Gesamtbild der Bibel

X3.27.5  Gesamtbild 5   V:17.9.11

 

5   Schrittweise Realisation des Vorsatzes

 

Inhaltsübersicht Kapitel 5

 

5   Schrittweise Realisation des Vorsatzes  2

5.1         Die Planungsphase und Gottes Gesetzgebung   3

5.1.1         Das Universum und die Erde zu einem Zweck bestimmt 3

5.1.2         Prinzipien und Gesetze existierten bereits zuvor 4

5.1.3         Göttliche Moralgebote können in zwei Prinzipien zusammengefasst werden   4

5.1.4         Das Volk, das Gottes Gesetze erfüllt 5

5.1.5         Selbstbestimmung im Gegensatz zu Bestimmung durch Gott 5

5.1.6         Unsere Werke zeigen, ob wir mit Gott in Gemeinschaft sind  6

5.1.7         Natur- und Moralgesetze  7

5.1.8         Moralgesetze in unsere Gene eingraviert 8

5.1.9         Gottes Gerechtigkeit bei der Urteilsfindung  9

5.2         Gottes Plan zum Abbruch von Gesetzesübertretung   10

5.2.1         Die Verbindung von Endgericht mit dem Anfang der Schöpfung  10

5.2.2         Der, welcher das Ende vorhersehen kann   11

5.2.3         Ein menschlicher oberster Richter von höchster Geburt 13

5.2.4         Wiederkehr des Menschensohnes zum Gericht 14

5.3         Etappenweise Realisierung des geistigen und physischen Bereiches  16

5.3.1         Der geistige Bereich wurde zuerst aufgebaut und organisiert 16

5.3.2         Die Schöpfung begann mit der Erschaffung Jesu   16

5.3.3         Jehovas erste Erschaffung als Gottes Werkmeister tätig  18

5.3.4         Das Universum entsteht 19

5.3.5         Eine einzige  Ur-Ursache der Gesetze und der Wirkung  19

5.3.6         Schöpfungsbericht und Wissenschaft: Ein Konflikt?  21

5.3.7         Das Gesamtbild über das Universum erhält markante Revisionen! 22

5.3.8         Das Ende der Urknalltheorie?  22

5.3.9         Distanzen im Kosmos und Prioritäten des Schöpfers  23

5.3.10       Hohe Massenkonzentration im Kosmos und ein Sonderstatus von Sternen   24

5.4         Verantwortliches Handeln wird von der Art unseres Glaubens geprägt! 25

5.4.1         Über das hinaus denken, was gesehen und gemessen werden kann! 25

5.4.2         Stolz und Überheblichkeit, als Hemmfaktor genauer Erkenntnis?  26

5.4.3         Gott ist durch die gemachten Dinge erkennbar! 27

5.4.4         Leben im Universum ausserhalb der Erde: Realität oder Phantasie?  28

5.4.5         Wahrheit über Gott und Jesus ausschlaggebend für Verständnis! 28

5.4.6         Zwei Systeme die sich widerstehen   29

5.4.7         Untergangsszenarien wirken Wirtschaftsfördernd! 30

5.4.8         Ein globaler Systemwechsel steht unmittelbar bevor! 31

5.4.9         Die gute Botschaft von der Aufrichtung von Gottes Königreich   31

5.5         Die Erschaffung der Erde: Bewusste Realisierung eines intelligenten Plans  32

5.5.1         Das Universum mit einem berechenbaren Anfang! 32

5.5.2         Millionen von Jahre Vorbereitung der Erde für das Erscheinen des ersten  Menschenpaares  34

5.5.3         Gottes Geister werden aktiv in Bezug auf die Erde  34

5.5.4         Erdrotation ergibt Tag und Nacht 35

5.5.5         Leben von ausserhalb des Planeten herkommend?  36

5.5.6         Leben und Lebensvielfalt von höherer Intelligenz abhängend  37

5.5.7         Eine Verkettung von Abhängigkeiten die Intelligenz voraussetzt 38

5.5.8         Zufallsentstehung von Leben?  38

5.6         Gottes heiliger Geist und die Schöpfung   39

5.6.1         Was ist Gottes Geist „ruach“ wirklich?  39

5.6.2         Geist und Gottes heiliger Geist aus biblischer Sicht 40

5.6.3         Gefahr durch moderne Phantasieprodukte, den Geist diser Welt 42

5.6.4         Biblische Science-fiction  oder  effektive Realität?  43

5.6.5         Der Mensch ist nicht in der Lage selbst Leben zu erzeugen! 43

5.7         Gottes Plan führt konsequent zum Menschen hin   44

5.7.1         Der Mensch mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut! 44

5.7.2         Die Erde wurde für den Menschen schrittweise zubereitet 45

5.7.3         Kontinente tauchen aus der Urflut auf mit einer 46

5.7.4         Erschaffung von niedereren Lebensformen, als Grundlage höherer Spezies  47

5.7.5         Kataklysmus der Tage Noas, als Vorbild früherer Ereignisse?  49

5.7.6         Grosse Meerestiere erscheinen am fünften Schöpfungstag  49

5.7.7         Bewusste, intelligente Mutation hin zu neuen Lebensformen?  50

5.7.8         Engel sind mit genetischen Eingriffen vertraut! 50

5.7.9         Auskunft über die Erschaffung direkt vom Werkmeister 51

5.7.10       Eden: Ein besonderer Garten für die ersten Menschen   52

5.8         Gottähnlich gemachte Krone der Schöpfung   53

5.8.1         Der Mensch, Ebenbild Gottes  53

5.8.2         Vom Plan hin zur Ausführung: „Lasst uns Menschen machen!“ 53

5.8.3         Der Wortführer und Werkmeister Gottes wird identifiziert! 54

5.8.4         Ein Ebenbild Gottes und der Engel 55

5.8.5         Verwandtschaft nach oben und Verwandtschaft nach unten! 56

5.8.6         Die geistige Verwandtschaft des Menschen zu den Engeln   57

5.9         Grafiken die helfen dieses Kapitel besser zu verstehen   58

 

 

5     Schrittweise Realisation des Vorsatzes

 

5.1    Die Planungsphase und Gottes Gesetzgebung

5.1.1          Das Universum und die Erde zu einem Zweck bestimmt

Kommen wir nochmals zurück zu unserer Veranschaulichung einer grossen Konstruktion. Bevor ein Architekt seine Arbeit beginnt ist er sich im klaren, was er tun wird und wozu er es tut. Jehova, als grosser Architekt, erschuf das Universum zu einem bestimmten Zweck; die Bibel gibt uns darüber klare Auskunft:

 

*** Rbi8  Jesaja 45:18 ***

Denn dies ist, was Jehova gesprochen hat, der Schöpfer der Himmel, ER, der [wahre] Gott, der Bildner der Erde und der sie gemacht hat, ER, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde: „Ich bin Jehova, und sonst gibt es keinen.

 

(Zu 5.1.1: vergleiche Grafik:  Organisation Himmel und Erde; Schema 1-3)

 

Die Erde bildet Teil des Universums, der Grund zur Erschaffung war von Anfang an, dass jener einstmals erwählte spezifische Teil, die Erde“, bewohnt werde und bewohnt bleibe.

 

Diese Aussage widerspricht klar der Theorie der Evolution, dessen Ideologie ist, dass die Erde und das Leben darauf ein Produkt des Zufalls sei. Der Schöpfungsbericht im 1. Buch Mose gibt dagegen eine klare und einfache Antwort über ein langwieriges und komplexes Aufbauverfahren, das über Millionen von Jahre offenbar durch Geistgeschöpfe realisiert wurde.

 

Das hebräische Wort, das im ersten Kapitel der Bibel mit „Tag“ übersetzt wird, hat in Wirklichkeit die Bedeutung von Schöpfungsperioden, mit einem Anfang und einem Ende, unabhängig der Zahl der „Tage” respektiven Jahre oder gar Jahrmillionen.

 

Über diese Tätigkeit des Schöpfers und seiner Geistgeschöpfe während der Schöpfungsperioden erfahren wir mehr aus einer Konversation Jehovas mit Hiob, der vom Unglück verfolgt wurde und welcher infolge seiner Verluste unter grosser Depression litt. Aus einem Windsturm fragt die Stimme Jehovas: (Hi 38:1)

 

*** Rbi8  Hiob 38:4-7 ***
Wo befandest du dich, als ich die Erde gründete?
Teil [es mir] mit, wenn du Verständnisvermögen hast.

 5 Wer hat ihre Maße festgesetzt, falls du [es] weißt,
Oder wer hat über sie die Meßschnur ausgespannt?

 6 Worin sind ihre Einstecksockel eingesenkt worden,
Oder wer hat ihren Eckstein gelegt,
 7 Als die Morgensterne miteinander jubelten
Und alle Söhne Gottes beifällig zu jauchzen begannen
?

 

Die Engel werden hier als „Morgensterne“ bezeichnet. Sie waren ganz offensichtlich erfreut über ihre eigene, erfolgreiche Tätigkeit unter der Leitung Jehovas und seines Sohnes.

 

Bevor Jehova jedoch seine Tätigkeit zur Realisierung des Bauvorhabens begann, war er bereits als Gesetzgeber tätig.

5.1.2          Prinzipien und Gesetze existierten bereits zuvor

 

Bevor Gott die Engel im geistigen Bereich und später Menschen im physischen Bereich erschuf existierten bereits Prinzipien und Gesetze. Derselbe Schöpfer erschuf diese nach seiner Weisheit, nach welchen sich später alles zu richten hatte, im geistigen wie physischen Bereich.

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Gesetz und einem Prinzip? Das deutsche Wörterbuch WAHRIG sagt dazu:

 

Prinzip: Grundsatz, Regel, Richtschnur

 

Das wichtigste Prinzip, der wichtigste Grundsatz oder Gottes Richtschnur ist die Liebe. Wer sein Leben nach den göttlichen Prinzipien ausrichtet, die stets auferbauend sind, braucht keine Moralgesetze, da die Prinzipien höher stehen, als die Einschränkungen durch Gesetze.

 

Das Gesetz dagegen wird im WAHRIG wie folgt beschrieben:

 

Gesetz: 1 Ordnungsregel, auf Grund deren etwas ist oder geschieht (Natur~) od. Die vorschreibt, dass oder wie etwas sein oder geschehen soll (Staats~), Verordnung; Rechtsvorschrift; Verfassung, Satzung (Grund~); Regel, Richtschnur, Grundsatz ...

 

Wir sehen aus den letzten Umschreibungen unter Gesetz, dass auch dieses Wort u.a. „Regel“ und „Grundsatz“ bedeutet. Somit ist die Trennlinie zwischen Prinzip und Gesetz fliessend.

5.1.3          Göttliche Moralgebote können in zwei Prinzipien zusammengefasst werden

 

Das erste und das zweite der göttlichen Moralgesetze nach ihrer Wichtigkeit hat Jesus in ein einziges Gesetz zusammengefasst, es lautet:

 

*** Rbi8  Matthäus 22:37-40 ***

Er sprach zu ihm: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“

 

Jesu Zusammenfassung aller Gesetze auf zwei Prinzipien zeigt deutlich, in welche Richtung Jesus unsere Aufmerksamkeit lenken will: Wir sollen aktiv das suchen und das tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist. Wer sich an das höchste der Prinzipien hält, die Liebe, der ist sich selbst ein Gesetz! Diese Prinzipien sind uns offensichtlich bereits in die Gene gelegt worden. Paulus erklärt dies wie folgt:

 

*** Rbi8  Römer 2:14-16 ***

Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

Paulus zeigt, dass Menschen der Nationen, welche möglicherweise nie von den mosaischen Gesetzen, den zehn Geboten hörten, diese doch aus sich heraus erfüllen, sich selbst Gesetz sind, indem sie sich Limiten auferlegen. Das Gewissen ist es, das dabei mitzeugt, ob eine Handlung in Gottes Augen korrekt ist oder nicht! Solche Menschen sind der Beweis, dass Gottes Gesetze bereits dem ersten Menschenpaar mit in die Wiege gelegt worden sind! Dieses Gewissen unterscheidet den Menschen vom Tier, das keine moralischen Grundsätze kennt. Der Mensch aber wird für jede seiner Handlungen am Tag des Gerichts gegenüber Gott und Jesus Rechenschaft abzulegen haben!

5.1.4          Das Volk, das Gottes Gesetze erfüllt

 

Aus diesem Blickwinkel wird eine Prophezeiung besser verständlich, welche der Prophet Jeremia für das kommende System vorhersagte, wenn er von dem Volk spricht, das Jehova sich auserwählt:

 

*** Rbi8  Jeremia 31:33 ***

„Denn das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde“ ist der Ausspruch Jehovas. „Ich will mein Gesetz in ihr Inneres legen, und in ihr Herz werde ich es schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.“

 

Gott wählt sich aus den Toten und den Lebenden sein Volk, das geistige Israel zusammen. Dies geschieht am Gerichtstag durch den, den er dazu erwählt hat, Jesus Christus.

 

(Zu 5.1.4:  vergleiche Grafik: 3.2  Menschenernte der Erde ergibt „neue Himmel und neue Erde“)

 

Das Gesetz tendiert in die Richtung „du sollst nicht“ während Prinzipien stets dazu auffordern „du sollst“. Prinzipien bilden die Grundlage des Lebens, während die Gesetze Limiten festlegen, vor Übertretung und Strafe warnen. Gott hat für sich von Anfang an das Recht ausbedungen zu bestimmen, was für den Menschen gut und was böse ist (1.Mo 2:17; 3:5).

5.1.5          Selbstbestimmung im Gegensatz zu Bestimmung durch Gott

 

Gottes Gesetze blieben unantastbar, bis diese Gesetze in Eden durch die Schlange in Frage gestellt wurden. Der Begriff „Gott“ bedeutet Mächtiger, in dem Sinne, dass dieser Macht andere unterordnet sind und jene den Willen des Mächtigen tun. Satan wird der Gott dieses Systems genannt. Solche, die ihm als ihrem Gott gehorchen und ihrerseits über andere Macht ausüben nennt Jehova selbst Götter! Jesus erklärte gegenüber Pharisäer die ihn angriffen:

 

*** Rbi8  Johannes 10:34-38 ***

34 Jesus antwortete ihnen: „Steht nicht in eurem GESETZ geschrieben: ‚Ich habe gesagt: „Ihr seid Götter.“ ‘? 35 Wenn er diejenigen ‚Götter‘ nannte, gegen die das Wort Gottes erging, und die Schrift kann doch nicht ungültig gemacht werden, 36 sagt ihr da zu mir, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: ‚Du lästerst‘, weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? 37 Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht. 38 Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, auch wenn ihr mir nicht glaubt, damit ihr zu der Erkenntnis kommt und weiterhin erkennt, daß der Vater in Gemeinschaft mit mir ist und ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin.“

 

Selbst sterbliche Menschen werden in der Bibel „Götter“ genannt! Jesus erklärte Pharisäern warum das Gesetz gekommen ist. Jene Pharisäer klagten ihn der Gotteslästerung an, weil er erklärt hatte, er wäre ein Sohn Gottes. Das Gesetz war laut Jesu Erklärung somit gegen jene erlassen worden, die sich selbst erhöht hatten und sich zu Göttern gemacht hatten! Im Psalm 82, aus welchem Jesus zitiert, steht:

 

*** Rbi8  Psalm 82:1-8 ***
82 Gott bezieht Stellung in der Gemeinde des Göttlichen;
Inmitten der Götter richtet er:

 2Wie lange werdet ihr fortfahren, mit Ungerechtigkeit zu richten
Und gegenüber den Bösen Parteilichkeit zu bekunden? Sela.

 3 Seid Richter für den Geringen und den vaterlosen Knaben.
Dem Niedergedrückten und dem Minderbemittelten schafft Recht.

 4 Sorgt für das Entrinnen des Geringen und des Armen;
Aus der Hand der Bösen befreit [sie].“

 5 Sie haben nicht erkannt, und sie verstehen nicht,
In Finsternis wandeln sie weiterhin umher;
Alle Grundfesten der Erde werden zum Wanken gebracht.

 6 „Ich selbst habe gesagt: ‚Ihr seid Götter,
Und ihr alle seid Söhne des Höchsten
.

 7 Sicherlich werdet ihr wie Menschen sterben;
Und wie irgendeiner der Fürsten werdet ihr fallen!‘ “

 8 Steh doch auf, o Gott, richte doch die Erde;
Denn du selbst solltest alle Nationen in Besitz nehmen
.

 

Jenen, die Jehova „Götter“ nennt, ihnen wird ihr Ende angekündet am Tag göttlichen Gerichtes! Dieser Psalm weisst auf Jesus hin, der als Richter jene beurteilen muss, die ihn angeklagt haben und durch Beugen des Rechts zum Tod verurteilten! Jesus nimmt mutig diese für die religiösen Führer kontroverse Schriftstelle auf, um sich gegen deren Anschuldigungen zu verteidigen. Er fürchtet sich offensichtlich nicht vor ihnen!

5.1.6          Unsere Werke zeigen, ob wir mit Gott in Gemeinschaft sind

 

Inmitten jener richtet Gott, welche er durch Moses als Richter einsetzen liess, jener jüdischen religiösen Führer, der Gesetzeslehrer! Durch ihre Parteilichkeit hatten sie sich gegen Gott gestellt oder sich gar über ihn erhoben, indem sie als „Götter“ selbst bestimmten, was Recht und Unrecht ist, sich parteilich verhielten und sich damit über Gottes eindeutige Normen erhoben. Jehova hatte das Gesetz zum Schutz jener erlassen, welche von Natur aus das tun, wenn richtig ist, welche die Frucht des Geistes hervorbringen.

 

*** Rbi8  Galater 5:22-23 ***

22 Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, 23 Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.

 

Jesus dagegen tat die Werke des Vaters, er lebte die Liebe zum Vater und er lebte die selbstlose Liebe zum Nächsten. Zudem hielt er jedes der göttlichen Gesetze ein! Die Pharisäer glaubten aber weder den Worten Jesu, noch seinen Werken, weil sie selbst Heuchler waren die sich auf Mose Stuhl gesetzt hatten! Kurz vor seinem Tod erklärte Jesus, warum seine Jünger gegenüber religiösen Heuchlern vorsichtig sein sollten. Er sich bewusst, dass ähnliches auch in der Endzeit überhand nehmen würde und so gelten die Worte genauso für uns!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:2-5 ***

Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden

 

Nur wer die Werke des Vaters wirklich tut, der bleibt in Gemeinschaft mit dem Vater und damit in Gemeinschaft mit dem Sohn. Wer die Gesetze missachten, missachtet den Vater und den Sohn!

 

*** Rbi8  Johannes 14:11-12 ***

11 Glaubt mir, daß ich in Gemeinschaft mit dem Vater bin und der Vater in Gemeinschaft mit mir ist; sonst glaubt um der Werke selbst willen. 12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer Glauben an mich ausübt, der wird auch die Werke tun, die ich tue; und er wird größere Werke als diese tun, denn ich gehe zum Vater hin.

 

Die Werke, die wir verrichten, geben somit Zeugnis über uns ab. Der Vater verbleibt nur mit jenen Menschen in Gemeinschaft, welche die Art der Werke tun, welche Jesus tat, dadurch die uneingeschränkte Liebe zum Vater und zum Nächsten offenbarend!

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:6 ***

Jeder, der in Gemeinschaft mit ihm bleibt, treibt nicht Sünde; jemand, der Sünde treibt, hat ihn weder gesehen noch ihn kennengelernt.

 

Sünde ist alles, was Gottes festgesetztes Ziel für uns verfehlt.

 

(Zu 5.1.6: vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

5.1.7          Natur- und Moralgesetze

 

Zwei grosse Gruppen von Gesetzen können wir deutlich unterscheiden: Die Naturgesetze, welche die Kräfte zwischen den Elementen bestimmen und die Moralgesetze, welche das Verhältnis der Geschöpfe zu ihrem Schöpfer, untereinander zwischen den Menschen und zu den Tieren und unbelebten Dingen regeln.

 

Die Naturgesetze gelten im ganzen Universum. Sie bleiben sich stets dieselben! Genauso sind die Moralgesetze universell und gelten ewig. Jesu bestätigt dies, indem er darauf hinwies, dass sich der kleinste Teil dessen, was im „Gesetz“, dem Pentateuch, geschrieben steht, erfüllen müsse.

 

*** Rbi8  Matthäus 5:18 ***

... denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe

 

Noch bevor Jehova mit der Schöpfung begonnen hatte legte er die Regeln fest nach denen alles Geistige aufgebaut ist. Die treibende Kraft hinter allem ist seine Liebe zu seiner Schöpfung und vor allem zu seinen intelligenten Geschöpfen, den Engeln und den Menschen.

 

Jesus spricht in Matthäus 5:18 nicht von den physischen Himmeln und der physischen Erde die eher vergehen würden als das Gesetz, sondern von dem, was „Himmel“ und „Erde“ symbolisch darstellen: Die Mächtigen in den geistigen Örtern und an den Schaltstellen menschlicher Macht und die diesen unterordnete Menschheit (Eph 1:3, 4, 20, 21; 2:6, 7; 6:11; Off 19:19-20:3, 6; 21:1-5).

 

Bevor Jehova seine Geistwesen, die Engel erschuf waren diese beiden Gruppen von Gesetzen geschaffen worden. Die ganze Aufbau der Geistwesen, des Universums, der Erde und der Menschen basieren auf diesen Gesetzen.

 

Wo die Prinzipien und  Gesetze  durch Gottes intelligente Geschöpfe vollkommen zur Anwendung kommen, da herrscht vollkommene Harmonie.

 

(Zu 5.1.7: vergleiche Grafik: Organisation Himmel und Erde; Schema 1)

5.1.8          Moralgesetze in unsere Gene eingraviert

 

Wodurch konnten die Menschen der Vorzeit, damals, bevor diese moralischen Grundgesetze durch Moses definiert wurden, diese kennen und verstehen lernen?

 

Einerseits durch Beobachtung. Die Moralgesetze sind in unser Herz geschrieben, genauer gesagt sind sie in die Gene eingraviert und werden von den Eltern auf die Kinder vererbt, wie die Tiere den Instinkt vererben. Das Gewissen wirk als Kontrollinstrument und reagiert, wenn wir diese Gesetze übertreten.

 

(Zu 5.1.8:  vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

*** Rbi8  Römer 2:12-16 ***

Alle die gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz zugrunde gehen; alle die aber, die unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden. 13 Denn nicht die Hörer des Gesetzes sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes werden gerechtgesprochen werden. 14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz sind, sich selbst ein Gesetz. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16

 

Sünde ist somit zusammengefasst das Verfehlen des gesetzten Zieles, durch Unterlassung der Anwendung eines Prinzips oder durch Übertretung eines Gesetzes oder göttlichen Anweisung. Sünde aber führt zur Unvollkommenheit und hin zum Tod. Sünde war somit aufgrund des Gewissens auch da gegeben, wo noch kein Gesetz existierte.

 

Das Gesetz dagegen hat helfenden, korrigierenden, wegweisenden Charakter. Wer das Gesetz übertritt erhält Korrektur und Strafe, welche das Gesetz vorsieht.

 

(Zu 5.1.8:  vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

Der Schöpfer gab eine weitere zuverlässige Quelle zu unserer Instruktion. Ein Gesetzeswerk als optimales Verhaltensmuster. Engel übermittelten das Gesetz an Moses (Apg 7:53). Bezeichnend ist, dass es nur ein einziges universelles moralisches Grundgesetz gibt, das für alle gleich bleibt und ewige Gültigkeit hat. Es ist die Staatsverfassung von Jehovas himmlischen Königreich. Selbst Jehova, der als Souverän über dem Gesetz steht, hält sich an sein eigenes Gesetz. Dies stärkt das Vertrauen der Geschöpfe in ihren Schöpfer (2Mo 12:49; 3Mo 24:22).

 

(Zu 5.1.8: vergleiche Grafik: 4.3  Prinzipien und Gesetze)

5.1.9          Gottes Gerechtigkeit bei der Urteilsfindung

 

Wo es Gesetze gibt muss es auch eine Überwachung der Einhaltung der Gesetze geben, Zurechtweisung erfolgen, Gericht gehalten, ein Urteil gefällt und vollstreckt werden.

 

(Zu 5.1.9:  vergleiche Grafik 5.3  Gesetz, richterliche Entscheidung, Vergeltung)

 

Es gab mehrere göttliche Gerichte im Verlauf der Zeit, welche aufgezeichnet wurden, zu unserer Unterweisung und aus denen wir vieles lernen können. Das erste in der Bibel beschriebene war jenes über Adam, Eva und die Schlange.

 

Das bisher grösste göttliche Strafgericht war jenes zur Zeit Noas und es betraf die gesamte Menschheit, als eine erste Welt durch Wasser vernichtet wurde. Die Urteilsvollstreckung geschah mittels einer Flutkatastrophe von ungeahntem Ausmass.

 

Gut bekannt ist auch das Gericht an Sodom und Gomorra, zur Zeit Abrahams. Dort wurde eine Gruppe von Städten gerichtet. Gott richtete zudem bei vielen Gelegenheiten sein eigenes Volk Israel.

 

Das bevorstehende Endgericht an allen Lebenden und Toten ist aber das Wichtigste und bei weitem das Grösste. Dieses kommende Gericht muss im Gesamtbild seinen korrekten Platz finden. Wir sind gefordert, den Sinn dieses Gerichtes korrekt zu verstehen. Nur ein klares Verständnis wird uns die Furcht vor diesem Gericht nehmen können und uns hin zur Korrektur unseres eigenen Verhaltens führen.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:30-31 ***

Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“

 

(Zu 5.1.9: vergleiche: Zeitband göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millenium)

 

Um 1900 vor unserer Zeitrechnung haderte Abraham mit Gott, weil er die Vernichtung Sodoms und Gomorras abwenden wollte in der Meinung, Gott selbst könnte dadurch ein Unrecht begehen und gerechte Menschen zusammen mit ungerechten umkommen lassen. Er musste schlussendlich zugeben, dass er von seinem Standpunkt aus die Sache falsch eingeschätzt hatte. Gott allein kennt die Menschenherzen und weiss, ob sie gut oder schlecht sind (1Mo 18:23, 27, 28).

 

Diese Erfahrung Abrahams kann uns selbst zu einer objektiven Beurteilung verhelfen, betreffend des kommenden Gerichtes und dessen Rechtmässigkeit, in der Beurteilung wer Leben darf und wer das Recht auf Leben  verlieren wird (Rö 1:16, 17; Mat 25:31-46).

 

(Zu 5.1.9: vergleiche Grafik:  6.1  Jehovas herausragende Eigenschaften bestimmen sein Gericht)

 

5.2    Gottes Plan zum Abbruch von Gesetzesübertretung

5.2.1          Die Verbindung von Endgericht mit dem Anfang der Schöpfung

 

Da zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt, bereits beim ersten Menschenpaar Adam und Eva Abtrünnigkeit von Gott durch die Sünde und die Gesetzesübertretung auf der Erde begannen, hatte Jehova unmittelbar darauf auch bereits die kommende Behebung dieser unglücklichen Situation vorhergesehen und geplant.

 

Wie wir bereits erkennen können, kennt Jehova von Anfang an den Ausgang jeder Sache! Wir wissen nun, dass er alle seine Vorhaben plant und diese sich in einzelnen Etappen Wirklichkeit werden lässt. Sein eigenes Volk Israel

 

*** Rbi8  Jesaja 46:8-11 ***

8 Gedenkt dessen, damit ihr Mut fassen mögt. Nehmt es zu Herzen, ihr Übertreter. 9 Gedenkt der ersten Dinge von langer Zeit her, daß ich der Göttliche bin, und da ist kein anderer Gott noch irgendeiner wie ich; 10 der von Anfang an den Ausgang kundtut und von alters her die Dinge, die nicht getan worden sind; der spricht: ‚Mein eigener Beschluß wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich tun‘; 11 der vom Sonnenaufgang her einen Raubvogel ruft, aus fernem Land den Mann, der meinen Beschluß vollziehen soll. Ich habe [es] ja geredet; ich werde es auch herbeiführen. Ich habe [es] gebildet, ich werde es auch tun.

 

Wie Jehova durch Jesaja bestätigt, kennt somit Er allein den Ausgang jeder Sache, noch bevor sie beginnt! Gleichzeitig beschliesst er, wie die Angelegenheit zu seinem von ihm bestimmten Zeitpunkt gelöst werden wird. Er räumt Zeit ein, damit sich die Dinge in die eine oder andere Richtung entwickeln und zur vollen Blüte gelangen. Die Lüge von Eden, zu sein wie Gott, sie treibt heute erstaunliche Blüten! Es kommt wiederum der Tag, wo ein Mann von Sonnenaufgang her Gottes Beschluss vollziehen wird!

5.2.2          Der, welcher das Ende vorhersehen kann

 

Um unser Verständnis der Anfänge richtig einzuordnen, ist ein Sprung auf der Zeitskala immer wieder sinnvoll: Die Verbindung des Anfangs mit dem Ende, dies, obwohl hier das Hauptthema immer noch der Anfang der Schöpfung bleibt. Durch kurze Einblendung des vorhergesagten Endes lernen wir schneller die grossen Zusammenhänge kennen.

 

Jehova in seiner Weisheit kennt die Gedanken der Menschen. Wir dagegen haben aus Unkenntnis der wirklichen Tatsachen mehr Vertrauen in unseresgleichen, in menschliche Führer,  wie in die höhere Instanz eines uns weit übergeordneten geistigen Wesen.

 

Damals, als die Israeliten Jehova als König ablehnten und seiner statt einen menschlichen König verlangten, kam dies klar zur Kenntnis.

 

*** Rbi8  1. Samuel 8:4-5 ***

Im Laufe der Zeit taten sich alle älteren Männer [[Ältesten (Bruns, Einheitsübersetzung)]] Israels zusammen und kamen zu Samuel nach Rama 5 und sprachen zu ihm: Siehe! Du selbst bist alt geworden, aber deine eigenen Söhne sind nicht in deinen Wegen gewandelt. Setze nun einen König für uns ein, der uns richten soll, wie [ihn] alle Nationen [haben].“

 

Jehova hatte durch Moses Vorsteher oder Älteste bestimmt, welche das Volk richten mussten. Nur die grösseren Fälle sollten selbst zu Moses getragen werden. Damit existierte eine höhere Instanz, welche vom Volk oder den Ältesten angerufen werden konnte, um  dem Recht Nachdruck zu verleihen. Die Stelle von Moses als obersten Richter nahm in jenen Tagen der Prophet Samuel wahr, aus Altersgründen vertraten ihn aber seine beiden Söhne Joel und Abija. Diese aber zeigten sich als korrupt und verdrehten das Recht, um  des ungerechten Gewinnes wegen! (2.Mo 18:13-23)

 

Die Ältesten rebellierten nun dagegen und verlangten statt der Söhne Samuels einen König. Wie Jehova daraufhin feststellte, wollte das Volk aber nicht bloss die Söhne Samuels ersetzen, sondern in Wirklichkeit Gottes Gesetz und damit Gott selbst. 

 

*** Rbi8  1. Samuel 8:7-9 ***

 Dann sprach Jehova zu Samuel: „Hör auf die Stimme des Volkes in bezug auf alles, was sie zu dir sagen; denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, damit ich nicht König über sie sei. 8 Gemäß all ihren Taten, die sie von dem Tag an getan haben, an dem ich sie aus Ägypten heraufführte, bis zu diesem Tag, indem sie mich ständig verlassen und anderen Göttern gedient haben, so tun sie auch dir. 9 Und nun hör auf ihre Stimme. Nur dies, daß du sie feierlich warnen solltest, und du sollst ihnen mitteilen, was dem König, der über sie regieren wird, rechtmäßig zusteht.“

 

Es waren die Ältesten, welche in Wirklichkeit Gott zurückstiessen, sie mussten sich der Konsequenzen ihres Ansinnens bewusst sein! Auch waren es nicht die einfachen Leute des Volkes, welche die Söhne Samuels bestochen hätten, sondern die Einflussreichen, welche das Gesetz zu ihren Gunsten zu verdrehen suchten. Das grundsätzliche Problem ging somit von den Vorstehern aus! Diese erhofften sich von einem menschlichen König weitere Vorteile für sich!

 

Jehova hatte dies längst vorhergesehen und durch Moses angekündigt. Durch menschliche Könige aber würde eine Situation von hoher Ungerechtigkeit entstehen, die Jehova selbst durch mehrere Gerichte beenden müsste. Immer wieder hatte er durch seine Propheten davor gewarnt!

 

*** Rbi8  Jesaja 9:13-17 ***

13 Und das Volk selbst ist nicht zu dem zurückgekehrt, der es schlug, und Jehova der Heerscharen haben sie nicht gesucht. 14 Und Jehova wird von Israel Kopf und Schwanz abhauen, Schößling und Binse an einem Tag. 15 Der Betagte [[die Ältesten (Bruns), die Vornehmen und Angesehendsten (Einheitsübersetzung)]] und Hochgeachtete ist der Kopf, und der Prophet, der falsche Unterweisung erteilt, ist der Schwanz. 16 Und die dieses Volk leiten, erweisen sich als die, die [es] irreführen; und die von ihnen Geleiteten [als] die, die verwirrt sind. 17 Darum wird Jehova sich nicht einmal über ihre jungen Männer freuen, und ihrer vaterlosen Knaben und ihrer Witwen wird er sich nicht erbarmen; denn sie alle sind Abtrünnige und Übeltäter, und jeder Mund redet Unverstand. Bei alldem hat sich sein Zorn nicht abgewandt, sondern seine Hand ist noch ausgestreckt.

 

Die menschlichen Richter, sowohl die Könige, wie auch die Priester, hatten stets wieder das Gesetz verlassen und sich selbst zu Göttern gemacht! Das Volk aber folgte diesen selbsternannten Göttern.

 

Jehova war durch das Ansinnen der Vorsteher nur in seinem ursprünglichen Vorsatz bestätigt worden. Jede Abweichung von göttlichen Normen hat Folgen! Diese mögen sich oft erst langfristig zeigen! Das ewige Gesetz von Ursache und Wirkung! Der Mensch ist sich meist nur des kurzfristigen Vorteils bewusst!

 

Als Folge davon musste Jehovas vertrauteste Person im Himmel, sein ersterschaffener Engelsohn, der im Himmel den Namen Michael trägt, zu einem vorherbestimmten Zeitpunkt eine ganz spezielle Aufgabe erfüllen, eine Mission auf der Erde in der Gestalt des Menschensohnes. Paulus erklärt den Hebräerchristen diesen Schritt Gottes durch Jesu Worte:

 

*** Rbi8  Hebräer 10:5-10 ***

5 Daher sagt er bei seinem Eintritt in die Welt: „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern und Sünd[opfern] gehabt.‘ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben), um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘8 Nachdem er zuerst sagte: „Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ dargebracht werden —, 9 sagt er darauf wirklich: „Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.“ Er beseitigt das erste, auf daß er das zweite aufrichte. 10 Durch den besagten „Willen“ sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.

 

Was die Vorsteher und das Volk mit ihrer ständigen Übertretung und der dafür notwendigen Schlachtopfer nicht erreichten, dies musste Jesus durch absoluten Gehorsam Gott gegenüber und Gesetzestreue vorleben!

5.2.3          Ein menschlicher oberster Richter von höchster Geburt

 

Jener Engelfürst Michael, der zu Gunsten der Söhne Israels steht, wurde aus Gottergebenheit und Gehorsam ein Mensch. Er legte hierzu sein vormenschliches himmlisches Leben ab (Joh 17:5; Phi 2:5-11).

 

Der von Gott gezeugte und durch Maria geborene Jesus, vollkommen Mensch, der ohne Fehler Gott gegenüber auch unter härtester Prüfung die Loyalität bewahrt, sollte aus diesem Grund und zu einem späteren Zeitpunkt alle Menschen als gerechter Richter richten (Mat 1:20; Gal 4:4, 5).

 

Dieser gerechte König und Richter soll seinerseits die Menschen zur Vollkommenheit führen. Er würde dann der Richter der von Gott auserwählten Vorsteher werden, dem Israel Gottes, wo jeder Priester und König ist, die ihr Amt weder ererbt noch durch menschliche Einsetzung erlangten, sondern durch göttliche Auserwählung. Dazu forderte Petrus Christen auf, sich dieser Berufung als würdig zu erweisen. Durch Jesus anerkannte Gott dieses Volk als das seine (Da 10:21; Mat 21:33-41)

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:9-10 ***

Ihr aber seid „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten“ dessen „weit und breit verkündet“, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat. 10 Denn einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; ihr wart die, denen keine Barmherzigkeit erwiesen worden war, seid jetzt aber die, denen Barmherzigkeit erwiesen worden ist.

 

Jesus musste somit in allen Dingen seinen irdischen Brüdern, Geschöpfen des gleichen Vaters, gleichgemacht werden. Paulus erklärt dies im Brief an die Hebräerchristen:

 

*** Rbi8  Hebräer 2:17-18 ***

17 Folglich mußte er in allen Beziehungen seinen „Brüdern“ gleich werden, damit er in den Dingen, die Gott betreffen, ein barmherziger und treuer Hoherpriester werde, um für die Sünden des Volkes ein Sühnopfer darzubringen. 18 Denn worin er selbst gelitten hat, als er auf die Probe gestellt wurde, kann er denen zu Hilfe kommen, die auf die Probe gestellt werden.

 

Dazu musste der Geistsohn erst einmal als Mensch geboren werden, seine Kindheit und Jugend unter seinesgleichen verbringen und als Erwachsener  selbst Entscheide fällen. Erst bei seiner Taufe wurde ihm seine vermenschliche Existenz wirklich bewusst (Mat 3:16) und er erhielt Fähigkeiten zurück, welche er als himmlisches Geistwesen bereits besass und Macht die er bereits innehatte (Lu 4:18-21).

 

Da Jesus während der ganzen Zeit den Willen des Vaters vollbrachte und auch in Todesgefahr nicht davon abliess das zu tun, was der Vater ihm aufgetragen hatte, wurde er belohnt. Ihm wurde erst unmittelbar nach seinem Tod die höchste Stellung nach Jehova übergeben. Gleichzeitig wurde Jesus das gesamte künftige Gericht übertragen, Jehova selbst richtet niemanden (Joh 15:21, 22; Apg 5:31).

 

*** Rbi8  Johannes 5:22-23 ***

Denn der Vater richtet überhaupt niemand, sondern er hat das gesamte Gericht dem Sohn übergeben, 23 damit alle den Sohn ehren, so wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.

 

Wer dieses Gericht in die Vergangenheit verlegt oder es in den Himmel verlagert, der hat die wahren Zusammenhänge nicht verstanden, weil er die Reihenfolge und den Bereich der Erfüllung der Dinge ausser Acht gelassen hat. Die korrekte Einreihung aller Geschehnisse auf der Zeitachse und im örtlichen Bereich, Himmel oder Erde, die richtige Zuteilung der Personen und ihrer Machtbefugnisse ergibt erst das korrekte Verständnis. Wir müssen aus Teilverständnis ein Gesamtverständnis aufbauen!

5.2.4          Wiederkehr des Menschensohnes zum Gericht

 

Machen wir zur Abrundung des bisher erreichten Verständnisses einen weiteren Exkurs in der Zeit, um vorab etwas mehr über das Endresultat zu erlernen. Es geht hierin um die künftige Wiederkehr Jesu, der ja nur vorübergehend und zu einem ganz bestimmten Zwecke nach seinem Tode und seiner Auferweckung zu seinem Vater zurückkehrte. Damit wurde seine Aufgabe betreffend die Erde nicht beendet, sondern als Hohepriester an der Seite Jehovas blieb er für die Seinen Vermittler.

 

Nun aber kommt der Zeitpunkt, wo Jesus direkt wiederum aktiv werden muss. Es geht um die Trennung all jener, die sich zu ihm bekennen, die sich Christen nennen. Jedes einzelnen Werk soll nun beurteilt werden. Diese Aufgabe geschieht immer noch vom Himmel her!

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-34 ***

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

34 Dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: ‚Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet worden seid, erbt das Königreich, das von der Grundlegung der Welt an für euch bereitet ist.

 

Jesu endgültige Wiederkehr wird aber eine sichtbare sein, hier auf der Erde. Wie er es versprochen hat, wird er zu den Seinen zurückkehren. Dazu wurde er bestimmt und auserwählt! Der Richter der ganzen Erde wird schlussendlich dort seine Tätigkeit verrichten, wo seine ihm unterordneten Könige und Richter sind, inmitten von seinen Brüdern, und dort, wo die Angeschuldigten sind, nicht in einem geistigen, nein, im physischen Bereich der Erde! Er wird sich mit seinen Getreuen, die Er sich aufgrund des Vaters Wort erwählt, wie Paulus es ausdrückt in der „Luft“ treffen, einfach deshalb, weil Menschen ohne Luft nicht atmen können.

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:17-18 ***

17 Danach werden wir, die Lebenden, welche überleben, mit ihnen zusammen in Wolken entrückt werden zur Begegnung mit dem Herrn in der Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein. 18 Somit fahrt fort, einander mit diesen Worten zu trösten.

 

Die Christen des ersten Jahrhunderts sollten sich durch diese Worte trösten! Sie wussten, dass der Herr wiederkommen würde. Über dreihundert mal wird dies in der Bibel hervorgehoben! Wer zuvor sterben würde hätte eine Auferstehung, wer dannzumal immer noch am leben wäre und unter den Auserwählten ist, der wird zu ihm hin „entrückt“ oder „weggerückt“ oder einfach zu ihm hin versammelt werden! Wo das mystische fehlt, beginnt alles verständlich zu werden!

 

Jesus bestimmt somit erst ganz am Ende, wer das irdische Königreich ererbt, obwohl alle Religionen dies schon heute für sich in Anspruch nehmen und von sich und ihren Vorstehern die Auswahl behaupten. Wann und wie jenes irdische Königreich Gottes aufgerichtet wurde oder wird, darauf kommen wir später zurück.

 

Aber lernen wir noch mehr im Zusammenhang zum Thema: Sehen wir weiter, wie alles von Anfang an harmonisch aufgebaut wurde. Der Architekt führt den Aufbau seines Bauwerks nach logischen Gesichtspunkten weiter. Schwierigkeit währender der Bauphase weiss er vortrefflich zu meistern (Eph 2:19-21).

 

Wir wollen mehr über die beiden Bereiche, den geistigen und den physischen erlernen, um das mystische daraus durch das zu ersetzen, was uns die Bibel an Erkenntnis offeriert!

 

5.3    Etappenweise Realisierung des geistigen und physischen Bereiches

5.3.1          Der geistige Bereich wurde zuerst aufgebaut und organisiert

 

Da die meisten christlichen Kirchen ein mystisches Gottesbild vermitteln und an ihrem Dreieinigkeitsdogma hängen, wie die Maus am Speck, so sind sie gleichsam in einer gemeinsamen Falle gefangen.

 

Ein klares Bibelverständnis hängt davon ab, ob wir Gottes Wort wirklich vertrauen und ob wir uns bemühen Gottes Gedanken herauszufinden wie er sie uns in seinem Wort beschreibt. Der Mystiker versteckt sich hinter heiligen Geheimnissen, er ist nie in der Lage Gott und sein Vorhaben wirklich zu erkennen (Joh 17:17).

 

Um Gottes Plan zu verstehen müssen wir Jesu Stellung in Gottes Plan erkennen und anerkennen. Was Juden bis heute wegen ihrer Ablehnung des Messias nicht vermögen und Christen durch Mystifizierung Jesu als Gott wiederum verlieren, das werden wahre Christen durch ein klares, ungetrübtes Verständnis erreichen!

 

*** Rbi8  Johannes 8:28-30 ***

28 Daher sprach Jesus: „Wenn ihr einst den Menschensohn erhöht habt, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin und daß ich nichts aus eigenem Antrieb tue; sondern so, wie der Vater mich gelehrt hat, rede ich diese Dinge. 29 Und der mich gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht mir selbst überlassen, weil ich allezeit das tue, was ihm wohlgefällig ist.“ 30 Als er diese Dinge redete, glaubten viele an ihn.

 

Betrachten wir die Behauptung der Dreieinigkeitsanhänger, dass Jesus Teil einer dreieinigen Gottheit darstelle: gleich ewig, gleich mächtig, gleich allwissend wie der Vater und der Heilige Geist. Wer kann eine solche Lehre verstehen? Mystik, als Kreis im Quadrat!

5.3.2          Die Schöpfung begann mit der Erschaffung Jesu

 

Am Anfang erschuf Gott ein einziges Wesen, als ein getreuliches Abbild seiner selbst: Seinen erst- und einziggezeugten Sohn Jesus. Ihm oblag die Erschaffung aller anderen Dinge. Paulus erklärt dies den christlichen Kolossern wie folgt:

 

*** Rbi8  Kolosser 1:15-20 ***

Er [[Jesus]] ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. 17 Auch ist er vor allen [anderen] Dingen, und durch ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden, um zu bestehen

 

Alleine schon aus dieser Erklärung des Paulus wird der Dreieinigkeitslehre des Athanasius der Grund und Boden vollkommen entzogen. Jesus hat einen Anfang! Er ist nicht gleich ewig wie der Vater. Zudem ist er eindeutig Geschöpf und steht damit unter dem Erschaffer!

 

Es ist verständlich, dass dieses himmlische Geschöpf einen Namen erhielt den ihm sein eigener Vater gab. Der Name jenes „erstgeborenen“ Wesens im geistigen Bereich, eines Engels somit, ist Michael. Übersetzt ins Deutsche bedeutet Michael: „Wer ist wie Gott?“.

 

Der Vergleich des Paulus mit einem „Ebenbild Gottes“ ist somit sehr treffend. Jesus ist das getreuliche Abbild Jehovas. Darum konnte er in menschlicher Gestalt zu recht behaupten: „Wer mich gesehen hat, hat Gott gesehen“. Dazu aber musste er nicht selbst der Vater sein, wie das gewisse Trinitarier behaupten. Das Wort „Gott“ bedeutet wie wir wissen „Mächtiger“ und niemand wird Jesu Macht wirklich bestreiten können. Dazu aber brauchen wir ihn nicht mit dem Vater, als gleich zu setzen und ihm Allmächtigkeit zuzuordnen (vergl. Joh 6:46; 14:8-14).

 

*** Rbi8  Johannes 1:18 ***

Kein Mensch hat GOTT jemals gesehen; der einziggezeugte Gott, der am Busen[platz] beim Vater ist, der hat über ihn Aufschluß gegeben.

 

Um über Gott Aufschluss zu erhalten müssen wir Jesus zuhören! Wenn wir ihn als von Gott gesandte Autorität achten, dann  erhöhen wir ihn!

 

Engel werden auch als „Gottähnliche“ bezeichnet, weil sie keinen physischen Leib, sondern einen geistigen Leib besitzen (Ps 8:4, 5;). So wie Materie organisierte und konzentrierte Energie darstellt, so haben Geister einen Leib der in organisierter Energie besteht. Es gibt geistige Leiber und es gibt physische Leiber.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:38-41 ***

38 Gott aber gibt ihm einen Körper, so wie es ihm gefallen hat, und jeder der Samenarten ihren eigenen Körper. 39 Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch, sondern da ist eines der Menschen, und da ist ein anderes Fleisch des Viehs und ein anderes Fleisch der Vögel und ein anderes der Fische. 40 Und es gibt himmlische Körper und irdische Körper; doch die Herrlichkeit der himmlischen Körper ist eine Art, und die der irdischen Körper ist eine andere Art. 41 Die Herrlichkeit der Sonne ist eine Art, und die Herrlichkeit des Mondes ist eine andere, und die Herrlichkeit der Sterne ist eine andere; in der Tat, Stern unterscheidet sich von Stern an Herrlichkeit.

 

Man könnte es mit Wasserdampf und Wasser vergleichen, zwei Dinge aus demselben Material, H2O aber in unterschiedlichem Aggregatzustand. Aus diesem Gesichtswinkel wundert es nicht, dass Engel sich materialisieren können und Menschen, wo es Gottes Zwecken dienlich war wie schwerelos wurden. Elia wurde im Windsturm emporgehoben, und Petrus, der auf dem Wasser gehen konnte, sind nur zwei der Beispiele (2.Kö 2:1, 11-14; Mat 14:28-31).

5.3.3          Jehovas erste Erschaffung als Gottes Werkmeister tätig

 

Nachdem Jesus, respektive Michael im himmlischen Bereich erschaffen wurde, übergab ihm der Vater die Aufgabe, die Fähigkeit und die Macht andere Dinge zu erschaffen. Er wurde dadurch zum Werkmeister Jehovas.  Als frühestes der Werke Jehovas war er bereits da, als Jehova die Himmel bereitete, von Anbeginn, von den Vorzeiten der Erde her! (Spr 8:22-31)

 

*** Rbi8  Sprüche 8:30 ***

... da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war ...

 

Zu Jesu Aufgabe gehörte zuallererst die Erschaffung weiterer Geistgeschöpfe, die übrigen Engel. Jedes dieser Geschöpfe ist einzigartig, ein Individuum, mit einem freien Willen ausgestattet, wie der Mensch. Engel sind dem Menschen an Alter, Denkkraft und Macht überlegen, aber sie sind wie wir Mitarbeiter im selben Projekt des Vaters, an unterschiedlichen Stellen, für unterschiedliche Aufgaben erschaffen.

 

Der Apostel Johannes bestätigt dies, nachdem er alle Visionen der Offenbarung erhalten hatte durch ein Vorkommen, das er wie folgt beschreibt:

 

*** Rbi8  Offenbarung 22:8-9 ***

8 Nun, ich, Johannes, war es, der diese Dinge hörte und sah. Und als ich gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um vor den Füßen des Engels anzubeten, der mir diese Dinge gezeigt hatte. 9 Er aber sagt zu mir: „Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und von deinen Brüdern, die Propheten sind, und von denen, die die Worte dieser Buchrolle halten. Bete Gott an!“

 

Anbetung gehört alleine Gott Jehova! Jesus war als Wortführer Jehovas verantwortlich für die Organisation der Engel, deren Instruktion und Einweisung in ihre Tätigkeiten. Er war es, der jenen Engel zu Johannes gesandt hatte, um  ihm die kommenden Dinge zu erklären! (Off 1.1)

 

Zu jenen Engeln, welche Jesus als Wortführer Gottes zuerst belehrte, gehörte bestimmt auch jener Engel, welcher später zu Satan, einem Widerstandsleistenden wurde und in dessen Auftrag die religiösen Führer den menschgewordenen Jesus im Fleische töteten. Satan war es, der die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken verstand und als erster die Anbetung der Menschen erheischte. Er bildete die „alten Himmel“, die Mächte in den himmlischen Örtern und in der Welt  (Joh 1:1, Kol 1:16b; Eph 6:11, 12)

 

(Zu 5.3.3:  vergleiche Grafik:  Organisation Himmel und Erde; Schema 2)

5.3.4          Das Universum entsteht

 

Der erste Vers in der Bibel lautet: „Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde.“ (1.Mo 1:1). Da die Erde Teil des Universums bildet müssen wir vorerst etwas über die Erschaffung der Materie hören, aus der das Universum besteht.

 

Paulus sagte im weiter oben zitierten Vers aus 1.Korinther 1:16 deutlich: „... durch ihn [[Jesus]] sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden ...“

 

Zu den sichtbaren Dingen gehört auch das unendlich grosse Universum. Durch die Atomphysik haben wir vieles über den Aufbau der Materie erfahren, die Atome, welche sich in logischer Reihenfolge vom Niederwertigsten, dem Wasserstoffatom fortlaufend in eine vollkommen logisch aufgebaute Tabelle des Periodensystems der Elemente einfügen. Durch blosses Hinzufügen von Atompartikeln, Elektronen und Protonen, respektive Neutronen werden die Eigenschaften der unterschiedlichen Elemente verändert.

 

(Zu 5.3.4:  vergleiche Grafik: Periodensystem der Elemente: Logik des Schöpfers)

 

Aus der Lehre derselben Wissenschaft geht hervor, dass Atome in sich nur aus sehr dichter Energie bestehen, welche für sich positiv, negativ oder neutral geladene Elementarteilchen ergeben. Wird ein höherwertiges Atom in ein niederwertiges verändert, so wird sehr viel Energie frei wie dies zu friedlichen Zwecken in Atommeilern oder in der aggressiven Form der Atombombe zum Ausdruck kommt.

 

(Zu 5.3.4:  vergleiche Grafik: Kernenergie zu friedlicher und militärischer Nutzung)

 

Auch das Universum wurde nach einem Plan errichtet, nach denselben Gesetzen, die Jehova vor Beginn seiner Schöpfungstätigkeit errichtet hatte. Anziehung (Gravitation) und die elektromagnetische Kraft sind zwei der vier Grundkräfte des Universums, welche Er zuvor exakt festgelegt hatte.

 

(Zu 5.3.4:  vergleiche Grafik: Das Atom, die Elemente und Moleküle)

5.3.5          Eine einzige  Ur-Ursache der Gesetze und der Wirkung

 

Obwohl Jesus als Werkmeister offensichtlich mit dem Schöpfungsakt betraut war, wird Jehova zu Recht als Urheber und Quelle aller Schöpfung hervorgehoben.

 

*** Rbi8  Jesaja 40:26 ***

 „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines [davon].

 

Von Gott wird gesagt, dass er voll dynamischer Kraft sei. Die Kraft, die Energie in eine organisierte Form zu binden und in Materie zu verwandeln, diese zu beherrschen, bezieht Jesus somit von Jehova, nicht aus sich selbst.

 

*** Rbi8  Johannes 5:19-20 ***

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann gar nichts aus sich selbst tun, sondern nur das, was er den Vater tun sieht. Denn was immer jener tut, das tut auch der Sohn in gleicher Weise. 20 Denn der Vater hat Zuneigung zum Sohn und zeigt ihm alle Dinge, die er selbst tut, und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, so daß ihr euch wundern mögt.

 

Energie geht niemals verloren, wie dies das zweite thermodynamische Gesetz zeigt. Der Geist, oder die Energie, welche dahinter steckt kehrt somit stets zu Jehova zurück. Nichts geht verloren. Dasselbe gilt auch für die am höchsten organisierte Materie, wie es der Mensch mit seinem denkenden Hirn darstellt. Mit einfachen Worten bestätigt die Bibel das oben zitierte thermodynamische Gesetz:

 

*** Rbi8  Psalm 146:4 ***
Sein Geist geht aus, er kehrt zurück zu seinem Erdboden;
An jenem Tag vergehen seine Gedanken tatsächlich.

 

Während die Materie vergeht und damit die Denkfähigkeit des Menschen bei dessen Tod, steht weiter dahinter eine Kraft, welche dieses Denken erst ermöglicht.

 

*** Rbi8  Prediger 12:7 ***

Dann kehrt der Staub zur Erde zurück, so wie er gewesen ist, und der Geist selbst kehrt zu dem [wahren] Gott zurück, der ihn gegeben hat.

 

Jehova gibt jedem Menschen einen Teil jener Kraft, den Geist. Diese Kraft oder Energie ist es, welche beim Tod zu Gott zurückkehrt.

 

Diese göttliche Kraft Leben zu geben, welche darin zum Ausdruck kommt, dass Jehova Adam das Leben einhauchte, diese Fähigkeit Leben in sich selbst zu tragen und weiterzugeben, diese hat er dem Menschen durch die Gabe der Fortpflanzung übertragen, zum Zweck sich zu mehren und sich in der Fülle an Menschen die Erde untertan zu halten (1.Mo 1:27, 28).

 

*** Rbi8  1. Mose 2:7 ***

Und Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele.

 

Seinem Sohn Jesus, dem zweiten „Adam“ (=Mensch) aber gab er eine weit grössere Gabe, die Macht Tote zum Leben wiederzuerwecken. Verlorenes Leben konnte dadurch wiederhergestellt werden.

 

*** Rbi8  Johannes 5:26 ***

Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben.

 

Jesus erhielt zudem das Recht, diese Gabe auch an andere Menschen weiterzugeben! Die Apostel waren die ersten und einzigen, welche diese Gabe durch Jesus erhielten. Sie soll aber auch anderen Auserwählten zur Verfügung gestellt werden, wie zuvor auch andere Propheten diese Gabe in ähnlicher Form schon erhalten hatten (1.Kö 17:20-22; 2.Kö 4:32-35; Mat 10:8)

5.3.6          Schöpfungsbericht und Wissenschaft: Ein Konflikt?

 

Der englische Physiker und Mathematiker Stephen Hawking hat die Theorie des Urknalls aufgrund Beobachtung des sich expandierenden Weltalls entwickelt. Zur Beantwortung nach der Entstehung des Universums meinte er: „Sie birgt die Antwort auf die letzte Frage nach dem Ursprung all dessen, was wir heute sehen, einschließlich des Lebens.“

 

Nach der Urknalltheorie soll das gesamte Universum vor 15-20 Milliarden Jahren in einer Stecknadelkopf grossen Urmasse komprimiert gewesen sein, singularisiert, wie der Fachausdruck lautet, der dann explodierte und aus welchem das Universum entstand. Laut dieser Theorie blähte sich das Uruniversum mit vielfacher Lichtgeschwindigkeit im Bruchteil einer Sekunde auf.

 

Aus der letzten Aussage ergibt sich, dass die Lichtgeschwindigkeit (c=2,99792458x108 = 300.000 Km/Sek = 9,4 Billionen km pro Jahr) nicht die absolut grösste Geschwindigkeit ist, sondern lediglich die normale Grenzgeschwindigkeit für die Ausbreitung von Wirkungen und damit von materiellen Körpern darstellt. Sie ist gemäss Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie lediglich eine universelle Konstante! Es gibt somit ein Jenseits von Lichtgeschwindigkeit!

 

Mit dem Urknall verbunden fand eine Kernfusion statt, Wasserstoff, Helium und ein Teil des Lithiums wurden in den ersten Minuten der Entstehung des Universums produziert. Von diesem unter ungeheurer Hitze  stattfindenden Vorgang ist seit 1964/65 eine gewisse Mikrowellen-Hintergrundstrahlung mit einer Temperatur von 2,7 Kelvin[1] messbar und stiller Zeuge dieser Entstehung.

 

Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen, die zum Beispiel über das durch das Hubble-Weltraumteleskop gesammelten vielfälltigen, exakteren und zum Teil ganz neuen Daten fussen, ist das Todesurteil über die Urknalltheorie bereits gesprochen! Die Astronomin Wendy Freedman und ihr Team haben die Entfernung einer Galaxie im Virgo-Haufen gemessen. Dabei zeigte sich, dass sich das Universum schneller ausdehnt, als man bisher glaubte.

5.3.7          Das Gesamtbild über das Universum erhält markante Revisionen!

 

Dies lässt den Rückschluss zu, dass das Alter des Universums nur etwa 8 Milliarden Jahre betrage, also nur etwa die Hälfte des bisher angenommenen Zeitramens. Andere Daten ergeben jedoch, dass gewisse Sterne etwa 14 Milliarden Jahre alt sind. Diese müssten somit bereits vor der Entstehung des Weltalls existiert haben. Ganz offensichtlich existieren markante Widersprüche. Wendy Freedman kam zum Schluss:  „Wir übersehen . . . irgendeinen grundlegenden Faktor [2].

 

Einige von Margaret Geller erstellte dreidimensionale Karten von Tausenden von Galaxien in Form von Anhäufungen, Knäueln und Blasen, führten zu einem vollkommen neuen Bild des Universums und man kam zum Schluss, dass man die Teile bisher falsch zusammengesetzt hätte.

 

Das Gesamtbild über das Universum wird ebenso aus den vorhandenen Teilbildern zusammengesetzt! Stimmen die Teilbilder nicht, so sieht man das Gesamtbild falsch!

 

Kommt uns diese Feststellung nicht bekannt vor, auch im Zusammenhang mit dem „Gesamtbild der Bibel“? Hatte man nicht über Jahrhunderte grobe Fehler von Theologen und Kirchenvätern kopiert, als ob dies unumstössliche Wahrheiten wären? Menschen wurde da wahrlich vergöttert und ihre Theorien durch Dogmen zur Unfehlbarkeit erhoben.

 

Überheblicher Stolz steht weder der Wissenschaft noch der Theologie gut an. Alle müssen wir dazu lernen! Die Teilbilder sind zu einem neuen Ganzen zu ordnen, nachdem vorab die Teilbilder revidiert worden sind!

 

Die Erkenntnisse der Wissenschaft haben durchaus ihren Platz in diesem Gesamtbild wo Universum und Schöpfung vereint gesehen werden, sie brauchen ihm nicht zu widersprechen! Die Suche gilt dem „causa causarum“, der Ursache des Seins und für das Aufrechterhalten der Dinge, den Ursprung des Universums und des Lebens, wie bereits Marco Tulio Cicero es prägnant und tiefsinnig ausdrückte. Die Suche gilt dem scheinbar Unerklärlichen, das weiter dahinter steht! Durch Mystizismus wird nur Verwirrung gestiftet! Die Bibel aber ist kein mystisches Buch, sondern ein Buch der Logik!

5.3.8          Das Ende der Urknalltheorie?

 

Der weltbekannte Wissenschaftler Professor  Fred Hoyle erklärte u.a. aufgrund der neusten Erkenntnisse über „schwarze Löcher“, „kosmische Mauern“ und „Blasen“: „So fällt es mir nicht schwer zu sagen, daß über der Urknalltheorie bereits das Leichentuch schwebt. Ich erwähnte bereits, daß eine Theorie, die sich einer Reihe von ihr widersprechenden Fakten gegenüber sieht, kaum eine Chance des Überleben besitzt“.

 

Generationen von Wissenschaftlern, die gläubig eigenen Theorien folgten, steh selbst vor einem Dilemma. Viele von ihnen verwarfen einen intelligenten Gott als „causa causarum und vertauschten diesen durch den blindem Zufall. Damit aber wurde die Ursache nur umbenannt aber nicht von der Hand gewiesen!

 

Auch im Zusammenhang mit der Entstehung des Lebens kommt Hoyle zu folgendem Schluss: „Der Anfang der Welt ist ohne Intelligenz nicht denkbar.“ Er spricht von einer Intelligenz, die „auf einer anderen Ebene“ tätig ist, einer Intelligenz, „die uns voranging“ und die „in einem wohlüberlegten Schöpfungsakt einen Bauplan für das Leben“ entwickelte.„Der Ursprung des Universums setzt ebenso wie die Lösung des Zauberwürfels eine Intelligenz voraus.“[3]

5.3.9          Distanzen im Kosmos und Prioritäten des Schöpfers

 

Die Distanzen im Kosmos sind für menschliche Begriffe unvorstellbar. Auch die Schätzungen der Astronomen variieren in dieser Beziehung stark. So wurde die Entfernung zum Nachbarn Beteigeuze, einem roten Riesenstern im Sternbild „Orion“, auf 300 bis 1000 Lichtjahre geschätzt. Um uns diese Distanzen vorstellbar zu machen braucht es Vergleiche. Die der Erde nächsten Sterne sind in einer Entfernung von 200 Lichtjahren.

 

Dies bedeutet, wenn eine menschliche Rakete Lichtgeschwindigkeit erreichen könnte – was auszuschliessen ist – die Besatzung 200 bis 1000 Jahre unterwegs wäre, bis sie einen der nächsten Sterne erreichen könnte. Von dort zum Nächsten oder zurück zur Erde wäre es eine ähnliche Reise. Wie viele Generationen müssten an Bord geboren werden? Wie viele Lebensmittel und wieviel Wasser, Treibstoff, Ersatzteile müssten sie einpacken um am Zielort festzustellen, dass auch dort kein Leben existiert? Hoffentlich haben sie genügend Psychologen an Bord um die Neurosen zu behandeln, die eine solche Reise mit sich bringt! Gott aber hat für den Menschen nur die Erde als Lebensraum bestimmt!

 

Es scheint, dass es den Menschen viel mehr gefällt geschickt belogen zu werden, wie mit der Wahrheit Umgang zu haben! Hollywood verdient sich wahrlich den Oskar zum Grössten Lügner und Verführer der Kinder und Jugend ernannt zu werden! Die Computerspiele, die auf Startrack und ähnlichem fiktiven Unsinn aufbauen, ergänzen das Lügen und Gewaltpanorama.

 

Die Entfernungen im Kosmos werden in Lichtjahren gemessen, der Distanz, welche das Licht mit 300.000 Stundenkilometern je Sekunde in einem Jahr zurücklegt. Es sind insgesamt 9,46 Billionen Kilometer. Während das Licht vom Mond in nur 1,3 Sekunden die Erde erreicht, dauert es von der Sonne her ungefähr 8 Minuten.

 

So ungefähr 650 Jahre, als mittlerer Schnitt zwischen obigen Schätzungen von Astronomen, war das Licht der Beteigeuze unterwegs, bis es uns erreichte: Wahrlich unvorstellbar! Wir sprechen von erdnahen Sternen! Wie erst sind die entferntesten Galaxien zu betrachten? Wie klein fühlt sich der Mensch neben solcher Unendlichkeit und wie ehrfurchtgebietend ist der Schöpfer all dieser Dinge? Der Psalmist beschreibt es so und hebt gleichzeitig die Wichtigkeit des Menschen in Gottes Augen hervor:

 

*** Rbi8  Psalm 8:3-4 ***

Wenn ich deine Himmel sehe, die Werke deiner Finger,
Den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:

4 Was ist [der] sterbliche Mensch, daß du seiner gedenkst,
Und der Sohn des Erdenmenschen, daß du für ihn sorgst?

 

Neben der ganzen Fülle und der Unendlichkeit des Universums nimmt der Mensch in Gottes Plan eine herausragende Rolle ein!

5.3.10       Hohe Massenkonzentration im Kosmos und ein Sonderstatus von Sternen

 

Was aber sagen Wissenschaftler von den geheimnisumwitterten schwarzen Löchern? Sie deuten auf Sterne hin, welche zuerst in einer Supernova explodierten und dann, in einer zweiten Phase, implodierten, in sich selbst zusammenstürzten. Im ersten Teil wurde die äussere Hülle abgesprengt die ihre Trümmerteile mit Geschwindigkeiten von 80.000 km pro Stunde durch das Weltall sendet, im zweiten Teil wurde der verbleibende Überrest, welcher der Gravitation nicht entfliehen konnte, zu einem hochkonzentrierten Kern zusammengepresst, der die Atompartikel zu Neutronen  verschmelzen liess.

 

Paulus beschreibt mit einfachen Worten Dinge, die sich heute als Wirklichkeit erweisen:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:41 ***

Die Herrlichkeit der Sonne ist eine Art, und die Herrlichkeit des Mondes ist eine andere, und die Herrlichkeit der Sterne ist eine andere; in der Tat, Stern unterscheidet sich von Stern an Herrlichkeit.

 

Pulsare sind nach Vermutung der Astronomen die massenreichen Kerne von ehemaligen Riesensternen, wie die oben erwähnte Beteigeuze, welcher Kern mit hoher Geschwindigkeit von 30mal die Sekunde um die eigene Achse rotieren und dabei Radiosignale aussenden, welche wir messen können.

 

Ein Stern von der doppelten Grösse der Sonne würde bei der Implosion auf ein Ausmass von 15-20 Km Durchmesser zusammenschrumpfen. Zum Vergleich: Material, das auf der Erde 1 Milliarde Tonnen wiegt, die Ladung einer Lastwagenkolonne von 100.000 Fahrzeugen, jedes mit 10 Tonnen Gestein beladen. Diese ganze Masse hat in weniger als einem Kubikzentimeter des Pulsars Platz! Wahrlich unvorstellbar!

 

Schrumpft dieser massenreiche Kern nochmals weiter zusammen, dann spricht man von einem schwarzen Loch. Im Grössenvergleich zur Erde würde die gesamte Masse auf die Grösse einer Murmel komprimiert. Dieser super-massenreiche Kern entwickelt ein Anziehungskraft, der selbst das Licht nicht entfliehen kann.

 

Offensichtlich bildet das Zentrum unserer Galaxie, der Milchstrasse, einen solches schwarzes Loch, das laufend neue Sterne zu sich hereinsaugt, um  sie zu „Nichts“ als gewaltigster, auf kleinstem Raum gestauter Energie zu komprimieren. Die Gravitation dieses schwarzen Lochs wird mit jedem Stern etwas stärker und reicht immer etwas weiter weg, um die Fliehkraft entfernter Sterne zu bremsen und sie näher an sich zu saugen.

 

Was danach kommt, das bleibt offen. Es wäre das Ende allen Seins und jeglicher Existenz von Materie.

 

5.4    Verantwortliches Handeln wird von der Art unseres Glaubens geprägt!

5.4.1          Über das hinaus denken, was gesehen und gemessen werden kann!

 

Es braucht nicht allzuviel Verstand, um sich vorstellen zu können, dass schwarze Löcher von Galaxien eines fernen Tages alle Sterne die sie umkreisen aufgesaugt haben könnten und nun, in einer Unendlichkeit an Zeit, sich selbst gegenseitig aufsaugen und sich alsdann, nachdem die letzte Galaxie aufgesaugt ist ein Urzustand einstellt, der dem Ausgang des Universums gleichkäme. Dies würde zwar dem Gesetz und der daraus resultierenden Gesetzlichkeit entsprechen, aber den Schöpfer und Gesetzgeber selbst seinem Werk unterordnen!

 

Bringen solche Vorstellungen uns aber weiter? Wir, die wir nicht wissen, was in einem Jahr sein wird, was kümmert es uns, was in Milliarden von Jahren sein wird?

 

Wenn auch unser Hirn nur bedingt die riesigen Dimensionen, Massen und Zeiträume des Universums erfassen kann, sei dies nun die Distanzen, die Mengen, die Zusammenhänge, die Komplexität so bedeutet dies nicht zwangsläufig, dass es Jehovas Massstäbe übersteigt. Jesaja, ein mit Gott vertrauter Prophet, bringt es in einem Vergleich:

 

*** Rbi8  Jesaja 40:12-13 ***

Wer hat die Wasser in seiner bloßen hohlen Hand gemessen und sogar die Himmel mit einer bloßen Spanne ausgemessen und den Staub der Erde in ein Maß gefaßt oder mit dem Zeiger einer Waage die Berge gewogen und die Hügel in den Waagschalen? 13 Wer hat den Geist Jehovas bemessen, und wer kann ihn als sein Mann des Rates irgend etwas erkennen lassen?

 

Wenn Jehova selbst die Quelle aller Energie ist, Er, ein intelligentes, geistiges Wesen, das unsere Vorstellungskraft bei weitem übersteigt, der uns Menschen aber Denkkraft verleiht, um solche Dinge erkennen zu können und auch nach ihm, dem Schöpfer, dem „causa causarum“ zu forschen, dann beginnen wir die Entstehung des Universum auch ohne Urknalltheorie zu erfassen und können hinter dem Menschen mehr als dummen, blinden Zufall erkennen! Wir brauchen dazu nicht Mystik, sondern verstandesmässiges Ordnen und Schlussfolgern aufgrund vorhandener, messbarer Fakten!

5.4.2          Stolz und Überheblichkeit, als Hemmfaktor genauer Erkenntnis?

 

Während wir Stern gegenüber Stern vergleichen können, mit was aber wollen wir Gott vergleichen? Durch Jesaja beschreibt es Gott mit eigenen Worten, die nun erst einen klaren Sinn erhalten haben:

 

*** Rbi8  Jesaja 40:25-26 ***

25Mit wem aber könnt ihr mich vergleichen, so daß ich zu seinesgleichen gemacht würde?sagt der Heilige. 26 „Hebt eure Augen in die Höhe und seht. Wer hat diese Dinge erschaffen? Er ist es, der ihr Heer selbst der Zahl nach herausführt, der sie alle sogar mit Namen ruft. Wegen der Fülle dynamischer Kraft, da er an Macht auch kraftvoll ist, fehlt nicht eines [davon].

 

Der Gott der Bibel, Jehova, dessen Name bedeutet „Er veranlasst zu werden", bezeichnet sich somit als die Ursache all der herrlichen Dinge die wir in einer sternklaren Nacht über uns erblicken! Er gibt zudem zu erkennen, dass er diese Dinge auch weiterhin unter seiner Kontrolle behält! Jeder ist vor die Wahl gestellt eher Startrackgeschichten ernst zu nehmen oder sich einmal im Leben wirklich ernsthaft mit biblischer Aussage auseinanderzusetzen!

 

Mit der Aussage des Astrophysikers Josip Kleczek, der sagt: „Die meisten oder möglicherweise alle Elementarteilchen könnten durch die Materialisation von Energie geschaffen werden“, erkennen wir einen wichtigen Grundzusammenhang zwischen Energie und Materie: Alles hängt von Gesetz und Organisation ab und der Macht, diese Organisation gegen eine Gegenkraft aufzurichten und durch Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.

 

Der Titel „Allmächtiger Gott“ bedeutet somit, die gesamte Energie mittels Gesetzen durch Ordnen zu beherrschen, über diesen zu stehen und kann nur auf „eine“, respektive „einen“ „causa causarum“ Anwendung finden!

 

Ignorieren sie Gott aus Überheblichkeit?[4]

Robert Jastrow, Leiter des „U.S. Institute for Space Studies“ (amerikanisches Institut für Raumforschung), der sich selbst als Agnostiker bezeichnet, kam zu dem Schluß, daß die Existenz Gottes vom wissenschaftlichen Standpunkt heute viel glaubwürdiger sei als früher. In seinem Vortrag „Gott und die Astronomen“ erklärte Jastrow, die Astronomen hätten immer mehr Umstandsbeweise für die Existenz Gottes entdeckt. Die Ergebnisse hätten gezeigt, daß das Universum zu einer bestimmten Zeit begonnen, also „im jüdisch-christlichen Sinne einen Anfang“ gehabt habe. Jastrow findet es angesichts dessen betrüblich, daß die meisten Wissenschaftler nicht einmal die Möglichkeit einräumen, daß Gott das Universum erschaffen hat. Warum? In den meisten Fällen geschehe es aus Überheblichkeit. „Die Wissenschaft kann den Gedanken nicht ertragen, daß es ein bedeutendes Naturphänomen gibt, das sie, selbst wenn man ihr unbegrenzte Zeit und unbeschränkte Geldmittel einräumt nicht zu erklären hoffen kann.“ Weiter sagte er: „Unsere Kollegen bagatellisieren gern die ganze Angelegenheit [vom Beginn des Universums], indem sie vom Urknall sprechen, als ginge es um Feuerwerkskörper.“

 

Simplifizierung auf Seiten der Wissenschaft? Etwas Komplexes in einfachen Worten auszudrücken war nicht das alleinige Privileg Marco Tulio Ciceros und Steven Hawkings, der Schöpfer aller Dinge selbst erklärte schon viel zuvor, uns belehrend, viele komplexe Zusammenhänge in einfachen, verständlichen Worten! Allerdings braucht es Verstand in die Tiefe jener Worte einzudringen!

5.4.3          Gott ist durch die gemachten Dinge erkennbar!

 

Gottes Wort, die Bibel, zeigt, daß der Mensch mit dem Auge des Verstandes durch die gemachten Dinge Gottes Existenz und seine unsichtbaren Eigenschaften erkennen kann! Menschen, welche diese Wahrheit zu unterdrücken suchen, wird Gottes Zorn bestimmt zu Recht erreichen.

 

*** Rbi8  Römer 1:18-23 ***

18 Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her gegen alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen geoffenbart, die die Wahrheit in ungerechter Weise unterdrücken, 19 weil das, was man von Gott erkennen kann, unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbar gemacht. 20 Denn seine unsichtbaren [Eigenschaften] werden seit Erschaffung der Welt deutlich gesehen, da sie durch die gemachten Dinge wahrgenommen werden, ja seine ewigwährende Macht und Göttlichkeit, so daß sie unentschuldbar sind; 21 denn obwohl sie Gott kannten, verherrlichten sie ihn nicht als Gott, noch dankten sie ihm, sondern sie wurden hohlköpfig in ihren Überlegungen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Obwohl sie behaupteten, sie seien weise, wurden sie töricht 23 und verwandelten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in etwas gleich dem Bild des vergänglichen Menschen und von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren.

 

Paulus fasste jene Menschen, die trotz überragender Beweise für eine steuernde Intelligenz hinter den gemachten Dingen auf den Zufall vertrauen, als „hohlköpfig“ in ihren Überlegungen zusammen.

 

Religiös gefärbter Mystik, die Menschen, Dinge oder den Zufall anstelle Gottes geplantem Wirken ins Zentrum stellt, zum Zweck der Ausbeutung und Verdummung, kündigte er den Untergang an!

 

Atheismus und Wissenschaftsgläubigkeit sind nur andere Formen des Glaubens! Vieles an der Zerstörung unseres Planeten verdanken wir dieser Art von Glauben! Beide befreien uns davon Verantwortung gegenüber einem Schöpfergott zu übernehmen! Wenn mit dem Tod alles vorbei ist, was interessieren uns künftige Generationen und ob die Erde ein von Sandstürmen und Trockenheit gezeichnetes Objekt im Universum wird? Wie denkst du darüber?

5.4.4          Leben im Universum ausserhalb der Erde: Realität oder Phantasie?

 

Unsere Kenntnis der übrigen Planeten unseres Sonnensystems erweitert sich ständig. Die Übermittlungen von immer ausgereifteren Sonden geben uns Daten, welche nicht allzu ermunternd sind. Der einzige Planet der bewohnbar ist und Leben aufweist ist und bleibt die Erde, obwohl das letzte Wort noch nicht gesprochen sein mag.

 

Wenn hinter dem Universum Intelligenz bei der Erschaffung zu erahnen ist, wie viel mehr Beweise finden wir hierzu auf der Erde, welche nur so von Leben wimmelt.

 

Darauf zu hoffen, dass wir einen anderen Planeten je bewohnbar machen könnten, ist von so hohem Grand an Dummheit und Ignoranz und hochtrabender Phantasie gezeichnet, dass es denkenden Menschen fast schon Tränen in die Augen treibt!

 

Natürlich sprechen diese Holywood-Wissenschaftler nur von sich und ihren Familien, welche da auf dem Mond oder dem Mars unter Glaskugeln Salate ziehen, während sie mit ihrem riesigen Raumschiffen das Universum erforschen! Wenn dies je Realität würde, so hätte zu jenem Zeitpunkt die restliche Erdbevölkerung ihre Experimente längst mit dem Leben bezahlt! Bis kurz davor hoffen jene Phantasten aus den Taschen ihrer Bürger weiterhin staatliche Forschungsmillionen zu beziehen!

5.4.5          Wahrheit über Gott und Jesus ausschlaggebend für Verständnis!

 

Wahrlich, die Wahrheit befreit von Ignoranz und ungerechter Ausbeutung! All dies steht im Zusammenhang mit Erkenntnis wirklicher Zusammenhänge! Wie wir immer mehr verstehen werden, spielt Jesus neben Gott eine herausragende Rolle, um das Lügengewebe, das uns alle umstrickt, endgültig abzubrechen!

 

*** Rbi8  Johannes 8:31-32 ***

31 Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Glaube an die Wahrheit und das daran Festhalten ist somit Schlüssel zur Befreiung! Irrtum und Lüge versklaven, Wahrheit dagegen befreit! Ewiges Leben auf der Erde ist nicht ein unerfüllbarer Traum sondern ein unverbrüchliches Versprechen Gottes, das an Bedingungen geknüpft ist!

 

*** Rbi8  Johannes 17:3 ***

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

 

Wie aber werden wir Erkenntnis über jemanden aufnehmen, von dem wir jegliche Existenz verneinen? Nicht umsonst sagt Daniel, der Prophet, betreffend Verständnis zu Geschehnissen der Endzeit, dass kein einziger Böser es verstehen würde. Bosheit steht im Zusammenhang mit bewusst erwählter Ignoranz und sich mit Wissen an Lügen zu klammern!

 

*** Rbi8  Daniel 12:9-10 ***

9 Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Ganz offensichtlich spricht Daniel auch von anderen Personen, die sich reinigen und läutern lassen! Offensichtlich waren diese Personen zuvor ebenfalls beschmutzt, machen sich aber aufgrund genauer Erkenntnis weiss!

 

Statt uns auf Millionen von Jahre von Leben auf der so wunderbar hergerichteten Erde vorzubereiten, möchten eine habgierige Industrie und einige von ihr finanzierte Wissenschaftler, zusammen mit einer Politik, die sie selbst weitgehend steuern, uns einreden, dass uns nur noch wenige Jahrzehnte auf der Erde zur Verfügung stehen! Kein Wunder, bei der Art ihres Denkens! Noch weniger verwunderlich, wenn wir die Resultate ihres Handelns etwas kritisch betrachten und die vollkommene Verschmutzung unseres Planeten in nur fünfzig Jahren in Betracht ziehen!

5.4.6          Zwei Systeme die sich widerstehen

 

Verständlich, dass ein habgieriges System, das nur den Moment lebt, gewisse warnende Worte der Bibel zornig zurückweist:

 

*** Rbi8  Offenbarung 11:18 ***

Aber die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit für die Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Sklaven, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.“

 

Da wird von zwei verschiedenen Systemen und ihrem letzten Zusammenprall gesprochen: Jenen wenigen, zerstreuten gottesfürchtigen Menschen, die Gottes geschriebenes Wort der Bibel auch heute noch, in dieser technisch hochentwickelten Welt ernst nehmen und jener grossen Mehrheit, in Religionen, globalisierter Wirtschaft und in Nationen organisiert, welche ein neues, gerechtes und ausgeglichenes System durch ihr Handeln deutlich zurückweisen. Diese sind darauf bedacht das bestehende System nicht nur zu erhalten, sondern es noch zu stärken. Nur göttlicher Eingriff kann den Untergang jener kleinen Minderheit verhindern!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:18-21 ***

18 Wir wissen, daß jeder, der aus Gott geboren worden ist, nicht Sünde treibt, sondern der aus Gott Geborene wacht über ihn, und der Böse bemächtigt sich seiner nicht. 19 Wir wissen, daß wir von Gott stammen, aber die ganze Welt liegt in der [Macht] dessen, der böse ist. 20 Wir wissen aber, daß der Sohn Gottes gekommen ist, und er hat uns verstandesmäßig befähigt, den Wahrhaftigen zu erkennen. Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben. 21 Kindlein, hütet euch vor Götzen.

 

Wahrlich, der Apostel Johannes hat Recht, wenn er behauptet, dass die ganze Welt in der Macht dessen sei, der Böse ist! Satan ist und bleibt der Vater jeder Lüge! Christen aber bleiben in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen den sie durchaus zu erkennen in der Lage sind!

5.4.7          Untergangsszenarien wirken Wirtschaftsfördernd!

 

Auch die Theorien moderner Astronomen, über den möglichen Einschlag eines Meteoriten und eine weitere Sintflut, lassen weitere Forschungsgelder fliessen. Ihre Nachrichten füllen zudem die Kassen der Filmproduzenten und lassen Millionen von Menschen in Angst vor Kommendem schlechter schlafen!

 

Eine Jugend gedeiht, für die selbst der Planet Erde ein instabiler und äusserst gefährlicher Platz zum Leben erscheint. Politik und Wirtschaft lenken dabei geschickt von ihrer eigenen Verantwortung ab, dass weit über 95% der vorzeitigen Todesfälle auf ihr eigenes Konto gehen und nur ein kleinster Bruchteil durch die Natur an und für sich verursacht wird und auch dort meist durch kluges, vereintes Handeln verhindert werden könnte!

 

Die Wahrscheinlichkeit eines verheerenden Meteortreffers ist dabei so gering, dass sie für die nächsten zigtausend Jahre vergessen werden kann! Die Wahrscheinlichkeit eines Atomkrieges infolge unkontrollierten Einsatzes von Massenvernichtungswaffen, durch  einen terroristischen Erstschlag ist dabei Millionenfach grösser!

 

An den Folgen des Zigarettenrauchens respektive verschmutzter Luft oder durch einen Autounfall oder zu sterben ist unvergleichlich höher, wie durch ein Erdbeben oder eine Sturmflut ums Leben zu kommen. Noch nie starben so viele Menschen an Hunger wie heute und neue Seuchen, vom Menschen verursacht, durch geschickte, kluge Politik zu verhindern, raffen Millionen hinweg.

 

Aber selbst für letztere Häufung von Erdbeben, Stürmen, Fluten, Überschwemmungen und Dürren sind Politik und Wirtschaft weitgehend verantwortlich! Die zunehmende Instabilität der Erdkruste und der Wechsel des Klimas haben meist menschliche Ursache!

 

Der Grund dazu aber bildet das vollkommen ungerechte, habgierige, machtsüchtige, kurzsichtige menschliche System! All diese Katastrophen führen zu immer grüsserer sozialer Unsicherheit.

 

Frieden und Sicherheit aber wird nicht durch immer ausgeklügeltere Sicherheitsmassnahmen erreicht, sondern nur durch ein vollkommen neues System, das wahre Gerechtigkeit erzielt und als Folge davon Frieden und Sicherheit erzeugt! Das zu erreichen aber ist der Mensch aus eigener Kraft nicht in der Lage! Die negativen Kräfte und deren Interessen sind viel zu stark!

 

„Es gibt keinen Frieden“, hat Jehova gesprochen, „für die Bösen.“ Jesajas Worte behalten ihre Gültigkeit bis zum Ende!

5.4.8          Ein globaler Systemwechsel steht unmittelbar bevor!

 

Jesus zeigte die Zusammenhänge zwischen falscher Prophetie, zunehmender Gesetzlosigkeit und dem Erkalten der Nächstenliebe.

 

*** Rbi8  Matthäus 24:11-14 ***

11 Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele irreführen; 12 und wegen der zunehmenden Gesetzlosigkeit wird die Liebe der meisten erkalten. 13 Wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 14 Und diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.

 

Jehova selbst wird das kommende System unter Jesu Führung errichten! Das genau beinhaltet die Nachricht der guten Botschaft, die Jesus deutlich zu verkünden begann und die uns heute ganz besonders betrifft! Wir werden ermuntert, trotz Schwierigkeiten auszuharren! Die Rettung naht schnell!

5.4.9          Die gute Botschaft von der Aufrichtung von Gottes Königreich

 

Diese Botschaft zielt aber auf jene Personen ab, die Gerechtigkeit und Frieden herbeisehnen und wissen, dass nur Gott dazu in der Lage ist dies zu erreichen! Die Gottes Königreich herbeibitten! Für alle anderen ist es eine Gerichtsbotschaft!

 

*** Rbi8  Jesaja 52:7 ***

Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der gute Botschaft bringt, der Frieden verkündigt, der gute Botschaft von etwas Besserem bringt, der Rettung verkündigt, der zu Zion spricht: „Dein Gott ist König geworden!“

 

Dein Gott ist König geworden!“. Diese wichtigste Botschaft muss zum richtigen Zeitpunkt verkündigt werden! Um das zu verstehen brauchen wir ein Gesamtbild, das alle Details einschliesst, welche die Endzeit, unsere Tage betreffen! Diese Nachricht muss im Einklang zu Gottes Vorhersagen und seinen Zeitplan für die Endzeit erfolgen! Sie muss sich mit den Zeitzeichen übereinstimmen, die vorhergesagt wurden.

 

(Zu 5.4.9:  vergleiche: Grobübersicht Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

Wie viel realistischer im Vergleich zur Eroberung des Weltalls sind solche guten Nachrichten, wenn sie auf dem zuverlässigen Wort Gottes fussen, welche uns Jesus zu verkünden begann! Jener sprach vom Ende zerstörerischer menschlicher Anstrengung, kündigte sein Königreich unter seiner Herrschaft an,  dies zugunsten einer vernünftigen und guten Nutzung unseres Planten und einer sauberen, weltweit einheitlichen Regierung mit einer einheitlichen Gesetzgebung!

 

*** Rbi8  Epheser 1:8-12 ***

8 Diese hat er auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir zuerst auf den Christus gehofft haben.

 

Diese Grenze der Fülle der von Gott vorgegeben Zeiten sind inzwischen erreicht! Darüber werden wir mehr erfahren. Nun aber kehren wir wiederum zum Beginn unseres physischen Systems zurück.

 

Unser Glaube hat somit viel mit unserer Art zu handeln zu tun! Ob wir hinter einem Irrtum, einer Lüge und hinter falscher Prophetie herrennen oder uns an Wahrheit, an die Realität und ein universelles göttliches Gesetz halten verändert viel! Jeder trägt für sich und andere Verantwortung und wird Rechenschaft abzulegen haben!

 

5.5    Die Erschaffung der Erde: Bewusste Realisierung eines intelligenten Plans

5.5.1          Das Universum mit einem berechenbaren Anfang!

 

Die Erschaffung des Weltalls nimmt in der Bibel eine einzige erste Zeile in Anspruch. Sie war offensichtlich nicht Inhalt langer Erklärungen! Der Hinweis war genügend, um einen Schöpfungsakt und nicht blinden Zufall an den Beginn aller Dinge zu stellen: Die „causa causarum“ wird im ersten Satz der Bibel erklärt!

 

*** Rbi8  1. Mose 1:1 ***

Im Anfang erschuf Gott die Himmel und die Erde.

 

Erst im späteren Verlauf der Niederschrift der Bibel gab Gott weitere Erklärungen ab, welche denkenden Menschen wichtige Anhaltspunkte liefern. Einige dieser Erklärungen erhielt der bedrängte Hiob zu seiner Stärkung und Ermunterung und um ihn auf höhere Gedanken zu bringen als die Not, welche er im Moment litt.

 

*** Rbi8  Hiob 38:1-7 ***

38 Und Jehova antwortete Hiob aus dem Windsturm und sprach dann:

 2 „Wer ist dieser, der den Rat verdunkelt

Durch Worte ohne Erkenntnis?

 3 Gürte bitte deine Lenden wie ein kräftiger Mann,

Und laß mich dich befragen, und du unterrichte mich.

 4 Wo befandest du dich, als ich die Erde gründete?

Teil [es mir] mit, wenn du Verständnisvermögen hast.

 5 Wer hat ihre Maße festgesetzt, falls du [es] weißt,

Oder wer hat über sie die Meßschnur ausgespannt?

 6 Worin sind ihre Einstecksockel eingesenkt worden,

Oder wer hat ihren Eckstein gelegt,

 7 Als die Morgensterne miteinander jubelten

Und alle Söhne Gottes beifällig zu jauchzen begannen?

 

Betreffend „causa causarum“ wurde die Erkenntnis der Menschen durch Gottes Widersacher und seine Helfer über Jahrtausende durch fehlende Erkenntnis wahrer Zusammenhänge verdunkelt. Allzuoft waren die Religionsführer dafür verantwortlich!

 

Die Erde besitzt innerhalb des Solarsystems exakte, festgelegte  Masse und ihre Erdrotation und Drehung um die Sonne ist vergleichbar mit Einstecksockeln wie wir sie von mechanischen Solarsystemen zu Schulzwecken gut kennen!

 

Jehova sprach zu Hiob aus dem Windsturm und zeigte Hiobs Unkenntnis der Kräfte hinter den Phänomenen, der Himmelskörper und ihrer Bewegungen, des Wasserkreislaufes und der Weisheit hinter der belebten Schöpfung (Hiob Kap. 38-41).

 

Als am sechsten Schöpfungstag alles errichtet war jauchzten die Engel beifällig über Gottes Werk und ihre eigene Arbeit! Die Morgensterne, ranghohe Engel, zu denen Jesus zählt, jubelten miteinander! All dies wusste Hiob nicht, darum liess Jehova diese Dinge durch Moses und spätere Propheten aufzeichnen!

5.5.2          Millionen von Jahre Vorbereitung der Erde für das Erscheinen des ersten  Menschenpaares

 

Damit überhaupt Leben auf der Erde möglich wurde, musste dieser ursprünglich formlose und öde Planet, von unwirtlichen Meeren bedeckt und unter dichter Finsternis einer von Staub durchsetzten Atmosphäre, zuerst für künftiges Leben vorbereitet werden. Dieser Prozess dauerte, wie Wissenschaftler bestätigen, Millionen bis gar Milliarden von Jahren! Der Bibelbericht von Moses erwähnt:

 

*** Rbi8  1. Mose 1:2-5 ***

2 Die Erde nun erwies sich als formlos und öde, und Finsternis war auf der Oberfläche der Wassertiefe; und Gottes wirksame Kraft [[der Geist Gottes (Schlachter); Gottes Geist (Einheitsübersetzung)]] bewegte sich hin und her über der Oberfläche der Wasser.

3 Und Gott sprach dann: „Es werde Licht.“ Da wurde es Licht. 4 Danach sah Gott, daß das Licht gut war, und Gott führte eine Scheidung zwischen dem Licht und der Finsternis herbei. 5 Und Gott begann das Licht Tag zu nennen, die Finsternis aber nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein erster Tag.

 

Die Zeit, die sich Gott für die einzelnen Schöpfungsakte nahm, wird in der Genesis einfach mit  einem hebräischen Wort wiedergegeben, das unter anderem „Tag“ bedeutet. Der Wortsinn umfasst eine bestimmte Zeitperiode mit definiertem Beginn und Ende. Es handelt sich dabei aber in keinster Weise um einen Vierundzwanzigstundentag, wie einige christliche Theologen dies behaupten.

 

Morgen bedeutet Beginn und Abend bedeutet somit das Ende der Phase. Erst nach Beenden einer Schöpfungsphase folgte die nächste! All dies zeigt einen ordentlichen, organisierten Ablauf, nach einem vorherbestimmten Plan.

5.5.3          Gottes Geister werden aktiv in Bezug auf die Erde

 

Der „Geist Gottes“, oder leichter verständlich, durch den planenden Geist Gottes, begannen seine ihm untergebenen Geistgeschöpfe, die Engel, Tätigkeiten im Hinblick auf die Erde auszuführen.

 

Die Urmeere bestanden zu jenem Zeitpunkt bereits. Ob mit dem Ausdruck: „Der Geist Gottes bewegte sich hin und her über der Oberfläche der Wasser“, die Bildung und Verteilung erster Einzeller im Meer gemeint ist, kann nur vermutet werden. Die Genesis beschreibt ja die gesamte Vorbereitung des Planeten Erde auf Leben hin.

 

Das Urmeer war alles andere wie lebensfreundlich und musste erst für höhere Lebensformen vorbereitet sein. Unter anderem musste Methan, Ammoniak und andere wasserlösliche giftige Stoffe abgebaut werden, welche  höheren Lebensformen hinderlich waren und die bereits in der Uratmosphäre in hohem Mass vorhanden waren. Andererseits mussten komplexe chemische Verbindungen, Moleküle wie die Aminosäuren, in grossem Ausmass erst entstehen, Grundlage für die Assimilation höherer Lebensformen.

 

Dazu brauchte es bestimmte Kleinstlebewesen, welche auch heute noch dieselbe Tätigkeit in Millionenfachen, spezialisierten Variationen verrichten. Was damals erschaffen wurde, das ist heute noch grossenteils in derselben, unveränderten Form auf dem Planeten Erde anzutreffen.

 

An Zeugen für die Veränderung des Urzustandes, hin zu lebensgrundlegenden Bedingungen, fehlt es also nicht. Plötzlich sind diese Erkenntnisse allseitig vorhanden und werden durch Filmmaterial im Zusammenhang mit NASA-Projekten und Raumflügen zum Mars und Jupiter publik gemacht, um zu beweisen, dass der Mensch ferne Planeten zu lebensfähigen Konditionen für den Menschen hin verändern könne!

 

Einige dieser Kleinstlebewesen finden sich in siedend heissen vulkanischen Quellen, andere in höchster Meerestiefe, wo Vulkanschlünde heisse, höchst toxische Gase ausstossen und ans Wasser binden und sie sind im arktischen Eis zu treffen. Überlebenskünstler unter allerschwierigsten Konditionen! Wo es scheinbar nicht mehr geht stellen sie sich tot, um bei verbesserten Konditionen unerwartet zum Leben zu erwachen!

 

Phytoplankton, pflanzliche Kleinlebewesen, bildet auch heute die Nahrungsgrundlage von etwa 90% aller Meeresbewohner! Sie leben von natürlichen Elementen die im Wasser gelöst sind oder sie aus fester Materie wie Gestein mittels chemischer Prozesse herauslösen. Dieses Phytoplankton aber brauchen zum Leben Licht.

5.5.4          Erdrotation ergibt Tag und Nacht

 

„Gott führte eine Scheidung zwischen dem Licht und der Finsternis herbei. Und Gott begann das Licht Tag zu nennen, die Finsternis aber nannte er Nacht“. Hier wird ein wesentlicher Faktor für das Leben auf der Erde mit kurzen Worten beschrieben.

 

Ganz offensichtlich bekam die Erde ihre Rotation um die eigene Achse zu irgend einem bestimmten frühen Zeitpunkt! Ob dies durch einen exzentrisch, starken Einschlag eines Riesenmeteors oder seit Anbeginn bestand, als die Erde als gühender Gas- und Materieball kosmischen Staub einfing und anhäufte, das bleibt hier unbeantwortet. Die Ursache, die „causa causarum“ wird aber gemäss dem Bibeltext einem bewussten Willensakt Gottes zugeschrieben!

 

Das schliesst die bewusste Erwählung des Planeten Erde mit dieser wichtigen Grundvoraussetzung nicht aus! Hier wird in der Aussage über das Phänomen der Erddrehung, seine Wirkung, Worte zugeordnet, die für Menschen leicht verständlich sind: Tag und Nacht, Licht und Finsternis. Dieser ständige Unterschied ist für das biologische Gleichgewicht, die biologische Uhr und viele weitere Lebensfaktoren von grosser Bedeutung!

 

Der Effekt Tag und Nacht, der mittels der Atmosphäre eine ausgeglichen Temperatur auf der gesamten Oberfläche der Erde bewirkt, begann offensichtlich seine erste grosse Wirkung zu zeigen! Wodurch? Dass eine Vielzahl erster Lebensformen von Licht abhängig war und es bis heute blieb! Andere Lebensarten, die auf dem finstersten Meeresboden existieren, brauchen anstelle Licht beispielsweise Methan zur Aufrechterhaltung der Lebensprozesse.

 

Die Wirkung des Lichts konnte nun durch ersten lebende Zellen in der Photosynthese ausgenutzt werden. Dabei verwandelt Zytoplankton im Ozean vorhandene anorganische Stoffe mittels der Photosynthese in organische Kohlenstoffverbindungen.

 

Als Abfallprodukt entsteht unter anderem Sauerstoff, das zu späterem Zeitpunkt in hohem Mass im Meer und in der Atmosphäre vorhanden sein musste, um höherstehendes tierisches Leben im Wasser, in der Luft und auf dem Land  zu ermöglichen!

 

Von diesem Phytoplankton ernähren sich Kleinsttiere im Meer, das Zooplankton. Es bildet die Grundlage der Nahrungskette jeder höheren Art von Meeresbewohnern. Jede neue Form von Leben, jede Art dieser unendlich vielfälltigen Wesen, musste für sich selbst nach logischen Erwägungen erschaffen werden! Ihre DNS[5] verwandelte sich nicht durch Zufall und blosse energetische Einwirkung zu einer höheren Form! Eine spontane Entwicklung aufgrund von Mutation kann vollkommen ausgeschlossen werden! Dieses Thema wird später näher erörtert.

 

Wie der Mensch viele technische Hilfsmittel für die unterschiedlichsten Zwecke herstellt, die ersten Anfänge der industriellen Revolution aber rudimentär waren, so kann man sich den Beginn der Biovielfalt vorstellen!

 

Niemand wird die Entstehung eines Hammers oder einer einfachen Metallsäge der blinden Evolution zuordnen, wie viel weniger dann hochkomplexes Leben? Das erste Auto umfasste bereits dieselben Grundbestandteile, die auch heutige Autos benutzen. Der erste Computer hatte dieselbe Grundlage, die auch heutige Computer verwenden! Die erste Zelle hat dieselben Grundeigenschaften welche menschliche Zellen bis heute auszeichnen!

5.5.5          Leben von ausserhalb des Planeten herkommend?

 

Selbst Wissenschaftler, die Vermutungen äussern, dass Leben von aussen her auf die Erde kam, lösen damit die Entstehung des höchstkomplexen Lebens nicht, sondern verschieben es lediglich ins Universum hinaus! Viel eher scheint der umgekehrte Weg, den die NASA zu gehen versucht, Leben auf andere Planeten oder deren Trabanten zu exportieren, mittels höchst komplexer menschlicher Technik, aufgrund von intelligenter Planung.

 

Der hypothetische Import von Lebensformen von ausserhalb des Planeten Erde, durch blossen Zufall, mittels Meteoriten entstammt dem Bereich der Phantasie! Selbst in jenem Fall gäbe es keine sachliche Verbindung zur Artenvielfalt, noch mehr freie Phantasie!

 

Die NASA würde jedoch höchst entrüstet sein, wenn jemand behauptet, dies könnte ohne höhere Intelligenz bewerkstelligt werden, sie sollten bloss genügend lange abwarten!

 

Die Theorie von bemannten intelligenten Raumschiffen, welche die Erde regelmässig besuchen, ist eine Kombination von biblischer Lehre über Engel, Götterglauben und Startrackvisionen. Jedenfalls wird der UFO-Glauben zu Recht mit Religion in Verbindung gebracht. Aus blindem Glauben heraus wird fast jede Behauptung zur Wirklichkeit. Biblische Realität lässt sich aber zu weiten Teilen beweisen und benötigt nicht einen mythologischen Hintergrund.

5.5.6          Leben und Lebensvielfalt von höherer Intelligenz abhängend

 

Bedenken wir, dass bereits ein scheinbar einfacher Einzeller eine DNS mit etwa 16 Milliarden biologischen Programmschritten besitzt! Ohne exakte, fehlerfreie Programmierung, die bereits vor der Entstehung der Zelle erfolgen musste, ist eine Zelle nicht lebensfähig! Dann musste die Zelle als Ganzes vorab aufgebaut werden, der Zellkern, der die DNS enthält musste existieren und alle Einzeleile enthalten, die zur Zellteilung notwendig sind. Dann war da die Zellmembran, welche die Zelle nach aussen hin schützt und den Stoffaustausch gewährleistet, sie musste vorhanden sein.

 

Um die Lebensgrundlage einer einzigen Zelle zu bilden mussten vorab viele weitere Bedingungen erfüllt gewesen sein: Eine tote Zelle und eine lebendie Zellen unterscheiden sich physikalisch nicht! Die Fähigkeit zum Leben zu haben kommt aber nicht von alleine! In der Lage zu sein, sich zu Teilen und neuzuformieren hängt von Leben ab. Eine einzelne Zelle und ihre verschiedenen Organe und deren Funktion ist aber so komplex in ihrem Aufbau und ihrer Organisation wie eine kleine Stadt! Alles purer Zufall?

 

Zudem unterscheidet sich eine tote Zelle wesentlich von einer lebenden durch Produktion! Eine vollständig entvölkerte Stadt zerfällt schnell! Nur eine lebende Zelle kann sich selbst am leben erhalten und ständig regenerieren, sowie Leben an die nächste Generation weitergeben!

 

Die Verschiebung der Entstehung des Lebens auf ausserhalb des Planeten löst das Problem der Entstehung einfacher wie komplexer Lebensformen nicht, sondern verkompliziert es höchstens! Der Weltraum ist noch weit lebensfeindlicher wie die Uratmosphäre und das Urmeer s waren!

5.5.7          Eine Verkettung von Abhängigkeiten die Intelligenz voraussetzt

 

Diese vielfälltigen Kleinstlebewesen vermehrten sich nach ihrer Einsetzung schnell ohne natürliche Feinde. Sie bildeten eine organische Ursuppe, welche ihrerseits die Grundlage für die Schöpfung vieler höherer Lebensformen bildete, welche wiederum durch denselben „ruach“, oder Geist Gottes, respektive durch intelligente Geistwesen geschaffen wurden, welche sich in göttlichem Auftrag über die Wasser bewegten!

 

(Zu 5.5.7:  vergleiche Grafik: Entstehung der Lebensformen)

 

Je nach geographischer Örtlichkeit waren die Lebensgrundlagen auch schon auf dem Urplaneten Erde unterschiedlich. Pole und Äquator unterschieden sich temperaturmässig. Jede Kleinstspezie musste ursprünglich dort ausgesetzt werden, wo ihre Überlebensgrundlage gegeben war.

5.5.8          Zufallsentstehung von Leben?

 

Die Frage, ob Leben durch Zufall, spontan entstehen kann, selbst wenn alle notwendigen Bedingungen optimal erfüllt wären, wurde in einem Wachtturm 1979 bereits mit klaren Argumenten verneint.[6]

 

   Der einfachste bekannte reproduktionsfähige Organismus (das Mykoplasma H 39), besteht aus 625 Proteinen zu durchschnittlich je 400 Aminosäuren. Einige behaupten jedoch, man könne theoretisch mit 124 solcher Proteine auskommen. Wie groß ist nun die Wahrscheinlichkeit, daß eines dieser Proteine, bestehend aus 400 „linksorientierten“ Aminosäuren, aus einer Mischung von „rechts“- und „linksorientierten“ Aminosäuren entsteht? Sie beträgt 1 zu 10120 (eine 1 mit 120 Nullen).

   Für diese nichtexistierende Zelle werden jedoch 124 Proteine benötigt. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß so viele Proteine, alle aus „linksorientierten“ Molekülen bestehend, sich spontan bilden? Sie beträgt 1 zu 1014 880. Diese Aminosäuren können aber nicht einfach wahllos miteinander verbunden sein; sie müssen in der richtigen Reihenfolge aneinandergereiht sein. Die Wahrscheinlichkeit, daß diese 124 Proteine von durchschnittlich je 400 „linksorientierten“ Aminosäuren in der richtigen Reihenfolge angeordnet sind, beträgt 1 zu 1079 360. Ausgeschrieben würde diese letzte Zahl (eine 1 mit 79 360 Nullen) zwanzig Seiten dieser Zeitschrift ausfüllen! Dr. Emil Borel, ein Experte auf dem Gebiet der Wahrscheinlichkeitsrechnung, sagt, ein Ereignis, dessen Wahrscheinlichkeit geringer sei als 1 zu 1050, werde nie eintreten, ganz gleich, wieviel Zeit man dafür einräume. Und diese Zahl läßt sich in weniger als zwei Zeilen schreiben.

 

Was zur Entstehung der einfachsten Lebensform, des Mykoplasma gesagt werden kann, wie viel mehr trifft dies auf höhere Lebensformen zu, wo die Behauptung von Mutation von einer zu einer anderen Art fast auf derselben Ebene der Wahrscheinlichkeit anzuordnen ist?

 

Nur planende und lenkende Intelligenz war dazu fähig, ist die einzige mögliche Schlussfolgerung!

 

Die vorgefasste Meinung einiger Biologen und anderer Wissenschaftler, zum Thema Entstehung von Leben, ist klar definiert. Wer Gott als Existenz in Frage stellt und eine geistig weit höhere Spezis als der Mensch, die in der Bibel Engel (was „Boten“ bedeutet) genannt werden, kategorisch verneint, der wird den Bericht der Genesis aus eigener Sicht stets als Ammenmärchen verurteilen! Trotzdem ist es die weit logischere und sachlich begründetere Erklärung, wie jede bisherige „wissenschaftliche“ Hypothese, die ihrerseits weit mehr Glauben bedingt, wie die einfachen und klaren Worte der ersten Seiten der Bibel!

 

Wir möchten unser Verständnis zwar durch wissenschaftliche Dokumentation von Fakten erhärten, unsere Hauptquelle zur Bildung des Gesamtverständnisses bildet jedoch die Bibel!

 

Was wird durch das hebräischen Wort „ruach“, das mit „Geist Gottes“ oder „Gottes wirksame Kraft“ übersetzt wurde, in anderen Teilen der Bibel beschrieben?

 

5.6    Gottes heiliger Geist und die Schöpfung

5.6.1          Was ist Gottes Geist „ruach“ wirklich?

 

Das hebräische Wort „ruach“, „Geist“, hat viele Bedeutungen und kann auch handelnde, intelligente Wesen bedeuten! Es kann Engel wie auch Dämonen betreffen. (1Kö 22:21, 22; Hes 3:12, 14; Mat 8:16)

 

Das dem hebräischen „ruach“ entsprechende griechische Wort „pneuma“ (Geist) stammt von „pnéo“, was „atmen“ oder „wehen“ bedeutet, also ein atmendes Wesen versinnbildlicht, die Lebenskraft darstellt (Hab 2:19; Off 13:15).

 

Zudem wird es auf den Geist des Menschen oder von Engeln bezogen der heilig, also in Reinheit, in Übereinstimmung mit Gottes Willen zu handeln vermag. Dieses Handeln seinerseits erzeugt eine Wirkung. Umgekehrt kann das Fehlen heiligen Geistes die Bosheit von Geistwesen und auch von Menschen ausdrücken (Eph 6:12).

 

Auch kann „ruach“ Wind bedeuten, der weht, der Wirkung verursacht, den man selbst aber nicht sieht, so z.B. in den Begriffen „Ostwind“ (2Mo 10:13) und „vier Winde“ (Sach 2:6). Der Zusammenhang ergibt sich jeweils aus dem Kontext! Wo in einem solchen Fall die vier Himmelsrichtungen angegeben werden, bezeichnet „ruach“ die Richtung oder Seite (Jer 49:36).

 

Mit dem hebräischen Wort „ruach“, das unter anderem somit auch „Geist“ bedeutet, wird auch etwas Bewegtes, etwas Unsichtbares ausgedrückt, das in Bewegung ist, im Gegensatz zu statischem Feststehen.

 

Gottes heiliger Geist (ruach; pneuma), der auch aus den Seiten der Bibel spricht, sollte Menschen bewegen, sie in Tätigkeit versetzen, sie anspornen zum Handeln. Die Tätigkeit liegt somit auf der Seite der Angesprochenen intelligenten Wesen, seien dies Engel oder Menschen! Diese Art des Geistes bewohnt den geistigen christlichen Tempel (Eph 2:22). Der „heilige Geist“ ist nicht aus sich heraus aktiv oder wirksam!

 

Wo der heilige Geist Gottes von Menschen oder Engeln zurückgezogen wird, sind jene nicht mehr in der Lage gottgemäss zu handeln, das stets auf ein positives, auferbauendes, nützliches Resultat abzielt. Somit ist das Endresultat selbstsüchtig, unsinnig, zerstörerisch, wie im Falle des Königs Saul, als er sich von Eifersucht gegen David beherrschen liess (1.Sa 18:10, 11).

 

Da Engel bis hin zur Erschaffung des Menschen beteiligt sind, ist der Rückschluss auf Engel, die bereits zu Beginn eine Unmenge von biologischer Urmasse erzeugten und diese an verschiedene Stellen des Urmeers verteilten, bestimmt eine treffende und mit der Sache übereinstimmende Aussage.

5.6.1          Geist und Gottes heiliger Geist aus biblischer Sicht

 

Ist es sinnvoll anzunehmen, dass ein nicht definiertes Etwas, eine unintelligente Energie, das zu Gott gehört, eine hochkomplexe Arbeit verrichtete, zu der selbständig agierende Intelligenz notwendig ist? Diese Gedanken entstammen babylonischem Denken das Göttern und Dingen unbelebte Kräfte zuordnet!

 

So zumindest definiert es eine der Religionsströmungen, Jehovas Zeugen, wenn sie Gottes „Geist“ als „Gottes aktive Kraft“ bezeichnet. Eine andere Strömung, jene der Katholischen Kirche“ und auch viele von deren protestantischen Töchtern, „personifiziert“ diesen heiligen Geist Gottes als eine selbständig handelnde Person, wie es der Sohn darstellt und bindet diese „Person“ in eine göttliche Dreieinigkeit ein. Dieses Thema in sich wird an anderer Stelle ausgiebig behandelt. Hier geht es um die Genesis und den Einfluss von Gottes Geist auf die Schöpfung.

 

Ein tiefes, unabhängiges Erforschen des Sinnes des Wortes bestätigt aber eindeutig nicht, dass der „Geist“ eine eigene Person innerhalb eines dreieinigen Gottes darstellt! Betrachten wir hierzu einige Texte, wo das hebräische Wort „ruach“ verwendet wird:

 

Wo der heilige Geist als „Helfer“ bezeichnet wird der lehrt, Zeugnis ablegt, Beweise erbringt, redet, hört, empfängt, da ist auch eine einfache andere Erklärung möglich als von einer „Person“ zu sprechen (Joh 14:16, 17, 26; 15:26; 16:7-15):

 

Die aufgezeichneten Worte Jesu und der Jünger in der Bibel sind ein gewichtiger Helfer, der bei den Nachfolgern Christi bleibt und in ihnen wirksam ist. Dies steht in Verbindung mit Wahrheit, die als „heiliger Geist“ wirksam ist. In diesem Sinne liess Jesus seine Jünger nicht verwaist zurück, obwohl er zum Vater wegging. Er versprach zurückzukehren (Joh 8: 31, 32; 14:16, 18, 20).

 

Die Bibel erklärt an mehreren Stellen, dass Gottes Geister [[ruach]], die Engel, zu bestimmten Personen und bestimmten Aufgaben ausgesandt wurden. Sie stellen Teil der „sieben Augen“ dar, die zur ganzen bewohnten Erde hin ausgesandt sind, um Informationen zu sammeln (Heb 1:14; Off 5:6).

 

*** Rbi8  1. Samuel 11:6 ***

Und der Geist [[ruach]] Gottes wurde über Saul wirksam, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr.

 

Hier aber scheint der eigene Geist Sauls, als er eine bestimmte Mitteilung hörte, in Harmonie mit Gottes Gedanken oder Gottes Geist aktiv geworden zu sein. Noch handelte er nach Gottes Willen.

 

Eine andere Stelle betrifft den gerechten Hiob der sich um Verständnis seiner Situation bemüht.

 

*** Rbi8  Hiob 33:4 ***

Gottes eigener Geist [[ruach]] hat mich gemacht,

Und des Allmächtigen Odem, er hat mich dann zum Leben gebracht.

 

Natürlich wurde Hiob nicht spezifisch durch Gott erschaffen. Das war Adam, Eva und Jesus vorbehalten. Aber auch in jenen drei Fällen deutet es eher auf ausgesandte Geister Gottes hin, welche das Werk verrichteten! „Lasst uns Menschen machen in unserem Bilde, in unserem Gleichnis“ schliesst eindeutig mehr als Gott als handelnde Person mit ein. Es waren Engel, welche diese Aufgabe gemäss Gottes Plänen und Richtlinien erfüllten. Menschen gab es ja noch nicht, an welche die Worte hätten gerichtet werden können.

 

Im Falle von Jesus war es der Engel Gabriel, welcher der Jungfrau Maria erklärte, dass das in ihr entstehende Leben von Gott her stamme, nicht von einem Mann! Der heilige Geist, der später Maria überschattete, war sehr wahrscheinlich mit einer Tätigkeit von Engeln verbunden, wie dies schon zuvor mit der Empfängnis der unfruchtbaren  Verwandten Marias, Elisabeth, in hohem Alter der Fall war (1.Mo 1:26; Lu 1:34-38).

 

Anders wird das Wort „ruach“ verwendet, wenn es Menschen allein und deren Geist als Lebenskraft, als Herzenseinstellung betrifft:

 

*** Rbi8  Sprüche 18:14 ***

Der Geist [[ruach]] eines Mannes kann seine langwierige Krankheit ertragen; was aber einen niedergeschlagenen Geist betrifft, wer kann ihn tragen?

 

Hier ist der Geist des Menschen angesprochen der niedergeschlagen sein kann, der aber selbst eine bedrückende Krankheit aufgrund seiner Herzenseinstellung (aktive Geistesverfassung) ertragen kann.

 

Dieser menschliche Geist kann durch Geister, durch Engel oder Gott selbst beeinflusst werden. Der babylonische König Nebukadnezar brachte Daniels herausragende Kenntnis über Träume mit babylonischen Göttern in Verbindung.

 

*** Rbi8  Daniel 4:18 ***
Aber du bist sachkundig, weil der Geist heiliger Götter in dir ist.‘

 

Nebukadnezar sieht in diesem Falle Daniels Weisheit als von Geistwesen beeinflusst. Daniel dagegen bezieht es im Kontext auf Jehova Gott und dessen Engel, welche ihm mehr Erkenntnis gaben als anderen Menschen und die als Wächter Funktionen in Beziehung zu Menschen auszuüben haben (Da 4:7, 8, 23; 10:5, 7-17).

 

Das Wort „Geist“ kann somit durch uns selbst oder durch religiöse Beeinflussung wie im Falle Nebukadnezars vielfach falsch ausgelegt sein und uns das einfache Verständnis, das die Bibel vermitteln möchte, rauben!

5.6.2          Gefahr durch moderne Phantasieprodukte, den Geist diser Welt

 

Gottes Geist, der stets mit Wahrheit in Verbindung steht, wird in der Bibel dem Geist dieser Welt entgegengestellt. Es ist ein Geist der Rebellion, des sich Auflehnens, ein Geist der klares Denken verwirrt und der die Folgen unseres Handelns nicht mehr erkennbar werden lässt oder sie verharmlost. Satan, der Verursacher ist der Vater der Lüge (Joh 8:44)

 

Heute droht vor allem Kindern und Jugendlichen eine starke Gefahr durch eine veränderte Art des Spiritismus, die Worte der Genesis mit der Entstehungsgeschichte des Planeten und uns Menschen und seines von Gott her limitierten Lebensraumes nicht mehr zu verstehen: Die Science-fiction in Comics und in Filmen. All dies beeinflusst auch das Schulsystem selbst dort, wo es „christlich“ genannt wird. Die Evolutionstheorie und mögliches weitere Lebensformen im Weltraum gelten dabei oft als feststehende Tatsachen. Schöpfung und ein intelligenter Gott sind eher Tabuthemen, die man besser nicht berührt oder ins Lächerliche zieht. Paulus beschreibt dies so:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:3-4 ***

3 Denn es wird eine Zeitperiode geben, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Begierden Lehrer aufhäufen werden, um sich die Ohren kitzeln zu lassen; 4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich dagegen unwahren Geschichten zuwenden.

 

In der Science-fiction taucht jegliche Art Phantasie auf, mit heldenhaften oder diabolischen, mächtigen, übermenschlichen Wesen, die sich im Hirn von Unmündigen leicht mit der Wirklichkeit zu vermischen beginnen.

 

Wer von uns Erwachsenen könnte mit Recht bestätigen, vollkommen davon frei zu sein? Nebukadnezars Denken war von magietreibenden Priestern jedenfalls stark beeinflusst worden! Auch heutige Regierende neigen weiterhin sehr zum Spiritismus. Astrologie, Horoskope, Befragung von Medien die zu Geistwesen Kontakt aufnehmen sind eine richtige Volksseuche! All dies ist mit heiligem Geist nicht in Einklang zu bringen!

5.6.3          Biblische Science-fiction  oder  effektive Realität?

 

Immer realistischere Science-fiction-Filme, welche andere Planeten im weiten System unserer Galaxie als belebt zeigen, gehören in die Welt der Phantasie! Leben entsteht nicht spontan, sondern ist das Produkt von Kreativität auf höchster denkerischer Ebene! Dazu ist ein denkendes, planendes Hirn notwendig oder etwas, was diese Funktion in wesentlich höherem Mass erfüllt.

 

Nur eine gute Kenntnis der Aussagen der Bibel lässt ein klares Gesamtbild zu, das in Harmonie mit der ganzen heiligen Schrift steht und nicht Teilbilder aus vollkommen anderen Bereichen entlehnt und so einbaut, dass der Anschein entsteht sie gehörten dazu. Dadurch wird jedoch nicht nur die Harmonie des Bildes zerstört, auch ihr Wahrheitsgehalt geht dadurch verloren. Wir machen uns zu Sklaven von imaginären Bildern, die meist durch mystische Religionen und deren Vertreter laufend Nahrung erhalten!

 

*** Rbi8  Johannes 8:31-32 ***

31 Und so sagte Jesus dann zu den Juden, die ihm geglaubt hatten: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger, 32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.“

 

Befreiung durch das Erkennen von Wahrheit!

5.6.4          Der Mensch ist nicht in der Lage selbst Leben zu erzeugen!

 

Der Mensch war mit allem technischen Fortschritt bisher nicht in der Lage Leben aus unbelebter Materie zu erzeugen! Selbst nicht unter besten Laborbedingungen! Er wird es voraussichtlich auch nie werden, weil sich Gott gewisse Dinge selbst vorbehalten hat. Leben draussen im Universum konnte bisher nicht schlüssig nachgewiesen werden!

 

Geistwesen aber existieren mit Sicherheit und gewisse Phänomene sind bis heute nur durch intelligent handelnde unsichtbare Wesen erklärbar!

 

Wir müssen somit den Unterschied kennen lernen, um   zwischen Phantasiewesen und wirklich existierenden Intelligenzen im unsichtbaren Bereich die entweder mit oder gegen Gottes Willen sich manifestieren! Nur die Bibel gibt uns klare Anhaltspunkte und warnende Hinweise!

 

5.7    Gottes Plan führt konsequent zum Menschen hin

5.7.1          Der Mensch mit einer verantwortungsvollen Aufgabe betraut!

 

Die Beschreibung der Vorbereitung der Erde lässt nur einen einzigen Schluss zu: Gott wusste bereits vor der Erschaffung der Engel und des Universums, dass er zu einem voraus bestimmten Zeitpunkt Menschen zu einem ganz spezifischen Zweck erschaffen würde! Es deutet vieles darauf hin, dass das hochkomplexe Universum ein Vorspiel zum hochkomplexen Menschen darstellt und von Anfang an den Menschen zum Zweck hatte um es denkend zu bewohnen!

 

Dieser Gedanke gibt dem Menschen weit mehr Verantwortung, als viele dies gerne wahrhaben möchte! Aufgrund der schnell fortschreitenden Umweltzerstörung und dadurch bedingtem Rückgang der Artenvielfalt nehmen aber immer mehr Menschen von dieser Verantwortung Kenntnis!

 

In einer religiösen Traumwelt, wo man durch das Anzünden einer Kerze und dem Anrufen eines „Heiligen“ den grossen Problemen entfliehen kann und in Wirklichkeit göttliche Macht auf Geistwesen auszuüben sucht, wird viel von menschlicher Eigenverantwortung an höhere Wesen delegiert, was die ursprüngliche Richtung der Aufgabenverteilung umkehrt! Der Mensch muss Gottes Willen herausfinden und erfüllen, der ihm durch Geistwesen erteilt wurde!

 

Dies wird durch ein bestimmtes Verhalten des Apostel Johannes unterstrichen, der zu Füssen des Engels anzubeten versuchte.

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:10 ***

Darauf fiel ich vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Er aber sagt zu mir: „Sieh dich vor! Tu das nicht! Ich bin nichts weiter als ein Mitsklave von dir und deinen Brüdern, die das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben. Bete Gott an; denn das Zeugnisgeben für Jesus ist das, was zum Prophezeien inspiriert.“

 

Anbetung gehört ausschliesslich Gott, auch in sehr beengter und beängstigender Situation! Ausschliesslich an ihn sollen wir uns wenden.

 

Erst durch die kontinuierliche und unwiederbringliche Auslöschung von Tier- und Pflanzenarten beginnen wir die Komplexität der Zusammenhänge langsam zu verstehen, dass die eine Art in ihrer Existenz von vielen anderen Arten abhängt! Dem Menschen ist ein Verwalteramt auferlegt, über welches er Rechenschaft abzulegen hat. Der weise König Salomo schreibt dazu:

 

*** Rbi8  Prediger 12:13-14 ***

13 Der Abschluß der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]. 14 Denn der [wahre] Gott selbst wird jederlei Werk ins Gericht über alles Verborgene bringen im Hinblick darauf, ob es gut ist oder böse.

 

Der Mensch steht am Ende dieser komplexen Lebenspyramide auf der Erde. Er ist gleichzeitig der für diese Pyramide Verantwortliche, der über sein Werk Rechenschaft abzulegen hat! 

5.7.2          Die Erde wurde für den Menschen schrittweise zubereitet

 

Wir haben die Beziehung zwischen Schöpfung, Gottes Geist und seine Handlung durch Geistwesen ganz zu Beginn der Schöpfung kennen gelernt. Nun wollen wir uns weiter mit den weiteren Schritten der Schöpfung bis zu ihrem Abschluss befassen.

 

Die Beschreibung der Vorbereitung der Erde für den Menschen als Lebensraum nimmt in der Bibel nur wenige Zeilen in Anspruch. Was in diese komprimierte Basininformation zusammengefasst wurde, kann auf allen Seiten der heute bestehenden Bücher nicht beschrieben werden, weil es mindestens so komplex ist, wie das Universum und das Leben selbst! Was wir bis heute über das Universum oder die submikroskopisch kleine DNS herausgefunden haben, dies allein füllt bereits ganze Bibliotheken und kratzt erst an der Oberfläche möglicher Erkenntnis (Joh 21:25).

 

Beschränken auch wir uns auf einige weitere, wenige Hinweise. Beachten wir die kompakte Information durch Gott, die wir inzwischen besser verstehen. Erinnern wir uns:

 

*** Rbi8  1. Mose 1:2 ***

Die Erde nun erwies sich als formlos und öde, und Finsternis war auf der Oberfläche der Wassertiefe; und Gottes wirksame Kraft bewegte sich hin und her über der Oberfläche der Wasser.

 

Der glühend flüssige Sonnentrabant, den wir Erde nennen, musste erst nach Milliarden von Jahren an seiner Oberfläche abkühlen, eine harte Schale bilden, die bis heute der Dicke und Fragilität einer Eischale entspricht!

 

Die flüchtigen Gase darüber mussten sich verflüssigen und ein Urmeer bilden. Die einigermassen kompakte Schale musste mehrfach und zu unterschiedlichen Zeiten aufgebrochen werden. Kontinente bildeten sich, Teile der aufgebrochenen Schollen sanken auf ein niedrigeres Niveau, andere wurden weiter emporgehoben, schoben sich übereinander. Vulkane und Bergketten bildeten sich innert relativ kurzen geologischen Zeiträumen.

 

(Zu 5.7.2: vergleiche: Zeitband der Sintflut Noas; Theorie des Versinkens von Atlantis als Beispiel)

 

*** Rbi8  1. Mose 1:6-8 ***

6 Und Gott sprach weiter: „Es entstehe eine Ausdehnung zwischen den Wassern, und es trete eine Scheidung ein zwischen den Wassern und den Wassern.“ 7 Dann ging Gott daran, die Ausdehnung zu machen und eine Scheidung herbeizuführen zwischen den Wassern, die unterhalb der Ausdehnung sein sollten, und den Wassern, die oberhalb der Ausdehnung sein sollten. Und so wurde es. 8 Und Gott begann die Ausdehnung Himmel zu nennen. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein zweiter Tag.

 

Die Bibel beschreibt einen Teil dieses langdauernden Prozesses der Bildung der Erdatmosphäre und Meere in einfachen, aber gut beschreibenden Worten als „Scheidung der Wasser“. Aus Teilen, die einstmals nur als heisse flüchtige Gase oben waren, durch Anreicherung von Wasserdampf infolge der Abkühlung nun in Form von Wolken und deren teilweisem Ausregnen ein Urmeer entstand, das die Kontinente bedeckte,

5.7.3          Kontinente tauchen aus der Urflut auf mit einer

 

Der Kreislauf der Wasser durch Verdunstung, Kondensation in Wolken, Regen, Flüsse, Meere begann später, in einem nächsten Schöpfungsakt ihre wichtige Funktion zu übernehmen. Hier wird das Wort „Himmel“ zum ersten mal auf die physische Atmosphäre angewendet, ein Bereich, der aus menschlicher Sicht „oben“ ist. Die wasserreichen Wolkenmassen scheinen aus irdischer Sicht dabei „oberhalb der Ausdehnung“ zu schweben.

 

*** Rbi8  1. Mose 1:9-13 ***

9 Und Gott sprach weiter: „Die Wasser unter den Himmeln sollen sich an einen Ort sammeln, und das trockene Land erscheine.“ Und so wurde es. 10 Und Gott begann das trockene Land Erde zu nennen, die Sammlung der Wasser aber nannte er Meere. Auch sah Gott, daß [es] gut [war]. 11 Und Gott sprach weiter: „Die Erde lasse Gras hervorsprossen, samentragende Pflanzen, Fruchtbäume, die nach ihren Arten Frucht tragen, deren Samen in ihr ist, auf der Erde.“ Und so wurde es. 12 Und die Erde begann Gras hervorzubringen, Pflanzen, die Samen tragen nach ihrer Art, und Bäume, die Frucht tragen, deren Samen in ihr ist nach ihrer Art. Dann sah Gott, daß [es] gut [war]. 13 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein dritter Tag.

 

Die Bildung der Kontinente und der Weltmeere wird in einem Akt beschrieben. Parallel dazu erscheinen die Pflanzen und Bäume. Bei jedem Akt spricht Gott zu seinem Werkmeister und Wortführer, der neue Aufgaben übernimmt und sie durch seine ihm untergebenen Engel ausführen lässt. Auftragserteilung und erfolgreiche Ausführung werden getrennt erwähnt: „Und so wurde es“.

 

Jeder Teilprozess wurde nach seiner Beendigung durch Gott beurteilt, ob er gut oder schlecht war.

 

Die biologische Masse im Urmeer hatte durch ihre jahrmillionenlange Ausscheidungen auf dem Boden allen Weltmeere einen dichten Teppich organischer Stoffe durch Kotausscheidung und verwesende Biomasse hinterlassen. Durch Anhebung über den Meeresspiegel war damit die Grundlage gegeben, wo erstes Gras und Pflanzen und später Bäume wachsen konnten.

 

Die Hochhebung hatte auch die Auswaschungen und Ansammlungen von nährstoffreichen Sedimenten in tiefergelegenen, fruchtbaren Gebieten ergeben. Kristallisierte Salze wurden weitgehend aus dem Lössboden ausgewaschen und ins Meer geschwemmt. Die Bibel verneint, dass dies alles ein reiner Zufallsprozess ist, sondern bestätigt planerische, schöpferische Tätigkeit, die hin zum organischen Leben führte. Im Vergleich zur Erde weisst keiner der übrigen Sonnentrabanten etwas wirklich vergleichbares auf!

5.7.4          Erschaffung von niedereren Lebensformen, als Grundlage höherer Spezies

 

In wissenschaftlich korrekter Folge kommen nun die belebten Dinge zum erscheinen, Gras, Pflanzen, Bäume gemäss ihren Arten. Deren Wachstum war nur möglich durch ein von Mikroorganismen belebtes Urmeer davor und einer die Landmassen bedeckenden Schicht organischen Ursprungs!

 

Der Wasserkreislauf schien sich auf einen mehr oder weniger konstanten Nebelregen zu beschränken, was optimale Verhältnisse für üppiges Wachstum bildete. Kein brennender Sonnenstrahl erreichte zu jenem Zeitpunkt die Erdoberfläche.

 

*** Rbi8  1. Mose 2:5-6 ***

5 Nun war noch kein Strauch des Feldes auf der Erde zu finden, und es sproßten noch keine Pflanzen des Feldes, denn Jehova Gott hatte es nicht regnen lassen auf die Erde, und kein Mensch war da, um den Erdboden zu bebauen. 6 Aber ein feuchter Dunst stieg gewöhnlich von der Erde auf, und er tränkte die ganze Oberfläche des Erdbodens.

 

Ausser einigen einfachen Moos- und Flechtenarten, brauchen Pflanzen ausser Wasser und Licht einen fruchtbaren Boden!  Die Biovielfalt auf der trockenen Erde benötigte ihrerseits wiederum eine Unmenge von Mikroorganismen, die nun auf Sauerstoff und Süsswasser angewiesen waren.

 

Während der Prozess der Photosynthese im diffusen Licht des Meeres bereits funktionierte, andere Planktonarten als Energiespender Methan brauchten und gar nicht auf Licht angewiesen waren,  kam nun an Land ein neuer Prozess ans Laufen, der weit mehr Licht benötigte wie zuvor, um weit grösserere und komplexere Gebilde hervorzubringen!

 

*** Rbi8  1. Mose 1:14-19 ***

14 Und Gott sprach weiter: „Es sollen Lichter in der Ausdehnung der Himmel werden, um eine Scheidung zwischen dem Tag und der Nacht herbeizuführen; und sie sollen als Zeichen und zur [Bestimmung von] Zeitabschnitten und Tagen und Jahren dienen. 15 Und sie sollen als Lichter in der Ausdehnung der Himmel dienen, um auf die Erde zu leuchten.“ Und so wurde es. 16 Und Gott machte dann die beiden großen Lichter, das größere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht, und auch die Sterne. 17 So setzte Gott sie in die Ausdehnung der Himmel, damit sie auf die Erde leuchten 18 und bei Tag und bei Nacht herrschen und zwischen dem Licht und der Finsternis eine Scheidung herbeiführen. Dann sah Gott, daß [es] gut [war]. 19 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein vierter Tag.

 

Scheinbar wird hier zu 1.Moses 1:3 eine Wiederholung des Erscheinens des Lichtes angegeben. Beachten wir jedoch, das hier in der Mehrzahl von „Lichtern“ gesprochen wird, dem Sichtbarwerden von Sonne, Mond und Sternen auf der Oberfläche des Erdbodens! Vom Standpunkt der Engel als Beobachter aus gesehen!

 

Hierbei dürfte es sich um ein anderes Phänomen gehen, das Wissenschaftler in Beziehung zu Kataklysmen herausgefunden haben, welche in späteren Erdphasen durch Meteoreinschläge verursacht wurden. Dabei sind durch einschlagende Meteore von einigen Kilometern Durchmesser, welche die Erdkruste durchschlagen haben und ganze Kontinente verschoben, Katastrophen von ungeheurem Ausmass entstanden. 

 

Ausser der starken Erschütterung welche selbst die Erdachse zu verschieben mochten entstanden Risse hin zur glühenden Magmaschicht und von kettenweisen Ausbrüchen von bisherigen und von neu am Meeresboden entstehenden Vulkanen waren die Folge.  Dabei wurden ungeheuer grosse Mengen an Wasserdampf, Staub- und Russpartikeln und dichten Gasen in die hohe Atmosphäre geschleudert. Über lange Perioden verbleiben diese in obersten atmosphärischen Schichten, welche die Erde über Jahrzehnte bis hin zu Jahrtausende zu verdunkeln vermochten.

 

Wie viel mehr musste die ursprüngliche Aufspaltung der Erde in Kontinente und die anfänglich schnelle Drift der Kontinentalschollen solches bewirkt haben? Ein ähnlicher Zusammenprall konnte der Auslöser gewesen sein. Riesige Mengen an Meerwasser verdunsteten an den Rissstellen, die in die höheren Luftschichten getrieben wurden und dichte Wolken bildeten, welche den ganzen Planeten umhüllten. Dies hatte einerseits ein feuchtes, erdenweites warmes Treibhausklima über lange Zeitperioden zur Folge, welche für das spätere Wachstum von herausragender Bedeutung war.

 

Die vereisten Pole waren erst viel später die Folge eines abrupten Klimasturzes und hatten eventuell das Ausregnen dieser dichten Wolkendecke zur Folge gehabt, die an den Polen die Ur-Eisdecke bildete.

5.7.5          Kataklysmus der Tage Noas, als Vorbild früherer Ereignisse?

 

Wie oft sich dieser Prozess wiederholte lässt die Bibel offen. Wissenschaftliche Erkenntnis und biblische Information ergänzen sich jedoch auch in diesem Bereich harmonisch. Erst zur Zeit Noahs kam ein erneuter Kataklysmus, der erste, seit es inzwischen Menschen gab, über deren Verlauf ein exaktes Register geführt wurde (gr. kataklysmón, eine Überschwemmung, eine Flut vergl FN 2.Pe 2:5)

 

(Zu 6.5.6:  vergleiche: Zeitband der Sintflut Noas; vergleiche Meteoreinschlag Carolina)

 

Die „Scheidung zwischen dem Tag und der Nacht“, welche Gott herbeiführte, hat mit dem Sichtbarwerden der Himmelskörper Sonne, Mond und Sterne zu tun. Es ist nicht vorstellbar, dass die Erde erst zu jenem späten Zeitpunkt der vierten Phase oder des „vierten Tages“, zu rotieren begann, somit zuvor stets dieselbe Seite von der Sonne beschienen worden wäre, wie dies beim Mond der Fall ist. Das zweifache Beschreiben des Erscheinens des Lichtes muss somit einen anderen Grund haben!

 

Ganz offensichtlich wurde zu jenem späten Zeitpunkt weder die Sonne, noch der Mond, noch die Sterne erschaffen und die nach altem Weltbild, vor Kopernikus, der das heliozentrische System beschrieb, an einer gläsernen, sich drehenden „Himmelssphäre“ befestigt waren. Mystische religiöse Ansichten, die von der Katholischen Kirche noch längere Zeit vertreten wurden und selbst vor dem Scheiterhaufen jener nicht halt machte, welche diese Torheit mutig angriffen. Im siebzehnten Jahrhundert gehörten Bruno Giordano und kurz darauf Galileo Galilei in diese Gruppe wissenschaftlicher Märtyrer. Der zweite rettete seine Haut nur dadurch, indem er offiziell abschwor. Seine Worte: „Und sie dreht sich doch!“ blieben uns erhalten.

 

Viel eher scheint, dass vom Blickpunkt Erde her, diese Lichter zu jenem spezifischen Zeitpunkt somit erstmals deutlich erkannt werden konnten. Zuvor scheint ein diffuses Licht beherrschend gewesen zu sein. Nun war eine klare Scheidung möglich

5.7.6          Grosse Meerestiere erscheinen am fünften Schöpfungstag

 

Inzwischen war das biologische Leben im Meer und die Fauna zu Land so weit fortgeschritten, dass sie die für atmende Tiere giftig hohen Bestände an Kohlendioxyd und anderen Gasen weitgehend zu binden vermochten und der Sauerstoffgehalt des Wassers und der Luft höhere Lebensformen ermöglichten. Zeit für die nächste Auftragserteilung durch Gott.

 

*** Rbi8  1. Mose 1:20-23 ***

20 Und Gott sprach weiter: „Die Wasser sollen ein Gewimmel lebender Seelen hervorwimmeln, und fliegende Geschöpfe mögen an der Vorderseite der Ausdehnung der Himmel über der Erde fliegen.“ 21 Und Gott ging daran, die großen Seeungetüme zu erschaffen und jede lebende Seele, die sich regt, die die Wasser hervorwimmelten, nach ihren Arten und jedes geflügelte fliegende Geschöpf nach seiner Art. Und Gott sah dann, daß [es] gut [war]. 22 Darauf segnete Gott sie, indem [er] sprach: „Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Wasser in den Meeresbecken, und der fliegenden Geschöpfe sollen viele werden auf der Erde.“ 23 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein fünfter Tag.

 

Die „Vorderseite der Ausdehnung“ bedeutet offensichtlich die Atmosphäre. Die ausgedehnte Pflanzenwelt mit grossen Urwäldern liess nun höhere Lebensformen zu, deren Nahrungsgrundlage jene Pflanzen bildete. Nach den Fischen und Meerungetümen erschienen Vögel, alle nach ihren Arten einzeln erschaffen.

 

Die Meeresflora mit vielen Arten von Seegräsern bis hin zu niederen Schalentieren mögen bereits zuvor und seit längerer Zeit existiert haben. Sie werden nicht getrennt erwähnt.

5.7.7          Bewusste, intelligente Mutation hin zu neuen Lebensformen?

 

Aus bereits bestehendem Leben wurden stets neue Lebensformen erschaffen durch bewusste, vorherbestimmte Mutation bestehender DNS und dadurch intelligent kontrolliertem Beginn neuer Pflanzen und Tierarten, beginnend mit niederen Arten von Weichtieren, Muscheln, kleineren Plankton fressenden Fischen und Reptilien im Meer, später ergänzt durch verschiedene Vogelarten zu Land und in der Luft.

 

*** Rbi8  1. Mose 1:24-25 ***

24 Und Gott sprach weiter: „Die Erde bringe lebende Seelen nach ihren Arten hervor, Haustiere und sich regende Tiere und wildlebende Tiere der Erde nach ihrer Art.“ Und so wurde es. 25 Und Gott ging daran, die wildlebenden Tiere der Erde zu machen nach ihrer Art und das Haustier nach seiner Art und jedes sich regende Tier des Erdbodens nach seiner Art. Und Gott sah dann, daß [es] gut [war].

 

Dies geschah in der letzten Schöpfungsperiode, am sechsten Tag. Stets mussten neue Arten paarweise gleichzeitig erschaffen worden sein, ansonsten ihre Fruchtbarkeit nicht gegeben gewesen wäre, da sich bis heute die Arten ja nur unter sich fortpflanzen können! Gottes Auftrag musste erfüllt werden, der in ihren Instinkt eingetragen wurde: Seid fruchtbar, und werdet viele, und füllt die Wasser in den Meeresbecken, und der fliegenden Geschöpfe sollen viele werden auf der Erde“.

 

Ob diese Erschaffung, wie im Falle des Menschen beschrieben wird, aus dem „Staub des Erdbodens“, dessen Elementen direkt geschah oder in einer Form der Benutzung einer vorhergehenden Spezi, welche eine neue Art austragen, ernähren und aufziehen musste, sagt die Bibel nicht.

5.7.8          Engel sind mit genetischen Eingriffen vertraut!

 

Die Befruchtung einer Eizelle in Maria, ohne einen Mann, zeigt, dass Engel seit langem durchaus mit der Technik der Fortpflanzung vertraut sind! Die unfruchtbare Cousine von Maria, Elisabeth, wurde auf Ankündigung eines Engels hin schwanger! Auch der Fall der sterilen Sara fällt in diesen Bereich. Er fand schon mehr als eintausenachthundert Jahre vor Christi Geburt statt! Sara wurde mit achzig Jahren nach vorheriger Ankündigung durch einen Engel in die Lage versetzt, mit Isaak erstmals Schwanger zu werden. Das bedingte einen Eingriff in ihr System der Ovarien! All dies geschah zudem in göttlichem Auftrag!

 

Vom Menschen und von Tieren her wissen wir, dass auch fremde Arten künstlich in den Uterus eingesetzt, und erfolgreich ausgetragen werden können. Wenn wir Menschen mit Hilfe von technischen Mitteln heute dazu in der Lage sind, warum sollten Engel, die uns an Intelligenz überlegen sind und offensichtlich schon viel früher als wir mit solchen Techniken vertraut waren, solches nicht erfolgreich durchführen können?

 

Wir können zumindest den Teil der Aufzucht aber in der Natur durchaus beobachten, wo Eltern einer Spezi eine andere aufziehen. Der bekannte Fall des  Kuckuck wäre ein solches Beispiel.

 

Bedenken wir im Zusammenhang auch die Auferstehungshoffnung und was die Bibel darüber schreibt: Längst Verstorbene werden aus ihren Gräbern kommen. Dies bedingt eine vollkommene Rekonstruktion des gesamten Körpers aufgrund des ehemals bestandenen genetischen Codes! Ganz offensichtlich sind Engel mit all dem vollkommen vertraut!

 

Sei es künstliches Übertragen von genetisch verändertem Material zu einer neuen Art oder sei es vollkommene Konstruktion jeweils eines Paares derselben Art, gemäss biblischer Aussage entstanden neue Arten auf Gottes Geheiss hin und niemals durch evolutiven Zufall!

5.7.9          Auskunft über die Erschaffung direkt vom Werkmeister

 

Wir dürfen Fragen betreffend der damaligen Art und Form der Erschaffung von neuen Arten auf die Zeit nach Jesu Wiederkunft, auf die Zeit während des tausendjährigen Königreiches aufsparen! Dann werden auch Arten die der Mensch ausgerottet hat wieder zum Erscheinen kommen. Für jene Tage gilt das göttliche Versprechen:

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:3-5 ***

Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

5 Und der, der auf dem Thron saß, sprach: „Siehe! Ich mache alle Dinge neu.“ Auch sagt er: „Schreibe, denn diese Worte sind zuverlässig und wahr.“

 

Es ist wahrscheinlich, dass unter die Dinge, welche Gott neu macht, alle ausgestorbenen Arten gehören. Unter der umsichtigen Pflege der Menschen während des tausendjährigen Reiches Christi werden diese wiederum gedeihen können.

 

Neue Arten, die mit einem einzigen Paar begonnen hatten, bedingte ihrerseits eine bestimmte Zeit intensiver Kontrolle und bewussten Schutzes, ansonsten die meisten Arten keine Chance gefunden hätten sich zu vermehren.

 

Dies erkennen wir heute aus dem Wissen über das beinahe Aussterben vieler Tierarten, deren Population inzwischen zu klein ist, die Gegner und widrigen Umstände daher zu gross, um sich erfolgreich ohne Hilfe durch den Menschen zu vermehren. Solche gefährdeten Bestände bedürfen menschlichen Eingreifens bis zur Stabilisierung und Vergrösserung ihres Bestandes!

 

Wer aber übernahm diese Art der Pflege damals? Die Bibel nennt es nicht direkt, lässt aber durchblicken, dass Engel als intelligente Geschöpfe solcherlei Aufgaben durchaus erfüllen konnten!

 

Bis heute ist ein Unterschied zwischen Haustieren und wildlebenden Tieren deutlich feststellbar. Es ist so, dass Haustiere in ihrem Instinkt zum Menschen hin tendieren, während wildlebende Tiere instinktiv den Menschen scheuen. Die Ausnahmen von domestizierten Wildtieren bestätigen diese Regeln nur.

 

*** Rbi8  1. Mose 9:2 ***

2 Und Furcht vor euch und Schrecken vor euch wird weiterhin auf jedem lebenden Geschöpf der Erde und auf jedem fliegenden Geschöpf der Himmel sein, auf allem, was sich auf dem Erdboden regt, und auf allen Fischen des Meeres. In eure Hand sind sie jetzt gegeben.

 

Offensichtlich ist diese Furcht vor dem Menschen den Wildtieren in den Instinkt geschrieben!

5.7.10       Eden: Ein besonderer Garten für die ersten Menschen

 

Die Aufgabe der Engel in dieser Beziehung, der physischen Erschaffung von neuen Pflanzen und Tierarten, ihrer Aufzucht, ihrer Hege und Pflege der Natur, der Flora und der Fauna, sollte mit einem ganz besonderen Akt zu ihrem Ende kommen.

 

*** Rbi8  1. Mose 2:8-10 ***

8 Ferner pflanzte Jehova Gott einen Garten in Eden, gegen Osten, und dorthin setzte er den Menschen, den er gebildet hatte. 9 So ließ Jehova Gott aus dem Erdboden allerlei Bäume hervorwachsen, begehrenswert für den Anblick und gut zur Speise, und auch den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens und den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse.

 

Die Engel sollten nun einen Garten anlegen der „Eden“ oder „Garten der Wonne“ genannt wird. Dahinein sollte die Krone der physischen Schöpfung gesetzt werden: Adam, der erste Mensch.

 

Zwei besondere Bäume werden hier im Bericht erwähnt, die wichtigen symbolischen Wert besitzen. Die Speise von beiden war für die Menschen von ganz besonderer Bedeutung!

 

5.8    Gottähnlich gemachte Krone der Schöpfung

5.8.1          Der Mensch, Ebenbild Gottes

 

Am Ende des sechsten Tages stand nun noch die grösste Herausforderung in der Erschaffung neuer Arten bevor: Ein intelligentes Wesen, das geeignet wäre und in der Lage ist, die ganze physische irdische Schöpfung zu kontrollieren, zu hegen und zu pflegen. Dieses bisher nicht Existierende sollte sich zudem freiwillig, aufgrund von Erkenntnis, seinem Schöpfer unterordnen, der seinerseits Anleitung und Schutz gewähren würde.

 

Diese intelligente Tätigkeit, bedingt die Liebe zu Gott, die Liebe zu Seinesgleichen, zum Leben allgemein, zu Tieren und Pflanzen. Sie beinhaltet  bewusste Entscheidung, über Sein und nicht Sein, Erhalt oder Ausrottung einer Art, inklusive der eigenen!

 

Gottähnliche Voraussetzungen waren dazu erforderlich, die ein komplexes Rechtssystem zu verstehen beinhaltet, das zwischen gut und schlecht einer Handlung zu unterscheiden vermag, indem es auch die langfristigen Konsequenzen der Aktion abzuschätzen in der Lage wäre.

 

Bis zur Vollendung der materiellen Schöpfung waren intelligente Engel über das Werk gesetzt gewesen. Nun kam der Zeitpunkt, wo die Erde allmählich durch eine vollkommen neue, abschliessende Schöpfung kontrolliert werden sollte. Es sollte nach Gottes Vorsatz schlussendlich nicht dauernd die Aufgabe von Geistwesen sein, die täglichen Pflichten des Unterhalts des Gartens Eden wahrzunehmen.

 

Die ganze irdische Schöpfung konnte auf längere Sicht nicht dem Zufall überlassen, noch durch eine der bisherigen Schöpfungen in der Tierwelt wahrgenommen werden. Dazu war wesentlich mehr notwendig!

5.8.2          Vom Plan hin zur Ausführung: „Lasst uns Menschen machen!“

 

Wiederum kam ein geplanter Schritt hin zu einem längst vorherbestimmten Ziel zur Ausführung: Jehova, der Schöpfer spricht nun zu seinem Wortführer und Werkmeister, gibt jenem Anleitung und Anweisung:

 

*** Rbi8  1. Mose 1:26-27 ***

26 Und Gott sprach weiter: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis; und sie sollen sich untertan halten die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Haustiere und die ganze Erde und jedes sich regende Tier, das sich auf der Erde regt.“ 27 Und Gott ging daran, den Menschen in seinem Bilde zu erschaffen, im Bilde Gottes erschuf er ihn; männlich und weiblich erschuf er sie.

 

Das Prinzip der Fortpflanzung innerhalb jeder Art gab es im Himmel  nicht. Jeder Engel war eine individuelle Schöpfung, der sich durch spezifische äusserliche Charakteristiken und spezifischem, erlerntem Verhalten, einer vom anderen unterscheidet.

 

Dieses neue Prinzip, der Fortpflanzung durch Zeugung für intelligente Wesen, von ebenso individuellen intelligenten Nachkommen, wurde nun ähnlich wie bei den Tieren auf zwei getrennte Individuen aufgeteilt: das Männliche und das Weibliche. Jedem kam  eine spezifische Aufgabe zu, die sie nur gemeinsam zur vollständigen Zufriedenheit Gottes erledigen konnten.

 

Dass all dieses Erschaffungswerk zwischen Gott und seinem Wortführer, seinem Sohn Jesus, schon seit Beginn in einer Teamarbeit voranging, dies zeigt das kleine Wörtchen „Gott sprach weiter“, wie Moses erwähnt, das vor der Anweisung nun Menschen zu erschaffen aufgeführt wird. Es weisst klar auf Fortsetzung hin, obwohl zuvor nicht erwähnt wird, wem die jeweiligen Anweisungen gegolten haben.

 

Viele Bibelschreiber geben Auskunft über Geistwesen, Engel. Es war  aber Jesus vorbehalten, der selbst aus dem geistigen Bereich gekommen war, schlussendliche Auskunft über sich, andere Engel und vor allem über den Vater zu geben!

5.8.3          Der Wortführer und Werkmeister Gottes wird identifiziert!

 

Und Gott sprach somit „weiter ...“ zu  jenem geliebten Sohn, der allezeit vor ihm fröhlich war und sich über jede der ausgeführten Arbeiten freute! Ganz besonders kam dies zum Ausdruck, als die höheren Arten zur Erschaffung kamen, die mit dem ertragfähigen Land zusammenhingen.

 

Der weise König Salomo wurde inspiriert schon weit vor dem Kommen des Messias zusätzliche Informationen über die Schöpfung und deren Werkmeister zu geben.

 

*** Rbi8  Sprüche 8:29-31 ***

... als er die Grundfesten der Erde verordnete, 30 da wurde ich neben ihm zum Werkmeister, und ich wurde der, den er Tag für Tag besonders liebhatte, während ich allezeit vor ihm fröhlich war, 31 fröhlich über das ertragfähige Land seiner Erde; und die Dinge, die mir lieb waren, waren bei den Menschensöhnen.

 

Salomo schreibt im Kapitel 8 der Sprüche über die personifizierte Weisheit. Man bezieht diese Worte allgemein auf den Messias, den vorhergesagten Christus, den künftigen Herrscher, der, wie der Prophet Micha zeigte, dessen Ursprung vor „unabsehbarer Zeit“ ist, dass dieser aber aus Bethlehem-Ephratha stammen würde. Genau in jenem Bethlehem wurde Jesus in einem Stall geboren und in eine Krippe gelegt, weil für ihn schon damals in einer Herberge kein Platz war!

 

*** Rbi8  Micha 5:2 ***

2 Und du, o Bethlehem-Ephratha, das zu klein ist, um schließlich unter den Tausenden Judas zu sein, aus dir wird mir der hervorgehen, der Herrscher in Israel werden soll, dessen Ursprung aus frühen Zeiten ist, aus den Tagen unabsehbarer Zeit.

 

Jesu besondere Liebe sollte fortan den Menschensöhnen gehören, ganz besonders jenen, die sich nach dem Sündenfall und der göttlich verordneten Trennung zwischen der „Frau“ und der „Schlange“ aufgrund des Dranges ihres Herzens zur Seite Jehovas hin neigen würden!

 

Dass Jesus selbst von Beginn an Gottes Wortführer war, dies hat er selbst bei mehreren Gelegenheiten deutlich bestätigt. Der Apostel Johannes aber beschreibt es trefflich zu Beginn seines Evangeliums:

 

*** Rbi8  Johannes 1:1-5 ***

1 Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott. 2 Dieser war im Anfang bei GOTT. 3 Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein, und ohne ihn kam auch nicht ein Ding ins Dasein.

Was ins Dasein gekommen ist 4 durch ihn, war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. 5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht überwältigt.

 

Durch Jesus kam das Leben hin zum ersten Menschen, zu Adam. Es war sein Werk nach Gottes Plan. Als Wortführer Gottes unterrichtete er Adam über seine Rechte und Pflichten und wies ihn in seinen Aufgabenbereich ein.

 

In dieser Funktion, als „das Wort“ übermittelte dieser mächtige Engelfürst auch das Urteil Jehovas im Garten Eden, als die beiden ersten Menschen gemeinsam gegen Gott rebelliert hatten. Dass der Teufel durch seine Verführung schon zu Beginn der Menschheit jenes Licht genauer Erkenntnis und Gottergebenheit auszulöschen versuchte, dies vermochte Gottes Plan nicht zu überwältigen!

 

Jesus Liebe zu den Nachkommen Adams blieb, obwohl diese Erfahrung in Eden bestimmt für ihn sehr schmerzhaft gewesen sein musste. Er blieb dem Vorsatz Gottes treu! Zu sehen wie ein anderer Engel, der durch ihn erschaffen worden war, die Wahrheit verdrehte und dadurch zum Mörder an der ganzen kommenden Menschheit wurde, war bestimmt eine einschneidende Erfahrung! (vergl. Joh 8:44; Kol 1:15, 16; 2.Ti 2:11, 12)

5.8.4          Ein Ebenbild Gottes und der Engel

 

Wenden wir uns nun dem Werk zu, das unter der Führung des Werkmeisters Jesus nach Gottes Plan und Anweisung erschaffen wurde.

 

Aus bestehender Grundsubstanz der DNS bestimmter Tiere wurde nun etwas vollkommen Neues erschaffen, das vielerlei tierische Fähigkeiten in sich vereint, in anderer Beziehung aber weit darüber hinausgeht! Die äusserliche Verwandtschaft mit dem Tierreich wird niemand von der Hand weisen: Es zeigt die Handschrift des selben Konstrukteurs!

 

Der Mensch sollte nach Jehovas Anweisung Gottes und der Engel Ebenbild werden! Jesus sagte gar, dass wer ihn gesehen habe, Gott selbst gesehen hätte, weil er selbst zuvor als perfektes Abbild Gottes erschaffen wurde.

 

*** Rbi8  Johannes 14:9 ***

Wer mich gesehen hat, hat [auch] den Vater gesehen.

 

Auch wird Jesus der zweite Adam geheissen, was bedeutet, dass der erste Adam wohl kaum Verwandtschaft mit einem Affenmenschen hatte! Ob Anhänger der Evolutionstheorie wirklich  je die Bibel mit Verstand gelesen haben, um deren Sinn zu erfassen? Dies ist fast gänzlich auszuschliessen! (Rö 1:25; 1.Kor 15:45; Kol 1:15)

 

(Zu 5.8.4:  vergleiche Grafik: 1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

Die Apostel und die Jünger Jesus vermochten Jesus in seiner Funktion als Gottes Abgesandten und geliebten Sohn zu erkennen! Petrus war es, der gegenüber Jesus die Worte äusserte: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ (Mat 16:16)

 

*** Rbi8  Johannes 14:6-7 ***

6 Jesus sprach zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. 7 Wenn ihr mich erkannt hättet, würdet ihr auch meinen Vater erkannt haben; von nun an kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.“

 

Nicht die physische Erscheinung Jesu war es, welche Petrus erkannte, sondern die Anerkennung der herausragenden Stellung, die Christus vor Gott einnahm! Er war der Gesalbte, der wahre Sohn Gottes der Jehovas volle Anerkennung genoss. In diesem Sinne konnte Petrus und die Jünger nun auch den Vater in seiner Stellung erkennen.

5.8.5          Verwandtschaft nach oben und Verwandtschaft nach unten!

 

Der aufrechte Gang des Menschen war zwar im Affen vorgezeichnet, aber nur der Mensch ist fähig in physisch vollkommener Harmonie ein Ballett zu tanzen! Die guten Augen, die Sinn für harmonisches und Schönes finden, und seine Ohren, die das Herz durch angenehme musikalische Klänge erfreut, dies kennt die Natur in dieser Vervollkommnung nicht, ist aber bei Engeln ebenso zu finden (Off 5:4-9).

 

Seine Stimme, die nicht bloss Laute, sondern Worte und Sätze zu formen vermögen die Sinn ergeben und in der Harmonie einer Lyrik Ausdruck finden oder durch den Gesang, wodurch er sich selbst und andere erfreuen kann, dies ist einmalig unter allen Tieren, Engel aber empfinden dieselben Gefühle! (Hi 38:4-7)

 

Die Hände des Menschen wurden zu dem wohl höchstentwickelten Werkzeug ausgearbeitet, fähig jede Art Material zu bearbeiten und gleichzeitig zärtlich ein Neugeborenes zu liebkosten oder behutsam einen Schmetterling zu fassen!

 

*** Rbi8  1. Mose 5:1-2 ***

An dem Tag, an dem Gott Adam erschuf, machte er ihn im Gleichnis Gottes. 2 Männlich und weiblich erschuf er sie. Danach segnete er sie und gab ihnen an dem Tag, an dem sie erschaffen wurden, den Namen Mensch.

 

Das hebräische Wort adhám  transliteriert auf Deutsch „Adam“ bedeutet „Menschen“. Jesus wurde somit durch Paulus zurecht als der zweite „Adam“ oder somit der zweite „Mensch“ genannt, der nun, durch seine Geburt aus Maria, zu einem wahren Menschensohn wurde, seiner Herkunft wegen aber wahrer Engel ist.

 

All diese herausragenden physischen Eigenschaften und Charakteristiken der Schöpfung „Mensch“ als Gesamtes betrachtet, mit den übrigen Sinnen verbunden, wird durch keine der Tierarten erreicht oder überboten! Somit ist der Mensch die Krone physischer Schöpfung!

 

Der Geruchsinn des Hundes bleibt jenem des Menschen vielfach überlegen und trotzdem ist es der Mensch, der viele Gerüche zu unterscheiden vermag und sich am Geruch einer Rose oder jenem einer guten Mahlzeit erfreut! Sein Tastsinn und sein Sinn für Orientierung hat er mit anderen Tierarten gemein, alle Sinne zusammen in gegenseitiger Harmonie machen ihn aber für das Leben auf der Erde zur erfolgreichsten aller Spezis, den anderen weit überlegen, obwohl er vielen an Kraft oder Schnelligkeit unterlegen ist.

 

Gegenüber jedem Tier am weitesten überlegen aber sind seine geistigen Fähigkeiten!

5.8.6          Die geistige Verwandtschaft des Menschen zu den Engeln

 

Der wesentlichste Unterschied des ersten Menschen Adam zu allem früher Erschaffenen war die deutliche Verwandtschaft mit den Geistgeschöpfen! Worin nun besteht diese Verwandtschaft?

 

Zum einen ist es der freie Wille, den ihm sein Schöpfer gegeben hat und die Sehnsucht, die er ihm ins Herz gelegt hat, nach diesem Schöpfer suchend zu tasten. Paulus erklärt dies vor Griechen in Athen, die der Philosophie und allerlei Mystik zuneigten.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:24-28 ***

24 Der Gott, der die Welt und alles, was darin ist, gemacht hat, dieser, der der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die mit Händen gemacht sind, 25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als ob er etwas benötigte, da er selbst allen [Personen] Leben und Odem und alles gibt. 26 Und er hat aus einem [Menschen] jede Nation der Menschen gemacht, damit sie auf der ganzen Erdoberfläche wohnen, und er verordnete die bestimmten Zeiten und die festgesetzten Wohngrenzen der [Menschen], 27 damit sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und wirklich finden mögen, obwohl er tatsächlich einem jeden von uns nicht fern ist. 28 Denn durch ihn haben wir Leben und bewegen uns und existieren, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: ‚Denn wir sind auch sein Geschlecht.‘

 

Paulus zeigt hier, dass Gott von Anfang an gewisse Zeitgrenzen festgelegt hatte! Einerseits ist die Lebensspanne jedes Menschen bisher limitiert, andererseits wurde auch dem heutigen System eine Grenze gesetzt und ein Gerichtstag festgesetzt! (Apg 17:31)

 

Die von Gott für die Menschen festgesetzten Wohngrenzen waren seit Beginn auf die Erde beschränkt! Engel hatten ihren zugewiesenen Wohnbereich, den Himmel, zur Zeit der Sintflut verlassen, erhielten ein Gericht und wurden dafür zur Rechenschaft gezogen!

 

*** Rbi8  Judas 6 ***

Und die Engel, die ihre ursprüngliche Stellung nicht bewahrten, sondern ihre eigene rechte Wohnstätte verließen, hat er mit ewigwährenden Fesseln unter dichter Finsternis für das Gericht des großen Tages aufbehalten.

 

Wer Menschen eine Wohnstädte im Himmel verspricht oder ihnen suggeriert, dass ihre Auferstehung nach dem Tod bei den Engeln sein würde, der folgt nicht den geraden Weg der Wahrheit! Der Mensch wurde für die Erde erschaffen, das ist der einzige Bereich der ihm zugewiesen ist (Joh 3:13; 5:28, 29; 2.Ti 2:18).

 

Paulus sagt deutlich, dass Gott jedem von uns nicht fern ist. Um ihn kennen und lieben zu lernen brauchen wir unsere Wohnstädte, die Erde nicht zu verlassen! Jehova wird schlussendlich mit Jesus zusammen und den Engeln wiederum bei den Menschen weilen. Das ist seine glaubwürdige Zusage! „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. ... diese Worte sind zuverlässig und wahr“ (Off 21:3, 5).

 

Was Adam und seine Nachkommen bis heute nicht erreicht haben, weil sie immer wieder auf Gottes Hauptgegner, die Schlange hörten, das wird Jehova durch Jesus in Kürze erreichen! Eine einheitliche Verwaltung für die ganze Erde. Dies steht in Verbindung mit Organisation.

 

Dazu müssen wir im folgenden Kapitel einiges über göttliche Ordnung und Organisation lernen. Erst wo diese Verwaltung wirklich aufgebaut ist und zu funktionieren beginnt, da ist Gottes Ruhetag erreicht, an dem auch seine Diener zu ruhen beginnen können!

 

Zu jenem Zeitpunkt wird auch das Ziel vollkommen erreicht, die Erde auf hervorragende Weise zu verwalten. (Off 21:1-4)

 

5.9    Grafiken die helfen dieses Kapitel besser zu verstehen



[1] Kelvin: Masseinheit mit den Graden der Celsiusskala übereinstimmend, Unterschied, dass Nullpunkt der Kelvinskala (0 K) absoluter Nullpunkt ist (er entspricht minus 273,16 Grad Celsius).

[2] Zeitschrift „Scientific American“ (6.95)

[3]  Fred Hoyle, “Das intelligente Universum”

[4] Wachtturm 15. 8.1978 Seite 15 „Nachrichten und ihre tiefere Bedeutung“; Herausgeber WATCHTOWER Inc., New York

[5] DNS: Desoxyribonukleinsäure-Molekül, Träger der Erbsubstanz, genetischer Programmcode

[6] Wachtturm 15. 1.1979 Seite 7; Herausgeber WATCHTOWER Inc., New York

 



Zu 5.1.1: Organisation Himmel und Erde; Schema 1-3

Zu 5.1.4: Grafik: 3.2  Menschenernte der erde ergibt „neue Himmel und neue Erde“

Zu 5.1.6: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens

Zu 5.1.7: Organisation Himmel und Erde; Schema 1

Zu 5.1.8: Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem

Zu 5.1.8: Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung

Zu 5.1.8: Grafik: 4.3  Prinzipien und Gesetze

Zu 5.1.9: Grafik: 5.3  Gesetz, richterliche Entscheidung, Vergeltung

Zu 5.1.9: Zeitband göttliche Gerichtstage ab Adam bis Ende Millenium

Zu 5.1.9: Grafik: 6.1 Jehovas herausragende Eigenschaften bestimmen sein Gericht

Zu 5.3.3: Organisation Himmel und Erde; Schema 2

Zu 5.3.4: Grafik: Periodensystem der Elemente: Logik des Schöpfers

Zu 5.3.4: Grafik: Kernenergie zu friedlicher und militärischer Nutzung

Zu 5.3.4: Grafik: Das Atom, die Elemente und Moleküle

Zu 5.4.9: Grobübersicht Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“

Zu 5.5.7: Grafik: Entstehung der Lebensformen

Zu 5.7.2: Zeitband der Sintflut Noas

Zu 6.5.6: Zeitband der Sintflut Noas

Zu 5.8.4: Grafik: 1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit

 

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