Newsletter „DER WEG“ 9/09-3    September 2009

Neubearbeitung: 9.7.10 / 15.3.19

 

 

9.9.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der 1.Brief des Petrus (62?-64 u.Z.)

 

   Petrus schreibt gemäss eigenen Angaben als Absender am Ende seines 1.Briefes: „Es grüßt euch, die in Babylon...“, was bei vielen Theologen zu Spekulationen Anlass gibt: Wo starb Petrus wirklich? In Rom oder in Babylon oder sonst wo? Die Angaben früher Kirchenhistoriker die Rom bevorzugen werden angezweifelt, als Wunsch und Geschichtsklitscherei angeprangert.

 

Papst am angeblichen Petersgrab im Vatikan   Gemäss katholischer Kirchenlehre starben sowohl Petrus wie Paulus in Rom als Märtyrer und dort werden Touristen bis heute auf ihr Grab verwiesen, wo selbst die Päpste davor ehrfürchtig niederknien. Damit aber zeigen sie direkten Ungehorsam gegenüber jenen Aposteln, die sie vorgeben zu verehren, die niemals einer Totenverehrung und gar Anbetung der Toten gefördert hatten! Jene ersten Getreuen Nachfolger Jesu aber hielten sich an Gottes Worte, die er durch Jesaja geäussert wurden:

 

*** Rbi8  Jesaja 8:19-20 ***

Und falls sie zu euch sagen sollten: „Wendet euch an die spiritistischen Medien oder an diejenigen, die einen Geist der Voraussage haben, die flüstern und [Äußerungen] murmeln“, sollte sich nicht jedes Volk an seinen Gott wenden? [Sollte man sich] an Tote zugunsten Lebender [wenden]? 20 Zum Gesetz [[GESETZ]] und zum bestätigenden Zeugnis!

 

   Wie Paulus vor dem römischen Konsul Felix äusserte, so glaubte er „alles, was im GESETZ und den PROPHETEN geschrieben steht und er verging sich gegen keines der göttlichen Gebote! Dies darf bestimmt auch von Petrus gesagt werden, der sich in seinem 2.Brief zudem sehr lobend über Paulus äusserte. Beide Apostel lehrten das unveränderte Evangelium! Stimmt dies aber auch für jene Päpste, die behaupten in den „Schuhen des Fischers“, des Petrus zu stehen und halten sie sich wie jener in allem an die Wahrheit?

 

   Von seinem Beruf als Fischer holte Jesus den Simon-Petrus weg, um ihn nun zum Menschenfischer zu machen. Petrus reagierte unmittelbar, weil er von Andreas, seinem Bruder der durch Johannes den Täufer bereits belehrt wurde wusste, dass dieser der verheissene und von Getreuen Juden sehnlich erwartete Messias sei.

 

Jesus beruft Simon-Petrus zum Menschenfischer*** Rbi8  Matthäus 4:18-20 ***

Als er am Galiläischen Meer entlangwanderte, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder, die ein Fischernetz in das Meer auswarfen, denn sie waren Fischer. 19 Und er sprach zu ihnen: „Kommt mir nach, so will ich euch zu Menschenfischern machen.“ 20 Sogleich verließen sie die Netze und folgten ihm.

 

   Petrus gehörte zu den drei von Jesus offenbar bevorzugten Jüngern. So durfte er dabei sein, als Jesus sich auf dem Berg verwandelte und damit eine Sicht auf seine Wiederkehr im kommenden System gab, wo jene Apostel ihn in der Vision zusammen mit Moses und Elia so hautnah sehen und reden hören durften, dass Petrus überwältigt von der Realität des Gesehenen anbot drei Behausungen aufzurichten.

 

*** Rbi8  Matthäus 17:1-9 ***

Sechs Tage später nahm Jesus Petrus und Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie allein auf einen hohen Berg hinauf. 2 Und er wurde vor ihnen umgestaltet, und sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine äußeren Kleider wurden glänzend wie das Licht. 3 Und siehe, es erschienen ihnen Moses und Elia, die sich mit ihm unterhielten. 4 Petrus ergriff das Wort und sagte zu Jesus: „Herr, es ist schön, daß wir hier sind. Wenn du es wünschst, will ich hier drei Zelte errichten, eins für dich und eins für Moses und eins für Elia.“ 5 Während er noch redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: „Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; hört auf ihn! 6 Als die Jünger dies hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. 7 Dann trat Jesus herzu, rührte sie an und sprach: „Steht auf, und fürchtet euch nicht.“ 8 Als sie ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als nur Jesus allein. 9 Und als sie vom Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus und sprach: „Erzählt niemandem von der Vision, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist.“

 

   Das spontane Handeln des Petrus zeigt seine innere Emotion und die lebensnahe Realität der Vision, die alle drei Jünger gleichzeitig wahrnahmen. Die Szene war eine Vorherschau, was nach Jesu Wiederkehr und der Erstauferstehung in der Zeit des Endes Wirklichkeit sein wird, wenn die Getreuen des Gesetzesbundes, Moses und Elia an Jesu Seite wirken werden! Jesus kündigte damit seinen Tod und seine Auferstehung erstmals direkt an.

 

   Erst etwa ab dem Beginn des dritten Jahrhunderts kam die These auf, dass Petrus in Rom gewesen sei und dort gestorben wäre. Es wurde behauptet, der Absender „Es grüsst euch die in Babylon ist, eine Auserwählte“ sei eine Umformulierung und dass die Heiden Roms hier als Tarnname „Babylon“ bezeichnet worden wären. Das ist eher Wunschdenken und wird weder durch die Apostelgeschichte noch durch die Briefe des Paulus bestätigt. Petrus war der „Apostel der Beschnittenen“ und seit den Tagen des Exils und der Rückkehr verblieb ein Teil der Juden in Babylon, deutlich dem Bereich des Predigens des Petrus.

 

   Von dieser Theorie ausgehend sind moderne Bibelkritiker sogar so weit gegangen, den 1.Brief des Petrus weit nach der Zerstörung Jerusalems anzusiedeln, um das Jahr 100 bis 130 u.Z. herum und es unbekannten Schreibern zuzuordnen. Damals sei im Vergleich zur ersten Zerstörung durch die Babylonier 607 v.u.Z. nun auch Rom als „Babylon“ für die Zerstörung im Jahre 70 u.Z. gekennzeichnet worden, argumentieren sie. Dieser Theorie aber widersprechen vielerlei Dinge. Wir aber wollen uns in Gedanken in jene Zeit zurückversetzen und die wahren Fakten studieren! Wir versuchen Petrus anhand seiner Aussagen zu verstehen!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

9.3............. Der 1.Brief des Petrus. 5

9.3.1........... Den 1.Brief des Petrus im Umfeld recht einordnen. 5

Das Leben von Petrus vor seiner Berufung und danach. 5

Ist Petrus wirklich der „Fels“, auf dem die Versammlungen aufbauen?. 7

Die Christenversammlung baut auf der Grundlage aller Apostel: Jesus wurde zum „Haupt der Ecke 8

Welches sind die drei „Schlüssel“ und von welchem Königreich, welche Petrus erhielt?. 10

Welches war die Aufgabenverteilung zwischen Petrus und Paulus im 1.Jahrhundert?. 10

Die herausragenden Charakteristiken des Petrus. 11

Die Wahl des Matthias zum Apostel erweist sich im Nachhinein als Stolperstein. 13

Nur Christus unter Gottes Führung war berechtigt die Wahl seiner Apostel zu treffen! 14

Petrus unvorsichtige Stellungnahme in der Beschneidungsfrage und betreffend der „trennenden Zwischenwand 15

Petrus als mutiger Verfechter der Treue zur wahren „obrigkeitlichen Gewalt“ eines Christen. 16

Paulus duldete keine Aufspaltung in ein Zweiklassensystem von Priestern und Laien. 17

Eindringliche Warnung vor „eingeschlichenen falschen Brüdern“ auch für uns heute! 17

Die Umstände seines Todes. 19

Veränderungen der Lehre der Apostel aufgrund geschichtlicher Tatsachen im Auge behalten. 21

Apokryphe Texte die dem Petrus zugeschrieben werden. 21

9.3.1.1...... Gründe für das Schreiben des 1.Briefes des Petrus. 22

9.3.1.2...... Der Inhalt des 1.Briefes des Petrus. 22

Kapitel 1:  Unsere Berufung führt zur Auserwählung zufolge Gehorsam gegenüber der Wahrheit 22

Kapitel 2:  Das wahre Verständnis um den geistigen Tempel und dessen Priester befreit von verfälschten Lehren  23

Kapitel 3:  Gott erhöht die Mildgesinnten und erniedrigt die Stolzen. 23

Kapitel 4:  Die „geprüfte Echtheit des Glaubens“ ordnet uns Gottes Gerechtigkeit zu! 24

Kapitel 5:  Vorsteher die statt zu herrschen als Vorbilder wirken und Christen, die sich ihnen freiwillig unterordnen  24

9.3.2........... Kapitel 1:  Unsere Berufung führt zur Auserwählung zufolge Gehorsam gegenüber der Wahrheit 25

9.3.2.1...... 1.Pe 1:1-9:  Das Erbe der Auserwählten, welche die Prüfung durchstehen. 25

1.Pe 1:1-2:  Wer sind die „zeitweilig Ansässigen“ und „Auserwählten“?. 25

1.Pe 1:3-9:  Das für uns aufbewahrte „unvergängliche, unbefleckte und unverwelkliche Erbe“ des „ewigen Lebens 25

Wann kommt die „letzte Zeitperiode“?. 26

Die “Geburt zu einer lebendigen Hoffnung 27

Die „geprüfte Echtheit des Glaubens“ inmitten der Tests durch klare Vision des Endziels. 27

9.3.2.2...... 1.Pe 1:10-16:  Unsere Berufung annehmen hin zu genauer Erkenntnis und zum Handeln. 28

1.Pe 1:10-12:  Wir sollen wie die Propheten zuvor fleissig nachforschen! 28

Zeiten und Zeitabschnitte“ sind kein undurchsichtiges Geheimnis mehr! 29

1.Pe 1:13-16:  Zur Heiligkeit berufen“, um Tätig zu sein Jesu Worte auszuführen. 31

9.3.2.3...... 1.Pe 1:17-25:  Das Einbringen der Ernte steht bevor, das “Unkraut wird verbrannt“, die „anderen Schafe“ in die „eine Hürde“ gesammelt 31

1.Pe 1:17-21:  Mit kostbarem Blut eines makel- und fleckenlosen Lammes erkauft 31

An welchem „Ende der Zeiten“ wird der Messias offenbar gemacht?. 33

Sprachwunder sind an ein Hirn gebunden, das sich in einem momentanen Akt formen lässt! 35

Erneute wundersame Erfüllungen durch Ausgiessen des „heiligen Geistes auf Knechte und Mägde“ heute! 36

1.Pe 1:22-25:  Durch ungeheuchelte brüderliche Zuneigung Gehorsam gegenüber der Wahrheit zeigen. 37

Das Wort des lebendigen Gottes, „das Gesagte“ ist „unvergänglicher Same 37

Jene, welche „heilige Geheimnisse“ erfassen und die anderen, die nie verstehen werden. 38

Das Geheimnis vom Königreich erfassen! 38

Alle Herrlichkeit des Fleisches ist „wie die Blüte des Grases die vergeht 40

9.3.3........... Kapitel 2:  Das wahre Verständnis um den geistigen Tempel und dessen Priester befreit von verfälschten Lehren  42

9.3.3.1...... 1.Pe 2:1-6:  Der wahre geistige Tempel baut auf Christus und auf dem unverfälschten Wort Gottes auf 42

2.Pe 2:1-3:  Das Schlechte, wie Trug, Heuchelei, Neid und üble Nachrede ablegen. 42

Das Trügerische bei uns selbst zuerst entdecken, um es abzulegen! 42

Nicht alles ist „üble Nachrede“, wenn es Fehlverhalten offen als solches kenntlich macht! 43

Der Neid als treibende Kraft hinter der Habsucht 44

Verlangen entwickeln nach „unverfälschter Milch“ und „fester Speise“ der Wortes Gottes. 45

1.Pe 2:4-6:  Auferbaut als „lebendige Steine“, zum Zweck einer künftigen „heiligen Priesterschaft“ im geistigen Haus  45

Priesterdienste im geistigen Tempel der Versammlung. 46

Gott geistige Schlachtopfer darbringen durch Christus, den Hohepriester 47

Der „Grundeckstein“, der von Menschen verworfen von Gott auserwählt wurde. 48

9.3.3.2...... 1.Pe 2:7-12:  Der geistige Tempel und seine heutige Priesterschaft 50

1.Pe 2:7-10:  Das „Haupt der Ecke“, ein „Stein des Anstoses“, ein „Fels des Ärgernisses 50

Wer sind jene, die straucheln und dem Wort ungehorsam sind?. 50

Welche der heutigen Kirchen ist nun wirklich „Gottes Volk“?. 51

Das „auserwählte Geschlecht, eine königliche Priesterschaft 52

1.Pe 2:11-12:  Fremdlinge und zeitweilig Ansässige: Spricht Petrus von himmlischer Hoffnung?. 53

Den Tag der Besichtigung durch vortreffliche Werke erwarten. 54

9.3.3.3...... 1.Pe 2:13-20:  Bedingte Unterordnung unter weltliche Autorität 55

1.Pe 2:13-17:  Unsere Pflicht zur Unterordnung unter Könige und Höherstehende. 55

Die höchste Pflicht dabei nie verletzen, der wahren „obrigkeitlichen Gewalt“ eines Christen untertan sein. 56

Die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ hält sich ihrerseits an Jesu Richtlinien. 56

Es braucht Mut vor weltlicher und religiöser Autorität Gewissensfreiheit und Gewissenspflicht zu verteidigen! 57

Die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ die ein Christen zuerst achten muss. 58

Freiheit als Sklaven Gottes zu jeder Art Liebeswerk der Bruderschaft gegenüber nutzen: Jene hinaustreiben, die den Tempel zum Kaufhaus machten! 59

Welcher König muss in erster Linie geehrt werden?. 60

Den König erwarten, der auf einem Eselfüllen reitend Jerusalem betritt 61

Das Offenbarwerden des Christus weiterhin sehnsüchtig erwarten! 61

1.Pe 2:18-20:  Unterordnung der Arbeiter unter ihre Arbeitgeber 62

Ungerechterweise zu leiden und auszuharren ist Gott wohlgefällig. 62

9.3.3.4...... 1.Pe 2:21-25:  Gottes gerechter Richter Jesus. 64

1.Pe 2:21-25:  Das Beispiel Jesu nachahmen, was das Ertragen von Leiden betrifft: Er trug in ungerechter Weise unsere Sünden an den Stamm.. 64

Das GESETZ als Richtweiser, um weiterhin keine Sünde zu begehen. 65

Sich Gott dem gerechten Richter anvertrauen! 66

Mit Sünde nichts mehr zu tun haben, für die Gerechtigkeit leben. 67

Der Hirte und Aufseher unserer Seelen hütet uns als seine Schafe. 67

9.3.4........... Kapitel 3:  Gott erhöht die mildgesinnten und erniedrigt den Stolzen. 68

9.3.4.1...... 1.Pe 3:1-7:  Auf klugen, schriftgemässen Rat für Frauen und Männer achten. 68

Paulus und Petrus vertreten dieselben Ansichten betreffend Unterordnung von Frauen unter ihre Männer! 68

Das „Gesetz des Mannes“ und das „Gesetz der Mutter“ beachten! Das Disziplinieren aus göttliche Aufgabe erkennen  68

Die negativen Konsequenzen der „Gleichberechtigung von Mann und Frau“ betrachten. 69

1.Pe 3:1-6:  Frauen die ihren Männern untertan bleiben als Lob für die Versammlung. 70

Auf die äussere Erscheinung achten ohne Anstoss zu erwecken. 70

Die „verborgene Person des Herzens“ offenbart sich durch milden Geist 70

Die heiligen Frauen der Vorzeit nachahmen, wie Sara, ihre wahren Kinder werden! 71

1.Pe 3:7:  Ehemänner ehren das schwächere weibliche Gefäss. 71

Gebete werden durch Ehestreitigkeiten behindert 73

9.3.4.2...... 1.Pe 3:8-15:  Gleiche Gesinnung bei allen in Demut, zartem Erbarmen, Zuneigung und Mitgefühl 73

1.Pe 3:8-9:  Die wahre brüderliche Einstellung entwickeln und festigen. 73

Jene segnen die uns beschimpfen. 74

1.Pe 3:10-12:  Die Zunge vom Bösen und von Trug fernhalten. 74

Das Gute tun und dem Frieden nachrennen. 75

1.Pe 3:13-15:  Wer kann einem Eiferer für das Gute wirklich schaden?. 77

Den Christus in unserem Herzen heiligen. 77

Vor jedermann Jesus verteidigen der einen Grund unserer Hoffnung hören will! 78

9.3.4.3...... 1.Pe 3:16-22:  Ein milder Geist der zu Unrecht leidet wird von Gott belohnt 78

1.Pe 3:16-20:  Ein gutes Gewissen bewahren beschämt jene, die von gutem Wandel geringschätzig reden. 78

Wo Gottes Wille uns für Gutes tun leiden lässt 79

Christus starb als Gerechter für Ungerechte, um Gottes Gerechtigkeit zu Erfüllen. 80

Jesus, im Fleische zu Tode gebracht, im Geiste auferweckt 80

Welchen Geistern predigte Jesus, in welchem Gefängnis?. 81

1.Pe 3:21-22:  Wie das Hineingehen in die Arche Noah rettete, so die die Taufe uns. 82

Die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen und der jährliche Sühnetag. 82

Wann wurden Jesu Gewalten und Mächte im Himmel unterworfen?. 83

9.3.5........... Kapitel 4:  Die „geprüfte Echtheit des Glaubens“ ordnet uns Gottes Gerechtigkeit zu! 84

9.3.5.1...... 1.Pe 4:1-11:  Was bedeutet es den Willen Gottes anstelle des der Nationen zu leben im Angesicht des nahenden Gerichts?  84

1.Pe 4:1-6:  Nicht nach menschlicher Begierde, sondern nach dem Willen Gottes leben. 84

Was bedeutet es, den Willen der Nationen zu leben?. 85

Ihr Tiefstand der Ausschweifung lässt sie fortgesetzt lästerlich über uns reden! 86

Welche Toten werden vorab „im Fleisch“ von Menschen gerichtet, um schlussendlich vom Standpunkt Gottes aus gerichtet zu werden?. 87

1.Pe 4:7-11:  Welches Ende hatte sich damals genaht und welches heute?. 88

Inbrünstige Gebete und Liebe zueinander die eine Menge Sünden zudeckt 88

Bist du gastfreundlich eingestellt?. 88

Die verschiedenartigen Gaben als Verwalter von Gottes unverdienter Güte zum Nutzen unserer Brüder nutzen  89

9.3.5.2...... 1.Pe 4:12-19:  Bestandene Glaubensprüfung führt zu Gottes barmherziger Beurteilung. 89

1.Pe 4:12-14:  Prüfungen sollen uns nicht befremden! 89

Wer steht hinter der Prüfung unseres Glaubens? Jesu Worte in Erinnerung behalten! 90

Die Offenbarung von Jesu Herrlichkeit steht bald bevor 91

Obwohl wir geschmäht werden haben wir Grund, um glücklich zu sein! 93

1.Pe 4:15-19:  Wehe denen, die als Mörder, Diebe und Übeltäter leiden und sich in Dinge anderer Leute einmischen  94

Das „Gericht fängt beim Hause Gottes an 94

Das Ende derer, die der guten Botschaft und Gottes Rat widerstehen. 96

Gerechte werden mit Mühe gerettet, Gottlose und Sünder sind für ewige Abschneidung aufbewahrt 97

Wer als Gerechter leidet befielt sich Gottes gerechtem Gericht an, während er weiter das Gute tut! 98

9.3.6........... Kapitel 5:  Vorsteher, die statt zu herrschen als Vorbilder wirken und Christen, die sich ihnen freiwillig unterordnen  99

9.3.6.1...... 1.Pe 5:1-5:  Ermahnungen und Warnungen an Vorsteher der Herde und an die Schafe. 99

1.Pe 5:1-4:  Älteste sollen die Herde Gottes freiwillig und voller Eifer hüten und nicht unter Zwang. 99

Worin besteht Liebe zu unehrlichem Gewinn?. 99

Nicht über die Herde herrschen, sondern als Vorbild wirken! 100

Der Oberhirte vergibt die „unverwelkliche Krone der Herrlichkeit“ bei seiner Offenbarwerdung. 101

1.Pe 5:5:  Unterordnung jüngerer Männer unter die Ältesten. 101

Demut bringt unverdiente Güte, Hochmut wird erniedrigt werden. 102

9.3.6.2...... 1.Pe 5:6-14:  Sich Gott unterordnen und Satans Angriffen mittels seines Systems widerstehen. 103

1.Pe 5:6-11:  Sich „unter die mächtige Hand Gottes“ zu unterordnen bedeutet die Anerkennung der Leitung durch ein „Haupt 103

Die eigenen Sorgen auf Gott werfen erbringt Erleichterung! 103

Satan, der brüllende Löwe, der uns zu verschlingen sucht 104

Auch heute dieselben Leiden der ganzen weltweiten Bruderschaft 105

Widerstand gegenüber Satan und seinen Helfern leisten bedeutet: Keinerlei Kompromisse gegen das Gewissen einzugehen  106

Gott selbst beendet unsere Schulung dem Bösen zu widerstehen, indem er uns befestigt und stärkt 107

Die Macht sei Gottes, nicht die der Nationen die Satans Willen im Widerstand gegen Gottes gerechte Normen erfüllen  107

1.Pe 5:12-14:  Der 1.Brief des Petrus als Ermunterung und als ernstes Zeugnis. 108

Silvanus und auch Markus, ein geistiger Sohn des Petrus sind bei ihm in Babylon. 108

Der christliche Kuss der Liebe, der uns aneinander bindet 109

9.3.7........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem 1.Brief des Petrus. 110

War Petrus nun in Babylon oder war er in Rom?. 110

Jesu Auferstehung „im Geiste“ und die himmlische Rechtsordnung durch Petrus offengelegt! 111

Petrus, Paulus und Johannes in vollkommener Harmonie in ihren Aussagen mit Jesus und den Propheten! 113

  


 

 

9.3.1           Den 1.Brief des Petrus im Umfeld recht einordnen

Das Leben von Petrus vor seiner Berufung und danach

Johannes beschreibt in seinem Evangelium das er zum Ende des ersten Jahrhunderts schrieb, wie Petrus einer der ersten Jünger Jesu wurde. Andreas, sein Bruder war bereits Jünger von Johannes dem Täufer und war möglicherweise selbst zugegen, als Jesus getauft wurde und eine Stimme aus dem Himmel bestätigte, dass dieser Gottes Sohn sei. Lukas beschreibt diesen Teil wie folgt:

 

Jesu Taufe im  Jordan Durch Johannes den Täufer*** Rbi8  Lukas 3:21-22 ***

Als nun alles Volk getauft wurde, wurde auch Jesus getauft, und als er betete, wurde der Himmel geöffnet, 22 und der heilige Geist kam in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme kam aus dem Himmel: „Du bist mein Sohn, der geliebte; an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.“

 

Johannes ergänzt jenes Geschehen, wo Johannes der Täufer Jesu im Wasser des Jordan untertauchte und erklärt etwas später auch den Zusammenhang, wie Petrus gleich zu Beginn zur sich formenden Gruppe der Apostel stiess. Jesus befand sich erneut am Jordan bei Johannes. Er wohnte offenbar sehr nahe jener Stelle bei „Bethanien, jenseits des Jordan“, wo Johannes der Täufer lehrte und taufte: (Joh 1:28)

 

Substitution: Jesus, als Lamm Gottes starb für unsere Sünden *** Rbi8  Johannes 1:35-42 ***

Am nächsten Tag stand Johannes wieder mit zwei seiner Jünger da, 36 und während er auf Jesus blickte, der daherkam, sprach er: „Siehe, das Lamm Gottes! 37 Und die beiden Jünger hörten ihn reden, und sie folgten Jesus. 38 Dann wandte sich Jesus um, und als er sah, daß sie ihm folgten, sprach er zu ihnen: „Was sucht ihr?“ Sie sagten zu ihm: „Rabbi (was übersetzt Lehrer bedeutet), wo hältst du dich auf? 39 Er sagte zu ihnen: „Kommt, und ihr werdet sehen.“ Daher gingen sie und sahen, wo er sich aufhielt, und sie blieben an jenem Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. 40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die gehört hatten, was Johannes gesagt hatte, und [Jesus] folgten. 41 Dieser fand zuerst seinen eigenen Bruder, Simon, und sagte zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden“ (was übersetzt Christus bedeutet). 42 Er führte ihn zu Jesus. Jesus schaute ihn an und sprach: „Du bist Simon, der Sohn des Johannes; du wirst Kephas genannt werden“ (was übersetzt Petrus ist).

 

Jene neugierigen Jünger, welche die Worte Johannes des Täufers hörten, dass jener Jesus „das Lamm Gottes“ sei ergriffen somit selbst die Initiative! Bestimmt wollten sie Jesus bestimmte Fragen stellen und versuchten so eine Zeit in seiner Gegenwart zu verbleiben, um den Messias kennen zu lernen. Auch wir müssen ihnen darin gleich sein im Wunsch, mehr über den Messias zu erfahren und von ihm ebenso belehrt und angenommen zu werden!

 

Karte Jesu Taufe am JordanPetrus war ein Fischer, Sohn des Johannes (Joh 1:42) der auch in der Kurzform Jonas genannt wird (Mat 16:17). Er betrieb offenbar sein eigenes Gewerbe am nördlichen Ende vom See oder Meer von Genezareth, mit mehreren Fischerbooten, zusammen mit seinem Bruder Andreas und anderen Teilhabern, so zwei weiteren der Apostel, Jakobus und Johannes (Mar 4:35, 36; Lu 5:1, 2, 7).

 

*** Rbi8  Lukas 5:9-10 ***

Denn über den Fischfang, den sie gemacht hatten, ergriff ihn und alle, die bei ihm waren, Entsetzen 10 und desgleichen auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, die Simons [[(des Petrus)]] Teilhaber waren.

 

Jesus zeigte ihnen später mit dem Wunder vom grossen Fischfang, dass er Erfolg und Misserfolg auch im Geschäftsleben lenken kann! Diese Männer hatten früh damit begonnen Jesu Worte ernst zu nehmen, vieles davon, was er ihnen erst später ausführlicher erklärte. Sie sollten wegen ihrer Treue und Zuneigung seine geistige Familie werden, seine Freunde, mit denen er zu Beginn schon bereit war das künftige Königreich des Vaters zu teilen! Jesus erteilte ihnen im Hinblick darauf folgenden Ratschlag:

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-34 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Wenn nun jene Jünger zuerst ihr Geschäft zurückliessen, um Jesus ganzherzig nachzufolgen und später all diese Dinge die in ihrem Eigenbesitz waren gar verkauften, so zeigt dies beispielhaft, wozu der Glaube in der Lage ist, wenn er erst einmal im Herzen fest verankert ist! Den Verkaufserlös legten sie in den Gemeinschaftsbesitz der Ebionitengemeinde in Jerusalem.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:32 ***

Überdies war die Menge der Gläubiggewordenen ein Herz und eine Seele, und kein einziger sagte, daß irgend etwas von seinem Besitz sein eigen sei; sondern sie hatten alles gemeinsam.

 

Dieses Zusammenlegen und vollkommene Zusammenhalten gab jedem Sicherheit und stärkte sie als Gruppe ihr Werk voranzutreiben! Das kommende Königreich Gottes, das Jesus predigte, dieses war für jene Apostel somit bereits eine vollkommen reale Wirklichkeit, die sich deutlich vor ihren Augen abzeichnete! Sie wussten um ihre künftige Stellung als Könige und Richter der zwölf Stämme Israels!

 

Fischerboot auf dem See Genezareth*** Rbi8  Matthäus 19:27-29 ***

Da gab ihm Petrus zur Antwort: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns eigentlich zuteil werden?“ 28 Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten. 29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Die Apostel stammten fast alle aus Galiläa und hatten ihren Besitz verlassen, um nach Jesu Tod vorab in Jerusalem beginnend die gute Botschaft auf Judäa, dann auf Samaria ausdehnend zu verkünden und von dort „bis hin an die Enden der Erde“. So hatte es Jesus ihnen aufgetragen! Jesus zeigte den Aposteln deutlich, welchen grossen Vorteil es mit sich bringt auf ihn zu hören. Dieselben Worte gelten auch uns heute genauso!

 

Petrus wird in der Schrift mit mehreren Namen aufgeführt, so auch als Kephas, welchen Namen Jesus ihm zu Beginn gab (Joh 1:42), der auf hebräisch „Fels“ oder „Felsstück“ oder „Stein“ bedeutet und übersetzt in Griechisch mit „Petros“ oder transliteriert Petrus wiedergegeben wird. Dann wird sein Name den seine Eltern ihm gaben mit dessen Frühauferstehung wiedergegeben oder auch in Kombination beider Namen mit Simon-Petrus (Mat 4:18; 16:16).

 

Sicht auf den See von Galiläa und BethsaidaVorab wohnte Petrus in Bethsaida, woher auch sein Bruder Andreas und ein weiterer Apostel, Philippus stammten, offenbar der Wohnort seines Vaters (Joh 1:44). Später aber verlegte er seinen Wohnsitz nach Kapernaum, möglicherweise in das Haus der Eltern seiner Frau, wo auch die Schwiegermutter lebte und wo Jesus diese in einer Notsituation von einer Krankheit mit hohem Fieber heilte (Lu 4:31).

 

*** Rbi8  Lukas 4:38-39 ***

Nachdem er aufgestanden und aus der Synagoge [hinausgegangen] war, begab er sich in das Haus Simons. Die Schwiegermutter Simons nun wurde von hohem Fieber geplagt, und sie baten ihn ihretwegen. 39 Und er stellte sich oberhalb von ihr hin und schalt das Fieber, und es verließ sie. Augenblicklich stand sie auf und begann ihnen zu dienen.

 

Petrus war somit offensichtlich verheiratet, wie auch die meisten der übrigen Apostel. Seine Frau begleitete ihn zudem auf einer oder mehrerer seiner Missionsreisen, wie dies bei den Aposteln üblich war. Über mögliche Kinder berichtet die Schrift nichts. Es zeigt aber, welch hohen Verzicht jene Apostel bereit waren zu leisten, um Jesu Gebot zu erfüllen. Auch Jesu beide Halbbrüder, Jakobus und Judas waren nach den Worten des Paulus verheiratet. Sie folgten Jesus aber erst nach seiner Auferstehung nach. Jesus erschien gar demselben Jakobus bei einer besonderen Gelegenheit, möglicherweise erst nachdem er am Berg in Galiläa sich den Jüngern offen gezeigt hatte, bestimmt um ihn zu stärken nun Glauben in ihn zu setzen, der den Brüdern zuvor gefehlt hatte. (1.Kor 15:7) Auch Jakobus und Judas verliessen ihre Habe und zogen nach Pfingsten 33 u.Z. nach Jerusalem, wo sie zu „Stützen der Versammlung“ wurden! Offenbar war auch Paulus verheiratet, später aber möglicherweise verwitwet, denn er schrieb im 1.Brief an die Korinther.

 

*** Rbi8  1. Korinther 9:5 ***

Haben wir nicht [die] Befugnis, eine Schwester als Ehefrau umherzuführen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Kephas?

 

Die Führer der Juden bezeichneten Petrus und Johannes als „ungelehrte und gewöhnliche Menschen“, weil sie keine der rabbinischen höheren Schulen besucht hatten. Darin bildete Paulus der zu Füssen Gamaliels belehrt wurde, möglicherweise auch Lukas der Arzt und Matthäus als Steuereinnehmer Ausnahmen (vgl. Joh 7:14, 15; Apg 4:13; 22:3).

 

Der Zölibat: Eine Geschichte von Mord und TotschlagWie Paulus deutlich zeigt hat das Zölibat der katholischen Päpste für deren Priester somit bestimmt keine biblische Grundlage, sondern geht auf die „Inspiration von Dämonen“ zurück! Paulus erklärte auch dieses künftige Problem der Katholischen Kirche, noch bevor es sich entwickeln konnte und erklärt, dass dies mit „Abfall vom Glauben“ im Zusammenhang stehe. Er sagt, dass jene die darauf achtgeben „durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, die verbieten zu heiraten“ gekennzeichnet wären!

 

 *** Rbi8  1. Timotheus 4:1-3 ***

Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämonen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, 3 die verbieten zu heiraten und gebieten, sich von Speisen zu enthalten, die Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung von denen genossen werden, die Glauben haben und die Wahrheit genau erkennen. 4 Der Grund hierfür ist, daß jede Schöpfung Gottes vortrefflich und nichts verwerflich ist, wenn es mit Danksagung empfangen wird, 5 denn es wird durch Gottes Wort und Gebet dafür geheiligt.

 

Das Gebot am Freitag kein Fleisch zu essen und vieles das dem ähnlich ist stammt nicht von Gott und ist im GESETZ nirgends zu finden! Es sind aber Menschengebote, wo Jesus davor warnte, dass solches gar Gottes GESETZ ungültig macht! Es lenkt vom Wesentlichen hin zum Unwesentlichen und Schädlichen ab, weil wir statt auf Gott auf Menschen zu hören beginnen!

 

Gottes Gebot sich vom Essen von Schweinefleisch, von Meeresfrüchten und Fischen ohne Schuppen zu enthalten, die levitischen Speisevorschriften, werden dagegen missachtet. Jesaja warnt für die Zeit des Endgerichts an dieser Generation deutlich: „ ‚Denn wie Feuer wird Jehova selbst den Rechtsstreit tatsächlich aufnehmen, ja mit seinem Schwert gegen alles Fleisch [[(nicht bloss Juden, sondern alle Menschen erdenweit)]]; und die Erschlagenen Jehovas werden gewiß viele werden. Diejenigen, die sich heiligen und sich reinigen für die Gärten hinter einem in der Mitte [[(Götzendienst)]], die Schweinefleisch essen und Widerliches, sogar die Springmaus, sie werden alle zusammen ein Ende nehmen‘ ist der Ausspruch Jehovas. ‚Und was ihre Werke und ihre Gedanken betrifft, ich komme, um alle Nationen und Zungen zusammenzubringen; und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen müssen.‘ “ (Jes 66:16-18) Keine Frage, ob die Speisevorschriften gültig seien: Jesajas Prophezeiung zeigt auf das Endgericht und den Strafvollzug Harmagedons.

 

Die Folgen der Übertretung dieses kirchlichen Menschengebotes des Zölibats kostet Rom seit Jahre viele Dutzende von Millionen in Gerichtsfällen wegen Kindsmissbrauch.

 

Kirche schafft Zölibat ab, um Kindesmissbrauch einzudämmen  [1] 15.8.18

 

Priesterheirat: Ende des Zölibats   Bisher durften katholische Priester keine ehelichen Beziehungen eingehen. Dies soll sich jedoch ändern. So gab Papst Franziskus in einem Dekret bekannt, dass man fortan nicht mehr zwanghaft an dem überholten Zölibatsversprechen festhalten wolle. Die entsprechenden Änderungen im Codex des Kanonischen Rechts werden derzeit ausgearbeitet und sollen schon bald in Kraft treten.

 

  So zeige die Häufung von wiederholten Kindesmissbrauchsfällen durch Priester im US-Bundesstaat Pennsylvania deutlich, wohin es führen kann, wenn man erwachsenen Männern strikt den Zugang zur Ehe und damit zu Sex verwehrt.

 

Gottes Gebote sind zu unserem Schutz erlassen und gelten ewig: „Und ich will dein Gesetz beständig halten, Auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], ja immerdar.“ (Ps 119:44)

Ist Petrus wirklich der „Fels“, auf dem die Versammlungen aufbauen?

Die Katholische Lehre der Päpste teilt Petrus eine Vormachtstellung innerhalb der Apostel zu. Grundlage dazu bildet ein spezifisches Gespräch zwischen Jesus und Petrus. Beachten wir, was das grundlegende Thema der Diskussion ist. Das rückt die Antwort Jesu zur Streitfrage ins Zentrum. Durch das Dogma der Katholischen Kirche betreffend der Stellung des Petrus ausgelöst wird, welches Protestanten und Orthodoxe ablehnen.

 

 Jesus löste dies mit folgender Frage aus: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?“ Das Thema ist somit nicht, wer oder was nun Petrus sei, sondern, was Menschen über Jesus geäussert haben! Somit bezieht sich auch die Antwort des Petrus auf Jesu erste und zweite Frage: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei?“, es geht somit um Jesu eigene Stellung! Wie die Antworten zeigen, widersprach Petrus damit der gängigen Volksmeinung, die Jesus mit Johannes dem Täufer, Elia, Jeremia und anderen Propheten in Verbindung brachten. Petrus aber sagte zu Recht, dass Jesus „der Sohn des Lebendigen Gottes“ sei. Jehova aber wird in der ganzen Schrift „Fels“ oder griechisch petroi genannt!

 

Zerstörung des Standbildes Nebukadnezars am Ende der TageJesus als Sohn Gottes ist Teil dieses göttlichen Felsens! Er ist der im Traum Nebukadnezars herausgehauene „Stein“, der am Tag Harmagedons das götzendienerische System zerstören wird!

 

*** Rbi8  Matthäus 16:13-18 ***

Als er nun in die Gegenden von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte Jesus seine Jünger dann: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?“ 14 Sie sprachen: „Einige sagen: Johannes der Täufer, andere: Elia, noch andere: Jeremia oder einer der Propheten. 15 Er sprach zu ihnen: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei?“ 16 Simon Petrus gab zur Antwort: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 17 Jesus erwiderte ihm und sprach: „Glücklich bist du, Simon, Sohn des Jona, weil nicht Fleisch und Blut [es] dir geoffenbart haben, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. 18 Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen [[(gemäss der Antwort des Petrus „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, auf diesen Teil des „Felsens“)]] will ich meine Versammlung bauen [[(auf Jehova und Jesus selbst)]], und die Tore des Hades werden sie nicht überwältigen.

 

Petrus aber traf somit in der Antwort den Kern der Frage Jesu, indem er antwortete: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Wie Jesus zeigte, war dies Petrus durch göttliche Offenbarung kund geworden und er zeigte Glaube daran. Das entsprach auch den Vorhersagen der Propheten, die alle Jehova als „den Felsen“ bezeichnen! Jesus als Sohn Gottes ist somit ein „Felsen“ oder „Stein“ aus dem himmlischen Zion!

 

*** Rbi8  1. Samuel 2:2 ***

Da ist keiner heilig wie Jehova, denn da ist keiner außer dir;

Und da ist kein Fels wie unser Gott.

 

Auch wenn Jesus der „Grundeckstein“ des geistigen Tempels bildet, so ist und bleibt doch Jehova „der Fels“ auf dem alles gründet, da Jesus nur das verkündet, was er vom Vater hört und nur so handelt, wie es ihm vom Vater aufgetragen wurde!

 

Jesus zeigte den erstaunten Juden die sich als „Söhne Abrahams“ bezeichneten, dass er lange vor Abraham existiert hatte. Sie aber verstanden nicht, dass Jesus von seiner himmlischen Existenz als mächtiges Geistwesen sprach und versuchten ihn daher zu töten!

 

*** Rbi8  Johannes 8:58-59 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen.“ 59 Darum hoben sie Steine auf, um [sie] auf ihn zu werfen; aber Jesus verbarg sich und ging aus dem Tempel hinaus.

 

Selbst Jesus nimmt Zuflucht zu Gott als „dem Felsen“, der verspricht mittels ihm, Jesus, als seinem erwählten und erhöhten Messias die Erde zu retten! Dieser Glaube in Jesus als Mittler und als Retter ist Voraussetzung, um ewiges Leben zu erlangen! Der Psalmist David sagt von sich selbst und im Hinblick auf Jesus:

 

Jehova ist meine Felsenkluft*** Rbi8  Psalm 18:2 ***

Jehova ist meine Felsenkluft und meine Feste und der für mein Entrinnen Sorgende.

Mein Gott ist mein Fels; ich werde zu ihm Zuflucht nehmen,

Mein Schild und mein Horn der Rettung, meine sichere Höhe.

 

Wenn Jesus nun das griechische Wort „Petroi“ (Felsstück; Stein) und nicht den Namen Simon verwendet, das er ursprünglich bei der Berufung Simons in Hebräisch als Kephas  nannte: So gab er ihm den Namen im Hinblick auf sich selbst, den „Eckstein“ wogen Petrus ein „lebendiger Stein“ der Grundlage bildet, ausgerichtet nach Jesus. Daraus wurde mittels Interpretation der Kirchenväter Petrus zur Grundlage der Kirche (gr. ecclesia = Versammlung). Die Verwandtschaft der Wörter „Eckstein“ und „Stein“ nutzend und miteinander vertauschend!

 

Fragen wir uns doch ehrlich und unabhängig gängiger Lehrmeinungen, ob diese Kirchenlehre wirklich mit dem Sinn der übrigen Schrift im Einklang steht? Zu oft haben Kirchenväter Texte aus dem Kontext herausgelöst, um sie in ihrem Sinne unbiblisch anzuwenden! Steht nun Petrus oder steht Jesus im Zentrum dessen, um welches das Thema dreht? Ist Jesus nun der „Grundeckstein“ oder ist es einer der Apostel, ist es Petrus? Hören wir, was Petrus in diesem 1.Brief etwas später selbst sagt:

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:6 ***

Denn es ist in der Schrift enthalten: „Siehe! Ich [[(Jehova)]] lege in Zion einen Stein, auserwählt, einen Grundeckstein [[(den Messias)]], kostbar; und keiner, der Glauben an ihn ausübt, wird irgendwie enttäuscht werden.“

 

Petrus zitiert aus Jesaja, dem Kapitel 28, den Vers 16! Er selbst lässt die Schrift die Antwort geben, das sollten auch wir tun! Jesaja nimmt deutlich Bezug auf den angekündigten Messias.

Die Christenversammlung baut auf der Grundlage aller Apostel: Jesus wurde zum „Haupt der Ecke

Der Glaube in den Messias brachte Veränderungen: Ein Wechsel im Hohepriesteramt und ein von Gott erwählter König, beide in Amtsunion in derselben Person. Dies war die Folge von Jesu Opfertod und seiner himmlischen Auferweckung und Erhöhung! Matthäus gibt Jesu eigene Wort während der vierzig Tage als Auferstandener bekannt: „Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.“ (Mat 28:18 vergl. Off 5:11, 12) Seine Auferstehung „im Fleische“ war die Bestätigung, dass Gott seinen Opfertod zu unseren Gunsten angenommen hatte. Ohne diese Annahme hätte es keine Auferstehung gegeben! Glaube in diese Dinge waren von nun an Voraussetzung Gottes Gunst zu behalten und nicht zu verlieren!

 

Es ging um den Wechsel an der Spitze der Versammlung, die bisher auf Moses und seinen Lehren aufbaute und jeden Sabbat in der Synagoge (gr. = versammeln oder Ort der Versammlung) stattfand. Nun kam eine neue Art Versammlung, die nun unabhängig von der jüdischen Synagoge sich vereinigen sollte. Glaube in Jesus als den Messias war Bedingung zur Aufnahme als Glied mittels der Taufe aufgrund von Belehrung! Anerkennung von Christus als „Haupt“ war Voraussetzung, um Teil dieses „Leibes“ zu werden.

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel!
 

Wo immer Juden in ihren Synagogen, nämlich da, wo Paulus gerade predigte den Christus als „den Propheten gleich mir“, wie Moses ablehnten, da entstand in einem der Privathäuser eine davon getrennte Versammlung (5.Mo 18:15-19; Apg 17:4, 5, 19:8-10). Jakobus bestätigte diesen Umstand am Apostelkonzil, nun aber von der Christenversammlung sprechend:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[(gr. = Versammlungen)]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Jesu „Synagoge“ oder „Versammlung“ bildeten somit vorab seine Apostel, mit denen er sich allein beim letzten Abendmahl versammelte. Sie waren die „kleine Herde“, denen der Vater das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ anvertraut hatte!

 

*** Rbi8  Lukas 12:32 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben.

 

Sie bildeten den Grundstock zu diesem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, das an der Stelle des „Königreiches für Israel“ gedeihen sollte, bis Jesus wiederkommen würde, um das „Königreich des Vaters“ endgültig aufzurichten. An Pfingsten 33 u.Z. begann jenes neu aufgerichtete Königreich des Christus als dessen Hohepriesterkönig mit hundertzwanzig Getreuen, denen am selben Tag 3000 Juden hinzugefügt wurden durch die Taufe in den Christus und mit heiligem Geist versiegelt wurden. Damit nutze Petrus den ersten der drei Schlüssel! Nur durch den Brief an die Kolosser aber kennen wir dieses erdenweite Reich der Liebe ohne fixe Grenzen.

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe [[(Hosea: „Lo Ammi“ = „Nicht mein (Jehovas) Volk“, sondern das des Jesu, dem doch der Vater „alles übergeben“ hat (Mat 11:27))]] versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung [[(von dem auf uns lastenden „Fluch“ zufolge Sünden)]] durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

Die „Gewalt der Finsternis“ herrschte weiterhin in der jüdischen Synagoge, weil sie Jesus als den Christus ablehnten, den unverrückbaren Felsbrocken aus dem himmlischen Zion, Gottes Sohn, den die Propheten deutlich offenbart hatten. Daniel erklärte Nebukadnezar betreffend seines Traumes, wo jener eine grosse Statue sah, dass ein ganz bestimmter „Stein“ ein künftiges Folgekönigreich nach ihm zerstören würde und damit die von ihm geschaffene Herrlichkeit zu Staub verwandeln wird! All dies steht in Verbindung mit der Aufrichtung von Gottes Königreich in unseren Tagen!

 

*** Rbi8  Daniel 2:44-45 ***

Und in den Tagen dieser Könige [[des letzten „König des Nordens“ (Kommunismus) und des „Südens“ (Kapitalismus)]] wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das nie zugrunde gerichtet werden wird. Und das Königreich selbst wird an kein anderes Volk übergehen. Es wird alle diese Königreiche zermalmen und [ihnen] ein Ende bereiten, und selbst wird es für unabsehbare Zeiten bestehen; 45 wie du ja sahst, daß aus dem Berg ein Stein gehauen wurde, nicht mit Händen, und [daß] er das Eisen, das Kupfer, den geformten Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott selbst hat dem König bekanntgegeben, was nach diesem geschehen soll. Und der Traum ist zuverlässig, und seine Deutung ist vertrauenswürdig.“

 

Jener herausgehauene himmlische „Stein“ oder jene „petra“ (lat.), der in Harmagedon allen Feinden ein Ende bereitet ist somit gemäss Daniel eindeutig Jesus und nicht Petrus! Paulus nimmt dasselbe Thema das Daniel erörterte, wo jegliches Königreich durch jenen „Stein aus dem Berg“ zertrümmert wird auf und erklärt es mit anderen Worten wie folgt im 1.Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.

 

Alle diese Königreiche“ der Erde, ausnahmslos, erklärte Daniel und Paulus würden zerstört! Dies schliesst nach den Worten des Paulus die politischen, wie die religiösen und wirtschaftlichen „Königreiche“ oder hierarchischen Machtstrukturen mit ein, wenn Jesus sie in Harmagedon vernichten wird! Er fasst es in die Worte zusammen: „Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht“ und lässt damit keine von Menschen geschaffene Hierarchie ausser acht!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

Wen verwundert es, dass jene Herrschaften wie die grossen Kirchen und Sekten diese Zusammenhänge überhaupt nicht oder nur verzerrt erklären? Sie alle behaupten doch für sich, dass es sie nicht betreffe aber alle ihre Gegner einschliessen würde! Wie kurzsichtig doch ihr Denken ist und wie leicht sich ihre Anhänger von ihren Worten täuschen lassen! Wir aber wollen unseren Verstand gebrauchen, die Gefahr erkennen und sie meiden!

 

*** Rbi8  Sprüche 22:3 ***

Klug ist der, der das Unglück gesehen hat und sich dann verbirgt, die Unerfahrenen aber sind weitergegangen und müssen die Strafe erleiden.

 

Das Königreich, das Jesus aufrichtet ist das „Israel Gottes“, ein Königreich, das nur aus Priesterkönigen besteht und dessen „Grundeckstein“ der Christus ist und auf der „Grundlage“ aufbaut, welche Propheten und die Apostel gelegt haben!

 

Dieses Königreich übergibt Jesus dem Vater [Bb1; e1] fünfundvierzig Tage nach Harmagedon, am Ende der Frist von tausenddreihundertfünfundreissig Tagen [C4], die der Engel Gabriel Daniel gegenüber am Ende des Kapitels 12 erwähnte und ihm für dann versprach, „... du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage“. Vieles der Dinge die der Engel Gabriel dem Propheten Daniel verkündigte würden bis hin zur „Zeit des Endes“ ein ungelüftetes Geheimnis bleiben! Dann aber würden Menschen mit Einsicht es verstehen!

 

*** Rbi8  Daniel 12:9-13 ***

Und er sagte weiter: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

11 Und von der Zeit an, da das beständige [Opfer] entfernt worden ist und das abscheuliche Ding, das Verwüstung verursacht, aufgestellt worden ist, werden es eintausendzweihundertneunzig Tage sein [[bis Harmagedon]].

12 Glücklich ist, wer harrt und wer die eintausenddreihundertfünfunddreißig Tage erreicht!

13 Und was dich selbst betrifft, geh dem Ende entgegen; und du wirst ruhen, aber du wirst aufstehen zu deinem Los am Ende der Tage.“

 

Das Rätsel um die „dreieinhalb Zeiten“ die Gabriel Daniel gegenüber erwähnte, die 1260, die 1290 und die 1335 Tage ist entziffert! Es gilt nun die Zeichen richtig zu erkennen, welche Beginn und Fortdauer anzeigen. Der dem Verständnis zugrundeliegende Zeitband Ablaufschema ‚Harmagedons Endgericht’"  gibt ein vertrauenswürdiges Muster! Sehr vieles deutet darauf hin, dass es unsere Generation betrifft!

 

Kennst du die Hauptereignisse der Endzeit im logischen Ablauf?
 

Zusammen mit Daniel sind auch wir „Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes“ erklärt uns Paulus. Unser Glaube in Jesus und die Propheten und Apostel als wahre Grundlage wird uns retten.

 

Die Versammlung - Das Haus Gotte *** Rbi8  Epheser 2:19-20 ***

Bestimmt seid ihr daher nicht mehr Fremde und ansässige Fremdlinge, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 und ihr seid auf der Grundlage der Apostel und Propheten aufgebaut worden, wobei Christus Jesus selbst der Grundeckstein ist.

 

Petrus bildet somit einen Teil der „Grundlage“, nicht aber den „Eckstein“, auf dem alles aufbaut, welcher nur der Christus ist!

 

Der Kirchenvater Augustinus (354—430 u. Z.) selbst kam zum Schluss, dass nicht Petrus, sondern Jesus der Fels sei, auf dem die Kirche oder Versammlung aufbaut, nachdem er vorab diese Lehre selbst unterstützt hatte korrigierte er sich im Alter: [2]

 

   Der Felsen ist nicht nach Petrus benannt, sondern Petrus nach dem Felsen (non enim a Petro petra, sed Petrus a petra), so wie Christus nicht nach den Christen benannt ist, sondern die Christen nach Christus. Der Herr sagt: ,Auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen‘, weil Petrus gesagt hatte: ,Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.‘ Auf diesen Felsen, den du bekannt hast — sagt er —, will ich meine Kirche bauen. Denn Christus war der Felsen (petra enim erat Christus), auf den auch Petrus selbst gebaut wurde; denn kein Mensch kann einen anderen Grund legen als den, der gelegt ist, welcher Jesus Christus ist.

 Welches sind die drei „Schlüssel“ und von welchem Königreich, welche Petrus erhielt?

Einen weiteren Streitpunkt unter den Religionen bildet die Aussage Jesus, dass Petrus drei Schlüssel übergeben wurden, um damit das „Königreich der (neuen) Himmel“ zu öffnen. Ohne den Begriff „Himmel“ genau zu verstehen tappen wir im Dunkeln. Sein Handeln würde sowohl auf der Erde wie im Himmel bindende Wirkung haben:

 

*** Rbi8  Matthäus 16:19-20 ***

Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“ 20 Dann gebot er den Jüngern ernstlich, niemandem zu sagen, daß er der Christus sei.

 

Predigen an Pfingsten 33 u.Z. in JerusalemAn anderer Stelle haben wir diese drei Schlüssel ausgiebig umschrieben und so beschränken wir uns auf die Hauptthemen: Den ersten Schlüssel verwendete Petrus gegenüber den Juden am Pfingsttag 33 u.Z., wo alle, die aufgrund seiner Rede zum Glauben in den Christus gekommen waren Eingang in jenes „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ fanden. Es waren am Morgen etwa dreitausend Männer und Frauen die sich taufen liessen, gegen Abend waren es weitere zweitausend!

 

Den zweiten Schlüssel verwendete Petrus einige Zeit danach, als er und Johannes nach Samaria gingen, um jene, die durch Philippus zum Glauben gekommen waren ebenso mit heiligem Geist zu taufen. Nun war das Königreich auch den Samaritanern gegenüber geöffnet!

 

Den dritten Schlüssel brauchte Petrus dreieinhalb Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung, als ihn ein Engel am Ende der durch Daniel angekündigten „siebzig Jahrwochen“ zum römischen Offizier Kornelius führte, damit nun auch auf Menschen der Nationen heiliger Geist ausgegossen würde. An jenem Tag geschah das Wunder, dass die ganze versammelte Hausgemeinschaft noch vor ihrer Taufe Gottes Segen in Form heiligen Geistes erhielt und in unterschiedlichen „Zungen“, in Fremdsprachen zu reden begannen! Jehova hatte sie wie zuvor Juden und Samaritaner durch „unverdiente Güte“ vom „Fluch  gereinigt!

 

Dies wurde somit durch die „unreinen Tiere“ veranschaulicht, die Petrus zu Beginn in einer Vision in einem Leintuch aus dem Himmel sich zu ihm hinuntersenken sah. Jehova hatten Menschen gereinigt, die zuvor unantastbar waren wie diese „unreinen Tiere“. Hier geht es genauso wenig um die Aufhebung von Gottes Speisegesetzen, wie dies die Kirchen der Christenheit behaupten und dies als Beweis zitieren obwohl Petrus weder schlachtete noch ass!

 

Seine Macht Dinge auf der Erde zu lösen zeigte sich ebenfalls durch Petrus im Falle der beiden Christen Ananias und seiner Frau Sapphira. Jene begingen offensichtlich eine „Sünde wider den heiligen Geist“, indem sie Petrus und die Apostel belogen und aus Habgier mit Absicht falsch handelten. Das Urteil das Petrus über jene sprach wurde durch Engel im selben Augenblick vollzogen. Sein Wort war im Himmel verbindlich! Dieselbe Macht Dinge zu binden und zu lösen aber erhielten auch die übrigen elf Apostel. Die Schlüssel zum Königreich aber verwendete nur Petrus und jene drei Türen bleiben seither für die Hereinströmenden geöffnet!

Welches war die Aufgabenverteilung zwischen Petrus und Paulus im 1.Jahrhundert?

Ein weiterer Streitpunkt, welche die Katholische Kirche aufgeworfen hat ist der Lehramtsanspruch, den sie allein auf Petrus bezieht und ihn dann auf die Kette der Päpste erweitert. Sie bezeichnet sich als alleinige Hüterin der Wahrheit und verkündet, dass die Worte der Päpste „ex catedra“ für alle Gläubigen verbindlich seien. Eine ähnliche Einstellung ist auch bei anderen Kirchenführern zu finden, die sich entgegen Jesu Erwählung auf dieselbe Stufe der Apostel zu stellen versuchen, um ihrer Lehrmeinung mehr Gewicht zu verleihen. Paulus hatte vor solchen Bestrebungen von Anfang an gewarnt:

 

Kein Wunder, Satan selbst nimmt di Gestalt eines Engels des Lichts an*** Rbi8  2. Korinther 11:13-15 ***

Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts [[(Licht als Symbol von Erkenntnis)]] an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Paulus gibt den Ball an jeden von uns weiter, indem er uns als Richter in eigener Sache erklärt, die selbst zu unterscheiden lernen müssen, wer sich zu einem „falschen Apostel“ erhebt, indem er jenen in gewichtigen Dingen widerspricht und wer exakt in ihren Fussspuren die Nachfolge antritt!

 

Papst: "Gott geht nicht nach der äußeren Erscheinung eines Menschen"*** Rbi8  Galater 2:6-10 ***

Die aber ihrerseits, die etwas zu sein schienen — was auch immer für Leute sie früher waren, macht für mich keinen Unterschied — Gott geht nicht nach der äußeren Erscheinung eines Menschen —, ja jene hervorragenden Männer teilten mir nichts Neues mit. 7 Sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut war, so wie Petrus für die Beschnittenen [damit betraut war] — 8 denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 10 Nur sollten wir die Armen im Sinn behalten. Gerade das habe ich mich auch ernstlich zu tun bemüht.

 

Paulus unterwarf sich selbst keinem jener „hervorragenden Männer“, die gerne etwas zu sein erscheinen wollten! Er zeigte, dass es zwei unterschiedliche Führungsansprüche gab, jene, innerhalb der Beschnittenen Juden, zu denen Jesus Petrus sandte und jene der Nationen, für deren Betreuung Gott und Christus selbst Paulus auserwählt hatten. Diese beiden Gruppen, die wir mit biblisch begründeten Namen benennen, die seit alter Zeit verwendet werden sind die „Ebioniten“, die Judenchristen und die „Paulikaner“, die Christen aus den Heiden! Jene „Säulen“ in Jerusalem, Jakobus, Kephas und Johannes bestätigten dies durch „die rechte Hand der Mitteilhaberschaft“! Paulus war wie Petrus ein Menschenfischer geworden und beide waren nun Teilhaber mit anderen an denselben Amtshandlungen aber auf zwei unterschiedlichen Schiffen und je einem Kapitän! Sie arbeiteten für denselben Herrn und Brotgeber und dasselbe eine „Königreich des Sohnes seiner Liebe“!

Die herausragenden Charakteristiken des Petrus

Petrus war ein impulsiver Geist, der das Herz auf dem richtigen Fleck hatte. Er war für seinen Herrn Feuer und Flamme, schoss aber hin und wieder über das Ziel hinaus! Jesus war mit ihm langmütig und vergab ihm grosszügig die Fehler, die Petrus seinerseits jeweils unmittelbar einsah und bereute! Oft können wir in uns selbst Charakterzüge des Petrus entdecken! Einige Beispiele heben die menschlichen Züge des Petrus hervor:

 

*** Rbi8  Matthäus 16:21-23 ***

Von dieser Zeit an begann Jesus Christus seine Jünger darauf hinzuweisen, daß er nach Jerusalem gehen und von den älteren Männern und Oberpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse. 22 Daraufhin nahm ihn Petrus beiseite und fing an, ihm ernste Vorhaltungen zu machen, indem er sprach: „Sei gütig mit dir selbst, Herr; dieses [Geschick] wird dir bestimmt nicht widerfahren.“ 23 Er aber drehte sich um und sagte zu Petrus: „Tritt hinter mich, Satan! Du bist für mich eine Ursache des Strauchelns, weil du nicht Gottes Gedanken denkst, sondern die der Menschen.“

 

Petrus hatte wohl gehört, dass Jesus leiden und sterben müsste, weil es so von den Propheten vorhergesagt worden war. Er wollte dies allerdings nicht wahrhaben, als er Jesus davon abhalten wollte, dass solches geschehen müsse. Damit aber übernahm er ohne es zu bemerken die Rolle Satans (translit. heb. Satan = „Widerstandsleistender“), indem er Jesus den einfacheren Weg vorschlug solchem Leid doch auszuweichen! Vielleicht hoffte er gar, dass Gott ihn verschonen würde, da er offensichtlich den Zusammenhang von Jesu Tod und Lösegeld zu jenem Zeitpunkt nicht voll verstanden hatte!

 

Eine wichtige Lehre für jeden von uns sind Jesu Worte: „Du bist für mich eine Ursache des Strauchelns, weil du nicht Gottes Gedanken denkst, sondern die der Menschen.“ Nicht, was wir wünschen und erhoffen soll unser Denken und Handeln in erster Linie beeinflussen, sondern, was der Wille des Vaters in jener bestimmten Beziehung ist! Das bedingt öfters Entscheide gegen unsere eigenen Wünsche zu treffen! Es bedeutet die Grenzen anzuerkennen, die Gott uns in Seinem GESETZ setzt!

 

Uns trifft es in der Endzeit zu leben und die gute Botschaft und das kommende Gericht bis zum Gerichtstag zu verkünden auch dann, wenn es für uns Nachteile und Verfolgung nach sich zieht! Wir müssen unsere Bewährung ebenso zeigen wie der Christus, der treu blieb bis in einen grausamen Tod! Dadurch besiegte er Satan, dass er sich nicht beugen liess!

 

Petrus war ein gesetzestreuer Jude, der sich weiterhin bis zum Ende seines Lebens fest an die Speisevorschriften des GESETZES hielt und dies auch andere lehrte. Damit sind die von Jesus genannten „geringsten der Gebote“ gemeint! (Mat 5:19) Im Zusammenhang mit der Taufe des Kornelius hatte er zuvor eine ihn verwirrende Vision, wo ihm der Herr Jesus erschien und ein Tuch mit unreinen Tieren sich herabsenkte:

 

Petrus schlachtete keines der Tiere die er als unrein einstufte aber er taufte danach Kornelius, gab Leben denen, "die Gott gereinigt hatte"*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:13-16 ***

Und eine Stimme erging an ihn: „Steh auf, Petrus, schlachte und iß! 14 Petrus aber sagte: „Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.

 

Petrus wusste zu Beginn nicht, was damit gemeint war. Erst als heiliger Geist auf die Hausgemeinschaft des Kornelius fiel erkannte er, dass Gott jene Personen aus den Heiden gereinigt hatte und dass das, was er im Traum sah nur ein Gleichnis dafür darstellte! Petrus ass zu keinem Zeitpunkt Schweinefleisch, Wassertiere ohne Schuppen und Flossen oder irgend sonst etwas, was im GESETZ als „unrein“ bezeichnet wird! Er hatte somit einen beständigen Charakter zu all dem, was er wusste, dass Gott es verabscheut!

 

Petrus meinte es auch gut, als er Jesus zu Beginn des Abendmahls untersagen wollte, dass er ihm die Füsse reinige. Er sah sich Jesu untertan und minderwertig, so dass es weit eher an ihm gelegen hätte des Meisters Füsse zu reinigen. Jesus aber gab dies Gelegenheit den Jüngern eine gewichtige Lehre zu geben:

 

*** Rbi8  Johannes 13:2-11 ***

Im Verlauf des Abendmahls nun, als der Teufel es Judas Iskariot, dem Sohn Simons, bereits ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten, 3 er [aber] wußte, daß der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte und daß er von Gott ausgegangen war und zu Gott hinging, 4 erhob er sich vom Abendmahl und legte seine äußeren Kleider beiseite. Und er nahm ein leinenes Tuch und gürtete sich. 5. Danach goß er Wasser in ein Becken und fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und sie mit dem leinenen Tuch, mit dem er umgürtet war, abzutrocknen 6 So kam er dann zu Simon Petrus. Er sagte zu ihm: „Herr, wäschst du mir die Füße?“ 7 Jesus gab ihm zur Antwort: „Was ich tue, verstehst du jetzt nicht, doch wirst du es nach diesen Dingen verstehen.“ 8 Petrus sagte zu ihm: „Du wirst mir bestimmt niemals die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Teil mit mir.“ 9 Simon Petrus sagte zu ihm: „Herr, nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und den Kopf.“ 10 Jesus sprach zu ihm: „Wer gebadet ist, braucht weiter nichts mehr, als sich die Füße zu waschen, sondern ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.“ 11 Er kannte ja den Menschen, der ihn verriet. Darum sagte er: „Nicht alle von euch sind rein.“

 

Petrus reagierte wiederum aus Unverständnis und Jesus wies ihn mit ausgewogenen Worten zu recht! Wer in der Taufe untergetaucht ist, der ist von früheren Sünden gereinigt, sinnbildlich ist sein ganzer Körper rein! Was gereinigt werden muss sind die Füsse, die den Staub des Weges den wir täglich gehen ansammeln! Jesus reinigte seine Jünger täglich durch „das Wasserbad des Wortes“, indem er Fehler wie Staub des Weges von ihnen abwusch! Nun aber stand das Abendmahl bevor, eine grössere und effektivere Form der Reinigung sollte durch das Wiederholen der Passahfeier die Jünger nun jährlich daran erinnern, dass Jesu Blut sie vom Staub ihres Weges befreit, um in Reinheit mit ihm am Brot und am Wein teilzuhaben! 

 

Judas verriet Jesus für 30 SilberlingeJudas aber hatte in seinem Herzen bereits den Verrat geplant, die Absicht bereits und die Vorankündigung an die Vorsteher hatte ihn verunreinigt! Jene hatten die Nacht für sich ausersehen, abseits der Volksmengen! Jene Vorsteher und Judas handelten willentlich wider den heiligen Geist! In Jesu Augen war Judas tot! Paulus schrieb den Korinthern, dass einige unter ihnen in demselben todähnlichen Zustand zufolge ihrer willentlichen Sünden waren! Wer nicht auf Zurechtweisung achtet macht sich schuldig am „Leib und Blut des Herrn“!

 

*** Rbi8  1. Korinther 11:27-32 ***

Wer also in unwürdiger Weise das Brot ißt oder den Becher des Herrn trinkt, wird in bezug auf den Leib und das Blut des Herrn schuldig sein. 28 Zuerst möge sich ein Mensch nach genauer Prüfung als bewährt befinden, und so esse er von dem Brot und trinke aus dem Becher. 29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, wenn er den Leib nicht unterscheidet. 30 Deswegen sind viele unter euch schwach und kränklich, und eine ganze Anzahl schläft [im Tod]. 31 Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet werden. 32 Wenn wir aber gerichtet werden, werden wir von Jehova [[(vom Herrn (Jesus))]] in Zucht genommen, damit wir nicht mit der Welt verurteilt werden.

 

Der Leib“ stellt einerseits das fehlerfreie Lamm dar, der sich selbst hingab unsere Sünden zu tragen. Paulus bezeichnet aber auch die ganze Versammlung als „Leib des Christus“, an dem nichts Unreines sein darf! Wer sich mit der Hure „Babylon die Grosse“ vereint wird mit ihr „ein Leib“!

 

Petrus aber und den übrigen Aposteln galt seitens Jesu die Fussreinigung, den Staub abzuwaschen, den unser Weg durchs Leben mit sich bringt. Das Passahmahl hat hierin weiterhin eine gewichtige Funktion bis Jesus wiedergekehrt ist, weil wir dort Gottes „unverdiente Güte“ für unsere Fehler erneut in Anspruch nehmen dürfen und so in Gemeinschaft mit Christus verbleiben.

 

Ein weiteres Beispiel für die etwas voreiligen Worte des Petrus zeigte sich auch nach dem Abendmahl, kurz vor Jesu Gefangennahme. Lukas zeigt, dass Jesus zum zweiten Mal Petrus mit Satans Begehren in Verbindung bringt. Jesus kündigt ihm aber bereits an, dass er nachdem er gestrauchelt sei zurückkehren werde.

 

Petrus wird sich bewusst Jesus drei Mal verleugnet zu haben ehe der Hahn krähte*** Rbi8  Lukas 22:31-34 ***

Simon, Simon, siehe, der Satan hat danach verlangt, euch wie Weizen zu sichten. 32 Ich aber habe für dich gefleht, daß dein Glaube nicht nachlasse; und du, bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder.“ 33 Dann sagte er zu ihm: „Herr, ich bin bereit, mit dir sowohl ins Gefängnis als auch in den Tod zu gehen.“ 34 Er aber sprach: „Ich sage dir, Petrus: Ein Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, mich zu kennen.“

 

Wie Petrus, so sehen auch wir uns hin und wieder weit stärker als wir es in Wirklichkeit sind! Wie er glauben wir festzustehen, wo andere straucheln: Wenn auch alle anderen deinetwegen zum Straucheln kommen, werde ich niemals zum Straucheln gebracht werden!“ gibt Matthäus dieselbe Stelle wieder (Mat 26:33) Die Selbstsicherheit des Petrus kam in derselben Nacht zur Prüfung, nachdem Jesus verhaftet und gefangen gesetzt worden war.

 

Zuerst schlief er wie die übrigen auch aus Müdigkeit ein, als Jesus die Apostel aufforderte mit ihm zu beten (Mat 26:40-46). Dann aber, als Jesus gefangen wurde war es Petrus, der sich mit dem Schwert für ihn einsetzte. Jesus ermahnte ihn hier aber zudem, dass jeder der zum Schwert greifen würde durch das Schwert getötet werde! Jesus heilte das Ohr, das Petrus dem Sklaven des Hohepriesters Malchus abgehauen hatte (Mat 26:51, 52; Joh 18:10, 11).

 

Erst als der Hahn in jener Nacht drei Mal krähte wurde ihm bewusst, dass Jesus vorhergesagt hatte, dass er ihn drei Mal verleugnen würde. Jedes Mal in der Gefahr entdeckt zu werden hatte er geleugnet ein Jünger Jesu zu sein! Petrus ging tieftraurig weg und bereute von Herzen. Jesus vergab ihm auch dies und liess ihn durch die drei Frauen nach der Auferstehung besonders grüssen, um ihn zu ermuntern (Mar 16:7). Petrus hatte nicht willentlich gegen den heiligen Geist gesündigt, sondern strauchelte aus Schwachheit in einer Situation der Gefahr. Jesus aber stärkte Petrus durch die Worte, welche ihm die Frauen mitteilten die vom Grab her zu den Aposteln geeilt waren, damit er sich aufrichte und um nun seinerseits die anderen zu stärken und zu helfen deren eigene Schwächen zu überwinden!

Die Wahl des Matthias zum Apostel erweist sich im Nachhinein als Stolperstein

Es scheint, dass Petrus auch kurz vor Pfingsten etwas voreilig gehandelt hat, als er und die übrigen Apostel innerhalb von etwa hundertzwanzig Anwesenden im Obersaal in Jerusalem einen Text in den Psalmen auf sich anwendeten, um an der Stelle des Verräters Judas-Iskariot einen zwölften Apostel auszuwählen. Wer die Psalmen und Propheten die über Judas und den Verrat aufmerksam liest, aus denen Petrus zitiert, der bemerkt, dass die Vorhersagen an Christus selbst gerichtet sind (Ps 41:7-10; 55:12-16, 23; 69:25; Sach 11:12). Nur er kann seine persönlichen Abgesandten erwählen und Jehova muss dies zudem bestätigen! (Lu 6:13; 12:32; Joh 6:70; 15:16)

 

Erwählung des Mathias durch Petrus: Ein voreiliger Schritt Diese Ernennung des Matthias seitens des Petrus und der Apostel führte später zu grossen Problemen, als Jesus selbst den Apostel Paulus zu seinem Apostolat ernannte. Die Frage schwelte im Raum, wer nun wirklich den Zwölfen zugezählt werden sollte. Die „Ebioniten“ Jerusalems glaubten, dass Matthias, die „Paulikaner“ waren überzeugt, dass Paulus der wahre Apostel Christi sei.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:15-22 ***

In diesen Tagen nun erhob sich Petrus inmitten der Brüder (es war eine Menge von insgesamt etwa hundertzwanzig Personen) und sagte: 16 „Männer, Brüder, es war notwendig, daß das Schriftwort erfüllt werde, das der heilige Geist durch den Mund Davids über Judas vorhergesagt hatte, der denen, die Jesus festnahmen, zum Wegweiser wurde, 17 denn er war zu uns gezählt worden und erlangte einen Anteil an diesem Dienst. 18 (Dieser nun erwarb sich mit dem Lohn für Ungerechtigkeit ein Feld, und kopfüber stürzend, barst er krachend mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet. 19 Es wurde auch allen Bewohnern Jerusalems bekannt, so daß jenes Feld in ihrer Sprache Akeldama, das heißt Blutfeld, genannt wurde.) 20 Denn es steht im Buch der Psalmen geschrieben: ‚Möge sein Unterkunftsort öde werden, und möge niemand darin wohnen‘ und: ‚Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.‘ 21 Es ist daher notwendig, daß von den Männern, die während der ganzen Zeit mit uns zusammenkamen, in der der Herr Jesus bei uns ein und aus ging, 22 angefangen von der durch Johannes vollzogenen Taufe bis zu dem Tag, an dem er von uns weg hinaufgenommen wurde, einer von diesen mit uns Zeuge seiner Auferstehung werde.“

 

Das Schriftwort Davids war aber an Jesus gerichtet, der allein zu bestimmen hat, wer seine Abgeordneten sind! Zudem hatte Jesus sich den Aposteln während vierzig Tagen als Lebend gezeigt und war mit über fünfhundert Jüngern einmal versammelt am See in Galiläa, ohne dass er diesen Entscheid bereits getroffen hätte. Petrus handelte offensichtlich etwas voreilig und Matthias muss als „Apostel“ oder Abgesandter der elf erkannt werden, nicht aber als der von Jesus bestimmte Zwölfte!

 

*** Rbi8  Psalm 109:3-27 ***

Für meine Liebe widerstehen sie mir [[(Jesus)]] fortwährend;

Doch meinerseits, da ist Gebet.

 5 Und sie erstatten mir Böses für Gutes

Und Haß für meine Liebe.

 6 Bestelle einen Bösen über ihn [[(Judas-Iskariot)]],

Und möge ein Widerstandleistender selbst fortwährend zu seiner Rechten stehen.

 7 Wenn er gerichtet wird, gehe er als ein Böser hervor;

Und möge selbst sein Gebet zur Sünde werden.

 

"Lass einen andern seinen Platz einnehmen" Psalm 109" 8 Seine Tage mögen sich als wenige erweisen;

Sein Aufsichtsamt übernehme ein anderer.

 9 Mögen seine Söhne vaterlose Knaben werden,

Und seine Frau sei eine Witwe.

13 Seine Nachkommenschaft sei zur Abschneidung [bestimmt].

In der folgenden Generation werde ihr Name ausgetilgt.

16 Darum, weil er nicht gedachte, liebende Güte zu üben,

Sondern er jagte dem niedergedrückten und armen Mann unablässig nach

Und dem, der niedergeschlagenen Herzens war, um [ihn] zu Tode zu bringen.

17 Und er liebte fortwährend den Fluch, so daß er auf ihn kam;

Und er fand kein Gefallen an dem Segen,

So daß er von ihm weit entfernt wurde;

20 Dies ist der Lohn von Jehova für den mir Widerstehenden

Und für die gegen meine Seele übel Redenden.

21 Du aber bist Jehova, der Souveräne Herr.

Handle mit mir um deines Namens willen.

Weil deine liebende Güte gut ist, befreie mich [[(aus den Fesseln des Todes)]].

22 Denn ich bin niedergedrückt und arm,

Und mein Herz, es ist in meinem Innern durchbohrt worden.

23 Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, muß ich dahingehen.

Ich bin abgeschüttelt worden wie eine Heuschrecke.

24 Meine Knie selbst haben geschlottert vom Fasten,

Und mein Fleisch, es ist abgemagert, ohne Öl.

25 Und ich selbst bin ihnen zu etwas Schmählichem geworden.

Sie sehen mich — sie beginnen ihren Kopf zu schütteln.

26 Hilf mir, o Jehova, mein Gott;

Rette mich gemäß deiner liebenden Güte.

27 Und mögen sie erkennen, daß dies deine Hand ist,

Daß du selbst, o Jehova, es getan hast.

 

David schrieb unter Inspiration die späteren Gedanken und Worte auf Jesus, den „Samen Davids“ gerichtet nieder! Nur er wurde für uns durchstochen! Ihn allein rettete Jehova aus dem Tod indem er ihn als dasselbe Geistwesen Michael auferweckte, das er zuvor war. Er selbst musste den „Tempel seines Leibes“ am Ende des dritten Tages wiederum herrichten (Joh 2:18-22). Die Pronomen „ich“, „mir“, „mich“, „mein“, „meine“, „meinem“, „meinerseits“ bestätigen dies deutlich! 

 

Petrus jedoch interpretiert etwas voreilig noch bevor „heiliger Geist“ auf die 120 versammelten Jünger fiel. Erst danach war nun auch jenen der Sinn der Schriften in Bezug auf Jesus klar geworden, dass es nicht Aufgabe der übriggebliebenen Apostel sei zu handeln und Ersatz für Judas zu bestimmen. Das Los aber war es, das zwischen zwei Kandidaten entschied, nicht Jesus selbst! Keiner der Apostel war durch das Los zuvor erwählt worden!

 

Jesus zeigte zudem durch die Wahl des Paulus, dass es nicht notwendigerweise eine Person gewesen sein musste, welche die ganze Zeit mit Jesus war. Vielmehr sollte jener aufgrund eines festen Herzens und des Schriftwortes und Zeugnisses jener die mit Jesus waren, vor allem aber aufgrund von Visionen die Jesus geben würde nun sein persönlicher Abgesandter für die Nationen sein! Nur Paulus war dies vergönnt Dinge zu sehen, die weit über die Szene des verherrlichten Jesus hinausgingen und nur ihm wurden jene heiligen Geheimnisse offenbart, die mit der Aufrichtung des geistigen Tempels, der Früh- und Erstauferstehung parallel gehen. Dies ist Beginn der Wiederherstellung des Paradieses, das ihm in einer Vision hautnah gezeigt wurde! Nur Paulus hat uns das Geheimnis der „drei Himmel“ erhellt!

 

Paulus durfte sich übernatürlicher Visionen erfreuen, wie Gott durch Jesus ihn als 12. Apostel erwählte *** Rbi8  2. Korinther 12:1-7 ***

Ich muß mich rühmen. Es ist nicht nützlich; aber ich werde auf übernatürliche Visionen und Offenbarungen [des] Herrn übergehen. 2 Ich kenne einen Menschen in Gemeinschaft mit Christus, der vor vierzehn Jahren — ob im Leib, weiß ich nicht, oder außerhalb des Leibes, weiß ich nicht; Gott weiß es — als solcher bis zum dritten Himmel entrückt wurde. 3 Ja, ich kenne einen solchen Menschen — ob im Leib oder getrennt vom Leib, weiß ich nicht, Gott weiß es —, 4 daß er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die zu reden einem Menschen nicht erlaubt ist. 5 Über einen solchen Menschen will ich mich rühmen, doch will ich mich nicht meiner selbst rühmen, ausgenommen hinsichtlich [meiner] Schwachheiten. 6 Denn wenn ich mich je rühmen will, werde ich nicht unvernünftig sein, denn ich werde die Wahrheit sagen. Doch halte ich mich davon zurück, damit mir niemand mehr zugute halte, als was er an mir sieht oder was er von mir hört, 7 nur wegen des Übermaßes der Offenbarungen.

 

Paulus redet die Wahrheit in allem und ist ein vertrauenswürdiger Zeuge, der wahre zwölfte Apostel, von Jesus erwählt und durch „den Geist Gottes“, durch Jesus selbst in sehr viele Details eingeführt worden! Die Apostel ihrerseits konnten ihm „nichts neues mitteilen“, was er nicht bereits aus den Schriften konnte oder durch Jesus direkt instruiert worden wäre (Gal 2:6-10).

                           

Was meint die Bibel mit dem Ausruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Aufgrund dieser voreiligen Entscheidung des Petrus ergaben sich Schwierigkeiten für Paulus, sein wahres Apostolat zu verteidigen, da von Beginn an viele eher dem Apostolat des Matthias zuneigten, als den früheren Verfolger des „Weges“ als von Jesus „auserwähltes Gefäss“ anzuerkennen! Jesus selbst bestätigte Ananias gegenüber seine Wahl, der zuerst zögerte Jesu Auftrag zur Taufe des Saulus anzunehmen!

 

Saulus nun als Paulus bei  Ananias in Damaskus *** Rbi8  Apostelgeschichte 9:13-16 ***

Ananias aber antwortete: „Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wieviel Schaden er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. 14 Und hier hat er die Befugnis von den Oberpriestern, alle, die deinen Namen anrufen, in Fesseln zu legen.“ 15 Aber der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, denn dieser Mann ist mir ein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen sowohl zu den Nationen als auch zu Königen und den Söhnen Israels zu tragen. 16 Denn ich werde ihm deutlich zeigen, wieviel er für meinen Namen leiden muß.“

 

Der Entscheid des Petrus betreffend der Wahl, welche Matthias bestimmte hatte auch später langfristige Konsequenzen, da nun ab dem zweiten und dritten Jahrhundert Bischöfe sich in der Katholischen Kirche in den Schuhen der Apostel sahen, sich ebenso berechtigt erklärten für verstorbene Päpste einen Nachfolger zu bestimmen.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:23-26 ***

Da stellten sie zwei auf, Joseph, genannt Barsabbas, der den Beinamen Justus hatte, und Matthias. 24 Und sie beteten und sprachen: „Du, o Jehova, der du das Herz aller kennst, bezeichne, welchen du von diesen beiden Männern erwählt hast, 25 damit er den Platz dieses Dienstes und Apostelamtes einnehme, von dem Judas abgewichen ist, um an seinen eigenen Ort zu gehen.“ 26 Da warfen sie Lose über sie, und das Los fiel auf Matthias; und er wurde den elf Aposteln zugezählt.

 

Matthias darf deshalb als Abgesandter der Apostel angesehen werden, nicht aber als der von Gott bestimmte zwölfte Apostel, da Gott mit Jesus später eine andere Wahl traf! Paulus selbst bestätigt: „Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, und alle Brüder bei mir an die Versammlungen von Galạtien:“ (Gal 1:1) Die Zahl der Apostel bleibt für ewig auf zwölf bestimmt, wie es Offenbarung 7:1-8 deutlich erweist! Im Kapitel 21 wird bestätigt: „Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.“ (Off 21:14)

Nur Christus unter Gottes Führung war berechtigt die Wahl seiner Apostel zu treffen!

Die Erwählung des Paulus etwa drei Jahre nach Pfingsten durch Gott und Jesus zeigte aber deutlich, dass nur SIE, nicht aber die Apostel dazu berechtigt sind einen solchen Entscheid zu treffen und auch nicht der Zufall durch das Los so etwas bestimmen kann!

 

Paulus selbst bestätigt sein wahres Apostolat an mehreren Stellen in seinen Briefen, was darauf schliessen lässt, dass ihm einige in den Versammlungen diesen Posten bereits streitig machten!

 

*** Rbi8  Galater 1:1-2 ***

Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, 2 und alle Brüder bei mir an die Versammlungen von Galatien:

 

Bis zum Ende seines Lebens verteidigte Paulus diese seine auserwählte Stellung. Er hatte direkte Visionen von Jesus, ihm erschien der „heilige Geist“ mehrfach und er schrieb die grösste Anzahl von Bibelbüchern in Form von Briefen unter Inspiration des selben heiligen Geistes!

 

Am wahren Apostolat des Paulus lässt sich nicht zweifeln und die Offenbarung zeigt für den Abschluss des Systems, dass nur die von Jesus erwählten zwölf Apostel die Eingangstore Jerusalems bewachen und sie die Grundsteine der Mauer Jerusalems bilden!

 

"Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes."*** Rbi8  Offenbarung 21:12-14 ***

Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel [[(gr. aggelos = Boten; Vorsteher)]], und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. 13 Von Osten waren es drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore. 14 Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

 

Die Tore bilden Teil der Mauer des „neuen Jerusalem“ und jeder der „zwölf Grundsteine“ bedeutet den Eckpunkt eines der „zwölf Tore“, durch welche „die neue Nation“ aus 144.000 Priesterkönigen, „die nicht vor Scham erbleicht“ in die Stadt einziehen wird! Jeder Apostel kontrolliert seine 12.000 ihm zugeordneten Erstlinge Israels beim Einzug durch diese zwölf symbolischen Tore, all jene die Jesus mit seinem Blut erkaufte.

 

*** Rbi8  Zephanja 2:1-3 ***

Versammelt euch, ja führe das Sammeln durch, o Nation, die nicht vor Scham erbleicht. 2 Ehe [die] Satzung [irgend etwas] gebiert, [ehe der] Tag wie Spreu vorübergegangen ist, ehe die Zornglut Jehovas über euch kommt, ehe der Tag des Zornes Jehovas über euch kommt, 3 sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die [ihr] SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.

 

Das Geschehen am Tag von Jesu Wiederkehr auf dem Ülberg, im Kidrontal und auf dem TempelbergPaulus wird seinen Anteil von 12.000 sanftmütigen, werdenden Priesterkönigen an jenem Tag, dem 1.Tischri nach Harmagedon durch sein nach ihm benanntes Tor anführen! Ob dies 12'000 aus den Nationen Erwählte sein werden oder ob weit mehr auch den anderen Stämmen zugeordnet werden überlassen wir Gottes Entscheid!

 

 

Petrus unvorsichtige Stellungnahme in der Beschneidungsfrage und betreffend der „trennenden Zwischenwand

Als aber einige Männer aus dem Kreis bekehrter Pharisäer nach Antiochia kamen und behaupteten, dass die Beschneidung am Fleische weiterhin ein Erfordernis auch für Christen gewordene Männer aus den Nationen sei, da entstand eine grosse Kluft, da jene Christen dies als eine Last und zudem erschwerend ansahen, die gute Botschaft erfolgreich zu verbreiten.

 

Zudem behaupteten jene Christen aus den Pharisäern, müssten sich beschnittene „Ebioniten“ von allen unbeschnittenen „Paulikanern“ distanzieren. So verlangten jene dies, wie es das GESETZ Mose ursprünglich forderte, bevor Jesus Veränderungen vornahm! Das führte zu einer Spaltung der Versammlung. Selbst Petrus und Barnabas liessen sich durch jene Männer verführen und stimmten ihnen vorerst zu. Paulus kostete es grosse Mühe diesen fatalen Irrtum eines aufkeimenden Zweiklassensystems zu beenden und erst eine Reise nach

 

Jerusalem und das dort eilends einberufene und später so genannte Apostelkonzil stellte die bisherige Ordnung durch ein Schreiben des Jakobus wieder her!

 

Dieses Ereignis zeigt somit eine spätere Schwäche des Petrus, als er entgegen seiner eigenen Erfahrung die er bei der Taufe des Kornelius gemacht hatte sich unter Druck plötzlich davon distanzierte. Jesus hatte selbst „heiligen Geist“ über die Hausgemeinschaft des Kornelius ausschüttet, noch bevor jene getauft waren und damit gezeigt, „dass niemand das verunreinigt nennen soll, was Gott gereinigt hat“! Petrus selbst bestätigte dies später am Apostelkonzil!

Warnungstafel am Soreg beim Tempel. welches das Gebiet der Israeliten begrenzte

Einige von den Pharisäern verlangten aber nach wie vor die Beschneidung der Christen aus den Heiden und zudem, dass jene „das ganze GESETZ Mose“ halten müssten, auch jene Teile, die Jesus eindeutig beendet hatte, wie die „trennende Zwischenwand“, den geistige „Soreg“ im Tempel Jerusalems zwischen Beschnittenen und Unbeschnittenen, die er entfernt hatte, wie Paulus dies später im Brief an die Epheser beschrieb! (Apg 15:1-5)

 

*** Rbi8  Epheser 2:14 ***

Denn er ist unser Frieden, er, der die zwei Teile zu einem machte und die Zwischenwand, die sie voneinander abzäunte, vernichtete.

 

Diese zwei Parteien waren nun in ihren Aussagen so widersprüchlich, dass es in der Versammlung selbst zu harten Diskussionen führte. Nur durch das Hören auf die Aussagen und Handlungen des „heiligen Geistes“, was Jesus erläuterte und bewirkt hatte, konnte das Problem beseitigt werden! Die Worte des Petrus waren dort entscheidend:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:6-11 ***

Da versammelten sich die Apostel und die älteren Männer, um diese Angelegenheit zu erwägen. 7 Nachdem man nun viel disputiert hatte, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: „Männer, Brüder, ihr wißt wohl, daß Gott von frühen Tagen an die Wahl unter euch getroffen hat, daß durch meinen Mund Leute aus den Nationen das Wort der guten Botschaft hören und glauben sollten; 8 und Gott, der das Herz kennt, legte Zeugnis ab, indem er ihnen den heiligen Geist gab, so wie er [ihn] auch uns gegeben hat. 9 Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt. 10 Nun denn, warum stellt ihr Gott auf die Probe, indem ihr den Jüngern ein Joch auf den Nacken legt, das weder unsere Vorväter noch wir tragen konnten? 11 Im Gegenteil, wir vertrauen, daß wir durch die unverdiente Güte des Herrn Jesus auf dieselbe Weise gerettet werden wie auch jene.“

 

Petrus bestätigt zweifelsfrei, dass nicht unreine Tiere gereinigt wurden, wie Schweine, um nun geschlachtet und verzehrt werden zu dürfen, sondern dass jenes herabgelassene Tuch mit allerlei unreinen Tieren nur ein für Petrus verständliches Gleichnis bedeutete, dass Gott nun Menschen der Nationen von Unreinheit gereinigt hatte! „Und er hat gar keinen Unterschied zwischen uns und ihnen gemacht, sondern hat ihr Herz durch Glauben gereinigt.” Nicht wie einige heute behaupten und die Worte des Petrus verdrehen, war das GESETZ an sich kein Joch auf dem Nacken der Vorväter, sondern die darin verlangte Beschneidung erwachsener Männer, von Proselyten die aufgrund ihres Glaubens zum Volk Israel gehören wollten!

 

Damit zeigte derselbe „heilige Geist“ oder dasselbe Geistgeschöpf, Jesus an, dass die Beschneidung kein weiteres Erfordernis für Menschen der Nationen war, um getauft zu werden! So wurde es auch von Paulus nach der Beschneidung des Kornelius unter den Versammlungen der Nationen praktiziert und gelehrt und bildete damit unveränderlicher Bestandteil der guten Botschaft!

Petrus als mutiger Verfechter der Treue zur wahren „obrigkeitlichen Gewalt eines Christen

Durch das eifrige Predigen, dass Jesus, den die Juden ums Leben gebracht hatten der wahre von Gott verheissene Messias sei, gab es bald Schwierigkeiten mit den jüdischen Autoritäten. Die Apostel wurden gefangen gesetzt, durch ein Wunder aber kamen sie frei und wurden danach im Tempel während sie erneut predigten ein weiteres Mal in Gewahrsam genommen und nun dem hohen Rat des Sanhedrins zugeführt.

 

Die Apostel vor dem Sanhedrin. Petrus erklärt: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen." *** Rbi8  Apostelgeschichte 5:25-32 ***

Es traf aber jemand ein und berichtete ihnen: „Seht! Die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk. 26 Da ging der Hauptmann mit seinen Beamten hin und machte sich daran, sie zu holen, doch ohne Gewalt, da sie befürchteten, vom Volk gesteinigt zu werden.

27 Sie brachten sie also herbei und stellten sie in den Saal des Sanhedrins. Und der Hohepriester befragte sie 28 und sprach: Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen. 29 Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“

 

Petrus zeigte Mut, ja, wirkliche Zivilcourage als er dem Sanhedrin antworte und deren Hauptschuld bestätigte den Tod eines Unschuldigen und zudem eines göttlichen Abgesandten bewirkt zu haben! Petrus gibt uns darin ein hervorragendes Beispiel, dass wir nicht den Autoritäten dieses „Systems der Finsternis“ letzten Gehorsam schulden, sondern Gott! „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“.

 

Das Vorbild zeigt deutlich, dass menschlichen Richtern und hohen Beamten, sowie Kirchenvorstehern (Hoherpriester und Oberpriester) die uns zu einer von Gott verworfenen Handlung zu zwingen versuchen mit notwendigem Respekt aber mit Bestimmtheit offen entgegenzutreten ist! Stets sollten wir dabei bedenken, dass Jesus der von Gott bestimmte letzte Richter ist, der aufgrund jedes der von ihm geredeten Worte Recht sprechen wird!

 

*** Rbi8  Johannes 12:48 ***

Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag

 

Ob dem Staat, der Religion oder Führern der Wirtschaft, die Jesu Worte missachten, jenen ist kein Gehorsam zu zollen. Wo wir ihnen gehorchen, da anerkennen wir sie doch als solche, die über dem Christus stehen, da sie ihm ja widersprechen und ihm zuwider handeln! Damit bieten wir uns jenen als „Sklaven“ an! Wir müssen nicht Menschen gefallen, sondern Christus, dessen Sklaven wir in der Taufe geworden sind!

 

*** Rbi8  Galater 1:10 ***

Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave.

 

Dieses System mit seiner ganzen Macht und Autorität wird enden, wer aber Gottes Willen erfüllt erhält ewiges Leben, all denen, „die ihm [Gott] als dem Herrscher gehorchen“!

Paulus duldete keine Aufspaltung in ein Zweiklassensystem von Priestern und Laien

Dass die einmal aufgeworfenen Probleme aber damit nicht beendet waren zeigt sich im späteren Schreiben des Paulus an die Galater, wo verschiedene Details erstmals ans Licht kommen. Diese bezieht Lukas in der Apostelgeschichte später mit ein, geht aber nicht spezifisch auf Fehlverhalten ein, was diese in ihrer Tiefe bedeuten. Paulus wies darauf hin, dass jeder, der die bisher von den Aposteln verbreitete gute Botschaft verändere erneut unter einen „Fluch“ komme! Er bezieht in diesen „Fluch“ selbst Engel und Apostel mit ein, selbst auch im Hinblick auf das zuerst ungebührliche Verhalten des Petrus. Dieser aber bereute sein voreiliges Fehlverhalten später. Er redete Paulus am Apostelkonzil vollkommen das Wort und beeinflusste damit die Mehrheit und den Entscheid durch „heiligen Geist“, durch das unveränderte Wort Gottes! So schrieb Paulus etwa zwei Jahre danach: (Apg 15:1-11)

 

Fluch gegen alle Verdreher und Verwässerer von Gottes Weg*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Paulus musste aufgrund der inneren Anfeindungen seitens einiger Vorsteher aus der Gruppe der Pharisäer sein Apostolat und seine Form der Verkündigung der „guten Botschaft“ somit weiterhin hart verteidigen! Innerhalb der Vorsteher Jerusalems, der „Ebioniten“ begann sich eine Strömung zu bilden, welche sich aufgrund der Beschneidung ein Primat zuordneten und glaubten, den Versammlungen des Paulus, den „Paulikanern“ ihre Lehrmeinung aufoktroyieren zu dürfen. Paulus wehrt sich gegen jene mit aller Härte und verteidigt damit sein wahres Apostolat und die „unveränderte gute Botschaft“, die er mittels Visionen von Christus erhalten hatte! Jede Versammlung stand direkt unter Führung des „heiligen Geistes“ der gesamten Schriften und nicht unter einer Organisationsstruktur!

 

Die Streitfrage um die Beschneidung und um ein Zweiklassensystem: „Ebioniten“ als beschnittene Führungselite und „Paulikaner“, als am Fleische unbeschnittene Christen in der Rangordnung des unteren Volkes, solches musste von Beginn an ausgeschaltet werden. Diese Gedanken waren für ihn undenkbare Alternativen zur bisherigen vollkommenen Einheit des „Leibes des Christus“, der Versammlung! Es waren zwar zwei unterschiedliche „Fischerbote“, für unterschiedliche Gewässer bestimmt aber ein einziger Besitzer und Herr! Er wird darüber bestimmen, welche in jedem der Netze gefangen Fische gut und welche schlecht sind!

 

*** Rbi8  Matthäus 13:47-50 ***

Wiederum ist das Königreich der Himmel einem Schleppnetz gleich, das ins Meer hinabgelassen wurde und [Fische] von jeder Art zusammenbrachte. 48 Als es voll wurde, zog man es herauf an den Strand, und nachdem man sich gesetzt hatte, las man die vortrefflichen in Gefäße zusammen, die unbrauchbaren aber warf man weg. 49 So wird es beim Abschluß des Systems der Dinge sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten trennen 50 und werden sie in den Feuerofen werfen. Dort wird [ihr] Weinen und [ihr] Zähneknirschen sein.

 

Paulus anerkannte keinen aufgeteilten Tempel in eine Priesterklasse und Laien! Das wurde erst später nach seinem Tod von der Sekte der Nikolaiten und dann der daraus sich entwickelnden Katholischen Kirche in treuer Kopie der aufständischen Korah, Datan und Abiram eingeführt. 

Eindringliche Warnung vor „eingeschlichenen falschen Brüdern“ auch für uns heute!

Paulus zeigt im Brief an die Galater weiter, wie Petrus selbst sein neues Apostolat unterstützte, dies etwa drei Jahre nach seiner Auserwählung durch Jesus. Hierzu ging Paulus nach Jerusalem hinauf, wo er sich Petrus, Johannes und Jakobus in Jerusalem vorstellte. Petrus hatte dort zu Beginn keine Tendenz hin zur Beschneidung von bekehrten Männern aus den Nationen gezeigt.

 

Als Paulus vierzehn Jahre danach und ebenso langer Predigttätigkeit erneut nach Jerusalem ging, mit Barnabas und dem  unbeschnittenen Titus an der Seite, hatte sich daran immer noch nichts geändert. Niemand verlangte eine Beschneidung, obwohl dieses Thema der Beschneidung seit der Taufe des Kornelius latent bei der Gruppe der Pharisäerchristen in Judäa im Blickpunkt stand! Vor deren Sauerteig aber hatte Jesus seit Beginn gewarnt! (Mat 16:11, 12)

 

*** Rbi8  Galater 2:1-5 ***

Dann, nach vierzehn Jahren, ging ich wieder nach Jerusalem hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit. 2 Ich begab mich aber zufolge einer Offenbarung hinauf. Und ich legte ihnen die gute Botschaft vor, die ich unter den Nationen predige, jedoch den hervorragenden Männern persönlich, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre. 3 Trotzdem wurde nicht einmal Titus, der bei mir war, genötigt, sich beschneiden zu lassen, obwohl er ein Grieche war. 4 Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Paulus nennt jene Gruppe aus den Pharisäern öffentlich und ohne Scheu „falsche Brüder“, die auf Unterwerfung anderer aus waren! Er verteidigt aber die Freiheit jeder einzelnen Versammlung, so lange sie der unverfälschten guten Botschaft folgt! Wir könnten nach aller Beobachtung verschiedenster Kirchen und Sekten nur zum selben Schluss gelangen, dass jene den Pharisäern gleich handeln und ein Zweiklassensystem fördern, das eine der führenden Elite und jenes andere, der von jenen „blinden Leitern“ geführten übrigen „Blinden“!

 

Gemeinschaft mit Christus ist nicht an eine Stellung innerhalb einer Hierarchie gebunden, sondern daran, Jesu Gebote zu erfüllen und damit unsere Liebe zu ihm unter Beweis zu stellen! Damit verbleiben wir in seiner Gemeinschaft!

 

*** Rbi8  Johannes 14:20-21 ***

An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

Jene aber, die sich gerne als „Grosse“ darstellen werden von Jesus als „Geringste“ bezeichnet, weil sie weder Gottes GESETZ halten noch diese kleinsten der Gebote andere belehren! Paulus identifiziert jene „falschen Brüder“ zudem als die „hervorragendsten Männer“, die er selbst ebenso als Geringste betrachtet und sie auch so behandelt, uns zu einem Vorbild nicht vor jenen zu erschrecken (Mat 5:19, 20).

 

Priester als "Lohnhirten" vor einem Altar den Gott nicht anerkennt*** Rbi8  Galater 2:6-10 ***

Die aber ihrerseits, die etwas zu sein schienen — was auch immer für Leute sie früher waren, macht für mich keinen Unterschied — Gott geht nicht nach der äußeren Erscheinung eines Menschen —, ja jene hervorragenden Männer teilten mir nichts Neues mit. 7 Sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut war, so wie Petrus für die Beschnittenen [damit betraut war] — 8 denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 10 Nur sollten wir die Armen [[(aram. transliteriert: ebioniten)]] im Sinn behalten. Gerade das habe ich mich auch ernstlich zu tun bemüht.

 

Zum ersten Mal wird durch Paulus eine deutliche Aufteilung unter jene zwei Gruppen, die „Ebioniten“ („die Armen“) unter der Führung des Petrus und den „Paulikanern“, „Menschen der Nationen“ unter seiner eigenen Leitung aufgezeigt! Dieselbe Aufteilung aber lässt sich in der Schrift weiter zurückverfolgen bis zu den zwei in Ägypten geborenen Söhne Josephs, dem Erstgeborenen Manasse und dem Zweitgeborenen Ephraim! Joseph symbolisiert dabei Jesus, in seiner gesamten Existenz im Himmel. Alle zwölf Stämme und deren Vorsteher müssen sich schlussendlich vor ihm verbeugen wie die Garben im Traum des Joseph!

 

Jesus ist es, der für die Rettung der zwölf Stämme Israels von Gott eingesetzt wurde! „Manasse“ ist dabei Symbol für die fleischlichen Nachkommen Abrahams, die Beschnittenen „Ebioniten“, mit ihrem Haupt Juda. „Ephraim“ dagegen stellt die von Juda abgetrennten zehn Stämme dar, das Zehnstämmereich Israel und in der Endzeit das geistige Israel, die „am Herzen Beschnittenen“ aus den Nationen. Die Aufgabenteilung von Seiten Gottes lautete somit: „... denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen“.

 

Petrus aber wurde selbst zuerst in Antiochia schwach und zeigte Menschenfurcht. Bestimmt versuchten jene aus dem Kreis der Pharisäer ihn als „Haupt“ hervorzuheben, während in Jerusalem deren Wahl auf Jakobus, Jesu Halbbruder gefallen war. Paulus aber kämpfte wie ein verletzter Löwe um die Unabhängigkeit und verwarf jede Form von Unterjochung unter eine zentral geleitete Hierarchie!

 

Kephas (Petrus) in Antiochia*** Rbi8  Galater 2:11-14 ***

Als Kephas [[(Petrus)]] jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen. 13 Auch die übrigen Juden schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg gemäß der Wahrheit der guten Botschaft wandelten, sagte ich vor ihnen allen zu Kephas: „Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst wie die Nationen und nicht wie Juden, wie kommt es, daß du Leute von den Nationen nötigst, gemäß jüdischem Brauch zu leben?

 

Inwiefern stand Petrus verurteilt da? Er hatte sich in eine Rolle drängen lassen, die den früheren Zusagen und dem Zeugnis Jesu im Falle des Kornelius eindeutig zuwider lief! „Euer Ja bedeute ja, Euer Nein, nein“ hatte Jesus gesagt. Zudem sollte keiner der Apostel sich über die anderen erhöhen! Die Gruppe der Beschnittenen aber begann auf die Unbeschnittenen Druck auszuüben und Furcht vor ihnen einzuflössen! Jüdisches Brauchtum wurde über Jesu Gebot gestellt! Der „gerade Weg der Wahrheit“ war offensichtlich verlassen worden!

 

Petrus kehrte offensichtlich von diesem Fehlverhalten rechtzeitig um und verteidigte den Paulus und seine Lehren künftig, was deutlich am Apostelkonzil ein Rückzug der Gruppe um Jakobus zu Gunsten der Unabhängigkeit der Versammlungen des Paulus bedeutete! Der angerichtete Schaden innerhalb der Versammlungen aber wurde nur zum Teil wieder eingerenkt! Der spätere Abfall der Versammlungen Asiens von Paulus markiert diesen Umstand und die beiden Schreiben des Petrus sind auch aus diesem Zusammenhang heraus wichtig zu sehen, weil sie in dieselbe Zeit fallen!

 

Die Qualitäten des Petrus, seine von Herzen kommende Spontaneität, sein Mut zu öffentlicher Rede, sein Auftreten vor dem Sanhedrin, seine Kraft Kerkerhaft und Schläge auf sich zu nehmen, seine Verteidigung des Paulus betreffend der Beschneidungsfrage, sein Mut lange Reisen wie die nach Antiochia und nach Babylon zu unternehmen, um die Versammlungen der „Ebioniten“ unter den „Paulikanern“ zu stärken, all diese Dinge gehen aus den Evangelien und der Apostelgeschichte deutlich hervor und stellen die Schwächen des Petrus in den Schatten!

 

Jesu Handeln mit Petrus, der Fehler und Schwächen zeigte und das mit Paulus, der vorab ein Gegner und Todfeind des „Weges“ war zeigt uns, dass auch diese unsere Schwächen und Fehler durch Jesus vor Gott vergeben werden können, wenn wir ebenso wie jene Apostel unseren Glauben fest auf Christus und auf seine Wiederkehr gerichtet halten. Petrus wie auch Paulus mussten Milde zeigen und einander vergeben lernen. Darin sind sie uns herausragendes Beispiel! Im 2.Brief schreibt Petrus:

 

*** Rbi8  2. Petrus 3:15-16 ***

Betrachtet ferner die Geduld unseres Herrn als Rettung, so wie euch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit ebenfalls schrieb, 16 indem er von diesen Dingen redete, wie er das auch in all [seinen] Briefen tut. Darin sind jedoch einige Dinge schwer zu verstehen, die die Ungelehrten und Unbefestigten [[(in den Schriften)]] verdrehen, wie [sie es] auch, zu ihrer eigenen Vernichtung, mit den übrigen Schriften [tun].

 

Offenbar wusste Petrus noch nichts vom Tod des Paulus, da er in jenem selben Todesjahr 64 u.Z. nicht in Rom, sondern in Babylon weilte! Er anerkennt aber die herausragenden Qualitäten des Paulus und dessen Weisheit, die möglicherweise die der übrigen Apostel überstrahlte! Er zeigt zu ihm offen seine Zuneigung und Achtung.

 

Petrus stellt sich inzwischen aber klar gegen die Feinde des Paulus, die ihn kritisierten, die seine Schriften verdrehten, wie sie es ja auch mit den übrigen Propheten tun. Ein genauer und von jeden Dogmen unbeeinflusster Untersuch zeigt, dass Paulus vollkommen die Linie der Lehren der Propheten und die Worte Jesus verstand und daher auch vehement vertrat und verteidigte! Das ist es, was bei heutigen Kirchen und den meisten der Theologen fehlt, die sich lieber selbst in den Vordergrund schieben mit ihren Interpretationen, wie sich um genaues Verständnis aller Zusammenhänge zu scheren! Wenn heutige Frauenrechtlerinnen den Paulus zu Unrecht der Frauenfeindlichkeit beschuldigen, dann müssen sie dasselbe dem Petrus vorhalten! Beides aber entspricht nicht den Tatsachen, sondern beide verteidigten die Stellung des Mannes als „Haupt“ der Familie und der Versammlung, das schon damals einige Frauen an sich zu reissen versuchten! Moses hatte diese Regelung gesetzlich festgeschrieben. Beide aber zeigen in ihren Briefen und durch ihr Verhalten Liebe und Respekt zum „schwächeren Geschlecht“!

Die Umstände seines Todes

Die Bibel berichtet nichts über den Tod des Petrus. Die Online-Enzyklopädie Wikipedia gibt das Todesjahr um das Jahr 67 u.Z. an. Die Briefe scheinen kurz vor dem Tod des Petrus eingeordnet zu sein. Wir erachten daher dieses Jahr 67 u.Z. als eher unwahrscheinlich, da er vom Märtyrertod des Paulus im Jahre 64 u.Z. inzwischen bestimmt gewusst hätte. Die Apostelgeschichte des Lukas endet kurz vor der Befreiung des Paulus aus der 1.Gefangenschaft im Herbst 61 u.Z.. Die darauf folgende 4. Missionsreise des Paulus 61-63 u.Z. bis zu seiner 2.Gerfangennahme lässt sich aufgrund seiner letzten Briefe recht genau rekonstruieren. Darin ist aber von Petrus nie die Rede. Daraus heraus wird sehr unwahrscheinlich, dass Petrus zur selben Zeit wie Paulus in Rom war, weil jener ihn zumindest unter den Grüssenden mit Bestimmtheit erwähnt hätte!

 

Zeitband und Karte letzte Dienstreise des Paulus ab Rom bis zum Martyrium
 

Die weltliche und kirchenhistorische Geschichtsschreibung ordnet den Tod des Petrus somit um das Jahr 67 u.Z. an. Der von einigen Kreisen als Unecht und Fälschung bezichtigte 1.Klemensbrief, an die Gemeinde in Korinth gerichtet, der angeblich dem 4. Vorsteher in Rom (88-97 u.Z.) zugeschrieben wird sagt folgendes:

 

   Wegen Eifersucht und Neid sind die größten und gerechtesten Säulen verfolgt worden und haben bis zum Tode gekämpft. [...] Petrus, der wegen ungerechtfertigter Eifersucht nicht eine und nicht zwei, sondern viele Mühen erduldet hat und der so - nachdem er Zeugnis abgelegt hatte - ist gelangt an den (ihm) gebührenden Ort der Herrlichkeit.

 

Der Ort des Todes wird darin nicht erwähnt. Im Kapitel 5 wird von Verfolgung und Leiden des Petrus und Paulus geschrieben. Der Inhalt dreht sich um Streitigkeit in Korinth, wer dort den Vorsitz haben dürfe, da sich jene Vorsteher gegenseitig aus der Vormachtstellung verdrängten. Genau das, was Paulus im 2.Brief an die Korinther beanstandet hatte, dass einige bereits wie Könige zu herrschen versuchten. Ein Christentum, das sich um Mehrheiten scherte und sich um eine Führerperson zu vereinen begann konkurrierte mit anderen, die dasselbe versuchten oder bekämpfte jene, die sich allein zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ bekannten. Klemens unterscheidet im 38.Kapitel bereits zwischen Diakonen, Ältesten und Bischöfen. Die Presbyteros, die Laien auf der einen und die Episkopos, die herrschende Priesterschaft auf der anderen Seite. Das Zweiklassensystem der Leitenden und Dienenden wird verfestigt! Die spätere Kirchenhierarchie gründet darauf.

 

Was bewirkt "Sauerteig" in christlichen Organisationen?
 

Der Ausdruck des Klemens: „Petrus ... ist gelangt an den (ihm) gebührenden Ort der Herrlichkeit“ zeigt, dass die hymenäische Lehre, „die Toten seien bereits auferstanden nun auch in Rom schon Fuss gefasst hatten! Rom hatte die Führung innerhalb der Sekte der Nikolaiten übernommen! Der Klemensbrief ruft zur Unterordnung unter die Staatsgewalt auf, kein Hinweis mehr auf die wahre „obrigkeitliche Gewalt“ des Christus!

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:8 ***

Ihr seid wohl schon gesättigt? Ihr seid wohl schon reich? Habt ihr etwa ohne uns als Könige zu regieren begonnen? Und ich wünschte tatsächlich, ihr hättet als Könige zu regieren begonnen, damit auch wir mit euch als Könige regieren könnten.

 

Untersuchungen zum ersten Klemensbrief???Ganz offensichtlich war der Abfall von unverfälschter Lehre zu jener Zeit bereits weit fortgeschritten, Machtkämpfe um Vorherrschaft und die Verkündung einer „veränderten guten Botschaft“ nahmen ihren Verlauf warum Johannes im Jahre 98 u.Z. in seinem 1.Brief von der „letzten Stunde“ apostolischer Zeit spricht, in derselben Zeitperiode wie angeblich der Klemensbrief datiert! (96-98) (1.Joh 2:18)

 

Der 2.Brief des Petrus datiert um das Jahr 64 u.Z., also drei Jahre vor weltlicher Datierung des Todes von Petrus, zur Zeit des Brandes von Rom, des Märtyrertodes des Paulus und einer ersten Epoche beginnender grosser Christenverfolgung ab Nero, vor allem in Rom und Umgebung. Als jüdischer „Vorkämpfer der Sekte des Nazareners“ war Paulus zu Beginn der 1.Gefangenschaft ab Pfingsten 56 u.Z. bereits vor dem Statthalter Felix in Cäsarea angeklagt worden, er hätte Aufstände unter den Juden gegen Roms Vorherrschaft verursacht, da er lehre „Jesus sei König“. Als eine der Judensekten wurden auch Christen für die Aufstände in Jerusalem und Judäa mit verantwortlich gemacht! Seine Ankläger beschuldigten Paulus:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 24:4-6 ***

Um dich aber nicht weiter aufzuhalten, bitte ich dich dringend, uns in deiner Freundlichkeit kurz Gehör zu schenken. 5 Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden, der unter allen Juden auf der ganzen bewohnten Erde Aufstände erregt, und als einen Vorkämpfer der Sekte der Nazarener, 6 als einen, der auch den Tempel zu entweihen versucht hat und den wir festgenommen haben.

 

In der Apostelgeschichte zeigt sich das umgekehrte Bild: Die Aufstände erregten stets fanatische Juden, die Jesus als Messias ablehnten und nirgends ging von Christen ein Aufstand gegen Rom los, noch hatte Paulus den Tempel profaniert! Propaganda und Lüge der Gegner.

 

Gemäss gewisser späterer Notizen und Schreiben von Kirchenvätern soll Petrus die Versammlung Roms gegründet haben, ebenso jene in Antiochia. Beides scheint eher Wunschdenken zu entsprechen wie mit geschichtlichen Tatsachen aufgrund der Angaben des Lukas in der Apostelgeschichte übereinzustimmen! Nicht Petrus war zuerst in Antiochia, es war eindeutig Paulus, der sich dort nach seiner Bekehrung länger aufhielt! Damals existierte dort bereits eine Gemeinde von jenen, die aus Judäa wegen der Verfolgung dorthin geflohen waren, unter ihnen war auch Barnabas, der Paulus in Tarsus suchte und nach Antiochia brachte (Apg 11:19, 20-26).

 

Römische Kreuzigung mit Kopf nach untenPetrus als ersten „Bischof“ Roms zu bezeichnen, wie dies die grossen christlichen Kirchen behaupten ist absurd, soll weit eher das Fundament für das Primat Roms über die anderen Städte liefern, die dies ebenso für sich in Anspruch nahmen. Darunter zählten Jerusalem, Antiochia, Konstantinopel und Alexandria. Was Paulus durch das Apostelkonzil zu verhindern suchte, eine in eine Priesterschaft und Laien geteilte Kirche, dies war inzwischen ab Ende des 1. und zu Beginn des 2.Jahrhundert bereits unleugbare Tatsache geworden.

 

Darstellungen vom Kreuzigungstod des Petrus mit Kopf nach unten stammen wie die nebenstehende aus dem 15.Jahrhundert und verherrlichen so Legenden, die ab dem 4.Jahrhundert aufgrund einer Beschreibung durch den Kirchenhistoriker Eusebius von Cäsarea zu kursieren begannen. Jener beruft sich dabei auf ein nicht näher definiertes Schreiben aus dem Jahre 150 u.Z.. innerhalb der Kerygmata Petrou, welche er aber selbst als Fälschungen bezeichnet und sie unter die apokryphen Schriften von oder über Petrus einreiht.

 

Vor Kaiser Domitian (51-91 z.Z.), ein Bruder Kaiser Titus, welcher ab dem Jahre 81 u.Z. regierte, der die erste Christenverfolgung im gesamten Reich Roms organisierte, gab es nur jene Neros nach dem Brand Roms, welche auf die Stadt und nähere Umgebung beschränkt blieb!

 

   Die Christen wurden regional zurückgedrängt, so in Rom und Kleinasien. In diesem Zusammenhang entstand die ursprünglich an sieben Gemeinden in Kleinasien gerichtete Offenbarung des Johannes (auch: Apokalypse). Die christlichen Autoren des 2. und 3. Jahrhunderts schildern Domitian als grausamen Christenverfolger. Tertullian, Eusebius von Caesarea und Laktanz nennen ihn in einer Reihe mit Nero. [3]

 

   Bei Tertullian wird er als „halber Nero“ bezeichnet, für Eusebius ist er der zweite Christenverfolger, Laktanz reiht ihn direkt nach Nero und vor andere berühmte Verfolger wie Decius oder Diokletian ein. Obwohl keine systematische Christenverfolgung unter Domitian stattfand, hat insbesondere die christliche Historiografie das Domitianbild nachhaltig negativ geprägt.

 

   Auch spätere antike Geschichtsschreiber wie Jordanes gehen knapp auf Domitian ein. Noch Prokopios von Caesarea schildert ihn um 550 als Tyrannen und behauptet, die Römer hätten derart unter ihm gelitten, dass sie seinen Körper nach seiner Ermordung in kleine Stücke zerhackt hätten.

 

   Die 4. Satire Juvenals, auch als „Fischsatire“ bekannt, gibt eine parodistische Schilderung einer Consiliumssitzung unter Domitian: Der Kaiser wird darin als grausamer Tyrann geschildert, der Rom „ungestraft und ohne Richter“ die besten Geister geraubt habe.

 

Jesus deutete gemäss dem Evangelium von Johannes gegenüber Petrus einen gewaltsamen Tod an, nicht aber essen Art:

 

*** Rbi8  Johannes 21:18-19 ***

Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Als du jünger warst, pflegtest du dich selbst zu gürten und umherzugehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten und dich hintragen, wohin du nicht wünschst.“ 19 Das sagte er, um anzuzeigen, durch was für eine Todesart er Gott verherrlichen würde. Als er dies nun gesagt hatte, sprach er zu ihm: „Folge mir nach.“

 

Ob Petrus in Babylon gefangen und gleich wie Paulus nach Rom geführt wurde, um dort als Märtyrer zu sterben ist nirgends gesichert und entspricht Kirchentradition, welche wir aufgrund anderer Erfahrungen in Zweifel ziehen! Dass Petrus aber seine Treue bis in den Tod beibehielt und Jesus auch darin wie Paulus nachfolgte dürfen wir voraussetzen!

 

Um das Jahr 110 u.Z. schrieb Papias, dass Markus, der zuvor mit Paulus in Rom war nun Petrus als Dolmetscher dort gedient habe und sie gemeinsam das Markusevangelium entworfen hätten, da Petrus den Johannes-Markus in seinem 1.Brief als Begleiter erwähnt. Auch dem widersprechen wir, da Ort des Absenders Babylon ist! Die meisten neueren Historiker des Christentum sprechen von einer patristischen Konstruktion des Papias.

 

Die Datierung der Fertigstellung des Evangeliums in die Zeit von 61 bis 64 u.Z. rückt die Gefangenschaft des Paulus in Rom ins Zentrum, da Markus nachgewiesenermassen sich bei ihm dort aufhielt. Parallel dazu schrieb Lukas während dieser Zeit ebenfalls in Rom die Apostelgeschichte (61 u.Z.), nachdem er sein Evangelium (56 bis 58 u.Z.) beendet hatte! Beide waren getreue Begleiter des Paulus. Weit eher wurde das Evangelium des Markus entweder bereits in Rom unter Paulus oder sonst in Ephesus oder in Babylon bei Petrus vollendet.

 

Bestimmt ist Markus nach der Freilassung aus der 1.Gefangenschaft im Herbst  61 u.Z. mit Paulus mitgereist und ging ihm nach Ephesus voraus. Im 2.Brief an Timotheus um 63 u.Z. bittet er diesen den Markus mit nach Rom zu bringen. Johannes-Markus war somit zu jenem Zeitpunkt bei Timotheus.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 4:10-12 ***

Denn Demas hat mich verlassen, weil er das gegenwärtige System der Dinge geliebt hat, und er ist nach Thessalonich gegangen, Kreszens nach Galatien, Titus nach Dalmatien. 11 Lukas allein ist bei mir. Nimm Markus und bring ihn mit dir, denn er ist mir für den Dienst nützlich. 12 Tychikus aber habe ich nach Ephesus weggesandt.

 

Ob Timotheus und Markus noch vor dem Tod des Paulus Rom erreichten ist nicht gesichert. Bestimmt aber verliessen sie jene Stadt aufgrund der dem Brand Roms folgenden ersten Christenverfolgung. Petrus nennt Markus in seinem 1.Brief im Jahre 64 u.Z. als mit ihm Grüssenden aus Babylon. 

Veränderungen der Lehre der Apostel aufgrund geschichtlicher Tatsachen im Auge behalten

Die Zurückweisung jeder Form einer „veränderten guten Botschaft“ durch Paulus und dann durch das Apostelkonzil wurde an den Folgesynoden und Konzilien ab dem Tod des Johannes, also ab dem 2.Jahrhundert allzu oft in ihr Gegenteil verwandelt. Unbiblische Lehren wie die Sonntagsheiligung, der Karfreitag, das Osterfest, die Kindertaufe, die Verbreitung der hymenäischen Lehre von der Auferstehung der Toten unmittelbar im Himmel und Gericht, dann die Erklärung von Jesu Göttlichkeit, die erst später daraus resultierende Lehre der Dreieinigkeit: Diese alle wurden nun mittels demokratischer Mehrheiten und oft unter Druck einer Minderheit auf die Mehrheit durchgesetzt.

 

Der arianische Streit:Der ganze arianische Streit ab dem dritten Jahrhundert, der mehrere Jahrhunderte schwelte zeigt das hin und her in den Lehrmeinungen und die faulen Kompromisse, welche dieser Streit mit sich brachte! Ein frühes Resultat war das athanasische Glaubensbekenntnis, ein grosser Betrug am reinen unveränderten Glauben, das ausgeschmückt den katholischen und protestantischen Katechismus mit Halb- Unwahrheiten durchtränkt!

 

Viele dieser Lehren führten beständig zu neuen Spaltungen, gegenseitiger Exkommunikation und zu einem wahren Chaos über mehrere Jahrhunderte. Erst mit Konstantins Konzil von Nicäa kam eine Neuordnung der Kirche unter staatlich römischer Gewalt die bis zum Kaiser Theodosius I. am Ende des vierten Jahrhunderts zur obligatorischen Staatskirche anwuchs mit Zwang und Repressalien, was jeder zu glauben habe. Heiden wurden nun mittels des Schwertes und Zwangstaufe sowie seit dem Konzil von Karthago im Jahre 253 u.Z. durch die Kindstaufe zu Namenchristen! Die christliche Lehre hatte sich von ihrem jüdischen Ursprung fast vollkommen abgekoppelt und stand unter einen vollkommen anderen Gesetz, das auf menschlichen Überlieferungen aufbaute.

 

Die Versammlungen wuchsen ab dem 2.Jahrhundert in den Städten wie Rom zu Zehntausenden von Namenchristen an, die nun unter eine Hierarchie vereint durch eine Priesterschaft in Kirchen gepfercht eine vollkommen „veränderte gute Botschaft“ gelehrt wurden. Die Ignoranz der Laien wuchs und mit der Zeit hielten nur noch arianische Randgruppen an der reinen Lehre fest!

Apokryphe Texte die dem Petrus zugeschrieben werden

Es existieren noch einige Apokryphen, die man angeblich dem Petrus zuschreibt, die sich aber schon früh als Fälschungen erwiesen und daher nie in den Kanon aufgenommen wurden. Da einige daraus zitieren führen wir sie der Vollständigkeit wegen an:

 

·           1) Das Petrusevangelium,

·           2) die Petrusapokalypse,

·           3) die Petrusakten,

·           4) die Pseudo-Klementinen (Pseudo-Klemensbriefe).

 

Sie enthalten eine Grundschrift aus dem 2. Jahrhundert, die als Kerygmata Petrou bezeichnet wird.

Die ersten vier dieser Schriften lehnten Eusebius von Cäsarea und das Decretum Gelasianum als häretisch und nichtkanonisch ab. Dennoch waren sie vor allem im östlichen Mittelmeerraum beliebt und regten dort weitere legendarische und apokryphe Petrusschriften an. Dazu gehörten:

·           5) die Taten des Paulus und Petrus (auch: Pseudo-Marcellus-Akten)

·           6) die Taten des Petrus und Andreas

·           7) eine syrische Lehre des Simon Kepha in Rom

·           8) eine syrische Geschichte des Heiligen Petrus und Paulus

·           9) eine altslawische Vita Petri

·           10) ein lateinisches Martyrium beati Petri apostoli a Lino conscriptum

·           11) ein Auszug aus dem lateinischen Josephus (De excidio urbis Hierosolymitanae)

·         und weitere Martyrierlegenden über Petrus, die meist auf den Petrusakten aufbauten und bis ins Mittelalter hinein ergänzt wurden.

 Unter den koptischen Handschriften aus Nag Hammadi wurden zudem aufgefunden:

Die in diesen Schriften enthaltenen Angaben zu Petrus gelten meist als nicht historische, legendenhafte Motive, die sich weithin auf schon vorliegende Petrustexte des NT stützten und diese fiktiv ausmalten oder ihnen bewusst widersprachen.

 

9.3.1.1          Gründe für das Schreiben des 1.Briefes des Petrus

Offenbar hatten die zunehmenden Probleme in und um Jerusalem zufolge der Terroristenaktionen der Zeloten und der Sikarier bereits einen grösseren Exodus ausgelöst, wo Christen Jerusalem verlassen hatten und sich an anderen Orten um Sicherheit bemühten. Jakobus, Jesus Bruder und Vorsteher der „Ebioniten“ Jerusalems schrieb um das Jahr 62 u.Z. seinen Brief noch in Jerusalem, Judas dagegen im Jahre 64 u.Z. irgendwo in Judäa. Petrus erklärt den Ort des Absenden seines Briefes mit Babylon. Offenbar gab es dort inzwischen eine Christenversammlung.

 

Möglicherweise entstand jene schon kurz nach Pfingsten 33 u.Z. durch babylonische Juden die zum Fest gekommen waren und die sich durch Petrus, die Apostel und Jünger damals taufen liessen. Auch die Christenversammlung von Rom war offenbar so entstanden.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:7-10 ***

In der Tat, sie waren erstaunt und begannen sich zu wundern und zu sagen: „Seht, sind nicht alle diese, die reden, Galiläer? 8 Und doch, wie kommt es, daß jeder von uns seine eigene Sprache hört, in der wir geboren wurden? 9 Parther und Meder und Elamiter und die Bewohner von Mesopotamien und Judäa und Kappadozien, Pontus und dem [Bezirk] Asien 10 und Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Gegenden Libyens, das gegen Kyrene hin liegt, und aus Rom Zugezogene, sowohl Juden als auch Proselyten, 11 Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Zungen über die großen Dinge Gottes reden.“

 

Zudem gab ihm die grosse Judengemeinde und vieler jüdischer Proselyten dort Gewähr wenigstens einige von ihnen für den Christus zu gewinnen. Da der erste Brief zwischen 62 und 64 u.Z. datiert wird, der 2.Brief aber um das Jahr 64 u.Z. eingereiht wird, so mag Petrus sich über mehrere Jahre dort aufgehalten haben, um die Versammlung dort aufzubauen und zu stärken! Gleich wie Paulus in den Jahren von 53 bis 55 u.Z. in Ephesus blieb. Fern von den übrigen Versammlungen nahm er doch Kenntnis durch Briefe und Boten, wo die Schwachstellen waren und welche Probleme dringend angegangen werden mussten! Diese versuchte er mittels der Briefe zu beheben und die Getreuen zu stärken. 

 

9.3.1.2          Der Inhalt des 1.Briefes des Petrus

Kapitel 1:  Unsere Berufung führt zur Auserwählung zufolge Gehorsam gegenüber der Wahrheit

Petrus verspricht uns ein Erbe im kommenden System, vorausgesetzt, wenn wir die Prüfung überstehen! Für Christen damals war es das Ende des jüdischen Systems, die Zeit der Wirren des judäischen Krieges und damit in Verbindung von Judenverfolgung im ganzen Reich, die auch die jüdische „Sekte vom Weg“ mit in Leidenschaft zog, obwohl darin keinerlei Gewaltanwendung gegen Roms Machtanspruch gelehrt wurde. Weit eher das Gegenteil, dies wird auch in diesem Brief bestätigt! Petrus nennt Christen „zeitweilig Ansässige“, da unsere Hoffnung auf das kommende System unter Jesu Herrschaft ausgerichtet ist und wir dort das „unvergängliche, unbefleckte und unverwelkliche Erbe“ erhalten: Ewiges Leben, eine lebendige Hoffnung für uns heute!

 

Erst zum Ende folgt die Ernte und Engel binden das Unkraut zum verbrennen, den Weizen aber bringen sie ins Vorratshaus GottesWir erreichen jenes Ziel nur mittels der „geprüften Echtheit“ unseres Glaubens, indem wir das zur Anwendung bringen, was uns Christus gelehrt hat, weil wir das Ziel nicht vor unseren Augen verblassen lassen! Das kommende Königreich des Vaters und das herrschende Königreich des Sohnes sind uns vollkommen vertraut! Darum nehmen wir unsere Berufung an, zu genauer Erkenntnis voranschreitend. Wie es schon die Propheten zuvor taten, forschen wir in den Schriften nach, was die Aussagen Gottes über künftige Ereignisse für uns gerade in den Tagen, wo wir leben bedeutet. Dies taten dieselben Propheten für die Zeit in der sie lebten. Nun suchen wir zu erkennen, was jene aufgezeichnet haben, welche prophetischen „Zeiten und Zeitabschnitte“ es sind, die uns heute betreffen! Dies hält uns wach in der Heiligkeit, dem Abgetrennt sein von all dem Bösen das uns umgibt und weiterhin am Glauben noch zu wachsen!

 

Wir leben in der letzten Phase der Erntezeit dieses vergehenden Systems. Engel werden die Ernte in das „Vorratshaus des Vaters“ einbringen! Jesus hat uns durch sein makelloses Blut erkauft und wir erwarten sehnlich das Offenbarwerden unseres Retters. Daher müssen wir durch ungeheuchelte brüderliche Liebe und im Gehorsam gegenüber dem Geist der Wahrheit fest zueinander stehen. Gottes Wort muss wie ein Samenkorn in uns wachsen, um viel Frucht für das kommende Königreich des Vaters zu tragen! Wer dagegen auf die „Begierden des Fleisches“ setzt wird „wie die Blüte vom Gras vergehen“ und wir das Unkraut und die Spreu verbrannt! „Daher wird so, wie des Feuers Zunge die Stoppeln verzehrt und dürres Gras in Flammen versinkt, selbst ihr Wurzelstock so wie Modergeruch werden, und ihre Blüte, sie wird so wie feiner Staub aufsteigen, weil sie das Gesetz Jehovas der Heerscharen verworfen und das von dem Heiligen Israels Gesagte mißachtet haben“ (Jes 5:24) Petrus schreibt über dasselbe Thema: „Denn „alles Fleisch ist wie Gras, und all seine Herrlichkeit ist wie des Grases Blüte; das Gras verdorrt, und die Blume fällt ab, aber das von Jehova Gesagte bleibt für immer“ (1.Pe 1:24, 25)

Kapitel 2:  Das wahre Verständnis um den geistigen Tempel und dessen Priester befreit von verfälschten Lehren

Wir bilden Teil eines geistigen Tempels, der Versammlung des Christus, einem wahren Königreich unter Jesu Herrschaft als König und Hoherpriester! Nur wenn wir die verfälschte gute Botschaft der Kirchen durch die unverfälschte aus der Schrift ersetzen ist ein umfassendes Verständnis der kommenden Dinge erst möglich! Dazu müssen wir das Schlechte, das Irreführende, das Trügerische von uns weisen lernen! Wir müssen ein echtes Verlangen nach „unverfälschter Milch“ der Lehre erlangen!

 

Der Zweck unseres Aufbaus zu diesem „lebendigen Tempel“, der „Versammlung Gottes“, dies war ein bereits den Israeliten vorgelegte Ziel, Teil einer künftigen, von Gott auserwählten heiligen, königlichen Priesterschaft zu werden! Dazu müssen wir uns heute dem Christus und seinen Aposteln in allen Dingen so unterordnen, wie es die fest gefügte Ordnung Gottes vorsieht! Die geistigen Schlachtopfer unserer Lippen und hervorragenden Taten der Nächstenliebe sind Gott durch unseren Hohepriester Jesus annehmbar. Er ist unser Grundeckstein und die Lehren der Propheten und Apostel bilden die Grundlage, auf der wir selbst wie lebendige Steine aufgebaut werden!

 

Jesus ist heute erneut der „Stein des Anstosses“ für viele Christen, da sie ja bereits in religiösen Tempeln und einer bereits fest strukturierten Priesterschaft innerhalb ihrer Kirche eingeschlossen sind! Sie nehmen nicht Kenntnis ihrer Berufung, da ja das Zweiklassensystem der Kleriker und Laien diesen Gedanken ausschliesst, dass alle Männer bis zum Abschluss des Systems an diesem Wettkampf Anteil haben sollten, mit dem Ziel die „Krone des Lebens“ zu erreichen! Das „heilige Geheimnis“ um das „auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft“ wird erst bei Jesu Offenbarwerden und seinem Erscheinen zusammen mit den Versiegelten und geweihten Priesterkönigen auf dem Berg Zion kund werden! (Off 14:1)

 

Es braucht vollkommene Missachtung der ersten drei Gebote durch Heiligenverehrung!Das ist etwas vollkommen anderes als die von der Kirche und ihren Päpsten ernannten „Heiligen“, die doch alle einem falschen, einem von Menschen geschaffenen usurpierten Königreich gedient hatten! Wir dagegen sind hier in diesem System nur „zeitweilig Ansässige“ und wissen um den wahren „ersten Himmel“, der künftigen auserwählten Königspriesterschaft im Königreich des Vaters! Diesen Tag der Besichtigung, des Gerichts und der Auserwählung erwarten wir mittels Werken der Nächstenliebe und Gottergebenheit!

 

Unsere Unterordnung unter weltliche Autorität ist nur bedingt, da wir uns in der Taufe der wahren „obrigkeitlichen Gewalt“ des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ bereits unterordnet haben! Wir können nicht gleichzeitig Sklaven Gottes und Sklaven der Welt sein! Unsere Achtung gehört vorab unserem König und Hohepriester, dem Christus und nicht weltlichen Herren in Kirchen und Politik! Wir unterordnen uns zwar willig jeder von Menschen geschaffenen Autorität, welche die Oberherrschaft Jesu anerkennt und wo jene dessen Gebote respektiert! Was aber Gottes festgefügte Normen verletzt weisen wir zurück. Das erfordert unsere Bereitschaft in ungerechter Weise zu leiden, wegen unseres Glaubens und um unserer Unterordnung unter Gottes Willen!

 

Jesus ist der gerechte Richter Gottes, der uns zu seiner Zeit befreien wird, sofern wir sein Beispiel nachahmen und wie er ungerechtes Leiden auf uns nehmen! Jesus hat für unsere Sünden gelitten. Er hielt das ganze GESETZ Gottes und wurde in ungesetzlicher Weise mittels Missbrauch des GESETZES zu Tode gebracht! Ebenso leben wir für Gottes Gerechtigkeit und wollen mit Sünde nichts zu tun haben! Als Jesu Schafe vertrauen wir auf unseren Hirten!

Kapitel 3:  Gott erhöht die Mildgesinnten und erniedrigt die Stolzen

Die ganze Schrift vermittelt uns klugen Rat, sowohl für Männer, wie Frauen und Kinder, für Vorsteher und Arbeitnehmer! Wir wollen weiterhin darauf achten und jeder von uns wird sich dem von Gott her für ihn bestimmten „Haupt“ so unterordnen, dass wir alle gemeinsam Gottes Willen erfüllen! Die Frauen seien ihren Männern untertan, wie es sich gebührt und die Männer ebenso dem Christus! Bei Frauen ist es „die verborgene Person des Herzens“ durch milden Geist, welche sie hervorhebt und nicht die äussere Erscheinung, indem sie Sara nachahmen! Ihre Männer ehren sie als „schwächere Gefässe“, damit Gebete nicht zufolge von Streitigkeiten behindert werden!

 

Lzhers Übersetzung der Bibel auf deutschAls Familie wie als Versammlung vereinigt uns der Geist Jehovas, der zu jedem von uns aus der Schrift spricht! Demut, zartes Erbarmen, Zuneigung und Mitgefühl werden daraus als wahre brüderliche Einstellung resultieren! Dies gibt uns Kraft jene zu segnen, die uns fluchen! Unsere Zunge wird dadurch ferngehalten Irrtum, Trug und Lüge mit verbreiten zu helfen, weil wir die unverfälschte Botschaft kennen und daran festhalten! Dies bewirkt in uns das Gute zu wirken und auf Frieden zu sinnen! Niemand kann uns daran hindern und uns darin schaden, wo wir den Christus in unserem Herzen heiligen und ihn verteidigen und über unsere Hoffnung reden!

 

Dass wir gerade wegen dieses milden Geistes zu leiden haben von jenen die vor Stolz aufgeblasen sind, sich als etwas fühlen, was Gott ihnen nicht zugeteilt hat und die Ehre von Menschen mehr schätzen als die von Gott her kommt, dies bringt uns vor Jehova Lob ein. Andere mögen geringschätzig über uns reden, unser guter Wandel gemäss dem unbefleckten Gewissen aber bringt sie zum Schweigen! Jesus litt und starb für Ungerechte, damit wir für Gerechtigkeit leben mögen!

 

Glaubenstaufe durch Untertauchen im WasserDer Christus wurde vorab im Geiste auferweckt, wo er im himmlischen Gefängnis den zur Zeit der Sintflut gefallenen Engeln predigte. Jesu Erhöhung über jede irdische und himmlische Autorität brachte ihm neue Verantwortung auch für Verlorenes im Himmel! Die Lehre daraus lautet, dass dieselben Regeln für Besinnung auf Fehler, Umkehr, Reue, Werke der Reue und Vergebung auch im Himmel bei Engeln Geltung haben! Sie unterstehen demselben freien Willen wie auch wir! So wie damals zur Zeit der Sintflut die Arche das Mittel der Rettung bedeutete, so ist es heute die Taufe und das Hineingehen in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mittels der Taufe! Die Taufe bildet somit das Tor der Arche! Die Bitte um ein reines Gewissen steht weiterhin auch in Verbindung zum jährlichen Sühnetag!

Kapitel 4:  Die „geprüfte Echtheit des Glaubens“ ordnet uns Gottes Gerechtigkeit zu!

Die "Urschlange", Satan der Teufel, der "Vater der Lüge"Wir müssen erneut lernen, was Gottes Wille ist in Bezug auf weltliche Autoritäten, die alle unter Satans Einfluss als dem „Gott dieses Systems“ stehen! Nur diese enge und klare Trennlinie zwischen dem „Samen der Frau“ und dem „Samen der Schlange“ zu erkennen gibt uns die Möglichkeit, uns vollkommen von der Welt und ihrem Einfluss getrennt zu halten! Wer den Willen der Nationen oder der gottentfremdeten Kirchen vollbringt zeigt sich als geistiger „Ehebrecher“! Die Taufe ist wie das Ehebündnis ein verpflichtendes „Ja“! Weil wir dagegen den „Tiefstand der Ausschweifung“ dieses Systems offen anklagen sind wir Mittelpunkt ihrer Angriffe! In Gottes Augen sind sie wie „Tote“, wir aber werden durch Gottes Willen zum wahren Leben gelangen! Das Ende dieses Systems hat sich nun genaht. Durch inbrünstiges Gebet und Liebeswerke werden unsere Fehler von uns durch Jesu Blut weiterhin entfernt! Als „Verwalter Gottes“ müssen wir jeder für sich die Gaben zu Gunsten unserer Mitmenschen, besonders unserer Brüder nutzen!

 

Nur wenn wir diese Glaubensprüfungen wie der Christus und wie Petrus und Paulus in Treue zu Gottes ganzem Willen überstehen erhalten wir auch Gottes barmherzige Beurteilung! Darum dürfen uns solche Arten der Prüfungen nicht befremden, sie sind Teil unserer Läuterung, um schlussendlich vor Gott tadellos zu erscheinen! Gott ist es nicht, der die Prüfung verursacht. In Erinnerung der Geschichte Hiobs wissen wir um Satans Verlangen, uns „wie Weizen zu sichten“! Petrus bringt uns das baldige Offenbarwerden Jesu vor Augen, was uns im Ausharren bestärkt! Schmähungen aufgrund unserer Treue sind daher ein Grund glücklich zu sein! Wehe aber jenen, die als Mörder, Diebe, Lügner oder Übeltäter zu leiden haben, am Tag, wo das Gericht „beim Hause Gottes“ anfängt! Petrus kündigt jenen ihr Ende als Sünder und als Gottlose an! Nur unter beständiger eigener Mühe hin zum Vortrefflichen können wir gerettet werden! Durch Gutes tun werden wir unsere Rettung erlangen!

Kapitel 5:  Vorsteher die statt zu herrschen als Vorbilder wirken und Christen, die sich ihnen freiwillig unterordnen

Petrus will erreichen, dass sich Vorsteher ihrer Verantwortung gegenüber den Schafen bewusst sind, die Jesu Besitz sind! Sie sind es, die Rechenschaft über jeden ablegen müssen. Statt unter Zwang zu handeln sollten sie dies freiwillig tun, frei vom Sinnen nach unredlichem Gewinn! Dazu müssen sie Vorbild für die Herde sein, um schlussendlich die „unverwelkliche Krone der Herrlichkeit“ durch Jesus zu erlangen, bei dessen Offenbarwerden! Die Könige dieses Systems herrschen über ihre Untertanen, wahre christliche Vorsteher aber lenken durch ihr Vorbild und Belehrung. Jüngere Männer unterordnen sich den älteren freiwillig, da Demut unverdiente Güte mit sich bringt! Die Hochmütigen aber werden erniedrigt.

 

Der "eingeengte Weg" Die Gesetzestafeln GottesNur durch Unterordnung unter Gott können wir Satans System widerstehen. Gottes Gebote zeigen uns die klare Begrenzung des „eingeengten Weges“, während alle die Gottes GESETZ gänzlich oder teilweise zurückweisen den Weg verbreitern, der nun aber in den Tod führt! Jesus als „Haupt der Versammlung“ hat uns Gebote gegeben, um beachtet zu werden! Wir dürfen und sollen unsere Sorgen auf Gott werfen der uns stützt! Der „brüllende Löwe“ Satan versucht uns mittels seiner menschlichen Helfer zu verschlingen! Dies bringt Leiden über uns, die aber erdenweit alle unsere Brüder und Schwestern zu ertragen haben! Wir müssen Satan und seinem System mit Festigkeit gegenübertreten, ohne Kompromisse gegenüber unserem Gewissen einzugehen! Gott selbst stärkt uns durch den Geist aus der Schrift, um dem Bösen zu widerstehen und Er wird unsere Schulung beenden! Darum sei alle Macht in Gottes Hand und wir werden nicht den Teufel stärken, indem wir sein System unterstützen und zu festigen suchen!

 

Petrus will jeden von uns festigen, die kommende härter werdende Prüfung in der Zeit der „grossen Bedrängnis“ glaubensstark zu überstehen. Wir sollen uns gegenseitig mit christlichem Kuss erfreuen!

 

 

9.3.2           Kapitel 1:  Unsere Berufung führt zur Auserwählung zufolge Gehorsam gegenüber der Wahrheit

 

9.3.2.1          1.Pe 1:1-9:  Das Erbe der Auserwählten, welche die Prüfung durchstehen

1.Pe 1:1-2:  Wer sind die „zeitweilig Ansässigen“ und „Auserwählten“?

Der Brief des Petrus ist an die Versammlungen im Gebiet der Nationen gerichtet, spezifisch gar an die „Ebioniten“, die inzwischen von Jerusalem und Judäa her geflohen waren und weitgehendst in den Versammlungen der „Paulikaner“ integriert wurden! Petrus nennt sie „zeitweilig Ansässige“, da ihr Begehren ja die Rückkehr nach dem verheissenen Land ist, sie alle gemeinsam die baldige Aufrichtung von Gottes „Königreich für Israel“ erwarteten. Sie konnten zu jenem Zeitpunkt noch nicht erkennen, dass Jesus Endzeitprophezeiungen im Matthäus Kapitel 24 in Wirklichkeit zwei getrennte Etappen umfassten.

 

Petrus erwähnt sie alle gemeinsam als „Auserwählte“, weil Gott sie aus der Finsternis dieses Systems hin zum Licht seines Sohnes geführt hat. Auch wir sind „Auserwählte“, wenn wir bis am Ende treu ausharren und am unveränderten Wort festhalten!

 

Das Predigtgebiet des Paulus: Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien*** Rbi8  1. Petrus 1:1-2 ***

Petrus, ein Apostel Jesu Christi, an die zeitweilig Ansässigen, die zerstreut sind in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, an die Auserwählten 2 nach dem Vorherwissen Gottes, des Vaters, mit [der] Heiligung durch den Geist zum Zwecke ihres Gehorsams und ihrer Besprengung mit dem Blut Jesu Christi:

Unverdiente Güte und Frieden sei euch gemehrt.

 

In seinem Vorherwissen künftiger Dinge weis der Vater zu jedem Zeitpunkt wer ihm in Treue dient und wen er künftig als Auserwählten in Seinem Königreich willkommen heissen wird. Dies hängt von unserem Gehorsam Ihm gegenüber und unserer Unterordnung unter Jesu Autorität ab! Gottes Frieden auf der Versammlung steht im Zusammenhang mit „unverdienter Güte“, die nur dann über uns Wirksam bleibt, wenn wir Gottes Willen weiterhin erfüllen! Wo die „unverdiente Güte“ verloren geht, weil wir Gottes Gebote übertreten wird auch Unfrieden, Streit, Gehässigkeit und Spaltungen nicht fern sein!

1.Pe 1:3-9:  Das für uns aufbewahrte „unvergängliche, unbefleckte und unverwelkliche Erbe“ des „ewigen Lebens

Wie Jesus zu Beginn des Vaterunser lehrt, soll Gottes heiliger Name geehrt werden. Aber auch der Name Jesu muss geehrt werden und an das erinnert Petrus gleich zu Beginn des Briefes. Er spricht von der „lebendigen Hoffnung“ die uns durch Jesus und seine Auferstehung gegeben wurde, weil Christus den Schlüssel des Todes besitzt und er als Mensch oder Menschensohn zurückkehren wird, um alle Verstorbenen „Gerechten und Ungerechten“ aus der Haft des Todes zu befreien! Paulus schrieb zuvor darüber an die Korinther:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:21-22 ***

Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen. 22 Denn so, wie in Adam alle sterben, so werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden.

 

Jesus muss gemäss den Worten des Paulus als „Mensch“ und nicht als Geistwesen die Auferstehung anleiten!

 

Petrus bezeichnet das „ewige Leben“ das uns in Aussicht steht als „unvergängliches und unbeflecktes und unverwelkliches Erbe“. Da Jesus selbst diesen Lohn mit sich bringt bleibt es nach seinen Aussagen bis zu jenem Zeitpunkt „in den Himmeln aufbewahrt“! (2.Ti 4:8; Off 2:10; 22:12)

 

Geprüfte Echtheit eures Glaubens*** Rbi8  1. Petrus 1:3-9 ***

Gesegnet sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, denn nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns eine neue Geburt [[(mittels der Taufe)]] zu einer lebendigen Hoffnung gegeben durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, 4 zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe. Es ist in den Himmeln aufbehalten für euch, 5 die ihr mit Gottes Macht durch Glauben zu einer Rettung behütet werdet, die bereit ist, in der letzten Zeitperiode [[(am „Tag des Herrn“)]] geoffenbart zu werden. 6 Über diese Tatsache freut ihr euch sehr, obwohl ihr jetzt für eine kleine Weile, wenn es sein muß, durch mancherlei Prüfungen betrübt worden seid, 7 damit die geprüfte Echtheit eures Glaubens, viel wertvoller als Gold, das vergeht, obwohl es durch Feuer erprobt wird, bei der Offenbarung Jesu Christi als eine Ursache zum Lobpreis und zur Herrlichkeit und Ehre erfunden werde. 8 Obwohl ihr ihn niemals gesehen habt, liebt ihr ihn. Obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, übt ihr doch Glauben an ihn aus und freut euch sehr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude, 9 da ihr das Endziel eures Glaubens, die Rettung eurer Seelen, erlangt.

 

Wie Paulus und die übrigen Apostel und Jünger hatte auch Petrus eine Naherwartung der Wiederkehr Jesu! Das war zu allen Zeiten Kennzeichen der Glaubenden, welche eine mögliche lange Zeitperiode dadurch schrumpfen lassen. Petrus erwähnt, dass „in der letzten Zeitperiode“ diese von Jesus verheissene Rettung erfolgen wird. Für einige bedeutet dies mit Leben aus der „grossen Drangsal“ hervorzugehen, für andere bedeutet es Befreiung aus den Fesseln des Todes durch Auferstehung!

Wann kommt die „letzte Zeitperiode“?

Wann nun bricht die „letzte Zeitperiode“ an, von der Petrus redet? Sie gehört zu den drei „Zeiten und Zeitabschnitten“, von welcher der Engel Gabriel dem Propheten Daniel Bericht gab und jener uns davon im Kapitel 12 seines Buches davon berichtet. Die erste die er erwähnt dauert „eine bestimmte Zeit, Zeiten und eine halbe Zeit“ (Da 12:7), also dreieinhalb Jahre oder wie an anderer Stelle gesagt wird „zweiundvierzig Monate“ (Off 13:5) oder „tausendzweihundertsechzig Tage“ (Off 12:6). Dann spricht er an zweiter Stelle von „tausendzweihundertneunzig Tagen“ [C3](Da 12:11). Die letzte von ihnen dauert „tausenddreihundertfünfunddreissig Tage“ [C4](Da 12:13) und endet mit dem Tag, an welchem Jesus das aufgerichtete „Königreich für Israel“ dem Vater übergibt!

 

Was soll an deren Ende spezifisch geschehen? Petrus tönt es an und Paulus erklärt den Rest in seinen Briefen. Vorab erklärt er im Brief an die Römer, dass die Gerechten „ewiges Leben“ erlangen und zudem „Herrlichkeit und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden und auch dem Griechen.

 

Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit*** Rbi8  Römer 2:6-11 ***

Und er wird einem jeden nach seinen Werken erstatten: 7 ewiges Leben denen, die durch Ausharren im Wirken des Guten Herrlichkeit und Ehre und Unvergänglichkeit suchen; 8 für die aber, die streitsüchtig sind und die der Wahrheit nicht gehorchen, sondern der Ungerechtigkeit gehorchen, wird es Zorn und Grimm geben, 9 Drangsal und Bedrängnis über die Seele jedes Menschen, der das Schlechte wirkt, zuerst des Juden und auch des Griechen; 10 dagegen Herrlichkeit und Ehre und Frieden jedem, der das Gute wirkt, zuerst dem Juden und auch dem Griechen. 11 Denn bei Gott gibt es keine Parteilichkeit.

 

Im 2.Brief an Timotheus wirft Paulus etwas weiteres Licht auf dasselbe Thema, dass durch Jesu Auferstehung „Licht auf Leben und Unvergänglichkeit geworfen” wurde, durch das Verbreiten der guten Botschaft über Jesus, der als verheissener Messias offenbar wurde.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:9b-11 ***

Diese [[(unsere Berufung)]] wurde uns in Verbindung mit Christus Jesus vor langwährenden Zeiten verliehen, 10 doch jetzt ist sie klar ersichtlich geworden durch das Offenbarwerden unseres Retters, Christus Jesus, der den Tod zunichte gemacht, aber Licht auf Leben und Unvergänglichkeit geworfen hat durch die gute Botschaft, 11 für die ich zum Prediger und Apostel und Lehrer ernannt worden bin.

 

Im Brief an die Korinther erklärt uns Paulus weitere Details, dass wir „in dasselbe Bild umgewandelt“ werden sollen, von dem Jesus das Original ist. Wir wissen, dass die DNS oder die Gene den exakten Bauplan jedes Lebens enthalten und bei jeder Zellteilung eine exakte Kopie erstellt wird. Jeder Sohn erbt das „Bild“ seines Vaters, jede Tochter jenes der Mutter. Gemeinsam werden wir das „Bild“ oder die Kopie der Unsterblichkeit und Unverderblichkeit Jesu erhalten! 

 

*** Rbi8  2. Korinther 3:18 ***

Und wir alle werden, während wir mit unverhülltem Angesicht wie Spiegel die Herrlichkeit Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] widerstrahlen, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit in dasselbe Bild umgewandelt, genauso wie es durch Jehova [[(den Herrn (Jesus))]], [den] GEIST, geschieht.

 

Nicht Jehova veranlasst die „Umwandlung in einem Nu“ von der Paulus im 1.Brief an die Korinther schreibt, sondern Jesus! Gott hat ihm „Leben in sich selbst“ gegeben, so dass er all diejenigen lebendig macht, die er will. Der Vater hat Jesus alles übergeben und er ist Richter der Lebenden und der Toten! (Mat 11:27)

 

*** Rbi8  Johannes 5:26 ***

Denn so, wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gewährt, Leben in sich selbst zu haben.

 

Dass nicht Jehova, sondern Jesus handeln wird bestätigt uns Paulus im selben Abschnitt, wo er von der „Umwandlung in einem Nu“ spricht und definiert auch den exakten Zeitpunkt jener „letzten Zeitperiode“:

 

 Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde *** Rbi8  1. Korinther 15:51-57 ***

Seht, ich sage euch ein heiliges Geheimnis: Wir werden nicht alle [im Tod] entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52 in einem Nu, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53 Denn das, was verweslich ist, muß Unverweslichkeit anziehen, und das, was sterblich ist, muß Unsterblichkeit anziehen. 54 Wenn aber [dieses Verwesliche Unverweslichkeit anzieht und] dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: „Der Tod ist für immer verschlungen.“ 55 Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? 56 Der Stachel, der den Tod verursacht, ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber ist das GESETZ [[(der „Fluch“ des GESETZES)]]. 57 Gott aber sei Dank, denn er gibt uns den Sieg durch unseren Herrn Jesus Christus!

 

Paulus spricht von der „letzten Posaune“ oder „letzten Trompete“. Aus der Offenbarung wissen wir, dass es insgesamt sieben Trompeten sind, welche „Zeiten und Zeitabschnitte“ in der Endzeit voneinander abgrenzen. Jede ist zu Beginn und am Ende mit vorherbestimmten Zeichen verbunden, die es exakt aufzureihen und zu verstehen gilt! Jeder Trompetenstoss dauert eine für sich begrenzte Zeit! Wir werden denselben Text des Paulus später in anderem Zusammenhang noch genauer analysieren.

 

Die “Geburt zu einer lebendigen Hoffnung

Jesus hatte zu Nikodemus gesagt, einem Pharisäer des Sanhedrins der Glauben an ihn als Messias hatte und ihn aus Furcht Nachts aufsuchte, dass jeder der Gottes Königreich sehen will vorab wiedergeboren werden müsse. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht wiedergeboren wird, kann er das Königreich Gottes nicht sehen.“ (Joh 3:3)

 

Nun geht Petrus auf dasselbe Thema ein und erklärt den Versammlungen denen er schreibt, dass jeder darin diese Geburt bereits hinter sich hat, weil er durch „Wasser und Geist“ bei der Taufe Glied des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ wurde, so erklärt er: „... nach seiner großen Barmherzigkeit hat er uns eine neue Geburt zu einer lebendigen Hoffnung gegeben durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“. Durch Glauben setzen wir unsere Hoffnung in Jesus als den von Jehova eingesetzten Hohepriesterkönig, den Gott wegen seiner Treue auferweckt hat und uns zu einem lebenden Zeugnis der kommenden Auferstehung der Toten gab! Jesus ist Hauptvermittler des kommenden „ewigen Lebens“, weil Gott ihn dazu ermächtigt hat und ihm Autorität gab „Richter der Lebenden und der Toten“ zu sein und jedem den Lohn zu geben gemäss seinen eigenen Taten. Das waren Dinge die Nikodemus nicht verstand. Jesus redete in symbolischer Sprache, Nikodemus überlegte in realen Dimensionen:

 

Jesus Nikodemus *** Rbi8  Johannes 3:4-8 ***

Nikodemus sagte zu ihm: „Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Er kann doch nicht ein zweites Mal in den Schoß seiner Mutter eingehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: „Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, kann er nicht in das Königreich Gottes eingehen. 6 Was aus dem Fleisch geboren worden ist, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren worden ist, ist Geist. 7 Wundere dich nicht, daß ich zu dir sagte: Ihr müßt wiedergeboren werden. 8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Geräusch, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren worden ist.“

 

Die neue „Geburt“ durch Geist des Christen erfolgt in geistiger Form bei der Taufe, durch vollständiges Untertauchen im Wasser. Dort stirbt der alte, sinnliche Mensch sinnbildlich gegenüber der Sünde, dem „Gesetz des sündigen Fleisches“, um beim Auftauchen gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ neu aufzuleben. Es ist ein Neubeginn, wie nach einer Geburt, eine vollkommene Neuorientierung! Es bedeutet zudem aber auch die Einschreibung in ein himmlisches Register, in die „Buch des Lebens“, die von Jesus geführt wird, wo jeder eingetragen wird, der sich in seinem Namen taufen lässt!

 

Das Korn, bald reif zur Ernte*** Rbi8  Offenbarung 3:5-6 ***

Wer siegt, der wird so in weiße äußere Kleider gehüllt werden; und ich will seinen Namen keinesfalls aus dem Buch des Lebens auslöschen, sondern ich will seinen Namen vor meinem Vater und vor seinen Engeln bekennen. 6 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Wer im „Buch des Lebens“ eingetragen ist bleibt dort vermerkt, so lange er die Gebote Jesu hält! Jesus spricht aber auch von der Möglichkeit der Auslöschung daraus, in Bezug auf all jene, die den Kampf das Rechte zu tun nicht fortsetzen und aufgeben.

 

Da Jesus erklärte, dass alles, was sein ist auch dem Vater gehört, so wird jeder, der in dieser „Buchrolle des Lammes des Lebens“ eingetragen ist und bleibt auch gleichzeitig Besitz des Vaters! Der Vater und Jesus in seinem himmlischen Bereich sind Geistwesen. Jedes Wort aus ihrem Mund bedeutet heiliger Geist, der uns nun nach der Taufe anleiten soll, weil wir das Gelübde ablegten darauf zu hören. Jeder der „aus Geist geboren“ ist und damit auf den Geist Gottes hört beginnt zu wirken, wie der Wind, der alles bewegt das sich ihm nicht starr in den Weg stellt!

Die „geprüfte Echtheit des Glaubens“ inmitten der Tests durch klare Vision des Endziels

Kurz vor Ausbruch des „Judäischen Krieges“ im Jahre 66 u.Z. mussten viele Christen durch schwere Prüfungen hindurch. Einige verloren ihre ganze Habe durch die Aufstände in Judäa, die sie zur Flucht trieben. Andere mussten Misshandlungen erdulden, bis hin zu Kerker oder gar der Tötung. Jesu erinnert in der Offenbarung auch uns daran, dass etwas Vergleichbares und noch weit Schlimmeres sich in unseren Tagen wiederholen wird:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:20-22 ***

Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag; 21 denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird. 22 Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

 

Wir sind gefordert beständig im Gebet zu unserem Gott zu verharren. Was in der „grossen Drangsal“ geschehen wird können wir nur erahnen, wenn wir es mit dem vergleichen, was der judäische Krieg für Christen in Jerusalem und später auch unter den Versammlungen des Paulus anrichtete. Alles kam daher, dass jene Juden den Messias verworfen hatten und ihr eigenes Königreich ohne Jesus aufzurichten suchten.

 

Israel und dessen Davidstern: Eine Kontradiktion - der "Morgenstern aus David" ist Jesus, der einzige MessiasDasselbe können wir heute sehen, wo Juden in einer gottentfremdeten Welt in Israel erneut ihr eigenes Königreich ohne den Christus aufgerichtet haben! Die Geschichte wiederholt sich und wie damals Juda gegen Rom rebellierte, so widersteht das heutige Israel den herrschenden zwei Weltmächten Anglo-Amerika und Russland aber vor allem den Muslimen. Die Nation weigerte sich wiederholt des siebenköpfigen „wilden Tieres“ (UNO) Bestimmungen auszuführen.

 

Einen vergleichbaren Terrorismus den Sikarier und Zeloten damals ausstreuten finden wir auch vor und seit der Staatsgründung Israels 1948. Das Feuer des Hasses das von da ausgeht ist bis hin in den letzten Winkel der Erde gekommen und hat auf den Gott Israels ein schlechtes Licht geworfen!

 

Derselbe grosse Glaube den viele jener ersten Christen des ersten Jahrhunderts hegten und den Petrus zu stärken versucht, der muss nun auch uns begleiten, um den Blick fest auf das kommende Reich Gottes zu richten, um dessen Kommen wir weiterhin flehen! Johannes schreibt Jesu Worte in der Offenbarung die jener von Gott her hat zu unserer Stärkung und Warnung:

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:10-11 ***

Fürchte dich nicht vor den Dingen, die zu leiden du im Begriff bist. Siehe! Der Teufel wird fortfahren, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr völlig auf die Probe gestellt werdet, und ihr werdet zehn Tage lang [[(zehn = Gesamtzahl)]] Drangsal haben. Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden.‘

 

Zehn Tage“ bedeutet die ganze Zeit, bis Jesus wiedergekommen ist und all dem Unrecht in Harmagedon ein Ende bereitet! Unsere Treue bis selbst in den Tod ihm und damit Gott gegenüber müssen wir erst noch voll unter Beweis stellen! Ebenso wie Petrus mögen wir etwas voreilig erklären, dass wir bereit sind mit Jesus zu leiden, ihn ins Gefängnis und bis hin in den Tod zu begleiten. Bisher aber wurden wir nicht „bis aufs Blut geprüft“! Die „Krone des Lebens“, das ewige Leben hängt von unserer treuen Beständigkeit ab!

 

Petrus anerkannte, dass der Glaube vieler damaliger Christen ausserordentlich war! „Obwohl ihr ihn niemals gesehen habt, liebt ihr ihn. Obwohl ihr ihn jetzt nicht seht, übt ihr doch Glauben an ihn aus und freut euch sehr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude.“ Dieselbe Freude dürfen auch wir verspüren, weil auch wir im „Buch des Lebens“ eingetragen sind und wir daraus nicht ausgelöscht werden, so lange wir Jesus weiterhin treu dienen! „Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden.“ Und Petrus ergänzt am Ende des Verses 9, Kapitel 1: „... da ihr das Endziel eures Glaubens, die Rettung eurer Seelen, erlangt.

 

9.3.2.2          1.Pe 1:10-16:  Unsere Berufung annehmen hin zu genauer Erkenntnis und zum Handeln

1.Pe 1:10-12:  Wir sollen wie die Propheten zuvor fleissig nachforschen!

Da uns Rettung versprochen wird, diese Rettung aber an gewisse Konditionen gebunden ist, müssen wir selbst eifrig nachforschen, ebenso wie dies die Propheten vor uns taten! Viele von ihnen erhielten Gottes Aussprüche, mussten sie aufzeichnen aber konnten selbst deren Inhalt nicht verstehen, weil die Worte Gottes ein Geheimnis bis zur Zeit des Endes darstellen würden.

 

Jene „Endzeit“ war und ist aber zudem in drei verschiedene grosse Etappen aufgeteilt: Das Ende des jüdischen Systems, dann, das Ende der „sieben Zeiten der Nationen“ das uns betrifft und schlussendlich künftig das Ende der Tausendjahrherrschaft des Christus! Viele der Vorhersagen die Daniel aufzeichnete und die es heute zu verstehen gilt betreffen unsere Zeitspanne. Der Engel Gabriel sagte daher zum Propheten:

 

Die Einsicht haben glänzen in der Endzeit*** Rbi8  Daniel 12:3-4 ***

Und die, die Einsicht haben, werden leuchten wie der Glanz der Ausdehnung und die, die die vielen zur Gerechtigkeit führen, wie die Sterne auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], ja für immer.

4 Und was dich betrifft, o Daniel, halte die Worte geheim, und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes. Viele werden umherstreifen, und die [wahre] Erkenntnis wird überströmend werden.“

 

Diese Form der „wahren Erkenntnis“ gilt es zu erreichen, indem wir Einsicht haben in alle Teile der Schrift und sie in unserem Geist untereinander mit festen Banden zu verknüpfen wissen! Da Gott sich nicht geändert hat und die menschliche Natur seit Adams Hinauswurf aus dem Garten Eden unverändert durch die Gene weitervererbt werden, brauchen wir stets Gottes Anleitung, um nicht durch unser sündiges Fleisch vom geraden Weg abzuweichen! Das braucht Nachforschen, weil Gott nicht direkt zu uns spricht, sondern sein Mittel der Kommunikation die heilige Schrift bleibt! Dort ist Gottes Wort an dich und an mich zu finden! Perus fährt weiter fort:

 

*** Rbi8  1. Petrus 1:10-12 ***

Gerade was diese Rettung betrifft, wurde von den Propheten, die von der euch zugedachten unverdienten Güte prophezeiten, fleißig Nachfrage gehalten und sorgfältig nachgeforscht. 11 Sie untersuchten beständig, welchen besonderen Zeitabschnitt oder welche Art eines [Zeitabschnitts] der Geist in ihnen in bezug auf Christus anzeigte, als er im voraus über die für Christus [bestimmten] Leiden und über die nach diesen folgenden Herrlichkeiten Zeugnis gab. 12 Ihnen wurde es geoffenbart, daß sie nicht sich selbst, sondern euch mit den Dingen dienten, die euch nun durch diejenigen angekündigt worden sind, die euch die gute Botschaft mit [dem] vom Himmel her gesandten heiligen Geist verkündigt haben. Gerade in diese Dinge begehren Engel [[(gr. aggelos = Boten; Vorsteher)]] hineinzuschauen.

 

Die Schrift wurde nicht für Engel aufgezeichnet, sondern für uns! Älteste haben die Aufgabe diese Dinge zu erforschen, um sie ihrer Herde beständig als geistige Nahrung darzureichen, um sie wie auf Weiden grünenden Grases zu bringen, an Quellen reinen Wassers! Die „unverdiente Güte“, welche den Propheten angekündigt wurde konnten jene nur bruchstückhaft verstehen. Erst nach Jesu Kommen und nachdem er auf Prophetie mittels Erklärungen Licht warf, ja, erst nach Jesu Opfertod und seinem zu unseren Gunsten vergossenen Blut wurde Licht der vollen Erkenntnis darauf geworfen. Gott gewährt niemals Straffreiheit aber in seiner Barmherzigkeit anerkennt Er den Tod seines Sohnes an der Stelle unserer eigenen Schuld setzte! Diese „unverdiente Güte“ nehmen wir in der Taufe an und das Loskaufsopfer wird damit auf uns angewendet. Auch spätere unwillentliche Fehler und Sünden werden durch Jesu Blut gedeckt und ausgelöscht.

 

Jehovas Formen der Kommunikation mit den Mensche4n
 

Zeiten und Zeitabschnitte“ sind kein undurchsichtiges Geheimnis mehr!

Petrus verweist auf einen feststehenden biblischen Begriff: Auf „Zeiten und Zeitabschnitte“ die in Form von Sprüchen vor allem vorab dem Propheten Daniel gegeben wurden, um das erste Erscheinen des Messias anzukünden, wo jener sich seinem Volk Israel vorstellte und um dieses Kommen gar berechenbar werden lassen! Die Prophezeiung zu den „siebzig Jahrwochen“ konnten erst beim und nach dem Erscheinen des Messias wirklich verstanden werden.

 

Als der Prophet Daniel sie am Ende des babylonischen Exils aufzeichnete, da waren sie ihm vollkommen unverständlich und er bat den Engel um mehr und detailliertere Angaben! Alles, was der Engel ihm darauf ankündigte ist in den Kapiteln 11 und 12 seines prophetischen Buches aufgezeichnet! Das ganze Kapitel 12 und Kapitel 11 ab Vers 37 haben mit Geschehnissen der Endzeit unserer Tage zu tun. Es lohnt sich mit diesen Aussagen gut vertraut zu machen die genauso zuverlässig sind wie jene der erfüllten 70 Jahrwochen!

 

Prophezeiung und Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
 

Im Kapitel 12 ist aber auch ein neues Zeitschema enthalten, das erst weit nach den „siebzig Jahrwochen“ seine Verwirklichung finden würde. Es betrifft die Vorhersagen für unsere Tage! Die Apostel fragten nun den himmlischen Abgesandten Jesus um genauere Informationen, ebenso wie damals der Prophet Daniel den Engel Gabriel um nähere Erklärungen bat. Diese sind in den drei Evangelien zu unserer Information aufgezeichnet, bei Matthäus im Kapitel 24, bei Lukas im Kapitel 21 und bei Markus im Kapitel 13. 

 

Jesus au dem Ülberg erklärt Jerusalems Untergang und seine Wiederkr *** Rbi8  Markus 13:1-4 ***

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