Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-12.07.20  Jesaja 6

 

 

Der Prophet Jesaja und seine Vorhersagen für uns heute

(6.Teil: Kapitel 31-36) Gottes grosser Tag der Rache und der Befreiung

 

Bariloche,  20. Juli 2012

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

 

Mit jedem Kapitel Jesajas das wir verstehen lernen erkennen wir mehr und mehr, dass Jehova die Menschheitsgeschichte in ihrem Drang von Gott unabhängig zu handeln bis hin zu ihrer offenbar nahenden Selbstvernichtung von Anfang an kannte!

 

Schon im Urteil Jehovas in Eden erklärte Gott, dass Satans Bemühungen die Menschheit zu führen und Gottes Gebot abzulehnen langfristig zum Scheitern verurteilt sei! Er sprach von der „Frau“, die dem Teufel den „Kopf zertreten“ werde, als ob dies für Ihn bereits geschehen sei!

 

Dieselbe „Frau“, Gottes ihm treu ergebenen Engel unter Jesu Führung spielen nun in der Endzeit eine Hauptrolle, wenn Satans irdischer „Kopf“, die gesamte religiöse und politische Führung mit einem Schlag in Harmagedon entfernen wird! (1.Kor 15:24) Dass dabei die Nation Israel bis hin zum grossen Gerichtstag Gottes eine herausragende Rolle spielt geht aus Gottes Ankündigung im Kapitel 9 Jesajas bereits klar hervor, wo Er anklagend erklärt:

 

(Jesaja 9:13-17)  Und das Volk selbst ist nicht zu dem zurückgekehrt, der es schlug, und Jehova der Heerscharen haben sie nicht gesucht. 14 Und Jehova wird von Israel Kopf und Schwanz abhauen, Schößling und Binse an einem Tag. 15 Der Betagte und Hochgeachtete ist der Kopf, und der Prophet, der falsche Unterweisung erteilt, ist der Schwanz. 16 Und die dieses Volk leiten, erweisen sich als die, die [es] irreführen; und die von ihnen Geleiteten [als] die, die verwirrt sind. 17 Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.

 

Der zum Kampf und zur Zerstörung erhobene „Arm“, der Gottes Zorn darstellt, dieser „Arm“ beinhaltet aber auch noch eine weitere Geste: Die „ausgestreckte Hand“, die uns bittet sie zu ergreifen und mit Gott Frieden zu machen! In Jesaja Kapitel 65 wird jener Teil erwähnt und wir sollten den Rat mit offenem Herzen annehmen, jenem störrischen Volk nicht zu gleichen:

 

(Jesaja 65:2-5)  Ich habe meine Hände den ganzen Tag lang zu einem störrischen Volk ausgebreitet, zu denen, die einen Weg gehen, der nicht gut ist, ihren Gedanken nach; 3 dem Volk, [gebildet aus] denen, die mich beständig direkt ins Angesicht kränken, die in den Gärten opfern und auf den Ziegelsteinen räuchern, 4 sich inmitten der Grabstätten hinsetzen, die dann die Nacht sogar in den Wachthütten verbringen, das Fleisch des Schweines essen, wobei sogar die Brühe verdorbener Dinge in ihren Gefäßen ist; 5 diejenigen, die sagen: ‚Bleib ganz für dich. Nahe mir nicht, denn ich werde gewiß Heiligkeit auf dich übertragen.‘ Diese sind ein Rauch in meiner Nase, ein den ganzen Tag lang brennendes Feuer.

 

Jesajas Rolle als wahrer Prophet Jehovas, der Gottes Worte direkt hören durfte, um sie für spätere Generationen unverfälscht aufzuzeichnen, ihn müssen wir im Gesamtzusammenhang gut verstehen lernen! Vieles was er angekündigt hat wurde später durch andere Propheten nur noch ergänzt und dessen Grundaussagen mit vielerlei Details erweitert!

 

Alles läuft aber auf das schlussendliche Ende hinaus, wo all jene, die nicht bereit sind Gottes Rat anzunehmen ihr Ende finden, all jene aber, die hörten und handelten nicht nur befreit werden, sondern auch ihre Belohnung erhalten und ewiges Leben erlangen! Dies steht stets im Zusammenhang, dass ein neuer „Kopf“ und ein getreuer „Schwanz“ kommen muss, der „in allem“ Jehova Treue zeigt: Das steht im Zusammenhang mit dem angekündigten „Königreich der Himmel“!

 

(1. Korinther 15:24)  Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Da wir uns in dieser Phase befinden und Gottes Ankündigungen durch Jesaja sich ihrem Höhepunkt zu bewegen, so wie Paulus es uns Christen erklären durfte, daher gilt es doppelt aufmerksam und vorsichtig zu handeln! Wir, auf welche der „Abschluss des Systems der Dinge“ fällt, haben nur diese eine Chance! Gottes Gericht durch Christus entscheidet, ob wir wie ein „Lamm“ betrachtet werden oder eher wie ein „Bock“! (Mat 25:31-46)

 

Wir selbst wählen durch unser Verständnis das „ewige Leben“ oder die „ewige Abschneidung“! Wir kennen daher nicht den Luxus, den frühere Generationen in Anspruch nehmen durften, dass sie eine zweite Chance erwartet, weil sie vom adamischen Tod betroffen waren. Ihre Auferstehung innerhalb der „Gerechten und Ungerechten“ gibt vielen diese zweite Chance, weil sie nicht gegen den heiligen Geist gesündigt hatten, in Unkenntnis gehandelt haben! Nur diese Sünde zog und zieht weiterhin ein endgültiges Urteil nach sich!

 

Wer wissentlich und damit willentlich Jehovas deutlich ausgesprochene Gebote zurückweist, um ihm zuwider zu handeln, der gleicht doch Eva und dann Adam, der sich ihr in der Rebellion anschloss, welche die Konsequenz des Übertretens genau kannten: „Ihr werdet bestimmt sterben!“, hatte doch das angekündigte Strafmass gelautet!

 

(1. Mose 3:1-5)  Die Schlange nun erwies sich als das vorsichtigste aller wildlebenden Tiere des Feldes, die Jehova Gott gemacht hatte. So begann sie zur Frau zu sprechen: „Sollte Gott wirklich gesagt haben: Ihr dürft nicht von jedem Baum des Gartens essen?“ 2 Darauf sprach die Frau zur Schlange: „Von der Frucht der Bäume des Gartens dürfen wir essen. 3 Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: ‚Ihr sollt nicht davon essen, nein, ihr sollt sie nicht anrühren, damit ihr nicht sterbt.‘ “ 4 Darauf sprach die Schlange zur Frau: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. 5 Denn Gott weiß, daß an demselben Tag, an dem ihr davon eßt, euch ganz bestimmt die Augen geöffnet werden, und ihr werdet ganz bestimmt sein wie Gott, erkennend Gut und Böse.“

 

Heute werden wir offen von Religionsführern belehrt, Christus sei „das Ende (statt: Ziel) des GESETZES“ und daher wäre das Übertreten von Gottes Geboten ohne Folge. Jene geben sich dadurch als „Same der Schlange“ zu erkennen, die „ihren Vater“ folgen, der „Urschlange“, die in der Wahrheit nicht fest stand, dem Anfang jeder Lüge! (Joh 8:44)

 

Nun, wenn wir Jesaja wirklich verstehen sehen wir, dass dasselbe Konzept vom Beginn in Harmagedon zur Ausführung gelangt! Es ist eine Gerichtszeit, wo Jehova aufgrund Seines GESETZES und Seiner Strafbestimmungen handeln wird.  Gleichzeitig wird Gott durch Christus denen Barmherzigkeit zukommen lassen, die das Loskaufsopfer Jesu anerkannt und sich ihm als dem Herrscher im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ unterordnet haben.

 

Der Halbbruder Jesu, Jakobus bringt es auf den Nenner, wo er in seinem Brief schreibt:

 

(Jakobus 2:10-13)  Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Sich Gottes GESETZ zu unterordnen und keines der Gebote zu übertreten, was auch das vierte, das Sabbatgebot mit einschliesst macht uns wirklich zu einem „freien Volk“! Zur Freiheit gehören Grenzen und zwar jene, welche Jehova für uns festgelegt hat! Wer diese Zusammenhänge versteht und sie im Leben zur Leitlinie macht wird auch Gottes Barmherzigkeit am kommenden Gerichtstag verspüren, weil er selbst mit anderen barmherzig verfährt!

 

12.7.3  Die prophetischen Worte Jesajas im Hinblick seiner Aussagen zur Endzeit beachten!

 

6.Teil:  Jesajas Prophezeiungen: Kapitel 31 bis 36:

Gottes gropsser Tag der Rache und der Befreiung

 

Es lohnt sich mit den Worten der Propheten wirklich vertraut zu machen, weil sie die Aussagen im GESETZ Mose alle stets bestätigen! Jesus war nicht gekommen, um das GESETZ und die PROPHETEN abzuschaffen, sondern um alles so zu erfüllen, wie es über ihn durch jene angekündigt war! (Mat 5:17-20)

 

Da man ihm das Leben nahm von Seiten des jüdischen "Hauptes und Schwanzes“ nach nur dreieinhalb Jahren des Predigens und Wirkens, wo „Edle und Fürsten“ mit Satan der Urschlange erneut gemeinsame Sache machten, so konnte er nur einen ersten Teil der von Gott gestellten Aufgabe erfüllen: Das kommende Königreich anzukündigen und durch Wunder und grosse Taten beweisen, dass er das „Haupt“ jenes Königreiches sei und er selbst jene auswählt, die an seiner Seite künftig als Priesterkönige handeln werden!

 

Alle aber, die sich selbst erhöhten, sie werden erniedrigt! „Ihre Edlen — es sind keine da, die man zum Königtum selbst berufen wird, und alle ihre Fürsten, sie werden zu nichts werden“ erklärt Gott durch Jesaja (Jes 34:12).

 

Jesu Tod kam nicht von ungefähr, denn er war exakt zum Zeitpunkt und in der Form angekündigt worden, wo und wie es geschah: In der Mitte der siebzigsten Jahrwoche, von der Daniel der Prophet schreiben musste!

 

(Daniel 9:25-27)  Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [daß] es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen [[(455 v.u.Z.)]], bis [zu dem] Messịas, [dem] Führer, sieben Wochen [[1 Tag ein Jahr = 49 Jahre]], ferner zweiundsechzig Wochen sein werden [[(= 69 Wochen x 7 = 483 Jahre)]]. Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten.

26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird [der] Messịas abgeschnitten werden mit nichts für sich selbst.

Und er soll [den] Bund für die vielen eine Woche lang in Kraft halten; und zur Hälfte der [[70. Woche]] Woche wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen.

 

Im Jahre 29 u.Z. liess Jesus sich im Herbst von Johannes dem Täufer im Jordan untertauchen. Mit dem Herabkommen des heiligen Geistes, der durch die Taube dargestellt wurde, ward Jesus zum Messias und begann sein Werk. „Zur Hälfte der (70.) Woche“, nach nur dreieinhalb Jahren wurde er getötet! Damit endeten die Schlachtopfer Israels, die Sünden nur zudeckten, denn das „geschlachtete Lamm“ vermochte nun Sünde vollständig auszulöschen.

 

Da Jesus in vollkommener Treue starb und alles auf der Erde hinter sich liess erhöhte ihn sein Vater unmittelbar nach seiner Auferweckung im Geiste (1.Pe 3:18) und setzte ihn über „alle Gewalt im Himmel und auf der Erde“! (Mat 28:18; Off 5:11, 12)

 

Satan konnte durch Jesu Tötung nicht verhindern, dass auch alle übrigen Vorhersagen der Propheten sich noch erfüllen werden! Es war wie der Biss in die Verse „der Frau“, die zwar eine Zeit lang eine schmerzende Wunde hinterliess, die jedoch heilen würde! (1.Mo 3:15)  Jesaja kündet an, was nun schon bald folgen soll:

 

(Jesaja 32:1-2)  Siehe! Für Gerechtigkeit wird ein König regieren; und was Fürsten betrifft, sie werden für das Recht als Fürsten herrschen. 2 Und jeder soll sich wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Versteck vor dem Regensturm erweisen, wie Wasserbäche in einem wasserlosen Land, wie der Schatten eines wuchtigen zerklüfteten Felsens in einem erschöpften Land.

 

Jesaja kündet deutlich Jesu Wiederkehr an, der nun das angekündigte „Königreich der Himmel“ inmitten der Feinde aufrichten wird. Danach in Harmagedon wird er „Gottes grossen Tag der Rache“ ausführen ohne Rücksicht darauf, wen es treffen muss! Wer nicht zum ewigen Leben gekennzeichnet ist, weil er sich nicht freiwillig dem „GESETZ eines freien Volkes“ unterordnete oder weil er zu Feige und zu nachlässig war, um Gottes und Jesu Rat auszuführen: Er wird den Preis bestimmt entrichten, der auf willentlichen Ungehorsam steht!

 

Wir aber, die hören und handeln wollen uns auf die kommende Befreiung vorbereiten, um Anteil daran zu haben aus der ganzen Erde ein Paradies zu gestalten! Dazu wird uns ewiges Leben geschenkt! Darum wollen wir mit anderen Menschen über das Kommende sprechen, um sie einzuladen ebenso Anteil daran zu haben!

 

Fühlst Du Dich angesprochen? Handle!

 

In diesem Sinne begleiten Dich Jesajas Worte in diesem 6.Teil der Wort-zu-Wort-Betrachtung in den Sabbat! Möge Jehova Dich, Deine Familie und Deine Gruppe segnen!

 

 „DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

 

Bereite dich vor auf die kommenden Festtage des „Festes der Einsammlungen“ (Laubhüttenfest) im September/Oktober 2012

Das Trompetenfest (1.Tischri) beginnt um 18.00 h am 16. September (Sonntag), es dauert bis zum Abend des 17. September (Montag). Versammlung Älteste: Sonntag 19.00 (4.Mo 28:11-15)

Der Sühnetag (10. Tischri) beginnt am Abend 25. September (Dienstag) und dauert bis zum Abend des 26. September (Mittwoch) Versammlung  09.00-11.30 und 15.00-17.30. Es ist ein Tag der Trauer und vollständigen Fastens.

Das Fest der Einsammlungen (Laubhüttenfest) (15.-22. Tischri) beginnt am Abend 18.00 h des 30. September (Sonntag) und dauert bis zum Abend des 1. Oktobers (Montag). Erster und letzter Tag sind heilige Sabbate. Versammlung: 09.00-11.30; Mittagessen 12.30; alle übrigen Tage treffen wir uns um 17.00 zur Versammlung und zum Abendessen (3.Mo 23:33-36).

 

Keine Arbeit darf an den Sabbaten verrichtet werden; sie sind eine Ruhe für Jehova! (2.Mo 20:8-10; 3.Mo 23:37-43)