Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-12.04.13

 

 

Welche Lehren konntest Du aus dem Abendmahl Christi ziehen?

 

Bariloche, 13. April 2012

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

 

Die Woche der Passahfeier neigt sich dem Ende entgegen! Am Samstag ist der letzte Tag den Jehova als grossen Festtag für ganz Israel als verbindliche Feierlichkeit festgelegt hat. Er erklärte auch diese Regelung als für ganz Israel verbindlich, an all ihren Wohnorten und nennt es im GESETZ Mose ein „ewiges“ Gebot. 

 

Wer aufmerksam die zwei bisherigen Briefe zum Thema Abendmahl studiert hat und die zugehörigen Artikel gelesen hat weiss heute bestimmt viel mehr darüber! Er kann in die Tiefe erkennen, warum Jesus und die Apostel dieses Gebot einhielten und bis heute messianische Juden, die Ebioniten sich weiterhin fest an dieser Regelung halten. Wir, als Christen aus den Nationen können viel von ihnen lernen, das hat Paulus in seinen Briefen immer wieder erwähnt!

 

(Römer 3:1-6)  Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? 2 In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden. 3 Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4 Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als Lügner erfunden werde, so wie geschrieben steht: Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst.“ 5 Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entlädt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6 Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?

 

Gott wird Dich und mich aufgrund Seines GESETZES richten, nicht aufgrund dessen, was jene behaupten die Ihm ins Angesicht widerstehen, die dann als Lügner offenbart werden! Jehova ist denen gegenüber treu, die sich an seine Worte klammern!

 

Wenn wir im Vaterunser bitten, „Dein Wille geschehe“, dann drücken wir den Wunsch aus, dass alles, was der himmlische Vater von uns wünscht sich erfüllen möge. Wie aber kann dies geschehen, wenn uns niemand darüber informiert, was denn der Wunsch des Vaters in Bezug auf die Gestaltung unseres Lebens ist? Wie werden wir verstehen, wenn wir eher religiösem Aberglauben und Lügen Glauben schenken wie selbst unser Verständnis anhand der Schrift zu bilden?

 

Ja, für Jehova haben diese Festzeiten einen grossen Wert, weil sie den Zusammenhalt Mensch hin zu Gott fördern aber auch die Verbindung in Liebe zum Mitmenschen stärken!

 

Wenn wir es ernst nehmen Jesus exakt nachzuahmen, was uns Paulus ans Herz legt, dann merken wir bald, warum uns Christus ein vollkommenes Vorbild gibt! Er war der erste Mensch der kein einziges göttliches Gebot übertrat und war damit auch gleichzeitig der freieste Mensch, der je auf Erden lebte! Freiheit existiert nur innerhalb definierter Begrenzungen! Grenzenlose Freiheit ist Illusion! Sünde aber versklavt. Unser Schöpfer hat jene Grenzen exakt festgelegt, die es nicht zu übertreten gilt!

 

Bedenken wir, dass dieselben physikalischen Gesetze im ganzen Universum gelten und dessen Funktionieren im kleinsten und im grössten Bereich regeln! Ebenso gelten Gottes Gebote für alle Menschen und auch für Engel. Wo sich alle an das Gebot halten ist Frieden und Sicherheit die Folge, wo dies abgelehnt wird kommen Unordnung, Streit und Chaos!

 

(Psalm 119:142) 

Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]],

Und dein Gesetz [[GESETZ]] ist Wahrheit.

 

Gottes GESETZ ist die Wahrheit, weil es fest mit Leben und Wohlergehen verbunden ist! Weil die meisten Menschen dies ablehnen auf Gottes Gebote zu achten und dadurch die Auftrennung unter unterschiedlichste Gesetze die Folge ist, war und ist die Konsequenz davon, dass jedes Land und jede Religion sich eigene Regeln gegeben hat! Was hier erlaubt ist, das ist andernorts verboten und umgekehrt! Wer je mit der Justiz eines anderen Landes oder unterschiedlicher Religionen in Berührung kam wird davon ein Lied singen können! Wahrheit erkennen bedeutet somit Gottes Gebote anzunehmen, sein ganzes Wort ernst zu nehmen!

 

(Johannes 8:31, 32)  Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Jesus lehrte uns diese Wahrheit und führt jeden hin zur Freiheit, der auf seine Worte wirklich achtet! Glaube in Christus zu zeigen erweist sich doch erst dadurch, dass wir seinen Geboten Folge leisten! Paulus zeigt, dass Glaube Gottes GESETZ im eigenen Leben aufrichtet!

 

(Römer 3:31)  Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESTZ]] auf.

 

Der Auftrag an jeden Christen lautet doch die gute Botschaft zu verbreiten (Mat 28:19, 20), dass Christus König und Hoherpriester ist und sich nach Gottes Wunsch jeder ihm unterordnen soll! Wenn wir in der Glaubenstaufe Jesus als unser Haupt anerkannt haben, dann nahmen wir auch die Pflicht auf uns auf seine Stimme zu hören und entsprechend zu handeln! Dazu müssen wir vorab Gottes Gebote unverändert in unserem Leben aufrichten! Die Worte Jesu in der Bergpredigt sollten wir auf unser Herz schreiben:Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.“ (Mat 5:19)

 

Genau dies ist es, was uns Jakobus in seinem Brief zu erklären versucht:

 

(Jakobus 1:25)  Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESTZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

Gottes GESETZ für das Universum zeigt sich als „vollkommen“ und wer die Moralgebote für die Menschen näher untersucht kommt zum selben Schluss! Die zehn Gebote sind Grundlage jedes harmonischen Zusammenlebens! Wo auch nur eines gebrochen wird kommt Disharmonie und die langfristigen Folgen sind schwerwiegend!

 

Eine Woche lang jeden Sauerteig aus dem Haus zu verbannen scheint einigen eine unnötige Erschwerung des Lebens, eine Belastung zu sein die den gewohnten Rhythmus des Tagesablaufes zu stören scheint. Wer aber begriffen hat, dass diese kleine Übung einen grossen erzieherischen Wert besitzt, der sich der ganzen Familie einprägt, wenn wir Gesäuertes mit Ungesetzlichkeit gleich setzen, der wird es mit Freude erfüllen! Während einer ganzen Woche jede Form von Übertreten von Geboten zu vermeiden muss eine reinigende Wirkung auf Jung und Alt ausüben! Es ist wie eine geistige Entschlackungskur!

 

Gottes Gebot betreffend Abendmahl und Passah hat somit vielerlei Aspekte, die, wenn wir sie kennen und anerkennen unser Leben positiv zu beeinflussen vermögen!

 

Wir haben gesehen, dass in der Vergangenheit die Passahfeier zwei gewichtige Gerichtstage Gottes betrafen und wir können aus der Schrift die Schlussfolgerung ziehen, dass der kommende grosse Gerichtstag Gottes erneut mit dem Passah in Verbindung steht! Wer auf Gott hört uns seinen Willen ausführt ist es, der Ihn wirklich liebt! Wer Jesu Schritten nachfolgt wird es sein, der die Kennzeichnung als „Schaf“ erlangt und den Abschluss dieses Systems überstehen wird! Der Lohn den Christus erwähnt ist gross: Er verspricht jedem ewiges Leben unter der Voraussetzung weiterhin Gottes Gebote zu halten! Erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an die Worte des Apostels Johannes, der erklärte: „Denn darin besteht die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer, denn alles, was aus Gott geboren worden ist, besiegt die Welt. Und das ist die Siegesmacht, die die Welt besiegt hat: unser Glaube.“ (1.Joh 5:3, 4)

 

Der letzte Artikel der Trilogie  zum Thema Abendmahl und Endzeit lautet:

 

Die Bedeutung des Abendmahls in der Endzeit

 

3.Teil:  5.4.1  Vom Abendmahl Jesu und den ersten Christen lernen!

 

Ja, Gottes Festzeiten ergeben alle einen tieferen Sinn und sind zu unserem Vorteil festgesetzt worden! Das Zusammenkommen und das Erklären der ganzen Schrift während dieser Festtage sollte uns erneut zur Gewohnheit werden! Väter als Haupt der Familie haben darin führend voranzugehen! Frauen, die Jesus wirklich nachfolgen werden ihre Stellung dazu nutzen die Kinder in Gottergebenheit und Respekt vor Autorität ein Beispiel zu geben, indem sie selbst Jehovas Ordnung anerkennen! Die Kinder werden diese Dinge nachzuahmen lernen und tragen damit zum Frieden und Wohlergehen der Familie bei!

 

Moses zeigte in einem Rückblick, wie Gott Israel anführte, so lange es auf ihn hörte und aus der Knechtschaft Ägyptens befreite, weil es jedem seiner Befehle gehorchte!

 

(4. Mose 33:1-4)  Dies waren die Etappen der Söhne Israels, die durch die Hand Mose und Aarons in ihren Heeren aus dem Land Ägypten auszogen. 2 Und Moses verzeichnete auf den Befehl Jehovas stets die Ausgangsorte nach ihren Etappen; und dies waren ihre Etappen von einem Ausgangsort zum anderen: 3 Und im ersten Monat, am fünfzehnten Tag des ersten Monats, machten sie sich daran, von Rạmses wegzuziehen. Gleich am Tag nach dem Passah zogen die Söhne Israels mit erhobener Hand vor den Augen aller Ägypter aus. 4 Während dieser ganzen Zeit waren die Ägypter dabei, diejenigen zu begraben, die Jehova unter ihnen geschlagen hatte, nämlich alle Erstgeborenen; und an ihren Göttern hatte Jehova Strafgerichte vollstreckt.

 

Wir sind in einer vergleichbaren Situation! Die Befreiung aus der Knechtschaft dieses Systems geschieht ebenso in Etappen! Gottes „Zeiten und Zeitabschnitte“ markieren diese Phasen und sind fest an Seine Sabbate und an Seine Festzeiten geknüpft! Die „Erstgeburt“ innerhalb der christlichen Kirchen sind deren geistige Führer, die jede Form des Götzendienstes gefördert haben! Der erste Teil von Gottes Gericht trifft sie und das steht in Verbindung mit der Passahfeier!

 

Wer sich von Gottes GESETZ und Seinen Festzeiten zu lösen versucht wird niemals ein klares Verständnis erreichen! Wem aber dieses Verständnis fehlt ist in Finsternis und wird vom vorgegebenen Weg in der Nacht abweichen und das wirkliche Ziel aus den Augen verlieren! 

 

Der kommende Samstag ist ein doppelter Sabbat, weil darauf der letzte Tag der Passahwoche fällt! Wir möchten jedem der bereit ist zu hören helfen den schmalen, den eingeengten Weg der zum ewigen Leben führt wiederum erkennen zu können! Nimm Dir die Zeit auch diesen dritten Artikel zu studieren. Er birgt viele weitere Zusammenhänge die unser Auge erleuchten!

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen segensreichen Abschluss dieser Festwoche! Mit jedem Tag sind wir dem neuen System ein Schritt näher! Mit jeder Erfüllung von Gottes Willen auch in geringen Dingen häufen wir uns im Himmel geistigen Reichtum auf! Auf Jesus zu hören und seinen Schritten nachzufolgen bringt uns wahre Freiheit! 

 

„DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

Bereite dich vor auf die kommenden Festtage der Passahfeier im April 2012

Das Neujahrfest (1.Nisan) beginnt um 18.00 h am 24. März (Freitag), es dauert bis zum Abend des 25. März (Samstag). Versammlung Älteste: Freitag 19.00 (4.Mo 28:11-15)

Das Abendmahl (14. Nisan) ist am Abend 6. April (Freitag), Versammlung und Abendmahl 20.00-23.00 (3.Mo 23:5, 6)

Das Fest das Passahwoche (15.-21. Nisan) beginnt am Abend 18.00 h des 7. April (Dienstag), dauert bis zum Abend des 14. April (Samstag). Erster und letzter Tag sind heilige Sabbate. Versammlung: 09.00-11.30; Mittagessen; alle übrigen Tage treffen wir uns um 17.00 zur Versammlung und zum Abendessen (3.Mo 23:6-14). Befreie Dich von jeder Art Sauerteig in deinem Haus! (2.Mo 12:15; 1.Kor 5:6-8)

Das Pfingstfest (6. Siwan) beginnt am Abend um 18.00 h des 26. Mai (Samstag), dauert bis zum Abend des 27. Mai (Sonntag). Versammlung: 9.00-11.30, Mittagessen (3.Mo 23:15-21)

Keine Arbeit darf an den Sabbaten verrichtet werden; sie sind eine Ruhe für Jehova! (2.Mo 20:8-10; 3.Mo 16:29)