Newsletter „DER WEG“ 9/07-3   Juli 2009

Neubearbeitung: 17.8.09 / 1.2.19

 

 

9.7.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an die Hebräer (61 u.Z.)

 

   Paulus schreibt aus römischer Gefangenschaft. Er hat mehrere Briefe gleichzeitig fertiggestellt, die nun durch Boten möglichst schnell alle Versammlungen erreichen sollen. Bestimmt wurden durch die Helfer des Paulus bereits in Rom mehrere Kopien hergestellt, um jeder Versammlung auf dem Weg einen Satz dieser gewichtigen kombinierten Informationen zukommen zu lassen. Der Hebräerbrief scheint den Abschluss dieser vier respektive gar fünf Briefe zu bilden (Epheser, Philipper, Kolosser, Philemon und dem verlorenen Brief an die Laodicener (Kol 4:16)). Er kündigt zum Ende des Briefes die baldige Freilassung des Timotheus an. Paulus selbst hofft ebenso in Kürze freigelassen zu werden und meldet seine vierte und letzte Missionsreise an.

 

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz auf.   Während die übrigen Briefe an einzelne Versammlungen oder eine Einzelperson gerichtet waren ist dieser Brief dagegen zumindest vordergründig an eine bestimmte Gruppe adressiert: Die „Hebräer“, fleischliche Nachkommen Abrahams, an die Judenchristen, die „Ebioniten“ in allen Versammlungen. Sie bildeten den Grundstock jeder Versammlung zur Vermittlung der Erkenntnis der Zusammenhänge der verschiedenen Bündnisse, von Gottes Rechtssystem und der Erfordernisse des GESETZES an die Hinzutretenden aus den Nationen. Im Brief an die Römer hob er dies heraus: Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz auf.“ (Rö 3:31) Paulus rügt sie, weil sie bei der geistigen „Milch“ stehengeblieben sind, statt selbst „feste Speise“ zu sich zu nehmen! Die Fähigen unter ihnen waren gefordert als Vorsteher zu dienen, an sie richtet Paulus am Ende des Briefes speziell seine Grüsse! (Heb 13:24)

 

   Aus heutiger Sicht waren diese Briefe für das römische Imperium „subversiv“, da ja darin das Grundthema ist, dass ein anderer herrschender König und ein anderer Hoherpriester verkündet wurde und die Aufrichtung von Gottes Königreich und Seinem GESETZ inmitten der Feinde jenes neuen Königs, des Christus vorangetrieben wird. Das waren delikate Themen, sie vollkommen offen zu äussern, dies hätte für Paulus das Todesurteil bedeuten können! Darum gilt es zwischen den Zeilen zu lesen und die Informationen der übrigen Briefe zu ergänzen, wo scheinbar eine Lücke oder gar ein Widerspruch auftaucht!

 

   In diesem Sinne setzt Paulus das Thema fort, das damit begonnen hatte, dass er im Brief an die Römer die herausragende Stellung von Gottes GESETZ aufzeigt, das dem der Nationen weit überlegen ist. Wie sollten sich Vorsteher der Versammlungen darauf vorbereiten und wie sollten sie diese neue Art der Rechtsordnung unter den Nationen aufrichten? Eine genaue Erkenntnis der erhöhten Stellung des Christus als einziger von Gott ernannter Hoherpriester und als „König der Könige“ war dabei Voraussetzung! Es galt deutlich Stellung für diesen König zu beziehen und ihn öffentlich zu bekennen! (Off 12:17) Dazu brauchte es Mut! Das bedeutete weiteren Konfliktstoff gegenüber dem Judaismus, dessen priesterlichen Elite aus der Linie Levis und Aarons! Vieles davon hatte Paulus zuvor schon in jenem Brief an die Römer in seinen Grundsätzen erklärt. Der fehlerhaften Übersetzung von Römer 10:4, wo meist zu lesen ist: Christus ist das Ende [[(anstatt Höhepunkt, höchste Erfüllung, Ziel)]] des GESETZES. Dem steht wenige Kapitel zuvor der uns wohlbekannte Widerspruch entgegen, all denen offensichtlich, die „sehen“ wollen und der Gesetzlosigkeit vorzubeugen wünschen!

 

*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

   Gottes Rechtsordnung stand bei Paulus stets im Mittelpunkt! Nun, im Brief an die hebräisch sprechenden Christen, den wir hier ins Zentrum stellen ging das Thema nun mehrheitlich um den Christus, als diesem neuen Hoherpriester und als König im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Eph 1:10). Darin wird ein Christ mit der Taufe aufgenommen, Teil des „neuen Bundes. Christen sowohl unter den „Ebioniten“ (Hebräern) wie den „Paulikanern“ (Menschen aus den Nationen) sind nun darin dazu berufen an diesem und damit verbunden auch am kommenden Königreich und seiner erdenweiten Herrschaft Anteil zu haben. Dazu war ein tieferes Verständnis erforderlich, das notwendigerweise auf den Schriften des „alten Bundes“ aufbaut, der den Hebräern in ihrer eigenen Sprache geschrieben natürlich weit geläufiger war wie den Christen aus den Nationen.

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusamrnhänge göttlichen Rechts im Überblick
 

   Sie, die Hebräerchristen sollten daher längst alle Lehrer sein, statt bloss geistige „Milch“ zu konsumieren in Form von Grundsatzlehren sollten sie jene feste Speise“ zu sich nehmen, die in genauer Erkenntnis der Zusammenhänge und der kommenden Aufrichtung von Gottes Königreich als Herrschaft über die ganze Erde beinhaltet und sie müssten davon aktive Zeugen sein! Paulus beklagt sich im Brief, dass sie zu wenig Fortschritt machen! Als fähigen Versammlungsvorstehern war es vor allem Aufgabe der Ältesten aus den beschnittenen Ebioniten, diese Zusammenhänge in allen Versammlungen zu erklären, wo sie doch den von  Paulus früh aus den jüdischen Synagogen rekrutierten Grundstock bildeten. Es war nicht ihre Aufgabe das System der von Jehova unabhängigen Nationen gar zu kopieren oder das Gegenteil, sie aufzulösen zu versuchen, sondern die Wiederkehr des Sohnes Gottes „im Fleische“ vorzubereiten und Gottes künftigen Gerichtstag anzukünden, wo aufgrund von Gottes GESETZ und nicht dem der Nationen oder Religionen Recht gesprochen wird! Das Königreich Gottes, um dessen Kommen wir weiterhin bitten und dessen künftige Herrschaft über die ganze Erde ist das Grundsatzthema! Am Gerichtstag Gottes würde sich entscheiden wer wie ein „Schaf“ auf Gott und seinen „Hirten“ Christus gehört hatte und wer als „Bock“ nicht darauf reagierte: Jeder würde dann erst entsprechend Lohn empfangen: Ewiges Leben für Gerechte, ewige Abschneidung („Gehenna“) für die Ungerechten und Gesetzlosen!

 

   Bestimmte direkte Hinweise, welche die Staatsmacht Roms hätten aufschrecken können mussten daher mündlich durch jene Boten übermittelt werden, warum Paulus vor allem den Timotheus in den Vordergrund rückt, dessen Kommen zu den Versammlungen er im Hebräerbrief ankündigt, ohne irgend eine bestimmte Versammlung dort zu erwähnen. Auch er hofft auf baldige Freilassung, um persönlich gewisse Dinge richtigzustellen und weitere Erklärungen abgeben zu können.

 

Paulus unter Bewachung der Prätorianer (Eph 6:14-20)   Dass akute Gefahr für den Briefschreiber und seine Begleiter bestand geht auch aufgrund der Verhaftung des Timotheus hervor, welche möglicherweise zwischen dem Schreiben des Briefes an die Philipper (Heb 2:19-23) und dem Hebräerbrief liegen könnte (Phi 2:19-24). Im Brief an die Philipper kündigt Paulus bereits jener Versammlung direkt das Kommen des Timotheus an, offenbar, weil jener damals noch nicht verhaftet war. Im später geschriebenen Hebräerbrief berichtet Paulus dagegen von dessen baldigen Freilassung. Wahrscheinlich hatte einer der Bewacher der Prätorianergarde Anzeige gegen Timotheus erhoben, möglicherweise wegen einer unklugen Äusserung oder einer persönlichen Differenz oder einfach, weil jener besondere Treue zu Cäsar zeigen wollte. Bestimmt wurde auch ihnen gegenüber von Christus geredet, um sie zu gewinnen! Dass dem so ist erwähnt Paulus im Brief an die Philipper:

 

*** Rbi8  Philipper 1:12-14 ***

Nun möchte ich euch wissen lassen, Brüder, daß meine Angelegenheiten eher zur Förderung der guten Botschaft ausgeschlagen sind als zu etwas anderem, 13 so daß meine Fesseln in Verbindung mit Christus unter der ganzen Prätorianergarde und bei allen übrigen öffentlich bekanntgeworden sind; 14 und die meisten der Brüder im Herrn, die zufolge meiner Fesseln Zuversicht gewonnen haben, bekunden um so mehr Mut, das Wort Gottes furchtlos zu reden.

 

   Paulus vermittelt allen Christen Mut die gute Botschaft öffentlich zu verkünden, trotz Einschüchterung, Verhaftung, Fesseln und gar Martyrium. Er ruft nicht zu einem Staatsstreich auf oder dazu, wie die Katholische Kirche dies später tat, zur Aufrichtung eines Königreiches aus eigener Anstrengung, indem sie die gesamte Machtstruktur des römischen Reiches übernahmen und deren Recht mit christlichen Grundsätzen mischten! Ein neuer Sauerteig war entstanden, der wiederum die gesamte dritte Masse der an Jehova an Glaubenden zu durchsäuern begann!

 

   Jesus hatte von dieser dritten Masse an „Mehl“ bereits gesprochen, die nun „Lo-Ammi“, das dritte Kind der hurerischen „Gomer“ („Jakob“ = Levi mit Erstgeburtsrecht und Priesterdienst) betraf, nun die Christenheit und ihre Abtrünnigkeit anging! Zu Hosea hatte Jehova erklärt: Geh, nimm dir eine Frau der Hurerei und Kinder der Hurerei, denn durch Hurerei wendet sich das Land ganz bestimmt davon ab, Jehova zu folgen. (Hos 1:2) Es geht somit nicht um das Einzelne der drei „Kinder“ aus Hurerei ihrer Priesterschaft und Vorsteher mit heidnischen Götzen in Verbindung, sondern um „das Land“, um ganze „Nationen“ wie das Zehnstämmereich Israel („Jesreel“), dann das aus dem Exil zurückgekehrte Juda („Lo-Ruhama“) und schlussendlich die Namenchristenheit „Lo-Ammi“, deren getreuen Teil Paulus zu Beginn anspricht, um korrigierend vorzubeugen! Bedenken wir, dass die Ebioniten“ bis zu ihrer Taufe unter dem Einfluss ihrer hurerischen Mutter, „Gomer“, der jüdischen Priesterschaft stand! Glaube in Christus auszuüben und die Überlieferungen der Vorväter wie z.B. der Pharisäer und Sadduzäer abzulegen bedeutete „harte Speise“!

 

Levi hatte das Vorrecht verloren Gottes Vertreterin zu sein, der „Bund mit Levi“ endete bei Jesu Tod und seiner Erhöhung zum Hohepriesterkönig gleich Melchisedek. Dies aber geistig zu verdauen kostete die „Ebioniten“ und der Hebräerbrief sollte ihr klares Denkvermögen stärken!

 

Hosea III: Hosea soll eine Prostituierte heiraten
 

Diese Veränderung und den Abfall hatte schon der Prophet Joel im 8.Jahrhundert v.u.Z. beschrieben. Das „Mehl“ ist das Produkt des Malens von Gerste oder Weizen. Zufügung von „Sauerteig“ ergibt Gärung des Urproduktes, Verlust von dessen Grundeigenschaften! Vermischung mit fremden Lehren, die der guten Botschaft widersprechen bedeutet „Durchsäuertes“ darunter zu mischen! Zuerst Judenchristen aus den Pharisäern in Antiochia und deren verdrehte Lehren entgegen jenen des Petrus und Paulus und dann Hymenäus in Ephesus, dessen philosophisches Gedankengut einbringend hatten damit einen verheerenden Anfang gemacht, dadurch gar todbringendes „Gangrän“ in den „Leib des Herrn“ gebracht! Paulus forderte rigorose Korrektur, das „Abschneiden“ der befallenen Teile! Jesus erklärte über jenen Sauerteig in den drei unterschiedlichen Mehl-Massen, den Kindern „Gomers“:

 

*** Rbi8  Lukas 13:20-21 ***

Und wieder sprach er: „Womit soll ich das Königreich Gottes [[(Israels, damals noch nicht verworfen)]] vergleichen? 21 Es ist dem Sauerteig gleich, den eine Frau nahm und in drei großen Maß Mehl [[(drei Gruppierungen von „Nationen“)]] verbarg, bis die ganze Masse durchsäuert war.“

 

   Wir müssen somit die vielschichtige Information aus allen vier Briefen die Paulus um das Jahr 61 u.Z. schrieb, die somit in kurzer Abfolge entstanden und offenbar gleichzeitig verteilt und damit auch gleichzeitig in den Versammlungen studiert wurden, durch gegenseitige Verknüpfung vereinen! Gewisse verdeckte Informationen, welche Paulus nicht direkt und offen schreiben konnte, er war ja in Ketten unter ständiger Bewachung der Prätorianergarde, diese lassen sich aber aufgrund der kombinierten Aussagen weitgehend schlussfolgern! Alle haben mit der kommenden Aufrichtung von Gottes Königreich und Jesu Wiederkehr als Herrscher über die ganze Erde zu tun! Das dies heute ebenso ein brisantes Thema ist, das totgeschwiegen werden soll, dies lässt sich anhand der fehlenden und falschen Aussagen der Religionen zum Thema leicht erkennen! Jesus wird deren Führer als Abtrünnige und Feiglinge zur Rechenschaft ziehen! (Mat 7:21-23; Off 21:8)

 

Was bewirkt Sauerteig der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

   Inzwischen war Timotheus somit freigelassen worden und Paulus sendet ihn nun persönlich mit dem Schreiben zu den Versammlungen, die alle auf dem Weg von Rom durch Achaia (Korinth), Griechenland (Athen) und Mazedonien (Beröa, Thessalonich, Philippi) hin über Troas nach Asien (Ephesus und Kolossä) liegen. Er ist somit ausser dem Überbringer des Hebräerbriefes zudem Bote der übrigen Schreiben. Bestimmt erhalten somit alle Versammlungen auf dem Weg je eine Kopie aller Schreiben! Die Versammlungen Kretas besucht Paulus selbst zusammen mit Titus, dies nach seiner Freilassung, den er dort zur Stärkung zurücklässt! Die Versammlung Rom wird bereits im Besitz aller Schreiben von Beginn an gewesen sein. Ob Paulus ebenso Kopien direkt von Rom aus nach Jerusalem und Judäa sandte oder von Ephesus aus per Schiff oder Landweg im Anschluss an das Auftauchen des Timotheus, dies darf vermutet werden.

 

Zeloten: Angriff auf Massada   Dort, in Jerusalem und Judäa aber herrschte bereits gespannter Aufruhr seitens der rebellierenden Zeloten, der 64 u.Z. zur Einnahme der römischen Festung Masada und dann der Stadt Jerusalem führte und die von Jesus angekündigte erste Flucht der Christen aus jener Region auslöste! (Mat 24:15-22) Die Information des Paulus war somit sehr zeitgerecht und er muss sich durch sein Schreiben zusätzlichen Hass der Juden zugezogen haben, die ohne Messias ihr eigenes Königreich aufzurichten suchten!

 

   Wir sehen heute im Staat Israel und dessen Hauptstadt Jerusalem ein weiteres, vergleichbares Vorgehen, ohne „Spross“, unter Ablehnung von Jesus das „Königreich der Himmel“ in eigener Regie aufzurichten! Das Ziel des Paulus war schnelle, flächendeckende Verbreitung seiner Schreiben, um jenen falschen Aposteln“ innerhalb und ausserhalb der Versammlungen den Mund zu stopfen und deren Lehren als Lug und Trug offenzulegen (2.Kor 11:12-15; Tit 1:10, 12). Der Hebräerbrief wimmelt von Zitaten aus den Hebräischen Schriften, dem GESETZ und den PROPHETEN!

 

*** Rbi8  Hebräer 13:22-24 ***

Nun ermahne ich euch, Brüder, dieses Wort der Ermunterung hinzunehmen, denn ich habe euch tatsächlich mit wenigen Worten einen Brief geschrieben. 23 Nehmt zur Kenntnis, daß unser Bruder Timotheus freigelassen worden ist, mit dem ich euch, wenn er recht bald kommt, sehen werde.

24 Richtet meine Grüße all denen aus, die unter euch die Führung übernehmen, und allen Heiligen. Die aus Italien senden euch ihre Grüße.

 

Furchteinflössendes "wildes Tier": Rom   Bald schon sollte Aufruhr und Chaos einen grossen Teil des römischen Reiches überziehen, der judäische Unabhängigkeitskrieg war nur ein Teil davon. Nie war es so wichtig starke Führerpersönlichkeiten innerhalb jeder Versammlung zu haben, um die Gruppierungen von wahren Christen durch die Wirrnisse hindurch zu bringen, dies unabhängig von einer zentralen Leitung, die ja so oder so schnell von Gegnern zerschlagen würde! Vielen Einzelchristen und ganzen Versammlungen stand gar Flucht und Exil bevor, da bei den Aufständen der Juden nun auch Christen vom „WEG“ von ihren Gegnern als eine „jüdische Sekte“ eingeschätzt wurden, obwohl sie an keinem der Aufstände irgend einen Anteil hatten!

 

   Alleine schon, dass Christen sich nicht mit der Zentralmacht Roms als dem „vierten wilden Tier“ verbündet hatten war genügend Grund zum Hass des Imperiums! Umgekehrt der Hass der Juden, weil Christen neutral blieben! (Da 7:7, 8) Für Christen war ein genaues Verständnis ihrer Hoffnung auf Christus als Herrn und König und auf seine Wiederkehr als menschlicher Herrscher ausschlaggebend für andauernde Treue! Wie viel mehr gilt das für uns heute, wo der Abschluss des Systems und die Aufrichtung von Gottes Königreich offensichtlich auf unsere Generation fällt? Jesu Worte kommen zu ihrem Höhepunkt:

 

*** Rbi8  Lukas 21:25-28 ***

Auch wird es Zeichen an Sonne [[(Weltführer)]] und Mond und Sternen [[(nächste Glieder der Hierarchie)]] geben und auf der Erde Angst unter den Nationen, die wegen des Tosens des Meeres [[(des aufgewühlten Menschenmeeres, das „Tang und Schlamm“ aufwühlt)]] und [seiner] Brandung weder aus noch ein wissen, 26 während die Menschen ohnmächtig werden vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über die bewohnte Erde kommen; denn die Kräfte der [[(alten)]] Himmel [[(der Herrschenden)]] werden erschüttert werden. 27 Und dann werden sie den Menschensohn in einer Wolke mit Macht und großer Herrlichkeit kommen sehen. 28 Wenn aber diese Dinge zu geschehen anfangen, dann richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, denn eure Befreiung naht.“

 

 Flavius Josephus: Der jüdischer Krieg   Schon Jesus redete in Gleichnissen, um seinen Gegnern das exakte Verständnis zu unterbinden und damit den Staatsapparat nur noch mehr herauszufordern. Die „Kräfte der Himmel“, die erschüttert werden, es sind die Kräfte der gerade Herrschenden! „ ‚Aber die Bösen sind wie das Meer, das aufgewühlt wird, wenn es sich nicht zu beruhigen vermag, dessen Wasser ständig Tang und Schlamm aufwühlen. Es gibt keinen Frieden‘, hat mein Gott gesagt, ‚für die Bösen.‘ “ (Jes 57:20, 21)

 

   Im Gegensatz zu den anderen Schreiben nennt Paulus keine seiner Begleiter als Grüssende. Halten wir dies in Erinnerung, dass nur drei Jahre darauf diese Zelotenaufstände in Judäa, Galiläa und in Jerusalem ausbrachen und damals bereits eine gespannte Situation herrschte, eine gewisse Stille vor dem Sturm. Die Juden und ihr Wunsch ihre Nation erneut als Königreich aus eigener Kraft aufzurichten, ohne das Wiederkommen des von ihnen zurückgewiesenen Messias erst abzuwarten, all dies musste indirekt auch auf Hebräerchristen aufgrund verwinkelter verwandtschaftlicher Blutsbande einwirken! Diesem Bestreben durch Revolution Gottes Königreich für Israel aufzurichten wirkt Paulus mit diesem Schreiben vor allem innerhalb jener Christen mit hebräischer Abstammung in allen Versammlungen entgegen. Genaue Erkenntnis über den Christus und seine Stellung vor Gott und als „Haupt des Leibes“ waren notwendig, um sich nicht von „falschen Christussen“ (falschen „Gesalbten“) verleiten zu lassen!

 

   Dem Hohepriester der Juden in Jerusalem durfte nicht weiter Gehorsam gezollt werden, da ein anderer Hoherpriester ja die Macht innehatte, der Christus und der musste geachtet werden und seinen Namen galt es zu verbreiten! (Apg 23:1-4) Die Hoffnung musste nun auf Jesus und sein Wiederkommen „im Fleisch“, als „Menschensohn“ gerichtet werden und nicht weiter auf den Tempel und die dortigen Opfer! (vergl. Joh 4:20-26) Jeder musste die Stellung Jesu als höchstes und einziges „Haupt“ eines jeden Christen und jeder Versammlung erkennen und sich ihm unterordnen, statt sich auf rebellische Menschen mit Organisationstalent und ihrer Sucht auf Macht zu verlassen. Dazu war auch wichtig die herausragende Stellung der zwölf von Christus ernannten Apostel damals und künftig zu erkennen und anzuerkennen! Der „Berufung“ hin zum kommenden Königreich Gottes galt es sich als würdig zu erweisen! (1.Kor 1:26, 27)

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

7.3............. Der Brief an die Hebräer. 9

7.3.1........... Den Brief an die Hebräer im Umfeld korrekt einordnen. 9

7.3.1.1........ Gründe für das Schreiben an die Hebräer 9

Paulus ist sich seiner Aufgabe und Verantwortung als Leiter im Predigtwerk unter den Nationen voll bewusst! 9

Ein besonderes Ermahnen für die fleischlichen Nachkommen Sems über Heber 10

Die „Ebioniten“ Jerusalems und ihr gemeinsames Eigentum als Vorbild auch für Christen der Endzeit 11

Jede Form von Statusdenken aufgrund levitischer Abstammung wurde von Paulus strikt abgelehnt 12

Waren es nun zwölf oder waren es dreizehn Apostel? „Falsche Apostel“ als Nutzniesser eines Fehlers! 13

7.3.1.2........ Der Inhalt des Hebräerbriefes. 13

Kapitel 1:  Jesu Leben zuvor beim Vater im Himmel und seine neu erlangte Stellung als Hohepriesterköning  13

Heb 1:1-6:  Jesu Wiederkehr zur Erde, wo ihn der Vater erneut einführt, um nun das Erbe anzutreten. 13

Heb 1:7-14:  Paulus erklärt Jesus mit dem Engel identisch, der zuvor schon Israel anführte. 14

Kapitel 2:  Jesu lebte uns den vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Vater vor! 14

Heb 2:1-9:  Den Gehorsam des Christus nachahmen! Die künftige Erde ist Menschen, nicht Engeln unterworfen! 14

Heb 2:10-18:  Jesus als Getreuer Gottes zum Retter der Menschen erkoren. 14

Kapitel 3:  Was beinhaltet die Berufung hin zum „Königreich der Himmel“?. 14

Heb 3:1-11: Dazu berufen, in Gottes Ruhe einzugehen. 14

Heb 3:12-19:  Ein ungläubiges Herz führt hin zur Sünde und zum Tod. 14

Kapitel 4:  Wie können wir selbst in Gottes Sabbatruhe eingehen?. 14

Heb 4:1-10:  Das Herz nicht verhärten, um in Gottes Sabbatruhe einzugehen. 14

Heb 4:11-19:  Mit „Freimut der Rede“ an unserem Hohepriester festhalten. 15

Kapitel 5:  Der „neue Bund“ bedingt einen neuen Hohepriester! 15

Heb 5:1-6:  Der neue Hohepriester und sein grösseres Schlachtopfer, sein Königtum gleich Melchisedek. 15

Heb 5:7-14:  Unser Gehör schärfen und von geistiger „Milch“ zu „fester Speise“ voranschreiten. 15

Kapitel 6:  Zufluchtsort für alle die Frieden suchen ist die Versammlung des Christus. 15

Heb 6:1-8:  Christen drängen durch gründliche Belehrung zur geistigen Reife voran! 15

Heb 6:9-20:  Mit Fleiss auf die Erfüllung der vorhergesagten Segnungen gegenüber Abraham harren. 16

Kapitel 7:  Die Ablösung der aaronischen Priester durch ein Priesterkönigtum gleich Melchisedek. 16

Heb 7:1-10:  Der Zehnte des Salzbundes mit Levi dem künftigen Lohn gegenübergestellt 16

Heb 7:11-17:  Der Wechsel im Hohepriesteramt erforderte gewisse Wechsel innerhalb des GESETZES. 16

Kapitel 8:  Warum war dieser Wechsel vom alten zum „neuen Bund“ so wichtig?. 16

Heb 8:1-9:  Der „alte Bund“ mit Levi und der „neue Bund“ mit Christus. Der Hauptpunkt für Christen: Jesus als Hoherpriester an Gottes rechter Seite anerkennen. 16

Heb 8:10-13:  Erkennungsmerkmal des „neuen Bundes“: Das GESETZ ist jenen ins Herz gelegt 17

Kapitel 9:  Den Vorsteher im „neuen Bund“ richtig einschätzen! 17

Heb 9:1-10:  Die Opfer und Amtshandlungen des „alten Bundes“ schatten Dinge im „neuen Bund“ vor 17

Heb 9:11-14:  Ewige Befreiung von Sünde durch Jesu Blut und Dienst im neuen „Zelt der Zusammenkunft“, der Versammlung  17

Heb 9:15- 22:  Welches Testament? Wer ist Erbe und wer Erblasser? Wann und wo ist das Erbe anzutreten?  17

Heb 9:23-28:  Jesus erscheint vor Gott im Allerheiligsten des Himmels. 17

Kapitel 10:  Den Wechsel, was die Opfer und den Tempel betrifft erkennen! 18

Heb 10:1-10:  Gottes Willen erfüllen ist nun anstatt der Schlachtopfer für Sünden gefordert! 18

Heb 10:11-25:  Die Strafbestimmungen des GESETZES sind nicht aufgehoben! 18

Heb 10:26-34:  Für willentliche Sünde bleibt kein weiteres Schlachtopfer übrig! 18

Heb 10:35-39:  Am „Freimut der Rede“ mit Ausharren festhalten ergibt Erfüllung der Verheissungen. 18

Kapitel 11:  Den eigenen Glauben genau überprüfen! 18

Heb 11:1-3:  Was bedeutet es Glauben zu haben?. 18

Heb 11:4-7:  Der Glaube treuer Männer vor der Sintflut 18

Heb 11:8-16:  Abrahams herausragender Glaube in die „Stadt die wahre Grundlagen hat 18

Heb 11.17-21:  Die Glaubensprobe Abrahams und Isaaks: Gottes Segen. 19

Heb 11:22-29:   Der Glaube Josephs in Ägypten und der des Moses. 19

Heb 11:30-40:  Der Glaube Josuas, der Hure Rahab bis zu unserem Glauben der Endzeit 19

Kapitel 12:  Von unserem heutigen Einsatz hängt der Erfolg des kommenden Königreiches ab! 19

Heb 12:1-6:  Wir müssen im Wettkampf um ewiges Leben mit Mut und Ausharren kämpfen! 19

Heb 12:7-17:  Züchtigung dient unserer Heilung zur göttlichen Ordnung hin. 19

Heb 12:18-29:  Dem heiligen Berg Zion sich nähern, der kommenden Verwaltung uns herannahen. 19

Kapitel 13:  Die Lehre des Christus ist unveränderlich! Er bleibt stets derselbe! 20

Heb 13:1-7:  Brüderliche Liebe und Gastfreundschaft 20

Heb 13:8-16:  An der Lehre der Apostel und Propheten festhalten! Jesus bleibt derselbe! 20

Heb 13:17-21:  Rechenschaftspflicht der Apostel und Vorsteher gegenüber Jesus und Gott! 20

Heb 13:22-25:  Ermunterung in genauer Erkenntnis zu wachsen. 20

7.3.2........... Kapitel 1:  Die herausragende Stellung Jesu seit Anbeginn der Schöpfung. 22

7.3.2.1........ Heb 1:1-6: Jesus muss als Erbe des Königreiches über Israel erneut zur bewohnten Erde zurückkehren! 22

Das „Wort der Wahrheit“ mit Offenheit annehmen! 22

Ist die erst in späterer Zeit hinzugefügte Bezeichnung „Brief an die Hebräer“ nicht eher verwirrend, da doch jeder Christ angesprochen ist?. 22

Heb 1:1-4:  Der Sohn, der am Ende der Tage des jüdischen Systems zum Erben eingesetzt wurde. 23

Heb 1:5-6:  Der Erstgeborene aller Schöpfung wird erneut in die bewohnte Erde eingeführt! 26

7.3.2.2........ Heb 1:7-14:  Paulus verbindet den Engel der Moses erschien mit Jesus, dem Christus, dem Erstgeborenen aller Schöpfung und Erben aller Dinge. 27

Heb 1:7-9:  Engel sind öffentliche Diener im selben Werk Gottes. 28

Jehovas Engel, die Feuerflamme im Dornbusch der Israel aus Ägypten leitete. 27

Heb 1:10-12:  Jesus, der als Gottes Werkmeister im Auftrag Jehovas die Grundlagen der Erde legte. 28

Heb 1:13-14:  Jesus an Gottes rechter Seite sitzend, bis seine Feinde unter die Füsse gelegt werden. 29

7.3.3........... Kapitel 2:  Den Gehorsam des Christus nachahmen. 30

7.3.3.1........ Heb 2:1-9:  Den Worten der früheren Propheten erhöhte Aufmerksamkeit zollen! 30

Heb 2:1-4:  Achtung: Jeder Ungehorsam wird weiterhin gemäss GESETZ geahndet! 30

Heb 2:5-9:  Die künftige „bewohnte Erde“ wird nicht Engeln, sondern Menschen unterworfen! 30

Jesu war gekommen, um die Sünde abzubrechen. 31

Warum gewährt Gott niemals Straffreiheit?. 32

7.3.3.2........ Heb 2:10-18:  Dadurch, dass Jesus Mensch wurde, Treue bis in den Tod behielt, wurde er zum Retter der Menschen erkoren  33

Heb 2:10-13:  Jesus inmitten von Brüdern zufolge von Leiden verherrlicht 33

Auf welchen Retter müssen die Nachkommen der Hebräer oder Juden ihr Vertrauen setzen? Auf Jehova oder Jesus?  35

Reue in der Taufe und Hingabe an den vorhergesagten Retter aus Davids Nachkommen notwendig zum Heil! 36

Der Sohn als „Retter der Welt“ vom Vater her ausgesandt 37

Heb 2:14-18:  Jesus, der an Fleisch und Blut Teil hatte erhielt inzwischen das Mittel, den Tod zunichte zu machen  37

7.3.4........... Kapitel 3:  Berufung hin zu Jesus, dem himmlischen Abgesandten und Hohepriester 38

7.3.4.1........ Heb 3:1-11: Vom Himmel her berufen, nicht zum „dritten Himmel“ hin! 39

Heb 3:1-6:  Auf Jesus, als himmlischen Abgesandten und Hohepriester achten! 39

Heb 3:7-11:  Wer wird in Gottes Ruhe eingehen?. 40

7.3.4.2........ Heb 3:12-19:  Die Gefahr der Sünde durch Missachtung von Gottes GESETZ, zufolge von Unglauben. 40

Heb 3:12-15:  Die Gefahr eines ungläubigen Herzens, das sich von Gott zurückzieht, zufolge der trügerischen Macht der Sünde  40

Heb 3:16-19:  Lassen wir uns nicht irreführen von leeren Versprechungen: Sünde bringt weiterhin Tod hervor! 41

7.3.5........... Kapitel 4:  Nur wer kein verhärtetes Herz hat geht in Gottes Ruhe ein. 43

7.3.5.1........ Heb 4:1-10:  In die Ruhe Gottes eingehen durch Hören und durch ausüben von Glauben. 43

Heb 4:1-5:  Gottes andauernde Sabbatruhe seit der „Grundlegung der Welt 43

Wem müssen wir als Christen Glaubensgehorsam schenken?. 44

Heb 4:6-10:  Die kommende Sabbatruhe für das Volk Gottes. 45

Was war an Josua und Kaleb anders und warum glaubte das Volk nicht an ihre positive Sicht Kanaans?. 46

Vergleich von Kaleb und Josua mit den „zwei Zeugen“ der Endzeit 50

7.3.5.2........ Heb 4:11-16:  Am Bekenntnis zu unserem Hohenpriester Christus festhalten. 52

Heb 4:11-13:  Gottes Wort ist lebendig und übt Macht aus, jede Schöpfung ist vor Gott offengelegt 52

Heb 4:14-16:  Uns dem Thron Gottes der unverdienten Güte mit Freimut der Rede nähern. 54

7.3.6........... Kapitel 5:  Jesus, der neue Hohepriester gemäss dem „neuen Bund. 55

7.3.6.1........ Heb 5:1-6:  Vergleich des Hohepriesters Israels mit dem neuen Hohepriester den Gott erwählt hat 55

Heb 5:1-3:  Der Hohepriester muss Schlachtopfer für Sünden des Volkes darbringen. 55

Heb 5:4-6:  Jesus, der von Jehova eingesetzte Priesterkönig für immer, gleich Melchisedek. 56

Wann wurde Jesus als Hohepriester gleich Melchisedek eingesetzt?. 57

Die Berufung Gottes gegenüber dem Törichten der Welt 59

7.3.6.2........ Heb 5:7-14:  Jene, die am Gehör stumpf sind und mit Milch ernährt werden müssen. 61

Heb 5:7-10:  Jesus wurde erst nach dem Tod in Treue von Gott vollkommen gemacht! 61

Heb 5:11-14:  Reife Christen üben ihr Wahrnehmungsvermögen aus durch Gebrauch im Unterscheiden von Recht und Unrecht 61

7.3.7........... Kapitel 6:  Der Zufluchtsort, wo wir Gottes Segen durch Ausharren erwarten. 62

7.3.7.1........ Heb 6:1-8:  Wo enden die Grundlehren über den Christus und wo beginnt die Reife eines Christen?. 62

Heb 6:1-3:  Christen drängen zur Reife voran! 62

Heb 6:4-8:  Die Erleuchtung über den Christen kommt zufolge der gründlichen Belehrung. 63

7.3.7.2........ Heb 6:9-20:  Der Segen Gottes Abraham gegenüber betrifft auch uns! 64

Heb 6:9-12:  Mit Fleiss und in voller Gewissheit auf Kommendes bis zum Ende ausharren. 64

Heb 6:13-20:  Gottes Schwur gegenüber Abram betreffend künftigem Segen kurz vor seiner Erfüllung. 64

Der Zufluchtsort für unwissentliche Totschläger ist das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! 65

7.3.8........... Kapitel 7:  Der Wechsel von Aaron hin zum Priesterkönigtum gleich Melchisedek. 66

7.3.8.1........ Heb 7:1-10:  Abraham zahlte Zehnten an Melchisedek, den König von Salem.. 66

Heb 7:1-3:  Der „König der Gerechtigkeit“ ist auch der „König des Friedens“! 66

Das ewigwährende Priestertum Jesu als Hoherpriesterkönig gleich Melchisedek. 67

Heb 7:4-10:  Der Zehnte gemäss dem Salzbund mit Levi und der Lohn, den Jesus künftig bringen wird. 68

Die künftigen „Hauptbeutestücke“ für den grösseren Melchisedek werden durch Söhne Abrahams dargereicht 69

Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig! 70

7.3.8.2........ Heb 7:11-17:  Der Wechsel im Priestertum bedingt einen Wechsel innerhalb des GESETZES. 71

Heb 7:11-14:  Durch das levitische Priestertum kam keine Vollkommenheit 71

Seit Moses wird das GESETZ an jedem Sabbat in der Versammlung Gottes gelehrt! 73

Wer wird schlussendlich Gewinner im Widerstreit der sich widersprechenden Gesetze der Nationen und Religionen bleiben?  73

Die Amtskirche Roms ist Gewinnerin am Konzil von Nicäa mit ihrem Wunsch mit „dieser Welt“ sich zu vereinigen  74

Heb 7:15-17:  Der Hoherpriester und König „gleich Melchisedek“ kommt nicht gemäss Gebot an Levi! 76

7.3.8.3........ Heb 7:18-28:  Das Unvollkommene wird durch das Vollkommene ersetzt! 77

Heb 7:18-25:  Das Gebot Levi betreffend wurde zufolge der Schwäche und Unwirksamkeit jener Priester weggetan! 77

Das angedrohte Ende des „Bundes mit Levi“ war zuvor deutlich angekündet worden! 77

Worin bestand „die Schwäche und Unwirksamkeit“ innerhalb des GESETZES?. 78

Ist Christus nun das „Ende“ oder ist er der „Höhepunkt“ und das „Ziel“ des GESETZES?. 78

Nur der hat Zugang zu Gottes „neuem Jerusalem“, der sich vollkommen gereinigt hat! 79

Heb 7:26-28:  Jesus als loyaler, argloser, unbefleckter und von Sündern getrennter Hoherpriester 80

7.3.9........... Kapitel 8:  Der Wechsel vom alten „Bund mit Levi“ zum „neuen Bund“ mit Christus. 81

7.3.9.1........ Heb 8:1-9:  Den Hauptpunkt anerkennen: Unser Hoherpriester an Jehovas rechter Seite. 81

Heb 8:1-6:  Der Befehl sowohl an Moses wie an Jesus lautet: „Sieh zu, dass du alle Dinge nach ihrem Muster machst 81

Der Wechsel vom physischen zum geistigen Tempel musste erst richtig verstanden werden! 82

Heb 8:7-9:  Wegen der Mängel des ersten „Bundes mit Levi“ wurde Raum für einen weiteren Bund gesucht 85

7.3.9.2........ Heb 8:10-13:  Der Tag, an dem das „Israel Gottes“ das auserkorene Volk Jehovas wird. 86

Heb 8:10:  Das Erkennungsmerkmal des „neuen Bundes“ ist, dass das GESETZ ins Herz gelegt wurde! 86

Heb: 8:11-12:  Die Mitbürger des kommenden Reiches Gottes erkennen Jehova, „vom Geringsten bis zum Grössten 88

Heb 8:13:  Nur der frühere Bund Levis mit Aaron und seinen Söhnen als Hohepriester ist als veraltet erklärt 88

7.3.10......... Kapitel 9:  Jesu herausragende Stellung im „neuen Bund“ anerkennen. 89

7.3.10.1...... Heb 9:1-10:  Der Tempel, die Satzungen des heiligen Dienstes im bisherigen „Bund mit Levi“ die endeten. 89

Heb 9:1-5:  Auf die Symbolik des früheren steinernen Tempels, seiner Gegenstände und heiligen Handlungen achten  89

Heb 9:6-10:  Heilige priesterliche Diensthandlungen im alten „Bund mit Levi“: Was schatteten sie vor?. 90

Was ist der tiefere Sinn hinter dem gebot „Auge um Auge“ und den neuen Opfern unter dem Christus?. 90

7.3.10.2...... Heb 9:11-14:  Ewige Befreiung von Sünden durch Jesu Blut, um Gott heiligen Dienst darzubringen. 91

Der in nur drei Tagen aufgerichtete neue „Tempel des Leibes 91

Der geistige Tempel, Gottes Bau wächst harmonisch bis zur Endzeit 92

Spross“ muss den geistigen Tempel beginnen und beenden, er trägt darin die Krone! 93

Heb 9:11-14:  Das vollkommenere Zelt, das nicht von dieser Schöpfung ist 93

7.3.10.3...... Heb 9:15-22:  Das Testament, der Erbe und die Miterben, der Erblasser 94

Heb 9:15-22:  Mittler des „neuen Bundes“ mit den Ziel eines ewigen Erbes: Welches „Testament“ und welches „Erbe“ ist von welchem „Erblasser“ zu erwarten?. 94

Welches Wort muss an welcher Stelle stehen: Bund oder Testament? Sind sie vollkommen austauschbar?. 95

Das Blut bleibt auf dem Haupt dessen, der den Eid oder Bund verletzt! 98

Das Erbe und den Zusammenhang der Erben zum Tod des Erblassers korrekt verstehen lernen! 99

Nicht auf Jesus und seine Apostel zu hören trennt uns vom ewigen Erbe! 99

Wer nun sind die wahren Erben, die unter dem „neuen Bund“ Miterben Christi sein werden?. 100

Wer ist der Erblasser der stirbt, wer sind die Erben und was erhalten sie als ihr Erbe?. 102

Eine veränderte Verhaltensweise Jehovas denen gegenüber, die unter den „neuen Bund“ zu stehen kommen  103

Die „Heiligen des Allerhöchsten“ und ihr „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“: Welches ist ihr jeweiliges Erbe?  104

7.3.10.4...... Heb 9:23-28:  Jesu persönliches Erscheinen im Allerheiligsten des Himmels. 104

7.3.11......... Kapitel 10:  Die Opfer im Tempel wurden durch ein einziges, vollkommenes Schlachtopfer ersetzt 105

7.3.11.1...... Heb 10:1-10:  Welches Opfer vermag Menschen vollkommen zu machen?. 105

Gewisse Objekte schatten eine kommende Wirklichkeit voraus: Gottes grosses Bauprojekt 105

Heb 10:1-4:  Die vorgeschrieben Opfer im GESETZ an Levi waren ein Schatten künftiger Dinge. 106

Das GESETZ mit den in Satzungen gefassten Geboten“ an Levi: das Vorschatten künftiger Dinge! 107

Heb 10:5-10:  Gott will nicht Sündopfer, sondern dass wir seinen Willen erkennen und ihn tun! 107

7.3.11.2...... Heb 10:11-25:  Schlachtopfer sind gemäss den Strafbestimmungen des GESETZES. 108

Heb 10:11-14:  Das grössere Schlachtopfer, das Sünden vollkommen löscht und uns vollkommen zu machen vermag  108

Heb 10:15-18:  Gottes GESETZ in das Herz legen und in den Sinn schreiben! 109

Heb 10:19-25:  Das Zusammenkommen am Sabbat, den Neumonden und zu den Festzeiten weiterhin fester gesetzlicher Bestandteil! 109

7.3.11.3...... Heb 10:26-34:  Für willentliche Sünde bleibt kein Schlachtopfer mehr übrig. 111

Jesus und Paulus kündigen unter dem „GESETZ des Christus“ schwerere Strafe für Vergehen an! 111

Kirchenväter, die eine unbiblische Lehre auf Straffreiheit bei Sünde dulden und gar fördern. 111

Jesu eigene Worte beachten, was Ehebruch und was Wiederverheiratung von Geschiedenen anbetrifft 112

Heb 10:26-31:  Eine viel strengere Strafe für Christen, als sie das GESETZ Mose für das fleischliche Israel vorgab! 112

Heb 10:32-34:  Gefängnis und Raub der Habe, zufolge Verteidigung der Gebote Gottes und Gesetzestreue  115

7.3.11.4...... Heb 10:35-39:  Freimut der Rede und Ausharren, um die Erfüllung der Verheissung zu erlangen. 115

7.3.12......... Kapitel 11:   Welche Art Glauben hast Du?. 116

7.3.12.1...... Heb 11:1-3:  Was bedeutet Glaube wirklich?. 116

7.3.12.2...... Heb 11:4-7:  Treuer Glaube bei Männern vor der Sintflut 117

Heb 11:4:  Abels Glaube und sein wertvolles Opfer 117

Heb 11:5-6:  Henoch kündigte glaubensvoll kommendes Gericht an. 119

Heb 11:7:  Der Glaube Noahs und dessen Gottesfurcht rettete vor Vernichtung in der Sintflut 119

7.3.12.3...... Heb 11:8-16:  Abraham wartete aus Glauben auf jene „Stadt, die wahre Grundlagen hat 120

Heb 11:8-10:  Fremdlingschaft und der Glaube in Gottes Verheissung. 120

Heb 11:11-12:  Saras Glaube zeigte sich durch ihr eigenes Handeln! 120

Heb 11:13-16:  Fremde und zeitweilig Ansässige bis zum Zeitpunkt, wo Gott das endgültige Erbe verteilt 121

7.3.12.4...... Heb 11:17-21:  Die Glaubensprobe Abrahams und der Segen Isaaks aus Glauben. 121

Heb 11:17-19:  Der geprüfte Glaube Abrahams und Isaaks bildet Grundlage, um als „Same“ gerechnet zu werden! 121

Heb 11:20-21:  Der Segen Isaaks und Jakobs ihren Söhnen gegenüber hat Auswirkungen auf uns! 123

7.3.12.5...... Heb 11:22-29:  Der Glaube Josephs und Mose in der Fremdlingschaft 124

Heb 11:22:  Josephs Glaube und sein Befehl seine Gebeine in Machpela zu begraben. 124

Heb 11:23-29:  Moses als Vorbild, um den „zeitweiligen Genuss der Sünde“ von uns zu weisen. 125

Die wahre Autorität Gottes anerkennen, die über jeder anderen Form von Autorität steht! 126

7.3.12.6...... Heb 11:30-40:  Der Glaube Josuas und der Hure Rahab. 127

Heb 11:30, 31:  Rahab und ihre Hausgemeinschaft wurde zufolge ihres Glaubens in die Worte der Späher verschont, als Josua durch Glauben die Mauern von Jericho erschütterte. 127

Heb 11:32-38:  Der Glaube der Richter Israels und seiner darauf folgenden Propheten. 127

Heb 11:39-40:  Erst die letzte glaubensvolle Generation dieses Systems erlangt Erfüllung der Verheissungen zu Lebzeiten! 128

7.3.13......... Kapitel 12:  Uns bereits heute für das vom Himmel aus herrschende Königreich des Christus voll einsetzen  130

7.3.13.1...... Heb 12:1-6:  Den Wettkampf unseres Glaubens weiterhin mit Mut und Ausharren kämpfen. 130

7.3.13.2...... Heb 12:7-17:  Züchtigung dient zur Aufrechterhaltung der Ordnung und des Friedens. 131

Heb 12:7-12:  Auf Züchtigung durch unseren himmlischen Vater positiv reagieren. 131

Heb 12:12-17:  Uns aktiv um Widerherstellung gerechter Verhältnisse bemühen: Dem Frieden nachjagen! 132

7.3.13.3...... Heb 12:18-29:  Uns Jehovas heiligem Berg Zion nähern und Ihn und sein Wort keinesfalls abweisen! 133

Heb 12:18-24:  Uns dem Berg Zion nähern, der Stadt des lebendigen Gottes, der Versammlung der Erstgeborenen  133

Heb 12:25-29:  Jehova nicht abweisen, der durch Jesus von den Himmeln her redet! Gott wird die Erde erneut erschüttern! 134

7.3.14......... Kapitel 13:  Jesus war ist und bleibt derselbe: Seiner Lehre gilt es zu folgen. 135

7.3.14.1...... Heb 13:1-7:  Brüderliche Liebe, Gastfreundschaft erweisen. 135

7.3.14.2...... Heb 13:8-16:  Warnung vor fremden Lehren: Jesus Christus und seine Lehre bleiben dasselbe! 137

Heb 13:8, 9:  Christus war, ist und bleibt derselbe; Lehren betreffend Enthaltsamkeit gewisser Speisen bringen keinen Nutzen! Paulus setzt das in den Vordergrund, was in Gottes Augen rein und unrein ist! 137

Heb 13:10-16:  Christen suchen die künftige, bleibende Stadt und sind zu Jesus hinausgegangen, vor „das Tor“ der alten, vergehenden, symbolischen Stadt Jerusalem, um mit ihm zu leiden. 138

7.3.14.3...... Heb 13:17-21:  Apostel und Vorsteher sind Jesus und Gott gegenüber rechenschaftspflichtig. 141

Heb 13:17:  Vorsteher der Christenversammlung müssen über jedes ihrer „Schafe“ Rechenschaft ablegen. 141

Heb 13:18-21:  Gebete für die Apostel und alle die als Vorsteher dienen, um den Willen Gottes auszuführen  142

7.3.14.4...... Heb 13:22-25:  Die Ermunterung in „wenigen Worten“, die „feste Speise“ für uns darstellt 142

Heb 13:22-23:  Die Freilassung des Timotheus aus römischer Gefangenschaft angekündigt 142

Heb 13:24-25:  Besondere Grüsse an all jene, welche die Führung übernehmen. 143

7.3.15......... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an die Hebräer 144

Die Umstände unter denen Paulus schreibt zeigen „Freimut der Rede“ aber der Stil erweist Kenntnis um die herrschende Gefahr, wegen der leicht umschlingenden Sünde! 144

Paulus schreibt fünf (sechs) Briefe zur selben Zeit in Rom parallel, die sich gegenseitig an Information ergänzen! 144

Verständnis dieses komplexen Hebräerbriefes erfordert Kenntnis der Bündnisse Israels! 146

Jesu herausragende Stellung seit Beginn der Schöpfung: Sein Gehorsam ist nachzuahmen! 147

Unsere Berufung hin zu Jesus und der kommenden Verwaltung. 147

Zufluchtsort ist der Hohepriester und seine Versammlung. 148

Der „Bund mit Levi“ durch den „neuen Bund für ein Königreich“ ersetzt: Jesu herausragende Stellung. 149

Die Wechsel innerhalb des Gesetzesbundes aufgrund der Worte des Paulus richtig einordnen! Jesu höchste Stellung anerkennen  149

Das letzte und grösste aller Opfer: Für willentliche Sünde nach der Taufe existiert kein weiteres Schlachtopfer! 150

Unsere Form des Glaubens überprüfen. 151

Einen beständigen Kampf zu Gunsten unseres Königs Jesus führen! 152

  

 

7.3               Der Brief an die Hebräer

 

 

7.3.1           Den Brief an die Hebräer im Umfeld korrekt einordnen

 

7.3.1.1          Gründe für das Schreiben an die Hebräer

Paulus ist sich seiner Aufgabe und Verantwortung als Leiter im Predigtwerk unter den Nationen voll bewusst!

Kein anderer der Apostel war sich seiner Aufgabe und der damit verbundenen Verantwortung so bewusst wie Paulus! Jesus hatte ihn dazu auserwählt das kommende „Königreich der (neuen) Himmel“ unter den Nationen zu verkünden. Damit untrennbar verbunden war es seine Aufgabe vorab die Grundlage hierzu zu legen, nämlich das „GESETZ des Christus“ unter den Nationen zu erklären und in Herzen einzupflanzen. Menschen sollten den Vorteil gegenüber den weltlich-religiösen Geboten erkennen, welches ein vollkommen gerechtes System ihnen bringt und sie damit aufzumuntern, selbst in ihrem Leben vorab diese von Gott gegebene Gerechtigkeit zu leben und diese nun andere Manschen zu lehren! (Mat 5:19)

 

"Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf."*** Rbi8  Römer 3:31 ***

Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.

 

Dazu brauchte Paulus aber motivierte Mitarbeiter, die in jedem Ort und jeder Stadt Zellen in Form von Versammlungen aufzubauen beginnen würden, um diese hervorragende Arbeit in Nachahmung des Paulus selbst aufzunehmen und sie weiterzuführen! Jesus hatte den Aposteln das Grundprinzip erklärt: „Kostenfrei habt ihr empfangen, kostenfrei gebt.“ (Mat 10:8) Jede Form von bezahlter Lohnarbeit würde dem Ziel entgegengerichtet sein, die Habsucht schüren, um auf Kosten anderer zu Leben. Ebenso wäre eine Hierarchie mit zentraler Führung grosser Gefahr ausgesetzt, dass Satan innert kürzester Frist seine eigenen Helfer an höchster Stelle installieren würde. Paulus zeigte sich als Vorbild:

 

*** Rbi8  1. Korinther 4:16 ***

Ich bitte euch daher inständig: Werdet meine Nachahmer.

 

Keine andere Gruppe war zu Beginn dafür geeigneter wie die Juden, da sie diese Form des Staatssystem ja bereits kannten, da sie doch dasselbe GESETZ bereits seit Kindheit von Vätern und Müttern gelernt hatten, mit dem Auftraggeber Jehova Gott bestens vertraut waren.

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

Umgekehrt sahen viele beobachtende Juden durch die Erklärungen des Paulus, dass ihre Führungsspitze höchsten Verrat am alten jüdischen System geübt hatte. Diese Form voneinander unabhängiger Versammlungen ohne zentrale Leitung war das beste Konzept für ein System, das in Freiheit Ordnung, damit verbunden Gerechtigkeit und als Resultat Frieden zu bringen vermag! Jene jüdischen Führer hatten sich mit dem korrupten Staatssystem Roms zu einer Einheit verbunden und damit Verrat an den höchsten Idealen geübt: Ihren wahren König, Richter und Satzungsgeber Jehova zu verraten! Sie hatten den von Moses vorhergesagten „Propheten gleich mir verworfen und getötet! Damit hatten sie das „GESETZ des Glaubens“ abgewiesen! Nun begriffen zumindest die „Ebioniten“ aufgrund der Worte des Paulus die wahre Bedeutung des Christus für das kommende Heil!

 

Jesus vor Pilatus: "Mein Känigreich ist kein Teil dieser Welt "*** Rbi8  Johannes 18:36 ***

Jesus antwortete [[(als Angeklagter „König der Juden“ zu sein vor Pilatus)]]: „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt [[(des Systems Satans)]]. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“

 

Jesus hatte Pazifismus gelehrt und gelebt. Als Petrus zu seiner Verteidigung zum Schwert griff und bei Jesu Festnahme dem Sklaven des Hohepriester ein Ohr abschlug, da gab Christus das Konzept bekannt, das uns führen soll: „Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen“ (Mat 26:52)

 

Mit seiner Predigttätigkeit auf drei bisherigen Missionsreisen hatte Paulus zuvor an strategisch wichtigen Orten jeweils an Sabbaten Juden in den Synagogen davon zu überzeugen vermocht, dass jener Jesus, den ihre Führer wenige Jahre zuvor als gemeinen Verbrecher an einen Stamm geheftet hatten, der von Gott durch seine Propheten angekündigte Messias gewesen war! Mittels geschickter Argumentation anhand der Schriften konnte er überzeugende Beweise liefern, dass Israel in eine neue Phase eingetreten war und es eine besondere Herausforderung bedeutete, nun die nächst höhere Stufe von Gottes vorhergesagtem Plan für das Volk Israel zu erreichen! Die erdenweite Grundlage zu bilden, zur Aufrichtung von Gottes „Königreich der Himmel“!

 

Die Juden innerhalb „Lo-Ruhama“ aber verloren ihr Privileg am Ende der 70.Jahrwoche, zur Zeit der Taufe des Kornelius das „Volk Gottes“ zu sein. An ihre Stelle trat „Lo-Ammi“, welches nun Jesu Volk wurde, da der Vater doch dem Sohne alles übergeben hatte! Die „Ebioniten“ mussten diese Zusammenhänge als Erste völlig begreifen!

 

Prophezeiung der70 Jahrwochen Daniels
  

Jesus selbst bestätigte: „Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden, und niemand erkennt den Sohn völlig als nur der Vater, noch erkennt jemand den Vater völlig als nur der Sohn und jeder, dem der Sohn ihn offenbaren will. Kommt zu mir alle, die ihr euch abmüht und die ihr beladen seid, und ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin mild gesinnt und von Herzen demütig, und ihr werdet Erquickung finden für eure Seele. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“ (Mat 11:27-30) Christen sind daher Jesu Volk, nicht wie die Juden zuvor direkt Jehova unterordnet! Erst das kommende Königreich des Vaters, wenn Jesus ihm sein gereinigtes Königreich übergibt macht uns zum „Volk Gottes“. Hosea bestätigt: „… und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind [[(„Lo-Ammi“)]], sprechen: ‚Du bist mein Volk‘; und sie ihrerseits werden sagen: ‚[Du bist] mein Gott.‘ “ (Hos 2:23) Bei Jesu Himmelfahrt, vierzig Tage nach der Auferstehung gab der Christus den Aposteln letzte Anweisungen und bestätigte:

 

apostelgeschichte 1:9EWine Wolke nahm ihn auf …*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:6-8 ***

Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: „Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her? 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; 8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

 

Jene, die Glauben in Jesus setzten, sie mussten fortan Zeugnis für Jesus abgeben, da dieser ja der von Gott vorherbestimmte Retter sein soll, der nun bereits als Hoherpriester und König über sein eigenes Reich, das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gesetzt war (Kol 1:13).

 

Das kommende Königreich des Vaters sollte unter dem wiedergekehrten Christus die Herrschaft über die ganze Erde widerherstellen, vorab unter all jenen, die sich weiterhin als Feinde erwiesen! Jeder, der seither dabei auf der Seite Jesu aktiv mitzuarbeiten wünschte war hierzu eingeladen und ein überaus grosser Lohn wurde jedem versprochen: Vorab, dass er „ewiges Leben“ erhalten würde und zudem Entgelt in Form eines Erbe mit Gütern dieser Welt! Andererseits stand jedem getreuen Mann aufgrund dessen Berufung die Aussicht bevor, selbst künftig als Priesterkönig das Geschick eines Teils dieser „neuen Weltordnung“ zu bilden, die von Gott gegeben sein wird! Das würde durch Gottes Auserwählung geschehen. Den Aposteln hatte Jesus dies bereits im Voraus zugesagt: (Lu 12:32)

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28-29 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels [[(deren Erstlinge, die 144.000 Priesterkönige)]] richten. 29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Kinder oder Ländereien verlassen hat, wird vielmal mehr empfangen und wird ewiges Leben erben.

 

Niemand war dazu vorab geeigneter wie die Beschnittenen, jene Männer aus den Juden, die sich selbst als Hebräer, als Nachkommen Hebers betrachteten und Teil dieses zuvor auserwählten Volkes Israel gebildet hatten! Sie kannten doch all diese Vorhersagen bereits, waren von Klein ab mit dieser Hoffnung getränkt worden und einige von den Zuhörern nahmen daher die Worte des Paulus voller Freude auf und begannen schon bald die Grundlage der Christenversammlungen unter den Nationen zu bilden!

 

Dass damit Schwierigkeiten verbunden sein würden war vielen zu Beginn nicht voll bewusst und als sich der Widerstand von aussen und erster Abfall im Inneren von den ursprünglich verkündeten Lehren breit zu machen begann, da wurden viele des Kämpfens müde und zeigten sich leicht zu Kompromissen bereit. Das Wissen darum, dass ihr Führer Paulus seit Jahren in römischer Gefangenschaft war hatte zur Verunsicherung viel beigetragen! Genau an diesem Punkt musste Paulus den Hebel ansetzen und jene Männer und Frauen erneut herausfordern, neu motivieren und zeigen, dass selbst solche Dinge kein wahres Hindernis darstellen seine Aufgabe ganzherzig wahrzunehmen! Den Ephesern schrieb er daher die Form, wie ein Soldat des Christus kämpfen soll:

 

Geistige Waffenrüstung des Christen*** Rbi8  Epheser 6:17-20 ***

Auch nehmt den Helm der Rettung und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort, entgegen, 18 während ihr fortfahrt, mit jeder Art von Gebet und Flehen bei jeder Gelegenheit im Geist zu beten. Und hierzu bleibt wach mit aller Beharrlichkeit und mit Flehen für alle Heiligen, 19 auch für mich, daß mir beim Auftun meines Mundes die Fähigkeit zu reden gegeben werde, um mit Freimut der Rede das heilige Geheimnis der guten Botschaft bekanntzumachen, 20 für die ich als ein Gesandter in Ketten diene, damit ich in Verbindung damit freimütig rede, wie ich zu reden verpflichtet bin.

 

Zwei Werkzeuge standen Paulus dazu zur Verfügung: Die Hebräer auf den Vorteil der Freiheit mit Christus und ihren kommenden Lohn hinzuweisen und andererseits vor den Folgen zu warnen, ihren Bund mit Gott und mit dem Christus zu verlassen! Beide verwendet er grosszügig in diesem Brief an die Hebräer! Er musste dazu jenen Christen aus den Beschnittenen in Erinnerung rufen, wie Gott in früheren Zeiten mit jenen ihrer Nationen verfahren war, welche ihn verliessen und welche die grossen Machttaten die er vor ihren Augen getan hatte vergessen hatten! Strafe folgte für solche die zurückwichen, Belohnung aber gab es für Getreue!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:38-39 ***

„Mein Gerechter aber wird zufolge des Glaubens leben“, und „wenn er zurückweicht, so hat meine Seele kein Gefallen an ihm“. 39 Wir nun sind nicht von denen, die zur Vernichtung zurückweichen, sondern von denen, die Glauben haben zum Lebendigerhalten der Seele.

 

Nun hatten Jesus und seine Apostel neuerlich grosse Machttaten vollbracht, Wunder gewirkt die bisher vollkommen unbekannt waren und als unmöglich betrachtet wurden, dass Menschen solche bewirken könnten! Jede Art von Gebrechen und Krankheit geheilt, Tote auferweckt, dem Sturm Einhalt geboten, Essen so vermehrt, dass Tausende von wenigen Fischen und Brot satt wurden! Hinzu kam nun noch, dass Gott eine vollkommene Amnestie für frühere Sünden gewährte und damit die verbundene Todesstrafe von jedem wegnahm, der bereute und der Glauben in den Christus auszuüben begann!

 

Der Brief an die Hebräer ist für uns heute, in unserer Zeit wohl die grösste Herausforderung erneut die Arbeit innerhalb der Versammlungen so anzupacken, wie Paulus damals die „feste Ordnung“ definiert hat, die mit dem „Staatssystem Israels“, das Jehova durch Moses geprägt hatte vollkommen kompatibel ist! So wie Israel zuvor dem Engel in der Wolke nach dem Auszug aus Ägypten vollkommenen Gehorsam erweisen musste, so sollten nun alle Christen Jesus als „Haupt“ nachfolgen. Sie mussten ebenso wie sie Aarons Söhne als Priester anerkannten, den vom neuen Hohepriester ernannten Gesandten, den Aposteln nacheifern!

 

Paulus richtete nicht eine Kopie einer bereits bestehenden Hierarchie auf, sondern formte die Grundlage, die auf sich gestellt an jedem Ort die Vorzüge des göttlichen Systems aufbauen sollte! Paulus war nicht von Jesus ermächtigt selbst das Königreich Gottes aufzurichten, sondern die Grundlage hierzu auf der Erde unter allen Nationen zu verkünden und einzuführen! Die Erwartung des Christen, die Hoffnung auf Erlösung aus dem System Satans und die Bereitschaft innerhalb des kommenden Systems eine Aufgabe zu übernehmen, die erst dann jedem von oben her zugeteilt würde, sollte verhindern, diesem Vorgehen vorzugreifen und aus eigener Kraft jenes Königreich zur Unzeit aufzurichten! Da einige in den Versammlungen einen solchen falschen Weg erwählt hatten und sich selbst über andere erhöhten, musste Paulus solchem an der Wurzel bereits entgegenwirken!   

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"
 

Ein besonderes Ermahnen für die fleischlichen Nachkommen Sems über Heber

Einige oder gar eine Mehrzahl der Christen aus den Nachkommen von Hebräern, fleischlichen Juden, hatten bisher kein genaues Verständnis der Zusammenhänge erlangt. Christus war offenbart worden, als Haupterbe Gottes innerhalb des „heiligen Geheimnisses“ der kommenden erdenweiten königlichen Verwaltung. Als Juden waren sie noch zu sehr mit dem physischen Tempel in Jerusalem und deren Priesterschaft verbunden, die Opfer und heiligen Handlungen waren für sie weiterhin Realität und nicht bloss Vorbild für die neue Wirklichkeit unter Christus. Um die Zusammenhänge zum neuen, zum geistigen Tempel und der Anbetung Jehovas „mit Wahrheit und Geist“ (Joh 4:20-26) voll zu verstehen waren weitere Anstrengungen notwendig.

 

Da Paulus vornehmlich innerhalb der Versammlungen der Heidenchristen seine tiefen Erkenntnisse der Zusammenhänge unterbreitete, die er von Christus durch Visionen erhalten hatte (2.Kor 12:1-7), daher war nun eine neue Art von Erklärung gegenüber den Hebräerchristen, vor allem aber auch denen in Jerusalem und Judäa fällig. Die Glaubenden aus den Juden sollten verstehen und anerkennen, dass Menschen der Nationen nun zusammen mit fleischlichen Juden ebenso Miterben im kommenden Königreich sein werden! Jede Form überheblichen Denkens der einen oder anderen Seite war unangebracht! Umgekehrt hatte Paulus im Brief an die Römer die Christen aus den Nationen deutlich gewarnt, sich als eingepfropfte Äste im saftigen Olivenbaum nicht über den Stamm zu erheben, aus dem sie den Saft ziehen! (Rö 11:17, 18)

 

Paulus schreibt somit vorab an seine „Brüder dem Fleische nach“, an die Christen aus den Juden, die Hebräer, Nachkommen Sems aus der Linie Heber oder von Eber, wovon Hebräer abgeleitet ist, der zur Zeit der Sprachverwirrung Babels lebte, davon verschont blieb. So war es nur seiner Sippe vorbehalten, die vor- und nachsintflutlichen Schriften, die „Teraphim“ lesen und ergänzen zu können, um die Linie des „Samens der Frau“ ab Abel und Set her über Henoch, Noah und Sem zu kennen.

 

Geschlechtsregister Sems bis Mose und die Irregularität mit Kainan gemäss Lukas
 

Die Juden vor allem jene Jerusalems aber auch Judäas wurden damals bereits als „Ebioniten“ bezeichnet, ein hebräisch-aramäisches Wort, das „die Armen“ bedeutet. Paulus brauchte diesen Ausdruck mehrmals (Rö 15:26; Gal 2:10; 1.Kor 16:1). Im Umkreis der Apostel hatten alle Jünger die aus Galiläa stammten ihre Habe dort verkauft. Gemäss Jesu Auftrag zogen sie nach Jerusalem, nachdem sie zuvor ihre Grundstücke, Häuser und Geschäfte veräussert hatten. Sie wollten Jesu Gebot erfüllen die „gute Botschaft“ von Jerusalem ausgehend hin bis ans Ende der Erde zu Predigen. Als Ort wohin zu den Festzeiten Juden aus aller Welt herreisten war dies die schnellste Form das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ erdenweit bekannt zu machen und es auszudehnen: „…. ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“

 

Gemeinschaftskasse Darum legten sie all ihre Einnahmen in einer Gemeinschaftskasse zusammen und bildeten in Jerusalem eine grosse Glaubensfamilie, wo der Einzelne selbst nicht Besitzer war, sondern die gesamte Gruppe. Dies erwies sich in vielerlei Hinsicht als nützlich und diente dem Zweck von grösserer Unabhängigkeit des Einzelnen im Hinblick auf das Werk des Verkündens (Mat 13:44; 28:19, 20). Den Aposteln hatte Jesus zuvor schon zugesagt:

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-34 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Das Herz jener Nachfolger der Apostel war nun somit vollkommen auf das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und dessen Interessen gerichtet (Mat 6:33; Kol 1:13). Petrus und andere Apostel hatten Schiffe und lebten zur von der Fischerei. Nun galt es „Menschen zu fischen“, sich von weltlicher Habe zu lösen. Von Jerusalem aus begann dieser „Leib des Christus“ zu wachsen. Diese freiwillige Form der Armut und des gemeinsamen Besitzes aller Dinge brachte schon bald viele Vorteile. Das Interesse war nicht mehr direkt dem Erhalt und Aufbau eigenen Vermögens gewidmet, sondern dem Erhalt Gemeingutes. Dies diente einem Zweck, grössere Unabhängigkeit zu schaffen, damit das Predigen schneller Fortschritte machen würde. Dabei wurden die Apostel von weltlicher Arbeit weitgehend befreit (1.Kor 9:6, 7). Durch das Einnehmen gemeinsamer Mahlzeiten in Privathäusern wurde der innere Zusammenhalt gestärkt und eine natürliche Sicherheit des Einzelnen vor der oft feindlich eingestellten Aussenwelt besser gewährleistet! Gegenseitig stärkte man sich im Glauben und war darum besorgt, dass es keinem am Notwendigen fehlte!

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger Tempel
 

Die Ebioniten Jerusalems und ihr gemeinsames Eigentum als Vorbild auch für Christen der Endzeit

Am Pfingsttag hielt Petrus eine Ansprache und etwa dreitausend Juden liessen sich daraufhin taufen. Viele davon waren Bewohner Jerusalems, andere kamen aus allen Teilen des Reiches und brachten die gute Botschaft danach ins ganze Imperium, wo für das spätere Predigen des Paulus der Boden in den Synagogen der Juden in den Städten unter den Nationen bereits vorbereitet wurde.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 2:39-47 ***

Denn die Verheißung gehört euch und euren Kindern und all denen, die in der Ferne sind, so viele Jehova, unser Gott, zu sich rufen mag.“ 40 Und mit vielen anderen Worten legte er ein gründliches Zeugnis ab und ermahnte sie fortwährend, indem er sprach: „Laßt euch aus dieser verkehrten Generation retten.“ 41 Somit wurden diejenigen, die sein Wort von Herzen annahmen, getauft, und an jenem Tag wurden ungefähr dreitausend Seelen hinzugetan. 42 Und sie widmeten sich weiterhin der Lehre der Apostel und dem Anteilhaben [miteinander], dem Einnehmen von Mahlzeiten und den Gebeten.

43 In der Tat, jede Seele wurde von Furcht befallen, und es geschahen von nun an durch die Apostel viele Wunder und Zeichen. 44 Alle aber, die gläubig wurden, waren beisammen und hatten alles gemeinsam, 45 und sie verkauften ihre Besitztümer und ihr Eigentum und verteilten den [Erlös] unter alle, so wie jemand Bedürfnis hatte. 46 Und Tag für Tag waren sie fortgesetzt einmütig im Tempel anwesend, und sie nahmen ihre Mahlzeiten in Privathäusern ein und nahmen mit großer Freude und Aufrichtigkeit des Herzens Speise zu sich, 47 priesen Gott und erlangten Gunst beim ganzen Volk. Gleichzeitig fuhr Jehova fort, täglich solche zu ihnen hinzuzufügen, die gerettet werden.

 

Jene Juden Jerusalems, welche sich „aus dieser verkehrten Generation retten“ liessen, schlossen sich den Jüngern aus Galiläa an, möglicherweise teilten sie auch ihre Häuser mit ihnen, wo gemeinsame Mahlzeiten eingenommen wurden und sich mehrere Versammlungen Jerusalems bildeten, wo man zudem am Sabbat „sich weiterhin der Lehre der Apostel widmete“.

 

Jesus predigt im Tempel JerusalemsDer Tempel war bis zum Jahre 66 u.Z. der geeignetste Platz, um die gute Botschaft an Juden aus ganz Israel und aus fremden Gebieten zu predigen. Jesus hatte diesen Platz immer und immer wieder für sein Predigen aufgesucht. Dadurch kamen täglich neue Anhänger hinzu, sich taufen liessen und die nun ebenso „zum Weg“ gehörten, den die übrigen Juden als eine neue Sekte innerhalb des Judaismus betrachteten, die „Anhänger des Nazareners“ (Mat 2:23; Apg 4:8-12; 24:5). 

 

Andererseits entwickelte sich langsam innerhalb der wachsenden Gruppe der Ebioniten, der Hebräerchristen, auch bei einigen Überheblichkeit gegenüber den griechisch sprechenden Gläubigen aus den jüdischen Proselyten. Dies zeigte sich früh daran, dass bei der Essenausteilung zwischen judenstämmigen und griechischen Witwen ein parteiischer Unterschied gemacht wurde. Dasselbe Gefühl der Überheblichkeit machte Paulus später auch in seinen Versammlungen unter den Nationen Schwierigkeiten, da gewisse Juden aus Jerusalem zum Beispiel in Antiochia weiterhin jüdisches Verhalten lehrten gemäss gewissen Geboten, die mit Jesu Tod und Erhöhung eine Veränderung erfahren hatten. Die „trennende Zwischenwand“ und die Notwendigkeit der Beschneidung des Fleisches waren durch Jesus durch anderslautende Gebote ersetzt worden! (Gal 2:6, 11-14)

Jede Form von Statusdenken aufgrund levitischer Abstammung wurde von Paulus strikt abgelehnt

Da inzwischen auch viele Leviten und Priester zum Glauben an Jesus gekommen waren (Apg 6:7) versuchten sie ihrerseits die bisherigen Privilegien, welche sie unter dem „Bund mit Levi“ hatten, wiederum in der Christenversammlung aufzurichten und sie für sich und ihre Familien zu beanspruchen. Daher bemühten vor allem Männer aus ihren Reihen sich weiterhin um das Geschlechtsregister, um ihre vermeintlichen Privilegien zu begründen, was aber erneut zu Klassendenken, Spaltungen und Sektarismus führen musste. Paulus warnte deshalb vor solchen Bemühungen und unterband sie (1.Ti 1:3-7; Tit 3:9).

 

Es war von Jehova her durch Jesus bestimmt, dass Paulus die neue Ordnung in den Christenversammlungen aufrichten musste. Solche entstanden nun zunehmend ausserhalb Judäas und er musste verbindliche Normen für alle Versammlungen gemeinsam aufstellen (Gal 2:7-10). Paulus wurde durch Jesus in Visionen gezeigt, wie die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ aufgebaut sein würde und was notwendig wäre, um sich diesem neuen, kommenden Standard weiter anzunähern. Überheblichkeit durch ein Statusdenken als Levit oder Priester war darin hinderlich! Das Auswahlverfahren geeigneter künftiger Priesterkönige erfolgt von Gott her durch Jesus und umfasst alle Männer die der Berufung seit Abel gefolgt sind, dem „Samen der Frau“ zu dienen.

 

Gottes Wahl der komenden Weltregierung für das Millennium: Eine wahre Theokratie!
 

Viele jener Jünger glaubten an ein Weiterbestehen der bisherigen Ahnenregister, welche für den Beweis ihrer levitischen Abstammung von Wichtigkeit gewesen waren, nun aber unter Christus jegliche Bedeutung verloren hatten. Jene Generation Levis war verworfen worden und der spezielle Bund mit ihnen hatte geendet, weil sie das ihnen gesetzte Ziel nicht erreicht hatten!

 

Mit Jesus war ein neuer Hoherpriester gekommen der nicht aus Levi stammt, sondern ein Glied des Stammes Juda war! Seine zwölf priesterlichen Söhne waren nicht fleischlicher Art, sondern geistiger! Daher musste Paulus die Vorsteher in den Versammlungen vorbereiten, sich dieser kommenden Aufgabe zu der sie berufen wurden, als der Aufgabe gewachsen zu zeigen: Als künftige Priesterkönige und Richter auserwählt zu werden, indem sie bereits in diesem System die Grundlagen für die Zukunft legten. Im Vordergrund standen dabei Gottes Gerechtigkeit durch Sein GESETZ, unverfälschte Wahrheit und echte Liebe anzuwenden und andere dahin zu führen, dasselbe zu tun.

 

*** Rbi8  Römer 13:8-10 ***

Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz [[GESETZ]] erfüllt. 9 Denn das [geschriebene Recht]: „Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht morden, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren“ und was immer für ein Gebot es sonst noch gibt, ist in diesem Wort zusammengefaßt, nämlich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ 10 Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; daher ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes [[GESETZES]].

 

Das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Phi 3:11, 20, 21) war vom Vater her nach Jesu Auffahrt endgültig den Aposteln anvertraut worden (Lu 12:32). Wobei Jesu klarer Befehl lautete, dass keiner sich über den anderen erhöhen sollte, sie vielmehr ein Kollektiv von Gleichrangigen bilden, die einander und den Versammlungen dienen sollten. Jesus hatte ihre Ambitionen sich einer über den anderen zu erhöhen einen Riegel vorgeschoben:

 

*** Rbi8  Lukas 22:24-27 ***

Es entstand indessen auch ein hitziger Wortstreit unter ihnen darüber, wer von ihnen der Größte zu sein scheine. 25 Er aber sagte zu ihnen: „Die Könige der Nationen spielen sich als Herren über sie auf, und die, die Gewalt über sie haben, werden Wohltäter genannt. 26 Ihr aber sollt nicht so sein, sondern möge der, der unter euch der Größte ist, wie der Jüngste werden und der, der als Oberster auftritt, wie der Dienende. 27 Denn wer ist größer, der zu Tisch Liegende oder der Dienende? Ist es nicht der zu Tisch Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.

 

Jesus war dieser Erklärung mit eigenem Beispiel vorangegangen. Trotzdem hatten die Apostel nach Jesu Himmelfahrt klar und deutlich eine Vorrangstellung vor den Vorstehern der Versammlungen! Keiner der Vorsteher durfte sich auf diese Stellung erheben! Dies aber war es, was vor allem Paulus grosse Schwierigkeiten bereitete, da die elf Apostel noch vor Pfingsten mit der Wahl des Matthias einen unklugen Schritt taten. Sie verletzten damit Jesu eigenes Recht zu bestimmen, wer den Judas ersetzen sollte und griffen Jesu persönlicher Entscheidung vor, der später Paulus als Apostel für die Nationen bestimmte.

Waren es nun zwölf oder waren es dreizehn Apostel? „Falsche Apostel“ als Nutzniesser eines Fehlers!

Nur Paulus erhielt die göttliche Bestätigung durch die Wunder die er wirken konnte, dass er wahrer Apostel sei, das wird aber nicht von Matthias gesagt, der nach seiner voreiligen Wahl durch Petrus eher ein Schattendasein führte. Ausser seiner Erwählung wird er nirgends mehr erwähnt. Er war ein Abgesandter (= Apostel) der elf Apostel, der aber in Wirklichkeit aus Jesu Sicht nicht zu den Zwölfen zählte! Das bestätigt deutlich die Offenbarung des Johannes, wo schlussendlich nicht dreizehn, sondern nur von zwölf Aposteln als Grundsteinen der Mauer des „neuen Jerusalem“ die Rede ist! (Off 21:14)

 

Franziskus: Der Vicar von Christus seit dem Heiligen Petrus heute???Es war somit ein Problem, das von Seiten der „Ebioniten“ später erst unter die Heidenchristen, zu den „Paulikanern“ von aussen her, aus Jerusalem kommend durch Christen aus der Gruppe der Pharisäer getragen wurde. Das wahrhafte Apostolat des Paulus als von Gott und Christus erwähltem Abgesandten wurde dadurch dauerhafte Probleme bereitet. Bis heute erwähnen sich Bischöfe als Stellvertreter der Apostel, was nie vorgesehen war!

 

Die „falschen Apostel“ in der Versammlung Korinth und andernorts profitierten von dieser Auseinandersetzung. Wenn es dreizehn Apostel gibt, dann auch vierzehn, zwanzig, hundert! Daraus heraus entwickelte sich die Idee, dass auch Apostel Nachfolger hätten, was zum System der Kirchenhierarchie und der Kaste der christlichen Bischöfe vorab ab dem 2.Jahrhundert bei den Abgefallenen, der späteren Katholischen Kirche führte, dann nach dem Schisma bei den Orthodoxen und dann hin zur Kopie unter den Protestanten führte. Alle übernahmen dasselbe System von jenen her, die sich als „falsche Apostel“ aufspielten und später als Kirchenväter verehrt wurden! Paulus aber hatte vor solchem früh gewarnt und auch den Verursacher deutlich gekennzeichnet!

 

*** Rbi8  2. Korinther 11:12-15 ***

Was ich jetzt tue, will ich stets tun, damit ich denen den Vorwand abschneide, die einen Vorwand dafür haben wollen, in dem Amt, dessen sie sich rühmen, ebenso erfunden zu werden wie wir [[(die Apostel)]]. 13 Denn solche Menschen sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen. 14 Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt immer wieder die Gestalt eines Engels des Lichts an. 15 Es ist daher nichts Großes, wenn auch seine Diener immer wieder die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen. Ihr Ende aber wird gemäß ihren Werken sein.

 

Das Amt des Bischof, dessen sich jene Vorsteher rühmen, hat somit einen einzigen Verursacher: Satan, den „Engel des Lichts“, der Ehrgeiz und Machthunger erweckt!

 

Der Brief an die Hebräer wirkte all diesen Entwicklungen entgegen. Er entstand zur selben Zeit als Paulus in Rom in der 1.Gefangenschaft war zusammen mit den Briefen an die Epheser, Philipper, Kolosser und jenem an Philemon. Parallel hierzu schrieben die Mitarbeiter des Paulus einerseits die Apostelgeschichte durch den Arzt Lukas und auch das Evangelium des Lukas, das unter Führung des Paulus nun eine grössere Logik im Ablauf der Ereignisse im Leben Christi aufwies, wie jenes frühere des Matthäus. Auch das parallel dazu entstandene Evangelium von Markus entwickelte sich um jene selbe Zeit in Rom, wo Paulus leitend eingriff und einige Details erwähnt werden, die in den anderen Evangelien zu kurz kamen.

 

All diese konzentrierten Erfahrungen aufgrund von Überarbeitung unter Inspiration des heiligen Geistes, durch Jesus als „Haupt“ aller Versammlungen der bisherigen Geschichte des frühen Christentums, flossen mit in den Brief an die Hebräer ein. Das Ziel des Paulus war die „Ebioniten“ fest in den „Leib des Christus“ mit einzubeziehen und jede Form des Separatismus durch logische Argumente aus dem GESETZ und den PROPHETEN zu unterbinden. Kein separater „Leib“ durfte durch Abspaltung entstehen, indem sich ein neues, von Christus abgetrenntes „Haupt“ herauszubilden begann. Es durfte kein Statusdenken unter den Christen geben, da dieses zu einem Klassensystem führt, Spaltungen verursacht, das in Sektarismus endet. Jene die nicht auf Paulus hörten folgen diesem verkehrten Weg! Die Nikolaus-Sekte war die erste Abspaltung und ein Vorläufer dessen, was später als katholische, als allgemeine Kirche gross und dominierend wurde.

 

 

7.3.1.2          Der Inhalt des Hebräerbriefes

Kapitel 1:  Jesu Leben zuvor beim Vater im Himmel und seine neu erlangte Stellung als Hoherpriesterkönig

Heb 1:1-6:  Jesu Wiederkehr zur Erde, wo ihn der Vater erneut einführt, um nun das Erbe anzutreten

Paulus erinnert die Hebräer an den Engel in der Wildnis, der Israel aus Ägypten hinaus geleitete und während vierzig Jahren für sie in der Wildnis gesorgt hatte! Er zeigt im ganzen Brief, dass jener Engel, mit Jesus als dem Fleisch gewordenem Sohn Gottes, identisch ist. Nun setzt er die Hoffnung seiner Leser auf Jesu Wiederkehr in der Macht des Königreiches Gottes. Johannes kündigte dies am Ende des ersten Jahrhunderts in der Offenbarung an:

 

(Offenbarung 11:14, 15)  Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends. 15 Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: „Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.“

 

Der Zeitpunkt ist somit exakt markiert, wann Gottes Königreich zu herrschen beginnt [B1]. Die „Ebioniten“ sollten „das Wort der Wahrheit“ mit ganzem, wachem Sinn und Herz aufnehmen! Paulus verkündet den Sohn als den Erben des Königreiches Davids! Um dieses Erbe anzutreten wird ihn der Vater erneut „in die bewohnte Erde“ einführen! (Heb 1:6)

Heb 1:7-14:  Paulus erklärt Jesus mit dem Engel identisch, der zuvor schon Israel anführte

Erneut zieht Paulus Jesu frühere Stellung im Himmel zum Beweis heran, dass jener zu Recht der Haupterbe, der von Abraham vorhergesagte „Same“ sei, der bereits Moses im Dornbusch erschienen war und in Eden im Gerichtsurteil an Satan als der „Same der Frau“ bezeichnet wurde. Er zeigt, dass die Engel unter Jesu Gewalt stehen, um früher bereits der Nation Israel und nun im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ Jesu „treuen Sklaven“ zu dienen. Jesus selbst legte als Gottes Erstgeborener und als Jehovas Werkmeister die Grundlagen der Erde. Nur er war seit Beginn Gottes Wortführer, „das WORT“. Nun, nachdem ihn sein eigenes Volk als König abgelehnt hatte und an einen Stamm heften liess, sollte er an Gottes rechter Seite den Tag abwarten, den Gott zum Gericht und zur Rache vorherbestimmt hat.

Kapitel 2:  Jesu lebte uns den vollkommenen Gehorsam gegenüber dem Vater vor!

Heb 2:1-9:  Den Gehorsam des Christus nachahmen! Die künftige Erde ist Menschen, nicht Engeln unterworfen!

Übertretung gemäss GESETZ geahndet Ohne die Worte der früheren Propheten gut zu kennen und ihnen Beachtung zu schenken, kann weder der Brief an die Hebräer, noch sonst ein Teil der Schriften des „neuen Bundes“ wirklich verstanden werden! Paulus legt somit besonderes Gewicht auf das Studium der Schriften des „alten Bundes“. 

 

Ebenso wie damals wird erneut unter dem Bund mit Christus jede Übertretung gemäss GESETZ geahndet! Die Richter in den Versammlungen werden künftig die ganze Erde richten! (1.Kor 6:1-5) Nicht wie Religionen dies lautstark verkünden, werden es keine vermeintlich auferstandene, zurückkehrende menschliche Geistwesen aus dem Himmel sein, welche die „neue Erde“ künftig verwalten. Es sind überlebende Harmagedons und all die Männer, die in der Früh- (Apostel) und der Erstauferstehung (jene Toten der 144.000) zum Leben gelangen, um Gott als „Erstlinge“ zu dienen: Gottes Auserwählte für sein Königreich aus Priestern. Jesus war in die Welt gekommen, um der  Gesetzesübertretung und damit der Sünde ein Ende zu bereiten, nicht um das GESETZ und die Propheten abzuschaffen!

Heb 2:10-18:  Jesus als Getreuer Gottes zum Retter der Menschen erkoren

Weil Jesus absolute Treue zum ganzen GESETZ Gottes zeigte und in allem Jehovas Willen tat wurde er zum Retter der treuen Menschen erkoren. Er soll nun künftig inmitten der Brüder diese kommende „neue Erde“ aus Gerechten mittels der „neuen Himmel“ regieren. Weil Jesus an „Fleisch und Blut“ Teil hatte, sich darum als mit Macht und Ehre ausgestatteter Engelfürst sich hierzu unter die frühere Stellung erniedrigen musste, darum, weil er auch darin vollkommene Treue zeigte, im Gefolge seines Opfertodes wurde ihm die höchste Ehre zuteil: Weil er sich keines einzigen Vergehens schuldig gemacht hatte! Nun hat er selbst das Mittel von Gott erhalten, den Tod zunichte zu machen, durch vollkommene Auslöschung von Sünde und dem auf uns lastenden Fluch und dann durch Auferweckung aus dem Tode!

Kapitel 3:  Was beinhaltet die Berufung hin zum „Königreich der Himmel“?

Heb 3:1-11: Dazu berufen, in Gottes Ruhe einzugehen

Paulus legt grossen Wert auf das Verständnis, was unsere Berufung hin zum Königreich umfasst! Er zeigt den Unterschied, den Berufung von späterer Auserwählung abtrennt, dahin aber verbindet! Jeder muss seine Befähigung die er von Gott erhielt in der Praxis zu Gunsten unseres Königs und der Vermehrung seiner Habe erweisen! Dazu müssen wir in allem Denken und Handeln auf diesen himmlischen Abgesandten Jesus achten und seinem Gebot gehorchen und es andere lehren. „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt“ (Joh 14:15-17) Jeder, der auf uns hört ist ein Ertrag für Gottes Königreich in Jesu Hand! Gott selbst zieht diese Person hin zum Christus. Die Berufung kommt von Gott. Nur wer dieser Berufung Folge leistet kann wirklich in Gottes Ruhe eingehen! 

Heb 3:12-19:  Ein ungläubiges Herz führt hin zur Sünde und zum Tod

Israel entwickelte schon kurz nach dem Auszug aus Ägypten ein ungläubiges Herz und verhärtete den Nacken! Paulus warnt Christen, dass solches Verhalten dieselben Folgen haben wird, wie Übertretung dies unter den Israeliten hatte, die das GESETZ zu missachten begannen! Die Warnung vor der „trügerischen Macht der Sünde“ muss auch unser Herz erreichen! Sünde bringt weiterhin Tod hervor, auch dann, wenn Religionsführer uns etwas anderes vorgaukeln! Christen stehen unter denselben Geboten wie Israel, sie bilden ja das „geistige Israel“, die Nation, die sich das GESETZ auf ihr Herz gebunden hat!

Kapitel 4:  Wie können wir selbst in Gottes Sabbatruhe eingehen?

Heb 4:1-10:  Das Herz nicht verhärten, um in Gottes Sabbatruhe einzugehen

Gottes Ruhetag dauert seit Abschluss der Schöpfung an! Nur wer wirklich auf Gott hört und Gehorsam ausübt wird in diesen noch tausend Jahre andauernden göttlichen Sabbat eingehen! Paulus zeigt anhand der Nation Israel in der Wildnis, dass ausser zwei von den zwölf Spähern, die wirklich Glauben ausübten, Kaleb und Josua, jene ganze Generation die Gott aus Ägypten herausführte, das verheissene Land nicht sehen durfte, sondern in der Wildnis umkam! Die „zwei Zeugen“ der Endzeit, welche Johannes in der Offenbarung erwähnt zeigen denselben festen Glauben wie Josua und Kaleb!

Heb 4:11-19:  Mit „Freimut der Rede“ an unserem Hohepriester festhalten

Unser Hoherpriester ist Jesus, zu ihm müssen wir uns bekennen und seinen Geboten sollen wir nachkommen! Schon zur Zeit des Paulus bestand Gefahr andere Formen des Hohepriesteramtes anzuerkennen, da ja zu jener Zeit immer noch der Tempel in Jerusalem stand. Mit Deutlichkeit zeigte Paulus, dass er jenen geistlichen Führer der Juden nicht in dessen Stellung anerkannte!

 

Paulus vor dem HoherpriesterAananias im Sanhedrin*** Rbi8  Apostelgeschichte 23:1-5 ***

Paulus schaute den Sanhedrin unverwandt an und sprach: „Männer, Brüder, ich habe mich mit einem vollkommen reinen Gewissen vor Gott bis zum heutigen Tag betragen.“ 2 Darauf befahl der Hohepriester Ananias den neben ihm Stehenden, ihn auf den Mund zu schlagen. 3 Da sagte Paulus zu ihm: „Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand. Sitzt du da, um mich gemäß dem GESETZ zu richten, und befiehlst gleichzeitig, in Übertretung des GESETZES, mich zu schlagen? 4 Die Dabeistehenden sagten: „Beschimpfst du den Hohenpriester Gottes? 5 Und Paulus sagte: „Ich wußte nicht, Brüder, daß er Hoherpriester ist. Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst von einem Vorsteher deines Volkes nicht nachteilig reden.‘ “

 

Als früheres Mitglied des Sanhedrins wusste er sehr wohl wer Ananias war. Gottes Hoherpriester aber war inzwischen Jesus, an Gottes rechter Seite sitzend, nicht jener vor Stolz aufgeblasene Ananias! Des Paulus Beschuldigung „du getünchte Wand“ erinnert uns an die ähnlichen Worte Jesu an die Pharisäer und Schriftgelehrten, von denen viele als Priester und Oberpriester amteten! Ohne jede Umschweife erklärte er: Ich wußte nicht, Brüder, daß er Hoherpriester ist. Denn es steht geschrieben: ‚Du sollst von einem Vorsteher deines Volkes nicht nachteilig reden.‘ “ Er selbst war ja mit dem wahren Hohepriester durch Visionen persönlich bekannt geworden und er verkündete das Ende des „Bundes mit Levi“, was jene Amtsgewalt bei Jesu Tod abgeschlossen hatte!

 

Inzwischen haben sich viele dieses Hohepriesteramt in ihrer jeweiligen Kirche angeeignet, allen voran die Päpste. Gott aber weiss um solche menschlichen Schöpfungen und wird von jedem von ihnen Rechenschaft fordern! Wir dürfen uns als Söhne des Hohepriesters, Gottes Thron mit „Freimut der Rede“ nähern, indem wir unsere Gebete direkt an den Vater richten und sie im Namen Jesu als Mittler sprechen! Wir brauchen nicht noch eine Zwischenstufe in Form eines Priesters als zweiten Mittler!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 2:3-6 ***

Das ist vortrefflich und annehmbar in den Augen Gottes, unseres Retters, 4 dessen Wille es ist, daß alle Arten von Menschen gerettet werden und zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5 Denn da ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und Menschen, ein Mensch, Christus Jesus, 6 der sich selbst als ein entsprechendes Lösegeld für alle hingegeben hat — [dies] soll zu seinen eigenen besonderen Zeiten bezeugt werden.

 

Wir anerkennen keine weiteren von Menschen aufgestellte Mittler zwischen Gott und Mensch als den Christus! Wie wir auch nur den Vater als den „einen Gott“ anerkennen. Gottes Wort muss für uns lebendig bleiben und Macht über uns ausüben, als ob Gott persönlich zu uns reden würde.

Kapitel 5:  Der „neue Bund“ bedingt einen neuen Hohepriester!

Heb 5:1-6:  Der neue Hohepriester und sein grösseres Schlachtopfer, sein Königtum gleich Melchisedek

Paulus vergleicht das Hohepriesteramt Aarons und seiner Söhne mit dem neuen, jenem des Christus. Beide mussten Schlachtopfer für die Sünden des Volkes darbringen, Aaron auch für eigene Sünden  und die seiner Söhne. Jesus aber brachte allein das vollkommene und unendlich wertvollere Opfer seines eigenen Blutes und Leibes dar! Er selbst blieb ohne jede Sünde! Er erreichte damit ewige Befreiung durch ein einziges, einmaliges Schlachtopfer, wodurch jene Opfer im Tempel überflüssig wurden. Jesus wurde zur höchsten Stellung als Hoherpriester und gleichzeitig König der Könige erhoben, nach der Art Melchisedeks (Ps 110:1-4; Mat 28:18; Off 5:11, 12). Nun wurden Menschen aus den Nationen berufen priesterlichen Dienst innerhalb der Versammlung zu verrichten, ohne einen solchen Titel zu beanspruchen, die daher in den Augen der fleischlichen Juden und den Augen der Welt töricht sind. Die Torheit besteht in ihrem Glauben, dass Gott den Christus auferweckt habe. Gott aber hat dieses Törichte auserwählt, um ihm schlussendlich in Ehre und mit wahrem Titel zu dienen!

Heb 5:7-14:  Unser Gehör schärfen und von geistiger „Milch“ zu „fester Speise“ voranschreiten

Am Gehör stumpf geworden Paulus beschuldigt die Hebräerchristen, dass sie anstatt „feste Speise“ immer noch „Milch“ zu sich nehmen würden und im „Unterscheiden von recht und unrecht“ Unmündige wären. Da jene „am Gehör stumpf“ geworden waren erfassten sie den Sinn der prophetischen Worte nicht. Sie konnten die herausragende Stellung Jesu nicht wahrhaben. Andere wiederum glaubten und behaupteten, dass Teile des GESETZES oder gar das ganze Gebot Gottes nicht weiter gültig seien, gingen später gar so weit zu behaupten, dass Jesus das „Ende des GESETZES“ gewesen sei. So ruft Paulus jene zur gewohnten Ordnung zurück, um ihr Wahrnehmungsvermögen erneut zu schulen durch Gebrauch darin zu üben, wiederum zu unterscheiden, was für Gott recht und was für Ihn unrecht ist! Dazu soll doch das GESETZ dienen!

Kapitel 6:  Zufluchtsort für alle die Frieden suchen ist die Versammlung des Christus

Heb 6:1-8:  Christen drängen durch gründliche Belehrung zur geistigen Reife voran!

Die Grundlehren sollen nun zurückgelassen werden und ein Fortschreiten hin zur geistigen Reife wird erwartet, wohin wir vorandrängen sollen! Paulus zeigt, dass solches ohne persönliches Studium und regelmässiges Teilhaben am Versammlungsgeschehen nicht zu erreichen ist! Er fordert jeden von uns zum aktiven Handeln auf, was erst zur Erleuchtung führt. Der Zufluchtsort ist die Christenversammlung, wo wir durch unsere Erwachsenentaufe Aufnahme finden!

Heb 6:9-20:  Mit Fleiss auf die Erfüllung der vorhergesagten Segnungen gegenüber Abraham harren

Gott hatte Abraham einen Segen versprochen auf all jene, die ihn seines Glaubens wegen segnen würden. Wir sind gefordert mit Fleiss unserer Berufung gemäss voranzuschreiten, indem wir lernen und andere belehren, indem wir mit gutem Beispiel das im alltäglichen Leben anwenden, was wir predigen und dadurch andere ebenso mittels Beispiel und Belehrung dazu anleiten.

Kapitel 7:  Die Ablösung der aaronischen Priester durch ein Priesterkönigtum gleich Melchisedek

Heb 7:1-10:  Der Zehnte des Salzbundes mit Levi dem künftigen Lohn gegenübergestellt

Abraham zahlte von allen wertvollen Beutestücken den Zehnten an Melchisedek. Paulus erweitert dieses Geschehen auf den Christus hin, dem künftig alle Menschen den Zehnten zahlen werden. Jesus ist der „König der Gerechtigkeit“ und auch der „König des Friedens“, seine Macht ist ohne Ende. Die Beute der ganzen Erde wird unter seiner Anleitung gerecht verteilt werden! Während Levi unter dem Salzbund Zehnten erhielt, ist es für christliche Vorsteher künftiger Lohn, der ihnen in Aussicht gestellt ist! „Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist.“ (Off 22:12)

Heb 7:11-17:  Der Wechsel im Hohepriesteramt erforderte gewisse Wechsel innerhalb des GESETZES

Nicht der Gesetzesbund mit Israel ist veraltet und wurde gewechselt, es war lediglich der „Bund mit Levi“ der einem weit besseren Bund gewichen ist! Anstelle der sterblichen Hohepriester aus Aarons Söhnen haben wir den vollkommen gemachten Christus, der in Unsterblichkeit sein Amt ausübt, und uns durch Vergebung unserer Sünden zur Vollkommenheit hin führt. Das GESETZ wird seit Moses in der Versammlung am Sabbat verkündet, was auch auf die Christenversammlung zutrifft.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:21 ***

Denn seit alten Zeiten hat Moses von Stadt zu Stadt solche gehabt, die ihn predigen, weil er in den Synagogen [[gr. = Versammlungen]] an jedem Sabbat vorgelesen wird.“

 

Dadurch werden die Gebote regelmässig in unseren Sinn gelegt. Da der Hohepriester aus dem Stamm Juda kommt mussten gewisse Teile innerhalb der Gebote Jehovas an Mose geändert werden.

 

Kapitel 8: Warum war dieser Wechsel vom alten zum „neuen Bund“ so wichtig?

Heb 8:1-9: Der „alte Bund“ mit Levi und der „neue Bund“ mit Christus. Der Hauptpunkt für Christen: Jesus als Hoherpriester an Gottes rechter Seite anerkennen

Da der Tempel in Jerusalem noch bestand und dort weiterhin ein Hoherpriester aus der Linie Aarons Dienst verrichtete und für sich beanspruchte legaler Vertreter Gottes zu sein, hatten vor allem Hebräerchristen ein besonderes Problem, wem nun ihre wahre Loyalität gebührte. Dies mag vor allem in geteilten Häusern, wo ein Ehepartner sich zu Christus bekannte und der andere als Jude weiterhin die Synagoge besuchte zu Konfliktsituationen geführt haben! Darum gibt Paulus das gewichtigste Argument, dass Jesus an Gottes rechte Seite als Hoherpriester erhöht wurde, wie es Psalm 110 ja vorhergesagt hat!

 

"„Setze dich zu meiner Rechten,
Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“
"*** Rbi8 Psalm 110:1 ***

Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:

„Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

 

Heute besteht immer öfter erneut dieselbe Situation, wo in einem geteilten Haus einer sich zu Christus als dem wahren Hohepriester bekennt, der andere Ehepartner aber den Papst oder eine andere menschliche Führerpersönlichkeit oder wie Jehovas Zeugen eine „leitende Körperschaft“ als Gottes irdischen Vertreter ansehen. Der „Leib des Christus“ duldet keine zwei Häupter! Die Bewährten halten am „Haupt“, an Jesus als einzigem wahren Hoherpriester und König fest. Genau diesen Gefahren der Abspaltung und des Sektarismus, die durch verschiedene Häupter auftauchen, will Paulus durch Klarstellung entgegenwirken!

 

Jesus muss alle Dinge „genau nach ihrem Muster“ machen! Ohne Gerichtstag gibt es keine „grosse Volksmenge“ und keine Versiegelten! Ohne Fertigstellung des geistigen Tempels gibt es keine Einweihung, ohne Einweihung keine Priesterkönige! Der Wechsel vom physischen zum geistigen Tempel beendete das levitische Priestertum mit ihrem Zehnten als Lohnsystem, als Jesus der „Grundeckstein“ gelegt wurde. Der alte „Bund mit Levi“ wurde wegen der Mängel von deren Vertretern durch den „neuen Bund“ ersetzt! Paulus warnte mehrfach vor „falschen Aposteln“ die sich schon damals auf dieselbe Stufe der Apostel zu stellen begannen!

Heb 8:10-13: Erkennungsmerkmal des „neuen Bundes“: Das GESETZ ist jenen ins Herz gelegt

Ohne genaue Erkenntnis wie Jehova die Ereignisse beim Aufbau des geistigen Tempels durch die Propheten angekündigt hat, können wir uns leicht durch „falsche Christusse“ („falsche Gesalbte“) und „falsche Apostel“ irreführen lassen, die für sich heute bereits eine Stellung beanspruchen, die Christus erst am Gerichtstag durch Gottes Urteil zuteilen wird! Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt werden!

 

*** Rbi8 Matthäus 23:10-12 ***

Auch laßt euch nicht ‚Führer‘ nennen, denn einer ist euer Führer, der Christus. 11 Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. 12 Wer immer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; und wer immer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

 

Das Erkennungsmal all jener, die im „neuen Bund“ sind ist, dass sie sich das GESETZ auf ihr Herz schrieben, sich geistig beschnitten haben! Mitbürger des kommenden Königreiches erkennen Jehova als einzigen Gott und Jesus als ihren Hohepriesterkönig. Mit Jesu Erhöhung hörte die Hierarchie der levitischen Priesterschaft auf! Mit dem Tod der Apostel war an die Stelle einzelner Briefe die ganze Schrift als Führungsinstrument für jede Versammlung getreten. Es galt nun die Gebote Jesu in der Versammlung durch Vorsteher in die Tat umzusetzen, so dass Gottes GESETZ unter den Nationen dadurch fest verankert würde.

 

Menschenernte der Erde ergibt "neue Himmel und neue Erde"
 

Kapitel 9: Den Vorsteher im „neuen Bund“ richtig einschätzen!

Heb 9:1-10: Die Opfer und Amtshandlungen des „alten Bundes“ schatten Dinge im „neuen Bund“ vor

Die „Satzungen des heiligen Dienstes“ die zum „Bund mit Levi“ gehörten endeten mit Jesu Tod! Eine Zeit ohne Tempeldienst, ohne Priester und ohne sichtbaren König sollte folgen, „bis zur Richtigstellung der Dinge“ bei Jesu Wiederkehr! Später erklärt Paulus, dass frühere Gerechte die Erfüllung der göttlichen Vorhersagen nicht sehen konnten und doch in ihrem Glauben treu blieben. Es galt nun für Christen die Symbolik des Tempels, der dortigen Amtshandlungen und ihrer Gegenstände, in der Versammlung weiterhin zu achten, durch den ihnen neu zugeordneten Sinn, den Paulus beschreibt! Es galt nicht eine Kopie des Tempeldienstes durch ein Messeritual zu ersetzen!

 

Erblasser und Erben in JerusalemPaulus versucht die Symbolik jenes „Schattens“ in der "Wirklichkeit des Christus“ und den himmlischen Handlungen des neuen Hohepriesters im Allerheiligsten, vor Gottes Thron zu erklären! Eine neue Form von Opfern ersetzt die bisherigen.

 

Der Prophet Hosea kündigte der Nation Israel an, dass Jehova sich von ihr zurückziehen werde, dass darauf aber erst wirklich „im Schlussteil der Tage“, also heute Aufmerksamkeit gerichtet werde! Dies bedeutet, dass die prophetischen Worte und die dramatischen Ereignisse rund um Jesu Tod durch jene Nation zugedeckt, ihr keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt würde!

 

(Hosea 3:4, 5)  Es ist, weil die Söhne Israels viele Tage ohne König und ohne Fürst und ohne Schlachtopfer und ohne Säule und ohne Ẹphod und Tẹraphim wohnen werden. 5 Danach werden die Söhne Israels umkehren und Jehova, ihren Gott, und David, ihren König, gewiß suchen; und sie werden tatsächlich bebend zu Jehova und zu seiner Güte kommen im Schlußteil der Tage.

 

Nur wenn wir die erwähnten Elemente die fehlen würden analysieren, dann erkennen wir, dass dies seit Jesu Tod bis zum Tag, wo Jesus dem Vater das aufgerichtete Königreich der „neuen Himmel“, der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ übergibt der Fall sein wird! Die Königskrone wurde Zedekia durch Nebukadnezar 607 u.Z. genommen, dem letzten Herrscher auf Davids Thron. In jenen Tagen prophezeite Hesekiel: „Das Niedrige [[(den getöteten Jesus als Messias)]] erhöhe, und den Hohen [[(den Hohepriester Kaiphas)]] erniedrige. In Trümmer, Trümmer, Trümmer werde ich es legen [[(die Zerstörung des Tempels als zentrale Anbetungsstädte und Jerusalems als Hauptstadt der Juden)]]. Auch was dies betrifft, es [[(das König- und Recht auf Hohepriesteramt)]] wird gewiß [niemandes] werden, bis der kommt, der das gesetzliche Recht hat [[(aus Davids Linie stammend)]], und ihm will ich [[(Jehova)]] [es] geben.“ (Hes 21:26, 27) Kein Zweifel, eine Prophezeiung auf den Messias hin, den „Spross“ aus Davids Linie.

 

Da aber Israel jenen als ihren König verwarf, wurde nun zudem der „Bund mit Levi“ aufgehoben, der Hohepriester verlor seine Legitimität, damit das „Ephod“, das ihn auszeichnete zur höchsten Rechtsprechung.  Dann jedoch wurde der „Niedrigste“, der als Verbrecher hingerichtete Jesus vom Vater zur höchsten Stellung als Hoherpriesterkönig erhöht. Wie es Psalm 110 deutlich erklärt müsste er im Himmel bis zum Tag seiner Inthronisierung über die Feinde ausharren! (Ps 110:1-4; Off 11:14, 15) Das Amt der „Fürsten“ endete bei Vollendung der siebzigsten Jahrwoche: „Die vielen“, „Lo-Ruhama“ war von Gott verworfen, ihr würde keinerlei Barmherzigkeit mehr zuteil. Mit dem Tod des letzten Apostels endete zudem im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ eine Form von Fürstenherrschaft, die bisher Recht sprach. Jesus erbrachte das letzte und grösste Schlachtopfer: Sein eigenes Blut. Seither ist kein Opfer mehr vor Gott annehmbar um Sünde auszutilgen (Da 9:27). Die Säulen des Tempels wurden 70 u.Z. zerstört, die „lebenden Säulen“ werden erst nach Harmagedon zur Aufrichtung des geistigen Tempels an die ihnen zustehende Stelle gerückt. Mit der letzten Schrift des Johannes wurden die „Teraphim“, die schriftlichen Überlieferungen beendet, die von Gott inspirierten heiligen Schriften! Sie waren nur Juden gegeben worden: „Worin besteht denn die Überlegenheit des Juden, oder worin liegt der Nutzen der Beschneidung? In vielem, in jeder Hinsicht. Vor allem darin, daß ihnen die heiligen Aussprüche Gottes anvertraut wurden.“ (Rö 3:1, 2) Kein Zweifel, wir leben in der Zeit die Hosea beschreibt und hoffen auf deren Beendigung durch Einsatz von Gottes Streitkräften, die all seinen Feinden ein Ende bereiten werden!

Heb 9:11-14: Ewige Befreiung von Sünde durch Jesu Blut und Dienst im neuen „Zelt der Zusammenkunft“, der Versammlung

Da Jesu Blut eine ewige Befreiung von früherer Sünde durch die Taufe ergab, indem uns „unverdiente Güte“ vom „Fluch des GESETZES“ befreit wurden, so sind wir gereinigt worden und daher in der Lage „heiligen Dienst zu verrichten“ und als Vorsteher Handlungen vorzunehmen, die im „alten Bund“ nur Levi zugeordnet waren. Jesu baute wie er es angekündigt hatte den „Tempel seines Leibes“ in nur drei Tagen wieder auf. Bis zur Endzeit „wächst der geistige Tempel harmonisch“ mit jedem neuen lebendigen Stein, mit jeder neuen Kleinversammlung, um dann erst durch „Spross“ fertiggestellt und eingeweiht zu werden. Paulus nennt es „das vollkommene Zelt, das nicht von dieser Schöpfung ist“, die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“. Wie Moses für den Aufbau des „Zeltes der Zusammenkunft“ als ein Muster kommender grösserer Dinge fast ein Jahr, der Tempel Salomos dann sieben Jahre zum Bau benötigte, so braucht nun die Vorbereitung des wahren Zeltes eine lange Zeitspanne, um die künftigen wirklichen Priesterkönige durch „Spross“ vor Abschluss der Frist von 2300 Tagen [C] zu ihrer Vollzahl zu bringen (Da 8:14).

Heb 9:15- 22: Welches Testament? Wer ist Erbe und wer Erblasser? Wann und wo ist das Erbe anzutreten?

Die ungenaue Wortwahl bei der Übersetzung kann den Sinn ganzer komplexer Aussagen des Paulus vollkommen unverständlich machen! Im Zusammenhang mit „Erbe“ wird nun in der NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG von „Bund“ anstatt von „Testament“ gesprochen, obwohl das in Griechisch verwendete Wort „diatheke“ an dieser Stelle den Sinn eines „Testaments“ umreisst. Das künftige „ewige Erbe“ und Jesus als Haupterbe kann nur anhand früherer Aussagen Gottes an Abraham, Isaak und Jakob in jenen Bündnissen richtig verstanden werden! Es geht um einen Bestandteil früherer Bündnisse, diesmal jedoch um den spezifischen Teil von Erbschaft! Wir sollen im „neuen Bund“ „Miterben mit Christus“ sein, obwohl wir nicht dem Blute nach von Abraham abstammen.

 

(Römer 8:17) Wenn wir also Kinder sind, sind wir auch Erben, nämlich Erben Gottes, doch Miterben mit Christus, vorausgesetzt, daß wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

 

Fragen tauchen dabei auf: Wer aber ist der Erblasser? Wann, wo und wie soll das Erbe angetreten werden? Nur mittels dieser Fragestellungen können wir das tiefsinnige Rätsel lösen, das Paulus mit wenigen Worten skizziert!

 


 

Heb 9:23-28: Jesus erscheint vor Gott im Allerheiligsten des Himmels

Durch einen Rückblick dessen, was beim Tod Jesu geschah, als er im Himmel als das Geistwesen auferweckt wurde, das er war bevor er zur Erde gesandt wurde, der Engelfürst Michael (Da 12:1; Joh 17:5). Als dieses Geistwesen erschien er wie „ein geschlachtetes Lamm“ Gottes Thron. Damit wird vollständig klar, dass Jesu „Auferweckung im Geist“ (1.Pe 3:18), seine Erhöhung zum Hohepriester und König (Mat 28:18; Off 5:11, 12) gegenüber dem bisherigen, nun beendeten „Bund mit Levi“ eine grosse Veränderung brachte, da unser Hoherpriester nun direkt vor Gottes Angesicht für uns einzutreten vermag und da er ohne Fehl und Tadel ist auch von Gott erhört wird! Erst mit den Ergänzungen des Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts in der Offenbarung wurden viele der Details bekannt. Wir nun müssen die Teile folgerichtig und sinngemäss einordnen! Das Geheimnis sollte erst kurz vor dem Ende entschlüsselt werden: „Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.“ (Da 12:9, 10)

Kapitel 10: Den Wechsel, was die Opfer und den Tempel betrifft erkennen!

Heb 10:1-10: Gottes Willen erfüllen ist nun anstatt der Schlachtopfer für Sünden gefordert!

Nur Jesu Opfer seines vollkommenen Leibes vermochte die Blutschuld die auf uns lastet zu tilgen. Wir müssen die Zusammenhänge innerhalb Gottes langfristigem Bauwerk eines vollkommenen Tempels als Ort der Leitung aller Menschen unter einem Gesetzgeber, Richter und König richtig erkennen lernen! Die Opferhandlungen der Priester im Tempel schatteten etwas vor, wo für Sünde Sühne zu leisten ist, diese sollten erst mit Christus der wahren Wirklichkeit weichen. Jesus war der erste, der den ganzen Willen Gottes erfüllte und selbst ohne Sünde blieb! (Joh 8:46) Damit wurde das vollkommene Muster für jeden der Glauben ausübt gegeben!

Heb 10:11-25: Die Strafbestimmungen des GESETZES sind nicht aufgehoben!

Da die Opfer im Tempel mit den Strafbestimmungen im GESETZ verbunden sind, welche erst im „Bund von Moab“, als „Segen und Fluch“ vollständig festgelegt wurden  und Jesus nicht gekommen war, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu beenden: So müssen diese Bestimmungen weiterhin gültig sein, auch wenn der Wechsel innerhalb des GESETZES gewisse Veränderungen „der in Satzungen gefassten Gebote“ an Levi brachte! Dazu ist ein Verständnis der Grösse und des Umfangs des letzten Schlachtopfers notwendig! Gottes GESETZE waren von nun an in den Sinn zu schreiben, sich aufs Herz zu binden und die sinnbildliche Beschneidung des Herzens musste jeder an sich selbst vornehmen! Paulus zeigt, dass das regelmässige Zusammenkommen am Sabbat weiterhin eine gesetzliche Pflicht bleibt!

Heb 10:26-34: Für willentliche Sünde bleibt kein weiteres Schlachtopfer übrig!

Christus hat uns vom "Fluch des GESETZES" losgekauft!Da Jesus nur einmal starb, sein Opfer Sünden in unserer Vergangenheit vor der Taufe auslöschte aber auch unwillentliche Vergehen weiterhin zudeckt, so erklärt Paulus, dass danach für willentliche Sünde „kein Opfer übrigbleibt“! Das musste Hebräerchristen wie ein Schlag getroffen haben, die Erkenntnis, dass unter Christus kein Raum mehr zum Sündigen gelassen wurde, weil kein späteres Opfer mehr möglich ist, sondern uns der Fluch des GESETZES dann mit voller Härte trifft. Paulus spricht gar von schwererer Strafe für jeden, der durch erneutes Sündigen in Wirklichkeit Jesus ein weiteres Mal an den Stamm bringen möchte, um eigenes Vergehen nochmals zu löschen (Heb 10:26-29).

 

Paulus zeigt zudem, dass Christen auch in unschuldiger Weise durch dieses System zu leiden haben, Gefängnis und Raub der Habe erdulden, weil sie Gottes GESETZ über das der Nationen und Religionen erhöhen und sich daran halten!

Heb 10:35-39: Am „Freimut der Rede“ mit Ausharren festhalten ergibt Erfüllung der Verheissungen

Nur durch „Freimut der Rede“ ist es möglich „die Erfüllung der Verheissungen zu erlangen“! Dieser Freimut bildet Teil der von Paulus beschriebenen „Schlachtopfer der Lippen“. Wir sollen auch unter schwerem Druck an dem festhalten, was wir über den Christus als Hohepriesterkönig, als Richter der ganzen Erde, als grösseren Satzungsgeber wie Moses uns aufgetragen hat! Jedes Wort das Jesus geredet hat wird uns schlussendlich richten! Die Welt und ihre gottentehrenden Gebote werden vergehen! (Joh 12:48, 49)

Kapitel 11: Den eigenen Glauben genau überprüfen!

Heb 11:1-3: Was bedeutet es Glauben zu haben?

Wir sollten den Unterschied zwischen dem wahren, dem geprüften Glauben und der Leichtgläubigkeit religiöser Personen deutlich zu unterscheiden lernen! Darum fordert Paulus jeden von uns auf beständig zu überprüfen, ob wir im selben Glauben sind, den uns die Apostel vorgelebt haben (2.Kor 13:5). Es ist derselbe Glaube, den Christus hatte, der vollkommen im Einklang mit allen Verheissungen der Propheten ist! Hierzu gibt Paulus eine kurze Definition, was Glaube überhaupt ist: Die Verbindung von göttlicher Vorhersage über kommende Dinge, die noch nicht in Erscheinung getreten sind! Nur durch exakte Kenntnis der Vorhersagen kann unser Glaube wie ein Werkstück auf der Prüfbank des Lebens getestet werden! (Jak 1:2)

Heb 11:4-7: Der Glaube treuer Männer vor der Sintflut

Durch eine Aufzählung glaubensstarker Männer und Frauen und deren herausragendem Handeln will uns Paulus Muster zeigen, die uns helfen sollen selbst ähnliche Werke zu verrichten, wenn wir erst einmal Gottes Willen verstanden haben. Er beginnt in seiner Aufzählung Gerechter mit dem Opfer von Abel eines auserwählten Lammes, das spätere Opferhandlungen im Tempel vorschattete und Sühne bei Gott für das Vergehen der Eltern, Adam und Eva einschloss und so eine Vorwegnahme der Amtshandlungen der Priester im Tempel darstellte. Henoch kündigte Gottes kommendes Gericht an. Noah reagierte auf Gottes Warnung mit dem grossen Bauprojekt der Arche.

Heb 11:8-16: Abrahams herausragender Glaube in die „Stadt die wahre Grundlagen hat

Ebenso wie Noah hörte auch Abraham auf Gottes Worte und verliess den Komfort der Stadt Ur, um in ein ihm unbekanntes Land zu ziehen und es als Hirte zu durchwandern. Er wartete auf „die Stadt die wahre Grundlagen hat“, deren Erbauer Gott ist. Damit kündigte er bereits die kommende „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ an! Das „Jerusalem droben“ wird auch auf der Erde ihr Ebenbild haben durch eine gerechte Verwaltung! Auch Saras Verhalten im Hinblick auf einen angekündigten Samen, obwohl sie unfruchtbar war, so sollte sich dies dank ihres Glaubens mit Isaak erfüllen. Obwohl sie als Fremde zeitweilig in Kanaan ansässig waren, war ihrem Samen das Erbe jenes Landes verheissen worden!

 

Abrahams Same, Jehovas "Frau": Das symbolische Drama von Hagar und Sara
 

Heb 11.17-21: Die Glaubensprobe Abrahams und Isaaks: Gottes Segen

Der Glaube Abrahams in Jehova wurde auf die härteste Probe gestellt, als Jehova ihn bat seinen Sohn, „die Hoffnung seines Alters“, Isaak zu opfern! Wegen ihrer Glaubenstreue erhielten Abraham und Isaak Vorhersagen über künftige Segnungen. Der Same, der als Haupterbe der Erde Kanaans kommen würde, sollte aus Isaak kommen! Jeder weitere oder sekundäre Same würde den Glauben Abrahams und Isaaks nachvollziehen! Isaaks Segen gegenüber seinem Sohn Jakob hat Auswirkungen bis in unsere Tage und darüber hinaus! Wir sollen Teil jener zwölf Stämme aus Jakob werden durch unseren Glauben wie Abraham in die Erfüllung aller Verheissungen Gottes! Darum werden wir auch Miterben mit dem Samen sein!

Heb 11:22-29: Der Glaube Josephs in Ägypten und der des Moses

Jakobs Sohn Joseph zeigte unter den üblen Umständen als Sklave in ägyptischer Gefangenschaft, dass Gottes Gebote uns ins Herz geschrieben sind. Er wusste um die Vorhersagen Gottes an seine Vorväter und handelte im Glauben danach. Durch sein untadeliges Verhalten wurde er durch Gottes Führung in hohe Stellung in Ägypten gesetzt, was zur Rettung seiner Brüder und des ganzen Vaterhauses ausschlug und Gottes Vorhersage der Fremdlingschaft in Ägypten, die vierhundert Jahre dauern sollte zu erfüllen begann. Am Ende jener Zeitspanne musste Moses erneut aufmerksam sein und das an ihn ergangene Wort Gottes ausführen und Israel aus der Gefangenschaft herausführen. Er wies den „zeitweiligen Genuss der Sünde“ am Hof Pharaos von sich, um eher mit seinem Volk zu leiden! Moses stellte die Autorität Gottes über jene Pharaos und gab uns damit ein Beispiel, wen wir wirklich fürchten und achten sollen!

Heb 11:30-40: Der Glaube Josuas, der Hure Rahab bis zu unserem Glauben der Endzeit

Die "Hure Rahab" rettet die Späher Israels in JerichoJosua zeigte als Späher, der Kanaan auskundschaften musste einen ausserordentlichen Glauben in Gottes Verheissung, dass Israel das ganze Land Kanaan, das von „Milch und Honig“ floss in Besitz nehmen würde und jede Familie darin ihr Erbe erhalten werde. Er widerstand der Furcht vor den Feinden in ihrer Überzahl und ihren befestigten Städten, ihrer ausserordentlichen Grösse und Stärke. Er vertraute darauf, dass unter Gottes eigener Führung und durch den Engel als Gottes starkem rechtem Arm, der Sieg erlangt werden würde.

 

Wir sind in einer ähnlichen Phase und brauchen Mut wie Josua und Kaleb. Gottes „starker Arm“ wird für uns in Harmagedon die Feinde besiegen die heute machtvoll und als Grosse diese Erde beherrschen! Die Hure Rahab gab zu Beginn der Eroberung in der Stadt Jericho den Spähern Josuas Schutz vor Entdeckung und ermöglichte ihnen die Flucht! Etwas Vergleichbares wird in der Endzeit geschehen, wenn die Frühauferstandenen Apostel als Späher Gottes in der Wildnis ihre Unterkunft finden und vor ihren Feinden Schutz erlangen (Off 12:5, 6).

 

Auch während der Zeit nach der Eroberung Kanaans, wo Richter die Geschicke Israels leiteten, gab es herausragende Männer und Frauen die ihren Glauben unter Beweis stellten und Mut gegenüber starken Feinden zeigten! Sie vertrauten alle auf Gott und seine Führung und Befreiung! Sie sind uns gewichtige Vorbilder in einer Zeit, wo wir ohne sichtbaren König und ohne direkt vor uns stehenden Hohepriester ausharren, da Jesus nicht unmittelbar in Erscheinung tritt! Wir müssen wie jene Vorväter in Israel Glauben in das uns schriftlich überlieferte Wort ausüben und jeder an seiner Stelle das tun, was Gott von uns erwartet und seiner Gerechtigkeit Nachachtung verschaffen! All jene Getreuen sahen die schlussendliche Erfüllung der Vorhersagen noch nicht und vertrauten im Glauben darauf, dass Gott sein Wort zur gegebenen Zeit bestimmt erfüllen wird!

Kapitel 12: Von unserem heutigen Einsatz hängt der Erfolg des kommenden Königreiches ab!

Heb 12:1-6: Wir müssen im Wettkampf um ewiges Leben mit Mut und Ausharren kämpfen!

Christen sind in einen Kampf für das Gerechte und für die Wahrheit verwickelt. Als Soldaten des Christus kämpfen wir mit dem „Schwert des Geistes“, der Schrift, um die Ignoranz jener zu bekämpfen, die sich weigern Gottes Gerechtigkeit und sein Recht auf Herrschaft anzuerkennen. Das braucht Mut, denn es ist weit einfacher mit den Massen innerhalb der Religionen mit zu schwimmen, als mittels Gebrauch des Verstandes zu genauer Erkenntnis zu gelangen und sich auf die Seite von Wahrheit zu stellen! Darum fordert doch Paulus, dass wir alle „feste Speise“ zu uns nehmen sollten und jeder von uns voranschreitet zum Lehrer zu werden!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

Heb 12:7-17: Züchtigung dient unserer Heilung zur göttlichen Ordnung hin

Da die Versammlung Hüterin der Rechtsordnung ist, so muss, wo notwendig von den Vorstehern her diesem Recht Nachachtung verschafft werden und müssen Uneinsichtige zur Rechenschaft gezogen werden. Dies mag für den Moment für die ganze Versammlung schmerzhaft sein, nicht nur für den, den es betrifft, trägt aber denen die darauf achten Gottes Wohlwollen ein. Wir müssen alle zur Einheit im Geist gelangen und der Gerechtigkeit hinterher jagen, die dem Frieden dient!

Heb 12:18-29: Dem heiligen Berg Zion sich nähern und Ihn und sein Wort keinesfalls abweisen!

Wir können diese kommende Verwaltung nicht aus eigener Kraft aufbauen, sie wäre ja dann nicht mehr von Gott her bestimmt. Nicht Christus würde als „Spross“ den Tempel vollenden, sondern wir, aus eigener Kraft und gemäss unvollkommenem Urteilsvermögen. Darum warnte Jesus, dass keiner sich über den anderen erhöhen dürfe und Paulus wehrte das Begehren einiger ab, die sich auf dieselbe Stufe mit den Aposteln zu stellen versuchten!

 

Männer aber sind gefordert sich für das Amt eines Vorstehers als geeignet zu erweisen und damit für Christus ein annehmbares Werkzeug zu sein. Aus jenen, die sich für das Königreich ganzherzig einsetzen, wird Jesus die Wahl einiger vornehmen, die als „Erstgeburt“ im „Israel Gottes“ gerechnet werden. Einige die heute leben werden versiegelt und ohne zu sterben in der kommenden Verwaltung zu Priestern geweiht und sie werden aus Jesu Hand das Königtum empfangen! Die aber, welche sich in diesem System erhöht haben, und wie Könige über andere herrschten, werden erniedrigt werden!

Kapitel 13: Die Lehre des Christus ist unveränderlich! Er bleibt stets derselbe!

Heb 13:1-7: Brüderliche Liebe und Gastfreundschaft

Zum Abschluss gibt Paulus einige Ratschläge. Er fordert uns zu brüderlicher Liebe auf und weist auch auf die Gastfreundschaft hin, welche die Bande unter uns festigen und das gegenseitige Vertrauen stärken. Diese Dinge machen eine Versammlung im Inneren einig!

Heb 13:8-16: An der Lehre der Apostel und Propheten festhalten! Jesus bleibt derselbe!

Paulus warnt dagegen eindringlich vor Verkündigern von „veränderten guten Botschaften“ (Gal 1:8-10). Von Ephesus aus verbreiteten Hymenäus, Alexander und Philetus die Lehre: „Die Auferstehung sei bereits gewesen“ und viele waren diesem falschen Ruf bereits gefolgt. Paulus bezeichnet dies in den beiden Briefen an Timotheus einerseits, dass diese „Schiffbruch am Glauben“ erleiden und andererseits dem todbringenden „Gangrän“ anheimfallen (2.Ti 2:16-18).

 

Konfessionsfamilien im Christentum Diese Lehre hat sich nach dem Tod der Apostel von der Nikolaus-Sekte her zur Katholischen Kirche verbreitet und damit die ganze Christenheit mit ihren vielen Töchtern infiziert. Nahezu alle glauben, in der einen oder anderen Form, an eine himmlische Auferstehung direkt nach dem Tod. Damit aber wird Jesu eigene Lehre zu Nichten, der von seiner Wiederkehr „im Fleisch“ spricht und einer erst daraufhin folgenden Auferstehung der Toten aus den Gräbern gemäss deren Rang! Das aber ist eine Auferstehung zum Leben hier auf der Erde! Jesus hat sich nicht verändert, er wird in menschlichem Körper zur Erde zurückkehren, um tausend Jahre lang für Gerechtigkeit und Wahrheit als Mensch auf der Erde zu herrschen.

 

Lehren über Enthaltsamkeit verschiedenster Arten von Speisen sind nicht Ersatz für die im GESETZ vorgeschriebene Enthaltung gewisser Nahrungsmittel, die Gott als unrein erklärt hat und dienen zu keinem Nutzen vor Gott!

 

Unsere Stadt oder Verwaltung die bleiben wird ist künftig! Zu ihr streben wir hin, wissend darum, dass der Mensch aus eigner Kraft keine dauerhaft rein bleibende Organisation aufzubauen in der Lage ist, die Satan nicht nach kurzer Zeit bereits unterwandert hätte! Jesus litt vor den Toren (des alten) Jerusalems und wir gehen zu ihm hinaus. Wir verlassen die der Stadt Jerusalem gleichenden christlichen Religionsorganisationen, die sich alle innerhalb „Babylons der Grosse“ befinden, um mit dem Christus draussen vor den Toren zu leiden und dort in Gerechtigkeit auszuharren, anstatt an deren Sünden Anteil zu haben.

Heb 13:17-21: Rechenschaftspflicht der Apostel und Vorsteher gegenüber Jesus und Gott!

Die Apostel hinterliessen ihre Lehre die sie von Christus her hatten in schriftlicher Form. Ebenso wie die ersten Versammlungen des Urchristentums müssen wir uns an die darin festgesetzte Ordnung halten! Vorstehern kommt daher eine grosse Verantwortung zu als Hüter der wahren Gerechtigkeit und unverfälschter Worte aufzutreten und die Schafe von jeder Art von religiösen und politischen Wölfen zu schützen. Jesus selbst legte vor dem Vater Rechenschaft über seine Versammlung der zwölf Apostel ab und so müssen die Apostel ihrerseits Rechenschaft über ihre Schafe vor Jesus ablegen! Dasselbe gilt für Vorsteher aller Jahrhunderte bis zum Abschluss des Systems! Unterordnung unter jene Männer dient daher dem Frieden und dem eigenen Wohlergehen.

 

Wo Vorsteher den geraden Weg der Wahrheit und der Gerechtigkeit verlassen gilt dieselbe Regel die Jesus für Gerichtsfälle in der Versammlung äusserte auch jenen gegenüber! Vorsteher dürfen sich nicht als Unantastbar erweisen, wo sie selbst Fehler begehen! Ein und dasselbe GESETZ gilt für alle (Mat 18:15-17).

 

Paulus empfiehlt Christen Gebete zu Gunsten der Apostel und auch für ihrer Vorsteher zu sprechen. Sie alle benötigen Gottes Geist in hervorragender Weise!

Heb 13:22-25: Ermunterung, um in genauer Erkenntnis zu wachsen

Auslöschung des 4.Gebotes: Der Sabbatordnung durch ReligionenDie „feste Speise“, die Männern und Frauen zukommt, die sich um genaue Erkenntnis bemühen, ist jedem Ermunterung, der an Wahrheit und Gerechtigkeit echtes Interesse zeigt! Paulus spricht davon, dass der Brief „in wenigen Worten“ geschrieben ist, ein Konzentrat an biblischem Tiefsinn, der nur dann verstanden werden kann, wenn die Verknüpfungen die Paulus anbietet auch wirklich verfolgt werden! Viele religiöse Irrlehren kommen dadurch an den Tag und können vom mutigen Leser vorab für sich eliminiert werden! Dies bedeutet es, den „Schleier“ von den Augen wegzuziehen, der genaues Verständnis verhinderte! Wir zeigen als Christen dadurch Mut, dass wir uns keiner falschen Autorität beugen, sondern Jesus unserem Hohepriester und König das Wort reden, mit Demut, Anstand aber auch mit Festigkeit und Beharren seinen Feinden und heuchlerischen Freunden entgegentreten!

 

(Matthäus 7:21-23)  Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

Um den Willen des Vaters zu tun müssen wir diesen erst ernstlich suchen und das geht nur über ein persönlichen andauerndes Schriftstudium! Wir müssen lernen eigenverantwortlich zu handeln anstatt in einer Organisation mit zu schwimmen! Zu den Quellen gelangt man wenn man gegen die Strömung des Flusses schwimmt!

 

Paulus kündigt zum Abschluss des Briefes die baldige Freilassung des Timotheus an, der gerade wegen seines Mutes, das Wort der Wahrheit zu verkünden, von der Staatsmacht Roms Unterdrückung erleiden musste! Paulus grüsst alle, besonders aber jene, die in den Versammlungen die Führung innehaben!


 

7.3.2         Kapitel 1: Die herausragende Stellung Jesu seit Anbeginn der Schöpfung

 

7.3.2.1        Heb 1:1-6: Jesus muss als Erbe des Königreiches über Israel erneut zur bewohnten Erde zurückkehren!

Das „Wort der Wahrheit“ mit Offenheit annehmen!

Der Brief an die Hebräer beginnt ohne direkte Anrede der Empfänger, endet aber mit Grussworten, wie dies bei den übrigen Briefen des Paulus üblich ist. Das Wort „Hebräer“ ist eine später zugefügte Bezeichnung aufgrund des Inhaltes, der die ersten Empfänger als Gruppe identifizieren soll. Paulus spricht zu Beginn des Briefes von den Vorvätern, zu denen Gott geredet hatte. Diese waren Nachkommen Sems durch Heber über Abraham, Isaak und Jakob! (1.Mo 11:10, 14-17)

 

Warum dies? Wahrscheinlich, weil Paulus hier an seine Verwandten im Fleische schreibt, die beschnittenen „Ebioniten“. Eine andere Deutung wäre darin zu suchen, dass ab dem zweiten Jahrhundert durch die frühen Kirchenväter bereits eine deutliche Abtrennung gesucht wurde, um nicht weiter als jüdische Sekte identifiziert zu werden. Der Brief richtet sich in Wirklichkeit genauso an jeden Christen aus den Heiden, wodurch deutlich wird, dass Christen, wie Paulus es bereits im Römerbrief ausdrückt, im Geist beschnittene Israeliten sind, aus demselben „Wurzelstock“ hervorgegangen sind oder zumindest in denselben „Spross“ der daraus hervorging eingepfropft wurden!

 

Isais Wurzel und der Baum der einen Spross treibt
 

Er gibt glaubensstarken Christen mit diesem Brief ein machtvolles Instrument in die Hand, um mittels Argumenten Juden die nach wie vor den Messias erwarten aber auch Heiden die den Schöpfergott suchen zum wahren Christus als einzigem Retter hinzuführen. Dessen Predigen, dessen Wunderwerke, sein Leiden und Tod beweisen die schon von den Propheten vorhergesagten Ereignisse im Zusammenhang zum wahren Messias. Nur dadurch konnte Jesus erweisen, dass er alle Vorhersagen erfüllt hat.

 

Die Beröer waren edler gesinnt  und prüften die Worte des PaulusJeder Jude und jeder Interessierte aus den Nationen war nun gefordert durch Überprüfen festzustellen, ob die Argumente des Paulus stichhaltig sind und der Beweis erbracht sei, dass dies der Christus sei! Die jüdische Synagoge in Beröa erwies sich darin als vorbildlich!

 

 *** Rbi8 Apostelgeschichte 17:10-12 ***

Sogleich sandten die Brüder sowohl Paulus wie Silas bei Nacht nach Beröa weg, und als diese [dort] angekommen waren, begaben sie sich in die Synagoge der Juden. 11 Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten. 12 Daher wurden viele von ihnen gläubig, ebenso nicht wenige von den angesehenen griechischen Frauen und Männern.

 

Deutlich zeigt Lukas in der Apostelgeschichte, dass sowohl Juden wie „griechische Frauen und Männern dieselbe Prüfung durchführen müssen, jeder für sich! Obwohl der Hebräerbrief in erster Linie an die „Ebioniten“, Hebräerchristen, sowohl in den Versammlungen des Paulus als auch jene in Jerusalem gerichtet ist, so zeigt er jedem nach Wahrheit Forschenden die Zusammenhänge zwischen der früheren levitischen Priesterschaft unter dem alten „Bund mit Levi“ und den neuen Vorstehern der Christenversammlung und ihrem priesterähnlichem Dienst unter Gottes „neuen Bund“ mit Christus für ein künftiges Priesterkönigtum. Der Stamm Levi und darin die Priester Aarons hatten das ihnen gesetzte Ziel, die Vollzahl von künftigen Priesterkönigen zu erreichen, nicht erfüllt. Er zeigt dazu im Gegensatz, dass nur durch den neuen Hohepriester und sein Opfer Vollkommenheit zu erlangen ist, die uns für Gott annehmbar macht! Mit dem Wechsel gewisser Gebote innerhalb des Gesetzesbundes wurden Juden und Heiden einander gleichgesetzt, vorausgesetzt, dass beide diesen Wechsel anerkennen und dies durch Taufe bestätigen.

Ist die erst in späterer Zeit hinzugefügte Bezeichnung „Brief an die Hebräer“ nicht eher verwirrend, da doch jeder Christ angesprochen ist?

Mit der Ablehnung von Jesus als dem von Moses angekündigten „Propheten gleich mir“ durch die Juden war auch das angedrohte „Abschneiden vom Volk Israel“ verbunden! (5.Mo 18:15-19) Die Generation der Leviten und Priester die Jesus ablehnte erhielt das angekündigte Urteil, dass der „Bund mit Levi“ enden würde, und sie von der Teilhabe am künftigen „Israel Gottes“ und vom „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ausgeschlossen sein werden! Nun erst war das angekündigte Auffüllen bis zur Gesamtzahl von 144.000 Auserwählten möglich geworden. Diese Vollzahl wird erst in der Offenbarung zweifach erwähnt! Bisher war dies ein „heiliges Geheimnis“. (Off 7:4; 14:1)

 

Dieses Vorrecht stand nun aber auch den Nachfolgern Levis und Aarons in Form der Annahme des Christus und deren Taufe in Aussicht, Juden und Heiden durch dieselbe Berufung. Jeder Mann war angesprochen Miterbe an der Autorität des kommenden Königreiches zu werden. Jeder männliche Christ musste für sich selbst entscheiden, diese Berufung anzunehmen und entsprechend zu handeln und seine Fähigkeit und guten Willen unter Beweis stellen! Dazu dient der Brief an die Hebräer in vorbildlicher Weise, weil er Ziel und Zweck der Priesterschaft im Hinblick auf den Christus und die Wiederaufrichtung des „Königreiches für Israel“ in seiner geistigen Tiefe oder Dimension umschreibt! (Apg 1:6)

 

Weisheit: Verstehst du "geistige Dinge" korrekt einzureihen?
 

Alle „Heiligen“, jeder der in der Taufe durch den Geist der Schrift geheiligt wurde ist durch diesen Brief angesprochen! Paulus bittet um Unterordnung unter jene, die freiwillig die Führungsaufgabe übernehmen und darum, deren Glauben nachzuahmen!

 

*** Rbi8 Hebräer 13:7 ***

Gedenkt derer, die unter euch die Führung übernehmen, die das Wort Gottes zu euch geredet haben, und während ihr den Ausgang [ihres] Wandels genau betrachtet, ahmt [ihren] Glauben nach.

 

Er bittet um Gehorsam denen in der Versammlung gegenüber, die im Sinne von Vertretern Christi die Führung übernehmen. Dies, um die „Schafe“ zu unterweisen und anzuleiten das gesetzte Ziel zu erreichen, in der „unverdienten Güte“ zu verbleiben und ewigen Lebens zu erlangen! Das ist dieselbe Aufgabe die ein Vater schon als „Haupt der Familie“ trägt, nun auf eine Gruppe von Familien erweitert!

 

"Man muss Gott mrhr gehorchen als Menschen." *** Rbi8 Hebräer 13:17 ***

Gehorcht denen, die unter euch die Führung übernehmen, und seid unterwürfig, denn sie wachen beständig über eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen werden, damit sie dies mit Freude und nicht mit Seufzen tun mögen, denn das wäre euch zum Schaden.

 

Dass der Brief nicht alleine an fleischliche Juden gerichtet sein kann, die Bezeichnung „Hebräer“ somit eher Verwirrung als Erklärung bereitet, geht auch aus dem deutlichen Auftrag hervor alle Christen zu grüssen, alle „Heiligen“. Vorab jene, welche die Führung übernehmen.

 

*** Rbi8 Hebräer 13:24 ***

Richtet meine Grüße all denen aus, die unter euch die Führung übernehmen, und allen Heiligen.

 

Dieser Auftrag musste somit durch die Überbringer des Schreibens ausgeführt werden, z.B. Timotheus! Sie waren daher die ersten direkt Angeschriebenen des Schreibens in Briefform. Er diente als Grundlage eines Vortrages in jeder Versammlung und musste durch jene Überbringer verlesen und erläutert werden. Dies geht aus dem Auftrag im Kolosserbrief hervor:

 

*** Rbi8 Kolosser 4:16 ***

Und wenn dieser Brief bei euch gelesen worden ist, so veranlaßt, daß er auch in der Versammlung der Laodicener gelesen wird und daß ihr auch den von Laodicea lest.

 

Wie dies schon in den Synagogen der Juden seit Moses der Fall ist, wurde danach, bestimmt mittels gezielter Fragen und Antworten diese Aussagen in ihrer praktischen Anwendung und Wirkung vertieft. Diese Form der Erbauung der Versammlung durch Erreichen eines exakten Verständnisses zeigt Lukas in der Apostelgeschichte anhand der jüdischen Versammlung in Antiochia, wo auch fremde Teilnehmer zum öffentlichen Bekenntnis durch ergänzende Stellungnahme aufgefordert wurden.

 

*** Rbi8 Apostelgeschichte 13:15-16 ***

Nach der Vorlesung des GESETZES und der PROPHETEN sandten die Vorsteher der Synagoge [[gr. = Versammlung; Zusammenkunft]] zu ihnen und ließen ihnen sagen: „Männer, Brüder, wenn ihr irgendein Wort der Ermunterung für das Volk habt, so sagt es.“ 16 Da stand Paulus auf, winkte mit der Hand und sprach:

 

Dadurch kommt die Redefreiheit erst zur vollen Geltung, die unter Christen so gewichtig ist! Jeder Christ sollte diese Redefreiheit annehmen und die Versammlung durch Kommentare ermuntern, ohne dies zu missbrauchen, um persönliche Ansichten, Geschichten oder gar Angriffe auf Einzelpersonen zu führen, was zu Streitereien führt. Der Sinn ist, dass aus der Vielfalt der Erkenntnisse alle Nutzen ziehen können! Frauen wurde das Wort nur in Ausnahmefällen zugeteilt, da der Mann als „Haupt“ der Familie Sprecher für alle ist.

 

Anleitung zum Aufbau und zur Hilfestellung in der Christenversammlung
 

Der Brief gab somit die Vorlage ihres Auftrages an die Überbringer, die Versammlungen und darin spezifisch die Vorsteher zu stärken. Jeder der hörte war nun aufgefordert selbst zu prüfen, ob er „Milch“ zu sich nahm oder nun wirklich beginnen sollte „feste Speise“ aufzunehmen. Es galt die im Brief hervorgehobenen schwierigen Zusammenhänge zu verstehen und dadurch selbst tiefes Verständnis zu erlangen und erneut nach mehr „Licht“ in der Schrift zu forschen, um danach selbst als Lehrer, als Verkünder guter Botschaft oder Vorsteher nun ebenfalls anderen Nutzen zu bringen! Jeder Christ ist zu Eifer aufgefordert, die Talente zu mehren, um „die Habe des Herrn“ zu vergrössern! (1.Kor 12:31)

Heb 1:1-4: Der Sohn, der am Ende der Tage des jüdischen Systems zum Erben eingesetzt wurde

Paulus verbindet die gewichtige Stellung Jesu als menschlicher Sprecher im Auftrag Gottes hin zu seiner früheren Aufgabe als Engel und Mittler, als Gotte Wortführer und Verantwortlicher gegenüber Jehovas auserwählten Nation Israel. Nur ein klares Verständnis der früheren himmlischen Stellung bringt uns wahre Einsicht! Wer Jesus als Teil einer Dreieinigkeit betrachtet, kann die Worte des Paulus im Hebräerbrief gar nicht wirklich verstehen! Sie erscheint ihm dann widersprüchlich. Sie widerspricht den uns durch Religion eingeprägten Dogmen, nicht aber dem Zusammenhang der gesamten Schrift!

 

Der Geist Gottes“ oder „der Engel Jehovas“ als Gottes Wortführer gegenüber Adam hin bis Moses und später gegenüber den Propheten muss und kann meist nur mit Jesus in seiner himmlischen Stellung identifiziert werden! Als Engel war er ein Fürst unter anderen Fürsten! „Erzengel“ oder höchster der Engel wurde er erst nach seinem Tod als Mensch und seiner „Auferweckung im Geiste“ (1.Pe 3:18), seiner Erhöhung über „jede Macht und Autorität“! (vergl. Off 5:11-14)

 

*** Rbi8 Matthäus 28:18 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden.

 

Paulus verbindet dies im Vers 4 des Kapitels 1 mit folgenden Worten: „So ist er besser geworden als die Engel, insofern er einen Namen [[Titel]] geerbt hat, der vorzüglicher ist als der ihrige.“ Dieser „vorzüglichere Name“ oder Titel lautet „Erzengel“ und wird nur im Zusammenhang mit dem Engelfürsten Michael verwendet, vom dem der Prophet Daniel sagt:

 

Michael der grosse Fürst steht auf *** Rbi8 Daniel 12:1-2 ***

Und während jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst, der zugunsten der Söhne deines Volkes steht. Und es wird gewiß eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit. Und während jener Zeit wird dein Volk entrinnen, jeder, der im Buch aufgeschrieben gefunden wird. 2 Und da werden viele von den im Staub des Erdbodens Schlafenden sein, die aufwachen [[(durch Michael, als „Menschensohn“ auferweckt)]] werden, diese zu Leben auf unabsehbare Zeit und jene zu Schmach [und] zu Abscheu auf unabsehbare Zeit.

 

Nur Jesus steht direkt im Zusammenhang mit der Auferstehung der Toten, weil Gott ihn dazu zuerst von den Toten als jenes frühere Geistwesen zurückholte (Joh2:20-22; 5:25; 17:5; Kol 1:18), nur er ist Gottes Wortführer (Joh 1:1-3, 9-13), sein „Werkmeister“ (Spr 8:27-31), sein „Erstgeborener“ (Kol 1:15) und „Einziggezeugter“ (Joh 1:14) und einziger Mittler (Gal 3:20; 1.Ti 2:5, 6; Heb 8:6; 9:15; 12:24). Jesus wurde der Auftrag erteilt und die Macht gegeben, um Tote aufzuerwecken (Joh 5:21-24), die „im Staub des Erdbodens Schlafenden“, wenn er sie „mit der Stimme eines Erzengels“ zum Leben zurückbringt (1.Thess 4:15, 16).

 

Dies alles auf der Zeitachse korrekt einzureihen, und die verschiedenen Wechsel im Bereich himmlischer und irdischer Aufgabenstellung richtig einzureihen, ist wahrlich „feste Speise“ die reifen Christen zusteht! Dieses Verständnis bei Religionen zu suchen wird vergeblich sein, weil damit auch in Verbindung steht, gegen wen sich Gottes Gericht zuerst richtet in der Endzeit! Kein Theologe wird über das von Gott gesprochene Urteil mit Klarheit reden und sich dadurch darin selbst beschuldigend einreihen! (Off 18:4-8)

 

Paulus zeigt damit, dass der „Abgesandte“ (gr.: apóstolos) des Himmels schon zuvor dieselben Dienste für Gott aus dem Geistbereich heraus getan hatte, indem Jehova zuvor und danach „durch einen Sohn zu uns geredet“ hat.

 

*** Rbi8 Johannes 1:14 ***

So wurde das WORT Fleisch und weilte unter uns; und wir schauten seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, wie sie einem einziggezeugten Sohn vom Vater her gehört; und er war voll unverdienter Güte und Wahrheit.

 

All diese Zusammenhänge zu kennen setzt Paulus bei Christen voraus, mittels Kenntnis der Schriften der früheren Bündnisse, wenn sie diesen Brief in seiner Tiefe zu verstehen versuchen! Darum ist er vorab an seine Mitjuden gerichtet die „…von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt haben“ (2.Ti 3:15).

 

*** Rbi8 Hebräer 1:1-4 ***

Gott, der vor langem bei vielen Gelegenheiten und auf vielerlei Weise durch die Propheten zu unseren Vorvätern geredet hat, 2 hat am Ende dieser Tage durch einen [[Menschen-]]Sohn zu uns geredet, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt und durch den er die Systeme der Dinge gemacht hat. 3 Er ist der Widerschein [seiner] Herrlichkeit und der genaue Abdruck seines Wesens selbst, und er erhält alle Dinge durch das Wort seiner Macht aufrecht; und nachdem er eine Reinigung für unsere Sünden herbeigeführt hatte, setzte er sich zur Rechten der Majestät in den Höhen. 4 So ist er besser geworden als die Engel, insofern er einen Namen [[(Erzengel)]] geerbt hat, der vorzüglicher ist als der ihrige.

 

Jesus war der seit Urzeiten vorherbestimmte Erbe im Königreich Gottes, was einerseits die „Himmel“ (Herrschaften) und andererseits die Erde mit einschliesst! Paulus weist auf Jesu frühere Aufgabe hin, die er im Brief an die Kolosser im Kapitel 1 ab Vers 13 bis 20 im Detail beschreibt. Im Brief an die Epheser hebt er Jesu Aufgabe in der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ hervor (Eph 1:10). Im Kolosserbrief bespricht er das „heilige Geheimnis“, wer künftig die Erde führen wird (Kol 1:25, 26). Paulus setzt von reifen Hörern voraus, dass sie sich mit all diesen Tatsachen gut vertraut machen und so die Information für sich zu einer Einheit zusammenfügen! Es sind Teilbilder die fest zusammen gehören im Gesamtbild! Jesu herausragende Aufgabe im Plan Gottes, was alle Dinge betrifft, die himmlischen und irdischen, sind somit bereits zu Beginn des Briefes festgestellt!

 

Das Gesamtbild der Bibel
 

Er zitiert hier aus Psalm 110 von David, wo jener Jesus im Voraus als seinen „Herrn“ bezeichnet! Unter Inspirationen erwähnt er einen Ausspruch Gottes im Himmel, der erst mit Jesu Tod und seiner Erhöhung, bei seiner Rückkehr zum Himmel sich zu erfüllen begann und in der Endzeit mit dem „Aufstehen Michaels“ zu Beginn des „Tages des Herrn“ in eine neue Phase hinübergeht!

 

*** Rbi8 Psalm 110:1 ***

Der Ausspruch Jehovas an meinen Herrn ist:

Setze dich zu meiner Rechten,

Bis ich deine Feinde als Schemel für deine Füße hinlege.“

 

Ergänzen wir nun die Angaben des Paulus an die Hebräer mit jenen Angaben im Kolosserbrief: Christen unabhängig ihrer Herkunft sollten von Gott her durch Jesus „in aller Weisheit und in geistigem Verständnis mit der genauen Erkenntnis seines Willens“ erfüllt werden!

 

Mit Jesus kamen Wahrheit und Gnade *** Rbi8 Kolosser 1:9-12 ***

Das ist es auch, warum wir von dem Tag an, da wir [es] vernahmen, nicht aufgehört haben, für euch zu beten und darum zu bitten, daß ihr in aller Weisheit und in geistigem Verständnis mit der genauen Erkenntnis seines Willens erfüllt werdet, 10 damit ihr Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] würdig wandelt, um [ihm] völlig zu gefallen, während ihr fortfahrt, in jedem guten Werk Frucht zu tragen und an der genauen Erkenntnis Gottes zuzunehmen, 11 indem ihr gestärkt werdet mit aller Kraft nach dem Maße seiner herrlichen Macht, um völlig auszuharren und mit Freuden langmütig zu sein, 12 dem Vater dankend, der euch geeignet gemacht hat zu eurer Teilnahme an dem Erbe der Heiligen im Licht.

 

Zweck der Erkenntnis der Berufung hin zu künftiger Mitteilhaberschaft war es, mit Kraft erfüllt zu werden, um „völlig auszuharren und mit Freuden langmütig zu sein“. Paulus umschreibt, was nun jene erwartet, welche diese ihre Berufung angenommen haben: Dass Christus „euch geeignet gemacht hat zu eurer Teilnahme an dem Erbe der Heiligen im Licht.“ Miterben mit dem Christus und seinen Aposteln am jetzt bereits herrschenden „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zu sein und dann nach der endgültigen Auserwählung aufgrund Bewährung auch am künftigen „Königreich des Vaters“ Miterbe in der königlichen Verwaltung der Erde zu werden!

 

Paulus zeigt, dass wir aus der „Gewalt der Finsternis“, der Unkenntnis von Gottes Plan mit diesem System befreit wurden! Jeder der Erkenntnis erlangte, musste sich für das eine oder andere entscheiden! Die Taufe sollte das Gütesiegel dieser Entscheidung darstellen, indem Gott uns von früheren Sünden durch „unverdiente Güte“ befreit hat!

 

*** Rbi8 Kolosser 1:13-20 ***

Er hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns [[(mittels der Glaubenstaufe)]] in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den wir unsere Befreiung durch Lösegeld haben, die Vergebung unserer Sünden. 15 Er ist das Bild [[(eine identische Kopie)]] des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung; 16 denn durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten [[(ausser jenen Satans, des Abtrünnigen)]]. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. 17 Auch ist er vor allen [anderen] Dingen, und durch ihn sind alle [anderen] Dinge gemacht worden, um zu bestehen, 18 und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung. Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten [[(mit ewigem Leben ausgestattet)]], damit er in allen Dingen der Erste werde; 19 denn [Gott] hat es für gut befunden, in ihm die ganze Fülle wohnen zu lassen 20 und durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen [[(die in Eden zur Abtrennung des „Samens der Frau“ geführt hatten)]], indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.

 

Am Gängelband der StrippenzieherPaulus zeigt somit den Kolossern das im Detail, was er im Brief an die Hebräer unerwähnt lässt! Alle Briefe bilden somit zusammen eine Einheit, wo Details nicht jedes Mal wiederholt werden, weil Paulus voraussetzt, dass jedes Glied der Versammlung genaue Erkenntnis über alle Details in den übrigen Briefen selbst sucht und findet! Eigentlich sollte ein Christ kein Gängelband der Religionen benötigen, sondern von jener Art der „Milch“ der Lehre hin zu „fester Speise“ finden, die er sich selbst sucht und zubereitet! Wir sollen uns von den Leinen des Puppenspielers befreien! Dies bedeutet es am Geist erwachsen zu werden und „in das Haupt hineinzuwachsen“, das der Christus ist, indem wir dessen Gedanken anhand seiner Werke und Worte verstehen lernen, anstatt jenes wie tanzende Puppen zu tun, was religiöse Führer von uns wünschen! Diesen Teil lehrte Paulus im parallel geschrieben Brief an die Epheser, wo er die einzelnen Aufgaben innerhalb der Versammlung aufzeigt und das Ziel dieser Teilaufgaben beschreibt: „... im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus“.

 

*** Rbi8 Epheser 4:11-16 ***

Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige [[(am Gängelband)]] seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Der "Leib des Christus", ein geistiger TempelUnmündige brauchen das Gängelband der Religionslehrer, das man früher jenen Kleinkindern anlegte, die noch nicht selbständig zu laufen gelernt hatten. Paulus spricht davon, wie sie von den „Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden.“ Die Rede ist von unterschiedlichsten religiösen Lehren, die sich beständig einander widersprechen, „... durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum.“ Wir haben somit kein Recht auf Irrtum zu beharren, weil dies einfacher erscheint, sondern eine heilige Pflicht die Wahrheit zu jedem „Teilbild“ gehörend selbst herauszufinden! Dazu wird aber glaubenstreuen Religionsanhängern gar keine Chance gegeben, da ja ihre „blinden Leiter“ sich selbst nur von „Milch“ ernähren! Die Literatur ihrer Kirche ersetzt das eigen Denken und das Schärfen von Unterscheidungsvermögen durch Kenntnis und Anwendung der Aussagen des GESETZES.

 

Nur wenn wir „Wahrheit reden“ können wir wirklich in unser „Haupt“, den Christus hineinwachsen und bilden Teil des wirklichen „Leibes des Christus“ und nicht eines davon abgetrennten, religiösen Leibes mit einem anderen Haupt!

 

Ohne Kenntnis von Jesu Vorleben im Himmel, an der Seite des Vaters, seit Beginn jeder Schöpfung können wir somit viele tiefe Zusammenhänge nicht verstehen! Als „Erstgeborener aller Schöpfung“ ist auch Jesus ein Geschöpf Gottes und kann entgegen allen theologisch-philosophischen geistigen Trugschlüssen nicht selbst „GOTT“ sein! Der Allmächtige ist doch sein Schöpfer und Jesus hatte im geistigen Bereich mit einem Geistleib einen Beginn als Engel! (1.Kor 15:44, 47, 48) Er bestand somit nicht seit Ewigkeit! Dass er aber „ein Gott“, ein Mächtiger ist, dies bestreitet niemand! Dies aber macht ihn nicht zum Teil einer Dreieinigkeit! Gott selbst nannte auch die Führer Israels: „Ihr seid Götter“, ohne dass sie Teil Gottes gewesen wären, weil sie sich über sein Gebot und seinen Willen erhöhten! (vergl. Joh 10:31-39)

 

*** Rbi8 Psalm 82:6 ***

Ich selbst habe gesagt: ‚Ihr seid Götter,

Und ihr alle seid Söhne des Höchsten.

 

Als „Erstgeborener der Toten“ musste Jesus erneut auch als Mensch zum Leben gekommen sein, diesmal aber unverweslich und unsterblich, denn der Tod ist mit Sünde verbunden und hat mit Menschen zu tun! Da Jesus ohne Sünde war hatte niemand das gesetzliche Recht ihm jenes Leben zu nehmen! Der Vater zeigte seine Anerkennung, dass Christus Gesetzestreue bis hin in den Tod gezeigt hatte dadurch, dass Er ihm Auferstehung gab und nun das ewige Leben schenkte! Vorab jenes Leben, das er zuvor besessen hatte, als himmlischer Geist, als Engel Michael (Da 12:1; Joh 17:5). Mit seiner Erhöhung zum himmlischen Erzengel und Hohepriesterkönig erhielt Jesus auch die Macht Leben selbst wiederzugeben.

 

Tomas prüft Jesu Wundmale: Auferstehung "im Fleische"Diese Macht verwendete er als Erstes, um seinen menschlichen Leib oder „Tempel seines Leibes“ bis zum dritten Tag wiederum herzustellen (Joh 2:18-22). Darauf gehen wir näher im Kapitel 9 ein. Jesus zeigte den erstaunten Aposteln am „ersten Tag der Woche“, nach seiner Auferstehung an demselben Abend seine Wunden an Händen, Füssen und seiner Seite, wo eine Lanze ihn durchs Herz gestochen hatte! Jesus war als Mensch erneut am Leben! Seine Apostel glaubten einen Geist zu sehen, weil sie von Jesu Auferweckung als Geist bereits aus der Schrift Kenntnis hatten. Thomas, der nicht dabei war wollte nicht glauben bis er selbst seine Hände in Jesu Seite legen konnte (Lu 24:36-43; Joh 20:26-29)

 

Nun nach seiner Rückkehr bei der Auffahrt in den Himmel, durfte er sich an Gottes rechte Seite setzen. Vorab, unmittelbar nach seinem Tod als Mensch, war er ja bereits als das frühere Geistwesen dort auferweckt worden. Er erhielt seine Identität als „der Engel Gottes“, als Michael zurück. Dort wurde er zum Erzengel über alle Autorität im Himmel erhoben. Gott hatte ihn auch als König und Hohenpriester über alle Dinge im irdischen „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gesetzt, so dass ihm ab Pfingsten 33 u.Z. alle Versammlungen und all deren Vorsteher dienen sollen: „... er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung“.

 

Erst durch Jesu Tod als Mensch, durch sein vergossenes Blut konnte mit Gott erneut Frieden hergestellt werden! Paulus erklärt den Grund hierzu: „... um durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [[Pfahl]] [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.“ Was in Eden getrennt wurde, soll nun durch Christus schlussendlich erneut mit Gott vereint werden, wenn Jehova wiederum „allen alles ist“ (1.Kor 15:24-28).

 

Kein Weg führt über eine bestimmte Religion zu Gott Jehova, sondern ausschliesslich direkt durch den Christus, den einzigen Mittler durch den es Rettung gibt! Wer im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ Zuflucht gefunden hat ist mit Gott in Frieden. Petrus erklärte dies deutlich vor dem Sanhedrin und dem dort anwesenden früheren Hohepriester Annas und dessen Schwiegersohn Kaiphas, der für Jesu Tötung verantwortlich zeichnete.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 4:8-11 ***

„Vorsteher des Volkes und ältere Männer, 9 wenn wir heute zufolge einer guten Tat verhört werden, die wir einem leidenden Menschen erwiesen haben, nämlich darüber, durch wen dieser Mann gesund gemacht worden sei, 10 so sei euch allen und dem ganzen Volk Israel kund, daß im Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr an den Pfahl gebracht habt, den Gott aber von den Toten auferweckt hat, ja durch ihn dieser Mann hier gesund vor euch steht. 11 Dieser ist ‚der Stein, der von euch Bauleuten verächtlich behandelt wurde, der das Haupt der Ecke geworden ist‘. 12

 

Kein anderer Name, keine Religion und keiner ihrer Führer vermag uns zu Gott zu führen! Der einzige Weg ist durch Christus, mittels des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“. Jesus hatte deutlich erklärt: „Ich bin der Weg, und die Wahrheit, und das Leben. Niemand kommt zum Vater ausser durch mich“! (Joh 14:6) Bedenken wir an dieser Stelle, dass auch jener Hohepriester und der Sanhedrin sich als rechtsgültige Vertreter Gottes sahen, Petrus (der sogenannte „erste Papst“) dies aber klar verneinte! „Überdies gibt es in keinem anderen Rettung, denn es gibt keinen anderen Namen unter dem Himmel, der unter [den] Menschen gegeben worden ist, durch den wir gerettet werden sollen.“

Heb 1:5-6:  Der Erstgeborene aller Schöpfung wird erneut in die bewohnte Erde eingeführt!

Tim Lahaye: Die amerikanische Phantasiewelt des Endes deses Systems als Bestsellen Einige verdrehte Endzeitlehrer, die besagen, dass die Erde durch ein Kataklysmus zerstört würde und die Gerechten zuvor von der Erde weg durch eine „rapture“ (engl. = Entrückung) in den Himmel genommen würden, sind durch die Worte des Paulus einfach zu widerlegen! Wie könnte Jesus dann in die „bewohnte Erde“ eingeführt werden, von allen gerechten Menschen verlassen? Wie würden die Harmagedon-Überlebenden Menschen ihn mit „ihren eigenen Augen“ sehen, wenn er „mit den Wolken“ zurückkehrt, wenn die Erde doch dann entvölkert wäre? Welchen Sinn hätte es zurückzukehren auf einen zerstörten Planeten Erde, auf den die Sterne im Sinne von grossen Kometen gefallen sind und das Leben zumindest weitgehend vernichtet wäre, wie es jene „falschen Propheten“ aus dem  sinnbildlich Beschriebenen wörtlich übertragen? Wozu sollte Gott seine Schöpfung zerstören, wenn er doch selbst ausdrückte, dass alles „gut gemacht“ sei?

 

Was dagegen unausweichlich zerstört werden muss sind die Feinde Gottes, die durch lügenhafte Lehren die gute Botschaft verdrehen! Alle die Gottes Recht uns Grenzen zu setzen missachten, sich den Gesetzlosen angeschlossen haben. Der analytisch denkende Mensch kann den Unsinn amerikanischer Endzeitpropheten wie La-Haye und Konsorten schnell durchschauen! Sie machen ihr grosses Geschäft mit der Angst der Menschen! Dennoch ziehen sie Millionen von Menschen mit sich. Zerstörung der Erde ist heute beliebtes Thema, wahrer „Frieden und Sicherheit“ hängt aber nur an der Zerstörung all jener, die dies zu verhindern wissen!

 

Da Jesus als Erstgeborener auch zwei Anteile am Erbe erhält, einerseits als König und Priester über die ganze Menschheit und andererseits auch über alle Autorität im Himmel gesetzt wurde, so gilt es diese seine erhöhte Stellung auch im historischen Zusammenhang zu sehen! „... durch ihn sind alle [anderen] Dinge in den Himmeln und auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, erschaffen worden, es seien Throne oder Herrschaften oder Regierungen oder Gewalten. Alle [anderen] Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden.“ Natürlich hat Jesus keine Verantwortung für dieses System das unter Satans Aufsicht steht! Nicht Jesus hat Satan in sein Amt eingesetzt, sondern Jehova, damit er in Eden auf die Menschen aufpasse, vor den Folgen von Übertretung von Gottes Gebot warne. Nachdem Satan gegen ihn rebelliert hat wurde auch unmittelbar das Urteil über ihn und seine neuen Untertanen, Adam und Eva gefällt! Satans System und dessen Machtstrukturen werden in Harmagedon vergehen! (1.Mo 3:14-19; Hes 28:11-17).

 

Jesus dagegen ist Herrscher über die Dinge die „bestehen bleiben“ und nicht über das, was vergehen wird, seien dies Regierungen, seien dies Religionen oder Wirtschaftssysteme! Sein Königreich ist ein Bestehendes, das er nach Harmagedon in vollkommen reinem Zustand dem Vater übergibt.

 

Satans Wirken als "Gott dieses Systems"
 

Da Jesus aber von Gott her erst zu Beginn des „Tages des Herrn“ Macht über seine Feinde erhält (Off 11:14, 15), die ihm nun unter die Füsse gelegt werden (Ps 110:1-4), so wird er als Gottes oberster Urteilsvollstrecker in Harmagedon mit ihnen eine Schlussabrechnung halten! Im 1.Brief an die Korinther hat Paulus dies deutlich erklärt:

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-28 ***

Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26 Als letzter Feind wird der [[(adamische)]] Tod zunichte gemacht. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Jesus bleibt auch da dem Vater untertan und in allem treu! Er weiss, dass auch er selbst trotz der Fülle der Macht vollkommen vom Vater abhängig ist und anerkennt ihn in allem als höchste Autorität! So fährt Paulus nun fort den Hebräern zu erklären:

 

*** Rbi8  Hebräer 1:5-6 ***

Zu welchem der Engel sprach er zum Beispiel jemals: „Du bist mein Sohn; ich, ich bin heute [[(Gegenwart: Bei Jesu Taufe)]] dein Vater geworden.“? Und wiederum: „Ich selbst werde sein Vater werden [[(Zukunft)]], und er seinerseits wird mein Sohn werden.“? 6 (Apg 1:6-11)

 

Paulus spricht hier nicht vom Engelgeschöpf Michael, das Jesus zuvor im Himmel war, sondern zum „zweiten Adam“, den Jehova in der Jungfrau Maria als „seinen Sohn“ gezeugt hat, somit erneut sein eigenes Geschöpf war! Entgegen allen Erwartungen einer „himmlischen Auferstehung“, welche die meisten christlichen Religionen in getreuer Nachfolge des abgefallenen Hymenäus lehren, wird Jesus „wiederum in die bewohnte Erde einführt“, in derselben Weise, wie er mit den Wolken aufstieg! So haben es zwei Engel den erstaunten Aposteln bei Jesu Himmelfahrt erklärt (Apg 1:9-11). Es ist darum sehr wichtig diese Dinge vollkommen richtig an ihrem physischen Ort: Himmel oder Erde, in der richtigen Form: Sei dies als Engel oder Mensch und zum richtigen Zeitpunkt: Vor oder nach Harmagedon zu erkennen! Dann verstehen wir auch all die zusätzlich Details, welche die Schrift verrät, wo, wie, wann und warum das so geschehen ist und geschehen wird!  Dies bedeutet „