Newsletter „DER WEG“ 6/05-1   Mai 2006

Neubearbeitung: 16.2.16

 

 

Artikel 6.5.1:  In der Liebe Jesu verbleiben! Wie kannst Du das erreichen?

 

   Nahezu alle Menschen sind sich darin einig, dass die Liebe das wohl Anziehendste im Leben der Menschen ist! Jeder sehnt sich danach geliebt zu werden und wir haben das Verlangen anderen Menschen Liebe zu schenken. Allerdings verstehen nicht alle dasselbe unter dem Begriff „Liebe“! Viele Menschen betonen heute, dass sich das Wort „Liebe“ hauptsächlich auf die sexuelle Anziehungskraft zum anderen Geschlecht hin (gr: eros) konzentriere. Das griechische Wort eros aber fehlt in den christlich-griechischen Schriften vollkommen!

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t3.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTXpnaQ3WfbxRwu0kpCDnrQCHctxmuM4ISMkwP-B0JYfKm28mqI   Andere sehen diese Liebe in freundschaftlichen Banden oder ihrer starken Bindung zu Dingen (gr: philía), zum Beispiel zum Beruf oder einem Hobby, zu Objekten wie einem schönen Auto, als im Vordergrund stehend. So kann die Liebe zum Fussball leicht ein Leben vollkommen beeinflussen!

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: D:\Eigene Dokumente\HARMAGEDON\X\Newsletter\NEWSLETTER 2006\WEG ARTIKEL 2006\WEG Artikel 6.5.1-Dateien\image004.gif   Die Liebe innerhalb der familiären Bande zwischen Eltern und Kindern hat in der griechischen Sprache ein weiteres Wort: storge. Man spricht dabei von den Blutbanden.

 

   Die griechische Sprache, in der das Neue Testament geschrieben wurde, unterscheidet aber noch einen weiteren Begriff für das deutsche Wort „Liebe“, das an den meisten Stellen verwendet wird: Agape (gr.: agápe). Es bezeichnet die grundsatztreue Liebe oder die Liebe hin zum Guten!

 

   Wir reihen sie unter den Begriff „Prinzipien“ an erster Stelle ein! Es gilt somit gut zu differenzieren, wann, welcher Begriff welche tiefere Bedeutung innerhalb eines bestimmten Textumfeldes hat! Viele Bibelübersetzer nehmen auf diese Feinheiten keinen Bezug und tragen dadurch zu Missverständnissen bei!

 

(Vergleiche Grafik: 4.1  Baum der Erkenntnis von Gut und Böse; Baum des Lebens)

 

   Jesus verwies aber immer wieder auf jene wichtigste Form der Liebe: Die Liebe zu den Grundsätzen, Agape, und damit ebenso verbunden die Liebe zu jenen, welche solche Grundsätze im Leben zur Anwendung bringen! Dies führt unweigerlich zur Liebe zu Gott, der diese Grundsätze aufgestellt hat und zu Jesus, der vorgelebt hat, wie Gottes Prinzipien und GESETZE im täglichen Leben Anwendung finden! Die Liebe zu unseren Brüdern wird unzertrennlich, die ebenso fest am Glauben festhalten!

 


 

(Vergleiche Grafik: 4.2  Prinzipien und Gesetze)

 

   Jesus verband das Lieben und die Gebote zu halten unzertrennlich miteinander! Wir können nicht die Gebote verletzen und dennoch lieben, weil lieben doch bedeutet Gottes Gebote zu halten! Davon aber hängt Jesu Liebe zu uns ab und ob wir ihn schlussendlich sehen dürfen!

 

*** Rbi8  Johannes 14:15-21 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn [[(den Geist der Wahrheit: Das personifizierte Schriftwort)]] weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist. 18 Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen. Ich komme zu euch. 19 Noch eine kleine Weile, und die Welt wird mich nicht mehr sehen, ihr aber werdet mich sehen, weil ich lebe und ihr leben werdet [[(Zukunft: Am Tag des tausendjährigen Gerichts)]]. 20 An jenem Tag werdet ihr erkennen, daß ich in Gemeinschaft bin mit meinem Vater und ihr in Gemeinschaft seid mit mir und ich in Gemeinschaft bin mit euch. 21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen.“

 

   Wir können die Verknüpfung zwischen Liebe und dem Einhalten göttlicher Gebote erkennen! Beide Begriffe, Liebe“ und „Gebote“, sie sind untrennbar miteinander verbunden! Dazu gehört auch das Wort Wahrheit: „Deine Gerechtigkeit ist eine Gerechtigkeit auf unabsehbare Zeit, Und dein Gesetz [[GESETZ]] ist Wahrheit.“ (Ps 119:142) Darum sagt Paulus, dass jene die Lieben das ganze Gebot Gottes erfüllt haben! „Seid niemandem irgend etwas schuldig, außer daß ihr einander liebt; denn wer seinen Mitmenschen liebt, hat [das] Gesetz erfüllt.(Rö 13:8)

 

Es gibt keine wichtigere Sorge in der Schule als die, den Geist der Wahrheit und des Vertrauens in ihren Räumen zu erhalten. Er will aber nur wohnen, wo zugleich der Geist der Freiheit wohnt. (Friedrich Paulsen)  Jesus aber erklärt zudem in der Verbindung zu Liebe und zu den Geboten noch einen weiteren Begriff und nennt ihn einen speziellen Helfer: „Den Geist der Wahrheit“! Dieses System der Dinge wird dagegen vom Geist des Irrtums, der Lüge, der Verblendung und der Verwirrung geprägt! Es kann den Geist der Wahrheit gar nicht akzeptieren, weil dieser Geist ja vielen der Grundlehren widerspricht, die auf Irrtum und Unwahrheit aufbauen und von Eltern und Schule, von den Medien her verbreitet werden! Dieser Geist der Welt ist es der zum Tod führt!

                                                     

(Jakobus 1:25)  Wer aber in das vollkommene Gesetz [[GESETZ]], das zur Freiheit gehört, hineinschaut und dabei bleibt, der wird glücklich sein, indem er [es] tut, weil er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes geworden ist.

 

   Jesus dagegen verbindet dies drei Begriffe „Liebe“, „Gebote“ und „Geist zum wahren Leben, hin zur Auferstehung zu ewigem Leben. Er verweist dabei auf einen künftigen Tag, wo die Gemeinschaft zwischen Gott, Jesus und Aposteln offenbar werden soll! [Bb] Jeder der Jesus wirklich liebt, das bedeutet seine Gebote hält, der wird den Christus auch sehen werden, wenn er offenbar geworden ist, verspricht Paulus deutlich! (2.Ti 4:8) Der Apostel Johannes ergänzt zum Thema:

 

*** Rbi8  1. Johannes 4:7-8 ***

Geliebte, laßt uns einander weiterhin lieben, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren worden und erkennt Gott. 8 Wer nicht liebt, hat Gott nicht kennengelernt, weil Gott Liebe ist.

 

   Nur durch die Liebe, die sich in Werken zeigt erweisen wir uns als wahre Kinder Gottes! Darum erfolgt Jesu Unterscheidung zwischen Schafen und Böcken am Gerichtstag nach dem einem Kriterium: Wer unter den Getauften hat Nächstenliebe in aktiver Form gelebt? Nur solche Menschen erweisen sich für das kommende System und ewiges Leben als geeignet (Mat 25:31-33, 46).

 

   Wir können bewusst lernen, wie wir diese gottähnliche Liebe bei uns selbst kultivieren! Einige tun dies, so wie Jesus, aus natürlicher von Gott her stammender Erwählung heraus, andere müssen sich dazu anstrengen. Dies ist mit Forschen nach echter Erkenntnis und mit Überwindung der Triebe und Selbstdisziplin verbunden. Wer wahre Liebe entwickelt, der wird einen überaus grossen Lohn ernten: Ewiges Leben!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

5.1............. In der Liebe Jesu verbleiben: Wie kannst Du das erreichen?.. 3

5.1.1........... Von welcher Liebe spricht Jesus, in der wir verbleiben sollen?. 3

5.1.1.1........ Vier Grundbegriffe für Liebe in der griechischen Sprache. 3

5.1.1.2........ Die Liebe zwischen den Geschlechtern: eros. 4

5.1.1.3........ Die Liebe zu Freunden oder zu einer Sache: philía. 4

5.1.1.4........ Die Liebe der Eltern und der Kinder: storge. 6

5.1.1.5........ Die grundsatztreue Liebe die selbst Feinde zu lieben vermag: agápe. 6

5.1.2........... Liebe zu Gott und zum Nächsten als erste Pflicht des Menschen. 7

5.1.2.1........ Die Liebe zu Gott und zum Nächsten. 7

5.1.2.2........ Gottes Liebe zeigt sich in seinen Werken und seiner Gerechtigkeit 9

5.1.2.3........ Die Wirkung der Liebe. 10

5.1.2.4........ Die andere Wange hinhalten?. 10

5.1.3........... Wo sich Liebe in Rückweisung und gar Hass verwandeln soll 12

5.1.3.1........ Disziplinieren und selbst „hassen“ bilden Bestandteil von „agápe“! 12

5.1.3.2........ Fehlgeleitete Liebe erkennen und meiden. 14

5.1.3.3........ Die ungebührliche Liebe zu den Mitteln des Unterhalts. 14

5.1.3.4........ Hass gegenüber allem Nichtsnutzigen. 15

5.1.3.5........ Die Liebe ist nicht leichtgläubig, sondern überprüft durchaus! 16

5.1.3.6........ Liebe der religiösen Führer zu der Ehre von Menschen und deren Lieblosigkeit gegenüber Wahrheit 16

5.1.3.7........ Wo die Liebe zum Nächsten ein Ende findet 17

5.1.4........... Was bedeutet es Jesu Gebote zu halten, um in seiner Liebe zu bleiben?. 18

5.1.4.1........ Die Gebote Mose und die Gebote Jesu. 18

5.1.4.2........ Die Liebe zur Welt und ihren Dingen ist Finsternis! 19

5.1.4.3........ In Gemeinschaft mit Jesus verbleiben! 20

5.1.4.4........ Jene, die Jesus vor dem Vater und vor den Engeln zu kennen verleugnet 21

5.1.4.5........ Die Liebe ist es, die bleiben wird! 21


 

5.1                     In der Liebe Jesu verbleiben: Wie kannst Du das erreichen?

 

 

5.1.1            Von welcher Liebe spricht Jesus, in der wir verbleiben sollen?

 

5.1.1.1           Vier Grundbegriffe für Liebe in der griechischen Sprache

Jesus forderte Christen auf in seiner Liebe zu verbleiben! Dazu wäre es notwendig die Gebote zu halten, wie er sie seinen Jüngern aufgetragen hat. Wir möchten diese enge Verbindung zwischen Geboten und wahrer Liebe eines Christen etwas näher untersuchen und beginnen dies bei der Ursprache des neuen Testaments und der dort für das Wort „Liebe“ verwendeten Begriffe in der griechischen Sprache.

 

Im Text der hebräischen Schriften erscheint das Substantiv ´ahaváh („Liebe“) und das Verb ´ahév oder ´aháv („lieben“). Nur aufgrund des Kontextes ist zu ersehen, welche Form der Liebe, der Zuneigung oder der Hingabe sich damit jeweils verbindet.

 

http://www.labyrinto.be/uploads/5/0/7/7/5077836/5602635_orig.jpgFast 250 Mal wird in den christlich griechischen Schriften das ins Deutsche übersetzte Wort „Liebe“ und seine verwandten Begriffe verwendet! Da die Ursprache, in welcher das „Neue Testament“ geschrieben wurde griechisch war, erscheinen die drei Begriffe philía, storge und agápe der insgesamt vier Begriffe verschieden häufig; auch eros, sexuelle Anziehung, der gar nicht vorkommt! Nur mittels einer genauen Übersetzung sind die feinen aber relevanten Unterschiede erkenntlich!

 

Liebe bedeutet ein starkes Gefühl des verbunden Seins, des sich hingezogen zu fühlen zu einem anderen Menschen, zu Gott, zu Jesus oder zu einer Sache wie z.B. einer Tätigkeit oder einem Gegenstand. Die Liebe zu einem Freund, die Liebe zur eigenen Frau, die Liebe zu seinen Kindern und die Liebe zu den Briefmarken oder dem Beruf den wir ausüben sind unterschiedliche Formen derselben Zuneigung. Die griechischen Worte deuten diese Unterschiede an!

 

Ob es sich nun um eine seelische, gefühlsbetonte Bindung handelt (Joh 13:1) oder Gottes Liebe zu seinen Geschöpfen unterstreicht (Joh 3:16), ob eine ehrbezeugende Hinwendung des Geschöpfes zu seinem Schöpfer vorhanden ist (5.Mo 6:4) oder, ob es leidenschaftliche Zuneigung zwischen den Geschlechtern bedeutet (1.Mo 29:18), all diese Feinheiten vermag der Bibeltext durch bestimmte Wortwahl hervorzuheben. Ein weiteres, sinnverwandtes Wort zu „Liebe“ ist „Hingabe“ zu jemandem oder etwas.

 

Im Text des Johannes Kapitel 21:15-17 erscheint das Wort Liebe in den meisten Übersetzungen insgesamt sieben Mal. Das griechische Verb phileo (von philía) bedeutet: Zuneigung haben. Zwei Mal aber verwandte Johannes das Verb agapáo (von agápe). Die NEUE-WELT-ÜBERSETZUNG, aus der wir zitieren, achtet gut auf solche feinen Differenzen, indem es verschiedene verwandte Ausdrücke im Deutschen verwendet!

 

*** Rbi8  Johannes 21:15-17 ***

Als sie nun gefrühstückt hatten, sprach Jesus zu Simon Petrus: „Simon, Sohn des Johannes, liebst (agápáo) du mich mehr als diese? [[(die gefangenen Fische: Petrus war doch Fischer)]]“ Er sagte zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung (philía) zu dir habe.“ Er sprach zu ihm: „Weide meine Lämmer.“ 16 Wiederum, ein zweites Mal, sprach er zu ihm: „Simon, Sohn des Johannes, liebst (agápáo) du mich?“ Er sagte zu ihm: „Ja, Herr, du weißt, daß ich Zuneigung (philía) zu dir habe.“ Er sprach zu ihm: „Hüte meine Schäflein.“ 17 Er sprach zum dritten Mal zu ihm: „Simon, Sohn des Johannes, hast du Zuneigung (philía) zu mir?“ Petrus wurde betrübt, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: „Hast du Zuneigung (philía) zu mir?“ Somit sagte er zu ihm: „Herr, du weißt alles; du weißt, daß ich Zuneigung (philía) zu dir habe.“ Jesus sprach zu ihm: „Weide meine Schäflein.

 

Nach welcher Art Liebe fragte Jesus den Petrus? Die ersten beiden Male nach agápe, der grundsatztreuen Liebe. Aber erst beim dritten Mal fragte Jesus, ob Petrus eine freundschaftliche Liebe philía zu ihm habe und Petrus antwortet seinerseits zum dritten Mal mit dem Wort philía, das innige, freundschaftliche Zuneigung bedeutet. Jesus wiederholte nun selbst das Wort das Petrus jedes Mal in seiner Antwort brauchte: philía.

 

Welches ist die Schlussfolgerung? Sowohl aus grundsatztreuer Liebe (2x) als auch aus freundschaftlicher Liebe (1x) heraus verpflichtete Jesus Petrus seine „kleine Herde“ der „Lämmer“ (1x), die Apostel und die übrigen Jünger, die „Schäflein“ zu hüten (2x)(Lu 12:32).

 

http://www.manfred-gebhard.de/sonnengott5.jpgVon was sprach Jesus aber, als er die Liebe zu jemandem oder zu etwas verglich: „liebst (agápe) du mich mehr als diese?“ Sprach Jesus von den übrigen Apostel, mit denen zusammen Petrus beim Fischen war oder sprach er vom Fischen, dem ehemaligen Beruf des Petrus, zu dem er nun nach Jesu Tod offensichtlich zurückzukehren versucht war?

 

Deutlich hatte Petrus zum Ausdruck gebracht, dass er und die übrigen Apostel alles verlassen hätten, was auch den Beruf des Fischers und seine Schiffe beinhaltete. Er war offenbar Teilhaber daran

 

*** Rbi8  Matthäus 19:27-28 ***

Da gab ihm Petrus zur Antwort: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns eigentlich zuteil werden? 28 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: In der Wiedererschaffung, wenn sich der Menschensohn auf seinen Thron der Herrlichkeit setzt, werdet auch ihr selbst, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.

 

Petrus musste nun nochmals denselben Entscheid fällen: Menschen zu fischen oder wiederum zurückzukehren, um Fische im See Genezareth zu fangen! Jesu versprochener Lohn war mit ganzherziger Nachfolge verbunden, auch jetzt, nach Jesu Tod und Auferstehung und nach der darauf folgenden Himmelfahrt! Die Aufgabe war noch nicht beendet! Jesus hatte Petrus schon ganz zu Beginn mit dieser Frage konfrontiert, als er dreieinhalb Jahre zuvor die Apostel um sich sammelte!

 

*** Rbi8  Matthäus 4:18-19 ***

Als er am Galiläischen Meer entlangwanderte, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder, die ein Fischernetz in das Meer auswarfen, denn sie waren Fischer. 19 Und er sprach zu ihnen: „Kommt mir nach, so will ich euch zu Menschenfischern machen.“

 

Der Auftrag den Jesus Petrus erteilte war: Die Schafe und Lämmer die Jesus gehören zu weiden! Die Schafe bezeichneten die Apostel, die Lämmer waren dagegen jene Menschen, die bereits Jünger waren oder noch zu Jüngern werden sollten. Jesus braucht „Menschenfischer“.

 

5.1.1.2          Die Liebe zwischen den Geschlechtern: eros

Eros“ ist wohl der heute am häufigsten verwendete Begriff für Liebe: Er wird auf die Liebe zwischen den Geschlechtern angewandt. Erstaunlicherweise aber erscheint der Begriff eros er in den griechischen Schriften nicht ein einziges Mal!

 

Das Gegenteil von Gefühlen, die durch das Wort eros ausgedrückt werden, ist Keuschheit, welche diese Gefühle in den Rahmen einbindet, den Gott zuordnet. Diese Selbstbeherrschung der Gefühle der Liebe führt zu Gerechtigkeit und friedvollen Verhältnissen!

 

*** Rbi8  Jakobus 3:17-18 ***

Die Weisheit von oben aber ist vor allem keusch, dann friedsam, vernünftig, zum Gehorchen bereit, voller Barmherzigkeit und guter Früchte, nicht parteiische Unterschiede machend, nicht heuchlerisch. 18 Überdies wird der Same der Frucht der Gerechtigkeit unter friedevollen Verhältnissen für die gesät, die Frieden stiften.

 

Die Frucht des Fleisches, den sexuell bedingten Gefühlen der Liebe freien Lauf zu lassen führt zu Hurerei, Unreinheit, zügellosem Wandel, Streit, Eifersucht, Wutausbrüchen und anderen unerwünschten Auswirkungen, welche den Eingang zu Gottes Königreich verwehren! Weisheit von Gott her dagegen berücksichtigt dessen Gebote! (Gal 5:19-21)

 


 

(Vergleiche Grafik: 1.1  Die Säule der Weisheit)

 

http://image.slidesharecdn.com/a-3-b51bf6c2ff8dea2bce92b89a263a64ee47cb3a91-150928142512-lva1-app6891/95/what-is-eros-1-638.jpg?cb=1443464106Die Bibel spricht über eros, die fleischliche Liebe durchaus positiv, allerdings in dem von Jehova klar begrenzten Kreis der Ehe! Dabei wird aber der Ehelosigkeit ein gewisser bevorzugter Platz eingeräumt, weil dies mit Selbstdisziplin verbunden ist und denen, die dies erreichen einen grösseren Spielraum einräumt sich der Sache Jesu zu widmen! (Hoh 7:3; Mal 2:16; Heb 13:4) Paulus erklärt im 1.Brief an die Korinther:

 

*** Rbi8  1. Korinther 7:1-5 ***

Was nun die Dinge betrifft, über die ihr geschrieben habt: Es ist für einen Menschen gut, keine Frau zu berühren; 2 doch wegen der weitverbreiteten Hurerei habe jeder Mann seine eigene Frau, und jede Frau habe ihren eigenen Mann. 3 Der Mann leiste [seiner] Frau das, was ihr zusteht, doch gleicherweise auch die Frau [ihrem] Mann. 4 Die Frau übt nicht Gewalt über ihren eigenen Leib aus, sondern ihr Mann; ebenso übt auch der Mann nicht Gewalt über seinen eigenen Leib aus, sondern seine Frau. 5 Entzieht [es] einander nicht, außer mit gegenseitiger Einwilligung für eine bestimmte Zeit, damit ihr dem Gebet Zeit widmen und wieder zusammenkommen könnt, so daß der Satan euch nicht wegen eures Mangels an Selbstbeherrschung beständig versuche.

 

In der Ehe ist der eheliche Verkehr nicht eine Angelegenheit der Laune des einen oder anderen Ehepartners, er untersteht einer gewissen Pflicht, weil der Ehepartner sich beim Eheabschluss darauf ein Recht erwirbt, das nicht unbegründet oder als Druckmittel des einen gegen den anderen vorenthalten werden darf. Es wäre ein Zeichen von Lieblosigkeit oder möglicherweise ein Hinweis darauf, dass ein Ehepartner dem anderen nicht bereit ist etwas zu verzeihen. Liebesentzug im sexuellen Bereich wird somit von Paulus nur für begrenzte Zeit und nur als kurze Überbrückung zur Problemlösung anerkannt, um im Gebet zum korrekten Verhalten zurückzukehren!

 

5.1.1.3          Die Liebe zu Freunden oder zu einer Sache: philía

Die Liebe und Zuneigung zu Freunden wird mit dem griechischen Wort philía wiedergegeben. In der Offenbarung wird von der Stadt Philadelphia gesprochen, was Ort der „brüderlichen Zuneigung“ bedeutet. Am ehesten trifft dies auf die Versammlung der Apostel nach ihrer Frühauferweckung während der Endzeit [B1; B] in der Wildnis zu! (Off 12:5, 6) Diese Zwölf hatte Jesus aus den Jüngern des Johannes auserwählt und sie später spezifisch seine „Freunde“ und nicht weiter seine „Sklaven“ genannt! Sie waren es die Jesu Willen ganzherzig ausführten!

 

http://www.praedica.de/Heilige-Feste/Bilder/Andreas_2.jpg*** Rbi8  Johannes 15:13-16 ***

Niemand hat größere Liebe [[avapey]] als die, daß einer seine Seele zugunsten seiner Freunde hingebe. 14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete. 15 Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn ein Sklave weiß nicht, was sein Herr tut. Ich habe euch aber Freunde genannt, weil ich euch alle Dinge, die ich von meinem Vater gehört habe, bekanntgegeben habe. 16 Nicht ihr habt mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt, und ich habe euch dazu bestimmt, daß ihr hingeht und fortgesetzt Frucht tragt und daß eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr den Vater in meinem Namen bittet, er euch gebe.

 

Als den zwölften Jünger anstelle Judas Iskariot hatte Jesus später selbst Saulus aus Tarsus, den späteren Paulus erwählt! Durch Wundergaben wurde dieses Apostelamt dem Paulus und Aussenstehenden deutlich von Jehova her bestätigt!

 

Das allen bekannte Wort „Philosophie“ bedeutet „Liebe (phileo) zur Weisheit (sophia)“. Hier ist somit die Rede der Liebe zu einer Sache, wie eben zum Beispiel zur „Weisheit“. Gemeint ist damit die Weisheit dieses Systems! Christen suchen jedoch „die Weisheit die von oben kommt“ und welche „die Weisen dieses Systems“ nicht zu verstehen in der Lage sind! (1.Kor 1:18-21; 2:13; 2.Pe 1:16)

 

*** Rbi8  Kolosser 2:8-12 ***

Seht zu, daß nicht jemand da sei, der euch als Beute wegführe durch die Philosophie und leeren Trug gemäß der Überlieferung der Menschen, gemäß den elementaren Dingen der Welt und nicht gemäß Christus; 9 denn in ihm wohnt die ganze Fülle der göttlichen Wesensart körperlich. 10 Und so seid ihr im Besitz einer Fülle durch ihn, der das Haupt aller Regierungsmacht und Gewalt ist [[jeder „obrigkeitlichen Gewalt“ (Rö 13)]]. 11 In Verbindung mit ihm seid ihr auch mit einer Beschneidung beschnitten worden, ohne Hände vollzogen durch das Abstreifen des Fleischesleibes, durch die Beschneidung, die zum Christus gehört, 12 denn ihr seid mit ihm in [seiner] Taufe begraben, und in Verbindung mit ihm seid ihr auch zusammen auferweckt worden [[(eine „neue Schöpfung“, „neu geboren“)]] durch [euren] Glauben an die Wirksamkeit Gottes, der ihn von den Toten auferweckt hat.

 

Es geht beim Wort phileo um Empfindungen, darum Gefühle zu hegen. Dagegen ist das Verb agápáo umfassender, weil insbesondere das persönliche Urteil und die bewusste Zustimmung des Willens aus grundsätzlichen Erwägungen, Pflichtbewusstsein, Gottesfurcht und Anstand mit eingeschlossen wird! Erst in Verbindung mit einer tiefen Liebe (agápe) zu Gott, einer wirklichen Gottesfurcht und Liebe zu dessen GESETZEN kommt dies zum Höhepunkt, zur Vollkommenheit!

 

https://scontent.cdninstagram.com/hphotos-xfa1/t51.2885-15/s320x320/e35/12135398_754185441353682_1572787085_n.jpg (Psalm 119:97)

Wie liebe ich doch dein Gesetz [[GESETZ]]!

Den ganzen Tag befasse ich mich damit.

 

Ein herausragendes Beispiel einer tiefen freundschaftlichen Liebe (philía) ist die Zuneigung, die zwischen David und Jonathan herrschte. Nach Jonathans Tod drückte sich David in einem Totenklagelied aus: (1.Sam 18:1; 20:32-34).

 

*** Rbi8  2. Samuel 1:26 ***

Ich bin bekümmert deinetwegen, mein Bruder Jonathan,

Sehr angenehm warst du mir.

Wunderbarer war mir deine Liebe (philía) als die Liebe von Frauen (eros).

 

Das Wort phileo drückt eine zarte Zuneigung, Gefühle der Verbundenheit aus. So vermögen wir auch das Leben zu lieben (phileo), um es zu retten, koste es, was es wolle.

 

*** Rbi8  Johannes 12:25-26 ***

Wer seine Seele liebhat [[(philía)]], vernichtet sie; wer aber seine Seele in dieser Welt haßt [[(sein Leben weniger liebt, wie die Grundsatztreue zu Jehova)]], wird sie zum ewigen Leben bewahren [[(obwohl er das Leben verlieren mag)]]. 26 Will jemand mir dienen, so folge er mir nach, und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein [[(Jesus kehrt zur erde zurück, um von Jerusalem aus auf Davids Thron die Erde zu regieren)]]. Wenn jemand mir dient, wird der Vater ihn ehren.

 

Jesus aber zeigte in diesem Zusammenhang, dass grundsatztreue Liebe zu Jehova (agápe) im Vordergrund stehen muss, selbst dann, wenn wir das Leben verlieren! Die Nachfolge Jesus muss an erster Stelle in unserer Priorität stehen!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/BRIEFE%202014/X2.2-14.11.07%20%20Zeitgeschehen-Dateien/image014.jpgDie Ehre für jene, die Jesus ganzherzig nachfolgen, diese wird schlussendlich vom Vater her stammen! Anstatt Teil dieses Systems zu sein, was Religionen mit einschliesst, haben solche Personen sich wie die ersten Christen abgesondert. Sie vertrauen dem geschriebenen Wort! Das „neuen Jerusalem“ komm vom Vater zur Erde herab.

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%20Monat/WEG%20ARTIKEL%202005/WEG%20Artikel%205.8.6-Dateien/image031.jpgSomit wird Jesus wiederum auf der Erde weilen und auch Jehova, wie er es zuvor durch das Schekinalicht im Zelt der Zusammenkunft und dann im Tempel andeutete. Jene, die vorab Jehova, dann Jesus ganzherzig gefolgt sind, sie sind es die bei ihm weilen werden! Wo? Natürlich auf der Erde! Es gibt für Menschen nur eine irdische Auferstehung! Bedenken wir dabei die Worte, die Jesus auf Golgatha an den Dieb an seiner Seite richtete:

 

*** Rbi8  Lukas 23:43 ***

Und er sprach zu ihm: „Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein.“

 

Jener Dieb hatte zwar bereut und trug die gerechte Strafe für sein Vergehen. Zu Recht versprach ihm Jesus somit Auferstehung im kommenden System, wo die Erde durch wohlgeführte menschliche Anstrengungen in ein Paradies verwandelt werden wird! Es gibt ja ausser den Überlebenden Harmagedons eine Auferstehung der Gerechten und auch der Ungerechten! Wer sich nicht gegen heiligen Geist versündigt hat, der wird eine weitere Chance erhalten Gerechtigkeit zu lernen!

 

Die andere Form das Leben zu lieben bedeutet somit, sich göttlichen Prinzipien zuzuwenden! Es geht darum Gottes GESETZ zu lieben, sie darum nicht zu verletzen, also Gott gegenüber grundsatztreue Liebe zu zeigen, selbst dann, wenn es den Verlust dieses Lebens bedeuten kann! Petrus erklärt in seinem 1.Brief:

 

*** Rbi8  1. Petrus 3:10-12 ***

Denn „wer das Leben lieben [[(agápáo)]] und gute Tage sehen möchte, der halte seine Zunge vom Bösen zurück und [seine] Lippen, daß sie nicht Trug reden, 11 er wende sich aber ab vom Bösen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach. 12 Denn [die] Augen Jehovas sind auf die Gerechten [gerichtet] und seine Ohren auf ihr Flehen; [das] Angesicht Jehovas aber ist gegen die [gerichtet], die Böses tun.“

 

Hier wird von der Liebe zum wahren Leben gesprochen, dem ewigen, das Leben das im Zusammenhang mit Recht ausüben in Verbindung steht. Das Wort phileo wäre hier somit nicht angebracht!

 

5.1.1.4          Die Liebe der Eltern und der Kinder: storge

Das griechische Wort storge beschreibt dagegen eine Liebe die zwischen Familienangehörigen herrscht und die bereit ist vieles zu ertragen. Sie steht in Verbindung der Blutsverwandtschaft. Zur Zeit Josephs als Nahrungsverwalter Ägyptens war sein Bruder Juda gar bereit in ägyptischer Gefangenschaft zu bleiben, um seinem Vater Jakob den Verlust seines geliebten Sohnes Benjamin zu ersparen (1.Mo 44:18-34).

 

http://m.wol.jw.org/de/wol/mp/r10/lp-x/bm/2009/50Judas Liebe zu seinem Vater Jakob und seinem jüngsten Bruder Benjamin und seine Schuldanerkennung, dass er und seine Brüder Joseph in die Sklaverei verkauft hatten, lasteten schwer auf ihm. Erst als Joseph erkannt hatte, mit welcher tiefen Reue seine Brüder jenes Vergehen bereut hatten, da gab er sich ihnen zu erkennen! Dies ist für uns heute von grosser Wichtigkeit, weil Jesus sich nur jenen gegenüber als Treu erweist, die ihre Sünden wirklich bereut haben. Jeder Sühnetag spielt dabei eine herausragende Wichtigkeit! Paulus schreibt im 1.Brief an die Thessalonicher:

 

http://www.med-etc.com/ps/Palomino_dreikurs-terror-d/042-mutterbrust-m-bebe.jpg*** Rbi8  1. Thessalonicher 2:7-12 ***

Im Gegenteil, wir wurden in eurer Mitte sanft, wie wenn eine nährende Mutter ihre eigenen Kinder [hegt und] pflegt. 8 Da wir also eine innige Zuneigung zu euch haben, hat es uns wohlgefallen, euch nicht nur an der guten Botschaft Gottes teilhaben zu lassen, sondern auch an unseren eigenen Seelen, weil ihr uns lieb geworden wart.

9 Gewiß erinnert ihr euch, Brüder, an unsere anstrengende Arbeit und Mühsal. Nacht und Tag arbeitend, um keinem von euch eine kostspielige Bürde zu sein, haben wir euch die gute Botschaft Gottes gepredigt. 10 Ihr seid Zeugen, auch Gott ist es, wie loyal und gerecht und untadelig wir uns gegen euch, die Gläubigen, erwiesen haben. 11 Somit wißt ihr wohl, wie wir, wie ein Vater seine Kinder, jeden von euch fortgesetzt ermahnt und getröstet und euch Zeugnis abgelegt haben, 12 damit ihr weiterhin des Gottes würdig wandeln mögt, der euch zu seinem Königreich und zu seiner Herrlichkeit beruft.

 

Im Gegensatz zur heutigen Geistlichkeit vieler Religionen arbeiteten die Apostel für ihren eigenen Lebensunterhalt! Dadurch waren sie den Versammlungen keine Last. Sie zeigten ihre Liebe wie eine „nährende Mutter“ die ihre eigenen Kinder liebt (storge), hegt und pflegt. Dabei bevorzugt eine Mutter nicht das eine vor dem anderen ihrer Kinder, sondern bemüht sich in jeder Beziehung gerecht zu sein, um nicht das eine gegenüber dem andern zu bevorzugen.

 

Wie Väter die ihre Kinder auf den gerechten Weg des Lebens in Liebe (storge) zu weisen suchen, so taten es die Apostel gegenüber ihren Versammlungsgliedern. Die Versammlung war ihre Familie! Jeder Christ war berufen als würdig für den Eingang in Gottes Königreich erachtet zu werden!

 

5.1.1.5          Die grundsatztreue Liebe die selbst Feinde zu lieben vermag: agápe

Die höchste Stufe der Liebe stellt die Agape dar! Die auf göttlichen Grundsätzen beruhende Liebe zeigt sich in unserer Liebe zur Gerechtigkeit, der Liebe selbst zu Feinden, die man von Natur aus verabscheut. Es bedeutet eine selbstlose Liebe zu dem, was gerecht ist, ein Interesse am bleibenden Wohlergehen anderer, indem wir ihnen das Gute tun, obwohl sie uns schaden mögen. Diese Art der Liebe kann unsere innigen Gefühle der Zuneigung mit einschliessen, muss dies aber nicht! Die Liebe des Vaters zu Jesus wird sowohl durch die Verben agapái wie  philéi unterstrichen (Joh 3:35; 5:20). Paulus drückt diese Art der Handlungsweise wie folgt aus:

 

*** Rbi8  Römer 12:20-21 ***

Doch „wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“. 21 Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.

 

Jehova zeigte allen Menschen, ja, seiner ganzen Schöpfung gegenüber die herausragende Liebe dadurch, dass er, obwohl wir alle seit Adam gesündigt haben, seinen Sohn sandte, damit er an unserer Stelle den Tod für uns erleide.

 

http://www.saintgregorythetheologian.org/assets/images/agapelove1.jpgnur *** Rbi8  1. Johannes 4:9-10 ***

Dadurch wurde die Liebe Gottes in unserem Fall offenbar gemacht, daß Gott seinen einziggezeugten Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn Leben erlangen könnten. 10 Die Liebe [[(agápe)]] besteht in dieser Hinsicht nicht darin, daß wir Gott geliebt (agápáo) haben, sondern daß er uns geliebt [[(agápáo)]] hat und seinen Sohn als ein Sühnopfer für unsere Sünden gesandt hat.

 

In Lukas 6:32-34 zeigt Jesus, wenn wir nur unsere Freunde grüssen dasselbe tun wie die Steuereinnehmer. Wir sollen somit auch zu denen freundlich sein die uns feindlich gegenübertreten, da,  wo es uns Überwindung kostet!

 

Die Liebe ist nur an Taten zu erkennen! Gottes grösster Liebesbeweis an die Menschheit ist, dass er seinen Sohn Jesus zur Erde sandte und Jesu Liebestat war die Hingabe in den Tod zu Gunsten unserer Fehler und Befreiung von Sünde! Obwohl Gott grossen Zorn gegenüber denen empfindet die ihn missachten oder gar hassen, hat Er das Mittel bereitgestellt, um uns zu retten!

 

*** Rbi8  Römer 5:8-10 ***

Gott aber empfiehlt seine eigene Liebe [[(agápe)]] zu uns dadurch, daß Christus für uns starb, während wir noch Sünder waren. 9 Desto mehr werden wir somit, da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind, durch ihn vor dem Zorn gerettet werden. 10 Denn wenn wir, als wir Feinde waren, mit Gott durch den Tod seines Sohnes versöhnt wurden, so werden wir vielmehr jetzt, da wir versöhnt worden sind, durch sein Leben gerettet werden.

 

Weil Jesus uns dieses grosse Beispiel hinterlassen hat, indem er Gottes Auftrag angenommen hat und für uns gestorben ist, so sind auch wir verpflichtet diesem Beispiel zu folgen! Der Höhepunkt kommt am Tag Harmagedons und dann zum Höhepunkt, wenn er dem Vater das aufgerichtete Königreich der „neuen Himmel“ übergibt. Die „Umwandlung in einem Nu“ von Sterblichkeit und Verweslichkeit zu Unsterblichkeit und Unverweslichkeit.

 

Wahre Freundschaft erweist sich dadurch, dass man für den anderen Ungemach auf sich nimmt. Um wirklich ein Freund Jesu zu sein, dazu müssen wir auf ihn hören und das tun, was er uns gebietet. Die Apostel erwiesen sich ausser dem Verräter Judas schlussendlich als Jesu wahre Freunde! (Joh 15:13-16)

 

Genauso wie Judas seine erste Liebe zu Jesus verliess und ihn schlussendlich verriet, so können auch wir vom Glauben abfallen, indem unsere Liebe langsam erkaltet und die Liebe zum System den Sieg davonträgt. Wir übertreten erst das zehnte Gebot, indem sich in unseren Gedanken Wünsche einnisten, die Gott missbilligt. Von dort ist der Schritt zur Tat bereits bereitet: „Du sollst nicht begehren …“. Auch Paulus blieb von solchen Ausfällen bei seinen Versammlungen nicht verschont! Schlussendlich waren es alle Versammlungen in der römischen Provinz Asien, welche sich von ihm trennten: „Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben. Phỵgelus und Hermọgenes gehören zu ihnen.“ (2.Ti 1:15)

 

http://media02.radiovaticana.va/photo/2016/02/15/AP3309596_Articolo.jpg*** Rbi8  2. Timotheus 4:9-10 ***

Denn Demas hat mich verlassen, weil er das gegenwärtige System der Dinge geliebt [[(agápáo)]] hat

 

In der Liebe Jesu zu verweilen bedingt somit Anstrengung und ist nicht rein gefühlsbetont, wie dies bei religiösen Anlässen zum Ausdruck kommt, wo durch äussere Reize wie liturgische Musik und Gesänge, Kerzen, Weihrauch und Zeremonien die Gefühle der Volksmassen aufgepeitscht werden. Selbst Äusserlichkeiten, wie die furchteinflössende Grösse oder der Prunk gewisser sakraler Bauten und Massenveranstaltungen, sie kann eine Form der unerwünschten „Liebe“ erzeugen, die Gott in der Anbetung zurückweist! Wir stellen Sachen und Personen ins Zentrum, wie Maria, wie Heilige, wie Persönlichkeiten innerhalb jener Religion. Sie sind nur Krücken und helfen uns nicht dabei uns Gott zu nähern.

 

Jehova weist gar Anbetung zurück, wenn keine gerechten Verhältnisse existieren! Jesaja musste dies deutlich gegenüber Israel äussern, obwohl jene das Sabbatgebot und dessen vorgeschriebene Feste erfüllten, waren die Anlässe für Gott unannehmbar! Jede Form des Spiritismus ist Gott etwas Abscheuliches, wo Tote und Geister angerufen werden, von Jehova aus gesehen somit mit der „[Benutzung] unheimlicher Macht“ verbunden ist!

 

(Jesaja 1:13-17)  Hört auf, noch weitere wertlose Getreideopfer hereinzubringen. Räucherwerk — es ist mir etwas Verabscheuungswürdiges. Neumond und Sabbat, das Einberufen einer Zusammenkunft — ich kann die [Benutzung] unheimlicher Macht zugleich mit der feierlichen Versammlung nicht ertragen. 14 Eure Neumonde und eure Festzeiten hat meine Seele gehaßt. Mir sind sie zur Bürde geworden; ich bin müde geworden [, sie] zu tragen. 15 Und wenn ihr eure Handflächen ausbreitet, verhülle ich meine Augen vor euch. Auch wenn ihr viele Gebete vorbringt, höre ich nicht zu; mit Blutvergießen sind ja eure Hände gefüllt worden. 16 Wascht euch; reinigt euch; schafft mir die Schlechtigkeit eurer Handlungen aus den Augen; hört auf, Böses zu tun. 17 Lernt Gutes tun; forscht nach dem Recht; weist den Bedrücker zurecht; fällt [einen] Rechtsspruch für den vaterlosen Knaben; führt die Rechtssache der Witwe.“

 

Andere lieben Gott als Resultat des Gruppenzwangs, weil die Familie, der Ort, wo man gerade wohnt oder die grosse Masse der Mehrheit dies anscheinend ebenso tut. Es ist eine rein äusserliche, öffentliche Zurschaustellung ihrer Verehrung. Jesus lehnte dies deutlich ab!

 

*** Rbi8  Matthäus 15:7-9 ***

Ihr Heuchler, treffend hat Jesaja von euch prophezeit, als er sagte: 8 ‚Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, doch ihr Herz ist weit entfernt von mir. 9 Vergeblich bringen sie mir fortwährend Anbetung dar, weil sie als Lehren Menschengebote lehren.‘

 

Unsere Liebe zu Gott muss auf Geist und Wahrheit aufgebaut sein! Die Worte zur Frau am Brunnen in Sychar sind ebenso an uns gerichtet: „Dennoch kommt die Stunde, und sie ist jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater mit Geist und Wahrheit anbeten werden; denn in der Tat, der Vater sucht solche als seine Anbeter. Gott ist ein GEIST, und die ihn anbeten, müssen [ihn] mit Geist und Wahrheit anbeten.“ (Joh 4:23, 24)

 

Die griechische Sprache kennt somit eine Abstufung von rein physischer, triebbedingter Liebe eros hin zur Liebe der Blutsverwandtschaft storge, über die zärtliche Zuneigung zu Freunden philía hin zur vollkommenen geistigen Liebe aus Bewusstsein dessen, was gut und gerecht ist, der agápe.

 

 

5.1.2           Liebe zu Gott und zum Nächsten als erste Pflicht des Menschen

 

5.1.2.1          Die Liebe zu Gott und zum Nächsten

Jesus verteidigte Gottes GESETZ zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort und zudem übertrat er es in keinem einzigen Punkt! Weil er die Volksmassen zu sich hinzog und sie belehrte konzentrierte er den Hass jener Gegner seiner Aussagen auf seine Person. Diese hatten doch dem Volk durch kleinliche Gebote schwere Bürden auferlegt und von jenen gut gelebt, weil sie sich am Volk bereicherten. Seine Form mit Menschen umzugehen wirkte offensichtlich sehr anziehend. Dadurch jedoch forderte er geradezu die Ablehnung der herrschenden Klasse heraus, die ihn schon bald zu töten suchte (Joh 8:46).

 

*** Rbi8  Matthäus 22:34-40 ***

Als die Pharisäer hörten, daß er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, taten sie sich zu einer Gruppe zusammen. 35 Und einer von ihnen, ein Gesetzeskundiger, stellte ihn auf die Probe mit der Frage: 36 Lehrer, welches ist das größte Gebot im GESETZ? 37 Er sprach zu ihm: „ ,Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn.‘ 38 Dies ist das größte und erste Gebot. 39 Das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.‘ 40 An diesen zwei Geboten hängt das ganze GESETZ und die PROPHETEN.“

 

Das gesamte göttliche GESETZ und alles, was die Propheten aus Gottes Willen heraus mitteilten hängt an diesen beiden Geboten und somit am Leitprinzip, der Liebe! An erster Stelle muss Gott stehen, dann der Nächste! Überlegen wir, wenn Richter dieses Systems ihre Rechtsfälle nur anhand dieser zwei Geboten lösen müssten, welche Veränderung dies brächte! Wohin mit all den Rechtsbüchern? Die Zunft der Anwälte wäre brotlos! In den nationalen Kongressen blieben die Sitze leer, da nicht ständig über neue (allzu oft unsinnige) Gesetze diskutiert würde, die durch andere Gesetze nach richterlichem Kriterium ungültig gemacht werden können.

 


 

Das GESETZ Mose verlangte den Nächsten zu lieben aber nicht für ihn zu sterben. Die Grenze zum Nächsten war etwas enger gezogen, weil Israel sich von anderen Völkern abschotten musste, um rein zu bleiben. Jehova kannte sehr wohl den Einfluss liberalen Denkens, das vor seinen unveränderlichen Normen keine Achtung zeigt! Jesus aber wandte Gottes GESETZ nach dessen ursprünglichem Sinn hin an. Das brachte die Samaritanerin am Brunnen von Sychar zum Erstaunen!

 

http://wol.jw.org/de/wol/mp/r10/lp-x/cf/2007/48*** Rbi8  Johannes 4:9 ***

Darum sagte die samaritische Frau zu ihm: „Wie kommt es, daß du, obwohl du ein Jude bist, mich um einen Trunk bittest, da ich [doch] eine samaritische Frau bin?“ (Die Juden verkehren nämlich nicht mit Samaritern.)

 

Jesus erweiterte das Gebot der Nächstenliebe insofern, dass er selbst die sehr offene Bereitschaft erwartet, selbst für den Nächsten zu sterben! Das bedeutet Risiken auf sich zu nehmen, um einen anderen zu nützen oder gar zu retten! Das ist der höchste Ausdruck wie Liebe gezeigt werden kann! Dies beginnt aber bereits mit wesentlich kleineren Dingen, wie eben dem notleidenden Mitbruder oder Nächsten zu helfen! Johannes beschreibt diese grösste Form der Liebe in seinem 1.Brief:

 

*** Rbi8  1. Johannes 3:15-18 ***

Dadurch haben wir die Liebe kennengelernt, weil jener seine Seele für uns hingegeben hat; und wir sind verpflichtet, [unsere] Seele für [unsere] Brüder hinzugeben. 17 Wer immer aber die Mittel dieser Welt zum Lebensunterhalt hat und seinen Bruder Not leiden sieht und dennoch die Tür seiner [Gefühle] innigen Erbarmens vor ihm verschließt, wie bleibt da die Liebe Gottes in ihm? 18 Kindlein, laßt uns lieben, nicht mit Worten noch mit der Zunge, sondern in Tat und Wahrheit.

 

Die Liebe Gottes in unserem Inneren, agápe, die sowohl aus rationaler Überlegung wie aus tiefem Mitleid uns zum Handeln bewegen muss, diese kann in uns totgeschwiegen werden. Jesus aber fordert uns zum Handeln auf, nicht allein mit Worten, sondern in Taten! Am Gerichtstag sind es unsere Taten der Nächstenliebe die gewogen werden! (Mat 25:31-46)

 

Jesus hätte jede weltliche Karriere ergreifen können und wäre darin bestimmt erfolgreich gewesen! Satan bot ihm gar die Herrschaft über alle Königreiche der Erde an! Jesus lehnte mit deutlichen Worten ab! Er rückte das in den Mittelpunkt, was vorderste Priorität hat, unsere grösste Liebe herausfordert: Gottes Willen zu erkennen und zu tun!

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: D:\Eigene Dokumente\HARMAGEDON\X\Newsletter\NEWSLETTER 2006\WEG ARTIKEL 2006\WEG Artikel 6.5.1-Dateien\image012.gif*** Rbi8  Lukas 4:5-8 ***

Da brachte er [[(der Teufel)]] ihn hinauf und zeigte ihm in einem Augenblick alle Königreiche der bewohnten Erde; 6 und der Teufel sagte zu ihm: „Dir will ich diese ganze Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben worden, und wem immer ich [sie zu geben] wünsche, dem gebe ich sie. 7 Wenn du daher einen Akt der Anbetung vor mir verrichtest, wird alles dein sein.“ 8 Jesus gab ihm zur Antwort: „Es steht geschrieben: ‚Jehova, deinen Gott, sollst du anbeten, und ihm allein sollst du heiligen Dienst darbringen.‘ “

 

Die höchste Liebe gehört Jehova, ihm allein gilt Anbetung! Wie verlockend auch Satans Angebot in diesem System sein mag! Treue zu Jehova zeigt sich in Werken! Loyalität gebührt Ihm und seinem Christus in erster Linie! Satan ist tatsächlich der „Gott dieses Systems“ und alle Mächtigen bringen ihm in diesem System ihre Form der Anbetung dar.

 

Jesus kümmerte sich nicht um das Äusserliche, um Erfolg, um Besitz, um Ansehen! Sein ganzes Bestreben vom Tag seiner Taufe im Jordan an war darauf gerichtet, Jehovas Willen ihn als himmlischem Abgesandten betreffend zu erfüllen, so wie sie durch die Propheten für ihn aufgezeichnet waren und anderen die gute Botschaft von etwas weit Besserem, etwas Kommendem zu vermitteln! Dazu waren vielerlei Erklärungen notwendig! Er musste selbst vorzeigen, was er mit seinen Worten meinte und er musste andere dazu bewegen dasselbe auch zu tun: Ein neues System der Werte sollte vorbereitet werden! Weit besseres wäre es zu geben als zu nehmen!

 

*** Rbi8  Johannes 13:34-35 ***

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt. 35 Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter euch habt.“

 

Dieses von ihm eingesetzte neue System im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ würde auf wahrer Nächstenliebe und nicht auf einschränkenden Gesetzen und kleinlichen Geboten aufgebaut werden. Jeder war verpflichtet selbst das Beste zu geben. Das Urteil eines Richters in der Christenversammlung musste sich somit auf Fehlverhalten gegen die Gottes- und Nächstenliebe konzentrieren! Die wahren Jünger würden daran erkannt, dass sie ihre Auseinandersetzungen, Missverständnisse oder gar Streitigkeiten in Liebe regeln würden! Das würde und musste zu gerechten Verhältnissen führen! Wer Zweifel hatte, ob eine gewisse Handlung gerecht oder ungerecht sei, der hatte genügend Beispiele in Gottes Schrift, wie frühere, gerechte Richter denselben Fall lösten!

 

Die Liebe Gottes ist somit keine blinde Liebe, sondern eine von Gefühlen durchdrungene rationale Liebe, die durchaus Unterschiede zu machen weiss. Sie stellt das Wohlergehen aller Beteiligten ins Zentrum, nicht die Eigenliebe!

 

*** Rbi8  Epheser 5:1-2 ***

Darum werdet Nachahmer Gottes als geliebte Kinder, 2 und wandelt weiterhin in [der] Liebe, so wie auch der Christus euch geliebt und sich selbst als eine Opfergabe und ein Schlachtopfer für Gott zu einem lieblichen Wohlgeruch für euch dahingegeben hat.

 

Paulus zeigt dabei, dass Jesus sich freiwillig als Opfer hingab und daher für Jehova als annehmbares Schlachtopfer Sühne für unsere eigenen Sünden leistete. Ihn nachahmend sollen auch wir uns für andere aufopfernd hingeben!

 

5.1.2.2          Gottes Liebe zeigt sich in seinen Werken und seiner Gerechtigkeit

Gott ist der Quell der Liebe! Die Liebe Gottes zeigt sich bereits in seiner Schöpfung. Wer die Vielfalt betrachtet die uns in der Natur umgibt, die Schönheit, das gegenseitige Wirken der gemachten Dinge und Lebewesen untereinander und schlussendlich den Menschen als Gottes letztes Schöpfungswerk im Gesamten einbettet, der kommt nicht um ein ehrfürchtiges Staunen herum! Gott sprach zu Beginn zu seinem Werkmeister, seiner ersten Schöpfung:

 

http://www.gerth.de/fileadmin/bilder/produkte/big/DL939365b.jpg*** Rbi8  1. Mose 1:26 ***

Und Gott sprach weiter: „Laßt uns Menschen machen in unserem Bilde, gemäß unserem Gleichnis;

 

Da Engel im Gleichnis oder mit Ähnlichkeit zu Gott erschaffen wurden, darum werden sie „Geistessöhne“ genannt, so sind sie wie auch der Mensch mit gottähnlichen Eigenschaften erschaffen worden, aber im Gegensatz zu Engeln sind wir „Fleisch“ und werden dies auch in der kommenden Auferstehung bleiben! Zu den gottähnlichen Eigenschaften gehört die Fähigkeit zu lieben und abstrakte Dinge verstehen zu können. Wir können Dinge mit bezeichnenden Namen nennen und diese wiederum durch Symbole in Kurzsprache zu komplexen Zusammenhängen reihen, um selbst Schwerverständliches verständlich zu machen. Die Symbolik der Bibelbücher Daniel und der Offenbarung sind ein herausragendes Beispiel, dass wir Gottes Logik und seine Symbole durchaus zu verstehen in der Lage sind, eine Herausforderung an unseren Verstand!

 

(Vergleiche Grafik: Biblische Symbole)

 

Die Welt, dieses System leugnet Gott und gibt die ganze Entstehung der Evolution und reinem Zufall in die Hand. Ein gottesfürchtiger Mensch aber sieht weit hinter die sichtbaren Dinge!

 

*** Rbi8  1. Korinther 2:12-13 ***

Nun haben wir nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der von Gott ist, damit wir die Dinge erkennen könnten, die uns Gott gütigerweise gegeben hat. 13 Diese Dinge reden wir auch, nicht mit Worten, die durch menschliche Weisheit gelehrt werden, sondern mit solchen, die durch den Geist gelehrt werden, indem wir geistige [Dinge] mit geistigen [Worten] verbinden.

 

Jesus ist „der Geist (heb. ruach)“, „der Engel (heb. ruach) Gottes“, der uns diese Dinge belehrt! Gott verwendet sein eigenes Vokabular, das er nicht von uns abhängig macht, ob es in der einen oder anderen Sprache ein entsprechendes Wort gibt! Der Kontext zeigt uns durchaus, was Gott mit dem Wort oder dem Symbol meint! Früh-Auferstehung, Erstauferstehung, Rang, Verschiedenartigkeit der Körper, die „Heiligen des Allerhöchsten“ oder das „Volk der Heiligen des Allerhöchsten“, „drei Himmel“, zwei „alte“ und zwei „neue“, insgesamt fünf mit dem „Himmel der Himmel, Gottes himmlischem Tempel sind nur einige der Begriffe die wir mit Liebe zur Wahrheit entziffern müssen, um zu wirklichem Verständnis zu gelangen!

 


 

(Vergleiche Grafik:  1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQifjzUKYG0R1PyXlm9F7OCpkBMf-t0LbV474o1ud6FRUN5J9zfEin Christ kann auch das Gewissen erkennen, das ihm Gott in die Gene eingepflanzt hat. So wie Er jedem Tier einen unterschiedlichen Instinkt gab. Ich und du können die Übereinstimmung mit dem geschriebenen Recht Gottes aus Reaktionen des Gewissens erkennen! Er sieht den Menschen als Gesamtes, als Körper und Geist. Der Geist aber soll diesen Körper nach bestmöglicher Erkenntnis lenken. Der Mensch mit Unterscheidungsvermögen kann aber weiter sehen, dass all diese Dinge von jemandem erschaffen wurden und einem schlussendlichen Zweck dienen! Dies veranlasst ihn den Schöpfer zu suchen und ihm das ihm zustehende Lob nicht vorzuenthalten! Auch darin zeigt sich die Agape!

 

*** Rbi8  Psalm 139:14 ***

Ich werde dich lobpreisen, weil ich auf furchteinflößende Weise wunderbar gemacht bin.

Deine Werke sind wunderbar,

Wie meine Seele es sehr wohl weiß.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcQ7BaKsHLFJUpliSRgPovRYtiTwQF1lc9JHAf4GVZNFQ9hYNysKDiese Erkenntnis Gottes und das entsprechende Handeln gemäss dem geschulten Gewissen führt zu friedlichen Verhältnissen! Die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten lassen uns friedsam werden! Die Liebe erfüllt das ganze GESETZ! Erst dadurch werden wir zu wirklichen Kindern Gottes!

 

*** Rbi8  Matthäus 5:9 ***

Glücklich sind die Friedsamen, da sie ‚Söhne Gottes‘ genannt werden.

 

Ein Vergleich mit den herausragenden göttlichen Eigenschaften und wie sie durch Jehova für jeden Entscheid und jeden Gerichtsfall zur Anwendung kommen lassen erkennen, dass durch blosse GESETZE, welche die kalte Gerechtigkeit nicht durch Liebe mildert niemals friedliche Verhältnisse geschaffen werden können! Die heutige Welt deutet dies an, wo Unrecht immer mehr überhandnimmt! Sie ist weit entfernt von göttlicher Gerechtigkeit!

 


 

(Vergleiche Grafik: 6.1  Jehovas herausragende Eigenschaften bestimmen sein Gericht)

 

5.1.2.3          Die Wirkung der Liebe

Diese Anwendung der grundsatztreuen Liebe verändert unser Verhalten gegenüber anderen Familienmitgliedern und in der Versammlung oder am Arbeitsplatz! Paulus beschreibt, wie diese Art der Liebe uns im Verhalten zu unseren Mitmenschen beeinflussen sollte!

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:4-10 ***

Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, 5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. 6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.

8 Die Liebe versagt nie. Seien es aber [Gaben des] Prophezeiens, sie werden weggetan werden; seien es Zungen, sie werden aufhören; sei es Erkenntnis, sie wird weggetan werden. 9 Denn wir erkennen teilweise, und wir prophezeien teilweise; 10 wenn aber das Vollständige [[(der letzte Teil der inspirierten Schriften durch Johannes)]] gekommen ist, wird das Teilweise [[(die Geistesgaben)]] weggetan werden.

 

$R5C47E6Alles, was wir wünschen, dass andere so gegenüber uns handeln mögen, das sollen wir vorab selbst tun! Unter solch liebevollen Verhältnissen muss Frieden und wahre Sicherheit einen dauerhaften Platz finden! Hierhin möchte uns die gute Botschaft vom Königreich Gottes führen, uns darauf vorzubereiten mit diesem Grundmassstab übereinzustimmen! Jesu „eiserner Stab“ wird gegenüber denen gar nie zum Einsatz gelangen, die dies jetzt lernen! Johannes erklärt den anderen gegenüber, was während der Endzeit und im Millennium folgen wird:

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:5 ***

Und sie gebar einen Sohn, einen Männlichen, der alle Nationen mit eisernem Stab hüten soll.

 

Es würden den Rahmen dieses Artikels sprengen auf jedes dieser Verhaltensweisen die Paulus nennt näher einzugehen, welche die christliche Liebe beeinflusst! Wer aber aufmerksam die Liste des Paulus liest, der kann sehr bald eine Übertretungen bei sich beim einen anderen Punkt feststellen! Wir sind gefordert weiter an uns zu arbeiten!

 

Paulus zeigt deutlich, dass die grösste der christlichen Eigenschaften die Liebe sein muss!

 

*** Rbi8  1. Korinther 13:13 ***

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größte aber von diesen ist die Liebe.

 

Glaube und Hoffnung sind notwendig, um das Aufrichten des Königreiches [B1] bis zum Ende [Bb] geduldig zu erwarten! Wenn aber die neue Verwaltung errichtet ist und das alte System sein Ende fand, dann bleibt nur noch die Liebe! Recht und Gerechtigkeit werden sich durch Liebe als gefestigt erweisen!

 

*** Rbi8  Jeremia 9:24 ***

Wer sich aber rühmt, rühme sich allein dessen: Einsicht zu haben und Erkenntnis von mir zu haben, daß ich Jehova bin, der liebende Güte, Recht und Gerechtigkeit auf der Erde übt; denn an diesen Dingen habe ich Gefallen“ ist der Ausspruch Jehovas.

 

Wenn wir wirkliche Einsicht haben und uns täglich darin üben das zu tun, was im Einklang mit der Liebe zu Gott und zum Nächsten steht, dann erst haben wir Grund zum Rühmen! Unser Lob sollte jedoch auf Gott und nicht auf uns selbst gerichtet sein!

 

5.1.2.4          Die andere Wange hinhalten?

Die Liebe die Jesus vorlebte ging in einigen Punkten weit über das hinaus, was das mosaische GESETZ von den fleischlichen Juden verlangte. Nur die agápe-Liebe vermag solches zu tun, weil wir verstandesmässig erkennen, dass dies schlussendlich die besten Resultate erbringt! In Wirklichkeit sprach Jesus von jener Liebe, welche der Vater zu den Menschen hegt, obwohl sie gegen ihn sündigen. Er möchte durch diese Liebe die grösste Zahl von ihnen dazu bringen Fehler zu erkennen und zu bereuen! (2.Pe 3:9)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:44-48 ***

Doch ich sage euch: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben und für die zu beten, die euch verfolgen, 45 damit ihr euch als Söhne eures Vaters erweist, der in den Himmeln ist, da er seine Sonne über Böse und Gute aufgehen und es über Gerechte und Ungerechte regnen läßt. 46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Steuereinnehmer dasselbe? 47 Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr da Besonderes? Handeln nicht auch die Leute von den Nationen ebenso? 48 Ihr sollt demnach vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

 

Dieses Gebot nach Vollkommenheit zu streben, so wie Jehova vollkommen ist, glauben Religionsführer, sei unmöglich zu erreichen. Warum aber befiehlt es dann Jesus? Nun, im Falle Jesus, so argumentieren sie, war er ja ein göttliches Wesen, Teil der dreieinigen Gottheit. Erst nach dem Tod, wenn gute Menschen in den Himmel kommen würden gäbe es Vollkommenheit. Ohne es zu bemerken klagen sie Jesus damit des Betruges an! Wenn jemand an einen anderen eine unerfüllbare Aufgabe stellt, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, so belügt er ihn! Aber auch Gott machen sie zum Lügner, als er sprach, dass Menschen im Ebenbild Gottes und im Abbild der Engel gemacht wären. Gott selbst sah Sein Werk als gut an:

 

$R6A6FP0*** Rbi8  1. Mose 1:31 ***

Nach diesem sah Gott alles, was er gemacht hatte, und siehe, [es war] sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen, ein sechster Tag.

 

Menschen können durchaus Gottes Anerkennung erlangen! Paulus zählt im Kapitel 11 des Hebräerbriefes eine Wolke treuer Zeugen auf, die seit Abel alle Gottes Willen erfüllt hatten! Abraham, Isaak und Jakob spielen eine herausragende Rolle. Die Apostel lebten später vor, dass Vollkommenheit nicht unerreichbar ist! Sie waren Menschen mit Schwächen und Ängsten wie wir sie haben, erreichten aber Gottes Anerkennung!

 

Jesus aber war ebenso vollkommen Mensch, kein Teil einer Dreieinigkeit, sondern sich seiner Sohnschaft Gottes völlig bewusst! Er verstand die Zusammenhänge, warum er als Mensch geboren werden musste, um genau dieselben Versuchungen, Ängste und Leiden durchzustehen, die wir alle durchmachen! So konnte er nachdem er alles in Treue durchgestanden hatte und nachdem er versucht worden war, aber nicht gestrauchelt war, ein vollkommen gemachter Hoherpriester für uns werden, um mit uns im kommenden Gericht massvoll zu verfahren!

 

*** Rbi8  Hebräer 5:1-3 ***

Denn jeder aus den Menschen genommene Hohepriester wird zugunsten der Menschen über die Dinge gesetzt, die Gott betreffen, damit er Gaben und Schlachtopfer für Sünden darbringe. 2 Er ist imstande, mit den Unwissenden und Irrenden maßvoll zu verfahren, da auch er von seiner eigenen Schwachheit umgeben ist, 3 und ihretwegen ist er verpflichtet, sowohl für sich selbst wie für das Volk Opfergaben für Sünden darzubringen.

 

Da Jesus aber keine Sünde begangen hatte musste er auch nicht vorab für sich selbst ein Opfer darbringen, sondern ausschliesslich für die Sünden seiner Söhne, der Apostel und all jener, die Glauben in ihn gesetzt haben! Jesus selbst weiss um die menschlichen Schwachheiten Bescheid!

 

*** Rbi8  Hebräer 9:11-14 ***                                                                                                                                                                         

Als jedoch Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, 12 begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte und erlangte eine ewige Befreiung [für uns]. 13 Denn wenn das Blut von Ziegenböcken und von Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf diejenigen gesprengt, die verunreinigt worden sind, in dem Maße heiligt, daß das Fleisch rein wird, 14 wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können?

 

http://www.chronologisches-bibelstudium.de/webdisk/files/steinigung_stephanus.jpgZuvor war ein Jude doch für begangenes Unrecht an ihm oder einem nahen Verwandten verpflichtet Rache nehmen: Er selbst musste sie ausführen oder es geschah durch den Richter (4.Mo 35:19; 4.Mo 35:9-15; 5.Mo 19:6). Oft war die ganze Gemeinde an der Exekution eines Schuldigen beteiligt. Die Steinigung war die im GESETZ festgelegte Todesstrafe, etwas das auf alle äusserst abstossend wirkte und den Sinn verfolgte jeden davon abzuhalten eine todeswürdige Tat zu vollbringen! (5.Mo 13:6-11) Mit dem Kommen des Christus und des neuen Bundes aber kamen neue Anweisungen:

 

*** Rbi8  Matthäus 5:38-42 ***

Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis dich für eine Meile zum Dienst zwingt, so gehe mit ihm zwei Meilen. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.

 

Gott selbst würde die Rache und Strafvollstreckung nun selbst durch Engel ausführen lassen! Das war schon zuvor mehrmals in Israel der Fall gewesen und später in der Apostelgeschichte kennen wir den Fall von Ananias und Sapphira! (Apg 5:1-11) Warum nun gab es einen solchen Wechsel im GESETZ? Christen sollten sich nicht weiter rächen, sondern lernen Unrecht zu erdulden und gar mit Liebe zu antworten. Es ist nicht leicht verständlich, aber Paulus gibt uns weitere Hinweise:

 

*** Rbi8  Römer 12:17-21 ***

Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Sorgt für die Dinge, die in den Augen aller Menschen vortrefflich sind. 18 Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden. 19 Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.“ 20 Doch „wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“. 21 Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.

 

Gott selbst würde für Unrecht zu seiner eigens festgesetzten Zeit Gericht [B2] halten und Rache nehmen! [B3] Es kam eine lange, fast zweitausendjährige Phase der Vorbereitung auf das neue System, wo Gottes GESETZ zwar weiterhin gültig wäre, aber die Ausführung von Strafen und des Todesurteils auf sich warten lassen würde!

 

Warum dies? Um jedem mehr als einmal die Chance zu geben von falscher Handlung umzukehren! Auf dessen Haupt wären diese guten Taten jener, die Gottes GESETZ lebten wie glühende Kohlen! Jener festgesetzte Tag aber, wo Jehova Sündern die nicht bereuten so lange er dazu Zeit einräumte Vergeltung zukommen lässt, dieser Tag steht nun bevor: Es ist der tausendjährige Gerichtstag, der mit dem Endgericht [B2] in Jesu Händen bei den Lebenden anfängt! Aber auch jeder später von den Toten Auferstandene Sünder wird demselben Gericht unterzogen werden! Dessen Sünden gehen mit ihm beim Tod, da sie ja in Gottes Strafregister als „Fluch“ eingezeichnet bleiben! Keiner wird somit der gerechten Strafe entweichen! Späte Befriedigung für alle die unschuldig leiden.

 

Lukas gibt denselben Text in Matthäus in leicht veränderter Form wieder. Achten wir auf das Detail!

 

*** Rbi8  Lukas 6:27-30 ***

Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Fahrt fort, eure Feinde zu lieben, denen Gutes zu tun, die euch hassen, 28 die zu segnen, die euch fluchen, für die zu beten, die euch beleidigen. 29 Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halte auch die andere hin; und dem, der dir dein äußeres Kleid wegnimmt, enthalte auch nicht das untere Kleid vor. 30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine wegnimmt, fordere [es] nicht zurück.

 

$R98DMH7Das eigene Gewissen jedes Christen sollte dadurch geschult werden und es wurde dem Schuldigen Zeit eingeräumt den Fehler wieder gut zu machen! Jesus Lehre war darauf gerichtet statt zum Tode zu verurteilen jemanden für das ewige Leben wieder zu gewinnen! Paulus zeigt dies an seinem eigenen Beispiel, wo er Christen zuerst verfolgt hatte und sie wie im Falle des Stephanus als mitverantwortlicher zum Tode verurteilt hatte und auch an der Steinigung Anteil hatte. Gott zeigte in seinem Falle Seine grosse Barmherzigkeit! (Apg 2:22, 23)

 

*** Rbi8  1. Timotheus 1:15-16 ***

Zuverlässig ist das Wort und verdient völlige Annahme, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten. Unter diesen stehe ich an erster Stelle. 16 Dennoch wurde mir deshalb Barmherzigkeit erwiesen, damit Christus Jesus vornehmlich durch mich seine ganze Langmut als Musterbeispiel für die zeigen könnte, die ihren Glauben zum ewigen Leben in ihn setzen werden.

 

Das Musterbeispiel an Langmut und an Barmherzigkeit zeigte Jesus durch die Bekehrung des Saulus und seine Veränderung zum Paulus! Er wurde ihm dadurch zu einem auserlesenen, wertvollen Gefäss!

 

Bedeutet dies, dass Christen anderen Christen alles vergeben und verzeihen sollten? Nur bedingt! Den Christen müssen das „GESETZ des Christus“ selbst befolgen! Wer sündigt und reuelos bleibt muss Strafe innerhalb der Versammlung tragen!

 

(Vergleiche NESLETTER „DER WEG“ vom Juni 2006; Artikel: 5.9.3  Gibt es Limiten beim Vergeben? )

 

 

5.1.3           Wo sich Liebe in Rückweisung und gar Hass verwandeln soll

 

5.1.3.1          Disziplinieren und selbst „hassen“ bilden Bestandteil von „agápe“!

Wir sollten die Skala der Liebe ein wenig tiefer unter die Lupe nehmen! Die höchste Form der Liebe ist die grundsatztreue Liebe, die selbst Feinde mit einbezieht und uns zu deren Wohl handeln lässt. Was viele Menschen jedoch erstaunt ist, dass Gott von uns auch verlangt gewisse Dinge und Handlungsweisen von Personen zu hassen! Da Hass das Gegenteil von Liebe bedeutet, ist es auf derselben Skala zu suchen, bloss am anderen Ende! Grundsatztreuer Liebe steht somit ein ebenso grundsatztreuer Hass gegenüber.

 

*** Rbi8  5. Mose 12:31-32 ***

Du sollst nicht so handeln gegenüber Jehova, deinem Gott, denn alles, was für Jehova verabscheuungswürdig ist, was er wirklich haßt, haben sie für ihre Götter getan, denn sogar ihre Söhne und ihre Töchter pflegen sie ihren Göttern im Feuer zu verbrennen. 32 Jedes Wort, das ich euch gebiete, solltet ihr sorgfältig tun. Ihr sollt nichts hinzufügen noch davon wegnehmen.

 

Wir tun gut daran, Gottes Wort Aufmerksamkeit zu schenken und bestimmt nichts davon wegzulassen!

 

Bestimmt wäre es höchst unklug das zu lieben, was Jehova selbst verabscheut! Satan und die Dämonen, die sich uns gern in Form von zu verehrenden Götzen darstellen, sie bringen Personen dazu, das zu tun, was Jehova verabscheut! Sie sind Meister in der Irreführung! Paulus warnte daher Timotheus:

 

(1. Timotheus 4:1, 2)  Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben, 2 durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, …

 

Wer an die Beschreibung der Situation vor der Sintflut denkt, wo Engelsöhne sich Frauen nahmen, so wie jene sie sich erwählten, dann können wir leicht eine Verbindung zur heutigen Flut von Pornographie herstellen! Auch jenem Geschlecht der „Starken“, den hybriden Nephilim begegnen wir heute in einer neuen Form! Es sind Menschen, die sich als Götter hoch über jeder Anweisung und jedem Verbot Jehovas sehen! Bedenken wir an all die „Sterne“ am Himmel Hollywoods, den Rock- und Heavy-Metall Gruppen, organisierter Prostitution und Kriminalität, Rauschgiftringen und Mafia, usw., usw., usw., die sich alle um göttliches Recht in Nichts scheren. 

 

http://www.idea.de/typo3temp/_processed_/csm_embryos_idea_kairospress14_f787e8ebb8.jpgDie erdenweit rund 50 Millionen Abtreibungen jährlich, welche allzu oft als Konsequenz aus liberalem Sex heraus ausgeführte Morde sind, diese sind deutlich zu verurteilen. Sie lassen sich durchaus auf derselben Stufe mit der Kindsopferung gegenüber dem Gott Moloch in Kanaan vergleichen! Dahinter stehen Ärzte, Krankenschwestern und Krankenkassen, staatliche Gesetzgeber, Religionsführer die es stillschweigend tolerieren, die alle dazu beitragen, dass alles so weiter geht! (1.Mo 6:1-3)

 

Wir müssen somit aus Liebe zu Jehova auch lernen jene Dinge zu hassen, die Er hasst!

 

Jesus zeigte bei verschiedenen Gelegenheiten, dass er die Feinde Jehovas nicht liebte, nein, er disziplinierte sie hart und öffentlich! Dazu zählten die Schriftgelehrten, Pharisäer, Sadduzäer und Anhänger des Herodes, die ihn zum Straucheln veranlassen wollten! Als Gruppe verabscheute er sie und nannte sie Heuchler und Otternbrut (Mat 23 insg. 6x Heuchler; Mat 12:34; 23:33). Er drohte ihnen selbst die ewige Vernichtung in der Gehenna an! (Mat 23:15) Jene Männer sündigten bewusst und willentlich gegen Gottes heiligen Geist, während jene Soldaten, die ihn schlussendlich am Stamm töteten dies aus Unwissenheit und aufgrund Schwachheiten und falscher Loyalität gegenüber ihrer „obrigkeitlichen Gewalt“ taten, indem sie die Befehle der Verantwortlichen widerspruchslos ausführten. Um jener zweiten Gruppe willen bat Jesus den Vater ihnen zu vergeben, nicht aber den Anstiftern! Auch Paulus gehörte zu jenen die Verführt worden waren den Mord an Stephanus zu vollführen! Zudem kennzeichnete Jesus jene Anführer als „Samen der Schlange“, als Lügner, als Totschläger und als Kinder Satans. (Mat 15:12-14; 21:33-41, 45, 46; 23:33-35; Mar 7:1-13)

 

http://com-on-online.com/wp-content/uploads/2014/07/a_Der-Totschlaeger.jpg (Johannes 8:42-47)  Jesus sprach zu ihnen: „Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und bin hier. Auch bin ich ja nicht aus eigenem Antrieb gekommen, sondern jener hat mich ausgesandt. 43 Wie kommt es, daß ihr nicht versteht, was ich rede? Weil ihr nicht auf mein Wort hören könnt. 44 Ihr seid aus eurem Vater, dem Teufel, und nach den Begierden eures Vaters wünscht ihr zu tun. Jener war ein Totschläger, als er begann, und er stand in der Wahrheit nicht fest, weil die Wahrheit nicht in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er gemäß seiner eigenen Neigung, denn er ist ein Lügner und der Vater der [Lüge]. 45 Weil ich dagegen die Wahrheit sage, glaubt ihr mir nicht. 46 Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Somit differenzierte Jesus durchaus Liebe zu seinen Feinden und Hass zu jenen, die Jehova widerstehen, obwohl sie dessen Namen nennen mögen oder heute nach Christus benannt werden! (Mat 7:21-23)

 

*** Rbi8  Sprüche 6:16-19 ***

Sechs Dinge gibt es, die Jehova wirklich haßt; ja sieben sind Dinge, verabscheuungswürdig für seine Seele: 17 hohe Augen, eine falsche Zunge und Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18 ein Herz, das schädliche Pläne schmiedet, Füße, die eilends zum Schlechten hinlaufen, 19 ein falscher Zeuge, der Lügen vorbringt, und jeder, der Streitigkeiten unter Brüdern entfesselt.

 

Wer diese sieben Dinge wirklich hasst und aus seinem Leben fern hält ist für Gott annehmbar, wer sie aber tut, sollte auch von uns zurückgewiesen werden, wenn er seine Handlungsweise nicht korrigiert! Das zu lieben, was Jehova verabscheut wird uns sonst seine harte Zurückweisung einbringen! (Tit 3:9-11)

 

1)   Stolz: Jedes übermässige Selbstbewusstsein über unsere Fähigkeiten, unseren Besitz, unseren Stand kann zur Überheblichkeit führen. Stolz kommt vor dem Sturz! (Spr 16:18; 17:19; 18:12)

2)   Lügner: Jehova ist ein Gott der Wahrheit. Jede Form der Lüge, was auch die Verheimlichung der Wahrheit gegenüber solchen beinhaltet, die sie wissen müssten, ist für Gott verabscheuungswürdig! (Ps 50:17; Jer 23:30; Mat 5:37; Joh 8:42-47; Off 14:5)

3)   Mörder: Gott fordert das Blut eines Unschuldigen von jenen zurück, die es vergossen haben! Wer mit Absicht oder Hinterlist jemanden tötet, muss Gott dafür Rechenschaft geben! Abtreibung gehört zu Mord am Unschuldigsten! (1.Mo 4:10; 9:5, 6)

4)   Schadenstifter: Schädliches Planen ist mit dem Gebot verbunden: „Du sollst nicht begehren“. Wer etwas plant, um anderen Schaden zuzufügen handelt direkt gegen das Gebot den Nächsten zu lieben, selbst den Feind! Dies ist nicht gleichbedeutend wie einen Sünder der gerechten Strafe zuzuführen! (Ps 140:2; Spr 17:4; Zeh 3:1-4)

5)   Mittäterschaft: Wer einen Menschen beim Begehen einer Tat sieht oder begleitet, die Gottes GESETZ deutlich missbilligt, er wird auch nur schon durch sein Schweigen und stilles Tolerieren zum Mittäter. Auch er hat Gottes Hass und Missbilligung auf sich! Wir sind verpflichtet Gesetzesübertretung aufzudecken! (3.Mo 19:17, Mat 18:15-18; 1.Joh 5:16)

6)   Falsche Zeugen: Wer in Kenntnis der Wahrheit eines bestimmten Geschehnisses ist, aber aus irgendwelchen Gründen sein Zeugnis verändert, zum Schutz oder Vorteil eines Dritten oder seiner selbst, der zieht sich Gottes Verurteilung zu! Ihm gebührt gemäss GESETZ dieselbe Strafe die auf das Vergehen selbst festgesetzt wurde! (2.Mo 23:1-3; 5.Mo 5:20; Spr 19:28; Mk 14:55-57)

7)   Sektarismus: Jede Form von Abspaltung von der biblischen Grundlehre die unter Brüdern zu Streit führen, sie werden von Jehova als siebte, als verabscheuungswürdige Tat gebrandmarkt (Apg 5:17, 18).

 

http://www.kuhnert.ch/buecher/ts/img/TSmusssein.jpgJehova zeigte seine Liebe (agápe) zu Israel als König, indem er all diese Punkte während der vierzig Jahre in der Wildnis stets durch seinen Engel zurechtbringen liess. Je nach Art der Übertretung konnte dies ein veränderliches Strafmass sein, von eine Zurechtweisung durch Moses oder bis hin zur Verhängung und Ausübung zur Todesstrafe beinhalten!

 

Viele Menschen sehen in der Todesstrafe eine Lieblosigkeit oder gar ein Verstoss gegen die Menschenrechte. Ihnen entgeht aber der Zusammenhang zu göttlichem Recht und Gottes Ansicht über Leben! Leben ist nicht ein unbedingtes Recht, das wir besitzen, wie es die UNO-Charta erscheinen lässt! Leben ist ein Geschenk Gottes, das er jederzeit zurückfordern kann! Wer das Leben anderer bewusst in Gefahr bringt oder es gar auf bösartige Weise verunmöglicht oder auslöscht, der muss die Konsequenz bezahlen durch Hingabe des eigenen Lebens! „Ihr sollt das Böse aus Israel auslöschen“ lautet der deutliche Befehl Jehovas! (5.Mo 17:2-7)

 

Jehova brachte dadurch sein eigenes Volk zurecht. Es ist Pflicht eines jeden Vaters seine Kinder und seine Frau gemäss Gottes Richtlinien zurecht zu bringen (Tit 1:5, 6; 3:4, 5).

 

*** Rbi8  5. Mose 8:5 ***

Und du weißt wohl in deinem eigenen Herzen, daß Jehova, dein Gott, dich zurechtgebracht hat, so wie ein Mann seinen Sohn zurechtbringt.

 

Jehovas Liebe beinhaltet somit Zurechtbringung! Der Schreiber des Bibelbuches Sprüche zeigt deutlich den Zusammenhang von Liebe und Zurechtweisung durch Disziplinierung:

 

*** Rbi8  Sprüche 3:11-12 ***

Die Zucht Jehovas, o mein Sohn, verwirf nicht; und seine Zurechtweisung widere dich nicht an, 12 denn wen Jehova liebt, den weist er zurecht, ja wie ein Vater einen Sohn, an dem er Gefallen findet.

 

Paulus gibt einen ganz ähnlichen Zusammenhang im Brief an die Hebräer bekannt! Gottes Richtlinien für Israel sind dieselben geblieben auch für das geistige Israel, die Christen!

 

*** Rbi8  Hebräer 12:5-6 ***

Mein Sohn, achte [die] Zucht von Jehova nicht gering, noch ermatte, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst; 6 denn wen Jehova liebt, den züchtigt er; ja er geißelt jeden, den er als Sohn aufnimmt.“

 

Jesus erlitt Geisselungen, Hohn und Spott bevor er unschuldig an einen Stamm genagelt starb! Diese Striemen hätten eigentlich uns gegolten, die wir alle in der einen oder anderen Form Gottes Normen übertreten haben! Jehovas Züchtigung umfasst somit durchaus auch körperliche Züchtigung! Damit aber widerspricht die Bibel der Auffassung moderner Erziehungswissenschaftler und der Pädagogik, die körperliche Züchtigung generell missbilligt. Offensichtlich war der Missbrauch all dieser Strafformen durch jene welche die Macht gerade innehatten zu allen Zeiten sehr gross!

 


 

(Vergleiche Grafik: 5.2  Reue und Sündenvergebung)

 

5.1.3.2          Fehlgeleitete Liebe erkennen und meiden

Oft glauben wir, dass eine bestimmte Verhaltensweise für Jehova annehmbar sei. Erst eine genaue Erkenntnis der göttlichen Aussagen bringt uns zur Einsicht, dass Jehova gewisse heute durchaus übliche Verhaltensweisen nicht toleriert! Wir begeben uns dadurch in Gefahr uns aus Gottes Liebe zu entfernen! Jesus sagte deutlich, dass nur wer seine Gebote hält, jener in seiner und des Vaters Liebe verbleibe! Darum warnt Johannes in seinem ersten Brief davor, unsere Liebe in Dinge oder Verhaltensweisen dieser Welt zu setzen, die Gott jedoch missbilligt.

 

http://www.jesus-christus-erloesungsweg-zum-ewigen-leben.de/media/images/06-4.jpg*** Rbi8  1. Johannes 2:15-17 ***

Liebt nicht die Welt noch die Dinge in der Welt. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; 16 denn alles in der Welt — die Begierde des Fleisches und die Begierde der Augen und die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat — stammt nicht vom Vater, sondern stammt von der Welt. 17 Überdies, die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.

 

Christen dürfen die Welt noch die Dinge dieser Welt lieben. Es ist an uns festzustellen, wo die Grenzlinie zu ziehen ist, ob eine gewisse Sache eindeutig oder auch nicht ganz eindeutig mit diesem System der Dinge in Verbindung steht und daher von Jehova abgelehnt wird! Johannes gibt nur Anhaltspunkte: „Die Begierde des Fleisches“ ist ein Hinweis, „… der Augen“, die „auffällige Zurschaustellung der Mittel“ zum Lebensunterhalt. Paulus beschreibt im Brief an die Galater, welche Werke des Fleisches damit in Verbindung stehen:

 

*** Rbi8  Galater 5:19-21 ***

Nun sind die Werke des Fleisches offenbar, und sie sind: Hurerei, Unreinheit, zügelloser Wandel, 20 Götzendienst, Ausübung von Spiritismus, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Wutausbrüche, Wortzänkereien, Spaltungen, Sekten, 21 Neidereien, Trinkgelage, Schwelgereien und dergleichen Dinge. Vor diesen Dingen warne ich euch im voraus, so wie ich euch im voraus gewarnt habe, daß die, die solche Dinge treiben, Gottes Königreich nicht erben werden.

 

Verbinden wir somit die Warnung des Johannes mit der Aufzählung des Paulus ist das Spektrum dessen, was wir meiden sollen bereits deutlicher abgesteckt! Wer Liebe zu solchen Dingen hat wird Gottes Königreich nicht ererben. Johannes warnt zu Recht: „Überdies, die Welt vergeht und ebenso ihre Begierde, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt immerdar.

 

5.1.3.3          Die ungebührliche Liebe zu den Mitteln des Unterhalts

Johannes erwähnt noch den Punkt: „Die auffällige Zurschaustellung der Mittel, die jemand zum Leben hat“. Der Jünger Jakobus schreibt zum selben Thema, das in Verbindung mit Habsucht steht:

 

*** Rbi8  Jakobus 4:13-17 ***

Kommt nun, ihr, die ihr sagt: „Heute oder morgen wollen wir in diese Stadt reisen und wollen dort ein Jahr zubringen, und wir wollen Geschäfte treiben und Gewinn machen“, 14 wobei ihr nicht wißt, was euer Leben morgen sein wird. Denn ihr seid ein Dunst, der für eine kleine Weile erscheint und dann verschwindet. 15 Statt dessen solltet ihr sagen: Wenn Jehova [[der Herr, Jesus]] will, werden wir leben und auch dies oder jenes tun.“ 16 Nun aber setzt ihr euren Stolz in eure anmaßenden Prahlereien. All dieses Stolzsein ist böse. 17 Wenn daher jemand weiß, wie er das tun soll, was recht ist, und es doch nicht tut, so ist es ihm Sünde.

 

Sich ein gesichertes Leben aufzubauen ist bestimmt mit gewissen Vorteilen verbunden! Wir sollten aber auch die Risiken nicht ausser Acht lassen! Seine Liebe aber vorweg den materiellen Dingen zu widmen, – ob jemand nun reich oder arm ist, – zeugt bestimmt nicht von Klugheit! Er teilt ja die Liebe die Gott gehören sollte mit dem Mammon. Reichtum aber bringt stets auch Sorgen mit sich! Paulus zeigt, dass Geldliebe die Wurzel für vielerlei Schädliches darstellt!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 6:10 ***

Denn die Geldliebe ist eine Wurzel von schädlichen Dingen aller Arten, und indem einige dieser Liebe nachstrebten, sind sie vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst mit vielen Schmerzen überall durchbohrt.

 

Statt sich mehr und mehr Geldmittel, Güter und angenehme Dinge aufzuhäufen würden solche Personen besser ihre Nächstenliebe unter Beweis stellen, indem sie anderen aktive Hilfe direkt zukommen lassen. Schenkungen und grosszügige Spenden an Religionen machen nur jene Empfänger reicher, die ihrerseits Mammon aufhäufen und zur Schau stellen und damit auftrumpfen, welch grossartige Werke sie vollbringen (Mat 7:21-23). Jesus riet im Gegensatz dazu:

 

$RI1912S*** Rbi8  Lukas 16:9-13 ***

Auch ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Reichtum, damit, wenn dieser versagt, sie [[(die geringsten der Brüder Jesu, der 144.000)]] euch in die ewigen Wohnstätten aufnehmen. 10 Wer im Geringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht. 11 Wenn ihr euch also in Verbindung mit dem ungerechten Reichtum nicht als treu erwiesen habt, wer wird euch das Wahre anvertrauen? 12 Und wenn ihr euch in Verbindung mit dem, was einem anderen gehört, nicht als treu erwiesen habt, wer wird euch das Eure geben? 13 Kein Hausknecht kann ein Sklave zweier Herren sein; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Sklaven Gottes und des Reichtums [[(Fn: Mammon)]] sein.“

 

Jesus spricht davon Freunde zu machen bei jenen, welche uns „in die ewigen Wohnstädten“ aufnehmen können. Die Rede ist von denen, die einmal Priesterkönige auf der Erde sein könnten oder denen dienen werden! Wir wissen längst, dass dies nicht Eingang in den dritten „Himmel“ Gottes bedeutet, sondern mit dem ewigen Leben auf der Erde in Verbindung steht! Wer nun kann andere in die „ewigen Wohnstätten“ aufnehmen? Vorab sind es die Apostel! Treue Verwalter in den Versammlungen verspricht Jesus sie über Städte im kommenden System zu setzen und den Namen des neuen Jerusalem auf sie zu schreiben! „Wer siegt — ihn will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird auf keinen Fall mehr [aus ihm] hinausgehen, und ich will den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommt, und diesen meinen neuen Namen auf ihn schreiben. Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.“ (Off 3:12, 13)

 

Oft sind dies in Kleinversammlungen Personen, die sich ganzherzig ihrer Aufgabe widmen, selbst aber oft am Rande der Not stehen. Sie leben nicht vom „Zehnten“ wie in den Religionen des Protestantismus oder mit einer festen Besoldung aus Steuergeldern, wie oft in der Katholischen Kirche. So wie die Versammlung der Philipper einmal und ein anderes Mal Paulus mit dem Lebensnotwendigen versorgten, so sollte die Versammlung auf die Bedürfnisse jener achten, die sich in Wort und Tat um die anderen kümmern! (Phi 4:15, 16) Andererseits rät Paulus mit geringen Dingen sich zufrieden zu geben:

 

*** Rbi8  Hebräer 13:5-6 ***

[Eure] Lebensweise sei frei von Geldliebe, indem ihr mit den vorhandenen Dingen zufrieden seid. Denn er hat gesagt: „Ich will dich keineswegs im Stich lassen noch dich irgendwie verlassen“, 6 so daß wir guten Mutes sein können zu sagen: „Jehova [[(der Herr (Jesus)]] ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann mir ein Mensch antun?

 

Statt Geldliebe sollten Christen sich um Selbstgenügsamkeit bemühen. Damit kommt ein Vertrauen auf Gott und unseren Helfer Jesus Christus zum Tragen, das uns auch in schwierigen Situationen stark werden lässt! Unser Helfer als Christen ist Jesus, in seinem Namen nur dürfen wir uns Gott nahen. Johannes schrieb diesbezüglich: „Meine Kindlein, ich schreibe euch diese Dinge, damit ihr keine Sünde begehen mögt. Und doch, wenn jemand eine Sünde begeht, so haben wir einen Helfer beim Vater, Jesus Christus, einen Gerechten.“ (1.Joh 2:1)

 

5.1.3.4          Hass gegenüber allem Nichtsnutzigen

Jede Art von Spiritismus ist eine Form sich Nichtsnutzigem zu widmen. Im Psalm 110, Vers 1 erklärt David, dass er in unversehrter Lauterkeit wandelt. Indem wir unsere Liebe in Gottes Wort, in das durch die Propheten Aufgezeichnete und in das durch die Apostel Vermittelte setzen, kommen wir nicht in die Gefahr auf „Abtrünnige“ zu hören. Die meisten Kirchen bezeichnen damit solche, die sich ihren Lehren widersetzen. Damit setzen sie sich auf dasselbe Niveau wie die Bibel selbst, obwohl sie ihrer Aussage in vielerlei Beziehung widersprechen! 

 

Das Wort „Abtrünnige“ aber wird aus der Sicht der Bibel auf jene angewandt, welche Gottes Wort verlassen haben, um anderslautende Lehren aufzustellen, die eine „veränderte gute Botschaft“ verkünden! Dabei ist unwichtig, welcher Teil falsch gelehrt wird oder was herausgeschnitten oder zugefügt wurde! Aus diesem Blickwinkel sind alle Religionen „Babylons der Grossen“ Abtrünnige, eine wahre Verwirrung an Irrlehren! David, als Psalmist erklärt:

 

Studium 2.001*** Rbi8  Psalm 101:2-3 ***

Ich werde mir kein nichtsnutziges Ding vor Augen stellen.

Das Tun der Abtrünnigen habe ich gehaßt;

Es haftet mir nicht an.

 

Der Schreiber der Sprüche zeigt weiter, dass uns die Liebe zu Jehova dazu bringt, das Böse zu verabscheuen, ja zu hassen, ebenso wie Jehova dies tut. Darunter ist Selbsterhöhung einzuordnen, auch diejenige, wo wir Ehre von anderen annehmen anstatt der Ehre zu harren, die schlussendlich von Gott kommt. Darunter zählt die Titelsucht innerhalb der Christenheit! (Mat 13:57; Joh 5:39-44)

 

*** Rbi8  Sprüche 8:13 ***

Die Furcht Jehovas bedeutet das Böse hassen. Selbsterhöhung und Stolz und den schlechten Weg und den verkehrten Mund habe ich gehaßt.

 

Stolz verhindert, dass wir auf Korrektur achten. Wer Gottes GESETZ in kleinen Dingen verlässt ist in Gefahr auch in grossen Dingen davon abzuweichen! Gott hasst zudem jede Art von Lüge, den „verkehrten Mund“, der Dinge äussert die nicht im Einklang mit Wahrheit stehen. Jeder ist verpflichtet seinen Glauben zu überprüfen, was ein Hinterfragen bedingt!  

 

https://www.buchfreund.de/covers/10876/3084337.jpg(Matthäus 5:19)  Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden.

 

Auch Sentimentalität oder enge Familienbande können ein Hindernis darstellen, welches Korrektur und Disziplin verhindert. Der Hohepriester Eli liess seinen Söhnen Handlungen durchgehen, die strenge Zurechtweisung erfordert hätte! Darum brachte Jehova den Hohepriester Eli und seine Söhne zu Tode. (1.Sam 2:22-25)

 

Kinder benötigen unsere Liebe in besonderem Mass. Wir müssen dabei ausgeglichen sein! Da Kindern vorab die Erfahrung fehlt und sie die Anwendung gerechter Massstäbe im eigenen Leben zuerst erlernen müssen, so gilt es sie in Liebe aber in Bestimmtheit zu erziehen und zurechtzubringen, wobei Gottes Massstab im Vordergrund stehen muss.

 

*** Rbi8  Sprüche 22:15 ***

Torheit ist an das Herz eines Knaben geknüpft; die Rute der Zucht ist das, was sie von ihm entfernen wird.

 

Torheit ist das Gegenteil von weisem Handeln! Die „Rute der Zucht“ beinhaltet verschiedene Formen von Zurechtweisung. Sprüche 12:1 sagt: „Wer Zucht liebt, der liebt Erkenntnis, wer aber Zurechtweisung haßt, ist vernunftlos.“ Und  in Sprüche 13:24 wird ergänzt: „Wer seine Rute zurückhält, haßt seinen Sohn, wer ihn aber liebt, der sucht ihn sicherlich heim mit Züchtigung.“ Bestimmt stossen diese Ratschläge bei modernen Pädagogen auf Vorbehalte. Sie waren aber und bleiben angebracht bei all denen, die Gottes Anerkennung erlangen möchten! Der Unbarmherzige dagegen wird Unbarmherzigkeit ernten! Wir müssen mit Unterscheidungsvermögen handeln!

 

5.1.3.5          Die Liebe ist nicht leichtgläubig, sondern überprüft durchaus!

Die Liebe ist auch nicht leichtgläubig. Davon leben die Kirchen sehr gut und die Armen dieses Systems werden ständig ärmer! Viele sind überzeugt, dass aus dem Mund eines Priesters keine Lüge kommen könnte. Sie geniessen damit einen Vorschuss auf Vermittlung von Wahrheit. Johannes aber warnt in seinem ersten Brief deutlich vor den „falschen Propheten“ und den „falschen Lehrerninnerhalb der Christengemeinschaft!

 

http://www.taz.de/picture/213424/948/1605kirchedapdneu.jpg*** Rbi8  1. Johannes 4:1 ***

Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.

 

Auch Dämonen inspirieren! Paulus spricht öfters von „falschen Aposteln“ und „falschen Lehrern“ und rät ebenso zur Nachprüfung. Er spricht zu reifen Christen, die das Unterscheiden von wahrer und falscher Aussage gelernt haben! Die Liebe zur Wahrheit steht hier im Vordergrund. In Beröa fand er Juden, die seine Aussagen darüber überprüften, ob Jesus wirklich der vorhergesagte Messias, der Christus gewesen sei. Dazu war ein tägliches Forschen in den Schriften notwendig!

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:11 ***

Diese nun waren edler gesinnt als die in Thessalonich, denn sie nahmen das Wort mit der größten Bereitwilligkeit auf, indem sie täglich in den Schriften sorgfältig forschten, ob sich diese Dinge so verhielten.

 

Die Liebe zur Wahrheit lässt uns reagieren, wenn wir sie erkennen können und aktiv Irrtum und Lüge zurückzuweisen, weil diese nur versklaven!

 

5.1.3.6          Liebe der religiösen Führer zu der Ehre von Menschen und deren Lieblosigkeit gegenüber Wahrheit

Eine weitere Liebe, der viele Menschen nachstreben, welche die Bibel aber deutlich verurteilt, ist das Streben nach Titeln, nach Ehre und Anerkennung von Menschen! Sie beachten dabei oft nicht, dass sie sich dadurch zu jenem Teil gesellen, den Gott bereits deutlich verurteilt hat! Jesus gab darin das vollkommene Beispiel!

 

$RQ81OMY(Johannes 5:41-44)  Ich nehme nicht Ehre von Menschen an, 42 aber ich weiß wohl, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, doch ihr nehmt mich nicht auf; wenn jemand anders in seinem eigenen Namen käme, so würdet ihr diesen aufnehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, wenn ihr voneinander Ehre annehmt und nicht die Ehre sucht, die vom alleinigen Gott kommt?

 

Ehre von Menschen, Rang und Titel sind in Gottes Augen von keinem Wert! Jesus hatte keinen Rang und Titel in diesem System und erfüllte trotzdem die an ihn von Gott gestellte Aufgabe!

 

Viele Priester, Älteste oder Pastoren in christlichen Religionsgemeinschaften möchten aus ehrlicher Überzeugung Gott und den Menschen dienen! Durch gewisse Umstände haben sie sich an die eine oder andere Glaubensgemeinschaft in der Überzeugung gebunden, dass jene die Anerkennung Jesu und Gottes geniessen würden. Viele Handlungen und Aussagen mögen dies scheinbar bestätigen. Stets aber, wenn Offenbarung 18:4 „Geht aus ihr hinaus, mein Volk“ erwähnt wird, steigt in vielen dieser Köpfe die ängstliche Frage auf: „Und meine Kirche: Bildet sie nicht doch auch Teil ‚Babylons der Grossen‘?“ Natürlich verneint jede Kirche dies und sieht sich ausserhalb jenes Gebildes. Ein objektives Prüfen aber zeigt eindeutig, welches Gottes Gedanken sind!

 

(Vergleiche Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

Bedenken wir dabei, dass Jesus selbst die theokratischen Religionsführer seiner Tage als Gesamtes verurteilt hatte. Dabei war bestimmt nicht alles falsch, was jene lehrten oder taten! Aber im Gesamten hatten sie sich weit von Jehova entfernt. Wenn dies auf die jüdische Theokratie zutraf, wie viel mehr auf unsere heutigen christlichen Namen-Religionen? 

 

*** Rbi8  Matthäus 23:6-8 ***

Sie haben gern den hervorragendsten Platz bei Abendessen und die vorderen Sitze in den Synagogen 7 und die Begrüßungen auf den Marktplätzen und daß die Menschen sie Rabbi nennen. 8 Ihr aber, laßt euch nicht Rabbi [[( = „Lehrer“)]] nennen, denn einer ist euer Lehrer, während ihr alle Brüder seid.

 

Ehre von Menschen anzunehmen bedeutet gegenüber jenen, welche die Ehre vergeben abhängig zu werden! Jesus und die Apostel zeigten sich als vollkommen unabhängig von jeder Religionsstruktur! Jesus zeigte im Streit darum, wer an Jesu Seite sitzen dürfe, dass dies nur vom Vater her bestimmt würde, was noch in Zukunft liegt.

 


  

(Vergleiche Grafik: 3.1  Der geistige Tempel: Aufbau des Leibes des Christus)

 

Paulus spricht von der Freiheit, welche in Christenversammlungen herrscht und, dass sich niemand auch „nicht für eine Stunde“ von anderen für abtrünnige Lehren gefangen nehmen lassen sollte, welche die Aussagen Gottes missachten! Es gibt nur eine einzige unveränderte „gute Botschaft“, alle die davon abweichen sind gepanscht! Somit gibt es auch nur einen „Leib des Christus“! Es gibt nicht zwei oder gar viele „Häupter“, viele „Hohepriester“, sondern nur ein einziges „Haupt“ und einen einzigen Gott: Den Vater! (1.Kor 11:3; Eph 1:22; 4:14, 15)

 

*** Rbi8  Galater 1:6-9 ***

Ich wundere mich, daß ihr euch so schnell abbringen laßt von dem, der euch durch Christi unverdiente Güte berufen hat, zu einer andersartigen guten Botschaft. 7 Doch gibt es keine andere; nur sind da gewisse Leute, die euch Unruhe bereiten und die gute Botschaft über den Christus verdrehen wollen. 8 Aber selbst wenn wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als gute Botschaft verkündigen sollte außer dem, was wir euch als gute Botschaft verkündigt haben, er sei verflucht. 9 Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wer immer euch als gute Botschaft etwas verkündigt außer dem, was ihr angenommen habt, er sei verflucht.

 

Die Worte des Paulus sind deutlich und klar und hart! Er hasst das, was Jehova und Christus hassen: Lügenhafte, falsche Zeugen! Jede Religion wendet die Worte des Paulus auf die anderen religiösen Lehren an, ohne Bereitschaft zu zeigen gewisse eigene Lehren einer harten Prüfung zu unterwerfen! Paulus erklärt aber deutlich, dass „falsche Brüder“ von innen her den Teig sauer machen! Diese müssen wir am Beginn des Lehrgebäudes suchen, bei den Gründungs- und den jeweiligen Kirchenvätern! Paulus beschreibt deren Gründe:

 

http://www.bruderinfo-aktuell.de/wp-content/uploads/L%C3%BCgen-300x300.jpg*** Rbi8  Galater 2:4-5 ***

Doch wegen der falschen Brüder, die unauffällig hereingebracht wurden und sich einschlichen, um unsere Freiheit, die wir in Gemeinschaft mit Christus Jesus haben, zu belauern, damit sie uns vollständig versklaven könnten — 5 diesen gaben wir nicht nach durch Unterwerfung, nein, nicht für eine Stunde, damit euch die Wahrheit der guten Botschaft erhalten bliebe.

 

Solche „falschen Brüder“ wollen die Freiheit der Christenversammlungen unterminieren, um sie an sich zu reissen oder sie in grosse Religionsorganisationen einzupflanzen! Sie vergessen, dass dieses Einsammeln der Zerstreuten Aufgabe von „Spross“ ist und nicht Aufgabe einer Religion! Jesus spricht vom Hinausgehen aus „Babylon der Grossen“, nicht davon, sich mit ihr neu zu vereinigen!

 

In einer solchen Abhängigkeit von einer grossen Organisation befanden sich viele der jüdischen Vorsteher und Pharisäer im ersten Jahrhundert. Johannes erklärt, dass viele von ihnen Jesus als den Christus erkannt hatten, aber aus Angst vor ihren Führern und davor, aus der Synagoge (heb. = Versammlung) ausgeschlossen zu werden, den nächsten notwendigen Schritt nicht wagten. In der Offenbarung sagt Jesus warnend, dass „die Feiglinge draussen“ vom wahren Königreich des Vaters bleiben würden! (Off 21:8, 22:15)

 

*** Rbi8  Johannes 12:42-43 ***

Dennoch glaubten tatsächlich sogar viele von den Vorstehern an ihn, aber wegen der Pharisäer bekannten sie [ihn] nicht, um nicht aus der Synagoge ausgeschlossen zu werden; 43 denn sie liebten die Ehre von Menschen mehr als selbst die Ehre von Gott.

 

Die Liebe zur Wahrheit vieler ist der Liebe zur Ehre und der Angst aus der Gemeinschaft der jene angehören entfernt zu werden unterlegen! Dadurch stellte sich Kompromissbereitschaft ein, um mit Irrtum und Lüge leben zu können! Damit aber kam deutlich die Liebe zu Gott und die Liebe zu Christus zu kurz! Wer eher einer Lüge anhängt, wie der Wahrheit zum Durchbruch zu verhelfen, der hat im Königreich Gottes schlussendlich keinen Platz!

 

http://www.pilger-speyer.de/uploads/pics/19_Muehlstein1_Landry_1F.jpg*** Rbi8  Offenbarung 22:15 ***

Draußen sind die Hunde und die, die Spiritismus treiben, und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der einer Lüge zuneigt und sie verübt.‘

 

Gesetzlosigkeit und jede Form von Lüge können im „neuen Jerusalem“, der von Gott erwählten künftigen Verwaltung der Erde keinen Platz finden! Viele jener heutigen Kirchendiener ziehen es somit vor jetzt etwas mehr Ehre und Ruhe zu geniessen und es mit der Wahrheit oder göttlichem Recht nicht allzu genau zu nehmen und setzen dadurch für sich und für jene, die von ihnen geführt werden den Eingang in Gottes Königreich aufs Spiel zu! Weil sie dies wissen – sie lesen doch die Bibel – haben sie keine Entschuldigung!

 

(Matthäus 18:6)  Wer immer aber einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, straucheln macht, für den ist es nützlicher, daß ihm ein Mühlstein, wie er von einem Esel gedreht wird, um den Hals gehängt und er ins weite, offene Meer versenkt werde.

 

In der Endzeit warnt Paulus von einer Vervollkommnung in der Verführung der Menschen! Wir leben heute in dieser Phase! Er spricht vom „Menschen der Gesetzlosigkeit“, keiner Einzelperson, sondern einer Organisation, die innerhalb des christlichen Teils „Babylons der Grossen“ an herausragender Stelle steht!

 

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet; Kapitel: 14.10  Wodurch identifiziert Paulus „den falschen Propheten“ mit dem „Menschen der Gesetzlosigkeit“?)

 

*** Rbi8  2. Thessalonicher 2:9-12 ***

Doch ist die Gegenwart [[(das Kommen; das Erscheinen)]]] des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern 10 und mit jedem Trug der Ungerechtigkeit [[(Gesetzlosigkeit)]] für die, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, damit sie gerettet würden. 11 Und darum läßt Gott ihnen eine Wirksamkeit des Irrtums zugehen, damit sie der Lüge glauben, 12 so daß sie alle gerichtet werden, weil sie der Wahrheit nicht glaubten, sondern an Ungerechtigkeit Gefallen hatten.

 

Paulus stellt all jene, welche die „Liebe zur Wahrheit“ nicht annehmen, er spricht nicht von der offiziellen Wahrheit irgendeiner Religionsgruppe, sondern von der einfachen Wahrheit biblischer Lehre, die sich nicht widerspricht und die von jedem ehrlich gesinnten Menschen nachprüfbar ist!

 

5.1.3.7          Wo die Liebe zum Nächsten ein Ende findet

Salomo zeigt im Bibelbuch Prediger, dass für alle Dinge unter der Sonne eine bestimmte Zeit existiert! So existiert auch eine Zeit, während der wir vielleicht mit aller Ehrlichkeit einer Religion angehört haben mögen! Dann aber kam eine andere Zeit, wo wir Unwahrheit oder gar krasse Lüge bei jenen entdecken mussten, in welche wir zuvor volles Vertrauen hatten. Die Zeit „der Liebe“ kommt dadurch zu ihrem Ende, eine „Zeit des Hassens“ kommt, weil wir unmöglich das weiterhin zu lieben vermögen, was wir durch Erforschen und Abwägen als aus Gottes Sicht hassenswert einstufen müssen! Der Hass richtet sich nicht gegen Einzelpersonen, sondern gegen jenes System, jene die es anführen und bewusst Irrtum und Lüge verbreiten! Gott lässt sich bestimmt nicht mit Lügnern ein! Auch das hartnäckige Ablehnen dessen, was als Wahrheit erkannt werden könnte, ist eine Form der Lüge! 

 

http://wol.jw.org/de/wol/mp/r10/lp-x/w13/2013/1051*** Rbi8  Prediger 3:1-9 ***

Für alles gibt es eine bestimmte Zeit, ja eine Zeit für jede Angelegenheit unter den Himmeln: 2 eine Zeit zur Geburt und eine Zeit zum Sterben; eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit, um Gepflanztes auszureißen; 3 eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen; eine Zeit zum Abbrechen und eine Zeit zum Bauen; 4 eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen; eine Zeit zum Klagen und eine Zeit zum Herumhüpfen; 5 eine Zeit, Steine wegzuwerfen, und eine Zeit, Steine zusammenzubringen; eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, dem Umarmen fernzubleiben; 6 eine Zeit zum Suchen und eine Zeit, [etwas] als verloren aufzugeben; eine Zeit zum Aufbewahren und eine Zeit zum Wegwerfen; 7 eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen; eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden; 8 eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen; eine Zeit für Krieg und eine Zeit für Frieden. 9 Welchen Vorteil gibt es für den Tätigen in dem, woran er hart arbeitet?

 

In Harmagedon kommt Gottes Zeit zum Ausreissen und zum Töten. Bald darauf aber kommt für all jene die erhoffte Zeit um zu hüpfen, die ihr Vertrauen auf Gott und auf Jesus, und nicht in menschliches Organisationstalent setzten,! Alle diese Gegensätze scheinen während der letzten Generation dieses Systems zum Höhepunkt zu gelangen! Der Vorteil aber für den Tätigen kommt nur dort, wo sein Tun mit Gottes Willen im Einklang ist!

 

*** Rbi8  Psalm 139:21-22 ***

Hasse ich nicht die, die dich, o Jehova, aufs tiefste hassen,

Und empfinde ich nicht Ekel vor denen, die sich gegen dich auflehnen?

22 Mit vollendetem Haß hasse ich sie gewiß.

Sie sind mir zu wirklichen Feinden geworden.

 

Gottes Feinde, die ihn und seinen Christus durch ihre Worte und Werke verneinen, sie können nicht meine Freunde sein! Auch hier gibt es eine Zeit solche Menschen zu suchen und eine Zeit sie zu verwerfen! Es gibt viele Menschen die offensichtlich unbelehrbar sind!

 

*** Rbi8  Jesaja 26:10 ***

Auch wenn dem Bösen Gunst erwiesen werden sollte, wird er einfach nicht Gerechtigkeit lernen. Im Land der Geradheit wird er ungerecht handeln und wird nicht die Hoheit Jehovas sehen.

 

Der Tag aber, wo sich Gottes Feinde offenbaren werden hat sich genaht, er ist in Sicht gekommen! Jehova kennt nicht nur all jene, die ihn lieben, sondern auch die, welche ihn hassen!

 


 

(Vergleiche: Zeitband Ablaufschema „Harmagedons Endgericht“)

 

*** Rbi8  Psalm 21:7-9 ***

Deine Hand wird finden all deine Feinde;

Deine eigene Rechte wird finden, die dich hassen.

 9 Du wirst sie wie einen Feuerofen machen zu der für deine Aufmerksamkeit bestimmten Zeit [[]B3].

Jehova wird sie in seinem Zorn verschlingen, und das Feuer wird sie verzehren.

 

Die bestimmte Zeit, wo Gott seine Aufmerksamkeit seinen Feinden zuwendet ist gekommen: Der Zeitpunkt seiner Rache, die er nun während zweitausend Jahre gegen Christen die ihren Herrn verleugnen zurückgehalten hat. Im anderen Fall, gegenüber der Welt ist es seit der Sintflut und dem Turmbau Babels gar über viertausend Jahre!

 


 

(Vergleiche Grafik: 9.1  Anfang und Ende  Satans System der Dinge) 

 

 

5.1.4           Was bedeutet es Jesu Gebote zu halten, um in seiner Liebe zu bleiben?

 

5.1.4.1          Die Gebote Mose und die Gebote Jesu

Gibt es zwischen jenen beiden Geboten einen Unterschied? Ja, insofern, dass Jesus gewisse Gebote enger definiert hat, daher von Christen mehr gefordert wird als vom fleischlichen Israel! (Mat 5:20-48) Die Gebote sind bei Christen in lebendige Herzen zu schreiben: Die Beschneidung des Fleisches für sich allein ist von keinerlei Nutzen, erklärte Paulus! (Rö 2:25, 26)

 

Jesus hatte deutlich erörtert, dass er nicht gekommen war das GESETZ abzuschaffen, sondern um es zu erfüllen! Dadurch wurde Jesus zum Höhepunkt der GESETZES-Erfüllung: Das erste Mal das jemand das ganze GESETZ einhielt und somit Anspruch auf ewiges Leben mittels dieser Art von vollkommenen „Gesetzeswerken“ erwarb, durch Gottes- und Nächstenliebe!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202006/WEG%20ARTIKEL%202006/WEG%20Artikel%206.11.4-Dateien/image048.jpg *** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Jehovas Zeugen behaupten beispielsweise, dass Christen nicht einmal unter den zehn Geboten stehen würden. Das ist natürlich vollkommene Verdrehung von Jesu Worten, Verkündigung von Gesetzlosigkeit! Wie sonst würde Jesus verlangen, dass keines der geringsten Gebote gebrochen werden dürfe? Wie wird jemand Gebote lehren, welche zuvor abgeschafft wurden? Paulus dagegen redet von Aufrichtung des GESETES unter den Heidennationen: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz auf.“ (Rö 3:31) 

 

Wenn die Gebote gültig sind, was gab dem Konzil von Nicäa das Recht das 4.Gebot, dass Sabbatgebot durch den Sonntag zu ersetzen? Steht denn der Cäsar über Jehova Gott und befielt ihm, was zu tun ist?

 

Jesus gebot später, dass wir seine Gebote halten müssten! Das bedeutet, dass wir ausser dem mosaischen GESETZ, den Zehn Geboten und richterlichen Bestimmungen Gottes zusätzliche Auflagen zu erfüllen haben: Christen müssen einander lieben, wie Jesus uns geliebt hat und dies durch sein eigenes Hingeben seines Leibes unter Beweis stellte! Wir sollen selbst unsere Feinde lieben und so Menschen zur Umkehr bewegen! Wir müssen im Geist der Wahrheit verbleiben!

 

*** Rbi8  Johannes 14:15-17 ***

Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten; 16 und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, damit er für immer bei euch sei: 17 den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn weder sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch ist.

 

Da wir Jesus in jeder Form nachahmen sollen muss sich unser Hass auf jede Art Gesetzlosigkeit richten, welche gegen das göttliche GESETZ gerichtet ist! Das bedeutet, dass wir auch menschliche Gebote, die Gottes GESETZ zuwiderlaufen, nicht zu gehorchen haben, sondern sie wie Jesus dies tat, als das offenlegen, was sie in Wirklichkeit sind: Gesetzlosigkeit!

 

*** Rbi8  Hebräer 1:9 ***

Du [[(der Messias)]] hast Gerechtigkeit geliebt, und du hast Gesetzlosigkeit gehaßt. Darum hat dich [[(Jesus)]] Gott, dein Gott, mit [dem] Öl des Frohlockens gesalbt, mehr als deine Mitgenossen.“

 

http://bilder3.n-tv.de/img/incoming/crop14204326/9897575826-cImg_17_6-w282/328B2C005D3BF6DC.jpg Wer wird das tun und lieben, was Gott hasst? Wer menschliche Anweisungen, die Gottes Gebot zunichtemachen, höher als Gottes Anweisungen stellt, der macht sich selbst zu Gott! Wenn wir solchen Menschen und ihren Anweisungen folgen, so verbeugen wir uns sinnbildlich vor ihnen und anerkennen ihren angemassten göttlichen Charakter! Das würde uns zum Schaden sein, unabhängig davon, welchen Rang und welchen Titel dieses Systems jene aufzuweisen haben! (Lu 12:4, 5)

 

Unter einander sollten Christen ein vollkommenes Band der Einheit bilden! Innerhalb von Religionen herrscht hin und wieder auch ein erstaunlich festes Band von Einheit, unabhängig, welche Konfession es sei! Bei wahren Christen aber ist diese Einheit auf Wahrheit und Gerechtigkeit aufgebaut! Solche Art zwischenmenschlicher Einheit existiert aber auch in vielen totalitären Systemen und in gewissen Gross- und Kleinunternehmen. Erst aber die Verbindung Liebe, Wahrheit, Gerechtigkeit ergibt ein vollkommenes Band der Einheit zu JHWH und Seinem Christus!

 

*** Rbi8  Kolosser 3:14 ***

Außer allen diesen Dingen aber [kleidet euch mit] Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit.

 

Das Band der Liebe wird mit Unterscheidungsvermögen jene Dinge und Menschen aussondern, welche durch Gott gehasst werden, jene aber einschliessen, die fehlgeleitet sind und aus Unkenntnis falsch handelten aber Einsicht bekunden.

 

Unsere geistige Stärke erhalten wir durch Jesus, der in unserem sinnbildlichen Herzen wohnt, weil wir ihn als Vorbild angenommen haben. Indem wir uns mehr und mehr an seiner Form des Denkens und Handelns orientieren verwurzeln wir uns fest in Gott!

 

*** Rbi8  Epheser 3:14-19 ***

Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater, 15 dem jede Familie im Himmel und auf Erden ihren Namen verdankt, 16 damit er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit gewähre, mit Kraft durch seinen Geist gestärkt zu werden an dem Menschen, der ihr innerlich seid, 17 damit der Christus durch [euren] Glauben mit Liebe in eurem Herzen wohne, damit ihr verwurzelt und fest gegründet seid, 18 um völlig imstande zu sein, mit allen Heiligen zu begreifen, welches die Breite und Länge und Höhe und Tiefe ist, 19 und die Liebe des Christus zu erkennen, die die Erkenntnis übersteigt, damit ihr mit all der Fülle, die Gott gibt, erfüllt sein mögt.

 

Zusammen mit den Aposteln, wenn wir deren Lehren in die Tiefe studieren, sind Christen durchaus imstande diese Liebe des Christus immer besser zu verstehen! Das sind nicht heilige Geheimnisse, die für ein paar ausgesonderte, auserlesene Menschen, eine spezifische Priesterklasse oder „Gesalbte“ vorbehalten ist, welche durch Gott abgesondert wurden, sondern sie sollen jeden Christen erreichen, indem er sich um genaues Verständnis bemüht! Jeder Christ wurde in der Taufe mit heiligem Geist gesalbt, indem er sich dem „GESETZ des Geistes“ unterordnet hat! (1.Joh 2:19-21)

 

(Vergleiche Grafik: 1.2  Geistige Dinge: Einordnung von Erkenntnis in Raum und Zeit)

 

5.1.4.2          Die Liebe zur Welt und ihren Dingen ist Finsternis!

Da Jesus Licht auf Recht und Gerechtigkeit warf, religiöse Heuchelei offenlegte und selbst göttliches Recht stets den ersten Rang gab, deshalb haben wir ein perfektes Vorbild, um es nachzuahmen! Die heutigen christlichen Religionen zeigen jede Art von Durchsäuerung mit Mythen und menschlichen unnützen Überlieferungen. Besser tut jeder Christ damit, seine Erkenntnis anhand der Bibel zu vervollständigen.

 

Dazu muss er sich ein Gesamtbild der biblischen Aussagen erarbeiten! Das ist harte Arbeit, die aber jede Anstrengung lohnt! Er häuft sich dadurch geistige Dinge im Himmel auf, weil jeder unserer Gedanken dort eine Kopie hat! Selbst wenn wir sterben steht uns in der Auferstehung dieses Wissen wiederum wie ein Schatz zur Verfügung! Wir haben „Licht“, Erkenntnis, wir müssen aber darauf zugreifen!

 

*** Rbi8  Johannes 3:19-21 ***

Dies nun ist die Grundlage für das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, aber die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20 Denn wer schlechte Dinge treibt, haßt das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht gerügt werden. 21 Wer aber das tut, was wahr ist, kommt zum Licht, damit seine Werke als solche offenbar gemacht werden, die in Harmonie mit Gott gewirkt worden sind.“

 

Jesus war jenes Licht. Menschen liebten damals wie heute die Finsternis mehr, indem sie eher religiösen Überlieferungen Glauben schenken, wie selbst nachzuprüfen, ob dieser Glaube wirklich mit dem biblischen Fundament übereinstimmt! Es ist nicht so, dass die Religionsspitzen bereit wären ihre Lehren zu überdenken! Nein, sie werden eher tausend neue Lügen ausdenken, um ihr Versagen nicht einzugestehen, wie einen einzigen grundlegenden Irrtum zu verändern!

 


 

http://blog.ritmeyer.com/wp-content/uploads/2008/08/tm.jpg(Vergleiche auch noch Grafik: 9.5  Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen)

 

 „Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als tausend [anderswo].“ Der Psalmist zeigt deutlich, dass die Vorhöfe in Jehovas Tempel nicht durch irgendeine Religion dargestellt werden, sondern Reinheit zu Jehovas Lehre und Anforderungen bedeuten und damit Nähe zum Allerheiligsten. Der „Vorhof Israels“ hinter der Schirmwand des „Soreg“ durfte nur ein gesetzlich reinem Zustand betreten werden. Im innersten Bereich folgte der Vorhof der Priester.

 

http://1.bp.blogspot.com/-rHyOC7Pv4YI/UYJ9fhZdPFI/AAAAAAAAC0w/LcQzpDQMs0E/s1600/Psalm+84,+11.jpgAuch sind dabei zudem zeitliche Grenzen zu berücksichtigen, da ja laut dem Propheten Sacharja der „Spross Davids“ (Jesus) in Zusammenwirken mit dem gegenbildlichen Serubbabel (Stadthalter = 12 Apostel) und Josua (hohepriesterliche Helfer = „treue, verständige Sklaven“) den geistigen Tempel fertigstellen müssen. Dies steht eindeutig mit der Endzeit in Verbindung, den letzten dreieinhalb Jahren dieses Systems!

 

Die letzten lebenden „Steine“ und „Säulen“ werden erst mit der Versiegelung des Überrests [B2e-B2g] ausgewählt werden! Die Vorhöfe stehen somit mit jenem Teil des Tempels in Verbindung, wo noch an dessen Bau gearbeitet wird, Bausteine und Säulen werden schon bald endgültig zusammengefügt! [Bb]

 

*** Rbi8  Psalm 84:10 ***

Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als tausend [anderswo].

Ich habe es mir eher erwählt, im Haus meines Gottes an der Schwelle zu stehen,

Als umherzugehen in den Zelten der Bosheit.

 

Bevor jene letzten Säulen des neuen Heiligtums bestimmt werden müssen die zugehörigen „Bausteine“, aus Menschen die „Schafen“ gleichen nach dem Gerichtstag Jesu [B2] ausgesondert [B2e-B2g] sein, indem jene zu ihrer künftigen Aufgabe als Priesterkönige versiegelt werden [B2](Mat 25:31-46; Off 7:1-4).

 


 

Auch hieran ist deutlich zu erkennen, dass die Liebe zu menschlichem Organisationstalent in Religionen und deren widersprüchliche Interpretationen der Aussagen der Schrift, unabhängig davon wie alt immer jene Gruppierungen sein mögen, der Liebe zur Welt entspricht, weil jene Teil dieses Systems darstellen!

 

Hiob gehörte keiner Religion an! Dennoch hatte er Gottes Anerkennung, weil er sich um ein reines Leben bemühte und von Schlechtem wich! Satan war es, der Gott gegen Hiob einzunehmen versuchte, um ihn auf eine wirkliche Probe zu stellen! Jehova aber stellte Hiob nicht auf die Probe, liess es aber zu, um die Streitfrage zu klären, ob Menschen Gott aus Liebe oder aus Interesse dienen!

 

*** Rbi8  Hiob 1:8-12 ***

Und Jehova sprach weiter zu Satan: „Hast du dein Herz auf meinen Knecht Hiob gerichtet, daß es seinesgleichen keinen gibt auf der Erde, einen Mann, untadelig und rechtschaffen, gottesfürchtig und von Schlechtem weichend? 9 Darauf antwortete Satan Jehova und sagte: „Ist es etwa umsonst, daß Hiob Gott gefürchtet hat? 10 Hast nicht du selbst um ihn und um sein Haus und um alles, was er hat, ringsum eine Hecke aufgerichtet? Das Werk seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbestand, er hat sich ausgebreitet auf der Erde. 11 Aber zur Abwechslung strecke bitte deine Hand aus, und taste alles an, was er hat, [und sieh,] ob er dir nicht direkt ins Angesicht fluchen wird.“ 12 Daher sprach Jehova zu Satan: „Siehe! Alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur gegen ihn selbst strecke deine Hand nicht aus!“ Da ging Satan hinaus, von der Person Jehovas hinweg.

 

Hiob bestand die Prüfung. Jehova kennt die Seinen und weiss, wem er vertrauen darf! Hiob verfluchte Gott auch unter härtester Prüfung nicht, auch wenn er gewisse Zusammenhänge noch nicht zu erkennen imstande war! Auch heute ist die ganze Welt in Satans Hand und er stellt jeden von uns auf eine harte Prüfung seiner Lauterkeit Jehova und dem Christus gegenüber!

 


 

(Vergleiche Grafik: 6.4  Endgericht von Harmagedon: Beendigung aller Machtstrukturen)

 

5.1.4.3          In Gemeinschaft mit Jesus verbleiben!

Um Frucht zu tragen ist es für uns als Christen notwendig in Jesus als unserem „Weinstock“, unserer fruchtbaren „Wurzel zu verbleiben. So lange wir als „Zweige“ vom selben „Wurzelstock“ getragen und ernährt werden, so lange wird uns der Vater dort belassen, vorausgesetzt eben, dass wir Frucht tragen! Wenn wir uns aus einer anderen Wurzel zu ernähren versuchen, uns vom Weinstock trennen, in eine fremden „Weinstock“ eingepfropft werden, dann werden wir auch von Jesu Liebe getrennt! Die „Wurzel“ ist Gottes Wort im GESETZ und den PROPHETEN! Jesus wehrte vielerlei Angriffe mit den Worten ab: „Es steht geschrieben“! Zu jenem Zeitpunkt war noch kein Wort vom sogenannten „Neuen Testament“ aufgezeichnet! Jesus zeigte sich fest verankert, Teil jener Wurzel und „sprosste“ daraus, indem er an demselben „Saft“ der Aussagen der Propheten Anteil hatte! Er war es doch der sie erfüllte und damit die von Gott erwünschten „süssen Früchte“ in aussergewöhnlichem Masse hervorbrachte!

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t1.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSKEvU1s0D09f1V3T--rEPuAoQYh2j3y_6DtY_IHmsVuBYG4uwM9Q*** Rbi8  Johannes 15:4-10 ***

Bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit euch. So, wie der Zweig nicht von sich selbst Frucht tragen kann, es sei denn, er bleibe am Weinstock, so könnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt. 5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Zweige. Wer in Gemeinschaft mit mir bleibt und ich in Gemeinschaft mit ihm, der trägt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts tun. 6 Wenn jemand nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt, wird er wie ein Zweig hinausgeworfen und verdorrt; und man sammelt diese Zweige und wirft sie ins Feuer, und sie werden verbrannt. 7 Wenn ihr in Gemeinschaft mit mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, so bittet, was immer ihr wünscht, und es wird für euch geschehen. 8 Mein Vater wird dadurch verherrlicht, daß ihr fortwährend viel Frucht tragt und euch als meine Jünger erweist. 9 So, wie der Vater mich geliebt hat und ich euch geliebt habe, bleibt in meiner Liebe. 10 Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote des Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

 

Christen müssen somit im einen und einzig wahren geistigen Weinstock verbleiben! Wenn wir uns selbst vom Weinstock aussondern, so verdorren wir und können nicht weiter Frucht tragen! Das einzige das bleibt ist, dass vertrocknete Zweige am Tag der Urteilsvollstreckung [B3] verbrannt werden.

 

Der „Wurzelstock“ versorgt durch das geschriebene Wort Jehovas in der Bibel den Weinstock, der Jesus als Unterweiser Israels selbst war und ist. Durch ihn wachsen ständig neue „Zweige“ aus ihm heraus! Diese „Zweige“ sind Einzelpersonen die gute „Frucht“ tragen, sich zu fruchttragenden Ästen, eigenständigen Versammlungen entwickeln!

 

So wie Jesaja es für unsere Tage vorhersagt: „Inseln“ der Geborgenheit im unruhigen Menschenmeer bilden!

 

Die Offenbarung bestätigt dies: Jesus selbst kontrolliert direkt die „Engel“ (gr. aggelos = Boten), die Vorsteher aller Christenversammlungen der ganzen Erde! Er ist es, der inmitten aller, der „sieben Versammlungen“ steht, was auf die Gesamtzahl hindeutet! Er selbst hat jeden Vorsteher in seiner rechten Hand!

 

(Offenbarung 1:19, 20)  Daher schreibe die Dinge auf, die du gesehen hast, und die Dinge, die sind, und die Dinge, die nach diesen geschehen werden. 20 Was das heilige Geheimnis der sieben Sterne betrifft, die du auf meiner rechten Hand sahst, und der sieben goldenen Leuchter: Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[gr. = Boten; Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.

 

Jesus verspricht auf das Bitten seiner Getreuen zu hören! Vielfache Frucht zu tragen ist Bedingung, um am Weinstock verbleiben zu dürfen! Wir können aber nur in Jesu Liebe verbleiben, wenn wir wirklich das tun, was er uns vorschreibt! Seine Gebote zu halten bedeutet Gottes Gebote zu respektieren, wie Jesus selbst dies tat!

 


 

(Vergleiche Grafik: Die sieben Versammlungen der Endzeit)

 

5.1.4.4          Jene, die Jesus vor dem Vater und vor den Engeln zu kennen verleugnet

Wir sollen offen bekennen mit Jesus in Gemeinschaft zu sein! Das bedingt, dass wir Jesu Werke ausführen und seine Gebote befolgen, sonst sind wir Heuchler, die etwas https://theprocesschristiancounseling.files.wordpress.com/2012/11/love-11.jpg?w=391vorspielen, was wir nicht wirklich sind!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:32-39 ***

Jeder nun, der vor den Menschen bekennt, mit mir in Gemeinschaft zu sein, mit dem in Gemeinschaft zu sein, will auch ich vor meinem Vater, der in den Himmeln ist, bekennen; 33 wer immer mich aber vor den Menschen verleugnet, den will auch ich vor meinem Vater verleugnen, der in den Himmeln ist. 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern ein Schwert. 35 Denn ich bin gekommen, um zu entzweien: einen Menschen mit seinem Vater und eine Tochter mit ihrer Mutter und eine junge Ehefrau mit ihrer Schwiegermutter. 36 In der Tat, eines Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein. 37 Wer zum Vater oder zur Mutter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig; und wer zum Sohn oder zur Tochter größere Zuneigung hat als zu mir, ist meiner nicht würdig. 38 Und wer seinen Marterpfahl [[Pfahl]] nicht annimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. 39 Wer seine Seele findet, wird sie verlieren, und wer seine Seele verliert um meinetwillen, wird sie finden.

 

Wer Jesus durch seine Worte oder Taten verleugnet, der wird schlussendlich auch von Jesus verleugnet werden! Dies bedeutet im kommenden Gericht Gottes Verlust des Lebens in der „Gehenna“, die im „zweiten Tod“, im „Feuersee“ endet (Mat 25:46; Off 20:14). Dieses Bekennen und zu Jesus stehen kann durchaus Konflikte in die eigene Familie tragen! Jesus zeigt, dass die „storge“, die Liebe zu Familienangehörigen nicht höher stehen darf, wie die Liebe zu ihm, die „agápe“! Wer eher Freund mit der Familie sein will, wie Jesu Gebote zu erfüllen, der zieht sich eindeutig Jesu Missbilligung zu! Ein Christ zu sein bedeutet eindeutig Aufopferung für den Herrn. Aber auch darin ist Jesus vorangegangen und hat seine Aufopferung für Jehova und seine Apostel unter Beweis gestellt! Wir gewinnen Familienangehörige nicht durch zweifelhafte Kompromisse, sondern durch ein gutes Vorbild und wirkliche Ausführung von Gottes Willen!

 

Wenn dies auf der Ebene der Familie beginnt, wie viel mehr gilt sie im Falle von Religionen, die sich doch ebenso als „Grossfamilien“ bezeichnen? Unsere Loyalität muss immer vorab Jehova Gott und seinem Willen, seinen Geboten und damit verbunden denen des Christus gelten!

 

5.1.4.5          Die Liebe ist es, die bleiben wird!

Die Agape-Liebe ist nicht eine Sache für Schwächlinge, sondern wer sie entwickelt, der zeigt geistige Reife und Stärke! Er ist bereit auch auf schwierige Situationen aufgrund Gottes Wort und Jesu Lehren zu antworten. Er versucht Menschen zu gewinnen, durch Argumente zu überzeugen und kann durchaus auch eingestehen keinen Erfolg erzielt zu haben! Der Glaube ist nicht Sache von jedermann! Abgesehen davon vergeht der Glaube an dem Tag, wo sich die Wirklichkeit zeigt! Wir mögen eine starke Hoffnung auf das neue System haben: Auch sie vergeht am Tag, wo das neue System aufgerichtet ist! Was bleibt ist die Liebe, –  agápe  – die grundsatztreue Liebe zu Gott, zu Jesus und den Brüdern!

 

https://www.herder.de/-/media/images/produkte/was-bleibt-ist-die-liebe-trost-in-tagen-der-trauer-978-3-451-30637-2.jpg?w=500 Nur, weil wir von Jesus hörten oder uns gewisse Aussagen der Bibel beeindrucken und wir uns zur Taufe hinneigen macht uns dies noch lange nicht zu reifen Christen: Es ist der Beginn eines langen aber befriedigenden Weges! Paulus rät uns diesen Weg mit Ausharren weiterzugehen und an Kraft zu gewinnen:

 

*** Rbi8  1. Korinther 16:13-14 ***

Bleibt wach, steht fest im Glauben, benehmt euch wie Männer, werdet stark. 14 Laßt alle eure Angelegenheiten mit Liebe geschehen.

 

An die Stelle sentimentaler Liebe kommt die prinzipientreue Liebe, die alle Versammlungsglieder einschliesst, jedem den Anteil zukommen lässt, den jenes Glied gerade benötigt! Auch schwierige Entscheidungen werden von den Christen der Versammlung in Liebe getroffen. Korrektur und Zurechtweisung erfolgt nicht harsch, sondern in liebender Form, dass der Getadelte sie verstehen und annehmen kann. Dies dient dem inneren Frieden der Versammlung! Vor allem Neugetaufte benötigen viel Zuneigung. Viele Dinge sind es, die sie im täglichen Leben ändern müssen!

 

Christen bedenken auch die eigenen, früheren Fehler, wie dies Paulus deutlich machte, die Gott durch „unverdiente Güte“ vergab, als wir uns selbst taufen liessen. Diese war es, die unser Gewissen reinigte!

 

*** Rbi8  Epheser 2:4-7 ***

Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, hat wegen seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, 5 uns, selbst als wir in Verfehlungen tot waren, zusammen mit dem Christus lebendig gemacht — durch unverdiente Güte seid ihr gerettet worden —, 6 und er hat uns mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern [[(der Autorität innerhalb der Christenversammlung durch Jesus und den Vater)]] in Gemeinschaft mit Christus Jesus, 7 damit in den kommenden Systemen der Dinge der alles übertreffende Reichtum seiner unverdienten Güte in seiner Gunst uns gegenüber in Gemeinschaft mit Christus Jesus deutlich gezeigt werde.

 

Vorab ist die Stellung der Apostel als „Braut, als Frau des Lammes“, des Christus der im dritten Himmel an Gottes Seite weilt gemeint. Auch Christen, vor allem Vorsteher sind gegenüber Mitchristen und ihren Schwachheiten nachsichtig! Die „himmlischen Örter“, die Paulus erwähnt, bedeutet die herausragende Stellung der Apostel und der Vorsteher im kommenden neuen „ersten Himmel“ und ihre Aufgaben gegenüber den Versammlungen!

 


 

(Vergleiche Grafik: 9.4  Alte und neue „Himmel“ und „Erde“)

 

Durch das Auftauchen aus dem Wasser der Taufe wurden wir gegenüber Gott zu neuen Leben erweckt und jeder von uns fand Eingang in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Weiterhin aber beten wir um das Kommen von Gottes Königreich bis es vollkommen aufgerichtet ist! Paulus schrieb nicht aus dem Himmel droben, sondern von der Erde aus. Obwohl er als einer der von Jesus auserwählten „Heiligen des Allerhöchsten“ (Da 7:27) Teil des „neuen Himmels“, der „himmlischen Örter“ bildet: Er war zu jener Zeit in Rom in Gefangenschaft. An die Versammlung der Epheser und deren Vorsteher schrieb er, bestimmt aber nicht an „Engel“ im Himmel! Kenntnis über die drei von Paulus erwähnten Himmel ist somit wichtig! Schon das Nichtübersetzen, blosse Transliterierung eines einzelnen griechischen Wortes, wie z.B. in der Offenbarung 1:19 „Engel“, auf Griechisch aggelos kann zu viel Verwirrung Anlass sein!

 

http://harmagedon.com.ar/X/Newsletter/NEWSLETTER%202009/WEG%20ARTIKEL%202009/WEG%20Artikel%209.1.1-Dateien/image050.jpgDer Engel erklärte Johannes und damit uns: „Die sieben Sterne bedeuten [die] Engel [[gr. = Boten; Vorsteher]] der sieben Versammlungen, und die sieben Leuchter bedeuten sieben Versammlungen.“ Wir sollen verstehen, was, wo stattfindet und wer gemeint ist! Religionsführer verschaffen sich Vorteile, indem sie solches nicht erklären fördern sie Mystizismus! Unsere Liebe muss dagegen dem genauen Verständnis zugerichtet sein! Paulus erklärt doch: Wer treu bleiben würde, dem würde Jesus deutlich zeigen, dass er mit ihm in Gemeinschaft war, ist und bleibt, verspricht er: „… er hat uns mitauferweckt und uns mitsitzen lassen in den himmlischen Örtern in Gemeinschaft mit Christus Jesus“. Diese „Auferweckung“ ist das Wiedergeboren werden zum Leben mit Christus in der Taufe.

 

Die Mächtigen dieses Systems, vorab die Religionsführer spielen gerne eine Rolle, die Jesus ihnen niemals zugeteilt hat! Sie behaupten gar eines Tages bei Gott und Jesus im dritten Himmel Jehovas, dem „Himmel der Himmel“ zu weilen und möchten dadurch beeindrucken! Sie erklären ihre Toten als Geister in Anwesenheit Gottes! Das ist reiner Spiritismus, den Gott im GESETZ ausdrücklich verbietet! Die Toten sind tot uns sich nichts bewusst bis zum Tag ihrer Auferstehung als der Mensch, der sie zuvor bis zum Tode waren: „Denn wer immer allen Lebenden zugesellt ist, für den ist Zuversicht da, weil ein lebender Hund besser daran ist als ein toter Löwe. Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Auch ihre Liebe und ihr Haß und ihre Eifersucht sind bereits vergangen, und sie haben auf unabsehbare Zeit [[(bis zum Tag ihrer Auferweckung)]] keinen Anteil mehr an irgend etwas, was unter der Sonne zu tun ist.“ (Pr 9:4-6)

 

(Galater 5:19-21)  Nun sind die Werke des Fleisches offenbar, und sie sind: … Ausübung von Spiritismus, … Sekten [[Religionen]], … und dergleichen Dinge. Vor diesen Dingen warne ich euch im voraus, so wie ich euch im voraus gewarnt habe, daß die, die solche Dinge treiben, Gottes Königreich nicht erben werden.

 

Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: Beschreibung: http://t2.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcTOyLGbm9ejsSl2RKTmNxEM2fkdaJ578WwH6oxoLEuzzt3ySwcCSie stellen sich dadurch zwischen Jesus und den Glaubenden oder überhöhen sich gar über Jesus selbst, um ihre Macht und Autorität unter Beweis zu stellen. Christen aber, die das tun, was gerecht ist und die verteidigen, was wahr ist, sie sollten sich vor jenen nicht fürchten! Das „Haupt“ jedes Christen war, ist und bleibt Jesus! Wir tun gut daran, uns nicht durch imposante Titel und Äusserlichkeiten, wie z.B. ein Amtsgewand oder monumentale Kirchenbauten täuschen zu lassen! All dies ist Nichtigkeit! Paulus, zufolge Falschanklagen seiner religiösen ehemaligen Brüder der Pharisäer und als Gefangener Roms, er kann darüber ein besonderes Lied singen! Den Christen in Rom schrieb er zuvor:

 

*** Rbi8  Römer 8:38-39 ***

Denn ich bin überzeugt, daß weder Tod noch Leben, noch Engel, noch Regierungen, noch Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, noch Mächte, 39 noch Höhe, noch Tiefe, noch irgendeine andere Schöpfung imstande sein wird, uns von Gottes Liebe zu trennen, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

 

Niemand kann jene von Jesus trennen, von denen Jesus selbst sagt, dass er mit ihnen in Gemeinschaft bleibt, weil sie seinen Geboten mehr gehorchen als menschlichen Überlieferungen! Menschengebote lehnen solche reifen Christen stets dann ab, wenn sie Jesu Gebot und Gottes GESETZE verletzen! Sie stellen sich nie auf die Seite der Lüge! Das mag sie in den Augen all jener, die sich an das System angepasst haben als absurd oder gar ketzerisch, als wenig anpassungsfähig erscheinen lassen. Christen gelten aber als prinzipientreu, einige sind vielleicht wenig diplomatisch! Sie neigen nicht zu Kompromissen, welche Wahrheit oder Recht verwässern!

 

Wir suchen Gottes Gesichtspunkt zu jeder Angelegenheit und nicht die Übereinstimmung mit dieses System, das schon bald vergehen wird! Die tiefen Dinge Gottes sind dem Christen nicht fremd. Sie mühen sich um wahre Weisheit und nicht bloss um Intelligenz, die in diesem System einen so hohen Stellenwert hat, dass man sie mit einem Quotienten ausdrückt. (Mat 5:18; 6:33; 24:35)

 


 

Gott zu lieben bedeutet die Grundlage, den „Fels“ anzuerkennen auf dem alles aufbaut: Gottes Gebote!

 

*** Rbi8  1. Korinther 2:9-10 ***

Sondern so wie geschrieben steht: „Was [das] Auge nicht gesehen und [das] Ohr nicht gehört hat noch im Herzen eines Menschen aufgekommen ist, die Dinge, die Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.“ 10 Denn uns hat Gott sie durch seinen Geist geoffenbart, denn der Geist erforscht alle Dinge, selbst die tiefen Dinge Gottes.

 

Wer aber Jehova und seinem Sohn bis zum Ende hin die Treue hält, weil er „die tiefen Dinge Gottes“ erforscht hat und sich durch sie überzeugen liess, der wird schon bald dafür die versprochene Belohnung erhalten! Wir stehen an der Grenze zum neuen System! Die Dinge, die Gott denen bereitet hat, die ihn aus ihrem Herzen heraus lieben übertreffen bei weitem unsere Vorstellungen!

 

Wissen wir nun, was zu tun ist, um in Jesu Liebe zu bleiben?

 

 

Home ¦ Eingang ¦ Erkenntnis ¦ Was tun? ¦ Portrait ¦ Bestellung ¦ Mail ¦ Forum ¦ Links ¦ Copyright

 

© 2004-2016 DER WEG, Urs Martin Schmid, Bariloche, AR  www.harmagedon.com.ar  / All rights reserved / E-Mail: ms@bariloche.com.ar