Newsletter „DER WEG“ 07/06-2   Juni 2007

Neubearbeitung: 23.12.16

 

 

7.6.2   Die Einweihung des neuen Tempels und der 144.000 Priesterkönige

 

3.Teil:  Nach der Einweihung der Priester kommt das „neue Jerusalem“ vom Himmel herab

 

   Im 2. Teil der Artikelserie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Mai 2007 unter dem Titel: 7.5.2  Die „Könige von Sonnenaufgang“ und das Wirken von „Spross“ als Voraussetzung für die Fertigstellung des geistigen Tempels  untersuchten wir weitere Einzelheiten, was uns die Schriften über die kommende Einweihung der Priester offenlegen. Einige von den Auserwählten waren bereits zuvor levitische Priester unter dem alten „Bund mit Levi“, eine Vielzahl aber ist aus nicht priesterlicher Linie und wird aufgrund ihres tadellosen Gehorsams Gott und Jesus gegenüber erst am Gerichtstag Gottes erwählt. Jehova hatte durch Seine Propheten Jesus, als seinen erstgeborenen himmlischen Sohn und gleichzeitig als menschlichen „Spross Davids“ dazu bestimmt den wahren, den geistigen, den ewigen Tempel zu errichten. Er war und blieb der Haupteckstein, nach dem sich der ganze Bau auszurichten hat. Während weiteren zweitausend Jahren wurden weitere geistige „Steine behauen und geistige „Säulen vorbereitet, die Gott durch Jesus nun an ihren vorgesehenen Platz stellen wird! (Off 3:12)

 

Die Hauptthemen lauteten:

   Salomos Einweihung des Tempels in Jerusalem als Beispiel kommender Dinge

   Salomos prophetische Rede zur Tempeleinweihung

   Spross setzt die letzten Säulen im geistigen Tempel

   Jerusalem bereitet sich auf das Erscheinen der „Könige von Sonnenaufgang“ vor

   Jehova hatte um Zion mit grossem Eifer geeifert

 

Die Toten erheben sich laut Hesekiel Kapitel 37   In diesem 3.Teil der Artikelserie behandeln wir weitere Aussagen, welche die Propheten rund um die Einsetzung der Priesterkönige in ihr Amt im Voraus beschreiben, um „ihre Hand mit Macht zu füllen“. Vorab schon, zu Beginn der achttägigen Feier des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ wird das endgültige Wiedererscheinen Jesu als „Menschensohn“ erwartet. Dann werden sich die zwölf Apostel auf ihre Richterthrone setzen um nach der „Hochzeit des Lammes“ nun als Jesu „Frau“ mit ihm den Überrest bis zu der Vollzahl von 144.000 zu versiegeln und Anteil zu haben bei der Erstauferstehung aus den Toten. Dies wird so geschehen, wie es Jehova Hesekiel in seinem Buch im Kapitel 37 angekündet hatte. Der Prophet sah ein Tal voller Knochen die sich mit Fleisch, Sehnen, Fleisch und Haut überzogen, um schlussendlich wiederum zum Leben zu gelangen.

 

   Jesus hatte deutlich angekündigt, dass sich „das ganze GESETZ und die PROPHETEN“, ja, selbst der geringste Buchstabe erfüllen muss! Dabei ist jedes Wort und darin jeder Buchstabe nach dem dahinterliegenden Sinn ausgerichtet, den es zu erforschen gilt! Bei der Übersetzung in andere Sprachen aus dem Hebräischen und Griechischen ging vieles verloren, was in jenen Ursprachen bildlich beschreibend ist Jene Auferstandenen werden in „lange weisse Kleider“ gehüllt sein, die für sie zu Beginn der Versiegelung bereit gemacht worden waren (Off 20:4-6).

 

Maquette des Tempels des Herodes   Eine gewichtige Vorlage, was, in welcher Reihenfolge der Ereignisse, zu jenem Zeitpunkt geschehen wird, dies gibt uns die Beschreibung Esras der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil. Der Tempel-, der Mauerbau und die Wiederherstellung der Stadt Jerusalem sind ein Muster kommender Dinge! Nachdem der erste Tempel und die Stadt Jerusalem durch Nebukadnezar 6.07 v.u.Z. zerstört waren kamen der Wiederaufbau und die Einweihung des zweiten Tempels durch Serubbabel nach dem Ende des Exils.

 

   Eine grössere Anzahl von Prophezeiungen, die in jenem Zusammenhang durch den Propheten Sacharja geäussert wurden, sie alle weisen deutlich auf Spross“ aus Davids Linie hin, der Jesus ist. Sie zeigen deutlich, was dessen Aufgabe bei der endgültigen Einweihung des Tempels ist, der nie mehr zerstört wird! So wie der Statthalter Serubbabel und der Hohepriester Josua damals gezielt Aufgaben zu erfüllen hatten, so wird dies auch beim letzten Tempelbauwerk durch die Apostel sein, die als Jesu Statthalter handeln und dem endzeitlichen Hohepriester „Josua und seinen Gefährten, die ihm in Form des versiegelten Überrests zur Seite stehen. Sacharja sprach davon, dass diese Männer damals „als Vorzeichen dienten“ für die Zeit des Wiederkommens von „Spross. Wir möchten untersuchen, was genau damit gemeint ist!

 

   Die Einweihung jenes geistigen Tempels und der Priester, die nun erstmals darin Dienst tun werden, sie hatten bereits ein Vorbild in der Einweihung des „Zeltes der Zusammenkunft und der aaronischen Priester durch Moses. Dies war ein Jahr nach dem Auszug aus Ägypten. Auch die Einweihung des Tempels durch Salomo spiegelt Kommendes vor, denn dies wurde alles zu unserer Unterweisung aufgezeichnet! „Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können.“ (Rö 15:4) Die Einweihung des wiederaufgerichteten Tempels durch Serubbabel zeigt viele weitere Details, da ja auch wir aus einem Exil“, aus dem „Babylons der Grossen“ zurückkehren.

 

   Viele Vorhersagen, was bei der „Wiederherstellung des Königreiches für Israel“ und die Fertigstellung des geistigen Tempels betreffen wurden durch die frühen Propheten und speziell durch Sacharja und Haggai in der Zeit nach dem Exil, in der Phase der Wiederaufrichtung des Tempels und Jerusalems gegeben. Diese Zusammenhänge wurden in einer neuen, anschaulichen Grafik zusammengefasst! Wir nehmen auch innerhalb dieses Artikels mehrmals Bezug darauf. Es wäre vorteilhaft diese Grafik in ausgedruckter Form vorliegend zu haben und die Ereignisse darauf zu verfolgen!

 

(Vergleiche neuen Zeitband:  X4.2-18  Zeitband Rückkehr Exil: Wiederaufbau Tempel, Mauer und Jerusalem. Die jeweils behandelten Geschehnisse sind mit Buchstaben [A] bis [M] innerhalb des Textes und auf der Grafik gekennzeichnet)

 

   Jehova hatte seine frühere Frau, das fleischliche Israel, dessen Erstlinge der Stamm Levi darstellte in Form der Generation die Jesus tötete verstossen, um sich nun zum Abschluss des alten und Beginn des neuen Systems des „Israel Gottes“ erneut zu erbarmen, um sich mit ihr im inzwischen gereinigten und eingeweihten Zustand als Priesterkönige erneut zu vermählen. Dieses besteht aus den Auserlesenen und Versiegelten, dem von Moses schon angekündigten Volk aus  Priestern und Königen (1.Pe 2:9). „Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“ (2.Mo 19:6) Diese und weitere Teile des grossen, mehrdimensionalen Puzzles behandeln wir im künftigen Artikel in die Tiefe.

 

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

6.2............ Nach der Einweihung der Priester kommt das neue Jerusalem vom Himmel herab.. 1

6.2.1........... Sacharjas Vorhersagen betreffend dem Statthalter Serubbabel und dem Hohepriester Josua als Vorbild auf die Zeit des Kommens von „Spross“ hin. 1

6.2.1.1........ Jehovas Zorn kam über die Väter 1

6.2.1.2........ Wessen „Augapfel“ darf nicht angefasst werden? Zu Gott umkehren, damit Gott zu uns umkehrt! 1

6.2.1.3........ Lasst euch nicht von „falschen Propheten“ mitten unter euch betrügen! 1

6.2.1.4........ Die Prophezeiung der siebzig Jahrwochen steht im Zusammenhang mit dem Mauerbau Jerusalems! 1

6.2.1.5........ Gottes Bestimmungen erreichten die Vorväter, sie aber handelten nicht danach. 1

6.2.1.6........ Nehemias Anerkennung der Fehler der Väter und der eigenen Fehler 1

6.2.1.7........ Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, Jehova hat Jerusalem erneut erwählt 1

6.2.1.8........ Die Söhne Israels vollenden den Tempel Serubbabels. 1

6.2.2........... Vier Weltmächte die Israel in abfolgender Weise versprengten und Gottes Königreich, das schlussendlich jene Mächte besiegt 1

6.2.2.1........ Die „vier Hörner“, die Jerusalem versprengten und die „vier Handwerker 1

6.2.2.2........ Jerusalem wird ausgemessen und soll als „offenes Land“ bewohnt werden: Jehova wird zu einer Mauer von Feuer 1

6.2.2.3........ Die „Braut des Lammes, die Frau“, die sich mit Jesus zusammen „auf Throne setzen 1

6.2.2.4........ Sacharja muss Jerusalem in der Breite und Länge ausmessen. 1

6.2.2.5........ Jehova wird inmitten Zions wohnen! 1

6.2.3........... Wen symbolisiert in der Endzeit der „Hohepriester Josua“, der bei Serubbabels Tempelbau als Vorbild diente?  1

6.2.3.1........ Der „Hohepriester Josua“ muss seine beschmutzten Kleider wechseln. 1

6.2.3.2........ Josua und seine Gefährten dienten als Vorzeichen für das Kommen von „Spross 1

6.2.3.3........ Nicht durch eine Streitmacht, sondern durch Gottes Geist wird „der Berg vor Serubbabel zu ebenem Land 1

6.2.3.4........ Wann wird die siebentägige Einweihung der Priester und wanndas „Fest reich an Ölen“ sein?. 1

6.2.3.5........ Die Vorbereitung des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ liegt in der Hand der Apostel! 1

6.2.3.6........ Nur geweihte Priester haben Zutritt zu Gottes Zelt der Zusammenkunft auf dem heiligen Berg! 1

6.2.3.7........ Eine Einführung und Befähigung in die kommende Aufgabe als Priester und als Könige. 1

6.2.3.8........ Die „zwei Olivenbäume“ auf der rechten und linken Seite des Leuchters in Sacharjas Vision. 1

6.2.3.9........ Der endzeitliche Serubbabel muss an der Seite von „Spross“ den Tempelbau beenden! 1

6.2.4........... Sacharjas „fliegende Buchrolle“: Gottes Vergeltung macht keinen Halt beim Tod von Menschen! 1

6.2.4.1........ Die „fliegende Buchrolle“ die Gottes Urteilssprüche enthält 1

6.2.4.2........ Die vier ausziehenden Geister Jehovas. 1

6.2.4.3........ Spross“ wird von seiner eigenen Stelle aus sprossen und den Tempel Jehovas bauen! 1

6.2.4.4........ Reinigung der Stadt Jerusalem von heidnischen Anbetungsstätten. 1

6.2.4.5........ Geschnitzte Bilder und Götzen sind im Feuer zu verbrennen. 1

6.2.5........... Die Einweihung der 144.000 Priester als gesetzliches Erfordernis. 1

6.2.5.1........ Gottes Gebot zur Einweihung von Priestern behielt seine Gültigkeit! 1

6.2.5.2........ Aufgabe von Vorstehern ist es die Nationen zum Glaubensgehorsam an Jesus zu bringen. 1

6.2.5.3........ Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden. Den Niedrigen aber wird Gott selbst erhöhen. 1

6.2.5.4........ Den vorgeschriebener Ablauf der Ereignisse bei der Einweihung des geistigen Tempels beachten! 1

6.2.5.5........ Throne werden aufgestellt und die Apostel setzen sich darauf 1

6.2.5.6........ Glauben auszuüben ist an Werke des Glaubens gebunden! 1

 

 

6.2                 Nach der Einweihung der Priester kommt das neue Jerusalem vom Himmel herab

 

 

6.2.1           Sacharjas Vorhersagen betreffend dem Statthalter Serubbabel und dem Hohepriester Josua als Vorbild auf die Zeit des Kommens von „Spross“ hin

 

6.2.1.1          Jehovas Zorn kam über die Väter

Der Prophet Sacharja war unter den aus dem Exil zurückgekehrten. Er begann bereits als junger Mann im Auftrag Jehovas zu prophezeien. Er erhielt mehrere Visionen zu unterschiedlichen Zeiten von Seiten Gottes. Parallel mit ihm erhielt auch der Prophet Haggai von Gott Inspiration.

 

Jerusalem und der TempelbergSacharja wurde von Jehova durch direkte Worte belehrt und musste vielerlei künftige Geschehnisse zum Teil in Symbolsprache vorhersagen. Diese betreffen einerseits den endgültigen, den geistigen Tempel, der durch „Spross“ im „Schlussteil der Tage“ errichtet werden soll! Andererseits betrafen viele der Aussagen zudem die Fertigstellung des Tempelbaus Serubbabels zu jener Zeit. Hieraus kann deutlich ersehen werden, dass zwischen der Wiederaufrichtung des Tempels nach dem Exil und der endgültigen Arbeit von „Spross“ gewisse Parallelen existieren!

 

In beiden Fällen kam zuvor Jehovas Zorn über jene Generation, weil sie den Propheten keine Beachtung schenkten und nicht vom verkehrten Lauf umkehrten. Beide Male wurden der Tempel und die Stadt Jerusalem zerstört und für einen Überrest folgte eine Zeit im Exil. Dann folgt die Strafe an den Feinden des Volkes Gottes für ihr hartes Handeln: Im ersten Fall an Babylon und ihrem König Belsazar, im Fall der Endzeit durch den Untergang „Babylons der Grossen“ und bald schon dem Endgericht an den Nationen in Harmagedon! (Sach Kap.13)

 

In beiden Fällen erging eine dringliche Aufforderung: „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“ und dahingehend, dass das Unreine nicht weiter berührt werden darf! Sowohl bei der Rückkehr aus dem Exil, wie auch in der „Zeit des Endes“ folgt eine Zusammenführung eines getreuen Überrests aus allen Nationen hin auf den Boden Israels, indem Sendboten die gute Nachricht zur Rückkehr überbringen! (Jes 48:20; Jes 52:11, 66:19, 20; Jer 50:8; 51:45; Sach 2:6-9; 2.Kor 6:17; Off 18:4)

 

1)     In beiden Fällen kommen die Bestimmungen zum Jubeljahr mit der Rückkehr zum Grundbesitz zur Anwendung! Die Priester erhalten ihren vorherbestimmten Anteil!

2)     Der von Gott vorherbestimmte Zeitpunkt für das Ende der Zeit der Bestrafung in der Gefangenschaft des Exils muss erreicht werden. Wiederum wird dies durch Getreue bemerkt, wie im Falle Daniels und der siebzig Jahre Exil, die Jeremia zuvor angekündigt hatte (Da 9:1, 2). Im Falle der Endzeit sind es die „zwei Zeugen“, welche prophezeien (Off 11:3, 4).

3)     Wiederum erfolgen zum Ende dieses Systems ein Auszug aus der Verwirrung in der Anbetung falscher Götter Babylons und eine Rückwendung hin zur wahren und reinen Anbetung (Off 18:4).

4)     Wiederum wird vorab ein Altar auf Zion errichtet werden, durch „Spross“, in den Christenversammlungen seit Jesu Tod. Die „zwei Zeugen“ müssen das Resultat der Ausmessung durch Johannes verbreiten: „Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: `Steh auf, und miß das Tempel[heiligtum] Gottes und den Altar und die darin Anbetenden.`

5)     Der endgültige, der geistige Tempel wird durch Jesus neu erbaut, nach der bereits im ersten Jahrhundert erfolgten „Grundecksteinlegung“ und der auf der bestehenden „Grundlage der Apostel und der Propheten“ aufgebaut (Eph 2:19-22).

6)     Eine Rückkehr zum Familienbesitz, respektive die Zuteilung des Landes nun nicht nur in Judäa, nein vom Strom Euphrat bis zum Wildbachtal Ägyptens und der ganzen Erde mittels Zuteilung durch das Los (1.Mo 15:17-19; 1.Kö 4:21; Mat 5:5)

7)     Mauer um JerusalemDie Mauer um Jerusalem wurde restauriert und mit alten, behauenen Steinen erstellt. Jerusalem soll als offenes Land gebaut werden und Jehova selbst wird eine Mauer aus Feuer sein (Sach 2:5). Das „neue Jerusalem“ hat 12 Tore mit den Namen der „zwölf Stämme Israels“ und jedes Tor mit einem „Grundstein“ worauf der Name eines der Apostel steht: „Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel [[(gr. aggelos = Bote, Vorsteher)]], und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. Von Osten waren es drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore. Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.“ (Off 21:12-14).

8)     Die Stadt wird von Getreuen besiedelt, welche durch das Los respektive Erwählung bestimmt werden! „Glücklich sind die, die ihre langen Gewänder waschen, damit ihnen die Befugnis zuteil werde, zu den Bäumen des Lebens [zu gehen], und damit sie durch die Tore Eingang in die Stadt erlangen. Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.“ (Off 22:14, 15)

9)     Nun erst beginnt das „neue Jerusalem“ seine Verwaltungsaufgabe als „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“! In beiden Fällen, bei der Rückkehr aus dem Exil und im Millennium dienen Männer als Richter und Beamte die in theokratischer Form durch eine höhere Instanz eingesetzt werden! (Esr 7:25; Mat 19:28; 1.Kor 6:2, 3; Eph 1:10; Off 20:4-6)

10)  Die „Könige von Sonnenaufgang“ waren Cyrus und Darius, welche das frühere System Babylons niederwarfen und Freiheit gewährten, den Tempelwiederaufbau anordneten. Im Fall der Endzeit sind es Jehova und Jesus, den Er als „Spross“ und „König der Könige“ berufen hat (Jes 41:2, 3; Off 11:14, 15; 16:12).

11)  Der Statthalter Serubbabel schattet die zwölf Apostel vor, „die Braut, die Frau des Lammes“ als „Gehilfin“, die in der Frühauferstehung durch Jesus auferweckt werden (Sach 4:6, 7; Phi 3:11, 20, 21; Off 9:7, 9). Sie haben die Grundlage zum geistigen Tempel gelegt und müssen den Bau zusammen mit dem „Bräutigam“ durch Versiegelung des Überrests selbst beenden! (Eph 2:19-22)

12)  Der Hohepriester Josua und seine Mitpriester werden durch den versiegelten Überrest „treuer und verständiger Sklaven“ dargestellt, die Jesus mit den Aposteln zusammen in der Endzeit versiegeln und von denen viele die Apostel nach Harmagedon unmittelbar aktiv unterstützen, um das kommende Fest vorzubereiten und als Boten den Überrest erdenweit einzusammeln! (Jes 66:19, 20; Sach 3:8; Off 7:1-4)

 

Es bestehen viel zu viele exakte Übereinstimmungen der Aussagen der alten Propheten mit den Vorhersagen im oder hin zum „neuen Bund“, um als reinen Zufall deklariert zu werden! Derselbe Planer inspiriert und verschiebt die Mitspieler auch in der Endzeit, damit jeder an seiner Stelle die notwendigen Arbeiten ausführt, das Werk getan wird! 

 

Wir versuchen in Kombination mit all diesen Vorhersagen und der heutigen Realität uns so nahe wie möglich an die kommende Wirklichkeit der Wiederaufrichtung von Gottes „Königreich für Israel“ und der erdenweiten Verwaltung, dem geistigen Tempel heranzutasten! In beiden Fällen existiert eine Form der Priesterschaft und von Leviten, die rechtzeitig ihre Aufgaben wahrnehmen müssen.

 

Jene Priesterschaft Aarons war seit den Tagen Mose und dem Bundesschluss mit Levi zu Beginn des zweiten Jahres im Sinai bis zum Tod des Messias im Amt. Den Priestern Aarons zur Seite standen die Leviten. In Hesekiels Beschreibung im Kapitel 48 des kommenden Jerusalem, der Stadt „Jahwe-Schammah“ sehen wir zwei reservierte Gebiete, als jeweiliger „heiliger Beitrag“: Richtung Osten für die Priester und Richtung Westen für die Leviten.

 

Neues Jerusalem: Gottes kommende Regierungshauptstadt "Jahwe-Schammah"
 

Die Jünger des Christus wirkten als dessen „treue Sklaven“ ab Pfingsten bis zur Endzeit und erfüllten dadurch ohne formale Einweihung bereits Priesterdienste in den jeweilig durch sie als Jesu Boten oder Vorsteher, in Griechisch „Aggelos“, transliteriert „Engel  geführten Versammlungen. Dienstamtgehilfen standen ihnen zur Seite wie zuvor schon die Leviten den Priestern!

 

In beiden Fällen, beim Auszug aus Babylon und Rückkehr nach Judäa waren es zuerst nur wenig getreue Priester und Leviten aus Levis Stamm, die mit nach dem zerstörten Jerusalem zurückkehrten. Beim Auszug aus „Babylon der Grossen“ aber, sind es noch weniger, die dem Aufruf der Propheten und Apostel gleich zu Beginn Folge leisteten! Erst später folgen dann weitere! (Esr 1:5, 6, 36-42; Apg 1:6)

 

6.2.1.2          Wessen „Augapfel“ darf nicht angefasst werden? Zu Gott umkehren, damit Gott zu uns umkehrt!

Der Prophet Sacharja gibt die Worte die er hörte zum Teil in Form der dritten Person, Jehova betreffend wieder: „Dies ist, was Jehova sagt ...“ oder Jehova wurde zornig über eure Väter — und zwar sehr.“ Andere Passage dagegen werden in der ersten Person übermittelt: „... sie zollten mir keine Aufmerksamkeit.“

 

das WORT war bei GottDies lässt die Schlussfolgerung zu, dass ein Engel die übermittelnde Person ist oder wahrscheinlicher noch, „der Wortführer“ Gottes, der Engelfürst Michael. Johannes identifiziert ihn zu Beginn seines Evangeliums als „das WORT … war bei Gott“ (Joh 1:1-3).

 

In der Offenbarung ist es Michael, der als „Reiter auf dem weissen Pferd“ hin zum Sieg voranschreitet, von dem derselbe Johannes schreibt: „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd. … Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand außer ihm selbst kennt, und er ist in ein mit Blut besprengtes äußeres Kleid gehüllt, und der Name, nach dem er genannt wird, ist Das WORT Gottes.“ (Off 19:11-13)

 

Die Aussage Sacharjas zum Überbringer der Dinge die er niederschreiben musste scheint schon aufgrund der Wichtigkeit der Mitteilung entweder auf den Engel Gabriel oder eben gar auf Michael den „Fürsten“, Gabriels Vorgesetzten hinzudeuten. Michael ist jener Engel, „der zu Gunsten deines Volkes steht“, desjenigen Daniels (Da 12:1). Welchen die Schrift mit dem Mensch gewordenen Jesus identifiziert, als er nach dem Tod zum „Erzengel“, dem höchsten der vierundzwanzig gekrönten himmlischen Ältesten erhöht wurde: „Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und die lebenden Geschöpfe und die Ältesten, und ihre Zahl war Myriaden mal Myriaden und Tausende mal Tausende, die mit lauter Stimme sprachen: ‚Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segen zu empfangen.‘ “ (Off 5:11, 12). Diese Zusammenhänge kann niemand verstehen, der an einen „dreieinigen Gott“ glaubt, weil es solchen Aussagen wie die Faust aufs Auge widerspricht! Gott hat uns die Freiheit der Wahl gegeben, dem Irrtum und der Lüge anzuhängen oder nach Wahrheit zu forschen, wie nach Gold und Edelsteinen.

 

Von seiner Erhöhung berichtete danach der auferstandene Jesus am „Berg in Galiläa“, dass ihm „alle Macht und Autorität im Himmel und auf der Erde“ zugewiesen ward (Mat 28:19). Er hat die Führung im zweiten „neuen Himmel“ Gottes und im „ersten Himmel“ auf der Erde, im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ inne. Satan aber wurde aus seiner Position vor Gottes Thron innerhalb der 24 himmlischen Könige entfernt. Sein Platz wurde statt an Gottes Seite im dritten Himmel nun der zweite „alte Himmel.

 

Was meint die Bibel mit dem Ausdruck "alte Himmel" und "neue Himmel"?
 

Nun, mit dem Ertönen der letzten der „sieben Trompeten“ der Endzeit wird erneut Michael, der himmlische „Geist“ der als Jesus, das „geschlachtete Lamm“ an Gottes rechter Seite identifiziert werden muss! (Da 8:15, 16; 9:20-22; Lu 1:18, 19; 10:12:1; Jud 9; 1.Thess 4:16)

 

Es braucht gute Aufmerksamkeit des Lesers zu unterscheiden, wann der übermittelnde Engel Gottes von sich in erster Person spricht und wann er Gottes Wort in erster Person übermittelt! Hier ein Beispiel:

 

Der Augapfel, der nicht angetastet werden will*** Rbi8  Sacharja 2:6-9 ***

„Denn in Richtung der vier Winde der Himmel habe ich euch ausgebreitet“ ist der Ausspruch Jehovas.

7 „Heda, Zion! Entrinne, die du bei der Tochter Babylon wohnst. 8 Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚[Der] Herrlichkeit nachfolgend, hat er [[(Jehova)]] mich [(den übermittelnden Engel, Gottes Wortführer, Jesus)]] zu den Nationen gesandt, die euch ausplünderten; denn wer euch antastet, tastet meinen [[(Jesu)]] Augapfel an. 9 Denn siehe, ich [[(der von Jehova Ausgesandte)]] schwinge meine Hand gegen sie [[(die Nationen)]], und sie werden ihren Sklaven zur Beute werden müssen.‘ Und ihr werdet bestimmt erkennen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich gesandt hat.

 

Während Jehova Israel in die Richtung der „vier Winde“ über die ganze Erdoberfläche ausgebreitet hat, zerstreut zwischen die Nationen, warnt er die Feinde, dass wer jene Auserwählten anrühren würde, dies so sein würde, wie das Anrühren des Augapfels, das unmittelbare Reaktion hervorruft!

 

Wessen Augapfel wird nun angetastet? Jener Gottes oder jener Michaels, das zur Erde hin ausgesandte „WORT Gottes“: „Und ihr werdet bestimmt erkennen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich gesandt hat.“ Wenn wir vom Glauben an den dreieinigen Gott ausgehen, dann spielt es keine Rolle, wessen Auge da angetastet wird! Jehovas Auge kann niemand berühren, denn kein Mensch kann ihn sehen und leben! Michaels „Auge“ sind all jene die ihn als ihr „Haupt“ anerkennen, Diese sind erreichbar und Jehova reagiert darauf! Die Frühauferstandenen Apostel werden von Satans Same verfolgt, Jehova aber hat ihnen einen Fluchtort in der „Wildnis“ bereitet! „Aber die Nationen wurden zornig, und dein eigener Zorn kam und die bestimmte Zeit für die Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Sklaven, den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, die die Erde verderben.“

 

Offenbar spricht der Engel als Ausgesandter Gottes nun von sich selbst! Jehovas Zeugen z.B. interpretieren dies aber wie das Anfassen von Jehovas Augapfel. Das erzeugt eine Konfusion, die dem geschrieben Text aber widerspricht! „Der Engel Jehovas“ spielte stets eine gewichtige Rolle. Er ist ausser „Werkmeister“ der alles schuf auch der Anführer der himmlischen Heere, der in Harmagedon Jehovas „zum Schlag erhobene Hand“ gegen die Feinde der Auserwählten darstellt, der jede „Macht und Autorität zunichte machen“ wird. Jesus ist „Arm Jehovas“ ist „Hand Jehovas“ und auch „Auge Jehovas“. Stets handelt Jesus als Mensch und Michael als Engelfürst im Auftrag und Einvernehmen mit Gott: Trotzdem ist er wie jeder mit freiem Entscheidungsvermögen eine unabhängige Person!

 

Sacharja schrieb über Jesus: „ ‚Denn siehe, der Stein, den ich vor Jọsua gelegt habe! Auf dem einen Stein sind sieben Augen. Siehe, ich graviere seine Gravierung ein‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und ich will die Vergehung jenes Landes an einem Tag hinwegnehmen.‘ “ Die Offenbarung spricht von Jesus, dem „Grundeckstein“ als dem „Lamm“: „Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebenden Geschöpfe und inmitten der Ältesten ein Lamm stehen, als wäre es geschlachtet worden, das sieben Hörner und sieben Augen hatte, welche [Augen] die sieben Geister [[(gr. pneuma)]] Gottes bedeuten, die zur ganzen Erde hin ausgesandt worden sind.“ (Off 5:6) Jesus wird somit sowohl von Sacharja als der Offenbarung mit Augen identifiziert. Wer jene antastet, tastet indirekt Jesu „Auge“, dem von Jehova „Ausgesandten“ und damit Jehovas „Augapfel“ an!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autoritöt dieses Systems?
 

Erst dann in der Endzeit, wenn Jesus nun als Jehovas Urteilsvollstrecker handelt wird auch das fleischliche Israel verstehen, dass Jesus der Abgesandte Gottes, jener „Grundeckstein“ und Gottes „Auge“, seine „zum Schlag ausgestreckte Hand“ ist: „Und ihr werdet bestimmt erkennen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich gesandt hat.“ Bis zu jenem Zeitpunkt aber weigern sie sich Jesus anzuerkennen, dann aber wird es zu spät sein! Diesmal richtet sich das Wort offenbar direkt an die damaligen Zuhörer, zur Zeit Sacharjas und deren fleischliche Nachkommen!

 

Durch Jeremia bestätigte Jehova Sein Eingreifen gegen Juda und das von Nebukadnezar belagerte Jerusalem: „Und ich selbst will mit ausgestreckter Hand und mit starkem Arm und mit Zorn und mit Grimm und mit großem Unmut gegen euch kämpfen. Und ich will die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Mensch als Tier. Durch eine große Pest werden sie sterben.“ (Jer 21:5, 6)

 

Jesus aber wird bestimmt genau so wenig zu Gunsten jener einschreiten, die ihn bis zum Ende ablehnen, sondern zu Gunsten der von ihm als „Getreue“ Bezeichneten und seiner ihm folgsamen „Schafe“, die auch unter Verfolgung seine Gebote halten: Den am Gerichtstag Auserwählten! Jesus hat das Prinzip seines Gerichtes deutlich dargelegt:

 

Jesus ist das Licht der Welt*** Rbi8  Johannes 3:18-21 ***

Wer Glauben an ihn ausübt, wird nicht gerichtet werden. Wer nicht Glauben ausübt, ist schon gerichtet, weil er nicht Glauben an den Namen des einziggezeugten Sohnes Gottes ausgeübt hat. 19 Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht [[(zu Jesus)]], damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

 

Zum Licht zu kommen bedeutet, sich Wahrheit durch genaue Erkenntnis anzueignen! Dies ist mit Anstrengung verbunden.

 

Dann entsteht bei all den Prophezeiungen weiter die Frage, von welchem „Israel“ die Rede ist? Wir müssen auf der Zeitachse sehen, wo das Geschehen einzuordnen ist! Wäre es im ersten Jahrhundert gewesen, als die Römer Jerusalem umzingelten so hätte die Prophetie Jesu gelogen, denn Jehova hat offenbar Jerusalem im Jahre 66 bis 70 u.Z. nicht verteidigt, sondern seinen Heerführer Michael zurückbeordert und die Nation Juda, „Lo-Ruhama“ den Feinden schutzlos übergeben!

 

Das „Israel Gottes“ aber wird Jehova durch Jesus verteidigen, „damit Fleisch gerettet werde“ (Mat 24:22). Die Rede ist vom Zeitpunkt von Jesu Rückkehr, nach dem Gerichtstag, wobei nicht jeder gerettet wird: „Und es wurde jedem von ihnen ein weißes langes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, noch eine kleine Weile zu ruhen, bis auch die Zahl ihrer Mitsklaven und ihrer Brüder voll wäre, die daran waren, getötet zu werden, so wie auch sie [getötet worden waren].“ (Off 6:11)

 

Betrifft die Aussage Sacharjas hinsichtlich dem „Augapfel“ aber die Endzeit, so ist es das geistige „Israel“, die „am Herzen Beschnittenen“ die beschützt werden sollen, die ja während der „grossen Drangsal“ auf eine harte Probe gestellt werden, wer treu und wer eben nicht treu ist „bis in den Tod“! Es gilt zudem zwischen dem 1. und dem 2.Tod zu unterscheiden!

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:10-11 ***

Fürchte dich nicht vor den Dingen, die zu leiden du im Begriff bist. Siehe! Der Teufel wird fortfahren, einige von euch ins Gefängnis zu werfen, damit ihr völlig auf die Probe gestellt werdet, und ihr werdet zehn Tage lang Drangsal haben. Erweise dich als treu selbst bis in den Tod, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt: Wer siegt, der wird keinesfalls vom zweiten Tod Schaden erleiden.‘

 

Dann aber, nach dem Gerichtstag, wo die getreuen „Schafe“ auf Jesu rechte Seite gestellt sind und nach dem Tag der „Hochzeit des Lammes“, wo die letzten der 144.000 „treuen Sklaven“ versiegelt worden sind tritt dies in Kraft, was Sacharja vorhersagte: „[Der] Herrlichkeit nachfolgend, hat er mich zu den Nationen gesandt, die euch ausplünderten; denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“ Die Auserwählten dürfen nicht weiter angetastet werden! Sie haben die Prüfung bereits bestanden!

 

Dieser Umstand wird durch Jesus selbst in seinen Aussagen zur Endzeit bestätigt, wenn er sagt, dass „Fleisch“ gerettet werden wird, um der Auserwählten willen:

 

*** Rbi8  Matthäus 24:20-22 ***

Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag; 21 denn dann wird große Drangsal sein, wie es seit Anfang der Welt bis jetzt keine gegeben hat, nein, noch wieder geben wird. 22 Tatsächlich, wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

 

Die Auserwählten sind somit nicht irgend eine Religionsgruppe, wie dies fast alle Religionsführer für ihre Kirche in Anspruch nehmen und dabei die anderen zu Feinden Gottes erklären, sondern es sind eindeutig die, welche Jesus in der Offenbarung deutlich identifiziert, die Gegenstand des Hasses Satans sind, weil sie doch Jesu Aufforderung gefolgt sind und „Babylon die Grosse“ verlassen haben und keines der drei „wilden Tiere“ anbetete:

 

Satan, die Urschlange, welche die ganze Welt irreführt *** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau [[(die himmlische (Off 12:1, 5, 6), die die „neue Nation“ geboren hat)]] und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens [[(vergl. 1.Mo 3:15)]], die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben.

 

Satan kontrolliert als „Gott dieses Systems“ Religion, Politik und Wirtschaft und alle die ihm zu Diensten stehen stellen sich gegen jene Minderheit, die Jesu Gebote halten und die gute Botschaft predigen.

 

Die „Frau“, deren Vertreter hier auf Erde sind die frühauferstandenen Apostel in ihrer Abgeschiedenheit in der Wildnis. Die „Übriggebliebenen ihres Samens“ sind all jene, die weiterhin an Gottes Geboten festhalten und bis zum Ende für Jesus Zeugnis ablegen (Off 12:5, 6). Diese fördern nicht eine bestimmte Sekte oder Religion, die doch an der Stelle Jesu als Retter auftreten, sei dies im eigenen Namen, im Namen Gottes oder in Jesu Namen. Im Gegenteil, jene Getreuen halten am geschriebenen Wort der Wahrheit fest! Sie anerkennen nur Jesus als ihren Herrn, König und Hohenpriester, als ihr „Haupt“. Fremde Götter und „falsche Christusse“, wie sich Religionsführer erweisen aber lehnen sie ab! Jehova ist und bleibt einziger Gott der Anbetung verdient!

 

*** Rbi8  Jesaja 42:8 ***

Ich bin Jehova. Das ist mein Name; und keinem sonst werde ich meine eigene Herrlichkeit geben noch meinen Lobpreis gehauenen Bildern.

 

Genauer betrachtet erweisen sich alle Religionen als Abspaltungen vom „Leib des Christus“ und lehren in der einen oder anderen Form „eine andere gute Botschaft“ (Gal 1:8-10). Beachten wir dabei, dass das Sabbatgebot auch unter grosser Bedrückung eingehalten werden muss und Christen deshalb darum beten, dass ihre „Flucht nicht am Sabbattag“ sei, was auch Gottes Festzeiten einschliesst, die alle ebenso Sabbate sind! „Betet unablässig, daß eure Flucht nicht zur Winterzeit erfolge noch am Sabbattag.“ Die allermeisten christlichen Religionen ehren den Sonntag, Jehovas Zeugen dagegen jeden Wochentag, weil sie behaupten überhaupt nicht unter GESETZ zu sein. Die Sabbatisten und einige andere Gruppen haben jene Schriftstelle aber richtig erkannt und einige halten sich wirklich daran! Die Adventisten beschränken es auf den Wochensabbat, lassen Neumonde und Feste ausser Betrachtung.

 

6.2.1.3          Lasst euch nicht von „falschen Propheten“ mitten unter euch betrügen!

Jehova aber fordert durch Sacharja eine Umkehr von allen Arten von schlechten Handlungen! Nicht auf ihn zu hören, sondern den „falschen Propheten“ nachzufolgen, die Frieden und Straffreiheit verkünden muss schwerwiegende Folgen haben: Gottes Zorn auf sich zu ziehen!

 

 *** Rbi8  Sacharja 1:1-4 ***

Im achten Monat, im zweiten Jahr des Darius, erging das Wort Jehovas an Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten, und lautete: 2 Jehova wurde zornig über eure Väter — und zwar sehr.

3 Und du sollst zu ihnen sagen: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „ ,Kehrt um zu mir‘ ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und ich werde zu euch umkehren‘, hat Jehova der Heerscharen gesagt.“ ‘

4 ‚Werdet nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten zuriefen, indem [sie] sprachen: „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Kehrt bitte um von euren schlechten Wegen und von euren schlechten Handlungen.‘ “ ‘

,Aber sie hörten nicht, und sie zollten mir keine Aufmerksamkeit‘ ist der Ausspruch Jehovas.

 

Obwohl Israel zur Strafe für siebzig Jahre im Exil war, weil sie Gottes Sabbatverordnung missachtet hatten, so begann bereits kurz nach ihrer Rückkehr aus dem Exil erneut ein Abfall von Jehovas Geboten! Offensichtlich vergessen wir Menschen Strafgerichte recht schnell, sobald es uns wiederum etwas besser geht! Die Warnung an die Zurückgekehrten lautet: „Werdet nicht wie eure Väter“, die wohl die Warnungen vernahmen aber nicht darauf hörten und somit auch nicht entsprechend handelten!

 

Der Prophet Esra, einer der später erst aus dem Exil nach Jerusalem zurückgekehrten Priester (siehe „I“ auf Zeitband Rückkehr Exil) beschrieb die ganze Zeit vom Auszug bis zur Beendigung des Tempelbaus und noch einige darüber hinaus.

 

Der Cyrus.Cylinder der die Freigabe Judas aus dem Exil bestätigt*** Rbi8  Esra 1:1-4 ***

Und im ersten Jahr des Cyrus, des Königs von Persien, erweckte Jehova den Geist des Cyrus, des Königs von Persien, damit das Wort Jehovas aus dem Mund Jeremias erfüllt würde, so daß er einen Ruf durch sein ganzes Reich ergehen ließ und auch schriftlich, der besagte:

2 „Dies ist, was Cyrus, der König von Persien, gesagt hat: ‚Alle Königreiche der Erde hat Jehova, der Gott der Himmel, mir gegeben, und er selbst hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. 3 Wer immer unter euch von seinem ganzen Volk ist: Es möge sich erweisen, daß sein Gott mit ihm ist. So ziehe er hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus Jehovas, des Gottes Israels — er ist der [wahre] Gott —, das in Jerusalem war, wieder auf. 4 Was irgendeinen betrifft, der übriggeblieben ist von allen Orten, wo er als Fremdling weilt, so mögen die Männer seines Ortes ihm mit Silber und mit Gold und mit Habe und mit Haustieren sowie mit der freiwilligen Gabe für das Haus des [wahren] Gottes, das in Jerusalem war, beistehen.‘ “

 

Keine Frage, wer Auftraggeber für die Rückkehr der Juden aus dem ganzen persischen Weltreich war: Es war Jehova selbst, der das Herz des Cyrus erweckt hatte. Bestimmt geschah dies durch den Propheten Daniel, der ja vor jenen „Königen von Sonnenaufgang“, dem Cyrus und dem Darius wiederum diente! Der Cyrus-Zylinder nimmt auf das Dekret Bezug. Er ist im British Museum in London zu sehen. Auch der griechische Geschichtsschreiber Xenophon nahm später in seinem Werk  darauf Bezug, wo er über „Die Erziehung des Kyros“ (Cyrus) schreibt und dessen Befehl Jerusalem und den Tempel erneut zu bauen erwähnt. Es wird als erste Menschenrechts-Charta bezeichnet, die jedem Volk gewisse Autonomie bestätigt was Anbetung und Gebote ihrer Götter betrifft.

 

Das persische ImperiumWenn wir diesen Befehl des Cyrus auf die heutige Zeit übertragen, so müssten sich der persische Präsident Ahmadinedschad und sein Nachfolger Hassan Rosani sich eigentlich auf ihren grossen Vorgänger besinnen und den Befehl den jener gab nicht einfach rundweg verneinen. Wenn Cyrus die Gefangenen Juden nicht ziehen liess, so wäre doch Persien (Iran) offenbar nicht in der Lage gewesen, seine Gefangenen zurückzuhalten und sein Territorium zu sichern, was der Nation doch nur zur Schande wäre!

 

Die Rückkehr aus dem Exil und der Beginn des Tempelbaus waren daraufhin in Angriff genommen worden. Der Bau des Tempels wurde aber aufgrund der äusseren Angriffe der Feinde unterbrochen und sollte nun auf Grund der von Gott gesandten Propheten Sacharja [G] und Haggai [G] zu Ende geführt werden. Der Tempel sollte wiederum das geistige Zentrum Israels werden, wohin sich die Gebete des ganzen Volkes an ihren Gott Jehova richteten. Daniels Verbleib in der Löwengrube, wohin Darius ihn verurteilt hatte und wo Jehova ihn beschützte hatte auf den König von Babylon und dessen Hausherrn, Cyrus ohne Zweifel Eindruck hinterlassen!

 

Die täglichen Opfer, die Neumonde und Sabbate und vor allem die Festzeiten Jehovas verbanden das Volk mit dem Tempel und damit zu Jehova. Die Strafe des Exils hatte zuvor doch mit Vernachlässigung des Sabbatgebotes zu tun gehabt, so dass das Land schlussendlich „Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen“! Der Prophet Samuel hatte darüber geschrieben:

 

*** Rbi8  2. Chronika 36:20-21 ***

Ferner führte er die vom Schwert Übriggebliebenen [[(unter der Hand Nebukadnezars 607 v.u.Z.)]] gefangen nach Babylon hinweg, und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das Königshaus von Persien zu regieren begann, 21 um Jehovas durch den Mund Jeremias [gesprochenes] Wort zu erfüllen, bis das Land seine Sabbate abgezahlt hatte. Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen.

 

Auch während der Bauzeit des Tempels mussten Gottes GESETZE geachtet werden! Der Sabbat war und blieb ein Ruhetag für Jehova! Die Neumonde, Festzeiten und das Sabbatjahr sollten wiederum respektiert werden und die täglichen Opfer erforderten vom Volk, von Priestern und Leviten ihre Anstrengungen! Jeremias Worte an das abtrünnige Juda hatten sich vollkommen erfüllt gehabt! All die falschen Propheten, die Jerusalem „Frieden und Sicherheit“ verkündet hatten, als die Truppen Nebukadnezars anmarschierten und all jene, die Wahrsagerei betrieben oder die dubiose Träume hatten waren beschämt worden!

 

Wahrsagerei vom Jehova verpönt*** Rbi8  Jeremia 29:8-12 ***

Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen hat: Laßt euch nicht von euren Propheten, die mitten unter euch sind, und von denen von euch, die Wahrsagerei treiben, betrügen, und hört nicht auf ihre Träume, die sie träumen. 9 Denn ‚in Falschheit prophezeien sie euch in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt‘ ist der Ausspruch Jehovas.“ ‘ “

10 Denn dies ist, was Jehova gesagt hat: ‚In Übereinstimmung mit der Erfüllung von siebzig Jahren in Babylon werde ich euch meine Aufmerksamkeit zuwenden, und ich will euch gegenüber mein gutes Wort bestätigen, indem ich euch an diesen Ort zurückbringe.‘

11 ‚Denn ich selbst weiß ja, welche Gedanken ich euch gegenüber habe‘, ist der Ausspruch Jehovas, ‚Gedanken des Friedens und nicht des Unglücks, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. 12 Und ihr werdet mich gewiß anrufen und kommen und zu mir beten, und ich will auf euch hören.‘


Im Namen Jehovas zu prophezeien ist kein gesichertes Signal dafür, dass Vorhersagen auch wirklich von Jehova sind! Darum gilt es Propheten und deren Aussagen anhand des Schriftwortes genau zu untersuchen! Jehova widersprach sich nicht in der Vergangenheit und das bleibt heute wahr und in Zukunft: Der letzte Tempel wird durch „Spross“ fertig gebaut werden! Er soll darin als Hoherpriesterkönig dienen! Viele „falsche Propheten“ existierten in Israel und es gibt sie heute in der Christenheit! Auf die Aussagen der wahren Propheten in Gottes Wort ist zu vertrauen!

 

Weder Zionismus und die 1948 errichtete Nation Israel noch die Aufrichtung eines usurpierten Königreiches, wie das der Zeugen Jehovas u.a. geniessen Gottes Anerkennung, weil beide Gottes Anordnungen nicht erkannt haben und Gottes Plan vorauszueilen versuchen!

 

6.2.1.4          Die Prophezeiung der siebzig Jahrwochen steht im Zusammenhang mit dem Mauerbau Jerusalems!

Jehova hatte inzwischen sein Wort erfüllt und Israel nach siebzig Jahren Exil auf ihre Erde zurückgebracht! Würden sie nun aber den Bund halten das ganze GESETZ einzuhalten?

 

Sie schlossen unter Esra einen einseitigen Bund im Hinblick darauf, allen Geboten ihres Gottes künftig zu gedenken, um sie zu erfüllen. Dieser spezifische Bundesbruch hatte zur Folge, dass Gott zur Zeit, wo sie Seinen himmlischen Abgesandten Jesus, den „Propheten gleich mir“ (Mose) verwarfen und töteten, er am Ende der siebzigsten Jahrwoche auch sie verwarf und über sein Volk das Urteil vollzog, das er durch Hosea an „Lo-Ruhama“ vorhergesagt hatte: „Ich werde ihr kein Mitleid mehr zeigen.“ Die Nation Juda hatte ihren Kredit verspielt.

 

Jehova wollte doch durch die Ankündigung Jeremias und Daniels, dass sie bereits in der Verbannung Hoffnung auf Kommendes haben sollten! Darum hatten ihnen die früheren Propheten Jesaja, Hesekiel, Jeremia und Daniel schon zuvor ausser der Gerichtsbotschaft auch die Botschaft der Hoffnung auf Rückkehr und Wiederaufbau des Tempels gebracht! Alle diese Propheten aber berichteten von einer weit grösseren Hoffnung im Zusammenhang mit der zu erwartenden Wiederkehr des Messias!

 

Eine der gewichtigen Vorhersagen die der Engel Gabriel dem gealterten Propheten Daniel am Ende der Zeit des Exils gebracht hatte betraf die Arbeit am Aufbau der Schutzmauer um Jerusalem, die auch als ein Symbol der geistigen Mauer des „Neuen Jerusalem“ symbolische Bedeutung hat! Die Apostel gelten als zwölf Grundsteine der zwölf Tore und die 144.000 kommenden Priesterkönige bilden jene symbolische Schutzmauer um jene künftige Stadt Jerusalem mit Namen „Jahwe Schámmah“, was bedeutet „Jehova selbst ist dort“ (Hes 48:35 FN)

 

Das GESETZ des Christus
 

Daniels Vorhersage der „siebzig Jahrwochen“ [L] steht somit in direkter Verbindung mit jenen Dingen um den geistigen Tempel und die geistige Mauer Jerusalems, da damit das erste Erscheinen des „Spross“ zusammenhängt, des Messias, wo Daniel vorhersagt, dass „das Hochheilige gesalbt“ werden solle und wo Gerechtigkeit und Sühne herbeigeführt würden!

 

Der Nahe Osten in der Prophezeiung*** Rbi8  Daniel 9:24-26 ***

Siebzig Wochen sind es, die über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt worden sind, um die Übertretung zu beendigen und der Sünde ein Ende zu bereiten und für Vergehung Sühne zu leisten und Gerechtigkeit herbeizuführen auf unabsehbare Zeiten und ein Siegel auf Vision und Prophet zu drücken und das Hochheilige zu salben. 25 Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [daß] es vom Ausgehen des Wortes [[(aus dem Mund des Cyrus)]], Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis [zu dem] Messias, [dem] Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden. Sie wird wiederkehren und tatsächlich wieder gebaut werden, mit einem öffentlichen Platz und Graben, aber in der Bedrängnis der Zeiten [[(nach der Rückkehr aus dem Exil zufolge harter Feindschaft der damaligen Bewohner Judas und dessen Nachbarn)]].

26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird [der] Messias abgeschnitten werden mit nichts für sich selbst.

Und die Stadt und die heilige Stätte, das Volk eines Führers [[(Roms Kaiser Vespasian und seines Sohnes, des Generals Titus)]], der kommt, wird sie ins Verderben bringen. Und das Ende davon [[(in unseren Tagen der Endzeit)]] wird durch die Flut [[(der dschihadistischen „Streitarme“ des „Königs des Nordens“)]] sein. Und bis zum Ende wird es Krieg geben; das, was beschlossen ist, sind Verwüstungen.

 

Übertretung soll am Tag Harmagedons erst beendet werden, kündet Daniel an! Sünde soll schlussendlich ein Ende finden und für Vergehung würde zuvor schon Sühne geleistet werden. Das waren alles Begriffe die Juden geläufig waren, mit denen aber heutige Christen Verständnisprobleme haben. Israel (der Rest „Jakobs“, die Nation Juda) war zur Strafe für Übertretung während siebzig Jahren im Exil gewesen. Nun, kurze Zeit nach ihrer Rückkehr und erneutem Bundesschluss Gottes Gebote zu halten kam es erneut zum Abfall, wie dies der Prophet Maleachi deutlich zeigt. Gottes Strafankündigung gegen den „Bund mit Levi“ und den „Bund mit den vielen“, „Lo-Ruhama“ sollte zu ihrem Ende kommen und jeder sollte von Schuld durch Sünde und Fluch befreit werden, was erst das vom Messias vergossene eigene Blut rechtfertigte. Hierzu musste mittels Taufe ein neues Bundesversprechen gehalten werden, das „GESETZ des Christus“ auch in geringen Dingen einzuhalten.

 

Hosea soll eine Prostituierte heiratenDie Geduld Jehovas mit seinem Volk würde sich erschöpfen, so hatte es Jahrhunderte zuvor schon der Prophet Hosea vorhergesagt! Jehova hatte der unehelichen Tochter „Lo-Ruhama“ deutlich angekündigt, dass er ihr „keine Barmherzigkeit“ erzeigen würde!

 

Jehova erklärte, dass Söhne und Tochter alle Nation bedeuten ein und derselben hurerischen Mutter wären, die sich von ihm entfernen würden, weil andere „Väter“ wären, aufgrund geistiger Hurerei mit ihrer Mutter „Gomer“. Hosea sollte durch diese harte Lehre im Kleinen, der Familie die Realität im Grossen, innerhalb jener daraus entstehenden Nationen kennen lernen!

 

Jesreel zeigte sich durch das abgespaltene Zehnstämmereich Samaria. 740 v.u.Z. kam das Gericht über jene Nation und sie wurden durch die Assyrer im ganzen Reich zerstreut.

 

Die 537 v.u.Z. aus dem Exil Zurückgekehrten entsprachen „Lo-Ruhama“, deren „Mutter“ die ungetreuen Levis waren. Beide kehrten nach Jerusalem zurück. 

 

Maleachi redete vorab zu den verantwortlichen Priestern und kündigte an, dass der Bund mit ihnen, der „Bund mit Levi“ zu seinem Ende kommen werde, was sich unmittelbar beim Tod Jesu und seiner Erhöhung zum Hohepriesterkönig erfüllte. Jehova würde mit und durch den Messias einen „neuen Bund“ schliessen: Für ein künftiges Königpriestertum, das nun von Wohlverhalten jener abhing, welche den Bund mittels Taufe, „im Namen des Vaters (Jehova), des Sohnes (Jesu) und des heiligen Geistes (der Schriften)“ annehmen würden! Das dritte Kind derselben Mutter „Gomer“ wurde „Lo-Ammi“ genannt, das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ ohne territorialen Anspruch, weil doch Jesu Erbe nicht bloss Israel, sondern die ganze Erde werden würde, wenn die dann verurteilten „Erblasser“ am Tag Harmagedon alles zurücklassen würden!

 

All dies stand und steht weiterhin somit mit „dem Messias, dem Führer“ in direktem Zusammenhang, den die Propheten angekündigt hatten! Warnung und Hoffnung wurden wiederum miteinander verknüpft! Wer den von Jehova vorhergesagten und von ihm gesandten Messias ablehnen würde, der für das „abgeschnitten werden“ des Messias verantwortlich wäre, der käme unter einen „Fluch“.

 

Die nächste Zerstörung Jerusalems, des Tempels durch „das Volk eines Führers“ würde Judäa erneut ins Verderben bringen! „Und die Stadt und die heilige Stätte, das Volk eines Führers, der kommt, wird sie ins Verderben bringen.

 

Das „Ausgehen des Wortes Jerusalem wiederherzustellen“ sollte somit nach dem Exil ein Eckpfeiler sein, um berechnen zu können, wann der Messias erscheinen sollte! Daniel aber sagt gleichzeitig bereits den Tod des Messias vorher: „... nach den zweiundsechzig Wochen ... in der Mitte der Woche“. Das Wort „Abschneiden“ bedeutet Todesstrafe, die auf ein Vergehen verhängt wird. Hier aber würde es etwas „Hochheiliges“ treffen, also die Tötung des unschuldigen Messias wurde am Ende von dreieinhalb Jahren vorausgesagt, der „Mitte der Woche“!

 

Daniel kündigt zudem die lange Zeit an, die danach folgen würde „bis zum Ende“, wo Kriege sich ablösen und bis zum Abschluss Verwüstungen sein würden! Das alles wäre erneut die Folge davon, weil Israel den Warnungen kein Gehör schenken und am Tod des Messias auch danach noch mitschuldig sein würde!

 

*** Rbi8  Daniel 9:27 ***

Und er soll [den] Bund für die vielen eine Woche lang in Kraft halten; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Opfergabe aufhören lassen.

Und auf dem Flügel abscheulicher Dinge [[(der Römer, als damaliger „König des Südens“)]] wird der sein, der Verwüstung verursacht [[(als Hauptverursacher Satan selbst)]]; und bis zu einer Ausrottung [[(am Tag Harmagedons)]] wird sich dann gerade das, was beschlossen ist, auch über den verödet Liegenden [[(„Lo-Ruhama“)]] ergießen.“

 

Die für Jehova annehmbaren Opfergaben würden im Tempel ein Ende finden. Das geschah unmittelbar mit Jesu Tod, weil er das letzte grosse annehmbare Opfer für Jehova darstellte, das Sünden vollkommen zu tilgen in der Lage war! Alle späteren Opfer konnten diese Aufgabe nicht einmal Ansatzweise wie zuvor unter dem „Bund mit Levi“ erfüllen, als sie Sünde zuzudecken vermochten, nicht aber Aufhebung des „Fluches“ bewirkten! Die Verwüstung folgte noch zu Lebzeiten derselben Generation (Mat 23:33-36; 24:34) durch die römischen Truppen unter General Titus im Jahre 70 u.Z. Seither ist das Königtum Judas verödet und eine letzte „Ausrottung“ folgt am Tag Harmagedons. Dann aber soll durch „Spross“ der neue Tempel und die endgültige „Schutzmauer“ um das „neue Jerusalem“ erbaut werden.

 

Aufmerksame Juden verfolgten somit das Geschehen um den Beginn der siebzig Jahrwochen, um sie richtig deuten zu können: „Das Ausgehen des Wortes, Jerusalem wieder zu erbauen“ ist Beginn, erfolgte durch Artaxerxes I., mit dem Übernamen „Longimanus“ aus dem Geschlecht der Achämeniden. Im Jahre 455 v.u.Z., 82 Jahre nach der Rückkehr Judas aus dem Exil erteilte er Auftrag Jerusalem fertig zu stellen, was sein Vorgänger durch Dekret unterbunden hatte.

 

Bald schon danach erkannten die Juden, dass die „siebzig Wochen“ in der Prophezeiung Daniels in Wirklichkeit jeweils sieben Jahre bedeuteten: „… ein Tag für ein Jahr“ lautete der prophetische Spruch! (4.Mo 14:34)Und du solltest wissen und die Einsicht haben, [daß] es vom Ausgehen des Wortes, Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen, bis [zu dem] Messias, [dem] Führer, sieben Wochen, ferner zweiundsechzig Wochen sein werden.

 

Artaxerxes I.   [1]

 

Perserreich 500 v.Chr   Artaxerxes Longimanus, der Sohn von Xerxes I., ist der in Esra 7:1-28 und Nehemia 2:1-18; 13:6 erwähnte König. Während die meisten Nachschlagewerke das Jahr 465 v. u. Z. als Zeitpunkt seiner Thronbesteigung angeben, sprechen stichhaltige Gründe für das Jahr 475 v. u. Z. (Siehe PERSER, PERSIEN [Die Regierung des Xerxes und des Artaxerxes].)

 

   Artaxerxes Longimanus gestattete während seiner Regierungszeit dem Priester Esra und auch Nehemia, nach Jerusalem zu reisen (Esr 7:1-7; Ne 2:1, 7, 8). Geschichtsschreiber des Altertums beschreiben ihn als allgemein gütig und großzügig. Das stimmt mit den Maßnahmen überein, die Longimanus im 7. Jahr seiner Regierung (468 v. u. Z.) traf, als er Esra „all sein Begehren gewährte“ und ihm in einem Erlaß Silber, Gold und Gefäße für den Tempel zugestand sowie Proviant in Form von Weizen, Wein, Öl und Salz (Esr 7:6, 12-23; 8:25-27). Diese großzügige Spende mag erklären, weshalb Artaxerxes in Esra 6:14 zusammen mit Cyrus und Darius als einer von denen aufgeführt wird, die durch ihren Befehl dazu beigetragen haben, daß der Tempel ‘gebaut und beendet’ wurde, obwohl der eigentliche Bau bereits etwa 47 Jahre zuvor, im Jahr 515 v. u. Z., vollendet war. Der Erlaß des Königs gab Esra sogar die Befugnis, Magistrate und Richter einzusetzen, die Gottes Gesetz (sowie das Gesetz des Königs) lehren und, wenn nötig, gegen Übertreter die Todesstrafe verhängen sollten (Esr 7:25, 26).

 

   Im 20. Jahr seiner Herrschaft (455 v. u. Z.) gestattete Artaxerxes Longimanus Nehemia, nach Jerusalem zurückzukehren und die Mauern und die Tore der Stadt wieder aufzubauen (Ne 2:1-8). Da dieses in Daniel 9:25 erwähnte Ereignis zeitlich mit dem verheißenen Kommen des Messias in Verbindung steht, ist es sehr wichtig festzustellen, in welches Jahr das 20. Jahr des Artaxerxes fällt.

 

6.2.1.5          Gottes Bestimmungen erreichten die Vorväter, sie aber handelten nicht danach

Während des Wiederaufbaus des Tempels kamen nun weitere von Gott gesandte Propheten, um die wegen des harten Widerstandes der Feinde „geschwächten Hände zu stärken“! Sie sind für uns von besonderem Interesse im Hinblick auf die Endzeit und ihre „grosse Drangsal“ und die darauf folgende Einweihung des neuen, geistigen Tempels und der 144.000 Priesterkönige! Damit verbunden ist auch die Fertigstellung der geistigen „Mauer“ rund um Jerusalem mit ihren „Toren“.

 

Die Propheten Haggai und Sacharja mussten die Wiederaufnahme der Arbeiten am Bau des Tempels durch ihre Vorhersagen festigen. Sie kündeten das Kommen des Messias, von „Spross“ an. Dessen Erscheinen sollte ja im Einklang mit der Vorhersage Daniels über die „siebzig Jahrwochen“ sein. Dies war abhängig vom Befehl zur Wiederherstellung Jerusalems mit dem Beginn des Wiederaufbaus der Mauer rund um Jerusalem! [L]

 

Der Tag des Jüngsten Gerichts: 21. Mai 2011. Die Bibel garantiert es!???Eine durchaus vergleichbare Situation besteht heute, am Ende dieses Systems, wenn Satan gegen die „Heiligen des Allerhöchsten“ (Da 7:18), die Apostel und ihren „Samen“, das „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“, den aktiven Überrest der „treuen Sklaven“ grosse Wut hat, weil er weiss, dass ihm nur noch eine „kurze Frist“ gewährt bleibt! (Off 12:12)

 

Es braucht in unseren Tagen Mut die gute Botschaft und die Ankündigung des folgenden Gerichts weiter zu verbreiten! Selbst dann, wenn einige Monate voller innerer Sicherheit den Vorhersagen vorauseilen. Dazu ist auch erneut der Aufruf notwendig“ „Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Kehrt bitte um von euren schlechten Wegen und von euren schlechten Handlungen.‘ “ Gott bietet erneut an, dass auch Er zu uns umkehren wird, wenn wir von unseren schlechten Handlungen ablassen würden. Jehova aber schlussfolgerte damals, was auch auf die Christenheit im Allgemeinen zutrifft: „... sie zollten mir keine Aufmerksamkeit.“

 

Sacharja erinnerte seine Landsleute an die Vergänglichkeit des Menschen und im Gegensatz dazu an die Unvergänglichkeit der Worte Gottes! Diese unvergänglichen Worte sind somit ebenso direkt an uns heute gerichtet!

 

*** Rbi8  Sacharja 1:5-6 ***

‚Was eure Väter betrifft, wo sind sie? Und was die Propheten betrifft, lebten sie auf unabsehbare Zeit weiter? 6 Was jedoch meine Worte und meine Bestimmungen betrifft, die ich meinen Knechten, den Propheten, gebot, erreichten sie nicht eure Väter?‘ So kehrten sie um und sprachen: ‚Gemäß dem, was Jehova der Heerscharen im Sinn hatte, uns zu tun gemäß unseren Wegen und gemäß unseren Handlungen, so hat er mit uns getan.‘ “

 

Jene Väter im Exil wurden durch die Worte der damaligen Propheten wie Jeremia, Hesekiel und Daniel erreicht! Vor der Zerstörung Jerusalems wollten sie nicht darauf achten, sondern hörten eher auf ihre religiösen und politischen Führer, die von Jehova bereits verworfen waren und die ihnen „Frieden und Sicherheit“ verkündigten, ohne von den Sünden abzukehren!

 

*** Rbi8  Klagelieder 2:14 ***

Deine eigenen Propheten haben für dich in Visionen wertlose und unbefriedigende Dinge geschaut,

Und sie haben deine Vergehung nicht aufgedeckt, um deine Gefangenschaft abzuwenden,

Sondern sie schauten für dich in Visionen ständig wertlose und irreführende prophetische Sprüche.

 

Erst als das Strafgericht sie mit voller Härte traf kehrte der überlebende Überrest im Exil erneut zu Jehova um! Die Klagelieder geben einen Eindruck davon, wie sehr sie ihren Tempel und ihre Eigenständigkeit unter Gottes Führung vermissten. Sie hatten das Gericht Jehovas erfahren und wussten, dass sie diese Strafe verdient hatten!

 

Ermutigt durch die Propheten Sacharja und Haggai kam es unter der Führung Serubbabels und Esras bereits zur Fertigstellung des Tempels und dessen vollkommener Einweihung! Die aufmunternden Worte Jehovas hatten ihre Wirkung getan! Von der Grundlegung bis zur Einweihung waren inzwischen rund sechsundzwanzig Jahre vergangen! [E-H]

 

Rückkehr Judas aus dem Exil und Wiederaufbau des Tempels
 

6.2.1.6          Nehemias Anerkennung der Fehler der Väter und der eigenen Fehler

Was nun war das Geschehen, um das von Daniel angekündigte „Ausgehen des Wortes Jerusalem wieder zu erbauen“? Das steht in Verbindung zum Wirken des Propheten Nehemia! Er spielte dabei eine führende Rolle! Über achtzig Jahre waren seit dem Auszug bereits vergangen, der Tempel war längst beendet, in Jerusalem gab es erst wenige Häuser und die Mauern waren immer noch niedergebrochen. Die Stadt war ohne Schutz! Als Nehemia von seinem Bruder Hanani in Susa besucht wurde, der von Jerusalem her kam und vom nach wie vor verödeten Zustand der Stadt redete, da begann Nehemia sich in Trauer direkt im Gebet an Jehova zu wenden. Er stellte dabei sein Vertrauen in den Bund Gottes ins Zentrum 

 

*** Rbi8  Nehemia 1:4-7 ***

Und es geschah, sobald ich diese Worte [[(von Hanani)]] hörte, daß ich mich niedersetzte und zu weinen begann und tagelang trauerte, und ich fastete unablässig und betete vor dem Gott der Himmel. 5 Und ich sagte dann: Ach, Jehova, du Gott der Himmel, du großer und furchteinflößender Gott, der den Bund und [die] liebende Güte gegenüber denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten, 6 möge bitte dein Ohr aufmerksam und mögen deine Augen geöffnet werden, um auf das Gebet deines Knechtes zu hören, das ich heute, Tag und Nacht, hinsichtlich der Söhne Israels, deiner Knechte, vor dir bete, während ich die Sünden der Söhne Israels bekenne, mit denen wir gegen dich gesündigt haben. Wir haben gesündigt, sowohl ich als auch das Haus meines Vaters. 7 Wir haben zweifellos verderbt gegen dich gehandelt und haben die Gebote und die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen nicht eingehalten, die du deinem Knecht Moses als Befehl gegeben hast.

 

"Euer Kinder werden Allah beten oder sterben"Der Bund mit Gott steht und fällt mit dem Einhalten der Gebote! Jesus erklärte zu Beginn deutlich, dass dies auch scheinbar geringe Gebote Jehovas im GESETZ betrifft! Er selbst erwies sich von Anfang an daran gebunden! Daran hatte sich seit den Tagen Mose und dem Bundesschluss im Sinai nichts geändert! Die Liebe zu Gott zeigt sich nicht alleine durch unsere Worte, sondern vielmehr durch unsere Taten der Gottergebenheit und Gottesfurcht!

 

Christliche Religionen, Juden und Muslime behaupten, dass sie allein den „rechten Glauben“ hätte und wer nicht ihnen angehöre, für Rettung verloren sei. Warum schauen sie nicht auf ihr eignes ungesetzliches, selbstüberhöhtes Verhalten und weisen wie Nehemia ihre eigenen fehlgeleiteten, „blinden Führer“ zurecht, bevor sie den Splitter im Auge ihrer Nächsten suchen? (Mat 7:1-5) „Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“ (Mat 15:14)

 

Offen bekennt Nehemia die Fehler seines Volkes und der Vorväter, beginnend mit den eigenen Sünden! „Wir haben gesündigt, sowohl ich als auch das Haus meines Vaters.“ Er erkennt und gibt offen zu: Wir haben zweifellos verderbt gegen dich gehandelt und haben die Gebote und die Bestimmungen und die richterlichen Entscheidungen nicht eingehalten“.

 

Treulosigkeit hat Zerstreuung unter die Völker zur FolgeNehemia fleht Jehova an, sich seines Bundes zu erinnern, wo er Moses versprach, dass auch wenn Israel wegen ihrer Übertretungen unter die Völker zerstreut würde sie wegen der Umkehr zu ihm erneut gesammelt würden. Dies betrifft Individuen, kleine Versammlungen bis hin zu Gruppierungen von „Synagogen“! Niemals aber überhöhten „Berge und Hügel“, die doch vorab erst eingeebnet werden müssen. Zuerst mussten sie durch Einsicht jedoch Seine Gebote halten, dann würden die Versprengten erst auf ihre Erde zurückgebracht werden. Noch immer war Israel vollkommen unterbevölkert und der Stadt Jerusalem fehlte es an Einwohnern!

 

 *** Rbi8  Nehemia 1:8-11 ***

Gedenke bitte des Wortes, das du Moses, deinem Knecht, geboten hast, indem [du] sprachst: ‚Solltet ihr eurerseits treulos handeln, so werde ich meinerseits euch unter die Völker zerstreuen. 9 Wenn ihr zu mir umgekehrt sein werdet und meine Gebote gehalten und sie getan habt: auch wenn sich eure Versprengten am Ende der Himmel befinden sollten, von dort werde ich sie sammeln und sie bestimmt an den Ort bringen, den ich erwählt habe, um meinen Namen dort weilen zu lassen.‘ 10 Und sie sind deine Knechte und dein Volk, das du durch deine große Macht und durch deine starke Hand erlöst hast. 11 Ach, Jehova, möge bitte dein Ohr aufmerksam werden auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die Gefallen daran finden, deinen Namen zu fürchten; und laß es bitte deinem Knecht doch heute gelingen, und laß ihn zu einem Gegenstand des Erbarmens werden vor diesem Mann [[(, dem König Artaxerxes)]].“

 

Jehovas Wahl der Stadt Jerusalem, um dort seinen Namen auf ewig weilen zu lassen ist weiterhin gültig! Auch wenn jene Stadt wiederum bis zum „Ende der Tage“ zertreten wird und dessen Bevölkerung weiterhin Unehre auf Gottes Namen häufen, so hat sich an Jehovas Entscheid nichts geändert: „... wenn sich eure Versprengten am Ende der Himmel befinden sollten, von dort werde ich sie sammeln und sie bestimmt an den Ort bringen, den ich erwählt habe, um meinen Namen dort weilen zu lassen.“ Hinauszugehen und „nichts Unreines anzurühren“ mag auch Versprengung bis an die „Enden der Erde“ bedeuten, freiwilliges Exil, um „nicht Teilhaber an ihren Sünden“ zu sein! „ ‚Darum geht aus ihrer Mitte hinaus und sondert euch ab‘, spricht Jehova, ‚und hört auf, das Unreine anzurühren‘; ,und ich will euch aufnehmen.‘  ,Und ich werde euch Vater sein, und ihr werdet mir Söhne und Töchter sein‘, spricht Jehova, der Allmächtige. “ (2.Kor 6:17, 18)

 

Gottes Vorkehrungen zur Sündenvergebung wahrnehmen
 

6.2.1.7          Die ganze Erde ist zur Ruhe gekommen, Jehova hat Jerusalem erneut erwählt

Jehova lenkte die Angelegenheiten seines Volkes unter Anleitung der von ihm erwählten Personen. Unter der weisen Führung des Persers Cyrus des Grossen wurde Israel aus der Gefangenschaft befreit. Jesaja hatte vorausgesagt, dass Jehova selbst jenen König gesalbt hätte und er seine Hand ergriffen habe! Parallel zu Cyrus handelte Darius der Meder als Nachfolgekönig im eroberten Babylon Belsazars. In einer alten Inschrift wurde der nachstehende Text einer Selbstbeschreibung des Königs Cyrus gefunden: [2]


„Ich (bin) Kyros, der König der Gesamtheit, der große König, der mächtige König, König von Babylon, König von Sumer und Akkad, König der vier Weltgegenden, Sohn des Kambyses, des großen Königs, Königs der Stadt An-San, Enkel des Kyros [I.], ... Urenkel des Teïspes ... der ewige Sproß des Königtums“

 

 Der „ewige Spross“ Cyrus aber fand in einer Schlacht sein Ende und auch Darius der Meder wurde von Kambyses II abgelöst, worauf ein Thronräuber Gaumata sich die Herrschaft über das Perserreich aneignete, um nur nach acht Monaten von Darius I dem Grossen (Hyspases) ermordet zu werden. Jener Darius beanspruchte der wahre Nachfolger des Kambyses zu sein. Esra beschreibt ihn als „Artaxerxes“, was darauf hindeutet, dass dies auch ein Herrschertitel oder ein angenommener Herrschername sein kann. Wir müssen gut achten, welcher der verschiedenen Herrscher mit diesem Titel jeweils gemeint ist! Der „Zeitband Rückkehr aus dem Exil“ hilft dies zu visualisieren! Unter Artaxerxes I. wurden Tempel und Stadtmauer fertig erstellt.

 

Während der Zeit von Darius I beschreibt der Prophet Sacharja den exakten Zeitpunkt, als er Jehovas Worte und Visionen erhielt. Er schrieb jeweils das genaue Datum, wann er jede seiner Prophezeiungen erhielt, was für uns eine Einordnung dieser Ereignisse auf der Zeitskala ermöglicht:

 

Der Prophet Sacharja *** Rbi8  Sacharja 1:7-11 ***

Am vierundzwanzigsten Tag des elften Monats, das ist der Monat Schebat [[(Jan/Feb)]], im zweiten Jahr des Darius [[(des Darius I. Hystaspes; 520 v.u.Z.)]], erging das Wort Jehovas an Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten, und lautete: 8 Ich sah [in] der Nacht, und siehe, ein Mann, der auf einem roten Pferd ritt, und er blieb zwischen den Myrtenbäumen stehen, die an der tiefen Stelle waren; und hinter ihm, da waren Pferde, rote, hellrote und weiße.

9 Und da sagte ich: „Wer sind diese, mein Herr?

Darauf sprach der Engel, der mit mir redete, zu mir: „Ich selbst werde dir zeigen, wer ebendiese sind.“

10 Dann antwortete der Mann, der zwischen den Myrtenbäumen stehenblieb, und sagte: Diese sind es, die Jehova ausgesandt hat, um auf der Erde umherzugehen.“ 11 Und sie antworteten dann dem Engel Jehovas, der zwischen den Myrtenbäumen stand, und sprachen: „Wir sind auf der Erde umhergegangen, und siehe, die ganze Erde sitzt still und hat Ruhe.“

12 Da antwortete der Engel Jehovas und sagte: „O Jehova der Heerscharen, wie lange wirst du selbst dich Jerusalems und der Städte Judas nicht erbarmen, die du diese siebzig Jahre öffentlich verurteilt hast?

 

Hier herrscht gemäss der Vision Frieden auf der ganzen Erde! Die Realität zur Zeit Sacharjas war bestimmt nicht so! Die Vision muss somit auf die Zukunft hinweisen!

 

Die vier apokalyptischen ReiterjpgAuch in der Offenbarung werden vier Reiter auf verschiedenfarbigen Pferden erwähnt, die jedoch Verderben über die Erde bringen, ein weisses, ein feuerfarbenes, ein schwarzes und ein fahles Pferd, die mit Unglück und Krieg in der Endzeit verbunden sind (Off 6:1-7). Zudem wurde durch Daniel von der Wiederaufrichtung Jerusalems ebenso gesagt, dass sie in der „Bedrängnis der Zeiten“ stattfinden werde. Eindeutig spricht Sacharja hier von der Zukunft, jenem Teil der Endzeit, der folgt, nachdem bereits alle Gegner des Königreiches Gottes in Harmagedon ihr angekündigtes Ende durch den „Reiter auf dem weissen Pferd“ in dessen Endsieg gefunden haben!

 

Jene vier Reiter in Sacharjas Vision inspizieren somit den Zustand der Erde erst nach der Endschlacht Harmagedons! Sie bringen Antwort vor Jehova, der sie zur Inspektion der ganzen Erde ausgesandt hat: „Wir sind auf der Erde umhergegangen, und siehe, die ganze Erde sitzt still und hat Ruhe.“ [M]

 

Ohne diesen Gerichtsvollzug in Harmagedon kann die Erde unmöglich zur Ruhe kommen. Jeder heutige Ruf „Frieden und Sicherheit“ von Seiten der Religionen und der Politiker ist ein Hohn für all jene, die weiterhin unter Ungerechtigkeit, Krankheit und Gebrechen, Verlust von Geliebten im Tode, von Hunger, Gewalt und Krieg ausharren müssen!

 

Sacharja stellt von seinem Standpunkt im Strom der Zeit aus eine gewichtige Frage, die ihn weiterhin beunruhigt: „Jehova der Heerscharen, wie lange wirst du selbst dich Jerusalems und der Städte Judas nicht erbarmen, die du diese siebzig Jahre öffentlich verurteilt hast?

 

Aus dem Zusammenhang geht somit hervor, das die Frage in Wirklichkeit auf die Zukunft gerichtet ist, die Endzeit und die „siebzig Jahre“ wohl eher die Gesamtheit der Zeit der zweiten Zerstörung vom Jahre 70 u.Z. bis heute umfasst!

 

Zur Zeit Sacharjas war der Tempel zwar im Begriff wieder aufgebaut zu werden aber nicht im früheren Glanz und Jerusalem und die Städte der Vorfahren lagen immer noch in Trümmern. Dies ist zum Teil bis heute so, da einige der alten Städte nie wieder aufgebaut wurden, dafür andere neu entstanden sind. Jerusalem und der Tempel wurden im Jahre 70 u.Z. zudem erneut zerstört! Erst in der allgemeinen Auferstehung werden offenbar jene Städte und Häuser neu aufgebaut werden, möglicherweise gar von denselben Familien, von denen sie ursprünglich auferbaut wurden, wenn sie in ihr Erbe zurückgekehrt sein werden.

 

Donald Trum: Kommender "König des Südens"?*** Rbi8  Sacharja 1:13-15 ***

Und Jehova antwortete dann dem Engel, der mit mir redete, mit guten Worten, tröstlichen Worten; 14 und der Engel, der mit mir redete, sprach weiter zu mir: „Rufe aus, indem [du] sagst: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesprochen hat: „Ich habe für Jerusalem und für Zion mit großem Eifer geeifert. 15 Mit großem Zorn bin ich erzürnt über die Nationen, die sorglos sind; denn ich meinerseits war nur in kleinem Maß erzürnt, sie aber ihrerseits haben zum Unglück geholfen.“ ‘

 

Bis zur Endschlacht am Tag Harmagedons [B3] wird Jerusalem von den Nationen niedergetreten werden und bis dahin werden die Nationen weiterhin „zum Unglück helfen“! Jesus selbst erwähnte die Vorhersage Daniels in seiner Beschreibung der Ereignisse der Endzeit, wo es um die andauernde Zertretung Jerusalems bis zum Abschluss des Systems geht.

 

Erneut kommt nun jene Zeit, wo Jehova um Zion mit Eifer eifern wird, bis sie von jedem Einfluss der Nationen befreit ist und Er selbst die Könige über alle Nationen und Völker gesetzt hat! Jehova kündigt Sacharja somit eine zweifache Erfüllung an: Das Ausspannen der Messschnur über den Ruinen Jerusalems und eine endgültige Erfüllung, welche die kommende Stadt Jerusalem mit dem Namen „Jahwe Schámmah“ betrifft, wie dies von Hesekiel zuvor schon in einer Vision beschrieben wurde. (Hes 38:35)

 

Sacharja sagt, dass Jehova zu Jerusalem mit Erbarmungen umkehren werde. Er kündet nach einen kommenden Strafgericht jedoch einen weiteren Wiederaufbau des Tempels durch Seinen Bevollmächtigten „Samen Davids“ an. Inzwischen stand der Tempel Serubbabels weitgehend und die  Einweihung war nur noch wenige Jahre entfernt, als das Buch Sacharja beendet wurde.

 

6.2.1.8          Die Söhne Israels vollenden den Tempel Serubbabels

Der Widerstand gegen den Tempelbau den Darius I. und Cyrus schriftlich zugesagt hatten war überwunden worden und König Artaxerxes I. hatte die Urkunden im Archiv suchen lassen, die das Dekret des Cyrus enthielten und unterstützte nun die Fertigstellung des Tempels. Jede Zuwiderhandlung sollte hart bestraft werden. Ein Hinweis, was Gott über den Widerstand in unseren Tagen der Widerherstellung des „Königreiches für Israel“ empfindet! (Apg 1:6)

 

Der Priester und Gesetzesgelehrte Esra beschreibt die Fertigstellung und Einweihung. Wiederum kann dieser Teil exakt in die Zeitskala eingereiht werden, weil er Tag, Monat und Regierungsjahr des Herrschers erwähnt:

 

*** Rbi8  Esra 6:14-15 ***

Und die älteren Männer der Juden bauten und kamen voran aufgrund der Prophezeiung Haggais, des Propheten, und Sacharjas, des Enkels Iddos, und sie bauten und beendeten [es] nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl von Cyrus und Darius und Artaxerxes, dem König von Persien. 15 Und sie vollendeten dieses Haus bis zum dritten Tag des Mondmonats Adar, das ist im sechsten Jahr der Regierung des Königs Darius.

 

Wiederum sollte die Einweihung mit einem der grossen Feste Jehovas in Verbindung stehen! Wie im Falle der Aufrichtung des Zeltes der Zusammenkunft fiel die Einweihung in den von Jehova bestimmten ersten Monat des Jahres, Nisan (Abib), nachdem der Bau im zwölften Monat Adar abgeschlossen wurde! Die Einweihung des Tempels Salomos dagegen war zum Herbstfest der Laubhütten gewesen!

 

Opferzubereitung im Tempel durch die Leviten *** Rbi8  Esra 6:16-22 ***

Und die Söhne Israels, die Priester und die Leviten und die übrigen der einst ins Exil Weggeführten feierten die Einweihung dieses Hauses Gottes mit Freuden. 17 Und sie brachten zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer dar und als ein Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke, gemäß der Zahl der Stämme Israels. 18 Und sie bestellten die Priester in ihren Klassen und die Leviten in ihren Abteilungen zum Dienst Gottes, der in Jerusalem [zu leisten] ist, nach der Vorschrift des Buches Mose.

19 Und die einst ins Exil Weggeführten gingen daran, am vierzehnten [Tag] des ersten Monats das Passah zu halten. 20 Da sich die Priester und die Leviten als eine Gruppe gereinigt hatten, waren sie alle rein, und so schlachteten sie das Passahopfer für alle einst ins Exil Weggeführten und für ihre Brüder, die Priester, und für sich. 21 Dann aßen die Söhne Israels, die aus dem Exil zurückgekehrt waren, und jeder, der sich von der Unreinheit der Nationen des Landes zu ihnen abgesondert hatte, um Jehova, den Gott Israels, zu suchen. 22 Und sie fuhren fort, das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage mit Freuden zu halten; denn Jehova veranlaßte sie, sich zu freuen, und er hatte ihnen das Herz des Königs von Assyrien zugewandt, damit er ihre Hände in dem Werk des Hauses des [wahren] Gottes, des Gottes Israels, stärke.

 

Priester und Leviten reinigten sich den Zeremonien gemäss als eine Gruppe und waren nun alle vor Gott rein. Erst nach der Einweihung wurde durch ganz Israel das Passahlamm am 14.Nisan und danach die sieben Tage des Passah gefeiert! Familie für Familie bereitete ihr Lamm und ass es in kleiner Gemeinschaft gemäss den Vorschriften Mose! Nur Beschnittene, die sich zudem von ihren Sünden gereinigt hatten durften daran Anteil haben! Daran hat sich bis heute nichts geändert, ausser dem, dass durch die Taufe die „Beschneidung am Herzen“, aller statt am Fleische allein der Nachkommen Abrahams vorgenommen werden muss! Danach kam die grosse gemeinsame Passahfeier am ersten und letzten Tag der Woche der ungesäuerten Brote, die vom 15. bis zum 21. Nisan dauert.

 

Alle Dinge geschahen gemäss den Vorschriften im Buch Mose. Die Einteilung der Priester erfolgte gemäss den Anweisungen Davids. Es war somit eine Wiedereinführung der regulären Zustände vor der Zerstörung! Dies alles gibt einen verlässlichen Hinweis auf die kommende Fertigstellung und Einweihung des geistigen Tempels durch die Apostel und durch Jesus, den „Spross Davids“, den „grösseren Salomo“! (Mat 12:42)

 

Allerdings wird bei jener Einweihung in den Tagen Serubbabels und des Hohepriesters Josua im Bericht des Esra nichts davon erwähnt, dass die Wolke Jehovas damals das Allerheiligste erfüllt hätte, wie dies zuvor bei der Einweihung des Zeltes der Zusammenkunft und des Tempels Salomos geschehen war. (2.Mo 40:33-35; 1.Kö 8:10-13)

 

Bündnisse und Bibelbücher und deren Zeitspannen die sie abdecken
 

Sacharja spricht in der Vision weiter von künftigen Dingen, die ebenso mit der Einweihung des endgültigen Tempels in der Endzeit in Verbindung stehen.

 

Zur Ausmessung des „neuen Jerusalems“ und des endgültigen Hauses Jehovas, das mitten drin sein wird erklärt er, dass sich Jehova der Auserwählten Überrests erbarmen wird; der von Jesus angekündeten und am Gerichtstag auserwählten, der zerstreuten „anderen Schafe“ und deren „lebende Säulen“:

 

 *** Rbi8  Sacharja 1:16 ***

Dies ist darum, was Jehova gesagt hat: ‚ „Ich werde gewiß zu Jerusalem mit Erbarmungen umkehren. Mein eigenes Haus wird darin gebaut werden“, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, „und eine Meßschnur, sie wird über Jerusalem ausgespannt werden.“ ‘

 

Jesus hatte ebenfalls später von demselben „Haus meines Vaters“ geredet, worin er viele Wohnungen bereiten würde. Die physische Stadt Jerusalem im Nahen Osten ist auch künftig der Ort, wohin die himmlische, die königliche Regierungsgewalt erneut zurückkehren wird, wenn das „neue Jerusalem“, das „Jerusalem droben, unsere Mutter“ zur Erde herabkommt, Gottes himmlische Herrschaft erneut bei den Menschen sein wird. (Gal 4:25, 26; Off 21:1-5)

 

*** Rbi8  Sacharja 1:17 ***

Rufe ferner aus, indem [du] sprichst: ‚Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: „Meine Städte werden noch von Gutem überfließen; und Jehova wird gewiß über Zion noch Bedauern empfinden und tatsächlich noch Jerusalem erwählen.“ ‘ “

 

Jehovas Wort ist nicht dahingefallen und wird sich bestimmt noch im vollen Umfang bestätigen! Jesus gab uns den Rat auf den kleinsten Teil eines Buchstabens zu achten! Jedes Wort ergibt dabei Sinn, der durch einen einzelnen Buchstaben verändert werden kann! Selbst Teile von Buchstaben müssen beachtet werden. Durch kleine Veränderung von Teilen von Buchstaben kann aus dem Wort „Baum“ auch „Raum“ oder „Saum“ werden. Jede Veränderung aber ändert vollkommen den ursprünglichen Sinn! B – R – S sehen sich ähnlich und können durch Unaufmerksamkeit oder Bosheit ausgetauscht werden!

 

Wer ist die "edle, auserwählte Frau" und ihre "Schweste und ihre Kinderr"?

 

6.2.2           Vier Weltmächte die Israel in abfolgender Weise versprengten und Gottes Königreich, das schlussendlich jene Mächte besiegt

 

6.2.2.1          Die „vier Hörner“, die Jerusalem versprengten und die „vier Handwerker“

Wie wir gesehen haben ist es Aufgabe des Propheten Sacharja Informationen für die ferne Zukunft zu geben und die vom Exil Zurückgekehrten zu ermuntern ihren Tempel fertig zu bauen, trotz der Anfeindungen ihrer Gegner! Die verschlüsselt gegebenen Informationen müssen somit vom Blickpunkt der jeweils behandelten Ereignisse heraus betrachtet werden. Spricht der Prophet von der Gegenwart, die er und seine Genossen erlebten oder von einem künftigen fernen Tag, wie dem „Tag des Herrn“? Eben noch sprach Sacharja vom Tag, wo Jehova über Zion Bedauern empfinden wird. Nun wechselt Sacharja das Thema und schaut nicht auf das Volk Israel an jenem Tag, sondern auf seine Feinde! Er redet von Visionen, die er in symbolischer Sprache wiedergibt.

 

Jedes verwendete Symbol kommt stets in der Schrift mehrmals vor, einige davon werden nur beim ersten Mal erklärt, wo sie die Erstanwendung finden. Bei anderen bleibt das verwendete Symbol ungeklärt, bis Gottes Zeitpunkt kommt, um Klarheit zu geben. So war es ein Geheimnis, wer dieser „Spross“ sein würde, bis sich der Messias allen offen dargestellt hat. Symbole wie der „Nord- und Südkönig“ konnten im Ablauf der Geschichte erst anhand der Vorhersagen Daniels definiert werden, wenn die entsprechende Zeit gekommen war und sich die Vorhersagen tatsächlich auch erfüllten! Dabei löste ein späteres „wildes Tier“, das vorherige ab, das es „aufgezehrt“ hat indem jene Nation dem eigenen Territorium einverleibt wurde oder aber darüber Souveränität auszuüben begann. So änderte sich auch im Verlauf der Zeit die Identifikation des „Nord-„ wie des „Südkönigs“, je nachdem wer Macht und Autorität über Israel ausübte oder jene zu gewinnen suchte. Heute, seit dem 1.Weltkrieg ist dies Anglo-Amerika, enger Alliierter und Schutzherr von der jungen Nation der Juden seit 1948 im Nahen Osten. Auch das „Bild des wilden Tieres“ musste erst entstehen, relativ kurz vor dem „Abschluss des Systems der Dinge“ um dann erst identifiziert werden zu können!

 

Zwei "wilde Tiere" und ein "Bild" in der Offenbarug des Johannes
 

Meist aber erklärt die Bibel ihre Symbole mit Genauigkeit, welches Objekt gemeint ist. „Wilde Tiere“ bedeuten machtvolle Organisationen wie politische Autorität, unabhängig wie sie zu einer Zeit organisiert ist oder genannt wird. Aus dieser ursprünglichen Erklärung ist somit jeweils auch der künftige Gebrauch abgeleitet! Sieben bedeutet Vollständigkeit, der „siebte Kopf“ des „siebenköpfigen wilden Tieres“ bedeutet deren lenkende Potenz, vor ihrer Zerstörung am „Tag des grossen Zornes Gottes“. Darum ist eine gute Kenntnis der ganzen Schrift ein unabdinglicher Vorteil, um auch komplizierte Dinge zu verstehen wie die Offenbarung, die fast ausschliesslich in Symbolsprache geschrieben ist! Hören wir nun Sacharja und verfolgen die durch einen Engel abgegebene Erklärung:

 

*** Rbi8  Sacharja 1:18-19 ***

Und ich erhob dann meine Augen und sah; und siehe, da waren vier Hörner [[(vier Nationen)]]. 19 Somit sprach ich zu dem Engel, der mit mir redete: „Was sind diese?“ Darauf sprach er zu mir: „Dies sind die Hörner, die Juda, Israel und Jerusalem versprengten.“

 

Sacharja selbst versteht nicht, was er in einer Vision sieht. In seinen Tagen lagen bereits zwei dieser Potenzen in der Vergangenheit (Assyrien und Babylon), zwei würden noch folgen (Rom und Anglo-Amerika). Aber schon zuvor hatte der Prophet Daniel ähnliche Visionen gehabt und der Engel Gabriel musste sie ihm erklären! Hörner gehören zu „wilden Tieren“ und sind Teil politischer Macht! Hörner können zur Verteidigung und zum Angriff dienen. Sacharja fährt weiter: 

 

Die Hörner, die Juda und Jerusalem versprengten*** Rbi8  Sacharja 1:20-21 ***

Überdies zeigte Jehova mir vier Handwerker. 21 Da sagte ich: Was zu tun, kommen diese?

Und er sprach weiter: Dies sind die [[(die vier)]] Hörner, die Juda dermaßen versprengten, daß gar keiner sein Haupt erhob; und diese anderen [[(vier Handwerker)]] werden kommen, sie zu schrecken, um die Hörner der Nationen niederzuwerfen, die ein Horn gegen das Land Juda erheben, um es zu versprengen.“

 

 Hörner“ stellen Nationen und deren Armeen dar, „… die Hörner, die Juda, Israel und Jerusalem versprengten und sie werden nun mit „vier Handwerkern“ konfrontiert, welche eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen haben. Beachten wir, dass es vom Standpunkt Sacharjas aus gesehen noch in der Zukunft liegt!

 

Zuerst wird „Juda“ durch „Hörner“ oder Nationen vier Mal versprengt werden, „daß gar keiner sein Haupt erhob“, dann erst erscheinen die „vier Handwerker“ zum Ende, um aus Sicht des Abschlusses bis hin nach Harmagedon die vier bisherigen „Hörner“, „Weltbeherrscher dieser Finsternis“ zu erschrecken und sie niederzuwerfen.

 

Das neue Kalifat, das Israel und Jerusalem angreifen wird ...Heute, 2016 wissen wir, dass die Islamisten ein Kalifat im Auge haben, um Israel zu vertilgen und den nicht-islamischen Staaten das Fürchten beizubringen.

 

Ob dies durch ISIS, die diesen Gedanken erst Salonfähig machte geschieht, oder dies durch eine der vier z.T. dem „König des Nordens“ (Russland) zugeneigten Nationen des Nahen Ostens (Iran, Syrien, Irak, Türkei) durch politisches Erstarken sein wird, wobei der neue Führerstaat die anderen drei auf seine Seite zieht und eint: Dies muss sich erst noch erweisen.

 

Ausdehnung der islamischen Welt des osmanischen KalifatsDazu muss der erwartete „Mahdi“, der pseudo-Messias, der Führer und Einiger des Islam kommen, der die Muslime in seiner Wut gegen Israel hinter sich vereint.

 

Die Türkei mit Istanbul war das Zentrum des bisherigen Kalifats, das Palästina bis 1918 kontrollierte, von den Engländern erobert wurde und im März 1924 als Herrschaftsform abgeschafft wurde. Es beherrschte in seiner grössten Ausdehnung Teile Europas, Russlands, des Balkan, ganz Nordafrika bis hin nach Indien. Danach streben die Befürworter erneut!

 

Der Zeitpunkt der uns nun interessiert ist einerseits die Phase, während der „Juda, Israel und Jerusalem versprengt“ wurden (Vergangenheit) und versprengt wird (Zukunft aus damaliger Sicht)! Sacharja wusste um jene „wilden Tiere“ in den Träumen und Visionen Daniels, er konnte aber nicht wissen, was wir heute anhand der geschriebenen Geschichte deutlich zu erkennen vermögen: Welche Nationen waren jene „Hörner“, welche Juda seit jenen Tagen versprengt haben? „Juda“ steht für Regierungsgewalt in Israel, das „erhobene Haupt“! Als erste Nation wäre Assyrien zu nennen, die 740 v.u.Z. die das Zehnstämmereich Israel versprengte (bereits Vergangenheit für Sacharja). Danach folgte Babylon um Jahre 607 v.u.Z., das die Nation Juda ins Exil brachte (ebenso bereits Vergangenheit für Sacharja). Medo-Persien liess durch Cyrus Israel aus babylonischem Exil zurückkehren (Vergangenheit) und Griechenlands Alexander der Grosse hielt sich davon zurück der Nation Schaden zuzufügen, weil jene sich ihm freiwillig unterwarfen.

 

Rom eroberte das griechische Imperium, weil jenes von innen her durch Dekadenz zersetzt wurde und wurde damit auch in Judäa Herrschermacht im ersten Jahrhundert v.u.Z.  Familienzerfall und Homosexualität breiteten sich zuvor in Griechenland rasant aus, die moralischen Werte innerhalb der Nation zerfielen und damit die Abwehrkräfte sich zu verteidigen. Griechenland wurde vom erstarkten Rom unterworfen

 

 Rom  [3]

 

Das römische ReichDie Familie in der Geschichte

   In der entarteten Welt der Römer war jedoch „das Familienleben der Juden . . . beispielhaft, und die kleinen christlichen Gemeinden waren der genußtollen Heidenschaft mit ihrer Frömmigkeit und ihrem Anstand ein Dorn im Auge“. Die jüdischen Gemeinden sowie die christlichen Familien hielten sich an die biblischen Grundsätze für das Familienleben. Doch heute kann man nicht gerade sagen, daß „das Familienleben der Juden . . . beispielhaft“ sei. Die New York Times brachte einen Bericht, der überschrieben war: „Die Krise in der orthodoxen jüdischen Familie“. Darin hieß es:

   „Die in Amerika lebenden orthodoxen jüdischen Familien erleben jetzt, obschon sie an der Tradition festhalten, einen Trend zur Ehe ohne Trauschein, zum Alkoholismus, zum Drogenmißbrauch, zur Auflösung der Familie, zur Auflehnung der Jugend und besonders zur Scheidung. ... Wenn früher jemand aus der Reihe tanzte, wurde der Fall innerhalb einer intakten Familie und eines intakten Gemeinwesens behandelt — wobei eine allgemeine Übereinstimmung in Bezug auf das, was recht und unrecht war, herrschte. Jetzt wird ihre Autorität offenbar immer schneller unterhöhlt, und die Führer wissen nicht genau, was sie ersetzen wird.“

   Es gibt keinen Ersatz dafür. Griechenland fand nichts, um sie zu ersetzen. Auch Rom fand nichts. Die heutige Welt erleidet einen ähnlichen Sittenverfall und eine Lockerung des inneren Familienzusammenhalts. Die Geschichte beweist eindeutig: Wenn die Familie krank ist, verfallen die Gemeinwesen und ganze Staatswesen. In dem Werk The World Book Encyclopedia (1978) wird dieses Thema unter dem Stichwort „Familie“ (Band 7, S. 24) wie folgt zusammengefaßt:

   „Die Familie ist die älteste menschliche Institution. In mancherlei Weise ist sie auch die wichtigste. Sie ist die Grundinstitution der Gesellschaft. Ganze Zivilisationen sind erstarkt oder verfallen, je nachdem, ob die Familie stark oder schwach war. Es gibt die Familie seit ältester Zeit, und es wird sie zweifellos so lange geben, solange Menschen auf der Erde sind.“

   Der Verfall der Familie in unserer Gesellschaft ist zweifellos die Wurzel der wie eine Seuche um sich greifenden Jugendkriminalität.

 

Julius Cäsar und Cleopatra: Der "König des Südens"Die Eroberung des Territoriums des alexandrinischen Griechenlands (Israel eingeschlossen), das in die zwei Hauptteile des „Königs des Nordens“ (Syrien, Babylon, Mazedonien), dem Reich der Seleukiden und dem „König des Südens“, das Reich der Ptolemäer (Ägypten, Libyen, Sudan) nach Alexanders Tod aufgespalten war, so wurde unter Julius Cäsar diese Eroberungen abgeschlossen und durch die Heirat mit Kleopatra gekrönt.

 

Dann, im Jahre 70 u.Z. wurde es Rom, die Jerusalem und seinen Tempel zerstörte (für Sacharja lag dies noch in der Zukunft), später unter Kaiser Hadrian im Jahre 135 u.Z. kam die endgültige Zerstreuung der Juden unter alle Nationen und das Verbot Jerusalem auch nur zu betreten.

 

Anglo-Amerika machte die Rückkehr der erdenweit zerstreuten Juden 1948 möglich mit der Zuteilung gewisser Gebiete durch die UNO und deren Anerkennung als neue Nation. Die „vier Handwerker“ in Sacharjas Vision müssen wir somit in diesem Rahmen sehen.

 

Nun steht ein letzter, vierter und künftiger Angriff auf Jerusalem bevor! Offenbar steht der Angriff in Verbindung mit dem „Nordkönig“. Jesus spricht in der Endzeitprophetie im Evangelium von Matthäus in zweifacher Form davon, dass Jerusalem umzingelt sein werde! (Mat 24:1) Das erste Mal war in Verbindung mit der Zerstörung des Tempels, die im Jahre 70 u.Z. durch die Römer erfolgte  (Zukunft, aus Sacharjas und Jesu Sicht; Mat 23:37-24:3), das zweite Mal steht es mit seiner Wiederkunft und der Endzeit in Verbindung (Zukunft aus heutiger Sicht).

 

Diese „wilden Tiere“ und ihre „Hörner“, die Armeen waren von Gott zugelassen und gar gesandt worden, um die verhängte Strafe der Versprengung vom eigenen Boden hinweg unter die Nationen auszuführen. So hatte es Moses im GESETZ angedroht, wenn Israel den Bund verlassen würde! Gottes Strafankündigung für den Bundesbruch gegenüber Israel lautete unter dem „Fluch“ im „Bund von Moab“:

 

*** Rbi8  5. Mose 28:63 ***

Und es soll geschehen, so wie Jehova über euch frohlockte, um euch Gutes zu tun und euch zu mehren, so wird Jehova über euch frohlocken, euch zu vernichten und euch zu vertilgen; und ihr werdet einfach von dem Boden weggerissen werden, wohin du gehst, um ihn in Besitz zu nehmen.

 

Wer nun sind die „Handwerker“ während der Endzeit in Gottes Hand, welche schlussendlich sein Gericht gegenüber den Feinden seiner kommenden Bundesnation Israel, unter dem „neuen Bund  ausüben werden? Beachten wir erneut, dass jene „vier Handwerker“ erst am Ende auftreten, also von heute her gesehen in der Gegenwart und nahen Zukunft liegen müssen!

 

Schauen wir vorab, was es nicht symbolisiert: Offenbar sind es nicht „wilde Tiere“, wie zuvor die „vier Hörner“, also keine politischen Gebilde. Sacharja erwähnt: „diese anderen [[… (die vier Handwerker)]] werden kommen, sie [[(die vier Hörner; die Nationen, die diesmal den letzten Angriff gegen Jerusalem unternehmen)]] zu schrecken, um die Hörner der Nationen niederzuwerfen, die ein Horn gegen das Land Juda erheben [[(Zukunft)]], um es [[(als geeinter Angreifer)]] zu versprengen.“

 

Der "König des Südens mit grimmigem GesichtDaniel erklärte, dass der letzte Eingriff zum Schutz Jerusalems vor der Zerstörung durch die Angreifer des „Königs des Nordens“ (kommunistischer Block und dessen Streitarme, die Islamisten; das „Kalifat“) und den zur Verteidigung herbeieilenden „König des Südens“ (Anglo-Amerika und Alliierte), schlussendlich „nicht durch Menschenhand“, sondern durch „meinen Geis [[heb: ruach = Engel]]t“, durch Jesus als „Reiter auf dem weissen Pferd“ beendet wird.

 

Das Pentagon, Kriegs-Weltzentrale Anglo-Amerikas und der UNO Und im Schlußteil ihres Königreiches [[(des „Nord- und Südkönigs“)]], während die Übertreter [[(Gesetzlosen)]] ihre Taten zur Vollendung bringen, wird ein König [[(Herrscher auf Seiten des „Südkönigs“)]] aufstehen, der grimmigen Gesichts ist und doppelsinnige Reden versteht. Und seine Kraft soll mächtig werden, aber nicht durch seine eigene Kraft [[(durch die „Könige der Erde“, die UNO-Truppen, NATO die nach Harmagedon zusammengerufen werden)]]. Und auf verwunderliche Weise wird er Verderben verursachen, und er wird sich gewiß als erfolgreich erweisen und wirksam [[(in der Verteidigung Israels vor dem Angriff des „Nordkönigs“, des islamistischen, dschihadistischen Kalifats)]] handeln. Und er wird tatsächlich Mächtige [[(Führer auf Seiten der Angreifer)]] ins Verderben bringen, auch das aus [den] Heiligen bestehende Volk [[(Israel aus Sicht Daniels)]]. Und seiner Einsicht gemäß wird er auch bestimmt Trug in seiner Hand gelingen lassen. Und in seinem Herzen wird er großtun, und während [eines Zustands der] Sorglosigkeit [[(Aufgrund des Rufes „Frieden und Sicherheit“)]] wird er viele ins Verderben bringen. Und gegen den Fürsten der Fürsten [[(Jesus, dessen Anspruch auf den Thron Davids)]] wird er aufstehen, aber ohne Hand [[(durch den „Reiter auf dem weissen Pferd“ und dessen himmlischen vier Heere, der „Handwerker“)]] wird er zerbrochen werden.“ (Da 8:23-25)

 

Dies muss mit den „vier Engeln“, an den „vier Ecken der Erde“ der Offenbarung zu identifizieren sein, die schlussendlich „die Erde, das Meer und die Bäume“ darauf zerstören werden. Die Symbole bedeuten: „Die (alte) Erde“ die „Böcke“, die sich weigerten Jesu Gebote zu erfüllen; „das Meer“, die aufgewühlte gottlose Menschheit und „die Bäume“, all deren Anführer.

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:1-3 ***

Danach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde [[(Engel-Generale, die ihr „Handwerk“ ausüben)]] stehen und die vier Winde [[(Engelheere)]] der Erde festhalten, damit kein Wind [[(oder Sturm der Zerstörung)]] über die Erde oder über das Meer oder über irgendeinen Baum wehe. 2 Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang [[(den Erzengel Michael)]] heraufkommen, der ein Siegel [[(Vollmacht)]] des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: Beschädigt nicht die Erde noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

 

Die „Sklaven unseres Gottes“ sind der Überrest der am Tag der „Hochzeit des Lammes“ [B2e] lebenden 144.000 „treuen Sklaven“ (Off 7:4-8). Diese „vier Handwerker“ oder „vier Engelfürsten“ sind himmlische Heer-Oberste, sie stehen unter der Führung des „Reiters auf dem weissen Pferd“, das zum Endsieg hin galoppiert (Off 19:10).

 

Diese „vier Handwerker“ zum Abschluss des Systems sind somit nicht Menschenmächte, wie die „vier Der siegreiche Reiter auf dem weissen Pfert auf dem Weg hin nach HarmagedonHörner“, sondern Engelfürsten, die Gottes Auftrag gegen alle Feinde der Aufrichtung vom Königreich Gottes ausführen werden: „Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd. Und der, der darauf sitzt, wird Treu und Wahrhaftig genannt, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit. Seine Augen sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt sind viele Diademe. Er trägt einen Namen geschrieben, den niemand außer ihm selbst kennt,  er ist in ein mit Blut besprengtes äußeres Kleid gehüllt, und der Name, nach dem er genannt wird, ist Das Wort Gottes. Und die Heere, die im Himmel waren, folgten ihm auf weißen Pferden, und sie waren in weiße, reine, feine Leinwand gekleidet. Und aus seinem Mund geht ein scharfes langes Schwert hervor, daß er damit die Nationen schlage, und er wird sie mit eisernem Stab hüten. Auch tritt er die Weinkelter des Grimmes des Zorns Gottes, des Allmächtigen. Und auf seinem äußeren Kleid, nämlich auf seinem Oberschenkel, trägt er einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.“ (Off 19:11-16) Kein Zweifel, es ist der Siegreiche Erzengel Michael, der als Mensch den Namen Jesus erhielt. Nur ihm übergibt Jehova all Seine Feinde und legt sie ihm unter die Füsse!

 

Die „vier Winde“ (heb: ruach) oder „vier Geister“ (heb: ruach) müssen somit mit Unterscheidungsvermögen zwischen jenen unterscheiden, die Gottes Kennzeichen auf ihrer Stirn tragen und den anderen, die das Kennzeichen „des wilden Tieres“, die „666“ an „der Stirn oder Hand“ tragen, weil sie die Politik oder die Religionen „Babylons der Grossen“ in Form des „Bildes des wilden Tieres“ angebetet und unterstützt haben!

 

*** Rbi8  Offenbarung 20:4 ***

Und ich sah [[(Jesu (der „Bräutigam“) und die der zwölf (Apostel, „Braut, Frau des Lammes“))]] Throne, und da waren solche, die sich darauf setzten, und es wurde ihnen Macht zu richten gegeben [[([B2e] wer unter der „grossen Volksmenge der „Schafe“ ein „treuer Sklave“ sei)]]. Ja, ich sah die Seelen derer, die mit dem Beil hingerichtet worden waren wegen des Zeugnisses, das sie für Jesus abgelegt, und weil sie von Gott geredet hatten, und die, die weder das wilde Tier noch sein Bild angebetet und die das Kennzeichen nicht auf ihre Stirn und auf ihre Hand empfangen hatten [[(all jene, die zu jenem Zeitpunkt der „Hochzeit des Lammes“  ihre „weissen langen Kleider“ zur Seite gelegt erhalten und dadurch die Zahl der noch zu Versiegelnden offen legen)]].

 

Die Verbindung der Vorhersagen Sacharjas und der Offenbarung lassen somit exakte Schlussfolgerungen zu, weil heute die handelnden Parteien und deren biblisch verwendeten Symbole sich definieren lassen, sie sich in der Zwischenzeit durch ihr Erscheinen und ihr Handeln offenbart haben!

 

Für Sacharja hatten sich damals bereits zwei Ereignisse zuvor erfüllt! Erst fünfundzwanzig Jahre bevor er dies aufschrieb war das Ende des Exils Judas gekommen! Der König von Babylon war jenes „zweite Horn“ gewesen, das Juda versprengt hatte. Die Bibelchronik gibt das Ereignis deutlich wieder:

 

*** Rbi8  2. Chronika 36:20-21 ***

Ferner führte er die vom Schwert Übriggebliebenen gefangen nach Babylon hinweg, und sie wurden ihm und seinen Söhnen zu Knechten, bis das Königshaus von Persien zu regieren begann, 21 um Jehovas durch den Mund Jeremias [gesprochenes] Wort zu erfüllen, bis das Land seine Sabbate abgezahlt hatte. Alle Tage, da es verödet dalag, hielt es Sabbat, um siebzig Jahre zu erfüllen.

 

Das nichteinhalten der ganzen Sabbatordnung Jehovas bringt Unglück! Erst in der Gefangenschaft begann jener damalige „Überrest“ der nun in Sklaverei lebte darüber nachzusinnen, was sie wirklich verloren hatten. Sie konnten wahrlich ihr Haupt nicht erheben, keine eigene Hierarchie und Regierung formieren!

 

Israels Trauer an den Strömen Babylonsall1.jpg*** Rbi8  Psalm 137:1 ***

An den Strömen Babylons — dort saßen wir.

Auch weinten wir, wenn wir Zions gedachten.

 

Jehovas Worte an seine Propheten gingen und gehen weiterhin stets in Erfüllung! Gott warnt einmal, zweimal und wartet ab, ob der Gewarnte reagiert und auf den geraden Weg zurückkehrt! Wo es nicht der Fall ist kommt das Urteil und danach die Vollstreckung des Gerichts! (5.Mo 28:49-53)

 

Schon bevor Juda ins Exil ging hatte das „erste Horn“ als Urteilsvollstrecker gegenüber der Schwesternation Israel gewirkt: Es waren die Assyrer, die im Jahre 740 v.u.Z. unter ihrem König Sanherib die Hauptstadt Samaria unterwarfen und den überlebenden Überrest deportierten und in Samaria andere Volksstämme ansiedelten. Deren Nachkommen waren es, die nun die aus dem Exil zurückgekehrten Juden befeindeten! (2.Kö 18:9-15)

 

Dies kann aus heutiger Sicht mit den Juden und ihrer aktuellen Nation Israel verglichen werden, die nun in das Land das bisher seit Jahrhunderten von Palästinensern besiedelt war zurückkehrten und erneut „in der Bedrängnis der Zeiten“ ihre Nation aufrichteten. Allerdings war dies 1948 bei der Aufrichtung der Nation Israel unter den Zionisten nicht aufgrund biblischer Vorhersagen oder Gottes ausdrücklichem Befehl. Die Vorhersagen sind klar und deutlich,  dass doch „Spross“ erst bei seinem Kommen in der Endzeit die Versprengen Auserwählten zurückführen wird! Das war nicht 1948 sondern folgt erst nach Harmagedons Endschlacht an den „Ebioniten“, den beschnittenen messianischen Juden.

 

*** Rbi8  2. Könige 17:5-6 ***

Und der König von Assyrien kam dann gegen das ganze Land herauf und kam nach Samaria herauf und belagerte es drei Jahre lang. 6 Im neunten Jahr Hoscheas nahm der König von Assyrien Samaria ein und führte Israel dann ins Exil nach Assyrien und ließ sie in Halach und in Habor am Fluß Gosan und in den Städten der Meder wohnen.

 

Wir haben damit das erste und zweite „Horn“ etwas näher betrachtet. Welches aber waren die anderen beiden, die „Juda, Israel und Jerusalem versprengten“? Die Frage wird im Rückblick, vom Ende aus gestellt. Jesus hatte die kommende Zerstörung Jerusalems und des Tempels angekündigt und weiter erwähnt, dass Jerusalem bis zum Ende der Zeiten der Nationen zertreten würde! Im Jahre 70 u.Z. waren es wie wir bereits gut wissen die Römer unter der Führung des General Titus die Gottes Gericht an Juda vollstreckten!

 

In der Zeit des Endes kündigte Jesus aber noch eine weitere Belagerung Jerusalems an, die in der Schlacht von Harmagedon ihren Höhepunkt und Abschluss findet. Darin verwickelt sind sowohl der „König des Nordens“ als Angreifer wie der künftige Verteidiger, der „König des Südens“, der „seine Palastzelte zwischen dem grossen Meer und dem Berg der Zierde“ aufstellen wird.

 

Während der „König des Nordens“ den kommunistischen Block darstellt, der weiterhin seine „Streitarme“, nun in Form der religiös motivierten Muslime nutzt, um den „Südkönig“ Anglo-Amerika zu schwächen, verteidigt Anglo-Amerika mit der UNO zusammen ihren Anspruch auf die Stadt Jerusalem als Zentrum von drei Weltreligionen und ständigen Zankapfel Jahrtausende langer Auseinandersetzungen!

Das furchterregende wilde Tier mit den zehn Hörnern und dem kleinen Horn, das gross wurde

Der letzte grosse Streit ist somit von Seiten des vierten „Horns“, das einerseits Okkupant in Form der Nation Israel und gleichzeitig Verteidiger ist und auch den Angreifer beinhaltet: Jenem „achten König der kein König ist“, den erst Johannes in der Offenbarung beschreibt, einem „siebenköpfigen wilden Tier“, der politischen Macht der UNO, dessen führender Kopf zweifelsfrei Anglo-Amerika ist! Daniel der Prophet hatte es bei der Beschreibung des vierten „wilden Tieres als eines von „zehn Hörnern“ bezeichnet, das aus „dem Kopf des furchterregenden wilden Tieres“ Rom als „kleines Horn, das grosstönende Dinge redet“ zu Macht und Grösse kommen würde, das drei andere Hörner dabei ausbrechen würde: Spanien, England und Frankreich!  (Da 7:19, 20)

 

Sas siebenköpfige wilde Tier aus dem MeerDann folgt in der Vision des Johannes die Beschreibung eines „siebenköpfigen wilden Tieres“, das aus dem Menschenmeer auftaucht. Welches die Situation aus Sicht seiner Gegenwart am Ende des ersten Jahrhunderts nun zum Abschluss des Systems Satans, heute erblickt:

 

*** Rbi8  Offenbarung 17:9-11 ***

Hier kommt es auf den Verstand an, der Weisheit hat: Die sieben Köpfe [[(politische Führungsmächte)]] bedeuten sieben Berge [[(politische Hierarchien)]], auf denen die Frau [[(„Babylon die Grosse“, die religiöse, vom Blut der Hingemordeten betrunkene Hure)]] sitzt. 10 Und da sind sieben Könige: fünf sind gefallen [[(Ägypten, Assyrien, Babylon, Medo-Persien, Griechenland)]], einer ist [[zur Zeit des Johannes: Das Imperium Rom)]], der andere ist noch nicht gekommen [[(Anglo-Amerika)]], doch wenn er gekommen ist, muß er eine kurze Weile bleiben [[(im Vergleich zu Roms Weltmacht)]]. 11 Und das wilde Tier, das war, aber nicht ist [[(der Völkerbund)]], es ist auch selbst ein achter [König] [[(die UNO)]], aber entstammt den sieben, und es geht hin in [die] Vernichtung.

 

In Harmagedon wird „jede Macht und Autorität“ dieses Systems, sei sie politisch, religiös oder wirtschaftlicher Natur vernichtet werden! Gottes Königreich wird erst nach seiner Installation [B1-Bb] eine neue, endgültige Machtverteilung vornehmen!

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
 

6.2.2.2          Jerusalem wird ausgemessen und soll als „offenes Land“ bewohnt werden: Jehova wird zu einer Mauer von Feuer

Verlassen wir nun den Propheten Sacharja für einen Moment und wenden wir uns erneut dem Propheten Nehemia zu, der wie wir bereits gesehen haben eine herausragende Rolle spielt, dass die „siebzig Jahrwochen“ von denen Daniel spricht einen festen Beginn haben: „Das Ausgehen des Wortes Jerusalem wiederherzustellen und wieder zu bauen“ (Da 9:24, 25).

 

König Ataxerxes im medo-persischen Imperium zur Zeit NehemiasArtaxerxes hatte Nehemias Wunsch erfüllt, dass er nach Jerusalem gehen dürfe um deren Zustand selbst zu inspizieren und um dort die Mauer der Stadt neu zu errichten. Der König erwählte Nehemia als „Statthalter“ (Satrap) von Judäa und gab ihm entsprechende Schreiben. Als Nehemia von Susa kommend nach Jerusalem gelangte war sein erstes Werk die geheime Besichtigung der Mauer der Stadt. Er wollte sich ein exaktes Bild der Schäden machen, um unmittelbar danach mit der Zuteilung der Arbeit zu beginnen.

 

*** Rbi8  Nehemia 2:16-18 ***

Und die bevollmächtigten Vorsteher selbst wußten nicht, wohin ich gegangen war und was ich tat; und den Juden und den Priestern und den Edlen und den bevollmächtigten Vorstehern und den übrigen, die das Werk taten, hatte ich noch nichts mitgeteilt. 17 Schließlich sprach ich zu ihnen: „Ihr seht die üble Lage, in der wir uns befinden, wie Jerusalem verwüstet ist und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt und laßt uns die Mauer Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger zur Schmach seien!“ 18 Und ich berichtete ihnen dann von der Hand meines Gottes, wie gut sie über mir war, und auch von den Worten des Königs, die er zu mir gesprochen hatte. Darauf sagten sie: „Machen wir uns auf, und wir wollen bauen.“ So stärkten sie ihre Hände für das gute Werk.

 

Obwohl die königliche Anordnung zuvor von Artaxerxes in Susa ausgesprochen worden war und Nehemia mit dem entsprechenden Dekret ausgerüstet war, so kam doch die Anordnung erst durch Nehemias Mund zu den Juden! „Kommt und laßt uns die Mauer Jerusalems wieder aufbauen, damit wir nicht länger zur Schmach seien!“ Zwischen dem Aufruf Nehemias und der Tat verging keine wertvolle Zeit! Dem Aufruf folgte unmittelbares Handeln! „ ‚Machen wir uns auf, und wir wollen bauen.’ So stärkten sie ihre Hände für das gute Werk.“ Es verging nicht viel Zeit bis auch die Gegner vom Bau der Mauer Kenntnis erhielten.

 

*** Rbi8  Nehemia 2:19-20 ***

Als nun Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der Knecht, der Ammoniter, und Geschem, der Araber, davon hörten, begannen sie, uns zu verspotten und verächtlich auf uns zu schauen und zu sprechen: „Was ist diese Sache, die ihr da tut? Rebelliert ihr gegen den König? 20 Ich aber erwiderte ihnen und sagte zu ihnen: „Der Gott der Himmel, ER wird uns Gelingen schenken, und wir selbst, seine Knechte, werden uns aufmachen, und wir wollen bauen; ihr aber habt weder Anteil noch Rechtsanspruch, noch Andenken in Jerusalem.“

 

All jene fremden Ansiedler, die um Jerusalem herum wohnten waren über den Wiederaufbau schockiert, denn auch sie kannten die Vorhersagen der Propheten sehr wohl und wussten um die jüdischen GESETZE, die auch sie als ansässige Ausländer treffen würden. Dies regte sie vorab zu Spott an, um die Israeliten zu entmutigen und dann weiter zu erbittertem Widerstand bis zur Verleumdung vor dem König Artaxerxes, der besagte, es handle sich um einen Unabhängigkeitsaufstand und Nehemia wolle König sein. Sie planten gar einem Mordanschlag gegen Nehemia (Ne 6:1-9). Mit aller Deutlichkeit lehnte Nehemia eine Mithilfe jener Gegner am Mauerbau ab!

 

Das himmlische Jerusalem, dass auf die Erde herabkommtDies gibt gewichtige Informationen zum geistigen Mauerbau um das „neue Jerusalem“! Keine der Religionen und ihre Vertreter haben Anteil am Setzen jener „lebendigen Steine“ des Schutzwalls, wohin sie von Jesus innerhalb dieser geistigen Mauer gesetzt werden! Die Auswahl der 144.000 lebendigen Steine ist Sache Gottes und seines Christus! Die Grundsteine jener Mauer bei dem der Tore aber sind die zwölf Apostel! Johannes sieht in der 16. Vision die fertig erstellte Mauer in ihrem Glanz:

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:9-14 ***

Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, die voll der sieben letzten Plagen waren, und er redete mit mir und sprach: „Komm hierher, ich will dir die Braut, die Frau des Lammes, zeigen.“ 10 Und er trug mich in [der Kraft des] Geistes weg zu einem großen und hohen Berg, und er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herniederkam 11 und die Herrlichkeit Gottes hatte. Ihr strahlender Glanz war gleich einem überaus kostbaren Stein, wie ein Jaspisstein, der kristallklar leuchtet. 12 Sie hatte eine große und hohe Mauer und hatte zwölf Tore und an den Toren zwölf Engel [[(gr. aggelos = Bote, Vorsteher)]], und Namen waren darauf geschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind. 13 Von Osten waren es drei Tore und von Norden drei Tore und von Süden drei Tore und von Westen drei Tore. 14 Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.

 

Jesu Bund für ein Königreich mit seinen ApostelnJesus hatte mit seinen zwölf Aposteln „einen Bund für ein Königreich“ geschlossen, ebenso wie der Vater dies zuvor mit ihm getan hatte. Zudem hatte er nur diesen Zwölfen versprochen, dass sie die Richter der zwölf Stämme Israels sein werden. Das Gericht fand seit Alters jeweils in den Toren der Stadt statt. Dort wurde bestimmt, wer die Stadt betreten durfte und wer nicht! Das war seit Jesu Auftragserteilung, ist heute nach der Frühauferweckung und bleibt eindeutig im Millennium weiterhin Aufgabe der Apostel!

 

*** Rbi8  Lukas 22:28-30 ***

Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; 29 und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, 30 damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

 

Die „zwölf Stämme Israels“ werden durch die Erstlinge der zwölf Stämme zu je 12.000, insgesamt  144.000 Vorsteher oder die erwählte „Erstgeburt“ jener repräsentiert, die nach Harmagedon neben dem Überrest in der Erstauferstehung neues Leben durch den „Menschensohn“ erhalten.

 

Die fünf Brautjungfrauen mit ihren LichternNur die „Braut, die Frau des Lammes“, die zwölf Apostel liegen jedoch mit Jesus „im Königreich des Vaters“ gemeinsam mit ihm am selben Tisch!

 

Die 144.000 „treuen Sklaven“ aber erwiesen sich als „verständige Brautjungfrauen“ die ihr „Licht“, bereitet hatten, ihr Verständnis aller Zusammenhänge erarbeiteten, als dann nach Verspätung der Bräutigam nach Mitternacht (der grössten Finsternis) zurückkehrte, in der „dritten oder vierten Nachwache“. Sie allein eilen diesem sinnbildlich entgegen. Er kommt „von der Hochzeit“ her, die Jesus in der „Wildnis“ mit seinen Aposteln gefeiert hatte [B2e].

 

Diese „Brautjungfrauen“ sind es, die zum „Abendessen der Hochzeit des Lammes“ geladen sind, wo natürlich auch dessen „Frau“ anwesend sein wird und Jesus alle in geistiger Weise bedienen wird! Die „unverständigen Jungfrauen“ aber, die kein „Öl“ für ihre „Lampen“ als Reserve bereit hatten bleiben vor der verschlossenen Türe! (Mat 25:1-10; Lu 5:33-35; 12:35-40)

 

Wir müssen ein klares Unterscheidungsvermögen behalten und nicht dem Irrtum der meisten christlichen Kirchen nachfolgen, welche keinen Rangunterschied zwischen Aposteln als Braut und 144.000 „Heiligen“ als Brautjungfrauen kennen, sondern sich selbst gerne als „verständige Brautjungfrauen“ bezeichnen! Auch wissen sie nicht zu unterscheiden zwischen dem „Königreich der (neuen) Himmel“ (Mat 3:1; 5:3) oder dem „Königreich des Vaters“ (Mat 6:10), dem „Königreich für Israel“ (Apg 1:6) wie zuvor schon dem „Königreich des Sohnes der Liebe“ (Phi 3:11). All dies aber zu unterscheiden erlaubt erst das exakte Verständnis!

 

6.2.2.3          Die „Braut des Lammes, die Frau“, die sich mit Jesus zusammen „auf Throne setzen“

Um sich auf ihre zwölf Richterthrone zu setzen musste der Bräutigam zuerst vom Himmel her, wohin „der männliche Sohn“, der Hauptrepräsentant des neugeborenen „Königreiches der (neuen) Himmel“ ja entrückt wurde nun zur „zur Heirat“ zurückkommen war, um seine „Braut“ zu heiraten!

 

Der Bräutigam hält die Hand seiner BrautUm die Sache noch etwas spannender zu machen spricht die Bibel jedoch von zwei verschiedenen Ehebündnissen: Jene des Christus mit seiner „Braut“ während der „Zeit des Endes“ und jenem „neuen Bund“ Jehovas mit dem „Israel Gottes“, erst nach dem „Abendessen der Hochzeit des Lammes“, am Ende der 1335-Tagefrist! 

 

Wir müssen somit durch unseren Verstand gut unterscheiden lernen, von welchem Bündnis nun gerade gesprochen wird! Hosea kündigte doch deutlich eine erneute Vermählung Jehovas an, der doch seine bisherige „Frau“, die Erstlinge Israels, den „Bund mit Levi“ bei Jesu Tod verworfen hatte. Er durfte Jehovas eigene Ankündigung verbreiten:

 

(Hosea 2:19, 20)  Und ich will dich mir verloben auf unabsehbare Zeit, und ich will dich mir in Gerechtigkeit und in Recht und in liebender Güte und in Erbarmungen verloben. 20 Und ich will dich mir in Treue verloben; und du wirst Jehova gewiß erkennen.‘

 

Fallen wir also nicht auf die Propaganda fast aller christlichen Kirchen herein, die ihre „creme de la creme“, ihre selbsternannten „Heiligen“ als „Braut des Lammes“ erklären, beginnend mit der Katholischen Mutterkirche und all ihren unehelichen Töchtern. Deren „Heirat“ wird ja gar in den dritten Himmel Jehovas verlegt, nicht erkennend, dass ein erster „neuer Himmel“, eine neue erdenweite Führung unter Jehovas Anleitung bitter notwendig ist, wenn doch die „alten Himmel“ in Harmagedon verschwinden werden! „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: ‚Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.‘ “ (Off 21:1-3)

 

Gott wird auf der Erde sein, wo auch seine „Braut“, seine „Frau“, das „Israel Gottes“ sein wird! Dazu erfolgt doch auch die Frühauferstehung und dann die Erstauferstehung hier auf der Erde! Nicht um „entrückt“ zu werden in den Himmel hoch, sondern Anteil am ersten „neuen Himmel“ der kommenden „Verwaltung“ der „neuen Erde“, der „grossen Volksmenge“ zu haben. Nur wenn wir die Symbolsprache der Bibel aufgrund ihrer inne liegenden Logik und der Aussagen der Propheten entziffern, kommt echtes Verständnis und jede Mystik entweicht!

 

Einer von denselben sieben Engeln, welche zuvor gegen die Erde ihre Plagen ausgegossen hatten tritt nun vor Johannes und sagt ihm, dass er ihm „die Braut, die Frau des Lammes“ zeigen wolle. „Braut“ und „Frau“ sind Begriffe, die auf Zugehörigkeit, auf „Eigentum“ des „Besitzers“ hinweisen. „Denn dein großer Erschaffer ist dein ehelicher Besitzer, Jehova der Heerscharen ist sein Name; und der Heilige Israels ist dein Rückkäufer. Der Gott der ganzen Erde wird er genannt werden. Denn Jehova rief dich, wie wenn du eine gänzlich verlassene und im Geist verletzte Frau wärst und wie eine Frau der Jugendzeit, die dann verworfen wurde‘, hat dein Gott gesprochen.“ (Jes 54:5, 6) Schon zu Beginn der Menschheit wurde auch dem Adam die „Gehilfin“ zugeführt, Eva, die Jehova dem Adam aus dessen Rippe (DNS) gemacht hatte.

 

Hesekiels Vision des himmlischen JerusalemJehova war, ist und bleibt „ehelicher Besitzer“ Israels, von dessen Erstlingen, der kommenden Nation einer „königlichen Priesterschaft“.

 

Schon vor dem Herabkommen des „neuen Jerusalem“ schwebt auch Jesus endgültig „mit den Wolken“ zur Erde herab, um die „Frau“ und „Braut“ Jehovas zu begutachten, „… die Versammlung sich selbst in ihrer Pracht darstelle, ohne daß sie einen Flecken oder eine Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und ohne Makel sei.“ (Eph 5:27)  Jesus wird die „Brautjungfrauen“ nun ihrerseits in ihr eigenes Hochzeitsgewand bekleiden, bevor er sie dem Vater übergibt, so dass „der Vater allen alles sei“ (Jes 54:5; Jer 3:14).

 

Da auch die Engel als „Braut“ bezeichnet werden und Paulus von einer vollkommenen Vereinigung „der Dinge droben in den Himmeln und drunten auf der Erde“ (Eph 1:) spricht, so ist es eine symbolische Heirat sowohl mit allen im ersten und denen aus dem zweiten „neuen Himmel“ die gemeinsam künftig in „den Himmeln“ (Mehrzahl) Jehovas „Gehilfin“ sein werden: Vereint im einen heiligen Geist unter Führung Jesu!

 

(Epheser 1:8-14)  Diese [[(Befreiung vom „Fluch“ durch Jesu Sühnegeld)]] hat er auf uns überströmen lassen in aller Weisheit und Vernünftigkeit, 9 indem er uns das heilige Geheimnis seines Willens bekanntgemacht hat. Es ist nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgenommen hat in sich selbst, 10 für eine Verwaltung an der Grenze der Fülle der bestimmten Zeiten, nämlich in dem Christus wieder alle Dinge zusammenzubringen, die Dinge in den Himmeln und die Dinge auf der Erde. [Ja,] in ihm, 11 in dessen Gemeinschaft wir auch zu Erben [[(der „Tore seiner Feinde“ (1.Mo 22:17))]] eingesetzt worden sind, indem wir vorherbestimmt wurden nach dem Vorsatz dessen, der alle Dinge gemäß dem Rat seines Willens wirkt, 12 damit wir zum Lobpreis seiner Herrlichkeit dienen sollten, wir, die wir zuerst auf den Christus gehofft haben. 13 Doch auch ihr habt auf ihn gehofft, als ihr das Wort der Wahrheit, die gute Botschaft über eure Rettung, gehört habt. Durch ihn seid ihr auch, als ihr gläubig geworden seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, 14 der ein im voraus gegebenes Unterpfand unseres Erbes ist, zum Zwecke der Befreiung durch ein Lösegeld des besonderen Besitzes [Gottes], zum Lobpreis seiner Herrlichkeit.

 

Paulus zeigte, dass Jesus die Versammlung liebte wie ein Ehemann seine eigene Frau liebt. Vorab spricht Paulus von den „zwölf Aposteln“ die ihrerseits viele geistige Kinder hatten.

 

Die Brautjungfern freuen sich auf das "Abendessen der Hochzeit des Lammes"*** Rbi8  Epheser 5:25-27 ***

[Ihr] Männer, liebt eure Frauen weiterhin, so wie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich für sie dahingegeben hat, 26 damit er sie heilige, indem er sie mit dem Wasserbad durch das Wort reinige, 27 so daß er die Versammlung sich selbst in ihrer Pracht darstelle, ohne daß sie einen Flecken oder eine Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und ohne Makel sei.

 

Jesus soll nun am Gerichtstag Gott die gesamte Versammlung der Auserwählten, der Versiegelten „in ihrer Pracht“ wie eine geschmückte Braut Gott darstellen. Das schliesst einerseits deren Vorsteher als „treue Sklaven“ und andererseits die Versammlung als „Schafe des Herrn“ mit ein! Beide müssen heilig und ohne Makel sein!

 

Da die zwölf Apostel die „Grundsteine“ der Mauer Jerusalems bilden sind die darauf folgenden 144.000 kostbaren, bereits behauenen „Steine“ gleichsam Kinder dieser „Frau“. „Die Mauer der Stadt hatte auch zwölf Grundsteine und darauf die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.“ Johannes der Täufer hatte zuvor über Jesu Apostel gesagt, die inzwischen mehr Jünger machten wie er selbst: „Wer die Braut hat ist der Bräutigam“, gemeint waren nur die zwölf Apostel Jesu, die ihrerseits geistige „Kinder“ mittels der Wassertaufe der Reue für das ewige Leben bereiteten. Die Taufe „im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“ folgte erst nach Jesu Tod und Erhöhung, ab Pfingsten 33 u.Z., wo Petrus das erste von drei Toren zum „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ mit dem ihm anvertrauen Schlüssel öffnete.

 

Der Apostel Johannes schrieb seinen zweiten Brief „… an die auserwählte edle Frau und ihre Kinder“, sowohl Vorsteher der „Ebioniten“ wie „Paulikaner“ ansprechend und deren Versammlungsglieder als deren „Kinder“. Die Ältesten hatten auf die Lehren der Apostel reagiert  und bildeten gemeinsam die „edle Frau“, welche ihrerseits folgsame geistige „Kinder“ grosszog (Jes 61:10; 2.Joh 1:1; Off 19:7, 8).

 

Wenn nun in der Offenbarung noch vor der Erstauferstehung bereits „Throne aufgestellt wurden“ und da solche sind, die sich darauf setzen, die Macht zum Richten erhalten, so sind dies eindeutig die Apostel, denen Jesus dieses Amt zugesprochen hatte, die unmittelbar zuvor schon durch ihre „Heirat“ mit dem „Bräutigam“ zu dessen „Frau“ und hierzu legitimiert wurden! Sie sind es, welche ihrerseits die 144.000 Priesterkönige während des Millenniums richten müssen, wo jene vom geraden Weg abbiegen sollten.

 

Erinnern wir uns: Der versiegelte Überrest aus „treuen Sklaven“ und die Erstauferstandenen erhalten erst nachdem sie zu Priestern geweiht wurden ihre Königsmacht durch Jesus: Die ihnen zugeordneten Städte, wo sie ihrerseits die Versammlungsvorsteher richten, die ihrerseits die „Schafe“ zu richten haben! Ohne GESETZ keine Sünde, ohne Sünde kein Fluch, ohne Fluch keine Richter und ohne Richter keine gottgewollte Gerechtigkeit! Ihre Throne sind nicht in Jerusalem, sondern in den ihnen durch Jesus zugeteilten Nationen und Städten! Sie alle, die 144.000 gemeinsam bilden den Engeln die Ehefrau Jehovas, die er nun erst erneut anerkennt, das „Israel Gottes“.

 

6.2.2.4          Sacharja muss Jerusalem in der Breite und Länge ausmessen

Der Prophet Hesekiel sah lange vor Sacharja bereits in einer Vision „den Bau einer Stadt, gegen Süden“. Zu jener Zeit befand sich Hesekiel im Norden Israels, im babylonischen Exil. Die Rede war vom „neuen Jerusalem“. Er wurde beauftragt das neue „Haus Gottes“ das darin war in allen Details auszumessen. Die Vision erhielt Hesekiel erst nachdem Jerusalem von Nebukadnezar erobert und zerstört worden war. Sie sollte zeigen, dass nach dem Niedergang und Verbüssen der Strafe ein Neubeginn kommen würde (Hes 40:2-4). Bei genauer Analyse sind viele Teile der Vision eine Vorwegnahme kommender Dinge, die mit der Aufrichtung des Königreiches Gottes hier auf der Erde in der Endzeit zusammenhängen. Den entmutigten Überrest der Juden im Exil aber gaben sie eine Zukunftshoffnung, dass Jehova sie eines Tages zurückführen würde.

 

Uns, die wir in den schwierigen Tagen der Endzeit und ihrer Drangsal leben zeigt es ebenfalls, dass Jehova sein Wort bald schon wahr machen wird! Nach der Rückkehr aus dem Exil war es der Prophet Sacharja, der eine ähnliche Vision hatte. Er sah einen Mann, der beauftragt war „Jerusalem zu messen, um zu sehen, wieviel ihre Breite beträgt und wieviel ihre Länge beträgt.“. Ein anderer Engel aber sagte weiter zu Sacharja: „Als offenes Land wird Jerusalem bewohnt werden wegen der Menge Menschen und Haustiere in ihrer Mitte.“ Zu jener Zeit, wo er die Vision erhielt aber lag die Stadt Jerusalem immer noch in Trümmern und ihre Mauer war zerstört! Mit dem Bau der Mauer durch Nehemia zeigte es sich, dass die Vision eine spätere, weit grössere Erfüllung haben muss: Das „neue Jerusalem“ wird keine physische Mauer mehr haben, sondern Jehova selbst wird ihr Schutz werden! Menschen und Haustiere werden darin leben! Das ist bestimmt nicht droben im dritten Himmel!

 

Landverteilung Priester: Landstreifen vom "grossen Meer bis zum Toten Meer"*** Rbi8  Sacharja 2:1-5 ***

Und ich erhob dann meine Augen und sah; und siehe, da war ein Mann und in seiner Hand ein Meßseil. 2 Da sagte ich: Wohin gehst du?

Hierauf sprach er zu mir: Jerusalem zu messen, um zu sehen, wieviel ihre Breite beträgt und wieviel ihre Länge beträgt.“

3 Und siehe, der Engel, der mit mir redete, trat hervor, und da war ein anderer Engel, der hervortrat, ihm entgegen. 4 Dann sagte er zu ihm: Lauf, rede zu dem jungen Mann dort drüben, indem [du] sprichst: ‚ „Als offenes Land wird Jerusalem bewohnt werden wegen der Menge Menschen und Haustiere in ihrer Mitte. 5 Und ich selbst“, ist der Ausspruch Jehovas, werde für sie eine Mauer von Feuer ringsum werden, und Herrlichkeit werde ich in ihrer Mitte werden.“ ‘ “

 

Auch diese Vorhersage ist offensichtlich nicht vorab auf den Wiederaufbau Jerusalems nach dem Exil gerichtet, weil doch Nehemia den Auftrag erhielt die Stadtmauer wiederum aufzubauen und die hölzernen Tore einzusetzen. Das würde der Aussage widersprechen, dass Jerusalem als „offenes Land bewohnt werden wird! Wenn wir aber den Plan der Stadt Jerusalem beachten wie Hesekiel ihn beschrieb, mit dem Anteil von „Land das dem Vorsteher“ zusteht, der „heilige Beitrag“, das vom Mittelmeer bis zur Ostgrenze reicht, dann wird sich die Prophezeiung dort erfüllen! Auch was die Stadt Jerusalem betrifft sind weit grössere Räume von Gott her geplant, wie Sacharja sich dies hätte vorstellen können!

 

Da Sacharjas Vorhersagen somit den geistigen Tempel und das „neue Jerusalem“ betreffen spricht er auch von der Flucht aus „Babylon der Grossen“ in der Endzeit, wenn er vom „Land des Nordens“ spricht:Heda! Heda! Flieht denn aus dem Land des Nordens“. Er ist zur Zeit der Vision in Jerusalem und von dort aus gesehen liegt Babylon nördlich. Jesus warnte mit ähnlichen Worten und sprach ebenso von einer Flucht, sowohl aus dem geistigen Gegenstück von Jerusalem, der abgefallen Christenheit, einer babylonischen Verwirrung religiöser Lehrmeinungen. Offenbar aber spricht er auch noch von einer physischen Flucht aus der heutigen Stadt Jerusalem, die ganz offensichtlich Teil „Babylons der Grossen“ bildet, bevor sie ein letztes Mal vor Harmagedon angegriffen wird! Wir haben den folgenden Text bereits weiter oben betrachtet, um zu erkennen wessen „Augapfel“ angetastet wird:

 

*** Rbi8  Sacharja 2:6-9 ***

Heda! Heda! Flieht denn aus dem Land des Nordens“ ist der Ausspruch Jehovas.

Denn in Richtung der vier Winde der Himmel habe ich euch ausgebreitet“ ist der Ausspruch Jehovas.

7 „Heda, Zion! Entrinne, die du bei der Tochter Babylon wohnst. 8 Denn dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚[Der] Herrlichkeit nachfolgend, hat er mich zu den Nationen gesandt, die euch ausplünderten; denn wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an. 9 Denn siehe, ich schwinge meine Hand gegen sie [[(die Nationen des Nordens)]], und sie werden ihren Sklaven [[(jenen, die aus „Babylon der Grossen“ geflohen sind)]] zur Beute werden müssen.‘ Und ihr werdet bestimmt erkennen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich gesandt hat.

 

Als die Juden aus Babylon zurückkehrten, da war das Ende ihrer Ausbreitung „nach den vier Winden“, unter die Nationen gekommen, zumindest für jene, die zurückkehrten! Sie sollten nach Judäa und Jerusalem hin entrinnen, lautete die Aufforderung!

 

Die Juden wurden mit der ersten Zerstörung Jerusalems und der Verwüstung Judäas in alle „vier Himmelsrichtungen“ ausgebreitet! Ein Teil floh nach Ägypten, andere nach Moab. Das „Land des Nordens“ war zur Zeit Sacharjas somit Babylon, wohin der überlebende, gefangene Rest in die Sklaverei kam. Nur ein Teil aller Juden war nach der Eroberung durch Cyrus nach Judäa zurückgekehrt. Der Aufruf machte daher Sinn.

 

Nach der zweiten Vertreibung und Sklaverei im Jahre 70 u.Z. durch die Römer wurden sehr viele Juden und auch „Ebioniten“ erneut in „alle vier Himmelsrichtungen“ zerstreut und lebten seither in der Diaspora. In der Endzeit werden die Religionen auf der Seite des „Nordkönigs“ dargestellt, die mittels „Streitarmen“ ihres fundamentalistischen Teils gegen Israel ankämpfen werden. Diese Religionen werden gesamthaft als „Babylon die Grosse“ vom „Südkönig“ durch das „siebenköpfige wilde Tier“ endgültig zerstört werden. Jesus warnte durch Johannes in der Offenbarung, dass jeder der in den Religionen gefunden wird Anteil an den Plagen erdulden müsste! Erneut gibt es vorzeitige Warnung!

 

"Babylon die Grosse" reitet das politische, siebenköpfige "wilde Tier"*** Rbi8  Offenbarung 18:4-8 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht. 6 Erstattet ihr so, wie sie selbst erstattet hat, und tut ihr doppelt soviel, ja doppelt die Zahl der Dinge, die sie tat; in den Becher, in den sie ein Gemisch tat, tut doppelt soviel Gemisch für sie. 7 In dem Maße, wie sie sich verherrlichte und in schamlosem Luxus lebte, in dem Maße gebt ihr Qual und Trauer. Denn in ihrem Herzen sagt sie beständig: ‚Ich sitze als Königin, und Witwe bin ich nicht, und ich werde niemals Trauer sehen.‘

Die Könige der Erde werfen die Hure "Babylon die Grosse" ab, um ihre Fleischteile aufzuzehren8 Darum werden an einem Tag ihre Plagen kommen, Tod und Trauer und Hungersnot, und sie wird gänzlich mit Feuer verbrannt werden, denn Jehova Gott, der sie gerichtet hat, ist stark.

 

Hören wir die Worte bloss oder werden wir zu Tätern unseres Glaubens? Viele Christen wohnen nach wie vor bei der „Tochter Babylon“, deren Sünden sich weiterhin bis zum Himmel aufhäufen! Der Befehl an all jene die einen festen Glauben in Gott und seinen Christus setzen lautet jedoch aus jener ungesunden Umgebung hinauszugehen! Die „vier Winde“ bedeuten die ganze Erde und dort sollen Christen „kein Teil dieser Welt“ sein! Sie bilden in ihren Versammlungen „Inseln“ mitten im Menschenmeer. Ihre Hoffnung richten sie nicht auf die heutigen Politiker und Religionsführer, sondern auf ihren Gott und Jesus als kommende Retter!

 

Babylon die Grosse“ aber wird schon bald Trauer und Vernichtung finden! Sie wird bestimmt nicht als „Frau“ an der Seite Gottes weilen, auch wenn sie heute behauptet Königin und keine Witwe zu sein! Sie ist vielmehr die Ehefrau des „Gottes dieses Systems der Dinge“ und bietet ihre bezahlten Liebesdienste den Mächtigen dieses Systems in unzüchtiger Weise dar!

 

Ihre Worte, dass sie niemals Trauer sehen werde wird sich schon bald als Lüge erweisen, wenn sie vom „siebenköpfigen wilden Tier“ abgeworfen wird, das all ihre „Fleischteile“ verzehren werden, ihren gesamten aufgehäuften ungerechten Gewinn. (1.Kor 2:6-10; 2.Kor 4:1-6)

 

6.2.2.5          Jehova wird inmitten Zions wohnen!

Sacharja kündet uns Gottes Worte an, wenn er Israel verspricht: „... siehe, ich komme, und ich will in deiner Mitte weilen.“ Dies erfüllte sich bei der Einweihung des zweiten Tempels nicht so, wie bei der Einweihung der Stiftshütte oder als der Tempel Salomos fertig erstellt war und Jehovas Herrlichkeit jeweils deutlich erschien (2.Mo 40:33-35; 1.Kö 8:10-13). Beide Male wurde das Allerheiligste mit der Wolke gefüllt, nachdem die Lade dorthin gebracht wurde und der Hohepriester konnte nicht weiter dastehen, um den Dienst zu erfüllen.

 

Die Lade des Bundes wurde seit der Zerstörung des Tempels von Jerusalem vermisstDiesmal, bei der Einweihung des Tempels von Serubbabel 515 v.u.Z. aber war es nicht so, da die Lade des Bundes seit der Tempelzerstörung als vermisst galt! Trotzdem opferten die Priester Jehova und das ganze Volk freute sich. Der Tempel Serubbabels wurde etwa 3-8 Jahre nach der Aufzeichnung der Visionen fertig und eingeweiht. Sacharja schrieb sein Buch zwischen 520-518 v.u.Z. Der Prophet spricht somit auch in diesem Teil vom künftigen, dem geistigen Tempel, wo Jehova erneut anwesend sein wird, erst vollkommen dann, wenn das „neue Jerusalem“ zur Erde herabgekommen ist! Jehova redet von Seiner „Tochter Zion“: „Und viele Nationen werden sich an jenem Tag gewiß Jehova anschließen, und sie werden wirklich mein Volk werden; und ich will in deiner Mitte weilen.“

 

*** Rbi8  Sacharja 2:10-13 ***

Jauchze und freue dich, o Tochter Zion; denn siehe, ich komme, und ich will in deiner Mitte weilenist der Ausspruch Jehovas. 11 „Und viele Nationen werden sich an jenem Tag gewiß Jehova anschließen, und sie werden wirklich mein Volk werden; und ich will in deiner Mitte weilen.“ Und du wirst erkennen müssen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich zu dir gesandt hat. „Und; und ich will in deiner Mitte weilen.“ Und du wirst erkennen müssen, daß Jehova der Heerscharen selbst mich zu dir gesandt hat. 12 Und Jehova wird gewiß Juda als seinen Teil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen, und er wird sicherlich Jerusalem noch erwählen. 13 Bewahre Schweigen, alles Fleisch, vor Jehova, denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.

 

Die Ankündigung Gottes durch Sacharja, dass Jehova erneut in der Mitte Israels weilen wird hat somit mit einem künftigen Tag zu tun und ist auf den geistigen Tempel mit „Spross“ als Hohepriesterkönig ausgerichtet! Wie wir gesehen haben erfüllte sich auch das noch nicht, was Sacharja zudem verkündet hatte: „Und viele Nationen werden sich an jenem Tag gewiß Jehova anschließen, und sie werden wirklich mein Volk werden. Jehova wird gewiß Juda als seinen Teil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen, und er wird sicherlich Jerusalem noch erwählen.“ Auch dieser Teil ist eindeutig eine messianische Prophezeiung! Sie stimmt allerdings mit dem überein, was die Offenbarung sagt, wenn eben das „neue Jerusalem“ vom Himmel herabkommt! Die „grosse Volksmenge aus allen Nationen“ steht nun vor Gott! Dann erst nimmt Jehova „Juda“, die priesterkönigliche Verwaltung aus der Hand Jesu entgegen, dann, wenn er ihm die eingeweihten 144.000 Priesterkönige, das „Israel Gottes“ übergibt und Jehova diese Priesterkönige als sein besonderes Besitztum entgegen nimmt! (Ps 135:4; Off 7:9, 1.Kor 14:24; 1.Pe 2:9; Off 20:6)

 

Wiederum verbindet der Prophet dieses Ereignis mit der Stadt Jerusalem, wenn er durch Jehovas Wort zudem sagt: „Jehova wird gewiß Juda als seinen Teil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen, und er wird sicherlich Jerusalem noch erwählen.“ Das Volk aus Priesterkönigen wird somit an dem einem, dem zuvor bestimmten Tag Jehovas Eigentum! Dies ist am Ende der gegenüber Daniel erwähnten Frist von 1335 Tagen [C4; e1] Das ist kein langsamer, fortschreitender Prozess, wie es eine himmlische Auferstehung der Gerechten gewesen wäre, sondern ein einziger Akt! „Als nächstes das Ende, wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt, wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat.“ (1.Kor 15:24)

 

Jemand musste dieses kommende auserwählte Volk von „Erstgeborenen“ zuvor aus der Masse der Nationen ausscheiden, dann die bereits Verstorbenen aus den Gräbern erwecken, sie nach Jerusalem zusammenbringen, sie reinigen und heiligen und sie in ihre Priesterwürde einführen! Das ist die Aufgabe von „Spross“, der ja den geistigen Tempelbau begonnen hat! Dies geschieht aber in Zusammenarbeit mit dem „Serubbabel“ der Endzeit, mit den Aposteln! Damit jene Handlung abgeschlossen werden kann muss zum Abschluss das „Jerusalem droben“, das „unsere Mutter“ darstellt vom Himmel herabkommen! Paulus hatte dies im Brief an die Galater erklärt, im Gleichnis von Hagar und Sara:

 

Der Berg Horeb im Sinai*** Rbi8  Galater 4:25-26 ***

Diese Hagar nun bedeutet [den] Sinai, einen Berg in Arabien, und sie entspricht dem heutigen Jerusalem, denn sie ist mit ihren Kindern in Sklaverei. 26 Das Jerusalem droben dagegen ist frei, und es ist unsere Mutter.

 

Das alte, heutige Jerusalem bleibt bis zum Abschluss in der Sklaverei dieses Systems! Genau dasselbe hat Johannes uns in der Offenbarung doch unterbreitet. Jehova erwählt sich erst zum Ende erneut die Stadt Jerusalem, nachdem sie in Harmagedon gereinigt wurde und der „neue Himmel“ und die „neue Erde“ jene korrupten und verbrauchten alten Himmel“ der Mächtigen und ihrer Nachfolger abgelöst haben! Jesus übergibt dem Vater das gereinigte Königreich, die aufgerichtete „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“ (1.Kor 15:24).

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:1-3 ***

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der frühere Himmel und die frühere Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. 2 Ich sah auch die heilige Stadt, das Neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitgemacht wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. 3 Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.

 

Heute ist Jehova weder mit den Päpsten, noch den Lutheranern, noch mit Baptisten, den Adventisten oder Jehovas Zeugen, noch mit den Mormonen besonders verbunden, wie all jene eifrigen Verkündiger falscher, usurpierter menschlich aufgerichteter Königreiche dies behaupten mögen! Das kommt somit erst nachdem Jesus am Gerichtstag die „Schafe von den Böcken getrennt“ hat [B2], nachdem die letzten der Auserwählten versiegelt wurden [B2e-B2g] und nachdem die „alten Himmel und die alte Erde“ vernichtet wurden! [B3] 

 

Das biblische Drama von Hagar und Sara
 

Wahre Christen die ihren Glauben auf exakte Erkenntnis stützen sind somit nicht eng mit dem heutigen Jerusalem und der abtrünnigen Nation Israel im Nahen Osten verbunden, sondern vielmehr mit dem „Jerusalem droben“, da sie doch unsere geistige „Mutter“ ist, durch Jesus, als einzigem Mittler zu Gott. Dies bleibt auch dann so, wenn unsere Sympathien nach wie vor unseren älteren Brüdern und Schwestern, den Juden und ihrer Sache eigentlich gut gesinnt sind, weil wir ihr Motiv zur Rückkehr durchaus verstehen. Wir können diese Bemühungen aus eigener Kraft das Königreich wieder aufzurichten jedoch als nicht im Einklang mit den Vorhersagen der Propheten erkennen. Sie lehnen „Spross“ bis ans Ende hin ab und wir wissen deshalb, dass diese Bemühungen somit zum Scheitern verurteilt sind! Der Psalmist bringt dies auf den Nenner:

 

*** Rbi8  Psalm 127:1 ***

Wenn Jehova selbst das Haus nicht baut,

So ist es umsonst, daß seine Bauleute hart daran gearbeitet haben.

Wenn Jehova selbst die Stadt nicht behütet,

So ist es umsonst, daß der Wächter ständig gewacht hat.

 

Moses wollte vierzig Jahre zu früh die Israeliten aus der Knechtschaft retten, als er den ägyptischen Sklaventreiber tötete. Jehova unterstützte ihn damals nicht, er musste fliehen, liess alles zurück, was ihn an Pharao gebunden hatte! Erst als Moses am brennenden Dornbusch den Auftrag erhielt sein Volk aus Ägypten heraus zu führen, gab Gott exakte Anweisungen. Es gilt somit auch für heutige Ebioniten und Paulikaner in Israel geduldig abzuwarten. Wie Moses muss ebenso „Spross“ sein eigenes Volk aus dem endzeitlichen „Sodom und Ägypten“ herausbringen! Er selbst wird seine zerstreute Herde einsammeln! Die Apostel sind seine Statthalter die das erdenweit nach Harmagedon [B3-Bb] veranlassen werden. Niemand kann oder darf Jesus diese Aufgabe streitig machen, obwohl Religionen dies im Allgemeinen tun und behaupten, selbst der Zufluchtsort zu sein! (Off 11:8)

 

Jehova "ehelicher Besitzer"; Hagar und Sara
 

Die Apostel werden das vorbereitete und ausgesonderte Volk „Juda“, den nach Jerusalem zusammengerufene Überrest am ersten Tag des „Abendessen der Hochzeit des Lammes“, den lebenden Teil der einzuweihenden 144.000 Priester Jesus nach dessen herabkommen „mit den Wolken“ übergeben. Jesus, als Hoherpriesterkönig selbst ist es, der jedem von ihnen nach ihrer Einweihung zu Priestern zudem ihre Königswürde und die künftige Aufgabe überträgt, wenn er sie einzeln über die für sie bestimmten Städte setzt. Erst damit bestehen die „neuen Himmel“ in ihrer schlussendlichen Form! Erst damit ist das Königreich bereitet, das ein „Königreich von Priestern“ ist, die er nun dem Vater übergeben wird und sich damit selbst erneut dem Vater unterordnet! Damit ist die Prophezeiung durch Moses an Israel erst vollkommen erfüllt (Lu 19:16-20).

 

*** Rbi8  2. Mose 19:6 ***

Und ihr, ihr werdet mir ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation werden.‘ Dies sind die Worte, die du zu den Söhnen Israels sprechen sollst.“

 

Paulus erklärt mit Exaktheit, dass Jesus dies erst eine gewisse Zeit, exakt 45 Tage nachdem er in Harmagedon „alle Macht und Autorität zunichte gemacht hat“, tun wird, also die „alten Himmel“ und die „alte Erde“ nicht mehr weiter bestehen! 

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:24-28 ***

Als nächstes das Ende [[(der 1335 Tagefrist [C4])]], wenn er seinem Gott und Vater das Königreich übergibt [[Bb3]], wenn er Regierungen von aller Art und alle Gewalt und Macht zunichte gemacht hat [[B3]]. 25 Denn er muß als König regieren, bis [Gott] alle Feinde unter seine Füße gelegt hat [[(am Ende des Millenniums [MC)]]]. 27 Denn [Gott] „hat alle Dinge seinen Füßen unterworfen“. Wenn er aber sagt, daß ‘alle Dinge unterworfen worden sind’, ist offenkundig der ausgenommen, der ihm alle Dinge unterworfen hat [[(Jehova)]]. 28 Wenn ihm aber alle Dinge unterworfen sein werden, dann wird sich auch der Sohn selbst dem unterwerfen, der ihm alle Dinge unterworfen hat, so daß Gott allen alles sei.

 

Die Reihenfolge der Ereignisse ist somit fest vorgegeben. Die verschiedenen Propheten mussten „teilweise Prophezeien“, um so zum Gesamtbild künftiger Ereignisse beizutragen! Wir aber, die es trifft in dieser Zeit zu leben müssen die Teile zusammentragen, um die uns übertragenen Aufgaben wahrnehmen zu können!

 

Auch des Propheten Hoseas Worte erfüllten sich nicht zur Zeit der Rückkehr aus dem Exil. Gott hatte zu ihm gesagt:

 

Samen in die neue Erde säenpg*** Rbi8  Hosea 2:23 ***

Und ich werde sie mir [[(das „Israel Gottes“)]] gewiß wie Samen in die [[(neue)]] Erde säen, und ich will derjenigen Barmherzigkeit erweisen, der nicht Barmherzigkeit erwiesen wurde [[(den Auferstehenden aus „Lo-Ruhama“ während des Millenniums)]], und ich will zu denen, die nicht mein Volk sind [[(„Lo-Ammi“)]], sprechen: „Du bist mein Volk“; und sie ihrerseits werden sagen: „[Du bist] mein Gott.“ ‘ “

 

Diejenige, der nicht Erbarmen gewährt wurde ist „Lo-Ruhama“, die Nation Juda, das heutige Israel, wo jene Generation zur Zeit Jesu am Ende der siebzigsten Jahrwoche und damit auch deren Nachkommen doch verstossen wurde, all jene, die Jesus ablehnten und denen bis zum Ende dieses Systems weiterhin nicht Erbarmen gewährt wird, weil sie hartnäckig und hartherzig bleiben! Im Gegensatz dazu steht „Lo-Ammi“, das Volk, das Gott bisher nicht als sein Eigentum betrachtete. „Lo-Ammi“ stellt das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ dar. Es ist die inzwischen am Gerichtstag [B2] ausgesonderte „grosse Volksmenge“ an „Schafen“, der Grundstock der kommenden „neuen Erde“. Diese stellt Jesus nun ebenfalls dem Vater dar, zu denen Gott nun deutlich spricht: „Du bist mein Volk„ und die nun alle einmütig antworten: „[Du bist] mein Gott.

 

Im Gegensatz hierzu erklärte Jehova hinsichtlich Israels blinder Führung, der aaronische Priesterschaft und deren blinden Geführten durch Hosea fest:

 

(Hosea 4:4-8)  „Möge jedoch kein Mann streiten, noch möge ein Mann zurechtweisen, da dein Volk denen gleich ist, die gegen einen Priester streiten. 5 Und du wirst bestimmt bei Tag straucheln, und auch ein Prophet [[(„der falsche Prophet“ der Endzeit)]] soll mit dir straucheln wie bei Nacht. Und ich will deine Mutter [[(„Gomer“)]] zum Schweigen bringen. 6 Mein Volk [[(die Erstlinge des fleischlichen Israel, Levi)]] wird gewiß zum Schweigen gebracht werden, weil keine Erkenntnis da ist. Weil du selbst sogar die Erkenntnis verworfen hast, werde ich auch dich verwerfen, so daß du mir nicht als Priester dienst [[(Ende des „Bundes mit Levi“ angekündet)]]; und [weil] du ständig das Gesetz [[(GESETZ)]] deines Gottes vergißt, werde ich deine Söhne vergessen, ja ich. 7 Entsprechend ihrer Menge, so haben sie gegen mich gesündigt. Meine eigene Herrlichkeit haben sie für bloße Unehre vertauscht. 8 Die Sünde meines Volkes [[(die Sündopfer)]] verzehren sie ständig, und zu ihrer Vergehung erheben sie unablässig ihre Seele.

 

Auch aus diesen Vergehen ist zu ersehen, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt, bei Jesu Tod das Ende der levitischen Privilegien gekommen war.

 

Jehovas Königreich über das "Israel Gottes"
 

 

6.2.3           Wen symbolisiert in der Endzeit der „Hohepriester Josua“, der bei Serubbabels Tempelbau als Vorbild diente?

 

6.2.3.1          Der „Hohepriester Josua“ muss seine beschmutzten Kleider wechseln

Der Hohepriester Josua zur Zeit des Wiederaufbaus des Tempels in JerusalemDer Prophet Sacharja liefert noch einige gewichtige weitere Einzelinformationen zum grossen Endzeitpuzzle! Zur Zeit des Exils und bei der Rückkehr spielte der erste nachexilische Hohepriester Josua (in Esra und Nehemia „Jeschua“ genannt = „Jehova ist Rettung“) eine gewichtige Rolle an der Seite des Statthalters Serubbabels. Er hatte gegen Ende der Zeit des Exils die Synagogen in Babylon geleitet und dort einen gewichtigen Grund gelegt, dass Juda umkehrte und Gott um Vergebung bat. Dies alles diente dem geordneten Auszug!

 

Nun erneut in ihrer Heimat bestätigte Esra: „Und Haggại, der Prophet, und Sachạrja, der Enkel Ịddos, der Prophet, prophezeiten den Juden, die in Juda und in Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels, [der] über ihnen [war]. Damals war es, daß Serubbạbel, der Sohn Scheạltiëls, und Jeschụa, der Sohn Jọzadaks, aufstanden und anfingen, das Haus Gottes wieder aufzubauen, das in Jerusalem war; und mit ihnen waren Gottes Propheten, die ihnen Beistand leisteten.“ (Es 5:1, 2)

 

In der Vision sieht Sacharja, dass jenes geistige Oberhaupt jedoch Satan zu seiner rechten Seite hatte, der Jehova widerstand. Die „beschmutzten äusseren Kleider“ waren durch ungerechtes Handeln verunreinigt. Der Engel verglich Josua mit einem „Scheit Holz“, das aus dem Feuer herausgerissen worden war! Das Feuer stellte offensichtlich den religiösen Schmelzofen Babylons dar, das daran war auch den Hohepriester Jehovas zu verzehren, indem jener Dinge unter den Zurückgekehrten duldete, die das GESETZ unter harte Strafe legte. Dazu gehörten die fremdländischen Frauen und deren Kinder. Der neue Tempel Serubbabels war inzwischen eingeweiht, aber Jehova beanstandete durch Sacharja:

 

*** Rbi8  Sacharja 3:1-2 ***

Und er ging daran, mir Josua, den Hohenpriester, zu zeigen, der vor dem Engel Jehovas [[(Michael)]] stand, und Satan, der zu seiner Rechten stand, um ihm zu widerstehen. 2 Dann sprach [der Engel] Jehovas zu Satan: „Jehova schelte dich, o Satan, ja Jehova schelte dich, er, der Jerusalem erwählt! Ist dieser nicht ein aus dem Feuer herausgerissenes Holzscheit?“

 

Ganz eindeutig aber zeigt Sacharja, was er von dem Engel erfährt, der offensichtlich Michael ist, „der zu Gunsten der Söhne ... (des Volkes) Daniels steht“ (Da 12:1). Er ist identisch mit dem später Fleisch gewordenen Jesus, der ja erneut das Volk leitet, das geistige Israel all derer, die „am Herzen beschnitten“ sind, zu deren Gunsten er eingesetzt und nach dem Opfertod erhöht wurde!

 

Die Stiftshütte und der Hohepriester
 

Da Michael zu jener Zeit Sacharjas noch nicht als Mensch Jesus erschienen war, somit auch noch nicht an den Stamm gehängt, vom Tod erlöst und erhöht worden war, nimmt er für sich nicht mehr Autorität in Anspruch, als Gott ihm zu jener Zeit bereits verliehen hat. Er spricht darum zu Satan: Jehova schelte dich, o Satan, ja Jehova schelte dich.“ (Sach 3:2) Die Feinde werden Jesus erst zum Beginn des „Tages des Herrn“ unter die Füsse gelegt. Unmittelbar danach wird Satan aus dem Himmel geworfen!

 

Der Hohepriester Josua und seine Gefährten sind somit nach wie vor in einem unreinen Zustand! Es ist die Zeit vor der vollständigen Beendigung des Tempels, der in einem unfertigen Zustand eingeweiht wurde, wie Sacharja dies prophezeit! Satan übt Macht über jene aus und er steht auf der „rechten Seite“ jenes Hohepriesters Josua und leistet ihm aktiven Widerstand. Gottes Auftrag zum Tempelbau soll behindert oder verunmöglicht werden!

 

Return & RestaurationZwar hatte Josua zusammen mit Serubbabel Israel aus der Gefangenschaft Babylons hinausgeführt, jedoch blieb das Volk weiterhin in unreinem Zustand! Satan leistete offensichtlich Widerstand durch seinen eigenen Samen, Männern wie „Tattenai, dem Statthalter jenseits des Stromes“, die bei Darius I erreicht hatten, dass der Bau am Tempel per Dekret unterbrochen werden musste. Dies ergab Verzögerung und Arbeit unter erschwerten Umständen. Darum liess der Hohepriester Josua möglicherweise entgegen Jehovas Gedanken verlauten, dass die Zeit noch nicht gekommen sei den Tempel fertig zu bauen! Josua aber kannte doch das unwiderrufliche Edikt des Cyrus, dass die zurückgekehrten Juden den Tempel erbauen sollen! Jehovas Vorhersage durch den Propheten Jesaja musste doch ausgeführt werden.

 

(Jesaja 44:24-28)  Dies ist, was Jehova gesagt hat, dein Rückkäufer und dein Bildner vom Mutterleib an: „Ich, Jehova, tue alles, indem ich allein die Himmel ausspanne, die Erde ausbreite. Wer war bei mir? 25 [Ich] vereitle die Zeichen der eitlen Schwätzer, und [ich bin es,] der selbst Wahrsager unsinnig handeln läßt; der Weise zurückweist und der sogar ihre Erkenntnis Torheit werden läßt; 26 der das Wort seines Knechtes [[(Seiner Propheten)]] wahr macht und der den Rat seiner eigenen Boten ausführt; der von Jerusalem spricht: ‚Sie wird bewohnt werden‘ und von den Städten Judas: ‚Sie werden wieder erbaut werden, und ihre verödeten Stätten werde ich aufrichten‘; 27 der zur Wassertiefe [[(des Euphrat)]] sagt: ‚Verdunste; und all deine Ströme werde ich austrocknen‘; 28 der von Cyrus spricht: ‚Er ist mein Hirt, und alles, woran ich Gefallen habe, wird er ausführen‘; auch indem [ich] von Jerusalem sage: ‚Es wird wieder erbaut werden‘ und vom Tempel: ‚Deine Grundlage wird dir gelegt werden.‘ “

 

Die Vorhersage hat erneut doppelte Bedeutung: Zur Zeit des Dekretes von Cyrus wurde die Grundlage des Tempels von Serubbabel gelegt und auch der Bau des Tempels vorangetrieben. In der Endzeit vertrocknen die „Wasser“, die Anhänger der Religionen „Babylons der Grossen“. Die wahre „Grundlage“, die den „Grundeckstein“, den Messias benötigt, welcher das geistige Original des physischen Musters jenes Tempels Serubbabels wäre, der musste erst später kommen, zum von Jehova vorhergesagten Zeitpunkt. Dieser war laut der Prophezeiung Daniels gegen Ende der siebzig Jahrwochen von der Wiederherstellung Jerusalems, des Tempels und der Stadtmauer abhing! Satan kannte diese Vorhersagen und wollte deren Erfüllung verzögern!

 

Auch bei der Aufrichtung von Gottes Königreich und der damit verbundenen Fertigstellung des geistigen Tempels am „Ende der Zeiten der Nationen“ ist ebenso Widerstand angesagt und ebenso wird durch Johannes in der Offenbarung von Verzögerung geredet! (Off 10:5-7)

 

Das wilde Tier mit dem Namen 666 kommt aus dem Meer *** Rbi8  Offenbarung 13:6-8 ***

Und es wurde ihm [[(dem siebenköpfigen „wilden Tier“)]]  gewährt, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu besiegen, und es wurde ihm Gewalt gegeben über jeden Stamm und [jedes] Volk und [jede] Zunge und [jede] Nation. 8 Und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten; der Name von keinem von ihnen steht von Grundlegung der Welt an in des Lammes Buchrolle des Lebens geschrieben, das geschlachtet worden ist.

 

Da die Christenheit Teil „Babylons der Grossen“ bildet, die drei „wilden Tiere“ anbetet und so die „666“ als Kennzeichen erhält, darum werden sie besiegt werden, dann, wenn das siebenköpfige „wilde Tier“, die UNO „Babylon die Grosse“ abwirft und jene „Hure“ tötet um deren „Fleischteile“ aufzuzehren. Alle die Religionen unterstützten oder ihnen angehörten, werden Schaden erleiden! Aber auch alle die zuvor daraus hinausgegangen sind werden vom System grossem Druck ausgesetzt.

 

Der Tod der „zwei Zeugen“, den Johannes im Kapitels 11 der Offenbarung beschreibt und der Druck, den das zweihörnige „wilde Tier“ Anglo-Amerika auf alle ausübt, um der UNO und der Landespolitik, sowie dem „Bild“ dem WORLD COUNCIL OF RELIGIOUS LEADERS allgemein willfährig zu sein und um sie und das religiöse „Bild des wilden Tieres“ anzubeten. Solche Form von „Ausländern“ sind ungeeignet, und wie Josua es vormachte, von der Mitarbeit am Aufbau des geistigen Tempels abzuhalten! Die Situation wiederholt sich offensichtlich! Wer aber Gottes Gebote hält und Zeugnis für Jesus ablegt, an ihn sind die Worte des Paulus gerichtet:

 

*** Rbi8  1. Korinther 3:9 ***

Denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr seid Gottes Feld zur Bebauung, Gottes Bau.

 

Gottes Bau, sein Tempel ist daran fertiggestellt zu werden. Durch mehrere andere Dinge waren die äusseren Kleider Josuas in geistigem Sinne beschmutzt, und er musste sich dringend reinigen! Würde er aber auf die Propheten Sacharja und Haggai hören, die parallel als zwei Zeugen Gottes prophezeiten und eine vollkommen offene Sprache redeten? Michael steht vor uns und fordert uns genauso auf Schmutzflecken zu beseitigen.

 

*** Rbi8  Sacharja 3:3-4 ***

Was nun Josua betrifft, es ergab sich, daß er mit beschmutzten Kleidern bekleidet war und vor dem Engel stand. 4 Dann ergriff er das Wort [[(der Engelfürst Michael)]] und sagte zu den vor ihm Stehenden: „Entfernt die beschmutzten Kleider von ihm.“ Und er sprach weiter zu ihm: Siehe, ich habe deine Vergehung von dir wegnehmen lassen, und man bekleidet dich mit Festkleidern.“

 

Der Engel Israels, Michael befahl nun direkt an die Dabeistehenden: „Entfernt die beschmutzten Kleider von ihm.“ Ganz offensichtlich sind jene von Gott her autorisierte Personen, die direkten Einfluss auf Josua nehmen, indem sie gewisse Fehler aufdecken und Konzepte darlegen, um den unhaltbaren Zustand zu ändern! Das war einerseits bestimmt der Statthalter Serubbabel und andererseits die zwei Propheten, Sacharja und Haggai! Der Sprechende, der die Vergehung Josuas von ihm entfernt hat ist somit Michael selbst, mit himmlischer Autorität sprechend (Lu 7:47-50).

 

Nun aber tritt der Prophet Sacharja selbst in Aktion und spricht zu den Gefährten Josuas, dass jene konkret handeln sollen! Josua musste einen reinen Turban aufsetzen und neue Kleider anziehen.

 

Der Turban des Hohepriesters mit dem goldenen Schild *** Rbi8  Sacharja 3:5-7 ***

Darauf sagte ich: „Man möge einen reinen Turban auf sein Haupt setzen.“ Und sie gingen daran, den reinen Turban auf sein Haupt zu setzen und ihn mit Kleidern zu kleiden; und der Engel Jehovas stand dabei. 6 Und der Engel Jehovas begann Josua zu bezeugen, indem [er] sprach: 7 Dies ist, was Jehova der Heerscharen gesagt hat: ‚Wenn du auf meinen Wegen wandeln und wenn du meiner Verpflichtung nachkommen wirst, dann wirst auch du es sein, der mein Haus richten und auch meine Vorhöfe hüten wird; und ich werde dir gewiß freien Zutritt unter diesen Dastehenden geben.‘

 

Gottes Engel selbst verfolge das Ausführen der verlangten Veränderungen! Er ermuntert Josua nun auf Jehovas Wegen zu wandeln, das bedeutet das GESETZ in allen Teilen zu respektieren und das Volk dasselbe zu lehren und dieses gesetzmässig zu richten! Dazu musste Josua einige Jahre später den Gesetzeslehrer Esra, der von Babylon her kam vollkommen integrieren und seinen Anweisungen Folge leisten (vergl. Mat 5:17-20).

 

Sofern Josua den Anforderungen nachkommen würde sollte er selbst im bald darauf wiederaufgerichteten Tempel „die Vorhöfe hüten“. Das bedeutet, dass er nur den Reinen Zutritt zum Heiligen gewähren dürfe, dass er Priester, Leviten und Beschnittene unter seiner Aufsicht haben würde und innerhalb des Volkes zwischen Reinem und Unreinem weiterhin klar unterscheiden musste!

 

Der Engel Jehovas redete nun direkt zu Josua und versprach ihm, wenn er seinen Verpflichtungen nachkommen würde, dass er das Haus Gottes, den Tempel, die Säulen darin richten werde. Das beinhaltet sowohl das Herrichten, wie auch das Richten der Priester und Leviten, die Teile dieses Hauses bilden, die ihrerseits das Volk zu richten hatten!

 

Jesu letzte Instruktionen an die Apostel nach dem AbendmahlJener Engel, Michael, er selbst war ja der künftige zur Erde gesandte „Spross“, der als himmlischer Abgesandter, als Messias-König und Mensch zu Beginn der siebzigsten Jahrwoche erscheinen würde! Er würde als erster aller Hoherpriester seit Aaron vollkommen rein sein!

 

 Diese prophetischen Informationen korrekt zusammengesetzt im Teilbild, sie zeigen die inneren Verknüpfungen der Themen zur Zeit des Wiederaufbaus des Tempels und der Errichtung des geistigen Tempels und der Personen die darin agieren! In seiner ihm vom Vater verliehenen Amtsgewalt als „Gesalbter Jehovas“ setzte er seine eigenen Statthalter an die Stelle Serubbabels, seine zwölf Apostel. Sie würden künftig ihrerseits je 12.000 Priesterkönige im „Königreich des Vaters“ beaufsichtigen und richten: „Ihr aber seid es, die in meinen Prüfungen mit mir durchgehalten haben; und ich mache einen Bund mit euch, so wie mein Vater einen Bund mit mir gemacht hat, für ein Königreich, damit ihr an meinem Tisch in meinem Königreich eßt und trinkt und auf Thronen sitzt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.“ (Lu 22:28-30)

 

Der Engel gewährte Josua zudem „freien Zutritt unter diesen Dastehenden“. Damit verwies er einerseits auf sich selbst als Hauptwortführer, dann auf Sacharja den Propheten, sowie auf die hohepriesterlichen Helfer an seiner Seite, die ihm den sauberen Turban und die neuen äusseren Kleider gereicht hatten!

 

All das war einerseits unmittelbar auf die Aufgabe des Hohepriesters jener Tage zugerichtet, ist aber zudem an handelnde „Hohepriester“ unserer Tage adressiert und enthält eine gewichtige prophetische Nachricht für jene die als Vorsteher von „treuen Sklaven“ wirken!

 

6.2.3.2          Josua und seine Gefährten dienten als Vorzeichen für das Kommen von „Spross“

All dies hatte somit einerseits eine direkte Bedeutung zur damals herrschenden Situation. Der Tempelbau musste neu aufgenommen und zu Ende geführt werden. Der Widerstand musste gebrochen werden und das Dekret des Darius I. durch eine neue Anweisung durch den König Artaxerxes selbst aufgehoben werden! Das bedeutete, dass spezifisch auf die Lösung der vorherrschenden Probleme ausgerichtet gehandelt werden musste!

 

Der symbolische geistige Tempel der Vision HesekielsDer Engel fährt fort direkt die Worte Jehovas vor Josua auszubreiten. Er zeigt nun andererseits wiederum die prophetische Verknüpfung zum Geschehen der Endzeit, jenen Tagen, wenn „Spross“ kommen wird, um den endgültigen lebendigen Tempel Gottes fertigzustellen. Josua und sein Verhalten sollten ein „Vorzeichen“ für uns in der Endzeit sein:

 

*** Rbi8  Sacharja 3:8-9 ***

‚Höre bitte, o Josua, du Hoherpriester, du und deine Gefährten, die vor dir sitzen, denn sie sind Männer, [die] als Vorzeichen [dienen]; denn siehe, ich lasse meinen Knecht „Sproß“ kommen! 9 Denn siehe, der Stein, den ich vor Josua gelegt habe! Auf dem einen Stein sind sieben Augen. Siehe, ich graviere seine Gravierung ein‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und ich will die Vergehung jenes Landes an einem Tag hinwegnehmen.‘

 

Der „Stein“ vor Josua bedeutet „Spross“, der von allen Propheten angekündigte Messias, der nicht aus Aarons Linie kommen würde! Jener „Stein“ würde für Israel gar zum Stolperstein werden, gleichzeitig aber der „Grundeckstein“ des letztendlichen, unzerstörbaren Tempels sein! Jesus ist der himmlische „starke Engel“, der Hohepriesterkönig dem die „sieben Augen“ anvertraut sind, welche alle Dinge die geschehen beobachten! Ihm hat Jehova einen Namen gegeben, der ihm fest eingraviert ist, der seine Machtbefugnisse und seine Aufgabe beinhaltet! (Off 3:12; 19:12)

 

Die NEUE WELT ÜBERSETZUNG gibt in der Fussnote zu Sacharja 3:8 und dem Wort „Spross“ noch folgende Erklärung:

 

*** Rbi8  Sacharja 3:8 ***

„ ‚Sproß‘ “. Hebr.: Zémach. Vgl. Jes 4:2, Fn. („das was Jehova sprossen läßt“); Jer 23:5; 33:15.

 

Jehova selbst lässt das sprossen, was schlussendlich der sekundäre Same des Samens Jesu sein wird, seine treuen Mitstreiter, die als „Weizen“ vollkommen von jeder „Spreu“ befreit sein wird! Schon davor war es Jeremia, der diesen „Spross“ ankündigte, einen gerechten König aus dem Samen Davids, aus dem Stamm Juda:

 

*** Rbi8  Jeremia 23:5 ***

Siehe! Es kommen Tage“, ist der Ausspruch Jehovas, „da will ich David einen gerechten Sproß erwecken. Und ein König wird gewiß regieren und mit Verständigkeit handeln und Recht und Gerechtigkeit üben im Land.

 

Der „Spross“ musste somit aus der Geschlechtslinie Davids, aus dem Stamm Juda kommen. Er soll als König auf Davids Thron folgen und das Geschick des erneut vereinten Israels von Jerusalem aus leiten, das nicht weiter in Juda und Samaria, in „Manasse“ und „Ephraim“ aufgeteilt sein wird, sondern erneut wie zu Beginn eine geeinte Nation darstellt! Jeremia gibt weitere Details zu „Spross“: (Lu 1:26-33)

 

*** Rbi8  Jeremia 33:15-16 ***

In jenen Tagen und zu jener Zeit [[(ab Jesu erster Wiederkehr [B1])]] werde ich für David einen gerechten Sproß sprossen lassen, und er wird bestimmt Recht und Gerechtigkeit im Land üben. 16 In jenen Tagen wird Juda gerettet werden [[(der lebende Überrest aus Harmagedon und die Erstauferstandenen  der 144.000 Priesterkönige)]], und Jerusalem selbst wird in Sicherheit weilen. Und dies ist, wie sie genannt werden wird: Jehova ist unsere Gerechtigkeit.‘ “

 

Mit „jenen Tagen“, wo „Spross“ „Recht und Gerechtigkeit im Land“ herstellen wird und aufrecht erhält ist eindeutig die messianische Zeit des Millenniums gemeint. Sie beginnt mit Jesu Wiedereinführung in die bewohnte Erde (Heb 1:6). Die fleischliche Nation Israel hat damit offensichtlich bis heute nichts gemein! Sie stolpert ja nach wie vor über jenen „Stein des Anstosses“!

 

Jrusalem wieder aufgebaut nach der Rückkehr aus dem Exil.Das „Juda“, das gerettet werden soll hat somit mit geistiger Führung und Priesterschaft in der Endzeit und während des Millenniums zu tun. Es ist jene Gruppe um den Hohepriester „Josua“, den jener zur Zeit des Wiederaufbaus nur als kommendes Vorbild vorschattete! Eine Gruppe von Männern, die in der Endzeit dieselbe Aufgabe wahrnehmen, die Versammlungsvorsteher oder Synagogenleiter anführen, um das Herausgehen aus „Babylon der Grossen“ zu organisieren und am geistigen Tempelbau eifrigen Anteil nehmen. Während „Spross“ (Jesus als „Reiter auf dem weissen Pferd“) mit seinen Engel bis zum Tag der Urteilsvollstreckung von Himmel her wirkt. „Serubbabel“ (die Apostel, als „die Frau“ in der „Wildnis“ nach Harmagedon, nun aus Jerusalem) werden diese Arbeiten mittels des „Geistes“ der in den Schriften niedergelegt ist und Jesu direkter Anweisung an sie lenken, bis zum Trompetenfest, Jesu Rückkehr zur Erde! Es ist kein Zweifel, „Josua und seine Gefährten“ schatten Jesus und die „treuen und verständigen Sklaven“ vor, Vorsteher von Christenversammlungen der Endzeit, welche ihrerseits die geistige „Speise zur rechten Zeit“ austeilen! Offenbar stehen die „zwei Zeugen“ aus Offenbarung Kapitel 11 in einer Position wie Sacharja und Haggai, das Resultat der Ausmessung des Johannes verbreitend, auf verschmutzte Kleider der künftigen Priester hinweisend! (Sach 4:3, 11; Lu 12:41-48; Off 11:2-4)

 

Abschliessend zeigt der Engel in der Prophezeiung Sacharjas gegenüber jenem endzeitlichen „Josua und seinen Gefährten“ einen weiteren gewichtigen Aspekt, wenn er vom Lohn spricht, vom Erbe an Land, das jene 144.000 Gerechten und ganz Israel erhalten werden:

 

*** Rbi8  Sacharja 3:10 ***

‚An jenem Tag‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚werdet ihr ein jeder dem anderen zurufen, während [ihr] unter [dem] Weinstock und während [ihr] unter [dem] Feigenbaum [seid].‘ “

 

Eine Zeit des Friedens und der Harmonie, eine Zeit, wo jeder sich des Erbes ungestört erfreuen darf das er antreten wird! Darum sollen wir weiterhin Jehova anflehen: „Dein Reich komme“! Die Verteilung des Erbes durch Josua zu Beginn der Eroberung des Gelobten Landes dauerte einige Jahre, bis der letzte Stamm und darin die letzte Familie ihr Erbe mittels des Loses zugeteilt erhalten hatte. Das mag ein Vorbild sein, bis der letzte Grund auf der Erde ihren neuen Besitzer erhält.

 

Das "Königreich für Israel" und das "Königreich des Sohnes seiner Liebe"
 

6.2.3.3          Nicht durch eine Streitmacht, sondern durch Gottes Geist wird „der Berg vor Serubbabel zu ebenem Land

Der Statthalter Judas, Serubbabel stammte aus Davids Geschlechtslinie. Da jene Männer gemäss der Aussage des Engels ein Vorbild für jene Zeit darstellen, wo „Spross“ den geistigen Tempel beenden soll: Die letzten geistigen „Steine“ und geistigen „Säulen“ werden an ihre entsprechenden Stellen gerückt. Auch Serubbabel muss wie Josua eine Entsprechung haben!

 

"Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Geschwister?", erwiederte Jesus.Jesus selbst hatte seine Apostel als seine Familie, seine Brüder bezeichnet, weil sie in allem den Willen des Vaters taten!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:46-50 ***

Während er noch zu den Volksmengen redete, siehe, da stellten sich seine Mutter und seine Brüder draußen hin und suchten ihn zu sprechen. 47 Da sagte jemand zu ihm: „Siehe! Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich zu sprechen.“ 48 Als Antwort sagte er zu dem, der es ihm mitteilte: „Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49 Und er streckte seine Hand nach seinen Jüngern aus und sprach: „Siehe! Meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer immer den Willen meines Vaters tut, der im Himmel ist, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter.“

 

Jesus bezeichnete somit seine Apostel und Jünger als direkte Familie, weil sie Gottes Willen erkannt hatten und sich daran hielten! Nur mit seinen Aposteln hatte er beim Abendmahl „einen Bund für ein Königreich“ geschlossen und ihnen versprochen „in der Wiedererschaffung“ des Königreiches mit ihm gemeinsam auf zwölf Richterthronen zu sitzen! Diese „Wiedererschaffung“ beginnt bei seiner ersten Wiederkehr [B1], zu Beginn der 1260-Tage oder „dreieinhalb Zeiten“, die mit Harmagedon enden.

 

*** Rbi8  Matthäus 19:28 ***

Jesus sprach zu ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Jesus gestand den Aposteln zu, dass sie zusammen mit ihm in den Leiden ausgeharrt hatten! Paulus erwähnte im Brief an die Philipper eine Frühauferstehung, die er auch auf sich selbst bezog, als einen der von Jesus auserwählten Apostel. Er war bereit dieselben Leiden auf sich zu nehmen, die Jesus erlitten hatte, um Teilhaber mit Jesus und den übrigen elf Aposteln zu werden.

 

*** Rbi8  Philipper 3:10-11 ***

... um ihn zu erkennen und die Kraft seiner Auferstehung und [die] Teilhaberschaft an seinen Leiden, indem ich mich einem Tod gleich dem seinigen unterziehe, 11 [um zu sehen,] ob ich auf irgendeine Weise zu der Früh-Auferstehung von den Toten gelangen könnte.

 

Das Wort für „Früh-Auferstehung“ im Originaltext in Griechisch lautet „exanástasin“ und kommt nur an dieser Stelle vor!

 

***  Philipper 3:11 (Fn) ***

Früh-Auferstehung“. Wtl.: „Heraus-Auferstehung“. Gr.: exanástasin

 

Es unterscheidet sich vom Substantiv „anástasin“, der Auferstehung durch das „ex“, das auch als „heraus“, „davor“ übersetzt werden kann.

 

** Rbi8  Matthäus 22:23 ***

„Auferstehung“. Gr.: anástasin, „Aufstellung“, „Aufstehen“ (von aná, „auf“, u. stásis, „Stehen“); lat.: resurrectionem; J17(hebr.): techijjáth hammethím,Wiederbelebung der Toten“.

 

Jesus von den Toten auferwecktNur wenn wir all diese Informationen auf der Zeitachse einreihen und im Zusammenhang mit den jeweils richtigen Personengruppe in Verbindung bringen, dann können wir das uns zur Lösung aufgetragene Rätsel der Zusammenhänge wirklich verstehen! Jesus war dieser „Grundeckstein“ des neuen, des kommenden geistigen Tempels den Jehova selbst an diese Stelle gesetzt hatte. Jesus war der Erstling der Auferstandenen.

 

*** Rbi8  1. Korinther 15:20-21 ***

Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden, der Erstling derer, die [im Tod] entschlafen sind. 21 Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen.

 

Jesus muss als Mensch die Apostel aus dem Todesschlaf holen. So wie Hesekiel dies im Kapitel 37 beschreibt, vorab seine „Braut, die Frau des Lammes“, dann 30 Tage nach Harmagedon folgt die Erstauferstehung der Auserwählten unter den Toten! Die Apostel als Menschen müssen während des Millenniums die Verstorbenen auferwecken, so wie ihnen Jesus hierzu bereits Autorität erteilt hatte. Dann, später sind es jene Priesterkönige, welche die allgemeine Auferstehung währen des Millenniums erdenweit in Zusammenarbeit mit den Aposteln durchführen werden. Schlussendlich am Ende des Millenniums wird Jesus auch jene zum Schlussgericht auferwecken, die in diesem System oder im kommenden gegen den heiligen Geist gesündigt haben und der „Gehenna“ verfallen waren. Alle werden schlussendlich ihr Knie vor Jehova und Jesus als dem Hohepriesterkönig beugen müssen, jene Letzteren allerdings erwartet der Feuersee, der „zweite Tod“, „zu Schmach und zu Abscheu auf ewig“ (Da 12:2).

 

Die Apostel aber mussten nach Jesu Tod sein Werk fortsetzen und erdenweit ausdehnen, um dieses Einsammeln auch der „anderen Schafe“ nun in der Endzeit gemeinsam mit ihm zu beenden! Mit dem Beginn der „Wiederherstellung des Königreiches für Israel“ verbunden ist daher diese „Frühauferstehung“ der Apostel! Ohne sie gäbe es keine „Heirat des Lammes“ und keine Versiegelung des Überrests.

 

Die Apostel wussten durch Jesus zehn Tage vor Pfingsten 33 u.Z., dass er nach seiner Auferstehung am Ende von vierzig Tage die er mit ihnen verbracht hatte, um sie über Kommendes zu unterweisen und zu stärken in den Himmel auffahren würde: „Diesen [[(Aposteln und getreuen Jüngern)]] zeigte er sich auch, nachdem er gelitten hatte, durch viele sichere Beweise als lebend, indem er vierzig Tage hindurch von ihnen gesehen wurde und von den Dingen über das Königreich Gottes redete.“ (Apg 1:3) Sie konnten aber noch vieles nicht begreifen, da der Heilige Geist noch nicht ausgeschüttet war, den Jesus versprochen hatte und zudem sie Dinge die unsere Zeit betreffen nicht zu verstehen brauchten. Um alles zu erfüllen, was die Propheten erklärt hatten musste Jesus zuerst in den Himmel zurückkehren!

 

Wie Jesus in den Himmel aufgefahren ist, so wird er zurückkommen*** Rbi8  Apostelgeschichte 1:6-11 ***

Als sie nun zusammengekommen waren, gingen sie daran, ihn zu fragen: Herr, stellst du in dieser Zeit für Israel das Königreich wieder her? 7 Er sprach zu ihnen: „Es ist nicht eure Sache, über die Zeiten oder Zeitabschnitte Kenntnis zu erlangen, die der Vater in seine eigene Rechtsgewalt gesetzt hat; 8 aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judäa und Samaria und bis zum entferntesten Teil der Erde.“ 9 Und nachdem er diese Dinge gesagt hatte, wurde er, während sie zuschauten, emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, von ihren Augen hinweg. 10 Und als sie unverwandt zum Himmel schauten, während er hinfuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißen Kleidern neben ihnen, 11 und sie sprachen: Männer von Galiläa, warum steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird so kommen, in derselben Weise, wie ihr ihn in den Himmel habt gehen sehen.“

 

Die Kraft, welche die Apostel an Pfingsten durch heiligen Geist empfingen stand damit in Verbindung, dass sie sich der Worte Jesu genau zu erinnern vermochten und ein wesentlich vertieftes Verständnis darüber erlangten, was frühere Prophezeiung und Erfüllung durch den Messias betraf! Nun mussten sie überall den Menschen in Jerusalem beginnend „bis an die Enden der Erde“ dieses Zeugnis ablegen, sowohl mündlich, von Haus zu Haus derer, die sich verständig zeigten, wie auch vor Versammlungen und vor hohen Amtspersonen. Sie erlangten aber keine Erkenntnis darüber wann dieses Wiederkommen und Aufrichten „des Königreiches für Israel“ sein würde! Dieses Verständnis sollte erst in der Endzeit kommen! (Da 12:3, 4) Sie erwarteten nun sehnsüchtig diese Wiederkehr ihres Herrn und verharrten in Naherwartung, stets bereit ihn zu empfangen! Die Engel hatten ja zweifelsfrei erklärt, dass Jesus „in derselben Weise“ „mit den Wolken“ zurückkehren würde! Daniel der Prophet hatte diesbezüglich bereits aufgrund der Aussage des Engels erklärt, dass über diesen Dingen ein Siegel des Geheimnisses sein würde, bis zur „Zeit des Endes“!

 

*** Rbi8  Daniel 12:9-10 ***

Und er sagte weiter: Geh, Daniel, denn die Worte werden geheimgehalten und versiegelt bis zur Zeit des Endes. 10 Viele werden sich reinigen und sich weiß machen und werden geläutert werden. Und die Bösen werden bestimmt böse handeln, und gar keiner der Bösen wird [es] verstehen; die aber, die Einsicht haben, werden [es] verstehen.

 

Schlüssel zum Verständnis ist Einsicht! Diese beginnt mit gesunder Gottesfurcht und sich von schlechtem, gesetzeswidrigem Handeln zu befreien! Die Apostel handelten von Pfingsten 33.u.Z. ab als Abgesandte ihres Herrn, des erhöhten Jesus der nun Herrscher über Engel und Menschen war. Sie blieben die „Statthalter“ der „Könige von Sonnenaufgang“, von Jehova und Jesus über die Angelegenheiten der Wiederherstellung des „Königreiches für Israel“. Das schliesst die Fertigstellung des geistigen Tempels unter Führung von Jesus als dem „Spross Davids“ mit ein. Ebenso damals wie Serubbabel der Statthalter des Cyrus und Darius über die persische Provinz Judäa wurde. Es war ihre Aufgabe all diese Dinge zu verkünden! Ihr schriftliches Zeugnis spricht bis heute.

 

Sacharja fährt weiter fort Dinge der Zukunft vorherzusagen, die er durch Visionen sah:

 

*** Rbi8  Sacharja 4:1-3 ***

Und der Engel, der mit mir redete, kam dann zurück und weckte mich auf gleich einem Mann, der aus seinem Schlaf aufgeweckt wird. 2 Dann sprach er zu mir: „Was siehst du?

Da sagte ich: Ich habe gesehen, und siehe, da ist ein Leuchter, ganz aus Gold, mit einer Schale oben darauf. Und seine sieben Lampen sind darauf, ja sieben; und die Lampen, die oben darauf sind, haben sieben Röhren. 3 Und da sind zwei Olivenbäume neben ihm, einer auf der rechten Seite der Schale und einer auf ihrer linken Seite.“

 

Der Leuchter und die Schalen oben darauf, die Licht spenden, sie haben ebenso symbolischen Charakter. Schon im „Zelt der Zusammenkunft“ stand ein solcher Leuchter aus Gold, dann waren es zehn im Tempel Salomos: „Dann machte er goldene Leuchter, ihrer zehn, nach demselben Plan und setzte sie in den Tempel, fünf zur Rechten und fünf zur Linken.“ (2.Chr 4:7)

 

Titusboden in Rom: Der siebenarmige goldene Leuchter wird vom römischen Heer weggetragenIm Titusboden in Rom ist einer dieser Leuchter in Stein gemeisselt, wie er als Trophäe bei der Zerstörung durch Titus im Jahre 33 u.Z. aus den Ruinen des Tempels weggetragen wurde. Allerdings waren da keine zwei Olivenbäume. 

 

Der Geschichtsschreiber Flavius Josephus berichtet in seinem Werk Jüdische Altertümer im 12. Buch, Kapitel 5, im Absatz 4: „Er [[der syrische König Antiochus Epiphanes]] plünderte also den Tempel völlig, sodass er ... die goldenen Leuchter [[Mehrzahl]] ... fortschleppte“. Die Zahl wird nicht genannt. Das apokryphe Buch Makkabäer erwähnt einen „Leuchter“, der aus dem Tempel Serubbabels entfernt worden war, weshalb die Anfertigung eines neuen erforderlich wurde (1. Makkabäer 1:21-23; 4:49, 50 NJB).

 

Die Versammlung Israels als Gesamtes stellt einen „goldenen Leuchter“ dar! Zehn bedeutet Vollständigkeit in irdischen Belangen, was auf alle Synagogen Anwendung finden soll. Die Rede ist hier bei Sacharja von einem ganz spezifischen Leuchter mit sieben Armen und Lampen. Die Zahl sieben bezeichnet auch hier die Vollständigkeit der Lichter im Hinblick auf Jehovas Versammlungen! Was besonders ist, das ist die Verbindung hin zu den „zwei Olivenbäumen“ durch „sieben Röhren“. Nicht wie im Zelt und im Tempel, wie es Moses beschreibt, mussten die Ölschalen täglich nachgefüllt werden! Das Öl floss beständig nach.

 

Öl“ wird bei den fünf verständigen Jungfrauen, welche Jesus bei seiner Rückkehr von der Hochzeit her mit „brennenden Lampen“ erwarteten mit praktischer Weisheit, mit Erkenntnis, Verständnis und Unterscheidungsvermögen in Verbindung gebracht, welche auf Gottes Geboten, auf „Fels“ baut und von Gottesfurcht geleitet wird. Dies ist das Licht der Weisheit! „Und ich sah, ja ich, daß es mehr Vorteile gibt für die Weisheit als für die Narrheit, so wie es mehr Vorteile gibt für Licht als für Finsternis.“ (Pr 2:13)

 

Weisheit: Was ist die Differenz zwischen Intelligens und Weisheit?
 

Die Versammlung die Jesus gegründet und gefestigt hatte bestand aus seinen zwölf Aposteln! Nur mit ihnen hatte er als geistiger Familie das Abendmahl eingenommen! Sie waren vorab seine priesterlichen und königlichen Söhne! Sie verbreiteten sein Licht hin zur Welt, so wie er sie und uns ausgesandt hat. „Denn die Juden bitten um Zeichen, und auch die Griechen suchen nach Weisheit; wir aber predigen Christus am Pfahl, den Juden eine Ursache zum Straucheln, den Nationen aber Torheit; den Berufenen jedoch, sowohl Juden wie Griechen, Christus, die Kraft Gottes und die Weisheit Gottes. Denn das Törichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.“ (1.Kor 1:22-25)

 

In der Bergpredigt aber redete Jesus zu jedem, der ihm zuhörte, auch zu uns bis heute und erklärte: „Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt kann nicht verborgen sein, wenn sie auf einem Berg liegt. Man zündet eine Lampe an und stellt sie nicht unter das Maßgefäß, sondern auf den Leuchter, und sie leuchtet allen, die im Haus sind. Ebenso laßt euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure vortrefflichen Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.“ (Mat 5:14-16)

 

Jesus hatte dieselbe Veranschaulichung wie der Prophet Sacharja den Leuchter mit zwei Olivenbäumen an zwei Stellen der Offenbarung deutlich gezeigt, welches die Bedeutung solcher Leuchter ist. Johannes hatte zu Beginn erklärt:

 

image027*** Rbi8  Offenbarung 1:20 ***

Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[(gr. aggelos = Bote, Vorsteher)]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Die Apostel ihrerseits gründeten weitere Versammlungen, die mit der Zahl „sieben“ wiederum Vollständigkeit andeutet, alle Versammlungen sowohl in der Zeit des Apostels Johannes am Ende des ersten Jahrhunderts, wie auch heute in der Endzeit! Jesus steht inzwischen inmitten von „sieben Leuchtern“ oder inmitten aller Versammlungen. Zudem erwähnt Jesus nun im Zusammenhang „Sterne“, die er in seiner rechten Hand hält: Alle Versammlungsvorsteher, die „Engel“ (transliteriert aus dem griechischen von aggelos), was ja Boten oder eben Vorsteher bedeutet: Sie gemeinsam befinden sich in Jesu rechter Hand! Er beaufsichtigt somit jede Versammlung und jeden Ältesten direkt und weist sie über die Schriften und Briefe der Apostel zurecht oder lobt sie für weises Handeln! Johannes musste das, was er in der 1. Vision sah aufzeichnen und jedem Versammlungsvorsteher seine eine Kopie der Mitteilung senden. Ebenso müssen alle Schreiben der Apostel zudem in allen Versammlungen zur Unterweisung und Stärkung und zum Richtigstellen vorgelesen werden! Das gilt bis heute (Kol 4:16). Das geistige „Öl“ aus den Schriften des Alten wie des Neuen Bundes fliessen beständig zu jenen „sieben Lichtern“, zu allen Versammlungen.

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:1 ***

Dem Engel [[(dem Boten, Vorsteher, Ältesten)]] der Versammlung in Ephesus schreibe: Diese Dinge sagt der, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt:

 

Jesus behält diese „Sterne“ oder Vorsteher bis zum Ende des Systems in seiner Hand! Er benötigt hierzu keine irdischen Religionsorganisationen, die bisher weit eher Satans als seinen Interessen gedient haben! In derselben Offenbarung wird im Kapitel 11 nun dieselbe Kombination von zwei Leuchtern und nun wie bei Sacharja mit zwei Olivenbäumen erwähnt, die zwei Gruppen von Versammlungen darstellen, jede unter Führung eines der „zwei Zeugen“ der Endzeit. Johannes berichtet diesbezüglich:

 

Die zwei Zeugen und die zwei Olivenbäume (Offenbarung 11:1-4)  Und es wurde mir ein Rohr gegeben, einem Stab gleich, als er sprach: „Steh auf, und miß das Tempel[heiligtum] Gottes und den Altar und die darin Anbetenden. 2 Aber was den Vorhof außerhalb des Tempel[heiligtums] betrifft, wirf ihn hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen gegeben worden, und sie werden die heilige Stadt zweiundvierzig Monate lang niedertreten. 3 Und ich will meine zwei Zeugen tausendzweihundertsechzig Tage mit Sacktuch bekleidet prophezeien lassen.“ 4 Diese sind [versinnbildlicht durch] die zwei Olivenbäume und die zwei Leuchter und stehen vor dem Herrn der Erde.

 

Jesu Verwandlung auf dem Berg und die Erscheinung von Moses und EliaDieselben „zwei Olivenbäume“, die geistiges Öl hervorbringen, um beständiges Licht durch die „zwei Leuchter“ der Endzeit zu verbreiten deuten auf zwei Gruppierungen hin, die jeweils auf eine Führerperson hören der gleich einem starken „Olivenbaum“ ist: „Bäume“ wie Moses und Elia, die „direkt vor dem Herrn der ganzen Erde“ stehen, vor Jehova und Jesus. Sie waren an Jesu rechter und linker Seite bei dessen Verklärung „auf dem hohen Berg“ zu sehen. Drei der Apostel waren Zeugen dieser Verwandlung (Mat 17:1-8). Eine Vorherschau kommender Dinge: Die Versammlungen der beschnittenen Judenchristen, die „Ebioniten“ bilden den einen, die Christen aus den Heiden, die „Paulikaner“ den anderen „Olivenbaum“ vor Gottes Gerichtstag, da sie dieselben Botschaften verkünden.

 

Wie die Einordnung auf der Zeittabelle ergibt, sind diese dreieinhalb Jahre oder 1260 Tage des Predigens [A] unmittelbar vor Jesu erster Wiederkehr [<B1] angeordnet. Jesus selbst ist es, welche die zum Ende ihres Prophezeiens ermordeten „zwei Zeugen“ erneut zum Leben bringt: (Off 11:7-10)

 

Und nach den dreieinhalb Tagen kam von Gott her [[(Paulus ergänzt: „Denn da [der] Tod durch einen Menschen [gekommen] ist, kommt auch [die] Auferstehung der Toten durch einen Menschen“, den „Menschensohn“ (1.Kor 15:21))]] Geist des Lebens in sie, und sie stellten sich auf ihre Füße, und große Furcht befiel die, die sie sahen. Und sie hörten eine laute Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: ‚Kommt hierherauf.‘ Und sie gingen in der Wolke in den Himmel hinauf [[(wie Elia im Windsturm, um an anderer Stelle weiter zu wirken, sicher vor ihren Feinden; wie Jesus, der „mit den Wolken“ wegging und ebenso wiederkommt)]], und ihre Feinde sahen sie. Und in jener Stunde ereignete sich ein großes Erdbeben [[(eine emotionale Erschütterung)]], und ein Zehntel der Stadt fiel [[(die christliche Priesterschaft = Vorsteher von Zehnerschaften (2.Mo 18:21))]]; und siebentausend Personen wurden durch das Erdbeben getötet [[(7000 = Gesamtzahl; Verurteilung dazu Gott nicht zu dienen, geistige Todeserklärung der „blinden Führer“, so wie bei Jesu Tod der „Bund mit Levi“ endete; Erhöhung der Apostel und zwei Zeugen an deren Stelle))]], und die übrigen [[(die Vorsteher ausserhalb „Babylons der Grossen“, welche „Gottes Gebote halten und das Werk des Zeugnisgebens für Christus Jesus innehaben“ (Off 12:17))]] gerieten in Furcht und verherrlichten den Gott des Himmels. Das zweite Wehe ist vorbei. Siehe! Das dritte Wehe kommt eilends. Und der siebte Engel blies seine Trompete. Und es geschahen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: ‚Das Königreich der Welt ist das Königreich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig als König regieren.‘ “ (Off 11:11-15)

 

Die zeitliche Einreihung kann dadurch zweifelsfrei und exakt erfolgen, gleich nach der Phase des 1. und dem 2. Wehe [A], zudem unmittelbar vor dem „dritten Wehe“ [B] und dem Beginn der „siebten Trompete“ [B1], die Jesu Wiederkehr ankündet. Beide ersten Wehe, respektive das Ertönen der 5. und 6. Trompete dauerten gemeinsam 1260 Tage!

 

Dies ergibt sich unmittelbar bevor das „Zeichen Jona“ sich erfüllt, wie Jesus hierzu ankündigte: Als einziges „Zeichen“ seinerseits und für seine Wiederkehr, unerkannt „inmitten seiner Feinde“: „Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauch des riesigen Fisches war, so wird der Menschensohn drei Tage und drei Nächte im Herzen der Erde sein.“ (Mat 12:39, 40) Das „Herz der Erde“ ist Jerusalem! Jesus lag nur 2 Nächte und Teile von 3 Tagen im Grab! Zudem zeigt der Kontext, dass es um die Zeit der Auferstehung geht, nicht seiner eigenen, sondern derer aus Ninive. Nur Jesus als „Me