Newsletter „DER WEG“ 5/09-3    September 2005

Neubearbeitung: 11.10.13

 

Lehrer der guten Botschaft:  5.9.3  Gibt es Limiten beim Vergeben?

 

1.Teil:  Ewiges Leben hängt von Glauben und Gesetzestreue ab!

 

   Es stimmt, Jesus sagte, dass Christen auch die andere Wange hinhalten sollen, wenn sie geschlagen würden. Bedeutet dies, dass es christlich sei alles und jedes zu ertragen und sich nirgends zur Wehr zu setzen? Einige glauben dies und andere möchten, dass wir dies glauben, um uns nur noch besser ausnutzen zu können!

 

   Darum ist es wichtig die göttlich festgelegten Normen für das Vergeben und für das Behalten von Sünden gut kennen zu lernen! Wo keine Reue mit Werken der Reue vorhanden ist, da gibt es auch nicht Vergebung von Sünde! Die Frucht von Reue sind Werke der Reue! Dies beinhaltet auch Wiedergutmachung und Strafe! Johannes der Täufer wies auf solche Zusammenhänge hin als Anhänger religiöser Führer die für das Rechtssystem verantwortlich waren kamen, um sich durch ihn taufen zu lassen.

 

image003*** Rbi8  Matthäus 3:7-8 ***

Als er viele von den Pharisäern und Sadduzäern erblickte, die zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entfliehen könnt? 8 So bringt denn Frucht hervor, die der Reue entspricht

 

   Frucht der Reue kann nur jemand hervorbringen der Kenntnis seiner Sünde hat! Sünde aber bedeutet stets ein Vergehen gegen Gottes Gebote! Um Vergebung seitens Gottes zu erlangen hat Jesus für Christen deutliche Massstäbe festgelegt!

  

Das Vergeben ist sehr wichtig, weil dies zum Frieden beiträgt. Wir sollen uns darin üben unserem Nächsten zu verzeihen, der gegen uns einen Fehler begangen haben mag. Wir müssen aber unterscheiden lernen, was in Gottes Augen ein Fehler ist und wo eine Sünde, eine Übertretung von Gottes GESETZ vorliegt! Fragen wir uns doch ebenfalls: Wer und wodurch kann jemand Sünden vergeben?

 

   Ein Faktor den viele Menschen heute ausser Acht lassen ist Gottes klare Ankündigung, dass jede Übertretung gemäss GESETZ eine Strafe nach sich ziehen würde. Durch Reue, Werke der Reue und Strafe wird Sünde gesühnt und kann gelöscht werden! Was genau beinhaltet dies?

 

   Jesus zeigte aber auch dass es Sünden gibt die überhaupt keine Vergebung erlangen! Er wies seine Apostel an Sünden zu vergeben oder sie zu behalten, was bedeutet, dass jene ungesühnten Sünden im Endgericht eine Vergeltung erhalten! Dies deutet ebenso klar darauf hin, dass es beim Vergeben wirklich Grenzen gibt und wir gut daran tun diese zu kennen, um sie nicht selbst zu übertreten oder jene zu warnen, die daran sind sie zu überschreiten!

 

   Hinweis: Die nachfolgenden Grafiken bilden Grundlage zu diesem Studienartikel. Es ist empfehlenswert diese Grafiken für das persönliche Studium in ausgedruckter Form vorliegen zu haben! (siehe Druckhinweise)

 

    5.1  Göttliches Rechtssystem

    5.2  Reue und Sündenvergebung

    5.3  GESETZ, richterliche Entscheidung, Vergeltung

 

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Der zweite Teil erscheint im Monat Oktober 2005 unter dem Artikel: 5.10.3  was bedeutet es seine Feinde zu lieben?

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

9.3     Gibt es Limiten beim Vergeben?.. 3

9.3.1           Die Vergebung von Sünden als Grundbedingung für ewiges Leben. 3

9.3.1.1      Welcher Rechtsmassstab ist anwendbar, um Sünde zu definieren?. 3

9.3.1.2      Evolution oder Schöpfung?. 3

9.3.1.3      Das Recht auf Leben ist an Bedingungen geknüpft! 3

9.3.1.4      Leben und ewiges Leben hängen von Gotterkenntnis ab! 4

9.3.1.5      Wer ohne oder ausserhalb des GESETZES ist benimmt sich gesetzlos! Kurze Zeit vor dem Ende kommt der „Mensch der Gesetzlosigkeit”! 4

9.3.1.6      Wozu dient das GESETZ?. 5

9.3.1.7      Den Lohn ewigen Lebens in Gottes Königreich erben jene, welche die „Früchte des Geistes“ hervorbringen! 6

9.3.1.8      Gemäss GESETZ verdienen wir alle den Tod, Jesus aber befreit vom Tod durch Glauben an ihn! 7

9.3.1.9      Söhne Gottes durch Glauben an Christus, sowohl für fleischliche Juden, wie für geistige Juden aus den Nationen. 7

9.3.1.10    Sich vor neuerlichem Götzendienst hüten. 8

9.3.1.11    Welches Gesetz müssen Christen anwenden?. 9

9.3.2           Jesus als das Licht der Welt wird die Welt nach dem richten, was er gesagt hatte! 9

9.3.2.1      Das Licht der Welt kam, um Menschen zu retten, andere zum Gericht aufzubewahren! 9

9.3.2.2      Strafaufschiebung bedeutet nicht Straffreiheit! 10

9.3.2.3      Richter müssen nach Gottes Massstäben und nach seinem GESETZ richten! 10

9.3.2.4      Jesus und Paulus definierten den Rechtsmassstab für Richter in der Christenversammlung! 11

9.3.2.5      Unter Gottes Königreich gibt es schnelle Rechtsprechung und Wiedergutmachung und Strafe! 12

9.3.3           Wie definiert Gott, was Sünde und Übertretung ist?. 13

9.3.3.1      Alle haben wir gesündigt, keiner erreicht die Herrlichkeit Gottes und trotzdem bemühen wir uns ständig um Vollkommenheit 13

9.3.3.2      Sind wir Lügner oder ist die Wahrheit in uns?. 14

9.3.3.3      Die Unterweisung beinhaltet auch das GESETZ und die Form der Anwendung im täglichen Leben. 14

9.3.3.4      Die Belehrung in den Versammlungen vor dem Tag des Gerichtes. 15

9.3.3.5      Was ist Sünde?. 15

9.3.3.6      Alles daransetzen nicht zu sündigen! Christen haben einen Helfer beim Vater! 16

9.3.4           Glaube an Jesus notwendig zur Sündenvergebung! 16

9.3.4.1      Ohne Jesus keine Vergebung von Sünden, ohne Glauben bleibt Sünde! 16

9.3.4.2      Willentliche Sünde zu treiben hat Folgen! 17

9.3.4.3      Grundlage für Vergebung von Sünde ist Einsicht der Übertretung und Reue. 17

9.3.4.4      Reue ist an Werke der Reue gebunden. 18

9.3.4.5      Gott ist barmherzig, gnädig, der Sünden verzeiht aber niemals Straffreiheit gewährt! 19

9.3.5           Vergehung, Übertretung und Sünde, welche Opferhandlungen bedingen! 19

9.3.5.1      Was ist der Unterschied zwischen Vergehung, Übertretung und Sünde und was die Strafe?. 19

9.3.5.2      Fehler, die wir versehentlich und ohne Absicht begangen haben. 20

9.3.5.3      Übertretung, die Strafe nach sich zieht! 21

9.3.5.4      Sieben Dinge die Jehova hasst! 22

9.3.5.5      Streitigkeiten die Brüder entzweien die Gott hasst und solche die er gar fordert! 23

9.3.5.6      Jesus mehr zu gehorchen als der Tradition führt zu Entzweiung in Familien! 23

9.3.5.7      Spaltungen innerhalb der Christenversammlung nahmen im ersten Jahrhundert ihren Anfang! 23

9.3.5.8      Treue zu Christus zählt und nicht Religionstreue! 24

9.3.5.9      Lauter bleiben ohne Übertretung zu begehen auch unter grossem Druck! 25

9.3.6           Gerechtigkeit hängt mit Lohn für gerechtes Handeln und Strafe für Gesetzesbruch zusammen! 26

9.3.6.1      Eine Sünde zu begehen zieht nicht immer unmittelbar Strafe nach sich! 26

9.3.6.2      Juden und Christen stehen unter ein und demselben GESETZ! 26

9.3.6.3      Blutige Tieropfer hatten den Zweck nicht erfüllt, weil der Sinn dahinter verlorenging! 27

9.3.6.4      Kein Recht sich auf menschliche Schwächen und Unzulänglichkeit zu berufen! 27

9.3.6.5      Das “Gesetz der Sünde” und des Todes regierte seit Adam und es hat viele Gesichter! 28

9.3.6.6      Viele Schrifttexte helfen uns das Gesicht der Sünde klar zu erkennen. 29

9.3.6.7      Ein Überrest Israels wird durch unverdiente Güte gerettet werden! 29

9.3.6.8      Ein einziges blutiges Opfer bis zum Gerichtstag, das die Sünde der Welt trägt 30

9.3.6.9      Der Lohn für Gerechte und für Ungerechte ist vorherbestimmt! 30

 


 

9.3                  Gibt es Limiten beim Vergeben?

 

9.3.1          Die Vergebung von Sünden als Grundbedingung für ewiges Leben

 

9.3.1.1        Welcher Rechtsmassstab ist anwendbar, um Sünde zu definieren?

Um ewiges Leben zu erlangen ist Vergebung der Sünden notwendig! Gott definiert, was gut und was böse ist und Übertretung seines Willens und seiner GESETZE führt zur Sünde. Wir tun somit gut daran seine Normen und Anforderungen zu kennen aber auch seine grosse Liebe die er zu Menschen hat die ihn suchen!

 

image007Nahezu alle Menschen kennen einige der Sünden und sind zumindest in der Lage Teile der Zehn Gebote zu nennen: ... „du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht lügen“ ... und dann bereits beginnen viele zu stottern. Geht es bei dieser Frage aber um nationale Gesetze, dann sind diese drei Sünden schon fast keine Vergehen mehr! Der Soldat wird doch zum Töten ausgebildet, der Ehebruch ist schon bald Volkssport Nummer eins und Personen die überhaupt nicht lügen scheinen einer ausgestorbenen Spezi zu gleichen!

 

Wir sehen schon daran, dass es offensichtlich zweierlei Recht gibt! Dasjenige das im Land üblich und akzeptiert ist. Obwohl es staatliche Gesetze gibt die weitgehend dasselbe verlangen mögen, wie dies die zehn Gebote vorschreiben, werden diese offensichtlich übertreten und gebrochen. Allzu oft gehen Übertreter straffrei aus. Wir nennen solche Verordnungen „das Gesetz des Cäsar“, um damit generell jede Art Gesetze der Menschen zusammenzufassen, lokale, nationale und internationale. Daneben existieren noch die institutionellen Verordnungen, die nochmals anders lauten mögen, wie z.B. das Kirchenrecht.

 

Das andere gilt es an erster Stelle zu beachten, das göttliche Recht, das keine Staatsgrenzen, keine Nationalität und keine Hautfarbe unterscheidet, sondern für alle Menschen dasselbe ist! Scheinbar existieren heute kaum noch Richter auf der Erde, die danach Recht sprechen und aufgrund göttlicher GESETZE befreien oder bestrafen! Dieses göttliche Recht möchten wir genauer untersuchen, um es verstehen zu lernen und um es freiwillig anwenden zu lernen!

 

(Vergleiche Grafik: 5.1  Göttliches Rechtssystem)

 

9.3.1.2           Evolution oder Schöpfung?

Wenn wir uns überlegen, dass das Leben durch einen Schöpfungsakt entstanden sein muss – die Wissenschaft behauptet zwar, dass dies ein Zufall war, bleibt jedoch bisher die nachprüfbare Antwort schuldig, wie, wo, wann und wodurch dies geschehen sein soll! Wenn wir aber der Evolution entstammen, dann gilt eindeutig das Recht des Stärkeren!

 

http://2.bp.blogspot.com/_iSJVT1u_wBw/TD8jpWrByrI/AAAAAAAABG4/f38cHwUxI_s/s1600/Adam+und+Eva+bearb+2.jpgBeim Schöpfungsakt, den die Genesis in einfachen Worten beschreibt, ist dagegen ein Abhängigkeitsverhältnis entstanden wie das eines Vaters und seines Kindes! Das Kind schuldet dem Vater für seine Existenz eine Unterordnung! Der Mensch ist verpflichtet Gottes Stellung als Schöpfer anzuerkennen. Dazu braucht es aber Erkenntnis! Wer es tut, dem wird Lohn versprochen: Überleben am Gerichtstag und ewiges Leben danach!

 

Der Prophet Jesaja erklärt der störrischen Nation Israel, die Gott wie einen Sohn unterweist, den er „Jakob“ nennt und ihn diszipliniert. Er beweist immer wieder, dass wenn Er auch nicht sichtbar in Erscheinung tritt doch sehr wohl die Dinge kennt, die vor sich gehen: Er fordert uns auf ihm als Schöpfer zuzuhören!

 

*** Rbi8  Jesaja 40:27-31 ***

Aus welchem Grund sprichst du, o Jakob, und redest du laut, o Israel: Mein Weg ist vor Jehova verborgen, und vor meinem Gott geht mein Recht vorüber.? 28 Hast du nicht erkannt, oder hast du nicht gehört? Jehova, der Schöpfer der äußersten Enden der Erde, ist ein Gott auf unabsehbare Zeit. Er wird nicht müde noch matt. Sein Verstand ist unerforschlich. 29 Er gibt dem Müden Kraft; und dem, der ohne dynamische Kraft ist, verleiht er Stärke in Fülle. 30 Knaben werden sowohl müde als auch matt, und selbst junge Männer werden ganz bestimmt straucheln, 31 doch die auf Jehova hoffen, werden neue Kraft gewinnen. Sie werden sich emporschwingen mit Flügeln wie Adler. Sie werden laufen und nicht ermatten; sie werden wandeln und nicht ermüden.“

 

Auf Gottes Ratschlag zu achten bedeutet mit Kraft voranzugehen, obwohl wir alle unter vielfältigen Problemen zu leiden haben mögen!

 

9.3.1.3        Das Recht auf Leben ist an Bedingungen geknüpft!

Das erdenweit meistverbreitete Buch, das den Titel „Wort Gottes“ trägt legt Wert darauf, dass sein Autor Jehova oder Jahwe als Einziger das Recht besitzt dem Menschen zu sagen, was Recht und was Unrecht ist! Als Lebengeber entscheidet er, wem Er ein Recht auf das Leben einräumt und wem er dieses Recht entzieht! Diese Erkenntnis weisen viele Menschen heute zurück! Dem Patriarchen Abraham versprach Er, ihn und seine Nachkommen zu belehren, was Gerechtigkeit und Recht betrifft! Gott hat sein Wort somit gehalten! Was er uns zu sagen hatte wurde von treuen Männern aufgezeichnet.

 

http://www.lds.org/bc/content/shared/content/images/gospel-library/manual/06195/06195_all_015_01-abraham.jpg*** Rbi8  1. Mose 18:18-19 ***

Nun, Abraham wird bestimmt eine große und mächtige Nation werden, und alle Nationen der Erde sollen sich durch ihn segnen. 19 Denn ich bin mit ihm bekannt [und vertraut] geworden, damit er seinen Söhnen und seinen Hausgenossen nach ihm gebiete, auf daß sie Jehovas Weg einhalten, um Gerechtigkeit und Recht zu üben, damit Jehova auf Abraham bestimmt das kommen läßt, was er über ihn geredet hat.

 

Der versprochene Segen für alle Nationen, die auf Gott hören, hat bereits seinen Anfang genommen! Gottes Königreich unter seinem Sohn Jesus ist schon aktiv! An Pfingsten 33 u.Z. öffnete es seine Tore, das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Abraham belehrte sein ganzes Haus, seine Söhne und seine Hausgenossen! Nach ihm war es Moses, der Gottes GESETZE in Form der Zehn Gebote und der richterlichen Entscheidungen erhielt und sie eine ganze Nation von Nachkommen Abrahams lehrte. Mit Jesu Kommen verbreitete sich die gute Botschaft zu allen Nationen der Erde und gaben jedem die Möglichkeit Gottes gerechte Normen kennen zu lernen und sich diesen freiwillig zu unterordnen, eine „Beschneidung des Herzens“ vorzunehmen.

 

Jesus forderte jene auf, die ihm zuzuhören bereit sind die Normen von Gottes Königreich im Leben an die erste Stelle zu setzen, was Befriedigung und Erfolg mit sich bringen würde!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden.

 

Das Wort Gottes gibt uns aber ganz konkrete Hinweise, was weiter geschehen wird und informiert uns über „Zeiten und Zeitabschnitte“, welche in der so genannten „Zeit des Endes“ die erdenweite Aufrichtung von Gottes Königreich betreffen.

 

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9.3.1.4        Leben und ewiges Leben hängen von Gotterkenntnis ab!

Leben hängt von der Einhaltung von Gottes GESETZEN ab, ewiges Leben aber von genauer Erkenntnis und Anwendung des göttlichen Willens. Was ist der Unterschied? Da unser Leben offensichtlich auf einige Jahrzehnte beschränkt ist verspricht die Bibel, dass jene, die ewiges Leben erreichen möchten sich mit Gott, seinem Sohn Jesus und dem geschrieben Wort auseinandersetzen müssen. Die Propheten bezeichnen diese Aufzeichnungen als „Heilige Schrift“ und Jesu Nachfolger betrachten sie als eine göttliche Bibliothek, die durch heiligen Geist und aus Wahrheit  vermittelt wurde (Mar 3:29, 12:36; Joh 17:17; 2.Ti 3:15, 16).

 

*** Rbi8  Johannes 17:3 ***

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

 

http://u.jimdo.com/www10/o/s3becac5e56f6f7be/img/ifeadef30e7e20596/1318081998/std/moses-und-die-10-gebote.jpgAls Gott seinem auserwählten Volk Israel das GESETZ am Berg Sinai gab, warnte er sie eindringlich, dass sie dieses GESETZ halten müssten und ihn als Gott, König in Israel und höchsten Richter anzuerkennen hätten! Gott fordert seit Urbeginn von jedem seiner intelligenten Geschöpfe ausschliessliche Ergebenheit. Ein Christ begibt sich durch seine Taufe freiwillig unter Gottes GESETZ, das ihm durch Belehrung ins Herz geschrieben wird! Wir schulden Gott somit diese ausschliessliche Ergebenheit, die nicht teilbar ist mit Unterwerfung unter andere „Götter“!

 

*** Rbi8  5. Mose 5:8-10 ***

Du sollst dir kein geschnitztes Bild machen, keine Gestalt wie irgend etwas, was oben in den Himmeln oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 9 Du sollst dich nicht vor ihnen niederbeugen noch dich verleiten lassen, ihnen zu dienen, denn ich, Jehova, dein Gott, bin ein Gott, der ausschließliche Ergebenheit fordert, der für die Vergehung von Vätern Strafe bringt über Söhne und über die dritte Generation und über die vierte Generation im Fall derer, die mich hassen, 10 aber liebende Güte übt an der tausendsten Generation im Fall derer, die mich lieben und meine Gebote halten.

 

Die Christenheit im Allgemeinen, die aus der mächtigen Katholischen Staatskirche Roms entstand und Jehovas Zeugen, als eifrigste aller Endzeitverkündiger eines falschen Königreiches, das sie selbst in eigener http://m.commerzbank-arena.de/media/veranstaltungen/2011/Zeugen/Zuh_rer_mit_Beschriftung.jpgRegie 1914 aufgerichtet haben missachten gemeinsam Gottes Worte. Jehovas Zeugen im Besonderen sind im todbringenden Irrtum, wenn sie glauben, das göttliche GESETZ, beginnend mit den zehn Geboten sei nicht mehr gültig oder können in Teilen weggelassen oder verändert werden!

 

Indirekt leugnen die Religionen dadurch alle Gottes Gerichtstag, an dem ER gemäss seinem GESETZ richten wird! Wo es kein Recht gibt, da gibt es kein Gericht! Das Endgericht aber wird in der ganzen Bibel immer wieder erwähnt! Wir tun somit gut, diese Zusammenhänge wirklich zu verstehen!

 

(Siehe E-Buch: Der falsche Prophet; Anhang VI: Offener Brief an die Leitung von Jehovas Zeugen;  Absatz:  P) Der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ behauptet unter keinerlei göttlichem GESETZ zu stehen)

 

9.3.1.5        Wer ohne oder ausserhalb des GESETZES ist benimmt sich gesetzlos! Kurze Zeit vor dem Ende kommt der „Mensch der Gesetzlosigkeit!“

Jesus gab den wichtigen Anhaltspunkt, in welchem Verhältnis er selbst und alle seine Nachfolger zum GESETZ Gottes stehen, das in den Zehn Geboten sein Grundgesetz hat. Jesus kam, um das ganze GESETZ zu erfüllen und dadurch den Beweis anzutreten, dass Gott nichts Unmögliches verlangt!

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

image018Ganz offensichtlich sind Christen verpflichtet die Gebote zu halten und andere danach zu lehren! Wer aber gar behauptet, das ganze GESETZ sei abgeschafft, wie dies die Leitende Körperschaft von Jehovas Zeugen behauptet, indem gewisse Aussagen des Paulus falsch übersetzt und verdreht werden, der muss als „Mensch der Gesetzlosigkeit“ identifiziert werden! Paulus warnte, dass dieser „Mensch der Gesetzlosigkeit“ vor dem Ende dieses Systems viele zu einem breiten Abfall führen würde!

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:3-5 ***

Laßt euch in keiner Weise von irgend jemandem verführen, denn er [[der Tag Gottes [B1]]] wird nicht kommen, es sei denn, der Abfall komme zuerst und der Mensch der Gesetzlosigkeit, der Sohn der Vernichtung, werde geoffenbart. 4 Er widersetzt sich und erhebt sich über jeden, der „Gott“ oder ein Gegenstand der Verehrung genannt wird, so daß er sich in den Tempel DES GOTTES niedersetzt und sich öffentlich darstellt, daß er ein Gott [[(ein Mächtiger)]] sei. 5 Erinnert ihr euch nicht, daß ich euch diese Dinge wiederholt sagte, als ich noch bei euch war?

 

Der Tempel „des GOTTES“ kann nur durch Jehovas Tempel identifiziert sein! Ein Mächtiger (= „ein Gott“), der Rettung verspricht, wenn Menschen ihm nachfolgen würden müsste sich doch dadurch über Gottes GESETZ erheben! Der Zeitabschnitt, zu dem er auftritt ist definiert: Vor dem (ersten) Wiederkommen Jesu! [<B1] Es handelt sich dabei auch nicht um eine Einzelperson, sondern um eine mächtige Organisation, da sie ja erdenweit zu einem Abfall führt! Genauso wie das „wilde Tier“ oder „der falsche Prophet“ und „Babylon die Grosse“ nicht als Individuen definieren lassen, sondern mächtige „Berge“ der Macht darstellen, so ist auch der „Mensch der Gesetzlosigkeit“ mit einer spezifischen Organisation identifizierbar!  Statt Jesus als Führer nachzufolgen erwählen sich Menschen einen anderen, gottähnlichen Führer oder ein Kollektiv von Führern!

 

(Siehe E-Buch: Der falsche Prophet  3.Buch,  Kapitel 12:   12.6.4 Der Mensch der Gesetzlosigkeit)

 

9.3.1.6        Wozu dient das GESETZ?

Paulus identifizierte den Sinn des GESETZES in seinem Brief an die Galater! Er vergleicht es mit einem Erzieher, das wie ein Vater der seinen Sohn zur Reife führen möchte ihn anleitet, damit er eines Tages das Erbe antreten kann. Aufgrund der Lebenserfahrung versucht ein Vater alles zu vermitteln, was nützlich ist und alles vom Sohn fernzuhalten, was schädlich ist. Er setzt ihm dazu Grenzen und ist bereit ihn da zurechtzuweisen, wo er den vorgegebenen Weg verlässt!

 

Israel als Gesamtes war Jehovas Sohn, den Er zu belehren versuchte. Um Israel die Grenzen des Handelns aufzuzeigen wurde ihm durch Moses das GESETZ durch die Vermittlung eines Engels gegeben! Dieser Engel hatte nicht nur die Aufgabe zu belehren, indem er Moses alles erklärte, was jener für sein Volk aufzeichnen sollte, der Engel musste auch Strafe vollziehen an Gottes eigenen Volk und an den umliegenden Nationen, die Israel befeindeten!

 

http://www.kunst-der-vermittlung.de/static/content/2008/12/rembrandt_jakob_engel.jpg*** Rbi8  2. Mose 32:34 ***

Mein Engel wird vor dir hergehen, und an dem Tag, an dem ich Strafe verhänge, werde ich gewiß Strafe für ihre Sünde über sie bringen.“

 

Jener mächtige Engel war Michael, Gottes erster geistiger Sohn, der in der Endzeit zugunsten seines Volkes erneut aufsteht, die Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ bilden, die er als seine „Schafe“ betrachtet! Diese Erkenntnis ist ein wichtiger Schritt hin zum besseren Verständnis des „GESETZES des Christus“, seinem Kommen im Fleische, seinem Sühnetod und seinem Wiederkommen zum Gericht, wenn ihn der Vater wiederum in die bewohnte Erde einführt! (Da 12:1; Heb 1:5, 6)

 

Paulus erklärt im Brief an die Galater viele Details, die sonst in der Bibel kaum erwähnt werden. Jesus war als himmlisches Wesen vor seiner Menschwerdung jener vermittelnde Engel, der das GESETZ den Israeliten brachte! Derselbe Engel sollte später als „Same der Frau“ geboren werden und Neuerungen einführen, um Israel zur Vollkommenheit zu leiten.

 

Welches ist nun der Sinn des GESETZES, warum wurde es den Israeliten gegeben und wohin musste es das ganze Volk bringen?

 

*** Rbi8  Galater 3:19-25 ***

Warum denn das GESETZ? Es wurde hinzugefügt, um Übertretungen offenbar zu machen, bis der Same gekommen wäre, dem die Verheißung gegeben worden war; und es wurde durch Engel übermittelt durch die Hand eines Mittlers. 20 Nun gibt es keinen Mittler, wo es nur eine Person betrifft, Gott aber ist nur einer. 21 Ist das GESETZ also gegen die Verheißungen Gottes? Dazu komme es nie! Denn wenn ein Gesetz [[GESETZ]] gegeben worden wäre, das Leben hätte geben können, so wäre die Gerechtigkeit tatsächlich durch Gesetz [[GESETZ]] gekommen. 22 Aber die Schrift hat alle Dinge zusammen dem Gewahrsam der Sünde übergeben, damit die Verheißung als Folge des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben werde, die Glauben ausüben.

23 Bevor jedoch der Glaube gekommen war, wurden wir unter [[GESETZ]] verwahrt, indem wir zusammen in Gewahrsam gegeben wurden im Hinblick auf den Glauben, der geoffenbart werden sollte. 24 Folglich ist das GESETZ unser Erzieher geworden, der zu Christus führt, damit wir zufolge des Glaubens gerechtgesprochen werden könnten. 25 Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist [[(bei unserer Taufe)]], sind wir nicht mehr unter einem Erzieher.

 

Wenn wir das Leben betrachten, dann sehen wir dass beständig neue Generationen kommen, die jede erneut für sich unter dem „Erzieher“ zu stehen kommt, bis sie das GESETZ auf ihr Herz geschrieben haben und es von Natur aus erfüllen! In der Taufe wird doch unser Gewissen von bösen Werken gereinigt, was den darauf lastenden Fluch von uns entfernt, zufolge „unverdienter Güte“! Wenn wir die Liebe zu Gott und zum Nächsten perfektioniert haben brauchen wir diesen „Erzieher“ oder besser den „Zuchtmeister“ nicht weiter. Das GESETZ ist ja gegen Abweichung von Liebe erlassen worden, Liebloses Handeln hat aber Strafe respektive Fluch der hierzu führt zur Folge!

 

Da Jesus, der „Prophet gleich mir  ist, den Moses ankündigte und der die Folge der Gesetzesübertretung, den „Fluch des GESETZES“ und damit verbunden die Todesstrafe bei der Glaubenstaufe „an den Stamm heftet“, an dem Christus selbst für unsere Sünden starb, so erfüllen wir nun das „GESETZ des Glaubens“. Dieses kam zeitlich nach dem GESETZ, nämlich gut eineinhalbtausend Jahre später! Zuerst kam das GESETZ, dann erst kam der Glaube in Jesu Loskaufsopfer!

 

(5. Mose 18:14-19)  Denn diese Nationen, die du enteignest, hörten gewöhnlich auf die, die Magie treiben, und auf die, die wahrsagen; doch was dich betrifft, so hat dir Jehova, dein Gott, nichts dergleichen gegeben. 15 Einen Propheten gleich mir wird dir Jehova, dein Gott, aus deiner eigenen Mitte, aus deinen Brüdern, erwecken — auf ihn solltet ihr hören — 16 entsprechend all dem, was du von Jehova, deinem Gott, im Họreb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem [du] sagtest: ‚Laß mich nicht wieder die Stimme Jehovas, meines Gottes, hören, und laß mich dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.‘ 17 Darauf sprach Jehova zu mir: ‚Sie haben gut getan, so zu reden, wie sie [es] taten. 18 Einen Propheten gleich dir werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erwecken; und ich werde gewiß meine Worte in seinen Mund legen, und er wird bestimmt alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. 19 Und es soll geschehen: Der Mann, der auf meine Worte nicht hört, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich selbst Rechenschaft fordern.

 

Gerechtsprechung kann somit nur durch Glauben in Christus und seinen Opfertod kommen! Bis dahin waren Tieropfer im Tempel notwendig um Sünde zuzudecken, nicht um sie zu löschen, das vermochten sie nicht. Wer diesen Glauben unterlässt bleibt in Sünde, damit unter Fluch und somit unter Todesstrafe! Das alles hat nichts, aber auch gar nichts mit Abschaffung des GESETZES zu tun, sondern mit vollkommener Erfüllung des Sinnes der Gebote! Dies gilt auch für die kommende Auferstehung, die dann erneut unter demselben „Erzieher“ stehen und dann in alle Ewigkeit, um nie mehr von „verbotener Frucht“ zu essen!

 

http://www.bad-camberg.info/cms/images/kunst/Der-Suendenfall-Adam-Eva-by-Cornelis-van-Haarlem-1592-pd.jpgDas GESETZ in sich konnte nicht Leben geben, es verhindert aber durch Aufzeigen der Grenzen, dass wir zu Tode kommen, wenn wir sie überschreiten! Insofern ist das GESETZ zur Lebenserhaltung gegeben worden! Das GESETZ aber vermittelte nicht wahre Gerechtigkeit, dazu musste mehr kommen! Das GESETZ wird durch den „Baum von Gut und Böse“ im Garten Eden trefflich dargestellt! Wer von der verbotenen Frucht isst, der wird sterben!

 

(Vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

In Eden stand aber auch der Baum des Lebens! Dieser Baum versinnbildlicht Gottes Vorkehrungen, die ewiges Leben vermitteln! Da wir alle in der einen oder andern Form gesündigt haben und dadurch wie Adam und Eva den Tod verdienen, so musste etwas Grösseres kommen, das vom Tod befreit! Jesus erbrachte gegenüber Gott das im GESETZ verlangte höchste Sündopfer, indem er als Unschuldiger für Schuldige litt. Dies erst befreite uns von der Sklaverei der Sünde und von Todesstrafe! Alle die gesündigt hatten sollten mittels des Glaubens an Jesus Vergebung von Sünden erlangen! Dieser Glaube sollte von da an die Grundlage für das Erlangen von ewigem Leben bilden!

 

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9.3.1.7        Den Lohn ewigen Lebens in Gottes Königreich erben jene, welche die „Früchte des Geistes“ hervorbringen!

Da Gott niemals Straffreiheit gewährt musste somit jemand in Form eines Loskaufs diese Schuld auf sich nehmen und den gesetzlich festgesetzten Preis dafür entrichten! Da alle Menschen in der einen oder anderen Form sündigten aber ein fehlerfreies Opfer verlangt wurde war nur Jesus in der Lage dieses zu erbringen, da er kein GESETZ übertrat und Gottes Willen in jeder Beziehung erfüllte. Die Erfüllung auf Verheissung ewigen Lebens für Israel und für alle Nationen kam somit durch Jesus, der obwohl ohne Sünde war, all unsere Sünden auf sich nahm und für uns den Tod erlitt!

 

Jehova redete zu Moses, Worte die uns nie in den Kirchen gelehrt wurden, die zeigen, welchen Stellenwert die katholische Beichte vor dem Priester in Wirklichkeit vor Gott hat: Überhaupt keinen!

 

http://diepresse.com/images/uploads/2/0/4/582148/wiener_pfarre_versteigert_beichtstuhl_beichtstuhl20100719114607.jpg(2. Mose 34:6, 7)  Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Jehova gewährt Vergehung, wenn wir seinen Massstab zur Sündenvergebung anwenden und das ist an Regeln gebunden die der Beichtstuhl nicht zu ersetzen vermag! Es war und ist ein Machtinstrument der Kirche, um Menschen in Unterordnung und unter Kontrolle zu halten!

 

Mussten die Juden zuvor ihre Hoffnung auf den kommenden Messias setzen, machte Jehova von jenem Moment an, wo der Christus erschien, den versprochenen Lohn vom Glauben und der Nachfolge Jesu abhängig! Wer unter der Nation Israel dem Engel nicht gehorchte, den Gott zu dessen Führung sandte, der sollte vom Volk abgeschnitten werden. Wer nach Jesu Kommen und seinem Tod nicht an ihn glaubte und dessen Geboten nachkam, der sollte am kommenden Gerichtstag Gottes ebenso den Tod erleiden!

 

Das GESETZ war somit sowohl für Juden wie auch für Christen zum Erzieher geworden! Dieses GESETZ führte die Juden und führt nun Menschen der Nationen zum Christus hin und zu einem neuen GESETZ, das Leben vermittelt, das über dem GESETZ steht! Dem Gebot oder Prinzip der Liebe: dem „GESETZ des Christus“!

 

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Während wir Gebote die etwas verbieten als „GESETZ“ definieren, machen wir durch das Wort „Prinzip“ auf den Unterschied aufmerksam, dass diese Art der Gebote uns zum Positiven, zum Guten hinlenken! Gegen diese Art Gebote und dessen „Früchte des Geistes“ gibt es kein GESETZ!

 

*** Rbi8  Galater 5:22-24 ***

Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, 23 Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz [[GESETZ]]. 24 Außerdem haben die, die Christus Jesus angehören, das Fleisch samt seinen Leidenschaften und Begierden an den Pfahl gebracht.

 

Die „Früchte des Fleisches“, die durch GESETZE in ihren Rahmen gepresst werden erklärt Paulus wie folgt. Wer dieser Art „Frucht der Sünde“ hervorbringt kann Gottes Königreich nicht ererben! Zügellosigkeit bedeutet somit „Triumph der Sünde“ und deren Preis ist schlussendlich sehr hoch!

 

http://commentarium.de/wp-content/uploads/2010/02/spiegel_titel_07_2010.jpg*** Rbi8  Galater 5:19-21 ***

Nun sind die Werke des Fleisches offenbar, und sie sind: Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, 20 Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, 21 Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge. Vor diesen Dingen warne ich euch im voraus, so wie ich euch im voraus gewarnt habe, daß die, die solche Dinge treiben, Gottes Königreich nicht erben werden.

 

Alle diese Dinge wurden erst durch Gottes GESETZ offenbar, dass jeder der Christus nachfolgen will und solches zuvor getan hat, sein Leben vorab ändern musste! Dadurch wurde nicht das GESETZ abgeschafft, sondern Christen begannen es nun selbst zu erfüllen, so wie dies ihr Lehrer vorgemacht hatte! Eine Beschneidung des Herzens aufgrund der GESETZE „du sollst nicht“ machte aus Menschen der Nationen geistige Israeliten, Samen der Verheissung an Abraham!

 

An die Korinther hatte Paulus bereits geschrieben, dass wer das GESETZ missachtet Gottes Königreich verspielt und damit ewiges Leben bestimmt nicht erlangen kann:

 

(1. Korinther 6:9-11)  Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Ja, solches Verhalten hatten einige, bevor sie durch den „Erzieher“, durch das GESETZ belehrt wurden und diese Dinge bereuten und Werke der Reue hervorbrachten, darunter das Grösste: die Hingabe in der Taufe. Ihr Glaube an Jesu Tod anstelle der Exekution der Strafe an ihnen hatte sie gereinigt! Dass dies niemals in einer Kleinkindertaufe erfüllt werden kann versteht sich von selbst!

 

Wir werden später zeigen, dass Sünde nach der Taufe härteste Konsequenzen hat, da Jesus kein zweites Mal für den willentlichen, zügellosen Sünder stirbt!

 

Das „GESETZ des Christus“, die Liebe zu Gott und zum Menschen, diese als die zwei leitenden Lebensprinzipien stehen nun im Zentrum des Handelns eines Christen. Er stellt dadurch einen geistigen Juden dar. Durch das Halten der Gebote zeigt er, dass sie in sein Herz eingezeichnet sind! Dadurch begannen Nachfolger Jesu eine neue Art der „Frucht“ hervorzubringen!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:10 ***

‚Denn dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde‘, spricht Jehova. ‚Ich will meine Gesetze [[GESETZE]] in ihren Sinn legen, und in ihre Herzen werde ich sie schreiben. Und ich will ihr Gott werden, und sie selbst werden mein Volk werden.

 

Mit Jesu Kommen wurde nicht das GESETZ abgeschafft, sondern erfüllt. Jeder der Jesu Gebot der Nächstenliebe ebenso wirkt braucht kein GESETZ, steht nicht unter einem Fluch und er wird ohne ins Gericht zu kommen ins ewige Leben eingehen! Wer die GESETZE aber verletzt ist schon im Gericht!

 

(Johannes 5:24)  Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.

 

Jesus richtet aufgrund des GESETZES alle die Gesetzesverletzung gemacht haben, die nicht bereut sind oder die „wider heiligen Geist“ erfolgten, indem willentlich Gottes Gebote übertreten wurden!

 

9.3.1.8        Gemäss GESETZ verdienen wir alle den Tod, Jesus aber befreit vom Tod durch Glauben an ihn!

Da durch das GESETZ aufgezeigt wird, was Sünde ist, ein Verfehlen dessen, was mit Gottes Willen im Einklang steht, sind  alle Menschen dem „Gewahrsam der Sünde“ übergeben worden, hatte Paulus erklärt. Niemand ausser Jesus hielt das ganze GESETZ, alle übertraten es in der einen oder andern Form, missachteten früher oder später Gottes Willen! Alle verdienten daher den Tod! Paulus hatte diesen Umstand den Christen aus den Nationen in Rom erklärt! Er zeigte dabei, dass Menschen der Nationen, die bisher Gottes GESETZ nicht kannten oft das taten, was das GESETZ fordert, weil es ihnen von Natur aus ins Herz geschrieben ist!

 

*** Rbi8  Römer 2:12-16 ***

Alle die zum Beispiel, die ohne Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz [[GESETZ]] zugrunde gehen; alle die aber, die unter Gesetz [[GESETZ]] gesündigt haben, werden durch Gesetz [[GESETZ]] gerichtet werden. 13 Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes [[GESETZES]] werden gerechtgesprochen werden. 14 Denn wenn immer Menschen von den Nationen, die ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, von Natur aus die Dinge des Gesetzes [[GESETZ]ES] tun, so sind diese Menschen, obwohl sie ohne Gesetz [[GESETZ]] sind, sich selbst ein Gesetz [[GESETZ]]. 15 Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes [[GESETZES]] ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden. 16 Das wird an dem [[Gerichts-]] Tag sein, an dem Gott durch Christus Jesus die verborgenen Dinge der Menschen gemäß der guten Botschaft, die ich verkündige, richtet.

 

Erst mit der Taufe, einem freiwilligen Entscheid kommen wir unter GESETZ, weil wir in den „neuen Bund“ eintreten und Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebewerden und daher unter „GESETZ des Christus“ zu stehen kommen! Anders ist dies bei Juden, die mit Geburt und Beschneidung am dritten Tag Teil des „alten Bundes“ werden! Um in den „neuen Bund“ Aufnahme zu finden müssen auch sie sich taufen lassen, dann erst sind sie Teil der „Ebioniten“ und damit Erben der Erde des verheissenen Landes! Ohne Erfüllung des „GESETZES des Glaubens“ in den Messias stehen sie unter dem Urteil der „Abschneidung vom Volk“!

 

http://data7.blog.de/media/667/5977667_adca302b78_m.jpegPaulus spricht in die Zukunft, wenn er davon redet, dass alle unter GESETZ nach GESETZ gerichtet werden! Er verweist auf das Endgericht an der ganzen Erde, das in Jesu Händen liegt. Zuvor hatte Jesus als „Engel Gottes“ die göttlichen GESETZE Moses übergeben. Später, zu dem von Gott festgelegten Zeitpunkt sandte Gott jenen Engel zur Erde, um nun im Fleische die Prinzipien der Liebe zu Gott und zum Nächsten zu erklären und dies vorzuleben!  Die „verborgenen Dinge der Menschen“ werden somit gemäss der guten Botschaft gerichtet, die Jesus zu verkünden begann! Christen müssen eindeutig „Täter des GESETZES“ werden, da nur diese gerechtgesprochen werden! Sie müssen der guten Botschaft gehorchen.

 

Jene Christen Roms aus den Nationen unterstanden nicht dem Gesetzesbund, den Jehova ja nur mit der fleischlichen Nation Israel geschlossen hatte. Dennoch unterwarfen jene Christen sich den göttlichen Anforderungen, indem sie diese in ihr Herz geschrieben hatten und sich so selbst zu einem GESETZ wurden! Ihr Gewissen richtete sie aufgrund dieses inneren GESETZES, das in seiner Grundform bereits in die menschlichen Gene geschrieben ist! Kein Tier besitzt ein Gewissen, das zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden vermag!

 

9.3.1.9        Söhne Gottes durch Glauben an Christus, sowohl für fleischliche Juden, wie für geistige Juden aus den Nationen

Johannes der Täufer führte im Auftrag Gottes die Wassertaufe ein. Juden waren die ersten, die durch Taufe und Reue über falsche Werke in das neue Königreich des Sohnes Eingang finden konnten. Johannes belehrte jene Juden, dass nach ihm ein Grösserer kommen würde und sie jenem gehorchen müssten! Alle die Jesus nachfolgten zeigten durch ihr Handeln, dass sie Jesus angenommen hatten und wurden später durch das Ausgiessen des heiligen Geistes an Pfingsten 33 u.Z. besonders gesegnet! Damit bestätigte Jehova, dass er jene Judenchristen an Sohnes statt angenommen hatte! Petrus erklärte die Umstände am Pfingsttag einer erstaunten jüdischen Volksmenge, indem er auf die Vorhersagen des Propheten Joel hinwies.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:17-21 ***

‚ „Und in den letzten Tagen“, spricht Gott, „werde ich etwas von meinem Geist auf Fleisch von jeder Art ausgießen, und eure Söhne und eure Töchter werden prophezeien, und eure jungen Männer werden Visionen sehen, und eure alten Männer werden Träume haben; 18 und sogar auf meine Sklaven und auf meine Sklavinnen will ich in jenen Tagen etwas von meinem Geist ausgießen, und sie werden prophezeien. 19 Und ich will Wunder geben im Himmel droben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer und Rauchdunst; 20 die Sonne wird in Finsternis verwandelt werden und der Mond in Blut, ehe der große und glanzvolle Tag Jehovas gekommen sein wird. 21 Und jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.“ ‘

 

Im zweiten Teil der Prophezeiung verweist Joel aber auf den Gerichtstag und auf die Rettung, welche die Anrufung von Gott durch seinen Richter Jesus gewährt wird! Jedes Gebet soll ja im Namen Jesus Gott vorgetragen werden.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:12 ***

Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“

 

Jedes Gebet soll doch im Namen Jesu an Gott vorgetragen werden! Der Handelnde danach ist Jesus. Er hatte seine Jünger doch gelehrt:

 

*** Rbi8  Johannes 14:13-14 ***

Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. 14 Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.

 

Datei:Raffael - Jesus übergibt Petrus die Schlüssel zum Paradies.jpgJene Christen mussten nun beweisen, dass sie legitime Söhne Gottes waren, indem sie mit Jesu in Gemeinschaft blieben, dadurch, dass sie seine Gebote hielten! Alle jene, welche in die Taufe des Johannes getauft worden waren, zuvor aber noch nicht Jesu nachgefolgt waren mussten nun auch in den Christus getauft werden, um ebenso heiligen Geist zu empfangen. Jenen durch Philippus Getauften in Samaria und jenen von den Nationen wurde der Eintritt in das Königreich des Sohnes erst durch Petrus eröffnet, der die ihm von Jesus gegebenen Schlüssel dazu benutzen durfte (Apg 10:37-39; 13:23-25; 18:24, 25; 19:3-6).

 

*** Rbi8  Galater 3:26-29 ***

Ihr alle seid tatsächlich Söhne Gottes durch euren Glauben an Christus Jesus. 27 Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen. 28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Sklave noch Freier, da ist weder männlich noch weiblich; denn ihr alle seid einer in Gemeinschaft mit Christus Jesus. 29 Überdies, wenn ihr Christus angehört, seid ihr wirklich Abrahams Same, Erben hinsichtlich einer Verheißung.

 

image035Um Erben der Verheissung zu werden mussten alle in Jesus vereint werden! Sie bildeten nun gemeinsam einen Leib, der nicht durch Sekten und Religionen getrennt wurde, die alle eine Abspaltung vom einen Leib bewirkten, hin zu unterschiedlichen Häuptern! All dies kam erst später auf, als einige vom Glauben abfielen wie Hymenäus, Alexander und Philetus und Dinge zu lehren begannen, die nicht im Einklang mit der apostolischen Lehre standen. Daraus entstand zuerst die Nikolaus-Sekte und dann die Katholische Kirche und jede Art christlicher Konfessionen die heute den Leib in viele Teile spaltet!

 

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

Christen mussten nun als wahre Erben im Haus des Vaters dessen Willen ausführen! Vor ihrer Taufe waren sie Unmündige, Sklaven, den elementaren Dingen unterjocht die zur Welt gehören. Das GESETZ wurde ihr Erzieher bis sie es sich ins Herz geschrieben hatten. Mit der Taufe aber wurden sie Freie, wirkliche Söhne, geistig reif! Die Juden waren seit dem Gesetzesbund Unmündige gewesen und konnten nur durch Anerkennung von Jesu, der durch das GESETZ ja angekündigt wurde, aus ihrer Verwaltung unter GESETZ entlassen werden! Die Verwalter der Juden waren die Leviten und aaronschen Priester! Paulus schrieb darüber an die Galater:

 

*** Rbi8  Galater 4:1-7 ***

Nun sage ich, daß der Erbe, solange er unmündig ist, sich überhaupt nicht von einem Sklaven unterscheidet, obwohl er Herr aller Dinge ist, 2 sondern er steht unter dazu Beauftragten und unter Verwaltern bis zu dem Tag, den sein Vater im voraus bestimmt hat. 3 Ebenso auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir den elementaren Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt. 4 Als aber die Grenze der Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, der aus einer Frau [geboren] wurde und unter Gesetz [[GESETZ]] zu stehen kam, 5 so daß er die unter [[(dem Fluch des) GESETZES]] loskaufe, damit wir unsererseits die Annahme an Sohnes Statt empfangen könnten.

6 Weil ihr nun Söhne seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in unser Herz gesandt, der ausruft: „Abba, Vater! 7 So bist du denn nicht mehr ein Sklave, sondern ein Sohn; und wenn ein Sohn, auch ein Erbe durch Gott.

 

Die „elementaren Dinge die zur Welt gehören“, die Wünsche des Fleisches und damit verbunden die Sünde stehen Selbstbeherrschung gegenüber, der letzten und höchsten der von Paulus erwähnten neun Geistesgaben: „Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, 23 Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz [[GESETZ]].“ (Gal 5:22, 23)

 

Christen aus den Nationen waren zuvor unter dem anderen Lehrer versklavt gewesen, diesen „elementaren Dingen des Systems“. Mit seinem Tod befreite Jesus diejenigen, die unter GESETZ Todesstrafe auf sich geladen hatten und uns, aus den Nationen wurde „Annahme an Sohnes statt“ gewährt. Bedingung war für beide Gruppen, „Ebioniten“ wie „Paulikaner“ den Sohn in seiner erhöhten Stellung anzuerkennen und sich als wahre Söhne des Vaters zu erweisen, die sich dessen GESETZ und Verordnungen unterstellen. So dürfen wir gemeinsam „Abba, Vater“ rufen! Christen aus den Nationen und fleischliche Juden sind nun gemeinsam Erbe der Verheissungen!

 

Wir, von den Nationen, wurden sozusagen in den edlen Olivenbaum eingepfropft. Es gilt darauf zu achten, dass wir nicht durch falsches Handeln vom Wurzelstock abgeschnitten werden!

 

image036*** Rbi8  Römer 11:17-24 ***

Wenn indes einige der Zweige ausgebrochen wurden, du aber, obwohl du ein wilder Olivenbaum bist, zwischen sie eingepfropft und des Olivenbaums Wurzel der Fettigkeit teilhaftig wurdest, 18 so überhebe dich nicht über die Zweige. Überhebst du dich aber über sie: nicht du trägst die Wurzel, sondern die Wurzel [trägt] dich. 19 Du wirst nun sagen: „Zweige sind ausgebrochen worden, damit ich eingepfropft werde.“ 20 Richtig! Wegen [ihres] Unglaubens sind sie ausgebrochen worden, du aber stehst durch Glauben. Hege nicht mehr überhebliche Gedanken, sondern fürchte dich. 21 Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht verschont hat, wird er auch dich nicht verschonen. 22 Sieh also Gottes Güte und Strenge. Gegen die, die gefallen sind, Strenge, gegen dich aber Gottes Güte, vorausgesetzt, daß du in seiner Güte bleibst; sonst wirst auch du abgehauen werden. 23 Auch werden sie, wenn sie nicht in ihrem Unglauben bleiben, eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wieder einzupfropfen. 24 Denn wenn du aus dem von Natur wilden Olivenbaum herausgeschnitten und entgegen der Natur in den edlen Olivenbaum eingepfropft wurdest, wieviel eher werden diese, die natürliche [Zweige] sind, in ihren eigenen Olivenbaum eingepfropft werden!

 

image039Die Zweige, die ausgebrochen wurden waren die überheblichen, heuchlerischen Vorsteher, die „blinden Leiter und die blinden Geführten“ des ersten Jahrhunderts wegen ihres fehlenden Glaubens. Die Zweige die Verblieben waren die Apostel und Jünger! Wir dürfen uns nicht über jene erheben! Wenn wir wiederum einen Unglauben entwickeln werden wir ebenso ausgebrochen werden! Wir sollten als Christen Gottes Güte wie auch seine Strenge sehen und uns darum in gerechter Gottesfurcht wähnen! Juden, die ihren Unglauben ablegen werden wiederum eingepfropft! Es gibt in der Welt und auch in Israel viele jüdische Gemeinden, „Ebioniten“, die an Jeschua oder Jahoschua (Jesus) glauben! Sie stammen ja bereits aus dem fetten Wurzelstock, sie halten sich an die GESETZE Mose, Sabbat und Festzeiten sind ihnen bereits in Fleisch und Blut gegeben. Ihr Einpfropfen ist von Gott erwünscht und wesentlich leichter!

 

9.3.1.10     Sich vor neuerlichem Götzendienst hüten

Christen müssen sehr darauf achten nicht wiederum in einen Götzendienst zurückzufallen! Im alten Rom war es der Kaiser, der als Gott verehrt wurde! In der Katholischen Kirche hat der Papst eine solche Stellung und trägt als „Pontifex Maximus“ denselben Titel der Cäsaren! In verschiedenen christlichen Organisationen handelt die Führungsklasse wie Götter und setzen ihr Wort höher als das von Gott!

 

http://www1.wdr.de/fernsehen/aks/themen/papst242_v-TeaserAufmacher.jpgChristen, die ihre Religionsorganisation und deren Führer höher achten wie Jesu Worte machen aus ihren Religionen und aus deren Führern somit Götter und dienen jenen aufs Neue!

 

*** Rbi8  Galater 4:8-11 ***

Damals jedoch, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen als Sklaven, die von Natur nicht Götter sind. 9 Jetzt aber, da ihr Gott kennengelernt habt, oder vielmehr jetzt, da ihr von Gott erkannt worden seid, wie kommt es, daß ihr wieder zu den schwachen und armseligen elementaren Dingen zurückkehrt und wieder deren Sklaven sein wollt? 10 Ihr beobachtet peinlich genau Tage und Monate und Zeitabschnitte und Jahre. 11 Ich fürchte für euch, daß ich mich euretwegen irgendwie zwecklos abgemüht habe.

 

Peinlich wurden nun wiederum die alten, heidnischen Feste eingehalten: Seit Konstantin halten sie den Sonntag, der an die Stelle des Sabbats gemäss dem vierten der zehn Gebote kam. Die abtrünnige Christenheit feiert Weihnachten, am 25. Dezember, das schon im alten Rom der heidnische Hauptfesttag war. Ostern, die der Frühjahrssonnenwende und der Göttin „Ostra“ gewidmet ist soll nun Christi Auferstehung repräsentieren. All diese heidnische Feste mit ihrem hergebrachten Brauchtum die „christianisiert“ wurden, sie entehren in Wirklichkeit Jesus und den Vater.

 

Paulus hatte sich wirklich zwecklos abgemüht! Statt dem Neumond als dem Ersten des Monats unterstellten sie sich dem julianischen Sonnenkalender, der vom göttlichen Mondkalender abweicht und statt des Mondjahres das Sonnenjahr ins Zentrum rückte. Damit wurde der Sonne als wichtigster Gottheit Roms Ehre zuteil! Das Einhalten der wahren Verpflichtungen der Festzeiten, gemäss den richterlichen Entscheidungen Jehovas, wurde dadurch verunmöglicht!

 

(Vergleiche Grafik: Festzeiten für Christen)

 

9.3.1.11     Welches GESETZ müssen Christen anwenden?

Menschen, die Gott kennen lernen möchten, sie werden durch Erziehung und durch Studium auf die Erfordernisse vorbereitet die Gott an alle jene stellt, die er als Söhne annimmt! Christen müssen als Erwachsene nach ihrer Taufe das durch das GESETZ Erlernte anwenden! Dabei stehen sich bis zum Abschluss des Systems der Nationen ständig zumindest drei Gesetze gegenüber: Jenes von Gott und das des sündigen Fleisches und das des Cäsars. Ein Christ muss lernen, welchem der Gesetze er die grössere Aufmerksamkeit schenkt und schlussendlich erfüllt! Der Konflikt ist vorgegeben! Das System begünstigt jene, die sich an das System halten! Petrus und die übrigen Apostel wurden gefangen genommen, weil sie menschlichen Gesetzen und Verordnungen als weniger bindend betrachteten wie Gottes Gebot! Niemals waren sie bereit Gottes Gebot zu brechen, selbst dann nicht, wenn Cäsar harte Strafe androhte!

 

http://1.bp.blogspot.com/-xQwERjNACfY/UPQYm0bdD7I/AAAAAAAAAvQ/fQEeQ7ym10s/s320/PETER+BEFORE+THE+SANHEDRIN.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 5:29-30 ***

Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet.

 

Petrus und die Apostel gaben eine deutliche und klare Antwort, die für jeden Christen verbindlich ist! Der Sanhedrin versuchte sie daran zu hindern das zu tun, was Jesus aufgetragen hatte. Das Gericht des Sanhedrins seinerseits fürchtete den Cäsar, den sie zuvor dazu missbraucht hatten, um Jesus zu töten! Die Apostel aber fürchteten weder den Sanhedrin noch den Cäsar, sondern zeigten wahre Gottesfurcht, indem sie dessen Willen auch gegen deutliche Anweisung des Gerichtes ausführten!

 

 

9.3.2          Jesus als das Licht der Welt wird die Welt nach dem richten, was er gesagt hatte!

 

9.3.2.1        Das Licht der Welt kam, um Menschen zu retten, andere zum Gericht aufzubewahren!

Der Priester Sacharja, der Vater Johannes des Täufers, der vor Jesus her einen Weg bereiten sollte, sprach prophetisch vom kommenden Messias. Johannes selbst würde dem Volk Erkenntnis über den nach ihm Kommenden, den Messias vermitteln, der als Tagesanbruch die Finsternis erhellen würde!

 

*** Rbi8  Lukas 1:76-79 ***

Und du aber, kleines Kind, du wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor Jehova hergehen, um ihm die Wege zu bereiten, 77 um seinem Volk Erkenntnis der Rettung durch Vergebung ihrer Sünden zu verschaffen 78 wegen des innigen Erbarmens unseres Gottes. Mit diesem [Erbarmen] wird uns ein Tagesanbruch aus der Höhe besuchen, 79 um denen Licht zu geben, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, um unsere Füße glücklich auf den Weg des Friedens zu richten.“

 

Wir sollten unsere Füsse nun auf den vorgezeichneten Weg des Friedens wenden, der davon abhängt, ob wir Gottes Gebote und Jesu Gebot verstanden haben und sie halten!

 

Offensichtlich hatten die Apostel ein Licht, das ihnen klar den Weg zeigte, den sie zu gehen hatten. Die hohen Amtsträger des Sanhedrins aber wandelten weiter in Finsternis. Sie hatten nicht verstanden und wollten auch gar nicht verstehen! Jesus zeigte dabei die enge Verbindung zwischen ihm und dem Vater. Wer ihm nicht zuhört und seine Worte nicht annimmt muss mit dem kommenden Gericht des letzten Tages Rechenschaft ablegen!

 

*** Rbi8  Johannes 12:44-50 ***

http://www.jesus.ch/sites/default/files/media/cache/images/title/11408-Jesus-mit-M%C3%BCnze.jpgJesus aber rief aus und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht [nur] an mich, sondern [auch] an den, der mich gesandt hat; 45 und wer mich sieht, sieht [auch] den, der mich gesandt hat. 46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe. 47 Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Jesus selbst wiederholte später, dass er nicht zum Richten gekommen sei, sondern zum Retten durch Vorbild und Unterweisung! Das Wort, das er gesprochen hatte, dieses würde am Tag des Gerichts jene richten, die sein Wort missachteten! Jesus kam, um zu retten, nicht um zu vernichten! Wenn er nun wiederkommt, so ist es jedoch zum Gericht und um jene zu vernichten, die sich als Feinde des Königreiches erweisen! Jene aber die auf ihn gehört hatten sollen nun ihren Tageslohn, ewiges Leben erhalten!

 

9.3.2.2        Strafaufschiebung bedeutet nicht Straffreiheit!

Gott hat eine bedingte Strafaufschiebung für die Zeit zwischen Jesu Tod und dem Gerichtstag gegeben. Die weltlichen Gerichte mögen heute Hurer, Diebe, Spiritisten und Mörder und was immer noch an Übertretung von Gottes GESETZ existiert straffrei lassen. Menschen dagegen, die korrekt handeln verurteilen diese, weil sie weltliche Gesetze nicht höher achten wie jene Gottes. An Gottes Tag des Gerichtes werden all diese Dinge richtiggestellt! Zuerst trifft es die Lebenden, die durch Jesus in „Schafe und Böcke“ aufgeteilt werden. Die Böcke gehen „in die ewige Abschneidung“, die Gerechten „Schafe“ in das ewige Leben ein. Dann aber während des tausendjährigen Gerichtstages trifft das Gericht jene Ungerechten, die auferstehen werden! Der „Fluch“ für Gesetzesbruch gemäss dem „Bund von Moab“ ist aufgezeichnet, der jene treffen soll, die Gottes Wort missachteten! Keiner wird schlussendlich straflos ausgehen! Sacharja musste aufzeichnen, was erst während des Millenniums volle Anwendung erlangt. Gott führ detailliert ein Strafregister, auch wenn dies Priester verneinen mögen:

 

http://zeitbibel.de/images/buchrolle03_110.jpg*** Rbi8  Sacharja 5:3-4 ***

Dann sagte er zu mir: Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der ganzen Erde ausgeht, denn jeder, der stiehlt, ist gemäß dem, [was] auf dieser Seite [steht], straflos ausgegangen, und jeder, der einen Eidschwur leistet, ist gemäß dem, [was] auf jener Seite [steht], straflos ausgegangen. 4 Ich habe ihn ausgehen lassen‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und er soll in das Haus des Diebes und in das Haus dessen hineingehen, der in meinem Namen falsch schwört; und er soll inmitten seines Hauses verweilen und es und sein Holzwerk und seine Steine vernichten.‘ “

 

Jesus ist Jehovas Urteilsvollstrecker! Auch wenn Jehova sein Volk und die Nachfolger Jesu über eine lange Zeit nicht selbst zur Rechenschaft zog, so war dies nur eine Pause, um jenen Gelegenheit zur Umkehr zu gewähren, die bereit wären gerechte Normen zu erlernen!

 

Gott wird als Rächer diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die ihn und seinen Sohn missachtet haben! Keiner wird straffrei ausgehen! Jesus selbst ist Gottes Rächer! Der Tod löschte keine ihrer aufgehäuften Sünden und die Sündenerlasse ihrer Priester werden sich als haltlose Lüge erweisen!

 

*** Rbi8  Jeremia 25:29 ***

Denn siehe, über die Stadt, über der mein Name genannt wird, fange ich an, Unglück zu bringen, und ihr selbst solltet irgendwie straffrei ausgehen?“ ‘

,Ihr werdet nicht straffrei ausgehen, denn da ist ein Schwert, das ich gegen alle Bewohner der Erde rufe‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen.

 

Mit Jerusalem beginnt das Strafgericht und damit mit jenen, die heute das gegenbildliche, das geistige „Jerusalem“ darstellen, die christlichen Führer. Die Bewohner der ganzen Erde werden durch jenes Schwert aus dem Mund des Sohnes zur Rechenschaft gezogen werden! Dies beginnt bei den Religionen und geht über zu den Lebenden in Harmagedon, um später auch die Auferstandenen zu richten (Off 19:19-21).

 

Keiner aber, der in Gemeinschaft mit Jesus bleibt wird gerichtet werden! Dazu ist es jedoch notwendig sich fortgesetzt von „Jesu Fleisch“ zu nähren, um mit ihm in Gemeinschaft zu bleiben! So hat er es uns befohlen! Dies steht in Verbindung mit dem 14. Nisan und dem Abendmahl!

 

Datei:Matthias Gruenewald-Coburger Tafel-Abendmahl.jpg*** Rbi8  Johannes 6:56-57 ***

Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben.

 

Nicht Religionsführer und Religionsorganisationen können ewiges Leben geben, mögen sie dies noch so sehr versprechen, sondern, dass wir Jesu Worte annehmen, die GESETZE halten und mit ihm so in Gemeinschaft verbleiben! Das Essen des Lammes beim Abendmahl, das Brechen des Brotes, das Trinken des Weines sind symbolische Erinnerungen an das Gericht an Ägypten und Jehovas Vergebung gegenüber Israel und Jesu Opfertod, um uns zu reinigen.

 

9.3.2.3        Richter müssen nach Gottes Massstäben und nach seinem GESETZ richten!

Wo es keine Richter gibt, da nimmt das Unrecht schnell überhand! Gott liess durch Moses klare Richtlinien ergehen, wer als Richter unter seinem Volk die Vergehungen gegen das göttliche GESETZ betrachten und ahnden musste. Er gab Moses folgende Anweisung:

 

*** Rbi8  5. Mose 16:18-20 ***

Du solltest dir Richter und Beamte einsetzen innerhalb all deiner Tore, die Jehova, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, und sie sollen das Volk mit gerechtem Gericht richten. 19 Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst nicht parteiisch sein oder eine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten. 20 Der Gerechtigkeit — der Gerechtigkeit solltest du nachjagen, damit du am Leben bleibst und das Land tatsächlich in Besitz nimmst, das Jehova, dein Gott, dir gibt.

 

Beachten wir, dass die Richter aus allen Stämmen Israels erwählt wurden und nicht wie die Leviten einen eigenen Stamm bildeten! Jeder männliche Israelit, der die notwendigen Erfordernisse erfüllte konnte somit zum Richter ernannt werden! Gott stellte deutliche Anforderungen an die Richter Israels! Sie mussten gut vertraut sein mit Gottes Recht. Ohne das Recht in irgendeiner Form zu beugen mussten sie der Gerechtigkeit nachjagen! Gott wusste seit Beginn, dass nur unter gerechten Verhältnissen Frieden und Sicherheit für jeden gedeihen konnten!

 

http://assets.knowledge.allianz.de/img/corruption_bribery_extortion_refuse_shutterstock_ta_1_38535.jpgUngerechtigkeit und Parteilichkeit im Gericht ist die grosse Seuche unter den heutigen Nationen! Statt wahres Recht und Gerechtigkeit hervorzubringen sind es oft die Reichen und Einflussreichen die im Gericht erfolgreich sind, weil sie sich Anwälte leisten können, die das Recht zu verdrehen wissen und mittels Korruption und Bestechung das Recht beugen!

 

*** Rbi8  3. Mose 19:15 ***

Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht. Du sollst den Geringen nicht mit Parteilichkeit behandeln, und du sollst die Person eines Großen nicht bevorzugen. Mit Gerechtigkeit solltest du deinen Genossen richten.

 

Da das fleischliche Israel nicht als Volk verstossen wurde, sondern nur die letzte Generation, jene zur Zeit des Christus, und weil Christen geistige Juden sein müssen, die unter ein und demselben GESETZ stehen, musste auch die Rechtsprechung in den Christenversammlungen nach genau demselben Massstab und Muster erfolgen!

 

9.3.2.4        Jesus und Paulus definierten den Rechtsmassstab für Richter in der Christenversammlung!

Da Christen zudem nun unter dem „GESETZ des Christus“ stehen, müssen sie bei Fehltritten auch nach diesem GESETZ zur Rechenschaft gezogen werden! Wer ein GESETZ übertritt muss auch die Folgen tragen, welche das GESETZ für die Übertretung festlegt! Dass diese Beurteilung nur durch Christen geschehen kann, die bereit sind göttlichen Massstab und nicht den des gerade herrschenden Systems anzuwenden, dies müsste eigentlich einleuchten! Leider aber hatten bereits gewisse christliche Vorsteher in der Versammlung Korinth eine andere Ansicht und viel Sauerteig hatte dort begonnen die ganze Versammlung zu durchsäuern!

 

(Vergleiche Grafik: 4.3  Durchsäuerung der Versammlung Gottes)

 

http://polpix.sueddeutsche.com/bild/1.948969.1355880038/640x360/amtsgericht-erding.jpg*** Rbi8  1. Korinther 6:1-6 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir Engel [[Boten; Vorsteher]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

 

Paulus zeigt klar und deutlich, dass im kommenden System die Richter, die heute in den Versammlungen Recht sprechen und ihre Versammlungen geordnet halten, auch im kommenden System Aufgaben erhalten werden! Den zwölf Apostel wurde ihrerseits versprochen, dass sie das „Israel Gottes“ richten würden, das heisst die 144.000 Vorsteher, die Gott am Gerichtstag für würdig erachtet, mit Jesus und den Aposteln im Tausendjahrreich als Priesterkönige zu amten! (Mat 19:28; Off 7:1-8; 20:6)

 

Paulus war als Apostel verpflichtet die Rechtsangelegenheiten in den Versammlungen der Nationen richtigzustellen. Wie im Falle der Versammlung Korinth duldete er es nicht, dass Christen vor weltliche Richter zogen, um dort ihre Prozesse zu führen. Wer dies missachtet, der missachtet auch Paulus und dadurch Jesus und damit Gott! Jesu Worte sind unverwechselbar!

 

*** Rbi8  Lukas 10:16 ***

Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.

 

Jesus verstärkte während seines Predigens gar einige Richtlinien im GESETZ Mose, die Moses im Sinne eines Kompromisses zugelassen hatten, die aber nach dessen Tod offensichtlich zu Missbrauch geführt und viel Leid über Mitjuden gebracht hatten. Dabei zitierte er einige Gebote aus dem GESETZ und legte Wert darauf, dass jede Missachtung seiner Anweisungen von einen Gerichtshof Beachtung finden würde: Darunter zählt bereits fortgesetzter Zorn gegen seinen Mitbruder (Mal 2:13-16).

 

*** Rbi8  Matthäus 5:21-22 ***

Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehenna verfallen sein wird.

 

Fortgesetzter Zorn, Worte der Verachtung gegenüber seinem Mitbruder würden bereits Anlass dazu geben, dem Richter Rechenschaft ablegen zu müssen! Da ein „verächtlicher Tor“ jemand ist, der Gottes Wort und sein Recht verachtet, war es einem Christen unmöglich einen Mitchristen, der sein Bruder im Glauben ist, so zu benennen! Jesus bringt dieses Vergehen mit der Todesstrafe in der Gehenna in Verbindung, der vollkommenen Vernichtung.

 

9.3.2.5        Unter Gottes Königreich gibt es schnelle Rechtsprechung und Wiedergutmachung und Strafe!

Auch was die Art und Weise der Rechtsprechung anbelangt, so gab es bei Gericht nicht lange Verzögerungen, wie dies heute vor weltlichen und religiösen Gerichten allzu oft der Fall ist. Ein langsamer, aufreibender Prozess ist nur ein neuerliches Unrecht am bereits Geschädigten!

 

Der Prophet Jeremia zeigte, dass Jehovas Wille ein unmittelbares Gericht erwartet, wo täglich Gerichtsangelegenheiten entschieden werden mussten!

 

http://lichtzeichen-shop.com/out/pictures/generated/product/1/380_340_100/548007.jpg*** Rbi8  Jeremia 21:11-12 ***

Und was die Hausgemeinschaft des Königs von Juda betrifft, o hört das Wort Jehovas! 12 O Haus Davids, dies ist, was Jehova gesprochen hat: Fällt jeden Morgen das Urteil nach Recht, und befreit den Beraubten aus der Hand des Übervorteilers, damit mein Grimm nicht wie ein Feuer ausgeht und tatsächlich brennt und keiner da ist, es zu löschen, wegen der Schlechtigkeit eurer Handlungen.“ ‘

 

Der Richter war dafür verantwortlich, dass dem Beraubten oder Geschädigten Gerechtigkeit widerfahren solle! Dies ging weit darüber hinaus, was heute üblich ist, wo ein Dieb und Räuber zwar möglicherweise eine Strafe erhält, der Geschädigte oft aber keine oder ungebührende Wiedergutmachung zu erwarten hat. Oft ist das Gegenteil der Fall, der Kläger wird mit hohen Kosten und vielerlei zusätzlichen Unannehmlichkeiten konfrontiert. Das ist natürlich vollkommene Verdrehung dessen, was recht und anständig ist! Bereits dem alten Juda wurde für diese Art der Nachlässigkeit von Jehova harte Vergeltung angekündigt, weil die Betrogenen zu ihm um Hilfe und Wiedergutmachung schrien! Jehova hört ihr Schreien auch dann, wenn er nicht unverzüglich reagiert!

 

Im kommenden System ist es Jehova der durch Jesus, seine Apostel und die 144.000 Mitkönige täglich für gerechte Umstände sorgen wird! Da Jehova nun die Angelegenheit der ganzen in Harmagedon gereinigten Erde verwalten wird, werden auch Schreie wegen Ungerechtigkeit durch ihn unmittelbar gehört und eilends erhört werden! Dem vaterlosen Knaben und der Witwe, dem Ausländer und dem Sklaven wird unmittelbar Recht verschafft werden (Lu 18:1-8).

 

*** Rbi8  Psalm 101:7-8 ***

Jeden Morgen werde ich alle Bösen der Erde zum Schweigen bringen,

Um von der Stadt Jehovas alle abzuschneiden, die Schädliches treiben.

 

Der Böse hatte bis zum Vorabend Zeit seine schlechte Tat wiedergutzumachen und offen seine Schuld einzugestehen. Darum sagt doch Paulus, dass wir über der gereizten Stimmung nicht erst die Sonne untergehen lassen sollen! Jehova wird im kommenden System bereits am kommenden Morgen Recht sprechen! Die durch ihn eingesetzten Richter werden unmittelbar reagieren!

 

Zum „neuen Jerusalem“, der erdenweiten Regierungssitz haben nur Menschen Zutritt, welche Gottes Normen erfüllen. Wer Schädliches treibt, der wird von ihr abgeschnitten werden! Jerusalem stellt die kommende erdenweite Verwaltung dar! Ungerechte Richter, die selbst Schädliches treiben, sie werden aus ihrer Stellung entfernt!

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:27 ***

Doch irgend etwas Unheiliges und jeder, der Abscheuliches und Lüge verübt, wird keinesfalls in sie eingehen, nur diejenigen, die in des Lammes Buchrolle des Lebens eingeschrieben sind.

 

Der Eintrag in die „Buchrolle des Lebens“ erfolgt mit unserer Taufe, die eine vollkommene Löschung bisheriger Sünden aufgrund von Reue und Werken der Reue beinhaltet! Aus dieser Buchrolle können unsere Namen aber auch später wieder ausgelöscht werden! (Apg 3:19; Phi 3:4, Kol 2:13, 14)

 

In Sardes waren es nur einige wenige Namen, die sich nicht mit gesetzlosen Taten befleckt hatten! Die Übrigen aber sollten aus dem Buch des Lebens ausgelöscht werden! Dies bedeutet Hinauswurf aus der Versammlung um diese rein zu erhalten. Jesus fordert jeden Hörer auf seine Worte an die sieben Versammlungen zu beachten!

 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

*** Rbi8  Offenbarung 3:4-6 ***

Dessenungeachtet hast du einige wenige Namen in Sardes, die ihre äußeren Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir in weißen [Kleidern] wandeln, weil sie würdig sind. 5 Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen. 6 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Böse Menschen und Übeltäter lachen heute über solche, die nach Gerechtigkeit streben und so handeln. Salomo, der Schreiber des Bibelbuches Sprüche fordert uns auf uns nicht über solche Bösen zu erhitzen. Dies könnte dazu führen selbst ungerecht zu handeln. Wenn wir Jehovas Recht verstehen wissen wir, dass jeder für sein Handeln durch ihn zur Rechenschaft gezogen wird!

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*** Rbi8  Sprüche 24:19-20 ***

Erhitze dich nicht über die Übeltäter. Werde nicht neidisch auf böse Menschen. 20 Denn es wird sich erweisen, daß irgendein Schlechter keine Zukunft hat; ja die Leuchte der Bösen wird ausgelöscht werden.

 

Am Gerichtstag oder während der tausend Jahre wird der ungerecht Handelnde zur Rechenschaft gezogen! Ist das Vergehen bedeutsam, so wird er es gar mit dem Leben bezahlen! Jehova aber wird selbst für den Geschädigten Ausgleich schaffen!

 

*** Rbi8  Matthäus 19:29 ***

Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Ein gerechtes Urteil richtet sich nicht nach Äusserlichkeiten, sondern nach dem wahren Sachverhalt und der gesetzlichen Vorgabe! Richter tun gut dies zu bedenken, um nicht selbst ein Gericht auf sich zu laden:

 

*** Rbi8  Johannes 7:24 ***

Richtet nicht mehr nach der äußeren Erscheinung, sondern fällt ein gerechtes Urteil.“

 

Richter in den christlichen Versammlungen werden ebenso durch Jesus wie die Apostel aufgefordert gerechte Urteile zu fällen! Wie die sieben Versammlungen und deren Vorsteher in der Offenbarung zeigen, weiss Jesus sehr wohl Bescheid, ob Unrecht durch Vorsteher toleriert wird oder ob sie die Dinge richtigstellen! Wenn sie ihrer Aufgabe als Vorsteher und als Richter nicht nachkommen, droht ihnen, dass sie von ihrer Stelle verrückt würden! (Off 2:5)

 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Offenbarung)

 

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9.3.3          Wie definiert Gott, was Sünde und Übertretung ist?

 

9.3.3.1        Alle haben wir gesündigt, keiner erreicht die Herrlichkeit Gottes und trotzdem bemühen wir uns ständig um Vollkommenheit  

Jesus fordert seine Nachfolger auf nach Vollkommenheit, oder wie es andere übersetzen, nach „Vollständigkeit“ zu streben. Durch sein Leben hatte Christus gezeigt, dass dies möglich ist. Wenn wir seinen Schritten genau nachfolgen ist es möglich einen immer höheren Grad an Vollkommenheit zu erreichen!

 

image060*** Rbi8  Matthäus 5:48 ***

Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

Jeder kluge Berufsmann versucht seine Handfertigkeit zu verbessern und besucht Kurse oder liest Bücher, um die neuesten Erkenntnisse über sein Arbeitsgebiet in sich aufzunehmen und sich weiter zu perfektionieren. Er ist stolz auf das, was er tut! Wir als Männer und Frauen sollten uns ebenso darum bemühen die besten Qualitäten in unserer Berufung „Mensch“ und „Christ“ zu sein zu erreichen, um so anderen Menschen nützlicher zu sein und ihnen besser dienen zu können! Die Aufforderung die Paulus an Timotheus stellte gilt auch für heutige Richter und für jeden Christen gleichermassen:

 

*** Rbi8  2. Timotheus 2:15 ***

Tu dein Äußerstes, dich selbst Gott als bewährt darzustellen, als ein Arbeiter, der sich wegen nichts zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit recht handhabt.

 

Dazu müssen wir uns bemühen Fehler die wir begehen mögen zu erkennen und daran arbeiten diese zu beseitigen! Dies ist die Bedeutung von „das Wort der Wahrheit recht handhaben“. Unser absolutes Vorbild muss Gott sein, obwohl wir seine Herrlichkeit nicht erreichen können! Wir verfehlen dieses Ziel immer wieder, obwohl wir uns darum bemühen verbliebene Fehler zu bereinigen. Das aber darf keine Ausrede sein uns auf verbleibenden Unzulänglichkeiten auszuruhen (Mat 23:10, 11).

 

*** Rbi8  Römer 3:23-24 ***

Denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, 24 und als freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld.

 

Weil Christen sich bemühen bessere Menschen zu sein, indem sie ihrem Hauptvorbild Jesus nacheifern, erhalten sie als freie Gabe Gerechtsprechung für jene Fehler, die sie unabsichtlich begehen mögen! Es ist für uns ebenso wie für die fleischlichen Juden wichtig, dass wir Gottes Gebote nicht mutwillig übertreten, obwohl unabsichtliche Verletzungen der Fall sein können!

 

9.3.3.2        Sind wir Lügner oder ist die Wahrheit in uns?

Viele Christen mögen erstaunt sein, was alles in Gottes Augen Sünde ist. Es lohnt zu forschen und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wir mögen überzeugte Christen sein und regelmässig christliche Versammlungen besuchen, wenn wir aber die Gebote Christi nicht halten, seinen Lauf nicht kopieren, so ist die Wahrheit nicht in uns!

 

Der Apostel Johannes wusste am Ende des ersten Jahrhunderts, dass in vielen Versammlungen Lügner waren, weil sie behaupteten Jesu Jünger zu sein, ihn aber durch ihre Werke verleugneten!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:4-6 ***

Wer sagt: „Ich habe ihn kennengelernt“ und dennoch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner, und die Wahrheit ist nicht in diesem. 5 Wer aber sein Wort hält, in diesem ist wahrhaftig die Liebe Gottes vollkommen gemacht worden. Dadurch wissen wir, daß wir in Gemeinschaft mit ihm sind. 6 Wer sagt, er bleibe in Gemeinschaft mit ihm, ist verpflichtet, selbst auch weiterhin so zu wandeln, wie jener wandelte.

 

Johannes sagt deutlich, dass es für Christen eine Pflicht wäre so zu wandeln, wie Jesus gewandelt ist! Dazu ist es notwendig sein Verhalten zu studieren, indem wir immer wieder in den Evangelien über ihn lesen! Auch die Apostel versuchten seinen Fusstapfen nachzufolgen und wurden uns dabei zu Vorbildern!

 

Wenn Jesus als Jude jeden Sabbat einhielt und die Synagoge aufsuchte, so wie es Gottes GESETZ vorschrieb, um zu hören und um andere zu belehren, so gab er uns darin ein Beispiel!

 

image061*** Rbi8  3. Mose 23:3 ***

Sechs Tage kann Arbeit getan werden, aber am siebten Tag ist ein Sabbat vollständiger Ruhe, eine heilige Zusammenkunft. Ihr dürft keinerlei Arbeit tun. Es ist ein Sabbat für Jehova an allen Orten, wo ihr wohnt.

 

Was GESETZ sagt nicht, wann während des Sabbats die Zusammenkunft stattfinden soll, ob bereits am Vorabend oder während des folgenden Tages bis hin zum Sonnenuntergang. Das GESETZ aber schreibt eine heilige Zusammenkunft vor, zu der jeder Christ auch heute in gereinigtem Zustand kommen muss! Bestimmt ist es klug die Regelung zu sehen, wie sie im Tempel zu Jerusalem angewandt wurde, wo die „dritte Stunde“, etwa um neun Uhr das Morgengebet und die Vorlesung war, dann um die „neunte Stunde“, nachmittags um drei Uhr das Abendgebet folgte. An einem der zwei Zusammenkünfte, entweder im Tempel oder der örtlichen Synagoge mussten jüdische Männer teilhaben! Oft waren ganze Familien dort vereint. Genau so machten es die ersten christlichen Hausversammlungen bis zum Ende des ersten Jahrhunderts.

 

http://www.einprozent.net/assets/images/Jesus_Christus.jpg*** Rbi8  1. Petrus 1:14-16 ***

Formt euch als gehorsame Kinder nicht mehr nach den Begierden, die ihr früher in eurer Unwissenheit hattet, 15 sondern in Übereinstimmung mit dem Heiligen, der euch berufen hat, werdet auch ihr selbst heilig in [eurem] ganzen Wandel, 16 weil geschrieben steht: „Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin.“

 

Dieses Gebot des Versammelns am Sabbat bildet mit dem 4.Gebot, das die Einhaltung des Sabbats betrifft, einerseits Teil der zehn Gebote. Andererseits ist es ein Verpflichtung für Vorsteher eine wöchentliche Versammlung einzuberufen, welche von Moses zur Unterweisung des Volkes auf Gottes Geheiss als andauernde Institution eingeführt wurde. Es ist klug Jesus darin nachzufolgen und ebenfalls regelmässig christliche Versammlungen zu besuchen. Die ersten Christen versammelten sich alle am Sabbattag! (Apg 13:27, 42-44) Jakobus bestätigte diese Regelung am so genannten Apostelkonzil in Jerusalem im Jahre 49 u.Z.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Die Art der Belehrung seitens Jesu  unterschied sich von denen der Vorsteher der Juden. Er zeigte durch seine Worte, dass er Gewalt hatte, von Jehova zum Reden bevollmächtigt und ausgesandt war und verteidigte Gottes Willen und erklärte die Zusammenhänge der Dinge und wie sich Prophetie erfüllte.

 

*** Rbi8  Matthäus 7:28-29 ***

Als nun Jesus diese Reden beendet hatte, waren die Volksmengen über seine Art zu lehren höchst erstaunt; 29 denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

 

Er lehrte wie einer der Gewalt hat und nicht wie die Schriftgelehrten! Dabei erklärte er auch den Sinn der hinter den GESETZEN stand, warum und wie Sünde vermieden werden kann (Mar 1:21, 22; 6:1, 2; Lu 13:10; Apg 13:27).

 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

9.3.3.3           Die Unterweisung beinhaltet auch das GESETZ und die Form der Anwendung im täglichen Leben

Dort, in den neuen Christenversammlungen des ersten Jahrhunderts und auch heute muss das GESETZ vorgelesen und erklärt werden, wie wir es als Christen in dieser schwierigen Zeit anzuwenden haben! Eine Versammlung oder Gruppe ist bereits dann erreicht, wenn zwei oder drei sich zusammenfinden! Dazu sind nicht steinerne Kirchengebäude ausschlaggebend, sondern die Regelmässigkeit und die Qualität der Belehrung! Jesus hatte mit seinen zwölf Aposteln seine eigene Versammlung und wir sehen, dass er es mit Belehrung sehr ernst nahm. Trotzdem suchten sie die öffentliche Versammlung auf, wo immer dies möglich war!

 

In ihren Zusammenkünften konnten die Apostel und Jünger auch Fragen stellen und ihre Zweifel äussern! Streitgespräche aber wusste Jesus zu umgehen, weil sie nicht von Nutzen sind, sondern die Zuhörer zu Fall bringen! Die Versammlungen dienten der Unterweisung aber auch der Ermunterung, um auszuharren und Fortschritte in der gegenseitigen Liebe zu machen! (Mat 22:34; 1.Ti 2:8; Phi 2:14, 15)

 

Jesus Lehrte auch in der Synagoge seiner Heimatstadt Nazareth wie es jeden Sabbat seine Gewohnheit war. Er stellte dabei etwas Wichtiges fest, das auch für Vorsteher in der Endzeit seine Gültigkeit besitzt: Obwohl sein Lehren Erstaunen hervorrief, so strömte ihm doch durch die ihn Kennenden Ablehnung entgegen. Er äusserte dabei den Grundsatz, dass ein Prophet in seinem eigenen Heimatgebiet und unter seinen Verwandten wenig Gehör finden würde!

 

http://www.gnadenquelle.de/images/Jesus_98.jpg*** Rbi8  Markus 6:1-6 ***

Und er ging von dort weg und kam in sein Heimatgebiet, und seine Jünger folgten ihm. 2 Als es Sabbat wurde, fing er an, in der Synagoge zu lehren; und die meisten derer, die ihm zuhörten, waren höchst erstaunt und sagten: „Woher hat dieser Mensch diese Dinge? Und warum sollte diesem diese Weisheit gegeben worden sein und [sollten] solche Machttaten durch seine Hände vollbracht werden? 3 Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder des Jakobus und des Joseph und des Judas und des Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?“ So begannen sie Anstoß an ihm zu nehmen. 4 Jesus aber sprach dann zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seinem Heimatgebiet und unter seinen Verwandten und in seinem eigenen Haus.“ 5 Und er konnte dort keine Machttat vollbringen, außer daß er die Hände einigen kränklichen Leuten auflegte und sie heilte. 6 Er verwunderte sich tatsächlich über ihren Unglauben. Und er zog im Kreis in die Dörfer ringsum und lehrte.

 

Sorgsam achtete Jesus darauf, dass auch seine Jünger das Sabbatgebot nicht übertraten und jede der Festlichkeiten achteten, die Moses durch Jehova im GESETZ festgeschrieben hatte. Wenn Jesus dazu weite Wanderungen abbrach, um rechtzeitig in Jerusalem zu sein, dann bedeutet dies, dass auch wir ihn darin nachahmen sollen jede Art Tätigkeit zu unterbrechen, um den Sabbat und die Festzeiten wirklich einzuhalten! Uns ist es nicht Vorschrift nach Jerusalem zu gehen, aber es bleibt Vorschrift uns zu versammeln und an diesen Gedenktagen, um das in Erinnerung zu rufen, wofür sie Gott eingesetzt hat! (Lu 9:51, 52; Joh 2:23; 4:45)

 

(Vergleiche: Zeitband Jesu Leben; Karten zu Jesu Predigtwanderungen)

 

9.3.3.4        Die Belehrung in den Versammlungen vor dem Tag des Gerichtes

Paulus ermunterte die Hebräerchristen ihr Zusammenkommen nicht aufzugeben! Dort zeigten sie durch aktive Teilnahme in öffentlicher Erklärung ihre Hoffnung, an der sie weiterhin festhielten!

 

image068*** Rbi8  Hebräer 10:23-25 ***

Laßt uns an der öffentlichen Erklärung unserer Hoffnung ohne Wanken festhalten, denn treu ist er, der die Verheißung gegeben hat. 24 Und laßt uns aufeinander achten zur Anreizung zur Liebe und zu vortrefflichen Werken, 25 indem wir unser Zusammenkommen nicht aufgeben, wie es bei einigen Brauch ist, sondern einander ermuntern, und das um so mehr, als ihr den Tag herannahen seht.

 

Der Tag des Gerichts naht heran und die „grosse Drangsal“ hat für viele bereits begonnen und wird zu ihrem Höhepunkt kommen! Das Zusammenkommen muss uns in der Endzeit stärken, um uns gegenseitig immer mehr Liebe zu zeigen. Offensichtlich hatten viele Judenchristen das Zusammenkommen aufgegeben und Paulus ermunterte sie, dies wieder mit Regelmässigkeit zu tun! Wie viel mehr gilt dies heute, wo der Tag sich schnell nähert?

 

http://www.radiobremen.de/nachrichten/sonntagsoeffnung108_v-content16x9.jpgWenn wir aber den Versammlungsbesuch am Sabbat wegen jeder Kleinigkeit unterlassen, dann ist es, weil wir die Wichtigkeit des Gebotes nicht verstanden haben! Jesus gab einen deutlichen Hinweis, dass dies bis zum Gerichtstag unverändert bleiben würde, als ihn seine Jünger nach den Zeichen seiner Wiederkunft und dem Abschluss des Systems befragten:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:20 ***
Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag;

 

Der Fluchttag, den Jesus erwähnt, ist mit dem Beginn der grossen Drangsal verbunden, ganz offensichtlich weiss er, dass am Sabbat keine grössere Reise unternommen werden darf, wo zudem Gepäck für die Flucht mitgetragen werden muss und er wendet dies auch in der Endzeit als verbindlich an! Wenn Christen somit darum beten, die Flucht möge nicht auf den Sabbat fallen gibt dies nur dann einen Sinn, wenn der Sabbat weiterhin gesetzmässig geheiligt werden soll!

 

Das Sabbatgesetz zu übertreten ist in Gottes Augen eine wichtige Verletzung, der er stets Aufmerksamkeit entgegenbrachte und sein Volk für dessen Übertretung zur Rechenschaft zog! Wir tun gut daran unsere Kenntnis darüber, was Gottes Standpunkt zu erweitern zu dem, was Er als Sünde bezeichnet!

 

9.3.3.5        Was ist Sünde?

Die Sünde hat aber viele weitere Charakteristiken und wir möchten aufzeigen, worauf alles wir achten sollten, bis es uns in Fleisch und Blut übergeht. Indem Moses jeden Sabbat in den Synagogen vorgelesen wurde, natürlich immer wieder ein anderer Teil des GESETZES, lernten die fleischlichen Juden dadurch, was Gott von ihnen erwartete und wie sie diesem Anspruch gerecht werden konnten. Wir versuchen hier die verschiedenen Aspekte, welche die Bibel unter mehrere Begriffe zusammenfasst aufzuzeigen, um uns einen Überblick zu gewähren!

 

Sünde bedeutet das moralische, geistige Ziel zu verfehlen, Fehlverhalten gegen Gottes Willen; alles was Gottes gerechten Massstäben, seinem Willen, seinen Wegen entgegengesetzt ist. Sünde bedeutet Lieblosigkeit (Mat 7:21-23).

 

Sündigen kann man unter anderen ...

 

- durch Gedanken und Gefühle (1.Mo 4:6, 7; Spr 21:4)

- durch Worte (Hi 2:10; Ps 38:1; Spr 12:13; 1.Joh 2:9-11; 3:13)

- durch Werke (2.Kor 12:21)

- durch Unterlassung von etwas Vorgeschriebenen wie z.B. der Reinigung (4.Mo 9:13)

- durch Unterlassung ein Prinzip zu erfüllen wie Liebe, Glauben, Gerechtigkeit, Güte, Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Frieden, Langmut, Treue (Mat 25:41-45; Jak 2:14-17; Mat 23:23; Gal 5:22-24)

- durch Werke des Fleisches wie Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge (Gal 5:19-21)

- durch fehlenden Glauben an Gott. Es bedeutet Gott, das Ziel menschlicher Anstrengungen zu verfehlen (Joh 3:16; 7:5; Gal 3:22; Jud 5).

- durch fehlende oder mangelhafte Werke (Mal 1:6; 2.Mo 2:20; 4.Mo 14:11; Spr 8:35, 36; Mat 22:36-38; Rö 1:20-22; Heb 2:1-4; 3:12-14, 18, 19)

- durch Brechen der Gebote:  (Du sollst nicht! ...) Götzendienst, Heiligung Jehovas Namen, Eltern nicht achten, töten, ehebrechen, stehlen, falsch Zeugnis geben, begehren (Ps 119:126; Mat 5:19; 19:17-19).

- Wer andern Anlass zum Straucheln gibt sündigt (Mat 13:41; 18:6; 1.Kor 10:32, 33)

- Wer andere lehrt das geringste GESETZ zu brechen (Mat 5:19, 20)

- Heilige Dinge nicht hochschätzen (Heb 12:14-17)

 

Selbst unachtsame Fehler und Verstösse sind Sünden (3.Mo 5:17-19 vergl. Hi 1:5)

 

9.3.3.6        Alles daransetzen nicht zu sündigen! Christen haben einen Helfer beim Vater!

Wenn wir uns dieser Verfehlungen bewusst werden, so wird uns auch klar, dass wir alle immer wieder Gottes gerechte Massstäbe missachten oder gar brechen. Johannes fordert uns aber auf alles uns mögliche daran zu setzen, um nicht zu sündigen!

 

http://2.bp.blogspot.com/-4yh7yN9Volw/T58RMEYFGmI/AAAAAAAAAFs/7Yc5sr9lqmw/s1600/i08_09.jpg*** Rbi8  1. Johannes 2:1-3 ***

Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten. 2 Und er ist ein Sühnopfer für unsere Sünden, doch nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt. 3 Und dadurch wissen wir, daß wir ihn kennengelernt haben, nämlich wenn wir fortfahren, seine Gebote zu halten.

 

Wenn unsere Anstrengungen den Beweis erbringen, dass uns nicht aus Absichtlichkeit, aus Schwäche ein Fehler unterläuft, so wird Jesus für uns beim Vater einstehen! Selbst die Apostel machten Fehler und benötigten Jesu Sündopfer, um dies zuzudecken. Sie strengten sich aber an, legten hartnäckige Fehler ab, wurden stärker darin Versuchungen nicht nachzugeben oder den leichteren Weg der Kompromisse zu wählen. Sie lernten Situationen zu meiden, welche sie in Versuchung bringen könnten. Auch unsere Herzen müssen hierzu gut vorbereitet sein, damit der durch Jesus als Same des Königreiches in unsere Herzen gestreute Unterweisung Frucht tragen kann und unter schlechten Bedingungen nicht abstirbt!

 

*** Rbi8  Markus 4:16-17 ***

Und ebenso sind die, die auf die felsigen Stellen gesät sind: Sobald sie das Wort gehört haben, nehmen sie es mit Freuden an. 17 Sie haben jedoch keine Wurzel in sich, bleiben aber eine Zeitlang; sobald dann Drangsal oder Verfolgung wegen des Wortes entsteht, werden sie zum Straucheln gebracht.

 

Das Wort Gottes muss in uns tiefe Wurzeln schlagen, um in der kommenden Drangsal nicht zum Verstummen zu kommen! Während der kommenden Zeit wird Verfolgung von wahren Christen nicht ausbleiben!

 

 

9.3.4          Glaube an Jesus notwendig zur Sündenvergebung!

 

9.3.4.1        Ohne Jesus keine Vergebung von Sünden, ohne Glauben bleibt Sünde!

Das Sühnopfer, das Jesus für uns darbrachte, um unsere Sünden zuzudecken sollten uns mit Dankbarkeit ihm gegenüber erfüllen! Dahinter aber müssen wir Gottes Vorkehrung sehen, der trotz all unserer Fehler und der Sündhaftigkeit seines Volkes Israel dessen Rettung beschlossen hatte. Durch den Propheten Jesaja kündigte Er an:

 

*** Rbi8  Jesaja 53:10-12 ***

Jehova aber gefiel es, ihn zu zerschlagen; er hat ihn krank gemacht. Wenn du seine Seele als ein Schuldopfer stellen wirst, wird er seine Nachkommen sehen, er wird [seine] Tage verlängern, und in seiner Hand wird das gelingen, woran Jehova Gefallen hat. 11 Wegen des Ungemachs seiner Seele wird er sehen, wird er sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, viele in einen gerechten Stand bringen, und ihre Vergehungen wird er selbst tragen. 12 Aus diesem Grund werde ich ihm einen Anteil geben unter den vielen, und mit den Mächtigen wird er die Beute verteilen dafür, daß er in den Tod seine Seele ausschüttete, und den Übertretern wurde er zugezählt; und er selbst trug die Sünde vieler, und er ging daran, für die Übertreter vermittelnd einzutreten.

 

Jesus musste die Vergehungen selbst tragen, indem er die Werke die zur Reue laut GESETZ gehören auf sich nahm. Weil er dies für seine menschlichen Mitbrüder, vorab die Apostel, seine Jünger und geistigen Brüder aber auch für uns aus den Nationen tat, hat Gott ihn an die höchste Stelle gesetzt! Nun wird er bald schon zusammen mit den Aposteln, der „Braut, der Frau des Lammes“ die Erde und den Besitztum darauf nach Harmagedons Endschlacht an jene verteilen, die mit ihm zusammen Erben der Erde sein dürfen, weil sie sich „als wahre Söhne Gottes“ erwiesen haben! 

 

Die Rettung der Welt, – nicht jener Personen, die Gott oder Jesus hassen, – sondern die sich aufrichtig um ein Verständnis bemühen und dies durch ihr Handeln unterstreichen, sie werden durch Jesus gerettet.

 

*** Rbi8  Johannes 3:17-18 ***

Denn Gott sandte seinen Sohn nicht in die Welt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat.

 

Nicht glauben an Jesus und seinen Opfertod zu unseren Gunsten auszuüben, dies bedeutet dagegen schon gerichtet zu sein! In Wirklichkeit weist jemand durch seinen Unglauben Jesus und sein Opfer von sich! Wenn die für unsere Tage vorhergesagten Dinge zu geschehen beginnen, dann erst wird bei all diesen Personen ein furchtvolles Erwarten einsetzen! Unglaube bedeutet etwas äusserst Wertvolles mit Geringschätzung zu behandeln und entspricht willentlicher Sünde, dies umso mehr, nachdem wir genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen hatten!

 

9.3.4.2        Willentliche Sünde zu treiben hat Folgen!

Nachdem Paulus über die Wichtigkeit des Zusammenkommens am Sabbat im Brief an die Hebräer gesprochen hatte, welches einige aus reiner Gewohnheit aufgegeben hatten, zeigt er unmittelbar darauf und im selben Zusammenhang, dass dies einer fortgesetzten und willentlichen Sünde entspricht. Genaue Erkenntnis der Wahrheit bedeutet Gottes Gebote im GESETZ Mose zu kennen, auch das vierte Gebot, die Ordnung zu den Sabbaten und Festzeiten.

 

http://www.jesus.ch/sites/default/files/media/cache/images/titelbild320/213277-Gericht.jpg*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Die Vorkehrung des Zusammenkommens, des sich gegenseitigen Ermuntern und der Erweisung von Liebe wissentlich zuwiderzuhandeln wird von Paulus mit der Übertretung des Sabbatgebots verbunden das unter dem GESETZ Mose Todesstrafe zur Folge hatte! Können wir die Zusammenhänge mit unserem Herzen wirklich verstehen? Tun wir alles, um nicht als Übertreter in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!

 

(2. Mose 20:8-11)  Des Sabbattages gedenkend, um ihn heiligzuhalten, 9 sollst du sechs Tage Dienst leisten und all deine Arbeit tun. 10 Aber der siebte Tag ist ein Sabbat für Jehova, deinen Gott. Du sollst keinerlei Arbeit tun, [weder] du noch dein Sohn, noch deine Tochter, [noch] dein Sklave, noch deine Sklavin, noch dein Haustier, noch dein ansässiger Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist. 11 Denn in sechs Tagen hat Jehova die Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er begann am siebten Tag zu ruhen. Darum segnete Jehova den Sabbattag und ging daran, ihn zu heiligen.

 

Paulus zeigt auch hier, dass die Regeln, welche unter dem GESETZ Moses Anwendung finden, am Gerichtstag auch für Christen gelten. Diese Regeln wurden gar verschärft, weil Jesus inzwischen für uns gestorben war und Gott ein vollkommenes Opfer dargebracht hat! Er sagt „Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat?“

 

9.3.4.3        Grundlage für Vergebung von Sünde ist Einsicht der Übertretung und Reue

Wenn wir somit gegen Gott in irgendeiner Form gesündigt haben, so ist Umkehr unumgänglich! Als an Pfingsten heiliger Geist auf einhundertzwanzig Personen gefallen war, da hatte Gott dies mit einem Zeichen verbunden, dass andere Juden in Jerusalem darauf aufmerksam werden mussten und sich zu jenem Ort hin versammelten.

 

Als Mitglieder der Nation Israel waren sie am Tod des Christus kollektiv mitschuldig geworden und Petrus zeigte ihnen dies durch eine feurige Ansprache! Als diese Anschuldigung ihnen wie ein Stich durchs Herz ging fragten einige, was sie tun müssten, um Gottes Wohlwollen wieder zu erlangen. Aufgrund der Geschichte des Volkes Israel war ihnen voll bewusst, dass Gott Strafe vollziehen würde! Petrus zeigte jenen aufrichtigen Juden und auch uns den Weg:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 3:19-21 ***

Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden, so daß Zeiten der Erquickung von der Person Jehovas kommen mögen 20 und er den für euch bestimmten Christus sende, Jesus, 21 den allerdings der Himmel bei sich behalten muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, von denen Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten der alten Zeit geredet hat.

 

An jenem Tag liessen sich etwa dreitausend Männer und Frauen im Namen Jesu taufen und erhielten so die Vergebung ihrer Sünden! Da es der Pfingsttag war waren viele nach Jerusalem gekommen, um das Fest gemäss den richterlichen Bestimmungen zu feiern und hatten sich zuvor bereits zeremoniell gereinigt. Als beschnittene Juden hatten sie zudem genaue Kenntnis des GESETZES und waren sich ihrer  Verpflichtungen Gott gegenüber bewusst. Sie mussten nun noch den Messias anerkennen und über ihn und sein Gebot unterrichtet werden. Dadurch erfüllten sie auch noch das „GESETZ des Glaubens“.

 

Jene Getauften aber durften von nun an nicht mehr sündigen, da es ansonsten kein Opfer mehr gab, das ihre Sünden zuzudecken in der Lage wäre! Die Worte des Paulus kannten die Hebräerchristen bereits vom GESETZ her: „Wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig“. Jene aber, die den Glauben an Jesus als den vorhergesagten Christus zeigten und sich taufen liessen, sie begannen nun auf dessen Wiederkehr zu hoffen und die gute Botschaft in ihre Orte und fremden Länder zu tragen, woher sie gekommen waren. Auch die Apostel wussten nicht, wann diese Wiederherstellung genau sein würde und hofften darauf, dass dies schon bald, bestimmt aber zu ihren Lebzeiten wäre, glaubten viele. Als Juden war ihnen allerdings wohl bekannt, dass die „Wiederherstellung aller Dinge“ mit Gottes Gerichtstag identisch wäre (Apg 1:6, 7).

 

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9.3.4.4        Reue ist an Werke der Reue gebunden

Wenn wir in Unkenntnis oder Unwissenheit Sünde einmal oder öfters getrieben haben, so bleibt trotzdem die Regel des mosaischen GESETZES in Kraft, dass wir Reue durch Werke der Reue zeigen müssen. Als einige Pharisäer und Schriftgelehrte zu Johannes dem Täufer gekommen waren, um sich taufen zu lassen, wies er jene mit scharfen Worten öffentlich zurecht:

 

http://www.klosterkirche.de/zeiten/advent/img/johannes.jpg*** Rbi8  Lukas 3:7-9 ***

Daher begann er zu den Volksmengen, die herauskamen, um von ihm getauft zu werden, zu sagen: Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entflieht? 8 Bringt also Früchte hervor, die der Reue entsprechen. Und fangt nicht an, bei euch selbst zu sagen: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott die Macht hat, dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. 9 In der Tat, schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, soll umgehauen und ins Feuer geworfen werden.“

 

Die Wurzel der Bäume, an welche die Axt gelegt wurde, waren die Führer des Volkes Israel! Bestimmt waren jene stolzen Religionsführer über die Worte des Johannes verärgert oder gar erbost! Johannes aber zitierte aus Prophezeiungen Jesajas. Johannes wusste genau, dass der Baum, an den die Axt gelegt wird die Führer des Volkes sind! Er wusste um den kommenden Tod des Messias und der bevorstehenden Zerstörung Jerusalems. Zu oft und zu deutlich hatten jene vorhergesagt, was kommen würde.

 

*** Rbi8  Jesaja 6:11-13 ***

Da sagte ich: „Wie lange, o Jehova?“ Darauf sprach er: „Bis die Städte tatsächlich krachend in Trümmer zusammenstürzen, [so daß sie] ohne Bewohner sind, und die Häuser ohne Erdenmenschen sind und der Erdboden zu einer Einöde verwüstet worden ist; 12 und Jehova schafft die Erdenmenschen in der Tat weit fort, und der verödete Zustand inmitten des Landes wird sich bestimmt sehr weit erstrecken. 13 Und es wird darin noch ein Zehntel sein, und es muß wiederum etwas zum Verbrennen werden gleich einem großen Baum und gleich einem stattlichen Baum, an welchen, wenn [sie] umgehauen werden, ein Stumpf ist; ein heiliger Same wird der Stumpf davon sein.“

 

Wenn der Baum Judas umgehauen würde, so wäre es nur noch ein Überrest der übrigbleiben würde! Der heilige Same den Jesus und die Apostel und deren jüdische Jünger darstellten.

 

Als Jesus die geistlichen Führer Otternbrut nannte hatte er aber bestimmt noch eine weitere Schriftstelle Jesajas im Sinn. Jehova hatte die Führer Judas als Giftschlangeneier bezeichnet, die zu Ottern ausgebrütet würden. Wer sich von jenen Eiern ernähren würde müsste sterben! Zudem wären ihre Lehren so wie Spinnengewebe, in denen sie ihre Opfer fangen.

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202012/WEG%20ARTIKEL%202012/WEG%20Artikel%2012.11.3-Dateien/image065.jpg*** Rbi8  Jesaja 59:5-8 ***

Giftschlangeneier haben sie ausgebrütet, und bloßes Spinngewebe webten sie beständig. Wer von ihren Eiern ißt, würde sterben, und das [Ei], das zerdrückt wird, wäre zu einer Otter ausgebrütet worden. 6 Ihr bloßes Spinngewebe wird nicht als Kleid dienen, noch werden sie sich mit ihren Werken bedecken. Ihre Werke sind schädliche Werke, und Gewalttätigkeit ist in ihren Handflächen. 7 Ihre eigenen Füße laufen ständig zu lauter Schlechtigkeit hin, und sie haben es eilig, unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind schädliche Gedanken; Verheerung und Zusammenbruch sind auf ihren Landstraßen. 8 Den Weg des Friedens haben sie außer acht gelassen, und kein Recht ist auf ihren Spuren. Ihre Pfade haben sie sich krumm gemacht. Gar keiner, der sie betritt, wird wirklich den Frieden kennen.

 

Jesus bestätigte dies später, in dem er von den Vorstehern sagte, dass sie alles unternehmen würden, um Proselyten (Anhänger) zu machen, jene aber später schlimmer würden als sie, um schlussendlich in der Gehenna, der Vernichtung zu enden! Die Nachfolger würden mit noch mehr religiösem Fanatismus handeln als ihre Lehrer!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:15 ***

Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler, weil ihr das Meer und das trockene Land durchreist, um einen einzigen Proselyten zu machen, und wenn er es wird, macht ihr ihn zu einem Gegenstand für die Gehenna, doppelt so schlimm wie ihr selbst.

 

Wenn wir an die vielen Versuche der Pharisäer, Sadduzäer und Schriftgelehrten denken, die Jesus Fallen zu stellen versuchten, um ihn dem Sanhedrin zu übergeben; wie sie ihn deshalb eifersüchtig beobachteten, ob seine Jünger oder er den Sabbat irgendwie brechen würde, um darin einen Grund zu finden ihn zu töten: Dann wird uns schnell bewusst, wie treffend Johannes der Täufer den Pharisäern antwortete! Jene versuchten sich in den inneren Kreis der Jünger einzuschleichen, um das Werk des Johannes und das von Jesu Nachfolgern von innen her angreifen zu können.

 

Dass dem weiterhin nach Jesu Tod und der Ausbreitung des Predigtwerkes so war, dies zeigen spätere Ereignisse im Zusammenhang mit der Versammlung Antiochia und dem Paulus:

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Johannes der Täufer, Jesus und die Apostel blieben den GESETZEN treu, lehnten aber jegliche pharisäische Regeln ab, die Christen unter ein sektiererisches System neu versklavt hätten.

 

http://www.thestudiesinthescriptures.com/0%20images/PhotoDrama/PD%2071-80/PD_74C.JPGDie Regel, dass jeder der sich taufen lassen wollte vorab bereuen musste und dies durch Werke der Reue beweisen sollte blieb sich für Juden und Griechen gleich! In der Apostelgeschichte zeigt der vor König Agrippa durch seine jüdischen Mitbrüder angezeigte Paulus, dass auch er nach seiner Bekehrung ständig durch sein Predigen andere aufforderte zu bereuen, zu Gott umzukehren und jene dies durch Werke beweisen sollten, die der Reue entsprechen würden!  

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 26:19-20 ***

Infolgedessen, König Agrippa, wurde ich dem himmlischen Anblick nicht ungehorsam, 20 sondern brachte denen in Damaskus zuerst und denen in Jerusalem und im ganzen Land Judäa und den Nationen die Botschaft, daß sie bereuen und zu Gott umkehren sollten, indem sie Werke verrichten, die der Reue entsprechen.

 

Bestimmt waren Agrippa die friedvollen Anhänger des Jesus lieber, wie die streitsüchtigen und aufmüpfigen Juden, die aus eigener Kraft Gottes Königreich wieder aufzurichten versuchten und der römischen Oberherrschaft immer grössere Schwierigkeiten bereiteten!

 

(Vergleiche: Zeitband der jüdische Krieg I)

 

9.3.4.5        Gott ist barmherzig, gnädig, der Sünden verzeiht aber niemals Straffreiheit gewährt!

Wie wir schon weiter oben behandelt haben gewährt Jehova niemals Straffreiheit. Wenn Sünden vergeben werden und Straffreiheit gewährt würde, so wäre dies für viele eine Einladung erneut zu sündigen! Strafe aber hat den Zweck zu disziplinieren, sich der Strafe später zu erinnern, um das nächste Mal von Übertretung abzusehen! Strafe trägt somit zu einer gesunden Gottesfurcht bei!

 

Als Moses zum zweiten Mal auf den Berg Sinai stieg, um von Gott die Steintafeln mit den zehn Geboten beschrieben zu empfangen, gab er ihm durch den „Engel Jehovas“ einen äusserst wichtigen Hinweis, den wir gut beachten sollen:

 

*** Rbi8  2. Mose 34:4-7 ***

http://p4.focus.de/img/gen/x/X/HBxXWcnd_Pxgen_r_467xA.jpgDemgemäß hieb Moses zwei Steintafeln aus wie die ersten und stand am Morgen früh auf und stieg auf den Berg Sinai hinauf, so wie es Jehova ihm geboten hatte, und er nahm die beiden Steintafeln in seine Hand. 5 Und dann kam Jehova in der Wolke herab und stellte sich dort zu ihm hin und rief den Namen Jehovas aus. 6 Und Jehova ging vor seinem Angesicht vorüber und rief aus: Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Da Jehova Moses sagt, dass er „keinesfalls Straffreiheit gewähren würde, so lässt dies keinerlei Ausnahme zu! Im Falle der Sünde Davids mit Batseba wäre Todesstrafe die Folge gewesen! Jehova änderte diese Strafe aufgrund der Einsicht und Reue Davids und im Sinne seiner Barmherzigkeit in eine lebenslange Pein um, die durch grosse Familienprobleme Davids Leben oft schwer werden liess. Indem Jehova seinen Schutz zurückzieht sind Probleme die Folge! Jehova aber hatte David seine Sünde vergeben!

 

(Vergleiche Grafik: 6.1  Jehovas herausragende Eigenschaften bestimmen sein Gericht)

 

image086Jehova unterscheidet zwischen Vergehung, Übertretung und Sünde! Dies entspricht einer Abstufung von Vergehen von „leicht“ bis „schwer“, die aber trotzdem jede für sich Strafe nach sich zieht! Wo Väter sich ihrer gerechten Strafe zu entziehen versuchen, da sind es deren Kinder und Enkel, welche die Strafe zu tragen haben!

 

Da Gott somit in keinem Fall Straffreiheit gewährt müssen wir lernen, welche Art von Strafen Gott in der Vergangenheit, für welche Art von Vergehen verhängt hat. Bestimmt sind die Strafen im Endgericht und nach der Auferstehung in einem vergleichbaren Rahmen, wo Barmherzigkeit Anwendung respektive keine Anwendung finden kann!

 

 

9.3.5          Vergehung, Übertretung und Sünde, welche Opferhandlungen bedingen!

 

9.3.5.1        Was ist der Unterschied zwischen Vergehung, Übertretung und Sünde und was die Strafe?

Jeder Art Übertretung von Gottes Willen, ob versehentlich oder absichtlich ist mit einer Strafe verbunden, die in Form eines Opfers zum Tempel in Jerusalem oder zum diensttuenden Priester des Ortes gebracht werden musste. Als Agrarnation war dies für jeden Israeliten ein wirkliches Opfer, das unter bestimmten Bedingungen auch durch einen Geldwert ersetzt werden konnte, zu dem ein Fünftel hinzugefügt werden musste (3.Mo 5:15, 16).

 

Jede versehentliche Sünde die etwas gegen Jehovas Gebote beinhaltet, die jemand unwissentlich tut macht ihn für sein Vergehen schuldig und er muss sich verantworten (3.Mo 5:17-19).

 

http://www.mefag.de/images/shueber2.jpg*** Rbi8  3. Mose 5:17-19 ***

Und wenn eine Seele sündigt, indem der Betreffende tatsächlich eines von all den Dingen tut, die nach Jehovas Geboten nicht getan werden sollten, obwohl er es nicht wußte, ist er doch schuldig geworden und soll sich für sein Vergehen verantworten. 18 Und er soll einen fehlerlosen Widder von der Kleinviehherde gemäß dem Schätzwert, als ein Schuldopfer, zum Priester bringen; und der Priester soll für ihn Sühne leisten für seinen Fehler, den er unabsichtlich begangen hat, obwohl er selbst es nicht wußte, und so soll ihm vergeben werden. 19 Es ist ein Schuldopfer. Er ist ganz bestimmt gegenüber Jehova schuldig geworden.“

 

Dies zeigt deutlich die Pflicht jedes Israeliten sich des ganzen GESETZES bewusst zu sein! Die Ausrede, dass jemand nicht wusste, was das GESETZ verlangte wurde nicht als Strafminderung angesehen! Damit schliesst sich der Kreis von Sabbat und obligatorischer Unterweisung im GESETZ Mose, Anzeige und Gericht für Vergehen, Schuld, Reue und Sündenvergebung. Derselbe Kreis von Handlungen zur Herstellung und Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung wird auch von den 144.000 Priesterkönigen nach Harmagedon während der Tausendjahrherrschaft erwartet! Die Überlebenden Harmagedons und die neu Auferstandenen werden ein und dasselbe GESETZ beachten müssen und darin fortschreitend unterwiesen!

 

In Israel führte diese Verpflichtung Opfertieren im Tempel darzubringen zu Missbrauch seitens der Priesterschaft. Darum gab es im Bereich des Tempels viele Händler, welche die Opfertiere anboten und die verschiedenen Währungen der Juden der Diaspora tauschten oder grössere Münzen in kleinere wechselten. Dies wurde durch Lizenzen ein Zusatzgeschäft für die Priesterschaft in Jerusalem und führte zu argem Missbrauch durch überhöhte Preise, welche jenen noch grössere Lasten aufbürdete die ein Opfer darbringen mussten oder es freiwillig darbringen wollten.

 

Jesu eiferte für das Haus seines Vaters, den Tempel, um diesen sauber zu erhalten! Als vom Vater designierter Hoherpriester hatte er dazu das legale Recht und die Pflicht! Er übte Gericht und verwies auf den rechtlichen Status und vollzog das Urteil und die Strafe an den Übertretern im Moment des Urteils (Ps 110:4)

 

The Purification of the Temple / Die Reinigung des Tempels*** Rbi8  Johannes 2:13-17 ***

Nun war das Passah der Juden nahe, und Jesus ging nach Jerusalem hinauf. 14 Und er fand im Tempel die Verkäufer von Rindern und Schafen und Tauben und die Geldmakler auf ihren Sitzen. 15 Nachdem er nun aus Stricken eine Peitsche gemacht hatte, trieb er sie alle samt den Schafen und Rindern aus dem Tempel hinaus, und er schüttete die Münzen der Geldwechsler aus und stieß ihre Tische um. 16 Und er sprach zu den Taubenverkäufern: „Schafft diese Dinge von hier weg! Hört auf, das Haus meines Vaters zu einem Kaufhaus zu machen!“ 17 Seine Jünger erinnerten sich daran, daß geschrieben steht: Der Eifer um dein Haus wird mich verzehren.“

 

Jesus räumte damit Übertretung aus, indem er die Händler aus dem Tempelbereich trieb. Er zog sich dadurch jedoch den Hass der Priesterschaft zu! Der Tempel durfte nicht zu einem Kaufhaus verkommen! (Joh 2:13-17)

 

9.3.5.2        Fehler, die wir versehentlich und ohne Absicht begangen haben

Eine unwillentliche Übertretung von Gottes Normen wie im Falle Hiobs, der gewisse Dinge nicht erkannte aber trotzdem sich mit Worten versündigt hatte. Hiob bereute. Seine Tröster aber hatten sich gegen Gott versündigt, indem sie Dinge gesagt hatten, die nicht mit Gottes Wesen im Einklang lagen. Hiob verteidigte Jehovas Recht mit seiner Schöpfung zu tun was in seinen Augen recht war, auch dann, wenn es wie in seinem Fall das Erdulden von grossem Unrecht und Ungemach mit einschloss. Hiob amtete als Priester und musste später für seine Freunde Opfer vor Jehova darbringen. Nur ihn erachtete Jehova als rein (3.Mo 4:2).

 

http://www.mitteldeutsche-kirchenzeitungen.de/files/2009/09/hiob.jpg*** Rbi8  Hiob 42:7-8 ***

Mein Zorn ist gegen dich und deine beiden Gefährten entbrannt, denn ihr habt von mir nicht geredet, was wahrhaftig ist, wie mein Knecht Hiob. 8 Und nun, nehmt euch sieben Stiere und sieben Widder, und geht zu meinem Knecht Hiob, und ihr sollt ein Brandschlachtopfer für euch opfern, und Hiob, mein Knecht, wird selbst für euch beten. Sein Angesicht allein werde ich annehmen, um keine schändliche Torheit an euch zu begehen, denn ihr habt von mir nicht geredet, was wahrhaftig ist, wie mein Knecht Hiob.

 

Wir mögen in einer Religionsgemeinschaft gewesen sein, die uns Dinge lehrte die wir als Wahrheit angenommen haben, um später zu erkennen, dass wir uns der Verbreitung von Unwahrheit oder gar Lüge schuldig machten oder Handlungen vollbrachten, die Gott im GESETZ eindeutig verabscheut. Es mag in unserem Falle Unwissenheit sein oder Nachlässigkeit, weil wir es selbst versäumten zu prüfen, ob wir im wahren Glauben sind, wie es uns die Apostel aufgetragen hatten! Dadurch machten wir uns schuldig unbewährt zu sein!

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

Auch ein Versehen ist eine Übertretung und bedingt gegenüber Gott Sühne zu leisten!

 

Versehen:

Mittels der Schuldopfer musste der Priester für den Schuldigen Sühne leisten (3.Mo 5:6)

 

-       ein Priester der versehentlich Schuld auf das Volk brachte musste als Sündopfer einen fehlerlosen jungen Stier opfern (3.Mo 4:3)

-       Wenn die ganze Gemeinde Israel versehentlich einen Fehler begeht, der ihnen verborgen blieb, so mussten die Versammlung, wenn es bekannt wurde einen jungen Stier als Sündopfer opfern (3.Mo 4:13, 14)

-       Ein Vorsteher der einen versehentlichen Fehler begeht, soll, wenn er bekannt wird, ein fehlerloses Ziegenböckchen als Sündopfer darbringen (3.Mo 4:22, 23)

-       Wo irgend ein Israelit versehentlich einen Fehler begeht und dadurch sündigt, wird er, wenn es bekannt wird, ein fehlerloses Zicklein darbringen (3.Mo 4:27, 28)

-       Wer etwas Unreines versehentlich berührt, ist dennoch unrein und dadurch schuldig geworden (3.Mo 5:2, 3)

-       Wer mit seinen Lippen unbesonnen redet, unbesonnen schwört ist schuldig geworden. Er muss ein weibliches Lamm oder Zicklein als Schuldopfer zum Priester bringen (3.Mo 5:4-6)

-       Wer treulos aus Versehen gegen die heiligen Dinge Jehovas handelt, der hat einen fehlerlosen Widder von der Kleinviehherde als Schuldopfer darzubringen (3.Mo 5:14, 15)

 

Vergehen gegen Gott, gegen die Heiligkeit, gegen Mitmenschen:

Vergehen für die Jehova eine äusserst harte Bestrafung vorsah, weil sie Heiliges und Geheiligtes als profan erachteten:

 

Vergehung gegen Jehova jener, die in hassen bringt Strafe über die Söhne bis zur 3., 4.Generation (2.Mo 20:5)

Vergehung gegen das Sabbatgebot soll mit dem Tod bestraft werden (2.Mo 35:2)

Vergehung gegen heiligen Gegenstände soll mit dem Tod bestraft werden (2.Mo 28:38; 3.Mo 22:9; 4.Mo 18:3)

Vergehung gegen die Vorschriften für die Priester beim Tempeldienst (2.Mo 28:43)

Vergehung und Auflehnung gegen Jehova (Ps 32:1, 2)

 

Jesus trug die Vergehungen Israels und der ganzen Menschheit und er erlitt für uns die Strafe die uns galt! Jesus war es, der die Zusammenhänge erkannte, welche die Propheten Auftrags Jehovas für ihn aufgezeichnet hatten. Er wusste, dass er für die Sünden der Menschheit bei Gott einstehen musste, nachdem er für uns die uns treffende Todesstrafe erlitt!

 

*** Rbi8  Jesaja 53:11 ***

Wegen des Ungemachs seiner Seele wird er sehen, wird er sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, viele in einen gerechten Stand bringen, und ihre Vergehungen wird er selbst tragen.

 

Nun kann er für uns, die wir um diese Dinge wissen und sie im Glauben anerkennen als Fürsprecher vor Gott einstehen und so Gottes unverdiente Barmherzigkeit für uns erwirken!

 

*** Rbi8  Sprüche 16:6 ***

Durch liebende Güte und Wahrhaftigkeit wird Vergehung gesühnt, und in der Furcht Jehovas weicht man von Schlechtem.

 

Vergehung kann aber auch gesühnt werden und selbst da, wo Todesstrafe auf ein Vergehen steht, da kann Barmherzigkeit aufgrund der richtigen Einstellung und wahrer Reue gewährt werden! Jehova selbst stellte somit Jesus als Sühnopfer, um unsere Verfehlungen zuzudecken!

 

9.3.5.3        Übertretung, die Strafe nach sich zieht!

Es gibt eine festgesetzte Grenzlinie zwischen einem unabsichtlichen Vergehen und einer Übertretung von Gottes GESETZ. Der Umstand der Übertretung, die Herzenseinstellung und bestimmte Umstände mögen die Grenzlinie etwas verschieben! Ein gutes Unterscheidungsvermögen zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden muss somit geübt werden! (Pr 7:7)

 

Übertretung ist eindeutig eine verschärfende Angelegenheit, da Kenntnis vorliegt und freier Willensentscheid mitspielt! 

 

Übertretung von Vorgaben, GESETZEN:  (Die erste Sünde in Eden, das Essen der Frucht, war eine Übertretung, da ein klares Verbot vorlag! Die Folge war die angekündigte Todesstrafe)(Rö 5:14)

 

-     Eva wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung, Adam wurde nicht betrogen, sondern war willentlicher Übertreter (1.Ti 2:14)

-     Eine Gesetzesübertretung, wie im Falle des Diebstahls (2.Mo 22:8, 9)

-     Rebellion gegen den Engel der Israel begleitete. Seiner Stimme nicht zu gehorchen bedeutet Übertretung die nicht verziehen wird und Todesfolge hat (2.Mo 23:20, 21)

-     Der Böse übertritt Gottes Norm willentlich in seinem Herzen (Ps 36:1)

-     Übertretung hat Strafe zur Folge wie z.B. die Rute (Ps 89:32)

-     Mit der Zunge wird Übertretung verübt (Spr 10:19; 12:13; Jes 57:4)

-     Übertretung kann zugedeckt werden, ständig darüber zu reden trennt Vertraute. Einsicht vermindert Zorn und übergeht Übertretung (Spr 17:9; 19:11)

-     Wer Übertretung liebt, der liebt Streit! (Spr 17:19)

-     Wo Übertretung einer Nation vorliegt, da gibt es häufigen Wechsel in der Regierung. Der Sturz der Übertreter ist vorhersehbar (Spr 28:2; 29:16; Jes 24:20)

-     Wer Vater oder Mutter beraubt und glaubt es wäre keine Übertretung ist Mitgenosse eines Verderbers! (Spr 28:24)

-     Wer einen Diebstahl zudeckt ist Teilhaber mit dem Dieb und wird Teilhaber an der Strafe wie im Falle Achans; wer sie berichtet wird Barmherzigkeit erhalten (Jos Kap.7, Spr 28:13)

-     Übertretung ist eine Schlinge (Spr 29:6)

-     Zorn erregt Streit; wer zur  Wut neigt gerät in manche Übertretung (Spr 29:22)

-     Auf Übertretung steht Züchtigung; Jesus trug unsere Übertretungen an den Stamm hinauf, wurde dafür durchstochen, ist der Rückkäufer für jene die sich von Übertretung abwenden (Jes 53:5, 8; 59:20)

-     70 Jahrwochen, um die Übertretung des fleischlichen Israel zu beenden, Schlachtopfer aufhören zu lassen, Sünde wird beendet, für Vergehung wird Sühne geleistet (Da 9:24; Lu 2:25-35; 3:21, 22; Mat 27:51; Heb 9:11-14; Off 5;6, 12)

-     Übertretung des geistigen Israels, die Verwüstung verursacht; das Heer wird allmählich übergeben mit den täglichen Opfern; Personen die das Kennzeichen des wilden Tieres auf Hand oder Stirne erhalten (Da 8:12, 13; Off  13:16, 17)

-     Gott geht an der Übertretung seines Überrests vorüber (Ps 32:5; Mi 7:18; Hes 18:21, 22; Rö 4:7, 8)

-     Aufgrund des GESETZES wird Übertretung gerichtet; Richter dürfen das GESETZ selbst nicht übertreten, setzen ihren Stolz auf das GESETZ (Apg 23:3; Rö 2:23)

-     Das GESETZ bewirkt Zorn, gegen Werke der Liebe gibt es kein GESETZ und keinen Zorn (Rö 4:15; Gal 5:22, 23)

-     Jeder Übertretung und ungehorsame Handlung erhielt gemäss dem Recht eine Vergeltung (Heb 2:2)

-     Christen die willentlich sündigen erhalten ein schwereres Gericht, weil sie Jesu Loskauf von geringem Wert erachten (Heb 10:26-30)

-     Schriftgelehrte und Lehrer die willentlich sündigen erhalten ein schwereres Gericht (Mar 12:38, 39; Jak 3:1)

-     Eine Person, die in der Christenversammlung Sünde treibt und nicht auf Zurechtweisung hört, der muss vor den Ohren der ganzen Versammlung zurechtgewiesen werden (Spr 28:23; Eph 5:10, 11; 1.Ti 5:20, Tit 1:9)

 

9.3.5.4        Sieben Dinge die Jehova hasst!

Der Schreiber des Buches Sprüche, Salomo fasste sechs, ja gar sieben Dinge zusammen, welche Gott hasst oder die in Gottes Augen verabscheuungswürdig sind:

 

image094*** Rbi8  Sprüche 6:16-19 ***

Sechs Dinge gibt es, die Jehova wirklich haßt; ja sieben sind Dinge, verabscheuungswürdig für seine Seele: 17 hohe Augen, eine falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18 ein Herz, das schädliche Pläne schmiedet, Füße, die eilends zum Schlechten hinlaufen, 19 ein falscher Zeuge, der Lügen vorbringt, und jeder, der Streitigkeiten unter Brüdern entfesselt.

 

An erster Stelle erwähnt er Stolz, was „hohen Augen“ entspricht! Stolze Menschen sind nicht bereit auf Zurechtweisung und Disziplin zu hören. Das behindert sie Dinge zu korrigieren, welche in Gottes Augen schlecht sind! Der Stolze überhebt sich leicht über andere und Stolz ist es, der dem Sturz vorausgeht und ein hochmütiger Geist lässt uns straucheln! (Ps 59:12; Spr 8:13; 16:18)

 

Die falsche Zunge verbreitet unwahre Geschichten und Lügen. Sie tritt im Gericht als falscher Zeuge auf, der andere zu Unrecht anklagt. Gemäss göttlichem GESETZ musste den falschen Zeugen dieselbe Strafe treffen, unter welche er den fälschlich Angeklagten in Gefahr brachte! Die Richter mussten sorgfältig nachforschen, ob eine Angelegenheit wirklich so war wie sie dargestellt wurde! (5.Mo 13:14, 17:4; 19:18-21; Spr 12:17; 14:5; 19:5; 25:8)

 

Unschuldiges Blut zu vergiessen bedeutet nicht nur jemanden physisch zu ermorden! Auch ein Rufmord geht in diese Richtung, wo Menschen durch üble Nachrede hart bedrängt werden. Falsches Zeugnisgeben kann zum Mord am Unschuldigen führen! Oft hat Selbstmord einen tieferen Hintergrund, weil Menschen sich minderwertig fühlen aufgrund unberechtigter oder gar falscher Anklagen! Wenn ein Unschuldiger zu Tode gebracht wird haftet Blutschuld nicht nur an den direkt Verantwortlichen, nein Schuld kommt über die ganze Gemeinde! Jehova kennt eine Gemeinschaftsverantwortung! (5.Mo 19:8-10; 21:9; Jes 59:7, 8)

 

Das Herz, das schädliche Pläne schmiedet versucht Unschuldigen Fallen zu stellen. Oft ist dies mit Habsucht oder Eifersucht verbunden. Das Mittel das schädlichen Plänen dient ist die Lüge, das Ausnutzen von Gutgläubigkeit, die Unglück gegen andere plant (1.Mo 6:5; Sach 8:16, 17).

 

Die Füsse, die eilends zum Schlechten hinlaufen gehören Personen, die bloss Nervenkitzel oder sinnliche Aufreizung suchen, die gar Freude am Unglück anderer finden. Sie wissen nicht zwischen einer schlechten Tat und einer guten Tat zu unterscheiden! Für sie ist Übertretung dessen wie ein Spiel, was gut und recht ist! (Ps 36:1; 107:17; Spr 10:19; 12:13; Rö 3:10-18)

 

http://www.manfred-gebhard.de/WiedersehenParadies2.jpgEin falscher Zeuge, der Lügen vorbringt weiss oft nicht mehr zwischen Wirklichkeit und Schein zu unterscheiden! Die Geschichte beweist immer wieder, dass ganze Völker zu falschen Zeugen wurden, indem sie ohne tiefere Prüfung das wiederholen, was man sie als die „offizielle Wahrheit“ gelehrt hat! Andere falsche Zeugen aber wissen ganz klar, dass ihre Aussage nicht der Wahrheit entspricht und verhärten sich auf ihre Lügen! Der falsche Zeuge glaubt, weil es für ihn „Wahrheit“ sei, würde es auch wirklich so sein und unterlässt es dadurch nachzuforschen. Wenn er einen Irrtum erkennt versucht er durch Ausflüchte den leichteren Weg zu gehen, statt Irrtum oder Lüge einzugestehen. Er heult weiter mit den Wölfen. (Joh 8:44-46; Rö 1:25, 2.Kor 13:5; 2.Thess 2:9-12, 1.Joh 4:1)

 

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Streitigkeiten unter Brüdern zu entfesseln bedeutet die miteinander Vertrauten zu entzweien. Dies geschieht meist über Falschanklage, Aufbauschen und Verleumden. Paulus zählt es unter die Werke des Fleisches und jene, die dies tun werden Gottes Königreich nicht erreichen! (3.Mo 19:16; Gal 5:19-21; Jak 3:13-15)

 

9.3.5.5        Streitigkeiten die Brüder entzweien die Gott hasst und solche die er gar fordert!

Wer die in der Wahrheit miteinander Vertrauten durch Irrtum, Lügen und Falschanklagen zu entzweien versucht, der zieht sich den Hass von Jehova zu! Jehova hingegen fördert selbst Entzweiung all jener, die sich gegen ihn versündigen, indem sie sich auf der Seite von Gottes Widersacher stellen!

 

*** Rbi8  Sacharja 8:10 ***

Denn vor jenen Tagen wurde nicht veranlaßt, daß es Lohn für die Menschen gab; und was den Lohn der Haustiere betrifft, so etwas gab es nicht; und für den Hinausgehenden und für den Hineingehenden gab es keinen Frieden wegen des Widersachers, da ich beständig alle Menschen gegeneinander trieb.

 

Das Haus Satans ist in sich vollkommen zerstritten, wie sich dies in Politik, Religion und Wirtschaft zeigt! Einheit kann nur da kommen, wo sich alle auf Gottes heiligen Geist aus seinem Wort einigen! Dies wurde durch Christus unter denen die ihm zuhörten und sein Wort befolgten erreicht! Einheit dagegen kann nicht von Gott stammen, wo Abweichung von Gottes Wort existiert! Auch dem Teufel gelingt es in der Lüge Einheit zu erzeugen!

 

http://www.solidaritaet.com/images12/turm-babel.jpg*** Rbi8  Matthäus 12:25-26 ***

Er erkannte ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verödet, und jede Stadt oder jedes Haus, das gegen sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen. 26 Ebenso, wenn der Satan den Satan austreibt, so ist er gegen sich selbst entzweit worden; wie wird denn sein Königreich bestehen?

 

Die ganze Welt liegt in der Macht Satans und ist in sich entzweit. Auch die UNO und ihre Unterorganisationen oder das WCRL, das World Council of Religious Leaders versuchen Einheit zwischen ihren zerstrittenen Parteien herzustellen. Jesus kündigte an, dass diese Bestrebungen nicht von Erfolg gekrönt sein werden! Wenn Jesus von Christen fordert aus „Babylon der Grossen“ hinauszugehen, das doppelte dessen, was sie tat in den Becher Babylons zu tun, so ist dies eine Aufforderung zu entzweien und nicht dazu geeignet, zur Einigkeit beizutragen! (Off 18:1-8)

 

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9.3.5.6        Jesus mehr zu gehorchen als der Tradition führt zu Entzweiung in Familien!

Jesus hatte zudem angesagt, dass genau diese Situation der Entzweiung bereits in der Familie entstehen würde, weil sich wahre Christen an ihn und damit an die Wahrheit binden würden. Andere aber würden der Tradition treu bleiben. Wir sollten somit unterscheiden, welche Art von Entzweiung und aus welchen Gründen sie entstand!

 

image105*** Rbi8  Matthäus 10:34-36 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.

 

Aus der Sicht der herrschenden Oberschicht verletzte Jesus das Gebot miteinander Vertraute nicht zu entzweien! Aus Gottes Sicht aber einte Jesus jene hinter sich, die zu Wahrheit und Gerechtigkeit mehr Zuneigung hatten, wie in die Bequemlichkeit eines bestehenden, zweifelhaften Systems! Der Anschein trügt leider oft! Religionsgemeinschaften die in vielerlei Hinsicht nicht Wahrheit reden verstecken sich hinter einem Schein von Gottergebenheit der viele in Beschlag nimmt!

 

9.3.5.7        Spaltungen innerhalb der Christenversammlung nahmen im ersten Jahrhundert ihren Anfang!

Auch innerhalb der Christenversammlungen gab es schon im ersten Jahrhundert Entzweiung, aber nicht jede wurde von Gott gehasst! Falsche Apostel verbreiten falsche Lehren und sammelten Anhänger um sich! Dies fand bestimmt nicht Gottes Anerkennung! Paulus schrieb Briefe und sandte seine Mitarbeiter diese Dinge zu korrigieren! Die in der Lüge miteinander Vertrauten sahen es als Einmischung an und laut Johannes war es Diotrephes, der jene, die auf die Abgesandten der Apostel hörten aus der Versammlung zu verstossen suchte! Bestimmt stand Gott auf der Seite der Abgesandten und nicht auf der Seite von Diotrephes!

 

(3. Johannes 9, 10) Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrẹphes, der unter ihnen gern den ersten Platz einnimmt, nimmt von uns nichts mit Respekt an. 10 Darum will ich, wenn ich komme, an seine Werke erinnern, die er fortgesetzt tut, indem er mit bösen Worten über uns schwatzt. Und damit nicht zufrieden, nimmt er selbst auch die Brüder nicht mit Respekt auf, und diejenigen, die sie aufnehmen wollen, sucht er daran zu hindern und aus der Versammlung hinauszuwerfen.

 

http://www.teach-online.de/mitglieder/hps/gs-eisingen/profil/ags/natur/dezember10/SNV30393.jpgAuch dies ist eine Art von Spaltung, indem Spreu vom Weizen getrennt wird, die aber in Gottes Augen wertvoll ist für jene, die nach Wahrheit und Gerechtigkeit hungern, selbst wenn sie dadurch Unrecht zu erdulden haben (3.Joh 9, 10).

 

Diese Art der Streitigkeit und Entzweiung, die bereits in Familien oder Versammlungen ihren Anfang nahmen, gehen somit in Wirklichkeit von jenen aus, die eher an Ungerechtigkeit Freude finden, wie am wahrlich Guten! Wer zu seiner Familie oder seinen leiblichen Brüdern mehr Zuneigung hat als zu Jesus, der ist aber seiner nicht würdig! Dies bedeutet, dass wir zu Leiden bereit sein müssen und auch Entzweiung und Streit oder das Ausgeschlossen werden und das Weggehen zu erdulden bereit sein müssen! Wir können nicht auf der Seite der Ungerechtigkeit und der Gerechtigkeit gleichzeitig Stellung beziehen!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:37-39 ***

Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl [[Pfahl]] nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

 

Da Seele Leben bedeutet möchte Jesus davor warnen, dass wir den leichteren Weg fauler Kompromisse einschlagen und so scheinbar ein leichteres Leben haben oder Verluste zu vermeiden suchen. Dadurch würden wir unsere Ehre und unseren guten Ruf vor Gott verlieren! Selbst wenn die Nachfolge Jesu die äusserste Konsequenz beinhaltet, das Leben (die „Seele“) zu verlieren, so ist dies der weit klügere Entscheid! In der Auferstehung oder am Gerichtstag werden wir für Treue Lohn erhalten, Untreue aber wird ebenfalls vergolten, mit ewiger Abschneidung! (Mat 25:46)

 

*** Rbi8  Hebräer 10:38-39 ***

Mein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben“, und „wenn er zurückweicht, so hat meine Seele kein Gefallen an ihm“. 39 Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele.

 

image108Jesus scheute sich nicht davor seine religiösen Führer zu kritisieren und sie offen Heuchler und Otternbrut zu bezeichnen! Warum tat er dies? Weil er keine Kompromisse mit Wahrheit und gerechtem Handeln schloss! Die Religionsführer aber forderten Unterordnung und Nachfolge, die ihnen Jesus eindeutig verweigerte und dadurch ihren Hass auf sich zog! Durch sein gerechtes, gutes und kluges Handel stellte er seine Gegner als Sklaven der Sünde und der Lüge öffentlich bloss!

 

*** Rbi8  Johannes 8:34-36 ***

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Sklave der Sünde. 35 Überdies bleibt der Sklave nicht für immer im Haus; der Sohn bleibt für immer. 36 Darum, wenn euch der Sohn frei macht, werdet ihr tatsächlich frei sein.

 

Die Wahrheit über jene die Irrtum und Lügen verbreiten und an Ungerechtigkeit festhalten ist es, die uns aus ihrer Umklammerung befreit! Jesus forderte seine Nachfolger auf zu handeln wie er selbst! Er folgte keiner der Sekten seiner Zeit und warnte vor ihnen allen!

 

9.3.5.8        Treue zu Christus zählt und nicht Religionstreue!

Wenn Jesus diese Treue zu ihm auf die Familienangehörigen als Prüfstein bezieht, die doch durch Blutbande aneinanderhaften und unter einem Dach vereint sind, wie viel mehr muss dies auf Freunde und geistige Verwandtschaften zutreffen? Viele Religionsgemeinschaften stellen den inneren Zusammenhalt ihrer Gemeinde weit über den Zusammenhalt zwischen Jesus und dem Gläubigen! Sie schieben sich als Führer an die Stelle Jesu und überheben sich selbst über Gott!

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Zieh.jpg (218959 Byte)*** Rbi8  Matthäus 23:1-12 ***

Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: 2 Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. 3 Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. 4 Sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen. 5 Alle Werke, die sie tun, tun sie, um von den Menschen gesehen zu werden; denn sie machen die [Schrifttexte enthaltenden] Kapseln breit, die sie als Schutzmittel tragen, und vergrößern die Fransen [ihrer Kleider]. 6 Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen [[Versammlungen]] 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi [[Lehrer]] nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid. 9 Des weiteren nennt niemand auf der Erde euren Vater, denn einer ist euer Vater, der himmlische. 10 Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Die Schutzmittel, die heutige Kirchenführer tragen, sind ihre Titel und die Behauptung von Gott, von Jesus oder von heiligem Geist an ihre Positionen gesetzt worden zu sein! Wir tun gut daran solchen Äusserungen skeptisch gegenüber zu sein und sie gut mit den Schrifttexten im Umfeld zu vergleichen! Ihre grossartigen Werke deren sie sich rühmen sind oft eher zu ihrer Schande, wie zu wahrem Lob! Jesu eigene Worte bestätigen dies und zeigen, was am Gerichtstag geschehen wird!

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht? 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Nahezu alle Kirchenvorsteher erweisen sich in der einen oder andern Form als „Täter der Gesetzlosigkeit“ die sich hinter ihren mächtigen Kirchenorganisationen Schutz suchen und deren Schandtaten zudecken! Obwohl sie Jesus als ihren Herrn nennen verleugnen sie ihn durch ihre Taten! Sie lesen dieselben Schriften wie wir aber legen sie lieber nach der Weise ihrer Kirche aus, als selbst die Texte wirklich zu hinterfragen und nach der Wahrheit ehrlich zu suchen!

 

(Vergleiche Artikel: Was ist Wahrheit? )

 

Die Apostel hatten besondere Rechte, Jesus machte nur mit den Zwölfen einen „Bund für ein Königreich“, seiner „Braut“, die sie ihren Nachfolgern nicht übertragen konnten, weil Gott selbst das Wahlrecht für sich beansprucht wen er in der Königreichsregierung aufnimmt! Wenn die Apostel also keine Nachfolger hatten, so hatten solche die sich an ihre Stelle drängten kein legales Recht zu Ernennungen Dritter! Das Recht das sie für sich beanspruchen muss somit vom Gott dieses Systems stammen, der ja alle Königreiche der Erde, auch religiöse grosszügig an seine Anbeter verteilt!

 

image113*** Rbi8  Lukas 4:5-8 ***

Da brachte er [[Satan]] ihn [[Jesus]] hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein. 8 Jesus gab ihm zur Antwort: Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.

 

Wenn ein Christ eine Unwahrheit oder gar offene Lüge, die sogenannte „offizielle Wahrheit“ in seiner Kirche aufdeckt, wird er zu deren Feind und muss mit Ausschluss oder gar Ächtung rechnen! Religionen trennen somit von Jesus, stehlen Schafe aus der Hürde, die nicht die ihre ist und allzu oft stehen versteckt dahinter handfeste wirtschaftliche Interessen!

 

(Vergleiche Artikel: Religionen die offen Lüge verbreiten)

(Vergleiche Briefe an Mitbrüder: Ermunterung für Menschen die von ihrer Glaubensgemeinschaft ausgeschlossen wurden)

 

All dies ist unwichtig, so lange wir uns fortgesetzt davon überzeugen, Gottes Anerkennung dadurch zu behalten, indem wir Jesu Gebot ausführen! Jesus schloss niemals mit religiösen Lügen Kompromisse und religiöse Ignoranz vermochte ihn nicht zu binden!

 

9.3.5.9        Lauter bleiben ohne Übertretung zu begehen auch unter grossem Druck!

Der treue Hiob konnte zu einem Zeitpunkt unter starkem Druck nicht vollkommen zu Recht von sich behaupten:

 

*** Rbi8  Hiob 33:8-9 ***

Ich bin lauter, ohne Übertretung;

Rein bin ich, und kein Vergehen ist an mir.

 

Der an Jahren wesentlich jüngere Elihu wies Hiob jedoch dafür zurecht, dass er eher sich als frei von Übertretung erklärte, als Gott Gerechtigkeit zuzuordnen, indem Elihu zeigte, dass auch Hiob gegenüber Jehova in gewissen Äusserungen und Gedanken gefehlt hatte! (Hi 32:2, 4-6, 9, 12; 33:10, 12; 34:5).

 

Giaccino_Asserato_HIOB*** Rbi8  Hiob 34:8-12 ***

 9 Denn er hat gesagt: ‚Ein kräftiger Mann hat keinen Nutzen davon,

Daß er an Gott Wohlgefallen findet.‘

10 Daher, ihr Menschen mit Herz, hört mir zu!

Fern sei es von dem [wahren] Gott, böse zu handeln,

Und vom Allmächtigen, unrecht zu handeln!

11 Denn [gemäß] der Handlungsweise des Erdenmenschen wird er ihn belohnen,

Und gemäß dem Pfad des Mannes wird er es auf ihn kommen lassen.

12 Ja in der Tat, Gott selbst handelt nicht böse,

Und der Allmächtige selbst verdreht das Recht nicht.

 

Hiob nahm die Belehrung durch Elihu an und wurde später durch Jehova im Windsturm über viele weitere, ihm unbekannte Dinge belehrt und zurechtgewiesen!

 

So sollten auch wir bereit sein anzuerkennen, dass wir immer noch der Verbesserung bedürfen und die volle Gerechtigkeit noch nicht erreicht haben, weiterhin aber wie Hiob unnachgiebig danach streben! Nach dem Schuldbekenntnis Hiobs erklärte Gott selbst Hiob als gerecht! Salomo zeigte die Grenzen an Selbstlob, die gefährlich sind sie zu überschreiten:

 

*** Rbi8  Prediger 7:16-18 ***

Werde nicht allzu gerecht, noch zeige dich übermäßig weise. Warum solltest du Verwüstung über dich bringen? 17 Sei nicht allzu böse, noch werde töricht. Warum solltest du sterben, wenn deine Zeit nicht da ist? 18 Es ist besser, daß du das eine erfaßt, aber auch vom anderen ziehe deine Hand nicht zurück; denn wer Gott fürchtet, wird bei alledem [frei] ausgehen.

 

Wahre Gottesfurcht wie sie Jesus und wie sie die Apostel zeigten sollten wir somit zu erreichen streben! Wer von sich und der eigenen Gerechtigkeit so wie Hiob überzeugt ist, der tut gut daran, ebenso wie Hiob auf den jungen Elihu, auf den Ratschlag von wirklichen Weisen von aussen her zu achten!

 

Sowohl Menschen die vor Mose lebten und nicht unter GESETZ standen, die Patriarchen, wie auch Israeliten, die ihre Treue zu Gott immer aufs Neue unter Beweis stellten, und Christen, die Jesus wirklich nachfolgen, alle benötigen Jesu Loskaufsopfer, um ihre Verfehlungen und Sünden zuzudecken! Wenn wir wahre Gottesfurcht zeigen wird es aber gut ausgehen!

 

 

9.3.6          Gerechtigkeit hängt mit Lohn für gerechtes Handeln und Strafe für Gesetzesbruch zusammen!

 

9.3.6.1        Eine Sünde zu begehen zieht nicht immer unmittelbar Strafe nach sich!

Zu sündigen bedeutet somit, sich der Tat die man begeht nicht bewusst oder auch bewusst zu sein. Unabhängig davon steht sie im Widerspruch zu Gottes Gebot oder seinem Willen, widerstrebt heiligem Geist. Jede Handlung die das Verhältnis zu Gott trübt ist Sünde. Wer bewusst sündigt, der kommt zudem in Gefahr sich einer willentlichen Vergehung wider den heiligen Geist schuldig zu machen!

 

Paulus versuchte den Christen in Rom wichtige Zusammenhänge zum GESETZ Mose zu erklären. Offensichtlich behaupteten gewisse Christen dort nicht unter GESETZ zu sein und benutzten dies, um schlechte Handlungen zu entschuldigen und zu behaupten, Jesu Loskaufsopfer würde jede Art Sünde weiterhin zudecken. Sie erklärten im Gegenteil, dies würde als Prüfstein der unverdienten Güte Gottes gelten! Paulus verurteilte dies als Zügellosigkeit und weist jene Spötter zurecht, die sich nicht unter GESETZ wähnen! Wo nicht unmittelbare Bestrafung für Unrechttun erfolgt, da nimmt Zügellosigkeit und Gesetzlosigkeit schnell zu!

 

*** Rbi8  Römer 3:8 ***

Und [warum] nicht [sagen], so, wie man uns fälschlich beschuldigt, und so, wie einige Menschen behaupten, daß wir sagen: Laßt uns das Schlechte tun, damit das Gute komme.“? Das Gericht über solche [Menschen] ist dem Recht gemäß.

 

Paulus wies solch abartiges Denken klar zurück! Das Gericht über solche Menschen ist dem geschriebenen Recht Gottes gemäss, das Moses aufzeichnen musste! Wenn Christen nicht mehr unter dem GESETZ als Erzieher stehen, dann nur deswegen, weil sie jede Art Schlechtigkeit zuvor abgelegt haben, indem sie ihr Herz gemäss GESETZ beschnitten haben, das GESETZ auf ihr Herz geschrieben haben! „Sie zeigen ja, daß ihnen der Inhalt des Gesetzes ins Herz geschrieben ist, wobei ihr Gewissen mitzeugt und sie inmitten ihrer eigenen Gedanken angeklagt oder auch entschuldigt werden.“ (Rö 2:15) Gegen Gutes tun gibt es kein GESETZ! Jesus brachte die Prinzipien, Liebe zu Gott und zum Nächsten, die hoch über dem GESETZ stehen aber dennoch jedes GESETZ unter sich vereinigen, es dadurch nicht abschaffte! (Gal 5:22, 23)

 

*** Rbi8  Römer 2:13 ***

Denn nicht die Hörer des Gesetzes [[GESETZES]] sind die vor Gott Gerechten, sondern die Täter des Gesetzes [[GESETZES]] werden gerechtgesprochen werden

 

Christen müssen somit „Täter des GESETZES“ sein, um gerechtgesprochen zu werden! Wo dies nicht der Fall ist, kommen sie erneut unter den „Erzieher“ oder „Zuchtmeister“, der zu Christus und damit zur Liebe führt und müssen die Strafe erdulden, die das GESETZ vorsieht, weil sie straffällig wurden! Wer nicht gerechtgesprochen wird, der muss die gebührende Strafe somit später so oder so verbüssen! Gott gewährt keine Straffreiheit, wenn er auch nicht unmittelbar Strafe vollziehen mag! Dadurch prüft Gott Menschen, ob sie wahre Gottesfurcht haben oder nur menschliche Furcht vor Richter und Strafe zeigen und diesen durch geschicktes manipulieren zu entgehen suchen. Solche Menschen bewegen sich gerne in der Grauzone, dem Grenzbereich zwischen Leben und Tod! Wer vor Gott straffällig wurde, der muss mit Vergeltung rechnen! Das GESETZ dient dazu, uns die Grenzen deutlich vor Augen zu führen, um jene Grenzlinie nicht zu übertreten! Jesus zeigte dagegen, dass wir die Lebensprinzipien in den Vordergrund, ins Zentrum des Denkens stellen sollen und so mit dem GESETZ gar nicht erst in Konflikt geraten können!

 

(Vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut Böse; Baum des Lebens)

 

9.3.6.2        Juden und Christen stehen unter ein und demselben GESETZ!

Die Behauptung, Jesus hätte das ganze mosaische GESETZ abgeschafft, inklusive die zehn Gebote, wie dies sieben Millionen Zeugen Jehovas täglich von Haus zu Haus durch ihre Predigen und ihre Literatur verkünden, dies ist somit ein Unsinn die jene verbreiten, die selbst das GESETZ übertreten haben und ein eigenes Königreich 1914 errichteten und dabei glauben straffrei zu bleiben! Dass sie dabei beständig die Bibel in der Hand halten zeigt nur, dass sie deren wahres Verständnis nie erreicht haben! Sie werden alle als Lügner überführt, damit Gottes Wahrhaftigkeit umso deutlicher zu Tage trete!

 

image117*** Rbi8  Römer 3:3-6 ***

Was denn [ist der Fall]? Wird vielleicht, wenn einige nicht Glauben bekundeten, ihr Unglaube die Treue Gottes unwirksam machen? 4 Das geschehe nie! Sondern Gott werde als wahrhaftig befunden, wenn auch jeder Mensch als Lügner erfunden werde, so wie geschrieben steht: Damit du dich in deinen Worten als gerecht erweist und den Sieg gewinnst, wenn du gerichtet wirst. 5 Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entlädt? (Ich rede wie ein Mensch.) 6 Das geschehe nie! Wie wird Gott sonst die Welt richten?

 

Merken jene Menschen nicht, dass Gott die Welt nur aufgrund Seines GESETZES und jedes Wortes, dass Jesus redete richten wird? Auf sie treffen die Worte des Paulus zu: „… die eine Form der Gottergebenheit haben, sich aber hinsichtlich deren Kraft als falsch erweisen; und von diesen wende dich weg…“! Ja, Gesetzlosigkeit ist die Folge dieser Lehre, die Menschenregeln an die Stelle der Gebote Gottes setzen! Obwohl sie Jesaja öfters in ihrer Literatur zitieren glauben sie so wie Katholiken und Protestanten, dass auch die Bestimmungen der „richterlichen Entscheidungen“ dahingefallen wären, während Jesaja für das Endgericht exakt das Gegenteil ankündigt:

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/52/Schlachteplatte-cropped.jpg/220px-Schlachteplatte-cropped.jpg (Jesaja 66:15-18)  Denn siehe, Jehova selbst kommt wie ein Feuer, und seine Wagen sind wie ein Sturmwind, um mit lauter Grimm seinen Zorn zu erstatten und sein Schelten mit Feuerflammen. 16 Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. 17 Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte, die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas. 18 „Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.“

 

Jehovas Rechtsstreit führt in Harmagedon zur Urteilsvollstreckung gegen all jene, die Seine Gebote wie z.B. den Genuss des Schweinefleisches oder den Blutgenuss, „etwas widerliches“ missachtet haben! Die Worte sind sehr ernst zu nehmen: „… sie werden alle zusammen ein Ende nehmen“ ist der Ausspruch Jehovas“! Nahezu alle religiösen Lehrer missachten sie aber!

 

http://www.manfred-gebhard.de/Blut9.jpgDas Verbot des Blutgenusses, das Verbot sich von Hurerei zu enthalten, Erwürgtes oder Blut zu essen, das in exakt denselben „richterlichen Entscheidungen“ steht, aus denen Jakobus nach dem Apostelkonzil zitiert, diese nehmen Jehovas Zeugen dagegen ernst, was lobenswert ist aber völlige Inkonsequenz beinhaltet. Selektiv wird das eine bejaht, das andere verneint!

 

(Apostelgeschichte 15:19-21)  Meine [[(des Jakobus)]] Entscheidung ist deshalb, daß man die von den Nationen, die zu Gott umkehren, nicht beunruhige, 20 sondern ihnen schreibe, daß sie sich von Dingen enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut. 21 Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[gr. = Versammlungen]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Warum missachtet man die Worte des Jakobus, dass Moses und damit das GESETZ „jeden Sabbat vorgelesen wird“ und braucht zur Vertuschung das griechische Wort „Synagoge“ statt dessen Äquivalent in Deutsch, „Versammlung“ das jeder der es liest mit dem „Sabbat“ untereinander in Verbindung bringt und selbst zu überlegen beginnt, warum man diesbezüglich von Gottes Gebot ebenso abweicht?

 

Gottes Zorn aber kommt aufgrund der Übertretung seiner GESETZE und gemäss seinen GESETZEN und Strafbestimmungen wird er Recht sprechen und Strafe verhängen! Dadurch erweist Er sich als gerecht! Das Gericht an der Welt geschieht somit aufgrund von Gottes unveränderlichem GESETZ! „Wenn jedoch unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit in den Vordergrund rückt, was sollen wir sagen? Gott ist doch nicht etwa ungerecht, wenn er seinen Zorn entlädt?“ (Rö 3:5) Ob wir gelehrt wurden oder uns selbst bemühten uns zu belehren macht am Gerichtstag den Unterschied! „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ (Mat 15:14)

 

Indem einige das GESETZ oder Teile davon für ungültig erklären machen sie sich vor Gott doppelt schuldig! Sie widersprechen ja offen Jesus, der deutlich erklärte, dass er nicht zur Abschaffung des GESETZES, sondern zur Erfüllung gekommen sei. Christen sollen andere auch das Geringste der GESETZE lehren und sie selbst sollen sie halten (Mat 5:17-20).

 

*** Rbi8  Römer 3:19-20 ***

Wir wissen nun, daß alles, was das GESETZ sagt, es an die richtet, die unter dem GESETZ sind, so daß jeder Mund gestopft und die ganze Welt vor Gott straffällig werde. 20 Daher wird durch Gesetzeswerke kein Fleisch vor ihm gerechtgesprochen werden, denn durch [[GESETZ]]  kommt die genaue Erkenntnis der Sünde.

 

Durch das Gesetz kommt die genaue Erkenntnis von Sünde! Ohne GESETZ kommt Gesetzlosigkeit und jede Art Übel. Jene gewissen Christen in Rom waren in einen Zustand der Gesetzlosigkeit zurückgefallen!

 

9.3.6.3        Blutige Tieropfer hatten den Zweck nicht erfüllt, weil der Sinn dahinter verlorenging!

Jesus war gekommen, um Gottes Willen zu tun, weil Schlacht- und Sündopfer nicht Gottes Wohlwollen erzeugten! Diese waren ja Gesetzeswerke im Sinne von Strafe zur Sühne für Sünden! Paulus weist im Brief an die Hebräer auf diesen Zusammenhang hin:

 

http://1.bp.blogspot.com/-FrxnUpJ4SYY/TatXPPr9OnI/AAAAAAAAAws/D7pltlxeAuc/s640/Statio13_Kreuzabnahme.jpg*** Rbi8  Hebräer 10:5-10 ***

Daher sagt er bei seinem Eintritt in die Welt: „ ,Schlachtopfer und Opfergabe hast du nicht gewollt, aber einen Leib hast du mir bereitet. 6 Du hast kein Wohlgefallen an Ganzbrandopfern und Sünd[opfern] gehabt.‘ 7 Da sprach ich: ‚Siehe! Ich bin gekommen (in der Rolle des Buches steht über mich geschrieben), um deinen Willen, o Gott, zu tun.‘ 8 Nachdem er zuerst sagte: „Schlachtopfer und Opfergaben und Ganzbrandopfer und Sünd[opfer] hast du nicht gewollt noch Wohlgefallen daran gehabt“ — [Schlachtopfer,] die gemäß dem GESETZ dargebracht werden —, 9 sagt er darauf wirklich: Siehe! Ich bin gekommen, um deinen Willen zu tun.“ Er beseitigt das erste, auf daß er das zweite aufrichte. 10 Durch den besagten „Willen“ sind wir durch die Opfergabe des Leibes Jesu Christi ein für allemal geheiligt worden.

 

Das zweite, das Jesus aufrichtete war Gottes Willen zu tun! Das betrifft auch uns, die wir seinen Schritten exakt nachfolgen sollten! Jesus beseitigte nicht das GESETZ, sondern die Schlachtopfer, die zu Missbrauch von Gottes Langmut geführt hatten! Gott muss und wird den Geschädigten an seinem Gerichtstag Gerechtigkeit verschaffen und den Sünder die gerechte Strafe tragen lassen! Wer Gottes Willen missachtet und Jesu Gebot nicht nachfolgt wird zur Rechenschaft gezogen werden! Um Gottes Willen zu tun ist aber Glauben notwendig. Glaube aber muss auf genauer Erkenntnis abstützen, sonst ist es Leichtgläubigkeit!

 

*** Rbi8  Lukas 18:7-8 ***

Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen eilends Recht verschaffen. Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“

 

Jesus ist Gottes Richter und Urteilsvollstrecker! Wir müssen den Glauben in die Gerechtigkeit Gottes wieder entwickeln! Die Wiederkehr Jesu zur Erde ist fest mit Gottes Gerichtstag verbunden!

 

Gott hatte diese Art von blutigen Schlachtopfern im Tempel schlussendlich gehasst, weil sie die Frucht des Unrechttuns darstellten! Durch solche Werke konnte „kein Fleisch gerechtgesprochen werden“! Die Israeliten glaubten weiterhin unrecht handeln zu können, sofern sie die im GESETZ vorgeschriebenen Opfer darbringen würden. Dies war aber vollkommen gegen den Sinn des GESETZES, sie trieben Gesetzlosigkeit!

 

9.3.6.4        Kein Recht sich auf menschliche Schwächen und Unzulänglichkeit zu berufen!

Diebe, Spiritisten, Götzendiener, Ehebrecher und Hurer glauben heute allzu oft ungestraft zu bleiben, weil nationale Gesetze Schlupflöcher bieten und skrupellose Anwälte und Richter eher dem Unrecht als dem Recht dienen! Christliche Priester haben aufgehört solche gottlosen Taten offen zu rügen und dagegen vorzugehen! Nun aber steht Gottes Gerichtstag [B2] und „der Tag der Rache“ [B3] bevor, die Stunde der Wahrheit hat sich genaht!

 

http://nachtdesherrn.files.wordpress.com/2011/03/beichtstuhl.jpg?w=765&h=570Gewisse Christen dagegen glauben, wenn sie eine gewisse minimale Disziplinierung erhalten haben, könnten sie mit ihrem Tun weiterfahren und sich durch menschliche Schwäche herausreden! Dazu hat das Katholische Sündenbekenntnis mit dem Unsinn, dass einiger Gebete jede Art Unrecht zudecken könnten über Jahrhunderte beigetragen und ganze Völker moralisch verdorben! Wer Menschen von berechtigter Strafe befreit, der handelt klar gegen Gottes GESETZ! Wer das Wort Barmherzigkeit missbraucht, um Straffreiheit zu verkünden macht Gottes Wort ungültig! Wer Jesu Loskaufsopfer auf Wiederholungstäter anwendet spottet über Jesu Tod und Gottes unverdiente Güte!

 

Wer die Augen etwas öffnet, der erkennt bald, das Katholische Länder die notorischsten Gesetzesübertreter hervorbringen! Protestantische Länder aber, welche die Ohrenbeichte nicht kennen, meist moralisch weniger verwerflich handeln, weil sie mehr Wert auf die Lehre von Gottes Wort legen und gerechte Bestrafung von Unrecht legen, wie auf blosses Zudecken von Ungerechtigkeit!

 

Johannes griff dasselbe Thema am Ende des ersten Jahrhunderts auf! Auch er redet von Gesetzlosigkeit die sich bereits damals in den Christenversammlungen breit machte!

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:4-8 ***

Jeder, der Sünde treibt, treibt auch Gesetzlosigkeit, und so ist Sünde Gesetzlosigkeit. 5 Ihr wißt auch, daß jener offenbar gemacht worden ist, um [unsere] Sünden wegzunehmen, und in ihm ist keine Sünde. 6 Jeder, der in Gemeinschaft mit ihm bleibt, treibt nicht Sünde; jemand, der Sünde treibt, hat ihn weder gesehen noch ihn kennengelernt. 7 Kindlein, laßt euch durch niemand irreführen; wer Gerechtigkeit übt, ist gerecht, so wie jener gerecht ist. 8 Wer fortgesetzt Sünde begeht, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen.

 

Müssen wir Gott gehorchen, um gerettet zu werden?Mit der Taufe ist das Versprechen verbunden von Sünde zu lassen! Durch Glauben an Jesus und Werke des Glaubens durch Anwendung der Liebe aber kommt Rettung und Erlösung von Strafe und Tod! Wer in Gemeinschaft mit Jesus bleibt, ist vom Tod zum Leben hinübergegangen. Wer Sünde treibt, wird dadurch von Jesus getrennt!

 

Christen wurden ihre Sünden vergeben bei der Taufe, weil sie gegenüber Sünde abgestorben sind! Wir sterben doch beim Untertauchen gegenüber dem „Gesetz des sündigen Fleisches“ und gegenüber dem „GESETZ des Christus“ zum Leben zu gelangen.

 

*** Rbi8  Römer 6:1-7 ***

Was sollen wir also sagen? Sollen wir in der Sünde verharren, damit die unverdiente Güte überströme? 2 Das geschehe nie! Da wir hinsichtlich der Sünde gestorben sind, wie sollen wir da noch weiter in ihr leben? 3 Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir in Christus Jesus getauft wurden, in seinen Tod getauft wurden? 4 Somit wurden wir durch unsere Taufe in seinen Tod mit ihm begraben, damit so, wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, ebenso auch wir in Neuheit des Lebens wandeln sollten. 5 Denn wenn wir in der Gleichheit seines Todes mit ihm vereint worden sind, werden wir gewiß auch [in der Gleichheit] seiner Auferstehung [mit ihm vereint] sein; 6 wir wissen ja, daß unsere alte Persönlichkeit mit [ihm] an den Pfahl gebracht worden ist, damit unser sündiger Leib unwirksam gemacht werde, so daß wir nicht länger Sklaven der Sünde seien. 7 Denn wer [[(in der Taufe)]] gestorben ist, ist von [seiner] [[(früheren)]] Sünde freigesprochen.

 

Der Tod gegenüber früheren Sünden tritt in der Taufe ein, nicht der physische Tod, der Sünden nicht zu löschen in der Lage ist, weil es sonst für Auferstandene kein Gericht geben würde! Unser sündiger Leib wurde unwirksam, wir sind der „Sklaverei der Sünde“ gegenüber gestorben! Mit dem Untertauchen im Wasser stirbt ein Christ sinnbildlich hinsichtlich der Sünde und taucht in der Neuheit des Lebens, der sich nun dem heiligen Geist zuneigt, sich dem Wort Gottes freiwillig unterordnet und nicht mehr durch den Geist dieses Systems gelenkt wird! Jesus war in der Auferstehung von Sünde getrennt, so müssen Christen nach der Taufe ebenso von Sünde getrennt sein (Heb 9:27, 28).

 

Wer sagt, dass Menschen die sterben von Sünde befreit wären, weil „der Lohn der Sünde der Tod“ sei, verkennen den Sinn der Worte des Paulus und reissen ihn aus dem Zusammenhang mit der Taufe, um ihrem Irrtum zu frönen! Pauli und Jesu Worte weisen deutlich in eine andere Richtung!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:41-42 ***

Männer von Ninive werden im Gericht mit dieser Generation aufstehen und werden sie verurteilen; denn sie bereuten auf das hin, was Jona predigte, doch siehe, hier ist mehr als Jona. 42 Die Königin des Südens wird im Gericht mit dieser Generation zum Aufstehen veranlaßt werden und wird sie verurteilen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören, doch siehe, mehr als Salomo ist hier.

 

Die Männer von Ninive und die Königin von Scheba hörten auf Gottes Wort, obwohl sie zu fremden Nationen gehörten. Sie bereuten und kehrten um! Wenn sie „diese Generation“ verurteilen wird so darum, dass sie mit ihren Sünden erneut aufersteht und erst durch Reue, Werke der Reue und Strafe und dann die Taufe gereinigt werden! Sie hatten doch zuvor die Annahme „unverdienter Güte“ verweigert, die seit Jesu Taufe und dann dem Sünde sühnenden Tod existierte!

 

Wenn Gott Evas Ausrede und Adams Entschuldigung nicht als stichhaltig erachtete, um sie straffrei ausgehen zu lassen, dann tun wir gut daran dem geschrieben Wort und unserer Pflicht nachzukommen, hart an uns zu arbeiten, um keines der Gebote Gottes und Jesu zu übertreten! Es lohnt, weil ein Leben auf einer paradiesischen Welt von Gesetzestreue abhängt!

 

9.3.6.5        Das „Gesetz der Sünde“ und des Todes regierte seit Adam und es hat viele Gesichter!

http://www.kathpedia.com/images/c/c3/Adam-Eva-Paradiesesvertr.JPGAlle Menschen stehen seit Adam unter dem „Gesetz der Sünde und des Todes“, das offenbar in unsere Gene geschrieben ist. Nur Gemeinschaft mit Jesu kann schlussendlich vom Tod befreien (Joh 8:34; Rö 5:17, 21; 8:2; 1.Kor 15:21, 22).

 

*** Rbi8  Römer 6:23 ***

Denn der Lohn, den die Sünde zahlt, ist [der] Tod, die Gabe aber, die Gott gibt, ist ewiges Leben durch Christus Jesus, unseren Herrn.

 

Sünde: (hebr.: chattá’th; gr.: hamartia) im Sinne ein Ziel, den Weg, das Richtige zu verfehlen, moralische, geistige Ziele zu verfehlen. Christen haben Pflicht heilig zu sein wie Christus heilig war (heilig = getrennt von Sünde)(3.Mo 19:2; 1.Pe 1:14-16)

 

-     Göttliche Weisheit zu verfehlen führt zum Tod, weil das Ziel Gott zu erkennen verfehlt wird (Spr 8:35, 36; Joh 17:3)

-     Gottes Vorsatz zu verfehlen, die Erde zum Paradies zu gestalten; Gottes Herrlichkeit nicht zu widerspiegeln und Gott als Vater und Lebengeber zu ehren (1.Mo 1:28; 2:8, 15; Mal 1:6; 1.Kor 11:7)

-     Das Prinzip der Liebe nicht zu erfüllen (Mat 5:43-48; 7:21-23; 25:31-46; Lu 6:32-36)

-     Wer andere zum Straucheln bringt oder ihnen einen Fallstrick legt (Mat 18:6; Rö 14:13; 2.Kor 6:3)

-     Wer in der Wahrheit nicht feststeht oder zur Lüge Zuflucht nimmt und nicht Gerechtigkeit übt stammt vom Vater der Lüge  (Jes 28:15; Joh 8:44; 1.Joh 3:10-12)

-     Wer eine öffentliche Verfluchung hört und sie nicht berichtet soll sich für sein Vergehen verantworten (3.Mo 5:1)

-     Wer einen Genossen um etwas Anvertrautes, Hinterlegtes oder Geraubtes betrügt, ihn Übervorteilt, etwas Gefundenes zurückhält und lügt oder falsch schwört, der muss es zurückgeben oder Ersatz leisten nach dem vollen Betrag und einen Fünftel hinzugeben, am selben Tag, wo die Schuld erwiesen wird! Als Schuldopfer wird er einen fehlerloser Widder der Kleinviehherde zum Priester Als Schuldopfer bringen (3.Mo 6:1-7).

-     Wer Unzucht und Hurerei treibt versündigt sich (3.Mo 20:20; Rö 1:26, 27; 2.Kor 12:21)

-     Wer eine Pflicht ausser acht lässt, wie z.B. das Passahmahl einzunehmen (4.Mo 9:13)

-     Wer weis, was recht ist und es doch nicht tut (Jak 4:16, 17)

-     Wer das Sabbat- und Festtagsgebot missachtet, die Versammlungen nicht besucht und arbeitet (Mat 24:20; Apg 18:4)

-     Hochmut und Anmassung sind die Leuchte der Bösen und sind Sünde (Spr 21:4)

-     Mit der Zunge können wir uns versündigen, weil wir uns angesichts von Bosheit keine Zügel anlegen (Ps 39:1)

-     Unvernünftig sein und unwissend wie Tiere und vor Herrlichen nicht zu zittern (2.Pe 2:9-13)

-     Ein verhärtetes Herz, das Unglaube und Zweifel an Gottes Fähigkeit sein Wort auszuführen hat (Heb 3:12-15)

 

9.3.6.6        Viele Schrifttexte helfen uns das Gesicht der Sünde klar zu erkennen

Sünde hat somit viele verschiedene Gesichter, die aber alle mit Satans Charakter im Einklang stehen, der sich weigert Gottes Willen zu tun. Wir können uns als wahre Söhne Gottes oder als Söhne des Teufels erweisen! Daran ändert die Taufe nichts, wenn wir nicht durch unser Leben den Beweis erbringen Gottes Willen zu tun! Wer ins Buch des Lebens eingetragen ist kann daraus wiederum gelöscht werden! Betrachten wir einige Schrifttexte die uns mehr den Sinn der hinter dem GESETZ steht näherbringen.

 

http://commentarium.de/wp-content/uploads/2010/02/spiegel_titel_07_2010.jpgStolz im Herzen führt zur Anmassung! Böse Menschen fallen dadurch auf, dass sie sich über göttliche Rechtsmassstäbe hinwegsetzen!

 

*** Rbi8  Sprüche 21:4 ***

Hochmütige Augen und ein anmaßendes Herz, die Leuchte der Bösen, sind Sünde.

 

Johannes zeigt, dass wer fortgesetzt Sünde treibt von Gott getrennt ist und in Wirklichkeit den Teufel zu seinem Gott macht, weil er seine Werke vollbringt!

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:8 ***

Wer fortgesetzt Sünde begeht, stammt vom Teufel, denn der Teufel hat von Anfang an gesündigt. Zu diesem Zweck ist der Sohn Gottes offenbar gemacht worden, nämlich um die Werke des Teufels abzubrechen.

 

Jesus hatte eine spezielle Aufgabe mit der er zur Erde gesandt wurde: „Die Werke des Teufels abzubrechen“! Jesus war nur zu den Söhnen Israels gesandt! Dadurch darf der Schluss gezogen werden, dass der Teufel sich jener Theokratie und ihrer Führung bemächtigt hatte und Jesus diesen Umstand aufzudecken hatte. Darum wurden Jerusalem und jene Generation Israels ja im Jahre 70 u.Z. durch die Römer zerstört! Da in Harmagedons erstem Teil alle Religionen „Babylons der Grossen“ dasselbe Schicksal erleiden und noch vor Gottes Gerichtstag durch die Politik, die UNO als unliebsame „Reiterin“ abgeworfen und zerstört werden [<B3] bedeutet dies, dass Satan inzwischen auch alle christlichen Organisationen unterwandert hat!

 

(Vergleiche. Zeitband Göttliche Gerichtstage)

 

9.3.6.7        Ein Überrest Israels wird durch unverdiente Güte gerettet werden!

Ein Überrest jener Generation erhielt die Möglichkeit mittels der Taufe in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, des einziggezeugten Sohnes Jehovas einzugehen. Nicht Israel als Ganzes, sondern jene Generation war von Jehova verworfen! Paulus erklärt dies wie folgt: (Mat 12:39-42, 44, 45; 23:33-36; Joh 8:42-47)

 

*** Rbi8  Römer 11:1-6 ***

Ich frage also: Gott hat doch nicht etwa sein Volk verworfen? Das geschehe nie! Denn auch ich bin ein Israelit, vom Samen Abrahams, vom Stamm Benjamin. 2 Gott hat sein Volk nicht verworfen, das er zuerst anerkannt hat. Nun, wißt ihr nicht, was die Schrift in Verbindung mit Elia sagt, wie er vor Gott gegen Israel vorstellig wird? 3 Jehova, sie haben deine Propheten getötet, sie haben deine Altäre ausgegraben, und ich allein bin übriggeblieben, und sie trachten mir nach der Seele.“ 4 Doch was sagt ihm der göttliche Ausspruch? Ich habe siebentausend Männer für mich übrigbleiben lassen, [Männer,] die das Knie nicht vor Baal gebeugt haben.“ 5 So hat sich nun auch in der gegenwärtigen Zeitperiode ein Überrest gemäß einer Auserwählung zufolge unverdienter Güte gezeigt. 6 Wenn es nun durch unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht mehr als unverdiente Güte.

 

Zum Überrest Israels zu gehören bedeutet sein Knie nicht vor Baal zu beugen. „Baal“ bedeutet „Herr“ und „Herren“ und solche die sich so aufspielen gibt es viele! Wie aus der Generation der Juden in den Tagen Jesu, so wird auch am Gerichtstag wiederum ein Überrest aus der Christenheit erwählt, eine grosse Volksmenge, die kein Mensch zu zählen vermag, weil Gottes unverdiente Güte für sie durch Jesu Opfertod eine Befreiung von Sünde und Todesstrafe ermöglicht! (Off 7:9)

 

Wenn „siebentausend“ die „ihr Knie nicht vor Baal gebeugt haben“ in der Endzeit auf all jene Vorsteher der Christen Anwendung findet, am Tag von Jesu erster Widerkehr, so wird dieselbe Regel nun umgekehrt angewendet gegen alle lautend, die anderen „Herren“ oder eben „Baalen“ gedient haben: Ihrer Kirchenhierarchie, statt Jesus als einzigem „Haupt“!

 

(Offenbarung 11:13) Und in jener Stunde ereignete sich ein großes Erdbeben, und ein Zehntel der Stadt fiel; und siebentausend Personen wurden durch das Erdbeben getötet, und die übrigen gerieten in Furcht und verherrlichten den Gott des Himmels.

 

Ein Zehntel“ bedeutet alle Vorsteher, da laut Mose GESETZ auf zehn Familienhäupter ein Vorsteher kommt! „Die übrigen“ haben in diesem Falle Jesus als „Haupt“ akzeptiert und fremde „Häupter“ zurückgewiesen!

 

Gottes Gerechtigkeit verlangt für jede Sünde eine Strafe! Jesus übernahm diese Strafe, obwohl er ohne Sünde war und starb einen Opfertod, um uns von unseren eigenen Sünden und damit verbunden dem Fluch der Todesstrafe zu erlösen!

 

*** Rbi8  2. Korinther 5:21 ***

Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn Gottes Gerechtigkeit würden

 

Da Jesus den Loskaufspreis unserer Sünde bezahlt hat, er den Tod erlitt der uns als Strafe galt, so hat er ein Anrecht auf unser Leben als seine „Sklaven“ und wird zu Recht „Ewigvater“ genannt, weil jene, die durch ihn die Gerechtigkeit erben auch durch ihn ewiges Leben erhalten (Jes 9:6). Als Christen gelten wir gemäss Hoseas Prophezeiung als dem dritten und letzten unehelichen Sohn „Lo-Ruhama“ der hurerischen Ehefrau „Gomer“. Wer das verstanden hat weiss auch, warum wir „nicht mein Volk“ sind aus Gottes Sicht, denn wir gehören Jesus und seinem Königreich an!

 

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9.3.6.8        Ein einziges blutiges Opfer bis zum Gerichtstag, das die Sünde der Welt trägt

Christen erwarten Jesus ein zweites Mal und sind sich bewusst, dass dies mit ihrer Rettung in Verbindung steht. Paulus bringt dies mit dem Gerichtstag in Verbindung, wo Auferstandene für ihre früheren Taten zur Rechenschaft gezogen werden.

 

*** Rbi8  Hebräer 9:27-28 ***

Und wie es Menschen aufbehalten ist, ein für allemal zu sterben, doch danach ein Gericht, 28 so wurde auch der Christus ein für allemal [als Opfer] dargebracht, um die Sünden vieler zu tragen; und das zweite Mal, da er erscheint, wird es getrennt von Sünde sein und für die, die ihn zu [ihrer] Rettung ernstlich erwarten.

 

Christen erwarten ihren Herrn ernstlich zu ihrer Rettung! Das Wiedererscheinen Jesu auf der Erde, wo er offenbar gemacht wird [Bb], dies ist am Tag des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ [Bb; BbB], das eindeutig erst nach Harmagedons Endschlacht [B3] folgt. Dort werden alle reuelosen Sünder und all jene ihre berechtigte Strafe erhalten, die es ablehnten Jesu Loskaufsopfer anzuerkennen oder sich danach erneut zum alten System zurückwandten und der Sünde frönten. Jesus hatte vorhergesagt, dass ihn seine Feinde nicht mehr sehen würden! Die Erde wird dann vollkommen von Sündern frei sein! Es ist ein vollkommen reiner Neubeginn, so wie nach der Sintflut!

 

*** Rbi8  Matthäus 23:39 ***

Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von nun an auf keinen Fall mehr sehen, bis ihr sagt: ‚Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!‘

 

Um Jesus zu sehen müssen wir ihn somit mit den Worten: „Gesegnet ist der, der im Namen Jehovas kommt!willkommen heissen! Am Gerichtstag [B2], der zuvor ist, erscheint Jesu nicht in menschlicher Form, sondern als mächtiges Geistgeschöpf Michael mit allen seinen Engeln! Die Trennung der „Schafe von den Böcken“ ist eine geistige, nicht eine physische Trennung! Eine Kennzeichnung wobei ein „Graben“ zu existieren beginnt, den weder die eine noch die andere Gruppe zu durchqueren vermag! (Lu 16:19-31)

 

Er kommt zur Befreiung jener „Schafe“, die Glauben an ihn und sein Loskaufsopfer übten und getrennt von Sünde lebten! Treue Menschen kommen nicht ins Gericht, Jesus stellt sie „zu seiner Rechten“ als Schafe, damit sie ins ewige Leben eingehen! (Mat 25:31-33)

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:24 ***

Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt“.

 

Christen leben nach ihrer Taufe für die Gerechtigkeit und richten sich nach den zwei Hauptprinzipien aus, der Liebe zu Gott und zum Nächsten!

 

9.3.6.9        Der Lohn für Gerechte und für Ungerechte ist vorherbestimmt!

Gerechtigkeit zu üben, die GESETZE zu halten und Gutes zu tun ist das, was Christen vor dieser Welt auszeichnet. Es ist erstaunlich die Einfachheit des Gerichtes zu sehen, wenn wir Jesu Worte genau betrachten, wie sie in Matthäus Kapitel 25:31-46 aufgezeichnet sind!

 

Da die Liebe die Erfüllung des ganzen GESETZES darstellt, zeigt Jesus dies anhand von Personen, welche Taten der Nächstenliebe vorzuweisen haben und gesegnet werden. Indem sie gastfreundlich sind, Hungernden Speisen und Dürstenden zu trinken geben, Frierende bedecken und jemandem ohne Dach eine Unterkunft geben und indem sie Personen im Gefängnis besuchen. Jesus nennt die Empfänger dieser Nächstenliebe seine „Brüder“, somit Verfolgte oder vom System Bestrafte waren, weil sie gerecht waren und er zeigt, wer solche Gute wirkte dies auch ihm getan hätte!

 

*** Rbi8  Matthäus 25:31-33 ***

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit gekommen sein wird und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf seinen Thron der Herrlichkeit setzen. 32 Und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen voneinander trennen, so wie ein Hirt die Schafe von den Ziegenböcken trennt. 33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

 

Was nun wird die Grundlage dazu sein diese Trennung vorzunehmen? Jesus hatte es bereits erklärt und damit auch das „GESETZ des Christus“ deutlich umrissen, das sich nicht allein auf Gebote stützt, sondern jedes Wort das er geredet hat mit einschliesst:

 

(Johannes 12:47-50)  Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Der „letzte Tag“ bedeutet die Endzeit, die Zeit der „grossen Drangsal“ [B], wo Jesus mehrfach zurückkehrt [B1], um das „Königreich des Vaters“, die „neuen Himmel“ aufzurichten und die „alten Himmel und die alte Erde“ zu beseitigen! [B3]

 

http://www.giessener-allgemeine.de/cms_media/module_bi/1161/580616_1_articleklein_hoelle_120213_4c_1.jpgJene aber die Jesus am Gerichtstag verurteilt und „zu seiner Linken“ stellt zeigten diese Liebe nicht, hatten nicht auf seine Worte gehört sondern vielmehr anderen Lohnhirten ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Jesus zuzuhören erfordert von uns Anstrengung und guten Willen, um ihn und die Tiefe seiner Worte zu verstehen. Möglicherweise haben solche Menschen als „Böcke“ keines der Gebote übertreten: Was ihnen aber fehlte ist war die aktive uneigennützige Liebe. Ewiges Leben aber kann nur zwischen Menschen funktionieren die einander lieben und sich gegenseitig freimütig Fehler vergeben und Hilfe leisten! Der symbolische Begriff „Hölle“, die nicht existiert, er bezieht sich auf „ewige Abschneidung“ vom Leben!

  

Erstaunt fragen jene zur Linken, warum sie verurteilt wurden:

 

*** Rbi8  Matthäus 25:41-46 ***

Dann wird er seinerseits zu denen zu seiner Linken sagen: ‚Geht weg von mir, ihr, die ihr verflucht worden seid, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bereitet ist. 42 Denn ich wurde hungrig, aber ihr gabt mir nichts zu essen, und ich wurde durstig, aber ihr gabt mir nichts zu trinken. 43 Ich war ein Fremder, aber ihr nahmt mich nicht gastfreundlich auf, nackt, aber ihr bekleidetet mich nicht, krank und im Gefängnis, aber ihr saht nicht nach mir.‘ 44 Dann werden auch sie antworten und sagen: ‚Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder als einen Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und dienten dir nicht?‘ 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: In dem Maße, wie ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es mir nicht getan. 46 Und diese werden in die ewige Abschneidung weggehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.“

 

Nicht eine Umkehr im letzten Moment, ein schnelles Bereuen, um sich noch kurz vor dem Ende taufen zu lassen wird am Gerichtstag den Ausschlag geben. Es ist unsere aktive Nächstenliebe, die sich durch unsere fortgesetzten Werke gezeigt hat. Mit dieser Nächstenliebe erweisen wir gleichzeitig unsere Liebe zu Jesus und damit auch zum Vater! Gegen die Liebe gibt es kein GESETZ! Wir sollen uns als „Söhne der Freien“, der symbolischen „Sara“ erweisen und wie sie Treue zum „ehelichen Besitzer“ erweisen, der doch Jesus ist!

 

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Alle die Jesus am Gerichtstag zu seiner Rechten stellt haben sich als „Söhne der Freien“ erwiesen und die bisher unfruchtbare „Sara“ wird sich ihrer grossen Schaar an Kindern erfreuen!

 

 

Vorschau auf den 2. Teil

 

   Im kommenden 2.Teil im Monat Oktober 2005 unter dem Artikel: 5.10.3  was bedeutet es seine Feinde zu lieben?, darin werden folgende Themen behandelt:

 

- Welches sind die Änderungen im GESETZ, die durch Jesus als Hohepriester eingeführt wurden, dem „GESETZ des Christus?

 

- Was bedeutet es, als Christ die andere Wange hinzuhalten und wodurch können wir dem Frieden nachjagen?

 

- Die Sünde kennt zur Tilgung ein vorgegebenes Verfahren: Kennst du es?

 

- Was sind die Strafen, welche das „GESETZ des Christus“ für Vergehen vorsieht und wer sind die Richter, um die Strafe festzulegen und zu vollziehen?

 

   Es gibt Sünden die behalten werden und es gibt Sünden für die es kein Schlachtopfer mehr gibt. Wie erklärt Paulus dies? Ungelöste Rechtsfälle führen zu einer kollektiven Schuld der Versammlung. Es gibt Sünde und Strafe die nie verjähren!

 

   Zum Frieden sind gerechte Verhältnisse notwendig. Was kann jeder von uns schon heute dazu beitragen?

 

Die Hauptthemen lauten:

 

          Das GESETZ des Christus: Die Liebe!

          Worin zeigt sich das Gesetz des Christus gleich wie das ursprüngliche Gesetz Mose?

          Warum sollten wir Sünden anderer bereitwillig vergeben?

 

 

 

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