Newsletter „DER WEG“ 7/10-1   Oktober 2007

Neubearbeitung: 15.1.14

 

 

Artikel:  7.10.1  Stehen Christen unter dem Verbot des Verzehrs von Schweinefleisch?

 

7.Teil:   Nur das Unreine ist rein, das Gott wirklich als rein erklärt!

 

   Im 6.Teil dieser Artikelserie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat September 2007, unter dem Titel 7.9.1  Paulus, der den Nationen das GESETZ erklärt, besprachen wir, welche grosse Aufgabe Paulus, als der von Gott und Jesus eingesetzter Apostel für die Nationen erfüllte, indem er Gottes „GESETZ des Christus“ als über jedem anderen GESETZ stehend erklärte. Da Jesus doch unmittelbar nach seinem Tode „über jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ gesetzt wurde, gilt unsere Loyalität in erster Linie ihm! (Mat 19:28; Off 5:11, 12) Wir behandelten weiter, wie der Abfall vom GESETZ Mose durch die Kirchenväter gefördert wurde, indem sie Antisemitismus lehrten und sich von allen zu trennen versuchten, was mit den Juden eine Verbindung zuliess. Das GESETZ und die PROPHETEN wurden als „Altes Testament“ verunglimpft, das nur für Juden gelte. Die Worte des Paulus, dass wir als Christen nur eingepflanzte Ölzweige im selben Olivenbaum wären ignorierten sie vollkommen! (Rö 11:17-24)

 

   Paulus erhält die Anerkennung der übrigen Apostel, weil er den Nationen das GESETZ erklärte

   Abtrünnige Kirchenväter, welche zur Gesetzlosigkeit verführten

   Levitikus 11: Gottes Speisevorschriften im Buch Levitikus sind fortdauernde Gebote

   Der alte „Bund mit Levi“ und der „neue Bund“ mit Christus

   Der „neue Bund“ bedingt Änderungen im GESETZ Mose und wird zum „GESETZ des Christus“

  

   In diesem 7. Teil geht es vorab um die Warnungen, welche Maleachi gegenüber der levitischen Priesterschaft geäussert hatte und der Ankündigung, dass der Bund mit ihnen beendet werde, wenn sie nicht zu Gott umkehren würden und ihrer Pflicht nachkommen, das Volk das GESETZ zu lehren!

 

   Der „neue Bund“ mit Jesus ersetzte somit wie angekündigt den „Bund mit Levi“, keinesfalls aber den darüber stehenden Gesetzesbund! Paulus erläutert im Brief an die Hebräer, dass ein Wechsel der Priesterschaft stattgefunden habe, weil durch die levitischen Priester keine Vollkommenheit erreicht wurde, und damit verbunden war ein Wechsel innerhalb der bestehenden GESETZE notwendig! Da Moses nichts über Priester aus dem Stamm Juda aussagt, musste dieser Teil, wo es um Levi ging als beendet erklärt werden, da ja Jesus aus dem Stamm Juda ist! 

 

http://www.templeinstitute.org/yom_kippur_images/daily_offering.jpg*** Rbi8  Hebräer 7:11-14 ***

Wenn also Vollkommenheit wirklich durch das levitische Priestertum käme (denn mit ihm als einem Grundzug wurde dem Volk das GESETZ gegeben), welche weitere Notwendigkeit bestände da für einen anderen Priester, der nach der Weise Melchisedeks aufstünde und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes [[innerhalb des GESETZES]] ein. 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden, ist ein Glied eines anderen Stammes gewesen, von dem keiner am Altar amtiert hat. 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist, einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.

 

   Jesus verlangt in der Bergpredigt von seinen Zuhörern, dass sie nach Vollkommenheit streben sollten. Die Gerechtigkeit der Pharisäer und der Schriftgelehrten (Theologen; Juristen) müssten sie dabei bei weitem übersteigen! Er selbst erreichte diese Vollkommenheit, indem er keines der göttlichen GESETZE übertrat und dadurch ohne jede Sünde war und andere dazu aufforderte ihm darin nachzustreben! „Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ (Mat 5:48)

 

   Zudem endeten all jene Dinge, welche durch die Priester, ihre Opferhandlungen, die Zeremonien und den Tempel vorgeschattet wurden, als „die Wirklichkeit des Christus“ kam. Alle Propheten der hebräischen Schriften hatten auf ihn hingewiesen! Die Wirklichkeit des grösseren Opfers von Jesu Fleisch und Blut, des vollkommenen, sündenlosen Hohepriesters, der direkt im himmlischen Allerheiligsten vor Gottes Thron trat. Durch das Aufrichten des geistigen Tempels, des „Leibes des Christus, der die Versammlung ist und durch die geistigen Opfer, durch all diese Neuerungen waren Veränderungen der bestehenden Gebote in ihrer Anwendung notwendig, nicht aber deren Aufhebung! Die Wirklichkeit ersetzt den Schatten!

 

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   Die Vision die Petrus im Zusammenhang mit der Taufe des Kornelius hatte wird oft von Gegnern der Speisevorschriften zitiert, um scheinbar zu beweisen, dass Gott jene Speisevorschriften damit abgeschafft habe. Petrus hörte damals drei Mal die Worte: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat“ (Apg 10:15)

 

   Ein genauer Untersuch aller Schriftstellen im Zusammenhang zeigt aber, dass Petrus diese Worte nicht auf die Speisevorschriften bezog, sondern deutlich auf das Gebot, dass Juden sich nicht Menschen anderer Nationen nähern dürfen! Gereinigt wurden Menschen der Nationen, die bereuten und sich Gottes GESETZ auf ihr Herz schrieben! Es betraf nicht Speisen, welche das GESETZ als Unrein erklärt!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:28 ***

„Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.

 

   Nirgends erwähnt Petrus, dass nun unreine Tiere wie eben das Schwein von Gott als rein erklärt worden seien! Nirgends wird erwähnt, dass Christen nun Blutwürste oder Schweinefleisch konsumieren dürften, im Gegenteil werden sie immer wieder davor gewarnt „das Unreine anzurühren“!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:16-18 ***

Denn wir sind ein Tempel eines lebendigen Gottes, so wie Gott gesagt hat: „Ich werde unter ihnen wohnen und unter [ihnen] wandeln, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden [[(ACHTUNG: Zukunft!)]] mein Volk sein.“ 17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet [[(ACHTUNG: Zukunft!)]] mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

   Darin besteht doch der Unterschied zwischen jenen, die Gott anerkennt und jenen, die Er ablehnt: Nur jene, die das Unreine verabscheuen, das Gott als Unrein erklärt hat, sind für Ihn annehmbar, weil sie auf Ihn hören und entsprechend handeln!

 

   Wenn wir bei der Suche nach verbindlichen Antworten die Aussage früher Propheten wie Jesaja hinzuziehen, welche das Ende dieses Systems und das neue, kommende System vorhersagen, so wird die Antwort auf die Frage, ob Christen Schweinefleisch essen dürfen oder nicht zweifelsfrei beantwortet!

 

http://images.derstandard.at/t/12/2013/12/30/1385306897581-sau.jpg*** Rbi8  Jesaja 66:17-18 ***

Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmen ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

   Jene, welche dieselben GESETZE Mose übertreten, sie haben mit denselben harten Strafen zu rechnen wie die Juden! Juden und Christen stehen unter ein und demselben GESETZ Gottes! Jesaja spricht von „sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte“, und redet von jenen, die zu Dingen zurückgekehrt sind die Gott als unannehmbar für Israel erklärt hat! Die Werke und Gedanken der Menschen werden beurteilt! Zu Beginn seiner Prophezeiungen hatte Jesaja Israel vor „mächtigen Bäumen“ in jenen gottentfremdeten Gärten gewarnt! Sie stellen Führerpersönlichkeiten dar, die zu Gesetzlosigkeit verleiten, die keinen Platz im kommenden Paradies oder Garten Gottes haben!

 

Papst Johannes Paul II. beim Weltfriedenstreffen 1986 | Bild: picture-alliance/dpa*** Rbi8  Jesaja 1:29-31 ***

Denn sie werden beschämt werden wegen der mächtigen Bäume, die ihr begehrtet, und ihr werdet mit Scham bedeckt werden wegen der Gärten, die ihr erwählt habt. 30 Denn ihr werdet wie ein großer Baum werden, dessen Laub verwelkt, und wie ein Garten, der kein Wasser hat. 31 Und der kraftvolle Mann wird gewiß zu Werg werden und das Erzeugnis seines Tuns zu einem Funken; und sie beide werden bestimmt gleichzeitig in Flammen aufgehen, ohne daß jemand löscht.“

 

   Alle die auf jene „Bäume“ oder Führerpersönlichkeiten vertrauen und sich in deren „Garten“ oder in deren Gesellschaft befinden, sie werden am Ende mit Scham bedeckt! Sie gemeinsam sind es doch, die „Babylon die Grosse“ bilden. Sie werden als Einheit als „Geringste“ eingestuft, den niedrigsten Rang haben, den Gesetzesbrechern zusteht und von Jesus mit Gehenna, der „ewigen Abschneidung von den Lebenden“ in Verbindung gebracht wird! (Mat 5:29, 30; 18:9; 23:15)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden.

 

   Sie sagten von sich selbst „Wir sehen, während sie sich gegenüber der Wahrheit willentlich als blind stellten. Wenn ihr blind wärt, so hättet ihr keine Sünde. Doch nun sagt ihr: ‚Wir sehen.‘ Eure Sünde bleibt.“, erklärte Jesus! (Joh 9:41)

 

   Jene Führerpersönlichkeiten, die sich über Gott und Jesus gestellt haben, sie werden gemeinsam mit ihrem pompösen Werk zugrunde gehen! (Mat 7:21-23) Jesaja sagt vorher, dass dies „gleichzeitig“ sein wird und spricht dabei offensichtlich von der Urteilsvollstreckung an „Babylon der Grossen“ zuvor und danach und von Harmagedons Gerichtsvollzug. Er redet von der „Zeit des Endes“, vom „Tag des Herrn“.

 

http://www.veggiswelt.de/images/priester.jpg   Jesaja spricht zu Beginn und Ende seines Buches ganz offensichtlich von Gottes grossem Gerichtstag an der Welt und dem „neuen Himmel und der neuen Erde“, was auf die kommende Verwaltung der gereinigten Erde hinweist. Wenn das Verbot Schweinefleisch zu essen von Jesus abgeschafft worden wäre, so würde er doch dieser Vorhersage direkt widersprechen! Jesus aber hatte erklärt, dass er nicht gekommen sei „GESETZ und PROPHETEN abzuschaffen, sondern um sie zu erfüllen“! Er ist der Richter, der jene zur Rechenschaft ziehen wird, die Gottes GESETZ ungültig gemacht haben! Danach werden Gottes GESETZE zu seinen Festzeiten der „grossen Volksmenge“ vorgelesen und wiederum „Sabbat für Sabbat in den erdenweiten Versammlungen in jedem Quartier, jedem Dort und jeder Stadt erklärt! Gottesdienste an einem Sonntag haben endgültig aufgehört, die doch vollkommen dem Gott dieses Systems gewidmet sind!

 

*** Rbi8  Jesaja 66:23-24 ***

Und es wird bestimmt geschehen, daß von Neumond zu Neumond und von Sabbat zu Sabbat alles Fleisch herbeikommen wird, um sich vor mir niederzubeugen, hat Jehova gesagt. 24 „Und man wird tatsächlich hinausgehen und die Leichname der Menschen anschauen, die sich gegen mich vergangen haben; denn selbst die Würmer an ihnen werden nicht sterben, und ihr Feuer, es wird nicht ausgelöscht werden, und sie sollen für alles Fleisch zu etwas Abstoßendem werden.“

 

   Gottes GESETZ und seinen Willen zu missachten bedeutet sich gegen Jehova zu vergehen, Auflehnung gegen seine Souveränität! Hatte Gott Israel gegenüber gewisse Tiere wie das Schwein als etwas Abstossendes erklärt, so werden es nun für die Bewohner der „neuen Erde“ jene früheren „mächtigen Bäume“ etwas ebensolches geworden sein, all jene, die zu Gesetzlosigkeit hingeführt haben! Zur Freiheit geistiger Juden gehört Gottes GESETZ, weil da, wo es kein GESETZ gibt auch keine Freiheit existiert!

 

*** Rbi8  Jakobus 1:22-25 ***

Werdet indes Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, indem ihr euch selbst durch falsche Überlegungen betrügt. 23 Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, so ist dieser wie ein Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel beschaut. 24 Denn er beschaut sich und geht dann weg und vergißt sogleich, was für ein Mensch er ist. 25 Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESETZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

   Ein Randthema betreffend Beschneidung möchten wir zudem noch betrachten: Jesus sprach davon, dass jüdische Knaben am Sabbat in der Synagoge beschnitten werden und dabei das Sabbatgebot nicht verletzt würde, das doch jedes Arbeiten untersagt! Wir wollen den Gedanken auf die christliche Form der Beschneidung übertragen, die Taufe an Erwachsenen!

 

   Am Ende dieses Systems besteht dieselbe Streitfrage die schon zur Zeit des Paulus aktuell war, ob Christen die Gebote Mose einhalten müssen oder nicht. So wie die levitischen Priester es unterlassen haben Gottes GESETZ zu lehren und zu halten, so sehen wir heute die christliche Priesterschaft mit demselben Unvermögen behaftet! Die Strafe des einen muss somit die Strafe des andern sein! Gott ist nicht parteiisch und urteilt nach denselben Kriterien für beide! Wer zuvor auf Moses gehört hatte, der hörte auch auf Jesus!

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.1.................. Nur das Unreine ist rein, das Gott wirklich als rein erklärt! 7

10.1.1................ Maleachis Worte an die levitischen Priester und die Folge im „neuen Bund. 7

10.1.1.1.............. Maleachi wendet sich warnend an die levitische Priesterschaft 7

10.1.1.2.............. Der eingeengte Weg der Wahrheit blieb stets derselbe, der alleine zum Vater führt 9

10.1.1.3.............. Worin bestanden die Änderungen im GESETZ, die durch Jesus als neuen Hohepriester kamen?. 11

10.1.1.4.............. Das gelüftete Geheimnis der Auferstehung und Unverweslichkeit und Unsterblichkeit 14

10.1.1.5.............. Jehova hat es geschworen! 16

10.1.1.6.............. Der neue Hohepriester im wahren Zelt Gottes unter dem „neuen Bund“ 17

10.1.1.7.............. Der kommende, erweiterte „Ehebund“ mit dem Hause Israel und dem Hause Juda. 18

10.1.1.8.............. Viele aus den fleischlichen Juden anerkennen Jesus vor dem Ende. 20

10.1.2................ Der Bund, der dem Verschwinden nahe gekommen war 23

10.1.1.9.............. Welcher Bund war nun dem verschwinden nahe: Der Bund mit Levi oder der Gesetzesbund?. 23

10.1.1.10............ Eitle Schwätzer die an jüdischen Fabeln und der Beschneidung festhalten. 25

10.1.1.11............ Ehre von Menschen anzunehmen und vor Menschen zu zittern sind Fallen für Christen. 27

10.1.1.12............ Wahre Nächstenliebe bedeutet nichts weiter als alle Gebote Gottes zu halten! 29

10.1.3................ Darf die Vision des Petrus von Dingen, die Gott gereinigt hat auf alle Dinge generalisiert werden?. 31

10.1.1.13............ Wurde Petrus wirklich in einer Vision gesagt, dass er künftig Schweinefleisch essen dürfe, weil alles als rein erklärt sei, was zuvor unrein war?. 31

10.1.1.14............ Jesus redet in Gleichnissen und ausser in Gleichnissen redete er nicht! 35

10.1.1.15............ Der Wunsch Gott kennen zu lernen und dessen Willen zu tun wird von Gott anerkannt! 36

10.1.1.16............ Das Gleichnis des Tuches mit den unreinen Tieren war endgültig geklärt! 38

10.1.1.17............ Kirchenväter die ihrem Judenhass freien Lauf liessen. 39

10.1.1.18............ Die Verfechter der fleischlichen Beschneidung waren es, die ersten Widerstand leisteten. 40

10.1.4................ Sollte die Taufe ebenso wie die Beschneidung an einem Sabbat erlaubt sein?. 44

10.1.1.19............ In Antiochia wurden erstmals Fragen betreffend Beschneidung und Einhaltung des Gesetzes Mose für Christen aufgeworfen. 44

10.1.1.20............ Gott und seine Entscheide anerkennen und ihn nicht auf die Probe stellen: Jesu Joch ist leicht! 46

10.1.1.21............ Gottes Gebot der Beschneidung von männlichen Nachkommen am 8.Tag: Was ist  innerhalb der Christenversammlung. 49

10.1.5................ Dieselbe Streitfrage über die Einhaltung von Gottes Geboten am Ende des Systems: Gottes Entscheid bleibt bestehen! 51

10.1.1.22............ Die Propheten nehmen Bezug auf das Essen von Schweinefleisch, wenn sie über die Zeit des Endes dieses Systems sprechen. 51

10.1.1.23............ Was die Schriften der Vorzeit und die Propheten zum Thema Verzehr von Schweinefleisch vorhersagen. 52

10.1.1.24............ Jesus zeigt anhand von Gleichnissen, dass Schweine weiterhin etwas Unreines sind. 54

10.1.1.25............ Dämonen suchen sich jene Objekte, die in Gottes Augen als unrein gelten! 56

10.1.1.26............ Hüten wir lieber Schweine, als dass wir uns zum Vater zurückwenden?. 57

10.1.1.27............ Abkehr von Sünde und Umkehr zu Gott wird bestimmt belohnt! 58

 

 

10.1.           Nur das Unreine ist rein, das Gott wirklich als rein erklärt!

 

 

10.1.1        Maleachis Worte an die levitischen Priester und die Folge im „neuen Bund“

 

10.1.1.1       Maleachi wendet sich warnend an die levitische Priesterschaft

Der Prophet Maleachi schrieb das letzte Bibelbuch des hebräischen Kanons. Es richtet sich vornehmlich an die levitische Priesterschaft, um sie an ihre wahre Aufgabe im Zusammenhang mit ihrem Amt vor Gott zu erinnern!

 

*** Rbi8  Maleachi 2:1-2 ***

Und nun, dieses Gebot ist für euch, o Priester. 2 Wenn ihr nicht zuhören werdet und wenn ihr [es] nicht zu Herzen nehmen werdet, meinem Namen Ehre zu geben“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen, „so werde ich gewiß den Fluch über euch senden, und ich will eure Segnungen verfluchen. Ja, ich habe sogar den [Segen] verflucht, weil ihr [es] nicht zu Herzen nehmt.“

 

Das Gebot war im „Bund mit Levi“ definiert worden! Sie sollten Gottes Vertreter sein, aus ihrem Mund sollte das GESETZ gehört werden und sie mussten das Halten dieser Gebote vorleben und dessen Anwendung durchsetzen! Dies wäre doch zu ihrem Nutzen und zum Segen des ganzen Volkes!

 

http://www.bibelarchiv-vegelahn.de/Jehova/gebaeu2.JPGDie Priesterschaft der ganzen Christenheit gibt Gottes Namen Jehova kaum mehr die Ehre. Einige lobenswerte Ausnahmen eingeschlossen, die den Namen zumindest gebrauchen! Die Katholiken kennen Gottes Namen kaum, ausser „Jah“ aus dem Halleluja in der Offenbarung. Die wenigsten sind sich bewusst, was der göttliche Name bedeutet!

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:1-2 ***

Nach diesen Dingen hörte ich etwas, was wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel war. Sie sprachen: „Preiset Jah! [[heb.: halelu-jah oder Halleluja]] Die Rettung und die Herrlichkeit und die Macht gehören unserem Gott, 2 denn seine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht. Denn er hat das Gericht an der großen Hure vollzogen, die die Erde mit ihrer Hurerei verdarb, und er hat das Blut seiner Sklaven an ihrer Hand gerächt.“

 

Statt Gott zu preisen loben sie viel mehr ihre Glaubensgründer und deren abspenstige Lehren! Ohne davon Kenntnis nehmen zu wollen, was Gottes Wort wirklich über jene sagt! Nicht auf Jehova zu hören, sondern sein Ohr irgendwelchen anderen „Göttern“ zu leihen ist mit schwerwiegenden Folgen verbunden! Was jene als „Segen Gottes“ beurteilen wird von Gottes Fluch verzehrt werden. Alle Religionen behaupten Gottes Segen zu besitzen, der ihnen Wachstum und Prosperität gäbe. Der Gott des „Himmels der Himmel“ aber ist weit von denen, die Gesetzlosigkeit vorleben und lehren!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

In Wirklichkeit ist es der „Gott dieses Systems“ der ihren Sinn für die wahre Realität verblendet hat, wer ihnen wirklich Wachstum gibt. Satan weiss, dass wenn er deren Abtrünnigkeit unterstützt, durch Wunder und Erscheinungen sie ihm weiterhin treu dienen werden! Maleachi aber warnte die Priester Israels:

 

*** Rbi8  Maleachi 2:3-4 ***

„Siehe! Ich schelte euretwegen die Saat, und ich will Mist auf eure Gesichter streuen, den Mist eurer Feste; und jemand wird euch tatsächlich zu ihm [[zum Fluch]] hinwegtragen. 4 Und ihr werdet erkennen müssen, daß ich euch dieses Gebot gesandt habe, damit mein Bund mit Levi weiterbestehe“, hat Jehova der Heerscharen gesagt.

 

Die Saat der Priester ist ihr Volk! Entweder sie verwenden den guten „Samen des Königreiches“ oder Samen der „Unkraut“ bedeutet! Jesus hatte dies in einem Gleichnis deutlich gezeigt! (Mat 13:24-30) Gott droht den levitischen Priestern das Ende des Bundes an, falls sie nicht hören würden!

 

Paulus zeigt, welche Art Samen eine hervorragenden Saat entspricht: Die Erzeugnisse der Gerechtigkeit nehmen zu!

 

*** Rbi8  2. Korinther 9:10 ***

Er nun, der dem Sämann Samen in Fülle darreicht und Brot zum Essen, wird euch den Samen zur Aussaat darreichen und mehren und wird die Erzeugnisse eurer Gerechtigkeit zunehmen lassen.

 

Der „Bund mit Levi“ war durch Israels Priester in Gefahr gekommen, gar „dem Verschwinden nahe“ während Jesus warnend predigte. So nennt es auch Paulus im Hebräerbrief. Da nun die Priesterschaft seit der Rückkehr aus dem Exil ausschliesslich die Macht über das Volk in Händen hielt und kein König mehr auf Davids Thron sass, waren sie Gottes höchste Vertreter durch ihren Hohepriester! Mit Jesu Tod endete der „Bund mit Levi“, sie waren als Verantwortliche von Gott verworfen! Jesus als neuer Hoherpriester und König „gleich Melchisedek“ wurde im Himmel von Jehova selbst gekrönt!

 

http://www.dreikoenigsgemeinde.de/images/predigten/philSchmidt_predigt179_02.jpgBereits im Jahre 70 u.Z. erreichte den Stamm Levi das angekündigte vollkommene „Verschwinden“, als die Stammesregister und wenig später wie der Tempel zerstört wurden. Kein Priester konnte danach beweisen, dass er von der Linie Aarons oder Levis stammte! Jehovas Ankündigung war erfüllt, „ich will Mist auf eure Gesichter streuen.“ Sie waren vollkommen entehrt worden.

 

Durch Jesaja aber hatte Jehova bereits angekündigt, dass er jenen Bund durch einen besseren Bund ersetzen werde, mit Männern, die ihre Aufgabe als Priester wie als Vorsteher gemäss dem ganzen GESETZ Gottes erfüllen würden. Paulus erwähnt dies im Brief an die Hebräer erneut, auf den Christus verweisend!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:13 ***

Indem er sagt „einen neuen [Bund]“, hat er den früheren für veraltet erklärt. Nun ist das, was veraltet ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.

 

Nicht Gottes GESETZ war dem Verschwinden nahe, wie es Kirchenväter bereits hineininterpretierten und auf Römer 10:4 verwiesen, wo angeblich Jesus das „Ende [[statt „Ziel“]] des GESETZES“ sei, statt Höhepunkt und Erfüllung dessen, was GESETZ und PROPHETEN vorhersagen. Paulus aber selbst widerspricht jenen Irrlehrern, gibt denselben Zusammenhang wie Maleachi im Kapitel zuvor bekannt, wenn er vom Wechsel im Priestertum spricht und dabei einen damit verbundenen „Wechsel des GESETZES“, oder genauer gesagt, „Wechsel (innerhalb des) GESETZES (Mose)“ bekannt gibt! Das „GESETZ des Christus“ beinhaltet alle Veränderungen, bestimmt aber nicht das Ende des GESETZES! Den Text kennen wir aus der Einführung her bereits, nun gilt es Details zu analysieren.

 

*** Rbi8  Hebräer 7:12-14 ***

Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel [[innerhalb]] des Gesetzes  [[GESETZES]] ein. 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden, ist ein Glied eines anderen Stammes [[als Levi]] gewesen, von dem keiner am Altar amtiert hat. 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist, einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.

 

Eindeutig spricht Paulus nicht vom Gesamten GESETZ Mose, das gewechselt würde, sondern von dem Teil, der die Priester, die Abstammung aus der Linie Levis betrifft, dann aber auch deren Zeremonien, den Tempeldienst und die Opfer! Ein Wechsel im GESETZ bedeutet klar eine Änderung, nicht aber das Ende der Gebote, die „Leben und Frieden“ bedeutet. Hören wir, was Maleachi über jenen Bund mit Levi zu sagen hat:

 

http://harmagedon.com.ar/X/Aktivit%C3%A4ten/X1.31%20%20Selbsthilfe-Dateien/image027.jpg*** Rbi8  Maleachi 2:5-7 ***

Was meinen Bund betrifft, er war erwiesenermaßen mit ihm, [ein Bund] des Lebens und des Friedens, und ich gab sie ihm fortgesetzt, mit Furcht. Und er fürchtete mich weiterhin; ja, meines Namens wegen wurde er sogar in Schrecken versetzt. 6 Es erwies sich, daß das Gesetz [[GESETZ]] der Wahrheit selbst in seinem Mund war, und da war keine Ungerechtigkeit auf seinen Lippen zu finden. In Frieden und in Geradheit wandelte er mit mir, und viele waren es, die er von Vergehung zurückbrachte. 7 Denn die Lippen eines Priesters sind es, die Erkenntnis bewahren sollten, und [das] Gesetz [[GESETZ]] sollte man aus seinem Mund suchen; denn er ist der Bote Jehovas der Heerscharen.

 

Leben und Frieden“ in Israel hingen davon ab, ob die Priester Gottes GESETZ selbst hielten und es dem Volk verkündeten und auf Einhaltung pochten! So lange Levi dies tat, so lange ging es Israel gut und hatte Gottes reichen Segen! „Es erwies sich, daß das Gesetz [[GESETZ]] der Wahrheit selbst in seinem Mund war, und da war keine Ungerechtigkeit auf seinen Lippen zu finden. In Frieden und in Geradheit wandelte er mit mir, und viele waren es, die er von Vergehung zurückbrachte“. Maleachi nennt es „das Gesetz [[GESETZ]] der Wahrheit“, das unverändert das ausdrückt, was Jehova ursprünglich gesagt hat, und mit eigenen Worten das erklärt, was dahinter der tiefere Sinn, das leitende Prinzip ist!

 

10.1.1.2       Der eingeengte Weg der Wahrheit blieb stets derselbe, der alleine zum Vater führt

Bis heute hat sich daran nur geändert, dass der „neue Bund“ Amt und Würde der Priester vom Stamm Levi weggenommen hat und sie auf den Stamm Juda, vorab auf Jesus übertrug der seine Apostel mit in den „neuen Bund“ aufnahm! (Lu 22:28, 29) Die Aufgabe lag nun bei Jesus und seinen getreuen Jüngern Gottes Willen zu erfüllen: „Denn die Lippen eines Priesters sind es, die Erkenntnis bewahren sollten, und [das] Gesetz [[GESETZ]] sollte man aus seinem Mund suchen; denn er ist der Bote Jehovas der Heerscharen.

 

Bis heute ist es dieselbe Aufgabe des Priesters, dass aus seinem Mund Gottes Willen und sein GESETZ verkündet werde! Das bedeutet es doch, die „gute Botschaft“ zu verkünden, weil Gottes kommendes Königreich auf der Grundlage derselben GESETZE aufgebaut ist und funktionieren wird! Das „Königreich des Sohnes der Liebe“ wendet diese GESETZE an! Seine Priester unterwerfen sich ihrem Haupt Christus und erfüllen Gottes Willen! Darum ist die Liebe sowohl zu Gott, wie zum Nächsten ihr zentrales Thema! Paulus spricht in einer Zusammenfassung von der vollkommenen Erfüllung des GESETZES, das ist aber exakt das Gegenteil von Abschaffung: Den Nächsten zu lieben!

 

http://www.mefag.de/images/gestzfin.gif*** Rbi8  Römer 13:9-10 ***

Denn das [geschriebene Recht][[das GESETZ]]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Wenn die Priester und Vorsteher der Christenversammlung nicht weiter Gottes GESETZ lehren und es selbst vorleben, so ist Abweichung von GESETZ unausweichlich, statt Liebe folgen Streit und Hass! Die Saat der Gesetzlosigkeit geht auf! Jesus aber zeigte, dass seine wahren Sklaven, die ihm treu dienten genau diese seine Worte, die ja „wahre Speise“ sind, sie zur rechten Zeit den Hausknechten vorsetzen. Die „rechte Zeit“ hierzu ist die, welche Jehova mit seinen Sabbaten und Festzeiten festgesetzt hat!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:45-47 ***

Wer ist in Wirklichkeit der treue und verständige Sklave, den sein Herr über seine Hausknechte gesetzt hat, um ihnen ihre Speise zur rechten Zeit zu geben? 46 Glücklich ist jener Sklave, wenn ihn sein Herr bei der Ankunft so tuend findet. 47 Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.

 

Eine Analyse aller Vorhersagen über Jesu Widerkehr zeigt, dass alle Geschehnisse stets im Zusammenhang mit Jehovas Festzeiten stehen, die Teil der Sabbatordnung bilden. Wie wird ein „treuer Sklave“ jene Vorgaben Gottes missachten? Nur diese aber findet Jesus bei seiner Wiederkehr aktiv, die geistige Speise „zur rechten Zeit“ austeilend!

 

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Alle „verständigen Sklaven“, beginnend mit den Aposteln erwarteten zu allen Zeiten die Rückkehr ihres Hausherrn Jesus, „seine Ankunft“ auf der Erde! (Apg 1:6-9)[B1] Sie wissen, dass diese Rückkehr schlussendlich wiederum in Fleisch und Bein sein wird, weil Jesus ja „auf immer und ewig lebt“ (Off 1:17, 18) Jesus zeigte sich als Auferstandener in „Fleisch und Bein“, und nicht als Geist, der irgendeinen Körper angenommen hatte! Solche Aussagen widersprechen Jesus direkt und machen ihn zum Schwindler!

 

http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/1215091029174.jpg** Rbi8  Lukas 24:36-43 ***

Während sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“]] 37 Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie sähen einen Geist. 38 Da sprach er zu ihnen: Warum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße, daß ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, daß ich habe.“ 40 [[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.]] 41 Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: „Habt ihr etwas zu essen da? 42 Und sie reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; 43 und er nahm es und aß es vor ihren Augen.

 

Vorab meinten selbst die Apostel, Jesus sei ein Geist. Jesus aber überzeugte sie vom Gegenteil! Er musste all dies eine Woche später nochmals wiederholen, weil Thomas nicht anwesend war und weiterhin daran zweifelte, dass Jesus im Fleisch lebend geworden war! (Joh 20:24-29)

 

Der Apostel Johannes warnte deutlich vor dem „Betrüger und Antichristen“, der Jesu Auferstehung und sein Widerkommen im Fleische leugnen würde!

 

*** Rbi8  2. Johannes 7 ***

Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

 

Jesu Wiederkehr im Fleische ist somit eine gesicherte Realität, weil Gott ihn auferweckt hat! Jesus wird auch in demselben Zustand zu den Seinen zurückkehren, so wie er in den Himmel aufgenommen wurde als er vor den Augen der Apostel wegschwebte!

 

http://www.doc-martens.de/schule/6/feiertage/bilder/christi-himmelfahrt.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:10-11 ***

Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: Männer von Galiläa, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

 

Jesus kehrt in derselben Weise wie er in den Himmel zurückkehrte, auch mit demselben Körper zurück, da er ja von den Seinen Wiedererkannt werden muss! Nicht bloss die Apostel müssen ihn erkennen, nein die ganze Generation die ihn gesehen hat, selbst der Schächer an seiner Seite, dem Jesus versprach: Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

 

Christliche Priester, die diese Aufgabe die Aussagen der Propheten, vorab, was Jesus lehrte und zudem das ganze GESETZ zu lehren nicht erfüllen, sie stehen in nichts besser da, wie jene levitischen Priester, die Maleachi rügt und deren Untergang er vorhersagt, wenn sie nicht umkehren würden!

 

*** Rbi8  Maleachi 2:8-9 ***

Ihr aber — ihr seid vom Weg abgewichen. Ihr habt viele veranlaßt, im Gesetz [[GESETZ]] zu straucheln. Ihr habt den Bund Levis verderbt“, hat Jehova der Heerscharen gesprochen. 9 Und auch ich meinerseits werde euch gewiß für das ganze Volk verächtlich und niedrig machen entsprechend dem, wie ihr meine Wege nicht bewahrtet, sondern Parteilichkeit bekundet habt im Gesetz [[GESETZ]].“

 

Die ersten Christen wurden genau darum „der Weg“ genannt, weil sie denselben schmalen, eingeengten Weg zu gehen lehrten, wie zuvor schon die Propheten. Dieser eingeengte Weg war es, den Christus selbst voranging! Ohne ihm zu folgen gelangen wir nicht zum Vater!

 

http://www.fr-online.de/image/view/2013/2/24/22200044,18694771,highRes,maxh,480,maxw,480,fr_71-52109047.JPG.jpgKein Zweifel daran, dass Maleachi wie auch Paulus vom „Bund mit Levi“ spricht, welchen die Leviten nicht erfüllt haben und nicht das GESETZ Mose als schlecht oder vergänglich erwähnten! Die Priester aber werden vom Volk wiederum als etwas Verächtliches gesehen, weil sie vom geraden Weg weit abgewichen sind und viele vom Volk vor dem Ende des Systems wiederum erkennen werden, dass Gottes Gebote weiterhin Gültigkeit haben und jene Priester uns auch heute nicht die volle Wahrheit lehren! Das betrifft jüdische Rabbis wie christliche Priester, Älteste, Hirten, Pastoren und wie immer ihr Titel lauten mag! Die Konsequenzen aber, die vorhergesagten Plagen, sie treffen aber beide, wenn sie nicht umkehren, bereuen und auf den geraden Weg zurückfinden!

 

*** Rbi8  Maleachi 2:10-12 ***

Ist es nicht ein Vater, den wir alle haben? Ist es nicht ein Gott, der uns erschaffen hat? Warum handeln wir denn treulos miteinander, indem wir den Bund unserer Vorväter entweihen? 11 Juda hat treulos gehandelt, und etwas Verabscheuungswürdiges ist in Israel und in Jerusalem begangen worden; denn Juda hat die Heiligkeit Jehovas entweiht, die ER geliebt hat, und er hat die Tochter eines fremdländischen Gottes als Braut in Besitz genommen. 12 Jehova wird jeden, der das tut, aus den Zelten Jakobs wegtilgen, den, der wacht, und den, der Antwort gibt, und den, der Jehova der Heerscharen eine Opfergabe darbringt.“

 

Derselbe Vater, zu dem uns Jesus beten lehrte der uns erschaffen hat! Die Christenheit ist wie Juda und Jerusalem zu denselben fremdländischen Göttern zurückgekehrt! Die Töchter fremdländischer Götter, wie der dreieinige Gott der Christenheit, den schon Nimrod im alten Babylon verehrte sind die hurerischen Bräute christlicher Religionsführer! Mit diesen begehen sie geistige Hurerei, während sie Jehova als Gott vergessen haben! Im Zelt Jehovas, wenn das „Jerusalem droben“ zur Erde herabgekommen ist werden nur jene sein, die Gott, seinen Willen und sein GESETZ respektiert haben! „In ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden, sie sind ohne Makel“ (Off 14:4).

 

10.1.1.3       Worin bestanden die Änderungen im GESETZ, die durch Jesus als neuen Hohepriester kamen?

Wie wir von den Vorhersagen Maleachis her gesehen haben, die er um das Jahr 443 v.u.Z. niederschrieb, war die Priesterschaft Levis nahe daran zu verschwinden! Es dauerte nochmals fast 500 Jahre bis Jehova endgültig reagierte und den Bund mit Jesus rechtskräftig geschlossen wurde!

 

Ein „Grundzug“ des GESETZES Mose betraf die aaronische Priesterschaft und den Stamm Levi. Jesus kam aus einem anderen Stamm! Dieser Teil des GESETZES musste somit eine Änderung erfahren! Zudem konnten die Tieropfer, die im Bund mit Levi täglich vorgeschrieben waren nichts vollkommen machen. Dazu war ein weit grösseres Opfer notwendig! Zudem war ein anderer Hohepriester, der Gottes Willen vollkommen erfüllte und keine eigene Sünde aufwies notwendig! Ein Wechsel des Priestertums und ein Wechsel innerhalb des GESETZES waren daher notwendig!

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/c/c2/PLATE4DX.jpg*** Rbi8  Hebräer 7:11-14 ***

Wenn also Vollkommenheit [[Israels]] wirklich durch das levitische Priestertum käme (denn mit ihm als einem Grundzug wurde dem Volk das GESETZ (1) gegeben), welche weitere Notwendigkeit bestände da für einen anderen Priester, der nach der Weise Melchisedeks aufstünde und von dem man nicht sagen würde, er sei nach der Weise Aarons? 12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel [[innerhalb]] des [[GESETZES]] es (2) ein. 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden, ist ein Glied eines anderen Stammes gewesen, von dem keiner am Altar amtiert hat. 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist, einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.

 

Beachten wir, dass auch Jehovas Zeugen in ihrer NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG einen Unterschied bemerken, da beim ersten Mal „GESETZ“ in Grossbuchstaben steht, gemeint ist das GESETZ Mose und beim zweiten Mal „Gesetz“ in Gross & Kleinschrift, gemeint ist hier offensichtlich nur ein Teil des GESETZES, wo der Wechsel eintritt!

 

Was gewechselt wurde war somit jener Teil des mosaischen GESETZES, der erst ein Jahr später bei der Einweihung des Zeltes der Zusammenkunft mit Aaron, dessen Söhne und den Leviten geschlossen wurde, die Gebote, welche spezifisch den „Bund mit Levi“ betrafen!

 

Paulus verbindet nun die Wirklichkeit des „neuen Bundes für ein Königreich“, das Jehova mit Jesus schon weit vor seinem Kommen zur Erde vorhergesagt hatte, indem der Apostel auf Psalm 110 verweist, wo David von der Art von Melchisedeks ewigem Priesterkönigtum berichtet und dem künftigen Priesterkönig, den Jehova in dessen Form der Amtsnachfolge setzt: Somit das Amt von Priester (Stamm Levi) und König (Stamm Juda) in einer Person vereint!

 

*** Rbi8  Hebräer 7:15-17 ***

Und es ist noch weit klarer, daß ein anderer Priester nach der Ähnlichkeit mit Melchisedek aufsteht, 16 der nicht gemäß dem Gesetz [[GESETZ]] eines vom Fleisch [[des Stammes Levi]] abhängigen Gebotes ein solcher geworden ist, sondern gemäß der Kraft eines unzerstörbaren Lebens, 17 denn zum Zeugnis wird gesagt: Du bist Priester für immer nach der Weise Melchisedeks.“

 

Jener angekündigte neue Priesterkönig musste ohne (menschlichen) Anfang und ohne Ende (gemäss jüdischen Stammesregister) sein, also für ewig in der Funktion verbleiben. Über seinen eigenen Beginn hatte Jesus zu den Juden bereits gesagt:

 

*** Rbi8  Johannes 8:58 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen.“

 

Was seine Ewigkeit in die Zukunft betrifft haben wir weiter oben die Worte aus der Offenbarung wiederholt, wo Jesus sagte:

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:17-18 ***

Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Sei ohne Furcht. Ich bin der Erste und der Letzte 18 und der Lebende; und ich wurde ein Toter, doch siehe, ich lebe für immer und ewig, und ich habe die Schlüssel des Todes und des Hades.

 

Der Tod hatte Jesus nicht festhalten können und war nun mit seiner Auferstehung besiegt worden, da Jesus „Leben in sich selbst“ besitzt, die Fähigkeit und Macht menschliches Leben zurückzugeben und er künftig jedem „ewiges Leben“ gibt, den er sich hierzu erwählt!

 

Devil vs Jesus by ongchewpengAuch mussten Jesu übrige Eigenschaften hervorragend sein, sowohl im Hinblick auf Treue gegenüber Jehova wie auch der Amtsausübung im Hinblick auf das Volk! Unzerstörbares menschliches Leben erhielt Jesus erst nachdem er diese Treue auch in seiner irdischen Beschaffenheit gezeigt hatte! Jesus ist uns Beispiel geworden, dieselbe Gesinnung sollten auch wir zeigen!

 

*** Rbi8  Philipper 2:5-11 ***

Bewahrt diese Gesinnung in euch, die auch in Christus Jesus war, 6 der, obwohl er in Gottesgestalt [[als Geistwesen]] existierte, keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht zog, nämlich um Gott gleich zu sein. 7 Nein, sondern er entäußerte sich selbst und nahm Sklavengestalt an und wurde den Menschen gleich. 8 Mehr als das, als er in seiner Beschaffenheit als ein Mensch erfunden wurde, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod an einem Marterpfahl [[Pfahl]]. 9 Gerade aus diesem Grund hat Gott ihn auch zu einer übergeordneten Stellung erhöht und ihm gütigerweise den Namen gegeben, der über jedem [anderen] Namen ist, 10 so daß sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, derer, die im Himmel [[die Engel]], und derer, die auf der Erde [[die Lebenden]], und derer, die unter dem Erdboden sind [[der Toten (die somit weder im Himmel noch in der Hölle sein können!)]], 11 und jede Zunge offen anerkenne, daß Jesus Christus Herr ist zur Verherrlichung Gottes, des Vaters.

 

Wäre Jesus bereits seit Ewigkeit GOTT und damit allmächtig gewesen, wie dies das Dreieinigkeits-Dogma behauptet, so wären die Worte des Paulus Unsinn! Jesus konnte tatsächlich wie jeder von uns versagen und Satan gehorchen, wie die Versuchungen zu Beginn nach der Taufe in der Wildnis deutlich zeigen! Er hätte dasselbe Strafmass erhalten wie es das GESETZ vorsieht: Ewige Abschneidung von den Lebenden, ohne Auferstehungshoffnung! Seine Worte zeigen die einzige wahre und höchste Autorität: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “ (Lu 4:5-8)

 

Bevor Jesus sein Hohepriester-Königsamt erhielt musste er diese Treue bis in den schmählichen Tod am Pfahl unter Beweis stellen! Wie alle übrigen Menschen musste er Gott unter Bewährung Gehorsam zeigen! Das sollte zu unserer Ermunterung so sein, dass auch wir ausharren können, um mit Jesus mitverherrlicht zu werden! Viele sind hierzu berufen, wenige aber werden es sein die auserwählt sind!

 

Welche sind nun die herausragenden Punkte, die aus Gottes Sicht Christus so wertvoll machen?

 

1.)        Keine gewaltsame Besitzergreifung in Betracht ziehen, wie Gott selbst niemanden zwingt ihm untertan zu sein!

2.)        Sich selbst entäussern, Verzicht üben, um anderen als Sklave zu dienen, nicht um deren Herr zu sein

3.)        Gehorsam Gott gegenüber zu üben, bis selbst in einen qualvollen Tod

 

Die übergeordnete Stellung kommt erst später von Seiten Gottes! Jehova gibt den Kieselstein mit dem neuen Namen denen, die seinen Forderungen genügen durch Jesus!

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:17 ***

Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich etwas von dem verborgenen Manna geben, und ich will ihm einen weißen Kieselstein geben und auf dem Kieselstein einen neuen Namen geschrieben, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.‘

 

Jeder männliche Christ in der Versammlung, nicht bloss deren Vorsteher kann diesen weissen Kieselstein empfangen!

 

Im alten Bund mit Levi wurde jeder Priester, der die Grundbedingungen hierzu erfüllte, wenn er aus dem Stamm Levi war, ein Nachkomme Aarons, ohne körperliche Fehler, das Alter von dreissig Jahren erreicht hatte usw. zum Priester geweiht. Die künftigen Priesterkönige aber müssen sich bewährt haben, bevor sie dieses Amt erst ganz zum Ende erlangen. Die aaronischen Priester kamen sukzessiv und mussten wegen höheren Alters wieder austreten, respektive wurden durch den Tod an der Amtsausübung gehindert.

 

image027Der Bund mit Levi“ hatte sich aus all diesen Gründen als schwach gezeigt, weshalb ein „neuer Bund“ notwendig war und damit verbunden auch neue Verordnungen und Gebote! Was sich als schwach und unwirksam erwiesen hatte musste durch das Starke und Wirksame ersetzt werden! Durch das GESETZ und den darauf lastenden Fluch bei Übertretung wurde niemand Vollkommen gemacht, was aber Bedingung ist, um vor Jehova Bestand zu haben! Jehova versprach dem abzuhelfen, indem er die Hoffnung gab, dass durch Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“ und damit verbunden durch unverdiente Güte unsere früheren Sünden vollkommen gelöscht werden können!

 

*** Rbi8  Hebräer 7:18-25 ***

Gewiß wird also das vorausgehende Gebot wegen seiner Schwäche und Unwirksamkeit abgeschafft. 19 Denn das GESETZ [[mit seinen blutigen Tieropfern]] machte nichts vollkommen, wohl aber die außerdem [[zum GESETZ von Sühne und Reue hinzukommend ]] eingeführte bessere Hoffnung, durch die wir uns Gott nahen. 20 Und insofern dies nicht ohne Eidschwur war 21 (denn es gibt tatsächlich Männer, die ohne Eidschwur Priester geworden sind, doch da ist einer mit einem Eid, von dem Einen geschworen, der in bezug auf ihn sprach: „Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —: ‚Du bist Priester für immer‘ “), 22 insofern ist auch Jesus derjenige geworden, der als Bürge eines besseren Bundes gegeben wurde. 23 Überdies mußten viele [nacheinander] Priester werden, weil sie durch den Tod verhindert waren, als solche zu verbleiben, 24 er aber, weil er für immer am Leben bleibt, hat sein Priestertum ohne irgendwelche Nachfolger inne. 25 Demzufolge kann er auch die vollständig retten, die sich durch ihn Gott nahen, weil er immerdar lebt, um für sie einzutreten.

 

Die ständige Amtsnachfolge infolge des Todes des Hohepriesters war ebenfalls eine der Schwächen des alten Bundes mit Levi, während der Bund mit Jesus ein ewiges Priesterkönigtum vorsah! Jesus aber wurde erst nach dessen Auferweckung verändert: „... er aber, weil er für immer am Leben bleibt, hat sein Priestertum ohne irgendwelche Nachfolger inne.“ Er selbst musste „den Tempel seines Leibes“ in den vollkommenen Zustand versetzen, den Adam zufolge der Sünde verloren hatte! Er musste doch den übrigen Menschen gleich werden, dies von Seiten der DNS der Mutter her!

 

10.1.1.4       Das gelüftete Geheimnis der Auferstehung und Unverweslichkeit und Unsterblichkeit

So wie Jesus nach seiner Auferstehung in Fleische erhöht wurde, so wird es auch mit jenen sein, die an der Erstauferstehung teilhaben werden! Sie werden zusammen mit Jesus König-Priester sein und mit ihm die tausend Jahre regieren! Somit werden auch sie wie Jesus Priester ohne Nachfolge sein, „weil er für immer am Leben bleibt, hat sein Priestertum ohne irgendwelche Nachfolger inne.“ Paulus hilft uns im Verständnis weiter obwohl seine Worte nicht einfach sind und den Übersetzern wohl schlaflose Nächte bereiteten, die doch an Auferstehung im Himmel glauben:

 

Rogier van der Weyden - Erzengel Michael*** Rbi8  1. Korinther 15:42-49 ***

So ist auch die Auferstehung der Toten [[aus ihren Gräbern (Scheol, Hades)]]. Es wird gesät in Verweslichkeit, es wird auferweckt in Unverweslichkeit. 43 Es wird gesät in Unehre, es wird auferweckt in Herrlichkeit. Es wird gesät in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft. 44 Es wird gesät ein physischer Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib [[nur in Fall Jesu! Unser Geist oder unser ganzes Erinnerungsvermögen geht beim Tod ja zu Gott zurück (Hi 12:10; Ps 104:29; 164:4; Pr 8:8; 12:7) und wird in der Auferstehung wieder zurückgegeben]]. Wenn es einen physischen Leib gibt, so gibt es auch einen geistigen [[der wiedergeborene, aus Geist und Wasser, die neue Persönlichkeit, die in der Buchrolle des Lebens eingetragen ist (Joh 3:3-7; Eph 4:22-24)]]. 45 So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde eine lebende Seele.“ Der letzte Adam [[Jesus]] wurde ein lebengebender Geist [[da ja Jesu Auferweckung vorab im Geiste im Himmel erfolgte (1.Pe 3:18)]]. 46 Dessenungeachtet ist das erste nicht das, was geistig [[Jesus, wie der fleischliche Adam]] ist, sondern das, was physisch ist [[der Sohn Marias]], danach das, was geistig ist [[der zweite Adam, Gottes Erschaffung, Jesus, „mein Sohn“ „… ich bin heute dein Vater geworden“]]. 47 Der erste Mensch ist aus der Erde und von Staub gemacht [[Adam]]; der zweite Mensch ist aus dem Himmel [[der Erzengel Michael, Gottes erster geistiger Sohn, den er zur Erde sandte (Da 12:1; Joh 7:28; 17:5)]]. 48 Wie derjenige [ist], der von Staub gemacht ist, so [sind] auch die, die von Staub gemacht sind [[Adams Same, die Menschheit]]; und wie der Himmlische [ist], so [sind] auch die Himmlischen [[die Engel als Geistgeschöpfe]]. 49 Und so, wie wir das Bild des von Staub Gemachten getragen haben [[die Sterblichkeit und Verweslichkeit Adams]], werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen [[die Unsterblichkeit und Unverweslichkeit des zurückgekejrten Menschen Jesu]].

 

 

Wer von Auferstehung im Himmel ausgeht hat in diesen Sätzen genügend Zündstoff! Dies betrifft auch die Übersetzer! Wir aber gehen vom vorhergesagten Resultat aus, dass die Auferstehung aus den Gräbern hier auf der Erde und dass diese Auferweckung der Toten durch Jesus als Mensch hier auf der Erde erfolgen muss! Das Muster hierzu gab Lazarus! „Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.“ (1.Kor 15:21, 22)

 

Wir wollen nicht mit den Angefallenen gemeinsame Sache machen, die Paulus aus der Versammlung geworfen hatte! „Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenạ̈us und Philẹtus gehören zu diesen. Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger.“ Spiritismus war das Resultat, der Glaube an Heilige im Himmel (2.Ti 2:16-18).

 

Das Geheimnis um die Auferstehungshoffnung wurde von Paulus genau umschrieben! Da es schwer zu verstehen ist haben es die in den Schriften „Unbefestigten und Ungelehrten“, die eher einem Hymenäus glauben als dem Paulus alles in eine mystische Auferstehung unmittelbar nach dem Tod im Himmel oder in der Hölle verwandelt, gemäss griechischer Philosophie Platons (1.Ti 1:16-18; 2.Ti 2:18-20).

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:15-16 ***

Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Dass Jesus hierzu auf die Erde zurückkehren muss und die Toten durch einen Menschen lebendig werden ist deutlich in den Schriften dargelegt! Lassen wir uns durch religiös-mystisch angehauchte Irrlehren nicht verwirren! Hören wir genau hin, was die Schrift uns sagt!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:12-19 ***

Wenn nun von Christus gepredigt wird, daß er von den Toten auferweckt worden ist, wie kommt es, daß einige unter euch sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten [[im Fleische]]? 13 Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, dann ist auch Christus nicht [[in Fleisch und Bein]] auferweckt worden. 14 Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unser Predigen bestimmt vergeblich, und unser Glaube ist vergeblich. 15 Überdies werden wir auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir Zeugnis gegen Gott abgelegt haben, daß er den Christus auferweckte, den er aber nicht auferweckte, wenn die Toten wirklich nicht auferweckt werden. 16 Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden, dann ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17 Ist ferner Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nutzlos; ihr seid noch in euren Sünden [[weil unverdiente Güte fest an Jesu sündenlosen Tod verknüpft ist]]. 18 In der Tat, auch die, die in Gemeinschaft mit Christus [im Tod] entschlafen sind, sind verloren. 19 Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus gehofft haben, sind wir die bemitleidenswertesten aller Menschen.

 

http://www.jesuskommtbald.de/cms/wp-content/uploads/hoelle-300x226.jpgSchon die Sadduzäer behaupteten, dass es keine Auferstehung der Toten gäbe! Die griechischen Philosophen aber behaupteten eine Auferstehung unmittelbar nach dem Tod im geistigen Bereich, dem „Hades“, in seiner philosophischen Bedeutung als der Unterwelt. Die Kirchenväter versuchten ihre philosophische Bildung auf christliches Denken zu übertragen, was unsere Hoffnung zu einer Illusion, einer Seifenblase werden lässt. Es ist eine „andersartige gute Botschaft“! Wir müssen aber nicht nur in diesem Leben, sondern auch im künftigen Leben (für alle die zuvor versterben, die ja nicht für immer verloren sind) auf den Jesus hoffen! Christus als Erstling wurde zu ewigem Leben im Fleische auferweckt, uns als Vorbild und zur Hoffnung! Er muss als Mensch die Auferstehung der Toten auf der Erde lenken haben wir bereits vorweggenommen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:20-24 ***

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. 23 Jeder aber in seinem eigenen Rang: Christus, der Erstling, danach die, die dem Christus angehören, während seiner Gegenwart [[bei seiner Ankunft; Wiederkehr]]. 24 Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Dass dies erst in den „Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge“, am „Tag des Herrn“ geschieht ist ebenso wenig noch in Zweifel zu ziehen! (Apg 1:6) Petrus erklärte einer staunenden Volksmenge im Tempel, in der Säulenhalle Salomos kurz nach Pfingsten, nachdem er einen Gelähmten geheilt hatte:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 3:19-21 ***

Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.

 

Beachten wir, dass Jesus nur zu uns als Retter vom Himmel her zur Erde gesendet wird, sofern wir umkehren und unsere Sünden in der Taufe ausgelöscht werden! Bis zu jenem Zeitpunkt muss ihn der Himmel bei sich behalten, nach her nicht mehr! Die Propheten haben deutlich gesagt, dass der Christus für immer bei den Menschen bleiben wird! Auch darin lässt Paulus im Brief an die Hebräer jeden Zweifel vergehen!

 

http://monika.media.gloria.tv/e/rg/media-188972-2.jpg*** Rbi8  Hebräer 1:7-12 ***

Und mit Bezug auf die Engel sagt er: „Und er macht seine Engel zu Geistern und seine öffentlichen Diener zu einer Feuerflamme. 8 Aber mit Bezug auf den Sohn [[Jesus als Erdenmensch]]: Gott ist dein Thron für immer und ewig, und [das] Zepter deines Königreiches ist das Zepter der Geradheit. 9 Du hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich Gott, dein Gott, mit [dem] Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen.“ 10 Und: Du, o Herr, hast im Anfang die Grundlagen der Erde gelegt, und die Himmel sind [die] Werke deiner Hände. 11 Sie selbst [[die alten, bestehenden Himmel]] werden zugrunde gehen, du aber, du wirst fortwährend bleiben; und so wie ein äußeres Kleid werden sie alle veralten, 12 und du wirst sie zusammenrollen wie einen Mantel, wie ein äußeres Kleid; und sie werden gewechselt werden, du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nie enden.“

 

Da Jesus bis heute lebt hat er auch keinen Stellvertreter auf Erden, sondern ist selbst jederzeit in der Lage dort einzuschreiten, wo er es als „König der Könige und Herr der Herren“ notwendig erachtet! Das zeigte sich bei den Aposteln in vielfältiger Weise, wo vielerlei Wunder unmittelbar aufgrund Jesu Intervention geschahen!

 

Das zeigte sich wiederum in der Offenbarung, wo er Johannes Anweisungen erteilte an die sieben Versammlungen zu schreiben! Er kannte jede herausragende Tat und jeden Fehler der einzelnen Vorsteher und Versammlungen. In der Zeit des Endes muss Jesus erneut für die Seinen einschreiten und sie am grossen Gerichtstag Gottes einzeln in „Schafe und Böcke“ trennen [B2].

 

In Harmagedon rollt er die „alten Himmel“ wie ein ausgetragenes, beschmutztes „äusseres Kleid“ zusammen, um ausgewechselt zu werden durch die „neuen Himmel“, die „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“!

 

image033

 

Auch diese neue Verwaltung, seine hundertvierundvierzigtausend treuen auserwählten Sklaven, die er zusammen mit den Aposteln deren Überrest einzeln an ihrer Stirn kennzeichnet (Off 7:1-4; 14:1), auch jene sollen nach der Erstauferstehung der Verstorbenen [Bb] künftig als Priesterkönige für tausend Jahre mit Jesus über die Erde und deren Städte regieren! (Lu 19:16-19) Keiner von jenen war zuvor im dritten Himmel Jehovas. Die Toten sind sich nicht des Geringsten bewusst (Pr 9:5).

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:5-6 ***

Das ist die erste Auferstehung. 6 Glücklich und heilig ist, wer an der ersten Auferstehung teilhat; über diese hat der zweite Tod keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und werden als Könige die tausend Jahre mit ihm regieren.

 

Wie Jesus erhalten diese Auserwählten bei ihrer Auferstehung Unverweslichkeit und Unsterblichkeit, respektive die Harmagedon überlebenden Versiegelten (Off 7:1-4; 14) eine „Umwandlung in einem Nu“ (1.Kor 15:52), zum Zeitpunkt ihrer Einweihung als Priester des Allerhöchsten! (Off 19:9) [Bb]

 

10.1.1.5       Jehova hat es geschworen!

Eid und Bürge jenes besonderen Schwurs, den Gott David verkündigte, dies sind zwei Dinge die zusammengehören. Jener Engel, der David den Eidschwur übermittelte war voraussichtlich Jesus selbst, in seiner Gestalt als himmlischer Engel Michael, als Gottes Wortführer, der David diese Vorhersage übermittelte und die ihn als Gottes Abgesandten zur Erde später selbst betraf:

 

Jesus - Hoherpriester im himmlischen Heiligtum*** Rbi8  Psalm 110:4 ***

Jehova hat geschworen — und er wird es nicht bedauern —:

„Du bist Priester auf unabsehbare Zeit

Nach der Weise Melchisedeks!“

 

Die Eigenschaften jenes idealen Hohepriesters beschreibt Paulus im folgenden Abschnitt des Hebräerbriefes:

 

*** Rbi8  Hebräer 7:26-28 ***

Denn ein solcher Hoherpriester wie dieser [[Jesus, der Christus]] war für uns der geeignete: loyal, arglos, unbefleckt, getrennt von den Sündern und höher als die Himmel geworden [[, über jede Form von Autorität gesetzt]] 27 Er hat es nicht täglich nötig, Schlachtopfer darzubringen wie jene Hohenpriester, zuerst für seine eigenen Sünden und dann für die des Volkes (denn er tat dies ein für allemal, als er sich selbst [als Opfer] darbrachte); 28 denn das GESETZ setzt Menschen zu Hohenpriestern ein, die mit Schwachheit behaftet sind, aber das Wort des Eidschwurs, der [erst] nach dem GESETZ kam, [setzt] einen Sohn [ein], der für immer vollkommen gemacht worden ist.

 

Da Jesus „höher als die Himmel“ geworden war, musste er über jede andere Autorität, seien es himmlische oder irdische durch Jehova erhöht worden sein! Dies bestätigte Jesus selbst während jener vierzig Tage nach der Auferstehung, wo er bei seinen Jüngern weilte. Es waren etwa fünfhundert Jünger am Berg in Galiläa versammelten! (1.Kor 15:6)

 

*** Rbi8  Matthäus 28:16-20 ***

Die elf Jünger dagegen gingen nach Galiläa zu dem Berg, wohin Jesus sie bestellt hatte, 17 und als sie ihn sahen, huldigten sie ihm, einige aber zweifelten. 18 Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Wiederum bestätigt Jesu keinen Stellvertreter auf Erden zu haben, sondern direkt mit dem ihm Anvertrauten im Geiste vereint zu bleiben! Jesus kennt alle seine Schafe mit Namen (Joh 10:27) und seine Schafe kennen ihn und anerkennen kein fremdes Haupt an, das sich dazwischenschiebt!

 

10.1.1.6       Der neue Hohepriester im wahren Zelt Gottes unter dem „neuen Bund“

Paulus hatte den Versammlungen deutlich gezeigt, dass sie selbst der neue, der geistige Tempel, der Teil des irdischen Heiligen darstellen würden. Jesus seinerseits brachte sein kostbares Blut hinter den Vorhang, der seinen sterblichen Leib darstellte, ins Allerheiligste im Himmel, vor Gottes Thron (Mat 27:51; Heb 6:19, 20). Das war unmittelbar nach seinem Tod, als Jehova ihn als Geist auferweckte, dasselbe Geistwesen, das er schon zuvor gewesen war! 

 

*** Rbi8  Johannes 17:5 ***

Und nun, Vater, verherrliche mich an deiner Seite mit der Herrlichkeit, die ich an deiner Seite hatte, ehe die Welt war.

 

Gemälde "Aufstieg des Herrn".Erst rund vierzig Tage später, nach seiner Rückkehr in den Himmel setzte er sich zur Rechten des Vaters! Das „wahre Zelt der Zusammenkunft schlug nicht ein Mensch auf, Moses, sondern wurde durch Jehova schon vor Urzeiten im Himmel selbst erstellt! Was Moses tat und einen exakten Bauplan dafür erhielt war nur ein Schatten des himmlischen „Zeltes“!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:1-6 ***

Von den Dingen nun, die besprochen werden, ist folgendes der Hauptpunkt: Wir haben einen solchen Hohenpriester, und er hat sich zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln gesetzt 2 als öffentlicher Diener der heiligen Stätte und des wahren Zeltes, das Jehova aufschlug und nicht ein Mensch. 3 Denn jeder Hohepriester ist dazu eingesetzt worden, sowohl Gaben als auch Schlachtopfer darzubringen, weshalb es notwendig war, daß auch dieser etwas darzubringen habe. 4 Wäre er nun auf der Erde, so wäre er kein Priester, weil [Männer] da sind, die die Gaben gemäß dem GESETZ darbringen, 5 aber diese [Männer] verrichten [den] heiligen Dienst in einer sinnbildlichen Darstellung und einem Schatten der himmlischen Dinge, so wie Moses, als er im Begriff war, das Zelt zu vollenden, den göttlichen Befehl erhielt: Denn, so sagt er: „Sieh zu, daß du alle Dinge nach [ihrem] Muster machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist.“ 6 Nun hat aber [Jesus] einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gesetzlich festgelegt worden ist.

 

Wiederum redet Paulus wie schon in anderen Briefen von einem „Schatten künftiger Dinge“ und bringt dies mit dem Dienst der aaronischen Priester in Zusammenhang, die gemäss dem Buch Levitikus Gott tägliche Opfer darzubringen hatten. Paulus spricht von sinnbildlichen Opfern die jene Männer darbrachten, die alle gesamthaft auf ein grösseres Opfer, auf Jesu Tod hinwiesen, wo er sein unbeflecktes Fleisch und sein Blut darzubringen hatte.

 

Jesus tat dadurch das, was Gott seit Beginn in Eden vorgesehen hatte, ein Opfer bereitzustellen, das die Fehler Adams und der seiner Nachkommen ein für alle Mal sühnen würde! Das war die „bessere Verheissung“ die gesetzlich festgelegt war, wo steht, dass „Leben um Leben“ gegeben werden muss! Nur dadurch konnte die Sünde Adams ausgeglichen werden! Die „besseren Verheissungen“ schliessen ein, dass Jesus denen ewiges Leben geben darf, die Glauben in ihn und sein Opfer setzen!

 

Der zweite Bund sollte somit ohne den Mangel des ersten Bundes sein, der kein ewiges Leben zu geben im Stande war, da auch die Priester selbst eigene Schuld hatten und so das unbefleckte Leben Adams nicht aufzuwiegen in der Lage waren. Darum konnten auch die tierischen Opfer, welche sie in sinnbildlicher Weise eines später folgenden grösseren Opfers darbrachten nicht von Schuld und Fluch befreien!

 

10.1.1.7       Der kommende, erweiterte „Ehebund“ mit dem Hause Israel und dem Hause Juda

Im Kapitel 8 des Hebräerbriefes spricht Paulus von einem kommenden Ehebund Jehovas, den bereits Hosea angekündigt hat mit seiner inzwischen gereinigten Frau, dem „Israel Gottes“, das er mit den 144.000 Priesterkönigen an dem Tag schliesst, wo Jesus ihm das gereinigte Königreich übergibt! Er spricht von einer Wiederverlobung oder Erneuerung des Ehegelöbnisses, das Israel und Juda zuvor durch geistige Hurerei „Gomers“ gebrochen hatten!

 

*** Rbi8  Hosea 2:19-20 ***

Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.‘

 

http://www.weltvonmorgen.org/images/rer01.jpgEs handelt sich um den erweiterten Bund, den Jesus bereits mit seinen Aposteln bereits beim Abendmahl schloss, dass sie mit ihm zusammen auf Thronen sitzen würden, um die zwölf Stämme Israels zu richten. Denselben Bund hatte der Vater ja mit ihm schon zuvor geschlossen gehabt. Nun erweitert sich der Bund zudem noch mit den 144.000, dass sie über Städte und Nationen gesetzt werden und Gottes Königreich vertreten! Der Prophet Daniel hatte dies bereits angekündigt. Er spricht vom „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“, dem „Israel Gottes“.

 

*** Rbi8  Daniel 7:27 ***

Und das Königreich und die Herrschaft und die Größe der Königreiche unter allen Himmeln wurden dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben. Ihr Königreich ist ein auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] dauerndes Königreich, und alle Herrschaften werden selbst ihnen dienen und gehorchen.‘

 

Moses hatte diese künftige Nation Israel aus „Priestern und Königen“ bereits angekündigt! Auch darin muss sich noch „der geringste Buchstabe“ des GESETZES erfüllen! 

 

*** Rbi8  Hebräer 8:7-9 ***

Denn wenn jener erste Bund [[am Sinai]] ohne Mangel gewesen wäre, so hätte man nicht für einen zweiten Raum gesucht; 8 denn er findet am Volk etwas zu bemängeln, wenn er sagt: ,Siehe! Es kommen Tage‘, spricht Jehova, ‚da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 9 nicht gemäß dem Bund, den ich mit ihren Vorvätern an [dem] Tag machte, an dem ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, da sie nicht in meinem Bund blieben, so daß ich aufhörte, für sie zu sorgen‘, spricht Jehova.

 

image040Jehova hatte mit dem Tod Jesu aufgehört für die fleischliche Nation Israel zu sorgen. Nur ein Überrest der „Schafe Israels“ übte Glauben in Jesus als den Messias aus und wurde im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ integriert! Sie bildeten nun Teil vom dritten Kinde „Gomers“, dem symbolischen Sohn „Lo-Ammi“, der Christenheit. Das wird von den Juden, von „Lo-Ruhama“ bis heute nicht anerkannt, was aber an der Tatsache nichts ändert! Anerkennung von Gottes Abgesandten, seinem Messias war Bedingung unter Gottes Schutz nun durch Jesus zu verbleiben! Wer den grösseren Propheten als Moses nicht anerkennt, der soll vom Volk abgeschnitten werden, steht deutlich im GESETZ! (5.Mo 18:14-19)

 

http://1.bp.blogspot.com/-JzBgnBVONtc/TjhlIHWoiZI/AAAAAAAAAyQ/RCAPx-qfee4/s400/gotthatessogewollt.jpgDie levitische Priesterschaft, als Repräsentantin des aus dem Exil zurückgekehrten Volkes, das von Hoseas zweitem Kind „Lo-Ruhama vorgeschattet wurde, deren Ehemann sich Jehova nannte, jene Tochter war selbst nicht von Jehova, sondern in Hurerei von „Gomer“ im babylonischen Exil empfangen worden. Jene nachexilische Priesterschaft hatte es erneut abgelehnt Jehova treu zu dienen. Mit Jesu Aufrichtung des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ an Pfingsten 33 u.Z. begannen die Worte Hoseas wahr zu werden. Er hatte sie über den dritten Sohn, „Lo-Ammi“ geredet, der aus derselben Mutter „Gomer“, ebenso aus unehelichem Verkehr mit den Nationen hervorgehen würde: Die Christenheit und deren Priesterschaft, von denen der Prophet Hosea folgende Worte Jehovas wiedergibt:

 

*** Rbi8  Hosea 1:8-9 ***

Und sie [[Gomer = Jakob, Israel, deren Priester]] entwöhnte Lo-Ruhama [[die nachexilische jüdische Nation]] nach und nach, und sie wurde dann schwanger und gebar einen Sohn. 9 Da sprach ER: „Nenne seinen Namen Lo-Ammi, denn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen.

 

Wer die Prophezeiungen weiterverfolgt erkennt, dass am Ende der gesetzten Zeiten „die Söhne Israels umkehren und Jehova, ihren Gott, und David, ihren König, gewiss suchen, und sie werden tatsächlich bebend zu Jehova und zu seiner Güte kommen im Schlussteil der Tage“. Beachten wir die weiteren Worte des Propheten, um zu erkennen, wo die einzelnen Puzzleteile im Gesamtbild eingeordnet werden müssen und wo sie auf der Zeitachse einzuordnen sind! Jehova ist ein Gott der Ordnung, ein Gott der Logik!

 

http://rlv.zcache.de/konig_david_mousepads-rf56b514e679d468493fdc395afa82b68_x74vi_8byvr_512.jpg*** Rbi8  Hosea 3:4-5 ***

Es ist, weil die Söhne Israels viele Tage ohne König und ohne Fürst und ohne Schlachtopfer und ohne Säule [[Tempel]] und ohne Ephod und Teraphim [[Kleidungsstücke des Hohepriesters im Zusammenhang mit Rechtsprechung]] wohnen werden. 5 Danach werden die Söhne Israels umkehren und Jehova, ihren Gott, und David, ihren König [[Jesus, auf Davids Thron]], gewiß suchen; und sie werden tatsächlich bebend zu Jehova und zu seiner Güte kommen im Schlußteil der Tage.

 

Ohne König und Fürst“ begann Israel ab dem Jahre 607 u.Z. zu sein, „ohne Schlachtopfer und ohne Säule und ohne Ephod und Teraphim wohnen werden“ weisst auf die Zeit nach Jesu Tod und der Zerstörung des Tempels und der aaronischen Priesterschaft hin! Ein Teil des Volkes Israel, die „Ebioniten“ werden jedoch „tatsächlich bebend zu Jehova und zu seiner Güte kommen im Schlußteil der Tage.“ Keine Frage, es ist die Zeit des Endes, des Gerichtes an den Nationen. Ein Teil von ihnen wird „David ihren König“, der ja gemäss Paulus „dem Samen Davids“ entspricht und „der Jesus ist“, der zu jenem Zeitpunkt längst König und Hoherpriester ist, nun aber als Mensch zur Erde zurückkehren wird.

 

Dies erfährt bestimmt eine Erfüllung in der zunehmend grossen Zahl messianischer Juden, den „Ebioniten“ auf der ganzen Erde, wovon viele auch in Israel und in Jerusalem leben! Genaue Statistiken gibt es nicht, man spricht aber von mehreren hundert Tausenden! Bestimmt eine erwähnenswerte Zahl, die man mit etwas Vorsicht als Nachfolger der ersten „Ebioniten“ auslegen könnte, was auf aramäisch ist und „die Armen“ bezeichnet, die ersten christlichen Juden geschart rund um die Apostel.

 

Wir reden somit vom Geschehen „im Schlussteil der Tage“! Durch Anerkennung seitens vieler Juden des Messias werden auch jene noch Teil von „Lo-Ammi“, die ja bis Jesus das gereinigte „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, die „Schafe“ und die nun aufgerichteten „neuen Himmel“ dem Vater übergibt von Seiten Jehovas „nicht mein Volk“ genannt werden!

 

*** Rbi8  Hosea 1:10-11 ***

Und die Zahl der Söhne Israels soll wie die Sandkörner des Meeres werden, die nicht gemessen oder gezählt werden können. Und es soll geschehen, daß an dem Ort, an dem zu ihnen jeweils gesagt wurde: ‚Ihr seid nicht mein Volk‘, zu ihnen gesagt werden wird: ‚Die Söhne des lebendigen Gottes.‘ 11 Und die Söhne Judas und die Söhne Israels werden gewiß zu einer Einheit zusammengebracht werden und werden tatsächlich ein Haupt für sich einsetzen und aus dem Land heraufziehen; denn groß wird der Tag von Jesreel sein.

 

Erst wenn Jehova das gereinigte Volk annimmt, dann heisst es: „Die Söhne des lebendigen Gottes.“ Nur eine exakte Einreihung der Ereignisse auf der Zeitachse zeigt, wann, wer ist! Dies ist untrennbar mit Jesus als dem „einen Haupt“, das mit „Juda“ als den „neuen Himmeln“ der 144.000 Priesterkönigen identisch ist und mit „Israel“ als der „grossen Volksmenge“, der „neuen Erde“ verbunden! Unter dem Haupt Jesus verschmelzen beide erst ab diesem Zeitpunkt zu einer Einheit! Die Flucht aus „Babylon der Grossen“ hat sie ja über die ganze Erde zu zerstreuten „Inseln“ christlicher Versammlungen im aufgewühlt, brodelnden, gottentfremdeten Menschenmeer gemacht! (Vergl. Jes 66:19, 20)

 

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 „... die Söhne Judas und die Söhne Israels werden gewiß zu einer Einheit zusammengebracht werden und werden tatsächlich ein Haupt für sich einsetzen und aus dem Land heraufziehen“ deutet auf die Zeit hin, die mit und ab dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ beginnt, wo Jesus mit den 144.000 auf dem Berg Zion gesehen wird! [Bb] Erst dort sind alle Konditionen erfüllt, die Hosea hier erwähnt! Die verständigen „Brautjungfrauen“ sind versiegelt und inzwischen als eingeweihte Priester bereit aus der Hand des Hauptes Jesus Königswürde zu empfangen! [Bb3] Damit aber werden die zwei Teile „Juda“, die „neuen Himmel“ und „Israel“, die „neue Erde“ erst zu einer Einheit gemacht!

 

http://1888.org/images/2012/04/08/7941/144000-the-law-poster.jpgDabei besteht das geistige „Juda“ aus Jesus, seiner „Braut, die Frau des Lammes“ (Off 21:9), den Apostel und aus den 144.000 Priesterkönigen, die als gereinigte „Verlobte“ vor Gott und seinen Engeln vollständig versammelt sind! Das muss somit eindeutig erst nach der Erstauferstehung sein [Bb; a1] und nach der gesetzlich vorgeschriebenen einwöchigen Einweihung der Priester [BbB] zu deren Abschlussfeier, dem 15.Tischri als dem ersten Tag des Erntefestes das „neue Jerusalem“ vom Himmel herabkommt (Off 20:1-5). Wenn der Sohn dem Vater dann das „Königreich der (neuen) Himmel“ übergibt wird der ehegleiche Bund den Hosea ankündigte gültig (1.Kor 15:24). Die „neuen Himmel“, die eheliche „Frau“ Jehovas zeigt sich mit ihrem König Jesus und seiner „Braut“ den Aposteln dem versammelten jubelnden Volk. Die Mengen Israels sind wie zu Beginn zum ersten grossen Fest nach Harmagedon nach Jerusalem geströmt!

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:1-5 ***

Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn geschrieben trugen. 2 Und ich hörte ein Geräusch aus dem Himmel wie das Rauschen vieler Wasser und wie das Geräusch eines lauten Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Sängern, die sich, Harfe spielend, auf ihren Harfen begleiteten. 3 Und sie singen gleichsam ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebenden Geschöpfen und den Ältesten; und niemand konnte dieses Lied meistern als nur die hundertvierundvierzigtausend, die von der [[alten]] Erde erkauft worden sind. 4 Diese sind es, die sich nicht mit Frauen [[den Töchtern Babylons der Grossen]] befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

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Das „Lamm“ als ihren König und Hohepriester anzuerkennen ist somit ausschlaggebend, um zum künftigen „Juda“ zu gehören, allein dessen der Befehlshaberstab ist! Geistige Jungfräulichkeit und absolute Liebe zur Wahrheit gehören zu den Grundvoraussetzungen! Sich von der Welt und deren Befleckungen fern halten, was alle Religionen mit einschliesst. Sie gemeinsam bilden doch „Babylon die Grosse“! Dem „Lamm“ Jesus beständig zu folgen, wohin jener geht oder wohin er jemanden hinsendet, dies bereitet die „Berufenen“ vor zu den „Erstlingen“ zu gehören! Nicht einer religiöse Hierarchie Loyalität zu zeigen, sondern Gottes Anweisungen in der ganzen Schrift, den Geboten Jesu und den Anweisungen der Apostel Gehorsam zu zollen weist unsere Treue aus, dies bis zum Abschluss des Systems oder bis hin zu unserem Tod! Das GESETZ zu halten und andere zu lehren hatte Jesus als weitere Bedingung genannt, um „im Königreich der Himmel gross“ genannt zu werden! (Mat 5:17-20)

 

10.1.1.8       Viele aus den fleischlichen Juden anerkennen Jesus vor dem Ende

Der König aus Davids Linie, der sich nun auf Davids Thron setzt ist zweifelsfrei Jesus! Er war und bleibt der von den Propheten angekündigte „Stein des Anstosses“, über den die Nation Israel bis heute strauchelt! Dass die Juden Israels in breiten Massen denjenigen am Schluss anerkennen werden, den sie bisher vehement abgelehnt haben, das scheint so ziemlich vollkommen ausgeschlossen!

 

Allerdings gibt es ständig mehr messianische Juden, die an den Christus glauben und gleichzeitig am GESETZ Mose weiterhin festhalten! Sie zählen damit ebenso zu „Lo-Ammi“, wie die ersten Christen. Gott hat sich ja von Israel zurückgezogen als er jene Generation die Jesus tötete verwarf! Dabei ist deutlich zu unterscheiden, dass der Vater Jesus einen Überrest übergeben hatte, um dieses neue „Königreich des Sohnes der Liebe“ aufzubauen! Stets ist die Rede von zwei unterschiedlichen Königreichen, zwei unterschiedlichen Hürden, zwei unterschiedlichen Schafherden, die erst zum Ende durch Jesus selbst zu einer Einheit zusammengebracht werden!

 

*** Rbi8  Johannes 10:16 ***

Und ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden eine Herde werden [unter] einem Hirten.

 

Die „grosse Volksmenge“, die Johannes in der Offenbarung sieht muss somit der am Gerichtstag auserwählte Überrest aus „Lo-Ammi“ sein, der damit gemeint ist, die “bebend zu Jehova und zu seiner Güte kommen im Schlussteil der Tage“. Es ist dieses gereinigte „Königreich der (neuen) Himmel“, das der Sohn schlussendlich dem Vater erst nach dem „Abendessens der Hochzeit des Lammes“ übergibt (Off 7:9, 10, 14).

 

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Paulus zeigt prophetisch wie sich dies erfüllt: Jesus übergibt dem Vater dieses gereinigte Königreich [Bb1], nachdemer Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht“ hat in Harmagedon! [B3] Eindeutig ist dies somit erst nach Harmagedons Endschlacht einzuräumen. Bestimmt ein grosser, festlicher Anlass für alle Völker und Nationen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Damit schliessen sich die Worte Hoseas zu einem geschlossenen Kreis von Prophetie und Erfüllung, wo er vorhersagt, dass Jehova nun „Lo-Ammi“ als sein Volk anerkennt!

 

*** Rbi8  Hosea 2:21-23 ***

‚Und es soll geschehen an jenem Tag, daß ich antworten werde‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚ich werde den [[neuen]] Himmeln [[der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“, den 144.000 Priesterkönigen]] antworten, und sie ihrerseits werden der [[neuen]] Erde [[der grossen Volksmenge“]] antworten; 22 und die Erde [[der gesegnete, fruchtbare Boden]] ihrerseits wird dem Korn und dem süßen Wein und dem Öl antworten; und sie ihrerseits werden Jesreel [„Gott wird Samen säen“] [[den in der allgemeinen Auferstehung Wiederkommenden]] antworten. 23 Und ich werde sie mir gewiß wie Samen in die Erde säen, und ich will derjenigen Barmherzigkeit erweisen, der nicht Barmherzigkeit erwiesen wurde [[Lo-Ruhama]], und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind, sprechen: „Du bist mein Volk“ [[Lo-Ammi]]; und sie ihrerseits werden sagen: „[Du bist] mein Gott.“ ‘ “

 

Das fleischliche Israel war Jehovas Volk! Die Christen aber müssen bis zum Abschluss weiterhin beten: „Dein Reich komme“, was deutlich zeigt, dass sie zwar innerhalb des „Königreich des Sohnes“, jedoch ausserhalb Gottes Königreich sind, bis er sie schlussendlich als „mein Volk“ anerkennt! All diese schwierigen Zusammenhänge sind nur anhand von Zeitgrafiken ersichtlich, wo deutlich wird, wann, welche Aktion, welche Abtrennung von der Mutter „Gomer“, unter welchen Umständen entstanden ist!

 

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Erst im neuen System kommt es zur vollständigen Erfüllung, die Paulus im Hebräerbrief im Kapitel 8 weiter beschreibt. Wiederum wird von einem künftigen Bund geredet, der durch den Propheten Jeremia und durch Jesus angekündigt wurde, wo das GESETZ Mose im Sinn, dem sinnbildlichen „Herzen“ jedes einzelnen Bürgers fest verankert wird! (Jer 31:33)

 

*** Rbi8  Hebräer 8:10 ***

Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht Jehova. Ich will meine Gesetze [[GESETZE]] in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.

 

Diese Vorhersage betrifft wiederum eindeutig „Lo-Ammi“, die „grosse Volksmenge“ die aus der „grossen Drangsal“ kommt! (Off 7:9, 14) Eine neue Form der Belehrung wird aufgrund der von Jerusalem ausfliessenden geistigen „Wasser“, die „wie ein Strom“ sein werden, wo erneut das „GESETZ von Jerusalem ausgehen wird“ und über 144.000 gutbewässerte geistige Bäume den Nationen zur monatlichen Nahrung mittels ihrer geistigen Früchte und täglichen Heilung mittels ihrer geistigen Blätter werden! (Off 22:1, 2)

 

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Die nachstehenden Worte des Propheten Micha erfüllen sich somit erst nach Harmagedon, „im Schlussteil der Tage“, wo „der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet sein wird“! Die Völker strömen nun erneut zum Berg Zion und zur Stadt Jerusalem, wo Gottes Königreich durch seinen Christus fest aufgerichtet sein wird!

 

*** Rbi8  Micha 4:1-4 ***

Und es soll geschehen im Schlußteil der Tage, [daß] der Berg des Hauses Jehovas fest gegründet werden wird über dem Gipfel der Berge [[jeder anderen kommenden Machtstruktur]], und er wird gewiß erhaben sein über die Hügel; und zu ihm sollen Völker strömen. 2 Und viele Nationen werden bestimmt hingehen und sagen: „Kommt, und laßt uns zum Berg Jehovas hinaufziehen und zum Haus des Gottes Jakobs; und er wird uns über seine Wege unterweisen, und wir wollen auf seinen Pfaden wandeln.“ Denn von Zion wird [das] Gesetz [[GESETZ]] ausgehen und das Wort Jehovas von Jerusalem. 3 Und er wird gewiß Recht sprechen unter vielen Völkern und die Dinge richtigstellen hinsichtlich mächtiger Nationen in der Ferne. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden müssen und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht werden sie [das] Schwert erheben, Nation gegen Nation, auch werden sie den Krieg nicht mehr lernen. 4 Und sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der [sie] aufschreckt; denn der Mund Jehovas der Heerscharen selbst hat [es] geredet.

 

Die göttlich eingesetzte „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ wird nun über alle Nationen der Erde in Gerechtigkeit herrschen! Denn alle Nationen, welche die UNO bildeten werden ja nicht mehr existieren, noch all ihr Heer an Beamten und Soldaten! Dasselbe GESETZ Mose, „das GESETZ des Geistes“, das durch Christus an die neuen Umstände des Königreiches angepasst wurde, dieses „GESETZ des Christus“ wird nun erdenweit gelehrt und eingehalten. Nach seinen Grundsätzen wird Gericht gehalten werden! Gott selbst „wird gewiß Recht sprechen unter vielen Völkern und die Dinge richtigstellen hinsichtlich mächtiger Nationen in der Ferne“. Das ist die wahre und einzige Grundlage, dass wirklicher, dauerhafter Frieden kommt und Kriege endgültig aufhören werden!

 

*** Rbi8  Psalm 35:27 ***

Laß die jubeln und sich freuen, die Gefallen haben an meiner Gerechtigkeit,

Und laß sie beständig sprechen:

„Jehova sei hochgepriesen, der Lust hat am Frieden seines Knechtes.“

 

http://www.christianengl.de/Kalabrien24-Feigenbaum.jpgGott sagt zudem eine gerechte Landverteilung vorher, wo Menschen statt in Grossstädten zusammengepfercht nun wiederum ihr eigenes Land besitzen und in Frieden und Ruhe bebauen werden! „Und sie werden tatsächlich sitzen, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, und da wird niemand sein, der [sie] aufschreckt; denn der Mund Jehovas der Heerscharen selbst hat [es] geredet.“ Die „wilden Tiere“ der Politik und die habgierigen religiösen Heuchler „Babylons der Grossen“ haben in Harmagedon ihr Ende gefunden!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:11-12 ***

Und sie werden keineswegs ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren, indem sie sprechen: „Erkenne Jehova!“ Denn sie alle werden mich erkennen, vom Geringsten bis zum Größten von ihnen. 12 Denn ich werde ihren ungerechten Taten gegenüber barmherzig sein, und ich werde ihrer Sünden bestimmt nicht mehr gedenken.‘ “

 

Die Gotteserkenntnis, die jeder sich aneignen musste der zur Taufe kam, sie wird unter der „grossen Volksmenge“ bis zum Tag Harmagedons bereits überströmend werden. Da nun die Erkenntnis der Zusammenhänge zwischen den Vorhersagen der Propheten und ihre Erfüllung am Ende dieses Systems jeden Schleier vor unseren Augen entfernt, der zuvor unsere Verständnis wegen falscher religiöser Interpretationen bisher trübte können wir Jehova wirklich in Seiner Grösse erkennen! Die ganze Erde wird eine einheitliche Sprache reden, die Sprachbarrieren werden endgültig abgebrochen!

 

*** Rbi8  Zephanja 3:9 ***

Denn dann werde ich [die Sprache der] Völker in eine reine Sprache umwandeln, damit sie alle den Namen Jehovas anrufen, um ihm Schulter an Schulter zu dienen.‘

 

Juda“, die kommende erdenweite Verwaltung und „Israel“, die von Gott als sein Volk anerkannte „grosse Volksmenge“ werden gemeinsam den Namen Jehovas anrufen. „Schulter an Schulter“ wird das Ziel, die Erde zu einem wahren, friedlichen Paradies zu gestalten erreicht werden!

 

 

10.1.2        Der Bund, der dem Verschwinden nahe gekommen war

 

10.1.1.9       Welcher Bund war nun dem verschwinden nahe: Der Bund mit Levi oder der Gesetzesbund?

 

image059Wie wir bisher gesehen haben lassen sich all die komplexen Zusammenhänge nur durch Einzelbetrachtungen der Themen definitiv klären! Die Einzelthemen aber korrekt zusammengefügt ergeben ein deutliches Gesamtbild! Nur aufgrund des Gesamtbildes sind falsche religiöse, „fälschlich so genannte ‚Erkenntnis’“ als das erkenntlich, was sie in Wirklichkeit sind: „Leere Reden“, Irrlehren die verletzen, was heilig ist, weil sie Gottes Wort im einen oder anderen Sinne widersprechen und uns darum vom geraden „Weg der Wahrheit“ abzubringen versuchen!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:20-21 ***

O Timotheus, behüte, was als anvertrautes Gut bei dir hinterlegt ist, indem du dich von den leeren Reden abwendest, die verletzen, was heilig ist, und von den Widersprüchen der fälschlich so genannten „Erkenntnis“. 21 Denn indem einige eine solche [Erkenntnis] zur Schau gestellt haben, sind sie vom Glauben abgewichen.

 

Zu welcher Schlussfolgerung müssen wir zum Ende dieser Betrachtung kommen? Wurde Gottes GESETZ durch Christus abgeschafft? Wurde durch Paulus tatsächlich behauptet, der alte Gesetzesbund sei nicht weiter gültig? War Christus wirklich „das Ende des GESETZES“, wie Religionsführer behaupten oder wurde Christus und wird er noch in weit grösserem Ausmass „die Erfüllung des GESETZES“ und die „Erfüllung der Propheten“ vervollkommnen? Das sind vollkommen gegensätzliche Standpunkte! Nur einer kann mit Gottes Gesichtspunkt im Einklang sein!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:13 ***

Indem er sagt „einen neuen [Bund]“, hat er den früheren für veraltet erklärt. Nun ist das, was veraltet ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.

 

Der „neue Bund“ ersetzte eindeutig nicht den Gesetzesbund den Moses mit ganz Israel schloss, sondern lediglich „den Bund mit Levi“, indem dessen Priesterschaft und Vorrechte mit Jesu Erhöhung zum Priesterkönig „nach der Weise Melchisedeks“ aufhörten! Die Veränderungen die der „neue Bund“ mit Christus brachte betrafen „die Satzungen des heiligen Dienstes“ und dessen „irdische heilige Städte“, den Tempel in Jerusalem, somit den Teil, der das Zeremonialgesetz genannt wird! Der „Schatten künftiger Dinge“ musste der „Wirklichkeit des Christus“ weichen!

 

*** Rbi8  Hebräer 9:1 ***

Was nun den früheren [Bund] [[mit Levi]] betrifft, so hatte er Satzungen des heiligen Dienstes und [seine] irdische heilige Stätte [[das Zelt der Zusammenkunft resp. den Tempel in Jerusalem]].

 

Gottes Plan mit Israel muss im Gegenteil zur vollkommenen Erfüllung gelangen, dann, wenn Gott Jehova, der Vater sein von Christus aufgerichtetes, vollkommen gereinigtes Königreich empfängt! Diese „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ wird ihre erdenweite Tätigkeit beginnen unter der Leitung des „Königreiches des Vaters“, das himmlischer Herkunft ist und nicht von Menschen geschaffen. Damit stimmen die Worte des Propheten Daniel überein, die er dem damals herrschen Nebukadnezar aufgrund der Traumdeutung verhiess:

 

image060*** Rbi8  Daniel 2:44-45 ***

Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Wir dürfen den Worten der Propheten vertrauen! Dasselbe „GESETZ des Christus“ und dieselbe richterliche Grundlage Jehovas wird künftig auf alle Völker anzuwenden sein! Die Worte die Moses vor dem Einzug in das gelobte Land zu Israel redete kommen zu ihrem Höhepunkt! Das „Israel Gottes“, die Nation aus Priesterkönigen, diese werden Gottes GESETZ auf der ganzen Erde zur Anwendung bringen! Jeder, der sich zuvor geweigert dies in der Zeit des Endes anzuerkennen wird das neue System nicht erreichen! Gottes Vorhersagen sind so klar und deutlich, wie seit Beginn in Eden an Adam und Eva: „Was aber den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse betrifft, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon ißt, wirst du ganz bestimmt sterben.“ (1.Mose 2:17)

 

*** Rbi8  5. Mose 4:6-8 ***

Und ihr sollt sie [[die Gebote und richterlichen Entscheidungen]] beobachten und tun, denn das ist Weisheit eurerseits und Verstand eurerseits vor den Augen der Völker, die von allen diesen Bestimmungen hören werden, und sie werden gewiß sagen: ‚Diese große Nation ist zweifellos ein weises und verständiges Volk.‘ 7 Denn welche große Nation gibt es, die Götter hat, welche ihr so nahe sind wie Jehova, unser Gott, in allem, worin wir ihn anrufen? 8 Und welche große Nation gibt es, die gerechte Bestimmungen und richterliche Entscheidungen hat gleich diesem ganzen Gesetz [[GESETZ]], das ich euch heute vorlege?

 

Alle Völker haben seit vielen Jahrhunderten von Jehovas Bestimmungen gehört und Menschen aus allen Nationen haben sich ihm und seinem Christus zugeneigt! Jehova zeigt sich erneut jenen nahe, die er am Gerichtstag durch Jesus als „Schafe“ auserwählt, wenn er sie während der Schlacht von Harmagedon beschützen wird!Und welche große Nation gibt es, die gerechte Bestimmungen und richterliche Entscheidungen hat gleich diesem ganzen Gesetz [[GESETZ]], das ich euch heute vorlege?“ Während der ganzen „Zeit der Nationen“ gab es kein Volk, das Bestimmung hatte, die jener der Weisheit Jehovas in seinem GESETZ und seinen richterlichen Entscheidungen auch nur irgendwie nahe gekommen wären!

 

Paulus hatte vor dem Gericht auf dem Areopag in Athen eine Verteidigungsrede gehalten, als er angeklagt wurde, dass er einen unbekannten Gott predige. Die Griechen kannten den Gott der Hebräer seit langer Zeit, identifizierten aber Jesus als einen eigenständigen Gott. Das war aber nicht das, was Paulus predigte!

 

image062*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:24-31 ***

Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, 25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er etwas benötigte, da er selbst allen [Personen] Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen], 27 damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist. 28 Denn durch ihn haben wir Leben und bewegen uns und existieren, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: ‚Denn wir sind auch sein Geschlecht.‘

29 Da wir nun Gottes Geschlecht sind, sollten wir nicht meinen, das GÖTTLICHE WESEN sei gleich dem Gold oder Silber oder Stein, gleich einem Gebilde der Kunst und Findigkeit des Menschen. 30 Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“

 

Paulus predigte stets denselben Gott der Hebräer! Er predigte auch dasselbe GESETZ der Hebräer, das bestimmte, was Sünde ist und zeigt, dass Gott alle Menschen zur Umkehr auffordert: „Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten.“ Eine von Gott bestimmte Frist, „die sieben Zeiten der Nationen“ standen für dieses Predigen und die Umkehr zur Verfügung!

 

http://u.jimdo.com/www54/o/s52bd6068d18f0a6d/img/i4634952e5b000ffa/1375023321/std/image.jpgPaulus erwähnt zudem, dass am Ende „ein Tag festgesetzt“ sei, um Gericht über die ganze Menschheit zu halten! „Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“ Dieser „Mann“ der jeden Menschen richten wird ist Mensch und nicht Teil eines dreieinigen Gottes, einer Göttertriade wie sie die Griechen anbeteten! Dieses Gericht wird ausschliesslich über Personen gehalten, die das göttliche GESETZ verletzt haben, die Jesu Gebote nicht beachtet haben! Jesus lehrte, dass wir das ganze GESETZ, auch die kleinsten der Gebote halten und lehren müssten! Die Lebenden und die Toten werden aufgrund ein und desselben Massstabes bemessen! Unwissenheit schütz auch in diesem Falle nicht vor einem Urteil!

 

*** Rbi8  Johannes 5:21-24 ***

Denn so, wie der Vater die Toten auferweckt und sie lebendig macht, so macht auch der Sohn die lebendig, welche er will. 22 Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat. 24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.

 

Ohne Anerkennung und Ehrung des Sohnes anerkennt Gott keine Ehrung für sich! Glauben in Jesus auszuüben ist aber auch mit Taten des Glaubens verbunden! Glauben ohne Werke ist tot!

 

10.1.1.10    Eitle Schwätzer die an jüdischen Fabeln und der Beschneidung festhalten

 

Wir konnten sehen, dass die Beschneidungsfrage eine Angelegenheit zwischen den beiden Parteien der „Ebioniten“ und der „Paulikaner“ war, die schlussendlich mit der Rechtfertigung des Paulus und seiner vollkommenen Anerkennung als zwölfter Apostel am Apostelkonzil von Jerusalem endete! Damit aber gleichzeitig anzunehmen, dass alle Christen jenen Entscheid angenommen hätten, dies wäre bestimmt eine falsche Schlussfolgerung, wie der spätere Brief an Titus deutlich zeigt:

 

*** Rbi8  Titus 1:10-12 ***

Denn es gibt viele Widerspenstige, eitle Schwätzer und Sinnesbetörer, besonders die, die an der Beschneidung festhalten. 11 Es ist nötig, diesen den Mund zu stopfen, da gerade diese Personen fortfahren, ganze Haushalte zu untergraben, indem sie um unehrlichen Gewinnes willen Dinge lehren, die sich nicht gehören. 12 Einer von ihnen, ihr eigener Prophet, hat gesagt: „Kreter sind immer Lügner, schädliche wilde Tiere, unbeschäftigte Fresser.“

 

http://www.die-partei-hamburg.de/wp-content/titanic-titel-4-2010.jpgAuch hier ging es nicht um Abschaffung des GESETZES, sondern lediglich um eine veränderte Ausführungsbestimmung innerhalb des GESETZES! Kein Zweifel, dass es heute ebenso „viele Widerspenstige, eitle Schwätzer und Sinnesbetörer“ gibt, die ihre eigenen religiösen Ansichten verbreiten, um ihren unredlichen religiösen Geschäften nachzugehen! Katholische Priester, protestantische Pastoren, orthodoxe Geistliche, sie alle erhalten ihren Lohn von ihren Organisationen nur dann, wenn sie die Lehren ihrer Kirchen weiterhin treu verbreiten: Paulus warnt aber, dass jene „um unehrlichen Gewinnes willen Dinge lehren, die sich nicht gehören“. Jede Art von Lehre die der Wahrheit der Bibel widerspricht „gehört sich nicht“! Religion ist und bleibt ein Gimpelfang von globalem Ausmass „um unehrlichen Gewinnes willen“ und ist und bleibt vorläufig eines der besten Geschäfte, bis zum endgültigen Untergang „Babylons der Grossen“!

 

Paulus aber ermahnt all jene, die dem wahren Haupt Jesus zugehören und wirklich Schafe des Christus sind: „Es ist nötig, diesen den Mund zu stopfen, da gerade diese Personen fortfahren, ganze Haushalte zu untergraben“ den Grund dazu haben wir bereits betrachtet, „indem sie um unehrlichen Gewinnes willen Dinge lehren, die sich nicht gehören.“ Durch diese Lehren fangen sie unwissende Menschen in ihre eigenen religiösen Hürden ein, um sie dort zu scheren und zu töten! Jesus hatte doch gewarnt, dass „blinde Leiter“ und „blinde Schafe“ beide in dieselbe Grube fallen! Gesetzesübertretung und Missachtung von Gottes Willen haben Konsequenzen!

 

Nicht wir vermögen solchen Menschen, die Anhänger einer Religion sind und die offensichtlich Irrtum und Lügen verbreiten  vollkommen „den Mund zu stopfen“. Dazu sind es viel zu viele und zudem mit Stolz und oft grosser Macht ausgestattet! Es ist Jesu Aufgabe sein Werk zu vollenden und durch Engel alle jene aus seinem Königreich herauszulesen, die zum Straucheln Anlass geben und alle die gegen Gottes GESETZ verstossen!

 

http://www.gral.de/files/get/7390/m*** Rbi8  Matthäus 13:39-43 ***

Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

Hören wir wirklich mit ganzem Herzen zu? Verstehen wir die Worte Jesu wirklich und handeln entsprechend, so lange Gott hierzu noch Zeit einräumt? Wie könnte jemand „gesetzlos handeln“, wenn doch „Christus das Ende des GESETZES“ gewesen war? Die Widersprüche stechen dermassen ins Auge, dass es keine Entschuldigung geben wird: „… sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, und sie werden sie in den Feuerofen werfen.

 

Wir aber als Jesu Jünger sollen deren Werke die zum Straucheln beitragen durchaus aufdecken und sie gar von den Hausdächern her allen Menschen laut verkünden! Keinesfalls aber dürfen wir selbst an ihren Werken Anteil haben! Jeder der Jesus zuwider redet erhöht sich über ihn!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:24-31 ***

Ein Jünger steht nicht über seinem Lehrer noch ein Sklave über seinem Herrn. 25 Es genügt, wenn der Jünger wie sein Lehrer wird und der Sklave wie sein Herr. Wenn man den Hausherrn Beelzebub [[Satan oder Teufel]] genannt hat, wieviel mehr [wird man] seine Hausgenossen so [nennen]! 26 Darum fürchtet euch nicht vor ihnen; denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt, und [nichts] verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern. 28 Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele [[den Geist, der bei Gott verbleibt und uns zur Auferstehung zurückgegeben wird]] aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann. 29 Werden nicht zwei Sperlinge für eine Münze von kleinem Wert verkauft? Doch kein einziger von ihnen wird ohne eures Vaters [Wissen] zur Erde fallen. 30 Aber sogar die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. 31 Darum fürchtet euch nicht: Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.

 

Statt Menschenfurcht wollen wir echte Gottesfurcht zeigen. Angst vor Menschen wird zu einer Schlinge, wodurch sie uns zur wissentlichen und willentlichen Übertretung von Gottes GESETZ verleiten können! Dies aber hat richterliches Urteil der Vernichtung zur Folge! Gott möchte nicht Feiglinge züchten, die sich jedem Druck fügen, um das zu tun, was in Gottes Augen schlecht ist! Johannes musste in der Offenbarung den Ausgang des Gerichts beschreiben:

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:8 ***

Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

 

Das einzige das wir wirklich tun müssen, die wir als Vorsteher von Familien, von Glaubensgruppen oder von Versammlungen exakt nach Gottes Wort handeln, das beinhaltet Gottes Gebote einzuhalten und andere so zu belehren dies ebenso zu tun. „Eitle Schwätzer“ innerhalb unseres Kreises und Einflussbereiches werden wir dagegen mit Strenge zurechtweisen!

 

http://www.veggiswelt.de/images/priester.jpg*** Rbi8  Titus 1:13-16 ***

Dieses Zeugnis ist wahr. Gerade deswegen fahre fort, sie mit Strenge zurechtzuweisen, damit sie im Glauben gesund seien 14 und jüdischen Fabeln und Geboten von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden, keine Aufmerksamkeit schenken. 15 Den Reinen sind alle Dinge rein. Den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern sowohl ihr Sinn als auch ihr Gewissen ist befleckt. 16 Sie erklären öffentlich, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn durch ihre Werke, weil sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und für jedes gute Werk unbewährt sind.

 

Geboten von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden“ sollen wir nicht Gehorsam leisten, auch wenn sie staatlich verordnet werden, von Gesetzgebern und ihren Handlangern von uns Einhaltung verlangt werden! Vor solchen Gewissensentscheiden standen nicht bloss die Apostel, sondern stehen wir alle immer wieder. Als man die Apostel vor den Sanhedrin schleppte und ihnen verbot weiter im Namen Jesu zu reden redete sie ohne Furcht: „Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5:29).

 

Aus „jüdischen Fabeln“ sind längst „christliche Fabeln“ geworden, die mit „heidnischen Fabeln“ gut durchmischt sind! Wir müssen durch harte Arbeit zwischen Gottes Wort und dem, was nur scheinbar „Gottes Wort“ oder „offizielle Wahrheit“ ist unterscheiden lernen! Diese „offizielle Wahrheit“, die unterschiedlichen Glaubensansichten jeder Religion, die uns durch deren Religionsvertreter vermittelt werden, sie erweist sich allzu oft nach genauer Untersuchung als gut verdeckte aber höchst gefährliche Irreführung! Schon Satan versuchte Jesus mit den Worten zu verführen: “... denn es steht geschrieben“ (Lu 4:10), indem er einzelne Sätze der Schrift aus dem Konzept herauslöste und exakt das Gegenteil dessen zu beweisen versuchte, was Gott im Gesamtzusammenhang aussagt!

 

http://www.spiritrelease.ch/grafik_geisterforschung/religionen/erde_religionen_web.jpgBedenken wir, dass „Babylon die Grosse“ ausnahmslos alle Religionen umfasst, weil sie alle durch Satans System in der einen oder anderen Form korrumpiert sind! Sie bilden „Teil der Welt“, dort holen sie sich ihre Rechtfertigung! Jesus oder die Apostel gründeten nicht eine andere Religion, sondern waren und blieben Juden, Teil einer Nation, die sich alle nach Gottes GESETZ ausrichteten! Der Befehl „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“ zeigt, dass Jesus die, welche auf ihn hören als „sein Volk“ betrachtet, nicht als eine weitere „Religion“, und dass er jeden der ihm gehört, weil er sein Gebot hält kennt! Jesus anerkennt jeden, der ausserhalb der grossen kirchlichen Organisationen zu ihm als Haupt fest hält und er wird schlussendlich in Harmagedon all jene zu schützen und danach zusammenzusammeln, die seinem Befehl Folge geleistet haben!

 

Bedenken wir, dass jeder Vorsteher einer Christenversammlung die unabhängig von organisierter Religion das Gute wirkt direkt in Jesu Hand verbleibt!

 

*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[gr.: aggelos; Boten, Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Wer dagegen innerhalb „Babylons der Grossen“ verbleibt, der hat mit deren Sünden Anteil und wird seinen Teil der Plagen tragen müssen!

 

10.1.1.11    Ehre von Menschen anzunehmen und vor Menschen zu zittern sind Fallen für Christen

Wie in vielen anderen Dingen, die von der Wahrheit ablenken, haben mit den Kirchenvätern beginnend Textauslegungen ihren Anfang gehabt, die aufgrund persönlicher Voreingenommenheit jener Männer gegen alles, was mit Judaismus zusammenhing einherging. Die erste Sekte bildete sich bereits mit Hymenäus, Alexander und Philetus und ihrer Behauptung, die Toten wären bereits auferstanden! Am Ende des ersten Jahrhunderts hasste Jesus die Nikolaus-Sekte, eine Weiterentwicklung desselben Abfalls der schlussendlich zur katholischen Staatsreligion Roms wurde! Bedenken wir, dass all jene die als „Kirchenväter“ bezeichnet werden den Grundstein jener abtrünnigen Lehren legten, die zum falschen Königreich dieser Katholischen Kirche führten und zu deren später herausgelösten Tochterreligionen!

 

Die Juden erwarteten auf der Erde die Wiederherstellung von Gottes Königreich, nicht im Himmel! Auferstehung war für sie eine Auferstehung im Fleische, auf der Erde! Die Kirchenväter verlegten all dies in den Himmel, der Lehre des Hymenäus folgend, die deutlichen Worte des Paulus missachtend, der von „leerer Rede“ spricht, die zu Gottlosigkeit fortschreitet und innerhalb der Versammlung als „Gangrän“ wirkt! Erinnern wir uns der Worte des Paulus?

 

image069*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Jede Kirche, die ihre Toten im Himmel auferstehen lässt verspricht eine Illusion! Sie erweisen sich als „blinde Leiter“ und verführen zu Gottlosigkeit, weil diesen „leeren Reden“ mehr Glauben geschenkt wird, wie Gottes Wort!

 

Den wahren Sinn der Aussagen der Propheten aufgrund der Verkettung von Bibelaussagen zum selben Thema zu ergründen, dazu waren jene Kirchenmänner nicht bereit oder gar nicht in der Lage! Weil sie sich gegenseitig Ehre zuteilten, zudem die Ehre der weltlichen Herrscher suchten und sich im Irrtum gegenseitig bestätigten. Sie alle stellen irgendwie Menschengebot über Gottes GESETZ!

 

Dasselbe Verhalten zeigten schon die Schriftgelehrten und Pharisäer, die nicht bereit waren auf Jesu Worte zu achten, aber auf Titel und Ehrerweisungen der Menschen erpicht waren! Jesus und später seine Apostel lehnten solches Verhalten ab!

 

*** Rbi8  Johannes 5:41-47 ***

Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt? 45 Denkt nicht, daß ich euch beim Vater anklagen werde; da ist einer, der euch anklagt, Moses, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 In der Tat, wenn ihr Moses glaubtet, würdet ihr mir glauben, denn jener schrieb über mich. 47 Doch wenn ihr dessen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“

 

Ja, Moses erklärte Gottes Gebote als von ewiger Gültigkeit! Wie können wir Jesus glauben, wenn wir GESETZ und PROPHETEN als „veraltet“ und als „beendet“ erklären?

 

image073Wer heute im Namen einer grossen Religionsgemeinschaft auftritt und einen Titel wie „Priester“, „Bischof“, „Pastor“, „Rabbiner“ oder gar „Apostel“ und „Papst“ usw. trägt, der wird von vielen Menschen gerne aufgenommen und mit Anerkennung überhäuft. Wenn dann noch das Wörtchen „Doktor“ oder gar „Professor“ davor steht, dann scheint alles gesichert zu sein und wer deren Aussagen nachprüft bricht ein Sakrileg! Das Nachforschen darf auch nur anhand deren eigenen Schriften sein, Artikeln in ihren religiösen Zeitschriften, ihren Büchern, deren Fernsehsendungen usw. Jesus hatte so oft vor Männern gewarnt, die später in seinem Namen auftreten würden, um ihm seine Schafe zu rauben! Paulus empfahl darum jedem Christen:

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Wir müssen durch Überprüfung unseres Glaubens feststellen, ob wir weiterhin in Gemeinschaft mit Christus verbleiben! Niemals aber wird Jesus in Gemeinschaft mit wissentlichen Lügnern verbleiben! „Der Unbewährte“ dagegen gibt sich mit jedem Wind der Lehre zufrieden! Die Apostel aber verteidigten die unverfälschte gute Botschaft, was in ihren Schriften und den Propheten festgehalten ist!

 

religulous_plakat_DW_Kultur_Dresden.jpgEs ist, als ob die grosse Masse an Menschen, die irgendeinem Glauben angehören, bereits Garantie dafür besitzen würde, dass dort unverfälschte Wahrheit gelehrt werde. Viele wagen nicht daran zu zweifeln, dass herausragende Titel ihrer geistigen Führer dafür gerade stehen, dass nahezu alles, was jene scheinbar klugen Köpfe sagen auch wirklich der Wahrheit entsprechen muss. Wer zu überprüfen beginnt und sich ein klares Bibelverständnis erwirbt stellt erbost fest, dass weit eher  das Gegenteil der Fall ist! Jesus selbst sagte für unsere Tage der Endzeit, dass Gottes GESETZ wegen Irreführung seitens falscher Propheten immer mehr vergessen werden würde. Das Erkalten der Liebe unter Christen wäre die Folge davon:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:11-14 ***

Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten. 13 Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

 

Ausharren müssen wir in der Erfüllung des GESETZES, um nicht ebenso in Gesetzlosigkeit zu verfallen wie das System um uns. Dies  bedeutet ja gerade Liebe zu Gott und Nächstenliebe! Das gerade ist der Inhalt der guten Botschaft, dass wir Gottes Gerechtigkeit verkünden!

 

10.1.1.12    Wahre Nächstenliebe bedeutet nichts weiter als alle Gebote Gottes zu halten!

Gott anerkennt nur jene als zu ihm gehörend, die seinen Willen tun und damit verbunden die GESETZE Mose respektieren und seinen Sohn als grössten aller Propheten anerkennen, seinen Geboten gehorchen! Johannes lässt an dieser Tatsache keine Zweifel offen. Er gibt Jesu eigene Worte an seine Apostel wieder:

 

*** Rbi8  Johannes 14:15-21 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist. 18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Gottes Worte sind „Geist der Wahrheit“! Wenn wir sein Wort behalten ist Wahrheit als Helfer bleibend bei uns! Jesus instruierte seine Apostel und Jünger, um uns die „unverfälschte Milch“ der Wahrheit in schriftlicher Form zu hinterlassen! Diese Wahrheit muss Teil von uns werden und wenn wir sie einmal verstanden haben rücken wir davon nicht mehr ab!

 

http://de.justmaps.org/maps/images/thematics/world-religions-map-a.gifJesus verspricht: „Ich komme zu euch“, nicht wie Religionsführer behaupten, dass wir zu ihm in den Himmel gehen würden! Nur wer „kein Teil der Welt“ ist wird ihn wiedersehen! „Jener Tag“ ist nahe gekommen, die Zeichen deuten auf die letzten Stürme dieses Systems hin! Wer in Gemeinschaft mit Jesus verbleibt hat ihn als sein Haupt anerkannt, hört und reagiert auf seine Worte, indem er seine Gebote auf sein Herz schreibt und sie hält! „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.

 

Der Glaube in die Worte Mose aber ist Voraussetzung, um Glauben in Jesus zu haben!Doch wenn ihr dessen Schriften nicht glaubt, wie werdet ihr meinen Worten glauben?“ fragte Jesus, der doch kam, um das zu erfüllen, was Moses vorhergesagt hatte! Wie aber werden jene Religionsanhänger Jesus glauben, wenn sie doch Moses und das GESETZ als nicht weiter verbindlich betrachten? Das „Alte Testament“ als veraltet und durch das „Neue Testament“ ersetzt sehen? Das eine bedingt aber ganz offensichtlich das andere! Der „Bund vom Sinai“ wurde nur durch den „neuen Bund“ mit Christus erweitert!

 

Natürlich ist es einfacher zu behaupten, Christen stünden nicht weiter unter mosaischem Gebot, wie die Aufgabe anzunehmen jene GESETZE dem Volk verständlich zu machen, sie beständig zu lehren und auf deren Einhaltung zu drängen! Hören wir denn wirklich auf Jesu Worte oder gehören wir zu den „Geringsten“, weil wir das GESETZ brechen und andere Gesetzesbruch lehren?

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden.

 

Immer und immer wieder liessen die Priester und Könige Israels das Volk zügellos werden, indem sie nicht auf Einhaltung des ganzen GESETZES Wert legten. Das begann stets mit kleinen, scheinbar unwichtigen Dingen. Jesus aber nennt sie deshalb „Geringste“!

 

Umgekehrt hat Gott bestimmt sein Recht Dinge, die er zuvor als „unrein“ bezeichnet hatte, in der Zwischenzeit aber reinigte, diese nun als „rein“ zu erklären! Wir möchten hierzu nun noch eine gewichtige Bibelpassage in der Apostelgeschichte im Kapitel 10 nochmals etwas genauer untersuchen, wo Jehova anhand eines für Juden krassen Vergleiches zeigt, wie Gott gewisse Dinge als rein erklärt, die zuvor unrein waren! Es geht dort wie wir gut wissen um die Taufe des Kornelius! Schauen wir auch darauf, wie gewisse Kirchenväter diese Schriftstelle ursprünglich betrachteten. Vorab möchten wir Jesu Vorbereitung auf kommende Veränderungen betrachten anhand des Beispiels jener Frau aus Samaria.

 

Für Juden war der Kontakt mit Personen anderer Nationen, ja sogar mit Samaritanern sehr eingeschränkt. Jehova hatte zum Schutz vor fremdem Einfluss eine geistige Mauer um Israeliten herum aufgebaut. Dieses Wissen gibt die Grundlage zum Verständnis dessen, was im Falle des Petrus und der Taufe des Kornelius von grosser Bedeutung ist. Hören wir aber vorab, was Jesus generell zum Thema dieser Trennung sagt und wie er selbst handelt. Es geht vorab um die Begegnung Jesus mit der Samariterin am Brunnen von Sychar, die exakt Bescheid über jene Trennlinie wusste:

 

http://www.rockies.net/~spirit/images/samarwell.jpg*** Rbi8  Johannes 4:9 ***

Darum sagte die samaritische Frau zu ihm: Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samaritische Frau bin?“ (Die Juden verkehren nämlich nicht mit Samaritern.)

 

Die Samariterin kannte das GESETZ Mose, dass Israeliten keinen direkten Umgang mit ihrem Volk pflegen durften, weil Samaritaner eine Mischung zwischen Judaismus und Baalsanbetung pflegten. Erstaunt zeigte sie sich, dass Jesus dieses Gebot offensichtlich als beendet erklärte und frei mit ihr redete und ihr gar gewichtige Dinge prophezeite, sich ihr sogar als Messias zu erkennen gab. Jesus versuchte sie offensichtlich für Gottes neues Königreich in seiner Hand zu gewinnen! Jene Frau glaubte offensichtlich in Jesus und ging hin andere von ihm zu überzeugen, dass er der verheissene Christus sei! Dadurch öffnete jene Frau die Türe, dass Samaria das Wort Gottes höre und annähme!

 

*** Rbi8  Johannes 4:39-42 ***

Viele der Samariter aus jener Stadt glaubten nun an ihn wegen des Wortes der Frau, die zum Zeugnis sagte: „Er hat mir alle Dinge gesagt, die ich getan habe. 40 Als daher die Samariter zu ihm kamen, begannen sie ihn zu bitten, sich bei ihnen aufzuhalten; und er hielt sich zwei Tage dort auf. 41 Demzufolge glaubten viele weitere aufgrund dessen, was er sagte, 42 und sie begannen zu der Frau zu sagen: „Wir glauben nicht mehr deiner Rede wegen; denn wir haben selbst gehört und wir wissen, daß dieser bestimmt der Retter der Welt ist.“

 

Die Trennwand zwischen Juden, Samaritanern und Menschen der Nationen musste durch Jesus selbst niedergebrochen werden. Wie sonst könnten seine Jünger bis „an die Enden der Erde“ allen Nationen die gute Botschaft bringen? Die Neuauslegung des Gebotes im GESETZ Mose musste nun dem ursprünglichen Sinn gemäss Anwendung finden! Unrein sollten künftig jene genannt werden, aus deren Mund unreine Lehre kommt, die verunreinigt, was rein ist!

 

Nach seiner Auferstehung sandte Jesus alle seine Nachfolger aus, um nun Jünger zuerst in Jerusalem, dann etwas später unter den Samaritanern und dann unter allen Nationen zu machen: Bis an „die Enden der Erde“ und zeitlich bis er zurückgekehrt wäre. Dies wäre nicht möglich, wenn das Gebot so wie es durch Moses formuliert wurde weiterhin gültig gewesen wäre. Jesus hob aber auch dieses Gebot nicht auf, sondern führte es auf sein ursprüngliches Prinzip zurück: Keinen Umgang mit dem Unreinen zu pflegen, sich von der Welt weiterhin getrennt zu halten, aber nun intensiv nach Menschen zu suchen, welche bereit sind Gottes GESETZE auf ihr Herz zu schreiben, ihre früheren Sünden zu bereuen und sich in der Taufe dem Königreich des Sohnes zu unterordnen! Solche Menschen waren nun von Herzen zu lieben und als Brüder aufzunehmen!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202011/WEG%20ARTIKEL%202011/WEG%20Artikel%2011.12.4-Dateien/image108.jpg *** Rbi8  Johannes 15:17-19 ***

Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.

 

Jesus hatte vorgemacht, wie Christen Personen anderen Glaubens entgegentreten sollen, um sie zu gewinnen auf ihn und damit auch auf uns zu hören. Er sagte, dass wer auf seine Jünger hören werde auch auf ihn höre und damit auf den Vater hört!

 

*** Rbi8  Lukas 10:16 ***

Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.

 

Betrachten wir den Beginn jenes Jünger machen unter den Nationen: Petrus musste schlussendlich am Ende von dreieinhalb Jahren nach Jesu Auferstehung, nachdem vorab ausschliesslich den Juden (1.Schlüssel) und zudem den Samaritanern (2.Schlüssel) gepredigt worden war nun noch den dritten der drei Schlüssel benutzen. Das war exakt zum Ende der siebzigsten Jahrwoche, um den Oktober des Jahres 36 u.Z. Bis dahin blieb der „Bund mit den vielen“ aufrecht! Jesus hatte nur Petrus diese drei sinnbildlichen Schlüssel anvertraut: Petrus musste nun gegenüber Menschen der Nationen den Eintritt zum „Königreich des Sohnes der Liebe“ öffnen (Da 9:27).

 

 

10.1.3        Darf die Vision des Petrus von Dingen, die Gott gereinigt hat auf alle Dinge generalisiert werden?

 

10.1.1.13    Wurde Petrus wirklich in einer Vision gesagt, dass er künftig Schweinefleisch essen dürfe, weil alles als rein erklärt sei, was zuvor unrein war?

In einer Vision sah Petrus nun, wie ein Tuch vom Himmel herabgelassen wurde, in welchem sich allerlei „Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels befanden die Moses im GESETZ als unrein erklärt hatte. Eine Stimme befahl nun: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß“.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:12-14 ***

... es waren alle Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels darin. 13 Und eine Stimme erging an ihn: Steh auf, Petrus, schlachte und iß!“ 14 Petrus aber sagte: Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“

 

Petrus brauchte eine dreimalige Wiederholung, bis er verstand, was damit wirklich gemeint war! Erst Aufgrund des Zusammenhangs innerhalb der folgenden Geschehnisse wird dem aufmerksamen Leser verständlich, was das anschauliche Gleichnis wirklich bedeutet! Jeder „Unbewährte im GESETZ“ sieht das, was scheinbar zu sehen ist, schaut nicht hinter die tieferen Dinge, um Gottes Gedanken zu denken!

 

http://www.amazing-discoveries.org/images/shop/Veith-Rein-und-unrein.jpg*** Rbi8  Jesaja 55:8-9 ***

Denn eure Gedanken sind nicht meine Gedanken, noch sind meine Wege eure Wege“ ist der Ausspruch Jehovas. 9 Denn wie die Himmel höher sind als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

 

In der Apostelgeschichte steht nichts davon, dass Petrus nun unreine Tiere gesucht und geschlachtet hätte. Jene Tiere auf dem Tuch, von denen Petrus sagt: „... denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen“ hatten nur den Sinn aufzuzeigen, dass Gott etwas Unreines als Rein deklarieren kann! Nirgends wird erwähnt, dass in irgendeiner Versammlung nun Schweinefleisch oder unreine Tiere verzehrt worden wären! Selbst einige der Kirchenväter bestätigen diesen Umstand!

 

Bekannte jüdische Geschichtsforscher kommen heute zum selben Schluss wie wir, dass ursprünglich diese Trennlinie zwischen Juden und Christen nicht existierte, die erst Produkt der Kirchenväter einerseits und der Rabbinerführer andererseits war. Die ersten Christen waren Juden, standen weiterhin unter dem GESETZ des Moses und bewegten sich vollkommen frei unter ihresgleichen!

 

Daniel Boyarin: Ein neuer Stern am Judaistik-Himmel

Daniel Boyarin ist orthodoxer Jude, seines Zeichens „Professor of Talmudic Culture“ in Berkeley, USA. Seit etwa 15 Jahren publiziert er zum Thema der Trennung von Judentum und Christentum in der Antike; bekannt sind seine Bücher „A Radical Jew“ (1994), „Unheroic Conduct“ (1997), „Dying for God“ (1999) und, ganz neu, „Border Lines“ (2004). Boyarin hat, im Gefolge seines Lehrers Saul Lieberman, einen überraschenden Zugang zur jüdisch-christlichen Trennungsgeschichte entwickelt. Lange Zeit als Aussenseiter vor allem in Israel missachtet, gehört er endgültig zur Elite der Judaistiker, seit der israelische Wissenschaftler Israel Yuval in einer kürzlich erschienen Publikation zu ähnlichen Resultaten gelangte („Two Nations in Your Womb“, 2000). [1]

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Zweites Beispiel: Christentum und Tora Im Neuen Testament werden die ersten „Christinnen und Christen“ als toragläubig, als „schomre-tora“ beschrieben. Auch in späteren Jahrhunderten gab es zahllose Menschen, die einerseits an die Tora glaubten und sie „taten“, andererseits Jesus Christus nachfolgten. In der Forschung ist man lange davon ausgegangen, dass es – neben den Juden und den Christen – als dritte Grösse die sogenannten „Judenchristen“ gegeben habe, die in eigenen Gemeinden gelebt haben und im fünften Jahrhundert ausgestorben seien [[die „Ebioniten“]]. Ein präzises Studium der Quellen legt nahe, dass diese „Judenchristen“ so nie existiert haben, sondern ein Konstrukt der Kirchenväter sind. Diese brauchten eine definierbare Gruppe, an denen sie exemplarisch zeigen konnten, was ihrer Meinung nach nicht christlich sei: Gleichzeitig an Jesus Christus glauben und der Tora nachfolgen. Indem man diese Haltung verketzerte, gelang, das Christentum als etwas „nicht-jüdisches“ zu definieren – und umgekehrt.

 

http://www.br.de/themen/bayern/inhalt/geschichte/tora-judentum100~_v-image256_-a42a29b6703dc477fd0848bc845b8be5c48c1667.jpg?version=b75afPetrus handelte somit als toragläubiger Jude. Wir sind nicht zum selben Schluss gelangt, dass jene „Judenchristen“ so nicht existiert hätten, sondern eher dazu, dass auch die „Paulikaner“ vielmehr toragläubig waren, bis zum Ende des ersten Jahrhunderts und dem Tod des letzten Apostel Johannes „die letzte Stunde“ der „schomre-Tora“, der Toragläubigen begonnen hatte. Der einfache Grund ist darin zu sehen, dass der Grundstock aller neuen Versammlungen die Paulus gegründet hatte durch Judenchristen gebildet wurden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auch vermehrt zu Beginn das Amt der Vorsteher innehatten. Damit wurde der Versammlungsablauf fast naturgemäss von Beginn an nach dem in den Synagogen ausgerichtet!

 

Erst der immer schneller fortschreitende Abfall ab der Mitte bis zum Ende des ersten Jahrhunderts war es, der mit zunehmend grösseren Schritten immer weiter vom Muster Israels wegführte! Jene aber, die weiterhin getreu am GESETZ Mose festhielten sammelten sich ab dem Beginn des vierten Jahrhundert um den Presbyter Arius und bildeten im vierten Jahrhundert gar in Roms Ostreich eine markante Mehrheit. Die Gruppen, welche in sich Unitarier (an einen Gott, JHWH glaubend), Sabbatisten (am ganzen Sabbatgebot festhaltend) und Quartodezimaner (am 14.Nisan als Tag des Abendmahls festhaltend) zusammenschlossen, diese starben über alle Jahrhunderte nie wirklich aus. Dies trotzdem sie immer und immer wieder der härtesten Verfolgung seitens Katholischer Kirche und Staat ausgesetzt waren! Jesus hatte von diesen vorhergesagt, dass ihr Werk bis zum Ende andauern wird, bis Jesus wiedergekommen ist und „das Königreich für Israel“ unter denselben gesetzlichen Bedingungen weiterführt werde, die er schon zu Beginn festgesetzt hat und die der Vater grösstenteils durch Moses aufgerichtet hatte! (Apg 1:6)

 

*** Rbi8  Matthäus 10:23 ***

Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Zudem entstanden über die Jahrhunderte stets wieder neue Gruppen, die vorab einer leitenden Person nacheiferten, welche in einem Prozess von der Kirche unabhängigen Denkens intensiv die Schriften studierte und den Urzustand wieder herzustellen suchte: Wer unabhängig in der Schrift nach Wahrheit forscht muss doch stets zu denselben Schlussfolgerungen in gewichtigen Dingen kommen! Das war nur mittels der ganzen inspirierten Schrift möglich: Indem auf Moses und die Propheten, ebenso auf Jesus und die Apostel als die von Gott mit Autorität ausgestatteten Vertrauenspersonen und deren Aussagen aufgebaut wurde! Die Worte des Paulus an Timotheus erhielten dabei jeweils gewichtigen Wert:

 

Lois und Eunike mit dem kleinen Timotheus beim Bibelstudium*** Rbi8  2. Timotheus 3:14-17 ***

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften [[des Gesetzesbundes und der Propheten]] gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

Es existieren bis heute dieselben Schriften des Bundes mit Israel, die ja alle den Messias als künftigen Priesterkönig ankündigten! Darauf folgten die Evangelien, die von Jesus dem Christus als Erfüllung jener Vorhersagen für Israel berichten. Sie zeigen sein herausragendes Vorbild an Treue gegenüber dem Willen des Vaters und an absoluter Gesetzestreue. Zusammen mit den Schriften der Apostel und Jünger, welche den Aufbau, das Funktionieren und die Zurechtweisungen der Urchristenversammlungen und deren Vorsteher beschreiben. Diese gemeinsam machten überall auf der Erde „Menschen Gottes völlig tauglich ..., vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.“ Keine weiteren „heiligen Bücher“ und Propheten waren zu erwarten!

 

Keine religiöse Organisationsstruktur mit einem anderen Haupt als dem Jesu, mit anderen Gesetzen als den von Moses und Jesus definierten und keine weiteren mystischen Kulthandlungen waren dazu notwendig! Der Leib des Christus begann sich in jeder Versammlung als geistigem Tempel relativ unabhängig zu entwickeln, wuchs harmonisch mit dem übrigen Leib, je exakter man sich an „das Muster gesunder Worte“ anlehnte, das uns doch bis heute nahezu unverändert überliefert wurde! Paulus schrieb an Timotheus als einen der Vorsteher in Ephesus:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:12-14 ***

Gerade aus diesem Grund erleide ich auch diese Dinge, doch schäme ich mich nicht. Denn ich kenne den, dem ich geglaubt habe, und ich habe die Zuversicht, daß er imstande ist, bis zu jenem Tag das zu behüten, was ich bei ihm als anvertrautes Gut hinterlegt habe. 13 Halte dich weiterhin an das Muster gesunder Worte, die du von mir gehört hast, mit Glauben und Liebe, die mit Christus Jesus verbunden sind. 14 Behüte dieses vortreffliche anvertraute Gut durch den heiligen Geist, der in uns wohnt.

 

Paulus vertraute auf jenes Haupt, auf Jesus als einzigen Führer. Wer auf die später nachfolgenden Päpste, die etwas vollkommen anderes erstellten, als das Muster der Urkirche es war, das Paulus hinterlassen hatte! Die Sendschreiben Jesu der Offenbarung an die sieben paulikanischen Versammlungen Asiens zeigen, dass dessen Vertrauen weitgehend gerechtfertigt war! Nur eine Versammlung, Laodicea erhielt ein negatives Urteil Jesu!

 

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Wir, von jenen ursprünglichen Christen der Versammlungen des Paulus kopierende Bibelstudiengruppe, die sich wiederum „der Weg“ nennt, wir folgen diesen Schritten Jesu und denen der Apostel so exakt nach, wie unser Verständnis durch tiefere Studien und Vergleiche wächst! Wir gehorchen damit nur den Worten des „Apostels für die Nationen“ der uns denselben Rat erteilt den er Timotheus gab: „Behüte dieses vortreffliche anvertraute Gut durch den heiligen Geist, der in uns wohnt.“ Der heilige Geist, der in uns wohnt entspricht nicht einer dritten Person einer undefinierbaren, mystischen Trinität, sondern ganz einfach dem Sinn aller heiligen Worte der Wahrheit, die aus dem Mund Jehovas durch seine Propheten überliefert wurden!

 

http://www.bibelwerk.ch/upload/pre/35810h480w640.jpgDie Arianer des vierten Jahrhunderts beriefen sich auf dieselben Schriften wie wir heute! Die Lehren des Presbyters Lukian (250-312) von Antiochia (geb. in Samosata), der seine Antiochische Schule der Ostkirche ins Leben rief versuchte die Überlieferungen der Apostel zu bewahren. Diese Glaubensrichtung war der Alexanrinischen Schule entgegen gerichtet, deren Hauptvertreter der Presbyter Athanasius war. Er vertrat die Westkirche Roms und deren Willfährigkeit der römischen Staatsmacht gegenüber. Aus ihr heraus entstand unter Mitwirkung der Kaiser Roms das schlussendliche athanasische Glaubensbekenntnis, das bis heute die Glaubensgrundlage der abgefallenen christlichen Kirchen bildet! Die Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Denkrichtungen dauerte weit ins siebte Jahrhundert hinein. Im elften Jahrhundert richteten sich die ersten Kreuzzüge gegen all jene Grupperungen, die weiterhin Treue zur Bibel und damit zu Gott über Loyalität zu menschlichen Organisationen stellten! Bis zum Endgericht und der endgültigen Aufrichtung „der Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ gelten dieselben Worte des Paulus: „... ich habe die Zuversicht, daß er [[der Christus, der für immer lebt]] imstande ist, bis zu jenem Tag das zu behüten, was ich bei ihm als anvertrautes Gut hinterlegt habe.

 

Damit all dies, was Paulus aufzubauen begann sich innerhalb der Nationen erst einmal zu entwickeln beginnen konnte war ein weiterer grosser Schritt notwendig, den Jesus mittels Engeln führte und leitete. Petrus war der von Jesus Erwählte, der diese Entwicklung und die damit verbundenen grossen Veränderungen vorab in Schwung setzte. Es würde Kraft und Zeit erfordern, bis die Judenchristen, die „Ebioniten“ diese Änderungen verstehen würden. Es war schlussendlich Paulus „mit seiner ihm verliehenen grossen Weisheit“, der die dazu notwendigen tieferen Erklärungen vor allem im Galater- und Hebräerbrief lieferte. Wir müssen all diese Zusammenhänge verstehen, indem wir sie Punkt um Punkt in logischer Form aneinander reihen und ihrer gegenseitigen Abhängigkeiten verstehen lernen!

 

Gehen wir zurück zum Fall des Petrus und dem, was Gott inzwischen gereinigt hatte. Beachten wir, dass der Himmel selbst durch einen Engel Kornelius aufforderte zu handeln!

 

http://www.hospitalkirche-hof.de/ntgr/35.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:1-8 ***

Nun war in Cäsarea ein gewisser Mann namens Kornelius, ein Offizier der sogenannten italischen Abteilung, 2 ein [gott]ergebener Mann, der mit allen seinen Hausgenossen Gott fürchtete, und er gab dem Volk viele Gaben der Barmherzigkeit und flehte unablässig zu Gott. 3 Etwa um die neunte Stunde des Tages sah er in einer Vision deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten, der zu ihm sprach: „Kornelius!“ 4 Der Mann schaute ihn unverwandt an und sagte, von Furcht ergriffen: Was ist es, Herr? Er sprach zu ihm: Deine Gebete und Gaben der Barmherzigkeit sind zur Erinnerung vor Gott emporgestiegen. 5 So sende nun Männer nach Joppe, und laß einen gewissen Simon holen, der den Beinamen Petrus hat. 6 Dieser ist bei einem gewissen Simon, einem Gerber, der ein Haus am Meer hat, zu Gast.“ 7 Sobald der Engel, der zu ihm geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen [gott]ergebenen Soldaten von denen, die ihm ständig zu Diensten standen, 8 und er erzählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.

 

Das Thema ist Gottergebenheit unter Menschen der Nationen und deren Reinigung durch Jesu Opferblut! Keine Rede ist von unreinen Tieren, die nun gegessen werden durften sondern, dass Gott Menschen gereinigt hatte, um sie Jesus untertan zu machen!

 

So wie es Salomo bereits in der Einweihungsrede des Tempels deutlich erklärt hatte, hört Gott auch auf gerechte Menschen aus den Nationen, die sich mit ernsthaftem Herz ihm zuwenden! Worte im Gebet müssen aber mit den Handlungen im Einklang sein! Kornelius war gottergeben und belehrte seine ganze Hausgemeinschaft offensichtlich bereits nach jüdischen Recht! Der Engel gab ihm nun präzise Anweisungen, was zu tun sei!

 

Petrus sollte sich somit im Jahre 36 u.Z. um die Zeit des Monats Tischri dem römischen Offizier Kornelius nähern und ihn und seine Hausgemeinschaft taufen, nachdem jene Gruppe zuvor bereits durch christliche Jünger der „Ebioniten“ in Cäsarea während längerer Zeit belehrt worden war und Glauben in den Messias entwickelt hatte.

 

Hören wir nun, was die herausragende Punkte bei der Taufe des Kornelius waren und was anschliessend geschehen ist.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:9-16 ***

Als sie [[die von Kornelius ausgesandten Boten]] am nächsten Tag ihre Reise fortsetzten und sich der Stadt näherten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das Dach des Hauses, um zu beten. 10 Er wurde aber sehr hungrig und wollte essen. Während man etwas herrichtete, fiel er in einen Trancezustand 11 und sah den Himmel geöffnet und eine Art Gefäß herabkommen gleich einem großen Leinentuch, das an seinen vier Zipfeln auf die Erde herabgelassen wurde; 12 und es waren alle Arten vierfüßiger und kriechender Tiere der Erde und Vögel des Himmels darin. 13 Und eine Stimme erging an ihn: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß! 14 Petrus aber sagte: Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.

 

Wie wir bereits aus den Erläuterungen weiter oben gesehen haben hat Petrus weder bisher noch später irgend ein Tier geschlachtet noch gegessen, das im GESETZ Mose als unrein galt.

 

10.1.1.14    Jesus redet in Gleichnissen und ausser in Gleichnissen redete er nicht!

Petrus war bestimmt im Sinn geblieben, dass Jesus doch erklärt hatte, dass er nur durch Gleichnisse reden würde, damit die Apostel, denen es gewährt war diese Gleichnisse zu verstehen auch wirklich den Sinn verstehen würden. Wie schon Jesaja es erwähnte die anderen aber „weil sie, obgleich sie schauen, vergeblich schauen und, obgleich sie hören, vergeblich hören und auch den Sinn davon nicht erfassen. Dasselbe Prinzip in Gleichnissen oder symbolischer Sprache von „Zeichen“ zu reden finden wir doch auch später in der Offenbarung (Off 1:1), wo erneut von unreinen „wilden Tieren“ die Rede ist, die später von unreinen Vögeln, den Adlern gefressen werden!

 

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51%2Bbc6SYptL._SY300_.jpg*** Rbi8  Matthäus 13:10-15 ***

Da traten die Jünger herzu und sagten zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen? 11 Er gab zur Antwort: Euch ist es gewährt, die heiligen Geheimnisse des Königreiches der Himmel zu verstehen, jenen Leuten aber ist es nicht gewährt. 12 Denn wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, und er wird Überfluß bekommen; wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden. 13 Deshalb rede ich in Gleichnissen zu ihnen, 14 und an ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas, welche sagt: ‚Hörend werdet ihr hören, doch keineswegs den Sinn davon erfassen; und schauend werdet ihr schauen, doch keineswegs sehen. 15 Denn das Herz dieses Volkes ist unempfänglich geworden, und mit ihren Ohren haben sie gehört, ohne zu reagieren, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie mit ihren Augen nicht etwa sehen und mit ihren Ohren hören und mit ihrem Herzen den Sinn davon erfassen und umkehren und ich sie heile.‘

 

Jesus verbindet die Worte der Propheten, die weiterhin Gültigkeit haben bis sich alles erfüllt hat! Menschen der Christenheit werden gegenüber Menschen aus den Juden nicht bevorzugt behandelt! Wer sehen will, der muss sich um Gottes Gedanken hinter den Dingen bemühen! Ohne exakte Kenntnis des GESETZES und der PROPHETEN ist dies ausgeschlossen. Wenige bemühen sich darum und Gott segnet deren Anstrengungen! Nur wer von sündigem Lauf gegen Jehovas Gebote zu Gottes gerechten Massstäben umkehrt, der kann „sehen“! Erinnern wir uns der Worte Daniels: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.“ (Da 12:9, 10)

 

All jene, die wenig oder keinen Glauben in Jesu Worte haben sollten durch die Äusserungen Jesu in den Gleichnissen voreilige Schlüsse ziehen, abgefallene Juden wie abgefallene Christen! Ihnen sollte es schlussendlich nicht gewährt werden in Gottes Königreich einzugehen! Sie waren und sind die „Böcke“, denen es an Liebe fehlt, die nicht auf Jesu weitergehende Worte achten würden! Jesu Worte, „... wer immer hat, dem wird mehr gegeben werden, und er wird Überfluß bekommen; wer immer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hat, weggenommen werden“ richten sich auf geistige Dinge aus: Auf Kenntnis und Verständnis der Wahrheit, auf Unterscheidungsvermögen von Gut und Böse und auf praktischer Weisheit aufgrund Gottesfurcht und Gesetzestreue, um das zu tun, was Gottes Willen entspricht! Wer sich dagegen auf seinen eigenen Verstand und voreilige Schlüsse verlässt, der soll die Konsequenzen tragen, weil dadurch Gesetzesübertretung und damit Gesetzlosigkeit auf dem Fuss folgen! Alle Gesetzlosen gehen schlussendlich in die „ewige Abschneidung“ weg!

 

Petrus wusste um Jesu Vergleiche von ähnlichen Dingen in seinen Gleichnissen! Darum suchte er auch nach der Bedeutung der Worte des Engels! Wenn ihm klar gewesen wäre, dass er nun alle unreinen Tiere schlachten und essen dürfte war kein Raum für Zweifel mehr vorhanden! Er benötigte Hilfe, um ihm dem tieferen Sinn der Veranschaulichung klar zu machen! Auch wir sollen auf seine eigene Erklärung achten!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:17-23 ***

Als nun Petrus wegen der Bedeutung der Vision, die er gehabt hatte, innerlich in großer Verlegenheit war, siehe, da hatten sich die Männer, die Kornelius gesandt hatte, nach Simons Haus erkundigt und standen dort am Tor. 18 Und sie riefen und erkundigten sich, ob Simon, der den Beinamen Petrus habe, dort zu Gast sei. 19 Während Petrus in seinem Sinn über die Vision nachdachte, sprach der Geist [[jener Engel, der Kornelius erschienen war und mit ihm in der Vision geredet hatte]]: „Siehe! Drei Männer suchen dich. 20 Doch mache dich auf, steig hinab, und begib dich mit ihnen auf den Weg, ohne irgendwie zu zweifeln, denn ich habe sie gesandt.“ 21 Da stieg Petrus zu den Männern hinab und sagte: „Seht! Ich bin es, den ihr sucht. Aus welchem Grund seid ihr hier? 22 Sie sprachen: Kornelius, ein Offizier, ein Mann, der gerecht ist und Gott fürchtet und bei der ganzen Nation der Juden in gutem Ruf steht, wurde von Gott durch einen heiligen Engel angewiesen, dich in sein Haus kommen zu lassen und das, was du zu sagen hast, zu hören.“ 23 Daher rief er sie herein und nahm sie gastlich auf.

 

Bei der ganzen Nation der Juden in gutem Ruf zu stehen konnte nur jemand, der ihr GESETZ und ihre Gepflogenheiten respektierte und daher als „Gerechter“ eingestuft wurde! Das war bei Kornelius offensichtlich schon längere Zeit der Fall gewesen! Die Gottesfurcht des Kornelius musste anderen offensichtlich gewesen sein! Nun aber waren weitere Worte des Petrus gefragt!

 

Das Fresko im ersten Bogen rechts von der Kirche San Gregorio Nazianzeno, in dem nach einer Interpretation von Montenovesi die Taufe des Hauptmanns Kornelius (vgl. Apg 10) dargestellt ist.*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:23-29 ***

Am folgenden Tag stand er auf und ging mit ihnen weg, und einige von den Brüdern, die aus Joppe waren, gingen mit ihm. 24 Am Tag danach traf er in Cäsarea ein. Kornelius erwartete sie natürlich und hatte seine Verwandten und vertrauten Freunde zusammengerufen. 25 Als Petrus eintrat, kam ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 26 Petrus aber hob ihn auf und sprach: „Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch.“ 27 Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und fand viele Leute versammelt, 28 und er sprach zu ihnen: Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte. 29 Infolgedessen bin ich wirklich ohne Widerrede gekommen, als nach mir gesandt wurde. Daher erkundige ich mich nach dem Grund, aus dem ihr mich habt holen lassen.“

 

Die Hausgemeinschaft des Kornelius war um Verwandte und vertraute Freunde erweitert, die bestimmt die Glaubensansichten des Kornelius teilten! Die Huldigungen des Kornelius aber wies Petrus freundlich als unangemessen zurück: Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch.“ Ohne irgendwie im geringsten zu zweifeln, was die Bedeutung des am Vortag gesehenen Gleichnisses war erklärt Petrus nun: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.“ Menschen sollten somit nicht weiter als unrein bezeichnet werden, wenn Gott sie reinigt! Keine Reinigung von unreinen Tieren war erfolgt!

 

10.1.1.15    Der Wunsch Gott kennen zu lernen und dessen Willen zu tun wird von Gott anerkannt!

Kornelius wurde nun Gelegenheit gegeben die Erfüllung seines eigenen Wunsches zu sehen! Bestimmt hatte er von den christlichen Jüngern vom Sinn der Taufe gehört, bisher aber war noch niemand aus den Nationen getauft worden. Jene Jünger wussten um die Autorität des Petrus in dieser Angelegenheit! Gott aber hatte auf die Gebete des Kornelius gehört und durch Jesus seinen Engel gesandt (vergl. Off 1:1), um das zum vorgesehenen Zeitpunkt zu erfüllen, was der Prophet Daniel auf das Ende der siebzigsten Jahrwoche vorhergesagt hatte: „Der Bund für die vielen“ (FN NW: „für die Grossen“; heb.: larrabím), der ausschliessliche Bund mit dem fleischlichen Israel als auserwählte Nation, um aus ihnen die schlussendliche Vollzahl der Auserwählten herauszulesen sollte an jenem Tag enden (Rö 11:12). Nun wurde Menschen der Nationen Zugang zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gewährt und auch sie konnten der Berufung zu den „neuen Himmeln“ der künftigen Priesterkönige, dem Samen Abrahams zufolge Glaubens Folge leisten! (Da 9:26, 27)

 

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Kornelius schildert nun dem Petrus wie er vom Engel Auftrag erhielt und handelte:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:30-33 ***

Demgemäß sagte Kornelius: „Vor vier Tagen, von dieser Stunde an gerechnet, betete ich zur neunten Stunde in meinem Haus, [[zur Zeit der 2.Opfergabe im Tempel]] als, siehe, ein Mann in hellglänzendem Gewand vor mir stand 31 und sprach: ‚Kornelius, dein Gebet ist erhört und deiner Gaben der Barmherzigkeit ist vor Gott gedacht worden. 32 Sende daher nach Joppe, und laß Simon rufen, der den Beinamen Petrus hat. Dieser ist in dem Haus Simons, eines Gerbers, das am Meer liegt, zu Gast.‘ 33 Daher sandte ich sogleich zu dir, und du hast gut getan hierherzukommen. Und so sind wir zu dieser Zeit alle vor Gott anwesend, um alles zu hören, was zu sagen dir von Jehova [[vom Herrn (Jesus)]] geboten worden ist.“

 

Nun war es an Petrus jene Dinge des GESETZES und der PROPHETEN zu erklären, die sich nun an Kornelius und den Versammelten zu erfüllen begannen! Gottes Unparteilichkeit gegenüber allen Menschen sollte offenkundig werden, „daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist.“ Petrus musste nun die Dinge um den Christus erwähnen, an den Kornelius nun ebenfalls Glauben bekunden musste, als „Herrn der Herren“. Petrus begann den Sinn des Gleichnisses zu verstehen, welches er mit den „unreinen Tieren“ und dem Befehl „schlachte und iss“ vorab nicht erfassen konnte!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:34-43 ***

Darauf tat Petrus den Mund auf und sprach: Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist, 35 sondern daß für ihn in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist. 36 Er hat den Söhnen Israels das Wort gesandt, um ihnen die gute Botschaft des Friedens durch Jesus Christus zu verkündigen: Dieser ist der Herr von allen [anderen]. 37 Ihr wißt, wovon nach der Taufe, die Johannes predigte, in ganz Judäa, angefangen von Galiläa, die Rede war, 38 nämlich von Jesus, der von Nazareth war, wie Gott ihn mit heiligem Geist und Kraft salbte, und er ging durchs Land und tat Gutes und machte alle gesund, die vom Teufel bedrückt wurden; denn Gott war mit ihm. 39 Und wir sind Zeugen all der Dinge, die er im Land der Juden und auch in Jerusalem tat; aber sie brachten ihn auch um, indem sie ihn an einen Stamm hängten. 40 Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbar werden lassen, 41 nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm aßen und tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war. 42 Auch befahl er uns, dem Volk zu predigen und ein gründliches Zeugnis davon abzulegen, daß dies derjenige ist, der von Gott dazu verordnet ist, Richter der Lebenden und der Toten zu sein. 43 Ihn betreffend legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangt.“

 

Gottesfurcht zu bekunden und Werke der Gerechtigkeit auszuüben ist Gott annehmbar! Nun kam zudem hinzu Jesus als Gottes Gesalbten anzunehmen!

 

http://2.bp.blogspot.com/-tEQTEdcXl1Q/TaypDU9XGWI/AAAAAAAAn34/H7-Yaz_4XlU/s320/der-auferstandene-jesus-zeigt-apostel-thomas-seine-wunden.jpgJesus als Auferstandener hatte sich nicht dem ganzen Volk gezeigt, sondern nur den Jüngern die an ihn glaubten, „den von Gott zuvor bestimmten Zeugen.“ Jenen Abtrünnigen Juden hatte er dagegen angekündigt, dass sie ihn nicht wiedersehen würden bis sie sagten: „Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt.“ Dies gilt weiterhin bis Harmagedon und danach auch im Millennium für die Neugeborenen und die Auferstandenen!

 

*** Rbi8  Lukas 13:35 ***

Siehe! Euer Haus wird euch verödet überlassen. Ich sage euch: Ihr werdet mich keinesfalls sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist, der im Namen Jehovas kommt!‘ “

 

Nun nimmt Petrus Stellung und zeigt, dass Gott Sünden die aus Unwissenheit zuvor begangen wurden nun Vergebung erlangen könnten! „Ihn betreffend legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangt.“ Jesus als Richter der „Lebenden und Toten“ soll künftig aufgrund der „Gerechtigkeit des Königreiches“ alle Menschen aller Nationen einheitlich richten! (Mat 6:33)

 

Alle Anwesenden der Hausgemeinschaft des Kornelius erhielten bei jener Gelegenheit „heiligen Geist“ als „freie Gabe“:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:44-48 ***

Während Petrus noch von diesen Dingen redete, fiel der heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. 45 Und die Treuen, die mit Petrus gekommen waren, die zu den Beschnittenen [[den Ebioniten]] gehörten, staunten, weil die freie Gabe des heiligen Geistes auch auf Leute aus den Nationen ausgegossen wurde. 46 Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott verherrlichen. Da ergriff Petrus das Wort: 47 „Kann jemand das Wasser verwehren, so daß diese nicht getauft würden, die den heiligen Geist ebenso empfangen haben wie wir?“ 48 Hierauf gebot er, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden. Dann baten sie ihn, einige Tage dazubleiben.

 

Petrus blieb nun unter dem Dach von Menschen, die zuvor unrein waren, die Gott aber gereinigt hatte! Erst durch die Taufe verloren jene Menschen ihre Unreinheit vor Gott, aber schon zuvor war es Petrus und den ihn begleitenden Ebioniten gewährt gewesen sich jenen zu nähern und in deren Haus einzutreten. Eine gewaltige Barriere war niedergebrochen worden, die innerhalb des GESETZES Mose solches bisher behindert hatte! Erst Jesu Tod und Auferweckung brachte die Lösung: „Unverdiente Güte Gottes“ war nun anwendbar auch gegenüber Menschen der Nationen!

 

Die männliche Hausgemeinschaft des Kornelius war weder zuvor noch danach am Fleische beschnitten worden, da Gott durch Jesus ja seine Anerkennung der „Beschneidung des Herzens“ bereits vor der Taufe durch Ausgiessen des heiligen Geistes bestätigt hatte! Der „heilige Geist“ zeigte sich wie an Pfingsten in Form von Wundern, von „Zungenrede“, der Kenntnis fremder Sprachen! In diesem Falle dürfte es das Hebräische, möglicherweise zudem das Griechische gewesen sein, da Kornelius und seine Hausgemeinschaft von der „italischen Abteilung“ war und bestimmt Latein als Muttersprache redeten! Umgekehrt mochten die Freunde aus Cäsarea nun der lateinischen Sprache mächtig geworden sein, um von nun gegenüber anderen römischen Soldaten der Garnison Cäsarea leichter Zeugnis ablegen zu können!

 

10.1.1.16    Das Gleichnis des Tuches mit den unreinen Tieren war endgültig geklärt!

Alles im Geist des Petrus wehrte sich vorab dagegen Gottes Gebot zu übertreten, als derselbe Engel ihm die Vision mit dem Tuch und den unreinen Tieren gezeigt hatte und ihm nun befahl ohne zu zweifeln in das Haus Unbeschnittener zu gehen! Petrus nennt den Grund seiner Haltung deutlich, als er nun zu Kornelius geführt wird: Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern“. Die Vision die er zuvor hatte, diese belehrte ihn aber, dass Gott diese Form der Kontakte nicht weiter als unrein ansah, sondern sie nun seine Zustimmung hatten!

 

http://www.templeinstitute.org/images/soreg-breaches.jpgPetrus selbst erklärt, was Gottes Wille ist und was die Vision in Wirklichkeit bedeutet: „... doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.“ Die Zwischenwand, der „Soreg“ welche die beiden Völker voneinander trennte, dieser war die von Gott verordnete „Feindschaft“, als Teil des „GESETZES der Gebote“. Diese spezifischen Gebote waren es, welche durch Jesus niedergerissen worden waren, nicht aber das GESETZ an sich. „Einen neuen Menschen“, eine „neue Schöpfung“ war das Resultat vom Ausgiessen von Geist und beim Untertauchen in der Taufe im Wasser!

 

*** Rbi8  Epheser 2:15 ***

Durch sein Fleisch hob er die Feindschaft auf, das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote, damit er die beiden Völker in Gemeinschaft mit sich zu einem neuen Menschen schaffe und Frieden mache …  

 

Gottes Wille war, dass Menschen der Nationen nun ebenfalls Teil vom „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ würden, den Christus als höchste irdische Autorität anerkennen konnten. Petrus sagte nirgends, dass er oder Christen nun verunreinigte Tiere essen dürfe! Er kommentierte ja die Bedeutung der Vision selbst und zeigt durch sein Handeln ihre wahre Anwendung! Judenchristen und Heidenchristen wurden nun Teil am selben „Leib des Christus“, der die Christenversammlungen darstellt! Ein einziges „Haupt“ über allen! Paulus bestätigt diesen Zusammenhang im Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  1. Korinther 12:12-13 ***

Denn so, wie der Leib einer ist, aber viele Glieder hat, und alle Glieder dieses Leibes, obschon ihrer viele sind, ein Leib sind, so ist auch der Christus. 13 Denn wahrlich, durch einen Geist [[der Schriften, aus denen Gott redet]] sind wir alle zu einem Leib getauft worden, ob Juden oder Griechen, ob Sklaven oder Freie, und wir alle sind mit einem Geist getränkt worden.

 

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Das Tränken mit heiligem Geist hat zudem die Bedeutung, dass jenen Christen tiefere Zusammenhänge der Schriften bewusst wurden und sie den Sinn hinter Gottes Worten nun verstehen konnten, der vorher noch unverständlich gewesen sein mochte! Das war doch Grundbedingung, damit sie nun ebenfalls andere die Wahrheit der guten Botschaft belehren konnten! Jesaja hatte doch angekündet:

 

*** Rbi8  Jesaja 11:1-3 ***

Und es soll ein Reis aus dem Stumpf Isaïs hervorgehen; und ein Sproß aus seinen Wurzeln wird fruchtbar sein. 2 Und auf ihm soll sich der Geist Jehovas niederlassen, der Geist der Weisheit und des Verständnisses, der Geist des Rates und der Macht, der Geist der Erkenntnis und der Furcht Jehovas; 3 und er wird seine Freude haben an der Furcht Jehovas.

 

Wohl kaum die Beschreibung der zweiten Person eines dreieinigen Gottes! Irrlehren die jedes klare Verständnis behindern und verunmöglichen!

 

Genau denselben Geist goss Jesus an Pfingsten über hundertzwanzig Ebioniten und nun dreieinhalb Jahre später auf die Hausgemeinschaft des Kornelius aus! Da jener aus den Nationen kam fiel er schlussendlich doch eher unter die Gruppe der „Paulikaner“, der „am Fleische Unbeschnittenen“! Petrus aber war es, der den dritten Schlüssel nutzen musste!

 

10.1.1.17    Kirchenväter die ihrem Judenhass freien Lauf liessen

Die Vision die Petrus hatte, nun durch verdrehte Lehren gewisser früher Kirchenväter, die das Ende der Unreinheit gewisser Tiere erklärten, dies führte zudem nur der Verbreitung von Seuchen und anderen Unannehmlichkeiten für Menschen! Dass Schweinefleischkonsum mit hohen Cholesterinwerten in Verbindung steht und zu Koronarerkrankungen und Herzinfarkten führt ist heute wohl bekannt. Vielerlei andere Krankheiten sind direkt auf den hohen Konsum von Schweinefleisch zurückzuführen Das mit der Schweineaufzucht in Massentierhaltung und ihren Ausscheidungen heute auch grosse Umweltprobleme bestehen ist ein offenes Geheimnis!

 

http://www.ludenhausen.de/images/image61.jpgDass sich die Pest im Mittelalter zur europaweiten Seuche ausweitete, die ganze Länder und Kontinente fast entvölkerte hat weitgehend mit der Nichtbeachtung von Gottes Reinheitsgeboten zu tun! Die Kirchenväter, die das Ende des GESETZES erklärt hatten haben auch diesbezüglich indirekt viel Blutschuld auf sich geladen! Die Beachtung des ganzen Reinheitsgebotes in Israel hatte saubere Städte mit hygienischen Bedingungen hervorgebracht auch unter ärmlichen Verhältnissen, während im christlichen Europa bis hin in moderne Zeiten Grossteile von Städten im Schmutz und Unrat versanken, Schweine und Ratten, Hunde und Katzen denselben Platz der Menschen teilen!

 

Was wir als Ungeziefer betrachten und sorgfältig von unseren Häusern fern zu halten versuchen war im GESETZ des „unreinen Gewimmels“ enthalten. Es wäre unsinnig anzunehmen, Gott hätte dies nun als „rein“ erklärt! Jede Berührung damit führte für Juden und Christen des ersten Jahrhunderts weiterhin zur Verunreinigung!

 

http://www.oberpfalznetz.de/Media2013b/3/158/54/3915302.jpgIn etwa dreissig christlichen Kirchen in Europa sind zur Verunglimpfung der Juden Bilder zu finden, welche sie in erniedrigender Stellung zeigen, wo sie wie Romulus und Remus die eine Wölfin saugen, hier nun aber an den Zitzen einer Sau hängen, wie hier am Regensburger Dom. Wer gegenüber sich selbst ehrlich ist, müsste das Bild eigentlich eher auf Christen angewendet sehen, da ja Juden Schweine bis heute als äusserst unrein ansehen, deren Fleisch ebenso ablehnen wie deren Milch! Der Judenhass der Kirchenväter ist an Bezeichnungen wie „Judensau“ als Beschimpfung in der kirchlichen Literatur aller Jahrhunderte zu finden!

 

Der Prophet Jesaja aber zeigt, was in Harmagedon mit jenen geschehen wird, die am Gerichtstag Gottes, am Tag seines Rechtsstreites mit den Nationen nach wie vor Schweinefleisch und andere Tiere essen, die Jehova als „widerlich“ gekennzeichnet hat. Sie werden zu den „Erschlagenen Jehovas“ gehören, weil sie sein Gebot in gesetzloser Form verworfen haben! Zweifelsfrei spricht das ganze Kapitel 66 von Jesaja über Dinge der Endzeit und der kommenden Verwaltung „der neuen Himmel“ über die „neuen Erde“! Wir kennen den Satz möchten ihn uns aber besonders einprägen:

 

*** Rbi8  Jesaja 66:16-17 ***

Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus [[Familie der Ratten]], sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas.

 

Ohne Kenntnis der göttlichen Speisevorschriften bliebe dieser prophetische Spruch vollkommen unverständlich! Zu den „Erschlagegen Jehovas“ gehören solche, welche offensichtlich die Reinheitsvorschriften im GESETZ, die zur Trennung von „Reinem“ und von „Unreinem“ auffordern gebrochen haben und andere ebenso dazu brachten im GESETZ zu straucheln! Jesus spricht davon, dass jene durch Engel in Bündel gebündelt würden, um im Feuer verbrannt zu werden! Jesus hatte ebenso gesagt, dass kein Buchstabe der Propheten dahinfallen werde! Wir sollten uns von religiösen Überlieferungen nicht irreführen lassen, die alle auf die katholischen Kirchenväter zurückreichen!

 

Wir konnten bis jetzt in der ganzen Artikelserie in keiner Weise feststellen, dass Gottes Gebote an Moses für Christen nicht weiterhin Gültigkeit hätten. Im Gegenteil, wir stellen immer mehr fest, dass die Einhaltung aller Gebote, auch der kleinen, uns weiterhin vor verschiedenen Arten von Plagen schützen wird, vor allem aber am Gerichtstag Gottes ein Kennzeichen sind auf Jesus und auf die Propheten gehört zu haben!

 

Daran wird sich zudem auch im kommenden System nichts ändern! Auch wenn unser Körper durch genetische Veränderung für Krankheiten weniger oder gar nicht anfällig sein wird, so sind trotzdem die von Gott in GESETZ vorgegebenen Sicherheitsmassnahmen weiterhin anzuwenden!

 

10.1.1.18    Die Verfechter der fleischlichen Beschneidung waren es, die ersten Widerstand leisteten

Der Erfolg des Petrus in der Erweiterung der Versammlung in Cäsarea durch Menschen der Nationen mittels der Hausgemeinschaft des Kornelius blieb bei den „Ebioniten“ in Jerusalem nicht unbemerkt! Die Mitteilung verbreitete sich wie ein Lauffeuer! Aber auch dort gab es Männer, die den neuen Grundlagen, welche die Apostel gelegt hatten und die alle von Jesus her stammten schon früh Widerstand entgegenbrachten. Sie hielten weiterhin an jenem Teil des GESETZES Moses in der ursprünglichen Form fest, die durch Jesus als Hohepriesterkönig in ein verändertes Gewand gekleidet worden waren, so wie es Jehova von Beginn an gewünscht hatte! Jesus, der seit Eden und Adam und Eva, seit Abraham als „der Engel Jehovas“, „… Michael, … der grosse Fürst, der zu Gunsten der Söhne deines Volkes gesetzt ist“ (Da 12:1) wirkt hatte doch deutlich schon bei der Gesetzesgabe im Sinai erklärt:

 

*** Rbi8  5. Mose 10:16 ***

Und ihr sollt die Vorhaut eures Herzens beschneiden und euren Nacken nicht länger verhärten.

 

Vorab ging es jenem Konservativen Flügel unter den „Ebioniten“ meist um die Frage der Beschneidung des Fleisches und dem Getrenntleben von Unbeschnittenen: Von Petrus im Falle des Kornelius war aus deren Kreisen zu vernehmen:  „... sie sagten, er sei in das Haus von Männern gegangen, die nicht beschnitten waren, und habe mit ihnen gegessen.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:1-4 ***

Nun hörten die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, daß auch Leute aus den Nationen das Wort Gottes angenommen hatten. 2 Als daher Petrus nach Jerusalem hinaufkam, begannen die [Verfechter] der Beschneidung mit ihm zu streiten, 3 indem sie sagten, er sei in das Haus von Männern gegangen, die nicht beschnitten waren, und habe mit ihnen gegessen. 4 Darauf fing Petrus an und erklärte ihnen dann die Einzelheiten, indem er sprach: …

 

Petrus musste nun erklären, warum er Menschen der Nationen nicht weiter als „unrein“ betrachtete und mit solchen nun Verkehr gepflegt werden darf und soll, warum er nun mit ihnen ass. Beachten wir, dass das Thema um Unbeschnittene ging, bevor und auch nachdem sie heiligen Geist erhielten und getauft wurden. Kein Angriff, keine Fragen betreffend berühren, schlachten oder essen unreiner Tiere! Diese Irrlehren kamen erst weit später auf! Jene Männer, „die [Verfechter] der Beschneidung“ waren, sie beharrten auf strikter Trennung von allen Menschen die am Fleische nicht beschnitten waren! Sie befürworteten ein Zweiklassensystem zwischen Judenchristen und Heidenchristen! Es war dasselbe Thema, das Jahrzehnte später in Antiochia so grosse Probleme verursachen würde!

 

http://kulturserver-bayern.de/home/michaelkrauss/Version%204.4/kapitelregister/apo/images/apo10v9b16wbliem.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:5-12 ***

Ich war in der Stadt Joppe und betete, und in einem Trancezustand hatte ich eine Vision; eine Art Gefäß kam herab gleich einem großen Leinentuch, das an seinen vier Zipfeln vom Himmel herabgelassen wurde, und es kam direkt zu mir her. 6 Während ich unverwandt hineinschaute, gewahrte ich und sah vierfüßige Tiere der Erde und wilde Tiere und kriechende Tiere und Vögel des Himmels. 7 Auch hörte ich eine Stimme zu mir sagen: ‚Steh auf, Petrus, schlachte und iß! 8 Ich sagte indes: ‚Nicht doch, Herr, denn niemals ist etwas Verunreinigtes oder Unreines in meinen Mund gekommen.‘ 9 Das zweite Mal antwortete die Stimme vom Himmel: ‚Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.‘ 10 Dies geschah ein drittes Mal, und alles wurde wieder in den Himmel hinaufgezogen. 11 Und siehe, in diesem Augenblick standen drei Männer vor dem Haus, in dem wir uns befanden, die aus Cäsarea zu mir gesandt worden waren. 12 Da hieß mich der Geist, mit ihnen zu gehen, ohne irgendwie zu zweifeln. Es gingen aber auch diese sechs Brüder mit mir, und wir traten in das Haus des Mannes ein.

 

Das Tuch wurde in den Himmel hochgezogen bevor Petrus irgend etwas davon geschlachtet hätte. Was unmittelbar danach geschah überzeugte Petrus vom wahren Sinn jenes Gleichnisses: „Da hieß mich der Geist, mit ihnen zu gehen, ohne irgendwie zu zweifeln.“ War dies nun jener ominöse „heilige Geist“ der Dreieinigkeit, den niemand der Klasse der Kleriker wirklich zu erklären vermag? „Der Geist“, der nun mit Petrus redete war simpel und einfach identisch mit jenem Engel, der zuvor dem Kornelius in seinem Hause erschienen war (Apg 10:30) und der auch Petrus die Vision gezeigt hatte und nun direkt mit ihm redete war zweifelsfrei entweder Jesus selbst oder sein Engel. Heute würden wir sagen, dass Petrus einen Videoclips auf seiner inneren Leinwand gesehen hatte. Offensichtlich sind Engel in der Lage Ton und Bild in unserem Geist zu erzeugen!

 

http://www.bibleuniversity.com/images/CourseID1/lesson23-10.jpgJener Engelgeist forderte Petrus nun auf die Barriere zwischen Juden und Nichtjuden zu durchschreiten! Derselbe Engel hatte es ja bereits vorgemacht, als er Kornelius erschienen war und ihn aufgrund seiner echten Gottergebenheit indem er auf christliche Brüder hörte, dieser Engel bereitete ihn darauf vor ein Teil des neuen „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ zu werden!

 

Paulus kämpfte mit demselben Thema in vielen seiner Briefe, die geistige Zwischenwand abzubrechen, die sture Judenchristen immer wieder zu errichten versuchten! Jene „Ewiggestrigen“, wie man sie nennen könnte, diese wollten die Veränderungen die mit dem Christus gekommen waren nicht anerkennen. Darin aber häuften sie sich selbst ein Gericht auf, da sie ohne wahre Reue blieben und daher des heiligen Geistes der Wahrheit und der unverdienten Güte erneut verlustig gehen!

 

Paulus erklärt diesbezüglich im Brief an die Römer. Er spricht von Übertretung gesetzlicher Bestimmungen und Gericht:

 

*** Rbi8  Römer 2:3-11 ***

Denkst du aber, o Mensch, daß du, während du die richtest, die solche Dinge treiben, und sie doch selbst tust, dem Gericht Gottes entrinnen wirst? 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte und Nachsicht und Langmut, indem du nicht erkennst, daß Gottes gütige [Wesensart] dich zur Reue zu führen sucht? 5 Aber gemäß deiner Härte und deinem reuelosen Herzen häufst du dir selbst Zorn auf am Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. 6 Und er wird einem jeden nach seinen Werken erstatten: 7 ewiges Leben denen, die durch Ausharren im Wirken des Guten Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen; 8 für die aber, die streitsüchtig sind und die der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, wird es Zorn und Grimm geben, 9 Drangsal und Bedrängnis über die Seele jedes Menschen, der das Schlechte wirkt, zuerst des Juden und auch des Griechen; 10 dagegen Herrlichkeit und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden und auch dem Griechen. 11 Denn bei Gott gibt es keine Parteilichkeit.

 

Der Zaun um Israel war durch Jesus niedergebrochen worden! Bei Gott gibt es keinerlei Parteilichkeit, er fordert jeden auf zu bereuen, seine veränderten Richtlinien anzuerkennen. Statt eines Königs über Israel hatte Gott einen Priesterkönig über die ganze Erde eingesetzt! Darin lag der Hauptgrund für die Veränderung! Der Messias war nun eine Wirklichkeit, seine Wiederkunft und das Aufrichten des „Königreiches für Israel“, ein Priesterkönigtum über die ganze Erde galt es zu erwarten! Da ist ein geistiger Zaun der in Christus Glaubende aus Israel und solche aus den Nationen voneinander trennt etwas vollkommen Hinderliches, Unnötiges!

 

Sechs Brüder aus der Versammlung Joppe begleiteten Petrus dann hin zu Kornelius nach Cäsarea und mussten nun denselben Schritte weiterhin tun, die vom GESETZ zuvor verboten waren: Kontakte mit Nichtjuden pflegen! Sie waren es doch, die zuvor schon mit Kornelius studiert hatten und ihn zum Glauben in Jesus gebracht haben. Der Engel hatte schon sie hierzu angeleitet! Petrus berichtet nun in Jerusalem weitere Details:

 

http://www.pouke.org/svetopismo/assets/images/44010035.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:13-18 ***

Er [[Kornelius]] berichtete uns, wie er den Engel [[-Geist]] in seinem Haus hatte stehen sehen, welcher sprach: ‚Sende Männer nach Joppe, und laß Simon, der den Beinamen Petrus hat, holen, 14 und er wird das zu dir reden, wodurch du und alle deine Hausgenossen gerettet werden können.‘ 15 Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist ebenso auf sie, wie er zu Anfang auch auf uns gefallen war. 16 Da kam mir der Ausspruch des Herrn in den Sinn, als er gesagt hatte: ‚Johannes seinerseits taufte mit Wasser, ihr aber werdet in heiligem Geist getauft werden.‘ 17 Wenn Gott ihnen also die gleiche freie Gabe verliehen hat, wie er sie auch uns verlieh, die wir an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich denn, daß ich Gott hätte hindern können?“

18 Als sie nun diese Dinge hörten, beruhigten sie sich, und sie verherrlichten Gott und sprachen: „Nun, dann hat Gott auch den Menschen von den Nationen die [Gelegenheit zur] Reue gewährt, die zum Leben gereicht.“

 

Kornelius und die ganze Hausgemeinschaft wurden durch „heiligen Geist“ getauft, noch bevor sie im Wasser getauft wurden! Weit entfernt, dass dies eine dritte Person der Dreieinigkeit gewesen wäre! Er Kornelius nahm die Worte des Engels ernst, dass jener Petrus ihm verraten würde, was notwendig wäre, um zu ewigem Leben zu gelangen, „… er wird das zu dir reden, wodurch du und alle deine Hausgenossen gerettet werden können.“ Ganz offensichtlich ging Kornelius in seiner freudigen Erwartung gar über das Ziel hinaus und lud selbst Freunde für jenes Zusammentreffen am folgenden Tag ein! Aber auch jene die der Aufforderung folgten erhielten denselben heiligen Geist! Petrus selbst konnte sich an das erinnern, was Jesus gesagt hatte: „... ihr aber werdet in heiligem Geist getauft werden.‘ „ Er schlussfolgerte nun daraus das, was jenes Tuch das vom Himmel herabkam in seiner Tiefe bedeutete: „Wenn Gott ihnen also die gleiche freie Gabe verliehen hat, wie er sie auch uns verlieh, die wir an den Herrn Jesus Christus gläubig geworden sind, wer war ich denn, daß ich Gott hätte hindern können?

 

Die anwesenden Gegner des Petrus erkannten nun selbst, dass Gott Menschen die unverdiente Güte gewährte und deren bisherige Fehler auslöschte, das Unreine gereinigt hatte! Zuvor schon hatten sie Reue gezeigt und Taten der Barmherzigkeit Juden gegenüber gewährt und wahre Gottesfurcht dadurch gezeigt, dass sie Gottes gerechten Massstab im Leben anzuwenden begonnen hatten! „Nun, dann hat Gott auch den Menschen von den Nationen die [Gelegenheit zur] Reue gewährt, die zum Leben gereicht.“ Feinde der Nation Israel, wie sie römische Soldaten darstellten, diesen wurde dieselbe Gelegenheit geboten Reue zu zeigen! Jehova hatte zu Beginn gleich ein extremes Beispiel erwählt! Lukas erwähnte jene Details zu Beginn der Geschichte des Kornelius. Wir wiederholen im Zusammenhang hier:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:1-8 ***

Nun war in Cäsarea ein gewisser Mann namens Kornelius, ein Offizier der sogenannten italischen Abteilung, 2 ein [gott]ergebener Mann, der mit allen seinen Hausgenossen Gott fürchtete, und er gab dem Volk viele Gaben der Barmherzigkeit und flehte unablässig zu Gott. 3 Etwa um die neunte Stunde des Tages sah er in einer Vision deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten, der zu ihm sprach: „Kornelius!“ ... 7 Sobald der Engel, der zu ihm geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen [gott]ergebenen Soldaten von denen, die ihm ständig zu Diensten standen, 8 und er erzählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.

 

Ganz offensichtlich hatte Kornelius bereits zuvor sich um echte Gottergebenheit bemüht und die Lebensweise der Juden und selbst die Gesetzestreue in seiner Hausgemeinschaft praktiziert! Hausknechte und gewisse Soldaten hatten sich ihm darin offensichtlich angeschlossen! Die „neunte Stunde“ war die Zeit der Nachmittags-Opfergaben im Tempel zu Jerusalem, wo das ganze versammelte Volk draussen jeweils betete. Offensichtlich hörte Jehova auf das Gebet jenes Gerechten! „Deine Gebete und Gaben der Barmherzigkeit sind zur Erinnerung vor Gott emporgestiegen.“ Der Engel aber war Kornelius nur in einer Vision und nicht in leiblicher Gestalt erschienen!

 

Die ersten Versammlungen auch unter den Nationen wurden stets zuerst aus hebräische Juden, dann auch griechisch sprechende Juden, aus Proselyten gebildet, die alle „Eiferer für das GESETZ“ zeigten. Schlussendlich wurden jene gar „zu Tausenden“ (Apg 21:20). Den Grundstock nahezu aller Christenversammlungen unter den Nationen bildeten somit vorab gesetzestreue Juden! Paulus suchte stets an den Orten, wohin immer er kam, am Sabbat die jüdische Synagoge auf und redete dort das Wort des Herrn zu den Versammelten! So gab es zwischen ersten Christen die auf seine Worte hörten und Juden der Synagoge keine Bresche! Die Situation in der Zeit zwischen der Tötung des Stephanus, der Bekehrung des Saulus und vor der Taufe des Kornelius beschreibt Lukas:

 

http://reproarte.com/images/stories/virtuemart/product/vasari_giorgio/0101-0247_steinigung_hl-stephanus.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:19-21 ***

Deshalb zogen die, die durch die Drangsal zerstreut worden waren, welche wegen Stephanus entstand, bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia, redeten das Wort jedoch zu niemand als nur zu den Juden. 20 Doch gab es unter ihnen einige Männer aus Zypern und Kyrene, die nach Antiochia kamen und zu den griechisch sprechenden Leuten zu reden begannen, indem sie die gute Botschaft vom Herrn Jesus verkündigten. 21 Überdies war die Hand Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] mit ihnen, und eine große Zahl, die gläubig wurde, wandte sich dem Herrn zu.

 

Die Bresche zwischen Synagoge der Juden und den Anhängern des Paulus kam erst dann, wo eine Mehrheit beschloss Paulus hinauszuwerfen und ihm das Recht zur freien Rede zu verbieten, wie jene Juden der Versammlung in Lystra, Wo Juden den Mob aufforderten Paulus zu steinigen! Das aber waren lokale Ereignisse, abhängig von den Führern jener Versammlungen!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 14:19 ***

Es trafen aber Juden aus Antiochia und Ikonion ein und überredeten die Volksmengen, und sie steinigten Paulus und schleppten ihn zur Stadt hinaus, in der Meinung, er sei tot.

 

Es gab umgekehrt auch ganze Synagogen die sich zu ihm hinwendeten, seine Worte anhand der Schriften prüften und sich alle taufen liessen, wie jene in Beröa! Das zog natürlich den Neid und Hass der Juden auf sich, die Jesus als Messias ablehnten und ihren Oberpriestern in Jerusalem darin die Treue hielten! Stets war das Problem dasselbe! Wem wird echte Loyalität gegeben: Gottes geschriebenem Wort und denen, die es verkünden oder einer organisatorischen Struktur mit Menschengebot, die Gottes GESETZ ungültig machen! Dies betrifft Juden, Namenchristen wie Heiden, bevor sie Wahrheit prüfen!

 

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Alle die sich nun unter den Juden und Proselyten dem Paulus und seinen Jüngern anschlossen, diese begannen nun frei Menschen der Nationen zu belehren, da ja das Trennende niedergerissen war. Damit begannen nun neben den Tausenden von Juden nun auch ab der Taufe des Kornelius Heiden sich den Christenversammlungen anzuschliessen.

 

Das Ereignis mit Kornelius hatte somit grosse Auswirkungen! Die Gefangennahme und Steinigung des Stephanus in Jerusalem hatte ihre Auswirkungen gezeigt zufolge der Fluchtwelle die diese Verfolgung auslöste. Er hatte dort zuvor beachtlichen Erfolg unter den Juden, um sie vom auferstandenen Christus zu überzeugen. Dies hatte bis nach Phönizien, Zypern und Antiochia Auswirkungen, da Judenchristen nun aus den Synagogen ausgestossen wurden und gezwungen waren sich zu zerstreuen. Auf jene Zeit gehen die christlichen Hausversammlungen zurück, da ihnen keine öffentlichen Gebäude wie Synagogen mehr zur Verfügung standen. Juden die den Priestern gehorchten hatten nun keinen Umgang mehr mit ihnen, Freundschaften zerbrachen und Geschäfte von Christen wurden boykottiert!

 

In der Folge gingen alle diese zerstreuten Judenchristen ihrer Gewohnheit gemäss an jenen Orten, wohin sie zogen, zuerst zu den Juden, wo immer sie hinkamen und begann jene dort über den Christus zu belehren! Das war ja der Auftrag, der ihnen durch Jesus erteilt worden war! Ein erster Ort, wo die gute Botschaft aufgenommen wurde war Antiochia. Nun wurde dorthin Barnabas von Jerusalem her gesandt, der natürlich von Kornelius wusste und inzwischen Kenntnis der Bekehrung des Saulus hatte. Da er gehört hatte, dass jener aus Tarsus stammte ging er hin um ihn dort zu suchen, wo er ihn auch fand!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 11:21-26 ***

image115Überdies war die Hand Jehovas mit ihnen, und eine große Zahl, die gläubig wurde, wandte sich dem Herrn zu.

22 Der Bericht über sie kam der Versammlung, die in Jerusalem war, zu Ohren, und sie entsandte Barnabas bis nach Antiochia. 23 Als er angekommen war und die unverdiente Güte Gottes wahrnahm, freute er sich und begann alle zu ermuntern, nach dem Vorsatz ihres Herzens im Herrn zu verharren; 24 denn er war ein guter Mann und voll heiligem Geist und Glauben. Und eine beträchtliche Volksmenge wurde für den Herrn hinzugefügt. 25 Da ging er weg nach Tarsus, um gründlich nach Saulus zu suchen, 26 und nachdem er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia. So kam es, daß sie ein ganzes Jahr lang mit ihnen in der Versammlung zusammenkamen und eine beträchtliche Volksmenge lehrten, und es war zuerst in Antiochia, daß die Jünger durch göttliche Vorsehung Christen genannt wurden.

 

In Antiochia kam es dazu, dass man sie erstmals als „Christen“ bezeichnete, was ihre Gegner als neue „jüdische Sekte“ bezeichneten. Die Christen selbst aber nannten sich „den Weg“, dabei sich auf Jesu Worte berufend. Barnabas suchte somit erst danach nach Saulus (hebräischer Name), da er von seiner Bekehrung wusste und gehört hatte wie aktiv und furchtlos er sich nun für den Christus einsetzte und jenen Weg der Rettung lehrte, wo immer der neue Paulus (römischer Name) hinkam.

 

*** Rbi8  Johannes 14:6-7 ***

Jesus sprach zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

Jesus zu erkennen bedeutet seine Form des Lebens, seine Bindung zum Vater und getreue Ausführung von dessen Willen erkannt zu haben und danach seinen Schritten exakt nachzufolgen! Ohne Gesetzestreue auch zu den kleinen Geboten Gottes ist dies ausgeschlossen!

 

 

10.1.4        Sollte die Taufe ebenso wie die Beschneidung an einem Sabbat erlaubt sein?

 

10.1.1.19    In Antiochia wurden erstmals Fragen betreffend Beschneidung und Einhaltung des Gesetzes Mose für Christen aufgeworfen

Jesus bestätigt die Beschneidung, dass diese nicht erst seit Moses bestand, sondern bereits Abraham gegeben wurde. Gott gab durch Moses aber auch Anweisung, dass die Beschneidung auch am Sabbat erfolgen dürfe, wenn der achte Tag seit Geburt auf einen Sabbat fällt! Obwohl damit Arbeit verbunden ist dient diese Form der Arbeit der Gesetzeserfüllung, die höher steht wie das Arbeitsverbot! Ebenso zählen Taten der Nächstenliebe dazu, wie die Heilungen die Jesu am Sabbat tat! Jesus erklärte dies übereifrigen Juden, die ihn daran hindern wollten am Sabbat gute Taten zu erfüllen (3.Mo 12:2, 3).

 

*** Rbi8  Johannes 7:22-23 ***

Aus diesem Grund hat Moses euch die Beschneidung gegeben — nicht daß sie von Moses stammt, sondern von den Vorvätern —, und ihr beschneidet einen Menschen an einem Sabbat. 23 Wenn ein Mensch an einem Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz [[GESETZ]] Mose nicht gebrochen werde, grollt ihr mir da, weil ich einen Menschen an einem Sabbat vollständig gesund gemacht habe?

 

Wenn die Beschneidung des Fleisches für fleischliche Juden in eine „Beschneidung des Herzens“ geändert und dadurch erhöht wurde, wäre es da nicht auch sinnvoll solche Beschneidungen in der Erwachsenentaufe am Sabbat in der Versammlung durchzuführen? Bestimmt ein freudiges Ereignis für alle an der Versammlung beteiligten! Das aber ist kein verbindliches Erfordernis, da nicht mehr ein bestimmter Tag dafür festgelegt ist! Die Taufe betrifft nicht Kleinkinder, wo Gott den achten Tag verbindlich vorschrieb, sondern die geistige Reife, um zu verstehen, was der Taufbund alles beinhaltet!

 

http://www.ansary.de/Vortraege/SteitPfar1.jpgHängt Rettung eines Menschen aber von der buchstabengetreuen Erfüllung des GESETZES ab? Einige von den „Ebioniten“ Jerusalems waren weiterhin dieser Meinung. Sie waren es, die den Streit in Antiochia ausgelöst hatten:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1-2 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.“ 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

 

Da der Streit von Jerusalem aus gegangen war musste er auch dort entschieden werden! Eine gewichtige Grundsatzfrage war im Raum. Drei Antworten waren möglich:

 

1.)     Das gesamte GESETZ Mose musste ohne Veränderung gehalten werden, wie gewisse „Ebioniten“ von den Pharisäern her behaupteten.

2.)     Das GESETZ Mose musste überhaupt nicht mehr gehalten werden, weil es durch den „neuen Bund“ beendet sei, wie gewisse „Paulikaner“ dies später zu behaupteten begannen.

3.)     Das GESETZ Mose ist weiterhin gültig. Der „neue Bund“ für ein Priester-Königreich brachte gewisse Veränderungen durch das Ende des „Bundes mit Levi“ und unter dem „GESETZ des Christus“!

 

Die Auseinandersetzung ging am Apostelkonzil weiter, wo jede Seite vorab ihren Standpunkt vertrat und offen äusserte. Es herrschte somit zu jenem Zeitpunkt keine Einigkeit, weder unter „Paulikanern“, noch unter „Ebioniten“! Ziel der Versammlung war es, den Sinn der Worte der Wahrheit die durch die Propheten und durch Jesus geredet wurden, den „heiligen Geist“ zu ergründen und zu einer gemeinsamen Einigung zu gelangen, um die „Einheit des Leibes“ wieder herzustellen, der durch den Streit gespalten wurde! Jene, welche für den Streit verantwortlich waren verteidigten sich:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:5 ***

Doch einige derer von der Sekte der Pharisäer, die gläubig geworden waren, erhoben sich von ihren Sitzen und sprachen: Es ist notwendig, daß man sie beschneide und ihnen gebiete, das Gesetz [[GESETZ]] Mose zu halten.“

 

In der Versammlung der älteren Männer Jerusalems wurde die Angelegenheit innerhalb von Disputen erwägt und aufgrund der wahren Begebenheiten schlussendlich entschieden! Gott selbst hatte doch durch das Ausgiessen des heiligen Geistes, in Form der Visionen, der Worte eines Engels und in der Form des Austeilens von besonderen Geistesgaben und vielfältigen Wundern Zeugnis abgelegt!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:6-11 ***

Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer, um diese Angelegenheit zu erwägen. 7 Nachdem man nun viel disputiert hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Petrus argumentiert, dass nun, durch Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“ gewisse ursprüngliche Befehle weggefallen wären! Er pocht auf „unverdiente Güte“ und beantwortet dadurch die Forderung der Pharisäer, dass Beschneidung eine Notwendigkeit zur Rettung wäre! Jesus aber hatte vor Petrus als Hauptzeugen selbst bewiesen, dass jene „unverdiente Güte“ den Kornelius in unbeschnittenem Zustand traf!

 

Petrus erläuterte als Hauptargument, dass Gott seinen heiligen Geist gab, bevor jene Menschen der Nationen um Kornelius getauft wurden: „... er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt.“ Der Glaube an den Christus hatte jene Menschen von ihren früheren Sünden gereinigt! Bedeutete dies aber, dass sie sich künftig den GESETZEN Gottes nicht zu unterordnen brauchten und dieselben sündigen Taten vollbringen dürften?

 

http://schwertasblog.files.wordpress.com/2011/09/raphael-st-paul-preaching-in-athens.jpg?w=645&h=501Ganz eindeutig nein! Die Schriften der Apostel lassen darin keinen Zweifel übrig! Die Worte Jesus sind zu eindeutig, dass die kleinsten der Gebote gehalten und gelehrt werden müssen! Die Apostel hatten zu diesem Punkt überhaupt nicht abzustimmen, sondern lediglich über die Beschneidungsfrage und ob Judenchristen und Heidenchristen uneingeschränkten Umgang miteinander pflegen dürfen! Ob Christen überhaupt Heiden belehren könnten, indem sie in deren Haus traten um den Christus und sein Königreich zu predigen oder mittels öffentlicher Ansprachen sich an Unbeschnittene zu wenden.

 

Mittels Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen kamen die reifen Männer zum einheitlichen Schluss! Petrus hatte unzweifelhaft von Jesus den symbolischen „Schlüssel“ erhalten Menschen der Nationen den Zugang zum „Königreich des Sohnes der Liebe“ zu öffnen. „Der Geist“, ein Engel der vorab zum Kornelius gesandt wurde und dann Petrus in einer Vision und durch deutliche Anweisungen zeigte, dass das, was Gott gereinigt hat nun rein sei, dieser Geist selbst bestätigte das Handeln des Apostels und jener sechs ebionitischen Männer die mit ihm gingen!

 

Kornelius und seine ganze Hausgemeinschaft, Männer und Frauen erhielten im Zustand der fleischlich Unbeschnittenen „heiligen Geist“, tiefes Verständnis der Schriften, ebenso wie zuvor jene Beschnittenen an Pfingsten! Petrus kommt zum bereits erwähnten Schluss: „... er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt.“ Im Falle des Kornelius folgte erst danach die Taufe. Das war ein eindeutiges Zeichen seitens Gottes! Eine Beschneidung erfolgte nicht und auch keine Zurechtweisung durch Gottes Geist!

 

Der Bibelbericht lässt in nichts erkennen, dass dort irgendwelche minderjährigen Kinder anwesend gewesen wären, die auch getauft worden wären. Die Taufe ist ein Gewissensentscheid Erwachsener, die zuvor ihr „Herz beschnitten“ haben, durch Reue, Umkehr und Werke der Reue! Ohne Kenntnis und Anerkennung von Gottes GESETZEN ist gar keine Erkenntnis von Sünde gegenüber Gott möglich! Sie alle waren bereit gemäss den Einschränkungen von Gottes GESETZ zu leben und künftig seinen Willen zu tun!

 

10.1.1.20    Gott und seine Entscheide anerkennen und ihn nicht auf die Probe stellen: Jesu Joch ist leicht!

Petrus zeigt sich gegen jene Gruppe der Pharisäer erbost! „... warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten?“ Erwachsene Männer zu beschneiden war ein „hartes Joch“, das bereits Abraham und dessen Knechte und später Israel als hart empfunden hatten! Die Frage war nicht, ob Gottes GESETZE gerecht oder ungerecht seien! Jesus nannte es ein „leichtes Joch“, er tat in allem den Willen des Vaters und übertrat keines von dessen Geboten! Auch die Bescheidung am achten Tag dient der lebenslangen Hygiene!

 

image121*** Rbi8  Matthäus 11:25-30 ***

Zu jener Zeit antwortete Jesus und sprach: „Ich preise dich öffentlich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du diese Dinge vor den Weisen und Intellektuellen verborgen und sie Unmündigen geoffenbart hast. 26 Ja, Vater, weil so zu handeln dir wohlgefällig gewesen ist. 27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn völlig als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater völlig als nur der Sohn und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will. 28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

 

Wie die anschliessende Erwähnung seitens Jakobus als Sprecher des Apostelkonzils eindeutig zeigt, wenn er von vier notwendigen Dingen aus dem Buch Levitikus spricht, so waren weder die „Zehn Gebote“ noch das übrige GESETZ Mose abgeschafft! Unter seiner Führung wurden lediglich gewisse Veränderungen im GESETZ durch den Wechsel hin zum neuen Hohepriesterkönig Jesus bestätigt. Die Beschneidung am Fleisch war kein Erfordernis mehr und eine Trennung zwischen Juden- und Heidenchristen war nicht weiter gefordert! Paulus war vollkommen rehabilitiert. Seine Form der Verkündigung der „guten Botschaft“ wurde durch die Apostel als übereinstimmend mit ihrer eigenen Lehre die sie von Jesus her hatten erklärt!

 

Jesus bezeichnete seine eigenen Apostel bei der obigen Gelegenheit als „Unmündige“, denen Gott Dinge bekanntgab, die er den Intellektuellen dieses Systems vorenthalten habe, Sie hatten begonnen Dinge zu verstehen, welche die Priester, Schriftgelehrten und Pharisäer nicht zu unterscheiden und zu verstehen in der Lage waren!

 

Jesus wusste, dass ihm nicht bloss die jüdische Nation, nein die ganze Erde von Gott übergeben worden war! Er war gekommen, um die Vorhersagen der Propheten zu erfüllen und Gottes GESETZ in gesetzmässiger Form anzuwenden und dieses alle Nationen zu lehren. Damit musste er bei der kleinen Schar seiner Apostel beginnen und dies durch jene über immer neue Jünger bis an die Enden der Erde weiterführen lassen! Dazu mussten Menschen der Nationen zur Aufgabenerfüllung bereit sein und mit eingeschlossen werden!

 

Das war und blieb bis heute ausserhalb der Vorstellung jüdischer Führer! Jene hatten die tiefen Aussagen von Gottes Bündnissen zu eingeengt gesehen, nur noch auf sich bezogen, ohne die Universalität Gottes und seine Gerechtigkeit allen Menschen gegenüber zu verstehen! Jesus war gesandt die Juden auf den korrekten Weg zu führen aber auch, um die Welt zu retten! Das konnte nur durch Erfüllung von Gottes GESETZ geschehen, nicht durch dessen Aufhebung! Ablehnung Jesu bedeutete bereits Gesetzesbruch und Ablehnung Gottes als höchsten Souverän!