Kreta her von Nikopolis aus oder erst später, nachdem er in Rom auf dem 2.Gefangenentransport angekommen war nach Dalmatien sandte, dies lassen wir weiterhin als ungeklärte Frage offen! (2.Ti 4:10) Wir können viele Details heute klar verstehen, das bedeutet nicht dass wir alles wissen! Vollständiges Wissen um diese Details kommt erst dann, wenn wir die direkt Beteiligten nach ihrer Auferstehung befragen können! Die Versammlungen waren wie in diesem Falle von Paulus durch Titus jeweils beauftragt jene Abgesandten „für ihre Reise sorgfältig auszurüsten, damit es ihnen an nichts fehle.“ Auch dies weist darauf hin, dass die von Paulus beauftragten Männer mit von Gott durch Jesus und die Apostel stammender Amtsgewalt handeln durften.

 

Es ist nach alldem, was wir betrachtet haben nicht verwunderlich, dass nach dem Tod oder der Zerstreuung der meisten der Apostel zufolge des judäischen Krieges ab dem Jahre 66 u.Z. Männer aus den eigenen Reihen innerhalb der Christenversammlungen aufstanden und sich der herausragenden Stellung der Apostel zu bemächtigten suchten. Sie wollten selbst in erhöhter Stellung zu stehen. Daraus entstanden spätere Kirchenhierarchien und Amtstitel wie Bischof, Erzbischof, Kardinal und gar „heiliger Vater“ für den Papst! All dies ist aus der Schrift bei den Christenversammlungen des 1.Jahrhunderts nicht zu bestätigen.

 

Selbst das griechische Wort Presbyter, πρεσβύτερος, das „älterer Mann“ oder „Ältester“ bedeutet und den, oder einen unter mehreren Vorstehern einer Versammlung bedeutet, wurde zum Titel „Priester“ umgedeutet. Presbyter als Vorsteher hatte ursprünglich einen anderen Sinn.

 

Polikarp von Smyrna: Verteidiger des Sabbats!Polykarp von Smyrna (69-155 v.u.Z.), der Vorsteher einer jener sieben Versammlungen die Jesus in der Offenbarung im Jahre 98 u.Z. anspricht, reiste nach Rom zum dortigen Bischof, dem damaligen „Papst“ Anciet, um ihn davon zu überzeugen, dass der im GESETZ festgelegte Sabbat und nicht der heidnische Sonntag für Christen Geltung habe. Polykarp gilt als einer der Kirchenväter, der aber offensichtlich späteren Entscheiden wie am Konzil von Nicäa getroffen wurden klar widersprach!  Darüber schrieb später der Kirchenhistoriker Eusebius in seiner „Kirchengeschichte“ Worte auf, die der Bischof und Kirchenvater Irenäus von Lyon in einem Brief aufgezeichnet hatte:

 

„Weder vermochte Anicet [von Rom] den Polykarp zu überreden, jenen Brauch [[(der Sabbatheiligung)]] nicht mehr festzuhalten, den dieser mit Johannes, dem Jünger unseres Herrn, und mit den übrigen Aposteln, mit denen er verkehrte, ständig beobachtet hatte; noch überredete Polykarp den Anicet, ihn zu beobachten, da dieser erklärte, er müsse an der Gewohnheit der ihm vorangegangenen Presbyter festhalten“

 

Der Bischof von Rom Anciet erachtete die „vorangegangenen Presbyter“ und deren „Überlieferungen von Menschen“, gemeint sind die römischen Ältesten im Amt als Vorsteher der Versammlung Roms als gewichtigeres Argument, wie das von Polykarp. Jener erklärte die Lehre des Apostels Johannes, den er noch persönlich gekannt hatte als weiterhin verbindlich, was den Sabbat und Gottes Festzeiten anbetraf! Schon Jakobus hatte am Apostelkonzil erklärt:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[Versammlungen]]an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Derselbe Eusebius lehrte in seiner Kirchengeschichte (Band III, XXXIX, 12-16, S. 190, 191) ein Zitat des Papias, der um 140 u.Z. vom Evangelisten Markus als einem Presbyter oder Ältesten schrieb:

 

„Auch dies lehrte der Presbyter: Markus hat die Worte und Taten des Herrn, an die er sich als Dolmetscher [[(Übersetzer)]] des Petrus erinnerte, genau, allerdings nicht der Reihe nach, aufgeschrieben ... Es ist daher keineswegs ein Fehler des Markus, wenn er einiges so aufzeichnete, wie es ihm das Gedächtnis eingab. Denn für eines trug er Sorge: nichts von dem, was er gehört hatte, auszulassen oder sich im Berichte keiner Lüge schuldig zu machen.“

 

Selbst Apostel und Jünger wie Markus wurden als „Presbyter“ oder „Ältester“ bezeichnet! Keine Titel wie Priester, Bischof usw. wurden verwendet! Die Sucht sich Titel anzueignen kam erst ab dem 2.Jahrhundert mit dem fortschreitenden Abfall auf und war auch da vorerst noch nicht so ausgeprägt. Der Sinn der ursprünglichen Bezeichnung „Ältester“ wurde selbst auf Männer wie den Evangelisten Markus angewendet! Es gilt somit bei Männern die den Glauben nach dem Tod der Apostel verteidigten gut zu unterscheiden, welche der beiden Lehren sie nun wirklich vertraten: Jene der Apostel und damit jene des Christus oder  bereits jene der ersten abgefallenen Männer des frühen Christentums! Der Abfall machte ja bereits zur Zeit der Apostel grosse Fortschritte! Bis zum Verfassen des 2.Briefes an Timotheus war bereits „ganz Asien“ von Paulus abgefallen, offenbar in die Hände der ersten sich schnell ausbreitenden Sekte der späteren „Nikolaiten“ geraten!

 

Dies begann schon etwa ab dem Jahre 53 u.Z., als Paulus während dreieinhalb Jahren auf der 3.Missionsreise in Ephesus lehrte, dort mit den Abtrünnigen Hymenäus, Alexander und später auch durch Philetus und dann Phygelus und Hermogenes. Paulus warf jene Männer, die eine Sekte förderten aus der Versammlung, weil sie gegen Paulus und die unverfälschte Lehre gelästert und dadurch eben „Schiffbruch am Glauben“ an die wahre Auferstehung erlitten hatten! Die Worte im 1.Brief an Timotheus sind gewichtig, so dass wir sie wiederholen, um sie gut in unsere Gedächtnis zu prägen:

 

Hymenäus, Alexander und Philetus erlitten Schiffbruch am Glauben*** Rbi8  1. Timotheus 1:18-20 ***

Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timotheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenäus und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Damit wurde die Wiederkehr Jesu „im Fleische“ und die Auferstehung hier auf der Erde aus den Gräbern geleugnet und dadurch auch das Paradies von der Erde in den Himmel verlegt. Dies weitete sich mit der Zeit zu einer Hauptlehre in der ganzen Christenheit aus, die seither eine himmlische Auferstehung nach dem Tod verkündet, wie Hymenäus dies stipuliert. Jene Männer also gründeten ihre eigene Sekte und bauten eine eigene Kirchenhierarchie auf, indem sie sich an die Stelle der Apostel drängten. Dadurch wuchsen jene Bemühungen Abgefallener bis zum Ende des 1.Jahrhunderts zur Nikolaus-Sekte an, die Jesus hasste, wie er in der Offenbarung klarlegt (Off 5:2-7). Wie Bileam Israel lehrte Gottes GESETZ zu missachten und „eine Ursache des Strauchelns“ vor sie legte, so verfuhren ebenso die Führer der Nikolaiten! An die bereits infizierte Versammlung Pergamon schrieb Jesus durch Johannes:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:14-16 ***

Dessenungeachtet habe ich einige wenige Dinge gegen dich, daß du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der hinging, Balak zu lehren, den Söhnen Israels eine Ursache zum Straucheln zu geben, so daß sie Dinge essen würden, die Götzen geopfert sind, und Hurerei begingen. 15 So hast auch du solche, die in gleicher Weise an der Lehre der Nikolaus-Sekte festhalten. 16 Bereue also. Wenn du es nicht tust, komme ich eilends zu dir, und ich will mit dem langen Schwert meines Mundes Krieg mit ihnen führen.

 

Jene Männer die sich in die Stellung der Apostel drängten hatten sich selbst zu Göttern gemacht, da sie Jehovas Worten und dem Christus in ihren Lehren widerstanden! Das Ablegen des Sabbats zu Gunsten des Sonntags war nur eine der Folgen des Abfalls des Hymenäus! Jesu Tag der Auferstehung wurde nun ins Zentrum gerückt, weil jener zufälligerweise im Jahre 33 u.Z. auf den römischen Sonntag gefallen war, einen Tag nach dem gesetzlichen Sabbat, dem ersten Festtag der ungesäuerten Brote. Der Tag der Erstlingsfrucht von dem an die fünfzig Tage bis Pfingsten gezählt werden.

 

Ostern: Der heidnische PassahbetrugDieser Tag war in jenem Jahre zudem ein doppelter Sabbat, der siebte Wochentag und zudem ein hoher gesetzlicher Feiertag, der 15.Nisan. Man missachtete dabei, dass nicht vorab die Auferstehung des Herrn nach Gottes Regel im GESETZ zu gedenken war, sondern Jesus selbst mit dem 14.Nisan, also der Nacht des Strafgerichts an der Erstgeburt der Ägypter und der Befreiung Israels aus der Sklaverei erfolgte. Jesus gebot daher: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich“ (1.Kor 11: 24). Dieser Gedenktag hing vom Neumond ab, der sich nicht an die Wocheneinteilung hält! Auch der 15.Nisan ist ein von Gott fest verankerter Gedenktag! Immer mehr wurde durch Menschengebot wie jenes der Sonntagheiligung und dem Ostertag Gottes Gebot ersetzt, um mit dem heidnischen Rom Kompromisse einzugehen!

 

Genau demselben Abfall war auch Titus als ein Kämpfer für die unverfälschte Wahrheit immer mehr gegenübergestellt, um ihn abzuwehren! Wie Timotheus musste er solchen falschen Lehrern „den Mund stopfen“! Durch weiterhin gesetzestreues Verhalten mussten jene Männer des Glaubens Vorbild sein und ihren Gegnern aufgrund der guten Taten die Grundlage ihrer falschen Beschuldigungen entziehen!

 

Da die Offenbarung zudem die Verhältnisse in der Endzeit widerspiegelt und Jesus mehrfach auf sein Wiederkommen hinweist, musste diese ursprünglich kleine Sekte um Hymenäus inzwischen zu einer vollkommenen Gefahr für jeden Christen angewachsen sein! Mit den Worten: „Bereue also. Wenn du es nicht tust, komme ich eilends zu dir, und ich will mit dem langen Schwert meines Mundes Krieg mit ihnen führen“ deutet auch auf die kommenden Tage der Endzeit hin, wo „der Reiter auf dem weissen Pferd“ mit dem „Schwert aus seinem Mund“ Krieg gegen jede Form Abtrünniger und Gesetzloser führt! Jeder Vorsteher und jeder einzelne Christ ist von Jesus direkt angesprochen (Off 19:11-16).

 

Die ursprüngliche Nikolaus-Sekte mit der heutigen Katholischen Kirche und ihren protestantischen Töchtern in Verbindung zu bringen ist daher keine oberflächliche Interpretation, sondern mit harten biblischen Fakten gut unterlegt! Was zu Beginn vom wahren Glauben an Jesu Wiederkehr und die Erstauferstehung der Toten während der Zeit des Endes ablenkte, dasselbe beinhaltet in der Zeit des Endes: Die grosse Gefahr schläfrig zu sein und der Gesetzlosigkeit das Wort zu reden! Wie damals Christen des 1.Jahrhunderts von vergleichbaren Lehren wie jener des Bileam irregeführt wurden, um Israel zu verleiten Hurerei zu begehen, ebenso werden auch heute die meisten Christen von der Beachtung des GESETZES abweichen! Paulus bezeichnete im Zusammenhang damit die Lehre, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ als todbringendes Gangrän! Diese Lehre hat den ganzen aufgespaltenen christlichen Leib der Namenchristenheit durchdrungen!

 

Paulus richtet zum Abschluss seines Brief einen kurzen Gruss an Titus und an all jene, „die im Glauben Zuneigung zu uns haben“. Wir selbst müssen unter Beweis stellen, dass unsere Zuneigung dem Paulus gehört und nicht seinen Gegnern, die sein Lehrwerk durch falsche Aussagen und Interpretationen zu untergraben suchten!

 

*** Rbi8  Titus 3:15 ***

Alle, die bei mir sind, senden dir ihre Grüße. Richte meine Grüße denen aus, die im Glauben Zuneigung zu uns haben.

Möge die unverdiente Güte mit euch allen sein.

 

All denen, die weiterhin am unverfälschten Wort festhalten und Jesu Gebote halten, ihnen gehört die „unverdiente Güte“ Gottes durch seinen Christus!

 

 

5.3.5           Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an Titus

 

Paulus stellt den Brief zu Beginn unter den Hinweis auf die gemeinsame Hoffnung auf ewiges Leben. Das steht mit Gesetzestreue in Verbindung und kann nur durch „unverdiente Güte“ mittels des Glaubens in Jesus und seine Auferstehung erreicht werden! Titus als „Presbyter“ oder Älteste, der von Paulus mit apostolischer Autorität eingesetzt wurde, er hatte die Aufgabe Dinge richtigzustellen, welche in den Versammlungen auf Kreta nicht korrekt waren. Bestimmt musste er das Schreiben auch jenen Versammlungen vorlesen, wie dies bei allen Paulusbriefen überall die Regel war! Dies bestätigte gleichzeitig seine ihm legal übertragene Autorität zu handeln, Vorsteher zu ernennen oder abzusetzen und Widerspenstige nötigenfalls aus der Versammlung zu entfernen! Die „feste Ordnung des Benehmens“ musste in allen Christenversammlungen dieselbe sein!

 

Der Brief an Titus muss im geschichtlichen Umfeld der letzten, 4.Missionsreise des Paulus vor seinem Tod in Rom im Jahre 64 u.Z., im Herbst 63 u.Z. korrekt eingereiht werden, um ein vollkommenes Verständnis der Zusammenhänge zu erlangen. Als er den Brief schrieb befand er sich in Nikopolis, Titus dagegen hatte er zuvor auf Kreta zurückgelassen. Es mussten inzwischen einige Wochen bis Monate vergangen sein! Nur durch Kenntnis des sich ausbreitenden Abfalls, der von Hymenäus und Alexander von Ephesus her sich ausbreitete, kann verstanden werden, warum Paulus mit harten Worten seine Mitstreiter auffordert ihren Gegnern in der Versammlung „den Mund zu stopfen“. Dies konnte nur dadurch gelingen, dass sie schriftgemässe Argumente hatten, die auf Gottes GESETZ und den PROPHETEN beruhten, die mit Jesu Lehren vollkommen im Einklang standen. Damit stand ihnen das Recht zu das schriftgemässe Strafmass für Vergehen anzuwenden, um Abtrünnige nötigenfalls aus der Versammlung zu entfernen. Das GESETZ sieht dafür die Todesstrafe vor!

 

10.3.6.3    Gegenüberstellung der Folgen von Gesetzesübertretung unter „GESETZ Mose“ und dem „GESETZ des Christus“

Das „GESETZ des Geistes“ aber zu verstehen, zu halten und lehren bedeutet ewiges Leben! Die nachfolgenden Tabellen helfen uns unser „genaues Erinnerungsvermögen“ aufzufrischen und zwar durch Gegenüberstellung von dem, was Gott Israel auftrug und dem, was Jesus und die Apostel Christen erklärten! Nimm dir die gebührende Zeit, es kann dir sehr nützlich sein eigene Fehler zu erkennen und sie noch rechtzeitig zu korrigieren! 

 

Vergehen mit Folge der

„Abscheidung vom Volk“

GESETZ und richterliche Entscheidung Jehovas

Jesu und Apostel nehmen darauf Bezug

Kommentar

A)    Vergehen gegen Jehovas Recht als Schöpfer, Satzungsgeber und Richter der ganzen Erde (1. bis 3.Gebot)

 

   Jehova ist höchster Souverän und verlangt von all seinen Geschöpfen freiwillige Unterordnung (Jos 24:14, 15; Phi 2:5, 6). Er offeriert für Gehorsam Segen und für Missachtung kündet er Strafe an! (5. Mo 11.26-28) Als Lebengeber hat er das unangreifbare Recht zu bestimmen, wer des Lebens würdig ist und wer es verlieren soll. Durch Hesekiel sagt er deutlich: „Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele die sündigt, sie selbst wird sterben“ (Hes 18:4). Jehova hat sich nicht geändert, selbst dann nicht, wenn wir, unsere Regierungen und unsere Gesetze sich beständig verändern. Sein Wort wird sich bestimmt erfüllen. Die Tieropfer Israels deckten nur Sünden zu, die nicht willentlich begangen wurden! Jesu Loskaufsopfer löscht dagegen Sünden vollkommen aus durch Glauben in Verbindung mit Glaubenswerken der Liebe! Wer aber gegen die Liebe handelt verliert die Gnade oder „unverdiente Güte“ Gottes! (Apg 3:19)

 

Missachtung der höchsten Souveränität: Jehova gehört die ganze Erde und alles, was darauf ist; er ist höchste Instanz unter den „obrigkeitlichen Gewalten“ (Rö Kap.13). Wir sollen Gott lieben mit ganzen Herzen, Verstand und Leben.

2.Mo 20:1-3; 3.Mo 26:14, 15; 5.Mo 27:26; Jes 33:22;

Mat 22:36-40; Lu 10:16; 16:16, 17; Joh 12:48; Gal 1:8, 9; 6:2

Gott ist allein höchster König, Richter Satzungsgeber in Israel und der gesamten Menschheit. Jedes von Engeln oder Menschen stammende Gebot, das Gottes GESETZ ungültig macht zieht Gottes Fluch und Strafe nach sich! Gott zu missachten ist gleich bedeutend mit ihn zu hassen.

 

Die Liste der Gegenüberstellung im NEWSLETTER 9.10.3 zum 2.Brief an Petrus ist sehr lang und beweist eindeutig, dass die Vergehen im Alten und Neuen Testament auf welche die Todesstrafe steht ein und dieselben sind! In der Christenversammlung bedeutet der Hinauswurf Vollzug der Todesstrafe!

 

Derselbe Engel, der Israel beim Auszug aus Ägypten anführte war es, der von Jehova gesandt wurde, um aus einer Jungfrau geboren zu werden. Wer in Israel dem Engel nicht gehorche musste laut GESETZ Mose vom Volk abgeschnitten werden. Ebenso wer Jesus nicht gehorcht hat kein ewiges Leben. Wer an Stelle Jesu ein anderes „Haupt“ setzt, einen Kirchenfürsten zum Beispiel, der lehrt auch einen anderen Gott, denn Jehova ist mit Jesus!

 

Der "Engel Jehovas", der himmlische Christus war seit Eden als Michael Gottes "rechte Hand"*** Rbi8  2. Mose 23:20-26 ***

Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, um dich auf dem Weg zu bewahren und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe. 21 Nimm dich in acht seinetwegen, und gehorche seiner Stimme. Benimm dich nicht rebellisch gegen ihn, denn er wird eure Übertretung nicht verzeihen; denn mein Name ist in ihm. 22 Wenn du jedoch seiner Stimme genau gehorchst und wirklich alles tust, was ich reden werde, dann werde ich deine Feinde gewiß befeinden und die befehden, die dich befehden. 23 Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich tatsächlich zu den Amoritern und den Hethitern und den Perisitern und den Kanaanitern, den Hiwitern und den Jebusitern bringen, und ich werde sie gewiß austilgen. 24 Du sollst dich nicht vor ihren Göttern niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, und du sollst nicht irgend etwas machen, was ihren Werken gleich ist, sondern du wirst sie unbedingt niederwerfen, und du wirst ihre heiligen Säulen unweigerlich abbrechen. 25 Und ihr sollt Jehova, eurem Gott, dienen, und er wird dein Brot und dein Wasser gewiß segnen; und ich werde tatsächlich Krankheiten von deiner Mitte abwenden. 26 Weder eine Fehlgebärende noch eine Unfruchtbare wird in deinem Land sein. Ich werde die Zahl deiner Tage vollmachen.

 

Jehova duldet keine anderen Götter wider sein Angesicht! Wer eine andere Lehre bringt wie sie jener Engel gegenüber Moses und den Propheten verkündet hatte, der lehrt Abfall von Jehova. Da Jehova die Toten erst nach Harmagedon durch Jesus als „Menschensohn“ zur Auferstehung bringt bedeutet die Lehre die Toten wären bereits auferstanden einen anderen Gott und dessen Lehre anzuerkennen! Es ist Mystizismus und Spiritismus. Jehovas Urteil über die Religionen lautet auf deren Vernichtung: „… kein Licht einer Lampe wird je wieder in dir leuchten, und keine Stimme eines Bräutigams und einer Braut wird je wieder in dir gehört werden; denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt. Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“ (Off 18:23, 24)

 

Dies hatte zu Beginn in Ephesus im Falle des Hymenäus und Alexander die geistige Todesstrafe bedeutet, da Paulus jene „dem Satan übergeben“ hatte! Paulus hatte durch sein eigenes Handeln somit selbst den Massstab gesetzt und im Brief an Titus die Regel der Anwendung für alle „Presbyter“ oder Ältesten innerhalb von Versammlungen erwähnt:

 

*** Rbi8  Titus 3:10-11 ***

Einen Menschen, der eine Sekte fördert, weise ab nach einer ersten und zweiten ernsten Ermahnung, 11 da du weißt, daß sich ein solcher vom Weg abgewandt hat und sündigt, wobei er durch sich selbst verurteilt ist.

 

Wer Sektarismus zuneigt, indem er eindeutig von den Aussagen der Apostel und des Christus abweichende Lehren vertritt, der wird nicht lange geduldet, sondern muss aus der Versammlung schnell entfernt werden! Der Effekt eines solchen Menschen ist derselbe wie bei Hymenäus: Das „Gangrän“ beginnt an einer kleinen Stelle und führt möglicherweise zum Verlust einer ganzen Versammlung von Christus als Hirten weg hin zu falschen Hirten, die als „Wölfe in Schafspelzen“ ihre Autorität ungesetzlich ausüben! Die Überführung von sich selbst nimmt ein Abgefallener selbst vor, weil ihn sein eigenes Gewissen verurteilt.

 

Der Apostel Johannes warnt am Ende des Jahrhunderts davor, mit solchen Menschen die eine sektiererische Lehre fördern Anteil in irgend einer Form zu haben!

 

*** Rbi8  2. Johannes 8-11 ***

Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern daß ihr vollen Lohn [[(das ewige Leben)]] erlangen mögt. 9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

 

Gott selber nennt euch Lügner und ohne WahrheitKeine Frage, dass jeder, der behauptet die Toten seien bereits auferstanden und im Himmel „vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt,“ und folgerichtig damit „Gott nicht hat“. Gott ist niemals auf der Seite der Lügner zu finden oder an der Seite jener, die eher dem Irrtum als der Wahrheit zuneigen!

 

Nur „die Lehre die wir erarbeitet haben“, damit ist eindeutig die Lehre der Apostel gemeint, was aber nicht automatisch  gleichbedeutend mit dem Schlagwort „apostolisch“ ist, genauso wie „Wahrheit“ und „offizielle Wahrheit“ zwei unterschiedliche Paar Stiefel darstellen!

 

Wir müssen somit mittels einen gut geschulten Unterscheidungsvermögen selbst urteilen, wen wir begrüssen und wen nicht! Johannes sagt richtigerweise: „Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.“ Wer abtrünnige Lehren vertritt und verkündet und zuvor bereits eine „genaue Erkenntnis der Wahrheit“ erlangt hatte, der wählte für sich den geistigen Tod, weil er ja „wider heiligen Geist“ mit Kenntnis handelt!

 

Wenn wir die Worte des Johannes nach eigenem Gutdünken anwenden, dann dürften wir innerhalb der Christenheit nur noch mit jenen verkehren, die „uns im Glauben verwandt“ sind! Das ist bestimmt nicht der Fall! Wir müssen wie Titus und Timotheus ein klares Unterscheidungsvermögen erlangen, um zu unterscheiden, ob jemand zuvor bereits eine klare Erkenntnis erlangt hatte, sich davon abgewendet hat oder wie Saulus von Tarsus vorab durch Unkenntnis auf der Seite der Gegner des „Weges“ seinen Platz einnimmt! Diese tiefe Kenntnis der Wahrheit wird von den Religionen nicht gelehrt, sondern im Gegenteil durch sie verfinstert.

 

*** Rbi8  Römer 1:18-19 ***

Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen geoffenbart, die die Wahrheit in ungerechter Weise unterdrücken, 19 weil das, was man von Gott erkennen kann, unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbar gemacht.

 

Diese Regel des Versammlungsausschlusses wurde seit den Tagen der Apostel von jenen missbraucht, welche sich Amt und Ehre aus eigenen Gnaden innerhalb einer Sekte zugeordnet hatten. Sekte bedeutet dabei jede Abweichung von der exakten Lehre der Schrift, unabhängig, ob ihr wenige oder viele anhängen!

 

Das lässt sich umgekehrt ebenso auf Hymenäus zurückführen, der seinerseits bestimmt jeden aus der Versammlung entfernte, der mit seiner abtrünnigen Lehre, „die Auferstehung sei bereits geschehen“ nicht im Einklang stand! So gesehen werden heutige christliche Kirchen hart mit all jenen verfahren, die an unverfälschter Lehre der Schrift und damit an der Lehre der Apostel festhalten und dies auch deutlich vertreten!

 

Bis heute kann nach offizieller Lehre nur jener Christ Mitglied der Katholischen Kirche sein, der sich zu den Dogmen des Papstes und dem Glaubensbekenntnis vom Konzil von Nicäa und Konstantinopel bekennt. Dazu gehört der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele und eine Auferstehung im Himmel oder ewiger Strafe in der Hölle. Das aber steht mit der Lehre des Hymenäus im Einklang, nicht aber mit der Lehre der Apostel und Jesu! Um z.B. Mitglied des „Reformierten Weltbundes“ evangelischer christlicher Kirchen zu sein muss an der Doktrin der Dreieinigkeit festgehalten werden, was eindeutig vorab dem ersten der zehn Gebot widerspricht: „Ich bin Jehova, dein Gott … Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben.“ (2.Mo 20:2, 3). Wer zu einer Kirche gehören will muss deren Dogmen und Glaubensbekenntnis anerkennen. Der Apostel Paulus aber hatte ein weitergefasstes und doch weit engmaschigeres Glaubensbekenntnis. Vor dem römischen Prokonsul erklärte er als Gefangener:

 

Paulus gibt sein Glaubensbekenntnis vor Felix bekannt*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:14-15 ***

Doch gebe ich vor dir dies zu, daß ich gemäß dem Weg, den sie eine ‚Sekte‘ nennen, dem Gott meiner Vorväter in dieser Weise heiligen Dienst darbringe, da ich alles glaube, was im GESETZ dargelegt ist und in den PROPHETEN geschrieben steht; 15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, welche diese [Männer] auch selbst hegen, daß es eine Auferstehung sowohl der Gerechten als auch der Ungerechten geben wird [[(Zukunft!)]].

 

Beachten wir, dass Paulus „alles glaubt“ und nicht eine Auswahl dessen vornimmt, was er besonders zu glauben vorgibt! Dazu gehört auch, dass es eine künftige Auferstehung der Toten hier auf der Erde „geben wird“ (Zukunft, nicht Gegenwart und Vergangenheit), nämlich am „Tag des Herrn“, von Beginn an bis zum Ende des Millenniums „gemäss Rang“! (1.Kor 15:20-23) Von anderen als „Sekte“ bezeichnet zu werden störte Paulus nicht weiter, da er ja alle Lehren der Propheten glaubte und anwendete, gemäss „dem WEG“, den Jesus selbst vorgelebt hatte! Jesus war der erste Israelit, der das ganze GESETZ und alles, was die PROPHETEN geschrieben hatten vollständig angewendet hat!

 

Die zweite Regel, die Paulus im 1.Brief an die Korinther mit Deutlichkeit beschreibt wird ebenso in nahezu allen christlichen Kirchen missachtet! „Wer eine Geschiedene heiratet begeht Ehebruch“ sagt Jesus.

 

*** Rbi8  Matthäus 5:32 ***

Doch ich sage euch, daß jeder, der sich von seiner Frau scheiden läßt, ausgenommen wegen Hurerei, sie dem Ehebruch aussetzt, und wer eine Geschiedene heiratet, begeht Ehebruch.

 

Die Kirchen aller christlichen Denominationen sind somit voller Ehebrecher, was Hurerei entspricht! Paulus nun seinerseits besagt, dass Ehebrecher aus der Versammlung ausgestossen werden müssen! Mit solchen soll auch kein weiterer Umgang gehalten werden. Er unterscheidet aber auch hier deutlich zwischen jenen „Hurern dieser Welt“, also solchen, die bisher „keine exakte Erkenntnis der Wahrheit“ erlangt haben und den anderen, welche diese Erkenntnis aus selbstsüchtigen Motiven von sich weisen und daher ebenso „die Sünde wider den heiligen Geist“ begangen haben.

 

*** Rbi8  1. Korinther 5:9-13 ***

In meinem Brief schrieb ich euch, keinen Umgang mehr mit Hurern zu haben, 10 nicht [in dem Sinne] gänzlich mit den Hurern dieser Welt oder den Habgierigen und Erpressern oder Götzendienern. Sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinausgehen. 11 Nun aber schreibe ich euch, keinen Umgang mehr mit jemandem zu haben, der Bruder genannt wird, wenn er ein Hurer oder ein Habgieriger oder ein Götzendiener oder ein Schmäher oder ein Trunkenbold oder ein Erpresser ist, selbst nicht mit einem solchen zu essen. 12 Denn was habe ich damit zu tun, die, die draußen sind, zu richten? Richtet ihr nicht die, die drinnen sind, 13 während Gott die richtet, die draußen sind? „Entfernt den bösen [Menschen] aus eurer Mitte.

 

Paulus und Johannes schreiben somit zum selben Thema dieselbe Aussage! Sektarismus, und damit von der Wahrheit abweichende Lehren zu fördern und offen Gesetzesbruch zu vertreten sind somit identisch und unterstehen derselben Todesstrafe, dem Versammlungsausschluss!

 

Crisis of Conscience: Reynold Franz. Gott oder Menschen gehorchen?Eine Sekte, wie es Jehovas Zeugen unter anderen sind, brüstet sich gar damit, dass sie durchschnittlich pro Jahr 50.000 bis 60.000 Männer und Frauen aus ihren Reihen ausschliessen. Mit solchen Ausgeschlossenen wird jeder Kontakt abgebrochen, angeblich sich auf dieselben Texte berufend, die wir hier erklären! Darunter befinden sich bestimmt viele, welche den Ausschluss aufgrund echter Sünde verdient haben aber auch sehr viele, welche einfach eine unbiblische Doktrin der „Gesalbten“ der Zeugen abgelehnt haben! Wer am Jahr 1914 als dem Zeitpunkt der Aufrichtung von Gottes Königreich hier auf der Erde Zweifel äussert oder den Zeitpunkt der Erstauferstehung der „Gesalbten“ im Himmel mit dem Jahr 1919 ablehnt und diese Zweifel anderen mitteilt, der ist ein Kandidat, um schon bald ausgeschlossen zu werden! Dasselbe geschieht mit jemandem, der sagt, dass Christen weiterhin unter Gottes GESETZ stehen würden, da dies ein ewig währendes Gesetz sei! Ihnen droht dann bestimmt ein Rechtskomitee und ebenso Ausschluss aus der Versammlung, wenn sie nicht schnell auf die offizielle Lehre zurück schwören! „Ihr, die ihr zur Versammlung gehört, und der ansässige Fremdling, der als Fremdling [bei euch] weilt, werdet eine Satzung haben. Es wird eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] für eure Generationen sein. Der ansässige Fremdling sollte sich vor Jehova ebenso wie ihr erweisen. Es sollte sich zeigen, daß ein Gesetz und eine richterliche Entscheidung für euch und für den ansässigen Fremdling gilt, der als Fremdling bei euch weilt.“ (4.Mo 15:15, 16)

 

Lassen wir uns weder von der Katholischen Inquisition noch von den unmoralischen Normen der Zeugen Jehovas verleiten! Beide sind identisch mit den „Lehren Bileams“ die zum Straucheln und zur Sünde Anlass geben! Bedenken wir vielmehr Jesu Worte der sagt:

 

*** Rbi8  Matthäus 10:32-42 ***

Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl [[(Pfahl)]] nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

40 Wer euch aufnimmt, nimmt [auch] mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt [auch] den auf, der mich ausgesandt hat. 41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet ist, wird eines Propheten Lohn erhalten, und wer einen Gerechten aufnimmt, weil er ein Gerechter ist, wird eines Gerechten Lohn erhalten. 42 Und wer immer einem von diesen Kleinen nur einen Becher kaltes Wasser zu trinken gibt, weil er ein Jünger ist, wahrlich, ich sage euch: Er wird seines Lohnes keinesfalls verlustig gehen.“

 

Was ist die Liebe zu Gott?Ein Jünger Jesu können wir nur dann sein, wenn wir seine Gebote halten! Jesus ist nicht in Gemeinschaft mit denen, die eine verdrehte Lehre bringen. Wenn wir eher unseren Familienangehörigen zu gefallen suchen als Jesu Wohlgefallen zu erreichen wird auch er uns vor Gott und den Engeln am Gerichtstag verleugnen!

 

Nicht die Gemeinschaft mit einer Religionsgruppe ist ausschlaggebend, nicht einmal deren Ausschluss aus den eigenen Reihen zufolge nicht Übereinstimmung mit deren Lehren, sondern vielmehr, ob wir in Gemeinschaft mit Jesus verbleiben! Wer nicht in der Wahrheit der Lehre verbleibt kann auch nicht in Gemeinschaft mit dem Christus sein! Jesus lässt sich nicht verleugnen, indem wir seine Worte als ungültig erklären und zu Gunsten einer abweichenden Lehre eintauschen! Wo uns Zweifel aufkommen gilt es eigene Nachforschung zu betreiben, unabhängig religiös gefärbter Literatur!

 

Unsere Standhaftigkeit mit Jesus und seinen Lehren in Gemeinschaft zu bleiben fängt somit in der Familie an! Wer sich vor Unehre und schlechter Behandlung bis hin dem Tod mehr fürchtet, als davor Gottes Missfallen herauszufordern, der ist Jesu nicht würdig! Jesus wich nie vom geraden Weg ab, auch dann nicht, als er dem Tod ins Auge blickte. Dadurch hat er Satan und sein System besiegt! Jesu Worte sollten wir uns daher gut einprägen: „... wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist.“ Jesus zu verleugnen bedeutet seinen Lehren zu widersprechen! Wenn Jesus lehrt, dass er nicht gekommen sei, um GESETZ und PROPHETEN zu beenden, sondern sie zu erfüllen, so fordert er uns dazu auf seinen Schritten darin genau nachzufolgen!

 

Wer somit auf jemanden hört, der exakt die Lehre der Apostel wiederholt, der nimmt im Geist Jesus auf! Damit kommt er in Einklang mit dem Vater, dessen Worte er ja annimmt! Jesus verspricht Lohn für solches Verhalten, weil er stets mit solchen Menschen in Einheit verbleibt, die das ganze GESETZ halten und es lehren. Das wird aber kaum innerhalb einer Religion sein, da Jesus ja sagt: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“. Das Volk Jesu muss somit ausserhalb der Religionen gesucht werden (Mat 5:17-20).

 

Wer auf Jesu hört, der hört auch auf Paulus und Johannes, wer auf die Apostel hört nimmt auch treue Männer auf wie Titus und Timotheus, all jene, die in unseren Tagen ebenso handeln wie jene treuen „Presbyter“ oder Ältesten, die sich als „Gerechte“ und als wahre Jünger Jesu erzeigt haben!

 

 

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