Der falsche Prophet

X3.36.6  Prophet 6  V:15.8.10

 

6   Zusammenprall des Nord- und Südkönigs

 

Inhaltsübersicht Kapitel 6

 

6               Zusammenprall des Nord- und Südkönigs  4

6.1         Falsche Propheten werden durch Dämonen instruiert 4

6.1.1             Der Auftakt nach Harmagedon hin   4

6.1.2             Verbindung Religion und Dämonismus  5

6.1.3             Satans System der Kontrolle über die Menschheit 6

6.1.4             Organisationstreue und blinde Unterordnung  8

6.1.5             Jesus führte ein nicht hierarchisches System ein   9

6.1.6             Eigeninitiative oder Unterordnung unter Satans Machtstruktur?  11

6.1.7             Warum war und ist der Politik die Kirche so nützlich?  11

6.1.8             Religion heiligt Krieg  12

6.2         Die Versammlung Christi im ersten Jahrhundert 12

6.2.1             Kein weiterer Mittler ausser Jesus  12

6.2.2             Wie oft müssen sich Christen zusammenfinden?  13

6.2.3             Neue Regelung des Zugangs zur heiligen Städte  15

6.2.4             Folgen davon, die Heiligkeit nicht zu bewahren   16

6.2.5             Geordnetes oder chaotisches Zusammenkommen?  17

6.2.6             Die ersten Christen kannten weder Messen noch Klöster 18

6.2.7             Konstantin's Staatskirche  19

6.2.8             Hatte Jesus nicht zuvor den Kirchgang vorgesehen?  20

6.2.9             Nicht erlahmende Eigeninitiative statt Kirchenmitgliedschaft erwartet 21

6.2.10           Belehrte werden zu Lehrern   22

6.3         Vorbereitung zur letzten Schlacht 24

6.3.1             Aufmarsch nach Harmagedon   24

6.3.2             Statt nützlich nur noch eine Last 24

6.3.3             Grundlage für den Angriff gegen die Religionen   25

6.3.4             Zweckbündnis mit gemeinsamem Ziel 26

6.3.5             Verteidigung mit dem Schwert des Geistes  27

6.3.6             Der koordinierte Angriff beginnt 28

6.3.7             Frontalangriff auf die Religionen in Vorbereitung  29

6.3.8             Gott führt zuerst das Ende religiöser Macht herbei 30

6.3.9             Warum so schnelle Vernichtung?  31

6.3.10           Änderung von Zeit und Gesetz  33

6.4         Die „Heiligen des Allerhöchsten“ bewahrt 34

6.4.1             Vor der Stunde der Erprobung bewahrt 34

6.4.2             Befehdung der „Heiligen des Allerhöchsten“ und Ausgang der Sache  35

6.4.3             Warum muss Jehova direkt zu Gunsten seiner Auserwählten eingreifen?  36

6.4.4             Berufung nach oben   37

6.4.5             Worte gegen den Höchsten   38

6.4.6             Versuch das Gesetz zu ändern   39

6.4.7             Jehovas endgültiger Gerichtsentscheid, nicht der von Menschen   40

6.4.8             Wem gebührt unsere unverbrüchliche Loyalität?  40

6.4.9             Das Kennzeichen des wilden Tieres  41

6.5         Ein sich änderndes Feindbild   43

6.5.1             Ein neuer Feind: Ein neues Feindbild wird notwendig  43

6.5.2             Die von Jehova bestimmte Zeit 44

6.5.3             Identitätswechsel des Königs des Nordens  45

6.5.4             Gegen den heiligen Bund  46

6.5.5             Atheismus und Islam   47

6.5.6             Die Schiffe von Kittim   49

6.5.7             Tödlich verletzter „siebter Kopf“ des wilden Tieres  51

6.5.8             Strafankündigungen gegen die Christenheit, die den Bund verlassen hat 52

6.5.9             Fundamentalistische Islamische Staaten   54

6.5.10           Die UNO als gemeinsame Plattform   54

6.5.11           Auslösendes Element:  Doppelsinnige Reden und Trug  55

6.5.12           Gewalt gegen die „Heiligen“ während zweiundvierzig Monaten   57

6.5.13           Der Südkönig erhält fast unbegrenzte Macht zum Handeln   58

6.6         Christlicher Glaube auf der Zerreissprobe  60

6.6.1             Propagandakrieg gegen die Religionen?  60

6.6.2             Nachricht „Jehovas Tag“ sei herbeigekommen wurde schon oft wiederholt 61

6.6.3             Wiederkunft Jesu: Offenbarung des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ 61

6.6.4             Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ und falsche Prophetie  63

6.7         Nähere Identifizierung des Nordkönigs  64

6.7.1             Der Messias kommt auf einem Esel reitend?  64

6.7.2             Der Südkönig versucht den Nordkönig zu kontrollieren   65

6.7.3             Neue Kriegstaktiken um den absoluten Machtanspruch zu verteidigen   67

6.7.4             Ein neuer Gott: Der Gott der Festungen   69

6.7.5             Das Versteck des Feindes und der Ort der Planung  70

6.7.6             Der Glaube der Moslems  71

6.7.7             Die am stärksten befestigten Städte des Südkönigs  73

6.7.8             Streitarme die vom König des Nordens ausgehen   73

6.7.9             Das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht 74

6.7.10           Einzug des Königs des Südens in das Land der Zierde  75

6.7.11           Wie lange wird es dauern?  78

6.7.12           Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes  78

6.7.13           Der Thronerbe ist der erklärte Hauptfeind und der Endsieger 79

6.8         Das messianische Königreich herrscht 80

6.8.1             Das messianische Königreich wird über die ganze Erde herrschen   80

6.8.2             Übernahme des Thrones Davids  81

6.8.3             Das Joch der Nationen wird zerbrochen   82

6.8.4             Jerusalem soll Regierungssitz der kommenden Weltregierung werden   83

6.9         Grafiken die helfen dieses Kapitel besser zu verstehen   85

 

 

 

6                      Zusammenprall des Nord- und Südkönigs

 

 

6.1                 Falsche Propheten werden durch Dämonen instruiert

6.1.1              Der Auftakt nach Harmagedon hin

 

Vor Beginn der grossen Drangsal, zu ihrem Auftakt hin, ruft Satan durch drei inspirierte Äusserungen den Kampfgeist der Politik gegen die Religionen wach. Diese Aufrufe erfolgen durch Dämonen und diese vollbringen Zeichen. Dämonen reden normalerweise durch Medien die als Mittler dienen. Als Medium kann jeder erscheinen, es ist nicht an eine Berufskategorie gebunden oder geschlechtsspezifisch.

 

Medium zu sein bedeutet lediglich, dass man Mitteilungen aus dem geistigen Bereich akzeptiert, deren Ursprung nicht Jehova ist und sie an andere weiter vermittelt (Medium = Mittler). Die Bibel missbilligt solche Kontakte mit sehr scharfen Worten. Gemäss der Bibel gibt es einen einzigen Mittler den Jehova zulässt, einen „Menschensohn“, Jesus Christus und von ihm beauftragte Engel (5.Mo 18:10; Off 1:1; Off 21:8).

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:4-6 ***

 5 Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden.

 

Eine Mitteilung, welche somit einen andern Kommunikationskanal sucht ist mit grosser Vorsicht zu behandeln. Viele falsche Christusse und viele falsche Propheten sind in die Welt ausgegangen, hatte Jesus und die Apostel gewarnt! Dies galt für das erste Jahrhundert und gilt auch für unsere Zeit (Mat 24:4, 5, 11; Gal 1:8, 9)

 

Die Bibel gibt klare Hinweise, dass bis zum sichtbaren Offenbarwerden Jesu mit all seinen Heiligen keine weiteren direkten Mitteilungen mündlichen Inhalts erfolgen, sondern alles bereits in Schriftform geoffenbart wurde. Ein weiterer „Mitteilungskanal“ erübrigt sich, die Schriften geben eine vollkommene Ausrüstung für jedes gute Werk (2.Ti 3:16).

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:9-10 ***

9 Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige gekommen ist, wird das Teilweise weggetan werden.

 

Vom Ende des ersten Jahrhunderts an, nachdem Johannes, um das Jahr 98 seine drei Briefe und das Evangelium schrieb,  sind die vollständigen heiligen Schriften zur Verfügung von jedermann, der Zugang zu diesen sucht.

 

Dämonen sind Geister, Engel, welche Jehova ungehorsam wurden und von Gott verworfen sind. Jesus lehrte, dass der einzige Ansprechpartner für Gebete der Vater sei. Das „Vater unser“ zeigt dies durch wenige, einfache Worte. Der Vater soll mittels seines Namens mit gebührender Ehre und Referenz als „Jehova“ angesprochen werden, dies ist die Bedeutung hinter Jesu Aussage „geheiligt werde dein Name“. Jedes Gebet oder jede Bitte, welche nicht an Gott gerichtet ist wird entweder durch Menschen oder durch Geister gehört und oft auch erhört. Dämonen haben Macht und können erstaunliche Zeichen bewirken. Jesus gab den Rat, dass der, welcher betet in seine Innenkammer gehen soll (Mat 6:9-13).

 

*** Rbi8  Matthäus 6:6 ***

6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten.

 

Gebete sind somit kein öffentliches Spektakel wie es in vielen Kirchen üblich ist. Es ist eine Angelegenheit zwischen dir und Jehova.

6.1.2              Verbindung Religion und Dämonismus

 

Mit klaren Worten verbindet der Engel, welcher Johannes die Offenbarung übermittelt, Religion mit Spiritismus.  Dies ist eine Verknüpfung, welche die meisten religiösen Menschen sofort von der Hand weisen werden. Jeder, der mit seiner Religion eng verbunden ist fühlt sich wahrscheinlich dadurch negativ angesprochen. Einige werden gleich antworten, dass dies möglicherweise auf die anderen Religionen zutreffen möge, nicht aber auf die eigene. Hören wir doch genau hin und versuchen das zu verstehen, was der Engel mitteilen will,

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:1-2 ***

18 Nach diesen Dingen sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen, der große Gewalt hatte; und die Erde wurde von seiner Herrlichkeit erleuchtet. 2 Und er rief aus mit starker Stimme, indem er sprach: „Sie ist gefallen! Babylon die Große ist gefallen, und sie ist eine Wohnstätte von Dämonen und ein Versteck jeder unreinen Ausdünstung und ein Versteck jedes unreinen und gehaßten Vogels geworden!

 

Da Babylon die Grosse jede organisierte Religion umfasst – nicht bloss die andern, sondern eben auch die eigene – gilt es die Aussage des Engels etwas näher zu betrachten.

 

Dämonen sind also Engelgeschöpfe, die Jehova verlassen haben und Satans Organisation angehören. Diese Geschöpfe haben grosses Interesse mit Menschen in Kontakt zu kommen und suchen sich solche, welche dazu bereit sind. Dies deckt sich mit dem Begriff „Spiritismus“, der als Hauptaussage Kontakte mit Geistwesen beinhaltet.

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:23-24 ***

... denn deine reisenden Kaufleute waren die Männer von oberstem Rang auf der Erde, denn durch deine spiritistischen Bräuche wurden alle Nationen irregeführt. 24 Ja, in ihr wurde das Blut von Propheten und von Heiligen und von all denen gefunden, die auf der Erde hingeschlachtet worden sind.“

 

Beachten wir die Verbindung Babylons der Grossen und zwischen ihren „reisenden Kaufleuten“ innerhalb der Religionen und der Verknüpfung spiritistischer Bräuche, welche die Nationen irreführten.

 

Im Zusammenhang mit der Beschreibung „Babylon der grossen Hure“ gibt die Bibel weiter den Hinweis, dass die Religionen voller Spiritismus sind. Offensichtlich sind die Religionen mittels ihrer Führer der wichtigste Kommunikationskanal, den Satan benutzt, um Menschenmassen anzusprechen.

6.1.3              Satans System der Kontrolle über die Menschheit

 

Satans Interesse liegt bei Macht und Einflussnahme. Es geht um die Beherrschung der Menschheit. Da auch Geistwesen wie Menschen limitiert sind kann er dies nur mittels menschlicher Hilfe erreichen. Die meisten Menschen würden ein Geistwesen das sich durch gewisse Machtoffenbarung an ihre Spitze zu stellen versuchte ablehnen. Dazu kommt, dass er auch nur eine bestimmte Stellung innehaben könnte, da die meisten Menschen heute aufgrund der schlechten Erfahrungen mit zuviel Macht in nur einer Hand Gewaltentrennung fordern.

 

(Zu 6.1.3:  vergleiche Grafik: 9.1  Anfang und Ende Satans System der Dinge)

 

Satan muss deswegen Menschen in diese Positionen setzen, welche durch ihn beeinflussbar sind. Darin sind auch Religionsführer keine Ausnahme, im Gegenteil, bevorzugte Ansprechpartner. Durch jede Art falscher Anbetung ist Satan und sind die Dämonen die Gewinner. Wenn Satan nicht einmal Jesus mit seinen Verführungskünsten verschonte, wird er dann die eitlen Kirchenfürsten verschonen?

 

*** Rbi8  Matthäus 4:8-9 ***

8 Wieder nahm ihn der Teufel mit auf einen ungewöhnlich hohen Berg und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, 9 und er sagte zu ihm: „Alle diese Dinge will ich dir geben, wenn du niederfällst und mir einen Akt der Anbetung erweist.“

 

Hier seien einige Grenzen der Engel, welche in der Bibel erwähnt sind aufgeführt. Ein Engel kann nicht gleichzeitig an zwei Orten sein (Da 10:13). Er benötigt Zeit, um sich fortzubewegen.

 

Es existieren im geistigen Bereich grosser Zwiespalt und dadurch hindernde Kräfte (1.Mo 3:15; Jud 9). Geistwesen können im physischen Bereich nur limitiert Aufgaben erfüllen, der Mensch ist ihnen hier überlegen. Dämonen können von Menschen Besitz ergreifen.

 

*** Rbi8  Matthäus 8:16 ***

Nachdem es aber Abend geworden war, brachte man viele von Dämonen Besessene zu ihm; und er trieb die Geister mit einem Wort aus, und er heilte alle, denen es schlechtging

 

Die Inbesitznahme eines Menschen durch Dämonen, durch zeitweilige Übernahme der Kontrolle geistiger Abläufe, kann auch wieder beendet werden. Ob ein Geistwesen Kontrolle über einen Menschen übernehmen kann hängt  weitgehendst von der persönlichen Disposition der Person ab. Wer sich wie die Medien dazu anbietet ist der Gefahr einer Inbesitznahme und des Verlustes der Persönlichkeit ausgesetzt.

 

Einige Religionen sind auf Dämonenaustreibung spezialisiert, was keineswegs Gottes Unterstützung bedeuten muss. Geistwesen stehen höher als Menschen und sind nur bedingt menschlichen Befehlen oder gar religiösem Hokuspokus untergeben.

 

Jesus dagegen ist ihnen überordnet und er hatte die Autorität und Befehlsgewalt von Jehova über unreine Geister und durfte diese Macht auch auf andere Jünger wie z.B. die Apostel übertragen. Dies hörte mit dem Tod der Apostel ebenso auf wie die übrigen Geistesgaben (Mat 17:18, 19). 

 

*** Rbi8  Matthäus 7:22-23 ***

22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Offensichtlich zählt Jesus von ihm nicht autorisiertes Austreiben von Dämonen unter Gesetzlosigkeit!

 

Satan gewinnt Personen durch Versprechungen, durch irdische Machtvergabe, erlangen einer erhofften oder angestrebten Stufe in der Hierarchie, Ansehen, Reichtum und Versprechungen wie z.B. so zu sein wie Gott, Eingang in den geistigen Bereich zu erhalten, z.B. eine hohe himmlische Position nach dem Tod oder eine Machtstellung im kommenden System wie Fürst, König oder Priester zu sein. Er kann auch Wissen und Fähigkeiten vermitteln, zu welchem Menschen keinen Zugang unter normalen Umständen hätten. Auch erledigen er und seine Dämonen Aufgaben wie Wunderheilungen oder das Zufügen von Schaden an andere Personen durch Auftrag.

 

Wer seinen Dienst annimmt muss durch Loyalität immer aufs Neue beweisen, dass er ihm dient – ein Abhängigkeitssystem ist geschaffen. Leichter oder harter Druck macht meist gefügig. Aus der Stellung entfernt zu werden bedeutet Verlust des Ansehens bis hin zu vollkommener Ächtung und Verlust der Existenzgrundlage – was soll ein Priester in der heutigen harten Arbeitswelt? Viele konkrete Beispiele zeigen, dass Satan Menschen in grosse Abhängigkeit, Unglück, Krankheit und Tod zu stürzen vermag und sie gar zu Verbrechen bis hin zu Mord  verleitet (Joh 13:26-30).

 

*** Rbi8  Hiob 1:9-12 ***

9 Darauf antwortete Satan Jehova und sagte: „Ist es etwa umsonst, daß Hiob Gott gefürchtet hat? 10 Hast nicht du selbst um ihn und um sein Haus und um alles, was er hat, ringsum eine Hecke aufgerichtet? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbestand, er hat sich ausgebreitet auf der Erde. 11 Aber zur Abwechslung strecke bitte deine Hand aus, und taste alles an, was er hat, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.“ 12 Daher sprach Jehova zu Satan: „Siehe! Alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur gegen ihn selbst strecke deine Hand nicht aus!“ Da ging Satan hinaus, von der Person Jehovas hinweg.

 

Das Bibelbuch Hiob zeigt den Grund dafür, warum Jehova nach wie vor zulässt, dass Satan sich in die Angelegenheiten der Menschen einmischt. Satan behauptete, dass kein Mensch Gott die Treue halten würde sobald Druck oder Verführung existiere. Im Buch „Gesamtbild der Bibel“ ist diesem Aspekt ein wichtiger Teil gewidmet. [1]

 

Sehr viele Menschen zeigen sich käuflich oder geben unter Druck nach.

 

Satan baut sich zur besseren Kontrolle Strukturen auf, welche leicht zu überwachen und zu führen sind – Superstrukturen in hierarchischer Form. Je grösser desto einfacher. Er selbst beeinflusst die obersten Spitzen und kontrolliert damit alle unteren Bereiche. Die Kontrolle von vielen Kleinstrukturen ist nahezu unmöglich, seine Zahl von Dämonenengeln ist limitiert, jeder kann nur ein begrenztes Gebiet kontrollieren! Zudem sind sie unter sich gespalten.

 

(Zu 6.1.3:  Vergleiche Grafik:  9.5  Die Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

6.1.4              Organisationstreue und blinde Unterordnung

 

Unterordnung ohne zu hinterfragen ist das wichtigste Prinzip auf das absolute Organisationstreue basiert. Loyalität unter allen Umständen ist die Devise, um in der Hierarchie aufzusteigen. Wer kooperiert wird belohnt, wer etwas von Unrecht, das er erfährt nach aussen dringen lässt, der wird bestraft oder verstossen. Dadurch werden das Gewissen und die Eigenverantwortung weitgehend ausgeschaltet, da jeder Befehlsempfänger ist und stets der Befehlsgeber angeblich die Verantwortung übernimmt. Der Untergebene fühlt den Schutz der Organisation, solange er mit den Zielen der Organisation kooperiert.  Diese sind auf den ersten Blick stets im Einklang mit der Bibel. Mögen sie aber auch einem prüfenden Blick standhalten?

 

Jede Religion arbeitet mit denselben Versprechen, das Wenigste ist Auferstehung auf der Erde, das ist auch das, was die Bibel gerechten Menschen verspricht. Etwas besser ist schon ein Fürst zu werden im neuen System, etwas noch Besseres ist der Himmel, und sei es auch nur der Niedrigste dort zu werden, das Beste ist es ein himmlischer König zu werden, einer der „24 Ältesten“. Wie viele Menschen lassen sich durch diese Art der Versprechen diese Posten zuteilen zu können oder zumindest Einfluss darauf zu haben, dazu verführen, einer Organisation „im Namen Gottes“ alles, aber wirklich alles zu geben!

 

Jesus versprach all denen „die Wahrheit wird euch frei machen!“. Die meisten Juden seiner Zeit zogen es jedoch vor weiterhin Sklaven zu bleiben (Joh 8:31-36).

 

*** Rbi8  Johannes 8:31-32 ***

31 Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Keine Religionsgruppe kann auch nur eines dieser Dinge vergeben! Im neuen System wird Jehova durch Jesus einige der aufgeführten Dinge tun, das ist sein Versprechen, andere entspringen nur der menschlichen Phantasie. Wer Phantasiegebilden nachläuft wird Enttäuschung erleben (Rö 6:5).

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:6 ***

Denn es ist in der Schrift enthalten: „Siehe! Ich lege in Zion einen Stein, auserwählt, einen Grundeckstein, kostbar; und keiner, der Glauben an ihn ausübt, wird irgendwie enttäuscht werden.“

 

Statt sein Vertrauen in die täuschenden Worte der falschen religiösen Propheten zu legen lohnt es selbst nachzuforschen!

6.1.5              Jesus führte ein nicht hierarchisches System ein

 

Wie anders mutet dagegen das an, was Jesus auf der Erde einführte, mit der gleichzeitigen Ankündigung des Untergangs der jüdischen religiös-politischen Machtstruktur.

 

Jesus selbst strebte keine Position weder im religiösen noch im politischen oder gar wirtschaftlichen Machtgefüge seiner Zeit an, obwohl ihm all dies bestimmt offen gestanden hätte (Joh 6:15; Lu 12:14). Er diente direkt Mensch zu Mensch oder als Mensch zu Menschengruppen, ohne von irgendeinem Menschen beauftragt worden zu sein. Er fühlte sich von innen heraus gedrängt. Sein einziger Auftraggeber war sein Vater, dem er als dem Einzigen absoluten Gehorsam und Loyalität schuldete (Apg 10:42).

 

*** Rbi8  Johannes 7:17-18 ***

17 Wenn jemand SEINEN Willen zu tun begehrt, wird er erkennen, ob die Lehre von Gott ist oder ob ich aus mir selbst rede. 18 Wer aus sich selbst redet, sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.

 

Jesus gab für seine Freunde, die er als seine wahren Brüder bezeichnete, sein Leben hin. Diese anerkannten ihn freiwillig als Lehrer und Meister aufgrund seiner Leistungen, ohne dass er sie zur Unterordnung zwang (Joh 6:66-69). Er lehrte sie alles, damit sie selbst fähig wären alles ebenso auszuführen wie er es tat (Joh 8:28-30). Er ordnete an, dass sie das selbe System weiterführen sollten, dass keiner sich über den andern erhebe, dass untereinander Einigkeit herrsche auf der Grundlage dessen, was er sie gelehrt und was er selbst vorgelebt hatte (Mat 12:50; Mat 20:25-27; Joh 13:14-18).

 

Erst nach seinem Tod erhob der Vater Jesus an eine übergeordnete Stellung und übergab ihm die Kontrolle über all jene, welche ihm freiwillig nachfolgen würden (Heb 7:26).

 

*** Rbi8  Epheser 1:21-23 ***

 22 Auch hat er alle Dinge seinen Füßen unterworfen und hat ihn zum Haupt über alle Dinge für die Versammlung gemacht, 23 welche sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.

 

Kein Mann sollte ein Haupt über sich haben das höher stand als jenes von Jesus. Das schloss zum Vornherein den Aufbau einer Hierarchie aus und gab viel Raum für Eigeninitiative und Selbstverantwortung. Die grösste Zuneigung sollte Jesus gehören, er ist das Haupt jeder Versammlung. Er spricht nicht von einer Über-Organisation, welche die Apostel ersetzen würde. Darin sind alle christlichen Kirchen in Übertretung, weil sie zwar behaupten Menschen zu Jesus zu führen, diese in Wirklichkeit jedoch zu einer menschlichen Institution und menschlichen Göttern hinführen. „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“ rät Jehova.

 

(Zu 6.1.5:  vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

*** Rbi8  Matthäus 10:36-38 ***

 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.

 

Beginnend in der Familie sollte Jesus als Haupt stets die ihm gebührende Achtung erhalten. Nur ihm gebührt Unterordnung und Nachfolge. Das ist es, was auch die Apostel lehrten (1.Kor 11:3; Eph 1:22; 4:15, 16).

 

Jesus verspricht jedem, der ihm treu ergeben ist denselben Lohn: Ewiges Leben auf der Erde. Throne und Königtum sind denen vorbehalten, denen es der Vater zu geben wünscht.

 

*** Rbi8  Lukas 6:12-13 ***

12 Im Verlauf dieser Tage ging er hinaus auf den Berg, um zu beten, und er verbrachte die ganze Nacht im Gebet zu Gott. 13 Als es aber Tag wurde, rief er seine Jünger zu sich und wählte aus ihnen zwölf aus, denen er auch den Namen „Apostel“ gab:

 

Nur seine 12 Apostel bilden eine Ausnahme, nur mit ihnen hat Jesus einen Bund geschlossen aber auch sie waren im voraus vom Vater auserlesen worden (Lu 22:28-30).

 

*** Rbi8  Johannes 15:16 ***

Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und fortgesetzt Frucht tragt und daß eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, er euch gebe.

6.1.6              Eigeninitiative oder Unterordnung unter Satans Machtstruktur?

 

Jeder muss für sich wählen am Tisch Jehovas oder der Dämonen teilzuhaben. Der Grund zur Zerstörung Babylons der Grossen ist ihre leichte Beeinflussbarkeit durch Dämonen und die letztendliche Führung durch Satan (1.Kor 10:18-22; 1.Joh 5:18-21; Off 17:1, 2; 18:3, 23).

 

Wenn wir nun bei der Suche nach „dem falschen Propheten“ diese Hinweise beachten wird vieles klar. Beginnen wir damit, wie Harmagedons Schlachtreihen zusammengerufen werden.

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:13-14 ***

13 Und ich sah drei unreine inspirierte Äußerungen, [die aussahen] wie Frösche, aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des wilden Tieres und aus dem Mund des falschen Propheten ausgehen. 14 Sie sind tatsächlich von Dämonen inspirierte Äußerungen und vollbringen Zeichen, und sie ziehen aus zu den Königen der ganzen bewohnten Erde, um sie zu versammeln zum Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen.

 

Die Welt wird heute über drei Hauptinstitutionen geleitet Religion, Politik und Wirtschaft. Die letzten beiden bilden meist eine fast unzertrennliche Einheit, weil sie gegenseitig voneinander abhängen und gegenseitig profitieren. Der Friedensstörer ist heute die Religion, früher war sie aber eine willkommene Gefährtin.

 

Satan selbst bringt die Politik, „die Könige der ganzen bewohnten Erde“ dazu sich zu vereinigen mit dem Hauptziel der vollkommenen Kontrolle jedes Menschen. In den letzten Jahrzehnten widersetzt sich die Religion gegen eine Verweltlichung und gegen allzu direkte Beeinflussung mittels des Fundamentalismus. Durch Terrorakte versucht sie, wie in Afghanistan durch die Glaubensschüler der Taliban, selbst politische Macht auszuüben, natürlich stets im Namen Gottes.

6.1.7              Warum war und ist der Politik die Kirche so nützlich?

 

Die Kirchen basieren alle darauf, dass ihre Gläubigen verpflichtet wären sich mindestens einmal wöchentlich zu versammeln. Das brachte über fast zwei Jahrtausende alle Mitglieder zur selben Stunde an denselben Ort, die Kirche.

 

Diese steinernen Gebäude wurden somit das Zentrum der Gemeindetätigkeit, der ihr vorstehende Pfarrer, zur lenkenden Institution. Die Kirchen wurden zu immer imposanteren Gebäuden wie Kathedralen, welche dem einzelnen Kirchenglied so richtig seine Unwichtigkeit vor Augen führten.

 

Der Kirchenvorsteher aber wurde mit dem Kirchengebäude identifiziert, er wurde immer grösser, machtvoller je weiter sich die Kirchenmitglieder sich der Institution unterordneten. Dies wurde mit mild Gesinnt sein und Unterordnung gleichgesetzt. In Wirklichkeit wurde die Führung Jesu durch Menschenführung ersetzt. Als man Jesus am Konzil von Ephesus im Jahre 325 u.Z. zu Gott machte, wurden seine selbsternannten Repräsentanten erst so richtig zu Göttern.

 

Von den Kirchen aus wurde das Volk in die eine oder andere Richtung beeinflusst. Wer den Pfarrer auf seiner Seite hatte, der hatte die Gemeinde hinter sich, wer den Bischof kontrolliert hat die Diözese hinter sich usw. usw. usw.

6.1.8              Religion heiligt Krieg

 

Fast jeder Krieg begann somit mit der Hilfe des Pfarrers, dieser musste seine Schäfchen der Pfarrei vorbereiten. Der Krieg musste durch ihn geheiligt werden, indem man die Waffen segnete, die Staatsymbole in den Kirchen aufhängte und was immer noch dazu gehört. Die Priester wurden zu Feldgeistlichen, um die Soldaten im Töten anzufeuern und den Sterbenden das letzte Sakrament zu geben, sie von jeder Schuld zu befreien. Was für eine Blasphemie!

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:17-18 ***

17 „ ,Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘ “; „ ,und ich will euch aufnehmen.‘ “ 18 „ ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige.“

 

Darum sagt Jesus: „Geht aus ihr hinaus mein Volk!“ und er sagt nirgends, geht in sie hinein, sondern er sagt ganz einfach „kommt zu mir, alle die ihr bedrückt seid“ (Off 18:4; Mat 11:28-30).

 

 

6.2                 Die Versammlung Christi im ersten Jahrhundert

6.2.1              Kein weiterer Mittler ausser Jesus

 

Jehova braucht weder Pfarrer noch Pastoren noch Älteste, um als Mittler zu ihm zu dienen. Der einzige Mittler zwischen dem Vater und dir ist Jesus, ein Mensch.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:4-7 ***

 5 Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden. 7 Für dieses Zeugnis wurde ich zum Prediger und Apostel eingesetzt — ich rede die Wahrheit, ich lüge nicht —, zum Lehrer der Nationen in bezug auf Glauben und Wahrheit.

 

Beachten wir, dass Jesus selbst als Mensch bereits zur Rechten des Vaters sass, als Paulus diese Worte über Jesus schrieb. Paulus bezeichnet ihn als Mensch, nicht als Geist!

 

Ebenso wurde Paulus durch Jesus in sein Amt als Apostel berufen. Jesus lebt zweifelsfrei als Menschensohn! Heute ist die „besondere Zeit“ gekommen, dass dies bekannt gemacht wird! Die Apostel taten dies im ersten Jahrhundert bereits. Jesus ist als Menschensohn und nicht als Gott zurückzuerwarten! (Gal 3:20).

 

Da die Kirchen stets den Anstrich der Wohlanständigkeit haben und von sich behaupten der Vertreter Gottes auf der Erde zu sein, gab es für das einzelne Gemeindeglied wenig Grund sich Gedanken zu machen. Was der Pfarrer sagt wird wohl stimmen und richtig sein. Die Androhung der Hölle allein schon genügte sich das Kirchenmitglied untertan zu halten. Der Pfarrer hatte die Rechtsgewalt in seiner Hand, von öffentlicher Schande bis hin zum Kirchenbann und dem Verbrennen auf dem Scheiterhaufen hin reichen seine Zuchtmassnahmen. Wer wagte es da noch aufzumucken?

 

Da, wo die Machtgrenze des Pfarrers und Bischofs ihr Ende fand, wurde stets die Staatsmacht eingespannt. Bruno Giordano wurde im Jahre 1600 offiziell nicht von der Kirche, sondern von der Stadtverwaltung Roms auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Man wusch sich wie im Falle des Pilatus die Hände in Unschuld, indem man das schmutzige Geschäft einem römischen Politiker überliess, der diese Gefälligkeit gerne erwies. Was für Heuchelei über so viele Jahrhunderte!

 

Für den Pfarrer seinerseits war es über viele Jahrhunderte nützlich, wenn die meisten Gemeindeglieder wenig oder gar keine Ausbildung hatten, und durch eine Handvoll auserlesener Williger, mit gezielter Bildung ausgestattet, geführt würden. Der einfache Mann blieb dadurch in Abhängigkeit, weil er kaum des Lesens und Schreibens kundig wurde. Mit der Entwicklung und Zunahme der Komplexität der Dinge und Vorgänge zeigte es sich, dass doch eine Grundausbildung notwendig war. Die Kirchen hatten die ausgebildeten Leute und übernahmen diese Dienstleistung, und damit blieb die Beeinflussung der Jugend in ihrer Hand.

6.2.2              Wie oft müssen sich Christen zusammenfinden?

 

Was sollte der Grund dazu sein sich wöchentlich in der Kirche zu versammeln? Nun, man beruft sich gern auf Jesu eigenes Vorbild, welcher sich jeweils am Sabbat mit andern Juden in der Synagoge versammelte, um aus dem Gesetz unterwiesen zu werden und Erläuterungen, Hinweise zur Anwendung zu erhalten. Natürlich ergaben sich dadurch Abweichungen in der Auslegung von Synagoge zu Synagoge (Mat 13:54-58; Mk 1:21, 22; Mk 6:2; Lu 4:16-21).

 

Die Judenchristen übernahmen auch diesen Brauch der wöchentlichen Versammlung (Heb: Synagoge wörtlich ‚zusammenbringen’), welche im Gesetz Mose nicht vorgeschrieben war und auf die Zeit der babylonischen Gefangenschaft zurückgeht, als es keinen Tempel als zentrale Anbetungsstätte mehr gab. Dies gab dem Staatswesen Israels ab den Tagen Esras, das eine „Theokratie“ war, ein nützliches Instrument der Menschenführung in die Hand. Der Rabbi wurde die leitende Führerpersönlichkeit der Judengemeinde.

 

(Zu 6:2.2:  vergleiche: Zeitband Babylonisches Exil)

 

Paulus als Pharisäer war sich diese Institution genauso gewohnt und stand ihr positiv gegenüber. Als er schrieb das Zusammenkommen nicht aufzugeben, wie es bei einigen Judenchristen unter den Hebräern der Fall war, wollte er bestimmt nicht eine Institution der „Kirche“ oder wie es in Griechisch heisst "ekklesia" ins Leben rufen, das lag ihm fern. Er beabsichtigte nicht eine Priesterklasse zu schaffen, ein eifriges Studium der Briefe an die Versammlungen zeigt dies. Er wollte aber durchaus die Stärkung in geistiger wie sozialer Hinsicht durch Liebeserweise innerhalb der bestehenden sozialen Struktur jener, welche sich von der Welt getrennt hielten.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:23-28 ***

23 Daher rief er sie herein und nahm sie gastlich auf.

Am folgenden Tag stand er auf und ging mit ihnen weg, und einige von den Brüdern, die aus Joppe waren, gingen mit ihm. 24 Am Tag danach traf er in Cäsarea ein. Kornelius erwartete sie natürlich und hatte seine Verwandten und vertrauten Freunde zusammengerufen. 25 Als Petrus eintrat, kam ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 26 Petrus aber hob ihn auf und sprach: „Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch.“ 27 Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und fand viele Leute versammelt, 28 und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.

 

Paulus war kein sozialer oder politischer Revolutionär, der das bestehende System zu stürzen versuchte. Er wollte auch kein neues, christliches Staatswesen aufrichten. Er hatte nicht die Idee einer vorzeitigen „geistigen Nation“ anstelle eines politischen Gebildes, wie dies z.B. Jehovas Zeugen realisiert haben. Er wusste, dass dies Jesus vorbehalten blieb und mit dem Schlussgericht in Verbindung stand.

 

Paulus ging es um die persönliche Annäherung zu Jehova über den Hohepriester Jesu zu dessen heiliger Stätte im Himmel ohne einen neuen, steinernen Tempelbau. Er wollte die Herzen dem Geist Jesu untertan machen. So erklärte er den Hebräerchristen dies wie folgt:

 

*** Rbi8  Hebräer 9:11-12 ***

11 Als jedoch Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Befreiung [für uns].

 

Jesus sagte deutlich, dass wir den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten sollten und uns dazu die Innenkammern unseres Hauses zur Verfügung stehen würden (Joh 4:23, 24).

 

*** Rbi8  Matthäus 6:5-8 ***

5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht wie die Heuchler sein; denn sie beten gern stehend in den Synagogen und an den Ecken der breiten Straßen, um von den Menschen gesehen zu werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben bereits ihren vollen Lohn. 6 Du hingegen, wenn du betest, geh in deinen Privatraum, und nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; dann wird dein Vater, der im Verborgenen zusieht, dir vergelten. 7 Wenn ihr aber betet, sagt nicht immer und immer wieder dasselbe wie die Leute von den Nationen, denn sie meinen, daß sie erhört werden, weil sie viele Worte machen. 8 So macht euch ihnen nicht gleich, denn Gott, euer Vater, weiß, welche Dinge ihr benötigt, schon ehe ihr ihn überhaupt bittet.

 

Wenn Priester täglich am Altar stehend ein Ritual erfüllen und stets dieselben Worte wiederholen, bedenken sie wohl, dass Jesus dies Christen verboten hat? Jesus sagt: „... macht euch ihnen nicht gleich“. Es ist die Zeit aus ihr hinauszugehen, das Ende Babylons der Grossen hat sich genaht!

6.2.3              Neue Regelung des Zugangs zur heiligen Städte

 

Der Dienst im Zelt der Zusammenkunft war unter dem mosaischen Gesetz gleich geordnet wie später im Tempel in Jerusalem. Ins „Heilige“ durften ausschliesslich die Priester, nicht aber das gewöhnliche Volk. Ausserdem mussten die Priester sich vorab „heiligen“, das bedeutet reinigen, indem sie ihr Fleisch symbolisch im Wasser wuschen (2.Mo 40:12).

 

Wer nun durfte nach dem Abschluss des mosaischen Gesetzesbundes ins „Heilige“ vor Jehova hintreten, nachdem Jesus Hoherpriester wurde? Wiederum ist es Paulus der dies den Hebräerchristen wie folgt erklärt:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:19-25 ***

19 Da wir also, Brüder, Freimut haben in bezug auf den Weg des Eingangs in die heilige Stätte durch das Blut Jesu, 20 den er für uns als einen neuen und lebendigen Weg eingeweiht hat durch den Vorhang, das ist sein Fleisch, 21 und da wir einen großen Priester über das Haus Gottes haben, 22 so laßt uns mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewißheit des Glaubens hinzutreten, da unser Herz durch Besprengung vom bösen Gewissen gereinigt und unser Leib mit reinem Wasser gewaschen worden ist. 23 Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Paulus spricht voneinem grossen Priester“, von Jesus. Dies macht jeden weiteren irdischen Priester überflüssig! Er spricht davon, dass jeder einzelne Christ an der öffentlichen Erklärung seiner Hoffnung festhalten solle. Wodurch? Dass er mit anderen über seine Hoffnung sprach und diejenigen, die bereits diese Hoffnung mit ihm teilten weiterhin stärken möge, mit ihnen zusammenkommen solle. Er spricht uns ganz speziell an, weil er dies mit dem Tag der Rückkehr Jesu in Verbindung bringt [B1].

 

Paulus zeigt, dass alle Brüder Christi, die er im Hebräerbrief anschreibt, in der Taufe mit reinem Wasser gewaschen wurden und ein für allemal geheiligt sind (Heb 7:14-18), durch das Blut Christi gereinigt wurden (Heb 7:12) und so Eingang in die heilige Städte erlangen.

 

*** Rbi8  Hebräer 7:12-19 ***

12 Denn da das Priestertum gewechselt wird, tritt notwendigerweise auch ein Wechsel des Gesetzes ein. 13 Denn der, von dem diese Dinge gesagt werden  [[Jesus]], ist ein Glied eines anderen Stammes gewesen, von dem keiner am Altar amtiert hat. 14 Denn es ist ganz klar, daß unser Herr dem Stamm Juda entsprungen ist, einem Stamm, über den Moses in bezug auf Priester nichts gesagt hat.

15 Und es ist noch weit klarer, daß ein anderer Priester nach der Ähnlichkeit mit Melchisedek aufsteht, 16 der nicht gemäß dem Gesetz eines vom Fleisch abhängigen Gebotes ein solcher geworden ist, sondern gemäß der Kraft eines unzerstörbaren Lebens, 17 denn zum Zeugnis wird gesagt: „Du bist Priester für immer nach der Weise Melchisedeks.“

18 Gewiß wird also das vorausgehende Gebot wegen seiner Schwäche und Unwirksamkeit abgeschafft. 19 Denn das GESETZ machte nichts vollkommen, wohl aber die außerdem eingeführte bessere Hoffnung, durch die wir uns Gott nahen.

 

So wie die aaronschen Priester ins Heilige treten durften, so dürfen Christen nun jederzeit in ihrem geistigen Tempel vor Jehova treten, in ihrem Herzen. Dies ergibt über alle Christen einen grossen Tempel, deren einziger Hohepriester Jesus ist, der Auferstandene mit der Kraft eines unzerstörbaren Lebens.

6.2.4              Folgen davon, die Heiligkeit nicht zu bewahren

 

Dieses Recht eines Christen zum Eintritt in das Heilige ergibt aber auch grössere Pflichten an jeden wahren Christen, keine willentliche Sünde zu begehen. Genauso wie ein aaronscher Priester, der willentlich das Gesetz übertrat und wie jeder andere Israelit bis hin zur Todesstrafe erhielt, so ist es mit einem Christen, der den Stand der Heiligkeit verlässt, um willentlich Sünde zu begehen.

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

26 Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Unter Jesus sollte ein Volk von gereinigten Priestern entstehen, von „Heiligen“, die durch die Taufe und das Blut Jesu von jeder Sünde freigesprochen worden war. Das Loskaufsopfer Jesu deckt auch Sünden zu, welche unwillentlich, aufgrund unserer Fehlerhaftigkeit geschehen. Es deckt aber niemals Fehler zu, die wir reuelos willentlich begehen. Darin eingeschlossen sind Lügen, welche wir höher einschätzen als die Wahrheit, weil wir dadurch Anhänger des Vaters der Lüge werden. Satan stand in der Wahrheit nicht fest, die Wahrheit war nicht in ihm! (Joh 8:44, 45)

6.2.5              Geordnetes oder chaotisches Zusammenkommen?

 

Der Brief an die Korinther zeigt, dass das Zusammenkommen zum Gedenken an den Tod Jesu in jener Versammlung damals offensichtlich recht chaotisch erfolgte, und er gibt Hinweise, wie solche Zusammenkünfte, die eine gewisse Grösse erreichen, gestaltet werden sollten, um ihnen Form zu geben.

 

Das ist aber alles andere als die Anweisung eine tägliche oder wöchentliche Messe abzuhalten, wie dies in der Christenheit üblich ist, oder ein Standardverfahren für mehrere wöchentliche Versammlungen, wie es bei Jehovas Zeugen üblich ist (1. Kor Kap. 11).

 

Andere Christen in Judäa hatten aufgrund der besonderen Umstände von Verfolgung und durch Anfeindung seitens der Juden ihre Habe verkauft und kamen offensichtlich täglich zusammen und nahmen gemeinsam die Mahlzeiten ein.

 

In der Apostelgeschichte wird von mehreren tausend Personen gesprochen, die sich an Pfingsten taufen liessen und die mehr über Jesus und die Rettungsvorkehrungen wissen wollten.

 

Nach diesem Sonderereignis war dieses „Mahlzeiten gemeinsam einnehmen“ kein Zusammenkommen mehr in einer Massenverpflegungsstätte, sondern in Privathäusern jener Brüder und Schwestern, welche dazu Platz hatten und dazu aufgrund ihrer Gastfreundschaft bereit waren.

 

Wo es grössere Zusammenkünfte zu Gemeinschaftsmahlzeiten gab, wurden diese organisatorisch geregelt, damit die Apostel nicht durch diese alltäglichen Dinge zu sehr belastet wurden. Parteilichkeit war aber anscheinend schon damals ein Problem.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 6:1-6 ***

6 Als nun in diesen Tagen die Jünger an Zahl zunahmen, entstand ein Murren der griechisch sprechenden Juden gegen die hebräisch sprechenden Juden, weil ihre Witwen bei der täglichen Austeilung übersehen wurden. 2 Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zu sich und sprachen: „Es gefällt uns nicht, daß wir das Wort Gottes zurückstellen, um [Speise] an Tische auszuteilen. 3 Darum, Brüder, sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus, die ein [gutes] Zeugnis haben und mit Geist und Weisheit erfüllt sind, damit wir sie über dieses notwendige Geschäft setzen können; 4 wir aber werden uns dem Gebet und dem Dienst am Wort widmen.“ 5 Und das Wort gefiel der ganzen Menge, und man wählte Stephanus aus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus Antiochia; 6 und man stellte sie vor die Apostel, und nachdem diese gebetet hatten, legten sie ihnen die Hände auf.

 

Die Auswahl der mit diesen Aufgaben betrauten Männer geschah durch die betroffene Gruppe selbst, „sucht euch aus eurer Mitte sieben Männer aus“ empfahlen die Zwölf, und es geschah nicht durch die Hierarchie der Apostel von oben her. Die Apostel beteten über ihnen und legten ihnen darauf hin die Hände auf – das war keine Weihe eines „Diakons“, sondern die Stärkung und der Hinweis darauf mittels Gottes Geist und Hilfe gerecht zu sein, nicht parteiisch, wie ja der Beginn der Auseinandersetzung zeigt. Jede Art Kirche mystifiziert ihre Diakone, Messdiener oder Dienstamtgehilfen oder wie immer sie genannt werden. Hier wurden geeignete Männer ausgelesen, die eine bestimmte Tätigkeit zu erledigen hatten, und nicht eine neue Stufe in der Hierarchie zugefügt!

 

All dies geschah auf freiwilliger Basis, den Umständen angepasst. Jede dieser Mahlzeiten in dieser Zeit zunehmender Verfolgung (Apg 5:17-19, 28, 40; 6:12), diente gleichzeitig dazu einander zu ermuntern, zur gegenseitigen Belehrung zusammenzukommen. Bestimmt gab es dabei auch immer wieder Gelegenheit, dass Apostel und andere geistig geeignete Personen die Anwesenden durch neue Erkenntnisse ermunterten (Apg 2:38-47).

 

*** Rbi8  Matthäus 13:52 ***

Dann sagte er zu ihnen: „Deswegen ist jeder öffentliche Unterweiser, wenn er über das Königreich der Himmel belehrt worden ist, einem Menschen, einem Hausherrn, gleich, der aus dem Schatz seines Vorrats Neues und Altes hervorbringt.“

 

Der Apostel Paulus erwähnt im Brief an die Hebräer auch den Umstand das Zusammenkommen nicht aufzugeben im Hinblick auf die Zeit des Endes, „das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht“. Paulus wusste genau, dass der „Tag des Herrn“ oder der Gerichtstag Jehovas mit sehr schwierigen Zeiten und Verfolgung verbunden sein würde. Er riet nicht dazu sich abzuschotten, die Einsamkeit zu suchen oder sich aus irgendwelchen Gründen von denen zu entfernen, welche einem im Glauben nahe stehen. Einige der Christen hatten sich dies offensichtlich zum Brauch gemacht (Heb 10:25).

6.2.6              Die ersten Christen kannten weder Messen noch Klöster

 

Als Paulus den ersten Brief an die Korinther schrieb waren bereits 22 Jahre seit dem Tod Jesu verflossen. Offensichtlich existierten bis damals keinerlei geregelte Kirchenversammlungen, sondern was er dort beschrieb war ein freies Zusammenkommen mit dem Sinn Jesu Tod zu gedenken. Dies war das Thema des Kapitels 11 des ersten Korintherbriefes. Jesus selbst hatte dieses spezifische Zusammenkommen beim Abendmahl anlässlich der Passah-Feier am 14. Nisan angeordnet. Dies war die einzige direkte Anweisung einer Zusammenkunft, sie war nicht im grossen, sondern im kleinen Rahmen wie er selbst es nach dem Gesetz erfüllte, innerhalb einer Familie oder mehrerer Familien.

 

Da ist weder von Jesus noch von Paulus ein Aufruf zur Gründung einer Kirche herauszulesen und auch nicht dazu, wöchentlich einen starr reglementierten Gottesdienst abzuhalten. Es geht im Brief an die Hebräer um das aufeinander achten, sich gegenseitig helfen und unterstützen und das geht nur durch das Zusammenkommen, wo wir die Sorgen und Nöte der anderen kennen lernen.

 

Paulus fordert niemanden auf sich von Gleichgesinnten abzusondern, ein Klosterleben zu führen oder in die Wüste in die Einsiedelei zu gehen. Dies um so weniger heute, wo wir den Tag wirklich herannahen sehen.

6.2.7              Konstantin's Staatskirche

 

Gegen Ende des ersten Jahrhunderts kristallisierten sich bereits langsam „Kirchenväter“ heraus, Personen, welche versuchten die Macht auf sich zu konzentrieren, um ihre eigenen Lehrmeinungen durchzusetzen.

 

Der heidnische Kaiser Konstantin machte Mitte des dritten Jahrhunderts aus der Christengemeinde ein ihm nützliches und dienliches Instrument in Form der „Katholischen“ (lateinisch), der „allgemeinen“ (übersetzt) Kirche, um die Menschen von seinen eigenen Ideen über die Hierarchie des erhöhten Bischofs von Rom über die anderen Bischöfe und deren Priesterschaft zu überzeugen. Er selbst war bis zu seinem Tod der „Pontifex Maximus“, die höchste Autorität des Kaiserkultes, der ihn vergöttlichte. Im vierten Jahrhundert übernahm die Katholische Kirche diesen Titel, um ihn auf den Papst zu übertragen

 

Der Historiker Will Durant erklärt: [2]

 

Die Kirche [übernahm] einige im vorchristlichen Rom gebräuchliche religiöse Bräuche und Kultformen . . .: die Stola und andere Kleidungsstücke heidnischer Priester, den Gebrauch von Weihrauch und Weihwasser bei Reinigungszeremonien, die Kerzen und das Ewige Licht vor dem Altar, den Heiligenkult, die Architektur der Basilika, das römische Recht als Grundlage des kanonischen Rechtes, den Titel des Pontifex Maximus für den Papst und im vierten Jahrhundert die lateinische Sprache . . . Bald hatten die Bischöfe, und nicht mehr die römischen Praefecten, in den Städten die Macht inne; die Metropoliten oder Erzbischöfe unterstützten — wenn sie sie nicht ersetzten — die römischen Provinzstatthalter, und die Synode der Bischöfe sollte bald an die Stelle der Provinzversammlungen treten. Die römische Kirche folgte den Fußstapfen des römischen Staates“

 

Diese Einflussnahme machte Konstantin erstmals in grosser Form deutlich anlässlich des Konzils in Ephesus im Jahre 325 u.Z.,  wo Jesus zu Gott erklären liess  und wo die Basis für die Dreieinigkeitslehre geschaffen wurde.

 

(Zu 6.2.7:  vergleiche: Zeitband Biblische Geschichte II)

 

Wer sich mit den Begleitumständen vertraut macht sieht hinter die Kulissen und erkennt die Absicht Konstantins: Die Neustrukturierung der Staatskirche, welche sich die Bürger zu den eigenen Zwecken gefügig macht. Von da an wurde die Macht der Bischöfe und Priester konstant gefördert unter der Oberleitung des Bischofs von Rom, des späteren Papstes. Diesem vermachte Konstantin seinen eigenen Titel als religiöses Oberhaupt des heidnischen Kults „Pontifex Maximus“, den die Päpste bis heute tragen.

 

Von jenem Moment an war der Einfluss des Kaisers auf die Entscheidungen der Kirche über Jahrhunderte hinweg untrennbar gegeben. Auch als die politische Macht vom immer schwächlicheren Kaisertum auf einen immer machtvolleren Papst überging, war die gegenseitige Abhängigkeit unleugbar.

 

Mit dem absoluten Machtanspruch des Papstes, dem „Primat“ über die Bischöfe, versuchte Luther im 16. Jahrhundert Schluss zu machen und begründete dadurch neben einigen wirklichen Verbesserungen leider nur neue Übel durch sich ständig neu aufsplitternde Sekten. Die Folge davon waren christliche Glaubenskriege durch den aufkommenden Protestantismus.

 

6.2.8              Hatte Jesus nicht zuvor den Kirchgang vorgesehen?

 

Jesus ist das Ende des Gesetzesbundes, wie Paulus es deutlich erklärt. Erfordernisse, welche der Gesetzesbund zwingend vorschrieb, im Zusammenhang mit der zentralen Anbetung im Tempel, wurden durch neue Regelungen ersetzt. Die drei jährlich obligatorischen Besuche des Tempels durch alle männlichen Israeliten fielen nun dahin (Gal 4:8-10; Kol 2:16, 17).

 

Paulus erklärt dies der Christenversammlung in Rom, indem er das Beispiel seiner jüdischen Brüder unter dem Gesetz aufführt, welche ein selbst aufgerichtetes religiöses System zu ihrer Rettung aufrecht zu erhalten suchten. Paulus dagegen wusste, dass das jüdische System der Anbetung in Kürze der Zerstörung anheimfallen würde (Rö 9:29; Mat 24:1, 2).

 

*** Rbi8  Römer 10:1-4 ***

10 Brüder, der gute Wille meines Herzens und mein Flehen zu Gott für sie gilt tatsächlich ihrer Rettung. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber nicht gemäß genauer Erkenntnis; 3 denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkannten, sondern ihre eigene aufzurichten suchten, unterwarfen sie sich nicht der Gerechtigkeit Gottes. 4 Denn Christus ist das Ende des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.

 

Die Bibelübersetzung von Meister sagt an dieser Stelle: „Denn das Ziel des Gesetzes ist Christus“, Jesus erfüllte alle Teile des Gesetzes und erreichte dessen Ziel, einen Menschen zur Perfektion zu bringen. Andere Übersetzer sagen „Erfüllung“, „Vollendung“ des Gesetzes.

 

(Zu 6.2.8:  vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

Die Juden, so bestätigt es Paulus, hatten grossen Eifer für Gott wie heute viele religiöse Menschen. Paulus attestierte diesen allerdings, dass es ihnen an genauer Erkenntnis dessen mangelte, was Gott wirklich von ihnen erwartet.

 

Paulus zeigte, dass wir anstatt auf ein starres System von Kirchbesuchen die Gerechtigkeit Gottes erkennen sollten. Genau dem aber stehen die Kirchen im Weg! Wenn wir das Königreich Gottes und seine Gerechtigkeit an erste Stelle im Leben setzen, dann werden wir jedes Unrechtssystem, das auf Unwahrheiten basiert und durch religiöse Werke Gerechtigkeit zu erlangen sucht ablehnen! Darum: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“ (Rö 9:31, 32; Off 18:4).

6.2.9              Nicht erlahmende Eigeninitiative statt Kirchenmitgliedschaft erwartet

 

Statt auf ein starres System sollte der neue Glaube auf wahrer Erkenntnis beruhen, und diese wiederum beruht auf Eigeninitiative Gott und seinen Willen genau zu erforschen. Dazu braucht es nicht Kirchen, sondern eine Bibel und Zeit darin zu lesen und darüber nachzusinnen! Es braucht ein Blatt Papier, um darauf Notizen zu machen, sich durch eine Skizze Dinge besser verständlich zu machen.

 

Gleichnisse und komplexere Textstellen versteht man leichter durch Skizzen, wo die einzelnen Elemente mit den Worten und Texten, die erklären ergänzt werden. Eine Skizze kann dir die Abhängigkeiten der Einzelteile und ihr aufeinander Einwirken besser zeigen als Worte allein (Mat 13:34).

 

Wer die Zusammenhänge versteht, sollte in der Lage sein sie in Form einer kleinen, anschaulichen Grafik andern ebenfalls verständlich zu machen.

 

(Zu 6.2.9:  vergleiche Grafik: 1.1  Die Säule der Weisheit) 

 

Jesus zeigte, dass jeder für sich selbst Verantwortung übernehmen musste, um das Ziel ewigen Lebens zu erreichen. Dies war keine Aufgabe, welche er an einen Priester, Pastor oder Ältesten delegieren konnte. Männer wie Frauen sollten diese Eigenverantwortung übernehmen, indem sie selbst aktiv lernten und sich belehren liessen, um dann wiederum andere zu belehren.  Nur so kamen sie dazu eigene Jünger zu machen, zu taufen und darin zu unterweisen alles zu halten, was Jesus geboten hatte. Damit aber erfüllten sie Jesu Auftrag, der nicht an Dritte delegiert werden kann! (Mat 28:19, 20).

 

Was war der grundlegende Gedanke hinter diesem so einfachen und wirkungsvollen Schneeballsystem?

 

*** Rbi8  Johannes 17:3 ***

3 Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

 

Nicht die Ausbildung am Katechismus ist erforderlich, der eine Lehre von Überlieferungen der Kirchenväter und der Kirchenstruktur und das sich darin hinein fügen beinhaltet, sondern das direkte, unmittelbare Studium des Wortes Gottes mit dem Ziel Jehova und Jesus genau kennen und lieben zu lernen, den Willen und Vorsatz Gottes zu erforschen.

 

Auch keine Zeitschrift „der Wachtturm“ und keine bibelerklärenden Bücher der Zeugen Jehovas ersetzen das eigene Erforschen, im Gegenteil, sie verdunkeln eher die genaue Erkenntnis, weil sie auf vielen neuen Irrlehren basieren! Sie wirken anziehend, weil sie gut gestaltet sind, ihre Wirkung aber ist langfristig wirklich wie Opium, weil es zur Passivität, zum Mitschwimmen im allgemeinen Fluss ermuntert. Ein wirklich tiefes Forschen aber wird bewusst behindert. Zu jeder Frage ist die Standardantwort im Voraus gegeben: „Siehe Index ...!“, alles siebenmal vorgekaut.

6.2.10           Belehrte werden zu Lehrern

 

Führte Jesus wöchentliche Versammlungen mit seinen Jüngern durch? Nein, er erfüllte das Gesetz, das für Väter das folgende vorschrieb:

 

*** Rbi8  5. Mose 6:4-9 ***

4 Höre, o Israel: Jehova, unser Gott, ist ein Jehova. 5 Und du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele und deiner ganzen Tatkraft. 6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

 

Anstelle auf die Türpfosten und auf die Tore schrieb Jesus den Sinn des Gesetzes in die Herzen all jener, welche der Vater ihm gegeben hatte. Jesus hatte es sich zur Gewohnheit gemacht die wöchentlichen örtlichen Versammlungen der Juden in den Synagogen zu besuchen, die er seinerseits als Forum benutzte, um selbst zu belehren. Dann wiederum, wenn er in Jerusalem war, ging er täglich in den Tempel mit dem Ziel der Anbetung und andere belehren zu können. Dort traf er viele von denjenigen, welche bereit waren zu hören. Einigen half er durch Heilung physischer Gebrechen und Krankheiten, vor allem aber von Heilung in geistiger Hinsicht.

 

Die ersten Judenchristen waren sich vollkommen bewusst, dass nur Jehova Gott ist und Jesus der verheissene Messias war, der sie über alles belehren sollte was bisher noch nicht verstanden wurde. Dies hatte Jesus Jahre zuvor einer Samariterin bestätigt (Joh 17:1.8).

 

*** Rbi8  Johannes 4:13-14 ***

13 Als Antwort sagte Jesus zu ihr: „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig werden. 14 Wer auch immer von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben will, der wird überhaupt nie durstig werden, sondern das Wasser, das ich ihm geben will, wird in ihm zu einer Wasserquelle werden, die hervorsprudelt, um ewiges Leben zu vermitteln.“

 

Die Quelle, welche ewiges Leben gibt sollte im Herzen jeder einzelnen Person sprudeln und nicht von einer Kircheninstitution oder ihren Publikationen abhängig sein. Wer die lebendigen Wasser Jesu trank sollte nie wieder durstig werden. Jesus allein war der Lehrer, keiner nach ihm sollte sich „Rabbi“ nennen. Dies schliesst auch alle anderen religiösen Titel ein.

 

*** Rbi8  Matthäus 23:8-12 ***

8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

In diesen einfachen Sätzen liegt das Todesurteil jeder Kirchenstruktur, denn keine der religiösen Organisationen kümmert sich um Jesu Worte, sondern baut fröhlich wieder auf eigenen Auslegungen Hierarchien auf, die Jesus klar und deutlich verwirft! Darum:  „Geht aus ihr hinaus, mein Volk!“

 

(Zu 6.2.10:  vergleiche Grafik:  6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

 

*** Rbi8  Johannes 4:23-26 ***

23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden.“ 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.“

 

Alle Dinge die Jesus mitzuteilen hatte wurden öffentlich verkündet, sie wurden später in schriftlicher Form festgehalten. Jedermann, der lesen und schreiben kann hat die Möglichkeit sich damit zu befassen. Jeder sollte selbst zu einem Lehrer der guten Botschaft werden, und damit erübrigt sich, dass ihn jemand belehre.

 

Die Kirchen mit ihren Dogmen und Phantasielehren haben weit mehr Schaden als Nutzen angerichtet. Ihr Untergang ist deswegen beschlossene Sache, niemand kann dies mehr verhindern! Es ist auch nicht mehr die Zeit, um Kirchen von innen her renovieren zu wollen. Es reicht nur noch sich selbst und jene, die auf dich hören werden auf das Kommende vorzubereiten und zu motivieren (Off 18:8; 2.Ti 4:3; Heb 5:11, 12)

 

*** Rbi8  Markus 2:22 ***

22 Auch gießt niemand neuen Wein in alte Weinschläuche; wenn er es tut, bringt der Wein die Schläuche zum Bersten, und der Wein geht samt den Schläuchen verloren; sondern man gießt neuen Wein in neue Weinschläuche.“

 

Jesus zeigte durch seine Lehren, dass das alte jüdische System diesem „neuen Wein“ nicht gewachsen sein würde und deshalb die „alten Schläuche“ platzen würden. „Neuer Wein“, die spritzige neue Lehre vom Königreich und seinem König kann auch heute nicht in alte religiöse Schläuche passen. Das durch Jesus neu aufzurichtende Königreich für Israel ist der passende neue Schlauch!

 

 

6.3                 Vorbereitung zur letzten Schlacht

6.3.1              Aufmarsch nach Harmagedon

 

Wie wir erkannt haben, war seit Konstantin die christliche Kirche ein nützliches Instrument in den Händen der Politik. Andererseits war die Politik das Reittier, auf das sich die Kirchen setzten, um ihre eigenen Machtziele schneller zu erreichen (Off 17:9).

 

In den vergangenen Jahrzehnten ist der Einfluss der Kirchen auf ihre Schäflein ständig zurückgegangen. Die Kirchen bleiben leer, ausser es wäre ein aussergewöhnliches Ereignis und das Dabeisein bringe einen Nutzen, sei es auch nur der, gesehen zu werden, und sich mit einem Mantel von Moral zu umgeben (Off 8:11; 17:15).

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:12 ***

Und der sechste goß seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus, und sein Wasser vertrocknete, damit für die Könige vom Sonnenaufgang der Weg bereitet werde.

 

Anstelle der Belehrung von der Kanzel sind die täglichen Nachrichten erst in den Zeitungen, dann am Radio und dann auch im Fernsehen getreten. Der Staat braucht die Kanzel nicht mehr, er kommt auch so direkt an das Ohr des Volkes.

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:15-18 ***

15 Und er spricht zu mir: „Die Wasser, die du sahst, wo die Hure sitzt, bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen und Zungen. 16 Und die zehn Hörner, die du sahst, und das wilde Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie verwüsten und nackt machen und werden ihre Fleischteile auffressen und werden sie gänzlich mit Feuer verbrennen. 17 Denn Gott hat es ihnen ins Herz gegeben, seinen Gedanken auszuführen, ja [ihren] e i n e n Gedanken auszuführen, indem sie ihr Königtum dem wilden Tier geben, bis die Worte Gottes vollbracht sein werden. 18 Und die Frau, die du sahst, bedeutet die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde.“

 

Das Austrocknen der vielen Wasser des Euphrat, an denen die Hure Babylon sitzt, nimmt seinen stetigen Fortgang!

6.3.2              Statt nützlich nur noch eine Last

 

Anstelle des Religionsunterrichts durch den Pfarrer und Klosterschulen sind längst staatliche Lehrer und öffentliche Schulen getreten. Das Monopol der Ausbildung der Jugendlichen durch religiöse Institutionen ist längst gebrochen, ihr Einfluss hat dadurch konstant abgenommen und ist in vielen Ländern fast zur Bedeutungslosigkeit geschrumpft.

 

Da von den Eltern her fast keine biblisch fundierte Unterweisung mehr gegeben wird, ist eine neuheidnische Jugend erwachsen geworden, die, was den Gott der Bibel und sein Wort  betrifft, fast vollkommen orientierungslos ist, und damit eine leichte Beute jeder Art Philosophien wird, der Früchte jeder neuartigen religiösen Tendenz. Deshalb warnte Paulus die Korinther, die weltlichem Einfluss vermehrt ausgesetzt waren, eindringlich: 

 

*** Rbi8  Kolosser 2:8-12 ***

8 Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus; 9 denn in ihm wohnt die ganze Fülle der göttlichen Wesensart körperlich. 10 Und so seid ihr im Besitz einer Fülle durch ihn, der das Haupt aller Regierungsmacht und Gewalt ist. 11 In Verbindung mit ihm seid ihr auch mit einer Beschneidung beschnitten worden, ohne Hände vollzogen durch das Abstreifen des Fleischesleibes, durch die Beschneidung, die zum Christus gehört, 12 denn ihr seid mit ihm in [seiner] Taufe begraben, und in Verbindung mit ihm seid ihr auch zusammen auferweckt worden durch [euren] Glauben an die Wirksamkeit Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.

 

Christen sollten sich Jesus zuwenden, dem die göttliche Weisheit zugehört, und der das Haupt aller Regierungsmacht und Gewalt ist. Christen haben ihr Herz beschnitten und ihre Art des Denkens jener des Christus angepasst. Sie haben verstanden, was die fleischliche Auferweckung von Jesus aus dem Tod für künftige Konsequenzen hat.

 

Die Religionen dagegen verbleiben in ihrer althergebrachten Tradition: Alter Wein! Die Reiterin auf dem politischen wilden Tier ist ihren bisherigen Liebhabern lästig geworden, sie ist unnötig, ein Relikt aus alter Zeit. Es ist nun die Zeit herbeigekommen sie abzuwerfen und sie zu vernichten.

 

Die kommenden Auseinandersetzungen werden genügend Argumente liefern mit den abergläubischen Kirchenstrukturen aufzuräumen und sich der materiellen Güter und der noch vorhandenen nützlichen Strukturen zu bemächtigen und sie zu eigenen Zwecken zu nutzen. Die Kirchen als vom Staat unabhängige Institutionen sind zu ihrem Ende gekommen (Off 17:12, 13).

6.3.3              Grundlage für den Angriff gegen die Religionen

 

Was bisher fehlte war der zündende Grund sich der Kirchen zu entledigen. Heute bietet die Verknüpfung Terrorismus – Fundamentalismus – Religion den willkommen Hintergrund das Ziel zu erreichen: Vollkommene Dominanz des Menschen durch den Staat, der seinerseits keinen Gott über sich als Haupt anerkennt.

 

Das auslösende Element dieser Bewegung lieferte Bin Ladin mit seinen Angriffen auf die Symbole der Weltmacht USA, das Pentagon und die Twin-Towers. Der 11. September 2001 ist ein Schlüsseldatum für die wirkliche Erkenntnis über den Beginn des Endes [B3], es ist aber selbst nicht das Datum des Beginns [Aa, A1].  Bin Ladin lieferte der Politik den willkommenen Grund zur weltweiten Vereinigung der Politik gegen den Terrorismus. Die Bibel drückt es durch einen kurzen, prägnanten Schlüsselsatz aus. Die Situation „Har-Magedon“ ist entstanden, die „Tiefebene der Entscheidung“ ist kriegsbereit (Joel 3:13-17).

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:16 ***

16 Und sie versammelten sie an den Ort, der auf hebräisch Har-Magedon genannt wird.

 

Das Versammeln der Nationen nach Harmagedon hin, gegen einen neuen, inneren Feind, den Terrorismus respektive Fundamentalismus und damit gegen die Religionen im Allgemeinen, löst verständlicherweise ein Unbehagen innerhalb der Bevölkerung aus wie jede abrupte Veränderung. Religion hat heute etwas mit Sentimentalität gemein, etwas, das man nur ungern loslässt, obwohl es einem kaum mehr nützlich ist. Der Angriff darf deshalb vorab nicht so offen geschehen, sondern vorerst verdeckt. Die Grundlage in der Stimmung der Mehrheit muss allmählich geschaffen werden.

 

(Zu 6.3.3:  vergleiche: Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

6.3.4              Zweckbündnis mit gemeinsamem Ziel

 

Mittels der Medien wird dieses bereits latent vorhandene Unbehagen gegen die Religionen geschürt, indem laufend deren Skandale hochgespielt werden.

 

Das Aufzeigen der unsinnigen Mythen aller Religionen und vieler der schädlichen Glaubensbräuche vergrössern die Unsicherheit des Einzelnen, ob seine Religion wirklich die wahre sei. Dadurch formen sich auch neue Meinungs- und Emotionsblöcke, welche mit aller Gewalt oder zumindest grossen Anstrengungen ihre Glaubensgrundlagen verteidigen wollen. Jedes neue terroristische Attentat und jeder neue Skandal dient demselben Zweck, den Argwohn innerhalb der Weltgemeinschaft gegen die religiösen Organisationen zu fördern.

 

Die Politik der Staatengemeinschaft der UNO wird mehrheitlich durch die Völker getragen werden die der Terrorakte und Kriege aus religiösen Gründen überdrüssig sind.

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:12-14 ***

12 Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige, die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für e i n e Stunde mit dem wilden Tier. 13 Diese haben e i n e n Gedanken, und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier. 14 Diese werden mit dem Lamm kämpfen, doch wird das Lamm sie besiegen, weil es Herr der Herren und König der Könige ist. Auch die mit ihm Berufenen und Auserwählten und Treuen [werden das tun].“

 

Einige religiöse Gruppen und Einzelpersonen, die sich zu den „Berufenen und Auserwählten“ zählen werden dies zum Anlass nehmen sich gegen die Staatsgewalt mit Gegengewalt zu Wehr zu setzen. Jesus will aber, dass die wirklich Treuen nur mit dem Glaubensschwert kämpfen, Harmagedons Endkampf liegt nicht in der Hand der Menschen. „Ohne (Menschen-)Hand wird er zerbrochen werden“ sagt der Prophet Daniel voraus. Es ist Gottes eigener Vergeltungsschlag (Da 8:25).

6.3.5              Verteidigung mit dem Schwert des Geistes

 

Wahre Christen nehmen von Gewalt Abstand. Ihre Verteidigung ist nicht mit dem Schwert oder der Waffe, sondern mit dem geistigen Schwert.

 

*** Rbi8  Epheser 6:17-20 ***

17 Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen, 18 während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen, 19 auch für mich, daß mir beim Auftun meines Mundes die Fähigkeit zu reden gegeben werde, um mit Freimut der Rede das heilige Geheimnis der guten Botschaft bekanntzumachen, 20 für die ich als ein Gesandter in Ketten diene, damit ich in Verbindung damit freimütig rede, wie ich zu reden verpflichtet bin.

 

Flehen und Gebete im Geist benötigen keine Kirchenstrukturen und sind kein öffentliches Gebet als Medienspektakel um den Frieden. Dies ist eine Angelegenheit jedes Einzelnen im Zusammenhang mit Jehova, dem Gott, der Gebete der an ihn Glaubenden in der Stille hört! Da die im Epheserbrief angesprochenen Heiligen jene Gruppe bedeutet, die sich besonders durch ihre unerschrockene Predigttätigkeit exponiert, wie es in diesem Falle beim Paulus ist, benötigen sie das Gebet der Übrigen, um stark zu bleiben, wenn die Staatsgewalt ihre Aufmerksamkeit auf sie richtet. Paulus zeigt diesen Teil immer wieder, da er selbst ja mehrmals Gefangener der damaligen Weltmacht Rom wurde (Jak 5:16).

 

*** Rbi8  Hebräer 4:11-13 ***

11 Laßt uns daher unser Äußerstes tun, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel des Ungehorsams zu Fall komme. 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und übt Macht aus und ist schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch selbst bis zur Scheidung von Seele und Geist und von Gelenken und [ihrem] Mark und [ist] imstande, Gedanken und Absichten [des] Herzens zu beurteilen. 13 Und es gibt keine Schöpfung, die vor seinen Augen nicht offenbar ist, sondern alle Dinge sind nackt und bloßgelegt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.

 

Wahre Christen nehmen Stellung für Jesus mittels dieses zweischneidigen Schwertes des Geistes und nehmen Kenntnis von Jesu Warnung die anderen Waffen ruhen zu lassen. Sie vertrauen darauf, dass Jehova selbst den Schutz und die Befreiung übernimmt, und sei dies aus Gefangenschaft oder Tod.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:10 ***

10 Wenn jemand für Gefangenschaft [bestimmt ist], so geht er hin in Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert töten wird, soll er mit dem Schwert getötet werden. Hier kommt es auf das Ausharren und den Glauben der Heiligen an.

 

Wirkliche Christen töten selbst nicht mit der Waffe, mit keinerlei Waffen! Jesus sagt klar und deutlich, „Wenn jemand mit dem Schwert tötet, soll er mit dem Schwert getötet werden“. Ein wahrer Christ kann nicht gleichzeitig Christ sein und am Kriegshandwerk der Nationen teilhaben. Mittels der Waffe des Geistes helfen wir anderen ein genaues Verständnis von Gottes Willen zu erhalten.

6.3.6              Der koordinierte Angriff beginnt

 

Wie bereits gezeigt sind es spezielle TV-Serien und ausgelesene Information, welche seit längerer Zeit den Argwohn innerhalb der Bevölkerung gegen die Kirchen fördern, indem deren unermessliche Reichtümer und ihr absonderliches, absolutistisches und mystisches Verhalten ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt werden.

 

Gewisse widersprüchliche Lehren werden offen diskutiert und als das was sie sind denunziert: Lügengewebe. Viele ihre Priester und Führer werden enttarnt, als normale Menschen mit selbstsüchtigen Ambitionen, habgieriges Verhalten, die zwar vorgeben den Menschen zu dienen, sie aber in Wirklichkeit zu ihren Zwecken untertan halten oder zum Teil schamlos ausnutzen. Viele Menschen werden sich dessen nicht einmal bewusst, weil sie davon überzeugt wurden, dass dies Gottes Wille sei.

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:3 ***

3 Auch werden sie euch aus Habsucht mit verfälschten Worten ausbeuten. Was aber sie betrifft, so nimmt das Gericht von alters her keinen langsamen Verlauf, und ihre Vernichtung schlummert nicht.

 

Welche geeignetere Plattform als die UNO könnte heute für einen koordinierten Angriff auf die Religionen gefunden werden? Die UNO vertritt doch die Interessen der einzelnen Völker und hat auf ihre Fahne die Sicherheit und den Frieden jedes einzelnen Erdenbewohners geschrieben. Die Terrorakte betreffen unschuldige Bürger irgendwelcher Länder, das macht das Thema zu einem internationalen Thema. Wer bisher nicht betroffen war kann jederzeit Opfer werden.

 

Die Regierungen als Einzelinstitutionen stehen dem Phänomen des grenzüberschreitenden internationalen Terrorismus nahezu machtlos gegenüber. Alle bisherigen Instrumente scheinen zu versagen. Was soll der Staat gegen jene tun, die sich eine Bombe unter den Anzug binden, um sich selbst in die Luft zu sprengen?

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang die Beschreibung der UNO durch das Bibelbuch Offenbarung als einen „achten König“, als ein „Bild“ der Politik.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:14-15 ***

14 Und es führt die irre, die auf der Erde wohnen, durch die Zeichen, die ihm vor dem wilden Tier zu tun gewährt wurde, während es die, die auf der Erde wohnen, beredet, dem wilden Tier, das den Schwertstreich [empfangen] hatte und dennoch wieder lebte, ein Bild zu machen. 15 Und es wurde ihm gewährt, dem Bild des wilden Tieres Odem zu geben, damit das Bild des wilden Tieres sowohl rede als auch veranlasse, daß alle, die das Bild des wilden Tieres nicht auf irgendeine Weise anbeteten, getötet würden.

 

Es ist eine absolut bezeichnende und eindeutige Umschreibung. Die UNO hat kein Staatsgebiet, keine Bevölkerung, ist aber wie eine Zentralregierung mit allen Organen ausgestattet. Sie übernimmt die Führungsrolle unter Anleitung des siebten und letzten Königs – Anglo-Amerika – und alle Nationen der Welt unterordnen sich ihr mehr oder weniger freiwillig. Als einer der letzten Staaten hat sich nun selbst auch die neutrale Schweiz angeschlossen und sie damit vervollständigt (Off 17:11).

6.3.7              Frontalangriff auf die Religionen in Vorbereitung

 

Wie beschreibt die Bibel den weiteren Ablauf, nachdem ein Initialereignis,ein grosses Erdbeben“, den Zusammenschluss, die „moralische“ Legitimation und die Aktionsauslösung gibt? (Off 16:18) [A3, Fc]

 

Die „grosse Stadt [Babylon]“ teilt sich in drei Teile. Die Religionen vereinigen sich in eigene Machtblöcke weil sie erkennen, dass sie in Tat und Wahrheit bald das Angriffsziel sein werden. Die bereits identifizierten „Täter“, Fundamentalisten respektive Terroristen, die aus ihrer eigenen Sicht aber das „Opfer“ sind. Dann ist noch die dritte Partei, die „Neutralen“, jene, welche weder der einen noch der anderen Seite zugehören wollen. Natürlich ist nach eigener Darstellung jeder das Opfer und niemals der Täter!

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:19 ***

Und die große Stadt spaltete sich in drei Teile, und die Städte der Nationen fielen; und Babylon der Großen wurde vor Gott gedacht, um ihr den Becher mit dem Wein des Grimmes seines Zorns zu geben.

 

Auch die Politik ist sich bewusst, dass ein Frontalangriff auf die Religionen zu Beginn nicht realisierbar ist. Ein Zermürbungskampf muss die Parteien aufspalten, so dass sie später leichter, mit weniger Verlusten an Menschen und Material zu besiegen sind. Zuerst müssen aber die Muskeln gezeigt werden, die Angst geschürt und das Vertrauen in die UNO und die Angst vor der Superpotenz USA gestärkt werden.

 

Nachdem sich der Religionsblock in drei Teile aufspaltet, der Christlich-jüdische Block, die Moslime und alle übrigen „Neutralen“, wird sich die Politik gegen einzelne Objekte wenden. Ein erster Angriff geht auf leicht konkretisierbare Ziele: „Die Städte der Nationen fielen“ kündet Jehovas Prophezeiung an (Off 16:19b).

 

Offensichtlich wird das angepeilte Ziel dadurch nicht erreicht, die Vernichtung des Terrorismus respektive des dahinterliegenden religiösen Fanatismus (Off 16:19). Gleich anschliessend an dieses kriegerische Vorgeplänkel sagt Offenbarung 16:19c, dass „Babylon der Grossen“ vor Gott gedacht wurde (Mat 24:6). Die Aufmerksamkeit der Politik und der Mehrheit der Völker respektive deren Vertreter in der UNO wird nun durch Gott selbst dem Hauptobjekt zugelenkt, den Religionen, um ihnen die von Gott zugedachte Strafe für ihre Abtrünnigkeit zu geben.

 

Gottes Zorn wird durch die Nationen zum Ende gebracht werden, sie sind es, welche vorab von „Israel“, dem christlich-jüdischen Block, Kopf und Schwanz entfernen (Jes 9:14, 15).

6.3.8              Gott führt zuerst das Ende religiöser Macht herbei

 

Was sind Gottes Gedanken zum Thema „Religionen“? Die Religionen geben jedem „gehassten Vogel“ Unterschlupf.

 

Grosse und kleine Terroristen, welche die Religion als Legitimation für ihr Handwerk benutzen werden immer in der leichtgläubigen Bevölkerung Schutz finden. Ihr blutbeflecktes Image wird durch religiöse Führer aufpoliert, sie sind die „Robin Hoods“, welche sich zu Gunsten des Volkes  opfern.  Wenn sie getötet werden sind sie Märtyrer.

 

In Tat und Wahrheit sind sie fast immer das Produkt der Fehlleitung ihrer geistigen Anführer, der Priesterschaft, deren Unterstützung sie haben. Diese benutzen sie, um für den Erhalt oder die Mehrung ihrer Privilegien zu kämpfen (Mat 23:6, 7).

 

Religionen waren andererseits Politikern und Wirtschaftsführern immer wieder nützlich, um sich selbst in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu stellen und ihre eigenen Taten der Ungerechtigkeit zu waschen.

 

Durch die Gefahr, welche der Terrorismus für die Politik bedeutet geraten diese anderen, nützlichen Aspekte nun in den Hintergrund. Die sogenannten „Wohltäter“ der Menschen brachten ihre Gaben oft mittels der Religion publikumswirksam an ihr Ziel, um so selbst besser im richtigen Licht zu stehen. Wirtschaftsführer, Politiker, welche die religiös-sozialen Hilfswerke grosszügig unterstützen, sammeln sich dadurch Wohlwollen und Wählerstimmen, um die anderen Taten der Ungerechtigkeit, um so leichter zu überdecken. So war die Religion für beide Teile, Politik und Wirtschaft, oft imagefördernd. Jetzt aber kommt eine Zeit, wo man sich gerne von Religion distanziert, wie von einem überführten Gesetzesbrecher (Mat 6:1-4; Lu 22:25; Off 18:10).

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:1-2 ***

 2 Und er rief aus mit starker Stimme, indem er sprach: „Sie ist gefallen! Babylon die Große ist gefallen, und sie ist eine Wohnstätte von Dämonen und ein Versteck jeder unreinen Ausdünstung und ein Versteck jedes unreinen und gehaßten Vogels geworden!

 

Deshalb kann Terrorismus nur ausgemerzt werden, indem diese Zufluchtsstädte ausgeräuchert wird. Was die Folgen sind, erkennen die politischen und wirtschaftlichen Führer erst später, nach der Zerstörung.

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:9-10 ***
9 Und die Könige der Erde, die mit ihr Hurerei begingen und in schamlosem Luxus lebten, werden weinen und sich vor Leid über sie schlagen, wenn sie den Rauch ihres Brandes anschauen, 10 während sie aus Furcht vor ihrer Qual in der Ferne stehen und sagen: ‚Wie schade, wie schade, du große Stadt, Babylon, du starke Stadt, denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen!‘

 

Vielleicht wollen sie diese anfänglich gar nicht zerstören, sondern nur bändigen und die Sache läuft ihnen aus dem Ruder, wie so oft bei waghalsigen und überstürzten Unternehmungen. Vielleicht reicht es auch schon „die Städte“ der Religionen, ihre religiösen Hauptzentren anzugreifen. Beide, Politik und Wirtschaft stehen schlussendlich fern und weinen ihr nach, wenn sie das Resultat des Angriffs sehen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:15-17 ***

15 Die Kaufleute, die mit diesen Dingen reisten und durch sie reich wurden, werden aus Furcht vor ihrer Qual in der Ferne stehen und weinen und trauern 16 und sagen: ‚Wie schade, wie schade — die große Stadt, bekleidet mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und reich geschmückt mit goldener Zier und kostbaren Steinen und Perlen, 17 denn in einer Stunde ist so großer Reichtum verwüstet worden!

 

Babylon die Grosse verschwindet für immer in nur einer einzigen Stunde, was bestimmt einer sehr kurzen Zeitperiode entsprechen muss.

 

(Zu 6.3.8: vergleiche Grafik:  6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

6.3.9              Warum so schnelle Vernichtung?

 

Der erste Sturmangriff der Politik gegen die Religionen wird in Offenbarung im Kapitel 17, mit der Beschreibung des Gerichtsurteils, dessen Begründung und im Kapitel 18 mit der schlussendlichen Urteilsvollstreckung, der Vernichtung der Religionen, „Babylons der Grossen“, der “Mutter aller Huren“ beschrieben. Da die Volksmassen keinen unwiderstehlichen Schutzwall mehr bieten, ist der Angriff schnell von Erfolg gekrönt und konzentriert sich bald nur noch auf kleine Gebiete des offenen Widerstandes.

 

Es ist kein Gemetzel an Tausenden von Gläubigen, es ist ein Umpolen von Verehrung eines abstrakten Gottesglaubens auf die konkrete Anbetung des Staatswesens. Dabei spielen die religiösen Führer wiederum die Rolle falscher Propheten, welche die Massen dazu verleiten sich dem scheinbar Unvermeidbaren zu fügen. Die falschen Propheten hatte zwar den Pfad der Gerechtigkeit erkannt, sich aber von ihm weit abgewendet .

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:21-22 ***

21 Denn es wäre für sie besser gewesen, den Pfad der Gerechtigkeit nicht genau erkannt zu haben, als sich, nachdem sie ihn genau erkannt hatten, von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot abzuwenden. 22 Es ist ihnen ergangen, wie das wahre Sprichwort sagt: „Der Hund ist zum eigenen Gespei zurückgekehrt und die gebadete Sau zum Wälzen im Schlamm.“

 

Bei der Vernichtung der Machtstrukturen von Satans System wird davon gesprochen, dass das „wildes Tier“ undder falsche Prophet“, der ja auch nach der „Vernichtung Babylons der Grossen“ immer noch existiert, gemeinsam vernichtet werden. Wir müssen dieses Rätsel weiter untersuchen (2.Pe 2:1-3, 9).

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:20 ***

20 Und das wilde Tier wurde gefaßt und mit ihm der falsche Prophet, der vor ihm die Zeichen tat, durch die er die irreführte, welche das Kennzeichen des wilden Tieres empfingen, und die, die seinem Bild Anbetung darbringen.

 

Der falsche Prophet“ ist offensichtlich dafür verantwortlich, dass eine Grosszahl von Menschen das Kennzeichen des wilden Tieres empfängt und der Politik oder der Wirtschaft Anbetung darbringt. Es ist nicht von Wichtigkeit, was Kirchenführer nun als „Akt der Anbetung“ definieren, es ist massgebend was Jehova zu diesem Thema sagt!

 

Ganz offensichtlich ist „der falsche Prophet“ mitverantwortlich, dass die Menschen den wahren Fluchtpunkt, das Tal Jehovas, die Wildnis nicht aufsuchen, aber auch nicht zu „dem falschen Propheten“ als Fluchtpunkt hingehen, sondern die Politik als das Kleinere von zwei Übeln ansehen.

 

Der falsche Prophet“ lenkt durch seine scheinbare Gottnähe vom wirklichen Königreich Gottes ab, wirkt aber auf viele ehrliche Christen selbst abschreckend und einige erkennen dessen Falschheit hinter der grossartigen Fassade von Wohlanständigkeit.

 

Jeder Person, welche durch Unterwürfigkeit gegenüber einem Objekt, sei dies nun statisch wie ein Götze oder eine Person oder eine menschliche Institution vollkommene Unterordnung in irgendeiner Angelegenheit zeigt, die in Opposition zu Gottes Willen steht, und dadurch Gottes Wort offen missachtet, der fällt in Wahrheit von Gott ab und dient einem Götzen!

 

Wer irgendetwas als höher anerkannt, diesem mehr gehorcht als Gott es gebietet, der missachtet Gottes klar ausgedrückten Anspruch auf ausschliessliche Ergebenheit. Was darüber hinausgeht ist Götzendienst!

 

Der falsche Prophet“ hatte sich offensichtlich zuvor selbst zu einem Götzen gemacht und sich in den Tempel DES GOTTES gesetzt und lässt vielen, die dies durchschauen, aber die wahre Alternative des „Tales Jehovas“ nicht kennen, nur noch die Wahl ihn, „den falschen Propheten“ als Retter anzuerkennen oder nun am Schluss die Anbetung auf einen neuen Retter zu übertragen, den Staat, die Politik (2.Thes 2:3, 4).

 

*** Rbi8  2. Mose 20:2-5 ***

2Ich bin Jehova, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter wider mein Angesicht haben.

4 Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen noch eine Gestalt wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 5 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert

 

An der Gültigkeit dieses Gesetzes ändern alle Kirchenfürsten, Wirtschaftsführer und alle Politiker nichts! Es ist das Erste der zehn Gebote!

6.3.10           Änderung von Zeit und Gesetz

 

Was ist Satans Wille, was steht hinter diesem Aufruf und dem Versammeln der Völker hin nach Harmagedon? Durch die Angriffe der Politik auf jede Art Religion soll vor allem Jehovas wahre Anbetung vernichtet werden, seine neu aufgerichtete Nation. Satan kennt die Schriften und die Vorhersagen. Er weiss genau, dass sie sich zur bestimmten Zeit erfüllen müssen.

 

*** Rbi8  Markus 1:23-26 ***

23 Auch befand sich gerade zu jener Zeit in ihrer Synagoge ein Mensch, der unter der Macht eines unreinen Geistes stand, und er schrie auf 24 und sprach: „Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus, du Nazarener? Bist du gekommen, uns zu vernichten? Ich weiß genau, wer du bist: der Heilige Gottes.“ 25 Jesus aber schalt ihn und sprach: „Verstumme und fahre von ihm aus!“ 26 Und nachdem der unreine Geist ihn in einen Krampf geworfen hatte, fuhr er mit gellendem Aufschrei von ihm aus.

 

Die unreinen Geister Satans wissen, dass ihr Tag der Vernichtung herannaht.

 

Satan will Zeit gewinnen und versucht durch seine letzte von ihm gelenkte Weltmacht, den siebten Kopf des wilden Tieres Anglo-Amerika, „Zeiten und Gesetz“ zu verändern, er möchte Jehovas Plan durchkreuzen ein Königreich unter Jesus aufzurichten, die Einsammlung der Schafe und die Versiegelung der übrigen der 144.000 verhindern.

 

*** Rbi8  Daniel 7:25 ***

Und er wird sogar Worte gegen den Höchsten reden, und die Heiligen des Allerhöchsten wird er andauernd befehden. Und er wird beabsichtigen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden für eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden.

 

Jehova seinerseits lässt die Prüfung derer zu, welche behaupten ihm und seinem Sohn zu dienen. In Kürze ist die Prüfung der Echtheit unseres Glaubens zu erwarten (Jak 1:12) [B].

 

Inwiefern versucht Satan „Zeiten und Gesetz zu verändern“ mögen wir uns fragen? Indem er versucht das Erreichen der Vollzahl von 144.000 Getreuen durch einen schweren Angriff zu verhindern und die Zahl des Volkes Jehovas, seiner Getreuen durch harte Prüfung zu sichten. Dies ist ihm nur möglich, indem er versucht die Loyalität dieser gerechtigkeitsliebenden, mildgesinnten Menschen gegenüber Jehova zu brechen. Um diesen Beweis ihrer wirklichen Treue zu erbringen, müssen die vier Engel die vier Winde der Zerstörung von Satans System noch eine gewisse Zeitspanne zurückhalten (Off 10:6) [B2, B3].

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:1-3 ***

7 Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen und die vier Winde der Erde festhalten, damit kein Wind über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum wehe. 2 Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: „Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

 

Die baumartigen „treuen und verständigen Sklaven“ müssen unter Prüfung ihre Eignung für das kommende System zeigen. Geben sie unter Druck nach oder lassen sie sich durch Verführung von Jehova und Jesus weglenken? Nur wer standhält und Jehova und Jesus treu ergeben ist wird schlussendlich versiegelt! Dann ist das „heilige Geheimnis Gottes“ vollendet – die künftige Regierung ist gesalbt.

 

Diese Versiegelung wurde nicht 1935 vorgenommen, wie Jehovas Zeugen ihren Anhängern und einem Millionenpublikum immer wieder einreden!

 

 

6.4                 Die „Heiligen des Allerhöchsten“ bewahrt

6.4.1              Vor der Stunde der Erprobung bewahrt

 

Jesus muntert alle seine Nachfolger auf auszuharren. Es ist eine Zeit der Probe. Er selbst kann Menschen aus der Prüfung befreien (Apg 5:18, 19).

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:10-11 ***

10 Weil du das Wort über mein Ausharren bewahrt hast, will ich auch dich bewahren vor der Stunde der Erprobung, die über die ganze bewohnte Erde kommen soll, um die auf die Probe zu stellen, die auf der Erde wohnen. 11 Ich komme eilends. Halte weiterhin fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme.

 

Die Handlung des Teufels wird verständlich, wenn wir bedenken, dass die Bibel keinen Zweifel offen lässt, dass Satan und seine Handlanger nur eine sehr kurze Frist haben und in Harmagedons Urteilsvollstreckung die Macht auf allen drei Ebenen, Religion, Politik und Wirtschaft vollkommen verlieren werden (Off 12:12)[B1-B3].

 

Vom Standpunkt der gut strukturierten, hervorragend organisierten und hart trainierten „Bergen“ und „Inseln“ gleichenden Systeme her gesehen scheint dies unmöglich zu sein. Jede irdische Organisation kämpft im Schlussteil mit allen verfügbaren Mitteln um ihr Überleben, weil jede davon überzeugt ist, dass die weltweite Krise eine vorübergehende Erscheinung sei und nicht der Todeskampf eines Systems, das sich selbst zerstört, indem es die Erde verdirbt, physisch wie geistig (Off 6:14-17; Off 11:18).

6.4.2              Befehdung der „Heiligen des Allerhöchsten“ und Ausgang der Sache

 

Satan möchte dies mit aller Kraft verhindern, indem er mit dem Angriff auf die Religionen gleichzeitig die „Heiligen des Allerhöchsten“ befehdet und sie besiegen wird. Dies wird nur dadurch möglich, indem diese vom Rest der Kirchenanhänger klar separiert werden. Der Teufel weiss, dass wahre Christen sich nicht dem Staatsdiktat beugen eine Art der Anbetung zu vollführen, welche Jehova nicht billigt. Die drei jungen Hebräer in Babylon haben es ihm und seinen Helfern deutlich gezeigt. Der Prophet Daniel zog es vor in die Löwengrube geworfen zu werden, als sich von seinem Gott zurückzuziehen, um fremden Göttern zu dienen (Daniel Kapitel 3 und 6).

 

(Zu 6.4.2:  vergleiche: Zeitband Babylonisches Exil)

 

Erst am Ende dieser limitierten Periode von dreieinhalb Jahren ist das direkte Eingreifen Gottes vorhergesagt. Zuvor aber wird Getreuen bereits Erleichterung angekündigt! Daniel durfte eine Vorausankündigung des Ausgangs des Konflikts machen. Das „Volk der Heiligen“ (Christenheit) wird sich als unterlegen erweisen, das „wilde Tier“ gewinnt über sie die Oberhand (Mat 24:21, 22).

 

*** Rbi8  Daniel 7:21-22 ***

21 Ich schaute weiter, wie gerade jenes Horn Krieg gegen die Heiligen führte, und es gewann die Oberhand über sie, 22 bis der Alte an Tagen kam und das Recht selbst zugunsten der Heiligen des Allerhöchsten gegeben wurde und die bestimmte Zeit herankam, da die Heiligen das Königreich selbst in Besitz nahmen.

 

Beachten wir, dass den „Heiligen“, den Mitgliedern der Kirchen, die „Heiligen des Allerhöchsten“, die Apostel, und später „das Volk der Heiligen des Allerhöchsten“, die Versiegelten aus den 144.000 entgegengesetzt sind (Da 7:25).

 

(Zu 6.4.2:  vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

Die Kriegstaktik Satans scheint nahezu Gelingen zu haben. Was aber hofft Satan durch diesen Angriff zu erreichen? Daniel der Prophet erklärt das, was ihm durch eine Vision mitgeteilt wurde. Satan hofft für sich selbst und sein System dadurch Zeit zu gewinnen und Jehovas Wort, das Gesetz ist, zu ändern und dadurch ungültig zu machen. Jehovas Prophezeiung die Gesetzeskraft hat würde sich nicht erfüllen. Er wird, um sein Ziel zu erreichen, den Druck innert kurzer Frist sehr verstärken.

 

Dies wird auch durch Jesus in Matthäus 24:22 bestätigt: „Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.“ Jehova selbst, „der Alte an Tagen“ verhindert‚ dass „kein Fleisch gerettet würde’ und verkürzt die Zeit der Prüfung zugunsten seiner ausharrenden Getreuen. Jesus, die 12 Apostel und die 144.000 Mitkönige, zusammen mit der grossen Volksmenge nehmen das Königreich der Welt im Anschluss in Besitz [Bb].

6.4.3              Warum muss Jehova direkt zu Gunsten seiner Auserwählten eingreifen?

 

Offensichtlich gerät die Situation in der Welt vollkommen ausser Kontrolle der Machthaber. Warum? Weil die Menschen vor Angst über die kommenden Dinge ausser Rand und Band geraten werden. Wodurch wird dies kommen?

 

*** Rbi8  Matthäus 24:21 ***

... denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird.

 

Möglicherweise werden die Terroranschläge anstatt abnehmen weiter zunehmen, immer grössere Ausmasse erreichen, die unkontrollierbare Fluchtbewegungen aus den Grossstädten auslösen könnten.

 

Es ist nicht der Ort, um Horrorszenarien an die Wand zu malen, aber sicherlich der geeignete Platz auf die wirklich bestehenden Gefahren hinzuweisen und sie mit biblischen Aussagen zu vergleichen.

 

Beachten wir nochmals, dass dies „im Fleisch“ und nicht „im Geiste“ sein wird. Die Apostel und die Gruppe der 144.000, denen in Zukunft die Leitung der Erde in die Hand gegeben wird, tun dies von der Erde aus, nicht aus einem fernen „Himmel“.

 

*** Rbi8  Philipper 3:13-16 ***

... Die Dinge vergessend, die dahinten sind, und mich nach den Dingen ausstreckend, die vor [mir] sind, 14 jage ich dem Ziel entgegen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben durch Christus Jesus. 15 Laßt uns denn, so viele von uns reif sind, diese Gesinnung haben; .... 16 Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln.

 

Wenn Jesus in Fleische auferweckt wurde und Paulus eine Jesu gleiche Auferweckung der „Heiligen“ erwartet, lässt er damit keine Zweifel zu. Er selbst erwartete sehnlich endgültig zu dieser Gruppe zu gehören, welche die „Krone des Lebens“ erlangen wird, er strebte dieses Ziel „nach oben“ mit aller Kraft an. Die feste Ordnung, die Paulus erwähnt ist das System, das Jesus und die Apostel errichteten und nicht jenes heutiger Religionsgemeinschaften!

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:8 ***

8 Fortan ist mir die Krone der Gerechtigkeit aufbehalten, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag als Lohn geben wird, doch nicht nur mir, sondern auch all denen, die sein Offenbarwerden geliebt haben.

 

Adam und Eva hatten ewiges Leben und werden oft als „Krone der Schöpfung des Lebens“ bezeichnet weil sie vollkommen waren an Körper und Geist. Das kommende Paradies stellt durch Jesus diesen Zustand wiederum her. Wir müssen an das Offenbarwerden Jesu im Fleische festhalten und darauf warten!

6.4.4              Berufung nach oben

 

Paulus wirft Licht auf die Berufung von Menschen zu einem höheren Ziel. Früh in der Kirchengeschichte wurde dies mit dem Himmel Gottes interpretiert. Nicht verwunderlich seit der unbiblischen Lehre des Hymenäus und Philippus, die Auferstehung hätte schon im ersten Jahrhundert stattgefunden (2.Ti 2:16-18).

 

(Zu 6.4.4:  vergleiche Grafik: 9.3  Jehovas Rettungsvorkehrungen: Gottes Königreich; „Neue Himmel“ und eine „neue Erde“) 

 

Was erklärt Paulus über die zu erwartende menschliche Vollkommenheit? Lesen wir den oben aufgeführten Text von Paulus nochmals aus diesem spezifischen Blickwinkel heraus:

 

*** Rbi8  Philipper 3:12-16 ***

12 Nicht, daß ich es schon empfangen habe oder schon vollkommen gemacht bin, ich jage [ihm] aber nach, um irgendwie das zu ergreifen, wofür auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. 13 Brüder, ich betrachte mich selbst noch nicht so, als ob ich [es] ergriffen habe; doch da ist e i n e s diesbezüglich: Die Dinge vergessend, die dahinten sind, und mich nach den Dingen ausstreckend, die vor [mir] sind, 14 jage ich dem Ziel entgegen, dem Preis der Berufung Gottes nach oben durch Christus Jesus. 15 Laßt uns denn, so viele von uns reif sind, diese Gesinnung haben; und wenn ihr in irgendeiner Hinsicht anders gesinnt seid, wird Gott euch die obenerwähnte [Gesinnung] offenbaren. 16 Auf jeden Fall laßt uns in dem Maße, wie wir Fortschritte gemacht haben, weiterhin nach derselben festen Ordnung wandeln.

 

Diese Berufung „nach oben“ hat nichts mit dem Himmel zu tun, sondern mit einem über die Vergänglichkeit erhöhten physischen und geistigen Status. Adam und dessen Nachkommen wurden durch Gottes Willen der Sterblichkeit unterworfen.  (Jak 1:12; Off 2:10; Phi 3:10, 11-16)

 

*** Rbi8  Römer 8:18-22 ***

18 Demzufolge halte ich dafür, daß die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden wird. 19 Denn die sehnsüchtige Erwartung der Schöpfung harrt auf die Offenbarung der Söhne Gottes. 20 Denn die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen worden, nicht durch ihren eigenen Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat aufgrund der Hoffnung, 21 daß die Schöpfung selbst auch von der Sklaverei des Verderbens frei gemacht werden wird zur herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, daß die gesamte Schöpfung zusammen fortgesetzt seufzt und zusammen in Schmerzen liegt bis jetzt.

 

Die von Gott anerkannten Kinder werden von der Vergänglichkeit dieser Schöpfung befreit werden. Auch hier wird niemandem der Himmel versprochen! Christen sollten aufgrund einer feststehenden rechtlichen Ordnung dem Ziel entgegen streben, diesen Status als Kinder Gottes durch die Taufe zu erreichen und dann durch ein Leben, das der von Gott festgesetzten Ordnung entspricht zu bestätigen! Die Taufe ist ein Bund, den der Bundesschliesser Mensch mit Jesus und Gott eingeht und ihn halten muss. Die Prämie, die Jesus seinen Nachfolgern verspricht, ist ewiges Leben dadurch, dass der Sieger vollkommen gemacht wird.

 

Alle diese Schriftstellen sprechen gegen eine Regierung von 144.000 Königen aus dem geistigen Bereich, dem Himmel über die Erde, wie dies die Wachtturm-Gesellschaft immer wieder behauptet! Anstelle Satans herrscht nun im geistigen Bereich wiederum Jehova mit seinen Engeln über die Angelegenheiten der Erde.

6.4.5              Worte gegen den Höchsten

 

Daniel hört und sieht in der Vision, wie das „Horn“ vorgehen wird. Seiner dermassen siegessicher erdreist sich die letzte Siegesmacht, die UNO, angeführt durch Anglo-Amerika, offen gegen Jehova und seinen Christus als gekrönter, himmlische Herrscher Stellung zu beziehen, indem es die neugeborene Nation der Frühauferstandenen Apostel angreifen wird. Die „Frau“ flieht deshalb in die Wildnis [B1], wo sie eine von Gott bereitete Städte hat, fern der Schlange. Alle Völker stehen dabei geschlossen hinter dem „Horn“ mittels der UNO (Off 12:5, 6; 13:4-15).

 

*** Rbi8  Daniel 7:25 ***

25 Und er wird sogar Worte gegen den Höchsten reden, und die Heiligen des Allerhöchsten wird er andauernd befehden. Und er wird beabsichtigen, Zeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden für eine Zeit und Zeiten und eine halbe Zeit in seine Hand gegeben werden.

 

Während dreieinhalb Zeiten respektive dreieinhalb Jahren scheint die wahre, öffentliche Anbetung Jehovas fast vollkommen zum Erliegen zu kommen. Jehovas wirklich Getreue sind sozusagen in der Wildnis versprengt (Off 12:13, 14) oder schmachten in Gefängnissen oder sind anderswie isoliert. Jehova versorgt jeden mit dem geistig Notwendigen, indem er sie zum Ausharren geistig stärkt, wie er dies durch Engel im Falle Jesus tat. Während dieser Zeit muss jeder Einzelne sein Ausharren unter Beweis stellen (Off 14:12; 2.Pe 2:9).

 

*** Rbi8  Lukas 21:12-19 ***

12 Vor allen diesen Dingen aber wird man Hand an euch legen und euch verfolgen, indem man euch den Synagogen [[Kirchen, Versammlungen]] und Gefängnissen ausliefert und euch vor Könige und Statthalter schleppt um meines Namens willen. 13 Es wird euch zu einem Zeugnis ausschlagen. 14 Nehmt euch daher in eurem Herzen vor, nicht im voraus einzuüben, wie ihr euch verteidigen sollt, 15 denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner zusammen nicht widerstehen oder widersprechen können. 16 Überdies werdet ihr sogar von Eltern und Brüdern und Verwandten und Freunden überliefert werden, und man wird einige von euch zu Tode bringen, 17 und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Menschen sein. 18 Und doch wird bestimmt kein Haar von eurem Haupt verlorengehen. 19 Durch euer Ausharren werdet ihr eure Seele erwerben.

 

Nur wer den Sinn dahinter versteht wird auch bereit sein diese Verfolgung auf sich zu nehmen. Wer mit Sicherheit das kommende System vor seinem geistigen Auge behält wird sich geistig auch auf Drangsal einstellen ohne davor zu erschrecken, so wie Jesus wusste, dass er leiden müsste, aber in nichts vom geraden Weg abwich.

6.4.6              Versuch das Gesetz zu ändern

 

Inwiefern will das „wilde Tier“ Anglo-Amerika, das in dieser Prophezeiung von Daniel 7:25 als ein „Horn“ bezeichnet wird, aber das „Gesetz“ ändern? Horn bedeutet politische Macht. Der Gesetzgeber Jehova hat als wichtigstes Gesetz festgeschrieben, dass ihm alle Ehre und Anbetung zusteht. Es ist das erste und wichtigste aller Gebote. Dies ergibt einen Loyalitätskonflikt für jeden wahrhaft gottgläubigen Menschen, innerhalb oder ausserhalb der Religionen.

 

Jede Forderung seitens einer Einzelperson oder einer Institution, welche dieses Gebot betrifft, um es zu brechen, darf und kann ein wahrer Christ nicht befolgen. Dasselbe gilt für das Gebot der Nächstenliebe. Niemand kann behaupten seinen Nächsten zu lieben und ihn gleichzeitig mit der Waffe in der Hand bekämpfen oder ihn auf ungerechte Art bedrücken. Das weiss Satan und er wird Proben bereiten, welche von subtil bis grausam reichen, um die Anbetung des wilden Tieres selbst von dem „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“, Jesu „treue und verständige Sklaven“ zu erlangen, dadurch, dass er sie dazu drängt oder verführt eines der beiden von Christus wiederholten Gebote zu brechen, Gott und seinen Mitmenschen zu lieben (Lu 10:25-28).

 

*** Rbi8  2. Korinther 4:7-12 ***

7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die Kraft, die über das Normale hinausgeht, Gottes sei und nicht die aus uns selbst. 8 Wir werden auf jede Weise bedrängt, doch nicht bewegungsunfähig eingeengt; wir sind ratlos, doch nicht gänzlich ohne Ausweg; 9 wir werden verfolgt, doch nicht im Stich gelassen; wir werden niedergeworfen, doch nicht vernichtet. 10 Beständig erdulden wir überall an unserem Leib die Jesus zuteil gewordene todbringende Behandlung, damit auch das Leben Jesu an unserem Leib offenbar gemacht werde. 11 Denn wir, die Lebenden, werden um Jesu willen stets dem Tod gegenübergestellt, damit auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleisch offenbar gemacht werde. 12 Somit ist in uns der Tod am Werk, das Leben aber in euch.

 

Wir können aus den Worten von Paulus weitere Stärkung erlangen. Die Christen des ersten Jahrhunderts, allen voran Paulus, mussten dieselben Prüfungen erdulden!

6.4.7              Jehovas endgültiger Gerichtsentscheid, nicht der von Menschen

 

Jehovas himmlisches Gericht fällt den Schlussentscheid gegen das „Horn“ und all jene, welche ihn dabei unterstützten. Was sieht Daniel in der Vision?

 

(Zu 6.4.7:  vergleiche: Zeitband Göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millenium)

 

*** Rbi8  Daniel 7:25-27 ***

 26 Und das Gericht selbst setzte sich dann, und seine eigene Herrschaft nahm man schließlich weg, um [ihn] zu vertilgen und [ihn] gänzlich zu vernichten.

27 Und das Königreich und die Herrschaft und die Größe der Königreiche unter allen Himmeln wurden dem Volk der Heiligen des Allerhöchsten gegeben. Ihr Königreich ist ein auf unabsehbare Zeit dauerndes Königreich, und alle Herrschaften werden selbst ihnen dienen und gehorchen.‘

 

Diese Szenen in der Vision Daniels sind absolut identisch im Zeitumfang und der Abfolge der Ereignisse wie es Johannes in der Offenbarung sieht und es ab Kapitel 12 bis 19 beschreibt.

 

Im Kapitel 20 wird beschrieben wie jene Gruppe, welche sich als „treuer und verständiger Sklave“ erwiesen hat, ihren irdischen Lohn erhält: „alle Herrschaften werden selbst ihnen dienen und gehorchen.“, sie waren getreu im Kleinen und werden nun über gewisse Städte gesetzt. Sie sind von da an Priester, Richter und Könige Gottes, des Allerhöchsten (Lu 19:17-19; Off 20:4-6).

6.4.8              Wem gebührt unsere unverbrüchliche Loyalität?

 

Das ganze Thema Harmagedon hat mit Machtanspruch und Unterordnung zu tun. Wem muss nun zuerst die Loyalität gezeigt werden, Jehova oder dem Cäsar?

 

Paulus hatte vielerlei Art Verfolgung und Bedrohung zu dulden, durch das römische Weltreich, seine Glaubensgenossen im Fleische, die Juden und falscher Brüder innerhalb der Christenversammlung, all dies neben den normalen Gefahren des damaligen Lebens und seiner Reisen. Er gab deswegen nicht auf, im Gegenteil, all die Prüfungen bestärkten ihn nur in seinem Willen auszuharren und das zu tun was richtig ist in Gottes Augen.

 

*** Rbi8  2. Korinther 6:3-6 ***

3 In keiner Weise geben wir irgendeine Ursache zum Straucheln, damit unser Dienst nicht bemängelt werde, 4 sondern in jeder Weise empfehlen wir uns als Gottes Diener: durch das Ausharren in vielem, in Drangsalen, in Notlagen, in Schwierigkeiten, 5 bei Schlägen, in Gefängnissen, bei Unruhen, bei mühevollen Arbeiten, in schlaflosen Nächten, bei Mangel an Nahrung, 6 durch sittliche Reinheit, durch Erkenntnis, durch Langmut, durch Güte, durch heiligen Geist, durch ungeheuchelte Liebe,

 

Paulus zeigte anhand seines Lebens, dass er kein Heuchler war, sondern all diese Dinge in seinem Leben auch vormachte. All diese herausragenden Eigenschaften sind es, welche Gottes wahre Diener, sein wirkliches Volk, hervorzubringen suchen. Jehova gibt dazu die Stärke.

 

Nicht Anwendung von Gewalt und Durchsetzen seiner eigenen Ideen oder der Ideologie einer bestimmten Gruppe mittels Machtmitteln sind die Dinge, welche wirkliche Mitglieder des Volkes Jehovas auszeichnen. Es ist ihre Loyalität Jehova Gott, Jesus und dem Nächsten gegenüber, dies auch unter härtesten Bedingungen.

 

Satans letzter Angriff gilt somit dem Brechen der Loyalität des letzten Gottesfürchtigen. Die drei Versuchungen gegen Jesus zeigen, wie subtil und mit welchen Mitteln dieser Angriff sein kann. Von Verführung bis dazu, den Messias an einen Stamm zu hängen und der öffentlichen Schande auszusetzen, ihn einen schmerzvollen Tod sterben zu lassen zeigt die unerbittliche Grausamkeit dieses Erzfeindes dessen, was Gut und Gerecht ist.

 

Im alten Babylon waren es drei exilierte Jugendliche, die dem Befehl Nebukadnezars widerstanden einem Staatssymbol durch niederknien Ehre zu erweisen. Sie wurden wegen der Verweigerung in einen überhitzten Ofen geworfen. Es ist ein ausgezeichnetes Beispiel für Treue zu Jehova und seinem Gesetz (Daniel Kapitel 3).

 

Die Verweigerung gegenüber Jehova abzuschwören oder eine von ihm missbilligte götzendienerische Handlung vorzunehmen kann während der grossen Drangsal Gefängnis und Verlust der Ehre bedeuten. All dies darf nicht durch Gegengewalt vergolten werden, weil jene, die Gewalt anwenden selbst den Tod verdienen (Off 13:10). 

6.4.9              Das Kennzeichen des wilden Tieres

 

Wie aber wird jemand ausharren und Jehova die Treue halten der nicht weiss worauf es Gott in dieser Situation ankommt? Noch verbleibt etwas Zeit sich mit Gottes Anforderungen auseinanderzusetzen. Jesus mahnte ständig wach zu bleiben, niemand kennt den „Tag noch die Stunde“ des eigentlichen Gerichts, auch wenn aufgrund der Zeichen der Zeitrahmen gegeben ist! (Mat 24:36, 43, 44) [B2, C5, C6]

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:9-12 ***

9 Und ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: „Wenn jemand das wilde Tier und sein Bild anbetet und ein Kennzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, 10 wird er auch von dem Wein des Grimmes Gottes trinken, der unverdünnt in den Becher seines Zorns eingeschenkt worden ist, und er wird vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes mit Feuer und Schwefel gequält werden. 11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf für immer und ewig, und Tag und Nacht haben sie keine Ruhe, diejenigen, die das wilde Tier und sein Bild anbeten, und wer immer das Kennzeichen seines Namens empfängt. 12 Hier kommt es für die Heiligen, die, welche die Gebote Gottes halten und den Glauben Jesu [bewahren], auf das Ausharren an.“

 

Was war der Glaube Jesu, den es nachzuahmen gilt? Es war die feste Hoffnung, dass Gott ihn selbst aus dem Tod befreien könne und stets seine Versprechungen hält. Jesus wusste, dass Jehova ein Gott ist der niemals lügt und nie einen Pakt bricht (Ps 15:1-5; 34:19; 2.Kor 1:10).

 

Die falschen Propheten, die religiösen Führer der Christenheit werden versuchen ihre auf sie hörenden Schafe zu überzeugen in der einen oder andern Form auf die Forderungen des Staates einzugehen. Jeder, welcher das politische wilde Tier oder sein Abbild, die UNO anbetet, wird ein Kennzeichen auf Stirne oder Hand davon tragen. Gottes Grimm wird auf ihn fallen. Menschen dagegen, welche Gottes Gebote halten und den Glauben bewahren wie ihn Jesus vorgelebt hat, werden als „die Heiligen“ bezeichnet. Jeder Einzelne, welcher dazu bereit ist, wird zum Ausharren aufgefordert.

 

Die Medien wie Zeitungen, Radio, Fernsehen werden die UNO immer mehr als die einzige Hoffnung der Menschheit darstellen, um uns von den verschiedenen Plagen des 21. Jahrhunderts zu erretten. Eine aufwendige Propaganda versucht uns zu zeigen, wie mittels kostspieliger Flüge Nahrungsmittel zu Hungernden gebracht werden, Kinder ärztlich betreut, Flüchtlingslager aufgebaut und Katastrophenhilfe geleistet wird. UNO-Soldaten setzen sich mit der Waffe in der Hand für den Frieden ein. Die UNO setzt sich für Menschenrechte ein, für Kranke, Verfolgte, Kinder, Frauen und Alte.

 

Das alles ist scheinbar gut, positiv, wünschenswert. Aber sehen wir doch etwas weiter dahinter. Warum bemüht sich diese Universalorganisation um diese Dinge? Weil die dafür Verantwortlichen selbst darin fehlen und die Mächtigen direkt die Ursache und die wahren Verantwortlichen für die meisten dieser Übel sind! Die UNO korrigiert somit nur die durch ihre eigenen Mitglieder begangenen Fehler! Sie arbeitet dabei wie eine Versicherung, welche nur einen Teil des Schadens abdeckt, von allen aber die Prämie kassiert.

 

Welche scheussliche Art den Menschen Sand in die Augen zu streuen! Sind es nicht die Regierungen der einzelnen Länder selbst, welche die UNO bilden, welche für die allermeisten dieser menschlichen Katastrophen verantwortlich zeichnen? Sind es nicht dieselben Regierungen, welche die Durchsetzung all dieser an sich gerechten Dinge andererseits durch ihr Verhalten zu verhindern suchen? Selbst die Umweltkatastrophen hat der Mensch zu wesentlichen Teilen selbst zu verantworten wie wir unterdessen gut wissen! Unsere Habsucht ist z.B. der Grund der Aufwärmung des Planeten!

 

Lernen wir mit Unterscheidungsvermögen das in den Medien wirksame Hervorheben solcher „grossartiger Taten“ konkret zu beurteilen. Was krumm gemacht ist kann nicht geradegebogen werden sagt der weise Salomo (Pr 1:15).

 

*** Rbi8  Prediger 1:15 ***

Was krumm gemacht ist, kann nicht geradegemacht werden, und was fehlt, kann unmöglich gezählt werden.

 

Die Staaten, welche die UNO bilden sind selbst voll von Unrecht. Es ist nicht zu erwarten dass die UNO dies je in der Lage sein wird zurechtzubiegen; dazu müssten die Staatsführer zuerst die moralischen Massstäbe bei sich selbst anwenden und die durch sie geführten Völker darin anleiten. Dazu aber sind die Führer dieses Systems schlichtweg nicht in der Lage, dies ist allein Gottes Königreich vorbehalten und Menschen, die es sich angewöhnt haben auf Gottes Gesetze in jeder Situation zu achten. Es hat noch nie funktioniert „den Bock zum Gärtner“ zu machen!

 

Da die letzte Weltmacht Anglo-Amerika und das durch sie geförderte Abbild des „siebenköpfigen wilden Tieres“, die UNO, genauso wie die früheren sechs Köpfe eine absolute Unterordnung fordern und sie von den meisten Menschen auch erhalten wird, so konzentriert sich der Kampf schlussendlich auf all jene, welche dem Staat in der Unterordnung Grenzen setzen, nämlich überall da, wo er eine Art der Anbetung für seine Symbole und Repräsentanten fordert. Dies ist einem wahren Christen unmöglich. Gottes Gebote kommen bei ihm vor jenen des Cäsars, auch wenn dies harte Konsequenzen mit sich bringt! (Mat 22:17-21)

 

 

6.5                 Ein sich änderndes Feindbild

6.5.1              Ein neuer Feind: Ein neues Feindbild wird notwendig

 

Mit dem Ende des kalten Krieges und mit der neuen Vereinigung eines grossen Teiles der Satellitenstaaten der bisherigen Sowjetunion mit der Europäischen Union ist das bisherige Feindbild zum Wanken gebracht worden.

 

Die beiden rivalisierenden Könige des Südens und des Nordens, die Daniel im Kapitel 11 seiner Prophezeiung beschreibt, setzen sich gemeinsam an einen Tisch weil ein neuer, gemeinsamer Feind sie bedroht: Der religiös bedingte Terrorismus (Da 11:27).

 

Der Prophet Daniel beschrieb dies bereits im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeit, während des ersten Jahres der Regierung des Meders Darius. Jehova gab Daniel die Details der Auseinandersetzung für unsere Tage bekannt. Schauen wir uns die Vorhersagen Jehovas etwas näher an (Da 11:1).

 

Die Stellvertreterkriege in Korea, Vietnam und Afghanistan hatten sowohl die USA wie die Sowjetunion sehr viel Geld, Material und Menschen gekostet. Die USA ging schlussendlich als Sieger hervor.

 

Die Sowjetunion litt unter dauernden Versorgungskrisen an elementaren Dingen für seine Bevölkerung. Während der ersten Erleichterungsphase des Druckes seitens der Machthaber im Kreml unter Gorbatschow zerbrach die künstliche Einheit unter „Glasnost“ und „Perestroika“ in viele Teile. Die Sowjetunion musste mit den USA an den Verhandlungstisch. Nicht aus Liebe oder Zuneigung, vielmehr unter dem Druck der Umstände. Dies geschah bereits vor der für das Ende bestimmten Zeit.

 

*** Rbi8  Daniel 11:27-30 ***

27 Und was diese beiden Könige betrifft, ihr Herz wird geneigt sein, Schlechtes zu tun, und Lüge werden sie an e i n e m Tisch ständig reden [[Anglo-Amerika und UdSSR]]. Aber nichts wird gelingen, denn [das] Ende ist noch für die bestimmte Zeit.

28 Und er [[der König des Nordens, die UdSSR]]  wird in sein Land zurückkehren mit einer großen Menge Habe, und sein Herz wird gegen den heiligen Bund sein. Und er wird wirksam handeln und gewiß in sein Land zurückkehren.

29 Zur bestimmten Zeit wird er [[der neue König des Nordens]] zurückkehren, und er wird tatsächlich gegen den Süden [[Anglo-Amerika]] kommen; aber es wird sich erweisen, daß es zuletzt nicht gleich ist wie zuerst [[anstatt UdSSR nun Fundamentalisten, Religionen]]. 30 Und es werden gegen ihn gewiß die Schiffe von Kittim kommen, und er wird verzagen müssen.

 

Das Schlüsselwort zum Verständnis, wo diese Texte auf der Zeitachse eingereiht werden müssen liegt in den Versen 27 und 29: „Das Ende ist noch für die bestimmte Zeit“ und „zur bestimmten Zeit“. Dazwischen liegt eine gewisse Zeitspanne, während welcher die Ex UdSSR, in verschiedener Hinsicht, wenn auch nicht mehr militärisch, doch erfolgreich gehandelt hatte.

6.5.2              Die von Jehova bestimmte Zeit

 

Bevor die von Jehovabestimmte Zeit“ anbricht bringt der König des Nordens eine grosse Menge an Habe in sein Land. Die bestimmte Zeit ist die Zeit des Endes, die „sieben Zeiten“ oder die zwei Mal dreieinhalb Zeiten vor Harmagedon.

 

Befassen wir uns mit diesem tiefgründigen Text Daniels im Folgenden etwas näher.

 

Der König des Nordens, die damalige UdSSR, war sehr erfolgreich in ihrer Expansionspolitik. Nicht bloss die Satellitenstaaten auch ferne Länder wie Kuba, Vietnam, Kambodscha, Laos, Nordkorea, Angola, Rhodesien, Libyen, Ägypten bis hin zum Riesen China waren ihr und der kommunistischen Philosophie hörig. Die Waffenkäufe für all die Stellvertreterkriege wurden mit dem Reichtum jener Länder bezahlt, welche diesen Waffen erhielten, mit Lieferung von allen begehrenswerten Dingen, welche diese Länder produzierten, eine wahrlich grosse Menge an Habe.

 

Der Reis Vietnams kam auf russische Tische. Der Zucker Kubas wurde in der Sowjetunion verzehrt und das Erdöl Libyens floss in russische Tankanlagen und wo nicht, so waren es die Petrodollars die Russland wiederum zum Kauf von westlicher Technologie und von Weizen verwendete.

 

Nachdem Russland infolge der Selbstauflösung in „sein Land“, oder in den Stammteil der ihm ursprünglich zustand zurückgekehrt war, plant er für die Zeit des Endes nochmals einen letzten Angriff gegen den christlichen Westen. Wie wird er vorgehen? „Sein Herz wird gegen den heiligen Bund sein“, gegen den christlichen Westen (Da 11:28).

6.5.3              Identitätswechsel des Königs des Nordens

 

Die bestimmte Zeit“ ist die Zeit, die Jehova bestimmt hat für sein Gericht. Es ist der „Tag des Herrn“, die Zeit der Wiederkehr Jesu, wenn er sich als mächtiger König erweisen wird, der erfolgreich handeln wird. Es ist der Tag, wo Jehova das Königreich der Erde selbst wiederum in die Hand nimmt und seinem Sohn den Befehlshaberstab über seine Feinde in die Hand gibt, um zu Gunsten seiner „auserwählten Heiligen“ einzuschreiten, das Ende der Zeiten der Nationen. Der „Tag“ umfasst somit eine gewisse Zeitperiode, die Zeit der grossen Drangsal (Da 7:18) [B].

 

Der König des Nordens ist zuletzt nicht gleich wie zuerst, so sagt es Daniel vorher. Seine Identität wechselt. Jene Staaten, welche er bisher unterstützt hat im Kampf gegen den König des Südens – die USA –, diese nehmen nach und nach selbst das Heft in die Hand. China spaltet sich ab. Vietnam und Korea hängen sich vermehrt an China als ständig stärkere Schutzmacht. Die UdSSR verliert alle seine ehemaligen europäischen Satellitenstaaten, die sie zuvor mit eiserner Hand kontrolliert und abgezäunt hatte. Kuba sieht sich weitgehend isoliert, hat wegen der neuen Interkontinentalraketen und der atomgetriebenen U-Bootflotte nicht mehr die Wichtigkeit wie in den Sechzigerjahren, wo dort Raketen stationiert wurden.

 

Einige dieser Staaten oder politischen Gruppen wie Libyen, Irak, die Palästinenser die bisher von der Sowjetunion in ihrer terroristischen Aktivität offen und verdeckt unterstützt wurden, beginnen sich untereinander aufgrund der gemeinsamen religiösen Basis des Islams zu koordinieren. Im gemeinsamen Kampf gegen den „westlichen Imperialismus“ und den „Zionismus“ wehren sie sich und helfen sich gegenseitig mit Know-how, Material, Waffen, Ausbildung usw. Der gemeinsame Feind ist der christlich-jüdische Block, der die Welt immer umfangreicher kontrolliert.

 

Die Rechtsprechung der UNO-Mitgliedstaaten ist kaum über jede Zweifel erhaben. Pakistan hatte seinen Chef-Atomwaffenentwickler wegen Spionage und Know-how Transfer zu Gunsten Nordkoreas und Libyens, betreffend Herstellung von nuklearen Sprengköpfen, zum Tode verurteilt.

 

Nun, Anfang 2004  wurde er plötzlich als Nationalheld freigesprochen. Dies geschah bestimmt nicht aus Liebe zum christlichen Westen. Inzwischen wurde erfolgreich eine nuklearfähige Langstreckenrakete getestet. Der Islam-Block mit Nordkorea, Libyen und Iran rückt ständig näher zusammen. Die  Basis für das Terrornetzwerk Al-Qaida gewinnt schnell an Boden, je mehr sich die Staaten des Islam bewusst werden, welche strategische Gefahr für sie von der Präsenz Amerikas in Afghanistan und Irak ausgehen.

 

Die verschiedenen Nahostkrisen, welche alle gegen Israel gerichtet waren, das inmitten der arabisch-islamischen Welt einen Keil bildet, vereinten erstmals wieder die sonst unter sich zerstrittenen Staaten.

 

Das was Präsident Bush im Jahr 2002 als „die Achse des Bösen“ bezeichnete, waren somit weitgehend Staaten, welche von der Sowjetunion bisher unterstützt wurden und auch weiterhin eine gewisse Sympathie und Unterstützung besitzen. Darunter gehören Nordkorea, Afghanistan, Iran, Irak, Libyen und Somalia. Bush nannte im Zusammenhang mit „der Achse des Bösen“ als Warnung selbst auch die Adresse der als dieser Achse zugeneigten ehemaligen Sowjetunion. Ein deutlicher Hinweis!

6.5.4              Gegen den heiligen Bund

 

Jehova hatte seit den Tagen des Moses fortwährend ein Bundesvolk. Nachdem dieses aber den Bund gebrochen hatte und seinen von ihm gesandten Messias, den Christus Jesus ablehnte und umbrachte, wurde ein neuer Bund mit einem neuen Mittler geschlossen.

 

Es gab von da an neues Volk für Jehovas Namen unter Jesu Führung als ihr König, eines, das Menschen aus allen Nationen aufnahm und durch das Rettung möglich werden sollte (Apg 15:14; Rö 15:10, 11).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:12 ***

Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“

 

Das Herz des Königs des Nordens ist aber gegen diesen „heilige Bund“ gerichtet. Was ist unter dem „heiligen Bund“ zu verstehen?

 

Es ist der Bund zwischen Jehova und Jesus, dem Mittler und Bundesschliesser gemeint, der Bund für ein Königreich, den Jesus seinerseits mit seinen zwölf Aposteln anlässlich des letzten Abendmals schloss, und der durch sein vergossenes Blut besiegelt wurde. Jeder, der sich im Gefolge taufen liess und die Bundeskonditionen erfüllte, wurde aufgenommen. Allerdings würde es dann ausser gutem auch schlechten Samen geben (Lu 22:28, 29; Mat 13:39, 49;  28:19, 20).

 

*** Rbi8  Matthäus 13:36-43 ***

Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: „Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Feld.“ 37 Er gab darauf zur Antwort: „Der den vortrefflichen Samen sät, ist der Menschensohn; 38 das Feld ist die Welt; was den vortrefflichen Samen betrifft, dies sind die Söhne des Königreiches; das Unkraut aber sind die Söhne dessen, der böse ist, 39 und der Feind, der es säte, ist der Teufel. Die Ernte ist ein Abschluß eines Systems der Dinge, und die Schnitter sind Engel. 40 So, wie nun das Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, so wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein. 41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Königreich alle Dinge herauslesen, die Anlaß zum Straucheln geben, und Personen, die gesetzlos handeln, 42 und sie werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein. 43 Zu jener Zeit werden die Gerechten so hell leuchten wie die Sonne im Königreich ihres Vaters. Wer Ohren hat, höre zu!

 

All jene, welche in diesen Bund aufgenommen wurden, bekennen sich zu Christus. Jeder muss zeigen, ob er den Bund hält oder  sich gegen ihn stellt. Daniel erwähnt Menschen, die sich mit „glatten Worten“ gegen den Bund wenden.

 

Auch „der falsche Prophet“ gehört zu dieser Gruppe des Unkrauts und ist mit der Endzeit verknüpft, dem „Abschluss des Systems der Dinge“. All jene, welche sich „Christen“ nennen und trotzdem das Kennzeichen des „wilden Tieres“ erhalten, sie alle werden dadurch in Wirklichkeit zu „Antichristen“, lehnen Jesu Wiederkommen aufgrund ihres Handelns ab (Da 11:32; 1.Joh 2:8; Off 19:20)

 

Somit ist das Herz des neuen Nordkönigs in Wahrheit gegen die Aufrichtung dieses Königreiches der Himmel gerichtet. Da er nicht genau weiss, wo die „Heiligen“ zu identifizieren sind, muss sich seine Wut gegen alles richten, was jüdisch oder christlich ist.

 

Die „Heiligen des Allerhöchsten“, welche das erdenweite Königreich erhalten, sie werden im alten wie im neuen Testament mehrfach erwähnt. Auch Islamisten kennen diese Texte sehr wohl! Diese „Heiligen“ sind es, welche ein „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“ herausgebildet haben, die als wirklich „treue und verständige Sklaven“ handeln, welche Jesu Worte und die Anweisungen der Apostel getreulich ausführen. Ihre Treue gehört ihrem wahren Führer, nicht menschlichem Irrtum.

6.5.5              Atheismus und Islam

 

Mohammed, ein Prophet des sechsten Jahrhunderts, nimmt für sich in Anspruch selbst Gottes Vertreter zu sein. Er wirft sowohl den Juden wie den Christen vor vom Bund abgefallen zu sein und beansprucht Gefolgsamkeit für den Islam und die Weltherrschaft für sich und seine Nachfolger. Er beruft sich auf Allah, der angeblich der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs ist und bestätigt Jesus als einen göttlichen Propheten. Der Islamische Glaube beinhaltet einen starken Missionsauftrag.

 

Sure 3 Vers 18-22 besagen: [3]

 

18 Gott bezeugt, dass es keinen Gott gibt ausser ihm. Desgleichen die Engel und diejenigen die das (Offenbarungs)wissen besitzen. Er sorgt für Gerechtigkeit. Es gibt keinen Gott ausser ihm. (Er ist) der Mächtige und Weise. 19 Als (einzig wahre) Religion gilt bei Gott der Islam. Und diejenigen, die die Schrift erhalten haben, wurden – in gegenseitiger Auflehnung – erst uneins, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war. Wenn aber einer nicht an die Zeichen Gottes glaubt, ist Gott schnell im abrechnen. 20 Und wenn sie (d.h. die Ungläubigen unter Leuten der Schrift) mit dir (über den Inhalt der Offenbarung) streiten, dann sag: Ich ergebe mich (w.mein Angesicht) Gott, (ich) und wer mir [Mohammed] folgt! Und sag zu denen, die die Schrift erhalten haben, und zu den Heiden: Wollt ihr (jetzt) den Islam annehmen? Wenn sie ihn dann annehmen, sind sie rechtgeleitet. Wenn sie sich aber abwenden, so hast du nur die Botschaft auszurichten (und bist für ihren Unglauben nicht verantwortlich). Gott durchschaut die Menschen (w. die (d.h. seine) Diener) wohl. 21 Denen, die nicht an die Zeichen Gottes glauben, unberechtigter weise die  Propheten töten und (überhaupt) diejenigen die Menschen töten, die zur Gerechtigkeit auffordern. Denen verkünde (dass sie) eine schmerzhafte Strafe (zu erwarten haben)! 22 Deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits hinfällig. Und sie haben dereinst keinen Helfer.

 

Es ist hier nicht der Ort und die Zeit den Koran zu beurteilen. Die Verse zeigen eine deutliche Verurteilung der Juden wie der Christen wegen ihrer Ungläubigkeit und ihrer inneren Zerstrittenheit durch Sektarismus. Der Block der UdSSR dagegen gehört als mehrheitliche Atheisten unter die Kategorie der Heiden, die es zu bekehren gilt. Als Partner in der Unterstützung gegen den Zionismus und den christlichen Imperialismus haben sie somit vieles gemein.

 

Der neue Nordkönig besteht somit zu wesentlichen Teilen aus der mohammedanischen Religion und jenen Staaten, welche durch  islamische Fundamentalisten gelenkt werden. Der ehemalige Sowjetblock, der weiterhin führend dahinter steht, nennt sich selbst „atheistisch“. Er ist nach der Oktoberrevolution 1917 selbst vom „Bund abgefallen“, indem er alle religiösen Gruppen hart verfolgte, vor allem christliche. Er hat somit bereits in der Vergangenheit selbst wirksam gegen den „Bund“ gehandelt.

 

*** Rbi8  Daniel 11:29 ***

Zur bestimmten Zeit wird er zurückkehren, und er wird tatsächlich gegen den Süden kommen; aber es wird sich erweisen, daß es zuletzt nicht gleich ist wie zuerst.

 

Der König des Nordens – wie wir erkannt haben, war es bisher die Sowjetunion – wird zur Zeit des Endes „zurückkehren“. Eine neue Konfrontation Russland gegen die USA, den Westen? Nein, Daniel sagt, dass die Identität des Königs des Nordens,  bisher war es Russland und seine Satellitenstaaten und Alliierten, sich inzwischen geändert habe. Der Feind aber bleibt der König des Südens, Anglo-Amerika das inzwischen den Weltmachtanspruch offen verteidigt, und auch das Ziel des Nordkönigs bleibt dasselbe, der Kampf um diese Weltherrschaft für seine Ideologie.

 

Der König des Nordens ist aber „nicht gleich wie zuerst“. Was will Daniel damit ausdrücken? Zuvor war es ein ideologisch-politischer Machtblock der jeweils gegen den andern politischen Machtblock auftrumpfte. Deren Identität hat sich im Verlauf der Jahrhunderte oftmals gewechselt, dies geschah durch die sich folgenden Weltmächte und deren jeweilig sich neu bildenden Hauptkontrahenten. In der Vergangenheit waren dies aber meist politische Mächte.

 

Diesmal aber bildet der Nordkönig sich als eine kombiniert religiös-politische Macht, die den Angriff gegen den König des Südens eröffnet und so die Kriegserklärung abgibt. Es sind religiös-philosophische Ideologien die dieses Zweckbündnis gegen den Weltmachtanspruch der USA schliessen. Der amerikanische Präsident Bush nannte es „die Achse des Bösen“, ein durch diesen Begriff scheinbar leichter identifizierbare Feind.

6.5.6              Die Schiffe von Kittim

 

Ein bisschen Geschichtsunterricht erhellt gewisse Zusammenhänge betreffend der „Schiffe von Kittim“. Kittim war einer der vier Söhne Jawans aus dem Geschlecht Japhets, einem der drei Söhne Noahs (1.Mo 10:2, 4).

 

Flavius Josephus, der Geschichtsschreiber des ersten Jahrhunderts bringt Kittim mit Zypern in Verbindung. Die alten Phönizier nannten die Bewohner ZypernsKitti“. Die Stadt Kition (Citium) an der Südostküste von Zypern war eine phönizische Kolonie und deren wichtigste Stadt. Die Städte Sidon und Tyrus waren wichtigste phönizische Handelsstädte auf dem Festland die von den Sidoniern (Sidon = Kanaans Erstgeborener) gegründet wurde. Sie bildeten einen Teil der in Kanaan ansässigen Völker. Heute gehören sie zum Staat Libanon der unter gewisser syrischer Kontrolle steht.

 

*** Rbi8  Daniel 11:30 ***

Und es werden gegen ihn [[den angreifenden König des Nordens]] gewiß die Schiffe von Kittim [[König des Südens]] kommen, und er wird verzagen müssen.

 

Das bis heute geteilte Zypern, das religiös in Griechisch Orthodoxe (Christen) und türkischstämmige Moslems gespalten ist, war über die Jahrtausende unter Fremdherrschaft von Assyrien, Ägypten, Persien, Griechenland und Roms. Paulus und Barnabas hinterliessen ihre christlichen Spuren auf Zypern. Nachdem Zypern dem oströmischen Reich angehörte kam islamischer Einfluss ab ca. 650 u.Z. von Seiten Konstantinopels, von den muslimischen Türken fiel es später in die Hände der christlichen Kreuzritter (1191 u.Z.), um dann wiederum von den Türken erobert zu werden (1570 u.Z.).

 

Durch den Bau des Suezkanals bekam Zypern neue strategische Bedeutung für die aufstrebende Grossmacht Grossbritannien. Diese sicherte sich ihre Rechte über den Berliner-Kongress 1878 die militärische Besetzung der Insel.

 

Nach dem ersten Weltkrieg, 1925 wurde Zypern annektiert und in eine britische Kronkolonie umgewandelt. Die Insel blieb religiös geteilt und wurde ab 1931 durch blutige Terrorakte und in einen Untergrundkrieg verwickelt unter der Führung des griechischen Generals Grivas und seiner christlichen E.O.K.A. Die britische Kolonialmacht blieb somit ständig befehdet. Gleichzeitig richtete sich der Kampf auch gegen die muslimischen Türkischzyprioten.

 

1960 wurde Zypern aufgrund eines Dreiländervertrages in die Unabhängigkeit entlassen. Nach Kämpfen zwischen Griechen und Türken stationierte die UNO Truppen auf Zypern und wurde in zwei Teile getrennt. Noch immer steht Zypern unter UNO-Mandat.

 

Kittim steht aber gemäss Flavius Josephus auch für die Küstengebiete, wo die Phönizier wie bereits erwähnt ihre Hauptstädte und Handelsniederlassungen hatten, z.B. Sidon, Tyrus im heutigen Libanon und selbst Italien, Türkei, Mazedonien und Spanien wird mit Kittim in Verbindung gebracht (4.Mo 24:24; Hes 27:6; Jer 2:10).

 

All diese Länder bilden heute Teil der UNO und die meisten werden deren Kampfanstrengungen gegen den Terrorismus weiterhin aktiv unterstützen.

 

Aus diesem Blickwinkel hat Kittim im gegenwärtigen und kommenden Konflikt eine bestimmte Schlüsselstellung als strategisch wichtige Stützpunkte. Vor allem die Türkei ist geographisch von Wichtigkeit wegen seiner Nachbarn Iran und Irak.

 

Ein wichtiger Teil der „Achse des Bösen“, der Irak, der Iran und Libyen sind von „Kittim“ aus strategisch über die Stützpunkte der NATO Mittelmeerflotte mit deren Flugzeugträgern, Raketenbestückten Zerstörern und U-Booten leicht erreichbar. Wiederholen wir Daniels Worte:

 

*** Rbi8  Daniel 11:30 ***

30 Und es werden gegen ihn gewiß die Schiffe von Kittim kommen, und er wird verzagen müssen.

 

Auch wenn der Prophet Mohammed das Gegenteil behauptet, so gibt Jehovas wahrer Prophet Daniel den Ausgang der Schlacht schon über 1100 Jahre vor Mohammeds Kommen  bekannt::Er wird verzagen müssen“. Der neu formierte Block des Königs des Nordens zerbricht vor der gewaltigen Militärmacht Anglo-Amerikas und dessen Verbündeter.

 

Es ist kein wirkliches Besiegen, sondern ein Aufgeben aus Angst vor der überwältigenden Zerstörungskraft. Der neue König des Nordens, der Herausforderer der letzten Weltmacht Anglo-Amerika wird mittels UNO-Mandat durch „alle Könige der Erde“ bezwungen und wird verzagen müssen. 

 

Anglo-Amerika will diesen Präventivschlag ausführen, bevor andere Staaten wie Libyen oder Iran ebenfalls ein Atomwaffenpotential aufzubauen in der Lage sind. Die Attentate von New York und Washington waren ein teurer Lehre, einen unterschätzten Feind gross werden zu lassen!

6.5.7              Tödlich verletzter „siebter Kopf“ des wilden Tieres

 

Was aber löst den Kampf aus? Warum gehen die Schiffe von Kittim gegen den König des Nordens vor? Weil der König des Südens, der siebte Kopf des wilden Tieres, Anglo-Amerika kurz vor dem Ende eine tödliche Wunde erhält, von der er sich auf wunderbare Weise erholt.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:3 ***

3 Und ich sah einen seiner [[sieben]] Köpfe wie zum Tode geschlachtet, doch wurde seine Todeswunde geheilt, und die ganze Erde folgte dem wilden Tier [[Politik, mit siebtem, verwundetem und geheiltem siebtem Kopf]] mit Bewunderung.

 

Der finanzielle und emotionelle Schaden den die USA durch die Attacken vom 11. September 2001 erlitt, entspricht dieser fast - Todeswunde. Niemand wird beziffern können, welchen direkten und welchen Folgeschaden der Angriff aufs Pentagon und die Twin-Towers hatte, es dürften hunderte von Milliarden Dollars sein.

 

Noch grösser als der direkte finanzielle Schaden ist der emotionelle Rückschlag. Die Amerikaner als Volk und ihre Verbündeten wurden sich mit einem Mal bewusst, dass sie verletzbar sind und dass es Waffen gibt, die jederzeit, überall gegen sie zum Einsatz kommen können.

 

Neben den möglichen schrecklichen ABC-Waffen ist es vor allem das Bewusstwerden um die Fundamentalisten, welche vor nichts zurückschrecken, welche das Feindbild der Amerikaner nun prägen. Statt Hollywood-Filmwelt ist der unerwartete Horror erschreckende Tatsache vor der eigenen Haustüre geworden.  Die Angst vor chemischen, biologischen oder gar atomaren Waffen sitzt tief im Gedächtnis fast jeden Amerikaners.

 

Nun haben seit dem 11. März 2004 auch die Europäer eine Erinnerung. Die drei Terroranschläge auf Madrid sind ein Vergeltungsschlag gegen Spanien, als Alliierter an der Seite der USA gegen den Irak teilgenommen zu haben. Der König des Nordens, der fundamentalistisch bedingte Terrorismus, ist noch nicht am Ende! Ob ein Zusammenwirken von Al Kaida mit der ETA im Spiele sei, muss sich noch erweisen.

 

Der Drache – Satan spielt bei der Heilung der Todeswunde, beim Wiederaufbau und der Stärkung des siebten Kopfes und eine wichtige Rolle, indem er dem „wilden Tier“ Anglo-Amerika Gewalt gibt.. Die Offenbarung beschreibt es wie folgt:

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:3-7 ***

3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tode geschlachtet, doch wurde seine Todeswunde geheilt, und die ganze Erde folgte dem wilden Tier mit Bewunderung. 4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem wilden Tier die Gewalt gab, und sie beteten das wilde Tier an mit den Worten: „Wer ist dem wilden Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen?5 Und ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete, und Gewalt wurde ihm gegeben, zweiundvierzig Monate zu handeln. 6 Und es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen. 7 Und es wurde ihm gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation.

 

Schon wenige Wochen nach den Attentaten vom 11. September 2001 war eine grosse aus mehreren Ländern gemischte Armada von Schiffen gegen Afghanistan unterwegs. Nach dem Sieg über Kabul konzentrierte sich die Flotte im Persischen Golf und wartete auf den Einsatz gegen Irak. Dasselbe gilt von der Mittelmeerflotte der NATO her.

 

Der Irak fiel nach wenigen Wochen in die Hände der Alliierten. Inzwischen wurde auch Saddam Hussein gefasst. Ist damit der Fundamentalismus besiegt? Nein, wie die Bibel es beschreibt war nur es nur der Beginn der Kampfhandlungen!

 

Nachdem sich die Religionsgruppen nach dem 11. September 2001 in drei Blocks aufgeteilt haben, Christen, Moslime und übrige beginnt der Gegenschlag des Königs des Südens gegen die am meisten „befestigten Städte“ des Fundamentalismus bis diese besiegt sind oder aufgeben.

 

*** Rbi8  Offenbarung 16:19 ***

19 Und die große Stadt spaltete sich in drei Teile, und die Städte der Nationen fielen; und Babylon der Großen wurde vor Gott gedacht, um ihr den Becher mit dem Wein des Grimmes seines Zorns zu geben.

 

Dies erst macht den Weg frei, um den Fundamentalismus nun auch in andern Ländern anzugreifen, um endlich dem Terrorismus Herr zu werden. Zwei der nationalen Fluchtburgen existieren inzwischen nicht weiter.

 

Obwohl die Schiffe von Kittim die Achse des Bösen bekämpfen und besiegen, indem die entsprechenden Länder des „Königs des Nordens“ wegen der überlegenen Macht „verzagen“ und einsehen „wer ist dem wilden Tier gleich, und wer kann mit ihm kämpfen“, ist der Krieg längst noch nicht gewonnen.

 

Der Terror geht weiter, obwohl Kommandos wie jene von Bin Ladin weniger Unterstützung von festen Stützpunkten politischer Nationen für ihre Terrorakte erhalten mögen. Je mehr diese Gruppen isoliert werden, desto wichtiger wird die Unterstützung seitens des religiösen Fundamentalismus, der territoriumsunabhängig operiert.

6.5.8              Strafankündigungen gegen die Christenheit, die den Bund verlassen hat

 

Der König des Nordens ist also, wie es die Prophezeiung vorhersagt, nicht endgültig besiegt, allen voran der muslimische Fundamentalismus der weiter aktiv und aggressiv bleiben wird. Er wehrt sich hartnäckig gegen den König des Südens, den Block, den die USA bilden und das Weltbild, das sie vertreten – das der Christenheit und des Judaismus.

 

*** Rbi8  Daniel 11:30b, 31 ***

Und er [[der König des Nordens, Fundamentalismus, Religionen]] wird tatsächlich zurückkehren und Strafankündigungen gegen den heiligen Bund [[Christenheit]] schleudern und wirksam handeln; und er wird zurückgehen müssen und wird denen Beachtung schenken, die den heiligen Bund verlassen.

31 Und da werden [Streit]arme sein, die aufstehen werden, von ihm ausgehend; und sie werden tatsächlich das Heiligtum, die Festung, entweihen und das beständige [Opfer] entfernen.

 

Der Sieg über gewisse Stützpunkte des Terrorismus bedeutet also nicht dessen Ende. Der König des Nordens macht „zur bestimmten Zeit“ (Da 11:29) seinen ersten Angriff [A3], er muss einen siegreichen Gegenangriff des Südkönigs erdulden [B3-Ba] und nun schleudert er „Strafankündigungengegen die Christenheit, den „Heiligen Bund“, er kann aber „nicht bestehen“, das heisst er ist zu schwach um einen wirklichen Grossangriff zu unternehmen und schenkt nun denen „Beachtung“, welche den heiligen Bund verlassen.

 

Inwiefern schenkt er denen Beachtung, welche den „heiligen Bund“ verlassen? Wir haben bereits weiter oben gesehen, dass die Sowjetunion den „heiligen Bund“ schon früh verliess. Viele weitere Länder haben ihre Bindung zu den christlichen Kirchen in den vergangenen Jahrzehnten gelockert, eine strikte Trennung zwischen Staat und Kirche eingeführt. Der Kampf der Moslems in Tschetschenien um Unabhängigkeit ist mit Terrorismus verbunden.

 

Aber auch wer sich auf die Seite des „wilden Tieres“ stellt, und dessen Kennzeichen erhält, ist ganz offensichtlich ausserhalb des christlichen Bundes, der ja um das Kommen von Gottes Königreich bittet. Dies gilt nicht nur für Religionen, sondern für Nationen gemeinhin, die sich „christlich“ nennen, aber offensichtlich Satans System bereitwillig unterstützen.

 

Der Anschlag in Madrid vom 1.3.2004 richtet sich gegen ein Land, das den Bund verlassen hat. Andere, grössere Anschläge werden folgen.

 

Der christlich-jüdische Block hat gesamthaft den „heiligen Bund“ verlassen. Dies aus Gottes Sichtweise betrachtet, insbesondere im Hinblick auf den 31.8.2000, wo mit dem Millenniums Weltfriedensgipfel [Fb, A1] und dem unterzeichneten Dokument eine Übertretung begangen wurde, welche Zerstörung verursacht.

 

*** Rbi8  Daniel 8:13-14 ***

Wie lange wird die Vision von dem beständigen [Opfer] und von der Übertretung, die Verwüstung verursacht, dauern, um sowohl [die] heilige Stätte als auch [das] Heer zu Dingen der Zertretung zu machen?14 Daher sagte er zu mir: „Bis zu zweitausenddreihundert Abenden [und] Morgen; und [die] heilige Stätte wird gewiß in ihren rechten Zustand gebracht werden.“

 

Das beständige Opfer der Christenheit, ihre Form der Anbetung wird genauso beseitigt, wie es im Jahre 70 u.Z. die jüdische Anbetung und ihre Opfer waren, die durch die Römer beseitigt wurden.

6.5.9              Fundamentalistische Islamische Staaten

 

Im Gegensatz dazu sind während der letzten Jahrzehnte einige Staaten des mittleren Ostens in die Hände der Fundamentalisten gefallen. Von diesen aus geht eine grosse Gefahr für andere demokratische Systeme, selbst Staaten, deren Religion vorwiegend der Islam ist, wie z.B. die Scheichtümer, Saudi-Arabien, Ägypten, Tunesien, Algerien, Marokko usw.

 

Die Gefahr der Machergreifung seitens der Religionisten ist und bleibt gross. Das Beispiel der Taliban, der Koranschüler in Afghanistan 1996 und Jahre zuvor, 1979, durch Anhänger Ayatola Ruholla Chomeini in Iran gegen Schah Pahlewi.

 

Die dortigen Regierungen sind heute gerne bereit der UNO ihre Stimme abzugeben, um dem Fundamentalismus und damit den Religionsgruppen Schaden zuzufügen und die eigene politische Macht und ihre Privilegien zu sichern.

6.5.10           Die UNO als gemeinsame Plattform

 

Um den Angriff auf die Religionen unternehmen zu können ist es notwendig, dass in der UNO eine tragfähige Mehrheit entsteht. Angst unter den Nationen ist das, was sie zum Bündnis gegen den religiösen Fundamentalismus treibt (Hes 7:6).

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:12-13 ***

12 Und die zehn Hörner, die du sahst, bedeuten zehn Könige, die noch kein Königtum empfangen haben, aber sie empfangen Gewalt wie Könige für e i n e Stunde mit dem wilden Tier. 13 Diese haben einen Gedanken, und so geben sie ihre Macht und Gewalt dem wilden Tier.

 

Der Gedanke dieser Nationen (10 Könige = 10 Hörner) ist der Erhalt ihrer Autonomie und der Machterhalt, dazu ist das Zweckbündnis mit der UNO und dahinter mit den USA vorteilhaft. Diese revanchieren sich, indem die Politiker das Recht und die moralische Legitimation erhalten den lästigen internen Gegner, die Fundamentalisten anzugreifen. Jede Kirche, jede Moschee, jede Synagoge bedeutet einen potentiellen Unruheherd, Unterschlupf für die aktiven Gruppen, welche wie Streitarme des Königs des Nordens agieren und in jedem Land zu finden sind (Da 11:31a; Off 18:2)

 

Die Ex-Sowjetunion wird somit in diese Richtung tendieren, zwei Feuer schüren, einerseits die USA und die UNO unterstützen gegen die fundamentalistischen Länder, andererseits die Fundamentalisten mit Waffen und Know-how weiterhin unterstützen, weil sie so auf Wiedergewinnung ihrer alten Machtstellung hofft und dies nur durch Schwächung des Westens erreichen. Gleichzeitig aber erhalten die zehn Hörner, die Nationen ebenfalls grünes Licht von der Weltgemeinschaft, den Terrorismus auf dem eigenen Boden mit allen Mitteln, auch religiöser Intoleranz wie z.B. die Ex-UdSSR Tschetschenen mit harten Bandagen zu bekämpfen.

6.5.11           Auslösendes Element:  Doppelsinnige Reden und Trug

 

Während der grossen Drangsal gibt es zwei grosse Kampfbereiche. Der erste Bereich ist der Angriff gegen Babylon die Grosse, der zu Beginn stattfindet, im zweiten geht es gegen jene, welche Gottes Königreich ererben werden. Jene, welche sich dem Diktat der UNO in Glaubensfragen nicht unterwerfen. In welcher Form die UNO Unterordnung verlangt, welche Jehovas Souveränität tangiert, muss sich erst noch erweisen [F, B1].

 

Jene Personen, welche ausschliesslich Jehova als Souverän und Jesus als ihren König anerkennen, werden im Verhältnis eine kleine Gruppe darstellen. Sie verweigern die Mitarbeit und dadurch Mittäterschaft, und dies nicht einfach aus pazifistischen Überlegungen, sondern aus biblisch richtig begründeten Motiven heraus. Sie zeigen Feindesliebe, indem sie mittels des Schwertes des Geistes zeigen, dass eine friedliche Welt nie durch Gewaltanwendung, sondern durch Veränderung der Geisteshaltung Einzelner erreicht wird. Deswegen ermangelt ihnen, das nun plötzlich für das tägliche Überleben notwendige Kennzeichen des wilden Tieres, was sie neuen Angriffen aussetzt.

 

*** Rbi8  Daniel 8:23-25 ***

23 Und im Schlußteil ihres Königreiches [[König des Nordens und König des Südens]], während die Übertreter ihre Taten zur Vollendung bringen, wird ein König aufstehen, der grimmigen Gesichts ist und doppelsinnige Reden versteht [[König des Südens, Anglo-Amerika (Bush?)]]. 24 Und seine Kraft soll mächtig werden, aber nicht durch seine eigene Kraft [[achter König, die UNO]]. Und auf verwunderliche Weise wird er Verderben verursachen, und er wird sich gewiß als erfolgreich erweisen und wirksam handeln. Und er wird tatsächlich Mächtige ins Verderben bringen, auch das aus [den] Heiligen bestehende Volk [[Christenheit]]. 25 Und seiner Einsicht gemäß wird er auch bestimmt Trug in seiner Hand gelingen lassen. Und in seinem Herzen wird er großtun, und während [eines Zustands der] Sorglosigkeit wird er viele ins Verderben bringen. Und gegen den Fürsten der Fürsten wird er aufstehen, aber ohne Hand wird er zerbrochen werden.

 

Der König des Südens wird somit mit Trug handeln. Johannes sagt, er rede wie ein Lamm, handelt aber wie ein Feuer speiender Drachen. Der koordinierte Angriff auf die Religionen ist ein Angriff aus dem Hinterhalt (Off 13:11-13).

 

Die Erkenntnisse über die vorgeschobenen Gründe zum Angriff durch angeblich vorhandene Massenvernichtungswaffen im Irak dürfen nach den Dingen wie sie heute aus der Presse bekannt sind bestimmt als Trug gesehen werden.

 

Gegen aussen sieht es aus, wie wenn Anglo-Amerika zusammen mit der Weltgemeinschaft innerhalb der UNO kooperieren würde, in Wirklichkeit verfolgt es seine eigenen Pläne und manipuliert die UNO das zu tun, was ihnen selbst nützlich ist.

 

Seit der kalte Krieg zu Ende ist herrscht eine Zeit der Sorglosigkeit. Der grosse Feind im Osten ist zu einem kooperierenden Partner geworden – zumindest scheinbar. Die Religionen, Christen wie Moslems, werden sorgfältig als direkte Gegner unerwähnt gelassen aber im Hintergrund wird der Angriff vorbereitet. Doppelsinnige Reden! Die Christen, welche sich auf seine Seite schlagen, bringt er ins Verderben, weil sie sein Kennzeichen empfangen, auf ihn ihr Vertrauen setzen und nicht in den Friedensfürsten Jesus.

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:9-11 ***

9 Und ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: „Wenn jemand das wilde Tier und sein Bild anbetet und ein Kennzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, 10 wird er auch von dem Wein des Grimmes Gottes trinken, der unverdünnt in den Becher seines Zorns eingeschenkt worden ist, und er wird vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes mit Feuer und Schwefel gequält werden. 11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf für immer und ewig, und Tag und Nacht haben sie keine Ruhe, diejenigen, die das wilde Tier und sein Bild anbeten, und wer immer das Kennzeichen seines Namens empfängt.

 

Die Kraft für den kommenden Hauptangriff kommt somit nicht allein von der USA und Grossbritannien, sondern von den Bündnissen, die sie zum Erlangen ihrer langfristigen Ziele zu aktivieren verstehen, durch die UNO und die anderen Alliierten.

 

Beide Könige, der König des Nordens (Ex UdSSR mit Verbündeten) und der König des Südens, die USA (mit Verbündeten) setzen sich weiterhin an einen Tisch und reden beständig Lügen. Jeder versucht seine wahren Motive zu verheimlichen, das wahre Motiv war, ist und bleibt die absolute Weltherrschaft. Der Vertrag mit den Religionen vor der UNO um Frieden und Sicherheit geht in dieselbe Richtung. Sie reden Frieden, wo kein Frieden ist!

 

*** Rbi8  Jeremia 23:16-20 ***

16 Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch prophezeien. Sie veranlassen, daß ihr nichtig werdet. Die Vision ihres eigenen Herzens ist das, was sie reden — nicht aus dem Mund Jehovas. 17 Sie sprechen immer wieder zu denen, die keinen Respekt vor mir haben: ‚Jehova hat geredet: „Frieden werdet ihr haben.“ ‘ Und [zu] jedem, der im Starrsinn seines Herzens wandelt, haben sie gesagt: ‚Kein Unglück wird über euch kommen.‘ 18 Denn wer hat in der Gruppe der Vertrauten Jehovas gestanden, daß er sein Wort sehe und höre? Wer hat seinem Wort Aufmerksamkeit geschenkt, daß er es höre? 19 Siehe! Der Windsturm Jehovas, Grimm selbst, wird gewiß ausgehen, ja ein Wirbelsturm. Auf das Haupt der Bösen wird er niederwirbeln. 20 Der Zorn Jehovas wird sich nicht wenden, bis er ausgeführt und bis er verwirklicht haben wird die Gedanken seines Herzens. Im Schlußteil der Tage werdet ihr mit Verständnis darauf achten.

 

Seit dem Friedensjahr 1986 torkelt die Welt beständig auf die grösste aller Auseinandersetzungen zu. Trotzdem sprechen die falschen Propheten mit salbungsvollen Worten von „Frieden und Sicherheit“!

6.5.12           Gewalt gegen die „Heiligen“ während zweiundvierzig Monaten

 

Was löst die Gewalt aus, welche die erste Phase, jene der „zwei Zeugen“ für 42 Monate überschattet und während der „die heilige Stadt“ niedergetreten wird?

 

Bedenken wir dabei, dass das Angriffsziel schlussendlich die „zwei Zeugen“ sind, welche über das ausgemessene Tempelheiligtum Gottes, den Altar und die darin Anbetenden prophezeien und am Ende der ersten 42 Monate Frist getötet werden. Im heutigen Jerusalem existiert auch kein Tempel mehr, der ausgemessen werden könnte.

 

Die „heilige Stadt“ ist somit nicht das physische Jerusalem, sondern sein Gegenbild, die Christenheit, die „Heiligen“, welche den geistigen Tempel darstellen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:2 ***
sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten

 

Der Auslöser ist „die Übertretung, die Verwüstung verursacht“, sie ist dafür verantwortlich. Was ist damit gemeint? Die Christenheit verletzt zu einem bestimmten Zeitpunkt in ausnehmend grossem Mass den Pakt mit Jesus, sein Volk zu sein und ihn als Führer anzuerkennen, ihn als Friedensfürst durch Jehovas Reich herbeizuwünschen. Die bitte an den Vater lautet ja: „Dein Reich komme, dein Wille geschehe“ (Da 8:12, 13; Mat 6:9, 10).

 

Am 31.8.2000 unterzeichneten die Führer aller wichtigen Religionen den Pakt für Frieden und Sicherheit mit der UNO. Federführend waren die zwei grössten Gruppen, die christlichen Religionen angeführt durch die Katholische Kirche und die Moslems. Paulus sagte vorher, dass kurz nachdem sie „Frieden und Sicherheit“ sagen würden, wenig darauf sie unerwartete Vernichtung überfallen würde [Fb; A1, A3].

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:1-3 ***

5 Was nun die Zeiten und die Zeitabschnitte betrifft, Brüder, braucht euch nichts geschrieben zu werden. 2 Denn ihr selbst wißt sehr wohl, daß Jehovas Tag genauso kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wann immer sie sagen: „Frieden und Sicherheit!“, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen.

 

Beachten wir, dass Paulus seine Prophezeiung in direkte Beziehung zum Tag Jehovas setzt, der mit dessen Machtergreifung über die Angelegenheit der Erde identisch ist [B1]. Der Ruf „Frieden und Sicherheit“ muss somit zeitlich in verhältnismässig engem Rahmen gesehen werden!

 

Das mit der UNO unterzeichnete Zertifikat bildet die Vertragsgrundlage bei Zuwiderhandlung gegen den Vertragsbrüchigen zu handeln.

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:2 ***

2 Aber was den Vorhof außerhalb des Tempel[heiligtums] betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie [[die nichtchristlichen Nationen]] werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten.

 

Der Vorhof des Tempels in Jerusalem diente anderen Nationen, sich Jehova zur Anbetung zu nähern. Dieselben nicht christlich-jüdischen Nationen werden somit den Angriff auf das gegenbildliche Jerusalem unternehmen und „sie“ niedertreten, die christlich-jüdische religiöse Anbetung.

 

Dieses Niedertreten der „heiligen Stadt“ wird in verschiedenartiger Weise innert dieser 42 Monatsfrist erfolgen, bis die Geburt der neuen Nation erfolgt [A, A1 bis B1, Fb].

 

Der Ruf „Frieden und Sicherheitmuss somit eindeutig zuvor erfolgen, mit dem darauf folgenden Niedertreten aber in direkter Verbindung stehen und jenen, die den Ruf ergehen lassen, plötzliche Vernichtung bringen.

 

Nicht einmal ein Jahr nach Vertragsunterzeichnung wurde die „heilige“ Christenheit bis zu ihren Grundfesten erschüttert. Das 2.Erdbeben das die Bibel erwähnt erschütterte zudem die gesamte Menschheit. Seitdem gibt es ständige Nachbeben. Angst und Zittern hat die Menschen erfasst.

6.5.13           Der Südkönig erhält fast unbegrenzte Macht zum Handeln

 

Anglo-Amerika, der siebte Kopf des wilden Tieres erhält im Gefolge der Anschläge von der Weltgemeinschaft, kurz nach den grossen Terrorattentaten, über die UNO ein nahezu nicht limitiertes Zertifikat, um zu handeln [A3].

 

Das Pentagon, das FBI und die CIA und weitere Organisationen erweitern seither ihre Aktivitäten und dehnen sie international aus, um der leitenden Köpfe des Terrors habhaft zu werden (Off 13:4, 5).

 

Präsident Bush kündete dies in seiner Radioansprache an das Amerikanische Volk am 29.9.2001, 18 Tage nach den Anschlägen wie folgt an: [4]

 

„This week I visited the headquarters at the FBI and the CIA. Their agents and analysts have been on the case around the clock, uncovering and pursuing the enemy. In the long campaign ahead, they will need our support, and every necessary tool to do their work.

   I’m asking Congress for new law enforcement authority, to better track the communications of terrorists, and to detain suspect terrorists until the moment they are deported. I will also ask seek more funding and better technology for our country’s intelligence community.”

 

Übersetzung:

“Diese Woche besuchte ich das Hauptquartier der FBI und CIA. Deren Agenten und Annalisten waren am Fall rund um die Uhr beschäftigt, enttarnen und überzeugen sich vom Feind. In der langen bevorstehenden Kampagne, benötigen sie unsere Hilfe und jedes notwendige Werkzeug um ihre Arbeit zu tun.

Ich frage den Kongress um ein neues Vollzugs-Vollmacht-Gesetz, um die Kommunikation der Terroristen besser nachfolgen zu können, und um verdächtige Terroristen bis zu ihrer Deportation inhaftieren zu können. Ich will ebenso um mehr Mittel und bessere Technologie fragen für unsere Inland- Geheimdienste.“

 

Diese grossen geforderten finanziellen Mittel und erweiterten Rechte, Bürger bei Terrorverdacht sofort einzusperren, die Kommunikationswege zu überprüfen sind den Mammutorganisationen längst erteilt und sie handeln entsprechend. Jedermann ist seither ein vermutlicher Feind und könnte ja zum Terroristen werden, diese unterstützen, mit ihnen liiert sein und ist dadurch Objekt der Überprüfung. Die Macht festigt sich täglich mehr in immer weniger Händen. Orson Welles Roman 1984 und der gläserne Mensch unter der Kontrolle des grossen Bruders sind längst Realität.

 

Wer Internet benutzt, sei es auch nur das so nützliche E-Mail, muss wissen, dass jedes seiner versandten Mails kontrolliert ist. Da wird nicht ein einziges Wort sein, das nicht elektronisch überwacht werden wird. Mit dem Abfangen von Mitteilungen zwischen den Terroristen ist da auch eine fette Beute an nützlicher Information zu erwarten, um die Staatsmacht zum vollkommenen Überwacher des Denkens und Handelns (Stirn und Hand) jedes Bürgers, wo immer er sei, anschwellen zu lassen. Der Kongress der USA wird Bush seinen Wunsch erfüllen, da ja die Bekämpfung des Terrorismus im Vordergrund steht.

 

Der Terrorismus wird somit auch als Mittel zur Manipulation der Volksmeinung missbraucht und ist den Mächtigen durchaus nützlich! Nero konnte nicht widerstehen sein eigenes Rom niederzubrennen, um das imaginäre Ziel eines neuen, strahlenden Roms zu verwirklichen!

 

Da ist hier keine Rede gegen das Recht Amerikas und anderer durch Terroristen angegriffener Nationen sich zu verteidigen und den Feind einzukreisen: Das ist vielmehr ein Aufdecken von Tatsachen, welche die mächtigste Macht der Welt noch mächtiger und unberechenbarer macht.

 

Es zeigt, dass Jehova durch seinen Propheten Daniel schon 2600 Jahre vor dem Geschehen auf gewisse Punkte hingewiesen hat, die sich heute ereignen. Macht strebt stets nach grösserer Macht! Schlussendlich wird mit der Anwendung selbst illegaler Mittel nicht mehr gezögert. Niemand zieht den Mächtigen mehr zur Rechenschaft! Niemand sollte vergessen, dass ein Wächter vom Himmel die Handlungen Nebukadnezars sehr wohl überwachte, und dass auch der höchste Baum fallen wird!

 

*** Rbi8  Daniel 4:13-17 ***

13 Ich schaute weiter in den Visionen meines Hauptes auf meinem Bett, und siehe, ein Wächter, ja ein Heiliger, der von den Himmeln selbst herabkam. 14 Er rief laut aus, und dies ist, was er sprach: „Haut den Baum um, und schneidet seine Zweige ab. Schüttelt sein Laub herunter, und verstreut seinen Fruchtertrag. Die Tiere mögen unter ihm wegfliehen und die Vögel von seinen Zweigen. 15 Seinen Wurzelstock aber laßt in der Erde, nämlich mit einem Band aus Eisen und aus Kupfer, im Gras des Feldes; und mit dem Tau der Himmel werde er benetzt, und bei den Tieren sei sein Teil unter der Pflanzenwelt der Erde. 16 Sein Herz verändere sich von dem eines Menschen, und es werde ihm das Herz eines Tieres gegeben, und sieben Zeiten sollen über ihm vergehen. 17 Durch die Verordnung von Wächtern ist die Sache, und [durch] den Spruch von Heiligen ist die Bitte, damit die Lebenden erkennen, daß der Höchste [der] Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will, und er darüber sogar den niedrigsten der Menschen setzt.“

 

Der niedrigste der Menschen, Gottes Sohn Jesus wird die Macht empfangen! Der mächtigste aller je gewachsenen Bäume hat daraufhin noch eine kurze Frist, bis auch er umgehauen wird! Die Frist der sieben Zeiten läuft ab. Die Bitte an uns Menschen, von einem Heiligen Engel übermittelt, ist, dass wir die Souveränität Jehovas über die Erde anerkennen mögen!

 

 

6.6                 Christlicher Glaube auf der Zerreissprobe

6.6.1              Propagandakrieg gegen die Religionen?

 

Mittels einer weltweiten, subtilen Propaganda gegen die Religionen im allgemeinen kommt auch eine spezifische die sich direkt gegen Jehova und Jesus richtet, indem die heilige Schrift als unglaubwürdig dargestellt wird. Jeder, der die Bibel mit Ernst liest und deren Inhalt als glaubwürdig erachtet und versucht, danach zu handeln wird in die Schusslinie der aufgepeitschten Öffentlichkeit und der staatlichen Institutionen gelangen.

 

Viele Programme im Discovery-Channel und anderen Fernsehstationen haben vermehrt kritische Themen zu Archäologie und Bibel, Religionen, Vatikan und seine Geheimnisse, Islam und Fundamentalismus zum Inhalt. Der Glaube der Mehrheit soll langsam durch kleine Informationseinheiten, die Zweifel hinterlassen, unterminiert werden. Auch blinder Glaube, Aberglauben soll durch Information in sich zusammenfallen.

 

Die Bibel als glaubwürdiges Buch wird dabei aber auf subtile und offene Art angezweifelt. „Kann ein vernünftig denkender Mensch im einundzwanzigsten Jahrhundert noch so etwas glauben?“ wird beständig sublimiert. Das neue Feindbild wird langsam aber kontinuierlich geschaffen. Der Frontalangriff nähert sich seinem Beginn (Off 16:17) [B1].

6.6.2              Nachricht „Jehovas Tag“ sei herbeigekommen wurde schon oft wiederholt

 

Zu diesem Zeitpunkt kommt eine weitere Information, welche Paulus an die Thessalonicher richtete, in den richtigen Blickpunkt. Christen des ersten Jahrhunderts verbreiteten damals schon die falsche Nachricht, dass „der Tag Jehovas“ herbeigekommen sei. Viele Religionsgruppen haben dies im Verlauf der Geschichte wiederholt.

 

Im Zusammenhang mit unserer Zeit sind es die Zeugen Jehovas, welche durch ihren Gründer Russell den Zeitpunkt schon 35 Jahre im voraus, im Jahre 1879 auf das Jahr 1914 festgelegt hatten. Sie erwarteten damals fest das Versammeltwerden zu Jesus hin, ihre augenblickliche Hinwegnahme von der Erde in den Himmel. Es waren offensichtlich nicht Vernunftschlüsse, sondern Wünsche von Menschen, welche in die Irre geführt worden waren. Anstatt auf die Zeitzeichen zu achten wurden Berechnungen zu Hilfe genommen.

 

Untersuchen wir weitere Schriftstellen im Zusammenhang mit exakter Zeiteinteilung innerhalb der „Zeiten und Zeitabschnitte“, um diese wirklich anhand der Zeitzeichen erkennen zu können.

6.6.3              Wiederkunft Jesu: Offenbarung des „Menschen der Gesetzlosigkeit“

 

Der Tag Jehovas ist an weitere, ganz bestimmte Kriterien gebunden. Niemand kennt Tag und Stunde des Gerichts, sehr wohl aber aufgrund der Erfüllung biblischer Prophezeiungen und einer Kulmination bestimmter Ereignisse ist es möglich die „Zeiten und Zeitabschnitte“ zu erkennen. Alle diese Ereignisse bilden zusammen „das Zeichen“, welches Jesus in Kapitel 24 von Matthäus schildert. Was sagt uns Paulus an weiteren, ergänzenden Details?

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:1-5 ***

Wir bitten euch jedoch, Brüder, in bezug auf die Gegenwart [[Ankunft]] unseres Herrn Jesus Christus und unser Versammeltwerden zu ihm hin, 2 euch nicht schnell erschüttern und dadurch von eurem vernünftigen Denken abbringen noch euch aufregen zu lassen, weder durch eine inspirierte Äußerung noch durch eine mündliche Botschaft, noch durch einen Brief, angeblich von uns, in dem Sinne, daß der Tag Jehovas hier sei.

3 Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

Wollte Paulus andeuten, dass jede Meldung, „der Tag Jehovas sei gekommen“ falsch sei? Keineswegs. Er wollte, dass das Denken vernünftig bleibe und dieses sich nach der Schrift ausrichte, indem die Zeichen der Zeit Beachtung finden und anhand der Schrift die richtige Deutung erfahren. Nicht umgekehrt, die Schrift den vermeintlichen Zeichen anzupassen!

 

Zeugen Jehovas verwenden diese Prophezeiung über den „Menschen der Gesetzlosigkeit“ ausschliesslich gegen die Führung der christlichen Kirchen und schliessen sich selbst dabei aus. Ist das aber richtig? Wiederum kommt der Denkfehler 1914 zum Zug, der Dinge und Handlungen der Endzeit auf diesen Zeitpunkt zu konzentrieren und dort ihre Erfüllung sucht, obwohl diese Dinge erst mit der wirklichen Endzeit, den sieben Jahren vor Harmagedons Urteilsvollstreckung und dem Ende der Nationen Bezug haben.

 

*** Rbi8  1. Petrus 4:17 ***

Denn es ist die bestimmte Zeit, daß das Gericht beim Hause Gottes anfange. Wenn es nun zuerst bei uns anfängt, was wird das Ende derer sein, die der guten Botschaft Gottes nicht gehorchen?

 

Hier wird vom Beginn der Urteilsvollstreckung gesprochen. Der erste Teil erfolgt mit dem zweiten Erdbeben, wo 7000 Personen als tot erklärt werden. Es muss sich dabei, wenn wir Petrus Glauben schenken, um das „Haus Gottes“ handeln, da ja dort das Gericht beginnt. Das Ende trifft dann die gottentfremdeten Nationen, laut der Logik der Offenbarung 1260 Tage später, respektive nach dreieinhalb Jahren. Wer behauptet von sich selbst, dieses „Haus Gottes“ zu sein? In Wirklichkeit alle Kirchen, allen voran aber mit der grössten Vehemenz Jehovas Zeugen!

 

Wie kann aber die Wachtturm-Gesellschaft entgegen jedem logischen und biblischen Argument weiterhin felsenfest auf dem Jahre 1918 beharren?

 

Im Buch „Die Offenbarung, ihr grossartiger Höhepunkt ist nahe“ wird folgendes gesagt: [5]

 

Kapitel 7: Entfache wieder jene erste Liebe!

10 Als im Jahre 1918 das Gericht beim Hause Gottes begann, unterstützte die sektiererische Geistlichkeit der Christenheit offen den Ersten Weltkrieg und spornte Katholiken und Protestanten auf beiden Seiten an, sich gegenseitig umzubringen (1. Petrus 4:17). Die Religionsgemeinschaften der Christenheit waren im Gegensatz zu der Versammlung in Ephesus, die das Tun der Nikolaus-Sekte haßte, seit langem mit gottfeindlichen Lehren durchsetzt, und ihre Geistlichkeit hatte sich auf Gedeih und Verderb mit der Welt zusammengetan, obschon Jesus zu seinen Jüngern gesagt hatte, daß sie kein Teil der Welt sein dürften (Johannes 15:17-19). Ihre Kirchengemeinden, die vom Thema der Bibel — Gottes Königreich — keine Ahnung hatten, waren keine Leuchter, die die biblische Wahrheit ausstrahlten, noch gehörten ihre Mitglieder zum geistigen Tempel Jehovas. Ihre führenden Männer (und Frauen) waren keine Sterne, sondern ließen erkennen, daß sie Glieder des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ waren (2. Thessalonicher 2:3; Maleachi 3:1-3).

 

Da über den Irrtum mit dem Datum 1914 auch der Leitung der Zeugen Jehovas die Rolle der „sektiererischen“ Irreführung ihrer Mitglieder und all jener, welchen sie predigen zukommt, so verbreitet auch sie „gottfeindliche Lehren“ und müssen somit mit demselben Urteil rechnen, das Gott jeder Art Irreführung zuteilt.

 

Die Reinigung des Tempels erfolgt innerhalb der Handlungen, die mit Harmagedon in Zusammenhang stehen und liegt nicht in der Vergangenheit von 1918. Auch bei Jehovas Zeugen gibt es „Sterne“, die fallen werden, da sie mit dem Gericht, mit dem sie richten, selbst beurteilt werden (Mat 7:1, 2).

 

Dogmen brauchen keinerlei Begründung mehr. Die Leitung von Jehovas Zeugen hat sich längst auf den allerhöchsten Thron im Tempel „des GOTTES“ gesetzt und benötigt deshalb keine logischen Argumente mehr. Sie behaupten ja, dass ihnen 1919 durch den erhöhten Christus, dem „Überrest“, den „Gesalbten“ von Jehovas Zeugen alle Macht übertragen worden sei. Jesus sagte deutlich über das Gericht an einem der Sklaven:

 

*** Rbi8  Lukas 19:22 ***

Aus deinem eigenen Mund richte ich dich, böser Sklave. Du wußtest also, daß ich ein strenger Mensch bin und das abhebe, was ich nicht hinterlegt habe, und ernte, was ich nicht gesät habe?

 

Jesus ist Richter, das Gericht beginnt beim „Hause des Herrn“. So wie zur Zeit Elias noch 7000 Personen ihr Knie nicht vor Baal gebeugt hatten, so sind es in der Zeit der „zwei Zeugen“ 7000 falsche Propheten, welche von Jesus bei seiner wirklichen Wiederkunft ihr Gericht erhalten. Sie werden aus ihrer angemassten Stellung entfernt. Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ wird offenbart. Dies wird ein wahres emotionelles Erdbeben in jenem Zehntel der grossen Stadt auslösen.

6.6.4              Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ und falsche Prophetie

 

Der Mensch der Gesetzlosigkeit umfasst jede Person oder Gruppe, welche Gottes Gesetz und Willen missachtet, sie steht in erster Linie in Verbindung mit falscher Prophetie und in der Endzeit ist die Aussage des Paulus direkt mit „dem falschen Propheten“ verbunden. Wer den „Tag Jehovas“ als kalkulierbar erklärt widerspricht Jesu Wort, der es klar an Zeitzeichen knüpft, die „bestimmte Zeit“ also erst mit dem Eintreffen dieser Zeichen erkannt werden könnte.

 

Russell und die spätere leitende Körperschaft haben Menschen somit selbst irregeführt, indem sie zum falschen Zeitpunkt und dies wiederholt sagten, der ‚Tag Jehovas sei herbeigekommen’ (2.Thess 2:2).

 

Trotz alldem geht das Verständnis dieser Gruppe im grossen und ganzen wirklich wesentlich näher an die biblische Realität heran als jene jeder anderen Gruppe und nähert sich daher der Identifikation des „Menschen der Gesetzlosigkeit“ sehr.

 

Die grosse Gefahr geht von der grossen Bibelnähe aus, die aber in Wirklichkeit dazu verwendet wird, um vom Wiederkommen Jesu im Fleische abzulenken und dadurch die Erwartung jenes Ereignisses zu verdunkeln. Satan selbst steht ja dahinter. Was wäre geeigneter als die Zukunft in die Vergangenheit zu verschieben?

 

Ermunternd ist dabei immer wieder zu bedenken, dass es kein Pauschalurteil über alle bedeutet, sondern individuell ist.

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:13 ***

13 Und in jener Stunde ereignete sich ein großes Erdbeben, und ein Zehntel der Stadt fiel; und siebentausend Personen wurden durch das Erdbeben getötet, und die übrigen gerieten in Furcht und verherrlichten den Gott des Himmels.

 

Die „übrigen der Stadtgerieten, nachdem der Hausgötze entfernt wurde, in eine heilsame Furcht, um den Gott des Himmels, Jehova zu verherrlichen.

 

 

6.7                 Nähere Identifizierung des Nordkönigs

6.7.1              Der Messias kommt auf einem Esel reitend?

 

Bin Ladin zeigte sich nach den Attentaten auf allen Fernsehbildschirmen auf einem Esel reitend und siegesgewiss. Die Bibel spricht davon, dass Jesus als König der Könige in Jerusalem auf einem Esel einritt und von den Bewohnern Jerusalems mit Palmzweigen willkommen geheissen wurde. Ist Bin Ladin einer der falschen Christusse der Endzeit? (Mat 24:23, 24)

 

*** Rbi8  Matthäus 21:5 ***

5Sagt der Tochter Zion: ‚Siehe! Dein König kommt zu dir, mild gesinnt und auf einem Esel reitend, ja auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.‘ “

 

Bedenken wir, dass Jerusalem für die Mohammedaner als eine der drei heiligen Städte gilt und viele Moslems eine „Befreiung“ von der jüdisch- christlichen Okkupation durchaus begrüssen würden. Nach ihrer Überlieferung ist nicht nur Jesus, sondern auch Mohammed von dort aus zum Himmel aufgefahren.

 

Was immer Bin Ladin und seine Anhänger wollen, sie beanspruchen Weltmacht für den islamischen Fundamentalismus. Damit sind sie zum Herausforderer der Weltmacht USA und des Zionismus geworden. Jesus ist für sie einer der Propheten. Mohammed hat in zwar als von Gott gesandt anerkannt und auch Moslime sollen ihm Gehör schenken. Sie behaupten, dass allerdings Mohammed der grösste aller Propheten gewesen sei.

 

Sure 3 [6]

Die Sippe ´’Imrams

Im Namen des barmherzigen und gnädigen Gottes.

1 ‚Im. 2 Gott (ist einer allein). Es gibt keinen Gott ausser ihm. (Er ist) der Lebendige und Beständige. 3 Er hat die Schrift mit der Wahrheit auf dich herabgesandt als Bestätigung dessen, was (an Offenbarungsschriften) vor ihm da war. Er hat auch die Thora [[oder „Gesetz“, die fünf Bücher Mose („alte Testament“)]] und das Evangelium herabgesandt [[oder das neue Testament]], 4 (schon) früher, als Rechtleitung für die Menschen. Und er hat die Rettung (?) herabgesandt. Diejenigen, die an die Zeichen Gottes nicht glauben, haben (dereinst) eine schwere Strafe zu erwarten. Gott ist mächtig. Er lässt (die Sünder) seine Rache fühlen

 

Sollten Verse wie die aufgeführten Menschen wie Bin Ladin inspiriert haben ihre Tat zu planen und auszuführen? Die Zeichen, die er in New York und Washington wirkte, haben sich der Welt eingeprägt! Ganz bestimmt, sie sind religiös motiviert und die Inspiration dazu stammt von dessen Gott.

6.7.2              Der Südkönig versucht den Nordkönig zu kontrollieren

 

Der durch den Nordkönig herausgeforderte, vorab tödlich verwundete siebte Kopf des „wilden Tieres“, Anglo-Amerika [A3], würde jedoch gegen den Herausforderer siegreich handeln. Der Südkönig hat jedoch wiederum nur eine begrenzte Handlungszeit: Vom Zeitpunkt an, wo er den Frontalangriff beginnt sind es nochmals 42 Monate [B1; B, C2]. Der Prophet Daniel wie auch die Offenbarung bestätigen diese Zeitgrenze mehrfach.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:5-7 ***

Und ein Maul wurde ihm gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete, und Gewalt wurde ihm gegeben, zweiundvierzig Monate zu handeln. 6 Und es tat sein Maul auf zu Lästerungen gegen Gott, um seinen Namen und seine Wohnstätte zu lästern, ja die, die im Himmel weilen. 7 Und es wurde ihm gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation.

 

Der Südkönig muss mit mehr Macht ausgestattet werden, die ihm rein territorial zur Verfügung stehen würde. Der Nordkönig konnte bisher nicht „gefasst“ werden und greift voller Wut immer wieder an. Um ihm Herr zu werden muss der Südkönig die Rädelsführer dingfest machen oder vernichten. Wie kann er das, wenn diese doch überall durch die Religionsanhänger Schutz erhalten?

 

Dazu muss er die UNO hinter sich vereinigen. Jedes Volk muss sich einig sein, dass die Religionen allgemein eine Gefahr durch ihre fundamentalistischen Kräfte darstellen. Dazu braucht es ein oder mehrere Grossereignisse, welche die Emotion der Völker zu seinen Gunsten stimmen. Alle werde dafür stimmen, dass der Südkönig mit Macht dort durchgreift, wo sich der Nordkönig Unterschlupf verschafft.

 

Der Südkönig muss die stärkste Festung des Fundamentalismus offen angreifen: Er muss den Gott, der hinter dem Fundamentalismus zu stecken scheint angreifen! Aus seiner Sicht ist Gott verantwortlich, da ja die Fundamentalisten dies behaupten. Bin Ladin stellt sich auf den Standpunkt, dass sein Gott sein Handeln befürwortet.

 

Die ETA und die IRA sind überzeugt, dass ihre terroristischen Attacken vom Gott der Himmel abgesegnet wären und sie erhalten aus fundamentalistischen katholischen Kreisen ihre Unterstützung. Nicht ganz umsonst werden sie der gegenseitigen Mithilfe und Verknüpfung bezichtigt. Die Politik, das siebenköpfigen „wilde Tiere“, wünscht offen, dass jedermann die Verbindung Terrorismus und Religion erkennen kann. Jedes weitere Attentat wird diesen Glauben in der Bevölkerung stärken und diese mehr von ihren Kirchen abspalten!

 

Dieser Akt des verbalen und kriegerischen Angriffs des Südkönigs und seiner Verbündeten, die „Könige“ oder Herrscher der ganzen Erde, richtet sich im Schlussteil, während jener 42 Monate Frist auch gegen die „Heiligen des Allerhöchsten“, somit gegen die wahren Christen und nicht die Namenchristen, „die Heiligen“, die der Prophet Daniel bereits sechs Jahrhunderte vor Jesus für die Endzeit beschreibt. Dies wird in der Offenbarung in der Zeit und in der Form bestätigt. Siegreich geht Anglo-Amerika mit seinen Verbündeten aus diesem ungleichen Duell hervor.

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:8 ***
Darum werden an e i n e m Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Jehova bestätigt den Untergang der Religionen, auch der christlichen durch sein Gerichtsurteil, auch den der „Heiligen“ und des durch sie errichteten Tempels, ihrer von Gottes Norm abweichenden Form der Anbetung.

 

Die „Heiligen des Allerhöchsten“ und deren Volk müssen diese Zeit durch Ausharren und Treue ihrem Führer Jesus gegenüber durchstehen! Der Anfang der Gewalt des „wilden Tieres“ richtet sich gegen die „zwei Zeugen“,  somit gegen jene, welche den wahren Gott Jehova aus ehrlicher Gesinnung vertreten und das was in der Bibel geschrieben steht offen prophezeien. Ihre „Tötung“ und die dreieinhalb Tage der Zurschaustellung ihrer „Leichname“ zeigt den Beginn der Zeit der grossen Drangsal an (Off 11:7-11)[<B1].

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:10 ***

Wenn jemand für Gefangenschaft [bestimmt ist], so geht er hin in Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert töten wird, soll er mit dem Schwert getötet werden. Hier kommt es auf das Ausharren und den Glauben der Heiligen an.

 

Es ist eine Zeit der Sichtung, eine Zeit der Läuterung, eine Zeit der Bewährung. Wer selbst das „Schwert“ oder zur Waffe greift wie immer sie gestaltet sei, um auf eigene Art Gerechtigkeit herzustellen, der soll mit dem Schwert getötet werden! Jesu Worte lassen keine Zweifel offen! Weder Jehova noch Jesus rechtfertigen Terrorismus!

 

Werden unschuldiger weise wahre Christen verhaftet und ins Gefängnis geworfen, weil sie dem Staat die Anbetung verweigern, sein Kennzeichen zurückweisen, so ist dies in Gottes Augen annehmbar und schlägt dem Unschuldigen zur Ehre und zu Lohn aus!

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:19-20 ***

19 Denn wenn jemand wegen des Gewissens vor Gott unter Betrübnissen ausharrt und ungerechterweise leidet, so ist dies etwas Wohlgefälliges. 20 Denn welches Verdienst liegt darin, wenn ihr, sofern ihr sündigt und geschlagen werdet, ausharrt? Harrt ihr aber aus, wenn ihr Gutes tut und leidet, so ist dies bei Gott etwas Wohlgefälliges.

 

Geduld, Beharren, Glaube, Standhaftigkeit, Ausharren, Treue ist für die wahren „Heiligen“ notwendig. All diese verschiedenen Worte brauchen die Bibelübersetzer Meister, Luther, Schlachter, Elberfelder, Menge und Albrecht, um Offenbarung 13:10 abzuschliessen! Wahre Christen sind gefordert!

6.7.3              Neue Kriegstaktiken um den absoluten Machtanspruch zu verteidigen

 

Der Totale Kampf gegen den Terrorismus findet somit innerstaatlich statt. Alles was suspekt ist, was nur den Hauch von Fundamentalismus an sich hat wird ins Zentrum des Staatsinteresses rücken. Der Bevölkerungsschutz ist dabei das Aushängeschild und gar manche staatliche Willkür wird dadurch getarnt. Die Macht der Mächtigen wird gestärkt.

 

Da es wie erwähnt neuerdings innerstaatliche Ziele sind wird das Militär mit der Polizei zusammenarbeiten. Das Wort „Inlandschutz“ hat vollkommen neuen Charakter angenommen. Seine Geheimdienste, die Überwachung von Mensch und Kommunikation wird bald ein Bild eines totalen Krieges gegen den „inneren Feind“ darstellen.

 

Dazu sind weder Flugzeuge noch Tanks notwendig. Schon heute kann man das Zusammenrücken der Repräsentanten der Staatsmacht Militär und Polizei und einer Unmenge ziviler Kontroll- und Sicherheitsorganisationen in den meisten Ländern beobachten. Ein Umdenken vom äusseren zum inneren Feind findet statt. Sollte uns dies verwundern?

 

Jeder, der Macht in den Händen hält, verteidigt seine Position, oft mit allen Mitteln, legal oder illegal. Der Feind ist jener, welcher diese Macht für sich beansprucht, ob zu Recht oder zu Unrecht. In einer wahren Demokratie wäre der höchste Souverän der Volkswille, in der wahren Theokratie ist es Jehova. Wer die Macht zu unrecht usurpiert wird sich somit gegen den eigentlichen Souverän wenden!

 

Im Falle der höchsten, letzten heutigen Machtposition über die Erde ist es Satan der die Macht in den Händen hält und sie seinem Platzhalter und Verteidiger, den USA, dem siebten Kopf des „wilden Tieres“ in die Hand gegeben hat.

 

*** Rbi8  Offenbarung 13:1-2 ***

Und ich sah aus dem Meer ein wildes Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen aufsteigen und auf seinen Hörnern zehn Diademe, aber auf seinen Köpfen lästerliche Namen. 2 Das wilde Tier nun, das ich sah, war gleich einem Leoparden, aber seine Füße waren wie die eines Bären, und sein Maul war wie das Maul eines Löwen. Und der Drache gab dem [Tier] seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.

 

Die Offenbarung lässt somit keine Zweifel darüber offen, woher die Politik ihre Gewalt erhält. Das zehnhörnige wilde Tier ist die Politik im allgemeinen, dessen führender Kopf zweifelsfrei Anglo-Amerika bildet.

 

Diese ausserordentliche Machtübertragung Satans an einen einzelnen Menschen steht im Zusammenhang mit Gottes Gerichtsurteil Satan aus dem Himmel zu entfernen, ihn zur Erde hinab zu werfen (Off 12:7-12 vergl. Lu 10:17, 18) [B1>].

 

Jehova, der diese Macht ursprünglich in Eden einem tadellosen Cheruben übertragen hatte, der sich aber im Gefolge aus Stolz  über Gott erhob, fordert diese Gewalt nun wiederum für sich und nun neu für seinen getreuen Sohn und das neu errichtete Königreich. Jesus soll eine ganz bestimmte Aufgabe erfüllen, die Wiedervereinigung der Erde mit den Himmeln unter einem einzigen Haupt. 

 

Aus diesen Überlegungen heraus ist klar und deutlich Jesus und jene, welche seinem Königreich Gefolgschaft leisten, der eigentliche, schlussendliche Hauptfeind der in Harmagedons Endschlacht besiegt werden soll (Lu 4:5-7) [B1].

 

*** Rbi8  Daniel 7:25 ***

25 Und er wird sogar Worte gegen den Höchsten reden, und die Heiligen des Allerhöchsten wird er andauernd befehden.

 

Jesus ist der einzige legitime, gesetzliche Anwärter, Jehova erschuf alles, ihm gehört es und er gibt es, wem er es geben will! Jesus machte seinerseits mit seinen zwölf Apostel, einen Bund, dass sie bei der Wiedererschaffung des Königreiches Davids mit ihm zusammen auf Thronen sitzen würden. Die Wiedererschaffung beginnt mit der Geburt des männliches Sohnes, der Geburt der neuen Nation! (Off 12:5, 6) [B1]

 

Die Apostel wurden aufgrund ihrer Treue und ihres Ausharrens durch Jehova erwählt, durch Jesus bestätigt und durch Jehova als „Heilige des Allerhöchsten“ anerkannt (Jer 27:5; Da 2:21; 4:25)

6.7.4              Ein neuer Gott: Der Gott der Festungen

 

Festungen dienen dazu, eine bestimmte Position gegen einen angreifenden Feind zu verteidigen.

 

Vor Beginn der „grossen Drangsal“ [B] wird der Herausforderer des Südkönigs, Anglo-Amerika, durch Daniel nochmals genauer umschrieben.

 

Dieser herausfordernde Nordkönig erhebt sich über jeden Gott, und über den Gott des Himmels, Jehova, wird er verwunderliches reden. Er wird sich als erfolgreich erweisen, bis die Strafankündigung zum Schluss gekommen sein wird.

 

*** Rbi8  Daniel 11:36 ***

36 Und der [[Nord-]]König wird tatsächlich nach seinem eigenen Willen tun, und er wird sich überheben und sich groß machen über jeden Gott; und gegen den Gott der Götter wird er Verwunderliches reden. Und er wird sich als erfolgreich erweisen, bis [die] Strafankündigung zum Schluß gekommen sein wird; denn das Beschlossene soll getan werden.

 

Da der Hauptherausforderer des Südkönigs der Terrorismus ist, der Kampf der USA und seiner Verbündeten richtet sich ja weltweit gegen diese Geissel der Menschheit, so ist unzweifelhaft damit der heutige Anführer des Nordkönigs, Bin Ladin mit seinem Kampfwerkzeug die Organisation Al-Qaida gemeint: Er wurde seit den Attentaten von New York zum meistgesuchten Topterroristen erklärt.

 

Am 29.9.2001 richtete der amerikanische Präsident George W. Bush in seiner Radioansprache an die Nation klare Worte gegen diesen neuen Feind.

 

„As all these actions make clear, our war on terror will be much broader than the battlefields and beachheads of the past. This war will be fought wherever terrorist hide, run, or plan.” [7]

Übersetzung:

“All diese Aktionen machen deutlich, unser Krieg gegen Terror wird viel umfassender als die Schlachtfelder und Landeköpfe der Vergangenheit. Dieser Kampf wird da stattfinden wo immer ein Terrorist sich versteckt, [es] ausführt, oder [es] plant“

 

Da die Terrorbekämpfung weit über bisherige Schlachtfelder hinausreichen wird und Terroristen überall dort verfolgt werden, wo immer sie sich verstecken, hin fliehen, ihre Attentate ausführen oder von woher sie diese planen mögen, muss vorab das Versteck des Feindes und der Ort der Planung genauer identifiziert werden. Der Ort der Attentate dagegen ist jeweils leicht zu identifizieren.

6.7.5              Das Versteck des Feindes und der Ort der Planung

 

Die von Daniel erwähnten Strafankündigung Jehovas wurde gegen die Religionen erlassen. Damals im Herbst 1986, als das Räucherfass mit den unannehmbaren Gebeten in Assisi zur Erde geschleudert wurde, hat sich dies zu erfüllen begonnen [Aa]. Die sieben Engel mit den Posaunen der Strafankündigung begannen ihre Trompeten zu Blasen.

 

Diese Strafankündigungen enden mit der Vernichtung der Religionen [<B2] und damit automatisch verbunden (scheinbar) mit der Vernichtung von dessen Hauptakteur, „der Streitarme“ des Nordkönigs, des Terrorismus.

 

Bedenken wir die veränderte Identität des Nordkönigs, der ehemaligen UdSSR  als Herausforderer der USA.

 

Die Kapitel 17 und 18 der Offenbarung lassen keinen Zweifel offen wer der Herausforderer und wer der Sieger ist! Das „wilde Tier“ zusammen mit dem Abbild werden die Hure Babylon nackt machen und ihre Fleischteile verzehren.

 

Daniel fährt weiter in der Beschreibung des Nordkönigs:

 

*** Rbi8  Daniel 11:37-38 ***

37 Und dem Gott seiner Väter wird er [[der König des Nordens]] keine Beachtung schenken; und dem Begehren von Frauen und jedem anderen Gott wird er keine Beachtung schenken, sondern über jeden wird er sich groß machen. 38 Aber dem Gott der Festungen wird er in seiner Stellung Herrlichkeit geben; und einem Gott, den seine Väter nicht kannten, wird er Herrlichkeit geben mit Gold und mit Silber und mit kostbarem Stein und mit begehrenswerten Dingen.

 

Wer ist mit dem „Gott der Väter“ gemeint? Bin Ladin beruft sich auf Mohammed und jener beruft sich ja ausdrücklich auf die Schriften, die Jehova in Form der Thora und der Evangelien herab gesandt hat. Dem Gott jener Schriften schenkt er somit keine Beachtung.

 

Welchem Gott aber schenkt Bin Ladin als Streitarm und der ehemalige Nordkönig, die Ex-UdSSR Stellung und Herrlichkeit? Was wird anstelle von wirklicher Gottergebenheit gesetzt und in Wirklichkeit angebetet? Es ist der „Gott der Festungen“, dem Kriegsgott, dem Gott der Waffen und der Verteidigungswälle, dem er in seiner Stellung als Herausforderer der letzten Weltmacht Herrlichkeit gibt. Darüber erfahren wir mehr etwas später.

 

Wie durch den Propheten Daniel angekündigt, sind Frauen zu ihrer erniedrigten Stellung zurückgekehrt. Der Ajatollah Chomeini in Iran und die Taliban, die Koranschüler Afghanistans haben es vorgemacht. Die Stellung der Frau innerhalb der Moslems bleibt eine erniedrigte, der muslimische Fundamentalismus lässt dort keinerlei Spielraum. Dazu müssen wir wieder etwas tiefer greifen, um gewisse Glaubensansichten kennen zu lernen.

6.7.6              Der Glaube der Moslems 

 

Einige Hauptaspekte des Herausforderers, des Nordkönigs respektive dessen Streitarms, der fundamentalistischen Terroristen, gegen den Südkönig, Anglo-Amerikas sind ausschliesslich durch ein besseres Verständnis der Aussagen im Koran verständlich.

 

In ihrem Buch „Die Suche der Menschheit nach Gott“ [8]gibt diese Wachtturm Publikation eine gute Einführung zum Islam, die wir hier zitieren möchten. Das heilige Buch des Islam, der „Koran“, wird hier mit der Transliteration als  Qur´ an“ bezeichnet.

 

Kapitel 12 Der Islam - Der Weg zu Gott durch Unterwerfung [9]

IM Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.“ Dieser Satz ist eine Übersetzung des obigen arabischen Textes aus dem Qur´ an. Weiter heißt es darin: „Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten, dem Gnädigen, dem Barmherzigen, dem Meister des Gerichtstages. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe. Führe uns auf den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Mißfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind“ (Der Qur´ an, Sure 1:1-7, HA).

2 Diese Worte bilden Al-Fateha („Die Öffnende“), das erste Kapitel oder die erste Sure des heiligen Buches der Muslime, des Heiligen Qur´ an oder Korans. Da mehr als einer von sechs Erdbewohnern ein Muslim ist und fromme Muslime diese Verse mehr als einmal in jedem ihrer fünf täglichen Gebete wiederholen, müssen sie zu den am häufigsten gesprochenen Worten auf der Erde zählen.

3 Gemäß der Statistik gibt es auf der Welt mehr als 900 Millionen Muslime, was bedeutet, daß nur die römisch-katholische Kirche zahlenmäßig stärker ist. Der Islam ist vielleicht die am schnellsten wachsende Weltreligion, er breitet sich sowohl in Afrika als auch in der westlichen Welt aus.

4 Die Bezeichnung Islam ist für den Muslim wichtig, bedeutet sie doch „Unterwerfung“, „Hingabe“ oder „Übergabe“ (an Allah) und drückt, wie ein Historiker schreibt, „die innerste Einstellung derjenigen aus . . ., die dem Predigen Mohammeds Gehör schenkten“. „Muslim“ bedeutet „den Islam Ausübender“.

5 Die Muslime glauben, daß ihre Religion der Höhepunkt der Offenbarungen ist, die die treuen Hebräer und die ersten Christen erhalten haben. Ihre Lehren weichen jedoch in manchen Punkten von der Bibel ab, obwohl im Qur´ an sowohl aus den Hebräischen als auch aus den Griechischen Schriften zitiert wird.

 

Die Bibel erwähnt nichts von Allah, obwohl Muslime damit den einzigen wahren Gott Jehova meinen, so vermeiden auch sie es diesen Namen zu nennen und auszusprechen. Das Wort „Allah“ entspricht dem hebräischen Wort „Elohim“, ein Titel für Jehova, aber nicht dessen Eigenname!

 

In der Sure 4 wird gesagt:

1 Ihr Menschen! Fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen (d.h. aus dem ersten Menschen, nämlich Adam) geschaffen hat, und aus ihm, das entsprechend andere Wesen, und der aus ihnen beiden viele Männer und Frauen hat (hervorgehen und) sich (über die Erde) ausbreiten lassen! Fürchtet Gott, in dessen Namen ihr einander zu bitten pflegt, und die Blutsverwandtschaft (d.h. und gebt acht, dass ihr nicht gegen die Bindungen der Blutsverwandtschaft verstosst! Oder: Fürchtet Gott in dessen Namen – und in dem der Blutsverwandtschaft – ihr einander zu bitten pflegt)! Gott passt auf euch auf.

 

Wer Gott in dessen Namen fürchten sollte, der müsste schon Gottes Namen kennen, den Schöpfer Adams nennt die Bibel Jehova!

 

*** Rbi8  Jesaja 40:28 ***

Hast du nicht erkannt, oder hast du nicht gehört? Jehova, der Schöpfer der äußersten Enden der Erde, ist ein Gott auf unabsehbare Zeit. Er wird nicht müde noch matt. Sein Verstand ist unerforschlich.

 

Allerdings setzt die Bibel die Blutsverwandtschaft nie höher oder auf dieselbe Stufe wie Gottergebenheit. Diese bedingt auch gemäss Gesetz Blutsverwandte an den Richter zu übergeben, welche offensichtlich gegen Jehovas Gebot verstossen! Die Ergebenheit zu Jesus, dem wahren Führer müsste gemäss den von Mohammed als von Gott gesandte Schriften anerkannten Evangelien folgendes beinhalten:

 

*** Rbi8  Matthäus 10:37-39 ***

37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

 

Für Bin Ladin ist jeder, der nicht Moslem ist, jeder Christ, der Jesus als Gott erklärt, also jeder Trinitarier ein Ungläubiger, ein Heide, der, wenn er sich nicht zum rechten Glauben bekehrt, getötet werden darf.

 

Sure 5 sagt:

17 Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Gott ist Christus, der Sohn der Maria“. Sag: Wer vermöchte gegen Gott etwas auszurichten, falls er (etwa) Christus, den Sohn der Maria, und seine Mutter und (überhaupt) alle, die auf der Erde sind, zugrunde gehen lassen wollte (w. zugrunde gehen lassen will)? Gott hat die Herrschaft über Himmel und Erde und (alles) was dazwischen ist. Er schafft was er will, und hat zu allem die Macht. 18 Und die Juden und die Christen sagen: „Wir sind Gottes Söhne und seine Günstlinge.“ Sag: „Warum bestraft er euch dann für eure Schuld? Nein! Ihr seid Menschen wie alle anderen Menschen die er geschaffen hat.

....

33 Der Lohn derer, die gegen Gott und seinen Gesandten Knecht Krieg führen und (überall) in Land eifrig auf Unheil bedacht sind (?), soll darin bestehen, dass sie umgebracht oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen wechselweise (rechts und links) Hand und Fuss abgehauen wird, oder dass sie des Landes verwiesen werden. Das kommt ihnen als Schande im Diesseits zu. Aber im Jenseits haben sie (überdies) eine gewaltige Strafe zu erwarten. 34 – Ausgenommen diejenigen, die umkehren, (noch) bevor ihr Gewalt über sie habt. Ihr müsst wissen, dass Gott barmherzig ist und bereit zum Vergeben.

35 Ihr Gläubigen! Fürchtet Gott und trachtet danach, ihm nahezukommen, und führt Krieg (w. müht euch um seinetwillen ab)!

 

Aus diesem religiösen Verständnis heraus ist ein Grossattentat gegen Christen und Juden für Bin Ladin und seine Gefolgsleute keine Sünde, sie töten ja nur Ungläubige und sie waren ja zuvor aufgefordert worden sich zum „rechten“ Glauben der Moslems zu bekehren. Darin ist der ideologische Hintergrund zu suchen.

6.7.7              Die am stärksten befestigten Städte des Südkönigs

 

Der König des Nordens, in seiner geänderten Identität wird laut Daniel gegen die am stärksten befestigten Festungen wirksam handeln, zusammen mit einem fremdländischen Gott“, kündet Daniel an.

 

*** Rbi8  Daniel 11:39 ***

39 Und er wird gegen die am stärksten befestigten Festungen wirksam handeln zusammen mit einem fremdländischen Gott. Wer immer [ihm] Anerkennung gezollt hat, den wird er überströmend machen an Ehre, und er wird sie tatsächlich unter vielen herrschen lassen; und [den] Erdboden wird er gegen einen Preis austeilen.

 

Was will Daniel damit ausdrücken, wenn er von den „am stärksten befestigten Städte“ des Südkönigs spricht?

 

Die USA haben durch ihre Verteidigungsanstrengungen und durch ein ausgeklügeltes Abwehrsystem ihre Städte von Angriffen durch Interkontinentalraketen fast sicher gemacht. Sie sind darauf besonders stolz.

 

Umso erschreckender waren die Angriffe auf die beiden Hauptziele, die Twin-Towers und das Pentagon. Bestimmt waren diese beiden Ziele in Washington und New York durch die Sicherheitskräfte am besten geschützt, die am stärksten befestigten Städte der USA.

 

Auch in Europa, dem Alliierten der USA gibt es sehr gute Sicherheitsvorkehrungen. Trotzdem zeigt das Attentat auf drei Züge in Madrid am 11. März 2004 die Verletzbarkeit dieses Systems.

6.7.8              Streitarme die vom König des Nordens ausgehen

 

Nachdem die „Schiffe von Kittim“ der Alliierten mit den USA im Gefolge der Attentate dem König des Nordens Schaden zugefügt haben, seine Städte Kabul und Bagdad gefallen sind und er gleichsam „verzagen musste“ ist jedoch, wie wir weiter oben gesehen haben, seine Kraft noch nicht beendet. Er plant neue Angriffe und wird sie ausführen. Der Prophet Daniel gibt folgende Vorhersage (Da 11:30; Off 16:19).

 

*** Rbi8  Daniel 11:31 ***

31 Und da werden [Streit]arme sein, die aufstehen werden, von ihm ausgehend; und sie werden tatsächlich das Heiligtum, die Festung, entweihen und das beständige [Opfer] entfernen.

Und sie werden gewiß das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, aufstellen.

 

Die Streitarme die vom König des Nordens ausgehen werden auch durch ihn und seine Ideologie weiter gestärkt und geführt. Hauptangriffsziel bleibt der Bund, der durch die Christenheit und das Judentum dargestellt werden.

 

Bedenken wir, dass Satans Ziel verdeckt bleiben muss, bis er es zu erreichen hofft: Die Vernichtung der wahren Anbeter Jehovas hat die Verhinderung der Machtübernahme durch Gottes Königreich als ihr Ziel.

 

Die Ankündigungen Bin Ladins im November 2003, dass alle muslimischen Bürger drei verschiedene Grossstädte in den USA verlassen sollten und die Drohung, dass über 100.000 Menschen getötet würden, beunruhigen und verunsichern die Menschen in den Vereinigten Staaten immer mehr.

 

Bin Ladin sprach diese Drohung aus im Hinblick auf das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan, welcher der neunte Monat im moslimischen Jahr ist und 29 Tage dauert. Gemäss dem Koran erhielt Mohammed in diesem Monat seine erste Offenbarung. Die Zeitschrift Erwachet erklärt dazu:

 

Wir beobachten die Welt [10]

Der „Hadith“ (Tradition) fügt hinzu, daß sich dies in der „Nacht der Macht“ (die man auf den 27. Ramadan verlegte) ereignet habe und daß zu dieser Zeit „die Pforten des Paradieses offen, die Tore der Hölle verschlossen und die Teufel in Ketten geschlagen seien“. Später habe Mohammed den ganzen Ramadan zum Fastenmonat erklärt. Für diese Zeit habe Mohammed den Moslems die religiöse Verpflichtung auferlegt, sich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang des Essens, Trinkens, Rauchens und des Geschlechtsverkehrs zu enthalten.

 

Niemand kann den Zusammenhang zwischen dieser Art des Terrorismus und religiöser Anschauung verneinen. Je fundamentalistischer eine Gruppe eingestellt ist, desto eher scheint sie auch gewaltbereit zu sein.

 

Da der November 2003 ohne Attentate verging gilt zu bedenken, dass Ramadan auch als Symbol für Fastenzeit gilt und dies durchaus die Monate März/April 2004 meinen könnte, die vierzigtägige Zeit vor dem Passah, der christlichen Fastenzeit die mit dem Karfreitag endet. Dieses Fasten war den ersten Christen unbekannt und wurde erst im vierten Jahrhundert eingeführt. [11]

6.7.9              Das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht

 

Welchen Effekt hätte es, wenn das religiöse Zentrum der drei Hauptreligionen selbst Zentrum des Angriffs wird? Christen, Juden und Mohammedaner glauben, dass Jerusalem nach wie vor das Zentrum religiöser Aktivitäten sei.

 

Wenn „Streitarme“ das „abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht“ an dieser heiligen Städte aufstellen, dann ist der Westen ausgereizt, die UNO würde im selben Moment von allen Nationen das absolute Mandat erhalten, um die Stadt aus der Hand der „Streitarme“ zu befreien.

 

Was könnte dieses „Ding das Verwüstung verursacht“ in Wirklichkeit sein? Nun, da die „Streitarme“ nur noch von einem im Untergrund handelnden König des Nordens ausgehen sind Nuklearwaffen nicht auszuschliessen. In den Sowjetrepubliken gab es viele nukleare Sprengköpfe, die nach dem Zerfall der UdSSR herrenlos wurden und von skrupellosen Militärchefs dem Meistbietenden verkauft werden konnten. Waffentaugliches Uran und Plutonium befinden sich auf dem Markt und auch Know-how durch Spezialisten ist käuflich, wie dies der Pakistanische Chefentwickler der Atomwaffen demonstriert hat.

 

Auch die Lager von chemischen und biologischen Waffen waren zum Bersten voll. Nordkorea, Israel und eventuell der Irak besitzen solches Material und sind bereit es einzusetzen.

 

Die im Untergrund lebenden ehemaligen Gewalthaber, wie der Iraker Saddam Hussein [12] und der Afghane Mulah Mohammed Omar Akhund, sind zu allem bereit, insbesondere sie ja ihre Länder verloren, als „Städte der Nationen“ (Off 16:19) [A3-Ba] bereits im ersten Teil des Gegenangriffs des Südkönigs zu Schaden gekommen sind und ihnen die Grundlage ihrer bisherigen Macht geraubt wurde.

 

Auch wenn sie selbst wie Saddam mit der Zeit gefangen werden, so haben sie viele Anhänger die auf Rache oder wiederum auf Macht hoffen und ihren Worten selbst auch nach deren Tod gehorsam zu leisten bereit sind.

 

Das Leben eigener Landsleute und Glaubensanhänger opfern sie gerne auf dem Weg zu ihrem Ziel. All diese Menschen, die sinnlos Opfer der Gewalt werden, zählen für sie nichts im Hinblick auf das Erreichen des gesetzten Ziels: Weltmacht für ihre Glaubensüberzeugung. Es sind ihrer Theorie nach nur verlorene Schlachten auf dem Weg zum erhofften Endsieg.

6.7.10           Einzug des Königs des Südens in das Land der Zierde

 

Seit den ständigen Selbstmordattentaten auf jüdische Einrichtungen und auf das Alltagsleben in Israel gleicht Jerusalem einer befestigten Stadt. In ihren Strassen patrouillieren neben Polizisten Soldaten, Kirchen und Moscheen werden regelmässig belagert und besetzt, weil sich extremistische Gruppen dort verschanzt halten. Vor den Synagogen stehen gepanzerte Fahrzeuge. Nirgendwo auf der Welt sind die Glaubensunterschiede der drei Hauptreligionen die sich auf dieselben Anfänge berufen so deutlich zu spüren.

 

Das Heiligtum der drei Religionen, welche sich auf den Gott Abrahams berufen ist zu einer Festung geworden. In Tat und Wahrheit haben alle diese Religionsgruppen den „heiligen Bund“ verletzt und verlassen, sie alle werden durch denselben „Gott dieses Systems“ geführt. Keine der drei Parteien kann die gute Botschaft von Jesu Wiederkunft in Fleische verstehen und annehmen. Sie bleibt ihnen verhüllt (1.Kor 2:6-8).

 

*** Rbi8  2. Korinther 4:3-6 ***

3 Wenn nun die gute Botschaft, die wir verkündigen, tatsächlich verhüllt ist, so ist sie unter denen verhüllt, die zugrunde gehen, 4 unter denen der Gott dieses Systems der Dinge den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit das erleuchtende Licht der herrlichen guten Botschaft über den Christus, der das Bild Gottes ist, nicht hindurchstrahle. 5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christus Jesus als Herrn und uns selbst als eure Sklaven um Jesu willen. 6 Denn Gott ist es, der gesagt hat: „Das Licht strahle aus der Finsternis“, und er hat in unsere Herzen gestrahlt, um [sie] mit der herrlichen Erkenntnis Gottes durch das Angesicht Christi zu erleuchten.

 

Für die Juden ist Jesus nicht der Messias, für die Christen ist er Teil eines dreieinigen Gottes und die Mohammedaner sehen in ihm einen unter anderen Gesandten Gottes, sie sehen in Mohammed aber den wahren von Moses vorhergesagten Propheten.

 

Das „beständige Opfer“, das diese Religionen darbringen, ist nahe daran entfernt zu werden. Mit einer allfälligen Bedrohung durch eine der ABC Waffen in den Händen der „Streitarme“ des Königs des Nordens würde das öffentliche Leben Jerusalems nahezu zum Stillstand kommen. Die Stadt wäre im Belagerungszustand. Der Besuch der Hunderttausende von Jerusalem-Pilgern würde vollkommen zum Erliegen kommen

 

Mit dem Aufstellen irgendeiner dieser Waffen an der für die drei Religionsgruppen – nicht aber für Jehova – „heiligen“ und schwer befestigten Städte Jerusalem und der Bedrohung diese Waffe einzusetzen wäre der Kulminationspunkt erreicht.

 

Damit hätte der König des Südens, Anglo-Amerika das Recht und die vermeintliche Pflicht, mittels der UNO-Truppen die Stellung zwischen dem „grossen Meer“ und dem „Heiligen Berg“ (Zion, Jerusalem) im „Land der Zierde“ einzunehmen.

 

Dem internationalen Terrorismus, der mit Palästina und dem Gazastreifen  unzertrennlich verbunden ist würde ein Schlag versetzt werden, der unheilbar ist.

 

Ohne die bewaffnete Befriedung von Israel-Palästina wird das Ziel der UNO weltweiten Frieden und Sicherheit zu bewerkstelligen nie erreicht werden können.

 

*** Rbi8  Daniel 11:40-43 ***

40 Und in der Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm auf Zusammenstöße einlassen, und gegen ihn wird der König des Nordens mit Wagen und mit Reitern und mit vielen Schiffen anstürmen; und er [[der König des Südens]] wird in die Länder gewiß einziehen und [sie] überfluten und hindurchziehen [[Afghanistan, Irak]]. 41 Er [[der König des Südens]] wird auch tatsächlich in das Land der ‚Zierde‘ einziehen, und es wird viele [Länder] geben, die zum Straucheln gebracht werden.

42 Und er wird fortwährend seine Hand gegen die Länder ausstrecken; und was das Land Ägypten betrifft, es wird sich nicht als eine Entronnene erweisen. 43 Und er wird tatsächlich über die verborgenen Schätze des Goldes und des Silbers und über all die begehrenswerten Dinge Ägyptens herrschen. Und die Libyer und die Äthiopier werden seinen Schritten folgen.

 

Wenn die USA durch die UNO in Israel einziehen, dann wird dies auch mit grossem Druck auf die direkten Nachbarländer wie Syrien, Libanon, Jordanien und Ägypten verbunden sein.

 

Die Römer, als damaliger König des Südens, richteten im ersten Jahrhundert wegen der Terroristenangriffe der Zeloten gegen Masada und dann gegen Jerusalem ihren Sturmangriff schlussendlich gegen die Provinz Judäa und gegen deren Hauptstadt Jerusalem.

 

Der religiös bedingte Fundamentalismus wird sich in jener Zone konzentrieren, indem jede fundamentalistische Gruppe ihren Glauben und ihr angebliches Besitzrecht bis aufs Messer verteidigen wird.

 

Anglo-Amerika, der Südkönig wird diesem ein Ende setzen. Der Nordkönig in der geänderten Identität als Religionsblock muss zu seinem Ende kommen, wie dies Offenbarung Kapitel 18 bei der Urteilsvollstreckung an Babylon der Grossen zeigt.

 

Auslöser dazu wird der Hauptangriff der „Streitarme“ des Königs des Nordens, des Terrorismus, sich auf „das Heiligtum, die Festung“ konzentrieren. Er war zuvor “in das Land der Zierde“ eingezogen, unter dem Schutz der muslimischen Palästinenser.

 

*** Rbi8  Daniel 11:44-45 ***

44 Aber es wird Berichte geben, die ihn [[den König des Südens]] in Bestürzung versetzen werden, vom Sonnenaufgang [[Gottes Königreich]] her und vom Norden [[König des Nordens, Terrorismus]] her, und er wird gewiß mit großem Grimm ausziehen, um viele zu vertilgen und der Vernichtung zu weihen. 45 Und er [[der König des Südens]] wird seine Palastzelte zwischen [dem] großen Meer [[Mittelmeer]] und dem heiligen Berg der ‚Zierde‘ [[Jerusalem]] aufpflanzen; und er wird völlig zu seinem Ende kommen müssen, und es wird für ihn [[den Südkönig in Harmagedons Endschlacht]] keinen Helfer geben.

 

Bedenken wir die seit 1400 Jahren schwelende Auseinandersetzung zwischen Moslems und Juden sowie Christen, um die heilige Stadt Jerusalem. Die letzten Jahrzehnte war es ein dauernder Krieg zwischen Juden und Palästinensern mit kurzen Friedenspausen.

 

Offensichtlich wird der König des Südens auf dem Gebiet Israels seine letzte Niederlage erleiden, wie dies schon im Kapitel 4.8.2 behandelt wurde.

 

In der Zeit des Endes [Ba, B1], wo diese Dinge zu geschehen beginnen, vom Tag an, wo der König des Nordens (Bin Ladin mit Al Kaida?) in das „Land der Zierde“, Israel einzieht und dem Tag, wo der König des Südens, Anglo-Amerika, die Palastzelte zwischen dem „grossen Meer“, dem Mittelmeer und dem heiligen Berg der ‚Zierde’, Zion mit Jerusalem aufstellt, zu Beginn dieser Zeitspanne wird Michael aufstehen. Es ist die Zeit der grossen Bedrängnis (Da 11:40, 41, 45; 12:1) [B].

6.7.11           Wie lange wird es dauern?

 

Der Prophet Daniel verstand die Dinge nicht, welche ihm durch den Engel Gabriel dargelegt worden waren. Er wollte näheres erfahren. Zu unserer Unterweisung wurde es aufgezeichnet.

 

*** Rbi8  Daniel 12:8 ***

8 Was nun mich betrifft, ich hörte, aber ich konnte [es] nicht verstehen, so daß ich sprach: „O mein Herr, was wird der Schlußteil dieser Dinge sein?

 

Der Abschluss vom Schlussteil von diesen Dingen ist die Endschlacht Jesu gegen jene, welche Jehovas treue Anbeter als letztes Angriffsziel gewählt haben (Off 19:17-21).

 

Ihnen wird als Gesamtheit versprochen: „Während jener Zeit wird dein Volk entrinnen, jeder, der im Buch aufgeschrieben gefunden wurde“. Wann wird dies sein und wie lange wird es dauern? „Es wird für eine bestimmte Zeit, bestimmte Zeiten und eine halbe sein“ was dreieinhalb Jahren entspricht. Und sobald die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes beendet sein wird, werden alle diese Dinge ein Ende nehmen.“ (Da 12:1, 6, 7)  [B, B1-B3].

 

Der Beginn ist mit dem Aufstehen Michaels gegeben, genau in der Mitte der siebenjährigen Periode [B1; C].

6.7.12           Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes

 

Was wollte Gabriel Daniel mitteilen mit der Mitteilung der bevorstehenden Beendigung der „Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes“! Bedenken wir, dass Jehova nicht die Ausrottung aller Menschen vorgesehen hat, sondern die Beendigung der Übertretung seiner Gesetze und die Beseitigung all jener, welche sich seiner Souveränität widersetzen. Er will seine Getreuen schützen und durch seinen Sohn ins kommende System hinüberführen.

 

Erinnern wir uns weiter, dass vorab der Tempel gereinigt wird, das bedeutet die Beseitigung jener, welche in ihren Priesterdiensten in Wirklichkeit Gottes Gegner Satan gedient haben. Jesaja hatte deutlich erklärt, dass den falschen Propheten und geistlichen Führern, „Kopf und Schwanz“ entfernt werden. Dies bedeutet nicht unbedingt, dass solche geistlichen Führer getötet würden, sondern lediglich, dass sie ihre Macht, ihre Kraft verlieren.

 

Die „Kraft des heiligen Volkes“ muss somit auf jene Bezug finden, welche die Religionen angeführt haben und nicht bereit waren sich Gottes Normen zu unterordnen. Jehova sagt jedem Religionsmitglied vor der Vernichtung Babylons der Grossen deutlich: „Geht aus ihr hinaus mein Volk“ (Off 18:4).

 

*** Rbi8  Daniel 12:11 ***

11 Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] entfernt worden ist und das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, aufgestellt worden ist, werden es eintausendzweihundertneunzig Tage sein.

 

Die dreieinhalb Zeiten, welche oben durch Daniel erwähnt sind, entsprechen 1260 Tagen [C2]. Es wird den Beginn, Höhepunkt und das Ende der grossen Drangsal umfassen. Vom Aufstellen des ‚abscheulichen Dinges’ bis Harmagedons Endschlacht sind es jedoch 1290 Tage [C3]. Warum die Differenz? Weil der Angriff gegen die Religionen mit einer einmonatigen Verzögerung beginnt, jene Zeit, welche die UNO braucht, um Beschlüsse zu fassen und sie durch ihre Mitgliedsländer in die Tat umzusetzen, dreissig Tage um den Angriff vorzubereiten.

 

Der Angriff auf Jerusalem und die Bedrohung von zwei Religionsblöcken durch einen dritten erzeugt einen Hasseffekt in der ganzen Welt, der sich zu einem Völkerbrand zu entwickeln droht (Jes 3:1-7; 9:14-20; 19:1-4; Jer 34:17)

6.7.13           Der Thronerbe ist der erklärte Hauptfeind und der Endsieger

 

Bedenken wir wiederum, dass das Thema um die Endzeit und um Harmagedon das Thema ist. Es geht um die endgültige Beantwortung der Frage, wer das Recht hat die Erde zu beherrschen. Jehova hat versprochen, dass er es dem „niedrigsten der Menschen“ geben würde. Es sollte ihm am Ende von sieben Zeiten gegeben werden [C].

 

*** Rbi8  Daniel 4:16-17 ***

16 Sein Herz verändere sich von dem eines Menschen, und es werde ihm das Herz eines Tieres gegeben, und sieben Zeiten sollen über ihm vergehen. 17 Durch die Verordnung von Wächtern ist die Sache, und [durch] den Spruch von Heiligen ist die Bitte, damit die Lebenden erkennen, daß der Höchste [der] Herrscher ist im Königreich der Menschheit und daß er es gibt, wem er will, und er darüber sogar den niedrigsten der Menschen setzt.“

 

Das Herz eines Tieres, das Herz eines wilden Tieres, jenes der Politik wird in der Endzeit auf die Religionen gerichtet. Das wilde Tier selbst, wird am Ende der sieben Zeiten seine Herrschaft verlieren und der Messias, „der niedrigste der Menschen“ soll es zu jenem Zeitpunkt übernehmen. Es ist ein deutlicher Hinweis an Satan und sein System, auf wen sie ihr Augenmerk richten werden.

 

Die Lebenden sollen erkennen, dass Jehova der Höchste ist. Wir, die in der Endzeit Lebenden, sind damit direkt angesprochen. Obwohl die Prophezeiung an Nebukadnezar eine bestimmte Erfüllung fand ist dies für unsere Tage von Wichtigkeit. Warum? Weil heute der Thron der künftigen Weltherrschaft definitiv besetzt werden wird.

 

Wiederholen wir die Hauptschritte nochmals: Am Anfang der sieben Zeiten [C] schliessen die Religionen einen Vertrag mit der UNO [A1], in der Mitte, genau nach dreieinhalb Jahren erscheint der König der Könige und installiert inmitten seiner Feinde die neue Nation [B1]. Die UNO richtet sich gegen die Religionen und zerstört sie, eingeschlossen die Macht der „Heiligen, der Christenheit [vor B2]. Zum Ende erfolgt der letzte Angriff auf den Reiter auf dem weissen Pferd durch die Politik. Ohne menschliche Hand wird jegliche irdische Macht zunichte gemacht [B3] und die Königreichserben, das Volk der Heiligen des Allerhöchsten übernehmen die Macht.

 

 

6.8                 Das messianische Königreich herrscht

6.8.1              Das messianische Königreich wird über die ganze Erde herrschen

 

Bereits Jahrhunderte bevor der Messias in Erscheinung trat wurde vorausgesagt, dass dieser das Königtum über die ganze Erde übernehmen werde. Jehova – der alte an Tagen – hat es dem Menschensohn Jesus für seine Loyalität und Treue so versprochen. Von diesem Punkt aus ist begreiflich, dass Satan sich mittels der Politik des zehnköpfigen wilden Tieres dagegen zur Wehr setzt, die zu unrecht aufgebaute Macht und deren Herrlichkeit nun unter  Zwang abzugeben. Seine ihm festgesetzte Zeit läuft ab. Das Ende der „Zeiten der Nationen“ hat sich genaht (Lu 4:5-10).

 

Die Szene der himmlischen Übertragung des Befehlshaberstabs über seine Feinde an Jesus, welche in Offenbarung 11:15 in knappen Worten umschrieben wird, sieht Daniel in seiner Vision mit viel mehr Details [B1].

 

*** Rbi8  Daniel 7:13-14 ***

13 Ich schaute weiter in den Visionen der Nacht, und siehe da, mit den Wolken des Himmels kam gerade einer wie ein Menschensohn; und er erlangte Zutritt zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn nahe heran, ja vor IHN. 14 Und ihm wurde Herrschaft und Würde und Königtum gegeben, damit die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen sollten. Seine Herrschaft ist eine auf unabsehbare Zeit dauernde Herrschaft, die nicht vergehen wird, und sein Königreich eines, das nicht zugrunde gerichtet werden wird.

 

Auch hier wird von einem Menschensohn und nicht von einem Engel gesprochen. Jesus hat eine Doppelfunktion inne – er ist Erzengel und gleichzeitig König der Könige der Erde. Jesus wurde bereits unmittelbar nach seinem Tod alle Macht übertragen, sowohl im Himmel als auch auf der Erde. Als einzige Personen hat er nun zu beiden Teilen der Schöpfung freien Zugang, der himmlischen und der irdischen (Mat 28:18).

 

Nun, nachdem er an der Seite des Vaters den vorherbestimmten Tag abgewartet hatte, werden ihm auch die feindlich eingestellte Erde und Satans Machtbereich im Himmel unterworfen (Ps 110:1, 2).

6.8.2              Übernahme des Thrones Davids

 

Die Einsetzung über die Erde findet auf den Thron Davids statt, das ist ein irdischer Thron Jehova selbst im Jahre 607 v.u.Z. durch die Babylonier stürzen liess. Der Thron Davids sollte fortan verwaist bleiben bis „der kommt, der das gesetzliche Recht darauf hat“. Hesekiel prophezeite über den letzten König Zedekia aus Davids Linie:

 

*** Rbi8  Hesekiel 21:25-27 ***

25 Und was dich betrifft, o zu Tode verwundeter, böser Vorsteher Israels, dessen Tag gekommen ist zur Zeit der Vergehung des Endes, 26 dies ist, was der Souveräne Herr Jehova gesprochen hat: ‚Entferne den Turban, und heb ab die Krone. Dies wird nicht dasselbe sein. Das Niedrige erhöhe, und den Hohen erniedrige. 27 In Trümmer, Trümmer, Trümmer werde ich es legen. Auch was dies betrifft, es wird gewiß [niemandes] werden, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat, und ihm will ich [es] geben.‘

 

Bei der Empfängnis kündigte ein Engel Maria die Geburt ihres ersten Kindes Jesus an. Er teilte ihr den Zweck dieser übernatürlichen Aktes der Befruchtung an. Das Ende jener Zeit, in welcher der Thron Davids verwaist sein würde sollte zu einem Abschluss kommen. Das gesetzliche Recht auf diesen Thron hatte nur jemand, der Jehova vollkommene Treue gezeigt haben würde.

 

*** Rbi8  Lukas 1:31-33 ***

 32 Dieser wird groß sein und wird Sohn des Höchsten genannt werden; und Jehova Gott wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben, 33 und er wird für immer als König über das Haus Jakob regieren, und sein Königreich wird kein Ende haben.“

 

Das trifft nur auf den lange zuvor angekündigten Messias zu, den von Jehova anlässlich seiner Taufe im Jordan durch heiligen Geist gesalbten Jesus. Im ersten Jahrhundert erwarteten die Juden und selbst seine engsten Vertrauten, dass die Wiederherstellung des Königreiches Israel unmittelbar bevorstehe (vergl. Mat 2:1-6).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:6-7 ***

6 Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her?“ 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat;

 

Jesus verneinte nicht die Aufrichtung eines irdischen Königsthrones, sondern berichtigte lediglich die Zeitvorstellung seiner Jünger, indem er ihnen erklärte, dass sie vom genauen Zeitpunkt keine Kenntnis erhalten würden.

 

Erst der letzte überlebende Apostel Johannes erhielt zum Ende des ersten Jahrhunderts alle bis anhin fehlenden Informationen. Zusammen mit dem Eintreffen der von Jesus vorhergesagten Zeitzeichen sollte die Erkenntnis überströmend werden (Da 12:9, 10).

6.8.3              Das Joch der Nationen wird zerbrochen

 

Schon zweihundert Jahre vor Nebukadnezars Sieg 607 v.u.Z. wurde durch Jesaja vorhergesagt wie das Joch der Nationen auf den Schultern von Gottes Auserwählten zerbrochen werde. Jehova kündete die Einzelheiten an, wie dieses Joch der Versklavung beendet würde. Jehova selbst hatte Nebukadnezar gebraucht, um sein Volk zu züchtigen und seinen Königen auf Davids Thron die Macht, welche Jehova ihnen übertragen hatte und die sie missbraucht hatten, zu entreissen.

 

Das „Kind“, das durch Jehovas Frau als „geboren“ bezeichnet wird, betrifft zwei Teilaspekte. Einerseits ist damit die Geburt Jesu in Bethlehem, wie dies ein Engel den erstaunten Hirten bestätigte, prophetisch angesprochen (Jes 9:6a). Andererseits weisst es auch auf die Geburt des messianische Königreiches hin, das auch in der Offenbarung als Geburt „eines männlichen Sohnes“ beschrieben wird (es 9:6b, 7; Off 12:1, 2, 5, 6). Die prophetische Beschreibung dieser Geburt umfasst somit gleich mehrere Bereiche, wie der Kontext dies gut zum Klingen bringt.

 

*** Rbi8  Jesaja 9:4-7 ***

4 Denn das Joch ihrer Last und den Stock auf ihren Schultern, den Stab dessen, der sie zur Arbeit antreibt, hast du zerschlagen wie am Tag Midians. 5 Denn jeder Stiefel dessen, der dröhnend einherstampft, und der in Blut gewälzte Überwurf sind ja zur Verbrennung [dem] Feuer zur Speise geworden. 6 Denn ein Kind ist uns geboren worden, ein Sohn ist uns gegeben worden; und die fürstliche Herrschaft wird auf seiner Schulter sein. Und sein Name wird genannt werden: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewigvater, Fürst des Friedens. 7 Für die Fülle der fürstlichen Herrschaft und den Frieden wird es kein Ende geben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, um es fest aufzurichten und es zu stützen durch Recht und durch Gerechtigkeit von nun an und bis auf unabsehbare Zeit. Ja der Eifer Jehovas der Heerscharen wird dieses tun.

 

Beachten wir, dass Jesus den Thron Davids fest aufrichten wird, sein Königreich. Die Stütze dieses messianischen Königreiches ist Recht und Gerechtigkeit. Solch ein Königtum war bisher kein menschlicher Herrscher in der Lage aufzurichten! Es muss ein Menschensohn sein, der den Beweis erbringt, dass vollkommene Treue zu Jehovas Massstäben möglich ist!

 

*** Rbi8  Jesaja 16:5 ***

5 Und in liebender Güte wird gewiß ein Thron fest errichtet sein; und darauf wird in Wahrhaftigkeit im Zelt Davids einer sitzen, der richtet und das Recht sucht und unverzüglich Gerechtigkeit handhabt.“

 

Nicht wie heute, wo das Recht verdreht wird, der Lügner, der Dieb und der Mörder frei ausgehen und dies nach aufwendigem, jahrelangem gerichtlichem Seilziehen. Allzu oft gewinnen jene Anwälte, welche für zurecht als Verbrecher vor den Richter gebrachte Verbrecher, durch kluge Lügen und Verdunkelung der wahren Umstände, das verdrehen, was Recht und Gerecht ist und solche ungerechte Menschen dadurch von verdienter Strafe befreien.

 

Es ist nicht so wie man landläufig annimmt, dass ein guter Anwalt jener ist, der seinen Klienten um jeden Preis gewinnen lässt. Ein guter Anwalt sollte doch nach klarem Ermessen für das Recht und Gerechtigkeit einstehen, auch wenn sein Klient dabei der Verlierer ist!

 

Im kommenden System wird unverzüglich Recht gehandhabt und Gerechtigkeit erstellt! Das geschieht nicht im Himmel, das ist auf irdischen Thronen der Fall durch Jesus, seine zwölf Apostel und die 144.000 Mitkönige und Richter! Sämtliche Familien der Erde sollten davon profitieren.

 

Dies sind Nachrichten, welche jedem heutigen irdischen Richter und jedem hohen Beamten einen kalter Schauer einjagen können (Ps 2:2-12).

6.8.4              Jerusalem soll Regierungssitz der kommenden Weltregierung werden

 

Wenn Jehova sich Jerusalem als Sitz für sich vor langer Zeit erwählt hat, die Stadt, in der Melchisedek als ein ihm genehmer König-Priester residierte und der von Abraham einen Zehnten erhielt, so ist dies nicht bloss symbolisch, es hat einen realen Hintergrund. „Salem“, was Frieden bedeutet, war der alte Name für die spätere Stadt Jerusalem, die unter Davids Herrschaft kam (Heb 7:2).

 

Jerusalem bedeutet „Besitztum zweifachen Friedens“.

 

*** Rbi8  1. Mose 14:17-20 ***

17 Dann kam der König von Sodom heraus, ihm entgegen, nachdem er zurückgekehrt war von der Besiegung Kedorlaomers und der Könige, die mit ihm waren, in die Tiefebene Schawe, das ist die Tiefebene des Königs. 18 Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus, und er war Priester Gottes, des Höchsten. 19 Dann segnete er ihn und sprach:

„Gesegnet sei Abram von Gott, dem Höchsten,

dem, der Himmel und Erde hervorgebracht hat;

20 Und gesegnet sei Gott, der Höchste,
der deine Bedrücker in deine Hand geliefert hat!“
Darauf gab ihm Abram den Zehnten von allem.

 

Auch wenn Jehova bereits zwei Mal die Zerstörung der Stadt Jerusalem und seines Tempels zuliess, bedeutet dies nicht, dass er sie ein drittes Mal physisch zerstören lassen wird. In der Bibel deutet nichts direkt auf deren physische Zerstörung, sondern lediglich auf eine Bedrohung, an ein Niedertreten bis zur Erde hin. Jerusalem steht wie wir es schon öfters gesehen haben als Begriff für verschiedene Dinge.

 

Jehova erwählte sich die Stadt Jerusalem, um seinen Namen dort dauernd  verweilen zu lassen. Er wird sich durch Jesus diese Stadt wiederum aus der Hand seiner Feinde zurückerobern.

 

*** Rbi8  Psalm 76:1-2 ***
76 Gott ist bekannt in Juda;
In Israel ist sein Name groß
.

 2 Und es erweist sich, daß in Salem seine Hütte ist
Und seine Wohnstätte in Zion.

 

Jerusalem soll auch in ferner Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen. Auch Satan weiss dies und wird durch das Aufstellen des „abscheulichen Ding, das Verwüstung verursacht“ diesem physischen Punkt von Gottes Königreich langfristigen Schaden zuzufügen suchen. Was wäre z.B. geeigneter als eine angedrohte Atombombenexplosion, welche die Stadt für viele Generationen unbewohnbar machen würde?

 

Jesaja gibt ein klares Bild, was mit Jerusalem geschehen wird im Zusammenhang, wenn sein König Jesus dort mit Macht ausgestattet einziehen wird.

 

*** Rbi8  Jesaja 22:21-23 ***

21 Und ich will ihn mit deinem langen Gewand bekleiden, und deine Schärpe werde ich ihm fest umbinden, und deine Herrschaft werde ich in seine Hand geben; und er soll dem Bewohner Jerusalems und dem Hause Juda ein Vater werden. 22 Und ich will den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, und er soll öffnen, ohne daß jemand schließt, und er soll schließen, ohne daß jemand öffnet. 23 Und ich will ihn als Pflock an einem dauernden Ort einschlagen, und er soll dem Hause seines Vaters zu einem Thron der Herrlichkeit werden.

 

Auch David spricht in einem Psalm klare Worte für eine künftige Generation, nämlich diejenige, in welcher wir leben. Er spricht zu jenen, welche das Volk bilden werden, welches Jehova schafft. Noch sind diese Menschen, welche ihre Hoffnung auf Jehova setzen und seinem König Jesus treu dienen möchten, kein wirkliches Volk. Sie sind über die ganze Erde zerstreut, ohne wirkliche Hirten, weil diese sie oft irregeleitet, verstossen oder verlassen haben. Sie bilden den Weizen der inmitten von Scheinweizen, welche beide zusammen bis zur Sichtung durch die Engel wächst (Mat 13:37-43; Off 7:9).

 

*** Rbi8  Psalm 102:12-18 ***
12 Was dich betrifft, o Jehova, auf unabsehbare Zeit wirst du wohnen,
Und dein Gedenk[name] wird für Generation um Generation sein.

13 Du selbst wirst aufstehen, du wirst dich Zions erbarmen,
Denn es ist die rechte Zeit, ihr Gunst zu erweisen,
Denn die bestimmte Zeit ist gekommen.

14 Denn deine Knechte haben an ihren Steinen Gefallen gefunden,
Und ihrem Staub wenden sie ihre Gunst zu.

15 Und die Nationen werden den Namen Jehovas fürchten
Und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.

16 Denn Jehova wird Zion bestimmt aufbauen;
Er muß in seiner Herrlichkeit erscheinen.

17 Er wird sich sicherlich dem Gebet der [von allem] Entblößten zuwenden
Und ihr Gebet nicht verachten.

18 Dies wird geschrieben für die künftige Generation;
Und das Volk, das geschaffen werden soll, wird Jah preisen.

 

Der König des Südens und der König des Nordens werden sich auf dem Boden Israels ihr Stelldichein geben. Die Situation heute zeigt in diese Richtung. Die physische Stadt Jerusalem im Nahen Osten wird offensichtlich auch im kommenden Endkampf von Harmagedon ihren Platz einnehmen und als deutlich sichtbares Zeichen für alle aufmerksamen Menschen dienen. All jene gottergebenen Menschen, welche unter dem harten Joch der Religionen und den Nationen gefangen gehalten werden, sollen in absehbarer Zeit Erlösung finden.

 

*** Rbi8  Psalm 102:19-22 ***
19 Denn er hat herabgeschaut von seiner heiligen Höhe,
Von den Himmeln selbst hat er, Jehova, ja auf die Erde geschaut,
20 Um das Seufzen des Gefangenen zu hören,
Um die zum Tode Bestimmten loszulösen,
21 Damit der Name Jehovas in Zion verkündet werde
Und sein Lobpreis in Jerusalem
,
22 Wenn die Völker alle zusammengebracht werden
Und die Königreiche, um Jehova zu dienen.

 

Auch in ferner Zukunft wird in Jerusalem weiterhin Jehovas Name verkündet werden und ihm Lobpreis dargebracht.

 

*** Rbi8  Matthäus 11:27-30 ***

27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn völlig als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater völlig als nur der Sohn und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will. 28 Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. 29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. 30 Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“

 

Jesus fordert alle Bedrückten auf unter sein leichtes Joch zu kommen. Dies ist ein freiwilliger Entscheid jedes Einzelnen sich aus vom Diktat der Religionen zu lösen.

 

 

6.9                 Grafiken die helfen dieses Kapitel besser zu verstehen

 

 



[1] „Gesamtbild der Bibel“ vom selben Autor; Kapitel ....

[2] Kulturgeschichte der Menschheit, Band 5: Weltreiche des Glaubens

[3] “Der Koran”, Übersetzung von Rudi Paret, Verlag Kohlhammer

[4] “Radio Address of the President to the Nation”, White House, www.whitehouse.gov/news/releases/20010929.html

[5] Herausgeber: WACHTOWER Society, New York, Seite 35

[6] „Der Koran“ Übersetzung von Rudi Paret, Verlag Kohlhammer, 5.Auflage

[7] “Radio Address of the President to the Nation”, White House

[8] „Die Suche der Menschheit nach Gott“, Herausgeber: Watchtower New York

[9] „Die Suche der Menschheit nach Gott“, Seite 284, Abs.6;  Watchtower New York,

[10] „Erwachet“ v.8.2.76, Seite 30; Herausgeber Watchtower, New York

[11] Am 11.3.2004 wurden in Madrid mehrere Vorortszüge in die Luft gesprengt. Es wird als das bisher grösste Attentat Europas bezeichnet (nachträgliche Anmerkung).

[12] Saddam Hussein wurde inzwischen am .... gefasst (nachträgliche Anmerkung).



Zu 6.1.3: Grafik: 9.1  Anfang und Ende Satans System der Dinge

Zu 6.1.3: Grafik: 9.5  Die Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen

Zu 6.1.5: Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus

Zu 6:2.2: Zeitband Babylonisches Exil

Zu 6.2.7: Zeitband Biblische Geschichte II

Zu 6.2.8: Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze

Zu 6.2.9: Grafik: 1.1  Die Säule der Weisheit

Zu 6.2.10: Grafik:  6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen

Zu 6.3.3: Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“

Zu 6.3.8: Grafik:  6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen

Zu 6.4.2: Zeitband Babylonisches Exil

Zu 6.4.2: Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“

Zu 6.4.4: Grafik: 9.3  Jehovas Rettungsvorkehrungen: Gottes Königreich; „Neue Himmel“ und eine „neue Erde“

Zu 6.4.7: Zeitband Göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millennium

 

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