Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-12.08.17  Wahre Religion

 

 

Welches ist die wahre Religion und wie erkennen wir die Falsche?

 

Bariloche,  17. August 2012

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

 

Sehr viele Menschen, ja, vielleicht die Mehrheit der Christen gehört einer der drei Hauptzweige christlicher Religion an: Der grössten und ältesten, der Katholischen Kirche, dann der zweitältesten, den Orthodoxen, die sich im elften Jahrhundert davon trennten oder den Protestanten, die ab dem fünfzehnten Jahrhundert entstanden. Die Trennungen hatten einerseits den Grund, dass einige der Grundlehren in Frage gestellt oder aber Neuerungen durch einen Teil abgelehnt  wurden, die bei den alten Regeln bleiben wollten.

 

Vielen Gläubigen ist kaum bewusst, dass auch jene Kirchen sich später weiter aufgespalten haben und dazu noch unzählige kleiner Kirchen und Sekten zur Existenz gelangten. Im Verlauf der Jahrhunderte sind viele gekommen und dann verschwunden oder schlichtweg von den Grossen ausgerottet worden.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://www.walter-elmar.de/image/kommunion_teresa/kirchgang_08_small.jpgDie meisten Anhänger irgendeiner Religion sind überzeugt, dass ihre Kirche die wahre sei, die Jesu und damit Gottes Anerkennung geniesse! Anderen ist dies gleichgültig, weil sie einfach den sozialen Umgang geniessen und die Emotionen brauchen, welche der Kirchgang mit sich bringt. Somit ist es durchaus opportun das Thema etwas in die Tiefe zu betrachten und wie gewohnt aus der Schrift Gottes unveränderlichen Willen auch in dieser Hinsicht zu erfahren! Paulus erklärte doch der Versammlung in Ephesus:

 

(Epheser 4:1-6)  Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Berufen hat uns Jesus und seine Anforderungen gilt es zu erkennen und einzuhalten! Die Worte des Paulus lassen schlichtweg keine Spaltungen in Religionen und Sekten zu! Im Gegenteil, die Einheit muss auf ein und derselben Lehre aufbauen, was mit dem „heiligen Geist“ identisch ist, der zu uns aus der Bibel spricht! Der Spielraum zu Interpretationen ist äusserst gering, die Kirchen aber haben ihn breit gemacht! Wahrheit wurde dehnbar bis hin zur „offiziellen Wahrheit“, die bei etwas genauerem Untersuch sich als dreiste Lüge entpuppt!

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQPLEagBtTX_1MkkulprmkNuYDqusksKkL2142UdtwbzkWh7KkaMAGenau von Ephesus aus, wohin Paulus seinen Brief richtete, ging aber die erste Abspaltung aus, da gewisse Männer, wahrscheinlich gar Älteste eine Sekte zu fördern begannen, welche eine „veränderte gute Botschaft“ zu verkünden begann: Nämlich, dass die Toten bereits auferstanden wären! „Wo denn?“, lautete die natürliche Frage. Da sie nicht unter den Lebenden zu sehen waren, so kam die Behauptung und die Lehre auf, sie wären im Himmel, den Engeln gleich und bei Christus und Gott! Natürlich hatte schlechte Menschen da oben nichts zu suchen und so fügte man die heidnische Lehre des Hades, des Totenreiches hinzu, die sich zur Höllenlehre entwickelte!

 

Paulus schritt vehement gegen jene Männer ein, vorab waren die Anführer der neuartigen Mischlehre Hymenäus und Alexander, später wird noch Philetus erwähnt. Zuvor schon hatte er warnend im Brief an die Galater erwähnt, dass jede Art „veränderter guter Botschaft“, indem Dinge hinzugefügt, weggelassen oder geändert werden den Fluch nach sich ziehen würden! (vergl. Off 22:18, 19)

 

(Galater 1:6-9)  Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://4.bp.blogspot.com/-4Y1YyOflzvs/TmzFFe2EJLI/AAAAAAAAGEc/OKJYxFr0xm8/s320/Orvieto_Dom_Auferstehung_der_Toten.jpgOb wir beim Tod unmittelbar gerichtet werden und in den Himmel oder die Hölle kommen oder aber Jesus im Fleische am „Tag des Herrn“ zurückkommen muss, Gericht über die Lebenden hält und sie in „Schafe“ und „Böcke“ unterteilt ist eine Sache. Dass erst nach Harmagedon eine Auferstehung der „Gerechten und Ungerechten“ aus den Gräbern folgt, eine andere, welche die Schrift immer wieder erwähnt. Dass die Verstorbenen im Todesschlaf ruhen und sich nicht des Geringsten bewusst sind schliesst ein Weiterleben im Himmel wie in der Hölle aus!  Dann, bei der Auferstehung erst folgt ihr Gericht während des Millenniums.

 

Dies ist etwas vollkommen anderes als Hymenäus behauptete und heute die meisten Kirchen ebenso lehren! Dies macht jene drei, Hymenäus, Alexander und Philetus zu Kirchenvätern ohne dass sie irgendwer erwähnen würde!

 

Die meisten Gläubigen sind sich solcher Diskrepanzen kaum bewusst: „Die Kirche wird schon Recht haben“, sagen sie sich. Zweifel sind nicht erwünscht Fragen werden oberflächlich beantwortet, oft unter Hinweis, dass der oder jener der Kirchenväter oder dieses oder andere Konzil dies beschlossen habe.

 

Wo zwei Antworten sich widersprechen können nicht beide gleichzeitig der Wahrheit entsprechen! Somit muss die Schrift die endgültige Antwort geben! Nur wer nach Wahrheit dürstet, der wird durch eigenes Studium auch die Antwort finden! Dies ist zeitaufwendig und die meisten Menschen sind träge! Das weiss der Teufel und hat damit seit Beginn der Menschheit leichtes Spiel!

 

Paulus zeigt demütig, dass er selbst zu einer gewissen Zeit als er den Pharisäern angehörte falsche Lehren verbreitet hatte. Der gerechte Stephanus wurde unter seinen Augen gesteinigt! Paulus gibt offen zu, dass ihn Jesus dann zur unverfälschten Wahrheit geleitete und ihm das Dienstamt als Apostel für die Nationen gab, weil Gott ihn als treu und befähigt für diese Aufgabe befand! Paulus enttäuschte danach in keiner Weise seinen Herrn und König Jesus  bis zum Märtyrertod!

 

(1. Timotheus 1:12-17) Ich bin Christus Jesus, unserem Herrn, der mir Kraft verliehen hat, dankbar, weil er mich als treu erachtete, indem er mir ein Dienstamt zuwies, 13 obwohl ich früher ein Lästerer und ein Verfolger und ein unverschämter Mensch war. Dennoch wurde mir Barmherzigkeit erwiesen, weil ich unwissend war und im Unglauben handelte. 14 Aber die unverdiente Güte unseres Herrn ist über die Maßen überströmend geworden mit Glauben und Liebe, die in Verbindung mit Christus Jesus sind. 15 Zuverlässig ist das Wort und verdient völlige Annahme, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten. Unter diesen stehe ich an erster Stelle. 16 Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden.

17 Dem König der Ewigkeit nun, dem unvergänglichen, unsichtbaren, [dem] alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit für immer und ewig. Amen.

 

Paulus zeigte, dass er den Unglauben ablegte, sobald er ihm bewusst wurde und dadurch von Gott durch Christus Barmherzigkeit erfuhr! Paulus zählte sich zu Recht unter die Sünder, obwohl er innerhalb der Sekte der Pharisäer (bedeutet: Abgesonderte; Separatisten) ein untadeliges und vollkommen gesetzestreues Leben geführt hatte! Da er aber in Unkenntnis Christen verfolgte, weil er sie als Gotteslästerer einschätzte, die jenem verurteilten „Übeltäter“ Jesus nachfolgten, handelte er ohne es zu merken gegen Gottes Willen. Jehova selbst hatte jenen von den Führern Jerusalems verachteten Jesus inzwischen über „jede Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ gesetzt! Paulus musste viele der Irrlehren die er als Pharisäer vertrat nun nach Christi Belehrung zurückweisen und wurde ein weiser und treuer Lehrer!

 

Was glaubten die Pharisäer? [1]

Josephus führt außerdem Einzelheiten über die Lehren der Pharisäer an. Er erklärt: „[Die Pharisäer] glauben auch, dass die Seelen unsterblich sind und dass dieselben, je nachdem der Mensch tugendhaft oder lasterhaft gewesen, unter der Erde Lohn oder Strafe erhalten, sodass die Lasterhaften in ewiger Kerkerhaft schmachten müssen, während die Tugendhaften die Macht erhalten, ins Leben zurückzukehren“ (Jüdische Altertümer, 18. Buch, Kap. 1, Abs. 3, S. 506). „Die Seelen sind nach ihrer Ansicht alle unsterblich, aber die der Guten gehen nach dem Tode in einen anderen Leib über, während die der Bösen ewiger Strafe anheimfallen.“ Über ihren Glauben an das Schicksal oder die Vorsehung berichtet Josephus: „Sie . . . machen alles vom Gott und dem Schicksal [oder der Vorsehung] abhängig und lehren, daß Recht- und Unrechttun zwar größtenteils den Menschen freistehe, daß aber bei jeder Handlung auch das Schicksal mitwirke“ (Geschichte des Jüdischen Krieges, übersetzt von H. Clementz, 1984, 2. Buch, Kap. 8, Abs. 14, S. 148).

 

Paulus musste all diese Lehren von sich entfernen, denn sie widersprachen der Aussage der gesamten Schrift! Er war leichtgläubig gewesen, vertraute mehr einer starken und gut organisierten Gruppe wie seinem eigenen analytischen Verstand indem er die Schrift mit Unterscheidungsvermögen lass! Dies änderte schlagartig, als Jesus sich ihm als lebend zeigte und ihn als Verfolger deklarierte!

 

(Apostelgeschichte 9:3-9)  Als er sich nun auf seiner Reise Damạskus näherte, umblitzte ihn plötzlich ein Licht vom Himmel, 4 und er fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu ihm sagte: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ 5 Er sagte: „Wer bist du, Herr?“ Er sprach: „Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Doch steh auf und geh in die Stadt hinein, und es wird dir gesagt werden, was du tun sollst.“ 7 Die Männer nun, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, da sie zwar den Schall einer Stimme hörten, aber niemand sahen. 8 Saulus jedoch erhob sich vom Boden, und obwohl seine Augen geöffnet waren, sah er nichts. Da führten sie ihn an der Hand und geleiteten ihn nach Damạskus. 9 Und drei Tage lang sah er nichts, und er aß und trank auch nicht.

 

Wie Saulus brauchen viele von uns zuerst einen harten Schlag, bevor wir erwachen und eigenständig zu denken beginnen, anstatt wie Roboter stets das zu wiederholen, was uns vorgekaut wurde! Dann bleiben wir wie Saulus eine Zeit lang „blind“, bis jemand kommt, um uns die Augen für die Wahrheit zu öffnen und wir „sehend“ werden!

 

Daraus heraus können wir eine gewichtige Lehre ziehen, da jeder von uns, der wie Paulus einer „Sekte“ oder „Religion“ angehörte und aus Unwissenheit falsch handelte  trotzdem Gottes Wohlwollen erlangen kann!  „Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden.“ Ewiges Leben aber steht in Verbindung zur Auferstehung der Toten aus den Gräbern und dem Gericht an „Lebenden und Toten“ in der Endzeit!

 

(Johannes 5:25-30)  Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist jetzt, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die darauf geachtet haben, werden leben. 26 Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben. 27 Und er hat ihm Gewalt gegeben, Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist. 28 Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts. 30 Ich kann gar nichts aus mir selbst tun; so, wie ich höre, richte ich; und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen eigenen Willen, sondern den Willen dessen [zu tun], der mich gesandt hat.

 

Unmittelbar danach fährt Paulus fort das Gegenteil dessen zu zeigen, was er selbst an sich erlebt hatte: Er war ein „blinder“ Pharisäer gewesen nun aber „sehend“ begann er falsche Lehre zurückzuweisen und der unverfälschten Mitteilung Gottes volle Aufmerksamkeit zu schenken! Auch er tat nun wie Jesus den Willen Gottes, nicht den einer religiösen Herrschergruppe!

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTXsfqnn1sDY_AJysef3fHUeAHjiKVVOFeQHYJkNy6znJolOeXxAn Timotheus schrieb er den 1.Brief, der inzwischen erneut in Ephesus weilte, während Paulus am Ende der 1.Haft noch in Rom war. Offensichtlich hatten Hymenäus und Alexander und zudem nun auch noch Philetus viele Christen jener Versammlung und jener in ganz Asien hinter sich hergezogen (2.Ti 1:15). Sie hatten eine erste Sekte gegründet, die eine veränderte Lehre verbreitete und getrennt von Christus handelte. So musste er aus der Ferne den jungen Timotheus stärken, der als Ältester an der Stelle jener Abtrünnigen dort amtete! Paulus nennt es einen „Kriegszug“, um den geprüften, den auf der Wahrheit von Gottes Wort beruhenden Glauben und damit verbunden ein gutes Gewissen zu bewahren!

 

(1. Timotheus 1:18-20)  Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timọtheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenạ̈us und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcRu-xpRM40SZe5wC8BJG3bsmiZ0Lc89-VCRghnQiymzodJHP9xFSchiffbruch am Glauben hatten somit jene erlitten, welche die Wahrheit über die Auferstehung der Toten hier auf der Erde zurückgewiesen hatten und diesen durch heidnische Philosophie Platons ersetzt hatten! Die Lehre der Unsterblichkeit der Seele ist der Aussage der ganzen Schrift entgegengesetzt! Deutlich erklärte Gott durch Hesekiel:

 

(Hesekiel 18:4)  Siehe! Alle Seelen — mir gehören sie. Wie die Seele des Vaters, ebenso die Seele des Sohnes — mir gehören sie. Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben.

 

Wenn die „Seele“, das Leben des Sünders stirbt, dann kann die Seele nicht unsterblich sein!

 

Paulus hatte Jahre zuvor, als er in Ephesus weilte jene Männer, Hymenäus und Alexander aus der Versammlung geworfen, weil sie Satans Lehre verbreiteten, der schon zu Eva erklärt hatte, dass die Seele unsterblich sei auch wenn sie Gottes Wort und Seine Grenzen zurückweisen würde! (1.Mo 3:1-5)

 

Da Paulus an dieser Stelle nicht erklärt, was nun der Grund des „Schiffbruches am Glauben“ war müssen wir seine Erklärung im 2.Brief an Timotheus beachten, den er einige Jahre später aus der 2.Gefangenschaft erneut aus Rom geschrieben hatte. Wahrscheinlich war gar jener Alexander die treibende Kraft gewesen, warum er in Ephesus oder dessen Umgebung auf der 4. und letzten Missionsreise vor seiner Hinrichtung erneut gefangengesetzt worden war. Als römischer Bürger musste er in Rom abgeurteilt werden!

 

So schrieb er Timotheus warnend um die Folgen davon, wenn Streitgespräche über bestimmte Wortauslegungen in der Schrift aufkommen würden. Jene die den Lehren des Hymenäus zuneigten waren der Grund für Gezänk und Streitereien:

 

(2. Timotheus 2:14-19)  Erinnere sie beständig an diese Dinge, indem du ihnen vor Gott, deinem Zeugen, feierlich gebietest, nicht um Worte zu streiten, was gar nichts nützt, denn es führt zum Sturz derer, die zuhören. 15 Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt. 16 Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenạ̈us und Philẹtus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[Der Herr (Jesus)]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[des Herrn (Jesus)]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.

 

Der ausschlaggebende Punkt um zu erkennen, wo die unverfälschte Wahrheit liegt hat damit zu tun, „… das Wort der Wahrheit recht zu handhaben“! Dies bedeutet nichts anderes, als den Gedankengang Gottes herauszufinden, den er im geschriebenen Wort der Heiligen Schrift aufzeichnen liess, ihn so weit zurück zu verfolgen, bis absolute Klarheit existiert! Jedes einschneidende Thema wird in der Bibel an mehreren Stellen behandelt!

 

Paulus verurteilt jene Lehre der unmittelbaren Auferstehung nach dem Tod: „… diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger“. Solche Art von Lehren führen zu Gottlosigkeit, weil Gott niemals auf der Seite der Lüge zu finden ist, mögen sie auch noch so lautstark und durch Millionen Kehlen das Gegenteil behaupten!

 

Wenn ein Zweifel an einer bestimmten biblischen Aussage auftaucht, die vordergründig an einer, zwei oder drei Stellen der Schrift scheinbar bestätigt wird, so gilt es auch die übrigen zehn oder zwanzig oder mehr Stellen zum selben Thema zu konsultieren! Oft ist es bereits der Kontext, der die Aussage die Zweifel erweckt richtig zu stellen vermag! Eine aus dem Zusammenhang gerissene Aussage kann das eine und das andere bedeuten, je nach Sichtweise! Innerhalb des Kontextes aber erklärt sich der Gedanke des Schreibers! Dies zu erforschen aber braucht Konstanz und klares Denkvermöge und jeder von uns ist angehalten sich selbst darin zu schulen! Salomo schreibt in den Sprüchen:

 

(Sprüche 2:10-15)  Wenn Weisheit in dein Herz einkehrt und Erkenntnis selbst deiner eigenen Seele lieblich wird, 11 so ist es Denkvermögen, das stets über dich wachen wird, ja Unterscheidungsvermögen wird dich behüten, 12 um dich von dem schlechten Weg zu befreien, von dem Mann, der verkehrte Dinge redet, 13 von denen, die die Pfade der Geradheit verlassen, um auf den Wegen der Finsternis zu wandeln, 14 von denen, die sich freuen, Schlechtes zu tun, die über die Verkehrtheiten der Schlechtigkeit frohlocken, 15 denen, deren Pfade krumm sind und die in ihrem allgemeinen Lauf abwegig sind,

 

Ist dies nicht gerade die Aufgabe der Vorsteher und Ältesten? Im Prinzip ja, aber da jene sich schon früh eher einer bestehenden Organisation zuzuzählen bereit waren,  haben viele Menschenfurcht statt Gottesfurcht! Sie wenden sich lieber zu jenen, die ihnen Amt und Ehre versprechen halte, die sie als Lohnhirten eingestellt haben! Sofern sie nur immer ihre Doktrinen vertreten würden wurden sie in Ehre an ihren Posten gehalten. Deshalb musste schon sehr früh die Aufgabe des Nachforschens und Prüfens unter Gläubigen auf den Einzelnen Christen verwiesen werden!

 

Die Juden in Beröa hatten diese Einstellung: Sie hörten dem Paulus vorab geduldig zu, merkten auf Unterschiede seiner Lehre zu dem, was sie bisher für richtig glaubten oder darüber zuvor in Unkenntnis waren. Dann, später unter sich begannen sie in den Schriften, im GESETZ und den PROPHETEN zu suchen, ob diese Vorhersagen den Christus betreffend wirklich stimmten, wie Paulus dies behauptet hatte! Täglich verglichen sie das eine mit dem anderen und zogen danach erst ihre eigenen Schlüsse!

 

(Apostelgeschichte 17:10-12)  Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Sịlas bei Nacht nach Berọ̈a weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalọnich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern.

 

Der unverfälschte Glaube kommt erst aufgrund persönlichen Nachforschens! Dies ist mit Aufwand verbunden den viele scheuen oder Angst davor haben, sich in Opposition zu ihren geistigen Vorstehern zu setzen!

 

Daher schrieb Paulus an alle Christen in Korinth sie ermahnend:

 

(2. Korinther 13:5, 6)  Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Da die Apostel sich als bewährt erwiesen haben sind sie uns Leitbild und Massstab! Petrus aber warnte eindringlich vor jenen Sektariern des ersten Jahrhunderts, welche die Briefe des Paulus auf ihre Weise auslegten. Diese ihre persönliche Interpretation widersprach aber in ihrem Konzept „den Schriften“, einerseits jenen der Evangelien und andererseits denen des GESETZES  Mose und der PROPHETEN. Sie liefen den Aussagen des Alten Testaments somit zuwider! Darum erklärten sie jenen Teil als „veraltet“, nicht weiter gültig. Damit aber machten sie Gottes Wort zu etwas Vergänglichem, dem Irrtum unterworfenes, das Veränderung und Erneuerung benötigt! Weit entfern von dem, was Jehova und Jesus erklären!

 

(Johannes 17:17)  Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.

 

Jesus aber hatte deutlich gesagt, dass kein einziger Buchstabe von allen guten Worten Jehovas dahingefallen sei! Paulus verknüpfte beständig die Aussagen Mose und der PROPHETEN mit den Worten Jesu und seinen Erklärungen zu einer Einheit. Das war für Gesetzesunkundige oft schwer verständlich! Petrus verteidigte später im 2.Brief den Paulus vehement und griff jene an, welche seine Lehren verdrehten!

 

(2. Petrus 3:14-16)  Deshalb, Geliebte, da ihr diese Dinge erwartet [[das kommende Gericht, die neue erdenweite Verwaltung]], tut euer Äußerstes, um schließlich von ihm fleckenlos und makellos und in Frieden erfunden zu werden. 15 Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Petrus erklärt, dass die Schriften des Paulus einerseits für „Ungelehrte und Unbefestigte“ „schwer zu verstehen sind“ und sie darum die Aussagen verdrehten. Andererseits  verletzte Paulus aufgrund seiner Offenheit einige Gruppen unter den Versammlungen, die seine Aussagen daher zurückwiesen. Wir aber müssen ebenso schonungslos heute jene aufdecken, welche dieselben Fehler begehen und darum dem Sektarismus dienen, woraus jede Religion resultiert!

 

Jesus gründete keine neue Religion, sondern ist Hoherpriester und König im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! (Kol 1:13) Diese Aussage gilt es erst einmal in ihrer Tiefe zu verstehen! Er vereint das Amt des Hohepriesters und Königs in einer Person, „gleich Melchisedek“, dem Priesterkönig Salems zur Zeit Abrahams der jenem den Zehnten zahlte! (Ps 110:1-4) Er stellte nicht nur die unverfälschte Anbetung Gottes wiederum her, er lehrte auch wie alle Gebote ohne Abstrich gehalten werden können und sollen und gab damit das Muster, das es nachzuahmen gilt!

 

Wenn wir also die Frage danach beantworten wollen, welches die „wahre Religion“ sei bleibt nichts anderes übrig, als gewisse Hauptaussagen, welche die Kirchen voneinander unterscheiden oder worauf sie sich bisher einigen konnten anhand der ganzen Bibel auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Dies ist nur anhand des Vergleichs mit dem Schriftwort möglich!  Darauf geht der NEWSLETTER tiefer ein!

 

5.2.1  Welches ist die wahre Religion?

 

Wie in so vielen unserer Artikel bleibt keine Aussage der Schrift zum jeweiligen Thema unberührt, um Streitfragen abschliessend zu behandeln! Wer glaubt mittels ein paar abgedroschen Schlagworten die absolute Wahrheit schon gefunden zu haben, der lasse ab von der weiteren Lektüre! Er wird wie Hymenäus, wie Alexander und wie Philetus sich weder von Paulus noch von Timotheus belehren lassen und an der festgemachten Überzeugung bis zum Tode festhalten! Weder Aussagen Jesu noch Worte Gottes dringen in ein verhärtetes Herz.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTR1U-FCb8arPUSUaOS910SMBBidIKBCdKyGeqy80AlWhYzTMDrDaran sind die im Glauben Unbefestigten doch gerade zu erkennen, dass sie ausserstande sind durch Denkvermögen zwischen der Wahrheit die zu Gott gehört und dem Irrtum und der Lüge, die zu Satans Schattenmacht Bezug haben zu unterscheiden! Sie verwechseln Massenbewegung und gut aufgemachte religiöse Show, Machttaten und Wunderwerke die doch auch der Teufel und die Dämonen zu wirken vermögen mit dem einfachen Auftreten von Jesu und seinen Aposteln. Jene überhoben sich nicht über die anderen, wie dies in jeder Kirchenhierarchie üblich ist, sondern neigten sich zur Höhe dessen hinab, dem sie etwas zu erklären suchten!

 

(Matthäus 7:21-23)  Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht? 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Die falsche Religion widerspricht im einen oder anderen der Lehre Jesu und der Apostel, die ihrerseits nirgends den Propheten widersprechen! Zudem bedeutet jede Religion eine Abweichung von Gottes GESETZ und Jesu Gebot! Religionen differieren somit aufgrund unterschiedlicher Gesetze!

 

In diesem Sinne hoffen wir, dass Du diesen Sabbat und die kommende Woche damit verbringen mögest Deinen eigenen Glauben zu überprüfen! Jedem der sucht wird gegeben und jedem der beständig anklopft wird geöffnet werden hat Jesus erklärt! (Mat 7:7)

 

Wir aber, von der Gruppe „DER WEG“ wünschen Dir mehr und tiefere Erkenntnis zum Thema und dass Du unverfälschte Wahrheit und Gottes Gerechtigkeit zu Leitplanken auf Deinem eingeengten Weg machen mögest, der Dich zum ewigen Leben und durch Christus zu Jehova führt!

 

 „DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

Bereite dich vor auf die kommenden Festtage der im September und Oktober 2012 (Versammlung “Der Weg”)

Das Trompetenfest (1.Tischri) beginnt am Abend des 16. September (Sonntag), dauert bis zum Abend des 17. September (Montag). Versammlung: 09.00-11.30, Mittagessen: 12.00

Versöhnungstag (10. Tischri) beginnt am Abend des 25. September (Dienstag), dauert bis zum Abend des 26. September (Mittwoch). Es ist ein Tag der Trauer und des vollständigen Fastens. Versammlung: 09.00-11.30 y 15.00-17.30 

Das Laubhüttenfest (15.-22. Tischri) beginnt am Abend des 30. September (Sonntag), 1. Oktober = 1.Tag, dauert bis zum Abend des 8. Oktober (Montag). Erster und letzter Tag sind heilige Sabbate. Versammlung: 09.00-11.30, Mittagessen um 12.00; alle übrigen Tage treffen wir uns um 17.00-18.00 zur Versammlung und gemeinsamen Abendessen.

 

Keinerlei Arbeit darf verrichtet werde, es sind Heilige Sabbate, sie sind ein Ruhetag für Jehova! (2.Mo 20:8-10; 3.Mo 23:37-43)

 

 



[1]  EINSICHTEN IN DIE HEILIGE SCHRIFT; Watchtower INC., New York, Band 2; S. 586, Stichwort Pharisäer