Newsletter „DER WEG“ 8/07-3   Juli 2008

Neubearbeitung: 1.12.09 / 28.9.18

 

 

8.7.3  Lehrer der guten Botschaft:  Der Brief an die Galater (51 u.Z.)

 

   Der Brief an die Galater ist von Paulus in einem aussergewöhnlich harten Stil geschrieben. „Falsche Brüder“, die in Form einer organisierten Gruppe aus bekehrten Pharisäern aus Jerusalem nach Antiochia gekommen waren drohten die Versammlungen Galatiens aufzuspalten. Sie verkündeten pharisäerhafte Regeln, die erneut den Buchstaben des GESETZES, statt den Sinn hinter dem Gebot in den Vordergrund zu stellen versuchten!

 

Die Familie des Kornelius    Zentrales Thema waren zwei Forderungen jener Gruppe: Das angebliche gesetzliche Erfordernis, dass Christen aus den Nation sich nachdem sie ihr Herz mittels Gottes GESETZ beschnitten hatten nun nachträglich noch ihr Fleisch beschneiden müssten! Paulus nennt dies eine „andersartige gute Botschaft: Statt durch Glaube und Taufe zu „unverdienter Güte“ zu gelangen wäre nun eine fleischliche Beschneidung die Voraussetzung. Dies widersprach dem Geschehen bei der Taufe des unbeschnittenen Römers Kornelius, auf dessen Hausgemeinschaft der heiligen Geist ausgegossen wurde, noch bevor sie getauft waren. Petrus fasste dies als klares Zeichen auf, dass Gott Menschen der Nationen die zu Ihm umkehrten und ihre Sünden bereuten Vergebung zukommen liess und sie als rein erklärte! (Apg 10:44-47) Dem nun widersprachen jene Christen aus den Pharisäern und viele in Galatien folgten ihnen!

 

*** Rbi8  Galater 1:6-7 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen.

 

   Dieses Ansinnen betreffend die Beschneidung verursachte grosse Unruhe und selbst Petrus und Barnabas wurden mit in diesen Strudel der abwegigen Lehrmeinungen hineingezogen. Aus falsch verstandener Loyalität wagten sie es nicht jener Gruppe aus Jerusalem die Jesu Bruder, den Jakobus als Quelle ihrer Auslegung vorschoben mutig entgegenzutreten! (Apg 15:22-29)

 

   Auch der zweiten Forderung hatten sie nachgegeben: Sich beim Essen von den unbeschnittenen Christen getrennt zu halten, weil sie angeblich unrein wären. Das war eine vollzogene Spaltung, der Paulus nun mit aller Härte mittels des Briefes entgegenwirkte und selbst Petrus nicht schonte!

 

*** Rbi8  Galater 2:11-14 ***

Als Kephas [[(Petrus)]] jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen. 13 Auch die übrigen Juden schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde. 14 Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg gemäß der Wahrheit der guten Botschaft wandelten, sagte ich vor ihnen allen zu Kephas [[(Petrus)]]: „Wenn du, obwohl du ein Jude bist, so lebst wie die Nationen und nicht wie Juden, wie kommt es, daß du Leute von den Nationen nötigst, gemäß jüdischem Brauch zu leben?

 

   Selbst das Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. und das im Gefolge verfasste Schreiben der Apostel und Vorsteher Jerusalems, die vollkommen den Standpunkt des Paulus nun verteidigten, konnten jene Störung nicht mehr vollkommen beheben (Apg 15:22-29). Die Nachwirkungen blieben erhalten, pharisäischer Sauerteig“ drohte weiterhin die ganze Masse zu durchsäuern! Der Brief sollte diese Hefe  hinaus fegen, indem Paulus jedem einen Fluch androhte, der weiterhin eine „veränderte gute Botschaft“ predigte!

 

Was bewirkt Sauerteil der Lehre und der Schlechtigkeit in Christenversammlungen?
 

   Jene, welche die Spaltung verursachten, sie wollten Paulus als den von Gott und Christus ernannten legalen zwölften Apostel ausschalten. Ihre „veränderte gute Botschaft“ sollte aufzeigen, dass Paulus nicht die Autorität besass, die er für sich in Anspruch nahm, um dieselbe „feste Ordnung  in allen Christenversammlungen zu bestimmen, die Gott bereits im GESETZ definiert hatte! (Phi 3:16) Dieselbe Tendenz ist bis heute bei vielen Christengemeinschaften zu beobachten die jede für sich eine eigene abweichende Rechtsordnung geschaffen hat! Bedenken wir dabei, dass Christus nichtdas Ende des GESETZES“ ist, wie falsches Übersetzung uns weismache will (Rö 10:4 vergl. 3:31), sondern den Höhepunkt in der Erfüllung vorlebte und verkündete! (Mat 5:17-20) Im kommenden neuen System, im „Königreich der (neuen) Himmel“ bilden das frühere jüdische System und dasjenige, das Christus aufrichtete eine vollkommene Einheit! Die zwei Systeme bilden ein einziges, sie sind sich nicht entgegengesetzt, sondern ergänzen sich!

 

   Unabhängig davon oder gar als Folge der Spaltung ging eine weitere Gefahr nun auch von Heidenchristen aus, die erneut zu den „elementaren Dingen“ dieses Systems der Dinge zurückzukehren versuchten, das sie doch zuvor bei der Taufe verlassen hatten. Anstatt oder parallel zu den Sabbaten und Festzeiten Jehovas sollten erneut die Beachtung heidnischer Festtage treten. Statt zudem die im GESETZ vorgeschrieben Speisevorschriften zu beachten, die Götzen Geopfertes,  Blutgenuss und Erwürgtes oder Unreines wie Schweinefleisch zu essen nicht erlaubten, wurde erneut zu solchen verabscheuungswürdigen Gewohnheiten zurückgekehrt und selbst Hurerei geduldet! Genau gegen diese Dinge richtete sich zuvor bereits das Schreiben des Apostelkonzils, dabei nur jene Dinge in den Vordergrund stellend, die besonders in Antiochia falsch verstanden oder missachtet worden waren.

 

   Paulus schont somit selbst den Mitapostel Petrus und seinen ansonsten getreuen Gehilfen Barnabas nicht, indem er deren Fehler öffentlich rügt und damit jedem ein Beispiel gibt, nicht aus Menschenfurcht oder vor hoher Amtsstellung einzuknicken und Mittäter an Unrecht oder falscher Lehre zu werden! Unabhängig von Rang und Stellung darf niemand eine „veränderte gute Botschaft“ predigen, um sich nicht diesem Fluch Gottes auszusetzen! Weder Apostel noch Engel bilden hierbei eine Ausnahme!

 

Petrus erkennt Gottes Reinigung von Heiden bei der Taufe de Kornelius*** Rbi8  Galater 1:8-9 ***

Aber selbst wenn wir [[(die Apostel)]] oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

   Paulus hatte zuvor die unverfälschte Wahrheit gelehrt, so wie er sie in seinen Briefen verteidigt und erklärt. Wir müssen für dieselbe unverfälschte Wahrheit eifern und nicht für eine bestimmte Gruppe die Lanze brechen, welche aufgrund unserer genauen Prüfung des vermittelten Glaubens in Teilen ihrer Aussage eine Irrlehre lehrt! Paulus ist hierfür ein herausragendes Beispiel: Er hatte selbst als Saulus „den Weg“ verfolgt und war ebenso zuvor ein Fehlgeleiteter gewesen, ohne genaue Erkenntnis der Wahrheit! Wie viel mehr mag solches uns durch pseudo-christliche religiöse Beeinflussung widerfahren sein? Darum muss jeder selbst seinen Glauben beständig prüfen und seine Bewährung dadurch offenbaren, dass er die Wahrheit verteidigt und nicht irgend einer religiösen „offiziellen Wahrheit“ nacheifert. Paulus gibt uns das Beispiel, indem er Jesus exakt nachfolgt und keinerlei Abweichung vom geraden „Weg der Wahrheit“ und Gottes Gerechtigkeit duldet! Den Korinthern schrieb er warnend:

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:5-6 ***

Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder. Oder erkennt ihr nicht an, daß Jesus Christus in Gemeinschaft mit euch ist? Es sei denn, daß ihr unbewährt seid. 6 Ich hoffe wirklich, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.

 

   Paulus zeigte sich als bewährt, verteidigte, was Christus ihm in Visionen vermittelt hatte, das in vollkommenem Einklang mit den Evangelien, den PROPHETEN und dem GESETZ ist. Allein Glaube in das Loskaufsopfer Jesu bringt „unverdiente Güte“ und damit Gerechtsprechung. Eine nachträgliche Beschneidung des Fleisches ist nicht nur eine widersinnige Forderung, welche die Apostel nicht gestellt hatten, sondern zeigt fehlenden Glauben in die Vorkehrung Gottes durch das Loskaufsopfer Jesu! Pharisäischer Sauerteig von dem Jesus gewarnt hatte droht die ganze geistige Masse zu durchsäuern! Das ist heute nicht anders! Es ist sogar so weit gediehen, dass die gesamte Christenheit vollkommen mit falschen Lehren durchsäuert ist!

 

   Paulus erklärt, dass Christus vom „Fluch des GESETZES“ befreit, er ist aber bestimmt nicht das „Ende des GESETZES, wie einige christliche Religionen überheblich behaupten, indem sie in ihren Bibelübersetzungen das griechische Wort im Römerbrief mit „Ende“ statt „höchste Erfüllung“ oder „Ziel“ übersetzen (Rö 10:4). Er ist Muster und Vorbild höchster Gesetzeserfüllung! Paulus bezeichnet solche Art von Lehre als „üblen Einfluss“, dem man „auch nicht für eine Stunde“ nachgeben sollte!

 

   Unter Gesetzeswerke, die seit Christi Opfertod nicht weiter gefordert sind zählt er vor allem das pharisäerhafte erfüllen des Buchstaben des GESETZES, statt den dahinterstehenden Sinn anzuwenden, das Prinzip in den Vordergrund zu stellen! Indem man z.B. im Tempel in Jerusalem weiterhin Tieropfer für begangene Sünden erbrachte, etwas, was Jesus beendet hat, weil nach der Taufe für willentliche Sünden kein Opfer mehr bleibt (Heb 10:26-31). Die levitische Priesterschaft hatte dies zur Bereicherung ausgenutzt, statt dem Volk den Sinn hinter den Geboten zu erklären und damit jede Form von Sünde zu vermeiden. Der „neue Bund“ löste den „Bund mit Levi“ ab und forderte eine neue Form von Opfern für unwillentliche Sünden, unter einem neuen Hohepriester mit königlicher Rechtsgewalt!

 

Die das GESETZ tun werden gerecht sein   Paulus dagegen zeigt im Brief an die Hebräer, dass es nach der Taufe und dem erlangen genauer Erkenntnis für willentliche Sünden „kein Schlachtopfer mehr“ gibt! Auch die fleischliche Beschneidung stellte den Buchstaben in den Vordergrund, während Jesu die Erfüllung des Sinnes dahinter forderte, vollkommenes Einhalten des ganzen Willen Gottes! Jede Form gesetzlosen Handelns wird ins Gericht gebracht und Täter der Gesetzlosigkeit haben keinen Zugang zum Königreich der (neuen) Himmel! Jesus erklärte diesbezüglich:

 

*** Rbi8  Matthäus 7:21-23 ***

Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag [[(des tausendjährigen Gerichtstages)]] zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht? 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit.

 

   Einen rechtskräftig gemachten Bund wie den vom Sinai kann nicht beseitigt oder durch Zusätze verändert werden! Jesus ist nichtdas Ende“ des Gesetzesbundes oder „alten Testaments“, sondern der Mittler eines „neuen und besseren Bundes“ aufgrund besserer Verheissungen!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:6 ***

Nun hat aber [Jesus] einen vorzüglicheren öffentlichen Dienst erlangt, so daß er auch der Mittler eines entsprechend besseren Bundes ist, der aufgrund besserer Verheißungen gesetzlich festgelegt worden ist.

 

   Jesus löste nur den alten „Bund mit Levi“ für ein verändertes Priestertum ab und verheisst allen getauften Männern, die nach den neuen Regeln handeln eine mögliche Auserwählung als Priesterkönige für das Millennium an! Es sollte nicht mehr so sein, wie missbräuchlich unter dem „Salzbund“ mit Levi, wo scheinheilige Gottergebenheit zufolge Abfalls hin zu Menschengeboten das Priesteramt und dessen Autorität Mittel zu materiellem Gewinn war und weg vom wahren Sinn der Gebote und gesetzmässiger Anwendung tendierte.  Wahre Gottergebenheit muss dagegen zu geistigem und nicht zu materiellem Gewinn genutzt werden! Alles übrige fügt Gott bei! (Mat 6:33)

 

   Christen kennen seit Jesu Erhöhung keinen Zehnten, sondern aktive Nächstenliebe muss gerechten Ausgleich zwischen Lehrern und Belehrten ergeben! Christus bringt den verheissenen Lohn erst bei seiner Wiederkehr mit sich! Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt und wer den Lohn bereits empfangen hat wird nicht nochmals belohnt, sondern verliert das zu Unrecht Aufgehäufte!

 

   Das GESETZ herrschte durch den „Zuchtmeister“, der in Form des „Fluches auf Sünde“ und Segen für Gottergebenheit als unser Lehrer wirkte und der zu Jesus führte! Der „Fluch“ kam erst mit dem Bund im Moab, nachdem sich Israel vierzig Jahre lang rebellisch erzeigt hatte! (5.Mo 11:26-28; 29:1; 31:16-18) Durch Anerkennung des GESETZES, Reue über Sünden und Glauben in Jesu Loskaufsopfer wurden wir in der Taufe vom „Zuchtmeister“, dem Fluch als Folge früherer Gesetzesübertretungen befreit, nicht aber vom GESETZ selbst, das ewig gilt! Um den „Christus anzuziehen“ müssen wir dessen Persönlichkeit kennen lernen und in uns selbst verwirklichen!

 

Der grosse Kampf zwischen Licht und Finsternis*** Rbi8  Psalm 119:44 ***

Und ich will dein Gesetz beständig halten,

Auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]], ja immerdar.

 

   Der Psalm 119 ist Gottes GESETZ und seinen richterlichen Bestimmungen gewidmet. Kein Buchstabe wird davon hinfallen, hat Jesus bestätigt! Gottes GESETZ ist Wahrheit und nicht die veränderten Gebote der abgefallenen Christenheit!

 

*** Rbi8  Psalm 119:142 ***

Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]],

Und dein Gesetz ist Wahrheit.

 

   Paulus warnt vor „schwachen und unsinnigen“ menschlichen Geboten! Wie im Brief an die Römer, wo er im Kapitel 13 zeigt, dass Christen der wahren „obrigkeitlichen Gewalt“ des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ unterstehen, und weder religiöser noch weltlicher Autorität Priorität geben sollten! Sie dürfen sich nicht durch unsinnige Gesetze der Nationen oder gar widersprüchlichen Geboten von Religionen verleiten lassen, da jene möglicherweise gar Gottes Gebote ungültig machen! Weder Jesus noch Paulus unterwarfen sich jenen „obrigkeitlichen Gewalten“ dieses von Satan geführten Systems dadurch, dass sie ein göttliches Gebot übertreten hätten! Eher erduldeten sie Haft, Verhör, Schläge und Marter bis hin zum Tod! Als die Apostel kurze Zeit nach Pfingsten wegen des Predigens, dass Jesus König sei und an Gottes rechter Seite herrsche nun als Gefangene dem Sanhedrin vorgeführt wurden, da antwortete Petrus und die anderen Apostel mutig:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 5:29-32 ***

Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“

 

   Gott, als dem wahren Herrscher, seinem Christus unserem Herrn, König und Hohepriester an seiner rechten Seite gilt es zu gehorchen und zudem den Anordnungen der von ihm erwählten Apostel und die legitime Autorität in der Versammlung und der Familie gilt es zu respektieren!

 

   Unmündige stehen ebenso wie Sklaven unter einem Verwalter: Als von Gott anerkannte Söhne aber sind wir Miterben mit dem Christus! Vorab aber müssen wir uns erst als legitime Söhne Gottes erweisen, indem wir auf Jehova hören und seinen Willen erfüllen! Gott anerkennt schlussendlich nur jene als Söhne, die wie treue Sklaven Jesu Worte beachten und sein Gebot halten! Wir wurden in der Taufe sein Eigentum, da er uns durch sein Blut aus der Todesstrafe erlöst hat. Einige dieser Erkauften die wirkliche Treue bis ans Ende oder in den Tod zeigen wird Jesus gar zu Priesterkönigen machen!

 

Die Offenbarung der 7 Siegel*** Rbi8  Offenbarung 5:9-10 ***

Und sie singen ein neues Lied, indem sie sagen: „Du bist würdig, die Buchrolle zu nehmen und ihre Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden, und mit deinem Blut hast du für Gott Personen aus jedem Stamm und [jeder] Zunge und [jedem] Volk und [jeder] Nation erkauft, 10 und du hast sie zu einem Königtum und zu Priestern für unseren Gott gemacht, und sie sollen als Könige über die Erde regieren.“

 

   Dieses neue Lied“ sangen Engel bei Jesu Erhöhung über „jede Macht und Autorität (Mat 28:18) unmittelbar nach seinem Tod und himmlischer Auferweckung als Geistwesen, das er zuvor gewesen war (Joh 5:22, 23, 37; 6:37, 38), bevor ihn der Vater zur Erde gesandt hatte (Joh 17:5).

 

   Paulus warnt davor erneut zu den „elementaren Dingen“ dieses Systems zurückzukehren, das Satan durch seine drei hierarchischen Hauptpfeiler lenkt: Politik, Religion und Wirtschaft! Dort sind die heutige Götter und Götzen zu meiden, die uns beständig versklaven wollen und uns zu ihrer Anbetung antreiben!

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:9-10 ***

Und ein anderer Engel, ein dritter, folgte ihnen und sprach mit lauter Stimme: „Wenn jemand das [[(siebenköpfige)]] wilde Tier [[(UNO = Politik)]] und sein Bild [[(WCRL = Religion)]] anbetet und ein Kennzeichen auf seiner Stirn oder auf seiner Hand empfängt, 10 wird er auch von dem Wein des Grimmes Gottes trinken, der unverdünnt in den Becher seines Zorns eingeschenkt worden ist, und er wird vor den Augen der heiligen Engel und vor den Augen des Lammes mit Feuer und Schwefel gequält werden.

 

   Alle drei Formen der ungerechten Machtausübung gehen mit ihrer Autorität in Harmagedon zu Grunde. Das einzige System das Harmagedon übersteht ist auf Nächstenliebe aufgebaut, erfüllt somit Jesu Hauptgebot. Im kommenden Reich des Vaters, wo Gott als höchste Autorität erneut die Normen festlegt, wird das „GESETZ des Christus“ auf der ganzen Erde Anwendung finden!

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
 

   Paulus warnt uns vor denen, die als „falsche Apostel“ sich dieselbe Amtsgewalt anmassen, die Jesus nur den von ihm bestimmten zwölf Apostel zuteilte! Das Problem, das damals bereits in den Versammlungen auftauchte ist heute bei allen Religionsführern deutlich auszumachen! Sie alle haben sich selbst erhöht oder von anderen erhöhen lassen, die solche Autorität nicht besitzen!

 

   Das symbolische Drama von Hagar und Sara zeigt den Konflikt des fleischlichen Israel zusammen mit der abgefallenen Christenheit gegenüber dem geistigen Israel, den wahren „Kindern der Verheissung“, die den Glauben Abrahams teilen! Von ihnen sagt die Offenbarung, dass sie „Übriggebliebene ihres Samens“ sind (Abrahams geistiger Same, wahre Nachkommen: Die zwölf Apostel: Jesu „Braut, „die Frau (des Lammes)“ und jene, die in der „Zeit des Endesdasselbe Werk der Apostel verrichten, den „Samen der Frau darstellen, was bis auf Gottes Rechtsspruch in Eden und die beiden „Samen“ zurück zu verfolgen ist! (1Mo 3:15)

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

   Die unfruchtbare Sara wird daher mehr Nachkommen im geistigen Israel („Ephraim“), wie im fleischlichen („Manasse“) besitzen, wenn das „Israel Gottes“ (144.000) am Gerichtstag bestimmt wird!

 

*** Rbi8  Galater 4:27-31 ***

Denn es steht geschrieben: „Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die nicht gebiert; brich hervor, und rufe laut, die du keine Geburtsschmerzen hast; denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als [die] von der, die den Mann hat.“ 28 Wir nun, Brüder, sind Kinder, die zu der Verheißung gehören, ebenso wie es Isaak war. 29 Aber so, wie damals der nach der Weise des Fleisches Geborene den nach der Weise des Geistes Geborenen zu verfolgen begann, so auch jetzt. 30 Doch was sagt die Schrift? „Treib die Magd und ihren Sohn hinaus, denn der Sohn der Magd soll keinesfalls Erbe sein mit dem Sohn der Freien.“ 31 Deshalb, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien.

 

WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS   Die Magd“, Hagar hatte ihren Sohn Ismael, der heute durch die Muslime repräsentiert wird. Der Islam behauptet, dass Mohamed Nachkomme Ismaels zu sein. Diese, Mutter“, die symbolische „Hagar“ sind heute mit den Juden und der Christenheit und den Muslimen alle im „World Council of Religious Leaders“ mit anderen Heidenreligionen vereinigt, bilden damit gemeinsam die Einheit „Babylon die Grosse, ein toxisches „Gemisch“ an spiritistischer religiöser Verwirrung, die eine von Gott her verfluchte „veränderte gute Botschaft“ verkünden. Sie sind von Jehova alle gemeinsam verstossen: Er anerkennt sie nicht als seine „Ehefrau“, sie die sich als herrschende „Königin“ an Gottes Seite wähnt! Gott selbst hat sie alle wegen ihrer Abtrünnigkeit bereits gerichtet! Die wahre „obrigkeitliche Gewalt ist nur im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ zu finden!

 

   Als „Kinder der Einsamen“, die dagegen ausschliesslich zum „Jerusalem droben, unserer Mutter“ gehören sind wir frei. Wir  haben jene ungetreuen Institutionen rechtzeitig verlassen, wie die Galater ihre falschen Lehrer verlassen mussten, so wie später ein starker Engel aus dem Himmel bereits gegenüber Johannes im Jahre 96 u.Z. uns deutlich warnte:

 

"Babylon die grosse Hure" reitet das sievenköpfige "wilde Tier", die UNO*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich erherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen. 8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Die UNO als "wildes Tier" wird die "Fleischteile" Babylons der Grossen auffressen   Die Juden wie auch die christlichen Kirchen und Muslime behaupten doch jede von sich wie eine „Ehefrau“ als „Königin“ an Gottes Seite zu sitzen, obwohl sie gesamthaft wegen ihrer Abtrünnigkeit und geistigen Hurerei verstossen sind. Sie regieren ihre Untertanen wie eine herrschsüchtige Königin! Nun, der Befehl „Babylon die Grosse“ abzuwerfen und ihre Fleischteile aufzufressen wird das siebenköpfige „wilde Tier“, die UNO schon bald wahrnehmen!

 

   Wir unsererseits kennen unseren Herrn und König, der Christus ist, weil wir erkannt haben, dass an Pfingsten 33 u.Z. das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ seine Pforten geöffnet hatte und jeder der mit „heiligem Geist“, durch Anerkennung von Gottes Wort getauft wurde nun Zugang zu Christi Königreich erhielt, um Jesus dort in Treue Dienst zu leisten! Dies bedingt keine „anderen Herren“ neben dem Christus anzuerkennen, die jenem die Stellung als einzigem „Haupt“ am geeinten „Leib“ streitig machen und die zur „Gewalt der Finsternis“ zählen, weil sie sich an Jesu Stelle gedrängt haben!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:13-14 ***

Er [[(Jehova: Nur den, der Gott zum Christus hin zieht)]] hat uns von der Gewalt der Finsternis befreit und uns in das Königreich des Sohnes seiner Liebe versetzt, 14 durch den [[Jesus]] wir unsere Befreiung durch Lösegeld [[(sein vergossenes Blut)]] haben, die Vergebung unserer Sünden.

 

   Jene aber, die „Gottes Gebote halten und die Zeugnis für Christus ablegen“ haben diese Zusammenhänge klar durchschaut! Das GESETZ Gottes ist und bleibt gegen die sauren „Früchte des (sündigen) Fleisches“ gerichtet. Gegen die „Früchte des Geistes“ dagegen gibt es keinerlei GESETZ! Wir müssen uns daher die süssen Früchte des Geistes“ zu eigen machen und den „Begierden des Fleisches“ gar nicht weiter nachgeben, denen gegenüber wir doch in der Taufe gestorben sind! (Rö 6:2, 7, 11) Wir wurden von der Sklaverei des „Gesetzes der Sünde“ bei der Taufe zu Gunsten des „GESETZES des Geistes“ befreit! Der geistige Tod zufolge Sünde und Fluch wurde vom geistigen Leben durch Jesus verschlungen, indem der „Fluch des GESETZES“, die auf Sünde lastende Todesstrafe  beseitigt wurde!

 

*** Rbi8  Römer 8:2 ***

Denn das Gesetz [[GESETZ]] des Geistes, der in Gemeinschaft mit Christus Jesus Leben gibt, hat dich von dem Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht.

 

   Paulus fragt die Galater und auch einige unter uns, wer uns wirklich hindert der Wahrheit zu gehorchen? Gehorchen auch wir einer „veränderten guten Botschaft“, einer „offiziellen Wahrheit“ die durch Religionsführer verkündet wird, die aber in diesem oder jenem Punkt von der Wahrheit ablenkt? Er fordert jeden von uns auf den in unserer Umgebung vorherrschenden Sauerteig aufzuzeigen und ihn zumindest aus dem eigenen Haus zu entfernen! (1.Kor 5:6-8) Wir können Religionen nicht von innen her erneuern, das ist eine Illusion, darum sagt Paulus: „Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab, ... hört auf das unreine anzurühren“! (2.Kor 6:16-18) Jede Form von abweichender Lehre von der Aussage der ganzen Schrift ist dabei zu verurteilen und zur wahren Grundlage der Propheten, Apostel und vor allem Jesu Worten sollen wir zurückkehren! Die Freiheit sollte uns dazu führen, als selbsterwählte Sklaven Jesu in Liebe und ordentlich füreinander gegenseitig zum Nutzen zu wirken und uns gegenseitig die Bürden tragen zu helfen! Geistig Befähigte sollen Mitchristen im „Geist der Milde“ auf den geraden Weg zurückführen, die davon abgewichen sind und jene, die daran sind einen Fehltritt zu tun!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
 

   Da unter Christen kein Zehnter existiert, das war Teil des „Salzbundes“ (oder des „Salär-Bundes“, der „Lohnhirten“) sollen die Belehrten die Bedürfnisse der sie Belehrenden erkennen und ausgleichen! Liebe zeigt sich durch freizügiges Teilen mit denen die Mangel leiden, wobei geistige Verwandtschaft weit über die fleischliche Verwandtschaft gestellt wird! Wenn wir nicht nachlassen das zu tun, was in Gottes Augen vortrefflich ist, so ernten wir ewiges Leben! Jesus lebte dies vor:

 

*** Rbi8  Matthäus 12:48-50 ***

„Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?“ 49 Und er streckte seine Hand nach seinen Jüngern aus und sprach: „Siehe! Meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“

 

   In der Taufe wurden wir zu einer „neuen Schöpfung“! Paulus warnt vor solchen, die uns von der Freiheit die wir im Zusammenhang mit Christus haben abzusondern versuchen in eine andere Hürde, die von Lohnhirten kontrolliert wird! Religionen bilden für sich getrennten Königreiche, die mit dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ nicht identisch sein können, weil sie alle einem anderen „Herrn“ folgen, der sich an Christi Stelle drängt! Uns von jenen abzusondern mag zu Verachtung, Verfolgung und bis hin zu Leiden und Tod führen, wie im Falle des Christus und des Paulus! Sie wurden von ihren eigenen Brüdern angeklagt! Wer aber in Treue im Glauben an Jesu Seite ausharrt, dazu „die Gebote Gottes hält“ und „Zeugnis für Christus“, statt für eine Religionsorganisation ablegt, der wird gerettet werden!  Religionen vermögen niemanden zu retten, es bedeutet vielmehr Vertrauen in Menschen zu hegen, statt in Jehova und seinen Christus!

 

*** Rbi8  Jesaja 56:1-2 ***

Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Bewahrt das Recht und tut, was gerecht ist. Denn nahe ist meine Rettung, um einzutreffen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden. 2 Glücklich ist der sterbliche Mensch, der dieses tut, und der Menschensohn, der daran festhält, der den Sabbat beobachtet, um ihn nicht zu entweihen, und der seine Hand bewahrt, um nicht irgend etwas Schlechtes zu tun.

 

   Religionen, die lehren, der Sabbat sei nicht weiter verbindlicher Tag, um Gott heiligen Dienst darzubringen verkünden eine „veränderte gute Botschaft“. Jesus als Hoherpriester ist und bleibt „Herr des Sabbats“! (Mat 12:8)

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

7.3    Der Brief an die Galater. 9

7.3.1........... Den Brief an die Galater im Umfeld korrekt einordnen. 9

7.3.1.1........ Gründe für das Schreiben des Briefes an die Galater 9

7.3.1.2........ Der Inhalt des Briefes an die Galater 9

Kapitel 1:  Jeder, der eine veränderte gute Botschaft predigt kommt unter einem Fluch. 10

Kapitel 2:  Die Forderung zur fleischlichen Beschneidung und zur Abtrennung der „Ebioniten“ von den „Paulikanern“ durch Paulus hart verurteilt 10

Kapitel 3:  Christus befreit vom „Fluch des GESETZES“ auf frühere Sünden. 12

Kapitel 4:  Warnung vor „schwachen und unsinnigen“ Geboten von Menschen. 15

Kapitel 5:  Das GESETZ ist wider die „Früchte des Fleisches“ gerichtet; gegen die „Frucht des Geistes“ gibt es kein GESETZ  17

Kapitel 6:  Durch das „GESETZ des Geistes“ sich als neue Schöpfung erweisen. 20

7.3.1.3........ Die Gründung der Versammlungen Galatiens. 22

7.3.1.4........ Die vorherrschenden Probleme in den Versammlungen Galatiens. 23

Der „Bund mit den vielen“ wurde durch den „neuen Bund“ ersetzt, welcher Heiden Zugang zur Versammlung Gottes ermöglicht 24

Petrus gebraucht den dritten der drei Schlüssel, die Jesus nur ihm gegeben hatte! 26

7.3.2........... Kapitel 1:  Jeder, der eine „veränderte gute Botschaft“ predigt steht unter einem „Fluch“! 27

7.3.2.1........ Gal 1:1-5:  Unverdiente Güte für all jene, die Zuflucht im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gefunden haben  27

7.3.2.2........ Gal 1:6-12:  Warnung davor, durch Veränderung der guten Botschaft unter einen Fluch zu kommen! 28

7.3.2.3........ Gal 1:13-17:  Für die Überlieferungen der Vorväter zu eifern ist nicht ausreichend bei Gott! 29

7.3.2.4........ Gal 1:18-24:  Der, der uns früher verfolgte, verkündigt jetzt die gute Botschaft 30

7.3.3........... Kapitel 2:  Die Forderung zur fleischlichen Beschneidung und zur Abtrennung der Ebioniten von den Paulikanern durch Paulus hart verurteilt 30

7.3.3.1........ Gal 2:1-10:  Die Apostel nötigten niemanden unter den Paulikanern zur Beschneidung! 30

Die Beschneidungsfrage kam erst in Antiochia durch bekehrte Christen aus den Pharisäern aus Jerusalem her auf! 30

Gal 2:1-5:  Die Vorgeschichte der Beschneidungsfrage beim 2.Besuch des Paulus in Jerusalem.. 33

Gal 2:6-10:  Petrus, Johannes und Jakobus gaben Paulus die rechte Hand der Mitteilhaberschaft als „Apostel der Nationen 34

7.3.3.2........ Gal 2:11-21:  Paulus geht mit Petrus ins Gericht, weil jener Schwäche zeigte! 34

Gal 2:11-14:  Die Absonderung des Petrus und Barnabas zieht deren öffentliche Verurteilung durch Paulus nach sich! 34

Paulus handelt mit von Gott erteilter Autorität, um die reine, unverfälschte Lehre zu verteidigen! 36

Gal 2:15-21:  Nur durch Glauben gerecht gesprochen, nicht aber durch Gesetzeswerke, die als Folge von Sünde vom GESETZ her gefordert werden. 36

7.3.4........... Kapitel 3:  Christus befreit vom Fluch des GESETZES auf frühere Sünden! 39

7.3.4.1........ Gal 3:1-9:  Sind wir wie die Galater unverständig, unter üblem Einfluss stehend?. 39

7.3.4.2........ Gal 3:10-18:  Christus hat uns „vom Fluch des GESETZES“ losgekauft, nicht vom GESETZ losgelöst! 40

Gal 3:10-14:  Gesetzeswerke sind die Folge von Übertretung eines Gebotes und dem darauf lastendem „Fluch“! 40

Jede Form der Veränderung der guten Botschaft hat erneut einen „Fluch“ zur Folge! 43

Gal 3:15-18:  Den rechtskräftig gemachte Gesetzesbund vom Sinai kann niemand beseitigen! 44

7.3.4.3........ Gal 3:19-22:  Ewiges Leben steht im Zusammenhang mit Glaubensausübung. 44

Welches ist der „alte Bund“, der für „veraltet erklärt“ wurde?. 47

Der „Salzbund mit Levi“ war mit dem Zehnten Israels verknüpft 49

Gottergebenheit darf nicht ein Mittel zu materiellem Gewinn sein, sondern soll zu geistigem Reichtum verhelfen! 51

Der „neue Bund“ mit Christus und den Aposteln verspricht erst künftigen Lohn! 52

7.3.4.4........ Gal 3:23-29:  Inwiefern ist das GESETZ unser Zuchtmeister, Führer oder Erzieher?. 52

Gal 3:23-25:  Das GESETZ führt uns zu Christus: Der Glaube befreit vom „Fluch des GESETZES“ als Zuchtmeister! 54

Gal 3:26-29:  Wir müssen den Christus „anziehen“, seine Persönlichkeit annehmen. 56

7.3.5........... Kapitel 4: Warnung vor „schwachen und unsinnigen“ Geboten der Menschen. 56

7.3.5.1........ Gal 4:1-7:  Was ist der Unterschied zwischen „unmündigen Erben“ und Sklaven?. 56

Gal 4:1-5:  Als Unmündige stehen wir „unter einem Verwalter“, einem Beauftragten! 56

Gal 4:6-7:  Der Geist seines Sohnes in unserem Herzen ruft: „Abba, Vater“: Als Söhne sind wir Miterben mit Jesus! 59

7.3.5.2........ Gal 4:8-20:  Die schwachen und armseligen Dinge, welche die „Götter“ von uns fordern. 61

Gal 4:8-11:  Bis zur Taufe waren wir Sklaven der Götter: Nicht wieder zu den elementaren Dingen des Heidenkultes zurückkehren! 61

Gal 4:12-20:  Deutliche Warnung vor jenen, die uns von Paulus und seinem tiefen Verständnis auszuschliessen versuchen  63

7.3.5.3........ Gal 4:21-31:  Das „GESETZ“ umfasst u.a. alle fünf Bücher Mose! 64

Was ist unter dem Begriff „GESETZ“ wirklich zu verstehen?. 64

Gal 4:21-26:  Das symbolische Drama um Hagar und Sara. 65

Welches „Bündnis vom Sinai“ meint Paulus im Drama mit der Magd „Hagar“: Den Gesetzesbund oder den „Bund mit Levi“?  65

Welche Rolle spielt das „heutige Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei“?. 66

Die Priesterschaft unter dem „Bund mit Levi“ und die heutige christliche Priesterschaft 66

Das Jerusalem droben ... ist frei ... unsere Mutter 67

Die künftigen 144.000 Priesterkönige erweisen ihre Treue und Fähigkeit gegenüber dem „Jerusalem droben“ bereits heute  68

Die Magd Hagar und ihr Sohn Ismael werden nicht mit Sara und ihrem Sohn Isaak Erben sein! 68

Gal 4:27-31:  Die zahlreichen geistigen Söhne der unfruchtbaren Sara kommen ans Licht! 69

7.3.6........... Kapitel 5:  Das GESETZ ist wider die „Früchte des Fleisches“ gerichtet! Gegen die „Frucht des Geistes“ gibt es kein GESETZ! 70

7.3.6.1........ Gal 5:1-6:  Jedes andere Gesetz als das des Christus bedeutet erneut Sklaverei! 70

Gal 5:1:  Die Freiheit, die zum „vollkommenen GESETZ“, dem des Christus gehört und das Joch der Sklaverei der Religionen  70

Sind wir Sklaven der Sünde oder Sklaven des Geistes?. 71

Gal 5:2-6:  Gesetzeswerke, wie die fleischliche Beschneidung für „Paulikaner“: Sie trennen uns von dem Christus, weil dadurch fehlender Glaube in die „unverdiente Güte“ gezeigt wird! 72

7.3.6.2........ Gal 5:7-15:  Wer hindert uns daran der Wahrheit zu gehorchen?. 73

Gal 5:7-12:  Welche Art „Sauerteig“ durchsäuert die ganze Masse?. 73

Gal 5:13-15:  Die Freiheit dazu nutzen einander in Liebe wie Sklaven zu dienen. 73

7.3.6.3........ Gal 5:16-26: Wandelt durch das „GESETZ des Geistes“ bringt die „Früchte des Geistes“ hervor! 73

Gal 5:16-18:  Gegen die „Früchte des Geistes“ gibt es kein GESETZ, sehr wohl aber weiterhin gegen die „Früchte des Fleisches“! 73

Gal 5:19-21:  Die vom GESETZ verurteilten „Werke des Fleisches 74

Gal 5:22-24:  Wir sollen die „Früchte des Geistes“ hervorbringen! 90

Gal 5:25-26:  Durch den Geist der Liebe ordentlich wandeln. 108

7.3.7........... Kapitel 6:  Durch das „GESETZ des Geistes“ sich als eine „neue Schöpfung“ erweisen. 109

7.3.7.1........ Gal 6:1-6:  Das „GESETZ des Christus“ erfüllen, indem wir einander die Bürde tragen. 109

Gal 6:1-5:  Die Befähigten müssen jene auf den geraden Weg zurückführen, die einen Fehltritt tun. 109

Gal 6:6:  Verpflichtung jener, die unterrichtet werden gegenüber ihren Lehrern. 110

7.3.7.2........ Gal 6:7-11:  Säen im Hinblick auf das Fleisch bringt Tod, auf den Geist dagegen ewiges Leben. 111

Gal 6:7-10:  Nicht nachlassen das zu tun, was vortrefflich ist, um ewiges Leben zu ernten. 111

Gal 6:11  Das Augenleiden des Paulus behinderte sein persönliches Schreiben. 112

7.3.7.3........ Gal 6:12-18:  Wir sind in der Taufe der Welt gegenüber mit Jesus „an den Pfahl gebracht“ worden und wurden dadurch „eine neue Schöpfung“! 112

Gal 6:12-16:  Die Beschneidungsfrage steht im Zusammenhang mit der Verfolgung seitens der Juden! 112

Die Anwendung des „Buchstaben des GESETZES“ widersteht dem tieferen „Sinn der Gebote 113

Beschneidung verpflichtet dazu, das ganze GESETZ zu halten! 114

Gal 6:17:  Paulus trägt wie Jesus Wundmale aufgrund der Verfolger! 115

Gal 6:18:  Anempfehlung „unverdienter Güte“ aufgrund des Geistes im Einklang mit Christus. 115

7.3.8........... Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dem Brief an die Galater 116

7.3.8.1........ Kein Unreiner, der nicht am Geiste beschnitten ist wird in das „neue Jerusalem“ einziehen! 116

  


 

7.3               Der Brief an die Galater

 

7.3.1           Den Brief an die Galater im Umfeld korrekt einordnen

 

7.3.1.1          Gründe für das Schreiben des Briefes an die Galater

Als in Antiochia Jünger aus dem Kreis bekehrter Pharisäer um das Jahr 48, 49 u.Z. lehrten, dass auch Christen aus den Nationen sich beschneiden lassen und Beschnittene sich strikt bei Essen von den Unbeschnittenen getrennt halten müssten, da kam es dort zu einer Spaltung. Die Autorität des Paulus als Apostel und all dessen, was er bisher gelehrt hatte wurde damit in Frage gestellt! Selbst das so genannte Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. in Jerusalem, das die Lehre des Paulus eindeutig bestätigte vermochte die Spaltung nicht mehr zu beseitigen. Die Versammlungen in Galatien waren davon besonders betroffen!

 

Da die Autorität des Paulus angeschlagen worden war verteidigte sich Paulus mit voller Amtsgewalt und wies auf seine Ernennung „durch Jesus Christus und Gott, den Vater“ hin, die ihn dadurch deutlich von Matthias abhoben, den die übrigen Apostel unter der Führung des Petrus zuvor durch das Los bestimmt hatten, noch bevor heiliger Geist an Pfingsten 33 u.Z. auf sie gefallen war!

 

Pauls, von Gott durch Jesus ernannter Apostel*** Rbi8  Galater 1:1-2 ***

Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, 2 und alle Brüder bei mir an die Versammlungen von Galatien:

 

Das Schreiben ist um das Jahr 51 u.Z. durch Paulus in Korinth verfasst worden, wo Paulus inzwischen auf der 2.Missionsreise verweilte.

 

Ein weiterer Grund bestand darin, dass nun auch die andere Gruppe, die „Paulikaner“ von denen sich die „Ebioniten“ distanzierten wiederum zu den „elementaren Dingen, die zur Welt gehören“ zurückkehrten. Sie beachteten erneut peinlich gewisse durch pharisäische oder heidnische Lehre beeinflussten Festzeiten, Vorschriften zu anderen Fastenzeiten und entfernten sich zudem von den Speisevorschriften des GESETZES hin zu heidnischem Kultgut, das anderslautende Vorschriften lehrte: Hin zu „den elementaren Dingen des Systems dieser Welt“.

 

*** Rbi8  Galater 4:3 ***

Ebenso auch wir, als wir Unmündige waren, waren wir den elementaren Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt.

 

Paulus bezeichnet solche, die jene Dinge tun als „Unmündige“ die nicht die Denkkraft des reifen Erwachsenen erlangt haben, der zwischen dem, was in Gottes Augen recht und unrecht ist zu unterscheiden vermag! Sie lassen sich durch solche Dinge versklaven, statt wie Freie sich an das „vollkommene GESETZ, das zur Freiheit gehört“ zu halten (Gal 5:13-15; Jak 1:25).

 

Diese Spannungen durch die Spaltung und unterschiedliche Lehren und der Abfall von der vorgegebenen Ordnung innerhalb der Versammlung und den Familien war der Grund des harten und vollkommen offenen Schreibens und Angriffs gegen die Abgefallenen, die eine „veränderte gute Botschaft“ lehrten und sich dadurch dem Fluch Gottes aussetzten!

 

7.3.1.2          Der Inhalt des Briefes an die Galater

Nach seiner Bekehrung im Jahre 35 u.Z., als Paulus sich auf dem Weg nach Damaskus befand und ihn ein heller Lichtstrahl traf und er die Stimme Jesu erstmals hörte die ihn fragte: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“, kam Saulus (hebr., translit. aus dem lateinischen Paulus) zum Glauben an Jesus als dem wahren Christus und wurde zum Paulus (lat. bedeutet: „gering“, „klein“). Er selbst verwendet in seinen Briefen nur noch den lateinischen Namen Paulus. Damit kam auch die Verfolgung „des Weges“ zum Erliegen, wo er als Teil und im Auftrag des jüdischen obersten Gerichts, des Sanhedrin zuvor Männer und Frauen gebunden nach Jerusalem geschleppt hatte, um dort abgeurteilt zu werden. Aus dem bisherigen Verfolger wurde ein getreuer Anhänger Jesu und Verteidiger „des Weges“! 

 

*** Rbi8  Galater 1:13-14 ***

Ihr habt natürlich von meinem früheren Wandel im Judentum gehört, daß ich die Versammlung Gottes fortgesetzt über die Maßen verfolgte und sie verwüstete; 14 und ich machte größere Fortschritte im Judentum als viele Altersgenossen meiner Rasse, da ich für die Überlieferungen meiner Väter weit mehr eiferte.

 

Wie in allen übrigen Briefen des Paulus versucht er gewisse lokale Missstände aufzudecken und die allgemeine Ordnung wiederherzustellen. So scharf aber wie im Brief an die Galater ging er nirgends gegen Mitchristen ins Gericht, die sich hinreissen liessen eine „verfälschte gute Botschaft“ zu lehren und damit zu Spaltungen und Sektarismus beigetragen haben. Die Stellung des Paulus als zwölfter der Apostel an der Stelle des Judas wurde daher von einigen in Frage gestellt, was später mit zum Abfall der Versammlungen Asiens mit beigetragen hat! (2.Ti 1:15)

 

Kapitel 1:  Jeder, der eine veränderte gute Botschaft predigt kommt unter einem Fluch

 

Gal 1:1-5:  Unverdiente Güte für all jene, die Zuflucht im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gefunden haben

Paulus beruft sich auf sein Apostolat, das er von Jesus und Gott erhalten hat. Er zeigt, dass sowohl die „unverdiente Güte“ wie der Frieden in der Versammlung mit der Vergebung unserer Sünden in Zusammenhang stehen, für welche Christus sein Blut vergossen hat, um uns aus dem gegenwärtigen System zu befreien.

 

Gal 1:6-12:  Alarmierende Warnung davor, durch Veränderung der guten Botschaft unter einen Fluch zu kommen!

Veränderungen späterer Abschreiber und Übersetzer anhand alter Manusskripte erforschenWir sind von Christus berufen und müssen an der unveränderten guten Botschaft auch dann festhalten, wenn uns scheinbar mit Autorität ausgerüstete Personen vom geschriebenen Wort abzubringen versuchen! Jeder Christ wird individuell durch Paulus verpflichtet seinen Glauben darauf zu überprüfen, ob er im Einklang mit Gottes geäussertem Willen ist! „Dein Wort ist Wahrheit“ erklärte Jesus (Joh 17:17) und Paulus ergänzt: „Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder.“ (2.Kor 13:5)

 

Bewährt ist nur der, der denselben Glauben der Apostel bewahrt hat! Paulus warnte, dass selbst „Engel des Himmels“ und hohe Funktionäre der christlichen Versammlung sich bei Veränderung der guten Botschaft den Fluch zuziehen! Er verschonte nicht einmal Petrus und Barnabas, die sich von jener Clique aus Jerusalem hatten beeinflussen lassen! Paulus liess keine zentrale Führung seitens Jerusalem zu und verteidigte die Unabhängigkeit seiner Versammlungen!

 

Das Schreiben aus Jerusalem vom Apostelkonzil bestätigt indirekt diese Haltung und die Lehre des Paulus! Keiner der Apostel durfte sich über die anderen erhöhen, auch nicht Jakobus, Jesu Halbbruder. Die gute Botschaft wie sie Paulus verkündet hat ist nicht Menschenwerk, sondern er wurde in Visionen durch Christus direkt unterrichtet und die übrigen Apostel konnten ihm nichts Neues mitteilen, im Gegenteil, Paulus offenbarte ihnen viele Dinge die sie noch nicht kannten!

 

Gal 1:13-17:  Für die Überlieferungen der Vorväter zu eifern ist nicht ausreichend bei Gott!

Paulus war als hoher Funktionär der Pharisäer früher selbst ein „Eiferer für Gott“ gewesen, gibt aber unumwunden zu „ohne genaue Erkenntnis der Wahrheit“ (Rö 10:2; 3:20) gewesen zu sein. Er hatte daher aus Unwissenheit in seinem blinden Eifer die Christen „vom WEG“ verfolgt. Er war aber inzwischen durch Gott berufen die gute Botschaft den Nationen zu verkünden. Seine tiefe Kenntnis der ganzen Schrift waren ihm dabei von Vorteil das ganze GESETZ seinem tieferen Sinne nach zu erklären, um nicht gemäss dem Buchstaben, sondern dem Sinn nach zu handeln!

 

Der Weg der Wahrheit
 

 Gal 1:18-24:  Der, der uns früher verfolgte, verkündet die gute Botschaft

Erst drei Jahre nach seiner Bekehrung ging Paulus erstmals nach Jerusalem hinauf, um sich mit Petrus und Jakobus zu treffen. Sie verherrlichten nun Gott wegen dieser ausserordentlichen Veränderung! Den Versammlungen Jerusalems und  Judäas blieb Paulus weiterhin unbekannt.

Kapitel 2:  Die Forderung zur fleischlichen Beschneidung und zur Abtrennung der „Ebioniten“ von den „Paulikanern“ durch Paulus hart verurteilt

 

Gal 2:1-10:  Die Apostel nötigten niemanden unter den Paulikanern zur Beschneidung

 

Die Beschneidungsfrage kam erst in Antiochia durch bekehrte Christen aus den Pharisäern her auf!

Warum kam es erst zum Streit um die Beschneidung und zu diesem neuen, unchristlichen Gebot, dass sich die Beschnittenen Ebioniten von den Unbeschnittenen Paulikanern getrennt halten müssten? Lukas erläutert einen Teil dieser Zusammenhänge in der Apostelgeschichte, wie es wegen dieses Streites der die Autorität des Paulus zu untergraben schien und den Pharisäerchristen eine Vormachtstellung einräumte zum so genannten Apostelkonzil kam.

 

Beschneidung bei Christen?Der Beginn der Streitfrage war mit der Taufe des Kornelius gegeben worden, wo Gott Menschen der Nationen durch Ausgiessen des heiligen Geistes für rein erklärt hatte. Jene Christen aus dem Zirkel bekehrter Pharisäer wollten dies nicht anerkennen! (Apg Kap 10; 11:1-18)

 

Am Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. musste vorab Petrus und dann Jakobus öffentlich widerrufen, was jene Christen aus dem Zirkel bekehrter Pharisäer an Schaden angerichtet hatten. Das schriftliche Dokument wurde dann durch Paulus und einige Begleiter aus Jerusalem nach Antiochia gebracht (Apg Kap. 15). Darin wurden einige besondere im GESETZ geforderte Dinge in den Vordergrund gestellt, welche in den Versammlungen Galatiens zu Problemen geführt hatten. Es war nicht die Wiederholung aller Gebote, welche Christen halten müssen und auch kein Freibrief, dass die nicht erwähnten GESETZE nicht weiter gelten würden! Solche Auslegungen sind eine vollkommene Verdrehung der Tatsachen!

 

Der Galaterbrief kann nur unter Kenntnis dieser Umstände richtig verstanden werden! Spaltung und Sektarismus, die später die Versammlungen Asiens von Paulus abtrennten hatten darin ihren Ursprung! Der römische Bezirk Asien umfasste auch das Gebiet Galatiens! Der von Paulus darin angedrohte Fluch für jegliche Form von Veränderung der guten Botschaft hat somit eine echte Grundlage, die bis in die heutigen Tage gilt (Gal 1:8-10; 2.Ti 1:15)!

 

Gal 2:1-5:  Die Vorgeschichte der Beschneidungsfrage beim 2.Besuch des Paulus in Jerusalem

Paulus hatte eine spezielle Offenbarung mittels Visionen durch Jesus erhalten und ging vierzehn Jahre nach dem ersten Besuch nach der Bekehrung im Jahre 35 u.Z. (Apg 9:19-30) erneut nach Jerusalem hinauf (Gal 2:1; 6:17). Nicht einmal Titus, der Grieche als enger Begleiter des Paulus wurde genötigt sich beschneiden zu lassen. „Falsche Brüder“ aber schlichen sich inzwischen in die Versammlungen des Paulus ein, um deren Freiheit und Unabhängigkeit zu belauern, die sie im Zusammenhang mit Christus haben, um sie zu einer durch jene geführte Organisation zu vereinen und sie dadurch zu versklaven.

 

*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Paulus wehrt sich dagegen vehement! Nicht „eine Stunde“ der Unterwerfung unter jene gibt es bei Paulus, unter solche, welche eine „veränderte gute Botschaft“ verkünden!

 

Gal 2:6-10:  Petrus, Johannes und Jakobus gaben Paulus die rechte Hand der Mitteilhaberschaft als „Apostel der Nationen

Gewisse Männer in Jerusalem hatten sich hervorragender Stellungen bemächtigt, was Paulus aber keineswegs bewegte. Jene konnten ihm nichts mitteilen, das er nicht bereits gewusst hätte. Jakobus, Petrus (Kephas) und Johannes, Säulen der Versammlung Jerusalem gaben Paulus dagegen die Hand der Mitteilhaberschaft als von Gott und Jesus bestimmten Apostel der Nationen.

 

Olivenbaum mit Zweig voller Frucht *** Rbi8  Galater 2:7-10 ***

Sondern im Gegenteil, als sie sahen, daß ich mit der guten Botschaft für die Unbeschnittenen betraut war, so wie Petrus für die Beschnittenen [damit betraut war] 8 denn der, welcher Petrus Kraft gab, wie sie für ein Apostelamt für die Beschnittenen notwendig ist, gab auch mir Kraft für die von den Nationen; 9 ja, als sie die unverdiente Güte kennenlernten, die mir verliehen worden war, gaben Jakobus [[(Jesu Halbbruder)]] und Kephas und Johannes, diejenigen, die Säulen zu sein schienen, mir und Barnabas die rechte Hand der Mitteilhaberschaft, damit wir zu den Nationen gehen sollten, sie aber zu den Beschnittenen. 10 Nur sollten wir die Armen [[(aram.: „Ebioniten“)]] im Sinn behalten. Gerade das habe ich mich auch ernstlich zu tun bemüht.

 

Sie sollten aber „die Armen“ (translit. aus dem Aramäischen.: „die Ebioniten“) nicht vergessen, was Paulus weiterhin tat und sich zu Gunsten jener sich im Verhältnis zu den schneller wachsenden Versammlungen der „Paulikaner“ verkleinernden Gruppe der Beschnittenen aus „Manasse“ einsetzte, als „Zweigen“ des wahren „Olivenbaums!

 

Gal 2:11-21:  Paulus geht mit Petrus ins Gericht, weil jener Schwäche zeigte!

 

Gal 2:11-14:  Die Absonderung des Petrus und Barnabas zieht deren öffentliche Verurteilung des Paulus nach sich!

Petrus (Kephas) wurde von Paulus direkt und öffentlich in Antiochia zur Rechenschaft gezogen, weil er sich von jenen Männern die von Jakobus her gekommen waren beeinflussen liess, welche die Beschneidung und das abgetrennt sein der Beschnittenen von den Unbeschnittenen verlangten.

 

Der Soreg trennt den Vorhof der Heiden von dem der Juden Eine neu aufgerichtete der durch Jesus niedergeworfenen „trennenden Zwischenwand“ wurde hier aufgerichtet: Symbolisiert durch den „Soreg“ im Tempel Jerusalems um „Beschnittene“ von Heiden abgetrennt zu halten..

 

*** Rbi8  Galater 2:11-13 ***

Als Kephas jedoch nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er verurteilt dastand. 12 Denn bevor einige von Jakobus gekommen waren, aß er gewöhnlich mit Leuten von den Nationen [[(Paulikanern)]]; aber als sie eintrafen, schickte er sich an, sich zurückzuziehen und sich abzusondern aus Furcht vor denen aus der Gruppe der Beschnittenen [[(„Ebioniten“)]]. 13 Auch die übrigen Juden [[(„Ebioniten“)]] schlossen sich ihm in seiner Verstellung an, so daß sogar Barnabas durch ihre Verstellung mitgerissen wurde.

 

Petrus zeigte dadurch Menschenfurcht, obwohl er selbst gesehen hatte, wie der heilige Geist Kornelius und seine Hausgemeinschaft gereinigt hatte, dies durch Ausgiessen des heiligen Geistes noch bevor sie getauft wurden unterstrich und eine Stimme ihm zuvor deutlich erklärt hatte: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat“ (Apg 11:10). In dieser Verstellung des Petrus wurde selbst der getreue Helfer des Paulus Barnabas mitgerissen! Paulus beanstandete dieses nun wiederum „Leben gemäss jüdischem Brauch“, nicht die gesetzlichen Bestimmungen, die weiterhin den „eingeengten Weg“ begrenzen!

 

Paulus handelt mit von Gott erteilter Autorität, um die reine, unverfälschte Lehre zu verteidigen

Da jene Männer plötzlich eine „veränderte gute Botschaft“ zu verkünden begannen, um ihrem früheren Brauchtum als Juden mehr Gewicht zu verleihen, daher missachteten sie die Worte der Apostel und Vorsteher Jerusalems die zufolge der Taufe des Kornelius zuvor bereits erkannt hatten: „Nun, dann hat Gott auch den Menschen von den Nationen die [Gelegenheit zur] Reue gewährt, die zum Leben gereicht.“ (Apg 11:18b) Gott selbst hatte durch „unverdiente Güte“ jene Menschen gereinigt und keiner durfte sie „unrein“ nennen und sie beim gemeinsamen Essen ausschliessen und nachträglich noch eine Beschneidung am Fleische verlangen, die Gott von jenen nicht gefordert hatte!

 

Im ganzen Brief an die Römer hatte Paulus die Wichtigkeit der Einhaltung des GESETZES in den Vordergrund gerückt, welches Christen ja durch Belehrung unter den Nationen aufrichten müssen (Rö 3:31). Das schliesst aber auch jene Veränderungen innerhalb des GESETZES mit ein, was Priestertum, Tempel und heilige Handlungen betrifft, die durch Jesus als neuen Hohepriester und König verkündigt worden waren! (Heb 7:12-14) Jesus ist das Ende des „Bundes mit Levi“, weil mit dem Königreichsbund ein Bund mit weit höheren Verheissungen verknüpft ist! Ein reueloses Herz aber, das Gottes GESETZ missachtet, um die „Werke des Fleisches zu vollbringen“ zieht sich Gottes Zorn zu am Gerichtstag (Rö 2:3-11).

 

Gal 2:15-21:  Nur durch Glauben gerecht gesprochen, nicht aber durch Gesetzeswerke, die als Folge von Sünde vom GESETZ her gefordert werden

Jesu weit grösseres Opfer reinigt von Sünden, nicht Gesetzeswerke, worunter die Beschneidung zählt! Männliche Proselyten, die zum jüdischen Glauben kamen mussten sich als äusserliches Zeichen am Fleische beschneiden lassen! Nun war der Christus offenbart worden und für Sünder gestorben. Nur der Glaube daran konnte vollkommene Vergebung erreichen, nicht Gesetzeswerke, wie die für Übertretung erforderlichen Opfer im Tempel! Christus ist kein Diener der Sünde! In der Taufe reissen wir unsere „Sklaverei der Sünde“ gegenüber nieder, „sterben“ gegenüber dem „Gesetz des sündigen Fleisches“ die seit Adam in unserer DNS wirkt, um die Freiheit, die mit dem „GESETZ des Christus“ verbunden ist aufzurichten! Damit erst werden wir Gott gegenüber in Form einer „neuen Schöpfung“ lebendig! Gerechtigkeit kommt nicht durch Gesetzeswerke, sondern durch Glauben in Christus der sich in Werken der Liebe zeigen muss! Dazu gehört das öffentliche Zeugnisgeben für Christus, Jünger zu machen und jene zu lehren alles zu halten, was Jesus geboten hat! Darin besteht die „Beschneidung des Herzens“!

Kapitel 3:  Christus befreit vom „Fluch des GESETZES“ auf frühere Sünden

 

Gal 3:1-9:  Sind wir ebenso wie die Galater unverständig, unter üblem Einfluss stehend?

Glaube in Gottes Verkündigungen wie Abraham!Die Jünger in Galatien hatten aufgrund des Predigens der guten Botschaft verstanden, dass Reue und Umkehr in der Taufe „unverdiente Güte“, die Auslöschung früherer Sünden, die Befreiung vom Fluch und damit vom kommenden Gericht erreicht hatten, da Jesus für sie und ihre Sünden am Pfahl gestorben war. Sie erhielten heiligen Geist durch das Hören dieser Botschaft, nicht zufolge einer Beschneidung am Fleische, wie dies nun einige Unbelehrbare aus den „Ebioniten“ in pharisäerhafter Weise forderten!

 

Paulus beweist dagegen, dass Jesus unter beiden Gruppen zufolge ihres Glaubens wirkt! Glaube in den Opfertod Christi und seine erhöhter Stellung wird als Gerechtigkeit angerechnet! (Gal 3:6)

 

Wahre Söhne Abrahams sind anhand desselben Glaubens erkenntlich den Abraham zeigte! Abraham brauchte keine grossartige Organisation, um Gottes Willen zu vollbringen, sondern er reagierte auf das Hören von Gottes Wort hin und handelte selbst, zusammen mit seiner ihm unterstellten Hausgemeinschaft! Wegen seines Glaubens erhielt Abraham die Verheissung: Durch dich werden alle Nationen gesegnet werden.“ Der Segen kommt zusammen mit der Auferstehung Abrahams auf all jene, welche denselben Glauben in Jehovas Verheissungen offenbaren!

 

Gal 3:10-14:  Gesetzeswerke sind die Folge von Übertretung eines Gebotes und dem darauf lastendem „Fluch“!

Wer das GESETZ in irgend einem Punkt übertritt kommt unter einen „Fluch“, der früher oder später zur Verurteilung führt! „Verflucht ist jeder, der nicht bei allen Dingen bleibt, die in der Buchrolle des GESETZES geschrieben sind, um sie zu tun.“, erklärte Paulus (Gal 3:10). Gesetzeswerke dagegen decken Sünde nur zu, löschen sie aber nicht aus! Dies vermochte nur Jesu Blut, da ja der „Fluch“ Blutschuld bedeutet und nur Glaube daran führt zu deren Löschung durch „unverdiente Güte“. Jene Christen aus den Pharisäern aber verbreiteten die Kunde, dass weiterhin Gesetzeswerke, wie dies die Beschneidung am Fleisch darstellt ein Erfordernis wären. Paulus ist aufgebracht über deren Ignoranz! „Das GESETZ nun hält sich nicht an [den] Glauben, sondern ‚wer sie tut, wird durch sie leben‘.“ Wer dagegen das GESETZ übertritt verliert das Recht auf Leben, weil er unter den darauf lastenden „Fluch“ kommt! „Christus hat uns vom Fluch des GESETZES losgekauft, indem er an unserer Statt ein Fluch geworden ist“, weil wir Glauben in seinen Tod als Erlösung zeigen. Wer dagegen verflucht ist hat den Tod verdient, sagt Jehova durch das GESETZ! Das Gericht bleibt auf ihm!

 

Jede Form der Veränderung der guten Botschaft hat erneut einen „Fluch“ zur Folge

Das GESETZ Gottes und seine gute Botschaft dürfen nicht verändert werden, indem wir sie subjektiv, auf unseren Standpunkt angepasst auszulegen versuchen! Das taten jene Pharisäerchristen und dies tun alle christlichen Religionen heute, die ihrer katholischen Mutterkirche als deren uneheliche Kinder nachfolgen! Gott kann nicht ihr Vater sein und er weigert sich als ihr Ehemann angesprochen zu werden, weil sie geistige Hurerei begeht und mit der Politik der Welt verbunden ist!

 

Babylon die Grosse und ihre politischen Liebhaber *** Rbi8  Hosea 2:1-5 ***

Sprecht zu euren Brüdern: ‚Mein Volk!‘ und zu euren Schwestern: ‚O Frau, der Barmherzigkeit erwiesen worden ist! 2 Führt einen Rechtsfall mit eurer Mutter; führt einen Rechtsfall, denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann. Und sie sollte ihre Hurerei von sich entfernen und ihre Taten des Ehebruchs zwischen ihren Brüsten hinweg, 3 damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie tatsächlich hinstelle wie am Tag ihrer Geburt und sie wirklich einer Wildnis gleichmache und sie gleich einem wasserlosen Land hinlege und sie durch Durst zu Tode bringe. 4 Und ihren Söhnen werde ich nicht Barmherzigkeit erweisen, denn sie sind die Söhne der Hurerei. 5 Denn ihre Mutter hat Hurerei begangen. Sie, die schwanger war mit ihnen, hat schändlich gehandelt, denn sie hat gesagt: ‚Ich will denen nachgehen, die mich leidenschaftlich lieben, denen, die [mir] mein Brot und mein Wasser, meine Wolle und mein Linnen, mein Öl und mein Getränk geben.‘

 

Die Nationen hegen und pflegen diese Religionen, weil jene der Existenzgrundlage der herrschenden Klasse als von Gott her kommend als höchste „obrigkeitliche Gewalt“ verkünden, als ob jene über Gottes GESETZ und Willen stehen würden. Das Volk aber das zu Jesus gehört, weil er es mit seinem Blut erkauft hat und  die Apostel, „die Frau, der Barmherzigkeit erwiesen worden ist“, Jesu „Braut“ führen ihren Rechtsfall mit ihrer „Mutter“, den abtrünnigen jüdischen Führern und den christlichen Kirchenoberen, weil sie deren geistige Hurerei mit den Herrschern dieses Systems der Finsternis erkennen können und sie ablehnen! Die Offenbarung zeigt deutlich und klar, was mit geistiger Hurerei zu Gunsten „dieses Systems der Dinge“ geschehen wird am Tag Harmagedons und dass Christen jene Organisationen zu verlassen haben, welche „Teil der Welt“ bilden. „Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.“ (Joh 15:18, 19)

 

Paulus zeigt im Brief an die Hebräer, dass wer die Wahrheit erkannt hat und willentlich das GESETZ übertritt und damit treulos Sünde begeht, dass für solche „kein weiteres Schlachtopfer“ mehr übrig bleibt, sondern sich der unvergeblichen „Sünde wider den heiligen Geist“ schuldig macht! (Heb 10:26-31; 1.Joh 5:16,17) Jesus hatte gewarnt, dass wer das „geringste der Gebote“ breche und andere danach lehre „Geringster“ genannt werde! (Apg 5:19) Wer die Informationen der Schrift korrekt ordnet kommt zu keinem anderen Schluss, dass Christen unter dem ganzen GESETZ stehen, nicht bloss dem Buchstaben, sondern vielmehr dem Sinn dahinter, dem Prinzip unterstellt sind. Solche Menschen lassen sich nicht weiter durch Religionslehrer in die Irre führen, die alle das GESETZ verändert haben, es brechen und andere ebenso lehren! Wer aber im Licht unveränderter Wahrheit wandelt bereut und nutzt Gottes Vorkehrung der „unverdienten Güte“, die Sünder zur Ordnung ruft! 

 

Gal 3:15-18:  Den rechtskräftig gemachten Gesetzesbund von Sinai kann niemand beseitigen!

Jesus Mittler des "neuen Bundes" gibt Johannes die Visionen der OffenbarungNahezu allen christlichen Kirchen behaupten, dass das „Alte Testament“ mit dem „alten Bund“ identisch sei, ohne die Worte des Paulus im Hebräerbrief zu beachten, wo er klar und deutlich beschreibt, dass der „Bund mit Levi“, so wie es bereits der Prophet Maleachi angedroht hatte enden würde, weil die levitische Priesterschaft nicht am GESETZ festhielt! (Mal 2:4-8; Heb 8:13-9:28) Dieser „Bund mit Levi“ wurde erst ein Jahr nach Auszug als separater Teil des Gesetzesbundes geschlossen! Hinzu kommt der „Bund von Moab“, am Ende der vierzigjährigen Wanderung die den „Segen und Fluch“ beinhaltet, der uns genauso wie die Juden betrifft! Jesus dagegen war gekommen das GESETZ und die PROPHETEN zu erfüllen, bis hin zum kleinsten Buchstaben, was den Sinn hinter den GESETZEN betrifft und ihm als dem Messias von Gott her als Aufgabe zugeordnet worden war! (Mat 5:17, 18)

 

Jesus als „dem (einen) Samen Abrahams“, dem angekündigten Messias waren vom Urteilsspruch in Eden an bereits als dem „Samen ... der Frau“ (1.Mo 3:15) die Verheissungen zugesagt worden. Nun war der Christus offenbar gemacht worden: Was den zuvor von Gott rechtskräftig gemachten Bund betrifft, so macht ihn das GESETZ, das vierhundertdreißig Jahre später entstanden ist, nicht ungültig, um die Verheißung aufzuheben“. Der zweite Bund baut auf dem ersten auf! Ebenso wenig machte der „neue Bund“ den Gesetzesbund vom Sinai und dessen Verheissungen ungültig! Jener „Same Abrahams“ soll Haupterbe der Erde Kanaans und der ganzen Erde werden und wir, die wir in Treue ausharren, wir sollen mit ihm Miterben werden! (Rö 8:17) All dies ist an die gesetzlichen Bestimmungen geknüpft! Jesus als Hohepriesterkönig folgte mit dem „neuen Bund“ am selben Tag seiner himmlischen Auferweckung, wo der Vater parallel hierzu den „Bund mit Levi“ beendete!

 

Gal 3:19-22:  Ewiges Leben steht im Zusammenhang mit Glaubensausübung

Glaube und Leichtgläubigkeit sind miteinander verwandt, unterscheiden sich aber grundlegend! Der Leichtgläubige nimmt alles an, was andere erzählen, der Glaubende aber prüft seinen Glauben anhand des „Wortes der Wahrheit“, der Schrift und beginnt entsprechend zu handeln! „Heilige sie durch die Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.“ (Joh 17:17) Die beiden Bündnisse, jenes mit Abraham und der Gesetzesbund durch Moses ergänzen sich gegenseitig. Der Gesetzesbund macht den abrahamischen Bund nicht ungültig! Das GESETZ „wurde hinzugefügt, um Übertretung offenbar zu machen“.

 

Derselbe Mittler des GESETZES, der Moses die steinernen Tafeln gab war auch Mittler des „neuen Bundes“, der an die Stelle des „Bundes mit Levi“ trat! Dazu musste der Messias erst offenbar werden und den für ihn bestimmten Tod erleiden, den die Propheten zuvor verkündigt hatten! Juden und Menschen der Nationen wurden unter dasselbe GESETZ Gottes verpflichtet, das Sünde offensichtlich macht: „Aber die Schrift hat alle Dinge zusammen dem Gewahrsam der Sünde übergeben, damit die Verheißung als Folge des Glaubens an Jesus Christus denen gegeben werde, die Glauben ausüben.“ Im Brief an die Römer hatte Paulus gesagt, dass Christen „das GESETZ unter den Nationen aufrichten“ (Rö 3:31).

 

Welches ist der „alte Bund“, der für „veraltet erklärt“ wurde?

Die christlichen Religionen behaupten, dass das „Alte Testament“ den Bund vom Sinai oder genauer den ganzen Gesetzesbund darstellt und die Propheten mit einschliesst und diese „veraltet“ seien und durch den „neuen Bund“ und durch das „Neue Testament“ ersetzt wurde. Ein genauer Untersuch anhand der Aussagen des Paulus in den Briefen an die Römer und an die Hebräer widerlegt diese Ansicht vollkommen! Der Königreichsbund mit Jesus löst lediglich den „Bund mit Levi“ ab, in dem das Priesteramt gewechselt hat, weil jenes Priestertum keine vollkommene Befreiung von Sünde zu erlangen vermochte! Zudem waren dieselben Priester Levis für die Ermordung ihres Messias verantwortlich, wie es Stephanus vor dem Sanhedrin offen verkündet hatte:

 

(Apostelgeschichte 7:51-53)  [Ihr] Halsstarrigen und an Herz und Ohren Unbeschnittenen, ständig widersteht ihr dem heiligen Geist; wie eure Vorväter getan haben, so tut ihr. 52 Welchen von den Propheten haben eure Vorväter nicht verfolgt? Ja, sie töteten die, die über das Kommen des Gerechten im voraus Ankündigung machten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid, 53 ihr, die ihr das GESETZ empfingt, wie es von Engeln übermittelt wurde, es aber nicht gehalten habt.“

 

Klarer kann man die Situation nicht beschreiben, was zum weiteren Mord am Stephanus Anlass gab!

 

Der „Salzbund mit Levi“ war mit dem Zehnten Israels verknüpft

Dieser „Salzbund“ war nur ein Teil des Gesetzesbundes, „wurde hinzugefügt“ erklärt Paulus im Hebräerbrief, bis der kommen würde, „der das gesetzliche Recht“ hätte als „Priesterkönig gleich Melchisedek“ zu amten (Ps 110:1, 2). Dieser zusätzliche Bund trat daher erst ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten in Kraft, nachdem das „Zelt der Zusammenkunft“ aufgerichtet war und Moses Aaron und seine Söhne einweihte!

 

Der Heilsbund von JeremiaMit dem Inkrafttreten des „neuen Bundes“, mit Jesus als Hohepriesterkönig in Verbindung, wurden gewisse Gebote im GESETZ in ihrer Anwendung verändert, nicht abgeschafft, sondern hin vom physischen Anwendung, dem Buchstaben des GESETZES gemäss, nun auf die dahinterliegenden Prinzipien, welche sie repräsentierten verlegt! Unter dem alten Bund erhielten die Leviten kein Erbe an Land, jedoch andererseits eine vorher bestimmte Anzahl von Städten in Israel, um darin zu wohnen. Sie wurden daher bei der Landverteilung übergangen.

 

Levi erhielt zudem den Zehnten von allem Ertrag für die ihm zugeteilte Verwaltungsaufgabe. Dies aber endete zusammen mit dem „Bund mit Levi“, der als „veraltet“, „dem Verschwinden nahe“ erklärt wurde!

 

*** Rbi8  Hebräer 8:13 ***

Indem er sagt „einen neuen [Bund]“ [[(mit Jesus)]], hat er den früheren [[(mit Levi)]] für veraltet erklärt. Nun ist das, was veraltet ist und alt wird, dem Verschwinden nahe.

 

Christliche Vorsteher können sich nicht auf diesen Zehnten des „alten Bundes“ berufen, weil er durch einen „besseren Bund“ abgelöst wurde der künftigen Lohn und künftiges Erbe verspricht! „Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig“ erwähnt Paulus, obwohl er keinen Zehnten bezog: Wo immer er war wurde er durch jene Gruppe oder Versammlungen die er belehrte unterstützt, so dass es ihm an Lebensnotwendigem nicht fehlte. Andere Versammlungen die hörten, dass ein Mangel bestehe sandten ihm ihre Liebesgabe! Auch in der Endzeit sollte dieses Beispiel nachgeahmt werden!

 

Gottergebenheit darf nicht Mittel zu materiellem Gewinn sein, sondern soll zu geistigem Reichtum verhelfen!

Die Lohnpriesterschaft der christlichen Kirchen, die entweder von einem Zehnten ihrer Schafe oder von staatlich erhobenen Steuern entlohnt wird, sie widerspricht somit dem von Jesus und den Aposteln eingeführten System der Freiwilligkeit zufolge von Liebe, indem der Belehrte den Belehrenden an seinen guten Dingen Anteil haben lässt! Dasselbe taten die Versammlungen des Paulus gegenüber den „Ebioniten“, „den Armen“ Jerusalems und Judäas, als jene durch eine Hungersnot in Bedrängnis kamen.

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:5-8 ***

Gewiß ist sie ein Mittel zu großem Gewinn, [diese] Gottergebenheit zusammen mit Selbstgenügsamkeit. 7 Denn wir haben nichts in die Welt hineingebracht, und wir können auch nichts mit hinaustragen. 8 Wenn wir also Lebensunterhalt und Bedeckung haben, werden wir mit diesen Dingen zufrieden sein.

 

Da Vorsteher mit Nahrung, Obdach und Bekleidung ebenso wie ihre Schafe zufrieden sein mussten, so wurde dem Materialismus von Beginn an entgegengewirkt! Das Physische stand im Hintergrund, das Geistige wurde in den Vordergrund gerückt!

 

Der „neue Bund“ mit Christus und den Aposteln verspricht künftigen Lohn!

Während die aus der Katholischen Kirche abgespaltenen Religionen das Hierarchiesystem ihrer Mutterkirche kopierten und ihre Bischöfe im Rang den Aposteln gleichstehende oder gar darüber gesetzte Vorsteher wie den Papst kennen, so hatte Jesus solches Begehren von Anfang an unterbunden! Keiner der Apostel sollte sich über die anderen Erhöhen! Ihre Stellung dagegen war deutlich über die der Versammlungsvorsteher erhöht und deren Abgesandte hatten von den Aposteln her Autorität, die es zu achten galt!

 

Die Kirchen strotzen von unredlich aufgehäuftem ReichtumGottergebenheit durfte kein Mittel zu materiellem Gewinn sein, wie die von Reichtum strotzenden christlichen Kirchen dies in ihren höchsten Kreisen zu ihrer Schande zeigen!

 

Erst im Endgericht würde bestimmt, wer sich als würdig erwiesen hätte, um im künftigen System, in der „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ (Eph 1:10) als Priesterkönige mit Jesus für tausend Jahre zu regieren (Off 20:6).

 

Die Heiligsprechungen des Papstes, wie auch die Ernennung zu Bischöfen und Kardinälen kann mit dem „neuen Bund“ somit nicht begründet werden! (Mat 23:11, 12) Zudem geht die Lehre von himmlischer Auferstehung der Heiligen auf Hymenäus zurück, den Paulus wegen dieser abartigen Lehre unmittelbarer Auferstehung nach dem Tod aus der Versammlung geworfen hatte! (1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2:16-19)

 

Erst mit Jesu Wiederkehr zur Erde und nach dem Abschluss des Systems, bei und nach der Aufrichtung der künftigen Verwaltung wird jeder den ihm gebührenden Lohn durch Christus erhalten, die er hierzu auserwählt hat!

 

Gal 3:23-29:  Inwiefern ist das GESETZ unser Zuchtmeister, Führer oder Erzieher?

 

Gal 3:23-25:  Das GESETZ führt uns zu Christus: Der Glaube befreit vom „Fluch des GESETZES“ als Zuchtmeister!

Da Jesus nicht kam, um das GESETZ oder die PROPHETEN abzuschaffen, sondern zeigte wie man diese vollständig erfüllt, ist er uns dadurch herausragendes Beispiel in vollkommener Gottergebenheit! Jesus ist somit nicht das „Ende des GESETZES“, wie einige Übersetzer im Widerspruch zu den Aussagen des Paulus behaupten, sondern „Ziel (oder höchste Erfüllung) des GESETZES“. Das sind zwei sich diametral gegenüberstehende Erklärungen! Nur eine kann richtig sein! (Rö 10:4)

 

In Zucht genommen wird vom GESETZ nur der, welcher dessen Bestimmungen übertritt! Das GESETZ ist somit einerseits Lehrer, um aufzuzeigen, was in Gottes Augen unrein ist, das es zu meiden gilt und andererseits ein Zuchtmeister für all jene, die nicht darauf hören und daher die Gebote übertreten! Erst mit dem aufkeimenden Abfall, noch während der Zeit der Apostel, da kamen durch „falsche Apostel“ und „falsche Lehrer“ „veränderte gute Botschaften“ auf, welche die Gebote Gottes erneut im Sinne der Pharisäer durch menschliche Überlieferungen ersetzten. Die Kirchenväter verankerten schon ab dem 2.Jahrhundert solche Lehren und betitelten sie als „apostolisch“! Wir aber sind verpflichtet selbst zu prüfen und als Richter in eigener Sache nicht den „blinden Leitern“ nachzufolgen!

 

Wer unter Fluch steht muss an einem Stamm gehängt werden: Jesus starb an unserer stattJehova verkündete in Moab durch Moses, noch kurz vor dessen Tod und bevor Israel in das gelobte Land eintrat, dass jeder der eines der Gebote übertreten würde unter einen Fluch zu stehen komme! Dieser Fluch war somit der Zuchtmeister, der Übertreter überführte und unter Anklage stellte! Erst künftiges Gericht würde in vielen Fällen die Strafe vollziehen! Jesu Tod und vergossenes Blut aber ermöglichte eine vollkommene Reinigung von früheren Sünden und Paulus erklärt, dass mit der Taufe die „gegen uns lautenden handschriftliche Urkunde“, was dem „Fluch des GESETZES“ entspricht, „an den Stamm“ geheftet wird, wo doch Jesus an unserer Stelle starb: „Zur Vergebung der Sünden“. Beim Abendmahl erklärte Jesus diesen Zusammenhang:Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: ‚Trinkt daraus, ihr alle; denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird.‘ (Mat 26:27, 28) 

 

*** Rbi8  Kolosser 2:13-14 ***

Er hat uns alle unsere Verfehlungen verziehen 14 und die gegen uns [lautende] handschriftliche Urkunde, die aus Verordnungen [[(Gerichtsurteilen; dem Fluch (vergl Sach 5:1-5))]] bestand und gegen uns war, ausgelöscht; und ER hat sie aus dem Weg geräumt, indem sie an den Marterpfahl [[(Pfahl)]] genagelt wurde.

 

Da wir gegenüber der Sünde, somit gegenüber Gesetzesübertretung sinnbildlich beim Untertauchen der Taufe „sterben“ und da der „Fluch“ dadurch gelöscht wird, dass er als Urkunde für Jesu sterben „an den Stamm genagelt“ wurde, so kommen wir gegenüber dem „GESETZ des Geistes“ sinnbildlich zum Leben und sind dadurch eine reine, eine „neue Schöpfung“. 

 

Der Glaube folgt auf die Belehrung, dieser Glaube in Jesu Loskaufsopfer, seine ihm von Jehova übertragende Regierungsgewalt, sowohl unsere Anerkennung als „König der Könige“ als auch als Hoherpriester, dies alles zusammen bringt uns aus innerer Überzeugung zur Glaubenstaufe, wo wir selbst in ein Bundesverhältnis eintreten und damit Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ werden.  Dies ist mit keiner Religion identisch, sondern steht weit darüber! Religionen sind menschliche Erfindungen wie auch die Abspaltung in unterschiedliche Nationen, die beide endgültig in Harmagedon vergehen werden, wenn „jede Macht und Autorität zunichte gemacht wird“ (1.Kor 15:24).

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

Die Belehrung über das göttliche GESETZ und die Konsequenz von Gesetzesübertretung zufolge des Fluches als Zuchtmeister führt uns somit hin zu Christus und zu einer Befreiung der auf uns lastenden Todesstrafe, die er für uns trug! Der Glaube nun führt uns andererseits dazu all das zu halten, was uns Jesus geboten hat, alles, was vom bisherigen „Zuchtmeister“ befreit!

 

Gal 3:26-29:  Wir müssen den Christus anziehen, seine Persönlichkeit annehmen

Wenn das GESETZ uns zur Leuchte für den eingeengten Weg wird, damit wir ihn deutlich erkennen und nicht davon nach links noch nach rechts abweichen, so werden wir das wahre Leben finden, das erst mit Aufrichtung von Gottes Königreich Wirklichkeit wird!

 

*** Rbi8  Sprüche 6:23 ***

Denn das Gebot ist eine Leuchte, und das Gesetz ist ein Licht, und die Zurechtweisungen der Zucht sind der Weg des Lebens ...

 

Dazu aber müssen wir dieselbe Persönlichkeit die der Christus gezeigt hat anziehen, indem wir unsere frühere Persönlichkeit ablegen, die durch die „Begierden des Fleisches“ geprägt ist! Liebe bedeutet die vollkommene Erfüllung des GESETZES! Dadurch werden wir erst zu wahren „Söhnen Gottes“, weil uns der Vater dadurch am Gerichtstag als legitime Kinder anerkennt, während er all jene, die seine Gebote übertreten als illegitim ablehnt, aus einer abtrünnigen Hure geboren, die sich anderen Göttern hingegeben hat, die Gottes Worte missachten. Wer den Christus anzieht zeigt den Glauben Abrahams und ist wahrer Same durch Isaak!

Kapitel 4:  Warnung vor „schwachen und unsinnigen“ Geboten von Menschen

 

Gal 4:1-7:  Was ist der Unterschied zwischen unmündigen Erben und Sklaven?

 

Gal 4:1-5:  Als Unmündiger stehen wir unter einem Verwalter, einem Beauftragten!

Jesus ist der vom Vater vorherbestimmte Erbe der ganzen Erde, der jedem den verdienten Anteil am Erbe geben wird! Wenn wir den Willen des Vaters ebenso tun wie dies Jesus getan hat, so wird er uns als „Brüder und als Schwestern“ anerkennen. Erst die Erkenntnis der Wahrheit würde uns von der „Sklaverei der Sünde“ befreien! Sünde aber wird erst durch das GESETZ definiert! Bis zur genauen Erkenntnis der Wahrheit bei der Taufe waren wir den „elementaren Dingen, die zur Welt gehören, beständig versklavt“. Diese Sklaverei wird durch die drei Machtkomplexe die Satan kontrolliert, die Religionen, die Politik und die Wirtschaft nur verstärkt, da sie unsere fleischlichen Bedürfnisse anregen und befriedigen! Religion lullt uns in eine scheinbare Sicherheit, die sich spätestens bei der Vernichtung „Babylons der Grossen“ als Illusion erweist, die durch ihre mystischen Bräuche niemanden vom Gericht befreit!

 

Religion Gimpelfang und Geschäft?
 

Wir müssen von Unmündigkeit hin zum selbst entscheidenden Erwachsenen voranschreiten. Bis dahin stehen wir unter einem Beauftragten oder Verwalter! (1.Kor 3:1-4)

 

Erst am Gerichtstag entscheidet Gott wen er als „Sohn und als Tochter“ anerkennt. Wenn zudem jene Verwalter Jesus treu ergeben waren, ihm wie Sklaven dienten und ihr Verwalteramt redlich erfüllten kommt ein ewiges Verwalteramt. Erst dort spricht er zu „Lo-Ammi“, zu den wahren Christen in der „grossen Volksmenge“: „Du bist mein Volk“ (Jes 43:6; Hos 2:23).

 

Gal 4:6-7:  Der Geist in unserem Herzen ruft: „Abba, Vater“. Als Söhne sind wir Miterben mit Jesus

Jesus lehrte uns, Jehova als wahren Vater so anzusprechen und keinen Menschen auf der Erde den Titel „Vater“ zuzubilligen! (Mat 23:9) „Vater unser, der du bist im Himmel“, Sein Name muss geheiligt werden und ein „heiliger Vater“ auf der Erde ist nur eine menschliche Entstellung der Wirklichkeit! Wenn wir nun Christus angezogen haben, so führt er uns hin zum Vater, als einziger Mittler und der Vater wird uns anerkennen, weil wir Glauben in den Sohn ausübten und den Weg gingen, den uns Jesus gezeigt hat!

 

Gal 4:8-20:  Die schwachen und armseligen Dinge, welche die „Götter“ von uns fordern

 

Gal 4:8-11:  Bis zur Taufe waren wir Sklaven der „Götter“: Nicht wieder zu den elementaren Dingen des Heidenkultes zurückkehren!

Gelehrung, Erkenntnis und Unterscheidungsvermögen beim MenschenWährend die Ebioniten, die am Fleische am 8.Tag beschnittenen Juden von Kindheit an im GESETZ und den „elementare Dinge der heiligen Aussprüche Gottes“ unterrichtet worden waren (Heb 5:11-14), sind es die „Paulikaner“, unbeschnittene Christen aus den Heiden, die dies durch Belehrung seitens Dritter erst lernen müssen und dann den freiwilligen Entscheid zur Glaubenstaufe treffen!

 

 Paulus warnt nun davor, erneut zu den „schwachen und armseligen elementaren Dingen dieses Systems“ zurückzukehren, die mit unseren früheren Begierden in Verbindung stehen und die durch das von Satan kontrollierte System gefördert werden. Tage, die im Zusammenhang mit Götzenverehrung stehen, wie der Sonntag, bestimmte Tage, welche den Helden des Landes oder so genannten „Heiligen“ gewidmet sind sollen nun erneut wiederum eingehalten werden? Feste wie Geburtstage oder Gedenktage für Mütter, Väter, Landesherren, Fahnen, Gründungstagen von Städten, Nationen usw. dienen mehr der Geschäftemacherei, wie wahrer Freude und versklaven uns diesem gottentfremdeten System! Die von Gott bestimmten Sabbate, Neumonde und Festzeiten haben die Christen des ersten Jahrhunderts beachtet und wuchsen dadurch zu einer wahren Bruderschaft zusammen! Das wollen wir erneut tun, weil es das vierte der zehn Gebote betrifft!

 

Gal 4:12-20:  Deutliche Warnung vor jenen, die uns von Paulus und seinem tiefen Verständnis auszuschliessen versuchen

Einige christliche Religionen betrachten Paulus nicht als den zwölften Apostel, der an der Stelle des Judas Iskariot steht, sondern betrachten den von den Aposteln etwas voreilig erwählten Mathias als den Zwölfen zugehörig. Sie vergessen dabei, dass nur Jesus seine eigenen Abgesandten bestimmen konnte! Da Christus auferweckt wurde und lebt konnte niemand eine Wahl mittels Los vornehmen, die nur ihm zu treffen zusteht!

 

Paulus selbst bezeichnet sich als Apostel Jesu, von Gott her ernannt! Sein Werk und die Wunder die er wirkte bestätigen diese Wahl! Er erhielt viele der grundlegenden Visionen, welche die kommende Verwaltung in deutlichem Licht darstellen, die keiner der übrigen Apostel zu erkennen vermochte. Viele abgefallene Christen aber machten ihm schon damals sein Amt streitig und „falsche Apostel“ haben sich bereits in der Versammlung Korinth hervorgetan! Da jene eine Hierarchie aus eigenen Gnaden aufzurichten versuchten nahmen sie das kommende Königreich vorweg, um dessen Kommen wir nach wie vor bitten! „Sie bemühen sich eifrig um euch, nicht auf vortreffliche Weise, sondern sie wollen euch ausschließen [von mir], damit ihr euch eifrig um sie bemüht.“ Paulus warnte vor dieser Form religiöser Versklavung, der er „auch nicht für eine Stunde“ nachzugeben empfiehlt!

 

Gal 4:21-30:  Das GESETZ umfasst alle fünf Bücher Mose!

 

Was ist unter dem Begriff „GESETZ“ wirklich zu verstehen?

Der biblische Begriff „GESETZ“ hat vielerlei Bedeutungen und umfasst zumindest sieben unterschiedliche Arten von Gesetzen die Paulus im Brief an die Römer erwähnt! Dabei gilt es klar zu unterscheiden, ob ein bestimmtes Gesetz oder Gebot im Einklang mit Gottes geäussertem Willen steht oder diesem entgegengerichtet ist! Die „Gesetze der Nationen“ und die Kirchengesetze sind menschliche „Überlieferungen der Vorväter“ und können für einen Christen niemals gültig und verpflichtend sein, wenn sie Gottes oder Christi Gebot widersprechen oder Dinge verlangen oder zulassen, die Gott in seinem GESETZ verabscheut!

 

Segen und Fluch MosePetrus erklärte vor dem Sanhedrin: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“ (Apg 5:29-32) Wo immer wir ein solches abweichendes Gebot anerkennen machen wir den Gesetzgeber und dessen ausführende Organe zu „Göttern“, anerkennen sie als über Gott stehend und unser Gehorsam entspricht Götzendienst, ja Anbetung anderer Götter! Dies geht deutlich hervor im Gebot weder dem „wilden Tier“ (UNO = Politik) noch seinem „Bild“ (World Council of Religious Leaders = Religionen) Anbetung (Unterwerfung) zu gewähren! (Off 13:7, 8, 11-13; 14:11, 12; 19:20, 21)

 

Die Worte die Gott durch Moses an Israel richtete, „Seht, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: den Segen, sofern ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, die ich euch heute gebiete, gehorchen werdet; und den Fluch, wenn ihr den Geboten Jehovas, eures Gottes, nicht gehorchen werdet und ihr tatsächlich von dem Weg abweicht, den ich euch heute gebiete, so daß ihr anderen Göttern nachgeht, die ihr nicht gekannt habt.“ (5.Mo 11:26-28)

 

Wenn diese GESETZE nicht weiter gültig wären und Gesetzesübertretung nicht weiterhin einen Fluch nach sich ziehen würde, wie könnten wir dann durch Christus vom Fluch befreit werden? Dann wäre Jesus ja zwecklos gestorben, weil gar kein Loskauf notwendig wäre! Christen sind am Herzen beschnittene Israeliten, dem Geiste nach wahre Juden! (Rö 2:25-29)

 

Gal 4:21-26:  Das symbolische Drama um Hagar und Sara

Paulus vergleicht die zwei Ehebündnisse Abrahams, das eine mit Sara, der Freien und das andere mit der Sklavin Hagar mit einem symbolischen Drama. Hagar und ihr Sohn Ismael, dem „nach dem Fleische Geborenen“ richteten sich in ihrer Überheblichkeit gegen Sara und Isaak, der gemäss einer Verheissung erwählt wurden und den Sara aus Unfruchtbarkeit heraus durch Gottes Willen und Vorhersage geboren hatte! Die zur Freiheit berufenen geistigen Nachkommen oder Samen Abrahams durch Isaak zeigten sich durch Jesus, den Christus, „den (einen) verheissenen Samen“ Abrahams! Alle die ihm gehorchen sind Same gleich Isaak.

 

So wie Hagar und Ismael gegen den verheissenen Samen Isaak spottlachten (1.Mo 21:8, 9), so verwarfen die Juden später den wahren Samen Jesu und lachen bis heute über jene, die ihn als den Messias verehren. Sie wurden in jener Generation die Jesus tötete daher von Gott verworfen, symbolisch vom fruchtbaren Olivenbaum abgetrennt.  Die Frau“, von der Paulus spricht, welche die unfruchtbare Sara darstellt wird in der vorherbestimmten „Zeit des Endes“ ihre geistgezeugten Söhne hervorbringen! Jesus, „der Same Abrahams“ wird viele „Söhne“ sein Eigen nennen, beginnend mit „dem Kleinen“, den zwölf Aposteln in der Frühauferstehung.

 

Die Nachkommen „Ephraims“, des Zweitgeborenen Josephs in Ägypten, welche die Christen darstellen, sie werden am Gerichtstag der Endzeit die Mehrheit bilden, während der Erstgeborene „Manasse“ die fleischlichen Juden bis Jesu Tod und dann die „Ebioniten“ darstellen und in der Minderheit sind! Sie beide gemeinsam bilden nach ihrer Auserwählung sinnbildlich die „Söhne der Freien“, die Kinder unserer geistigen Mutter, des „Jerusalem droben“.

 

Gal 4:27-31:  Die zahlreichen geistigen Söhne der unfruchtbaren Sara kommen ans Licht!

Die „neue Nation“ wird gleichsam an „einem Tag geboren“, indem die Apostel in der Frühauferstehung zu Beginn des „Tages des Herrn“ auferweckt werden. „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation. Ich selbst, Jehova, werde es beschleunigen zu seiner eigenen Zeit.“ (Jes 60:22) Paulus zitiert die Worte Jehovas durch Jesaja: „Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die nicht gebiert; brich hervor, und rufe laut, die du keine Geburtsschmerzen hast; denn die Kinder der Einsamen [[(Sara)]] sind zahlreicher als [die] von der, die den Mann hat [[(Hagar)]].“ (Gal 4:27 vergl. Jes 54:1)

 

Israel“ hatte Jehova sinnbildlich als Ehemann, obwohl es ihm schon seit Beginn ungetreu war! „Lo-Ammi“ aber, das dritte uneheliche Kind, ein letzter Sohn der hurerischen Mutter „Gomer“, des Stammes Levi an der Stelle der Erstgeborenen Israels, die von Jehova wegen ihrer Untreue und Ermordung Jesu verworfen wurde und die er in die „Wildnis“ wegsandte, wie Abraham Sara, diesen unehelichen Sohn, die Namenchristenheit hat Jehova bisher nicht als „mein Volk“ anerkannt!

 

*** Rbi8  Hosea 1:8-9 ***

Und sie [[(Gomer)]] entwöhnte Lo-Ruhama nach und nach, und sie wurde dann schwanger und gebar einen Sohn. 9 Da sprach ER: „Nenne seinen Namen Lo-Ammi, denn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen.

 

Die wahren Christen sind ja im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ und Jesus herrscht über sie als König! (Phi 3:11, 20, 21) Erst zum Abschluss, nach der Reinigung am Gerichtstag [B2] und Trennung der „Schafe von den Böcken“, wenn er schlussendlich dem Vater das gereinigte Königreich übergibt [Bb1; e1], dann erst anerkennt der Vater „Lo-Ammi“ als seine Söhne und mit dem „Israel Gottes“, den 144.000 Priesterkönigen des „Israel Gottes“ schliesst er den eheähnlichen „neuen Bund“. „Deshalb, Brüder, sind wir nicht Kinder einer Magd, sondern der Freien.“ Wir sind damit Miterben mit Jesus am kommenden Königreich der Himmel!

 

Das Drama Hagar/Sara
 

Kapitel 5:  Das GESETZ ist wider die „Früchte des Fleisches“ gerichtet; gegen die „Frucht des Geistes“ gibt es kein GESETZ

 

Gal 5:1-6:  Jedes andere Gesetz als das des Christus bedeutet erneut Sklaverei

 

Gal 5:1:  Die Freiheit, die zum „vollkommenen GESETZ“, dem des Christus gehört und das Joch der Sklaverei der Religionen

Paulus weist auf den Umstand hin, dass Christen zur Freiheit berufen wurden und sich nicht erneut in das „Joch der Sklaverei“ einbinden lassen sollen! Jene Männer, welche eine „veränderte gute Botschaft“ brachten und erneut die Beschneidung lehrten suchten Anhänger für Sektarismus. Paulus fordert Christen auf fest zu stehen und keinerlei abweichenden Lehren von grossen und kleinen Sekten zu folgen, um dadurch irgend einem religiösen „Haupt“ zu dienen, statt dem Christus! Auf unseren grossen Lehrer sollen wir hören und seine Gebote gilt es auszuführen! Seine Worte wurden uns durch die Apostel und Jünger des ersten Jahrhunderts in schriftlicher Form überliefert! Paulus zeigt in seinen Schreiben „die feste Ordnung“ innerhalb der Versammlungen auf, von der nicht abgewichen werden soll. Jenen Ohrenbläsern die uns erneut zu versklaven suchen sollte auch “nicht für eine Stunde“ nachgegeben werden!

 

Der Sohn hat uns frei gemacht, indem er uns von „Fluch“, dem Todesurteil zufolge früherer Sünden erlöste und wenn wir auf ihn hören verbleiben wir in der „herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“!

 

Gal 5:2-6:  Gesetzeswerke, wie die fleischliche Beschneidung für Paulikaner: Sie trennen uns von dem Christus, weil dadurch fehlender Glaube in die „unverdiente Güte“ gezeigt wird

Die unterschiedlichen Lehren heutiger christlicher Religionen dienen demselben Zweck wie damals: Uns von der neu erlangten Freiheit abzubringen, die jede Versammlung für sich hatte. Statt auf Paulus und damit auf Christus zu hören sollten damals die Versammlungen wiederum Jerusalem und den Pharisäerchristen untertan gemacht werden! Die Pharisäer aus den Juden hatten schon Christus immer wieder belauscht und Abgeordnete gesandt, um ihn zu fangen und einer Sünde zu überführen, selbst da, wo es ausschliesslich um ihre abwegigen Überlieferungen ihrer Vorväter ging, die ihrerseits das GESETZ ungültig machten! Ihre Vorliebe galt der Arbeit am Sabbat, wo es ihnen deutlich an Unterscheidungsvermögen mangelte und Akte der Nächstenliebe wie Jesu Heilungen als „Arbeit“ einstuften.

 

Vorsicht SektenJede Form Religion und Sektarismus bezweckt Anhänger zu schaffen! Alle die sich dagegen zur Wehr setzen, weil sie den wahren Sinn der Versammlung verstanden haben ziehen sich den Hass jener zu, die Rettung seitens starker, zentral geführter Organisationen erhoffen! Sie sind nicht selbst in der Lage Gottes Worte in die Tat umzusetzen, sondern brauchen ständig eine führende Hand, ein Gängelband über sich!

 

*** Rbi8  Lukas 6:22-23 ***

Glücklich seid ihr, wann immer die Menschen euch hassen und wann immer sie euch ausschließen und euch schmähen und euren Namen als böse verwerfen um des Menschensohnes willen. 23 Freut euch an jenem Tag, und hüpft; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel, denn ebenso pflegten ihre Vorväter den Propheten zu tun.

 

Wer auf Gott hört und Jesu Worte ernst nimmt, der hört auch auf seine Apostel und führt das aus, was jene den Versammlungen empfohlen haben. Wer aber eine „andersartige gute Botschaft“ als „falscher Apostel“ verbreiten kann seine Autorität nur mittels Gewalt aufrecht erhalten gegen jene, die den Irrtum und die Lüge offenzulegen versuchen! Das war stets die Aufgabe von Propheten! Darum nennt Paulus die höchste aller Geistesgaben auch für jeden Christen das Prophezeien!

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:1 ***

Jagt der Liebe nach, doch strebt eifrig und beständig nach den geistigen Gaben, vor allem aber, daß ihr prophezeien könnt.

 

Die von Blut der Heiligen trunkene "Babylon die Grosse"Die Katholische Kirche folgt demselben Pfad der Pharisäer und die aus ihr entstandenen Tochterkirchen versuchen ebenso durch ihre streng hierarchische Verwaltungsstruktur ihre Anhänger in Abhängigkeit zu halten, um sich an ihnen zu bereichern! Die Offenbarung zeigt die wahre Charakteristik jener Kirchen:

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:4-6 ***

Und die Frau war in Purpur und Scharlach gehüllt und war mit Gold und kostbaren Steinen und Perlen geschmückt und hatte in ihrer Hand einen goldenen Becher, der voll von abscheulichen Dingen und den Unreinheiten ihrer Hurerei war. 5 Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, ein Geheimnis: „Babylon die Große, die Mutter der Huren und der abscheulichen Dinge der Erde.“ 6 Und ich sah, daß die Frau trunken war vom Blut der Heiligen und vom Blut der Zeugen Jesu.

 

Wer erneut auf Gesetzeswerke drängt, wie eben die Beschneidung, was vergleichbar mit den so genannten „heiligen Sakramenten“ der Kirchen ist, der ist von der „unverdienten Güte“ abgefallen und wird dadurch vom Christus losgetrennt, weil er ja eben einem anderen „Haupt“ nachfolgt, das aufgrund gewisser Handlungen Rettung verspricht! Diese von der Kirche erfundenen Sakramente, wie Kindstaufe, Firmung, Ohrenbeichte, Ehegelöbnis und Sterbesakramente sind angeblich nur Priester in der Lage zu verleihen. Schade, dass die Schrift nichts von solchen Sakramenten weiss und den ersten Christen dies erspart blieb! Glaube, der durch Liebe wirksam ist wird von uns gefordert, der zeigt sich auch ohne hierarchische Struktur anhand unserer Liebeswerke, die im Einklang mit Christus gewirkt werden, so wie Jesus die Werke seines Vaters tat. „Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ (Mat 5:16)

 

Gal 5:7-15:  Wer hindert uns daran der Wahrheit zu gehorchen?

 

Gal 5:7-12:  Welche Art von Sauerteig durchsäuert die ganze Masse?

SauerteigJesus hatte bereits eindringlich vor religiösem Sauerteig gewarnt: Irgendwelcher Art falscher Lehren die der Wahrheit des in schriftlicher Form aufgezeichneten Wortes Gottes widerspricht! Satan, „der Vater der Lüge“, der bereits in Eden gewisse Aussagen Gottes in Zweifel zog ist der Wegbereiter jeder Form von Sektarismus! Er wollte die Unterwerfung des ersten Menschenpaares, indem sie eher auf ihn als auf Gott hörten! Sein Versprechen ewigen Lebens, trotz Zuwiderhandlung gegen Gottes Gebot, dies wird durch christliche Kirchen im wortverwandten Versprechen der „unsterblichen Seele“ weiterhin gelehrt! „Die Seele, die sündigt, -- sie selbst wird sterben“ sagt Jehova dagegen deutlich in Hesekiel Kapitel 18, Vers 4!

 

Paulus warnt vor denen, die uns hindern wollen unverfälschter Wahrheit zu gehorchen, um dadurch irgend einer „offiziellen Wahrheit“ einer Kirche mehr Gehör zu schenken! „Ein wenig Sauerteig durchsäuert die ganze Masse“, ein wenig Lüge unter Wahrheit vermischt entspricht einer „veränderten guten Botschaft“, für Paulus, für Christus und für Gott unannehmbar! Wie Sauerteig die Masse aufbläst, so auch die Lüge, die ständig nach weiteren Lügen schreit!

 

Gal 5:13-15:  Die Freiheit dazu nutzen einander in Liebe wie Sklaven zu dienen

Die Freiheit die Christen haben darf nicht missbraucht werden. Die deutlich markierten Grenzen des „eingeengten Weges der zum Leben führt“ sind nicht zu verlassen, das GESETZ Gottes gilt ewig und ist in einem Wort erfüllt: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mat 19:19) Die „Werke des Fleisches“ dagegen führen uns zur Selbstliebe. Wir dagegen haben diese Art der Persönlichkeit, die unserem früheren Lebenswandel unter den Nationen entsprach abgestreift, um die Persönlichkeit des Christus anzuziehen!

 

Gal 5:16-21:  Wandel durch das „GESETZ des Geistes“ bringt die „Früchte des Geistes“ hervor!

 

Gal 5:16-18:  Gegen die „Früchte des Geistes“ gibt es kein GESETZ, sehr wohl aber weiterhin gegen die „Früchte des Fleisches“!

Wenn wir in Gemeinschaft mit Christus verbleiben gibt es „keine Verurteilung“! Jesus hatte erklärt, dass jeder, der in seinem Wort bleibt uns sein Gebot hält ebenso auch in der Liebe des Vaters verbleibt! Paulus hebt das „GESETZ des Geistes“ hervor, dem wir uns in der Taufe unterordneten. Was er ausgiebig im Brief an die Römer zuvor schon diesbezüglich erklärt hatte setzt er als fest verankerte Lehre im Brief an die Galater voraus, wo er nur Ansatzweise erneut auf jene Dinge hinweist! Im Römerbrief dagegen zeigt er die unterschiedlichen Gesetze auf, all jene, die Satans System charakterisieren und stellt ihnen die anderen entgegen, die mit Gott, seinem Willen und dem GESETZ Jehovas durch Mose im Einklang stehen! Wandelt beständig durch [den] Geist, und ihr werdet [die] Begierde des Fleisches überhaupt nicht vollbringen“, verkündet Paulus! Jedes Wort aus Gottes Mund ist „heiliger Geist“!

 

Gal 5:16-18:  Die vom GESETZ verurteilten „Werke des Fleisches

Paulus zeigt die Liste der „Werke des Fleisches“, wie sie sich in ihren Auswirkungen zeigen! Jede einzelne Handlung ist gegen eines oder gar gleichzeitig mehrere der göttlichen GESETZE gerichtet und wer sie tut wird daher am Gerichtstag mit Verurteilung enden! Paulus fordert uns auf sie überhaupt nicht hervorzubringen! Dazu aber ist Kenntnis und Verständnis dessen notwendig, was Gott verurteilt und als unrein bezeichnet! Wer solches versteht und es lässt, dem wird Barmherzigkeit gezeigt, weil Barmherzigkeit im Gericht den Sieg erringt!

 

Wer dagegen „... Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge“ treibt, der wird bestimmt nicht verschont werden: „... die, die solche Dinge treiben, werden Gottes Königreich nicht erben“ warnt Paulus.

 

Gal 5:22-24:  Wir sollen die „Früchte des Geistes“ hervorbringen!

Hinter jedem GESETZ das etwas verbietet steht ein göttliches Prinzip, das Gegenteil dessen, was verurteilt wird, das erst wirklich durch Jesus in den Vordergrund gerückt wurde und das Paulus deutlich verteidigt und deren Hintergrund weiter erklärt: „Liebe, Freude, Frieden, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Glauben, Milde, Selbstbeherrschung.

 

Frucht des GeistesDass jeder, welcher diese Dinge beständig sucht und vollbringt nicht verurteilt wird leuchtet jedem ein!  Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz [[GESETZ]]“ und damit auch keine Verurteilung!

 

Paulus zeigt im Brief an Timotheus mit aller Deutlichkeit, was er im Römerbrief bereits klar machte, dass Christen unter den Nationen „das GESETZ aufrichten“, es „öffentlich bekannt machen“ (Rö 3:31):

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Die Verkündigung der guten Botschaft schliesst das Lehren der GESETZE Gottes somit ein, damit jene die sich dagegen vergehen bereuen können und umkehren und ebenso Barmherzigkeit empfangen mögen! Abwenden von Schlechtem setzt voraus, dass jeder erkennt, was in Gottes Augen schlecht ist! Das GESETZ muss zudem „gesetzmässig“ gehandhabt werden! Die Pharisäer und Schriftgelehrten und die Oberpriester im Sanhedrin verurteilten Jesus, indem sie das GESETZ falsch anwendeten, dessen Sinn pervertierten!

 

Gal 5:25-26:  Durch den Geist der Liebe ordentlich wandeln

Erst wenn wir Gottes Geist wirklich verstanden haben, der uns zur Liebe hinführt, dann verstehen wir auch die Härte, die das GESETZ gegen all jene anwenden wird, die diesem Geist zuwiderhandeln!

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:25-29 ***

Dennoch, haltet an dem fest, was ihr habt, bis ich komme. 26 Und dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben, 27 und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, so daß sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden, ebenso wie ich von meinem Vater empfangen habe, 28 und ich will ihm den Morgenstern geben. 29 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Die „Früchte des Fleisches“ rauben uns die Gerechtigkeit und damit den Frieden. Die „Früchte des Geistes“ dagegen richten Gerechtigkeit und Frieden auf! Das kommende Paradies wird nur dadurch möglich, dass wir durch selbstlose Liebe handeln, statt uns selbst in den Vordergrund zu stellen geben wir anderen Wichtigkeit! „Wenn wir durch [den] Geist leben, laßt uns auch weiterhin durch [den] Geist ordentlich wandeln. Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir miteinander wetteifern und einander beneiden.

Kapitel 6:  Durch das „GESETZ des Geistes“ sich als neue Schöpfung erweisen

 

Gal 6:1-6:  Das „GESETZ des Christus“ erfüllen, indem wir einander die Bürde tragen

Viele Christen verwechseln Nächstenliebe mit Geschäft! Fast jede Handlung hat bei ihnen ihren Preis. Das System in dem wir leben hat dies so bestimmt, damit der Staat auf jede Leistung eine Steuer erheben kann. Geld das verdient werden muss, um zu überleben muss nun zudem mit der Obrigkeit geteilt werden, die ein ständig wachsendes Heer von Beamten benötigt, um eine Flut kleinlichster Regeln zu überwachen. Jesus durchbrach jenes System, das die Römer bereits damals in Israel aufgebaut hatten. Steuereinnehmer galten zur niedrigsten Klasse zu gehöre, waren vom Volk verachtet!

 

*** Rbi8  Matthäus 18:17 ***

Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung. Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Steuereinnehmer müssen auf den Cäsar hören, haben auf ihn den Eid abgelegt, sie werden nicht auf Christus achten! So sind Sünder, welche durch die Versammlung öffentlich zurechtgewiesen werden müssen und dennoch nicht zu hören bereit sind! Sie sind der Sünde versklavt, so wie Politik, Wirtschaft und Religion gemeinsam nicht von Habsucht lassen kann!

 

Woran höngt dein Herz?Matthäus verliess seinen Platz bei der Steuerbehörde und begann Jesus nachzufolgen, der zu seinen Jüngern sagte: „Kostenfrei habt ihr erhalten, kostenfrei gebt!“. Jesus führte ein revolutionäres System ein, als er seinen Aposteln zudem empfahl: „Verkauft die Dinge die euch gehören“ und schockierte damit bestimmt sehr viele um ihn herum. Er aber sprach vorab zu seiner „kleinen Herde“, der „Braut“, den Aposteln als Muster auch für uns!

 

*** Rbi8  Lukas 12:32-34 ***

Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben. 33 Verkauft die Dinge, die euch gehören, und gebt Gaben der Barmherzigkeit. Macht euch Geldbeutel, die sich nicht abnutzen, einen unerschöpflichen Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte verzehrt. 34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.

 

Statt dem System zu folgen, das auf Habsucht aufbaut lehrte Jesus ein anderes Konzept, das auf aktiver Nächstenliebe fusst! Es musste als Vorbild an oberster Stelle verwirklicht werden, bei den Aposteln, indem sie Jesus nachahmten, der als Erbe des Ziehvaters Joseph ein Unternehmen als Zimmermann übernehmen konnte. Offensichtlich aber hatte er darauf verzichtet, um sein Werk des Predigen, Belehren und des Heilen vollkommen auszuführen! Eigenes Vermögen der Apostel würde Hinderungsgrund sein Jesus wirklich nachzufolgen und aus Liebe zum Nächsten alle Handlungen vollbringen!

 

*** Rbi8  Matthäus 13:44 ***

Das Königreich der Himmel ist einem im Feld verborgenen Schatz gleich, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenes Feld.

 

Das „GESETZ des Christus“ ist in einem Wort zusammengefasst: Aktive Liebe zu zeigen! Den anderen die Last zu tragen helfen und mit ihnen zu teilen! Dadurch wächst unsere geistige Befähigung, weil wir dem Guten für unseren Nächsten nachstreben, statt dem Eigensinn nachzugeben!

 

Gal 6:1-5:  Die Befähigten müssen jene auf den geraden Weg zurückführen, die einen Fehltritt tun

Paulus spricht von „geistig Befähigten“, welche die Pflicht haben jemanden der einen Fehltritt tut „im Geist der Milde“ zurechtzubringen! Nachdem er die „Früchte des Fleisches“ aufgezählt hatte, die zu vermeiden sind, weil sie uns verleiten den geraden Weg  zu verlassen, so sind es nun die „Früchte des Geistes“, die wir hervorbringen müssen, die unsere Befähigung als Christ unter Beweis stellen! Wir lernen anhand von Gottes Geboten deutlich zu unterscheiden, was in Gottes Augen recht ist und was er verabscheut! Jeder Christ muss zum Vollreifen, zum erwachsenen Menschen, zur Statur des Christus voranschreiten. Alles dient unter demselben „Haupt“ zur Erbauung eines ungeteilten Leibes! Im Brief an die Epheser ergänzt Paulus vielerlei Details zum selben Gedankengang:

 

*** Rbi8  Epheser 4:11-15 ***

Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus, 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus.

 

Einheit im Glauben kann es nicht geben, wo „veränderte gute Botschaften“ ein anders Bild des Christus, der Versammlung, der Gebote und vergangener und kommender Dinge ausmalen! Das führt zu Abspaltung, die einen vom Christus als einzigem „Haupt“, einen davon getrennten Leib bilden, eine Sekte oder da, wo schon grösser als Kirche benannt!

 

Wir müssen uns durch genaue Erkenntnis dazu hin bewegen andere in Liebe, im Geist der Milde auf falsches Denken und Handeln hinzuweisen! Unmündige im Denken aber lassen sich von Irrlehren da- und dorthin treiben wie ein Schiff ohne Anker! Dies bedeutet für den mündigen Christen, der nicht weiter unter dem Zuchtmeister oder Erzieher steht nun selbst den Bruder oder die Schwester, die daran ist einen Fehltritt zu tun auf den eingeengten Weg zurück zu bringen: Die Richtlinien der Gebote zu erklären! Dabei gilt es sich selbst unter Kontrolle zu halten, um nicht auch versucht zu werden! Jeder Christ muss seine eigene Last zu tragen lernen und gleichzeitig anderen ihre Last erleichtern!

 

Gal 6:6:  Verpflichtung jener, die unterrichtet werden gegenüber ihren Lehrern

Das vollkommen neue System, das Jesus einführte und das aus Liebe zum Nächsten nun die Interessen des anderen in den Vordergrund stellt, statt wie zuvor aus Habsucht und Eigenliebe zu handeln ist beständig anzuwenden.

 

Gastfreundschaft ein Kennzeichen von ChristenEine Wirkung zeigt sich dadurch, dass die nun neu Belehrten selbst beginnen so zu handeln und damit lernen auch die Bedürfnisse derer zu erkennen, durch die sie belehrt werden! „Der Arbeiter ist seines Lohnes würdig“ erklärte Jesus, auf sich selbst und die Apostel verweisend!

 

Der Ausgleich sollte nicht in Form eines Zehnten oder festen Lohnes erfolgen, sondern dadurch, dass die Belehrten begannen das Ihre mit denen zu teilen, die alles verlassen hatten, um anderen die gute Botschaft zu verkünden! Das war ein Schneeballsystem, das bald alles zu verändern begann! Den Lehrern fehlte es nicht an Obdach, da die Belehrten sie zu sich in ihr Haus aufnahmen, es fehlte nicht an Nahrung, da sie den Tisch mit ihnen teilten und wo ein neues Gewand oder Schuhe notwendig waren wurde dies gegeben!

 

Paulus erklärte daher: „Möge außerdem jemand, der mündlich im Wort unterrichtet wird, an allen guten Dingen den teilhaben lassen, der ihm diesen mündlichen Unterricht erteilt.“ Friedliche Verhältnisse, wo sich Gerechtigkeit in Taten zeigt sind das Resultat dort, wo man auf Jesu Worte achtet! Die Lehrer mussten ihrerseits Selbstgenügsamkeit üben und auch auf kleine Liebesdienste dankbar reagieren!

 

Gal 6:7-11:  Säen im Hinblick auf das Fleisch bringt Tod, auf den Geist dagegen ewiges Leben

 

Gal 6:7-10:  Nicht nachlassen das zu tun, was vortrefflich ist um, ewiges Leben zu ernten

Die meisten Christen in der heutigen oberflächlichen Christenheit, die fest mit dem bestehenden System verbunden sind und damit selbst integrierter Bestandteil dieses „Systems der Dinge“ bilden wurden nie wirklich belehrt oder lehnten dieses neue System das Jesus einführte ab, weil sie eher die Begierden ihres Fleisches zu befriedigen suchen! Sie zeigen oft eine Ablehnung bis hin zum Hass jener, die sie auf ihr Fehlverhalten gegenüber Gottes Normen hinweisen!

 

*** Rbi8  Johannes 15:17-19 ***

Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.

 

Paulus aber warnt: „Laßt euch nicht irreführen: Gott läßt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“ Er fordert seine Leser dazu auf, im Hinblick auf den Geist zu sähen, das Gute und Vortreffliche hervorzubringen, voller Taten der Nächstenliebe zu sein! Diese unsere Taten der Nächstenliebe gelten allen, besonders aber „denen, die uns im Glauben verwandt sind“! Das bedeutet, dass eine vollkommen veränderte Familienstruktur entsteht, indem geistige Verwandtschaft weit höher steht, wie die fleischliche! Paulus spricht von einer verkürzten Zeit die uns zur Verfügung steht, um Handlungen zu vollbringen, die mit Jesu Worten im Einklang stehen!

 

Gal 6:11:  Das Augenleiden des Paulus behindert sein persönliches Schreiben

Jesus gab dem Paulus die Macht, dass er Krankheiten aller Arten bei anderen Menschen heilen konnte, ja, selbst einen Toten brachte er zum Leben zurück! (Apg 20:9-12) Dennoch gibt er offen zu, dass ihn sein eigenes Augenleiden störte, weil er kaum das lesen konnte, was andere für ihn niederschreiben mussten! Jesus gestattete nicht, dass die Macht zum Heilen auf sich selbst angewandt wurde, ebenso wie der Vater nicht zuliess, dass Jesus den für ihn bestimmten Leiden und dem Tod auswich! Jeder muss lernen, seinen eigenen „Stamm“ zu tragen und trotzdem anderen helfen, ihre Last zu verringern!

 

Gal 6:12-18:  Wir sind in der Taufe der Welt gegenüber an den Pfahl gebracht worden und wurden „eine neue Schöpfung“!

 

Gal 6:12-16:  Die Beschneidungsfrage steht im Zusammenhang mit der Verfolgung seitens der Juden!

Mit der Beschneidungsfrage begann der Brief an die Galater, zum Abschluss greift Paulus das Thema erneut auf! Unbeschnittene Christen, die als Teil der „jüdischen Sekte der Weg“ betrachtet wurden waren einem beständigen Druck seitens der Juden ausgesetzt, da jenen der Umgang mit Unbeschnittenen gemäss GESETZ verweigert wurde. Jesus nun hatte jene „Zwischenwand“ niedergebrochen, indem Gott Menschen durch „unverdiente Güte“ reinigte, weil diese Bereitschaft zeigten, sich ihre Herzen mittels Gottes Geboten zu beschneiden!

 

Abspaltungen aufgrunf abweichender Lehren führen oft zu religiösem PhanatismusJene Christen aus der Gruppe der bekehrten Pharisäer versuchte jedoch erneut zum alten System zurückzukehren und unter Heidenchristen die fleischliche Beschneidung alles Männlichen wiederum einzuführen. Paulus aber zeigte, dass dies keinen Sinn ergab, sondern im Gegenteil bewirkte Gottes „unverdiente Güte“ zu verlieren: Diese wurde durch die nachträgliche Beschneidung des Fleisches in Frage gestellt und es jenen somit am Glauben in Gottes Macht fehlte, Sünden zu vergeben, zufolge jenes Glaubens  in Jesu Opfertod und den dadurch bewirkten Loskaufspreis, den er für die Löschung unserer Sünden entrichtet hatte!

 

Jene Pharisäerchristen suchten eine Abspaltung herbeizuführen, um selbst für sich auf Kosten des Paulus Anhänger zu gewinnen, die sie von jenem wegzuziehen versuchten! Der „Club der Beschnittenen“ war daran aus der Taufe gehoben zu werden, eine erste pharisäische Sekte im Christentum war im Entstehen! Paulus wehrt dem vehement, der ganze Brief wiederholt wieder und wieder das Thema!

 

Mit Jesu Tod und unserem Anerkennen des Loskaufsopfers wurden wir in der Taufe mit all unseren Sünden sinnbildlich selbst an den „Pfahl“ geschlagen, um zusammen mit Jesus zu sterben und als „eine neue Schöpfung“ aus dem Taufwasser aufzutauchen, bereit Gottes Willen zu vollbringen. Das galt für Juden und Heiden: „... weder Beschneidung ist etwas noch Unbeschnittenheit, sondern eine neue Schöpfung [ist etwas].“ Jeder war nun sinnbildlich „aus Geist und Wasser neu geboren“! Der Frieden Gottes sollte alle treffen, die dieselbe Ordnung einhalten würden, die Jesus durch Paulus als Grundlage für die Christenversammlungen unter den Heiden eingeführt hatte!

 

Gal 6:17:  Paulus trägt wie Jesus Wundmale aufgrund der Verfolger!

Paulus zeigt zum Abschluss, dass er selbst wie Jesus bereit war die für ihn bestimmten Leiden zu tragen! Wohl kein anderer der Apostel wurde wie Paulus so sehr durch die eigene Rasse der Juden verfolgt, zudem durch die Staatsmacht Roms und durch Gegner gejagt, die die Leidenschaften des Fleisches verherrlichten! Das Verkünden der unveränderten Wahrheit erzeugte starke Gegnerschaft und brachte bei all denen, die darauf hörten unvergleichlich gute Früchte hervor!

 

Paulus erduldete sehr vieles und war selbst bereit den Opfertod auf sich zu nehmen, um dadurch Gottes Gerechtigkeit vorzuleben, der künftige Auferstehung, Lohn und Herrlichkeit denen verspricht, die Glauben in Treue und durch Ausharren unter Leiden ausüben! Nicht Gesetzeswerke die gemäss dem Buchstaben nach erbracht werden, wie die Beschneidung oder Opfer für Sünden im Tempel, sondern „unverdiente Güte“, „... die durch Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die aufgrund des Glaubens aus Gott stammt“ war nun gefordert!

 

Gal 6:18:  Anempfehlung „unverdienter Güte“ aufgrund des Geistes im Einklang mit Christus

Zum Abschluss des Briefes bittet Paulus Gott darum, dass alle die denselben Geist wie er aufzeigen weiterhin unter Gottes „unverdienter Güte“ verbleiben, was jegliche Eintragung in der Buchrolle mit ungesühnten Sünden auslöscht, die unwissentlich oder aus Schwäche begangen wurden. Ausgenommen davon bleiben „Sünden wider den heiligen Geist“, indem Irrtum und Lüge wissentlich der Wahrheit gegenüber der Vorrang gegeben wird, weil dies Vorteile mit sich bringen mag, Verfolgung abwendet, dem Gruppenzwang und damit Menschenfurcht eher zuneigt, wie wahre Gottesfurcht zu beweisen!

 

 

7.3.1.3          Die Gründung der Versammlungen Galatiens

Galatien war eine römische Provinz auf der zentralen Hochebene im Inneren von Kleinasien, südlich von Bythinien und Pontus gelegen und im Süden vom Taurus begrenzt.

 

Reisen des PaulusGegen Westen lagen die Provinzen Asien und im Süden Pamphylien. Die heutige Stadt Ankara, Hauptstadt der Türkei liegt im nördlichen Teil Galatiens und hiess damals Ankyra. Zwei Flüsse prägen das Gebiet die beide im Schwarzen Meer enden: Der mittlere Halys (heute: Kizilirmark) und der Oberlauf des Sangarius (Sakarya). Paulus besuchte in jenem Gebiet die Städte Antiochia (in Pisidien), Ikonien, Lystra und Derbe (Apg 13:14, 51; 14:1, 5, 6).

 

Um das Jahr 278 oder 277 v.u.Z. zog eine grosse Zahl Kelten oder Galli, die zu den Indogermanen zählen, über den Bosporus und siedelten sich mit ihren Familien in jenem Gebiet an. Sie vermieden es sich mit der dortigen Bevölkerung zu mischen, wodurch sie ausgeprägte nordische Rassen- und Kulturmerkmale bewahrten. Der römische Marionettenkönig Amynthas starb im Jahre 25 v.u.Z., wonach die Römer das Gebiet Galatiens um Lykaonien, Pisidien, Paphlagonien, Pontus und Phrygien erweiterten.

 

Die Versammlungen Galatiens sind zum Teil das Frühwerk der Missionsreisen des Paulus. Vor ihm kamen bereits an Pfingsten 33 u.Z. in Jerusalem getaufte Juden, die nun an Christus glaubten zurück, die aus jenen Gegenden stammten und bei ihrer Rückkehr selbst Jünger zu machen begannen. Paulus stärkte die bereits vorhandenen Versammlung und fing bei ihnen die Geldsammlung an, die zu Gunsten der notleidenden Jünger in Judäa veranstaltet wurde (1.Kor 16:1). Auf seiner 3.Missionsreise, zu Beginn des Jahres 53 u.Z. besuchte er jene Gegenden erneut auf dem Weg von Antiochia her kommend und gegen Ephesus reisend.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 18:23 ***

Und als er einige Zeit dort [[(in Antiochia)]] zugebracht hatte, brach er auf und ging von Ort zu Ort durch das Land Galatien und Phrygien und stärkte alle Jünger.

 

Der 1.Brief des Petrus, der um das Jahr 62 bis 64 u.Z. datiert und wahrscheinlich in Babylon entstand ist an Christen in Galatien gerichtet, unter anderen Versammlungen, die ebenso namentlich erwähnt werden (1.Pe 1:1).

 

7.3.1.4          Die vorherrschenden Probleme in den Versammlungen Galatiens 

Aufgrund gewisser Männer, die aus dem Kreis von bekehrten Pharisäern aus Jerusalem nach Antiochia herabkamen und Dinge lehrten, die weder Jesus noch Gott geboten hatten kam es zu einer tief einschneidenden Aufspaltung jener Versammlung. Die Versammlungen Galatiens erwiesen sich als Leidtragende, da Antiochia auf sie Einfluss ausübte. Paulus hatte seit seiner Bekehrung und dem Beginn seiner Predigttätigkeit jene Versammlung als Ausgangspunkt seiner Missionsreisen gewählt. Dorthin kehrte er jeweils zurück. Darum war der Angriff Satans gegen jene Versammlung von besonders herausragender Wichtigkeit! Der Sauerteig der Pharisäer begann seine Wirkung zu verbreiten! Das Apostolat des Paulus seitens Jesu und Gott wurde dadurch in Frage gestellt!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 15:1 - 15:2 ***

Und gewisse Männer kamen aus Judäa herab und begannen die Brüder zu lehren: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Moses beschneiden laßt, könnt ihr nicht gerettet werden.“ 2 Als aber kein geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus und Barnabas entstanden war, ordnete man an, daß Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen wegen dieses Wortstreites zu den Aposteln und den älteren Männern nach Jerusalem hinaufgehen sollten.

 

Was diesen nicht „geringer Zwiespalt und Wortstreit zwischen ihnen und Paulus“ betrifft zeigt der Galaterbrief von Paulus, was damit gemeint ist! Die beiden Aussagen in der Apostelgeschichte und im Galaterbrief müssen somit gemeinsam betrachtet werden, um ein wirklich umfassendes Verständnis zu erlangen!

 

Petrus und Barnabas hatten sich durch jene Männer aus Jerusalem beeinflussen lassen, sich aus Menschenfurcht ihnen angeschlossen und sich dadurch ihrer früheren Überzeugung gegenüber verstellt! Paulus hatte sie dafür unmittelbar als er es gewahr nahm persönlich zur Rechenschaft gezogen, worüber der Galaterbrief nun zwei Jahre später offen Zeugnis ablegt! Petrus hatte in diesem Falle seine Kompetenz eindeutig überschritten und Paulus verwarnte ihn mit aller Deutlichkeit! Barnabas, ein treuer Mitarbeiter des Paulus hatte sich Kephas (Petrus) angeschlossen!

 

Um diese Zusammenhänge wirklich zu verstehen muss somit die ganze Geschichte aufgrund der Aufzeichnungen des Lukas in der Apostelgeschichte erläutert werden und zudem bringt uns das korrekte Einreihen der Ereignisse auf der Zeitachse dem effektiven Ablauf näher!

 

Die Geschehnisse um die Taufe des Kornelius um das Jahr 36 u.Z. liefern den Hintergrund zur späteren Auseinandersetzung und Kontroverse! Das göttliche Gebot setzt Juden deutliche Grenzen, was den Umgang mit Unbeschnittenen betrifft, die laut GESETZ als „unrein“ galten! Einem Juden war es nicht gestattet etwas Unreines zu berühren, ja nicht einmal sich ihm zu nähern. Jesus allerdings hatte im Zusammenhang mit der Frau am Brunnen von Sychar ein anderes Konzept aufgezeigt. Als designierter König und Hoherpriester war er berechtigt und vom Vater autorisiert gewisse Veränderungen innerhalb des GESETZES zu verkünden!

 

Jesus und die Ffrau Brunnen Sychar*** Rbi8  Johannes 4:7-9 ***

Da kam eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus sprach zu ihr: „Gib mir zu trinken.“ 8 (Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Lebensmittel zu kaufen.) 9 Darum sagte die samaritische Frau zu ihm: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samaritische Frau bin?“ (Die Juden verkehren nämlich nicht mit Samaritern.)

 

Die „trennende Zwischenwand“, die das GESETZ einem Juden setzt, sich keinem Menschen der Nationen zu nähern, um sich nicht zu verunreinigen, dieses wurde durch Jesus selbst beseitigt! Ohne das Niederbrechen dieser „trennenden Zwischenwand“ wäre der Predigtauftrag, den er den versammelten fünfhundert Jüngern am Berg in Galiläa nach seiner Auferstehung erteilte gar nicht erst möglich und gar sinnlos gewesen!

 

*** Rbi8  Matthäus 28:18-20 ***

Und Jesus trat herzu und redete zu ihnen, indem er sprach: „Mir ist alle Gewalt im Himmel und auf der Erde gegeben worden. 19 Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, 20 und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge.“

 

Jene Pharisäer und ihr Begehren sich von Unbeschnittenen getrennt zu halten war somit vollkommen im Sinne Satans, um Jesu Auftrag zu unterhöhlen und wäre zu einem grossen Hemmnis geworden, ja verunmöglichte gar die Verbreitung der guten Botschaft!

 

Aus diesem Blickwinkel heraus betrachtet wird all das verständlich, was im Zusammenhang mit dem römischen Offizier Kornelius geschah und auch die Bedeutung der Vision, die Petrus hatte, wird damit verständlich! Es ging bei jener Vision vom Tuch mit den unreinen Tieren und dem Befehl: „Schlachte und iss!“ überhaupt nicht um reine und unreine Tiere, sondern lediglich und allein um Menschen, welche auf die gute Botschaft hören würden! Nicht Beschneidung oder Unbeschnittenheit war nun von Gewicht, sondern das Herz der Botschaft gegenüber zu öffnen! Dies würde Menschen in Gottes Augen reinigen!

Petrus nenne  das Unrein das Gott gereinigt hat nicht weiter unrein

Petrus, der im Jahre 36 u.Z., kurz nach dem Laubhüttenfest vor der Essenszeit auf dem Dach des Hauses des Simon des Gerbers lag und Hunger hatte und er in jener Vision ein gefässartiges Tuch vom Himmel herabkommen sah mit allerlei unreinen Tieren darin, da wusste er noch nicht, was dies bedeuten sollte! Das Haus war in der Stadt Joppe am Meer gelegen, etwa zwei Tagereisen von der römischen Garnisonsstadt Cäsarea entfernt. Die Stimme des Engels wiederholte drei Mal: „Schlachte und iss!“ Petrus allerdings beteuerte, dass er nie etwas „Unreines“ angefasst oder gegessen hätte!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:14-16 ***

Petrus aber sagte: „Nicht doch, Herr, denn ich habe niemals etwas Verunreinigtes und Unreines gegessen.“ 15 Und die Stimme [redete] wieder zu ihm, zum zweiten Mal: „Hör du auf, die Dinge verunreinigt zu nennen, die Gott gereinigt hat.“ 16 Dies geschah ein drittes Mal, und sogleich wurde das Gefäß in den Himmel hinaufgenommen.

 

Das Gefäss mit den unreinen Tieren wurde in den Himmel hinaufgehoben. Petrus schlachtete somit weder Schweine, Hasen, Kamele noch anderes unreines Getier! Noch wusste er zu jenem Zeitpunkt nicht, was all dies bedeuten sollte und was nun von Gott wirklich gereinigt worden sei! Er erkannte aber, dass es ein Gleichnis bedeuten musste!

 

Etwas zuvor hatte der römische Offizier Kornelius, ein gottesfürchtiger Mann der seinen Glauben in Jehova durch Werke gegenüber den Juden und jenen vom „Weg“ offenbarte eine seltsame Begegnung, die ihn nun zum Handeln antrieb:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:1-8 ***

Nun war in Cäsarea ein gewisser Mann namens Kornelius, ein Offizier der sogenannten italischen Abteilung, 2 ein [gott]ergebener Mann, der mit allen seinen Hausgenossen Gott fürchtete, und er gab dem Volk viele Gaben der Barmherzigkeit und flehte unablässig zu Gott. 3 Etwa um die neunte Stunde des Tages sah er in einer Vision deutlich einen Engel Gottes bei sich eintreten, der zu ihm sprach: „Kornelius!“ 4 Der Mann schaute ihn unverwandt an und sagte, von Furcht ergriffen: „Was ist es, Herr?“ Er sprach zu ihm: „Deine Gebete und Gaben der Barmherzigkeit sind zur Erinnerung vor Gott emporgestiegen. 5 So sende nun Männer nach Joppe, und laß einen gewissen Simon holen, der den Beinamen Petrus hat. 6 Dieser ist bei einem gewissen Simon, einem Gerber, der ein Haus am Meer hat, zu Gast.“ 7 Sobald der Engel, der zu ihm geredet hatte, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen [gott]ergebenen Soldaten von denen, die ihm ständig zu Diensten standen, 8 und er erzählte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.

 

 Der Geist“ (Jesus) aber sprach noch während der Vision zu Petrus: „Siehe! Drei Männer suchen dich. Doch mache dich auf, steig hinab, und begib dich mit ihnen auf den Weg, ohne irgendwie zu zweifeln, denn ich habe sie gesandt.“ (Apg 10:19, 20) Als jene Abgesandten, von den „unreinen Heiden“ nun gar den Petrus aufforderten mit ihnen kommen, da wusste er bereits, was Jesus von ihm erwartete!

 

Petrus wird von Kornelius in Cäsarea empfangenAm kommenden Tag begleiteten ihn zudem einige Brüder aus Joppe und am dritten Tag trafen sie im Hause des Kornelius ein. Da es ihm gesetzlich gesehen aber nicht gestattet war sich Menschen der Nationen anzuschliessen, erklärten sich ihm die veränderten Umstände und die Worte „des Geistes“!

 

 *** Rbi8  Apostelgeschichte 10:25-29 ***

Als Petrus eintrat, kam ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen und huldigte ihm. 26 Petrus aber hob ihn auf und sprach: „Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch.“ 27 Und während er sich mit ihm unterhielt, ging er hinein und fand viele Leute versammelt, 28 und er sprach zu ihnen: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte. 29 Infolgedessen bin ich wirklich ohne Widerrede gekommen, als nach mir gesandt wurde. Daher erkundige ich mich nach dem Grund, aus dem ihr mich habt holen lassen.“

 

Inzwischen war Petrus vollkommen klar geworden, was das Gleichnis mit den unreinen Tieren bedeutet hatte und gab nun selbst diese Erklärung ab: „Ihr wißt wohl, daß es einem Juden nicht erlaubt ist, sich einem Menschen von einer anderen Rasse anzuschließen oder sich ihm zu nähern; und doch hat Gott mir gezeigt, daß ich keinen Menschen verunreinigt oder unrein nennen sollte.“

Der „Bund mit den vielen“ wurde durch den „neuen Bund“ ersetzt, welcher Heiden Zugang zur Versammlung Gottes ermöglicht

Gott hatte Petrus mittels der Hausgemeinschaft des Kornelius gezeigt, dass Er auch Menschen aus den Nationen durch Jesu vergossenes Blut gereinigt hatte, die sich Gott zu nähern suchten! Das Ende der durch Daniel erwähnten „siebzigsten Jahrwoche“ war inzwischen gekommen, so wie es der Engel Daniel verkündet hatte. Der ausschliessliche „Bund mit den vielen“, den Juden hatte geendet. Petrus öffnete nun das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mittels des dritten der drei symbolischen Schlüssel: Um neben Juden, dann Samaritanern nun auch noch gegenüber Menschen der Nationen Eintritt zu gewähren, die sich in der Taufe Gott hinzugeben bereit zeigten, weil für Sünde durch Jesus Sühne geleistet worden war!

 

*** Rbi8  Daniel 9:24 ***

Siebzig Wochen sind es, die über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt worden sind, um die Übertretung zu beendigen und der Sünde ein Ende zu bereiten und für Vergehung Sühne zu leisten und Gerechtigkeit herbeizuführen auf unabsehbare Zeiten [[(auf ewig)]] und ein Siegel auf Vision und Prophet zu drücken und das Hochheilige [[(Jesus als Hohenpriesterkönig gleich Melchisedek)]] zu salben.

 

Nehemia unter König Aataxerxes beendet den Mauerbau um JerusalemBeachten wir das Daniel von zwei Gerichten spricht, einerseits dem jüdischen Volk, „Lo-Ruhama“ und andererseits über „deine heiligen Stadt“. Daniel war im Exil in Babylon und das angekündigte Ende der „siebzig Jahre“ der Verwüstung Jerusalems näherte sich. Die Juden sollten zurückkehren und den Tempel und die Stadt sowie deren Mauern erneut aufbauen! Darum verkündete der Engel dem Propheten Daniel weitere Details, damit der Zeitrahmen anhand der vorhergesagten Ereignisse auf der Zeitachse mittels von Jahrwochen fixiert werden könnte:

 

*** Rbi8  Daniel 9:24-25 ***

Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [daß] es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen [[(Zeit Nehemias, Esras, Serubbabels)]] und wieder zu bauen, bis [zu dem] Messias, [dem] Führer, sieben Wochen [[(7x7=49 Jahre)]], ferner zweiundsechzig Wochen [[(434 Jahre)]] sein werden. Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten.

 

Das „Ausgehen des Wortes“ die zerstörte Stadt Jerusalem wieder aufzubauen erging durch den persischen König Artaxerxes I (Longimanus) im Jahre 455 v.u.Z., als Nehemia der als Mundschenk diente den König über den schlechten Zustand der zerstörten Stadtmauern Jerusalems und deren Tore orientierte. Mit einem Schreiben des Königs ausgestattet wurde er aufgefordert nach Jerusalem zu gehen und die Mauern der Stadt wieder aufzubauen! Das war im zwanzigsten Regierungsjahr Artaxerxes, im Monat Kislev (November/Dezember) und geschah auf der Burg in Susa! Es lässt sich somit zeitlich und örtlich exakt festlegen (Ne 1:1-10)

 

Prophezeiung und Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
 

In einem offenen Gebet gestand Nehemia zuvor die Sünden seines Volkes ein und erklärte Gott für gerecht, der die Strafe über die Nation Juda ergehen liess, weil sie seine Sabbatjahre missachtet hatten und sie daher ins Exil nach Babylon verschleppt worden waren! Nehemia aber erinnerte sich auch anderer Vorhersagen Jehovas, was eine Umkehr des Volkes für eine Bedeutung haben würde.

 

*** Rbi8  Nehemia 1:8-11 ***

Gedenke bitte des Wortes, das du Moses, deinem Knecht, geboten hast, indem [du] sprachst: ‚Solltet ihr eurerseits treulos handeln, so werde ich meinerseits euch unter die Völker zerstreuen. 9 Wenn ihr zu mir umgekehrt sein werdet und meine Gebote gehalten und sie getan habt: auch wenn sich eure Versprengten am Ende der Himmel befinden sollten, von dort werde ich sie sammeln und sie bestimmt an den Ort bringen, den ich erwählt habe, um meinen Namen dort weilen zu lassen.‘ 10 Und sie sind deine Knechte und dein Volk, das du durch deine große Macht und durch deine starke Hand erlöst hast. 11 Ach, Jehova, möge bitte dein Ohr aufmerksam werden auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die Gefallen daran finden, deinen Namen zu fürchten; und laß es bitte deinem Knecht doch heute gelingen, und laß ihn zu einem Gegenstand des Erbarmens werden vor diesem Mann.“

 

Auch uns sind durch die Propheten Vorhersagen für die Endzeit unterbreitet worden! Wir stehen in einer ähnlichen Situation, wo es um Umkehr und Einsicht geht und wo erneut Gottes Gebote gehalten werden müssen! (Off 12:17) Gott will ein vorbereitetes Volk auf der Erde antreffen, das durch Jesus zuvor vollständig gereinigt wird und wir müssen uns daher erneut Gottes GESETZ zu eigen machen und uns daran halten! Es führt kein Weg darum herum!

 

Damals war das einleitende Ereignis bekannt gegeben worden: „... vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis [zu dem] Messias, [dem] Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden. ‚Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten.‘ “

 

Das Gesamtbild besteht aus Teilbildern, die sich wie Puzzlesteine einfügenAuch für unsere Tage wurden ähnliche Details bekannt gegeben, Jesus nennt sie „Zeichen“ auf dies vor dem Ende dieses Systems zu achten gilt. Alle Briefe des Paulus sprechen darauf an und wir müssen die Informationen wie Puzzleteile inmitten von viel Staub in einem Sieb herausholen und nach logischen Kriterien korrekt zusammensetzen mit den Teilen verbinden, die Jesus vorhergesagt hatte! Wiederum geht es um Rückkehr und erneut um die Stadt Jerusalem und die verheissene Erde Israels! Wir sollen aus dem Beispiel der ersten Rückkehr ablesen, was künftig geschehen wird! 

 

Der Engel hatte Daniel erklärt, dass die Zeitspanne von „siebzig Jahrwochen, wo jeder Tag einem Jahr entspricht in Zeitabschnitte unterteilt sein würde, die den Beginn des Mauerbaus „vom Ausgehen des Wortes“ an gerechnet (455 v.u.Z.) sein würde. Die Fertigstellung würde nach sieben Wochen (7x7 Tage) oder eben 49 Jahren (Da 9:25) erfolgen. Die Regel lautet dabei: „Ein Tag für ein Jahr“ (4.Mo 14:34; Hes 4:6). Dann folgt das Erscheinen des Messias am Ende der neunundsechzigsten Jahrwoche (7+62=69x7=483 Jahre), was dem Jahre 29 u.Z. entspricht). Zu einem exakt vorherbestimmten Zeitpunkt wird auch der Tod des Messias vorhergesagt:

 

*** Rbi8  Daniel 9:26 ***

Und nach den zweiundsechzig Wochen wird [der] Messias abgeschnitten werden mit nichts für sich selbst.

 

Dann erfährt Daniel zudem, dass dies „zur Hälfte der Woche“, also nach dreieinhalb Jahren geschehen sollte, was sich mit Jesu Tod am 14.Nisan des Jahres 33 u.Z. erfüllte. Die blutigen Opfer im Tempel wurden durch ein einmaliges grösseres Opfer ersetzt „Schlachtopfer und Opfergaben“ im Tempel hörten damit auf vor Gott Sünden zuzudecken! Nur wer Glauben in das grössere Opfer Jesu erbrachte und dies durch die Taufe bekräftigte konnte nun von „unverdienter Güte“ durch Schuldentilgung Anteil haben und dem „neuen Bund“ beitreten! Allein schon diese Bedingung zeigt, dass Kleinkindertaufen aus Gottes Sicht nicht möglich sind.

 

*** Rbi8  Daniel 9:27 ***

Und er soll [den] Bund für die vielen [[(innerhalb „Lo-Ruhama“)]] eine Woche lang [[(insgesamt 7 Jahre, bis 3 ½ Jahre nach der Auferstehung)]] in Kraft halten; und zur Hälfte der Woche [[(durch seinen Opfertod)]] wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen.

 

Dann, nach weiteren dreieinhalb Jahren, zum Ende der siebzigsten Jahrwoche kam das Ende des „Bundes für die vielen“, der bisher ausschliesslich auf das fleischliche Israel beschränkt war, all jenen, die zur Zeit der Rückkehr aus dem Exil in Jerusalem einen einseitigen Bund mit Jehova geschlossen, diesen nun durch das Verwerfen des Messias ungültig gemacht hatten.

 

Nun aber, unter dem „neuen Bund“ mit Jesus als Hoherpriesterkönig auch Menschen der Nationen Gelegenheit gab dem Ruf zu folgen, um sich als „Berufene“ gar für ein König-Priestertum als würdig zu zeigen! Petrus war von Jesus her der Auftrag erteilt worden das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mittels drei Schlüsseln gegenüber drei unterschiedlichen Gruppen zu öffnen. Den ersten Schlüssel verwendete er an Pfingsten 33 u.Z. zum Eingang für etwa insgesamt 5000 Juden die bereuten und sich taufen liessen. Danach ging Petrus nach Samaria, um jenen die dort zufolge des Predigens des Philippus gläubig geworden waren die Hand aufzulegen, so dass nun auch Samaritaner den verheissenen heiligen Geist erhielten (Apg 8:4-8, 14-17).

Petrus gebraucht den dritten der drei Schlüssel, die Jesus nur ihm gegeben hatte!

Bei einer ganz bestimmten Gelegenheit wollte Jesus von seinen Jüngern ihr Verständnis erkennen, welches sie inzwischen über ihn erlangt hatten. Dabei meldete sich Petrus spontan zu Wort und sagte: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Jesus zeigte ihm, dass es der Vater war, der Petrus dies offenbart hatte. Bei Petrus gab es darüber keinen Zweifel, er sah Jesus auch nicht als Gott-Sohn, nicht als Teil eines dreieinigen Gottes, sondern als Geschöpf des Vaters!

 

Jesus: Seine Name und Titel*** Rbi8  Matthäus 16:13-20 ***

Als er nun in die Gegenden von Cäsarea Philippi [[(Stadt am Quellgebiet des Jordan)]] gekommen war, fragte Jesus seine Jünger dann: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei? 14 Sie sprachen: „Einige sagen: Johannes der Täufer, andere: Elia, noch andere: Jeremia oder einer der Propheten. 15 Er sprach zu ihnen: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei? 16 Simon Petrus gab zur Antwort: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ 17 Jesus erwiderte ihm und sprach: „Glücklich bist du, Simon, Sohn des Jona, weil nicht Fleisch und Blut [es] dir geoffenbart haben, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. 18 Auch ich sage dir: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und die Tore des Hades werden sie nicht überwältigen. 19 Ich will dir die Schlüssel des Königreiches der Himmel geben, und was immer du auf der Erde binden magst, wird das sein, was in den Himmeln gebunden ist, und was immer du auf der Erde lösen magst, wird das sein, was in den Himmeln gelöst ist.“ 20 Dann gebot er den Jüngern ernstlich, niemandem zu sagen, daß er der Christus sei.

 

Zuerst sollte es ein Geheimnis bleiben, dass Jesus der Christus sei! War nun „der Fels“ das, was Jesus zuvor erwähnt hatte, dass der Vater dem Petrus geoffenbart hatte Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, oder war Petrus jener „Fels“, wie es die Katholische Kirche lehrt? Die Beantwortung der Frage ist grundlegend, weil jede der zwei Versammlungen auf einem unterschiedlichen „Felsen“ (Stein) aufbauen! Entweder auf dem Felsen „Jesus“ oder auf dem Felsen „Petrus“!

 

Nun, lassen wir den Petrus diese Frage doch selbst beantworten und schauen uns an, was er in seinem 1.Brief zum selben Thema erwähnt:

 

*** Rbi8  1. Petrus 2:4-10 ***

Zu ihm [[(Jesus)]] kommend als zu einem lebendigen Stein [[(gr. petra = Stein, Fels)]], von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar, 5 werdet auch ihr selbst als lebendige Steine aufgebaut zu einem geistigen Haus für den Zweck einer heiligen Priesterschaft, um geistige Schlachtopfer darzubringen, für Gott annehmbar durch Jesus Christus. 6 Denn es ist in der Schrift enthalten: Siehe! Ich lege in Zion einen Stein, auserwählt, einen Grundeckstein, kostbar; und keiner, der Glauben an ihn ausübt, wird irgendwie enttäuscht werden.“

7 Für euch nun ist er kostbar, weil ihr Gläubige seid; für die Ungläubigen aber „ist derselbe Stein, den die Bauleute verworfen haben, [das] Haupt der Ecke geworden“ 8 und „ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“. Diese straucheln, weil sie dem Wort ungehorsam sind. Gerade dazu sind sie auch bestimmt worden. 9 Ihr aber seid „ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten“ dessen „weit und breit verkündet“, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat. 10 Denn einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk; ihr wart die, denen keine Barmherzigkeit erwiesen worden war, seid jetzt aber die, denen Barmherzigkeit erwiesen worden ist.

 

Durch Wiederholung der Prophezeiung aus Jesaja 28:16 wurde eindeutig Jesus, der verheissene Messias als „der Fels“ bezeichnet! „Siehe! Ich lege in Zion einen Stein, auserwählt, einen Grundeckstein, kostbar; und keiner, der Glauben an ihn ausübt, wird irgendwie enttäuscht werden.“ Nicht auf Petrus und schon gar nicht auf dessen selbst ernannte Nachfolger, die Päpste sollte unser Vertrauen aufbauen!

 

Hosea: Gomer und ihre KinderWie kann es sein, dass wir „Gottes Volk“ sind, wenn Hosea Jehovas Worte gegenüber „Lo-Ammi“, was dem Volk der Christen entspricht, so wiedergibt: „Und sie entwöhnte Lo-Ruhạma nach und nach, und sie wurde dann schwanger und gebar einen Sohn. Da sprach ER: ‚Nenne seinen Namen Lo-Ammị, denn ihr seid nicht mein Volk, und ich selbst werde mich nicht als der Eure erweisen.‘ “ (Hos 1:8, 9) Nun, Jesus selbst im Evangelium des Johannes zeigt, dass es auf Details zu achten gilt und die Zeitachse „bis“ und „ab wann“ beachtet werden muss:

 

(Johannes 17:6-10)  Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben dein Wort gehalten. 7 Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir stammt; 8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie empfangen und haben wirklich erkannt, daß ich als dein Vertreter ausgegangen bin, und sie haben geglaubt, daß du mich ausgesandt hast. 9 Ich bitte sie betreffend; nicht hinsichtlich der Welt bitte ich, sondern hinsichtlich derer, die du mir gegeben hast; denn sie sind dein, 10 und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein, und ich bin unter ihnen verherrlicht worden.

 

Wir sind nur über Jesus, als die von ihm Anerkannten „Brüder und Schwestern“ und damit Teil seines Königreiches und sind somit auch indirekt Gottes Volk! Denken wir daran, dass wir beten: „Dein Reich komme“ und erst wenn Jesus dem Vater das aufgerichtete „Israel Gottes“ übergibt, sind wir völlig „mein Volk“! (1.Kor 15:24) Hosea erklärt das Ende durch Gottes eigene Worte: „… und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind, sprechen: ‚Du bist mein Volk‘; und sie ihrerseits werden sagen: ‚[Du bist] mein Gott.‘ “ (Hos 2:23)

 

Menschen aus den Nationen, die einst nicht zum „Volk Gottes“, zu Israel gehörten wurden nun ab der Taufe des Kornelius, wo Petrus den dritten Schlüssel gebrauchte mittels der Glaubenstaufe im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ aufgenommen. Dieses allein besitzt Jehovas Anerkennung, weil er hierzu den Sohn zum König und Hohepriester einsetzte und dem Sohn mittels eines Überrestes aus Juda und Israel dieses Königreich gegeben hatte! Jesus hatte erklärt, dass:

 

Dennoch gelten die Worte Hoseas, der zu „Lo-Ammi“, der Christenheit sagt, dass jene vorerst „Nicht mein Volk“ sind, bis zum Tag, wo Jesus das gereinigte Königreich dem Vater übergibt! Erst dort sagt Jehova zu „Lo-Ammi“:

 

*** Rbi8  Hosea 2:23 ***

... ich will zu denen, die nicht mein Volk sind, sprechen: „Du bist mein Volk“; und sie ihrerseits werden sagen: „[Du bist] mein Gott.“ ‘ “

 

Wir müssen also feines Unterscheidungsvermögen darin entwickeln, wann, welche Prophetie sich vollkommen erfüllt! Das gibt uns Sicherheit im Glauben und wird uns von pharisäischem „Sauerteig“ der gefälschten Lehren behüten! Das „Königreich für Israel“ wird ja erst während der Endzeit neu errichtet [B1] (Apg 1:6, 7)

 

Petrus selbst bezeichnet Jesus als „den lebendigen Stein“ (Felsstück = gr. petros vergl. Joh 1:42 Fn NW als Wortspiel zum Namen Petrus (gr), was auf hebräisch Kephas ist (kephim = Felsen pl.)) und nicht sich selbst! Jeder von uns muss sich selbst als weiterer „lebendiger Stein“ am geistigen Tempel der Versammlung erweisen! Der „Zweck“ den wir erreichen, ist eine künftige „heilige Priesterschaft“, die Gott durch Christus aus all den „lebendigen Steinen“ aller Zeiten seit Adam für sich erwählen wird und die er zu Priesterkönigen und einer besonderen, für Jehova ausgesonderten Nation, das „Israel Gottes“ machen wird, der Nation aus Priesterkönigen!

 

Petrus sagt nun, dass für bisher Ungläubige aus den Nationen „... ist derselbe Stein [[(der Messias, Jesus)]], den die Bauleute [[(die fleischliche Nation Israel, „Lo-Ruhama“]] verworfen haben, [das] Haupt der Ecke geworden“ und den Juden „ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Ärgernisses“.

 

 

7.3.2           Kapitel 1:  Jeder, der eine „veränderte gute Botschaft“ predigt steht unter einem „Fluch“!

 

7.3.2.1          Gal 1:1-5:  Unverdiente Güte für all jene, die Zuflucht im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ gefunden haben

Paulus befindet sich als er den Brief schrieb auf seiner 2.Missionsreise in Korinth, wo er erstmals nach Mazedonien und Griechenland kam. „Der Geist“, Jesus selbst hatte ihn durch eine Vision aufgefordert den Bezirk Asien zu meiden und direkt nach Griechenland zu gehen. Offensichtlich war die Warnung vor dem Bezirk Asien von Jehova her erfolgt, der um späteres Geschehen und Gefahr die dort lauerte seit Beginn wusste!

 

*** Rbi8  Galater 1:1-2 ***

Paulus, ein Apostel, weder von Menschen noch durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, 2 und alle Brüder bei mir an die Versammlungen von Galatien:

 

Paulus beruft sich zu Beginn des Briefes zu Recht auf sein Apostolat, das er nicht von Menschen, sondern direkt vom erhöhten Christus und von Gott erhalten hatte. Damit widersprach er der Ernennung des Matthias durch die übrigen Apostel, welche diesen an Stelle des Judas in möglicherweise etwas voreiliger Handlung als einen der ihren eingesetzt hatten. Es wäre nicht das erste und letzte Fehlverhalten das zeigt, dass auch Apostel weiterhin zu Fehlern neigten und Korrektur seitens ihrer Brüder oder durch Jesus benötigten! Der Galaterbrief gibt hierin ein ganz spezifisches Beispiel, wo Paulus sich nicht über die anderen Apostel erhöht, aber aufgrund der Gleichstellung dennoch gewichtige Korrekturen anmahnt und wo das Apostelkonzil seine Lehre bestätigen musste, da von Jerusalem her eine „veränderte gute Botschaft“ verkündet worden war!

 

Daraus sollten christliche Vorsteher sich ein Beispiel nehmen, dass Zurechtweisung von Fehlleistungen anderer Vorsteher an ihrer Seite eine notwendige Massnahme ist, um Versammlungen von falschem Einfluss frei zu halten! Paulus setzt dem aber auch Grenzen: „Darum laßt uns nicht mehr einander richten, sondern vielmehr sei dies eure Entscheidung: einem Bruder keine Ursache des Strauchelns [zu geben] noch ihm einen Fallstrick zu legen.“ (Rö 14:13) Jesus legt zudem das Augenmerk darauf, um eigenes Fehlverhalten zuerst zu beachten!

 

Fehlurteile, Verdrehungen, üble Nach(Matthäus 7:1-3)  Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet; 2 denn mit dem Gericht, mit dem ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit dem Maß, mit dem ihr meßt, wird man euch messen. 3 Warum schaust du also auf den Strohhalm im Auge deines Bruders, beachtest aber nicht den Balken in deinem eigenen Auge?

 

Das so genannte Apostelkonzil im Jahre 49 u.Z. ist deutliches Vorbild, wie eine Auseinandersetzung auf friedfertigem Weg beendet wird. Dabei stellte sich Petrus nun voll hinter die Aussagen des Paulus, was die zwei Hauptauseinandersetzungspunkte  betraf nicht von ihnen ausgegangen war. Diesmal erklärten alle Apostel und Vorsteher Jerusalems, dass der Einfluss von den Pharisäerchristen her stammte die verlangten, dass sich Christen an das ganze GESETZ Mose halten müssten, einschliesslich der Beschneidung und der Trennung von unbeschnittenen Getauften. Sie aber waren dem nicht entgegengeschritten, bis Paulus energisch dagegen eintrat, weil er um die negativen Auswirkungen Bescheid wusste!

 

Die „unverdiente Güte“, hatte sich bei der Taufe des Kornelius und seiner Hausgemeinschaft durch Jesus und dessen Ausgiessen heiligen Geistes deutlich erwiesen. Dies geschah, obwohl jene unbeschnitten waren und auch später nach der Taufe nicht beschnitten wurden. Dieses Ereignis war deutlicher Erweis und Zeichen dafür, dass Gott seinen Segen gegeben hatte und die Beschneidung am Fleisch nicht Voraussetzung zur Aufnahme in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ für Christen aus den Nationen galt! Jene nun an Jesus glaubenden Heiden waren wie die Juden an Pfingsten zuvor und wie Samaritaner etwas später in diesen „neuen Bund“ aufgenommen worden, indem jene sich vom „gegenwärtigen bösen System der Dinge befreien liessen „Der Geist“ oder „das Geistwesen“ Jesus selbst hatte durch Ausgiessen des „heiligen Geistes“ Gottes in Form von ausserordentlichen Geistesgaben Zeugnis abgelegt, indem auch jene Hausgemeinschaft nun z.B. in nicht erlernten fremden Sprachen redete! Paulus erklärt hierzu den Galatern den Grund seiner Machtausübung:

 

*** Rbi8  Galater 1:3-5 ***

Unverdiente Güte und Friede sei euch von Gott, unserem Vater, und [dem] Herrn Jesus Christus. 4 Er hat sich selbst für unsere Sünden hingegeben, damit er uns befreie von dem gegenwärtigen bösen System der Dinge gemäß dem Willen unseres Gottes und Vaters, 5 dem die Herrlichkeit sei für immer und ewig. Amen.

 

Jeder, der die Rettung fest ergreift, indem er als Sünder die „Zufluchtsstadt“ aufsucht, dieses aufgerichtete „Königreich des Sohnes seiner Liebe“. Indem er sich freiwillig dem „GESETZ des Christus“ unterordnete und dann auch dabei blieb, jeder war nun unter „unverdienter Güte“, weil Jesus für ihn den Tod erlitten hatte und er als Hoherpriester und Richter Freispruch vom Fluch und Todesstrafe verfügte, die Gott selbst durch das Loskaufsopfer stellte, das er seit Adam hierzu vorbereitet hat! Durch Unterordnung unter Jesu Gebote kam über alle Versammlungen der Friede der von Gott stammt! Das selbstsüchtige System Satans bleibt draussen und ohne wahren Einfluss!

 

7.3.2.2          Gal 1:6-12:  Warnung davor, durch Veränderung der guten Botschaft unter einen Fluch zu kommen!

Der Einfluss jener Männer aus dem Kreis der Pharisäer hatte in Galatien Spuren hinterlassen. Viele hatten deren Lehren Glauben geschenkt, obwohl sie den Worten des Paulus entgegen gerichtet waren! Paulus spricht nun direkt warnend von einer „andersartigen guten Botschaft“, wo Teile der Wahrheit entsprechen, andere Teile aber gefälscht sind! Bis heute besteht dieselbe Gefahr für jeden von uns, dass wir von religiösen Lehren von der „unverfälschten Wahrheit“ weggezogen werden hin zu einer der vielen grossen und kleinen Sekten, die alle in Wirklichkeit ein anderes „Haupt“ als den Christus anerkennen und alle einen vom „Leib des Christus“ abgetrennten eigenen religiösen „Leib“ bilden! Sie alle hören weit eher auf die Mächtigen innerhalb ihrer Religion, als selbst in der Schrift den Wahrheitsgehalt gewisser Aussagen zu überprüfen und wie Paulus konsequent zu handeln, wen immer es treffen mag!

 

Proffessor für Theologie: Lehren über welche Götter?*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Wer die gute Botschaft über den Christus, Gottes Gesalbten dadurch verdreht, dass er eine Klasse von so genannten besonderen „Gesalbten“ (Gesalbter = gr. cristos; Gesalbte = gr. cristosos) an dessen Seite stellt, die sich auf derselben Stufe der Apostel betrachtet, wo viele Jesus statt als Messias, als König und Hohepriester nun als Teil einer Dreieinigkeit bezeichnen und ihn zum Gott auf derselben Stufe Jehovas erhöhen: Sie alle werden durch Paulus unter einen „Fluch“ gestellt, weil die „gute Botschaft“ verfälscht wird! Das sind nur zwei von vielen, vielen anderen Formen von Verdrehen der guten Botschaft die kursieren, die „falsche Propheten“ verkünden! Jesu Warnung in Matthäus Kapitel 24 spezifisch ist an uns in der Endzeit gerichtet!

 

*** Rbi8  Matthäus 24:23-25 ***

Wenn dann jemand zu euch sagt: ‚Siehe! Hier ist der Christus‘ oder: ‚Dort!‘, glaubt es nicht. 24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um so, wenn möglich, selbst die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe! Ich habe euch im voraus gewarnt.

 

Jene Christen aus den Pharisäern, jene „falschen Brüder die sich eingeschlichen haben“ sind in allen Religionen zu finden! Sie wollen uns zu ihrer Gruppe ziehen, indem sie verkünden: „Hier ist der Christus“! Jesu deutliche Warnung zeigt, dass Jesus nur dort zu finden ist, wo man seine Gebote hält und den Willen des Vaters tut! Keinerlei Veränderung der guten Botschaft wird dabei geduldet! Weder Rang noch grossartige Zeichen, welche jene aus anderer Quelle vollbringen ändern daran etwas! Millionen von Personen die einer Lüge anhängen machen daraus höchstens eine „offizielle Wahrheit“, wie hübsch sie auch immer verpackt sein mag, so bleibt es eine Lüge, eine Veränderung die einem „Fluch“ unterliegt! Ob als „blinder Leiter“ oder ob als „blindes Schaf“, beide trifft schlussendlich dieselbe Strafe! Wir haben nach genauer Erkenntnis zu forschen, das ist unsere Verpflichtung als Christ! In der Welt waren wir in der Finsternis, nun sind wir im Licht, wenn wir die ganze Schrift als Leuchte anerkennen!

 

Paulus zeigt, dass er als treuer Sklave Christi den eindeutigen und klaren Standpunkt seines „Hauptes“ zu vertreten hat und weder auf die eine noch auf die andere Seite von dem abweichen darf, was ihm durch Visionen von Jesus her direkt offenbart worden war! Wer Menschen zu gefallen sucht, die vom geraden Weg abgewichen sind zeigt sich als Sklave eines anderen!

 

Paulus Verkünder der guten Botschaft*** Rbi8  Galater 1:10-12 ***

Versuche ich jetzt tatsächlich, Menschen zu überreden oder Gott? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, wäre ich nicht Christi Sklave. 11 Denn ich bringe euch zur Kenntnis, Brüder, daß die gute Botschaft, die von mir als gute Botschaft verkündigt worden ist, kein Menschenwerk ist; 12 denn ich habe sie weder von einem Menschen empfangen, noch bin ich [darüber], außer durch Offenbarung Jesu Christi, belehrt worden.

 

Was Paulus verkündet sind Jesu eigene Worte und Erklärungen! Jesus aber redete die Worte des Vaters! Seine Autorität als „Apostel der Nationen“ war von jenen Männern die von Jerusalem her gekommen waren in Frage gestellt worden und deren Behauptung, dass Christen aus den Heiden sich ebenso wie Juden beschneiden müssten und von allen unbeschnittenen Christen eine Trennung stattfinden sollte widersprach allem, was bisher der „heilige Geist“ aufgezeigt hatte! Petrus, der an erster Stelle Zeuge der Geschehnisse um Kornelius und dessen Hausgemeinschaft war hatte sich aus Menschenfurcht oder um jenen zu gefallen den „Männern aus dem Kreis des Jakobus“ angeschlossen! Paulus gibt dem Kephas keine Sonderentschuldigung! Selbst sein treuer Gefährte Barnabas hatte sich von Scheinargumenten übertölpeln lassen. Eine deutliche Warnung an jeden von uns, den Glauben anhand des Schriftwortes erneut und erneut zu überprüfen! „Prüft immer wieder, ob ihr im Glauben seid, bewährt euch immer wieder.“ (2.Kor 13:5)

 

Eine einziger Teil einer „veränderten gute Botschaft“ leichtgläubig zu tolerieren genügt, um Gottes Wohlwollen zu verlieren und dass Christus sich von uns trennt, wie Paulus dies für den Moment mit Petrus und Barnabas tat! Jesus hatte deutlich gesagt, dass wir jemanden warnen müssen, der einen Fehltritt tut, dann Zeugen zuziehen, dann der Versammlung zuführen. Wo keine Änderung des Verursachers stattfindet, da bleibt nur der Ausschluss oder umgekehrt, dass wir uns von den Übeltätern trennen! Im Falle des Petrus und Barnabas erfolgte eine Kehrtwendung! Paulus hatte seine Brüder gewonnen, das Apostelkonzil stellte sich auf die Seite der Wahrheit, ansonsten hätte sich Paulus selbst von jenen getrennt! Jesus blieb bis zum Ende Jehova treu, selbst da, wo ihn zuvor auch noch die Apostel verliessen! Paulus stellte sich ebenso niemals auf die Seite des Unrechts, weil dies leichter fiel oder Ungemach verhinderte!

 

7.3.2.3          Gal 1:13-17:  Für die Überlieferungen der Vorväter zu eifern ist nicht ausreichend bei Gott!

Paulus weist im Folgenden auf seinen eigenen früheren Irrtum hin und zeigt, dass Menschen Fehler machen können, Gott aber grosszügig Vergebung gewährt, wenn wir den falschen Weg verlassen und zur Wahrheit und zu Gottes Gerechtigkeit umkehren, so lange uns Zeit hierzu eingeräumt wird! Paulus zeigt dadurch aber auch, dass blinder Eifer für eine religiöse Gruppe, eine Sekte oder Religion nicht ausreicht, um Gottes Wohlgefallen zu erlangen: „...ich machte größere Fortschritte im Judentum als viele Altersgenossen meiner Rasse, da ich für die Überlieferungen meiner Väter weit mehr eiferte“, es war ein fehlgeleiteter Eifer, da er ohne genaue Erkenntnis unverfälschter Wahrheit handelte!

 

Saulus: Verfolger der Christen von Gott berufen*** Rbi8  Galater 1:13-17 ***

Ihr habt natürlich von meinem früheren Wandel im Judentum gehört, daß ich die Versammlung Gottes fortgesetzt über die Maßen verfolgte und sie verwüstete; 14 und ich machte größere Fortschritte im Judentum als viele Altersgenossen meiner Rasse, da ich für die Überlieferungen meiner Väter [[(und deren Überlieferungen)]] weit mehr eiferte. 15 Als aber Gott, der mich vom Schoß meiner Mutter an absonderte und [mich] durch seine unverdiente Güte berief, es für gut erachtete, 16 seinen Sohn in Verbindung mit mir zu offenbaren, damit ich den Nationen die gute Botschaft über ihn verkündige, ging ich nicht sogleich mit Fleisch und Blut zu Rate. 17 Auch ging ich nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich ging fort nach Arabien, und ich kehrte wieder nach Damaskus zurück.

 

Jehova Gott wusste um die echte Bemühung des Paulus das Richtige zu tun und anerkannte seinen Fehler als das, was er war, ein Irrtum aufgrund von Ignoranz seiner Vorsteher unter den Pharisäern und Schriftgelehrten! Nur dadurch, dass Jehova seinen Christus ihm direkt durch Visionen offenbarte konnte Er ihn vom zerstörerischen Weg abbringen, den er gegenüber all jenen verfolgte, die sich „zum Weg der Wahrheit“ bekannten und die er in seinem religiösen Übereifer „über die Maßen verfolgte und sie verwüstete“. Als er sich des Inhalts der Visionen vollkommen klar wurde besuchte er nicht die von Jesus früher ernannten Apostel, sondern machte Einkehr und versuchte in Arabien und in Damaskus sich des Umfangs seines Auftrages klar zu werden! Dann handelte er dem Auftrag gemäss und Gott unterstützte sein Tun durch wunderhafte Werke!

 

Paulus ging um das Jahr 35 u.Z. „nicht sogleich mit Fleisch und Blut zu Rate“, indem er nun die Unterweisung der bereits an Jesus glaubenden Juden suchte oder gar direkt zu den Aposteln nach Jerusalem hinaufgegangen wäre. Er zog sich vorab nach Arabien zurück, ähnlich wie Jesus, der sich nach der Taufe für vierzig Tage in die Wildnis begab, um mit sich selbst ins Reine zu gelangen und sich der gestellten Aufgabe vollkommen bewusst zu werden. Während jener Zeit wurde er einerseits vom Teufel versucht, andererseits durch heiligen Geist Gottes seiner Aufgabe gänzlich gewahr! So kehrte auch Paulus nach Damaskus zu Ananias und dort zu jenen Brüdern im Haus des Judas zurück, wo er getauft worden war und die ihrerseits unter Anleitung des Paulus nun jenen nahe und fern predigten. Diese waren vorab entsetzt, konnten nicht fassen, dass aus dem Verfolger ein getreuer Bruder geworden war, bereit selbst zu leiden! Verstärkt predigten sie nun zuerst in der Synagoge der Juden und brachten jene in Verwirrung, als der von ihnen gegen die an Christus Glaubenden zu Hilfe gerufene Saulus nun selbst als überzeugter Christ auftrat! Dann später, nachdem Kornelius durch Petrus getauft worden war (36 u.Z.) begannen sie auch unter den Heiden zu wirken (Apg 9:10-20).

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 9:21-22 ***

Alle aber, die ihn hörten, entsetzten sich und sprachen: „Ist das nicht der Mann, der unter denen in Jerusalem, die diesen Namen anrufen, eine Verheerung anrichtete und gerade zu dem Zweck hierhergekommen war, sie gebunden zu den Oberpriestern zu führen? 22 Saulus jedoch erwarb sich fortwährend noch mehr Kraft und brachte die Juden, die in Damaskus wohnten, in Verwirrung, als er folgerichtig [[(mittels Logik)]] bewies, daß dieser der Christus ist.

 

Paulus hatte sich damit in Damaskus harte Feinde geschaffen, die nicht bereit waren ihr eigenes Verhalten und ihren Glauben anhand der Schriften der Propheten zu überprüfen. Sie verschlossen sich folgerichtigen, logischen Argumenten die bewiesen, dass Jesus der wahre, der erwartete Christus ist! (Apg 9:21-30) Darum wollten sie ihn umbringen und Paulus musste nachts aus Damaskus fliehen und von den Brüdern an einem Korb auf der Aussenseite der Stadtmauer herabgelassen werden, um vorab nun nach Jerusalem zu den Jüngern und Aposteln zu gehen (36 u.Z.). Dort gab Paulus Zeugnis gegenüber den griechisch sprechenden Juden, die ihn aber schon bald ebenfalls zu töten suchten. Die Brüder brachten ihn deshalb nach Cäsarea, von wo er nach Tarsus, seiner Heimatstadt wegging (36-39 u.Z.)(Apg 11:).

 

Antiochia: Stein mit InschriftVon den durch Petrus an Pfingsten 33 u.Z. in Jerusalem Getauften waren einige Juden aus Zypern und aus Kyrene, die nun nach Antiochia gekommen waren und dort die gute Botschaft zu verbreiten begannen. Als die Apostel davon hörten sandten sie Barnabas dorthin (40 u.Z.). Dieser sah den Erfolg den das Werk des Herrn in jener Stadt hatte und begab sich daraufhin nach Tarsus, um dort nach Paulus zu suchen und ihn nach Antiochia zu bringen, wo sie gemeinsam ein ganzes Jahr lang lehrten (40-41 u.Z.)(Apg 11:22). Paulus hatte damals seine Vision, wo er in den 3.Himmel entrückt wurde, über die er aber erst 14 Jahre später im 2.Brief an die Korinther berichtet.

 

Während jener Zeit kam der Prophet Agabus von Jerusalem her nach Antiochia und zeigte in der Zeit zwischen 37 bis 39 u.Z. eine kommende grosse Hungersnot an! (Apg 11:22-30) Eine erste Sammlung fand somit in Antiochia statt, von woher Paulus im Jahre 39 u.Z. eine erste Spende nach Jerusalem brachte. Dies war bei seinem 2.Besuch bei „den Armen“, den Ebioniten Jerusalems (Apg 11:28-30; Gal 1:18-20).

 

Damals im Jahre 46-48 u.Z. wurde bereits auf der 1.Missionsreise dieselbe Sammlung auch in den Versammlungen Galatiens für die notleidenden Brüder in Judäa gemacht und dann auch in Mazedonien und Griechenland. Später, während der Zeit des Kaiser Claudius (ab 41 u.Z.) trat diese Hungersnot gemäss Geschichtsdatierungen um das Jahr 46 u.Z. ein. Die Sammlungen und die nach Judäa gesandte Unterstützung linderten nun die Not und zeigten die Verbundenheit aller „Glieder“ am selben „Leib des Christus“ zwischen „Paulikanern“ und den „Ebioniten“! „Und wenn ein Glied leidet, leiden alle anderen Glieder mit; oder wenn einem Glied Herrlichkeit zuteil wird, freuen sich alle anderen Glieder mit.“ (1.Kor 12:26)

 

7.3.2.4          Gal 1:18-24:  „Der, der uns früher verfolgte, verkündigt jetzt die gute Botschaft“

Wie erwähnt kehrte Paulus drei Jahre nach seiner Bekehrung erstmals nach Jerusalem zurück, inzwischen vollkommen im Glauben gefestigt. Er war zu jener Zeit in Antiochia in der Versammlung fest verwurzelt und hatte bereits intensiv den Christus und sein Königreich gepredigt, wie dies aus der Apostelgeschichte hervorgeht. Dann, im Jahre 39 u.Z. ging Paulus mit dem dort in Antiochia, Syrien und Zilizien gesammeltem Geld erstmals nach Jerusalem, wo er sich mit Petrus traf und zwei Wochen bei ihm blieb.

 

*** Rbi8  Galater 1:18-20 ***

Dann, nach drei Jahren, ging ich nach Jerusalem hinauf, um Kephas zu besuchen, und ich hielt mich fünfzehn Tage bei ihm auf. 19 Aber ich sah sonst keinen von den Aposteln, nur Jakobus, den [[(fleischlichen)]] Bruder des Herrn. 20 Was nun die Dinge betrifft, die ich euch schreibe, seht, vor Gott, ich lüge nicht.

 

Warum keiner der übrigen Apostel Paulus zu sehen wünschte, obwohl er doch zwei Wochen lang in Jerusalem war, dies bleibt offen. Ob einige bereits dem Auftrag nachgekommen waren „Jünger bis an die Enden der Erde“ zu machen darf vermutet werden. Andere mögen immer noch Angst vor Paulus gehabt haben, weil er doch zuvor die Versammlung hart verfolgt hatte! Nach all dem scheint Paulus bereits damals von gewissen Kreisen einer gewissen Isolation ausgesetzt gewesen zu sein. Dies mag möglicherweise auch wegen der Streitfrage aufgetreten sein, ob Mathias den die elf Apostel vor Pfingsten 33 u.Z. selbst als Ersatz für Judas erwählt hatten, nun der wahre Apostel sei oder Paulus. Inzwischen machte er bereits sehr viel von sich zu reden und leistete Ausserordentliches zur Verbreitung der guten Botschaft, was von Gott durch herausragende Wunder unterstützt und bestätigt wurde!

 

Der ganze Schreibstil des Galaterbriefes zeigt aber eine Verteidigungshaltung an und beinhaltet zudem einen harten Angriff selbst gegen Petrus und andere Mitglieder der Versammlungen Jerusalems, die sich von der einen guten Botschaft für einen Moment entfernt hatten und dem „Sauerteig der Lehren“ der Pharisäerchristen nachgaben!

 

*** Rbi8  Galater 1:21-24 ***

Danach begab ich mich in die Gegenden von Syrien und von Zilizien. 22 Ich war aber den Versammlungen von Judäa, die in Gemeinschaft mit Christus waren, von Angesicht unbekannt; 23 sie hatten nur [sagen] hören: „Der, der uns früher verfolgte, verkündigt jetzt die gute Botschaft von dem Glauben, den er früher verwüstete.“ 24 Da begannen sie, Gott meinetwegen zu verherrlichen.

 

Paulus weist auf die Folgen seiner harten Arbeit als christlicher Verkündiger hin, der die Zweifler langsam davon zu überzeugen vermochte, dass er nun wirklich auf ihrer Seite als Streiter für die gute Botschaft Stellung bezogen hatte und er nun selbst dafür viel zu leiden hatte.

 

 

7.3.3           Kapitel 2:  Die Forderung zur fleischlichen Beschneidung und zur Abtrennung der Ebioniten von den Paulikanern durch Paulus hart verurteilt

 

7.3.3.1          Gal 2:1-10:  Die Apostel nötigten niemanden unter den Paulikanern zur Beschneidung!

Die Beschneidungsfrage kam erst in Antiochia durch bekehrte Christen aus den Pharisäern aus Jerusalem her auf!

Paulus berichtet nun im Brief an die Galater näheres von diesem seinem 2.Besuch der Versammlung Jerusalems im Jahre 39 u.Z. Diesmal war er in Begleitung des Barnabas und des Titus. Erneut war Paulus durch „den Geist“, („den Engel Jehovas“) oder besser gesagt durch den Herrn Jesus eine Offenbarung gegeben worden, damit er jene Details der guten Botschaft und seine Form der Organisation der Versammlungen ausserhalb Judäas jenen unterbreite, die unter den „Ebioniten“ die Führung innehatten. Im 1. Brief an die Korinther zeigte Paulus die Wichtigkeit auf, andere durch „Offenbarungen“, durch besondere „Erkenntnis“ und durch die höchste der Geistesgaben das „Prophezeien“ zu ermuntern! Dies war zu keiner Zeit Produkt eigener Phantasie, sondern in Übereinstimmung mit den Schriften und damit dem Wort Gottes.

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:6 ***

Pfingstgemeine: Heiliger Geist und  zungenreden?Wenn ich aber, Brüder, zu dieser Zeit käme und in Zungen [[((unverständliche) Fremdsprachen)]] zu euch redete, was würde ich euch Gutes tun, es sei denn, ich redete zu euch entweder mit einer Offenbarung oder mit Erkenntnis oder mit einer Prophezeiung oder mit einer Belehrung?

 

Die Geistesgaben, die Jesus über die Jünger des ersten Jahrhunderts durch die Apostel ausgoss umfassten sowohl das Zungenreden wie das Prophezeien! Paulus verurteilt den Gebrauch der Fähigkeit in Fremdsprachen zu reden, wo niemand diese verstehen konnte, die daher nur der Befriedigung des Ego dienten und jenen Zuhörern, welche die Sprache nicht redeten eher schadeten, wenn niemand da war, der die Fremdsprache zu übersetzen in der Lage war!

 

*** Rbi8  1. Korinther 12:30-31 ***

Es reden doch nicht alle in Zungen? Es sind doch nicht alle Übersetzer? 31 Unablässig aber strebt eifrig nach den größeren Gaben.

 

Diese Gabe des Zungenredens des 1.Jahrhunderts hatte nichts mit dem bemitleidenswerten Theater zu tun, das heutige Pfingstgemeinde-Gruppen unter demselben Titel veranstalten, wo Menschen unverständliche Dinge lallen, als wären sie betrunken und andere Betrunkene dann deren verdrehte Worte interpretieren würden. Das ist verabscheuungswürdiges Gebaren, eines reifen Christen unwürdig, „eine veränderte falsche Botschaft“, die uns dem Geschehen des ersten Jahrhunderts und dem Sinn dahinter entfremdet, Menschen anderer Sprachen die gute Botschaft zukommen zu lassen! Die Sprachkenntnisse müssen dazu dienen anderen zu nutzen, um ihnen mehr Erkenntnis zukommen zu lassen!

 

*** Rbi8  1. Korinther 14:26-33 ***

Was ist also zu tun, Brüder? Wenn ihr zusammenkommt, hat einer einen Psalm, ein anderer hat eine Belehrung, ein anderer hat eine Offenbarung, ein anderer hat eine Zungen[rede], ein anderer hat eine Auslegung. Laßt alles zur Erbauung geschehen. 27 Und wenn jemand in einer Zunge redet, so laßt dies auf höchstens zwei oder drei beschränkt sein, und [das] nacheinander; und jemand möge übersetzen. 28 Ist aber kein Übersetzer da, so schweige er in der Versammlung und rede zu sich selbst und zu Gott. 29 Ferner mögen zwei oder drei Propheten reden, und die anderen mögen den Sinn beurteilen. 30 Wenn aber einem anderen, während er dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste. 31 Denn ihr könnt alle, einer nach dem anderen, prophezeien, damit alle lernen und alle ermuntert werden. 32 Und [die Gaben] des Geistes der Propheten werden von den Propheten beherrscht. 33 Denn Gott ist nicht [ein Gott] der Unordnung, sondern des Friedens.

 

Bedingung für das Zungenreden in gemischtsprachigen Versammlungen ist das Übersetzen! Alle müssen Anteil haben an der Übermittlung tieferer Dinge Gottes! Prophezeiungen dagegen mussten ihrem Sinn gemäss erklärt werden, was den Zeitpunkt ihrer Erfüllung, den Personenkreis den sie betraf, der Sinn den Gott dahinter gab offengelegt werden musste! Paulus gibt ein anderes Konzept als es gewisse christliche Religionen zeigen, wo oft nur Monologe von Seiten der Priester auf das Glaubensvolk einstürmen, dieses aber von der eigenen Initiative entbunden wird. Im ersten Jahrhundert war dies anders: „Ferner mögen zwei oder drei Propheten reden, und die anderen mögen den Sinn beurteilen.

 

Propheten waren somit solche Männer, welche die in den Schriften erwähnten Prophezeiungen auf das Geschehen der Gegenwart oder Zukunft umsetzten und praktische Lebensanleitung bibelkonform erteilten, was dies für eigene Handlungen bedingt! Sie brauchten umfassendes Schriftverständnis, so wie Paulus dies zeigte! Es ging nicht vordergründig um Vermittlung von theologisch ausgefeilten Theorien, sondern wie die Dinge, welche die Schrift erklärt praktisch im Leben zur Anwendung gebracht werden können, um Gottes Willen im Hinblick auf das prophezeite Ereignis zu erfüllen! „Wenn aber einem anderen, während er dasitzt, eine Offenbarung zuteil wird, so schweige der erste.“ Erlangen genauen Verständnisses hatte somit Vorrang vor Vermittlung von Wissensdaten, vor reiner Kenntnis! Das Lernen stand im Vordergrund, das zu praktischer Weisheit führt! All dies diente dem Frieden der Versammlung!

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligenz und Weisheit?
 

Offenbarungen war all das, was die Zuhörer zu einer umfassenden Erkenntnis und Verständnis benötigten, um mit Unterscheidungsvermögen im Hinblick auf das Erreichen eines Ziels handeln zu können!

 

Das ungestörte Wachstum des „Leibes des Christus“ hängt von guter Kommunikation und harmonischem Zusammenleben durch Information ab! Dies gibt „Einheit im einen Geist“.

 

*** Rbi8  Epheser 4:1-6 ***

Ich, der Gefangene im Herrn, bitte euch daher inständig, der Berufung, mit der ihr berufen worden seid, würdig zu wandeln, 2 mit aller Demut und Milde, mit Langmut, einander in Liebe ertragend, 3 euch ernstlich bemühend, die Einheit des Geistes in dem vereinigenden Band des Friedens zu bewahren. 4 Da ist ein Leib und ein Geist, so wie ihr in der einen Hoffnung berufen worden seid, zu der ihr berufen wurdet; 5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe; 6 ein Gott und Vater aller, der über allen und durch alle und in allen ist.

 

Die Berufung hin zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“, unser darin nutzbringendes Handeln, das die Güter unseres Herrn mehrt und nicht das Wirken zu Gunsten irgend eines der religiösen pseudo-Königreiche muss im Vordergrund stehen! Unser König ist im Himmel und wir erwarten seine Wiederkehr, um mit ihm abzurechnen, was wir erreicht haben!

 

Welche Gemeinschaft besteht zwischen Christenreligionen bei so vielen abweichenden Lehren?Die in der Wortlehre untereinander zerstrittenen christlichen Religionen versuchen innerhalb ihren zersplitterten Gruppen Einheit zu zeigen: Gegenüber allen anderen erweisen sie sich allzu oft intolerant! Für Namenchristen steht nicht die Verteidigung des „einen Geistes“, nicht religiöser persönlichen Auslegung der Wahrheit aus der Schrift im Vordergrund, sondern vielmehr das Verteidigen der Interpretation des Glaubensgründers oder gegenwärtig herrschenden Glaubensherrn! Solche sind wahrlich die „Herren unseres Glaubens“ (Jes 65:15, 16; Rö 10:8-10; 2.Ti 3:8) statt uns zum wahren Herrn, dem Christus und seinen Gedanken hinzuführen fesseln sie uns an ihre abtrünnigen Lehren! Jeder innerhalb der Religion ist davon überzeugt, dass er die Wahrheit habe, trotzdem sich alle untereinander widersprechen.

 

Die Briefe des Paulus haben uns dagegen eine sehr gewichtige Grundlage gelegt, weil sie uns über Form und das Ausmass der inneren Organisation unterrichten: Der Ordnung innerhalb der Versammlung. Es gab keine zentrale Leitung im ersten Jahrhundert und grosser aufwendiger Zusammenkünfte, wie dies zuvor durch die drei Festzeiten in Jerusalem für Israel gewährleistet wurde waren beendet. So etwas hätte die Staatsmacht Roms ausserhalb Jerusalems gar möglicherweise als eine Offensive gegen ihre Autorität betrachtet! Jesus hatte das kommende Ende der Anbetung in Jerusalem der Frau am Brunnen von Sychar deutlich verkündet!

 

*** Rbi8  Johannes 4:20-21 ***

… Unsere Vorväter haben auf diesem Berg angebetet; ihr aber sagt, daß in Jerusalem der Ort sei, wo man anbeten müsse.“ 21 Jesus sprach zu ihr: „Glaube mir, Frau: Die Stunde kommt, in der ihr den Vater weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet.

 

Anbetungsstätte war nun der innere Tempel, jener des eigenen Leibes, Anbetung im Geiste durch Wahrheit in jedem von uns und der grössere Tempel, den jede einzelne Versammlung bildet! Mit etwas Vorsicht kann diese Satan nicht korrumpieren, was mit jeder grösseren Einheit wahrscheinlicher wird, da er seine Gehorsamen in leitende Funktionen zu hieven weiss.

 

Neuerungen kamen durch die Apostel und deren Gesandte zu den entstehenden Versammlungen unter den Nationen, worin Paulus ganz offensichtlich eine Führungsrolle innehatte. Einige versuchten ihm zwar in überheblicher Weise diese Rolle streitig zu machen, welche er aber mit grosser Bestimmtheit zu verteidigen wusste. Er tat dies, um die Unabhängigkeit der Versammlungen vor einer zentralen Führung aus Jerusalem oder irgend einer anderen Ecke der Erde aufrecht zu erhalten, wie später Rom oder Antiochia! Er wusste doch um die vorherbestimmte Zerstörung der Stadt Jerusalem und ihres Tempels und um das kommende Ende des ganzen Machtsystems: Religion, Politik und Wirtschaft. Jesus hatte jeden Ort, wo der Vater „mit Geist und Wahrheit“ angebetet wird als geistigen Tempel geeignet erklärt. Bereits „zwei oder drei“ genügen als Beginn, wo er als Mittler inmitten der „sieben Leuchter“, aller Versammlungen erdenweit die „sieben Sterne“, alle Vorsteher direkt in seiner rechten Hand hält (Off 1:20)!

 

Jesu trifft die Frau am Brunnen von Sychar*** Rbi8  Johannes 4:22-26 ***

Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn die Rettung ist aus den Juden. 23 Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. 24 Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ 25 Die Frau sagte zu ihm: „Ich weiß, daß der Messias kommt, der Christus genannt wird. Wenn dieser gekommen ist, wird er uns alle Dinge offen verkünden. 26 Jesus sprach zu ihr: „Ich bin es, der mit dir redet.

 

Eine Loslösung von den Juden, vom Überrest des Olivenbaums führt zum Austrocknen der losgelösten Zweige! Ebioniten und Paulikaner mussten weiterhin am selben Stamm eine Einheit bilden! Wo Paulikaner sich als eingepfropfte Zweige über den Stamm zu erheben suchten, da musste durch göttliches Eingreifen eine Abtrennung erfolgen. Losgelöst vom Stamm aber gibt es langfristig kein Überleben! Paulus verkündete den wahren Messias, den einzigen Mittler und diente ihm und gilt uns als nachahmenswertes Muster!

 

Paulus wollte doch die Versammlungen aus den Nationen selbst als „keusche Jungfrau“ dem schlussendlichen „Bräutigam“ Jehova durch Jesus übergeben, dem einzigen Mittler des „neuen Bundes“! Durch Hosea verspricht Jehova dem „Israel Gottes“ ein eheähnliches neues Verlöbnis!

 

*** Rbi8  Hosea 2:19-20 ***

Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.‘

 

Paulus sah sich den Versammlungen gegenüber in der Vaterrolle, der seine untadeligen Töchter in die Vermählung gibt (2.Kor 11:1-6). Er verteidigte sich gegen jeden, der „einen anderen Christus predigte“, um die „Schafe Jesu“ hinter sich her zu ziehen! Seine Naherwartung dieser so erhofften Geschehnisse ist immer wieder in seinen Briefen herausgestrichen!

 

Kirchenfürsten und Mussolini vereint im FaschistengrussPaulus wusste um die Gefahr einer zentralen Führung, die stets den Angriffen Satans besonders ausgesetzt ist und er erkannte den Vorteil unabhängiger Versammlungen die durch unveränderbare Schriften die Einheit im Glauben erreichten! Das Vorandrängen gewisser an Macht interessierter falscher Christusse (übersetzt „falsche Gesalbte“ bestand allezeit).

 

Paulus wusste um die zentrale Rolle des Christus wie kein anderer der Apostel! Er war es, der das „heilige Geheimnis“ der kommenden „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ zu offenbaren hatte! Jesus hatte gerade ihn auserwählt, wegen seiner Erfahrungen als Verfolger „des Weges“, um nun im Gegenzug gerade diese Form der Organisation unabhängiger, starker Versammlungen durch ihn aufzurichten und zu stärken.

 

Sie sollten ein Bollwerk gegen die Zentralisierung darstellen. In den Grundzügen existierte „Babylon die Grosse“ bereits in Form der Abgefallenen und von ihm aus der Versammlung Ephesus hinausgeworfenen, wie Hymenäus, Alexander und Philetus, ebenso den Christen aus den Pharisäern Jerusalems und der zum Ende des Jahrhunderts gefestigten Nikolaus-Sekte, erste Vorgängerin der Katholischen Kirche! Darin bestand eines der Hauptwerke der Belehrung seitens des Paulus, diese „Freiheit in Christus“ nicht durch Unterwerfung unter „veränderte gute Botschaften“ zu verlieren! Darum hassen ihn seine Gegner bis heute und viele streiten ihm sein Apostelamt durch Christus an Stelle des Judas ab!

 

Bis heute vermögen die Briefe des Paulus solche unabhängigen Versammlungen, entfernt von einer Zentralführung auf der ganzen Erde zu stärken! Sie alle unterordnen sich nur dem Christus als einzigem „Haupt“, als ihrem lebendigen Hohepriesterkönig, seine Wiederkehr erwartend! Solche Gruppierungen entstanden spontan während aller Jahrhunderte und trotz heftigster Verfolgung der offiziellen Kirche überlebten sie und breiteten ihre Gedanken erneut aus! Nicht Herdentrieb und blinde Unterordnung standen mehr im Vordergrund, sondern vielmehr konsequentes und fortgesetztes persönliches Überprüfen des eigenen Glaubens aufgrund der vorgegebenen Normen in der Schrift, wie es ge