Newsletter „DER WEG“ 5/10-3    Oktober 2005

Neubearbeitung: 6.11.13

 

Lehrer der guten Botschaft:  5.10.3  Gibt es Limiten beim Vergeben?

 

2. Teil:  Was bedeutet es seine Feinde zu lieben?

 

   Im 1.Teil dieser dreiteiligen Serie behandelten wir im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat September 2005 (5-09)  im 1. Artikel das Thema:  Gibt es Limiten beim Vergeben?“ mit dem Untertitel: 5.9.3  Ewiges Leben hängt von Gesetzestreue und Glauben ab.

      

   Christen sollten auch die andere Wange hinhalten, wenn sie geschlagen würden. Bedeutet dies, dass es christlich sei, alles und jedes zu ertragen und sich nirgends zur Wehr zu setzen? Einige glauben dies und andere möchten, dass wir dies glauben, um uns dadurch nur noch besser ausnutzen zu können! Es gibt aber Grenzen und Christen haben durchaus ein Recht und gar die Pflicht zur Verteidigung! Wir möchten die Grenzen und Waffen kennen, die Christen gegeben sind.

  

   Darum ist es wichtig die göttlich festgelegten Normen für das Vergeben und für das Behalten von Sünden gut kennen zu lernen! Wo keine Reue mit Werken der Reue vorhanden ist, da gibt es auch nicht Vergebung von Sünde! Die Frucht von Reue sind Werke der Reue! Dies beinhaltet auch Wiedergutmachung und Strafe! Johannes der Täufer wies deutlich auf solche Zusammenhänge hin, als Anhänger religiöser Führer kamen, um sich durch ihn taufen zu lassen, die er aber abwies.

 

   Das Vergeben ist sehr wichtig, weil dies zum Frieden beiträgt. Wir sollen uns darin üben unserem Nächsten zu verzeihen, der gegen uns einen Fehler begangen haben mag. Wir müssen aber unterscheiden lernen, was in Gottes Augen ein Fehler ist und wo eine Sünde, eine Übertretung von Gottes GESETZ vorliegt! Wir sollten uns dabei direkt Fragen: Wer  kann und wodurch wird jemandem Sünde vergeben?

 

image003   Im heutigen 2.Teil befassen wir uns näher mit der Problematik, wie wir unsere Feinde lieben können? Jesus stellte diese Forderung an seine Nachfolger! Zum Hauptthema „Vergeben“ und dessen Grenzen werden folgende Fragen behandelt:

 

- Welches sind die Änderungen im GESETZ, die durch Jesus als Hohepriester eingeführt wurden, dem “GESETZ des Christus? Jesus erwartet statt des Hasses der Feinde ein neues, verändertes Verhalten!

- Christus brachte Änderungen im GESETZ Mose. Gewisse Grenzen die Moses weit gesetzt hatte mussten deutlicher gezogen werden. Andere Vorschriften, die im Zusammenhang nur mit dem fleischlichen Israel und dem Tempel standen, wurden durch neue ersetzt, die den Geist hinter der Anordnung offenlegen.

- Das Gesetz der Liebe wurde stärker hervorgehoben: Was erwartet Christus von uns betreffend der Nächsten- und der Feindesliebe?

- Was bedeutet es, als Christ die andere Wange hinzuhalten und wodurch können wir dem Frieden nachjagen?

- Vergeben nutzt nur da, wo Sünde endgültig getilgt werden kann! Die Sünde kennt zur Tilgung ein vorgegebenes Verfahren: Kennst du es?

- Was sind die Strafen, welche das “GESETZ des Christus” für Vergehen vorsieht und wer sind die Richter, um die Strafe festzulegen und zu vollziehen?

  

   Das Vergeben ist sehr wichtig, weil dies zum Frieden beiträgt. Wir sollen uns darin üben unserem Nächsten zu verzeihen, der gegen uns einen Fehler begangen haben mag. Wir müssen aber unterscheiden lernen, was in Gottes Augen ein Fehler ist und wo eine Sünde, eine Übertretung von Gottes GESETZ vorliegt!

 

   Fragen wir uns doch direkt: Wer kann Sünden überhaupt vergeben, damit Gott ihrer nicht gedenkt und wodurch wird jemandem Sünden vergeben?

  

   Im 3.Teil im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat November folgt eine Betrachtung über die Durchsetzung des Rechtes auf der Ebene Familie, Versammlung und Staat unter dem Artikel: 5.11.3  Göttliche Rechtsprechung im Gericht führt zu friedlichen Verhältnissen

 

Hinweis: Die nachfolgenden Grafiken bilden Grundlage zu diesem Studienartikel. Es ist empfehlenswert diese Grafiken für das persönliche Studium in ausgedruckter Form vorliegen zu haben! (Siehe Druckhinweise)

 

   5.1  Göttliches Rechtssystem

    5.2  Reue und Sündenvergebung

    5.3  GESETZ, richterliche Entscheidung, Vergeltung

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.3  Was bedeutet es seine Feinde zu lieben?.. 3

10.3.1         Das “GESETZ des Christus”: Die Liebe! 3

10.3.1.1    Änderungen im GESETZ durch den neuen Bund. 3

10.3.1.2    Hat Jesus die Strafe im GESETZ Mose zum Ehebruch verändert oder abgeschafft?. 3

10.3.1.3    Jesus hob das GESETZ der gleichartigen Vergeltung nicht auf, er verschob lediglich den Zeitpunkt der Urteilsvollstreckung! 4

10.3.1.4    Johannes der Täufer macht Jehovas Urteilsvollstrecker bekannt 5

10.3.1.5    Gottes vollkommen ausgeglichene Gerechtigkeit 6

10.3.1.6    Jesu Ermordung durch die Priester und Schriftgelehrten. 7

10.3.1.7    Fehlende Schriftkenntnis und mangelndes Verständnis führt bis zum Mord. 7

10.3.1.8    Gesetzesübertretung die den Tod verdient und Erfüllung des Gesetzes der Nächstenliebe. 8

10.3.1.9    Christen sind im Geringsten treu und überlassen die Rache Jehova! 9

10.3.1.10   Verschiedene Phasen in Israels Geschichte, wo die Rechtsprechung in verschiedene Hände gelegt wurde. 10

10.3.1.11   Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova 11

10.3.2         Worin zeigt sich das “GESETZ des Christus” gleich wie das ursprüngliche GESETZ Mose?. 12

10.3.2.1    Das “GESETZ des Christus” richtig verstehen. 12

10.3.2.2    Die andere Wange hinhalten. 13

10.3.2.3    Israels Befreiung naht, Jesu Volk muss aber weiter ausharren! 14

10.3.2.4    Jehova zeigte anhand von Jesus, dass der Gerechte Ungerechtigkeit zu ertragen hat 14

10.3.2.5    Wir sollen lernen Zorn zu beherrschen und nicht streitsüchtig zu sein! 15

10.3.2.6    Anstelle von Hass muss Feindesliebe treten! 16

10.3.2.7    Wenn die Grussverweigerung gar zur institutionalisierten Strafmassnahme wird. 16

10.3.2.8    Blindes Vertrauen in Vorsteher, welche uns der “Grube” nähert! 17

10.3.2.9    Betrüger und Antichristen gilt es zu meiden, die Jesu Kommen, Auferstehung und Wiederkehr im Fleische leugnen. 18

10.3.2.10   Nicht in der Lehre vorausdrängen! 19

10.3.3         Warum sollten wir Sünden anderer bereitwillig vergeben?. 20

10.3.3.1    Jesus und Jehova als Wahrhaftig erklären! 20

10.3.3.2    Gottes Rechtssystem fasst einige grundlegende Begriffe mit ein: Kennst du sie?. 21

10.3.3.3    Was ist Sünde aus Gottes Gesichtspunkt heraus?. 22

10.3.3.4    Was ist das göttliche Verfahren für Sündenvergebung?. 23

10.3.3.5    Die Vorkehrung des Sühnetags ist jährlich unbedingt zu beachten. 24

10.3.3.6    Gottes Vorkehrungen zur Sündentilgung erkennen und anwenden. 25

10.3.3.7    Das Verfahren für Sündenvergebung in einer einprägsamen Grafik zusammengefasst 26

 


 

10.3             Was bedeutet es seine Feinde zu lieben?

 

 

10.3.1      Das “GESETZ des Christus”: Die Liebe!

 

10.3.1.1      Änderungen im GESETZ durch den neuen Bund

Wir haben schon mehrfach gesehen, dass Jesus nicht zur Abschaffung des GESETZES gekommen war, sondern in einiger Hinsicht gar eine Verschärfung des GESETZES Mose herbeiführte, indem er den ursprünglichen Sinn wiederherstellte und Schlupflöcher im GESETZ schloss, welche das vielfältige Regelsystem der Pharisäer und Schriftgelehrten geöffnet hatte (Mat  5:17-20).

 

Jehova hatte bei der Beurteilung eines Streites zwischen zwei Männern, die den Abgang der Leibesfrucht einer anwesenden schwangeren Frau zur Folge hatte, den Grundsatz für das Strafmass festgelegt: Gleiches ist mit gleichem zu vergelten! Daran änderte auch mit Jesu Kommen nichts! Wer tötet, der muss getötet werden, wer stiehlt, dem soll sein Eigentum genommen oder zerstört werden!

 

*** Rbi8  2. Mose 21:23-25 ***

23 Sollte aber ein tödlicher Unfall entstehen, dann sollst du Seele für Seele geben, 24 Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, 25 Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Hieb für Hieb.

 

http://www.sol.de/storage/pic/home/titelseite/aufmacherfotos/1686063_1_embryos.jpg?version=1281720637Von unserem heutigen, liberalen Denken her betrachtet scheint dies vordergründig barbarisch zu sein! Es lohnt aber etwas hinter die Kulissen zu sehen und auch die Folgen der Lockerung der festgesetzten Normen einmal ehrlich zu betrachten! Fünfzig Millionen Abtreibungen jährlich sind in Gottes Augen fünfzig Millionen Morde! Dies, weil die Sexualnormen die Gott festlegte vollkommen über Bord geworfen wurden! Weitere Millionen von Frauen sterben jährlich an Abtreibungen und noch Millionen weitere Männer und Frauen verlieren ihr Leben durch sexuell übertragbare Krankheiten! Von Eifersuchtsmorden reden wir nicht und auch nicht von zerstörten Ehen und den vielschichtigen Folgen für Kinder aus Einelternfamilien usw. All dies war und ist Thema einer vierteiligen Serie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Juni, Juli, September und November.

 

Natürlich hat dies mit Vergeben einen Zusammenhang! Viele Frauen und auch viele Männer die an einer Abtreibung Teil hatten fragen sich zu Recht: Wird Gott mir dies vergeben? Genauso schreibt Jehova im GESETZ die Todesstrafe für Ehebrecher vor! Umfragen ergaben, dass ein Grossteil der westlichen Bevölkerung bereits Ehebruch begangen hat oder gar in einen Verhältnis lebt, das Gott nicht gutheisst! Das Thema ist somit für sehr viele ehrlich gesinnte Menschen höchst brisant. Wir möchten Gottes Standpunkt erforschen und nicht Meinungen von Kirchen wiederholen, die sehr unterschiedlich lauten können!

 

Die meisten „Schriftgelehrten“ damals, ebenso wie heute noch viel eher möchten diese Gefahr lieber nicht wahrhaben! Darum sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.“ Es lohnt somit die Gerechtigkeit zu erkennen die Jesus anspricht!

 

10.3.1.2     Hat Jesus die Strafe im GESETZ Mose zum Ehebruch verändert oder abgeschafft?

Im Evangelium des Johannes steht ein Text, den heute viele moderne Bibeln speziell markieren und in einem Begleittext erklären, dass dies eine unechte, spätere Ergänzung wäre, die in einigen der ältesten gefundenen Bibelhandschriften des Johannesevangelium nicht vorkommt! So fehlt der Text beispielsweise im Codex Vaticanus Hs 1209, die auf griechische Handschriften des späten 4.Jahrhunderts gründet und im Sinai-Syrer-Text (Sinaiticus), ebenfalls aus dem vierten Jahrhundert.

 

*** Rbi8  Johannes 8:1-11 ***

8 Jesus aber ging an den Ölberg. 2 Bei Tagesanbruch jedoch fand er sich wieder im Tempel ein, und das ganze Volk begann zu ihm zu kommen, und er setzte sich nieder und begann sie zu lehren. 3 Nun brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau herbei, die beim Ehebruch ertappt worden war, und sie stellten sie in ihre Mitte, und 4 sie sagten zu ihm: Lehrer, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ertappt worden. 5 Im GESETZ schrieb uns Moses vor, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du nun dazu?“ 6 Natürlich sagten sie das, um ihn auf die Probe zu stellen, damit sie einen Grund zur Anklage gegen ihn hätten. Jesus aber beugte sich nieder und begann mit seinem Finger auf die Erde zu schreiben. 7 Als sie aber dabei beharrten, ihn zu befragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie.“ 8 Und sich wieder vornüberbeugend, schrieb er weiter auf die Erde. 9 Diejenigen aber, die das hörten, begannen hinauszugehen, einer nach dem anderen, angefangen bei den älteren Männern, und er wurde allein zurückgelassen mit der Frau, die in ihrer Mitte war. 10 Sich aufrichtend, sagte Jesus zu ihr: Frau, wo sind sie? Hat dich keiner verurteilt? 11 Sie sagte: Keiner, Herr.“ Jesus sprach: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh hin; treibe von nun an nicht mehr Sünde.“

 

Dieser Text vermittelt somit die Idee, dass Jesus jener Sünderin vergab, weil andere ebenfalls gesündigt hätten und so keiner das Recht für eine Verurteilung hätte! Jesus stand unter mosaischem GESETZ und wenn er diesen Standpunkt vertreten hätte, so hätte er dadurch das GESETZ ausser Kraft gesetzt! Damit hätte er sich über Gott erhoben und sein Opfertod wäre in der Folge sinnlos gewesen, weil er als Gesetzesbrecher keine Auferstehung hätte erhalten können und noch weit weniger eine Erhöhung über jede Macht und Autorität! Damit wäre auch unsere Auferstehung verloren! Jesu Lehre war aber weit deutlicher und anders!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:27-30 ***

27 Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst nicht ehebrechen.‘ 28 Ich aber sage euch, daß jeder, der fortwährend eine Frau ansieht, um so in Leidenschaft zu ihr zu entbrennen, in seinem Herzen schon mit ihr Ehebruch begangen hat. 29 Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg. Denn es ist dir nützlicher, daß dir eines deiner Glieder verlorengehe, als daß dein ganzer Leib in die Gehenna gestürzt werde. 30 Und wenn deine rechte Hand dich straucheln macht, so hau sie ab und wirf sie von dir weg. Denn es ist nützlicher für dich, daß eines deiner Glieder verlorengeht, als daß dein ganzer Leib in die Gehenna kommt.

 

Jesus verbindet bereits unlautere Gedanken aufgrund des Sehens und Handlungen mit der Hand, die noch nicht den Ehebruch vollzogen haben, aber eindeutig dazu führen könnten, als verwerflich und verbindet dies mit der Gehenna! Die Gehenna aber bedeutet den zweiten Tod, ohne Auferstehungshoffnung! (Off 20:13-15)

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:10-11 ***

Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden.‘

 

Vom Standpunkt der Schriften her ist es somit ein Leichtes diesen Text im Johannesevangelium als Fälschung zu erkennen! Jesus konnte jener Frau nicht einfach vergeben oder sie straffrei lassen, weil alle anderen dies taten! Das ist das System, das wir heute haben und die Resultate liegen auf der Hand! Allerdings war Jesus auch nicht als Richter gekommen! 

 

Die Folge dieser Fälschung, die über Jahrhunderte in katholischen und protestantischen Bibeln gedruckt und von Kanzeln gelehrt wurde, ist unschätzbar! Wie mancher Mann und wie manche Frau hat sich durch solche Texte in einer Scheinsicherheit gewähnt, dass Jesus leichthin jede Art Sünden vergeben würde! Wie viele Priester erteilten eine Absolution in der Beichte ohne selbst zu begreifen, dass sie Gottes GESETZ und Jesu Gebot dadurch ungültig erklärten!

 

http://www-user.uni-bremen.de/~wie/Vaticanus/images/title/title-Act.jpgChristliche Religionen haben sich somit jahrhundertelang der Verbreitung von Bibelfälschung schuldig gemacht und Menschen zum Straucheln veranlasst! Da der Codex Vaticanus 1290 in Griechisch diese Schriftstelle nicht beinhaltet, kann sich die Katholische Kirche schwerlich herausreden, die Fälschung nicht bemerkt haben zu können! Die Handschriften sind in ihrer eigenen Vatikanischen Bibliothek! Jesu Worte an Johannes in der Offenbarung an die Versammlung Thyatira zeigt, dass falsche Prophetinnen die Hurerei schon damals förderten. Dies wurde im Jahre 96 u.Z. aufgezeichnet, zwei Jahre vor dem Johannesevangelium!

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:20 ***

Dessenungeachtet halte ich dir entgegen, daß du das Weib Isebel duldest, die sich eine Prophetin nennt, und sie lehrt meine Sklaven und führt sie irre, so daß sie Hurerei begehen und Dinge essen, die Götzen geopfert sind.

 

Der gefälschte Text in Johannes ist äusserst raffiniert an die übrige Form der Schriften des Johannes angepasst, ja, dem Lieblingsjünger Jesu in den Mund gelegt, wer keine tieferen Schriftkenntnisse besitzt und genauere Zusammenhänge zu begreifen versucht, der muss in die geöffnete „Grube“ hineinfallen!

 

Da Johannes als letzter lebender Apostel im Jahre 98 u.Z., kurz vor seinem Tod dieses Evangelium schrieb war es später leichter dieses zu fälschen, da nun kein lebender Apostel mehr da war, um gegen die Fälschung zu protestieren! Zudem dauerte es eine Zeit, bis dieses Evangelium sich in den Versammlungen verbreiten konnte. Die Fälschung dürfte somit bald nach dem Tod des Johannes erfolgt sein. Falsche Propheten wie Hymenäus, Alexander und Philetus hatten schon Jahrzehnte zuvor viele Versammlungen vollkommen vereinnahmt! Inzwischen war die von Jesus gehasste Nikolaus-Sekte auf dem Vormarsch! Johannes sagte darum deutlich, dass die „letzte Stunde“ gekommen sei! Antichristen taten ihr Werk nun ungehindert. Statt das Werk des Christus und der Apostel fortzusetzen richteten sie ihre eigenen religiösen Königreiche auf. (1.Ti 1:19, 20; 2.Ti 1:15; 2:16-19)

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde, und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist.

 

Wir tun gut daran diese Zusammenhänge zu verstehen und der Gefahr die davon ausgeht direkt zu begegnen! Hören wir den Schriften exakt zu! Vergebung hängt von unserem Verständnis und Verhalten ab, nicht von oberflächlichen Sündenbekenntnissen! Ohne Vergebung aber werden wir am Gerichtstag als schuldig er

 

10.3.1.3     Jesus hob das GESETZ der gleichartigen Vergeltung nicht auf, er verschob lediglich den Zeitpunkt der Urteilsvollstreckung!

Warum aber scheinen gewisse Äusserungen Jesu genau das Gegenteil zu besagen? Zumindest legen es Kirchenführer so aus! Kam er nun um das GESETZ aufzuheben oder um es zu erfüllen? Gewisse Dinge können wir nur verstehen, wenn wir den Faktor Zeit mit einbeziehen! So wie es zwischen Straftat, Gericht, Urteil und Urteilsvollstreckung jeweils eine Zeitspanne gibt, wo das Unrecht scheinbar triumphieren mag, so gibt es eine solche erweiterte Zeitspanne im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Darin zählt Gottes himmlischer Zeitmassstab, wo „tausend Jahre wie ein Tag“ erscheinen! (Ps 90:4) Seit Jesu Tod vergingen bloss zwei Tage! Anstelle persönlicher Rache oder der Vergeltung die den gesetzlichen Zustand in Israel wiederherstellte, wurde dies entgegen den klaren Anweisungen Jesu und des Paulus in die Hand des vorherrschenden Systems übertragen, an Richter der weltlichen Macht! (1.Kor 6:1-6)

 

(Matthäus 18:15-17)  Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht, so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen. 16 Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde. 17 Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Menschen der Nationen“ und „Steuereinnehmer“ sind ausserhalb der Versammlung! Wer nicht auf Versammlungsrichter hört oder weltliche Gerichte gegen einen Bruder anruft, während beide in der Versammlung sind, der gehört hinausgeworfen! Gegen den aus der Versammlung Entfernten dagegen kann gerichtlich vorgegangen werden. Er gehört ja zum System draussen, unterordnet sich nicht dem „GESETZ des Christus“!

 

Paulus verneint im 1. Brief an die Korinther rundweg, dass Christen untereinander vor weltliche Richter gehen! Wer dies „wagt“ handelt den Anweisungen Jesu zuwider und muss mit seinem Strafgericht rechnen und gilt nicht mehr als Teilhaber des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“, denn er weist dessen Jurisdiktion zurück! Auch hier werden absolut klare Grenzen gesetzt! Jesus ist König, Satzungsgeber und Hoherpriester und höchster Richter in einer Person! Richter innerhalb der Versammlung müssen ihn vertreten und seine Rechtsgrundsätze zur Anwendung bringen!

 

Die persönliche Vergebung hat den Sinn Frieden in den Versammlungen zu finden! Dies aber war auch schon vor Jesus so, da ja die Juden die Gerichtsoberhoheit seit Jerusalems Zerstörung 607 v.u.Z. verloren hatten! Es ging somit um eine Verfahrensänderung, nicht um Aufhebung göttlicher Rechtsordnung!

 

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Da Sünde stets bei Gott Vergeltung erfährt müssen wir erkennen, dass Gott die Vergeltung und Rache nur später vollziehen wird, weil dazu ein funktionierendes Rechtssystem notwendig ist, das vollkommen auf seine Gebote abstützt! Wie so oft ist es wiederum der Rechtsgelehrte Paulus, der den Zusammenhang erklärt und deutlich zeigt, dass das GESETZ der Vergeltung weiterhin in Kraft bleibt, dass aber der Richter und Urteilsvollstrecker geändert hat! Er spricht von Verschärfung und nicht von Aufhebung!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:28-31 ***

Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Paulus spricht deutlich zu getauften Christen, deren frühere Sünden wegen Jesu Tod mittels der Taufe eine Vergebung erfahren haben! Paulus warnt Christen unumwunden, wenn sie nun nach ihrer Taufe solche Sünden willentlich begehen, welche die Todesstrafe unter mosaischem GESETZ verdienten, nun umso härter bestraft würden. Dies, nachdem sie durch die „unverdiente Güte Gottes“ vom „Fluch“ befreit wurden, diese Güte gröblich missachteten hat schwerwiegende Folgen! Am Gerichtstag Jehovas zieht dies das Todesurteil und den „Feuersee“ oder „zweiten Tod“ für diese neuen Vergehen nach sich. Jesus stirbt kein zweites Mal an unserer Stelle! Sie zeigten sich dadurch als unbelehrbare Wiederholungstäter!

 

Gott möchte ja die Umkehr des Sünders und nicht seinen Tod! Deutlich sagt Jehova dies bereits durch den Propheten Hesekiel!

 

*** Rbi8  Hesekiel 18:32 ***

‚Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova. ‚So bewirkt eine Umkehr, und bleibt am Leben.‘ “

 

Solchem dient doch gerade das von Jesus eingesetzte Rechtssystem innerhalb der Versammlung um Fehler zu korrigieren! Wenn aber eine solche, als Erwachsener getaufte Person, die ja zur Taufe die Reife haben muss, um die Tiefe des Bundes den er mit Gott und Christus unter heiligem Geist eingeht zu verstehen, nun nachträglich willentlich oder fortgesetzt durch Sünde missachtet, dann betrachtet er ganz offensichtlich Jesu Tod für ihn als gering und er würde ihn ja dadurch ein weiteres Mal sterben lassen! Für jede todeswürdige Sünde ist nach GESETZ Mose die Strafe unmittelbar und unabdingbar zu vollstrecken! Für unsere Tage wird dies in Harmagedon vollstreckt, während des Millenniums durch die Versammlungsrichter respektive die durch Jesus eingesetzten Priesterkönige.

 

10.3.1.4     Johannes der Täufer macht Jehovas Urteilsvollstrecker bekannt

Da die christlichen Religionen diese harte aber klare Tatsache verheimlichen, um nicht ihre Anhänger und dadurch Macht, Einfluss und Einkünfte zu verlieren, indem sie Menschen erschrecken, die sich doch inzwischen an jederlei sündiges Verhalten gewöhnt haben, sind heutige christliche Versammlung der Grosskirchen vollkommen vom Geist ungesetzlichen Verhaltens durchtränkt! Da ist wahrlich keine Heilung mehr in Aussicht und Gottes Aufforderung durch Jesus vollkommen verständlich: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.“ (Off 18:4, 5)

 

image011Der Tag, wo die aufgeschobene Urteilsvollstreckung erfolgen wird ist bedenklich nahe gekommen! Die Vorbereitungen zur kommenden Exekution in Harmagedon laufen erdenweit bereits an! Die Religionen „Babylons der Grossen“ und deren führenden Kopf, der Christenheit werden für die Verwirrung die sie anrichteten zur Rechenschaft gezogen und wer in ihr gefunden wird hat an den Plagen seinen Anteil: Mitgegangen, mitgehangen!

 

Johannes der Täufer gab religiösen Führern exakt dasselbe Verständnis! Deren „Bäume“ oder Vorsteher wurden im Jahre 70 u.Z. „umgehauen“ und die Plagen begannen dreieinhalb Jahre davor im Jahre 66 u.Z.! Die Plagen rafften alleine in Jerusalem über eine Million Menschen dahin während der römischen Belagerung zur Rückeroberung! Jesus sagt deutlich für unsere Zeit eine Wiederholung vorher der niemand entgehen wird! Christen mussten damals Jerusalem rechtzeitig verlassen haben!

 

(Vergleiche Grafik: Der jüdische Krieg I)

 

http://www.blogz.ch/endzeitinfo/files/2013/03/Jesus_judge_time_watch.jpg*** Rbi8  Matthäus 3:7-12 ***

Als er viele von den Pharisäern und Sadduzäern erblickte, die zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: „Ihr Otternbrut, wer hat euch zu verstehen gegeben, daß [ihr] dem kommenden Zorn entfliehen könnt? 8 So bringt denn Frucht hervor, die der Reue entspricht; 9 und maßt euch nicht an, euch einzureden: ‚Wir haben Abraham zum Vater.‘ Denn ich sage euch, daß Gott dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken vermag. 10 Schon liegt die Axt an der Wurzel der Bäume; jeder Baum nun, der keine vortreffliche Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen werden. 11 Ich für meinen Teil taufe euch mit Wasser, weil ihr bereut; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, [und] ich bin nicht wert, ihm die Sandalen abzunehmen. Dieser wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen. 12 Er hat seine Worfschaufel in seiner Hand, und er wird seine Tenne gründlich säubern und wird seinen Weizen in das Vorratshaus sammeln, die Spreu aber wird er mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“

 

Das „Vorratshaus“ ist das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, das aus unzähligen Kleinversammlungen in Privathäusern besteht, die inmitten des aufgewühlten Menschenmeeres wie ruhende „Inseln“ wirken!

 

Jene Religionsführer entflohen dem Zorn Gottes nicht! Wer zuvor aber ruhig in seinem Bette starb wird dasselbe Gericht in der Auferstehung erreichen! Für Gott existiert der Faktor Zeit in dieser Angelegenheit nicht! Der Eintrag des auf Sünde folgenden „Fluches“ im Buch der „Gehenna“ ist an Reue und Werke der Reue gebunden! Frucht der Reue bedeutet Umkehr und nicht Wiederholung von Straftaten die zum Tod führen! Johannes weigerte sich jenen Führern eine Taufe und damit eine Weisswaschung ihrer Sünden zu gewähren! Die Feuertaufe wird alle Unbelehrbaren erreichen und Jesus wird seine „Tenne von der Spreu gründlich säubern“! Der Weizen der übrigbleibt hält sich an Gottes Gebote!

 

Es braucht somit Umkehr von schlechten Taten und wahre Reue, die mit wirklichen Taten der Reue verbunden sind, um Gottes Vergebung zu erlangen! Das GESETZ muss dem Christen bereits vor der Taufe ins Herz geschrieben sein! Wer seine Herde nicht belehrt alles zu halten, was Jesus geboten hat, wird „Geringster“ im Königreich Gottes genannt werden! „Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden“ (Mat 5:19)

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18-20 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Alle Gewalt schliesst ein dass Jesus Sünden vergeben kann oder sie behält und das Urteil vollstreckt, wenn der Tag hierzu gekommen ist!

 

Darum kündigte Jesus zu Recht den Juden an, dass er nicht um zu Richten gekommen sei, sondern um Sünder zur Gerechtigkeit zu rufen! Später allerdings erklärt er deutlich, dass er selbst der von Jehova festgesetzte „Richter der Lebenden und Toten“ wäre und er dies klar und deutlich mit dem Gerichtstag Gottes [B; M] verknüpft! (Lu 12:14; Apg 10:42)

 

10.3.1.5     Gottes vollkommen ausgeglichene Gerechtigkeit

Gottes Massstab entspricht vollkommener Ausgeglichenheit an Gerechtigkeit! Das GESETZ lehrte somit „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Dies steht im Zusammenhang mit richterlichem Urteil über ein Vergehen gegen den Nächsten. So lange Richter in Israel herrschten und später Könige, waren diese verantwortlich, dass Gottes Rechtsmassstab Geltung verschafft wurde!

 

 

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Mit der Zerstörung Jerusalems 607 v.u.Z. und dem siebzigjährigen babylonischen Exil ging jedoch die Justizhoheit Israels endgültig unter! Im Babylonischen Exil war es Jehova, der Daniel den Propheten durch den herrschenden König Nebukadnezar in die höchste Stelle des Rechtssystems Babylons brachte, damit die Rechtsnormen Israels auch in der Gefangenschaft nicht völlig untergehen würden! Daniel und seine vertrauten Gefährten hatten die obersten Richterpositionen inne!

 

*** Rbi8  Daniel 2:48-49 ***

Demzufolge machte der König den Daniel groß, und er gab ihm viele große Gaben, und er machte ihn zum Herrscher über den ganzen Gerichtsbezirk Babylon und zum Oberpräfekten über alle Weisen Babylons. 49 Und Daniel seinerseits richtete eine Bitte an den König, und er setzte über die Verwaltung des Gerichtsbezirks Babylon Schadrach, Meschach und Abednego, Daniel aber war am Hof des Königs.

 

Jene drei Freunde Daniels, Schadrach, Meschach und Abednego zeigten auch im Exil genauso wie Daniel vollkommene Treue zu Jehovas GESETZ! Schon zu Beginn wurden jene Getreuen auf die Probe gestellt, als man ihnen die leckeren Speisen des königlichen Hofes vorsetzte, die von Gottes Standpunkt aus unrein waren!

 

Als Nebukadnezar gar die Anbetung einer Statue als Hoheitssymbol Babylons verlangte, weigerten sich die drei Freunde und nahmen selbst den Tod im Feuerofen in Kauf, um Gottes GESETZ nicht zu verletzen! Daniel bei anderer Gelegenheit gab seine Anbetung Gottes nicht auf und wurde deswegen in die Löwengrube geworfen. In beiden Fälle bezahlten die Peiniger mit ihrem Leben und Gott befreite seine wirklichen Getreuen (Da Kap.3; 6:7-24).

 

(Vergleiche Zeitband: Babylonisches Exil)

 

Auch nach der Rückkehr 537 v.u.Z. und dem Wiederaufbau des Staatswesens Israels blieb ein wesentlicher Teil der Justizoberhoheit zuerst bei den Persern, dann bei den Griechen und später den Römern! Dies ist vom geschichtlichen Standpunkt her wichtig, um langfristige Zusammenhänge zu erkennen! Dennoch beliessen alle diese Mächte dem Staatswesen Israel eine gewisse Autonomie und über diese wachte der Sanhedrin, das höchste Gericht der Juden, aus siebzig Richtern bestehend, der das religiöse Recht mit Ausnahme der Todesstrafe vollziehen durfte! Saulus von Tarsus war eines der Mitglieder der nach Jesu Auferstehung und Himmelfahrt den Jünger Stephanus zum Tode verurteilte! Die Römer gestatteten offensichtlich die Tötung gemäss religiösem Recht der Juden, welche die Steinigung bei schweren Vergehen beinhaltet und bereits auf der Ebene einiger versammelter Juden und der Synagoge festgestellt und vollzogen werden konnte! Es war aber auch ein beliebtes Mittel sich jener zu entledigen, die unangenehm wurden und sie eines Vergehens zu beschuldigen, obwohl sie schuldlos waren wie im Falle Jesu und des Stephanus (Lu 4:28, 29; 20:6; Mat 23:37; Joh 10:31-33; 11:8)

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 7:59 - 8:1 ***

Und sie fuhren fort, Stephanus zu steinigen, während er flehte und sprach: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.“ 60 Darauf beugte er seine Knie und rief mit lauter Stimme: „Jehova, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ Und nachdem er dies gesagt hatte, entschlief er [im Tod].

8 Saulus seinerseits stimmte seiner Ermordung zu.

 

Der Sanhedrin durfte und musste Todesurteile nach GESETZ vollstrecken! Im Falle des Stephanus töteten sie wiederum einen Propheten!

 

10.3.1.6     Jesu Ermordung durch die Priester und Schriftgelehrten

Dieses durch die Weltmacht Roms beschränkte Recht zum Vollzug der Todesstrafe, im Falle Jesu durch den Sanhedrin, geht deutlich aus der Klage der Juden gegen Jesus vor Pilatus hervor! Missetäter, welche die Todesstrafe gemäss römischem Recht verdienten, diese mussten dem römischen Richter vorgeführt werden! Nicht aber wenn es um eine religiöse Klage ging! Im Falle Jesu musste sich eine Prophezeiung erfüllen, dass der Messias den Menschen der Nationen ausgeliefert würde! Jesus hatte seine Jünger im Voraus auf jene Prophezeiung in hingewiesen.

 

(Matthäus 20:18, 19)  „Seht! Wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen 19 und werden ihn den [Menschen der] Nationen ausliefern, damit sie Spott mit ihm treiben und ihn geißeln und an den Pfahl bringen, und am dritten Tag wird er auferweckt werden.“

 

Die listige Anklage lautete, dass Jesus sich zum König gemacht hätte und damit Cäsars Oberhoheit verletze, was aus Roms Sicht den Tod nach sich ziehen musste. Pilatus aber durchschaute ihre Durchtriebenheit und wollte sich weigern das Spiel mitzumachen! Aus Angst vor der durch die Priester aufgehetzten Volksmenge willigte er schlussendlich ein und wurde zum Mittäter!

 

*** Rbi8  Matthäus 26:3-5 ***

Dann versammelten sich die Oberpriester und die älteren Männer des Volkes im Hof des Hohenpriesters, der Kaiphas hieß, 4 und beratschlagten miteinander, um Jesus durch einen listigen Anschlag zu ergreifen und ihn zu töten. 5 Sie sagten jedoch wiederholt: Nicht beim Fest, damit unter dem Volk kein Aufruhr entstehe.“

 

Der Sanhedrin missbrauchte Rom somit zur Ausführung ihrer Mordabsichten, um vor dem eigenen Volk ohne Makel zu erscheinen! Sie fürchteten einen Aufstand der Anhänger Jesu und wollten Roms Rückendeckung! Jesus wurde der Volksaufwiegelung bezichtigt und zudem, dass er verbieten würde dem Cäsar Steuern zu bezahlen!

 

http://www.gnadenquelle.de/images/Jesus_92.jpg*** Rbi8  Johannes 18:29-32 ***

Daher kam Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Welche Anklage bringt ihr gegen diesen Menschen vor? 30 Als Antwort sagten sie zu ihm: Wenn dieser nicht ein Missetäter wäre, so hätten wir ihn dir nicht ausgeliefert.“ 31 Deshalb sagte Pilatus zu ihnen: Nehmt ihn selbst, und richtet ihn nach eurem Gesetz [[GESETZ]].“ Die Juden sprachen zu ihm: Uns ist es nicht erlaubt, jemand zu töten.“ 32 So sollte sich das Wort Jesu erfüllen, das er gesagt hatte, um anzuzeigen, welche Art des Todes er sterben sollte.

 

Jesus hatte aufgrund der Schriften und vor allem, was ihm der Vater aufgetragen hatte als er ihn zur Erde sandte eine klare Erkenntnis, was die Vorsteher mit ihm tun würden und hatte das Verbrechen das jene planten bereits zuvor angekündigt, bereits als sie auf dem Weg nach Jerusalem waren:

 

*** Rbi8  Matthäus 20:17-19 ***

Als Jesus nun im Begriff war, nach Jerusalem hinaufzugehen, nahm er die zwölf Jünger allein beiseite und sagte auf dem Weg zu ihnen: 18 Seht! Wir gehen nach Jerusalem hinauf, und der Menschensohn wird den Oberpriestern und Schriftgelehrten ausgeliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen 19 und werden ihn den [Menschen der] Nationen ausliefern, damit sie Spott mit ihm treiben und ihn geißeln und an den Pfahl bringen, und am dritten Tag wird er auferweckt werden.“

 

Der Sanhedrin und die örtlichen Synagogen hatten somit eine weitgehende eigene richterliche Befugnis! Als sie aber Jesus zu steinigen oder ihn über einen Bergvorsprung hinabzustürzen versuchten, da wurden selbst die vom GESETZ vorgesehenen Richter zu potentiellen Mördern! (Joh 10:31-39)

 

*** Rbi8  Lukas 4:28-30 ***

Alle nun, die diese Dinge in der Synagoge [[von Nazareth]] hörten, wurden voller Wut; 29 und sie standen auf und trieben ihn eilends aus der Stadt hinaus, und sie führten ihn auf den Vorsprung des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn kopfüber hinabzustürzen. 30 Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging seines Weges.

 

Ganz offensichtlich überschritten die Richter des Sanhedrins und der Synagoge in Nazareth ihre Kompetenz bei weitem und wurden zu einer Mörderbande!

 

10.3.1.7     Fehlende Schriftkenntnis und mangelndes Verständnis führt bis zum Mord

Die religiösen Führer hatten keine genaue Schriftkenntnis, waren aber vor Stolz aufgeblasen und wussten nicht, dass sie den vorhergesagten Messias dafür verurteilten, dass er ihnen die Schrift diesbezüglich erklärte! Im Fall von Jesu Verurteilung brachten sie einen vollkommen unschuldigen zu Tode und machten sich Pilatus zum Mitläufer, im Falle des Stephanus entledigte sie sich eines unbeugsamen Kritikers, der sie des Mordes an Jesus offen anklagte.

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0b/Rembrandt_Harmensz._van_Rijn_150.jpg*** Rbi8  Apostelgeschichte 7:51-60 ***

[Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr. 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt? Ja, sie töteten die, die über das Kommen des Gerechten im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln [[(dem Engel Jehovas)]] übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.“

54 Als sie nun diese Dinge hörten, fühlten sie sich in ihrem Herzen zutiefst verletzt, und sie begannen mit den Zähnen gegen ihn zu knirschen. 55 Er aber, voll heiligen Geistes, schaute unverwandt zum Himmel empor und erblickte die Herrlichkeit Gottes und Jesus, zur Rechten Gottes stehend, 56 und er sprach: „Siehe! Ich sehe die Himmel aufgetan und den Menschensohn, zur Rechten Gottes stehend.“ 57 Darauf schrien sie mit lauter Stimme und hielten sich mit den Händen die Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn los. 58 Und nachdem sie ihn aus der Stadt hinausgetrieben hatten, begannen sie ihn mit Steinen zu bewerfen. Und die Zeugen legten ihre äußeren Kleider zu den Füßen eines jungen Mannes nieder, der Saulus genannt wurde. 59 Und sie fuhren fort, Stephanus zu steinigen, während er flehte und sprach: „Herr Jesus, nimm meinen Geist auf.“ 60 Darauf beugte er seine Knie und rief mit lauter Stimme: „Jehova, rechne ihnen diese Sünde nicht zu!“ Und nachdem er dies gesagt hatte, entschlief er [im Tod].

 

Lukas zeigt in der Apostelgeschichte die Verknüpfung von Umständen, welche die Juden immer wieder dazu gebracht hatte jene zu töten, die ihnen die göttlichen Wahrheiten brachten!

 

Der verdrehte Rechtsbegriff der jüdischen Führer hatte sich zuvor bereits im Falle von Jesus immer wieder aufs Neue anhand der früheren Anklagen gegen Jesus betreffend der Verletzung des Sabbatgesetzes gezeigt! Wenn Jesus am Sabbat heilte, so lieferte dies scheinbaren Grund ihn anzuklagen. Sie hielten sich nicht an das GESETZ, sondern an die Überlieferungen ihrer Vorväter die das GESETZ durch ihre Vorgaben ungültig machten!

 

10.3.1.8     Gesetzesübertretung die den Tod verdient und Erfüllung des GESETZES der Nächstenliebe

Jesus aber stellte ihnen den Religionsführer bei einer solchen Gelegenheit eine Fangfrage, wo sie ihn wiederum anzuklagen versuchten, weil er am Sabbat jemanden geheilt hatte:

 

*** Rbi8  Markus 3:3-4 ***

Da sprach er zu dem Menschen mit der verdorrten Hand: „Steh auf [und komm] in die Mitte.“ 4 Darauf sagte er zu ihnen: Ist es erlaubt, am Sabbat eine gute Tat oder eine schlechte Tat zu vollbringen, eine Seele zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.

 

Aus dem GESETZ Mose war es klar, was mit jemand zu tun sei, der das Arbeitsverbot des Sabbats übertrat! Als in der Zeit Israels in der Wildnis an einem Sabbat ein Mann Holz sammelte, um Feuer zu bereiten, musste jener Mann gesteinigt werden! Moses selbst hatte es aufgrund Jehovas Befehl hin so angeordnet! Es gab für jenes Vergehen keine Vergebung!

 

http://sabadogigante.org/resources/dedodeDios.jpg*** Rbi8  4. Mose 15:32-36 ***

32 Während die Söhne Israels weiterhin in der Wildnis waren, fanden sie einmal einen Mann, der am Sabbattag Holzstücke auflas. 33 Dann brachten ihn diejenigen, die ihn beim Auflesen von Holzstücken gefunden hatten, zu Moses und Aaron und der ganzen Gemeinde. 34 So legten sie ihn in Gewahrsam, denn es war nicht deutlich dargelegt worden, was mit ihm getan werden sollte.

35 Zu seiner Zeit sprach Jehova zu Moses: „Der Mann sollte unweigerlich zu Tode gebracht werden, indem ihn die ganze Gemeinde außerhalb des Lagers mit Steinen bewirft.“ 36 Demgemäß führte ihn die ganze Gemeinde aus dem Lager hinaus und bewarf ihn mit Steinen, so daß er starb, so wie Jehova es Moses geboten hatte.

 

Die „gute oder schlechte Tat“ die am Sabbat zu vollbringen erlaubt sei, nach der Jesus seine Häscher befragte, war auf jenen Holzsammler bezogen, zu welcher Arbeit der Mann ja sechs Tage Zeit gehabt hatte! Die Pharisäer aber sahen in Jesu Heilungen ebenfalls eine Arbeit die ihrer Ansicht nach nicht erlaubt sei. Jesus widersprach dem! Als sie Jesus in seiner Heimatsynagoge zu steinigen suchten, war dies am Sabbat! Das Todesurteil musste unmittelbar vollzogen werden. Bestimmt eine „schlechte Tat“ einen Unschuldigen der die Wahrheit redet oder etwas Gutes tat zu töten (Lu 4:28, 29).

 

Nach unseren heutigen Begriffen ist dieser Entscheid Mose sehr hart und mag vielen gar als ungerecht erscheinen! Wenn wir ihn mit Jehovas Entscheid in Eden vergleichen, wo es um den Genuss der verbotenen Frucht ging, so ist er aber nur konsequent! Jehova duldet keine Übertretung seiner GESETZE und wir sollten seinen Standpunkt respektieren und ihn zu verstehen suchen!

 

Jesu Heilungen am Sabbat dagegen war die Erfüllung des zweitwichtigsten Gebotes Jehovas: Den Nächsten zu lieben wie sich selbst! Gegen eine gute Tat, die der „Frucht des Geistes“ entspricht, gibt es kein GESETZ oder kein Gebot! Das erklärte auch Paulus gegenüber den Galatern!

 

*** Rbi8  Galater 5:22-24 ***

Andererseits ist die Frucht des Geistes Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, 23 Milde, Selbstbeherrschung. Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz [[GESETZ]]. 24 Außerdem haben die, die Christus Jesus angehören, das Fleisch samt seinen Leidenschaften und Begierden an den Pfahl gebracht.

 

Die Klage der Vorsteher war somit unbegründet und Jesus zeigte durch sein Handeln, dass zwar der Sabbat nicht gebrochen werden darf, sondern der Erinnerung an Jehovas Vorkehrungen zu Gunsten Israels gedacht werden musste, und zudem, dass der Sabbat für gute Werke der Nächstenliebe durchaus benutzt werden darf und benutzt werden soll!

 

Auch Arbeiten im Zusammenhang mit christlichen Zusammenkünften gelten nicht als Gesetzesübertretung, sondern sind Erfüllung von Gottes Gebot andere geistig zu erbauen, wie ja auch die Priester am Sabbat im Tempel arbeiten mussten, um Gottes Gebot zu erfüllen!

 

http://data6.blog.de/media/696/4839696_ab7b2b4719_m.jpeg*** Rbi8  Matthäus 12:5-8 ***

Oder habt ihr in dem GESETZ nicht gelesen, daß an den Sabbaten die Priester im Tempel den Sabbat nicht heiligen und dabei schuldlos bleiben? 6 Doch ich sage euch, daß etwas Größeres als der Tempel hier ist. 7 Wenn ihr aber verstanden hättet, was dies bedeutet: ‚Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer‘, so würdet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt haben. 8 Denn der Menschensohn ist Herr des Sabbats.“

 

Jesus hatte aus Barmherzigkeit Kranke geheilt, die Juden aber opferten für ihre Sünden am Sabbat Opferstiere und steinigten jene, welche ihrer verfehlten Ansicht nach an Sabbat gute Werke taten! Kein Zweifel daran, was Jehova wirklich verlangt! Jesus war, ist und bleibt „Herr des Sabbats“!

 

10.3.1.9     Christen sind im Geringsten treu und überlassen die Rache Jehova!

Jesus hatte den Grundsatz geäussert, dass wer im Geringsten genau zu sein versucht auch im Grossen genau sein wird! Jehova weiss zudem genau zu unterscheiden, wo eine Übertretung als eine Schwäche vorliegt und wo eine Übertretung vorliegt, die willentliche Missachtung beinhaltet. Die Einstellung des Herzens, die sich durch Reue und Werke der Reue oder durch Überheblichkeit und Stolz zeigt, dies macht den Unterschied aus (Mat 5:19).

 

*** Rbi8  Lukas 16:10 ***

Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht.

 

Jede Art von Gesetzesübertretung ist Ungerechtigkeit! Als Jesu Jünger versuchen wir seinen Fussstapfen genau nachzufolgen! Dennoch würde es auch in Christenversammlungen Fälle von Unrecht geben!

 

Jesus wusste genau, dass der Strafvollzug in den Christenversammlungen, die nach seinem Tod bis ans „Ende der Welt“ oder dem „Ende dieses Systems der Dinge“ entstehen würden, erschwert sein würde! Zudem hatte er vorhergesagt, dass die Römer Israel und Jerusalem und damit den Judenstaat zerstören würden und eine Zerstreuung seiner Schafe unter die Völker die Folge sein würde.

 

Das System der Vergeltung und Rache, so wie es das mosaische GESETZ vorsah, das ursprünglich in der Hand des Bluträchers lag, sollte nun auf Jehova und den von ihm festgelegten Richter, auf Jesus übertragen werden! Sich nicht mehr selbst zu rächen, sondern Gott die Rache zu überlassen! Es bedingt Glauben daran festzuhalten, dass Gott Gerechtigkeit schaffen wird, dies zudem erst zu dem von Jehova bestimmten Zeitpunkt! Im Brief an die Thessalonicher erwähnt Paulus dies mit Bezug auf die Generation die während der Zeit des Endes leben würde.

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 1:6-8 ***

http://www.dreiengel.com/resources/_wsb_256x169_212.JPGDabei wird in Betracht gezogen, daß es von seiten Gottes gerecht ist, denen, die euch Drangsal bereiten, mit Drangsal zu vergelten, 7 euch aber, die ihr Drangsal erleidet, mit Erleichterung zusammen mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln 8 in flammendem Feuer, wenn er an denen Rache übt, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen.

 

Personen die uns Drangsal verursachen wird Gott schon bald seinerseits mit Drangsal und Plagen vergelten! Die gute Botschaft der jene Menschen widerstehen bedeutet ja auch die Reue und Umkehr von ihren schlechten Werken! Engel dürfen und werden nach dem Gerichtstag zu unserer Erleichterung einschreiten! Die Offenbarung spricht von „sieben Schalen“ voll der Plagen Gottes die durch Engel zur Erde hin ausschüttet! (Off 15:5-16:1) Die Worte aus dem Hebräerbrief kennen wir doch bereits:Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten.“ Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.“ (Heb 10:31, 32)

 

Solche, die behaupten Christen zu sein und doch Gottes GESETZ der Nächstenliebe missachten, das ja alle übrigen Gebote in sich einschliesst, wird Er nicht ewig ohne selbst zu Handeln zusehen! Die Worte Jehovas durch Moses wird Jesus in Harmagedon zur vollen Erfüllung bringen!

 

*** Rbi8  4. Mose 35:19-21 ***

Der Bluträcher, er wird den Mörder zu Tode bringen. Wenn er ihn antrifft, wird er ihn selbst zu Tode bringen. 20 Und wenn er ihn aus Haß gestoßen oder nach ihm geworfen hat, während er auf der Lauer lag, damit er sterbe, 21 oder ihn aus Feindschaft mit seiner Hand geschlagen hat, damit er sterbe, sollte der Schläger unweigerlich zu Tode gebracht werden. Er ist ein Mörder. Der Bluträcher wird den Mörder zu Tode bringen, wenn er ihn antrifft.

 

Gottes Bluträcher ist Jesus und er wird die Rache gemäss Recht und GESETZ erfüllen, wo in der Vergangenheit keine Genugtuung erfolgt ist! Jesus hatte die Anwendung doch in der Bergpredigt verschärft, dass jeder, der seinen Bruder hasst und ein böses Wort gegen ihn richtet bereits dem Gericht verfalle! (Mat 5:21, 22; 43-48) „Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.“ (1.Joh 2:11) Am Gerichtstag Jehovas in Harmagedon und während der Tausendjahrherrschaft in der Auferstehung der Ungerechten wird der Bluträcher seine göttliche Pflicht erfüllen, da, wo erbarmen nicht angebracht ist, weil der Böse keine Gerechtigkeit lernen wird!

 

10.3.1.10  Verschiedene Phasen in Israels Geschichte, wo die Rechtsprechung in verschiedene Hände gelegt wurde

Wie wir aus dem Vorhergehenden erkennen, war die Gerichtsbarkeit während verschiedener Epochen in unterschiedlichen Händen. Stets aber blieb sich Jehovas GESETZ, sein Strafmass bei Übertretung gleich! Was änderte war die Urteilsvollstreckung, die je nach Oberhoheit ändern konnte. Jehovas Urteil für jedes Vergehen wurde dadurch nicht aufgehoben, sondern nur aufgeschoben! Da Tod durch Auferstehung besiegt wird, kommt auch die Urteilsvollstreckung der Sünden die nicht getilgt wurden am Gerichtstag Gottes [B2; M], vorab für die Lebenden durch die Urteilsvollstreckung in Harmagedon für all jene, welche die „Gehenna“ verdienen, die „ewige Abschneidung von den Lebenden“! Gemäss Jesu Erklärung des Vergehens jener, die er als „Böcke“ kennzeichnet und die er hierzu zu seinen Linken stellt, ist es deren fehlende Nächstenliebe, die sich im Unterlassen kleiner Handlungen zeigt! Sie gaben dem Durstigen kein Wasser, dem Hungernden nichts zu essen, dem Nackten keine Kleider, dem Obdachlosen kein Bett und besuchten jenen seiner Brüder nicht, als er im Gefängnis schmachtete! (Mat 25:31-33, 41-46)

 

Für die verstorbenen „Ungerechten“ aber kommt die Stunde ihres Gerichts in der Auferstehung im kommenden System! Keiner wird dem gerechten Urteil entfliehen können. Für die „Gerechten“ bedeutet es den Lohn ewigen Lebens, für ungerechte das Strafmass für ihre Taten, wobei Barmherzigkeit im Gericht triumphieren wird!

 

Der Halbbruder Jesu, der Jünger Jakobus hat die wichtigsten Punkte auf den Nenner gebracht! Wir können seine Worte nun besser verstehen!

 

*** Rbi8  Jakobus 2:10-13 ***

Denn wer auch immer das ganze GESETZ hält, aber in einem einzigen Punkt einen Fehltritt tut, der hat sich gegen alle vergangen. 11 Denn der, der gesagt hat: „Du sollst nicht ehebrechen“, hat auch gesagt: „Du sollst nicht morden.“ Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber mordest, bist du ein Gesetzesübertreter geworden. 12 Redet weiterhin so, und handelt weiterhin so wie die, die durch das Gesetz [[GESETZ]] eines freien Volkes gerichtet werden sollen. 13 Denn für den, der nicht Barmherzigkeit übt, wird das Gericht ohne Barmherzigkeit sein. Barmherzigkeit frohlockt triumphierend über das Gericht.

 

Barmherzigkeit wird im Gericht überall dort gewährt, wo diese angebracht ist! Wer selbst ohne Barmherzigkeit seinen Bruder richtete, der darf im Gericht nicht mit Barmherzigkeit rechnen! Wer freigiebig im Vergeben war und grosszügig die Fehler anderer zudeckte, dessen eigene Fehler werden grosszügig zugedeckt! Wer andere lehrte das GESETZ im Geringsten zu brechen oder es selbst schamlos übertrat, der wird das gerechte Gericht ereilen und „Geringster“ genannt werden! Ehebruch, Mord, Habsucht, Lüge und Sabbat fallen unter ein und dasselbe GESETZ! Nicht der kleinste Buchstabe sei dahingefallen, so hatte Jesus deutlich gelehrt! (Mat 5:17-20)

 

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Schauen wir uns die Änderungen an, die Urteilsvollstreckung betreffend, die Jehova veranlasste oder zuliess, bis das endgültige Konzept errichtet ist, seine eigene „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten [[der gottentfremdeten Nationen]]“, durch Menschen, die er selbst erwählt und die unter seiner Oberhoheit stehen und Jesus dienen!

 

*** Rbi8  Epheser 1:8-10 ***

Diese hat er auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde.

 

Dieses heilige Geheimnis göttlicher Verwaltung wurde schrittweise geoffenbart:

 

Phase vor Moses: 

Das jeweilige Königreich übt Hoheit über Rechtsangelegenheiten aus; Die Patriarchen sind Richter über ihre Sippe, Familienväter über ihr Haus.

 

image030Phase nach Auszug bis Ende Zeit der Richter: 

Vorsteher von 10er, 50er, 100 und 1000-Schaften mussten Recht sprechen; schwere Fälle musste an die nächst höhere Instanz delegiert werden! Gottes Recht musste Nachachtung verschafft werden ohne Parteilichkeit zu bekunden. Jehova bestimmte für gewisse Zeiten einen obersten Richter, beginnend mit Moses. Väter waren Familienhäupter und mussten das Recht in der Familie lehren und anwenden.

 

Phase der Könige Judas von Saul bis Zedekia: 

Oberster Richter war der König. Erbfolge im Hause Davids. Jehova bestimmte Propheten mit oberster Richtergewalt. David wurde von Nathan gerichtet. Väter waren weiterhin Familienhäupter.

 

Phase nach Zerstörung Israels und Judas und der Zeit im Exil: 

Gerichtsoberhoheit hatte im Falle Israels Assyrien, im Falle Judas Babylon und dann die Nachfolgemächte; Synagogen (örtliche Versammlungen) übten Jehovas Recht unter Duldung jener Nationen auch im Exil aus; Jehova bestimmte Propheten und Vorsteher mit oberster Richtergewalt wie Jeremia, Daniel, Schadrach, Meschach und Abednego. Väter blieben Familienhäupter.

 

Phase nach der Rückkehr aus Exil bis Zerstörung Judas im Jahre 70 u.Z.:

Lokale Synagogen übten Rechtshoheit aus unter Duldung der Perser, dann der Griechen und schlussendlich der Römer. Etwa 400 v.u.Z. begann der Sanhedrin in Jerusalem Gerichtsoberhoheit auszuüben. Nehemia, Esra usw. waren zu Beginn Vorsteher; Propheten wie Haggai, Sacharja, Maleachi sorgten für die Einhaltung der Rechtsnormen Jehovas.  Väter blieben weiterhin Familienhäupter.

 

http://www.passionisten.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/glorreiche_wunden1-300x250.jpgPhase Jesus Predigttätigkeit:

Jesus war oberster Prophet, so wie Moses es vorhergesagt hatte, mit Autorität ausgestattet, um die Dinge richtigzustellen. Er kam aber nicht um zu richten! Ihm musste Gehör und Gehorsam gewährt werden! Familienväter blieben Oberhaupt. Jesus war der Vorsteher seiner eigenen Versammlung, der Apostel.

 

Phase Zeit der Apostel bis zum „Tag des Herrn“:

Unmittelbar nach seinem Tod wurde Jesus als König-Priester nach der weise Melchisedeks über jede Autorität im Himmel und auf der Erde erhöht. Den Aposteln wurde als Jesu Abgesandten Oberhoheit über die Versammlungen übertragen. „Treue Sklaven“ mussten über die Angelegenheiten der Versammlungen wachen. Väter mussten weiterhin ihren Familien vorstehen!

 

Phase Zeit während des „Tages des Herrn“:

Jesu erhält den Machthaberstab nun auch über seine Feinde zu herrschen [B1]. Er setzt religiöse Autoritäten bei seiner Rückkehr ab und gebietet „Babylon die Grosse“ zu verlassen. Am kommenden Gerichtstag wird „Babylon die Grosse“ durch das siebenköpfige „wilde Tier“ (UNO) vernichtet, kurz davor oder daraufhin werden Schafe von den Böcken getrennt. Letzte Autorität in den Versammlungen sind die „Engel“ oder Vorsteher, welche Jesus direkt durch das aufgezeichnete Wort leitet! Nirgends wird eine Kirchenhierarchie erwähnt! (Off 1:20)

 

Bald nach der Trennung der „Schafe von den Böcken“ wird die Autorität bei den frühauferweckten Aposteln, „der Braut, der Frau des Lammes“ bei der „Hochzeit des Lammes“ den „Heiligen des Allerhöchsten“ übergeben, welche zusammen mit Jesus die Versiegelung des Überrests der „treuen Sklaven“ bis zur Erreichung der Vollzahl von 144.000 vornehmen.

 

Phase Zeit des Millenniums ab dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“:

Auserwählte „treue Sklaven“ erhalten Königspriesterwürde und werden jeder über eine Anzahl von Städten gesetzt. Sie werden ihre eigene Verwaltung nach göttlichen Richtlinien aufrichten. Sie hatten ihre Familien und ihre Versammlungen behütet. Von Jerusalem aus, wo Jesus und die Apostel herrschen werden, wird das Recht kommen. Das bisherige Recht wird auch weitgehend dasselbe im kommenden System sein!

 

10.3.1.11  „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova“

Paulus zeigt, dass Christen ihre Gefühle der Wut und der Rache beherrschen lernen müssten, wohl wissend, dass das Justizsystem Roms grosse Mängel aufweist! Wie der Fall der Versammlung Korinth zeigt, so wurde auch innerhalb der Christengemeinschaft die Rechtsprechung nicht überall so ausgeübt, wie Jesus und die Apostel, insbesondere Paulus darauf pochten!

 

Paulus selbst litt unter dieser Ungerechtigkeit und war jahrelang wegen Falschanklagen jüdischer Brüder der Gefangene Roms! Bei der zweiten Gefangensetzung wurde er schlussendlich gar als Unschuldiger und Märtyrer hingerichtet!

 

Jesu eigener Tod und das Verhalten des Pilatus angesichts seiner erwiesenen Unschuld sprechen für sich! Statt den Unschuldigen frei zu lassen wurde Barabbas, ein Verbrecher und Aufrührer aus dem Kerker entlassen! (Mat 25:17, 18)

 

Paulus rief Christen trotzdem nicht zum Widerstand gegen das System auf oder gar dazu, offen gegen dieses zu kämpfen! Christen sollten sich von Ungerechtigkeit jeder Art fern halten und keinen Teil des ungerechten Systems bilden! Dies würde das geduldige Erdulden von Unrecht bedingen in der Gewissheit, dass Gott zu seinem eigenen Zeitpunkt Vergeltung und Rache üben wird!

 

*** Rbi8  Römer 12:17-21 ***

Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind. 18 Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.“ 20 Doch „wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen. 21 Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.

 

Unrecht zu erdulden ist viel leichter, wenn das Bewusstsein existiert, dass zu einem späteren Zeitpunkt Gerechtigkeit folgen wird! Paulus lehrte somit keineswegs, dass Gottes Rechtsmassstab aufgehoben worden sei, der Vergeltung für Unrecht fordert! Wie sonst könnte er von der Rache Jehovas reden? Die Schrift lehrte doch klar und deutlich, dass es für viele eine „Auferstehung zum Gericht“ geben würde und Jesus „der Richter Lebender und Toter“ wäre! Ungesühntes Unrecht wird somit am Gerichtstag Gottes Vergeltung erfahren! Wo Todesstrafe gemäss Gottes GESETZ für ein ungesühntes Vergehen besteht, da wird Todesstrafe folgen, schlussendlich im „Feuersee“, dem „zweiten Tod“ enden! Jesus ist dabei der Richter und gleichzeitig der Rächer in Jehovas Auftrag!

 

Wer Gottes Barmherzigkeit mit Dummheit verwechselt ist selbst dumm und wird für den Gerichtstag aufgespart bleiben! Gottes Richtlinien zu missachten oder zu verneinen bedeutet Gottlosigkeit und führt zur Vernichtung. Das GESETZ Gottes abzulehnen ist Gesetzlosigkeit! Gottes GESETZE stehen über jeder Art nationaler Gesetze, mögen dies Kirchenführer auch verneinen! Letzte Instanz, ob etwas Recht oder Unrecht ist bleibt somit Gott und nicht ein menschlicher Richter dieses Systems der Dinge! Die Worte des Petrus sind deutlich:

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:7 ***

Aber durch dasselbe Wort sind die Himmel [[menschliche Autoritäten]] und die Erde [[gottentfremdete Völker]], die jetzt sind, aufgespart für das Feuer und sind aufbehalten für den Tag des Gerichts und der Vernichtung der gottlosen Menschen.

 

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Dasselbe Wort“, das Petrus hier erwähnt, ist Gottes Wort des GESETZES, das Strafe für Ablehnung seiner gerechten Massstäbe festlegt! Was bereits bei der Sintflut und in Sodom und Gomorra als Rechtsmassstab galt, dies gilt beim Endgericht an diesem System! Wahre Christen dagegen sollen ihre Glieder nicht zur Gesetzlosigkeit darbieten, sondern als Sklaven der Gerechtigkeit ihren Dienst verrichten! Sie sind frei hinsichtlich Sünde und nicht weiter dessen Sklave!

 

*** Rbi8  Römer 6:19-20 ***

Ich rede in menschlichen Worten wegen der Schwachheit eures Fleisches; denn ebenso, wie ihr eure Glieder als Sklaven der Unreinheit und Gesetzlosigkeit zur Gesetzlosigkeit dargestellt habt, so stellt jetzt eure Glieder als Sklaven der Gerechtigkeit zur Heiligkeit dar. 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, wart ihr frei hinsichtlich der Gerechtigkeit.

 

Nur aus diesem Blickwinkel können wir Jesu Einteilung von „Schafen und Böcken“ am kommenden Gerichtstag wirklich verstehen! Sonst würde ja Jesus selbst die Grundregel Gottes vergessen, dass über ungesühntes Unrecht nicht hinweggesehen werden darf und Jehova niemals Straffreiheit gewährt!

 

http://nachtdesherrn.files.wordpress.com/2011/03/beichtstuhl.jpg*** Rbi8  2. Mose 34:6-7 ***

Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Einige Religionen lehren direkt und indirekt Straffreiheit nach einer Beichte oder nach dem Tod. Sie wollen ihre Anhänger glauben machen, dass wir selbst allen alles vergeben müssten und über jedes Unrecht selbst unter Brüdern grosszügig hinwegsehen sollten! Dadurch aber fördern jene das Unrecht und werden sogar zur Ursache von Gesetzesbruch! Sie machen glauben, dass Gott grosszügig alles vergibt, wenn wir ihn bloss darum bitten! Sie übersehen die Pflicht die Vorstehern obliegt in ihrer Versammlung für gerechte Verhältnisse zu sorgen und Übeltäter der gebührenden Strafe zuzuführen!

 

 

10.3.2      Worin zeigt sich das “GESETZ des Christus” gleich wie das ursprüngliche GESETZ Mose?

 

10.3.2.1     Das “GESETZ des Christus” richtig verstehen

Das “GESETZ des Christus” lautet Gott an erster Stelle und den Nächsten gleich danach zu lieben! Die Liebe zu Gott hat zur Folge, dass wir auf ihn weit mehr hören als auf irgendjemand sonst. Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu, sondern hat dessen Wohlergehen im Sinn! All dies war schon so unter dem GESETZ Mose! Paulus fasst es im Brief an die Römer wie folgt zusammen:

 

*** Rbi8  Römer 13:9-10 ***

Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Jesus verlangt aber nicht, dass wir Masochisten sein sollten und uns der Demütigung und dem Betrug bis hin zu unserer Vernichtung frei aussetzen sollten! Wir haben durchaus auch ein Recht uns zu schützen, wie sonst hätte sich Paulus auf Cäsar berufen können, als er von den Juden den römischen Beamten ausgeliefert wurde? Jesus fordert Christen auf zu fliehen und er sagt, dass wir das nicht Aufgedeckte aufdecken und das, was verschwiegen wird, von den Hausdächern verkünden sollten! Wir brauchen jene nicht zu fürchten, welche Macht besitzen den Leib zu töten! All dies zeigt, dass wir nicht stumme Lämmer sind, die nur innerhalb einer grossen Herde blöken! (Mat 10:27, 28)

 

http://wegwahrheitleben.files.wordpress.com/2010/10/persistent-widow.jpgJesus brachte einen Vergleich mit einer Witwe, die ihren menschlichen Richter bedrängte, der keinerlei Gottesfurcht noch Respekt vor Menschen zeigte, ihr endlich Recht zu verschaffen! Jesus braucht diese Beharrlichkeit der Witwe um gerechte Verhältnisse zu erreichen als Beispiel dafür, wie wir im Gebet Gott darum bitten sollen Gerechtigkeit herzustellen!

 

*** Rbi8  Lukas 18:1-8 ***

Dann redete er weiter in einem Gleichnis zu ihnen über die Notwendigkeit, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten, 2 indem er sprach: In einer gewissen Stadt war ein gewisser Richter, der weder Gottesfurcht noch Respekt vor einem Menschen hatte. 3 Da war aber eine Witwe in jener Stadt, und sie ging immer wieder zu ihm und sagte: ‚Sieh zu, daß mir von seiten meiner Gegenpartei Recht zuteil wird.‘ 4 Nun, eine Zeitlang wollte er nicht, doch danach sagte er bei sich: ‚Wenn ich auch Gott nicht fürchte noch vor einem Menschen Respekt habe, 5 will ich doch auf jeden Fall, weil diese Witwe mir beständig Mühe macht, zusehen, daß ihr Recht widerfährt, damit sie nicht weiterhin kommt und mich schließlich durch Schläge ins Gesicht bezwingt.‘ “ 6 Dann sagte der Herr: „Hört, was der Richter, obwohl er ungerecht war, sprach! 7 Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen eilends Recht verschaffen. Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“

 

Jesus zeigt, dass wir Glauben in sein Wiederkommen setzen müssen und diesen Glauben durch unsere Werke bestätigen sollen! Er ist doch der Urteilsvollstrecker Gottes!

 

http://www.katholisch.de/media/katholisch_de_medien/katholisch_de_bilder/KNA_71624_Krankensalbung_730x_.jpgDie Sterbesakramente der Katholischen Kirche vermitteln einen Glauben an etwas, was die Bibel verneint, nämlich dass für eine schlechte Person im letzten Moment vor dem Tod eine Umkehr möglich sei! Kaiser Konstantin ist ein Beispiel dafür, weil er die Taufe auf dem Totenbett erhielt! Die Taufe aber bedeutet eine vollkommene Absolution, das Löschen des auf uns lastenden „Fluches“!

 

Wer darüber etwas nachsinnt erkennt die Widersprüchlichkeit sofort: Wer eine Sünde begangen hat, aber ein gutes Leben aufweist und einem tödlichen Unfall erliegt, wo er keine Sterbesakramente erhalten kann, der wäre somit dem chronischen Missetäter unterlegen! Solches ist aber eher im Bereich der Ammenmärchen anzusiedeln, Proselytenfängerei, um die zahlende Kundschaft der Religionen bei der Stange zu behalten und um das Scherflein der Witwe rechtzeitig in den Schoss der Mutter Kirche wandern zu lassen! 

 

*** Rbi8  Markus 12:40 ***

Sie sind es, die die Häuser der Witwen verzehren und zum Vorwand lange Gebete sprechen; diese werden ein schwereres Gericht empfangen.“

 

http://www.freigeist-weimar.de/uploads/pics/mit_gott_und_den_faschisten_400.jpgDer Priester, der am grosszügigsten und geschicktesten durch Absolutionen Verbrechen zudeckt, dieser erhält dadurch die meisten Stimmen und die zahlkräftigste und mächtigste Kundschaft! Es sollte uns nicht verwundern, dass in den Religionsorganisationen an oberster Stelle Personen sitzen, die alles andere wie ein ehrliches christliches Gewissen haben! Bestimmt sind viele Richter, Politiker und ranghohe Militärs wirklich die beste Kundschaft solcher Geistlicher! Diese Mächtigen des Systems sind es, welche die Privilegien der Priesterschaft gerne erhalten haben, die vordersten Plätze in den Kirchen einnehmen, eine schöne Zahlung auf den Opferteller legen, um der Absolution ihrer ständigen Übertretungen und Verbrechen wegen! Diese Art von Opfern aber verabscheut Jehova. Jesus vertrat eine vollkommen andere Meinung als die, welche in den Kirchen üblich sind, die ja wie Wirtschaftsunternehmen Profit abzuwerfen haben! (Off 16:15; 17:1, 2; 18:3)

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:19 ***

Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

 

Gesetzesbrecher und solche, welche das Halten der GESETZE Gottes verneinen oder menschliche Gebote Gottes Geboten überordnen, sie werden von Jesus als Richter der ganzen Erde als „Geringste“ eingestuft! (Apg 10:42, 43)

 

Paulus fordert Christen auf das zu tun, was in den Augen aller Menschen vortrefflich ist! Jede Tat, welche die Liebe zum Nächsten in den Vordergrund rückt ist erstrebenswert! Wir sollen dem Frieden nachjagen und unsere Feinde lieben: „Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten“.

 

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10.3.2.2     Die andere Wange hinhalten

Israel wurde immer wieder aufgefordert sein Vertrauen auf Jehova zu setzen, der die Nation in Bedrängnis retten würde! Natürlich gilt dies zu einem gewissen Grad ebenso für Christen, obwohl wir heute nicht im „Königreich Gottes“ sondern im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ sind sollen wir nur zu Jehova beten und unsere Bitten im Namen Jesu an ihn stellen: „Und worum immer ihr in meinem Namen bittet, das will ich tun, damit der Vater in Verbindung mit dem Sohn verherrlicht werde. Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.“ (Joh 14:13, 14) Auch wir sollen mit ganzem Herzen auf Gott vertrauen, was aber nicht gleichbedeutend ist wie untätig zu sein und mit den Händen im Schoss abzuwarten, dass Gott uns aus jeder unangenehmen Situation retten sollte!

 

Als die Nation Israel wegen ihrer ständigen Vergehungen dem Schwert Babylons dahingegeben wurde, war es noch ein Überrest, der in babylonische Gefangenschaft kam! Jeremia schreibt erstmals in den Klageliedern, die jene gedemütigte Nation in der Situation von Gefangenen darstellt, dass sie ihre Wangen jenen hinhalten sollten, welche sie schlagen!

 

Es ist gut den Gesamtzusammenhang zu verstehen, um die nachfolgenden Worte besser zu begreifen, die Jesus in der Bergpredigt äusserte! Israel hoffte in den Tagen Jesu immer noch auf Befreiung von fremdem Joch, dem römischen, obwohl die Juden 587 v.u.Z. am Ende des babylonischen Exils in ihr Land zurückgekehrt waren!

 

*** Rbi8  Klagelieder 3:25-33 ***

http://www.livenet.de/sites/default/files/media/cache/images/title/189981-Beten.jpg25 Gut ist Jehova gegen den, der auf ihn hofft, gegen die Seele, die ihn ständig sucht.

26 Gut ist es, daß einer wartet, ja in Stille, auf die Rettung Jehovas.

27 Gut ist es für einen kräftigen Mann, daß er das Joch in seiner Jugend trägt.

28 Er sitze einsam und schweige, weil er ihm [etwas] auferlegt hat.

29 Er lege seinen Mund direkt in den Staub. Vielleicht ist eine Hoffnung vorhanden.

30 Er halte die Wange sogar dem hin, der ihn schlägt. Er lasse sich sättigen mit Schmach.

31 Denn nicht auf unabsehbare Zeit wird Jehova weiterhin verstoßen.

32 Denn obwohl er Kummer verursacht hat, wird er auch bestimmt Barmherzigkeit erweisen nach der Fülle seiner liebenden Güte.

33 Denn nicht aus seinem eigenen Herzen hat er niedergedrückt, noch betrübt er die Menschensöhne.

 

Die Situation, aus welcher der Schreiber der Klagelieder die Dinge sieht, hat mit der Strafe zu tun, die der Nation Juda auferlegt wurde! Selbst Jehova bedauert bis zu einem bestimmten Punkt, dass er seinem Volk diese Schmach aufbürden musste!  Siebzig Jahre sollten sie in Gefangenschaft ausharren, so dass es die zweite oder dritte Generation treffen würde, um zurückzukehren! Sich aufzubäumen wäre sinnlos gewesen und hätte weitere und möglicherweise härtere Strafe nach sich gezogen! Der Rat galt somit zu ihrem Guten! Jehova lehrte dadurch sein Volk, selbst ungerechte Strafmassnahmen geduldig anzunehmen!

 

Die Strafe zu tragen, auch dann, wenn es ein zusätzliches Unrecht bedeutete, war somit Jehovas weiser Ratschlag. Er zeigte gleichzeitig, dass die Strafmassnahme nicht ewig andauern würde und Er selbst später Barmherzigkeit erweisen würde! Jenen, die über das gerechte Strafmass hinaus Schaden verursachten, wurde an anderer Stelle selbst kommende Strafe angekündigt! Sie mögen darüber in ihrer Machtstellung gelacht haben.

 

10.3.2.3     Israels Befreiung naht, Jesu Volk muss aber weiter ausharren!

Wenn wir dies nun auf Jesu Bergpredigt übertragen, wo Christus wichtige Grundsätze richtigstellte und dabei wiederum in Betracht ziehen, dass nun das römische Joch über den Juden lag sehen wir Dinge, die uns genauso betreffen. Nach Jesu Tod sollte zudem ein neuerliches Gericht über die gesamte Nation folgen, so hatten es verschiede Propheten seit Jesaja vorhergesagt!

 

http://myy.haaga-helia.fi/~a1000480/Israel/Pictures/Masada.jpgAus diesem Verständnis heraus ist es leicht verständlich, dass Jehovas Richtlinien den klügsten Rat darstellen, um nicht aus einer schlechten Situation eine weit schlimmere zu produzieren! Der von Gott gesandte Messias, der Israel retten würde, musste ihnen klarmachen, dass diese Rettung zu einem viel späteren Zeitpunkt sein würde und nicht jene abtrünnige, verstockte Generation betraf. Die Juden die nicht auf Jesus gehört hatten missachteten den Rat im Jahre 66 u.Z., indem die aufständischen Zeloten die römische Festung Massada am Toten Meer angriffen und eroberten und später Jerusalem Judäa und Galiläa befreiten. Die Rache der Römer war gross! Nur dreieinhalb Jahre dauerte die Freiheit, um der vollständigen Zerstörung und kompletten Entvölkerung Platz zu machen, einer Zertretung die bis zum Ende der Zeiten der Nationen andauern würde!

 

Bis heute achten die gläubigen Juden nicht auf das, was Jesus ihnen gesagt hat und sind unter dauernder Bedrängung in ihrem Land! Solch klugen Rat hat offensichtlich auch der Koran nicht, sonst würde der Terrorismus nicht immer mehr ausufern! Gewalt erzeugt doch Gegengewalt und genau dem versucht Jesus entgegenzusteuern. Sein Ratschlag gilt uns ebenso, wie den Christen des ersten Jahrhunderts!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:38-42 ***

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.

 

http://thumbs.dreamstime.com/z/familienstreit-10325685.jpgJesu Ratschlag geht darauf hin bösen Menschen nicht Widerstand zu leisten, um sie noch mehr herauszufordern! Dies beginnt bereits in der eigenen Familie, wo wir schlechte Worte oder gar bösartige Handlungen gegen uns einstecken lernen müssen! Dadurch verhindern wir weitere Streitigkeiten oder deren unnötige Eskalation! Wir möchten ja in Ruhe und Frieden unseren Glauben ausüben!

 

Jesus wusste um die Ungerechtigkeit des Gerichtssystems der Römer und der Juden! Sein Ratschlag ist heute in gewissen Sprüchen wiedererkennbar, der von praktischer Weisheit aufgrund schlechter Erfahrungen mit Gerichten beruht: „Besser ein schlechter Vergleich, als ein gewonnenes Gerichtsverfahren“. Warum? Weil ungerechte Gerichte und habsüchtige Anwälte jeden Streit vergrössern und den Verlust allzu oft zur Katastrophe erweitern, anstatt gerechte Verhältnisse herbeizuführen und Schaden wiedergutzumachen! Die Anwälte selbst sagen, dass auf ihrem Büchergestell die Hälfte der Schriften zu unseren Gunsten lautet, die andere zu unseren Lasten! Das bedeutet, dass es keine wahre Gerechtigkeit geben kann, sondern alles vom Geschick der Anwälte abhängt und zudem in der Hand von allzu oft korrupten, an Gerechtigkeit wenig interessierten Richtern liegt! Bestimmt gibt es auch da löbliche Ausnahmen.

 

Aus diesem Blickwinkel ist Jesu Rat nur zu verständlich! Sich gegen das System aufzubäumen bringt nur mehr Unheil über den Gerechten! Das bedeutet keineswegs mit dem System gemeinsame Sache zu machen oder die Ungerechtigkeit gutzuheissen, es bedeutet praktischen Verstand an den Tag zu legen!

 

10.3.2.4     Jehova zeigte anhand von Jesus, dass der Gerechte Ungerechtigkeit zu ertragen hat

Jesaja musste in einer Prophezeiung auf den kommenden Messias hinweisen und zeigen, dass jener selbst unverschuldet leiden würde, obwohl er keinerlei Ungerechtigkeit begehen würde. Jesu offensichtlich ungerechtfertigtes Leiden sollte uns als Beispiel dienen selbst auszuharren und die Ungerechtigkeit des herrschenden Systems kennen zu lernen, umso stärker und eindringlicher um das Kommen von „Jehovas Königreich“ zu bitten und für jenes vorbereitet zu sein, um dort später wirklich für gerechte Verhältnisse einzustehen! Wer nicht selbst Ungerechtigkeit erlitten hat kann nur schwer mit jenen mitfühlen, welche unter ungerechten Verhältnissen ausharren müssen. 

 

http://static1.kleinezeitung.at/system/galleries_520x335/upload/3/1/7/2324175/jesus_apa_300310_726.jpg*** Rbi8  Jesaja 53:4-7 ***

Wir aber hielten ihn für geplagt, von Gott geschlagen und niedergedrückt. 5 Aber er wurde für unsere Übertretung durchstochen; er wurde für unsere Vergehungen zerschlagen. Die Züchtigung, die zu unserem Frieden diente, [lag] auf ihm, und seiner Wunden wegen ist uns Heilung geworden. 6 Wie Schafe sind wir alle umhergeirrt; wir haben uns ein jeder auf seinen eigenen Weg gewandt; und Jehova selbst hat unser aller Vergehung ihn treffen lassen. 7 Er wurde hart bedrängt, und er ließ sich niederdrücken; doch pflegte er seinen Mund nicht aufzutun. Er wurde so wie ein Schaf zur Schlachtung geführt; und wie ein Mutterschaf, das vor seinen Scherern verstummt, pflegte auch er seinen Mund nicht aufzutun.

 

Wir sollen erkennen, dass Jesus unsere Fehler auf sich nahm und für diese gestorben ist, so wie Jehova es Jesaja durch „den Engel Jehovas“ verkünden liess! Dadurch konnte Gottes Gerechtigkeitssinn ausgeglichen werden, dass jede Übertretung Strafe nach sich zieht. Jesus hat freiwillig für jeden von uns diese Strafe getragen, solange wir noch Sünder waren! Paulus hat uns diese Querverbindung im Brief an die Römer erklärt:

 

*** Rbi8  Römer 5:6-11 ***

Denn in der Tat, Christus ist, während wir noch schwach waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. 7 Denn kaum wird jemand für einen gerechten [Menschen] sterben; ja, für den guten [Menschen] zu sterben, wagt es vielleicht jemand noch. 8 Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren. 9 Desto mehr werden wir somit, da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind, durch ihn vor dem Zorn gerettet werden. 10 Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott durch den Tod seines Sohnes versöhnt wurden, so werden wir vielmehr jetzt, da wir versöhnt worden sind, durch sein Leben gerettet werden. 11 Und nicht nur das, sondern wir frohlocken auch in Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir jetzt die Versöhnung empfangen haben.

 

http://www.antichrist-wachtturm.de/images/gross/altertuemliche-roemer-mit-neuzeitlicher-bibel.jpgPaulus erklärt uns somit solche tiefen Zusammenhänge, ohne deren Verständnis es schwierig ist den Sinn zu erkennen, der hinter gewissen biblischen Handlungen steht! Gottes Gedanken sind wirklich stets viel höher wie die unseren! Beachten wir, dass jeder, der nicht unter „unverdienter Güte“ steht, weil er z.B. einer vor Gott ungültigen Kindestaufe unterliegt als „Gottlose“ eingestuft sind! Jesus warnte auch vor den heutigen Religionsführern:  Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ (Mat 15:14) Alles wurde uns erklärt aber nur sehr wenige reagieren darauf!

 

Unsere eigene Erziehung soll durch Erdulden von Leiden perfektioniert werden im Verständnis, dass Jesus uns bereits erkaufte als wir noch „gottlos“ waren! Uns ihm in der Glaubenstaufe hinzugeben und damit unter „unverdiente Güte“ zu fallen bringt auch Nachteile und erneutes Leid durch dieses System mit sich, das unsere veränderte Verhaltensweise nicht versteht: Den Sabbat und die Festzeiten Israels zu respektieren und unreine Speise wie Schweinefleisch und Meerfrüchte zurückzuweisen. Auch weil wir mit anderen frei über unseren Glauben reden, so mögen wir dadurch etliche Kirchengläubige gar vor den Kopf stossen.

 

Indem wir ungerechte Verhältnisse zu ertragen lernen und nicht ungebührlich dagegen aufbegehren zeigen wir uns ebenso dem himmlischen Vater unterordnend, wie Jesus dies selbst vormachte. Dies ist dadurch leichter, wenn wir erkennen, dass dies ebenfalls zu unserer Unterweisung im Hinblick auf das kommende System geschieht! Geprüfte Echtheit unseres Glaubens nennt es Jakobus! (Jes 55:8-11)

 

*** Rbi8  Jakobus 1:2-4 ***

Erachtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Prüfungen geratet, 3 da ihr ja wißt, daß die geprüfte Echtheit eures Glaubens Ausharren bewirkt. 4 Doch laßt das Ausharren sein Werk vollständig haben, damit ihr vollständig und in jeder Hinsicht gesund seid und es euch an nichts fehlt.

 

Wir müssen wie Jesus es vormachte unter ungerechten Verhältnissen ausharren lernen und dadurch unseren Glauben und unsere Treue Gott und Jesus gegenüber unter Beweis stellen! Trotz Unannehmlichkeiten sollen wir in jeder Hinsicht geistig gesund bleiben!

 

10.3.2.5     Wir sollen lernen Zorn zu beherrschen und nicht streitsüchtig zu sein!

Hass erzeugt stets weiteren Hass! Wie klug doch der Rat des Paulus ist, die Sonne nicht über der gereizten Stimmung untergehen zu lassen!

 

http://unsere.de/kluegere.gif*** Rbi8  Epheser 4:25-27 ***

Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum.

 

Paulus zeigt, dass es Satans Interessen dient, wenn wir in gereizter Stimmung verharren und dass selbst berechtigter Zorn dazu führen kann, dass wir sündigen! Hier weisst Paulus auf innereheliche Spannungen, die bald schon ausarten können, wenn einer der Partner sich auf seinen Stolz versteift und nicht bereit ist gewisses Unrecht zu ertragen oder eine Ungerechtigkeit einzusehen. Viele langdauernde Ehestreitigkeiten könnten vermieden werden, wären sich beide Eheleute der wahren Konsequenzen bewusst, die dies mit sich bringt!

 

Jehova verabscheut Streitigkeiten unter Brüdern und hasst Scheidung. Oft ist dies die letzte Konsequenz von unbeugsamem Stolz, der nicht bereit ist nachzugeben und zu verzeihen! Mit Gottes Gerechtigkeitssinn lässt sich nicht spassen und leichtfertig zu glauben, dass Jesu Blut auch solches zudecken wird, dies ist ein sehr gewagtes Spiel mit der Verheissung auf Rettung und ewiges Leben! Bedenken wir hin und wieder, wie Jehova Evas Übertretung betrachtete und wie Paulus Adam als schuldig erachtete, weil er Eva als Richter Familie nicht zur Rechenschaft zog! „Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. Auch wurde Adam nicht betrogen, aber die Frau wurde gründlich betrogen und geriet in Übertretung.“ (1.Ti 2:13, 14)

 

Der Apostel Johannes erklärte diesen Zusammenhang weiter in seinem ersten Brief an Christen:

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:9-11 ***

Wer sagt, er sei im Licht, und haßt doch seinen Bruder, der ist bis jetzt noch in der Finsternis. 10 Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht, und in seinem Fall gibt es keine Ursache zum Straucheln. 11 Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis, und er weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen blind gemacht hat.

 

Blinde Geführte fallen in eine Grube, sagte Jesus, dies umso mehr, wenn unser Führer der Hass ist! Nicht bereit sein zu vergeben und den Neuanfang zu suchen zeigt, dass wir für ewiges Leben ungeeignet sind! Wenn wir wegen geringfügiger Dinge keine Übereinkunft finden können wird das zur grossen Gefahr im kommenden System, denn auch dort werden Schwachheiten existieren und Menschen Fehler machen! Hass aber wirkt zerstörerisch, nimmt weiteres Unrecht in Kauf und führt zu einer Eskalation die weitere Unbeteiligte mit einbezieht und jenen Schaden zufügt!

 

Wer seinen Nächsten andauernd befeindet und nicht bereit ist ihm zu vergeben oder eigenen Anteil an Schuld zuzugeben, der hat das wirkliche Christsein bestimmt nicht verstanden! Er lehrt in Wirklichkeit durch sein Handeln eine andere Lehre. Er ist aufgeblasen vor Stolz und erfreut sich einer scheinbaren Gottergebenheit, die aber der gesunden Lehre Jesu widerspricht! Paulus rät Timotheus solche gesunden Gedanken weiterhin zu lehren und dadurch Christen zu ermahnen!

 

Timotheus und Paulus*** Rbi8  1. Timotheus 6:2-5 ***

Fahre fort, diese Dinge zu lehren und diese Ermahnungen zu erteilen. 3 Wenn jemand eine andere Lehre lehrt und den gesunden Worten, denen unseres Herrn Jesus Christus, und der Lehre, die der Gottergebenheit entspricht, nicht zustimmt, 4 so ist er [vor Stolz] aufgeblasen und versteht nichts, sondern ist wegen Streitfragen und Debatten über Worte geistig krank. Aus diesen Dingen entspringen Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen, 5 heftige Wortwechsel um Kleinigkeiten von seiten der Menschen, die verderbten Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und denken, Gottergebenheit sei ein Mittel zum Gewinn.

 

Für Christen gibt es nicht zweierlei Lehre! Entweder stimmt es, was jene sagen und was sie tun mit den Worten Jesu, jener der Apostel und der Propheten überein oder eben nicht! Nicht die Behauptung ist es, die zählt, sondern die Übereinstimmung von Wort und Tat! Wo Streitfragen entstehen und zu Entzweiung führen ist es, weil eine oder gar beide Seiten vom geschrieben Wort abweichen! Paulus sagt, was die Folgen sind: „Neid, Streit, Lästerreden, böse Verdächtigungen“. Oft versuchen solche Personen, die der Wahrheit beraubt sind, aus Eigenliebe einen persönlichen Gewinn zu schlagen!

 

10.3.2.6      Anstelle von Hass muss Feindesliebe treten!

Darum gab Jesus einen weiteren klugen Rat der zu unseren Gunsten ist. Den Nächsten zu hassen schadet in erster Linie unserer eigenen geistigen Gesundheit! Wir tun also gut daran zu lernen unsere Gefühle besser unter Kontrolle zu bringen! Jesu geht über die Anweisungen des GESETZES weit hinaus und zeigt, was wirklich dem Frieden dient!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:43-48 ***

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.‘ 44 Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

http://bilder.tibs.at/pics_medium/36659.jpgWenn wir für jene beten, die uns Schaden zufügen, wie dies Stephanus noch während des Steinigens bat, so werden wir bestimmt unsere Gefühle der Ablehnung zu kontrollieren beginnen! Jehova selbst hat guten Grund schlechte Menschen zu hassen und trotzdem erhält er sie weiterhin am Leben, um jedem die Chance der Umkehr zu gewähren. Allerdings wird er seinen Tag des Gerichts und der Rache nicht für jene verschieben, die mit seiner Güte spielen!

 

Welche tragischen Folgen andauernder Hass hat, das können wir im Nahen Osten und in vielen anderen Teilen der Welt täglich beobachten. Die Gewalt eskaliert ungebremst! In Wirklichkeit lässt sich jene Auseinandersetzung bis zu Abraham hin fortsetzen! Es geht längst nicht mehr darum den Schuldigen zu bestrafen, unsinnige Gewalt gegen Unbeteiligte ist die Folge! Terrorismus hat ihre Quelle im Hass! Natürlich beginnt dies im Kleinen und endet später im Grossen! Die Nächstenliebe lernen wir in der Familie und sie sollte uns auch die Feindesliebe lernen! 

 

Jesus reduziert es hier auf eine alltäglich kleine Handlung: Das Grüssen von Menschen, die uns scheinbar Unrecht zugefügt haben und die wir dadurch zu Feinden erklären! Wenn wir nur unsere Freunde grüssen aber unserem Feind den Gruss verweigern, so zeigen wir einen Hass, der Christen nicht zusteht! In Wirklichkeit setzen wir uns gar über Jehovas Recht zu Richten hinweg, indem wir eine Vorverurteilung vornehmen, die vielleicht gegen Jehovas Willen ist!

 

10.3.2.7     Wenn die Grussverweigerung gar zur institutionalisierten Strafmassnahme wird

Ein ganzes Volk kann dazu erzogen werden gewisse Personen nicht mehr zu grüssen! Andere nicht zu grüssen oder gar die Strassenseite zu wechseln, wenn eine „Persona non grata“ aufkreuzt, dies kann zu einer wahren Volksplage werden und schürt Hassgefühle! Die Juden im Hitlerdeutschland mussten sich gar einen gelben Judenstern aufnähen oder umbinden, um besser erkenntlich zu sein. Deutschen wurde empfohlen in keinem Geschäft zu kaufen, das Juden gehörte. So wurde ein Teil der Bevölkerung ausgegrenzt. Dies nutzte den Machthabern ihre eigenen Ideen zu propagieren und die Kluft zu vertiefen!

 

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5d/Purple_Triangle.JPG/220px-Purple_Triangle.JPGHeute ist es die Organisation von Jehovas Zeugen, die ihre eigene Missachtung im Hitlerdeutschland offensichtlich vergessen hat, deren Führungsschicht gegen jedes ausgeschlossene Mitglied aber auch gegen jeden, der jene Organisation aus freiem Entschluss verlässt! Die oberste Leitung verlangt von allen ihren Angehörigen, mit solchen Personen jeden Kontakt zu meiden und solche niemals zu grüssen! Das betrifft engste Freunde und selbst Familienmitglieder! Bereits das Rauchen von drei Zigaretten kann zum Ausschluss reichen! Wer getauft wurde verpflichtet sich zu lebenslanger Mitgliedschaft in jener Organisation und wird mit vollkommener Ächtung bestraft, wenn er entdeckt, dass er in Wirklichkeit betrogen wird!

 

(Vergleiche E-Buch „Der falsche Prophet“; Anhang VI: Die Wahrheit? Offener Brief an die Leitung von Jehovas Zeugen)

 

http://static.squarespace.com/static/50071f2c84aef6ab9ccea2d1/51374bcde4b09e6afa7cc0d6/51374be5e4b0a21e2c3c89e1/1362742637346/Watch+Tower+Bible+and+Tract+Society+of+PA+read.jpgDie Behauptung „Gottes Volk“ zu sein mag für sehr viele Menschen verführerisch wirken, aber deren Werke müssen zeigen, ob sie auf Jesus, ihren Führer wirklich hören!

 

Nun, wer wirklich forscht der wird sehen, dass jede Religionsgruppe mit demselben oder ähnlichen Argumenten auf Menschenfang aus sind, um sie der eigenen Lehre zu unterordnen und ihrer Hierarchie dienstbar zu machen. Eine Form der modernen Versklavung!

 

Diese überaus harte Strafmassnahme der Grussverweigerung und des Abbruches jeglichen Kontaktes kann durchaus den finanziellen oder sozialen Ruin für eine betroffene Person bedeuten, da Zeugen oft hauptsächlich mit anderen Zeugen Kontakt pflegen! Ist dies aber mit Jesu Konzept im Einklang? Grüsste Jesus und die Apostel jene nicht mehr, die ihn oder seine Lehren ablehnten? War nicht er es, der zu Sündern gesandt war, um sie von etwas Besserem zu überzeugen und sie zu gewinnen? Man kann jedes Konzept der Bibel aus dem Konzept reissen und es exakt zum Gegenteil dessen machen, wozu es und Anleitung geben sollte! Religionen sind Spezialisten darin!

 

Das Schüren solcher Hassreaktion von der man behauptet es geschehe aus Liebe geht soweit, dass Ehefrauen ihren Mann in der Öffentlichkeit nicht grüssen und mit abgewendetem Kopf an ihm vorbeistolzieren, weil er nicht mehr in derselben Organisation ist, deren Ideologie nicht weiter teilt! Wenden wir dies doch auf alle christlichen Religionen an: Das Resultat wäre verheerend, da sich kaum mehr jemand auf der Strasse grüsst. Zudem wäre eine ständige Beklommenheit das Ergebnis, nie wissend, ob wir den oder jenen wirklich grüssen dürfen!

 

10.3.2.8     Blindes Vertrauen in Vorsteher, welche uns der „Grube" nähert!

Der einfache Zeuge glaubt, dass er dabei göttlichen Rat befolgt, da sie alle auf ihre Vorsteher und deren Aussagen fast blind vertrauen, einer Organisation gehorchen, welche sie anhand des folgenden Textes von Johannes belehrt hatte:

 

http://orthocath.files.wordpress.com/2011/01/1984_watchtower_cover_1914_generation.jpg?w=632&h=461*** Rbi8  2. Johannes 8-11 ***

Gebt acht auf euch selbst, damit ihr die Dinge nicht verliert, die wir erarbeitet haben, sondern daß ihr vollen Lohn erlangen mögt. 9 Jeder, der vorausdrängt und nicht in der Lehre des Christus bleibt, hat Gott nicht. Wer in dieser Lehre bleibt, der hat sowohl den Vater als auch den Sohn. 10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn niemals in euer Haus auf, noch entbietet ihm einen Gruß. 11 Denn wer ihm einen Gruß entbietet, hat an seinen bösen Werken teil.

 

Welcher Bibeltext ist nun massgebend, das, was Jesus gesagt hat, nämlich selbst seine Feinde zu grüssen oder was Johannes in seinem zweiten Brief empfiehlt? Offensichtlich sind sich die Texte ja vollkommen widersprüchlich!? Aber halt! Beachten wir doch, was Johannes dabei ausdrücken will! Es geht im Kontext um die Lehre Christi und der Apostel, die es nicht zu verlieren gilt! Was war das Problem, das Johannes behandelte? Ohne den Kontext zu beachten könnte man fast meinen, die Leitung der Zeugen Jehovas hätte gar Recht!

 

Das „Vorausdrängen in der Lehre“ würde zu schwerwiegendem Schaden führen, und solchen, die vorausdrängen und „eine andere Lehre“  bringen, wie jene, welche die Apostel gelehrt hatten, diese galt es zu meiden, um nicht Teilhaber an falschen Lehren zu werden! Es ging um die Reinerhaltung der Christenversammlung von falscher Lehre!

 

Wenn somit Anhänger von Hymenäus, Alexander oder Philetus kamen und lehrten, „die Auferstehung hätte bereits stattgefunden“, so sollten solche Menschen gemieden werden! Das ist verständlich, weil darauf andere falsche Lehren, wie die himmlische Auferstehung der Toten, folgen müssen und dadurch der Glaube an die Auferstehung nach Jesu Rückkehr und nach dem Abschluss des Systems verloren geht! Paulus erklärt diese Zusammenhänge, dass jeder Christ Teilhaber in einem Kriegszug ist gegenüber jenen, die „vorausdrängen“, falsche Lehren verbreiten wie dies in Ephesus mit Hymenäus begonnen hatte, wo Johannes nun nach der Gefangenschaft in Patmos seine Briefe schrieb und wo Jesus in der Offenbarung erklärt, dass er jene inzwischen zur Sekte angewachsenen Abtrünnigen hasst, die Nikolaus-Sekte! „Doch das hast du, daß du die Taten der Nikolaus-Sekte haßt, die auch ich hasse. 7 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Dem, der siegt, will ich gewähren, von dem Baum des Lebens zu essen, der im Paradies Gottes ist.‘“ (Off 2:6, 7). Hören wir nun, was Paulus über deren Anfang schreibt und welchen Auftrag er erteilt:

 

(1. Timotheus 1:18-20)  Diesen Auftrag vertraue ich dir an, Kind, Timọtheus, gemäß den Voraussagen, die direkt zu dir hingeführt haben, damit du durch diese den vortrefflichen Kriegszug fortsetzest, 19 indem du [den] Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst, das einige beiseite gedrängt haben, wodurch sie an [ihrem] Glauben Schiffbruch erlitten haben. 20 Zu diesen gehören Hymenạ̈us und Alexander, und ich habe sie dem Satan übergeben, damit sie durch Züchtigung gelehrt werden, nicht zu lästern.

 

Paulus erwähnt nichts darüber, warum er jene Abtrünnigen aus der Versammlung warf! Dazu müssen wir die Details im 2.Brief an Timotheus suchen und nur zusammengesetzt wissen wir was gemeint ist! Das bedeutet es „Teilbilder“ exakt zusammenzustellen!

 

image061 (2. Timotheus 2:16-19)  Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenạ̈us und Philẹtus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Zu glauben, „die Auferstehung sei bereits geschehen“, Tote seien im Himmel oder der Hölle, dies „untergräbt den Glauben einiger“! Im Falle der Zeugen Jehovas sind es über sieben Millionen und im Falle der Katholiken und Protestanten die ähnliches behaupten sind es vielleicht um die eineinhalb Milliarden Menschen! Unabhängig all dieser Zahlen „blinder Geführter“ bleibt es eine „leere Rede“ und ist „Gangrän“ das tödliche Auswirkungen hat, weil es nicht biblische Lehre ist, sondern menschliche Philosophie!

 

Wenn wir dies in Berechnung ziehen, dann dürften Jehovas Zeugen keinen Katholiken oder keinen Protestanten mehr grüssen! Jene sind doch ebenso getauft und lehren, dass die Toten unmittelbar nach dem Sterben gerichtet würden, in den Himmel, die Hölle oder ins Fegefeuer kommen würden! Die Konsequenz ist ein Irrsinn und ein vollständiges abgekapselt werden! Das aber gerade ist es, was die WATCHTOWER Inc. wünscht, weil ansonsten Argumente an die Ohren ihrer Anhänger dringen könnten, welche diese Organisation selbst in grosse Verlegenheit bringen würde! Sie müsste als „falscher Prophet“ identifiziert werden, der den Blick vom wahren Geschehen abwendet und an ein Scheinereignis 1914 bindet! Das ist fatal, weil wir Künftiges nicht sehnsüchtig erwarten, sondern bereits als zurückliegend betrachten! 

 

http://www.manfred-gebhard.de/Trompeten.jpgHalt: Das Abkapseln müsste aber noch weiter gehen: Kein Zeuge Jehovas dürfte mehr einen anderen Zeugen grüssen, da ja alle behaupten, die Verstorbenen der 144.000 Gesalbten seien bereits seit 1919 auferstanden und zudem im Himmel, was nach biblischer Logik völliger Unsinn ist! Wer sich ehrlich um Verständnis bemüht und Fakten wirklich prüft kann nur diesen Schluss ziehen: Die Erstauferstehung folgt klar und eindeutig „dreieinhalb Zeiten“ (Da Kap. 12; Off 12:5, 6, 14; 13:5) nachdem der Vater seine grosse Macht an sich genommen hat [B1] und Jesus seine Feinde unter die Füsse legte, was mit der „siebten Trompete“ beginnt und endet (Ps 110; Off 10:5-7; 11:14, 15). Darauf folgt der grosse Gerichtstag [B2], dann erst die Versiegelung des Überrests (Off 7:1-9)[B2e-B2g]. Die Erstauferstehung ist erst nach Harmagedons Endschlacht! [Bb](Off 19:19-20:6)

 

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10.3.2.9     Betrüger und Antichristen gilt es zu meiden, die Jesu Kommen, Auferstehung und Wiederkehr im Fleische leugnen

Wer den Kontext des Johannesbriefes somit aufmerksam betrachtet, der wird feststellen, dass Johannes sich um die Wahrheit der Lehre sorgte, welche falsche Lehrer und falsche Apostel, „Antichristen“ wie er sie nennt, zu verdrehen suchten!  Er spricht im Vers 7 vom „Betrüger“, der lehrt, dass Jesus nicht im Fleische gekommen sei!

 

*** Rbi8  2. Johannes 6-7 ***

Dies ist das Gebot, so wie ihr von Anfang an gehört habt, daß ihr weiterhin darin wandeln sollt. 7 Denn viele Betrüger sind in die Welt ausgegangen, Personen, die das Kommen Jesu Christi im Fleische nicht bekennen. Dies ist der Betrüger und der Antichrist.

 

Damals gab es Juden, welche Jesu Kommen als den Christus leugneten! Andere glaubten nicht in seine fleischliche Auferstehung, was wiederum zu grossen Konflikten mit der übrigen Lehre führen muss, da dadurch die himmlische Vereinigung der von den Toten Auferstandenen bestätigt werden soll.

 

Nun, das wäre eigentlich auch bei Jehovas Zeugen gegeben, die doch ablehnen, dass Jesus im Fleische auferstanden ist, sondern in all ihren Schriften behaupten, dies sei bloss im Geiste geschehen. Sie sagen doch, Jesus hätte als Engel irgendeinen Fleischesleib angenommen, den er an- und ablegte wie es ihm gerade nützlich erschien! Offensichtlich haben sie Jesu Worte auch da vergessen, wo Lukas genau diesen Punkt richtigstellt, weil selbst einige der Apostel gemeint hatten Jesu erscheine ihnen als „Geist“. Sie verdrehen diese Schriftstelle ebenso geschickt und lassen sie bewusst in ihrer Lehre aus:

 

http://www.30giorni.it/upload/articoli_immagini_interne/1215091029174.jpg*** Rbi8  Lukas 24:36-43 ***

Während sie von diesen Dingen redeten, stand er selbst in ihrer Mitte [[und sprach zu ihnen: „Friede sei mit euch!“]] 37 Doch weil sie erschraken und Furcht sie ergriffen hatte, meinten sie, sie sähen einen Geist. 38 Da sprach er zu ihnen: Warum seid ihr beunruhigt, und warum steigen Zweifel in eurem Herzen auf? 39 Seht meine Hände und meine Füße, daß ich selbst es bin; betastet mich und seht, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr seht, daß ich habe.“ 40 [[Und als er das sagte, zeigte er ihnen seine Hände und seine Füße.]] 41 Als sie aber vor lauter Freude immer noch nicht glaubten und sich wunderten, sagte er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen da? 42 Und sie reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch; 43 und er nahm es und aß es vor ihren Augen.

 

Vergleichen wir nun diese direkte Aussage Jesu mit den geschickten Worten der Führer von Jehovas Zeugen, so sehen wir, wie ihre vorgefasste Meinung die der des Hymenäus und Alexander vollkommen entspricht, die behaupteten, die Toten seien bereits auferstanden: Wo? Im Himmel, bei Jesus, als Geistwesen.

 

*** it-1 236  Auferstehung ***

Nach seiner Auferstehung erschien Jesus seinen Jüngern im Verlauf von 40 Tagen mehrmals in verschiedenen Fleischesleibern, wie es die Engel getan hatten, die Menschen früherer Zeiten erschienen waren. Wie jene Engel, so hatte auch er die Macht, einen beliebigen Fleischesleib anzunehmen und diesen wieder aufzulösen, um den sichtbaren Beweis zu erbringen, daß er auferstanden war (Mat 28:8-10, 16-20; Luk 24:13-32, 36-43; Joh 20:14-29; 1Mo 18:1, 2; 19:1; Jos 5:13-15; Ri 6:11, 12; 13:3, 13). Die Tatsache, daß er sich mehrere Male zeigte — bei einer Gelegenheit über 500 Personen auf einmal —, ist ein untrügliches Zeugnis für seine Auferstehung (1Ko 15:3-8). Durch seine so gut bezeugte Auferstehung wird „allen Menschen eine Gewähr“ dafür gegeben, daß ein Tag der Abrechnung oder des Gerichts kommen wird (Apg 17:31).

 

Erkennen Jehovas Zeugen den Widerspruch nicht oder ist der Spruch wirklich wahr, dass es keinen Blinderen gibt wie den, der nicht sehen will? Genau darin liegt die Kraft und Macht aller Religionsführer unser klares Sehen zu vernebeln!

 

Selbst wenn Jesus auch die Macht gehabt hat einen Fleischesleib einfach anzunehmen, wie dies andere Engel getan hatten, so war er doch der einzige der Engel, der sein himmlisches Leben abgelegt hatte, um aus einer Frau geboren zu werden und der seinen Leib freiwillig als Opfer für Jehova hingegeben hat! Warum sollte er irgendeinen Fleischesleib annehmen und nicht den seinen? Dann würden bestimmt auch alle Menschen in irgendeinem Leib wiederkommen, der nicht zuvor der ihre gewesen wäre. Jesus aber zeigte dieselben Charakteristiken wie nur er sie aufweisen konnte, anhand der vernarbten Seite und der Füsse und der Hände. Er bewies derselbe zu sein! Die Auferstehung aller Menschen beginnt doch mit der Auferstehung Jesu im Fleische! Wenn Jesus nicht im Fleische auferstanden ist, dann Wehe uns, weil es auch für uns keine Auferstehung geben kann! (Gal 4:4)

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:14 ***

Denn wenn wir den Glauben haben, daß Jesus gestorben und wieder auferstanden ist, so wird Gott auch die [im Tod] Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen.

 

https://encrypted-tbn1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcT5jeu20Vry1tKGLWZMaBtxCAGmIClB9Mr7xdBPvPhJK4ugnqr-Damit die Toten auferstehen können muss Jesus zur Erde zurückkehren! Im Vers 4:16 des 1. Briefes an die Thessalonicher bringt Paulus dieses Ereignis mit der „siebten Trompete“ in Verbindung! Durch einen Menschen, Adam, starben alle, durch einen Menschen, Jesus, sollen alle wieder zum Leben kommen! So sagt es Paulus und ihm sollten wir den Glauben schenken! (1.Kor 15:12, 13, 21)

 

Um das verflixte vierzig Jahre lang vorhergesagte Datum von 1914 aufrecht zu erhalten wurde der zweite Direktor der WATCHTOWER INC., J.F. Rutherford (Bild oben) zu einem ungehemmten Verdreher der Wahrheit, einem dreisten Lügner! Alles, was ihr Prophet Russell geschrieben und behauptet hatte musste nun umgeschrieben und umgedeutet werden! Russell (Bild unten) hatte sich eindeutig nicht als wahrer Prophet gezeigt! Rutherford aber zeigte sich als ein Verdreher von Wahrheit, als ein Betrüger!

 

Trotzdem bleibt die Aussage der Apostel bestehen! Petrus bestätigt den Umstand von Jesu Auferstehung im Fleische von den Toten:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:40-41 ***

Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihn offenbar werden lassen, 41 nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor bestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm aßen und tranken, nachdem er von den Toten auferstanden war.

 

Mit wirklichen „Antichristen“ wäre somit nicht zu reden, wie Johannes dies deutlich ausdrückt! Von diesem Standpunkt aus erleichtern Jehovas Zeugen jedem gerechtigkeitsliebenden Menschen die Arbeit, wenn sie selbst einen Gerechten nicht grüssen!

 

http://www.uruguayinfo.com/uy-magazin/Tanz_ums_Goldene_Kalb.jpgAndererseits können wirkliche Christen sehr wohl unterscheiden zwischen Irregeführten und Irreführern und grüssen ihre ehemaligen Versammlungsgenossen nur umso freundlicher! Sie gleichen dadurch Jesus, der die ungläubigen Mitjuden und selbst seine Feinde weiterhin grüsste! Allerdings werden solche Zeugen die ihre Organisation wegen erweiterter Erkenntnis verliessen bestimmt die führenden Glieder der WATCHTOWER nicht weiter in ihr Haus aufnehmen und mit jenen essen, da diese wie fast alle übrigen geistlichen Führer ihrer Organisation weit mehr die Treue halten, wie an Wahrheit Interesse zu zeigen! Sie haben sich alle in Wirklichkeit ja einen anderen „Führer“ als den Christus gewählt und tanzen um ein neues „goldenes Kalb“, das sie mit Gottes Namen zu schmücken glauben.

 

10.3.2.10  Nicht in der Lehre vorausdrängen!

Wenn man diese Aussage des Johannes, nicht in der Lehre vorauszudrängen auf Jehovas Zeugen und ihre eigene vorausdrängende Lehre von 1914 ummünzt, dem angeblichen Jahr, wo Jesus König geworden sei, dann dürfte eigentlich kein wirklicher Christ mehr mit einem Zeugen Jehovas sprechen! Wir sehen schnell, dass diese Generalisierung zu Unsinn führt und in genau dieser Form wird sie durch die Führung der WATCHTOWER INC. angewendet! Wenn kein Zeuge mehr mit Personen sprechen darf, die das Lügengewebe zu durchdringen beginnen, ist es zum Selbstschutz der obersten Führung, die bald schon ohne Literaturabnehmer und Literaturverteiler verbleiben würde! So wird jeder Abgang aus den Reihen der Zeugen in ein Geheimnis gewickelt, das nur die Führer kennen dürfen! Ebenso ein Unsinn, weil in Israel ein Urteil öffentlich sein musste, damit das Volk Furcht entwickelte selbst denselben Fehler nicht zu begehen!

 

*** Rbi8  5. Mose 13:1-5 ***

Falls ein Prophet oder ein Träumer eines Traumes in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, 2 und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem [er] sprach: ‚Laß uns anderen Göttern nachwandeln, die du nicht gekannt hast, und laß uns ihnen dienen, 3 sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten oder auf den Träumer jenes Traumes hören, denn Jehova, euer Gott, stellt euch auf die Probe, um zu erkennen, ob ihr Jehova, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele liebt. 4 Jehova, eurem Gott, solltet ihr nachwandeln, und ihn solltet ihr fürchten, und seine Gebote solltet ihr halten, und auf seine Stimme solltet ihr hören, und ihm solltet ihr dienen, und ihm solltet ihr anhangen. 5 Und jener Prophet oder jener Träumer des Traumes sollte zu Tode gebracht werden, denn er hat gegen Jehova, euren Gott, der euch aus dem Land Ägypten herausgeführt und dich aus dem Sklavenhaus erlöst hat, Auflehnung geredet, um dich von dem Weg abzubringen, auf dem zu wandeln Jehova, dein Gott, dir geboten hat; und was übel ist, sollst du aus deiner Mitte wegschaffen.

 

Nur „der falsche Prophet“ wird zusammen und an der Seite des „wilden Tieres“ in Harmagedon durch Jesus in den Feuersee geschleudert! Seine grossen „Zeichen“, indem er ein weltweites Predigtwerk hin zu falschen Christussen (=Gesalbten) gestartet hatte kommen zu ihrem Ende. Jesus aber wird in Harmagedons Endschlacht das „was übel ist“ aus der Mitte seines Volkes wegschaffen! Jesus führt somit den Befehl Jehovas durch, der im GESETZ aufgezeichnet ist! Der Traum von 1914 ist endgültig ausgeträumt und alle weiteren Daten für das Ende hatten sich als ebenso falsch erwiesen (Off 19:20).

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

http://www.posaunen-jehovas.de/bilder/was_lehrt_die_bibel/die_grosse_hure_babylon/hure.jpgEs existiert aber auch keine andere christliche Religion, die nicht im einen oder anderen „vorausdrängt“ und eine andere als die wahre Lehre bringt! Darum soll „Babylon die Grosse“ und die gegenbildliche Stadt „Jerusalem“ christlicher Führer verlassen werden!

 

Nach der Theorie Rutherfords wäre es somit am besten, wenn wir überhaupt niemanden mehr grüssen! Jesus aber gibt einen klügeren Rat: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht an ihren Plagen teilhaben wollt“. Gottes Beschluss lautet doch alle Religionen zu vernichten, weil keine Gottes Normen wirklich erfüllt und alle eine Form von Götzendienst betreiben! (Off 18:4)

 

Was Jehovas Zeugen tun ist natürlich ein offensichtlicher Missbrauch von biblischen Texten, der viel Schaden verursacht und wenig Nutzen bringt! Menschen zu meiden die Schlechtes treiben ist nicht nur verständlich, sondern äusserst sinnvoll! Jeden zu meiden, der von Jehovas Zeugen ausgestossen wurde oder der jene freiwillig verlassen hat kann zu einem Trauma führen, sobald  die Zahl an einem Ort anwächst! Es ist weit unangenehmer nicht zu grüssen, wie nicht gegrüsst zu werden! Jener der nicht grüsst muss ja ständig Hassgefühle und Abscheu neu in sich erwecken, was nicht ohne Folgen sein wird!

 

 

10.3.3      Warum sollten wir Sünden anderer bereitwillig vergeben?

 

10.3.3.1     Jesus und Jehova als Wahrhaftig erklären!

Wir haben schon vieles über Vergebung von Sünden gehört, unserer Pflicht zur Liebe unserer Feinde bis hin, die andere Wange hinzuhalten, wenn wir geschlagen werden! Nur wenn wir die langfristigen Zusammenhänge in Betracht ziehen sind gewisse Verhaltenspflichten wirklich verständlich: Im Hinblick auf ewiges Leben und auf Gottes kommende Rechtsordnung! Johannes erklärt Jesus als Wahrhaftig, wenn er Krieg gegen seine Feinde in Harmagedons Endschlacht führt!

 

*** Rbi8  Offenbarung 19:11 ***

Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd. Und der, der darauf sitzt, wird Treu und Wahrhaftig genannt, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit.

 

Wir werden gemäss unserem Verhalten als für das kommende gerechte System als tauglich oder untauglich erklärt! Wir sollen lernen auf Gott zu vertrauen, auch wenn die erwartete Antwort und Erleichterung für Ungemach nicht unmittelbar kommt! Gott verspricht durch Jesus Heilung und Ausgleich! Keine Träne wird mehr sein und unsere Trauer wegen Verlusten wird ein Ende finden!

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-4 ***

Und ich sah einen neuen Himmel [[die Königreichsregierung aus 144.000 Priesterkönigen]] und eine neue Erde [[die „grosse Volksmenge“ der „Schafe“]]; denn der frühere Himmel [[alle Macht und Autorität dieses Systems]] und die frühere Erde [[gottlose Menschen und „Böcke“]] waren vergangen, und das Meer [[die aufgewühlten Menschenmassen]] ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. 4 Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“

 

Wenn wir ausschliesslich aus dem Blickwinkel dieses ungerechten Systems den Ausspruch betrachten: „Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht Jehova“, dann ist jeder, der sich heute nicht unmittelbar rächt und seine Feinde hasst ein Dummkopf und ein Verlierer! Wenn wir es aber aus dem Blickwinkel des kommenden Systems anschauen, wo unausgeglichene Rechtsfälle weiterhin auf einem unauslöschlichen Register verzeichnet sind und nun gerechten Richtern vorgelegt werden, die einen Entscheid nach Gottes Rechtsmassstab zu treffen haben, dann verstehen wir es! Gerechtigkeit wird wirklich herrschen! Ob jemand zuvor stirbt oder nicht ändert nichts an der unausgeglichenen Rechnung! (Rö 12:19)

 

Da eine Auferweckung der Toten weder Satan noch das heutige System je fertigbringen können, weil Gott diesen Schlüssel für sich aufbewahrt hat, bleibt nur das Vertrauen in Gottes Wort! Er verspricht klar und deutlich gerechte Verhältnisse zu schaffen und Ausgleich für Schaden herbeizuführen! Dieses System bleibt voller täglicher Übel!

 

*** Rbi8  Matthäus 6:33-34 ***

So fahrt denn fort, zuerst das Königreich und SEINE Gerechtigkeit zu suchen, und alle diese [anderen] Dinge werden euch hinzugefügt werden. 34 Macht euch also niemals Sorgen um den nächsten Tag, denn der nächste Tag wird seine eigenen Sorgen haben. Jeder Tag hat an seinem eigenen Übel genug.

 

Gottes Königreich, seine neue erdenweite Verwaltung unter ein und demselben Rechtssystem und unter Priesterkönigen, die als Richter den einen Massstab Gottes anwenden werden: Dies ist die Lösung nach der ein Christ sucht und sich dafür einsetzt!

 

http://www.handelsblatt.com/images/vor-generaldebat-67-generalversammlung-der-vereinten-nationen/7177358/2-format3.jpgDieses System ist todkrank und unheilbar! Jeder Heilungsversuch entspricht in Wirklichkeit Kurpfuscherei, da der Grund auf dem alles aufbaut reiner Sand ist, menschliches Machwerk! Die UNO als Werkzeug zur Erlangung von Frieden und Sicherheit zu sehen grenzt schon fast an Wahnsinn, wenn wir bedenken, wer die Mitglieder der UNO sind! Die Verantwortlichen für Habsucht und Zerstörung des Planeten, die Verursacher von Unterdrückung und Kriegen, die grössten Umweltzerstörer tummeln sich dort, um über Frieden grosse Worte zu verlieren! Paulus hatte im Hinblick auf unsere Tage deutlich gewarnt:

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 5:1-5 ***

Was nun die Zeiten und die Zeitabschnitte betrifft, Brüder, braucht euch nichts geschrieben zu werden. 2 Denn ihr selbst wißt sehr wohl, daß Jehovas Tag [[der Tag des Herrn]] genauso kommt wie ein Dieb in der Nacht. 3 Wann immer sie sagen: „Frieden und Sicherheit!“, dann wird plötzliche Vernichtung sie überfallen wie die Geburtswehe eine Schwangere; und sie werden keinesfalls entrinnen. 4 Ihr aber, Brüder, ihr seid nicht in Finsternis, so daß jener Tag euch so überfalle, wie er Diebe [überfallen] würde, 5 denn ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören weder zur Nacht noch zur Finsternis.

 

Christen sollen betreffend „Zeiten und Zeitabschnitten“ des Geschehens während der Endzeit im Licht klarer Erkenntnis wandeln! All dies zu verstehen gehört zum „Gesamtbild“, das ein Christ sich erarbeiten muss! Vergangenes, Gegenwärtiges und Künftiges müssen zu einem harmonischen Bild vereint werden! Die Arbeit lohnt und befriedigt, sie gibt uns Hoffnung, um auszuharren und Ungerechtigkeit weiterhin zu erdulden!

 

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Jesu Antwort auf die Frage an Petrus, was den ihr Lohn als Apostel wäre, nachdem sie alles für Jesu Nachfolge verlassen hatten, gibt erst im kommenden System vollen Sinn und gilt für jeden der treu bleibt:

 

*** Rbi8  Matthäus 19:29 ***

Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Gottes Sinn nach Gerechtigkeit schreit förmlich danach jenen das auszugleichen und es weit zu übertreffen, was sie zurückgelassen haben, ihnen entwendet oder gestohlen wurde! Einige gaben alles dahin, um diese schöne Perle von grossem Wert zu kaufen, den Eintritt in Gottes Königreich!

 

http://www.edelkontor.de/images/image190-5.jpg*** Rbi8  Matthäus 13:45-46 ***

Ferner ist das Königreich der Himmel einem reisenden Kaufmann gleich, der schöne Perlen suchte. 46 Nachdem er eine einzige Perle von hohem Wert gefunden hatte, ging er hin und verkaufte sogleich alles, was er hatte, und kaufte sie.

 

Die „Perle“ ist das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, zu dem wir Eintritt erhalten in Der Taufe, die uns einen gewissen Preis abfordert, das zu „verkaufen“, was uns bisher lieb und wichtig war!

 

Als Jesus im Gleichnis seinen „Sklaven“ die Habe anvertraute, dem einen „zehn Talente“, dem andern „fünf Talente“ und einem dritten „ein Talent“ forderte er sie auf „Handel zu treiben“ und Gewinne zu erwirtschaften. Wir sind für Jesu Königreich „Kaufmänner“, welche in der Taufe Verpflichtungen und Rechte auf uns genommen haben und mit denen am Gerichtstag abgerechnet wird! (Mat 25:14-30)

 

Wenn wir die Zusammenhänge verstehen, dann wird unser Glaube gefestigt. Wer die Worte Jesu und deren Machbarkeit bezweifelt, der verurteilt ihn ein Schwätzer oder Lügner zu sein, der Dinge verspricht, die er nicht halten kann. Damit aber urteilt er auch über Gott und erklärt ihn unfähig seinen Vorsatz auszuführen! Wir aber sollten weise urteilen!

 

10.3.3.2     Gottes Rechtssystem fasst einige grundlegende Begriffe mit ein: Kennst du sie?

Wir tun gut, uns das göttliche Rechtssystem neu in Erinnerung zu rufen, das wir mit den wichtigsten Punkten zu einer Grafik zusammengefasst haben! Bitte studiere diese Grafik und versuche sie dir einzuprägen: 5.1  Göttliches Rechtssystem

 

Acht Grundbegriffe sind im Psalm 119 aufgeführt, dem längsten aller Psalmen, der sich mit Gottes Recht befasst. Alle Grundbegriffe stehen mit Gottes Rechtsprechung in Verbindung  und dokumentieren Gottes Oberhoheit in Rechtsfragen:

 

image090Die acht Leitbegriffe des Göttlichen Rechts sind:

 

  1.)  GESETZ Jehovas

  2.)  Mahnungen Jehovas

  3.)  Befehl Jehovas

  4.)  Gebot Jehovas

  5.)  Furcht Jehovas

  6.)  Richterliche Entscheidung Jehovas

  7.)  Gerechte Rede Jehovas

  8.)  Gottes Wille, sein Weg

 

Der viel zitierte englische Jurist William Blackstone (1723-1780), der eine Analyse des englischen Rechts vorlegte, schrieb: „[Gott] hat das Gesetz der ewigen Gerechtigkeit und das Glück jedes Menschen so eng miteinander verbunden und so untrennbar miteinander verknüpft, dass dieses [Glück] nur durch die Beachtung von jenem [Gesetz Gottes] erlangt wird und dass, wenn jenem genau gehorcht wird, dieses [Glück] unweigerlich die Folge ist[1]. Sir William Blackstone hatte sowohl auf die englische wie auch auf die amerikanische Rechtsprechung grossen Einfluss und seine Bemühungen führten zu einem humaneren Rechtsvollzug!

 

Unser heutiges, westliches Rechtssystem fusst somit zu einem grossen Teil auf biblischem Recht, wobei es aber auch immer wieder davon abweicht! Nur eine gute Kenntnis des Göttlichen Rechts lässt uns da standhaft bleiben, wo durch weltliche Gesetze Gottes Rechtsmassstab verletzt wird! Ein Christ steht immer in erster Linie unter Gottes GESETZ, seinen richterlichen Entscheidungen und Geboten, denen er stets die erste Wichtigkeit einräumt, unabhängig davon, ob weltliche Richter seinen Standpunkt teilen oder ein Urteil gegen ihn festlegen! Das bedingt auch öfters einen kritischen Standpunkt gegenüber religiösen Ansichten und eine Herausforderung der Kleriker! Selbst Richter sollten sich durch Gottes Wort zurechtweisen lassen!

 

http://www.handelszeitung.ch/sites/handelszeitung.ch/files/imagecache/teaser-big/lead_image/oberster-gerichtshof-usa.jpg*** Rbi8  Psalm 2:7-11 ***

 8 Erbitte von mir, daß ich Nationen zu deinem Erbe gebe

Und die Enden der Erde zu deinem eigenen Besitz.

 9 Du wirst sie mit eisernem Zepter zerbrechen,

Wie ein Töpfergefäß wirst du sie zerschmettern.“

10 Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht,

Und frohlockt mit Zittern.

 

Richter sollten sich somit zurechtweisen lassen und nach Einsicht handeln! Die Zeit, wo menschliche Richter nach eigenem Rechtsermessen und nach weltlichem, ungerechtem Recht Urteile ungestraft fällen konnten, diese läuft nun bald ab! Die Nationen erhalten nach dem Gerichtstag Gottes [B2], wo ihnen die Herrschaft weggenommen wird zwar eine kurze Verlängerung für „eine Zeit und einen Zeitabschnitt“, was aber weniger als zwei Jahren entspricht! [C6](Da 7:12)

 

(Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einsammlung der Menschenernte)

 

*** Rbi8  Daniel 7:12 ***

Was aber die übrigen der Tiere betrifft, ihre Herrschaft wurde weggenommen, und es wurde ihnen eine Verlängerung des Lebens für eine Zeit und einen Zeitabschnitt gewährt.

 

Jesaja sagte über die Richter die danach, im kommenden System der „neuen Himmel“ folgen werden:

 

*** Rbi8  Jesaja 1:24-28 ***

Darum ist der Ausspruch des [wahren] Herrn, Jehovas der Heerscharen, des Starken Israels: „Ha! Ich werde mich von meinen Widersachern entlasten, und ich will mich rächen an meinen Feinden. 25 Und ich will meine Hand auf dich zurückwenden, und ich werde deine Schaumschlacke wie mit Lauge wegschmelzen, und ich will all deine Abfallprodukte entfernen. 26 Und ich will wieder Richter für dich zurückbringen wie zuerst und Ratgeber für dich wie zu Beginn. Danach wirst du genannt werden: ‚Stadt der Gerechtigkeit‘, ‚Treue Stadt‘. 27 Zion wird durch Recht erlöst werden und ihre Umkehrenden durch Gerechtigkeit. 28 Und der Zusammenbruch der sich Auflehnenden und der von Sündern wird zur selben Zeit sein, und die Jehova verlassen, werden ihr Ende finden.

 

Da weltliche Richter sehr oft Gottes Oberhoheit in rechtlichen Dingen in Abrede stellen, wird sie ein eigenes, härteres Gericht ereilen, weil sie verpflichtet waren den höchsten, den göttlichen Massstab zu kennen und ihn anzuwenden! Dieses göttliche Gericht hängt nicht davon ab, ob jene Richter es anerkennen oder nicht: Jehova wird sie so oder so zur Rechenschaft ziehen, weil sie ihre Pflicht Ihm gegenüber nicht wahrnahmen! Gott selbst widersetzt sich dem Hochmütigen und Er fordert seinen eigenen Richter und Urteilsvollstrecker Jesus dazu auf, die Vergeltung auszuüben!

 

*** Rbi8  Psalm 94:1-2 ***

Erhebe dich, o Richter der Erde.

Bring Vergeltung über die Hochmütigen.

 

Wir aber sollen weiterhin nach Gottes Recht und seiner Gerechtigkeit forschen, um sie im eigenen Leben anzuwenden! Jehova behält den Gerechten im Auge!

 

10.3.3.3     Was ist Sünde aus Gottes Gesichtspunkt heraus?

image094Sünde ist generell gesagt alles, was mit Gottes Zielsetzung für den Menschen unvereinbar ist! Sünde bedeutet das Ziel zu verfehlen! Da Gott den Rechtsmassstab für seine intelligenten Geschöpfe festlegt, ist Er es, der bestimmt, was Sünde ist und welches der Weg sei, um Sünden wiederum auszulöschen!

 

*** Rbi8  Jakobus 4:17 ***

Wenn daher jemand weiß, wie er das tun soll, was recht ist, und es doch nicht tut, so ist es ihm Sünde.

 

Was ist somit Sünde? Sünde bedeutet: Das moralische, geistige Ziel verfehlen, Fehlverhalten gegenüber dem, „was Recht ist“. Alles, was Gottes Massstäben, seinem Willen, seinen Wegen entgegengesetzt ist (Mat 7:21-23). Sündigen kann man durch:

 

Ungebührliche Aktionen:

- Durch unlautere Gedanken und falsche Gefühle (1.Mo 4:6, 7; Spr 21:4)

- Durch Worte (Hi 2:10; Ps 38:1; Spr 12:13; 1.Joh 2:9-11; 3:13)

- Durch Werke (2.Kor 12:21)

 

·         Fehlendes Handeln:

- Durch Unterlassung von etwas Vorgeschriebenen zu tun (4.Mo 9:13)

- Durch Unterlassung ein Prinzip zu erfüllen (Liebe, Glauben, Gerechtigkeit, Güte, Freundlichkeit,

  Barmherzigkeit, Frieden, Langmut, Treue) (Mt 25:41-45; Jak 2:14-17; Mt 23:23; Gal 5:22-24)

- andere über Gottes GESETZE und die Folgen von Gesetzesbruch nicht zu belehren (Hes 3:17-21; Mat 5:17-20)

- ein feierliches Gelöbnis zu brechen (Apg 5:1-11)

 

·         Durch Werke des Fleisches:

- Durch Werke des Fleisches (Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, Götzendienst, Ausübung von

  Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten,

  Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge) (Gal 5:19-21)

 

·         Durch fehlenden Glauben und mangelhafte Werke:

- Durch fehlenden Glauben an Gott oder an Jesus. Es bedeutet Gott, das Ziel menschlicher Anstrengungen zu verfehlen und seinen Erwählten abzulehnen (Joh 3:16-18; Rö 11:20; 1.Joh 5:10, 11)

- Durch fehlende oder mangelhafte Werke (Mal 1:6; 2.Mo 2:20; 4.Mo 14:11; Spr 8:35, 36; Mat 22:36-38;

  Rö 1:20-22; Heb 2:1-4; 3:12-14, 18, 19)

- Durch Opfergaben die nicht Gottes Normen entsprechen (Mal 1:7, 8; 3:8-10; 1.Kor 10:20)

 

·         Durch Zuwiderhandeln gegen Gottes Gebote, solches zu Lehren und Anlass zum Straucheln zu geben:

- Durch Brechen der Gebote:  (Du sollst nicht! ...) Götzendienst, Heiligung Jehovas Namen, Eltern nicht

  Achten, töten, ehebrechen, stehlen, falsch Zeugnis geben, begehren.

- Wer andern Anlass zum Straucheln gibt sündigt (Mat 13:41; 18:6; 1.Kor 10:32, 33)

- Wer andere lehrt das geringste der Gebote zu brechen sündigt (Mat 5:19, 20)

- Wer heilige Dinge nicht hochschätzt sündigt (Heb 12:14-17)

- Wer an Lügen festhält (Joh 8:44, 21:8), Unsaubere die sich gegenseitig entweihen (Rö 1:24, 25), Feiglinge die zurückweichen (Off 3:16; 21:8; Rö 1:24, 25; Heb 10:38, 39)

 

·         Unachtsamkeit wird bereits als Sünde gerechnet!

- Selbst unachtsame Fehler und Verstösse sind nach Gottes Rechtsmassstab Sünden (3.Mo 5:17-19 vergl. Hi 1:5)

 

Wenn wir nun erkennen, was Gott als Sünde sieht, dann müssen wir uns fragen, auf welche Art und Weise wir unser Sündenregister denn auch wieder bereinigen können? Kein Mensch kann sagen, er habe nicht gesündigt!

 

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*** Rbi8  1. Johannes 1:10 ***

Wenn wir erklären: „Wir haben nicht gesündigt“, machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.

 

Deutlich bleibt uns in Erinnerung, dass von „Babylon der Grossen“ gesagt wird, dass sich „ihre Sünden bis zum Himmel aufgehäuft“ hätten! Dies kommt davon, dass ihre Sünden keine Tilgung erlangt haben, weil ihre Bemühungen um Sündenvergebung nicht Gottes Normen entsprechen!

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

 

Offensichtlich haben die Kirchen der Christenheit allen anderen Religionen voran keine Sündenvergebung erlangt, was eine Aufhäufung ihrer Sünden zur Folge hatte! Jehova hatte aber im GESETZ klare Bestimmungen, dass zweimal jährlich eine Reinigung des eigenen Hauses vorzunehmen ist, einerseits zur Passah-Feier, wo während sieben Tagen keinerlei Sauerteig (Schlechtigkeit, falsche Lehren) in keinem Haushalt vorgefunden werden darf! Nur Personen die in reinem Zustand sind dürfen an den Symbolen Brot und Wein teilhaben! Es ist eine Erinnerung daran, dass Jesu Blut unsere unwillentlichen Sünden zudeckt!

 

(Vergleiche NESLETTER „DER WEG“ vom Monat Januar unter dem Artikel: 5.1.2  Die besondere Bedeutung der Passah-Feier in der Endzeit)

 

Die zweite von Gottes Vorkehrungen ist am Sühnetag, an dem sich das ganze Volk in Trauer beugen soll und ihre Sünden Gott bekennen muss, um eben an diesem Tag eine jährliche Vergebung zu erlangen!

 

(Vergleiche NESLETTER „DER WEG“ vom Monat Januar unter dem Artikel: 5.10.2  Der Sühnetag und seine Bedeutung am Ende dieses Systems)

 

10.3.3.4     Was ist das göttliche Verfahren für Sündenvergebung?

Gott hat in seinem Wort ein Verfahren eingerichtet, das zeigt, wie wir Sünden vor ihm bereinigen können. Voraussetzung bei all dem ist es, dass wir Jesus als Mittler anerkennen und an sein sündensühnendes Opfer Glauben ausüben! Das geschieht einerseits durch die Glaubenstaufe und andererseits durch das jährliche Abendmahl, wo wir dieses Opfers gedenken! Gottes Befehl lautete, dass das ganze Haus von Gesäuertem befreit werden muss. Sauerteig ist Symbol für Ungerechtigkeit! Gottes Sabbat- und Festgebot wird nie enden!

 

Bereits bei der Einweihung von Aaron und seinen Söhnen wurde ein wichtiges Prinzip offengelegt: Die Priester mussten vom Opfer, das Sühne auf dem Altar leistet essen, Fremde aber dürfen davon nicht essen!

 

*** Rbi8  2. Mose 29:33 ***

Und sie sollen die Dinge essen, mit denen Sühne geleistet worden ist, um ihnen die Hand mit Macht zu füllen, um sie zu heiligen. Aber ein Fremder darf sie nicht essen, denn sie sind etwas Heiliges.

 

Das spezielle Opfer das Jesus darbrachte, sein eigener Leib, der für jeden getauften Christen „wahre Speise“ sein muss und dessen Blut „wahrer Trank ist sind für die Reinigung von Sünde Voraussetzung! Jesus setzte das Abendmahl als jährlichen Gedenkfeier seines Todes und des Bundes nur mit den elf Aposteln ein, nachdem er Judas weggesandt hatte. Nutzniesser des Königreichbundes werden jede Art Menschen bei deren Taufe! 

 

Johannes zeigt wichtige Zusammenhänge durch Christi eigene Worte im Hinblick auf Jesu Fleisch und Blut, Auferstehung und ewiges Leben. Jesus redete zu den Juden in der Synagoge:

 

*** Rbi8  Johannes 6:53-59 ***

Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben. 59 Diese Dinge sagte er, als er in der öffentlichen Versammlung in Kapernaum lehrte.

 

http://www.cgg-online.de/fotoalbum/Israelreise2012/images/Kapernaum/data/images1/p1010179.jpgDas Verbleiben in Jesu Gemeinschaft und die Auferstehung hängen davon ab, ob wir sein „Fleisch“ in symbolischer Form des ungesäuerten Brotes zu uns nehmen und sein „Blut“ in symbolischer Form von Wein trinken! Wir sollten Jesu Worte wirklich verstehen, weil sein vergossenes Opferblut unsere Sünden zudeckt und sein sündenloses Fleisch seine Lehren als lebengebende, geistige Speise darstellen! Jesus redete diese Worte in der „öffentlichen Versammlung“ an einem Sabbat zu jeder Art von Juden in Kapernaum und nicht alleine zu Ältesten oder gar nur zur Priesterschaft, wie im Falle der oben erwähnten Einweihung der Aaronischen Priester!

 

Da wir das Passahfest ohne jeglichen „Sauerteig“ schlechter Handlungen feiern sollen, so bedeutet dies, dass wir vorab Sünden bereuen müssen und jede Art schlechter Handlungen von uns und aus unserer Hausgemeinschaft entfernen! Es ist wie eine jährliche Grossreinigung des eigenen Hauses, ein wahrer geistiger Frühlingsputz!

 

(Siehe Grafik: Tabellen zu den Festen der Christenheit)

 

Die einzelnen Punkte, welche die Bibel im Zusammenhang mit Sündenvergebung erwähnt haben wir in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit in einer graphischen Abfolge zusammengefasst, welche die Einzelschritte hervorhebt:

 

Ausser der Bereinigung jeder Sünde, unmittelbar nachdem wir ihrer bewusst werden, steht zudem die Bereinigung unbewusster Sünden an, wovon wir gar keine Kenntnis nehmen. Hiob brachte jährlich ein Schlachtopfer für seine Kinder dar, weil er befürchtete, dass sie „Gott geflucht“ haben mochten, ohne dass sie es sich bewusst geworden wären!

 

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10.3.3.5     Die Vorkehrung des Sühnetags ist jährlich unbedingt zu beachten

Jehova hat im GESETZ dafür ein ganz spezielles Verfahren vorgesehen: Den Sühnetag oder in Hebräisch Yom Kippur! Wir tun gut die tiefe Bedeutung dieser Vorkehrung, besonders in der Endzeit zu beachten!

 

(Vergleiche NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Oktober 2005; Artikel: 5.10.2  Der Sühnetag am Ende des Systems)

 

http://photos1.blogger.com/blogger2/7536/1681/1600/yom_kippur_3.0.jpg*** Rbi8  3. Mose 23:27-32 ***

Doch am Zehnten dieses siebten Monats ist der Sühnetag. Eine heilige Zusammenkunft sollte für euch stattfinden, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen und Jehova ein Feueropfer darbringen. 28 Und ihr sollt an ebendiesem Tag keinerlei Arbeit tun, denn es ist ein Sühnetag, um für euch vor Jehova, eurem Gott, Sühne zu leisten; 29 denn jede Seele, die sich an eben diesem Tag nicht [in Betrübnis] beugen wird, soll von ihrem Volk abgeschnitten werden. 30 Was irgendeine Seele betrifft, die an ebendiesem Tag Arbeit von irgendwelcher Art tun wird, diese Seele muß ich aus den Reihen ihres Volkes vernichten. 31 Ihr sollt keinerlei Arbeit tun. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]] für eure Generationen an allen Orten, wo ihr wohnt. 32 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen am Neunten des Monats, am Abend, [in Betrübnis] beugen. Von Abend zu Abend solltet ihr euren Sabbat beobachten.“

 

Mit Jesu Tod sind die blutigen Schlachtopfer dahingefallen, weil er ein für alle Mal das Opfer seines Leibes dargebracht hatte! Die göttlich verordneten Festzeiten aber sind geblieben! Christen sind geistige Juden und sie müssen sich an jedem Ort wo sie zusammenkommen den Sühnetag einhalten! Sich am Sühnetag nicht zu versammeln, zu arbeiten oder sich nicht in Trübsal zu beugen hat Gott mit harter Strafe belegt!

 

Wenn wir das Abendmahl und den Sühnetag so beachten, wie Jehova es vorsah und wie es Jesus und die Apostel es nach ihm durchführten, so können sich unsere Sünden nicht „aufhäufen bis zum Himmel“! Jehova zeigte, dass dies Gebote sind, die für alle Zeiten gelten und an allen Orten Gültigkeit besitzen, wo der Mensch auch hingelangen würde! (Apg 27:9; Off 18:5)

 

http://www.dreiengel.com/resources/_wsb_385x174_255.JPG*** Rbi8  3. Mose 16:30-31 ***

Denn an diesem Tag wird für euch Sühne geleistet, um euch für rein zu erklären. Ihr werdet von allen euren Sünden vor Jehova rein sein. 31 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]].

 

An diesem Tag wird für euch Sühne geleistet, um euch für rein zu erklären“! Von Jehovas guten Worten ist kein einziges weggefallen. Jehova wird sein Volk, das Er durch Jesus am Gerichtstag bestimmt [B2] bestimmen wird als „grosse Volksmenge“, am Sühnetag an „diesem Tag“ den er dazu bestimmt hat von ihren Sünden befreien. Dies sowohl zuvor und danach, denn der Tag des Passah ist der Gerichtstag! (Mal 3:3) Jesus ist unser himmlischer Hohepriester der für uns einsteht. Sein Blut reinigt uns für alle Zeit von unwillentlich gegangenen Sünden!

 

(Vergleiche Grafik: Erntefeiern zum Abschluss der Einbringung der Menschenernte)

 

10.3.3.6     Gottes Vorkehrungen zur Sündentilgung erkennen und anwenden

Unausgeglichene „Rechnungen“ müssen einen Ausgleich erfahren, um Gerechtigkeit herzustellen! Gewisse Dinge liegen ausserhalb unseres Machtbereiches, um diese aus eigener Anstrengung wieder gutzumachen, andere Dinge dagegen können und müssen wir in Ordnung bringen, auch wenn es harte Anstrengung bedingt! Paulus fasste es in wenige Worte zusammen:

 

image108*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Wer eine Abtreibung hinter sich hat ist nicht in der Lage dem Kind wiederum Leben zu geben! Wer einen Menschen zum Beispiel bei kriegerischen Handlungen oder durch einen Unfall getötet hat, der kann ihn nicht wieder zur Auferstehung bringen! Nur Gott hat dazu die Macht und er wird durch Jesus handeln!

 

Wer verarmt ist, der kann gewisse Schulden nicht wieder ausgleichen, da weder Zeit noch Möglichkeit dazu bestehen mögen! Gott erwartet nicht das Unmögliche von uns, sondern das uns Mögliche! Für den Rest sorgt Er, wenn wir unseren eigenen Teil ehrlich beigetragen haben!

 

Die Glaubenstaufe deckt selbst sehr grosse Sünden zu. Weil Jesus für uns gestorben ist, hat er die Macht und Autorität frühere Sünden zu tilgen und für gegenwärtige Fehler als Hoherpriester für uns einzustehen. Dies gilt nur mit der Einschränkung, dass unser Herzenszustand rein sein muss! Weder Taufe noch Abendmahl, noch Sühnetag sind Alibiübungen, sondern sehr ernst zu nehmende Schritte hin zu einer Bereinigung aller Sünden vor Gott! Wir haben bereits gesehen, dass es unauslöschliche Sünden gibt, wo kein Schlachtopfer übrigbleibt! Sünden aber, die durch Irrtum und Unwissenheit auch nach der Taufe erfolgten, die darf Jesus massvoll behandeln, wie auch die Hohenpriester dies in Israel durften! Paulus erklärt im Hebräerbrief der an Älteste gerichtet ist:

 

*** Rbi8  Hebräer 5:1-3 ***

Denn jeder aus den Menschen genommene Hohepriester wird zugunsten der Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen, damit er Gaben und Schlachtopfer für Sünden darbringe. 2 Er ist imstande, mit den Unwissenden und Irrenden maßvoll zu verfahren, da auch er von seiner eigenen Schwachheit umgeben ist 3 und ihretwegen ist er verpflichtet, sowohl für sich selbst wie für das Volk Opfergaben für Sünden darzubringen.

 

Jesus hat somit als vollkommener Hoherpriester einen grösseren Handlungsspielraum, um mit unsere Sünden weiterhin massvoll umzugehen und es ist nicht an uns ein letztes Urteil zu fällen! Wir sind nicht in der Lage die Herzen zu sehen, Gott aber kennt das Herz! Er kann Menschen die siebenmal gefallen sind zum Aufstehen bewegen! (Lu 17:4; Jak 5:14, 15)

 

http://www.rpi-loccum.de/bildru/bilder/vatersohn.jpg*** Rbi8  Micha 7:8-10 ***

Freue dich nicht über mich, o du, meine Feindin. Wenn ich auch gefallen bin, so werde ich gewiß aufstehen; wenn ich auch in der Finsternis wohne, so wird Jehova mir Licht sein. 9 Jehovas Grimm werde ich tragen — denn ich habe gegen ihn gesündigt —, bis er meinen Rechtsfall führt und tatsächlich das Recht für mich vollzieht. Er wird mich herausführen ans Licht; ich werde seine Gerechtigkeit anschauen. 10 Und meine Feindin wird [es] sehen, und Schande wird sie bedecken, die zu mir sprach: „Wo ist er, Jehova, dein Gott?“ Meine eigenen Augen werden auf sie niederschauen. Nun wird sie eine Stätte der Zertretung werden wie der Schlamm der Straßen.

 

Jehova kann Irrenden und Unwissenden Licht des Verständnisses geben, damit sie umkehren! Er ist es der schlussendlich den Rechtsfall führt. Sünden wie Scharlach kann Er so weiss wie Schnee machen!  Vorsteher müssen somit sich durch Weisheit lenken lassen, wenn sie einen schwierigen Rechtsfall zu beurteilen haben. Als Diener des neuen Bundes sollen sie durch Geist geführt werden, der Strauchelnde zum Leben führt. (Jes 1:18-20)

 

*** Rbi8  2. Korinther 3:5-6 ***

Nicht, daß wir aus uns selbst hinreichend befähigt sind, etwas als von uns selbst kommend anzusehen, sondern unsere hinreichende Befähigung kommt von Gott, 6 der uns wirklich hinreichend befähigt hat, Diener eines neuen Bundes zu sein, nicht eines geschriebenen Rechts [[nicht gemäss dem Buchstaben (des GESETZES)]], sondern des Geistes; denn das geschriebene Recht [[der Buchstabe (der „Fluch“ des GESETZES)]] verurteilt zum Tod, der Geist aber macht lebendig.

 

Jesus ist „der Geist“, er erklärte den Sinn des GESETZES, dessen „Geist“ die dahinterliegenden Prinzipien die uns zur Reue führen sollen! Er kann uns Leben geben wenn unsere Reue echt ist! Wir müssen Gottes Willen kennen lernen, was wir tun können und tun müssen, um für Gott annehmbar zu sein und Tilgung von Fehlern zu erreichen, deren nicht mehr gedacht wird! Ein reines Gewissen und ein Gefühl des Glücks sind selbst unter bedrückender Situation dieses ungerechten Systems möglich!

 

Wir haben bisher auch gelernt, dass Vergebung an ein ganz bestimmtes Verfahren gebunden ist! Wir wissen, dass Jehova ungesühntes Vergehen so oder so zur Rechenschaft zieht und keiner straffrei ausgeht! Gott verspricht Menschen für jede ungesühnte Tat zur Rechenschaft zu ziehen! Wir müssen lernen abzuwägen und das in Gottes Augen Schlechte künftig zu meiden!

 

10.3.3.7     Das Verfahren für Sündenvergebung in einer einprägsamen Grafik zusammengefasst

So ist es Grundbedingung, dass wir Jesus anerkennen müssen, um unsere Sünden durch seinen Opfertod zudecken zu können! Dazu ist es notwendig das „GESETZ des Glaubens“ zu erfüllen, welches Paulus im Brief an die Römer erwähnt! Wer aber nach der Taufe willentlich Sünde treibt oder wer die Sünde gegen den heiligen Geist begeht, „für den bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig“! (Heb 10:26-31) Wir sollten Gott nicht leichtsinnig auf die Probe stellen!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-27 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.

 

In der Grafik: 5.1  Reue und Sündenvergebung haben wir alle wichtigen Punkte im Zusammenhang mit Sündentilgung zusammengefasst und in ein logisches System gebracht, das uns folgende wichtigen Grundzüge näher bringt und innerhalb graphischer Ordnung einen Überblick gibt:

 

1)         Was ist Sünde? Ohne Gottes Definition zu kennen wissen wir nicht, was Gott als Sünde einstuft!

2)         Das Ablaufschema der einzelnen Schritte die zur Vergebung von Seiten Gottes und zur Auslöschung von Fehlern führen

3)         Die Taufe, als Mittel zur Reinwaschung früherer Sünden, welche die Todesstrafe durch den „Fluch“ auf Sünde von uns abwendet

4)         Jehovas richterliche Oberhoheit und der von ihm eingesetzte Richter der ganzen Erde, Jesus. Der adamische, menschliche Tod löscht für sich keine Sünden aus!

5)         Was ist Sünde gegen den heiligen Geist und welches die Folge von fortgesetztem Sündigen

6)         Über die Pflicht dem Nächsten zu vergeben

7)         Schuld und Mitverantwortung religiöser Führer an der weltweiten Situation „Babylons der Grossen

8)         Wahl und Gewissensfreiheit uns dem göttlichen Recht zu unterordnen und die Konsequenz die daraus entsteht

9)         Wer kann Sünden vergeben, so dass sie im Himmel gelöscht sind, vom „Fluch“ befreit?

10)       Wer sündigt und was bewirkt die Sünde in uns? Was führt zur Sünde, welches ist die Grundursache?

11)       Menschliche Schwäche und Unvollkommenheit; Pflicht nach Vollkommenheit zu streben!

12)       Wer ist Ankläger, wer die Zeugen und wer Verteidiger im Endgericht?

13)       Jesus als Helfer bei der Versöhnung mit Gott

14)       Keine falschen Illusionen über heiligen Geist und dessen Wunderwirkung!

 

Jedes Thema ist in Kurzform dargestellt und soll helfen das Erinnerungsvermögen aufzufrischen und uns Hinweise auf die entsprechenden Textstellen geben, wo die Schrift direkt weitere Erklärung abgibt.

 

Im 3.Teil dieser Artikelserie über das „Vergeben“ im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat November folgt eine Betrachtung über die Durchsetzung des Rechtes auf der Ebene Familie, Versammlung und Staat im Artikel: 5.11.3  Göttliche Rechtsprechung im Gericht führt zu friedlichen Verhältnissen

 

 

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[1] Chadman’s Cyclopedia of Law, 1912, Band I, S.88