Newsletter „DER WEG“ 6/10-3   Oktober 2006

Neubearbeitung: 3.8.09 / 15.09.17

 

 

Lehrer der guten Botschaft:  6.10.3  Jehovas gerechten Richter nachahmen

 

4. Teil:  Gerechtes Gericht in der Christenversammlung und im Millennium

 

   Im 1.Teil dieser vierteiligen Serie im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat März 2006; unter dem Thema: 6.3.3  Jehova legt den Massstab für gerechtes Gericht fest betrachteten wir Jehovas Regeln für ein Gericht in gottgegebener Gerechtigkeit. Dieses wurde bereits seit Eden kontinuierlich offenbart, als Adam und Eva, sowie die Schlange ihre Verurteilung erhielten. Im Ersten Hauptkapitel, im ersten Untertitel fassen wir die wichtigsten Fragen und der Zusammenhänge zur Erinnerung nochmals zusammen.

 

   Im 2.Teil, im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Mai 2006, im Artikel  6.5.3  Das „Endgericht“ an diesem und das Schlussgericht am kommende System gingen wir auf den Unterschied und die Übereinstimmung von den zwei nun noch folgenden Gerichten am Ende dieses Systems und am Ende des Millennius, vergleichend dem Gericht der Sintflut ein. Das „Endgericht“ rechnet mit diesem System an den Lebenden ab und es bestimmt, wer würdig ist ewiges Leben zu erhalten und wer im kommenden System Regierungsgewalt erhalten soll. Im zweiten Untertitel des folgenden ersten Hauptkapitels fassen wir wichtigste Punkte beider vorangehenden Artikel zur Erinnerung zusammen.

 

   Im 3.Teil, im NEWSLETTER „DER WEG“ vom Monat Juli 2006, im Artikel 6.7.3  Allgemeine Auferstehung, Millennium und Schlussgericht behandelten wir biblische Vorhersagen über die Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten, die für ihre ungesühnten Verfehlungen nun zur Rechenschaft gezogen werden! Die Auferstehung gemäss „Rang“ erfährt auch auf der Zeitachse ihre Einteilung! Im Schlussgericht“ am Ende des Millenniums kommen auch jene letzten Sünder, welche wegen Sünde wider den heiligen Geist das Recht auf Leben verloren haben und nun letztmals vor den Richterstuhl Gottes stehen um das vernichtende Urteil zu hören. 

 

    In diesem vierten und letzten Teil dieser Artikelserie im NEWSLETTER „DER WEG“ betrachten wir wie das Gerichtsverfahren in der Christenversammlung des ersten Jahrhunderts geregelt wurde, was Jesus dazu ausgesagt hat und wie die Apostel diesen wichtigen Teil zur Reinerhaltung der Versammlungen organisiert hatten, um Rückschlüsse darauf zu ziehen, was heute zu tun ist und was kommen wird.

 

Jesus erteilte seinen Aposteln Anweisungen und Zurechtweisung und ging mit gutem Vorbild voran   Jesus selbst gab dabei das beste Vorbild, wie er seine eigene Versammlung der Apostel anleitete, Zurechtweisung erteilte und wie er selbst im Falle des Judas Gericht hielt und einen Urteilsspruch aussprach. Auch hatte das angekündigte Gericht Jesu an den religiösen Führern seiner Tage in unserer Zeit eine gesonderte Erfüllung!

 

   Christen waren gehalten ihre Unstimmigkeiten unmittelbar untereinander zu regeln:Lasst die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen“ ermahnte Paulus, insbesondere innerhalb der Familie. Wir sind genauso angehalten Fehler in grosszügigem Mass zu vergeben! Dennoch muss Sünde bereinigt und gesühnt werden. Vergebung ist bei Gott an gewisse Pflichten gebunden und wir tun gut, uns diese göttlichen Regeln einzuprägen! Da, wo jedoch beim Schuldigen keine Einsicht über ein Vergehen gegen den Nächsten und oder gegen Gott vorliegt keine Werke der Reue erfolgen, da gab Jesus Anweisung, wie die Versammlung Recht zu sprechen hat und Paulus zeigte anhand des Beispiels der Versammlung Korinth, wie selbst schwerwiegende Fälle zu bereinigen wären. (1.Kor 5:2, 12; Eph 4:26)

 

   Wir zeigen auf, was das GESETZ für verschiedene Strafarten vorsah, für Übeltäter, die nicht bereit waren auf Zurechtweisung zu hören. Worauf wurde die Maximalstrafe verhängt? Warum war die Todesstrafe ein unumgängliches Mittel das Volk Israel rein und heilig zu erhalten?

 

   Dies alles war seit fast über dreitausend Jahren aufgezeichnet und sollte uns dienen, auf die das Ende dieses Systems kommt. Die Schrift liefert somit seit Beginn die Antwort auf die Frage: Wie können wir am Tag des göttlichen Gerichts und der Urteilsvollstreckung frei von Anklage sein? Dies betrifft uns als Einzelpersonen, wie als ganze Versammlung und als Volk Jesu! Vorsteher haben bei all dem eine wichtige Aufgabe und müssen sich selbst als rein und „frei von Anklage“ erweisen! Wie handelte Jesus in seiner Versammlung, mit seinen Aposteln? Er hörte auf jedes Wort das Jehova geredet hatte und setzte es unmittelbar in die Praxis um! Dies erzeugte die gleiche Gesinnung und Einheit hin zu Gott durch Jesus als „Haupt“ jedes Christen!

 

*** Rbi8  Römer 15:4-6 ***

Denn alles, was vorzeiten geschrieben wurde, ist zu unserer Unterweisung geschrieben worden, damit wir durch unser Ausharren und durch den Trost aus den Schriften Hoffnung haben können. 5 Möge nun der Gott, der Ausharren und Trost verleiht, euch gewähren, untereinander die gleiche Gesinnung zu haben, die Christus Jesus hatte, 6 damit ihr einmütig, mit einem Mund, den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus verherrlichen könnt.

 

   Das Neue Testament oder die griechischen Schriftengibt uns neben all den Informationen in den hebräisch- aramäischen Schriften zusätzlich viele Hinweise, wie während des Millenniums Gericht an der „grossen Volksmenge, den auferstandenen Gerechten und Ungerechten geübt wird, sowohl für vergangene Sünden wie für neuerlich begangene Fehler! Diesmal sind es gerechte Richter, welche jeden Fall behandeln und wo Gottes Oberaufsicht durch Jesus, die Apostel und 144.000 Priesterkönige als Oberrichter ungerechte Urteile auf jeder Gerichtsebene verhindern werden!

 

 

 

Inhaltsverzeichnis des Studienartikels

 

10.3.......... Gerechtes Gericht heute in der Christenversammlung und im Millennium... 3

10.3.1......... Christus als Vorbild für heutige und künftige Richter in den Christenversammlungen. 3

10.3.1.1...... Kurzer Rückblick auf den 3.Teil: Allgemeine Auferstehung, Millennium und „Schlussgericht 3

10.3.1.2...... Jesus kam, um ein Beispiel vollkommener Beachtung von Gottes Willen zu geben, ohne Übertretung irgendeines GESETZES! 4

10.3.1.3...... Welche Art Gerechtigkeit suchst du: Jene des Christus oder jene falscher Christusse?. 4

10.3.1.4...... Sammeln wir zum Christus hin oder in Richtung einer Religion?. 6

10.3.1.5...... Christen sind geistige Juden unter demselben Gott als höchstem König und dem „GESETZ des Christus 7

10.3.1.6...... Jesus sprach Recht 7in seiner eigenen Versammlung der Apostel

10.3.1.7...... Gerechtes Gericht in der Christenversammlung. 9

10.3.1.8...... Selbst die Initiative ergreifen Unrecht zu bereinigen, bevor es zum Gericht kommt! 10

10.3.2......... Frei sein von Anklage im göttlichem Gericht 11

10.3.2.1...... Vergehen zieht Strafe nach sich! 11

10.3.2.2...... Vorsteher der Christenversammlung müssen frei von Anklage sein und bleiben! 12

10.3.2.3...... Unterschiedliche Ämter, Stellungen und unterschiedliche Geistesgaben. 14

10.3.2.4...... Schwache stärken, das Ausgerenkte einrenken und Gangrän von der Versammlung fernhalten. 15

10.3.3......... Vergehen zog, zieht und wird weiterhin Vergeltung nach sich ziehen. 16

10.3.3.1...... Disziplinarmassnahmen: Gibt es wiederum Schläge und Gefängnisstrafe im kommenden System?. 16

10.3.3.2...... Strafmassnahmen, welche die Bibel erwähnt, die christliche Richter im Urteil erwägen sollen. 17

10.3.3.3...... Die Tage der Endzeit und des kommenden Systems, wo nach dem Recht verfahren wird. 18

10.3.3.4...... Christen sind staatlicher Autorität nur bedingt unterordnet! 19

10.3.3.5...... Widerstand gegen Gesetzlosigkeit der Mächtigen, trotz Androhung von Todesstrafe. 20

10.3.3.6...... Sagten uns die Religionen oder die Politiker die ganze Wahrheit zur Todesstrafe?. 21

10.3.3.7...... Was sagt die Schrift, wann oder über welches Vergehen Todesstrafe folgt?. 22

10.3.4......... Die Zeit zur Reue ist abgelaufen: Gottes Urteilsvollstreckung naht! 24

10.3.4.1...... Gottes Tag des Gerichts und der Rache nicht aus den Augen verlieren. 24

10.3.4.2...... Im kommenden Gericht wird die Todesstrafe wiederum Geltung haben! 25

10.3.4.3...... Gegenseitiges Vergeben von Fehlern ein weiteres Merkmal für Christen! Gottes Zeittabelle, um den Frieden wiederherzustellen  26

10.3.5......... Christenversammlungen auch in der Endzeit als Gerichtsinstanz?. 28

10.3.5.1...... Die Christenversammlung als göttlich festgesetzter Ort des Gerichts. 29

10.3.5.2...... Die Schritte zur Bereinigung schwererer Rechtsverletzungen. 29

10.3.5.3...... Auf Wahrheit hören und Gottes verschiedene Gerichtsinstanzen der christlichen „obrigkeitlichen Gewalt“ anerkennen  30

10.3.5.4...... Die Richter der Versammlung und ihr Urteil zu missachten hat schwerwiegende Folgen! 32

10.3.5.5...... Richtet nichts vor der Zeit! 33

10.3.5.6...... Nicht über das hinausgehen, was geschrieben steht 35

10.3.6......... Warum ist es so wichtig andern grosszügig zu vergeben?. 36

10.3.6.1...... Freizügiges Vergeben von Fehlern ist Bedingung für ein gnädiges Gericht 36

10.3.6.2...... Dem Nächsten freizügig dessen Schuld vergeben. 37

10.3.6.3...... Wie viele „Minen“ hast du hinzugewonnen?. 38

10.3.6.4...... Der, der viele erlassene Schulden hat liebt den der Schulden erlässt mehr! 38

10.3.6.5...... Werke des Glaubens anstelle von Gesetzeswerken. 39

10.3.7......... Gerechte Gerichte von Jehova her auf der ganzen Erde. 40

10.3.7.1...... Jehova selbst errichtet das dauernde, gerechte Gericht an Lebenden und an Toten! 40

10.3.7.2...... Die Apostel werden die Vorsteher und die Vorsteher die ganze Erde richten! 42

10.3.7.3...... Hin zum Berg Zion in Jerusalem vereinigt 44

10.3.7.4...... Vorsteher von Christenversammlungen auch im kommenden System als Richter! 46


 

10.3                      Gerechtes Gericht heute in der Christenversammlung und im Millennium

 

 

10.3.1        Christus als Vorbild für heutige und künftige Richter in den Christenversammlungen

 

10.3.1.1       Kurzer Rückblick auf den 3.Teil: Allgemeine Auferstehung, Millennium und „Schlussgericht“

Alle Menschen, die je auf der Erde gelebt haben, alle müssen sich schlussendlich vor Gottes Richterthron für ihr Tun verantworten. Als „Richter über alle Lebenden und Toten“ wurde Jesus gesetzt! Dies geschah unmittelbar bei seiner Erhöhung nach seinen Tod. Der Gerichtstag an den Lebenden muss zu Beginn des „Tages des Herrn“ „im inneren des Tempels“, somit bei den christlichen Vorstehern beginnen, welche behaupten Jesu Nachfolger und seine Abgesandten zu sein!

 

Blanchard: Jesus Christus tot oder lebendig? *** Rbi8  Apostelgeschichte 10:42 ***

Auch befahl er uns, dem Volk zu predigen und ein gründliches Zeugnis davon abzulegen, daß dies derjenige ist, der von Gott dazu verordnet ist, Richter der Lebenden und der Toten zu sein.

 

Das Gericht ist somit nach Rangfolge auch zeitlich abgestuft und erfolgt in mehreren, voneinander deutlich getrennten Urteilssprüchen! Die Frühauferweckung der Apostel, die von Gott als „Gerecht“ anerkannt sind erfolgte zu Beginn! Nach dem Gericht an den Vorstehern der Religionen [B1] folgt getrennt in der Abfolge die Urteilsvollstreckung in der Vernichtung „Babylons der Grossen“ durch die Politik vor Ende der von Daniel verkündeten Frist von zweitausenddreihundert „Abend und Morgen“! [C1; B2a-B2b]

 

Jesus muss am grossen Gerichtstag [B2] innerhalb Lebenden die „Schafe von den Böcken“ trennen. Die „grosse Volksmenge“ erhält eine Kennzeichnung zum Überleben die Böcke dagegen zur ewigen Abschneidung! Erst danach folgt die „Hochzeit des Lammes“ [B2e], wo die Apostel zusammen mit Jesus ihr eigenes Richteramt über die „zwölf Stämme“ des „Israel Gottes“ erhalten, um danach die Versiegelung des noch lebenden Überrests der 144.000 „treuen Sklaven“ zu beenden [B2e-B2g] (Mat 24:45).

 

*** Rbi8  Offenbarung 7:2-4 ***

Und ich sah einen anderen Engel vom Sonnenaufgang heraufkommen, der ein Siegel des lebendigen Gottes hatte; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen gewährt war, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3 und sagte: Beschädigt nicht die Erde [[(Menschheit)]] noch das Meer [[(die aufgewühlten Menschenmasse, wie Tag)]], noch die Bäume [[(Vorsteher)]], bis wir die Sklaven unseres Gottes an ihrer Stirn versiegelt haben.“

4 Und ich hörte die Zahl derer, die versiegelt waren, hundertvierundvierzigtausend, versiegelt aus jedem Stamm der Söhne Israels:

 

Damit ist die Markierung Einsammlung der Menschenernte dieses Systems abgeschlossen! Die Gruppe „treuer Sklaven“, Vorsteher aller Tage seit Adam hatten die Aufgabe ihre eigenen Familien und Versammlungen hin zu Gottes Rechtsordnung zu führen und sie von Anklage rein zu halten. Ihre Liebe zur Wahrheit kennzeichnet sie. Die Treue im Kleinen soll mit Verantwortung für Grösseres vergolten werden! Sie sind es, welche an der ersten Auferstehung teilhaben, um Priesterkönige mit dem Christus zu sein! (Mat 25:21; Lu 19:17)

 

*** Rbi8  Offenbarung 14:4-5 ***

Diese sind es, die sich nicht mit Frauen befleckt haben; in der Tat, sie sind jungfräulich. Diese sind es, die dem Lamm beständig folgen, ungeachtet wohin es geht. Diese wurden als Erstlinge aus den Menschen für Gott und für das Lamm erkauft, 5 und in ihrem Mund wurde keine Unwahrheit gefunden; sie sind ohne Makel.

 

Nach der Frühauferstehung der Apostel im 2.Rang bei Jesu erster Wiederkehr (B1) folgt nach Harmagedon folgt jene im 3.Rang, dreissig Tage danach die vom Tod zur Herrschaft als Priesterkönige wiederkommen werden. Während des Millenniums sind es in gestaffelter Reihenfolge die „Gerechten und Ungerechten“ im 4.Rang, die ihr eigenes Gericht erhalten. Die Auferstehung der Gerechten ohne Gericht, welche Gottes Vorkehrung zur Sündenbereinigung angenommen und ausgeführt haben, jene der Ungerechten aber zum Gericht! Dazu gehören das grosszügige Vergeben von Fehlern, die Berichtigung eigenen Unrechts durch Reue, Werke der Reue und Sühne. Gottes Vorkehrung der Einhaltung des jährlichen Sühnetages spielt dabei eine wichtige Rolle! Unverdiente Güte und Barmherzigkeit sind Sieger im Gericht!

 

Ungesühnte Sünden dagegen ergeben eine Auferstehung zum Gericht! Jeder muss das ihm gebührende Erhalten gemäss seinen Taten. Die Buchrolle der ungesühnten Vergehungen bildet die Grundlage zum Gericht. Jehova hat deutlich gesagt, dass er keinesfalls Straffreiheit gewährt! Vorsteher werden durch die Apostel für ihre Unterlassungen und Fehler zur Rechenschaft gezogen, Versammlungsglieder und Menschen der Nationen durch die Priesterkönige!

 

Die Auferstehungshoffnung wird erst im kommenden system Wirklichkeit *** Rbi8  Johannes 5:28-29 ***

Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören 29 und herauskommen werden, die, welche Gutes getan haben, zu einer Auferstehung des Lebens, die, welche Schlechtes getrieben haben, zu einer Auferstehung des Gerichts.

 

Trotz gerechter Verhältnisse während des Millenniums werden einige zu alten Gewohnheiten zurückkehren und zeigen sich des ewigen Lebens nicht als würdig. Am Ende des Millenniums kommt es gar zu einem Aufstand gegen die Weltregierung in Jerusalem seitens „Gog von Magog und seinen Horden“, die aber durch Gott selbst niedergekämpft wird. Wer sich im kommenden System gegen Gottes gerechte Massstäbe vergeht muss mit unmittelbarem Gericht rechnen!

 

*** Rbi8  Jesaja 65:20 ***

„Nicht mehr wird es dann von jenem Ort einen Säugling von wenigen Tagen geben noch einen alten Mann, der seine Tage nicht erfüllt; denn obwohl hundert Jahre alt, wird einer noch als Knabe sterben; und was den Sünder betrifft, obwohl hundert Jahre alt, wird Übles auf ihn herabgerufen werden.

 

Das „Schlussgericht“ am Ende des Millenniums entscheidet endgültig, wer zum ewigen Leben geeignet ist und wer abgeschnitten wird. Als letzte Gruppe im 5.Rang kommen diejenigen am Ende des Millenniums zur Auferstehung und zum letzten Gericht, welche „wider den heiligen Geist gesündigt“ haben, sich willentlich und bewusst gegen göttliches Recht stellten. An ihnen wird zusammen mit den dannzumal Lebenden, die trotz gerechter Verhältnisse weiterhin Dinge praktizierten die in Gottes Augen schlecht sind, das endgültige Urteil „ewiger Abschneidung“ von Leben gegeben und vollzogen! Dies ist die niedrigste Rangstufe der Auferstehung: Zum Gericht Gottes, „zur Schmach und zur Abscheu“ in die ewigen Abschneidung! (Da 12:2)

 

10.3.1.2       Jesus kam, um ein Beispiel vollkommener Beachtung von Gottes Willen zu geben, ohne Übertretung irgendeines GESETZES!

Jesus war vom Vater nicht zur Erde gesandt worden, um Israel zu richten, sondern um „die verlorenen Schafe“ zurückzuführen und sie in eine vom Judaismus getrennte Hürde einzusammeln: Dem „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Er belehrte Menschen über das, was Recht und Unrecht ist und nahm reuige Sünder bereitwillig auf, um ihnen ihre früheren Sünden zu vergeben! Er lehnte den Extremismus der Pharisäer und Schriftgelehrten ab, die rechtliche Bürden den Juden auflasteten, „die sie nicht mit einem Finger bewegen“: „Dann redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Jüngern und sprach: ‚Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses’ Stuhl gesetzt. Alles daher, was sie euch sagen, tut und haltet, aber handelt nicht nach ihren Taten, denn sie sagen [es] wohl, aber handeln nicht entsprechend. sie binden schwere Lasten zusammen und legen sie auf die Schultern der Menschen, sie selbst aber wollen sie nicht mit ihrem Finger bewegen.“ (Mat 23:1-4). Seine Jünger tauften und verkündeten das kommende „Königreich der (neuen) Himmel“ und dessen Gerechtigkeit. Jesus forderte Gereinigte jedoch auf nicht weiter zu sündigen, dass ihnen nicht etwas weit schlimmeres widerfahren würde (Joh 5:14).

 

Der Christus war nicht gekommen die Angelegenheiten der jüdischen Nation zu regeln! Das war Sache ihrer Vorsteher! Jesus aber warnte stets deutlich vor falschem Verhalten und den Konsequenzen, welche dies mit sich zieht und verwies auf die harten Ankündigungen der Propheten bei Unterlassung der Umkehr!

 

Wer ist Erblasser und wer Erbe für das neue system? *** Rbi8  Lukas 12:13-15 ***

Dann sprach jemand aus der Volksmenge zu ihm: „Lehrer, sag meinem Bruder, daß er die Erbschaft mit mir teile. 14 Er sprach zu ihm: „Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt? 15 Dann sagte er zu ihnen: „Haltet eure Augen offen, und hütet euch vor jeder Art von Habsucht, denn wenn jemand auch in Fülle hat, kommt doch sein Leben nicht aus den Dingen, die er besitzt.“

 

Bei einem Erbstreit waren die Richter Israels, die Synagogenvorsteher zuständig. Es war nicht Sache Jesu in jene Dinge einzugreifen, welche Moses im GESETZ geregelt hatte. Zudem war das „Königreich des Sohnes der Liebe“ noch nicht aufgerichtet, Jesus aber als Vertreter davon mitten unter ihnen. Jener Fragende war auch nicht Jesu Jünger! Habsucht war offensichtlich das wahre Problem jener Annäherung an Jesus, denn Jehova hatte im GESETZ geregelt, wer, welche Anteile am Erbe erhalten sollte. Später, nachdem heiliger Geist an Pfingsten 33 u.Z. auf die Versammlung gefallen war, waren vorab die Apostel und dann Versammlungsvorsteher zuständig rechtliche Angelegenheiten zwischen Christen zu regeln (1.Kor 6:1-6).

 

Ewiges Leben hängt nicht von den Dingen ab, die uns dieses System zur Verfügung stellt, sondern von jenem Reichtum, den wir im Himmel durch gute Taten aufhäufen! Seit sich der Messias Israel gezeigt hat steht es jedem Menschen frei, sich auf seine Seite zu stellen oder die Seite irgendwelcher anderer Mächtiger zu suchen! Entweder die Versammlung und Gottes Gerechtigkeit seines Königreiches oder die Gerechtigkeit des Systems draussen! (Mat 6:33)

 

*** Rbi8  Matthäus 12:30 ***

Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

 

Es gibt nur zwei Seiten in diesem Spiel: Die Seite Jesu und damit Jehovas Seite des „Königreiches der (neuen) Himmel“ oder irgend eine andere Seite, ein anderes Spiel, andere Mächtige und andere Königreiche! Alle christlichen Religionen behaupten direkt oder indirekt „Gottes Königreich“ zu sein!

 

Jehovas Königreich über das "Israel Gottes"
  

10.3.1.3       Welche Art Gerechtigkeit suchst du: Jene des Christus oder jene falscher Christusse?

Deutlich wird davor gewarnt zu den berggleichen Erhöhungen dieses Systems, den Mächtigen in Religion, Politik oder Wirtschaft Zuflucht zu suchen! Wir können nicht gleichzeitig am Tische des Engelfürsten Jesu und seiner Engel und am Tisch vom Dämonenfürsten Satan und seinen Dämonen teilhaben! Die zweiten nehmen gerne die Gestalt von „Engeln des Lichts“ an! Wir möchten dies anhand eines für unsere Tage herausragenden konkreten Beispiel betrachten. Paulus schrieb hierzu den Korinthern warnend im 1.Brief::

 

NEE WELT ÜBERSETZUNG DER HEILIGEN SCHRIFT *** Rbi8  1. Korinther 10:20-22 ***

Nein; sondern ich sage, daß die Dinge, die die Nationen opfern, sie Dämonen opfern und nicht Gott; und ich will nicht, daß ihr Teilhaber mit den Dämonen werdet. 21 Ihr könnt nicht den Becher [[(oder Kelch)]] Jehovas [[(des Herrn (Jesus) (vergl. Hes 41:22; Joh 18:11; Mat 26:27-30; Mar 10:38, 39)]] und den Becher der Dämonen trinken; ihr könnt nicht am „Tisch Jehovas“ [[(des Herrn (Jesus als unserem Hoheprieser)]] und am Tisch der Dämonen teilhaben. 22 Oder „reizen wir Jehova [[(den Herrn (Jesus))]] zur Eifersucht“? Wir sind doch nicht etwa stärker als er?

 

Dies ist einer der verschiedenen Texte, welche die WATCHTOWER BIBLE & TRACT SOCIETY, (Jehovas Zeugen) in der NEUE WELT ÜBERSETZUNG aufgrund ihrer eigenen Lehren verändert hat, welche den Sinn des Textes, wo im ursprünglichen Text „Herr“ (gr.: kyrios) steht, einseitig auf „Jehova“ abänderten, ohne den Gesamtzusammenhang gemäss Kontext und anderen Schriftstellen zu beachten! An anderen Orten im NT dagegen steht Jehova zu Recht, weil Gott angesprochen ist oder ein Zitat aus den hebräischen Schriften vorliegt! Der Leser braucht somit gutes Unterscheidungsvermögen, um wirklich zu erkennen von wem gesprochen wird, dies ist in allen Bibelübersetzungen so, wo einfach „Herr“ steht und ebenso wie in jener Übersetzung von Jehovas Zeugen, wo zum Teil richtigerweise, zum Teil fälschlich „Jehova“ steht, um deren Sonderlehren als „Zeugen Jehovas“ scheinbar zu stützen!

 

In alten Manusskripten findet sich das Tetragrammation (Gottes Name) in Hebräischen BuchstabenJehovas Zeugen berufen sich dabei auf alte Manuskripte, wo das Tetragrammaton an jenen Stellen erscheint. Das bedeutet aber nicht  zwangsläufig, dass nicht auch damals bereits gewisse Veränderungen scheinbar zur Ehre Gottes vorgenommen wurden. Der Beweis dass Hieronimus im vierten Jahrhundert sich darauf berief ist nicht in jeder Beziehung sehr stichhaltig, da ja seit dem Tod der Apostel der Abfall schnell fortschritt! Sowohl pharisäischer wie auch griechisch philosophischer Einfluss machten sich breit. Sei dem wie dem sei, wir ziehen es vor aufgrund des Kontextes zu entscheiden! Zudem ist zu beachten, dass nicht jedes Mal wo ein Text ähnlich lautet wie in den hebräischen Schriften, darum zwangsläufig ein Zitat erfolgte, auch wenn verschiedene Übersetzer dieselbe Schriftstelle als Randbemerkung erwähnten! Darin stimmen uns viele der anderen Übersetzer mit überein! Jesus und der Vater sind insofern Eins, dass sie beide dieselben Gedanken haben und dieselben Werke ausführen, wobei der Vater stets höher steht wie Jesus! Die Priester assen am selben Tisch von den Tempelopfern, Christen dagegen vom Opfertisch ihres Hohepriesters Jesus! „Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm.“ (Joh 6:53-56)

 

Warum kommen wir zum Schluss, dass an dieser Textstelle von Jesus gesprochen wird? Wenige Verse zuvor spricht Paulus zu Menschen mit Unterscheidungsvermögen folgendes:

 

*** Rbi8  1. Korinther 10:14-17 ***

Darum, meine Geliebten, flieht vor dem Götzendienst. 15 Ich rede wie zu Menschen mit Unterscheidungsvermögen; urteilt selbst über das, was ich sage. 16 Ist der Becher der Segnung, den wir segnen, nicht Teilhaberschaft am Blut des Christus? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhaberschaft am Leib des Christus? 17 Weil es ein Brot ist, sind wir, obwohl viele, ein Leib, denn wir alle haben an diesem einen Brot teil.

 

Das Thema ist hier das Abendmahl und das herumreichen von Wein und Brot, an dem alle in die Glaubenstaufe aufgenommenen Christen in gereinigtem Zustand teilhaben sollen! Es geht darum mittels Wein und Brot Anteil an Jesu geeintem geistigen Leib zu haben, Teilhaberschaft am „Leib des Christus“, dessen Blut und Leib.

 

Abendmahl? Jehovas Zeugen Einladung zu einer Mahlzeit die gar keine ist?Jehovas Zeugen lehren seit 1935, dass nur deren „Gesalbten“ von Wein und Brot beim Abendmahl nehmen! Das bedeutet, dass in den meisten Versammlungen von Jehovas Zeugen überhaupt niemand von den Symbolen nimmt, obwohl Jesus dies deutlich zu tun angeordnet hat, bis er wiedergekommen sei!

 

Im Jahre 2002 waren es weltweit 8730 Personen die an den Symbolen teilhatten von insgesamt 15.374.986 Teilnehmern an der Abendmahlsfeier, etwa 50% waren aussenstehende, eingeladene Gäste zu einem „Abendmahl“, wo man alle hungrig und durstig davon wegsandte! Jesus hatte ein Essen mit Lamm und bitteren Kräutern mit seinen Aposteln, seiner „Braut“ und erklärte danach: „Tut dies immer wieder zur Erinnerung an mich.“ (Lu 22:19) Jesus befahl nie etwas anderes zu tun, als das, was Moses aufgrund Jehovas Vorgabe aufgezeichnet hatte.

 

Das sind 0,057% die Jesu Gebot durch Anwesenheit am 14.Nisan befolgten (gemäss eigener Berechnung, in Abweichung zum Datum der Juden, deren Berechnungsort Jerusalem und nicht NEW York ist!

 

Bis zum Jahre 1935 aber nahmen alle Zeugen vom Brot und Wein, wie auch alle Christen des ersten Jahrhunderts sich in Privathäusern versammelten, nicht in einem öffentlichen Grossauftritt als Werbeveranstaltung! Zudem musste jeder geistig rein sein gemäss Jehovas Verordnung, nur ungesäuertes Brot war erlaubt. Paulus wiederholte im 1.Brief an die Korinther all die Auflagen Gottes die für Christen weiterhin verbindlich sind als geistigen Juden, im Kapitel 11, Verse 17-34: Jede Form Sauerteig, sowohl geistig wie physisch musste zuvor aus dem Haus entfernt werden. 

 

Wahrlich ein Rekord im Missachten von Jesu Worten und der Verführung dazu, Gottes Wort durch „falsche Lehre“, einer „veränderte gute Botschaft“ zu trotzen! Richter Rutherford hat sich als „falscher Christus“ wirklich bewährt! Jesu Worte aber sind deutlich, was zum Erreichen von ewigem Leben notwendig ist! Wir kennen die Worte Jesus bereits, wollen sie uns einprägen:

 

Jesus gab das perfekte Beispiel des Abenmahls: "Tut dies (nicht etwas ganz anderes) zu meinem Gedenken befahl er.) *** Rbi8  Johannes 6:53-59 ***

Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben.“ 59 Diese Dinge sagte er, als er in der öffentlichen Versammlung in Kapernaum lehrte.

 

Jesus sprach zu allen Juden, nicht bloss zu den Aposteln oder einer auserwählten Gruppe von „Gesalbten“. Jeder kann hören und selbst nach Verständnis suchen oder irgendwelchen „falschen Christussen“ in unterschiedlichen Religionen nachfolgen!

 

(Vergleiche E-Buch: Der falsche Prophet; Anhang VI: Offener Brief an die Leitung von Jehovas Zeugen)

 

Im Kapitel 11 vom 1.Brief an die Korinther beschreibt auch Paulus das Abendmahl und beklagt, dass es einige in der Versammlung Korinth gab die geistig „Tote“ waren und deshalb kein Recht besassen am Abendmahl teilzuhaben, da sie sich sonst göttliches Gericht zuziehen würden! (1.Kor 11:23-32)

 

Wir alle sind durch die Erwachsenentaufe Teilhaber am Königreich des Sohnes der Liebe Jehovas geworden, das Jesus erst am Ende der Frist Daniels von 1335 Tagen [C4; Bb2; e1], erst nach Beseitigung der „alten Himmel“ und der „alten Erde“ in Harmagedons Endschlacht, wenn er das „Israel Gottes“ und damit verbunden die „grosse Volksmenge“ dem Vater übergibt, die beide am Sühnetag dem 10.Tischri zuvor vollkommene von Sünde durch Jesu Opferblut gereinigt wurde! Ein vollkommener „geistiger Tempel“, in „seinem rechten Zustand“ (Da 8:13, 14), mit lebenden „Steinen und Säulen“ vervollständigt (Off 3:12).

 

Eine neue Form der Opfer bringen wir Jehova dar, den „Becher“ des vergossenen Blutes, den Jesus zuvor sinnbildlich trank gab ihm der Vater zu trinken! In Todesangst betete er oben auf dem Ölberg: „Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Becher an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“ (Mat 26:39) Wir müssen den Willen des Vaters erkunden und ihn tun und alle müssen durch „Wein und Brot“ sinnbildlich vom „Blut des Herrn“ trinken, von „seinem Fleisch“ essen, das er uns an seinem Tisch oder Altar, an dem er als Hoherpriester dient darreicht! Die vom Altar Essenden haben am Altar und was darauf geopfert wird Anteil! Wir haben dadurch Anteil an Jesu Tod der unsere eigenen Fehler und Sünden zudeckt! (Da 8:13, 14)

 

(Vergleiche Grafik: 6.4  „Endgericht“ von Harmagedon: Beendigung aller Machstrukturen)

 

Ende aller Regierungen, Macht und Autorität dieses Systems?
  

Diejenigen, die sich voll im Werk des Herrn einsetzen haben auch Befugnis davon zu leben! Das ist nicht gleichbedeutend mit einem „Zehnten“, der doch Levi vorbehalten blieb, während Jesus den Auftrag gab „ohne Kosten zu geben“, weil jeder „ohne Kosten erhalten“ hat. Wer Zehnten verlangt ist dagegen ein „Lohnarbeiter“, der bereits kassier hat, was andere erst im neuen System von Jesus als ihren Lohn erhalten werden: „Siehe! Ich komme eilends, und ich habe den Lohn, den ich gebe, bei mir, um einem jeden zu erstatten, wie sein Werk ist.“ (Off 22:13) Es ist eine Aufforderung gegenüber jedem Christen grosszügig zu sein zu denen, die sie belehren und hüten!

 

Ernten, was wir säen?*** Rbi8  1. Korinther 9:11-14 ***

Wenn wir euch geistige Dinge gesät haben, ist es da etwas Großes, wenn wir von euch Dinge für das Fleisch [[(wie Unterkunft, Nahrung, Bekleidung usw.)]] ernten werden? 12 Wenn andere an dieser Befugnis über euch [[(als Verkünder oder Vorsteher)]] teilhaftig sind, sind nicht wir es viel mehr? Dessenungeachtet haben wir von dieser Befugnis keinen Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, um der guten Botschaft über den Christus kein Hindernis zu bereiten. 13 Wißt ihr nicht, daß die Männer, die heilige Pflichten erfüllen, die Dinge aus dem Tempel essen und die, die beständig am Altar Dienst verrichten, mit dem Altar einen Anteil für sich haben? 14 Ebenso hat der Herr auch angeordnet, daß diejenigen, die die gute Botschaft verkündigen, mittels der guten Botschaft leben sollen.

 

Die Männer aus Aarons Linie, die Priesterdienste erfüllen, sie hatten direkten Anteil am Altar, zusammen mit ihren Familien durften sie von den Opfergaben nehmen! Jesus ist nach seinem Tode an der Stelle Aarons Hoherpriester, seine eigenen geistgezeugten oder in geistigem Sinne „wiedergeborenen“ Söhne sind die Apostel! Jeder als Erwachsener getaufte Christ zählt zu den Söhnen oder dem „Samen der Frau“, den Apostel gesät hatten und hat als Christi Nachfolger ebenso „Anteil am Altar“ und den Opfern darauf! Schon im Alten Bund mit Levi hatte jene Anteil an den Opfergaben und Gemeinschaftsschlachtopfern. Wenn auch der „Zehnte“ für Levi weggefallen ist, so haben doch die hart Arbeitenden ein Anrecht auf eine Beteiligung der Gemeinde ihren Lebensunter halt mit zu bestreiten. Dies beruht aber auf Freiwilligkeit, nicht auf einem GESETZ!

 

10.3.1.4       Sammeln wir zum Christus hin oder in Richtung einer Religion?

Wiederholen wir Jesu bereits weiter oben zitierten Worte nochmals, um diesmal sorgfältig auf Details zu achten, die er an alle Juden am Sabbat „in der öffentlichen Versammlung“, in der Synagoge in Kapernaum richtete. Sie waren somit nicht an eine abgetrennte Priesterschaft oder allein an so genannte „Gesalbte“ gerichtet, wie dies Richter J.F. Rutherford behauptet. Vergleichen wir  dann Jesu Worte mit den obigen Äusserungen des Paulus: (Joh 6:41, 59)

 

*** Rbi8  Johannes 6:52-56 ***

Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm.

 

Jesus offerierte sein Blut und sein Fleisch als freie Gabe! Beides kam auf den geistigen Altar Gottes und getaufte Christen haben als Söhne der Apostel daran Anteil, weil wir als gesamtes Jesu Familie bilden, seine Brüder und Schwestern sind, die den sinnbildlichen gemeinsam den „Leib des Christus“ bilden! Jesus gab beim letzten Abendmahl den Aposteln die Anordnung jährlich diesen Gedenktag am Abend des 14. Nisan einzuhalten, in derselben Art wie er es gemäss GESETZT tat! Es war vorab die Erinnerung an das Gericht Gottes an der Erstgeburt Ägyptens, das Vorbeigehen des Strafengels an all jenen Häusern, die an den Türpfosten des Hauses das Blut des Passahlammes gestrichen hatten und sollte fortan zudem Erinnerung an Jesu Tod als makelloses „Lamm Gottes“ sein!

 

Jesu Leib wird beim Abendmahl durch ungesäuertes Brot veranschaulicht, das Leben bedeutet, wenn wir davon essen!*** Rbi8  Matthäus 26:26-28 ***

Nehmt, eßt! Dies bedeutet meinen Leib.“ 27 Auch nahm er einen Becher, und nachdem er Dank gesagt hatte, gab er ihnen diesen und sprach: „Trinkt daraus, ihr alle; 28 denn dies bedeutet mein ‚Blut des Bundes‘, das zugunsten vieler zur Vergebung der Sünden vergossen werden wird.

 

Wer nicht sein Blut trinkt und nicht sein Fleisch isst, der wird nicht an „ewigem Leben“ teilhaben, so hat es Jesus deutlich erklärt! Wir müssen somit selber entscheiden, ob wir am Tisch Jesu und des Königreiches Gottes oder am Tisch Satans und dessen System, mit all den vielen getrennten politischen und religiösen Königreichen teilhaben. Wir müssen uns entscheiden: Das eine oder das andere!

 

*** Rbi8  Matthäus 12:30 ***

Wer nicht auf meiner Seite ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.

 

Wir können nicht für zwei unterschiedliche Königreiche einsammeln, Jesu „Leib“, seine Versammlung ist nicht ein geteilter Leib, sondern bildet das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“! Wir können nicht in eine Religion hineingetauft werden, wo es doch nur eine Taufe in den Christus gibt! Wer sich in eine Religionsorganisation und deren Glaubensbekenntnis taufen lässt hat sich täuschen lassen! Religiöser Lug und Trug, das Übliche in „Babylons der Grossen“: Verwirrung!

 

*** Rbi8  1. Korinther 1:12-13 ***

Was ich meine, ist dies, daß jeder von euch sagt: „Ich gehöre zu Paulus“, „Ich aber zu Apollos“, „Ich aber zu Kephas“, „Ich aber zu Christus.“ 13 Der Christus besteht geteilt. Paulus wurde doch nicht etwa für euch an den Pfahl gebracht? Oder wurdet ihr im Namen des Paulus getauft?

 

Wer sagt ich gehöre zur Katholischen Kirche, ein anderer zu den Mormonen, ein dritter zu Jehovas Zeugen und wieder ein anderer behauptet Lutheraner zu sein: Alle zeigen dadurch deutlich, dass sie die Worte des Paulus noch nicht verstanden haben!

 

10.3.1.5       Christen sind geistige Juden unter demselben Gott als höchstem König und dem „GESETZ des Christus“

Wir sollen uns dabei immer wieder in Erinnerung rufen, dass Christen geistige Juden sind, eingepflanzt in den selben „Wurzelstock des Olivenbaums“ der Israel darstellt, unter genau demselben göttlichen GESETZ stehen das Gott jener Nation gab, so wie Jesus und die Apostel darunter standen! Nicht der Bund vom Sinai, sondern nur der Salzbund mit Aaron und alles, was mit dem Tempel- und Priesterdienst, den Opfern zusammenhing erfuhr eine Berichtigung durch den neuen Hohepriester Jesus und den neuen, geistigen Tempel! Jesus brachte diesbezüglich einen „Wechsel im GESETZ“, nicht dessen Ende! Dieser Wechsel betrifft das levitische Priestertum, das durch einen neuen Hohepriester und eine neue Art Priester ersetzt wurde, die nicht aus dem Stamm Levi sind! Da die Leviten Gottes Anspruch nicht zu erfüllen in der Lage waren, wurden sie von Gott durch etwas weit besseres ersetzt, das Gottes Anspruch an Gehorsam erfüllt und frühere Sünden durch ein einziges Opfer wirklich auszulöschen in der Lage ist (Rö 11:17-24; Heb 7:11-13).

 

Wesley: Cristus ist (nicht!!!) das Ende des Gesetzes*** Rbi8  Matthäus 5:17-20 ***

Denkt nicht, ich sei gekommen, um das GESETZ oder die PROPHETEN zu vernichten. Nicht um zu vernichten, bin ich gekommen, sondern um zu erfüllen; 18 denn wahrlich, ich sage euch: Eher würden Himmel und Erde vergehen, als daß auch nur ein kleinster Buchstabe oder ein einziges Teilchen eines Buchstabens vom GESETZ verginge und nicht alles geschähe. 19 Wer immer daher eines dieser geringsten Gebote bricht und die Menschen demgemäß lehrt, der wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚Geringster‘ genannt werden. Wer immer sie hält und lehrt, dieser wird hinsichtlich des Königreiches der Himmel ‚groß‘ genannt werden. 20 Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.

 

Unsere Gerechtigkeit wird somit daran gemessen, ob wir das ganze göttliche GESETZ halten und es lehren! John Wesley dagegen erklärte in seinen Schriften: „Christus ist des GESETZES Ende“. Wer nun lügt? Jesus oder Wesley? Sagt Paulus die Wahrheit: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz [[GESETZ]] auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz [[GESETZ]] auf.“ (Rö 3:31) Reissen wir es nun ein oder bauen wir das GESETZ unter den Nationen auf? Jeder treffe seinen eigenen Entscheid und trage die Konsequenz im Falle von Gesetzlosigkeit und Gesetzesbruch! Schon die Pharisäer lehrten das GESETZ wohl, hielten es aber nicht! Die Schriftgelehrten hielten weit mehr an den Überlieferungen der Vorväter fest, als an die Schriften Mose und der Propheten zu glauben! Die heutigen christlichen Lehrer haben beides verlassen, lehren eigene Überlieferungen und übertreten Gottes GESETZ in ihrer Weise noch weit herausragender! Jesus erwiderte denen, die ihn anklagten „die Überlieferungen der Vorväter“ zu übertreten:

 

*** Rbi8  Johannes 8:46-47 ***

Wer von euch überführt mich einer Sünde? Wie kommt es, daß ihr mir nicht glaubt, wenn ich die Wahrheit rede? 47 Wer aus Gott ist, hört auf die Worte Gottes. Darum hört ihr nicht zu, weil ihr nicht aus Gott seid.“

 

Anstatt auf Religionslehrer zu achten, sollten wir wiederum auf Jesu „Worte der Wahrheit“ achtgeben! Das geht nur dann, wenn wir „seinen Fussstapfen wirklich nachfolgen“. Wenn Jesus keines der GESETZE übertrat, so sollen auch wir ohne Sünde sein! Wenn Jesus vollkommen Gottes Willen erfüllte, so ist er uns dafür Beispiel, dieselbe Vollkommenheit anzustreben! Das ist keineswegs unmöglich, denn Jesus machte es vor, er war dabei ganz Mensch wie du und ich, er litt und wurde wie wir versucht, allerdings blieb er stets treu! Dies geht aus den Worten des Petrus im 1.Brief deutlich hervor:

 

Jesus erlitt die Streiche die uns galten!*** Rbi8  1. Petrus 2:21-25 ***

In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt. 22 Er beging keine Sünde, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden. 23 Als er beschimpft wurde, gab er nicht schimpfend zurück. Als er litt, begann er nicht zu drohen, sondern übergab sich weiterhin dem, der gerecht richtet. 24 Er selbst trug unsere Sünden in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt“. 25 Denn ihr seid wie Schafe gewesen, die irregingen, ihr habt jetzt aber zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückgefunden.

 

Ja, die Geissellungen die er ertrug galten unseren eigenen Vergehungen! Jesus war sich Gottes Gericht stets bewusst! Er wusste um die Güte des Vaters, dessen Bereitschaft Menschen grosszügig zu vergeben, wo wahre Umkehr und Reue vorliegt! Er wusste auch, dass Gottes Gerechtigkeit für Sünde Todesstrafe bedingt und war bereit, sein eigenes Leben zu Gunsten unserer Verfehlungen hinzugeben! Seine genaue Erkenntnis hatte erfasst, dass es bei Gott Vergebung gibt aber niemals Straffreiheit!

 

Uns stets der Wahrheit erinnernd müssen wir jede Art Lüge und Trug aus unserem Leben verbannen! Wir können nicht gleichzeitig religiösen Irrlehren nachfolgen und Jesus kopieren! Wir sollen nicht menschliche Richter des Systems (wie Herodes oder Pilatus) noch Richter innerhalb der Religionen (wie Pharisäer und Schriftgelehrte) fürchten, sondern wie Jesus Gottes gerechtes Gericht erwarten, wissend stets das zu tun, was Jesus uns aufgetragen hat! Mit den Sündern dieses Systems will ein Christ nicht Anteil haben! Statt Lohnhirten nachzufolgen wäre es somit klug zum wahren Hirten und Aufseher zurückzukehren!

 

10.3.1.6       Jesus sprach Recht in seiner eigenen Versammlung der Apostel

Mit Auserwählung der zwölf Apostel bildete sich Jesus eine eigene geistige Familie oder Versammlung. Während der dreieinhalb Jahre, die ihm der Vater für die Erfüllung seiner Aufgabe gestellt hatte, schulte er die Seinen. Er wusste um diese Vorgabe der halben Jahrwoche aus den Prophezeiungen des Propheten Daniel über die siebzig Jahrwochen: Diese Zeitspanne würde es bis zum Messias und der Beendigung von dessen Aufgabe, Gerechtigkeit herbeizuführen dauern.

 

Prophezeiung & Erfüllung der 70 Jahrwochen Daniels
   

Durch die Salbung als neuen Hohepriester würde das Ende des Salzbundes mit Aaron kommen, wegen der ständigen Übertretung gegenüber Gottes Messias. Den Juden gegenüber musste der Christus kommende Verwüstung und Ausrottung bestätigen, die schon der Prophet Hosea, davor Jesaja u.a. davor angekündet hatten, wegen deren Halsstarrigkeit und beständigen Verletzung von Gottes Geboten. Israel und Jerusalem sollte verödet werden und durch die Nationen bis zur endgültigen Aufrichtung von Gottes erdenweitem Königreich niedergetreten werden. All das musste aufgrund des göttlichen Rechts erfüllt werden, das auf Übertretung Fluch und Strafe ankündigt! Gerechtigkeit herbeiführen bedeutet Recht zu sprechen, ein Urteil zu fällen und dieses zu vollstrecken, denen gegenüber die Einsicht zeigen aber Barmherzigkeit erweisen (Hes 21:25-27; Da 4:25; 9:25-27; Lu 21:20-24)!

 

*** Rbi8  Daniel 9:24 ***

Siebzig Wochen sind es, die über dein Volk und über deine heilige Stadt bestimmt worden sind, um die Übertretung zu beendigen und der Sünde ein Ende zu bereiten und für Vergehung [[(dem Fluch darauf mittels Jesu unschuldigem Blut)]] Sühne zu leisten und Gerechtigkeit herbeizuführen auf unabsehbare Zeiten [[(auf ewig (Jesus starb ein für allemal zu Gunsten Sündern; willentliche Sünde danach muss selbst bezahlt werden (Heb 10:26-31))]] und ein Siegel auf Vision und Prophet zu drücken und das Hochheilige zu salben [[(Jesu himmlische Erhähung über alle Macht und Autorität)]].

 

Davids Thron wird von Jesus, dem "Samen Davids" bestiegen! Jesus begann zu Beginn der siebzigsten Jahrwoche seine Aufgabe mit seiner Taufe im Jordan zu erfüllen, wo er sich dem Vater gegenüber als Menschensohn vorstellte, um dessen Willen zu tun und wo er durch Gottes heiligen Geist gesalbt wurde! Der Vater selbst bestätigte die Sohnschaft Jesu (Mat 3:13-17). „Das Hochheilige“ war damit gekommen und trat in Erscheinung! Jesus musste Licht auf die Wahrheit und Gerechtigkeit werfen und war hierzu gesandt, um „die verlorenen Schafe Israels“ zu sammeln und zu ihrem Schutz und Überwachung in seine eigene Hürde, in das „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ einzubringen (Joh 1:1-13). Dadurch, dass er alle Merkmale zu erfüllen begann, welche die Propheten über den Christus beschrieben hatten, drückte er jenen Vorhersagen das Siegel der Wahrhaftigkeit auf. (Joh 3:33)  Er liess „alle zu einem ‚Ja‘ werden“! (Joh 3:33) Seine Werke sollten über ihn als Gottes Auserwählten, Jehovas himmlischen Abgesandten (Joh 17:5) und kommenden König Israels auf dem verwaisten Thron Davids (Lu 1:32; Joh 15:35-37) Zeugnis ablegen! (Joh 10:37, 38; 2.Kor 1:19-22)

 

Wie jeder Vater in erster Linie für seine eigene Familie für gerechte Verhältnisse sorgen musste, so tat dies Jesus mit den Aposteln, welche er exakt darüber belehrte, was Gott im GESETZ für jedes Thema festgelegt hatte (Mat 12:46-49). Er lehrte sie zwischen den Prinzipien hinter den Geboten zu unterscheiden, welche die ganze Erfüllung des GESETZES beinhalteten (Rö 13:8; Gal 5:14), der Liebe zu Gott und zum Nächsten und lehrte sie dadurch, sich gar nicht erst der Grenzlinie zur Sünde hin zu nähern. Er zeigte andererseits, wie wichtig die Kontrolle der Gedanken und der Gefühle sind! (Mat 5:27-48) Alles, was Jesus gegenüber dem Volk in Gleichnissen lehrte, das erklärte er in deren tieferen Sinn den Aposteln, welche später diese Dinge wiederum in ihren eigenen Versammlungen gegenüber ihren Jüngern lehrten und sie in den Evangelien und Briefen für uns festhielten (Mat 13:10-15).

 

Jesus zeigte, dass jede Art Gesetzesübertretung Folgen hat (2.Mo 34:6, 7) und jeder, der ihm nachfolgen möchte sich um genaue Erkenntnis bemühen muss! Er lehrte seine Apostel genau hinzuhören, um den Sinn der Worte zu verstehen und zeigte, dass Erkenntnis von Gottes Willen ewiges Leben bedeutet! (Joh 8:43, 44)

 

*** Rbi8  Johannes 17:3 ***

Dies bedeutet ewiges Leben, daß sie fortgesetzt Erkenntnis in sich aufnehmen über dich, den allein wahren Gott, und über den, den du ausgesandt hast, Jesus Christus.

 

Jesu Opfertod für unsere Sünden am PfahlSo lernten die Apostel die Heuchelei der levitischen Priesterschaft zu durchschauen und solches selbst zu meiden (Mat Kap. 23). Jesus lehrte sie hinter den äusseren Schein zu blicken und die wahren Motive des Handelns der Vorsteher Israels aufzudecken (Lu 6:39-42). Dabei zeigte er immer aufs Neue, dass spitzfindige Umgehung des Sinnes der GESETZE „faulen Früchten“ entspricht und der ganze „Baum“ umgehauen wird, der nicht „gute Früchte“ trägt! (Mat 15:12-14) Jesus wusste um seine Aufgabe die Übertretung Israels zu beenden und einen Überrest um sich zu sammeln! (Jes 10:20-23) Mit Jesu Tötung am Stamm erreichte diese Übertretung ihren Höhepunkt (Jes 24:20; Jer 14:20). Dadurch aber wurde nur die Prophezeiung Jesajas über den Messias erfüllt, der durch seinen Tod für Sünde für all jene Sühne leisten würde, welche dieses Opfer in Dankbarkeit anzunehmen bereit sein würden! Wie so oft schreibt der Prophet Gottes Worte auf, als wären sie bereits geschehen!

 

 *** Rbi8  Jesaja 53:5-9 ***

Aber er [[(der Messias)]] wurde für unsere Übertretung durchstochen [[(Todesstrafe gegenüber Feinden Gottes)]]; er wurde für unsere Vergehungen zerschlagen [[(niedrigeres Strafmass für Vergehen)]]. Die Züchtigung, die zu unserem Frieden diente, [lag] auf ihm, und seiner Wunden wegen ist uns Heilung geworden [[(denn er selbst trug das Strafmass, das unserer Übertetung zustand)]]. 6 Wie Schafe sind wir alle umhergeirrt; wir haben uns ein jeder auf seinen eigenen Weg gewandt; und Jehova selbst hat unser aller Vergehung ihn treffen lassen. 7 Er wurde hart bedrängt, und er ließ sich niederdrücken; doch pflegte er seinen Mund nicht aufzutun. Er wurde so wie ein Schaf zur Schlachtung geführt; und wie ein Mutterschaf, das vor seinen Scherern verstummt, pflegte auch er seinen Mund nicht aufzutun.

8 Wegen Einschränkung und Gericht [[(Satan und dessen System gegenüber (Joh 12:31))]] wurde er weggenommen; und wer wird sich auch mit [den Einzelheiten] seiner Generation befassen? Denn er wurde abgetrennt vom Land der Lebenden [[(hin zu Gottes Thron)]]. Wegen der Übertretung meines Volkes erlitt er den Schlag. 9 Und er wird seine Grabstätte sogar bei den Bösen machen [[(denen die ungerechten Reichtum aufgehäuft hatten)]] und bei der reichen Klasse in seinem Tod, obwohl er keine Gewalttat verübt hatte und kein Trug in seinem Mund war.

 

Alle die an den Messias glauben würden, diese sollten wie „Schafe“ zu einer neuen „Hürde“ geführt werden, wo ihnen Schutz gewährt wird. Jesus hatte die Folgen der Übertretung gegenüber seinen Feinden deutlich angekündigt, dass Priesterschaft, Tempel und Jerusalem als Regierungssitz entfernt und die Nation zerstört würden! (Mat 23:37-24:2) Menschen der Nationen die bereit sein würden Jesus als Gottes Abgesandten anzuerkennen sollten nun Gelegenheit haben Nutzniesser zu werden, indem sie „Miterben des Christus“ werden könnten. Jesus hatte all dies öffentlich und gegenüber den Aposteln deutlich angekündigt, dass all dies so geschehen müsse, damit die Schriften der Propheten in allem erfüllt würden! (Lu 24:44-49; Joh 18:19, 20; Rö 8:17) Teile davon werden erst in unseren Tagen, im Endgericht Erfüllung finden.

 

Jesus lehrte seine Apostel sich nicht übereinander zu erhöhen und kündigte ihnen künftige Königsherrschaft an, vorausgesetzt: Ihre Treue bis in den Tod! Er machte hierzu mit ihnen einen Bund! (Lu 22:20) Sie sollten künftig in allem sein Vorbild nachahmen und Diener und Unterweiser jener werden, die sie selbst zu Jüngern machen mussten (Mat 28:19, 20). Mittels solcher Versammlungen sollte ein gerechtes System als Grundmuster errichtet werden! (Apg 15:40, 41; 16:5; Rö 16:4) Alle mussten die Leitung durch „ein Haupt anerkennen. Christus war sowohl das „Haupt des Mannes“ wie auch das „Haupt der Christenversammlung“ (Mat 28:18; Joh 13:5-17; Eph 1:22).

 

Jesus duldete innerhalb seiner geistigen Familie keine Übertretung göttlicher Normen oder Zuwiderhandlung gegen Gottes Willen. Wer unbewusst einen Fehltritt begann, der musste zurecht gebracht werden. Als Petrus ihn davon abhalten wollte, dass Jesus den Gedanken an seinen Opfertod äusserte, um sich und die Zwölf auf Kommendes vorzubereiten, da musste er Petrus mit harten Worten zurechtweisen! Wir sollen lernen die Gedanken Gottes zu denken und nicht die Gedanken der Menschen! Jesus selbst kannte Gottes Worte in ihrer ganzen Tiefe, deren himmlischer Übermittler er doch zuvor gewesen war

 

*** Rbi8  Matthäus 16:21-23 ***

Von dieser Zeit an begann Jesus Christus seine Jünger darauf hinzuweisen, daß er nach Jerusalem gehen und von den älteren Männern und Oberpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag auferweckt werden müsse. 22 Daraufhin nahm ihn Petrus beiseite und fing an, ihm ernste Vorhaltungen zu machen, indem er sprach: „Sei gütig mit dir selbst, Herr; dieses [Geschick] [[(die Gefangennahme, Verhöre, Erniedrigungen, Streiche und der schmachvolle Tod)]] wird dir bestimmt nicht widerfahren.“ 23 Er aber drehte sich um und sagte zu Petrus: „Tritt hinter mich, Satan [[(= Widerstandsleistender)]]! Du bist für mich eine Ursache des Strauchelns, weil du nicht Gottes Gedanken denkst, sondern die der Menschen.“

 

Menschen suchen den Weg des geringsten Widerstandes. Gegen Judas, der im Begriffe war ihn zu verraten verkündete er sein Urteil, indem er eine Wehe über ihn aussprach noch bevor Judas seinen Verrat beenden konnte!

 

Einer von euch wird mich verraten! *** Rbi8  Matthäus 26:21-25 ***

Während sie aßen, sprach er: „Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten.“ 22 Tief betrübt darüber, fing jeder einzelne von ihnen an, zu ihm zu sagen: „Herr, ich bin es doch nicht etwa? 23 Er erwiderte [[(sich zu Johannes hinwendend, der ihn gefragt hatte wer es sei (Joh 13:25-27))]] und sprach: „Der seine Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten. 24 Allerdings geht der Menschensohn weg, so wie über ihn geschrieben steht, wehe aber dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre besser für ihn, wenn dieser Mensch nicht geboren worden wäre.“ 25 Judas, der im Begriff stand, ihn zu verraten, gab ihm zur Antwort: „Ich bin es doch nicht etwa, Rabbi?“ Er sprach zu ihm: „Du selbst hast [es] gesagt.“

 

Keiner war sich seiner selbst vollkommen sicher, sich nicht selbst als Verräter darzustellen! Judas gegen verriet seine Herzenseinstellung. Jeder wurde sich eigener Fehlerhaftigkeit bewusst, obwohl sie wie auch wir alle „der Vollkommenheit“ nachstreben müssen! Jesus zeigte dagegen Jehova und den Aposteln gegenüber jeden Auftrag und Vorsatz Gottes zu erfüllen. Der Christus führte in seiner Versammlung Gerechtigkeit durch, er geistig aufbaute, unterwies, ermahnte, wies zurecht und verurteilte, wo es notwendig war. Nach dem Abendmahl, das Judas doch in unreinem Zustand eingenommen hatte verwies er diesen vom Tisch mit den Worte: „Der ist es, dem ich den Bissen geben werde, den ich eintauche.“ Nachdem er also den Bissen eingetaucht hatte, nahm er ihn und gab ihn Judas, dem Sohn des Sịmon Iskạriot. Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in diesen. Jesus sprach daher zu ihm: ‚Was du tust, tu schneller.‘ Keiner der zu Tisch Liegenden wußte indes, zu welchem Zweck er ihm dies sagte.“ (Joh 13:26-28)

 

Jesus heilte das Kranke, suchte das Verlorene, richtete das Ausgerenkte zurecht und führte die Seinen zu geistigen klaren „Wassern“ und „grüner Weide“! Dadurch gab er Versammlungsvorstehern das beste Beispiel, das es nachzuahmen gilt!

 

10.3.1.7       Gerechtes Gericht in der Christenversammlung

So wie unter mosaischem GESETZ offene Rechtshändel vor die Versammlung Gottes getragen werden mussten, um dort durch unparteiische, gottesfürchtige Richter entschieden zu werden, so ist dies unverändert auch in der Christenversammlung so! Jehova gebot Moses dies innerhalb der zwölf Stämme einheitlich zu regeln.

 

*** Rbi8  5. Mose 16:18-20 ***

Du solltest dir Richter und Beamte einsetzen innerhalb all deiner Tore, die Jehova, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, und sie sollen das Volk mit gerechtem Gericht richten. 19 Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst nicht parteiisch sein oder eine Bestechung annehmen, denn die Bestechung blendet die Augen der Weisen und verdreht die Worte der Gerechten. 20 Der Gerechtigkeit — der Gerechtigkeit solltest du nachjagen, damit du am Leben bleibst und das Land tatsächlich in Besitz nimmst, das Jehova, dein Gott, dir gibt.

 

Friedvolle Verhältnisse gedeihen nur da, wo Gerechtigkeit herrscht! Langsames, sich verzögerndes Gericht ist in sich bereits Ungerechtigkeit! Das Leben und den Besitz den Jehova gibt hängen von unserer Gerechtigkeit ab! Richter, die sich über Gottes GESETZ und seine Rechtsordnung erhöhen, sie werden ihr eigenes Gericht erfahren!

 

Die Christenversammlungen sich Fortsetzung der jüdischen Synagogen, ohne feste tempelgleiche Versammlungsgebäude, sondern wie die Apostelgeschichte und die Briefe deutlich zeigen, in Privathäusern organisiert. Paulus zeigte anhand der Versammlung Korinth, welche Pflicht jede einzelne Versammlung hat!

 

Rechtssachen zwischen Christen haben nichts vor weltlichen Gerichten zu suchen!*** Rbi8  1. Korinther 6:1-8 ***

Wagt es jemand von euch, der eine [Rechts]sache gegen den anderen hat, vor ungerechte Menschen [[(des gerade herrschenden Systems)]] vor Gericht zu gehen und nicht vor die Heiligen? 2 Oder wißt ihr nicht, daß die Heiligen [[(in Gottes Recht fähige, getaufte Christen)]] die Welt richten werden? Und wenn durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr da nicht geeignet, ganz geringfügige Dinge rechtlich zu entscheiden? 3 Wißt ihr nicht, daß wir [[(die Apostel)]] Engel [[(gr. agelos = Boten, Vorsteher (vergl. Off 1:20)]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

7 Nun bedeutet es tatsächlich durchaus eine Niederlage für euch, daß ihr Prozesse miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Im Gegenteil, ihr verübt Unrecht und Übervorteilung, und das an euren Brüdern.

 

Einen Rechtsfall zwischen zwei Brüdern an aussenstehende Gerichte zu ziehen ist somit für einen Christen untragbar! Wir können nicht von einem erhöhten, göttlich beeinflussten Standpunkt auf die Richter dieses Systems und deren Ungerechtigkeit herabblicken und gleichzeitig bei ihnen Schutz vor einem Mitchristen suchen! Wir können nicht aufgrund des göttlichen Rechtsmassstabs eine Angelegenheit beurteilen, um dann Richter zuzuziehen, die einen ganz anderen Massstab anwenden!

 

Unabhängig wer in der Versammlung die Weisheit besitzt Gottes Gerechtigkeit zwischen zwei Brüdern zur Anwendung zu bringen, die Streitenden müssen sich diesem Gericht unterordnen! Prozesse vor weltlichen Gerichten gegen Brüder zu führen ist eine vollkommene Niederlage für einen Christen! Wer nicht auf die Worte des Paulus hört, um sich vor weltlichen Gerichten gewisse Vorteile oder die Erfüllung von Rachegelüsten zu verschaffen, der missachtet auch Jesus, der deutlich vor Habsucht und Rache gewarnt hat! Solche Männer und Frauen spielen mit ihrem ewigen Leben in Gottes Königreich, weil sie dessen Gerechtigkeit deutlich an die zweite Stelle verweisen! (Mat 6:33)

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:1-8 ***

Was? Wißt ihr nicht, daß Ungerechte das Königreich Gottes nicht erben werden? Laßt euch nicht irreführen. Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei männlichen Personen liegen, 10 noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich erben. 11 Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden, aber ihr seid geheiligt worden, aber ihr seid gerechtgesprochen worden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und mit dem Geist unseres Gottes.

 

Durch die Taufe wurden wir von früheren Sünden reingewaschen! Paulus sagt im Hebräerbrief, dass „kein Schlachtopfer mehr übrigbleibt“, für jene, die Gottes GESETZ willentlich übertreten! Jesus starb für alle ein einziges Mal: Im Widerholungsfall von willentlicher Sünde muss der Einzelne den Preis bezahlen! Diebe, Habgierige, Erpresser und Ehebrecher werden Gottes Königreich nicht ererben! Lassen wir uns von falschen Argumenten, wie die Fehlübersetzung in den meisten Bibeln: „Denn Christus ist das Ende (statt der Höhepunkt in der Erfüllung; das Ziel) des GESETZES“ nicht täuschen! (Rö 10:4 vergl. Rö 3:31)

 

Paulus beruft sich auf die Regeln die im mosaischen GESETZ festgelegt sind, um Rechtsfälle innerhalb der Versammlung zu führen. Dabei sind Parteienbefragung, Zeugen und Dokumente die Grundlage für Richter, um einen Entscheid gemäss göttlichen Normen zu fällen! (2.Mo 20:16; 23:1-3; 35:30-32)

 

Paulus, als jüdischer Rechtsgelehrter war der Geeignete Gottes Vorhersagen und Recht zu erklären*** Rbi8  2. Korinther 13:1-4 ***

Dies ist das dritte Mal, daß ich zu euch komme. „Aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen soll jede Sache festgestellt werden.“ 2 Ich habe zuvor gesagt, und ich sage, als wäre ich zum zweiten Mal anwesend und doch jetzt abwesend, im voraus zu denen, die zuvor gesündigt haben, und zu allen übrigen, daß ich, wenn ich je wiederkomme, nicht schonen werde, 3 da ihr nach einem Beweis dafür sucht, daß Christus in mir redet, [Christus,] der euch gegenüber nicht schwach ist, sondern unter euch machtvoll ist. 4 Zwar ist er wirklich zufolge von Schwachheit an den Pfahl gebracht worden, aber zufolge der Kraft Gottes ist er am Leben. Wohl sind auch wir schwach mit ihm, doch werden wir mit ihm leben zufolge der Kraft Gottes euch gegenüber.

 

Paulus war als Oberrichter der Versammlungsvorsteher und über die durch diese bestellten Richter zuständig, als ihm Klage über ungehöriges Vorgehen zu Ohren kam. Er entschied gewisse Fälle in schriftlicher Form aus der Ferne, als ob er selbst anwesend wäre, aufgrund der Zeugenaussagen und Dokumente, welche ihm vorlagen! Wer sündigt soll nicht geschont werden, unabhängig von Geschlecht oder Stellung! Er muss gerechte Strafe erleiden und Schaden wieder gutmachen, den er angerichtet hat!

 

Paulus ist Stellvertreter Jesu und spricht mit dessen eigenen Worten und mit Jesu Autorität. Jesus, der als mächtiges Geistgeschöpf und Richter lebend ist versprach zudem, bei jedem Gerichtsfall unter Brüdern „im Geiste“, durch sein Schriftwort selbst mit anwesend zu sein!

 

Auch Paulus verspricht, dass er im kommenden System zufolge der Kraft Gottes selbst leben wird und dann Vorsteher und Richter, welche ihre Aufgabe nicht wahrnehmen oder ungerechte Urteile fällen, selbst innerhalb den übrigen Aposteln zur Rechenschaft ziehen wird! Er wird sie nicht schonen, denen aber Barmherzigkeit zeigen die guten Willens sind.

 

Menschliche Richter in der Versammlung, die nach Gottes Rechtsmassstab Urteile fällen, sie werden auch von Jesus als „treue Sklaven“ anerkannt, weil sie auf die Stimme ihres Herrn hören. Seinen zwölf Aposteln erklärte er:

 

*** Rbi8  Matthäus 18:18-20 ***

Wahrlich, ich sage euch: Welche Dinge immer ihr auf der Erde binden mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gebunden sind, und welche Dinge immer ihr auf der Erde lösen mögt, werden Dinge sein, die im Himmel gelöst sind. 19 Wieder sage ich euch in Wahrheit: Wenn zwei von euch auf der Erde in bezug auf irgend etwas Wichtiges, worum sie bitten sollten, übereinkommen, so wird es für sie von meinem Vater im Himmel aus geschehen. 20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich in ihrer Mitte.“

 

Diese Worte spricht Jesus im Zusammenhang mit gewichtigeren Rechtsstreitigkeiten, welche die Versammlung zu behandeln hat zu seinen Aposteln! Wir sollen dabei bedenken, dass ein von gerechten Richtern gefälltes Urteil vor Gott rechtskräftig ist und seine Vollstreckung nicht ruht, weder dadurch, dass jemand die Versammlung verlässt oder einfach die Zusammenkünfte nicht weiter besucht, noch durch Tod! Ungetilgte Schuld wird in der Auferstehung Vergeltung finden! Eine Löschung des Eintrags erfolgt erst dann, wenn Schuld getilgt und Sühne geleistet wurde. Jesus muss diese Dinge als Gottes Richter und Vollstrecker am Gerichtstag Harmagedons und während der Tausendjahrherrschaft wahrnehmen!

 

Gottes Vorkehrungen zur Sündenvergebung wahrnehmen!
  

Dieselben Richter werden in der Auferstehung ihrem ersten Urteil, das bisher nicht zur Vollstreckung gelangt ist auch im kommenden System Nachachtung verschaffen! Der adamische Tod an sich löscht weder schlechte noch guten Tagen aus. Paulus hatte ja deutlich gesagt, dass Richter der Versammlung im kommenden System selbst „die Welt“ richten werden!

 

10.3.1.8       Selbst die Initiative ergreifen Unrecht zu bereinigen, bevor es zum Gericht kommt!

Jesus forderte Mitbrüder dazu auf, dass sie sich mit jenem Bruder einigen müssten, gegen den sie sich vergangen haben, noch bevor es zum Gerichtsfall kommen würde! Er spricht von den wöchentlichen Versammlungen am Sabbat, wo gemäss mosaischem GESETZ die Opfer für Sünden vor die Priester und auf Jehovas Altar gebracht werden mussten! Er anerkannte diese Art von heuchlerischer Entschuldigung nicht, dass Jehova für Fehler Tiere geopfert wurde, der offene Fall aber unerledigt blieb, der Geschädigte ohne Ausgleich blieb. Er zeigte, dass die Reihenfolge umgekehrt sein musste: Zuerst den Fehler eingestehen und Wiedergutmachung erreichen, dann erst am Altar Opfer darbringen!

 

Des Herrn (Jehovas) Wort ist Wahrheit *** Rbi8  Matthäus 5:23-26 ***

Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

25 Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

 

Weit besser wäre es somit sein Unrecht einzugestehen und mit dem Bruder Frieden zu suchen, gegen den man sich vergangen hat! Deutlich verweist Jesus darauf, dass der Schuldige von der Versammlung zur Rechenschaft gezogen werden muss und „die letzte Münze“, welche das Urteil als Schuld und Vergeltung festlegt bezahlt werden muss! Gottes Gerechtigkeit verlangt Ausgleich von Unrecht! Das Blut Unschuldiger schreit vom Boden, auf den es vergossen wurde um Gerechtigkeit zu Gott! (Mat 23:33-35) Lohnarbeiter, denen gerechter Lohn vorenthalten wird, Witwen und Waisen deren Ansprüche ignoriert wurden schreien um Ausgleich zu Gott! Betrogene und solche, die bestohlen wurden flehen zum Vater um Gerechtigkeit! Vertragsbrüchige die sich aus ihren Verpflichtungen herauswinden müssen weiterhin mit Strafe rechnen (Mal 3:5).

 

Erst wenn die ganze Schuld vergolten ist erfolgt auch Löschung in der Buchrolle Gottes, wo Sünden deutlich aufgezeichnet sind! Es gibt somit ein göttlich geführtes Strafregister! Jeder, der sündigt lädt sich in Wirklichkeit einen Fluch Gottes auf sich! Der Prophet Sacharja musste darüber berichten:

 

*** Rbi8  Sacharja 5:1-4 ***

Dann erhob ich meine Augen wieder und sah; und siehe, eine fliegende Buchrolle. 2 Und er sagte zu mir: „Was siehst du?“

Darauf sprach ich: „Ich sehe eine fliegende Buchrolle, deren Länge zwanzig Ellen ist und deren Breite zehn Ellen ist.“

3 Dann sagte er zu mir: „Dies ist der Fluch, der über die Oberfläche der ganzen Erde ausgeht, denn jeder, der stiehlt, ist gemäß dem, [was] auf dieser Seite [steht], straflos ausgegangen, und jeder, der einen Eidschwur leistet, ist gemäß dem, [was] auf jener Seite [steht], straflos ausgegangen. 4 ‚Ich habe ihn ausgehen lassen‘, ist der Ausspruch Jehovas der Heerscharen, ‚und er soll in das Haus des Diebes und in das Haus dessen hineingehen, der in meinem Namen falsch schwört; und er soll inmitten seines Hauses verweilen und es und sein Holzwerk und seine Steine vernichten.‘ “

 

Jesus, seine Apostel und die 144.000 Priesterkönige sind dafür verantwortlich, dass ungesühntes Unrecht nach der Auferstehung der Ungerechten zur Sühnung kommt! Bedenken wir aber, dass die Lebenden ihr Gericht am Gerichtstag Harmagedons erlangen und Jesus zuvor beurteilt, wer als „Schaf“ auf ihn gehört hat oder wer als „Bock“ fehlende Nächstenliebe gezeigt hat! Diebe und Vertragsbrüchige gehen offensichtlich nicht schuldlos aus!

 

 

10.3.2        Frei sein von Anklage im göttlichem Gericht

 

10.3.2.1       Vergehen zieht Strafe nach sich!

Auch dann, wenn kein menschlicher Kläger vor der Versammlung oder menschlichen Gerichten Klage wegen einer Gesetzesübertretung führen mag, so ist es Gott selbst, der jede Sünde registriert! Das mag vielen unangenehm erscheinen, wir sollten aber sehen, was die Folgen sind, wo Sünde unaufgedeckt florieren kann! Auch wenn uns gewisse Religionsführer das Gegenteil versprochen haben mögen, dass Sünde leichtfertig durch ein paar heruntergeleierte Gebete oder durch Spenden abgedeckt werden könnten, ohne dass Wiedergutmachung und wahre Sühne erfolgt, so stimmt dies bestimmt nicht mit dem Sinn des GESETZES Gottes überein! Der Sinn des GESETZES ist Unrecht bewusst zu machen, um es von Anfang an zu vermeiden! Bei Gott gibt es niemals Straffreiheit! Daran änderte sich bis heute nichts! Die „unverdiente Güte Gottes“, welche frühere Sünden in der Taufe zudeckt, darf danach nicht missbraucht werden!

 

*** Rbi8  2. Mose 34:6-7 ***

Jehova, Jehova, ein Gott, barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und überströmend an liebender Güte und Wahrheit, 7 der Tausenden liebende Güte bewahrt, der Vergehung und Übertretung und Sünde verzeiht, doch keinesfalls wird er Straffreiheit gewähren, da er für das Vergehen der Väter Strafe über Söhne und über Enkel bringt, über die dritte Generation und über die vierte Generation.“

 

Christen müssen sich um eine genaue Erkenntnis und auch um Redefähigkeit bemühen! Durch Gottes unverdiente Güte hat er uns in der Taufe von früheren Sünden befreit, indem Jesus die uns zugedachte Strafe in Form von Verachtung, Schlägen und Tod selbst getragen hat! Dies gab uns die Pflicht andere über dieselbe gute Botschaft zu belehren! Wir sollen uns selbst und andere in dieser Botschaft durch genaue Erkenntnis befestigen!

 

Überströmend war die Gnade (unverdiente Güte) unseres Herrn) *** Rbi8  1. Korinther 1:4-9 ***

Ich danke Gott allezeit für euch im Hinblick auf die unverdiente Güte Gottes, die euch in Christus Jesus verliehen ist, 5 daß ihr an allem bereichert worden seid in ihm, an der vollen Redefähigkeit und an völliger Erkenntnis, 6 wie ja das Zeugnis über den Christus unter euch befestigt worden ist, 7 so daß ihr an gar keiner Gabe Mangel habt, während ihr sehnlich die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus erwartet. 8 Er wird euch auch befestigen bis ans Ende, damit ihr frei von Anklage seid am Tag unseres Herrn Jesus Christus. 9 Gott ist treu, durch den ihr zur Teilhaberschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn, berufen worden seid.

 

Wenn wir frei von Anklage sind erwarten wir das Offenbarwerden des Christus mit Freude! Wer aber weiterhin sündigt und sich Reue und gerechter Strafe entzieht, der wird diesem Tag furchtsam entgegensehen! Als Getaufte sind wir zur Teilhaberschaft mit Jesus am kommenden Königreich berufen worden, das bedingt, dass wir Jesus Fussstapfen nachfolgen und auch mit ihm mitleiden!

 

*** Rbi8  Hebräer 10:26-27 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird.

 

Taufe nur für Erwachsene im geprüften GlaubenJesu Schlachtopfer, das er für unsere Sünden dargebracht hat, wurde bei der Taufe zum Zudecken vergangener Fehler benötigt. Wer danach willentlich Sünde treibt, nachdem er Kenntnis über den Sinn von Jesu Tod erlangt hat, der kann nicht erwarten, dass Jesus ein weiteres Mal für seine Sünden stirbt! Diesmal muss jeder selbst die Konsequenzen seines Handelns tragen!

 

 Die Taufe aber, die unter der korrekten Voraussetzung von Reue und Umkehr als unverdiente Güte Befreiung von Todesstrafe durch Löschung unserer Sünden zur Folge hatte, sie beseitigt jeden Eintrag früherer Schulden! Jede Sünde macht uns zu einem Feind Gottes und entfremdet uns von ihm, weil wir seinen Willen missachten, was in Gottes Augen Böse ist!

 

*** Rbi8  Kolosser 1:21-23 ***

Ja euch, die ihr einst entfremdet und Feinde wart, weil euer Sinn auf die Werke gerichtet war, die böse waren, 22 hat er jetzt wieder versöhnt mittels seines Fleischesleibes durch [seinen] Tod, um euch heilig und makellos und frei von Anklage vor ihm darzustellen, 23 vorausgesetzt natürlich, daß ihr im Glauben verbleibt, fest gegründet und standhaft, und nicht abgetrieben werdet von der Hoffnung dieser guten Botschaft, die ihr gehört habt und die in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden ist. Ich, Paulus, bin ein Diener dieser [guten Botschaft] geworden.

 

Die Schrift, unser Schuldverzeichnis das uns anklagte, dieses wurde bei unserer Taufe „an den Stamm geheftet“, wo Jesus dafür gestorben ist! Nun kann uns Jesus nun als Mittler frei von Anklage Gott darstellen, sofern wir nicht weiter Sünde treiben. Voraussetzung, um in der Liebe des Christus zu verbleiben und dadurch für Gott annehmbar zu sein bedeutet im Glauben zu verbleiben und die entsprechenden Werke des Glaubens zu erfüllen, indem wir Jesu Gebote halten! Paulus warnt Christen davor, von dieser guten Botschaft abgetrieben werden zu können hin zu anderen, verfälschten guten Botschaften! Statt dessen gilt es standhaft und fest in der Wahrheit begründet zu bleiben! (Gal 1:6-9)

 

10.3.2.2       Vorsteher der Christenversammlung müssen frei von Anklage sein und bleiben!

Von noch weit grösserer Wichtigkeit ist es, dass Vorsteher der Christenversammlung frei von Anklage sind! Sie müssen Vorbild für die Herde sein. Habsucht ist nicht an bestehenden Besitz gebunden! Es gibt sowohl Arme wie Reiche die habsüchtig sind und sich Dinge aneignen wollen, welche anderen zustehen! Die Eignung eines Vorstehers muss somit vorab geprüft werden! Timotheus war ein Versammlungsältester der von Paulus zu dieser Aufgabe berufen wurde! Nun musste er bei der Erwählung von Dienstamtgehilfen und auch anderer Ältester der Versammlung oder bei der Bestimmung von Richtern behilflich sein und seinen durch Paulus geschärften Verstand einsetzen!

 

*** Rbi8  1. Timotheus 3:10 ***

Auch laßt diese zuerst auf [ihre] Eignung geprüft werden, darauf laßt sie als Diener tätig sein, wenn sie frei von Anklage sind.

 

Frei von Anklage zu sein bedeutet nicht, dass niemand es wagen darf Anklage zu erheben, weil gewisse einflussreiche Personen einen Schutzzaun errichtet haben! Es bedeutet ebenso wenig, dass nicht jemand fälschlich angeklagt wird. Es bedeutet einfach, dass ein Christ der ein Vorsteheramt anstrebt ohne Heuchelei ist, sein Verhalten und seine Werke mit göttlichen Normen wirklich im Einklang stehen! Schutzvorkehrungen, wie jene der Katholischen Priester, deren homosexuelle Vergehen in mehrheitlich katholischen Ländern von Polizei und Gerichten ignoriert werden, sie täuschen nur über schwerwiegende Mängel der Hierarchie hinweg! Sauerteig der sich frei ausbreiten konnte und zu einer richtigen Seuche geworden ist!

 

WEG ARTIKEL Wirkung des Sauerteigs in christlichen Organisationen
  

Vorsteher geniessen keine Immunität, wie sie Parlamentsabgeordnete für sich beanspruchen, um ungehemmt ihren Diebereien nachgehen zu können. Wenn christliche Vorsteher ihr Amt missbrauchen und schuldig werden, ihre Vergehungen nicht nach denselben Massstäben bereinigen, wie jeder andere Bruder, so sind sie von ihrer Position zu entfernen! Dies bedingt Zeugen, welche das Vergehen bestätigen können. Bei erwiesener Schuld muss der Übertreter vor der Versammlung getadelt werden!

 

Paulus will deutlich zwischen voreiligen Falschanklagen aus persönlicher Rache heraus und wirklichen Vergehen unterscheiden, um Vorstehern einen gewissen Schutz zu geben. Lehrbefugnis und richterliche Entscheidungen bedingen Dinge zu äussern und durchzusetzen, die weder persönlicher Neigung oder Voreingenommenheit entsprechen, sondern im Einklang mit Gottes Willen stehen und hin und wieder Uneinsichtige dazu führt Widerstand und Hassgefühle zu entwickeln, vor allem dann, wenn eine öffentliche Zurechtweisung notwendig wird!

 

Charamsa: "50% des gesamten Klerus sind schwul" *** Rbi8  1. Timotheus 5:19-21 ***

Gegen einen älteren Mann [[(Ältesten; Vorsteher)]] nimm keine Anklage an, außer aufgrund der Aussage von zwei oder drei Zeugen. 20 Weise Personen, die Sünde treiben, vor den Augen aller zurecht, damit auch die übrigen Furcht haben. 21 Ich gebiete dir feierlich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln [[(gr. agelos = Boten, Vorstehern)]], diese Dinge ohne Vorurteil zu bewahren und nichts nach einer Neigung zu Voreingenommenheit zu tun.

 

Timotheus sollte den übrigen Vorstehern als Beispiel vorangehen und Christen, welche gesündigt haben, vor den Augen aller zurechtweisen, unabhängig davon wer sie wären. Geheime Gerichtsverhandlungen und Entscheide dienen nur der Verdunkelung der wahren Sachbestände, statt zur Klärung beizutragen und Nachahmer von Sündern abzuschrecken! Gericht musste in Israel im Stadttor geführt werden, wo jeder, der ein- und ausgeht daran teilnehmen konnte! (5.Mo 16:18; 21:19)

 

Die Anforderungen an christliche Aufseher sind in den griechischen Schriften deutlich beschrieben. Sie müssen Selbstbeherrschung üben!

 

*** Rbi8  Titus 1:7-9 ***

Denn als Gottes Verwalter muß ein Aufseher frei von Anklage sein, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, kein lärmender Trinker, kein Schläger, nicht auf unehrlichen Gewinn erpicht, 8 sondern gastfreundlich, das Gute liebend, gesunden Sinnes, gerecht, loyal, Selbstbeherrschung übend, 9 am zuverlässigen Wort festhaltend, was seine [Kunst] des Lehrens betrifft, damit er imstande sei, durch die gesunde Lehre sowohl zu ermahnen als auch die Widersprechenden zurechtzuweisen.

 

Die Anforderungen an Gottes Verwalter sind nicht ein Hochschulabschluss an einem Priesterseminar oder ein Theologiestudium an einer Universität, sondern Vorbildlichkeit und Fähigkeit als Christ das in die Tat umzusetzen, was er andere lehrt. Eindeutig wird das Streben nach dem Laienamt eines Versammlungsvorstehers jedem Christen als erstrebenswert empfohlene, zur persönliche Wahl vorgelegt! Dieses Wort ist zuverlässig. Wenn jemand nach dem Amt eines Aufsehers strebt, begehrt er vortreffliche Arbeit.“ (1.Ti 3:1)

 

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Den Mühlstein um den Hals dessen der andere zum Straucheln bringtDarum ist die Ältestenschaft auch nicht auf eine Person je Versammlung beschränkt, sondern geeignete Männer sollten sich die Last der Verantwortung gegenseitig tragen helfen! Dazu ernennen sie sich Dienstamtgehilfen, um gewisse Aufgaben an jene delegieren zu können. Dabei ist von grosser Wichtigkeit am Wort Gottes gemäss der Bibel festzuhalten und nicht kirchliche Überlieferungen und Tradition über Gottes Wort zu stellen!

 

Petrus warnt in seinem Brief vor falschen Lehrern, falschen Propheten, welche Spaltungen verursachen, zu Sektenbildung neigen, die Stellung der Apostel und ihr Lehramt nicht respektieren und ihnen widersprechende Lehren verbreiten. Dadurch verleugnen sie in Wirklichkeit Jesus und bringen Schande auf „den Weg der Wahrheit“. Petrus erwähnt deren Habsucht, weil ihnen ihre Anhänger Quelle der Bereicherung darstellen (2.Pe 2:1).

 

*** Rbi8  2. Petrus 2:10-13 ***

Verwegen, eigenwillig, zittern sie [[(die selbstüberheblichen Vorsteher)]] nicht vor Herrlichen [[(Aposteln, ihnen in Autorität überordnet)]], sondern reden lästerlich, 11 wohingegen Engel, obwohl sie an Stärke und Macht größer sind, keine Anklage in lästerlichen Ausdrücken gegen sie vorbringen, [und sie tun es nicht] aus Respekt vor Jehova [[(dem Herrn (Jesus), der „Herr“ über jeden Vorsteher ist)]]. 12 Aber gleich vernunftlosen Tieren, die von Natur aus dazu geboren sind, eingefangen und vernichtet zu werden, werden diese [Menschen] in bezug auf Dinge, über die sie unwissend sind und lästerlich reden, in ihrem eigenen [Lauf] der Vernichtung auch Vernichtung erleiden, 13 indem sie sich als Lohn für Unrechttun [[(gesetzloses Handen)]] selbst Unrecht zufügen.

 

Einige jener Vorsteher behaupteten, dass Paulus kein echter Apostel sei, seine Lehren zurückweisend. „Die Herrlichen“, über welche jene Vorsteher lästern sind somit die Apostel und auch über die von jenen Abgesandten, in ihrer Sonderfunktion wie im Falle des Timotheus Vorsteher ab und neue einzusetzen. Sie weisen das Recht jener von Jesus Ernannten Miterben zurück, sie zu korrigieren und sie selbst aus dem Amt zu entfernen, wenn sie ihre Amtspflichten verletzen! (1.Kor 6:3; Off 2:5) Petrus warnt somit eindrücklich, was das Ende jener sein wird, die unwissend über die wahren Zusammenhänge und die Stellung der Apostel und deren Lehrbefugnis sind und über sie lästerlich reden! Hymenäus, Alexander und Philetus gehörten zu jener Gruppe (1.Ti 18-20: ; 2.Ti 2:16-19).

 

Paulus weist die Vorsteher in Korinth mit harten Worten zurecht, weil sie ihre Autorität als Richter nicht ausübten! Er nimmt dabei seine von Gott und Christus verliehene Autorität war! (Gal 1:1)

 

Image result for unruhe christenversammlungen*** Rbi8  1. Korinther 6:3-6 ***

Wißt ihr nicht, daß wir [[(die Apostel)]] Engel [[(gr. aggelos: Boten; Vorsteher; die 144.000 künftigen Priesterkönige]] richten werden? Warum also nicht Dinge dieses Lebens? 4 Wenn ihr nun Dinge dieses Lebens rechtlich zu entscheiden habt, setzt ihr da diejenigen als Richter ein, auf die man in der Versammlung herabblickt? 5 Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser [[(, ein Gesetzeskundiger: das GESETZ ist Grundlage der Weisheit)]] unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige [[(Weltmenschen, mit anderen Gesetzen)]]?

 

Jesus hatte den Aposteln deutlich versprochen, dass sie zusammen mit ihm die zwölf Stämme Israels, die künftigen 144.000 Priesterkönige richten werden! [B2e-B2g; Bb>](Mat 19:28; Lu 22:28-30; Off 7:1-8) Paulus klagt einige Älteste in Korinth an, weil sie kein Recht in der Versammlung gesprochen hatten, selbst schlimmste Unzucht tolerierten und verursachten, dass Bruder mit Bruder vor weltliche Gerichte gingen! Er drohte bei seinem nächsten Versammlungsbesuch an, dass er Vorsteher zur Rechenschaft ziehen würde! Somit ist es ein Vergehen seitens der Vorsteher, wenn sie Unrecht nicht zurechtzuweisen und es korrigieren!

 

Da ja die Päpste und Bischöfe sich auf dieselbe Stufe der Apostel stellen sind sie indirekt die heutigen Angeklagten. Sie wünschen sich selbst „Engel“ des Himmels zu richten, obwohl jene in der Stufe unzweifelhaft über den Menschen stehen! Jesus war ein hoher himmlischer Engelfürst, bevor er auf die Erde gesandt wurde, um als Mensch geboren zu werden. Er war dadurch „selbst ein wenig unter Engel erniedrigt“ worden! 

 

*** Rbi8  Hebräer 2:5-7 ***

Denn nicht Engeln hat er die künftige bewohnte Erde unterworfen, von der wir reden. 6 Aber ein gewisser Zeuge hat irgendwo bezeugt, indem er sagt: „Was ist [der] Mensch, daß du seiner gedenkst, oder [der] Menschensohn, daß du für ihn sorgst? 7 Du hast ihn ein wenig unter Engel erniedrigt; mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und ihn über die Werke deiner Hände gesetzt.

 

Jesus wurde erst nach dem Erleiden des Opfertodes über das ganze Werk der Hände Jehovas gesetzt, sowohl im Himmel, wie auf der Erde! Keinem anderen Menschen wurde versprochen über Engel zu herrschen! Als auferwecktes Wesen „im Geiste“ erhöhte ihn Jehova über seine gesamte Schöpfung.

 

Driiter Brief des JohannesBegreiflich, dass solche selbstüberhöhten Personen die Apostel nicht als ihre Richter wünschen und durch das Fehlen der Übersetzung des griechischen Wortes aggelous nach Wahrheit suchende Menschen davon abzuwenden versuchen, den Zusammenhang richtig zu verstehen! Die Protestanten und Evangelisten danach, als Töchter ihrer abtrünnigen Mutter folgten diesem Brauch!

 

Johannes zeigt in seinem dritten Brief am Beispiel des Diotrephes, wie sich solches unehrerbietiges Verhalten gegenüber den Aposteln innerhalb einer Versammlung auswirken kann!

 

*** Rbi8  3. Johannes 9-10 ***

Ich schrieb etwas an die Versammlung, aber Diotrephes, der unter ihnen gern den ersten Platz einnimmt, nimmt von uns nichts mit Respekt an. 10 Darum will ich, wenn ich komme, an seine Werke erinnern, die er fortgesetzt tut, indem er mit bösen Worten über uns schwatzt. Und damit nicht zufrieden, nimmt er selbst auch die Brüder nicht mit Respekt auf, und diejenigen, die sie aufnehmen wollen, sucht er daran zu hindern und aus der Versammlung hinauszuwerfen.

 

Wer die Apostel nicht zu ehren weiss, der wird auch jene nicht willkommen heissen, welche von jenen abgesandt sind! Die Unterordnung unter das „Haupt“ Jesus zeigt sich auch darin, dass wir denen Ehre zukommen lassen, die von Jesus für ihre Aufgabe erwählt wurden.

 

10.3.2.3       Unterschiedliche Ämter, Stellungen und unterschiedliche Geistesgaben

Jesus gab unterschiedlichen Personen Geistesgaben und setzte selbst von ihm bestimmte Männer in besondere Stellungen ein! Nicht jeder war mit denselben Gaben ausgestattet! Die Stellung der Apostel darf sich keiner aneignen und zur Stellung als „treue Sklaven“ sind nur Männer berufen worden, um Dienst als Vorsteher auszuüben! Die Apostel waren und sind seit ihrer Frühauferstehung weiterhin befugt Männer aus ihrer Stellung zu entfernen und andere an jene führende Stelle einzusetzen! In ihrer Abgeschiedenheit der „Wildnis“ halten sie sich vollständig zurück, weder durch persönliche Nachrichten, noch Schreiben tun sie sich kund. Für ihre Entscheide, welche Vorsteher zu den Versiegelten gehören handelt Jehova durch Christus und Visionen. Sie richten die Vorsteher mit und sind an der Versiegelung des Überrests mitbeteiligt! Alles dient dem harmonischen Aufbau des Leibes des Christus! Christus gibt durch unverdiente Güte freie Gaben, jedem nach seinen erwiesenen Talenten: Apostel, Propheten, Evangeliumsverkündiger, Hirten und Lehrer. Er sitzt an höchster Stelle neben seinem Vater auf dem himmlischen Thron.

 

*** Rbi8  Epheser 4:7-10 ***

Jedem von uns nun ist unverdiente Güte verliehen worden, so wie der Christus die freie Gabe zugemessen hat. 8 Deshalb sagt er: Als er auffuhr in die Höhe, führte er Gefangene hinweg; er gab Gaben [in Form von] Menschen. 9 Was bedeutet nun der Ausdruck „[als] er auffuhr“ anderes, als daß er [[(zuvor)]] auch in die unteren Regionen, das heißt zur Erde, hinabfuhr? 10 Der, welcher hinabfuhr, ist auch der, welcher hoch über alle Himmel hinauffuhr, damit er allen Dingen Fülle gebe.

 

Die „Gaben in Form von Menschen“ sind in jeder Versammlung unterschiedlich, einige Älteste sind mit der Gabe des Prophezeiens versehen, andere sind ausgezeichnete Verkündiger der guter Botschaft, ein weiterer aber geschickt als Redner und Lehrer! Einige tun sich als gerechte Richter hervor. Alle haben dieselbe Aufgabe: Die Versammlung zu stärken und Irrende, Murrende und Widerredende durch geschickte Handhabung des Wortes zurechtzubringen!

 

Aufbau des "Leibes des Christus" und Funktionen
 

Paulus beschreibt dies im Brief an die Epheser, welche wir in der Grafik auch mit früheren Positionen ergänzt haben, die erst im neuen System erneut Anwendung finden:

 

Die Hand am Leib kann nicht Fuss sein und umgekehrt*** Rbi8  Epheser 4:11-16 ***

Und er gab einige als Apostel, einige als Propheten, einige als Evangeliumsverkündiger, einige als Hirten und Lehrer, 12 im Hinblick auf das Zurechtbringen der Heiligen, für das Dienstwerk, für die Erbauung des Leibes des Christus [[(der Versammlung als Teil des „Königreiches des Sophnes seiner Liebe“)]], 13 bis wir alle zur Einheit im Glauben und in der genauen Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, zum vollerwachsenen Mann, zum Maße des Wuchses, der zur Fülle des Christus gehört; 14 damit wir nicht mehr Unmündige seien, die wie von Wellen umhergeworfen und von jedem Wind der Lehre hierhin und dorthin getrieben werden durch das Trugspiel der Menschen, durch List im Ersinnen von Irrtum; 15 sondern die Wahrheit [[(„Dein GESETZ ist Wahrheit“ (Ps 119:142))]] redend, laßt uns in allen Dingen durch Liebe [[(, welche „Erfüllung des ganzen GESETZES“ ist (Rö 13:10))]] in den hineinwachsen, der das Haupt ist, Christus. 16 Von ihm aus bewirkt der ganze Leib, harmonisch zusammengefügt und durch jedes Gelenk, welches gibt, was nötig ist, zum Zusammenwirken veranlaßt, gemäß der Funktion jedes einzelnen Gliedes in gebührendem Maß, das Wachstum des Leibes zu dessen Erbauung in Liebe.

 

Bedenken wir, dass der menschliche Leib aus Millionen von Zellen besteht, die in Gruppen geordnet ihren Dienst zum Gedeihen des gesamten Leibes ausüben: Jedes Organ oder jeder Körperteil trägt bei zum Gelingen des gesetzten Zieles. Jede Zelle besitzt dieselbe Kopie der DNS, die bei der Zusammenführung in der Empfängnis individuell entstanden ist: Keine einzige DNS von Millionen von Menschen ist identisch mit einer anderen, auch nicht im Ausnahmefall von eineiigen Zwillingen! Ebenso müssen wir als Gesamtwesen Mensch uns wie die Organe und Körperteile in Hinsicht auf den Verstand, der sie anführt, in geistigem Sinne auf unser „Haupt“ ausrichten, auf Jesus.

 

All diese Gaben in Form von Männern und deren Fähigkeiten führen gemeinsam zur Einheit der Versammlung, die im selben Glauben und derselben Hoffnung geeint ist. Christen sollen „nicht weiter Unmündige“ sein, welche jeder abwegigen Lehre leichtfertig nachfolgen, weil sie unsere Gefühle oder Sinne einlullen! Irrtum zu ersinnen kennzeichnet leider viele Religionsführer aus, was ihre so unterschiedlichen, vom biblischen Standpunkt abweichenden Lehren schnell zeigen! Ein Christ aber gräbt direkt in der Schrift nach Wahrheit und gibt sich nicht einfach mit der „offiziellen Wahrheit“ der Mächtigen zufrieden! Das stellt Anforderungen an den Einzelnen, nicht ein „blindes Schaf“ zu sein, das irgendwelchen ebenso „blinden Hirten“ nachfolgt, sondern wirklich am einzig wahren Hirten“, an Jesus festhält! Sie wissen um die Gefahr der Blinden Leiter und Geführten am Gerichtstag!

 

*** Rbi8  Matthäus 15:14 ***

Laßt sie. Blinde Leiter sind sie. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in eine Grube fallen.“

 

All diese unterschiedlichen Gaben an Brüdern und Schwestern machen, dass eine Versammlung harmonisch zusammenwirkt und alles, was vom gerechten Standpunkt abweicht wieder an seinen richtigen Platz gelenkt wird! So ist jeder Einzelne gefordert mit zur Einheit der Versammlung beizutragen, Gefahren abzuwenden, streitsüchtige zurechtzuweisen!

 

Religionen die offen Lügen verbreiten
  

10.3.2.4       Schwache stärken, das Ausgerenkte einrenken und Gangrän von der Versammlung fernhalten

Die Vorsteher aber trifft die besondere Aufgabe schwache zu stärken, geistig Kranke zu heilen oder Dinge die ausgerenkt sind wieder einzurenken. All dies dient dem Frieden, ihm nachzujagen bedeutet sich ganzherzig einzusetzen!

 

*** Rbi8  Hebräer 12:12-17 ***

Darum richtet auf die schlaffen Hände und die matt gewordenen Knie, 13 und schafft weiterhin gerade Bahnen für eure Füße, damit das Lahme nicht ausgerenkt, sondern vielmehr geheilt werde. 14 Jagt dem Frieden nach mit allen und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird, 15 indem ihr sorgfältig darüber wacht, daß niemand der unverdienten Güte Gottes ermangelt; daß keine giftige Wurzel aufsprießt und Unruhe verursacht und daß nicht viele dadurch befleckt werden; 16 daß kein Hurer da ist noch irgend jemand, der heilige Dinge nicht schätzt, wie Esau, der seine Erstgeburtsrechte im Tausch für ein Mahl weggab. 17 Denn ihr wißt, daß er auch nachher, als er den Segen erben wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum für eine Sinnesänderung, obwohl er sie mit Tränen ernstlich suchte.

 

Giftige Wurzeln“ können in jeder Versammlung aufspriessen und Unruhe verursachen! Paulus erwähnt die Hurerei als vordringliche Gefahr aber auch Menschen, welche das Erstgeburtsrecht nicht hoch genug einschätzen, als „treue Sklaven“ ihrem Herrn und Besitzer Jesus zu dienen und sich dabei „andere Herren“ suchen oder sich selbst über Jesus und die Apostel erheben, indem sie der guten Botschaft widersprechende Lehren verbreiten. Sie tauschen ihre ewigen Vorrechte sinnbildlich gegen ein vergängliches „Linsengericht“ ein!

 

Möglicherweise verbreitete sich der Spaltpilz von der Kongregation Korinth her zu anderen Versammlungen aus. Dort wurde schlimme Hurerei eine längere Zeit geduldet, bevor Paulus einschritt. Das wird auf andere Unbeherrschte Auswirkungen gehabt haben! Wie weit zudem der Einfluss des Hymenäus und seiner Auferstehungslehre der Toten die bereits wieder leben in Korinth reichte, die zur Himmel-, Fegefeuer und Höllentheorie führten, dies lässt sich heute nicht mehr genau feststellen! Dass ihr Einfluss aber sehr gross war, weil ihre Lehren die Phantasie reizten, das zeigen die vielfältigen christlichen Religionen als Gesamtes, die eher dieser leeren Philosophie Glauben schenken und sie nach Gutdünken ausschmücken, wie den Worten des Paulus und des Johannes. Jene sagten deutlich, dass die Erstauferstehung [Bb] erst nach Harmagedons Endschlacht [B3] kommen wird und von der Wiederkehr Jesu zur Erde am „Tag des Herrn“ [B1>] abhängt!

 

Ganggrän breitet sich aus, wenn es nicht weggeschnitten wird*** Rbi8  2. Timotheus 2:16-19 ***

Meide aber leere Reden, die verletzen, was heilig ist; denn sie werden immer mehr zur Gottlosigkeit fortschreiten, 17 und ihr Wort wird sich ausbreiten wie Gangrän. Hymenäus und Philetus gehören zu diesen. 18 Gerade diese [Männer] sind von der Wahrheit abgewichen, indem sie sagen, die Auferstehung sei bereits geschehen [[](unmittelbar nach dem Tod)]; und sie untergraben den Glauben einiger. 19 Doch die feste Grundlage Gottes bleibt bestehen und hat dieses Siegel: „Jehova [[(der Herrn (Jesus))]] kennt die, die ihm gehören“ und: „Jeder, der den Namen Jehovas [[(des Herrn (Jesus))]] nennt, lasse ab von Ungerechtigkeit.“

 

Das Gangrän breitete sich schneller aus wie es Paulus und die übrigen Apostel es verhindern konnten! So musste Paulus dem Timotheus im zweiten Brief davon berichten, dass sich die Versammlungen in der Provinz Asien von ihm abgewandt hatten.

 

*** Rbi8  2. Timotheus 1:15 ***

Das weißt du, daß sich im [Bezirk] Asien alle von mir abgewandt haben.

 

Dies müssen für Paulus sehr schmerzliche Erfahrungen gewesen sein. Genauso sind es schmerzliche Erfahrungen, wenn sich Mitglieder von der Versammlung entfernen oder aus ihr entfernt werden müssen.

 

Erster und zweiter Petrusbrief Johannes gestand am Ende des ersten Jahrhunderts ein, dass es die „letzte Stunde“ des wahren Christentums war, weil geistiges „Gangrän“ sich in verschiedenen Versammlungen ausbreitete und die Apostel ihre Lebenszeit beendet hatten. Die Antichristen begannen sich frei zu entfalten. Sie verbreiteten Irrtum und Lügen, welche der Wahrheit deutlich widersprechen!

 

*** Rbi8  1. Johannes 2:18-21 ***

Kindlein, es ist die letzte Stunde [[(der apostolischen )]], und so, wie ihr gehört habt, daß [der] Antichrist kommt, so sind jetzt auch viele zu Antichristen geworden; aus dieser Tatsache erkennen wir, daß es die letzte Stunde ist. 19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie sind nicht von unserer Art gewesen; denn wenn sie von unserer Art gewesen wären, so wären sie bei uns geblieben. Aber [sie sind weggegangen,] damit offenbar gemacht werde, daß nicht alle von unserer Art sind. 20 Und ihr habt eine Salbung von dem Heiligen; ihr alle habt Kenntnis. 21 Ich schreibe euch, nicht weil ihr die Wahrheit nicht kennt, sondern weil ihr sie kennt und weil aus der Wahrheit keine Lüge stammt.

 

So war nach dem Tod des Johannes niemand mehr da, der diesen Abfall hin zu falschen Lehren zu verhindern vermochte! Aufgrund der Kenntnis der Wahrheit war jeder selbst verpflichtet Lüge offen entgegenzutreten! Darin zeigt sich die Salbung, die wir alle in der Taufe erhalten haben in Form zur Berufung für Christus zu streiten mit dem Schwert des Geistes, den Schriften! Vorsteher müssen lernen, dass Gott für verschiedene Vergehen verschiedene Strafen vorgesehen hat, um solche die schwer verstehen und notwendiger Korrektur auszuweichen versuchen zurechtzubringen!

 

 

10.3.3        Vergehen zog, zieht und wird weiterhin Vergeltung nach sich ziehen

 

10.3.3.1       Disziplinarmassnahmen: Gibt es wiederum Schläge und Gefängnisstrafe im kommenden System?

Zum Gericht gehören auch Strafen für Übeltäter! Keine Mutter und kein Vater kommt in der Kindererziehung gänzlich ohne Strafmassnahmen aus! (Spr 13:24; Heb 12:7, 8) Leider lernen wir als Kinder und selbst als Erwachsene die Lektion manchmal erst dann, wenn es uns schmerzlich trifft! Die Bibel zählt mehrere Arten von Strafen auf. Das GESETZ Mose regelte, welche Art von Strafe, auf welche Art des Vergehens vorgesehen war.

 

Da wir im Ebenbild Gottes erschaffen wurden lehrt uns unser eigenes Rechtsempfinden, dass ein Vergehen Strafe nach sich ziehen muss. Auch wenn Gott für Vergehen heute nicht unmittelbar Strafe vollzieht, so ist dies doch nur aufgeschoben, nicht aber aufgehoben!

 

Dürrenmatt: Justiz: Der Richter und sein HenkerDa Israel Gott als König und Richter von sich stiess übergab Jehova sie menschlichen Königen und Richtern, welche allzu oft entweder gar nicht einschritten, wenn Unrecht offensichtlich wurde oder aber selbstherrlich Recht sprachen und selbst den Gerechten zu vernichten suchten, weil ihr eigenes Handeln gesetzlos war! Der Höhepunkt wurde dadurch erreicht, dass die Vorsteher Israels und deren Priester den Abgesandten Gottes, Jesus vernichteten! Die Schuld trifft somit eindeutig nicht Gott, sondern Israel! Jehova hatte deutlich angekündigt, dass er sich zurückziehen würde, wenn sie sich ihm gegenüber rebellisch verhalten würden!

 

*** Rbi8  Prediger 8:11-13 ***

Weil das Urteil über ein schlechtes Werk nicht eilends vollzogen worden ist, darum hat sich das Herz der Menschensöhne in ihnen völlig darauf gerichtet, Schlechtes zu tun. 12 Obwohl ein Sünder hundertmal Schlechtes tun und es lange Zeit treiben mag, wie es ihm gefällt, weiß ich doch auch, daß es mit denen, die den [wahren] Gott fürchten, gut ausgehen wird, weil sie sich vor ihm gefürchtet haben. 13 Mit dem Bösen aber wird es gar nicht gut ausgehen, noch wird er seine Tage verlängern, die wie ein Schatten sind, weil er sich vor Gott nicht fürchtet.

 

Wer das treibt, was in Gottes Augen deutlich als Böse gekennzeichnet ist, mit dem darf und wird es nicht gut ausgehen! Das bedingt selbst härteste Strafe wie Versammlungsausstoss oder gar die Todesstrafe in jenen Ländern, wo sie noch gilt! Nach der Sintflut gebot Gott, dass für Blutvergiessen durch Menschen die Todesstrafe durch Menschen zu vollziehen sei! Die Aufgabe war auf zwei Ebenen aufgeteilt: Die Versammlung, die Klage führen muss und den Richter Israels, den Gott bestimmte!

 

*** Rbi8  1. Mose 9:5-6 ***

Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern. Von der Hand jedes lebenden Geschöpfes werde ich es zurückfordern; und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, der sein Bruder ist, werde ich die Seele des Menschen zurückfordern. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.

 

Strafe hat den Zweck der Abschreckung, um von Schlechtigkeit zu lassen! Das ganze Volk Israel und vor allem sein Tempel sollte rein von Verunreinigung sein, schlechte, unbelehrbare Menschen mussten daraus entfernt werden. Der Respekt vor der Heiligkeit Jehovas, vor Jesu als Jehovas Gesalbten, vor Gottes heiligem Geist seines Wortes und vor dem Wert des menschlichen Lebens wurde dadurch gefördert.

 

Jesus als Menschensohn hat in Harmagedon die Aufgabe Gottes Urteil an all jenen Menschen zu vollstrecken, die nicht zum Leben gekennzeichnet sind! Zum Leben gekennzeichnet werden die, welche die Gottes- und Nächstenliebe verwirklicht haben. Deutlich wird in der Offenbarung davon gesprochen, dass Jesus und seine Mitkönige während des Millenniums „mit eisernem Stab“ herrschen werden. Das ist zur Warnung aufgezeichnet, dass nun den Gerechten Menschen Schutz widerfahren wird! (Mat 25:31-33, 46; Off 2:26, 27; 12:5)

 

10.3.3.2       Strafmassnahmen, welche die Bibel erwähnt, die christliche Richter im Urteil erwägen sollen

Die Bibel erwähnt die folgenden Strafmassnahmen, wobei nicht alle von Gott im GESETZ vorgesehen waren, sondern auch von Feinden Israels zur Anwendung kamen oder kopiert und so zur Tradition wurden. Der Leser und vor allem Richter in der Christenversammlung müssen somit ihr eigenes Unterscheidungsvermögen aufgrund der Textverwandtschaft anstrengen. Einige Strafen die in Israel Gültigkeit hatten, wie den Vollzug der Todesstrafe, das Austeilen von Streichen respektive Schlägen wurden durch andere, gleichwertige Strafmassnahmen für die Christenversammlung durch Jesus und die Apostel ersetzt. Das GESETZ der Gleichheit im Ersetzen des Schadens blieb unangetastet!

 

Jedes GESETZ kennt auch sein StrafrechtStrafe durch Zurechtweisung:

1.      Verweis durch befähigten Mitbrüder (3.Mo 19:17; Spr 17:10; Mar 8:33; Lu 17:3; Eph 4:11, 12)

2.      Öffentliche Zurechtweisung (2.Kor 2:6; 1.Ti 5:20)

3.      Disziplinarmassnahmen, Verbote, Schweigen, Lehrverbot (1.Kor 13:33, 34; 1.Ti 2:12; 1.Pe 2:15)

Ersatz und Strafe für Schädigung Dritter:

4.      Ersatz für Veruntreutes, Gestohlenes oder Zerstörtes, was persönliches Leiden mit sich bringen kann; Veruntreutes und Gestohlenes musste bis zu fünffach erstattet werden. Wenn der Dieb nicht hat so muss er als Sklave verkauft werden (2.Mo 21:18, 19, 26, 27, 33; 22:1, 4-15; 3.Mo 6:1-7; 1.Kö 20:39; Lu 19:8, 9; Joh 10:10; 12:6; Rö 13:8; Eph 4:28; 1.Pe 4:15)

5.      Geldstrafe, Busse, Strafzins (1.Mo 43:9; 3.Mo 6:5; 5.Mo 22:19; 1.Kö 20:39; 2.Kö 23:33; Spr 21:11)

6.      Zahlung bei Bürgschaft für Nichterfüllung (1.Mo 43:9)

7.      Zwangsverkauf des Eigentums oder des Pfandes (2.Mo 22:3, 26, 27, 4; 5.Mo 15:6; Spr 22:27; Hes 18:7)

8.      Loskaufspreis für den der in Sklaverei gerät, Gottgeweihtes (4.Mo 3:46, 47; 4.Mo 18:16; )

9.      Tribut (2.Sam 8:2; 2.Kö 3:4; 2.Chr 17:11; Ps 72:10)

Einschränkung sozialer christlicher  Pflichten & Rechte:

10.    Nahrungsentzug (2.Thess 2:10-12)

11.    Gebot zu harter Arbeit (Eph 4:28)

12.    Umgang einschränken, abbrechen (4.Mo 16:26; Rö 16:17, 18; 1.Kor 5:9-11; 2.Thess 3:6)

13.    Verweigerung des Grusses; nicht mit jemandem essen: (Mat 5:46-48; 2.Joh 10, 11)

14.    Babylon die Grosse, jede Form religiöser Organisation verlassen (Off 18:4, 5)

15.    Individuell Klage gegen Rechtsbruch und Abtrünnigkeit der Religionen führen (Hos 2:2; Off 18:6)

Physische Körperstrafen:

16.    Scheren des Hauptes (5.Mo 21:10-12; Jes 3:24; 7:20; 1.Kor 11:6)

17.    Streiche, Schläge, Prügel, Auspeitschung (2.Mo 21:20, 21; 5.Mo 25:2, 3; Spr 17:10; 27:22; 19:29; 20:30; Mat 27:26; Lu 12:47, 48; Apg 5:40; 16:37; 22:19, 20; 1.Kor 4:20, 21; 2.Kor 11:24, 25)

18.    Schläge gegen Personen, Sachen; Körperverletzung nach dem Gebot: Auge um Auge, Hand um Hand; Schlag für Schlag (5.Mo 19:21; Ri 1:6, 7; 1.Kö 20:35-37; 2.Kö 6:18; 2.Chr 13:20; 21:12-15; Ps 58:6; Jes 14:5; 19:22; 27:7; 30:26; 53:8; Jer 14:17; 30:12-14; Mat 5:38-42; Rö 12:19)

19.    In den Stock sperren (Hi 13:27, 33:11; Jes 9:4; Jer 20:2, 3; Apg 16:22-24)

Verfluchung, Bann, Gefängnis, Sklaverei, Zufluchtstadt und Zwangsarbeit:

20.    Fluch aussprechen (5.Mo 27:15-26; Spr 3:33; Gal 1:8, 9)

21.    Belegung mit dem Bann (3.Mo 27:21, 28, 29; 5.Mo 13:17; Mi 4:13; Sach 14:11)

22.    Gefängnis oder Zwangsaufenthalt in der Zufluchtstadt (3.Mo 24:12; 4.Mo 35:10-12, 15; 30-32; ; Mat 5:25, 26; 18:30; Lu 12:58, 59)

23.    Zwangsarbeit, Verkauf in die Sklaverei (2.Mo 21:7; 22:2; 3.Mo 25:42-44, 47-49; 5.Mo 20:10, 11Neh 5:4, 5; Mat 18:25)

24.    Festsetzung im Abgrund: (Off 20:1-3)

Zerstörung des Eigentums, Exil, göttliche Plagen

25.    Zerstörung des Eigentums für falsch Schwörende und Abtrünnigkeit; Götzendienst und damit in Verbindung stehende Gegenstände, Objekte und Orte; Babylon die Grosse (2.Mo 34:13; 5.Mo 7:5; 12:3; 13:15; 2.Chr 20:37; 28:3; 33:2-6; Esr 5:12; Jer 7:31-34; Ps 28:5; Jes 5:5, 6; Jer 23:29; Sach 5:4; Lu 19:27; Off 17:16)

26.    Göttliche Strafe durch tödliche Krankheiten, Plagen, Seuchen, Erdbeben, Hunger (3.Mo 17:10; 26:21, 22; 5.Mo 28:58-62; Jer 15:1, 2; Sach 14:12; Mat 24:7; Off 2:23; 9:18-21; 11:6)

27.    Exil in fremder Gefangenschaft (3.Mo 26:32, 33; 2.Kö 17:6; Esra 3:8; 8:35; 9:7)

Weltkarte der TodesstrafeTodesstrafe, Abschneidung vom Volk und ewige Vernichtung in der Gehenna

28.    Todesstrafe auf bewussten Verstoss eines der zehn Gebote; (Mat 5:17-20; 18:17; 19:18, 19; 25:46; Jak 2:10, 11)

29.    Abschneidung vom Volk Gottes; Entfernung aus der Versammlung für willentliche Sünde (entspricht Todesstrafe)(1.Mo 17:14; 2.Mo 12:15; 30:33, 37, 38; 31:14; 3.Mo 7:20, 21, 27; 23:28, 29; 4.Mo 9:13; 15:30, 31; 1.Kor 5:12, 13)

30.    Ewige Vernichtung/Abscheidung in der Gehenna für Sünden wider den heiligen Geist: (Mat 5:22, 29, 30; 10:28; 23:15, 33; 25:41-46; Mar 9:43-47; Off 19:20; 21:10, 14, 15)

Falsches Zeugnisgeben ergibt dasselbe Strafmass des Klagepunktes

31.    Falsches Zeugnis ergab dasselbe Strafmass wie für die behauptete Straftat (2.Mo 20:16; 5.Mo 19:16-20; Mat 19:18)

Jede Gesetzesübertretung hat Schuld und ein Opfer zur Sühne gegenüber Jehova zu Folge

32.    Schuld- und Sühneopfer vor Jehova zur Sühne; Schlachtopfer der Lippen und guter Werke (3.Mo 5:15, 16; Mat 5:23, 24; Rö 12:1, 2; Eph 5:1, 2, Phi 2:17; 4:18; Heb 5:1-3; 7:26, 27; 9:9, 10:2-10)

 

Niemand durfte wegen des Unrechts eines anderen bestraft werden. Richter hatten einen breiten Handelsspielraum aufgrund der Tatbestände, der Umstände, der Motive und der Einstellung des Angeklagten Strafe zu verhängen oder Barmherzigkeit zu üben. Ob ein Vergehen absichtlich oder unabsichtlich begangen wurde hatte unterschiedliches Strafmass zur Folge. Paulus fordert uns deutlich auf mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit diesen Dingen zu widmen, damit wir nicht in Sünde abgleiten!

 

*** Rbi8  Hebräer 2:1-2 ***

Darum ist es nötig, daß wir den Dingen, die wir gehört haben, mehr als die gewöhnliche Aufmerksamkeit schenken, damit wir niemals abgleiten. 2 Denn wenn sich das durch Engel geredete Wort als fest erwies und jede Übertretung und jede ungehorsame Handlung gemäß dem Recht eine Vergeltung empfing, 3 wie werden wir entrinnen, wenn wir eine so große Rettung vernachlässigt haben, die ja durch [unseren] Herrn verkündigt zu werden begann und uns durch die, die ihn hörten, bestätigt worden ist, 4 wobei Gott mit Zeichen und auch mit Wundern und mancherlei Machttaten und mit Austeilungen des heiligen Geistes seinem Willen gemäß mitzeugte?

 

Die Vernachlässigung von unserer Befreiung vom Fluch wegen früherer Sünden in der Taufe, indem wir nicht auf Jesus und die Apostel hören, dies bringt Vernichtung über uns! Das geredete Wort ist fest!

 

10.3.3.3       Die Tage der Endzeit und des kommenden Systems, wo nach dem Recht verfahren wird

Jesus muss in der Endzeit nach dem geschriebenen Recht verfahren, gemäss allem, was er durch sein Wort verkündet hat! Das schliesst das mosaische GESETZ und Jehovas richterliche Entscheidungen mit ein! Als Gottes Wortführer war Jesus der Engel, der Israel das GESETZ vermittelte! Er ist Michael der aufsteht, um Gottes Gericht mit „eisernem Stab“ durchzuführen, in einer Zeit grosser Bedrängnis! (Joh 12:48)

 

Michael steht von Gottes rechter Seite auf um zu handeln!*** Rbi8  Daniel 12:1-2 ***

Und während jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Fürst, der zugunsten der Söhne deines Volkes steht. Und es wird gewiß eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie eine solche nicht herbeigeführt worden ist, seitdem eine Nation entstanden ist, bis zu jener Zeit. Und während jener Zeit wird dein Volk entrinnen, jeder, der im Buch [[(des Lebens)]] aufgeschrieben gefunden wird. 2 Und da werden viele von den im Staub des Erdbodens Schlafenden sein, die aufwachen werden, diese zu Leben auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] und jene zu Schmach [und] zu Abscheu auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]].

 

Das Volk, das im „Buch des Lebens“ eingetragen gefunden wird sind Getaufte als vertragsfähige Personen, die Gottes Willen erfüllen und den Nächsten lieben wie sich selbst! Auferstehung wird zum ewigen Leben (1. Jesus + 2. Frühauferstehung der Apostel + 3. Erstauferstehung aus den 144.000) sein, dann „zum Leben“ oder zum Gericht (4. Als maximal 1000 jährige Bewährungsfrist bis zum Schlussgericht) und für andere zu ewiger Abschneidung im „Feuersee“! (5. Aus der „Gehenna“ am Ende des Millenniums, im Schlussgericht) Der Prophet Daniel erwähnt die grosse Bedrängnis die während jener Zeit des Endes und Gerichts an den „Schafen und Böcken“ eintritt und Jesus zitiert daraus: (Mat: Mat 25:15-22; Da 9:26; 11:31; 12:11)

 

*** Rbi8  Lukas 21:21-22 ***

Dann sollen die, die in Judäa sind, in die Berge zu fliehen beginnen, und die in ihrer Mitte [[(Jerusalem)]] sind, sollen hinausgehen, und die, die sich an Orten auf dem Land befinden, sollen nicht in sie hineingehen; 22 denn dies sind Tage, in denen nach dem Recht [[(der Fluch gemäss dem Strafrecht)]] verfahren wird, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht.

 

Die Apostel waren befugt und ermächtigt jede Art im GESETZ vorgesehene Strafe, bis hin zur Todesstrafe zu verhängen. Petrus machte im Falle von Ananias und Sapphira davon Gebrauch und verurteilte jene zum Tod, weil sie aus Habsucht bewusst mittels Lüge die Versammlung betrogen hatten! Das Gericht wurde durch Engel im selben Augenblick vollstreckt! (Apg 5:1-6) Die erste Aufgabe der Apostel aber war es „zum Erbauen und nicht niederzureissen“! Prügel und Todesstrafe mussten zur Zeit von Israels Unabhängigkeit bis zum Jahr 607 v.u.Z. laut GESETZ unmittelbar in Anwesenheit des Richters und der Zeugen vollzogen werden! Danach ging die Gerichtsbarkeit in Sachen Todesstrafe auf die beherrschende Nation über.

 

*** Rbi8  2. Korinther 13:10 ***

Darum schreibe ich diese Dinge, während ich abwesend bin, damit ich, wenn ich anwesend bin, nicht mit Strenge handeln muß gemäß der Befugnis, die der Herr mir gegeben hat zum Erbauen und nicht zum Niederreißen.

 

Die Apostel alleine konnten somit die Höchststrafe verhängen, so wie es im GESETZ Mose vorgesehen war, musste dies in einer der sechs Zufluchtsstädte (siehe Karte) von den zuständigen Richtern geschehen! Die Zufluchtsstädte stellten somit während ihrer Lebzeiten die Autorität der Apostel dar und werden in Zukunft auf die 144.000 Priesterkönige erdenweit Gültigkeit haben! Aus dem bestehenden System zu fliehen, wo jemand gemäss Gottes GESETZ Todesstrafe verdiente konnte nur durch die Erwachsenentaufe in eine der Christenversammlungen, als Teil des „Königreiches des Sohnes seiner Liebe“ hinein geschehen!

 

Die 12 Stämme Israels
 

Petrus gibt anhand von Jeu eigenem Verhalten das Beispiel, wie wir selbst handeln sollen: „In der Tat, zu diesem [Lauf] wurdet ihr berufen, weil auch Christus für euch gelitten hat, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen genau nachfolgt. Er beging keine Sünde, noch wurde Trug in seinem Mund gefunden. Als er beschimpft wurde, gab er nicht schimpfend zurück. Als er litt, begann er nicht zu drohen, sondern übergab sich weiterhin dem, der gerecht richtet. Er selbst trug unsere Sünden [[(den „Fluch“ darauf)]] in seinem eigenen Leib an den Stamm hinauf, damit wir mit Sünden [[(den Folgen des „Fluches“, dem Tod)]] nichts mehr zu tun hätten und [für] die Gerechtigkeit leben könnten. Und „durch seine Striemen wurdet ihr geheilt“. Denn ihr seid wie Schafe gewesen, die irregingen, ihr habt jetzt aber zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen zurückgefunden.“ (1.Pe 3:21)

 

Jesus „vergalt nicht gleiches mit gleichem“, sondern übergab das Gericht Gott über jene Fehlbaren, die seien Tod herbeigeführt hatten. Jehovas Urteil liess nicht auf sich warten, wo unmittelbar beim Tod Jesu der „Bund mit Levi“ endete und Jesus selbst zur Hohepriesterkönig erhoben wurde und am dritten Tag in seinem eigenen Leib auferstand. Wir brauchen Geduld bis zum Gerichtstag Gottes und der Urteilsvollstreckung Harmagedons und im Millennium.

 

Dabei war davon auszugehen, dass die Form des verursachten Schadens und den zugefügten Schmerz das Mass der Strafe beeinflusste. Gleiches sollte laut GESETZ Mose mit gleichem vergolten werden, was ausgeglichene Gerechtigkeit darstellt! Mildernd wirkte, wenn eine Tat versehentlich begangen wurde, aus menschlicher Schwäche heraus. Deutlich geht der abschreckende Charakter aus Gottes Regel hervor, den die angedrohte Strafe beinhaltet. 

 

Das Ungeborene hat bereits vor Gott Lebensrecht*** Rbi8  2. Mose 21:22-25 ***

Und falls Männer miteinander raufen sollten und sie eine Schwangere tatsächlich verletzen und ihre Kinder wirklich abgehen, aber es entsteht kein tödlicher Unfall, so soll ihm unbedingt gemäß dem, was der Besitzer der Frau ihm auferlegen mag, Schadenersatz auferlegt werden; und er soll ihn durch die Schiedsrichter geben. 23 Sollte aber ein tödlicher Unfall entstehen, dann sollst du Seele für Seele geben, 24 Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, 25 Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Hieb für Hieb.

  

Das Strafmass musste dem angerichteten Schaden entsprechen! Zuvor aber war Schadenersatz zu leisten, ein Grundrecht des Geschädigten! Nur Todesfolge konnte nicht wieder gut gemacht werden! Wurde ein Schaf geraubt, so mussten vier Schafe zurückgegeben werden (2.Mo 22:1; 3.Mo 6:2-5).

 

*** Rbi8  Lukas 19:8-9 ***
Zachäus aber stand auf und sagte zum Herrn: „Siehe! Die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen, und was immer ich von jemand durch falsche Anklage erpreßt habe, erstatte ich vierfach.“ 9 Darauf sprach Jesus zu ihm: „An diesem Tag ist diesem Hause Rettung widerfahren, weil auch er ein Sohn Abrahams ist.

 

Jesus lobte Zachäus, weil er vierfach zurückgab, was er zu Unrecht verlangt hatte! Damit bestätigte er, dass Gottesbot nicht aufgehoben war und das Straffmass weiterhin galt!

 

Wenn wir dies auf heutige Verhältnisse ummünzen, wo in Scheidungsprozessen von ehemaligen Ehepartner möglichst hohe Summen erpresst werden, wäre es klug göttliches, statt weltliches Recht zu verstehen und anzuwenden! Was heute in unmoralischer Weise erpresst wird muss gemäss Gottes GESETZ im kommenden System der Dinge vier- oder fünffach zurückerstattet werden!

 

Jede dieser Strafen hatte erzieherischen Einfluss, sollte den Schuldigen bessern und andere davon abhalten, dieselbe Straftat auszuführen. Jehova sollte von Übertretern gefürchtet werden!Wenn doch nur dies ihr Herzenstrieb würde, mich zu fürchten und alle meine Gebote stets zu halten, damit es ihnen und ihren Söhnen auf unabsehbare Zeit gutginge!“ (5.Mo 5:29)

 

Götzenanbetung*** Rbi8  5. Mose 13:6-11 ***

Falls dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine inniggeliebte Frau oder dein Gefährte, der wie deine eigene Seele ist, versuchen sollte, dich im geheimen zu verlocken, und spricht: ‚Laß uns gehen und anderen Göttern [[(anderen Mächtigen)]] dienen‘, die du nicht gekannt hast, weder du noch deine Vorväter, 7 einigen von den Göttern der Völker, die rings um euch her sind, den dir nahen oder den dir fernen, von einem Ende des Landes bis zum anderen Ende des Landes, 8 sollst du nicht auf seinen Wunsch eingehen noch auf ihn hören, noch sollte es deinem Auge leid tun um ihn, noch sollst du Mitleid haben mit ihm, noch ihn [schützend] decken, 9 sondern du solltest ihn unweigerlich töten. Deine Hand sollte als erste von allen an ihm sein, um ihn zu Tode zu bringen, und danach die Hand des ganzen Volkes. 10 Und du sollst ihn mit Steinen steinigen, und er soll sterben, denn er hat dich von Jehova, deinem Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt hat, abwendig zu machen gesucht. 11 Dann wird ganz Israel [es] hören und sich fürchten, und man wird nicht wieder etwas so Schlechtes tun in deiner Mitte.

 

Beachten wir auch ein weiteres Detail: Der Schaden musste durch die Hand des Schiedsrichters beglichen werden! Das bedeutet, dass der Fall erst dann abgeschlossen war, wenn die gesamte Schuld inklusive allfällige Zinsen beglichen war! Jesus hatte darauf deutlich in der Bergpredigt hingewiesen und zeigte, dass für Christen daran nichts geändert hat! Der Richter war für die Exekution der Strafe verantwortlich, nicht der Geschädigte! Hierzu stehen Richtern Gerichtsdiener mit Autorität der Versammlungsvorsteher ausgestattet zur Verfügung! (Mat 25:26, 27; Lu 6:34, 35)

 

*** Rbi8  Matthäus 5:23-26 ***

Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24 so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.

25 Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

 

Die Nichtbezahlung einer Schuld bringt harte Folgen und hört auch mit dem Tod nicht auf! Das Gericht schlummert bloss bis zur Auferstehung! Jesus spricht vom kommenden System, der Gerechtigkeit des Königreiches Gottes, wo es somit für jene, die ihre Pflichten gegenüber Mitbrüdern nicht erfüllen ein Art Gefängnis oder eine Form von Zwangsarbeit gibt, bis die Schuld vollständig beglichen ist! Das Verhandeln über eine bestehende Schuld die in Verzug ist, sie endet am Tag, wo ein Kläger den Beklagten vor Gericht bringt! Von dort an sind die Richter zuständig den gerechten Zustand wiederherzustellen!

 

10.3.3.4       Christen sind staatlicher Autorität nur bedingt unterordnet!

Die Todesstrafe war im GESETZ Mose festgeschrieben. Gott selbst sagt, was den Tod nach sich zieht und was eine andere Form der Strafe verdient! Dieselbe Form der Strafe wird auch in den griechischen Schriften für Christen deutlich herausgehoben (Heb 10:26-31; Apg 5:1-6), auch wenn Todesstrafe durch christliche Versammlungsvorsteher nicht mehr unmittelbar vollzogen wurde, sondern im Ausschluss aus der Versammlung endete, so blieb diese Strafe dieselbe. Jemand wurde dadurch aus dem Buch des Lebens ausgetilgt!

 

*** Rbi8  Psalm 9:4-5 ***

Du hast Nationen gescholten, du hast den Bösen vernichtet.

Ihren Namen hast du ausgetilgt auf unabsehbare Zeit [[auf ewig]], ja für immer.

 

Vergehen gegen Gottes GESETZ, welche den Tod nach sich ziehen, können nach dem Ausschluss des Übeltäters aus der Versammlung von weltlichen Gerichten nach Staatsrecht geahndet werden! Mörder, Menschenräuber, Ehebrecher, Vergewaltiger, Diebe, Erpresser und was immer das GESETZ Gottes verurteilt sollten gerechte Strafe erleiden.

 

Jehova hatte mit der Entfernung Zedekias vom Königsthron Israels im Jahre 607 v.u.Z. die Autorität der staatlichen Gewalt über Gottes Volk und damit Gerichtsoberhoheit und Gerichtsvollstreckung der weltlichen Autorität des Eroberers, Nebukadnezars übertragen. Er war das Haupt jener grossen symbolischen Statue, die er selbst im Traum sah. Das war somit göttliche Anordnung!

 

Das siebenköpfige und das zweihörnige "wilde Tier"Das setzte sich fort bis zur Endzeit und dem „zweihörnigen wilden Tier“ dessen letzter Herrscher auch der siebte Kopf des „siebenköpfigen wilden Tieres“, der UNO als höchster Autorität dieses Systems, welche Johannes in der Offenbarung beschreibt.

 

Allerdings war die Stellung jener Autorität relativ, stets göttlicher Autorität unterordnet! Sie soll zur gegebenen Zeit selbst von Jehovas Richter für ihre Vergehen gegen Gottes GESETZ zur Rechenschaft gezogen werden! Das Gericht über das „wilde Tier“ schlummert somit nicht! Darum haben Christen Pflicht der staatlichen Autorität zu gehorchen, jedoch nur sofern jene keine göttlichen Normen übertritt!

 

*** Rbi8  Römer 13:1-4 ***

Jede Seele sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan [[(voran jenen der Versammlung im „Königreich des Sohnes seiner Liebe“!)]], denn es gibt keine Gewalt außer durch Gott; die bestehenden Gewalten stehen in ihren relativen Stellungen als von Gott angeordnet. 2 Wer sich daher der Gewalt widersetzt, hat sich der Anordnung Gottes entgegengestellt; die, die sich ihr entgegengestellt haben, werden für sich ein Gericht empfangen. 3 Denn die Herrschenden sind nicht für die gute Tat [[(Gesetzestreue)]] ein Gegenstand der Furcht, sondern für die schlechte [[(Ungesetzlichkeit)]]. Willst du also ohne Furcht vor der [obrigkeitlichen] Gewalt [[(den Versammlungsvorstehern und Versammlungsrichter)]] sein? Fahre fort, Gutes zu tun, und du wirst Lob von ihr haben; 4 denn sie ist Gottes Dienerin [[(nicht des „Gottes dieses Systems“)]], dir zum Guten. Wenn du aber Schlechtes [[(Handlungen gegen das „GESETZ des Christus“)]] tust, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert [[(Symbol für Urteilsvollstreckung)]] nicht ohne Zweck; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Kundgabe des Zorns an dem, der Schlechtes treibt.

 

Sich gegen die von Gott verordnete Autorität in der der Christenversammlung zu widersetzen zieht göttliches Gericht nach sich! Das „Schwert“ das Richter führen soll Zuwiderhandlung gegen göttliche Anordnungen bestrafen, wo Gott dies so vorsieht! Wenn staatliche Autorität aber göttliches Recht verletzt, haben Christen Pflicht sich dagegen aufzulehnen ohne zur Gewalt zu greifen und die Rechtsmittel die das Gesetz des Landes vorsieht auszuschöpfen! Denken wir an Paulus, der zu Unrecht von Juden angeklagt wurde sich schlussendlich auf Cäsar berief, die höchste staatliche Autorität des römischen Imperiums. Deutlich werden im Psalm 2 Könige und Richter aufgefordert Gottes eingesetzten König, Seinen Sohn Jesus zu respektieren, ja ihn zu küssen! König David erklärt im Psalm 2:

 

(Psalm 2:5-12)

Lessmann: Dioe Richter des KönigsZu jener Zeit [[(von Gottes Gerichtstag)]] wird er zu ihnen reden in seinem Zorn,

Und in der Glut seines Mißfallens wird er sie in Bestürzung versetzen,  

6 [Indem er spricht:] „Ich, ja ich, habe meinen König eingesetzt Auf Zion, meinem heiligen Berg.“

[[(vergl. Off 5:11, 12 mit Off 11:14, 15)]]  

7 Man lasse mich auf die Verordnung Jehovas [[(das GESETZ)]] hinweisen;

Er hat zu mir [[(zum Messias Jesus)]] gesagt:

 Du bist mein Sohn; Ich, ich bin heute dein Vater geworden.  

8 Erbitte von mir, daß ich Nationen zu deinem Erbe gebe

Und die Enden der Erde zu deinem eigenen Besitz.  

9 Du wirst sie mit eisernem Zepter zerbrechen,

Wie ein Töpfergefäß wirst du sie zerschmettern.“

10 Und nun, o Könige, handelt nach Einsicht;

Laßt euch zurechtweisen, o Richter der Erde.

11 Dient Jehova mit Furcht, Und frohlockt mit Zittern.

12 Küßt den Sohn, daß ER nicht in Zorn gerät Und ihr nicht umkommt [von] dem Weg,

Denn leicht entbrennt sein Zorn.

Glücklich sind alle, die zu ihm Zuflucht nehmen.

 

Ja, Jesus ist der vom Vater nach dem Opfertod in Treue zum höchsten „König der Könige“ und zum Richter der Richter eingesetzt worden und es wäre jeder hohen Amtsperson gut anstehend, Gottes Gebote an erste Stelle zu setzen!

 

10.3.3.5       Widerstand gegen Gesetzlosigkeit der Mächtigen, trotz Androhung von Todesstrafe

Die Apostel zeigten diese Form des Widerstandes, als man sie wegen ihres Predigens vor den jüdischen Sanhedrin, das höchste Gericht Israels stellte. Sie erfüllten Gottes Willen und es gab keine gesetzliche Handhabe gegen sie! Sie waren bereit für das, was sie taten zu leiden und selbst dafür zu sterben! Dies schloss direkte Anklage der Richter wegen deren eigenen Vergehen mit ein und öffentliches Verkünden und Anklage dieses Unrechts! Christen müssen für die Wahrheit und für göttliche Rechtsnormen eine feste Stellung beziehen! Weil jene dies furchtlos taten wurden die Apostel angeklagt.

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 5:27-32 ***

Sie brachten sie also herbei und stellten sie [[(die Apostel)]] in den Saal des Sanhedrins. Und der Hohepriester befragte sie 28 und sprach: „Wir haben euch ausdrücklich befohlen, nicht mehr weiter aufgrund dieses Namens zu lehren, und dennoch, seht, ihr habt Jerusalem mit eurer Lehre erfüllt, und ihr seid entschlossen, das Blut dieses Menschen über uns zu bringen.“ 29 Als Antwort sagten Petrus und die [anderen] Apostel: „Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen. 30 Der Gott unserer Vorväter hat Jesus auferweckt, den ihr ums Leben gebracht habt, indem ihr ihn an einen Stamm hängtet. 31 Diesen hat Gott als Hauptvermittler und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel [Gelegenheit zur] Reue und Vergebung der Sünden zu geben. 32 Und wir sind Zeugen dieser Dinge, und desgleichen ist es der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm als [dem] Herrscher gehorchen.“

 

Wir müssen Gott, dem Herrscher, mehr gehorchen als den Menschen“ sagte Petrus ohne Furcht. Das beinhaltet die Wahrheit zu sagen und Rechtsbrecher wie es der hohe Sanhedrin unter Führung des Kaiphas war zurechtzuweisen und anzuklagen! Die jüdischen Vorsteher hatten mit Hilfe der Römer Jesus zu Tode gebracht, einen vollkommen Unschuldigen! Nicht umsonst bezeichnet die Bibel die staatliche Regierungsgewalt als „wilde Tiere“, die danach dürsten unschuldiges Blut zu vergiessen!

 

Jesus warnte Christen darum und sagte, dass sie „unschuldig wie Tauben“ und „klug wie Schlangen“ sein sollten!

 

*** Rbi8  Matthäus 10:16-23 ***

Siehe! Ich sende euch aus wie Schafe inmitten von Wölfen; darum erweist euch vorsichtig wie Schlangen und doch unschuldig wie Tauben. 17 Hütet euch vor den Menschen; denn sie werden euch an örtliche Gerichte ausliefern, und sie werden euch in ihren Synagogen [[(Versammlungen)]] geißeln. 18 Ja, ihr werdet vor Statthalter und Könige geschleppt werden um meinetwillen, ihnen und den Nationen zu einem Zeugnis. 19 Wenn man euch aber ausliefert, so macht euch keine Sorgen darüber, wie oder was ihr reden sollt; denn was ihr reden sollt, wird euch in jener Stunde gegeben werden; 20 denn die Redenden seid nicht nur ihr, sondern der Geist eures Vaters ist es, der durch euch redet. 21 Ferner wird ein Bruder den Bruder zum Tode überliefern und ein Vater sein Kind, und Kinder werden gegen die Eltern aufstehen und werden sie zu Tode bringen lassen. 22 Und ihr werdet um meines Namens willen Gegenstand des Hasses aller Leute sein; wer aber bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden. 23 Wenn man euch in einer Stadt verfolgt, so flieht in eine andere; denn wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet mit dem Kreis der Städte Israels keinesfalls zu Ende sein, bis der Menschensohn gekommen ist.

 

Jesus zeigte, dass die eigenen Verwandten zuerst die Kläger sein würden. Sein eigener Tod legt Zeugnis ab, dass der Missbrauch religiöser und staatlicher Autorität vor nichts Halt macht, wenn es darum geht die eigene Macht zu schützen und die Verbrechen ihre eigenen Diener zudecken! Jesus aber fordert Christen auf „nichts zugedeckt (zu lassen), das nicht aufgedeckt wird“! Die Übeltäter versuchen zuzudecken, wir Christen die Jesus treu sind bringen das Gesetzlose ans Licht. Jesus Rat ist für jeden seiner Jünger deutlich und verbindlich! (Mar 14:10, 11; Mat 10:32-39; Jak 2:5, 6)

 

Kertzer: Der erste Stellvertreter*** Rbi8  Matthäus 10:26-28 ***

Darum fürchtet euch nicht vor ihnen; denn es ist nichts zugedeckt, was nicht aufgedeckt, und [nichts] verborgen, was nicht bekanntwerden wird. 27 Was ich euch im Finstern sage, das redet im Licht; und was ihr im Flüsterton hört, das predigt von den Hausdächern. 28 Und werdet nicht furchtsam vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib in der Gehenna vernichten kann.

 

Die Apostel handelten uns als Vorbilder entsprechend und fürchteten sich weder vor religiöser noch staatlicher Autorität! Jehova aber wusste sie zu schützen, damit sie ihre Aufgabe weiterhin erfüllen könnten. Der pharisäische Gesetzesgelehrte Gamaliel, der Lehrer des Saulus war, der später zum Paulus wurde vertrat diesmal das Recht des göttlichen GESETZES und warnte den Sanhedrin vor voreiligen Handlungen! Er wies auf frühere Aufrührer und falsche Christusse hin, deren Werk von alleine zugrunde ging, weil sie keine Unterstützung Gottes hatten. Er warnte aber davor, dass wenn die Apostel Gottes Unterstützung hätten, die Juden deren Werk nicht abzubrechen vermöchten und Gottes Zorn auf sich zögen. Sehen wir den obigen Text aus Apostelgeschichte und der offenen, denunzierenden Antwort des Petrus nun im Zusammenhang an:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 5:27-40 ***

Als sie das hörten, fühlten sie sich zutiefst verletzt und wollten sie umbringen. 34 Doch stand jemand im Sanhedrin auf, ein Pharisäer namens Gamaliel, ein Gesetzeslehrer, der beim ganzen Volk geachtet war, und gab den Befehl, die Männer für eine kleine Weile hinauszutun. 35 Und er sprach zu ihnen: „Männer von Israel, nehmt euch in acht, was ihr hinsichtlich dieser Menschen zu tun beabsichtigt. 36 Zum Beispiel stand vor diesen Tagen Theudas auf, der sich für etwas Besonderes ausgab, und eine Anzahl Männer, etwa vierhundert, schlossen sich seiner Partei an. Er wurde aber umgebracht, und alle, die ihm gehorchten, wurden zerstreut und wurden zunichte. 37 Nach ihm, in den Tagen der Einschreibung, stand Judas, der Galiläer, auf, und er zog Leute hinter sich her. Und doch kam dieser um, und alle, die ihm gehorchten, wurden weithin zerstreut. 38 Und so sage ich euch unter den gegenwärtigen Umständen: Steht ab von diesen Menschen, und laßt sie gehen (denn wenn dieses Unterfangen oder dieses Werk von Menschen ist, wird es umgestürzt werden; 39 wenn es aber von Gott ist, werdet ihr sie nicht stürzen können); andernfalls mögt ihr vielleicht als solche erfunden werden, die in Wirklichkeit gegen Gott kämpfen.“ 40 Da hörten sie auf ihn, und sie riefen die Apostel herein, peitschten sie aus und befahlen ihnen, nicht mehr aufgrund des Namens Jesu zu reden, und ließen sie gehen.

 

Die Apostel ertrugen die ungerechtfertigten Auspeitschungen und liessen sich nicht davon abbringen weiterhin das Zeugnis für Gott und Jesus abzulegen.

 

Das Zusammenrufen der Nationen durch das „wilde Tier“ nach Harmagedon hin geht um dasselbe Thema, das schon den Sanhedrin beschäftige. Sie ziehen vom Drachen Satan angeführt aus, um gegen den „Reiter auf dem weissen Pferd“ und um gegen Jesu Getreue zu kämpfen. Darunter steht die „Frau“, die frühauferstandenen Apostel im Zentrum der Angriffe, die in die Wildnis, an die für sie bereitete Stätte fliehen [B1] mussten, um dort während 1260 Tagen [B] ernährt zu werden! Der Same der Frau, diejenigen, welche Zeugnis für Jesus geben und die Gebote Gottes weiterhin halten, sie werden „zehn Tage“, die volle Zeitspanne bis zum Ende des Systems bedrängt! (Off 2:10; 16:13, 16; 19:11-21)

 

*** Rbi8  Offenbarung 12:17 ***

Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übriggebliebenen ihres Samens, die die Gebote Gottes halten und das Werk des Zeugnisgebens für Jesus innehaben

 

Jedes Vergehen nach dem Gesetzesbund hat in der Christenversammlung eine Entsprechung auf geistigem Gebiet im „GESETZ des Christus“!! Unbeschnittenheit am Fleisch ist Unbeschnittenheit des Herzens; Unerlaubtes Räucherwerk stellt unerlaubte Gebete dar, der steinerne Tempel und seine Reinheit stellt Herzen und Versammlungen dar, usw.

 

Das GESETZ des Christus: Was schliesst es mit ein?
  

10.3.3.6       Sagten uns die Religionen oder die Politiker die ganze Wahrheit zur Todesstrafe?

Kaum eine Religion lehrt uns heute mit Offenheit, was Gott betreffend der Todesstrafe wirklich sagt, niemand klärt uns darüber auf, was Jesus und die Apostel immer wieder bestätigen. Das bedeutet, dass sie die Folgen sündhaften Verhaltens nicht wirklich bekannt machen und dadurch mit ihnen Teilhaber sind, dass die Völker zügellos geworden sind! Als blinde Leiter fallen sie in die Grube des Todes und möchten uns mit hineinziehen! Sie haben uns nicht die wahre Vision vom Königreich Gottes vermittelt und uns nicht gelehrt das ganze „GESETZ des Christus“ zu halten! (2.Mo 25:35)

 

*** Rbi8  Sprüche 29:18 ***

Wo keine Vision ist, wird das Volk zügellos, aber glücklich sind die, die das Gesetz [[GESETZ]] halten.

 

Auch die Worte des Paulus an die Hebräerchristen lässt keinen Raum für Zweifel offen: Er ist an Männer und Frauen gerichtet die mit dem ganzen GESETZ Gottes von Kindheit an vertraut waren:

 

SPIEGEL: Triumph der Sünde*** Rbi8  Hebräer 10:26-31 ***

Denn wenn wir willentlich Sünde treiben, nachdem wir die genaue Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig, 27 [wohl] aber ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts[[(-Urteils)]] und eine feurige Eifersucht, die die Gegner verzehren wird. 28 Jemand, der das Gesetz [[GESETZ]] Mose mißachtet hat, stirbt ohne Erbarmen auf das Zeugnis von zwei oder drei [Personen] hin. 29 Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat: „Mein ist die Rache; ich will vergelten“ und wiederum: „Jehova wird sein Volk richten. 31 Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.

 

Weiterhin Sünde zu treiben, nachdem wir über Gottes Wahrheiten in den Schriften, Sein GESETZ unterwiesen worden sind, bedeutet gegen Gottes heiligen Geist willentlich und bewusst zu verstossen! Jesus starb für unsere früheren Sünden und kann unmöglich ein weiteres Mal sterben, damit wir weiterhin sündigen können! Paulus zeigt deutlich, dass unter mosaischem GESETZ die Vollstreckung der Todesstrafe erbarmungslos vollzogen werden musste, wo Jehova dies vorschrieb und warnt Christen, dass dies „eine noch viel strengere Strafe“ nach sich zieht, wenn wir nach der Taufe bewusst und willentlich sündigen! Es bedeutet eine Verachtung von Jesu Opfertod! Gott selbst nimmt das Rachegericht in seine Hand, wenn wir seinen Willen gröblich verletzen!

 

Nicht jede Art Sünde ist „Sünde wider den heiligen Geist“, wie Johannes es erwähnt, daher auch nicht jede Art Sünde mit Todesfolge bestraft wird!

 

*** Rbi8  1. Johannes 5:16-17 ***

Wenn jemand seinen Bruder beim Begehen einer Sünde erblickt, die nicht den Tod nach sich zieht, so wird er bitten, und er wird ihm Leben geben, ja denen, die nicht so sündigen, daß sie sich den Tod zuziehen. Es gibt eine Sünde, die den Tod nach sich zieht. Nicht daß er diese Sünde betreffend bitten soll, sage ich ihm. 17 Jede Ungerechtigkeit ist Sünde, und doch gibt es eine Sünde, die nicht den Tod nach sich zieht.

 

Aufgrund der Schriften, wo Gott im alten und neuen Bund durch Seine Wortführer die Propheten von Vergehen und Todesstrafe spricht ist erkenntlich, dass jedes der Zehn Gebote bei willentlicher, bewusster Übertretung mit dem Tod bestraft wird! Gewisse Sünden die bei Auferstandenen Ungerechten im kommenden Millennium nicht bereut blieben, wie Feigheit, Unglaube, Unsauberkeit und alle die zur Lüge neigen erhalten erst im „Schlussgericht“ ihre Auferstehung und das unauslöschliche Todesurteil. Sie enden im „Feuersee“ ewiger Vernichtung ohne Hoffnung auf Wiederkehr. Wir sollten uns von heuchlerischen Überlegungen nicht irreführen lassen, sondern uns wirklich mit dem Thema befassen, so wie es aufgezeichnet ist:

 

*** Rbi8  Offenbarung 21:7-8 ***

Wer siegt, wird diese Dinge erben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn sein. 8 Was aber die Feiglinge und die Ungläubigen und die betrifft, die zufolge ihrer Unsauberkeit abscheulich sind, und Mörder und Hurer und solche, die Spiritismus ausüben, und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das bedeutet den zweiten Tod.“

 

Unser Leben soll von Übertretung frei gehalten werden! All dies wird wahren Frieden und Harmonie zwischen den Menschen und mit Gott zur Folge haben! Der Weg ins ewige Leben ist eingeengt! „Geht ein durch das enge Tor; denn breit und geräumig ist der Weg, der in die Vernichtung führt, und viele sind es, die auf ihm hineingehen; 14 doch eng ist das Tor und eingeengt der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden.“ (Mat 7:13, 14) Dies ist eine deutliche Warnung uns nicht durch falsche Lehren beeinflussen zu lassen.

 

10.3.3.7       Was sagt die Schrift, wann oder über welches Vergehen Todesstrafe folgt?

Jehova nennt für einige Sünden als Höchststrafe den Tod. Für ganz bestimmte Sünden musste die Todesstrafe unweigerlich vollzogen werden. Bei andere Sünden hatte Gott eine Zeit bis zur Urteilsvollstreckung eingeräumt.

 

Durch Gottes Willen um guter Taten wegen zu leiden ist vortrefflich ...  Jehova ist hinsichtlich seiner Verheißung nicht langsam, wie [es] einige [für] Langsamkeit halten, sondern er ist geduldig mit euch, weil er nicht will, daß irgend jemand vernichtet werde, sondern will, daß alle zur Reue gelangen.“ (2.Pe 3:9)

 

Den Nationen wurden fast zweitausend Jahre Zeit gelassen Jesu als Gottes Gesandten anzuerkennen und seinen Worten zu gehorchen. Erst nach Ablauf dieses vorherbestimmten Zeitraums zur Reue und Umkehr folgt für Uneinsichtige Gerichtsvollstreckung und Tod am Tag Harmagedons! Paulus erklärte vor den heidnischen Richtern des Areopag in Athen:

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 17:30-31 ***

Wohl hat Gott über die Zeiten solcher Unwissenheit [[(der Nationen betreffs des GESETZES und der Straffolgen bei Übertretung)]] hinweggesehen, doch läßt er jetzt den Menschen sagen, daß sie alle überall bereuen sollten. 31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die bewohnte Erde in Gerechtigkeit richten will durch einen Mann, den er [dazu] bestimmt hat, und er hat allen Menschen eine Gewähr [dafür] gegeben, indem er ihn von den Toten zur Auferstehung gebracht hat.“

 

Über die ganze Schrift verteilt sind Gottes Urteilssprüche zu seinen Geboten und richterlichen Entscheidungen zu finden. Wir haben die Wichtigsten nach den Hauptgeboten zusammengefasst:

 

Die Sünde kam in die Welt durch die Schlange1.-3.Gebot: Sünden wider Gott, seinen Namen und den heiligen Geist seines Wortes; falsches Lehren

1.      1.Gebot: Anbetung irgendeines Gottes ausser Jehova (5.Mo 13-15; 4.Mo 25:1-9; Apg 15:20; 1.Kor 6:9; 8:7, 10; 10:19-22; 2.Kor 6:16-18; 1.Joh 5:21; Off 21:8)

2.      1.Gebot: Den Bund mit Jehova als einzigen Gott übertreten, verlassen (Babylon die Grosse): (5.Mo 17:2-7; 31:16-18; 1.Kö 19:10; Jer 22:6-9; Da 11:28-31; Off 18:3, 4)

3.      1.Gebot: Verführung anderen Göttern zu dienen; solchen die es versuchen keinen Schutz geben: (5.Mo 13:6-11; Gal 1:8, 9; 2.Pe 2:1-3; Off 21:8)

4.      1.Gebot: Irgendwelchen Götzen zu opfern (2.Mo 22:20)

5.      1.Gebot: Verführung einer Stadt (= Organisation; Religion; Babylon die Grosse) von Jehova abwendig zu werden: (5.Mo 13:12-18; Lu 19:27; Off 17:15-17)

 

6.      2. Gebot: Bilder- & Götzenverehrung: Götzendienst, Götzen geopfertes (Apg 15:20; 1.Kor 6:9; 8:7)

7.      2.Gebot: Abtrünnigkeit; Förderung einer Sekte; Spaltungen; innerhalb Babylon der Grossen zu sein (Gal 5:19; 1.Ti 1:18-20; 2.Ti 2.16-19; Tit 3:10; Off 2:15; 18:4- 8)

 

8.      3.Gebot: Lästerung von Gottes Namen: Gotteslästerung, Lästerung wider den heiligen Geist (keine Vergebung!) (3.Mo 24:14, 16, 23; Mat 12:31, 32)

9.      Zauberei, Magie, Spiritismus (2.Mo 22:18; 3.Mo 20:27; Jer 14:15; Mi 5:12; Mat 24:11; Gal 5:19-21; Off 21:8)

10.    falsches Prophezeien, falsche Propheten (5.Mo 13:5; 18:20; Mat 7:22; 2.Pe 2:1-3; Off 19:19, 20)

11.    falsche Christusse, falsche „Gesalbte“, falschen „Engeln“ (Boten) gehorchen (2.Mo 32:34, Mat 24:24-28; Mar 13:21, 22; Gal 1:8, 9)

12.    falsche Lehrer die eine andre gute Botschaft verbreiten: Sie verleugnen ihren Besitzer (Gal 1:87, 9; 2.Pe 2:1)

 

Die Bibel sagt nicht: "Weicht von mir ihr Gestlichen"; Sie sagt: "Weicht von mir ihr Gesetzlosen".4.-7.Gebot: Sünden wider göttliches GESETZE im Zusammenhang mit unserem Nächsten:

13.    Gesetzlosigkeit; Lehre, dass Christen nicht unter GESETZ stehen (Mat 7:23; 23:28; Rö 6:19; 1.Ti 1:8, 9; 2.Thess 2:8; Heb 1:9)

14.    Unterlassen der Nächstenliebe (Mat 25:31-40; 49)

15.    Andere zum Straucheln im GESETZ zu verleiten (Mat 18:6; Lu 17:1-4; Off 18:21)

16.    Wer Gottes richterliche Entscheidungen missachtet, wird nicht leben (3.Mo 18:4, 5)

17.    Wer Übles auf den Richter oder Priester herabruft, nicht auf sie hört (2.Mo 22:28; 5.Mo 1:17, 18; 17:12, 13; Jud 8; 2.Pe 2:9, 10)

 

18.    4.Gebot: Brechen des Sabbats, des Neumondfestes und der Festzeiten Jehovas; Arbeiten und Brechen des Gebotes sich zu versammeln (2.Mo 31:14; 25:2; 3.Mo 23:29, 30; 4.Mo 9:13; 15:32-36; Mat 24:21; Apg 15:21; 27:9)

19.    Nichteinhaltung der Sabbatjahr- und Jubeljahrvorschriften (2.Chr 36:20, 21).

 

20.    5.Gebot: Eltern schlagen oder beschimpfen; böswilliger Ungehorsam der Kinder; Missachtung der Vorsorgepflicht gegenüber alternden Eltern (2.Mo 20:12; 21:15, 17; Mat 10:21; 15:4; Mar 9:7-13; Rö 1:30; 1.Ti 5:8)

 

21.    6.Gebot: Mord, unschuldiges Blut vergiessen; (2.Mo 21:12-14, 20; 4.Mo 35:30, 31; Spr 6:16, 17; Mat 22:7; 1.Pe 4:15; Off 21:8)

22.    6.Gebot: Kindstötung, Abtreibung, Opferung an Moloch: (2.Mo 21:22, 23; 3.Mo 20:2, 3)

23.    6.Gebot?: Menschenentführung; Menschenraub und Entführte zu besitzen (2.Mo 21:16; 5.Mo 24:7)

 

7.Gebot: Sünden im Zusammenhang mit Sexualität:

24.    7. & 9.Gebot: Falsche Behauptung einer Braut Jungfrau zu sein (5.Mo 22:21; Off 14:4; 21:9)

25.    7.Gebot: Ehebruch, Hurerei (3.Mo 20:10; 5.Mo 22:22; Apg 15:29; 1.Kor 6:9; Gal 5:19; Off 21:8)

26.    7.Gebot: Geschlechtsbeziehung mit einer bereits Verlobten (5.Mo 22:23-27)

27.    7.Gebot: Intimverkehr mit einer menstruierenden Frau (3.Mo 20:18)

28.    7.Gebot: Blutschande (3.Mo 18:6-17, 29; 20:11, 12, 14)

29.    7.Gebot: Homosexualität (3.Mo 18:22; 20:13; Rö 1:26, 27; 1.Kor 6:9)

30.    7.Gebot: Sodomie; Beziehung mit Tieren (2.Mo 22:19; 3.Mo 18:23; 20:15, 16; Ps 101:5; Lu 18:14; Off 14:9, 10)

 

8. Gebot: Du sollst nicht stehlen

31.    Habsucht: Anlass für jede Art Sünde8.Gebot: Diebe, Betrüger und Habgierige können Gottes Königreich nicht ererben; wer einen Dieb vor Strafe schützt macht sich mitschuldig (Jos 7:20-26; Spr 6:30; Mar 7:21, 22; 1.Kor 6:9; Rö 2:22; 1.Pe 4:15)

32.    8.Gebot: Ausbeutung durch religiöse Führer aufgrund deren Habsucht (z.B. falscher „Zehnten“, der nur Levi zukam) (Tit 1:11; 2.Pe 2:3)

33.    8.Gebot?: Entführung, Menschenraub (2.Mo 21:16; 5.Mo 24:7)

 

9.Gebot: Du sollst nicht falsch zeugen als Zeuge wider deinen Mitmenschen

34.    9.Gebot: Lügner und solche die eher der Lüge wie der Wahrheit zuneigen enden im Feuersee (Spr 6:16, 17; Off 21:8)

35.    9.Gebot: Falsches Zeugnis geben, Verleumdung bei möglicher Todesfolge, als Strafe für den Bschuldigten (2.Mo 23:1-3, 7; 3.Mo 19:12; 5.Mo 19:16-21; Spr 6:16-19)

36.    9.Gebot: Falsches Schwören im Namen Jehovas bedeutet Gottes Namen verunehren (3.Mo 5:4; 6:3; 4.Mo 30:1, 2; Ps 15:4; 24:4; 63:11; 102:8; Jes 48:1; Hes 21:23; Sach 5:4; Am 4:2, 7, 8; Mat 5:34-37)

 

10.Gebot: Sünden deren Ursprung in der Nichtbeherrschung des Geistes und Triebe  liegt; falsches Denken und Wünschen

 

*** Rbi8  Markus 7:20-23 ***

„Das, was aus einem Menschen hinausgeht, ist es, was einen Menschen verunreinigt; 21 denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen schädliche Überlegungen hervor: Hurereien, Diebstähle, Mordtaten, 22 Ehebrüche, Taten der Habsucht, Bosheiten, Betrug, ein zügelloser Wandel, ein neidisches Auge, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. 23 Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen einen Menschen.“

 

37.    Feiglinge und Ungläubige, die nicht auf Jesus und die Apostel hören; „falsche Apostel“ (5.Mo 18:15-19; Joh 3:16; Apg 3:23; 6.Kor 6:14, 15)

38.    Diejenigen die Schädliche Pläne schmieden (Spr 6:16-18; Jes 59:5-8; 1.Kor 10:6, 7)

39.    Eilends zum Schlechten hinlaufen (Spr 6:16-18)

 

Verschiedene Sünden wider die Nächstenliebe:

40.    Wo ein bekanntermassen gefährliches Tier einen Menschen tötet, weil es nicht unter Kontrolle war, muss der Stier und der Besitzer getötet werden (2.Mo 21:29)

41.    Wer eine Witwe oder vaterlosen Knaben niederdrückt wird durch Jehovas Schwert getötet werden (2.Mo 22:24)

42.    Wer dem Engel Jehovas“ (Michael) nicht gehorcht; Verletzung des „GESETZES des Glaubens“; Ungehorsam, Unglaube gegenüber dem „Propheten gleich mir (Moses)“ (2.Mo 23:20, 21; 5.Mo 18:18, 19)

43.    Wer einen Vorsteher verflucht (2.Mo 22:28)

44.    Trunkenbolde, Trinkgelage, Schwelgereien (1.Kor 6:9; Gal 6:19)

45.    Schmäher; Lästerer (Mat 5:22; 1.Kor 6:9; Gal 5:19, 20)

46.    Hochmut, Selbstüberhebung (Ps 101:5; Spr 6:16, 17; Mar 7:22; Lu 18:14)

47.    Feindschaft, Streit, Eifersucht, Hass, Wutausbrüche, Zänkereien, Neidereien (Gal 5:19)

48.    Zügelloser Wandel (Mar 7:22; Gal 5:19, 20)

49.    Anbetung des Gottes Moloch und Kindstötung: Vorbild für Abtreibung.Vergehen wie Kindstötung im Zusammenhang mit „Moloch“, solches Vergehen nicht den „obrigkeitlichen Gewalten“ (Vorstehern) anzeigen (Kindsopferung; Abtreibung)(3.Mo 20:4, 5)

50.    Essen von Gesäuertem während der siebentägigen Zeit des Passah; Sauerteig der religiösen Heuchelei (2.Mo12:15, 19; Mat 16:11, 12; Mar 8:15; Lu 12:1; 1.Kor 5:6-8)

51.    Essen von Blut, Essen von Erwürgtem, Verendeten Tieren (2.Mo 22:31; 3.Mo 17:10, 14; Apg 15:20)

52.    Essen vom Schlachtopfer der Priesteranteile oder Passah in unbeschnittenem (ungetauftem) oder unreinem Zustand (3.Mo 7:20, 21; 22:3, 4, 9; Rö 14:22; 1.Kor 11:27-30);

53.    Fehlende Reinigung im Zusammenhang mit Berühren von Toten; Unreinheit (4.Mo 19:13-20; Gal 5:19);

54.    Unbefugtes Nähern der Stiftshütte und des Tempels oder dessen Verunreinigung (4.Mo 1:51; 17:13; 18:7; 1.Kor 3:16, 17)

55.    Unbefugtes Besteigen des heiligen Berges Horeb und Zions; Überhöhung über Gottes Hierarchie (2.Mo 19:11-13; 2.Thess 2:3-5; Off 14:1-4; 21:27)

56.    Darbringung eines Opfers ausser am vorgeschriebenen Ort der Stiftshütte, dem Tempel; Jesus erklärte der Samariterin: weder in Jerusalem noch auf dem Berg Gerisim, sondern in der Innenkammer, im Geist, in der Versammlung (3.Mo 17:8, 9; Joh 4:21-24)

57.    Verwendung von Salböl für gewöhnliche Zwecke; Salbung von Priestern und Sterbenden (2.Mo 30:31-33, 38; Ps 89:20; Mat 24:24; Apg 4:27; 2.Kor 1:21)

58.    Unerlaubtes Darbringen von Räucherwerk; unerlaubte Gebete (3.Mo 10:1-3; Spr 1:22-33; Mat 6:9, 10; Off 5:8; 8:3-5)

59.    Unerlaubtes Essen vom Schlachtopfer, z.B. nach dem 3.Tag nach der Darbringung (3.Mo 19:7, 8; 1.Kor 11:27-29)

60.    Essen vom Fett der Opfertiere; Fettigkeit des Olivenbaums (3.Mo 7:25; Rö 11:17-24)

61.    Unberechtigtes Anrühren heiliger Dinge (4.Mo 4:15, 18, 20; 1.Kor 10:20-22)

62.    Versäumnis sich beschneiden, respektive taufen zu lassen (Unglaube, Feigheit)(1.Mo 17:14; 2.Mo 4:24; 1.Pe 3:21)

 

Diese Liste ist nicht vollständig, zeigt aber, dass Jehova mit harter Hand gegen jene vorgehen wird, die ihn und den Nächsten missachten. Mehr Details zu diesen Themen, im LINK was das Alte-, respektive das Neue Testament zu Sünden erklärt, „die den Tod verdienen“.

 

 

10.3.4        Die Zeit zur Reue ist abgelaufen: Gottes Urteilsvollstreckung naht!

 

10.3.4.1       Gottes Tag des Gerichts und der Rache nicht aus den Augen verlieren

Der Tag seiner Rache für ungesühnte Sünden ist herangekommen. In Harmagedon wird göttliches Urteil an Unbelehrbaren vollstreckt, ob wir dies anerkennen oder nicht! Hesekiel beschreibt den Auftrag Gottes an den „Sekretär“ mit dem „Tintenfass“ und seiner sechs Racheengel als seinen Helfern:

 

Jerusalems Tempel *** Rbi8  Hesekiel 9:3-7 ***

Und was die Herrlichkeit des Gottes Israels betrifft, sie wurde über den Cheruben hinweg, über denen sie sich befand, emporgehoben zu der Schwelle des Hauses hin, und er begann dem Mann zuzurufen, der mit dem Linnen bekleidet war, an dessen Hüften das Tintenfaß eines Sekretärs war. 4 Und Jehova sprach weiter zu ihm: „Geh mitten durch die Stadt, mitten durch Jerusalem, und du sollst ein Kennzeichen an die Stirn der Menschen anbringen, die seufzen und stöhnen über all die Abscheulichkeiten, die in seiner Mitte getan werden.“

5 Und zu diesen [anderen] sagte er vor meinen Ohren: „Zieht durch die Stadt ihm nach, und schlagt. Laßt [es] eurem Auge nicht leid sein, und empfindet kein Mitleid. 6 Greis, Jüngling und Jungfrau und Kleinkind und Frauen solltet ihr töten — zum Verderben. Aber irgendeinem Menschen, an dem das Kennzeichen ist, naht euch nicht, und bei meinem Heiligtum solltet ihr anfangen.“ So fingen sie bei den alten Männern an, die vor dem Haus waren. 7 Und er sprach ferner zu ihnen: „Verunreinigt das Haus [[(das Heilgtum, der geistige, falsche Tempel der Religionen „Babylons der Grossen“)]], und füllt die Vorhöfe mit den Erschlagenen. Geht hinaus!“ Und sie gingen hinaus und schlugen in der Stadt.

 

Ob wir diese Aussagen ernst nehmen oder nicht, Gottes Urteilsvollstreckung ruht nicht! Alle Gebote Gottes können in nur zwei Gebote zusammengefasst werden: Den Gott und den Nächsten zu lieben! Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu und ist die Erfüllung des ganzen GESETZES, sagte Paulus (Rö 13:10).

 

Gottes Ausgeglichenheit fordert für Vergehen ebenbürtige Strafe! Gottes Strafmass an Moses lautete:

 

*** Rbi8  2. Mose 21:23-25 ***

Sollte aber ein tödlicher Unfall entstehen, dann sollst du Seele für Seele geben, 24 Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, 25 Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Hieb für Hieb.

 

Jesus hat viele Gebote in ihrer Anwendung redigiert, weil die Strafhoheit von den Nationen beansprucht würde, unter denen sein Volk zerstreut sein würde. Das aber hebt die Rache Gottes an Gesetzlosen nicht auf, sondern verschiebt es auf den tausendjährigen Gerichtstag. In der Bergpredigt lehrte Jesus:

 

Spiegel: Auge um Auge; der biblische Krieg (Matthäus 5:38-42)  Ihr habt gehört, daß gesagt wurde: ‚Auge um Auge und Zahn um Zahn.‘ 39 Doch ich sage euch: Widersteht nicht dem, der böse ist, sondern wenn dich jemand auf deine rechte Wange schlägt, so wende ihm auch die andere zu. 40 Und wenn jemand mit dir vor Gericht gehen und dein inneres Kleid in Besitz nehmen will, so überlasse ihm auch dein äußeres Kleid; 41 und wenn jemand mit Befugnis [[(als römischer Soldat)]] dich für eine Meile zum Dienst zwingt [[(um seine Ausrüstung zu tragen)]], so gehe mit ihm zwei Meilen. 42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem ab, der [zinslos] von dir borgen will.

 

Wurde dadurch Gottes Rechtsmassstab aufgeweicht oder unterstützte Er nun gar Diebe und Arbeitstreiber? Paulus gibt die treffende Antwort: „Heben wir denn durch unseren Glauben [das] Gesetz auf? Das geschehe nie! Im Gegenteil, wir richten [das] Gesetz auf.“ (Rö 3:31) Jesus hatte zuvor deutlich gewarnt, dass er gekommen sei das ganze GESETZ zu erfüllen und nicht, um es aufzuheben! Wo nun liegt der scheinbare Widerspruch?

 

Er selbst wurde verfolgt und man misshandelte ihn, ohne dass er seine Peiniger verurteilte. Er legte das Gericht in Jehovas Hände und bat gar jenen zu vergeben, „die nicht wissen, was sie tun“: Die wahren Konsequenzen ihres Handelns nicht kennen konnten, weil sie als „blinde Schafe“ hinter ihren „blinden Leitern“ hinterherlaufen.

 

Anderen Schaden zuzufügen hat unweigerlich zur Folge, dass derselbe Schaden jene Person trifft, welche Schaden verursacht! Betrifft es Schaden am Eigentum des Nächsten, muss Ersatz geleistet werden. Das bedeutet, wenn diesem GESETZ wirklich Nachachtung verschafft wird, dass jeder seinen Zorn in Zaum nehmen wird und nicht leichtfertig anderen Schaden zufügt!

 

*** Rbi8  3. Mose 24:17-22 ***

Und falls ein Mann irgendeine Menschenseele totschlägt, sollte er unweigerlich zu Tode gebracht werden. 18 Und wer die Seele eines Haustiers totschlägt, sollte Ersatz dafür leisten, Seele für Seele. 19 Und falls ein Mann seinem Genossen ein Gebrechen zufügen sollte, dann sollte ihm ebenso getan werden, wie er getan hat. 20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; ein Gebrechen von derselben Art, das er dem Menschen zufügen mag, das sollte ihm zugefügt werden. 21 Und wer ein Tier totschlägt, sollte es ersetzen, aber wer einen Menschen totschlägt, sollte zu Tode gebracht werden.

22 Eine richterliche Entscheidung sollte für euch gelten. Es sollte sich erweisen, daß der ansässige Fremdling so wie der Einheimische ist, denn ich bin Jehova, euer Gott.‘ “

 

Christen aus den Heiden sind innerhalb des Volkes Israel „ansässige Fremdlinge“ und Gottes GESETZ gilt für sie ebenso! Jesus hat dieses Gebot nicht aufgehoben, sondern noch verstärkt, indem er bereits die Absicht anderen zu Schaden infolge von Hasses unter Strafe stellt! Dem Gebot den Nächsten und selbst Feinde zu lieben wird somit Nachachtung verschafft werden. Nur so wird Jehova Kriege aufhören lassen! Was er seit Jesu „Königreich des Sohnes seiner Liebe“ von uns nahm ist die Möglichkeit uns selbst zu rächen. Ungesühnte Vergehen sind alle Gottes Gericht übertragen! Paulus erklärt im Brief an die Hebräer im Zusammenhang mit willentlicher Sünde: „Denn wir kennen den, der gesagt hat: ‚Mein ist die Rache; ich will vergelten‘ und wiederum: ‚Jehova wird sein Volk richten.“ Es ist etwas Furchtbares, in die Hände [des] lebendigen Gottes zu fallen.‘ “ (Heb 10:30, 31) In der Bergpredigt erklärt Jesu weitere Veränderungen im GESETZ und den Strafbestimmungen:

 

Kains Mord an Abel aus Eifersucht *** Rbi8  Matthäus 5:21-22 ***

Ihr habt gehört, daß zu denen, die in alten Zeiten lebten, gesagt wurde: ‚Du sollst nicht morden; wer immer aber einen Mord begeht, wird dem Gerichtshof Rechenschaft geben müssen.‘ 22 Doch ich sage euch, daß jeder, der seinem Bruder fortgesetzt zürnt, dem Gerichtshof Rechenschaft wird geben müssen; wer immer aber ein unaussprechliches Wort der Verachtung an seinen Bruder richtet, wird dem höchsten Gerichtshof Rechenschaft geben müssen, während jeder, der sagt: ‚Du verächtlicher Tor!‘, der feurigen Gehenna verfallen sein wird.

 

Der göttliche Gerichtshof steht unter Jesu Leitung! Selbst unsere geheimsten Gedanken sind ihm durch den Vater als Hauptzeugen offen gelegt! Paulus gibt Christen in Kolossä folgenden gutgemeinten Rat durch den Geist Kontrolle über unsere Glieder zu erlangen: 

 

*** Rbi8  Kolosser 3:5-11 ***

Ertötet daher die Glieder eures Leibes, die auf der Erde sind, in bezug auf Hurerei, Unreinheit, sexuelle Gelüste, schädliche Begierde und Habsucht, die Götzendienst ist. 6 Dieser Dinge wegen kommt der Zorn Gottes. 7 Gerade in diesen Dingen wandeltet auch ihr einst, als ihr in ihnen ständig lebtet. 8 Nun aber legt sie wirklich alle von euch ab: Zorn, Wut, Schlechtigkeit, Lästerworte und unzüchtige Rede aus eurem Mund. 9 Belügt einander nicht. Streift die alte Persönlichkeit mit ihren Handlungen ab, 10 und kleidet euch mit der neuen [Persönlichkeit], die durch genaue Erkenntnis erneuert wird nach dem Bilde dessen, der sie geschaffen hat, 11 wo weder Grieche [[(Heide)]] noch Jude ist, weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit, Ausländer, Skythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen ist.

 

Paulus setzt die Habsucht Götzendienst gleich! Er spricht vom kommenden Zorn Gottes. Paulus zeigt, dass Christen aufgrund genauer Kenntnis der GESETZE und des Willens Gottes dieses System und seine Ungerechtigkeit verlassen haben! Sie kennen keinen Unterschied nach Nationalität mehr, sondern alle bemühen sich dem Beispiel des Christus nachzueifern und so die Liebe Gottes vollkommen werden zu lassen.

 

10.3.4.2       Im kommenden Gericht wird die Todesstrafe wiederum Geltung haben!

Wer den Tod eines anderen Menschen absichtlich oder fahrlässig verursachte, der musste dafür mit seinem eigenen Leben bezahlen! Dazu wurde kein Schiedsrichter, sondern der Richter benötigt! Bereits gegenüber Noah und seinen Nachkommen, somit für alle Menschen galt die Regel:

 

*** Rbi8  1. Mose 9:6 ***

Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht.

 

Viele werden sich fragen, ob dies denn nicht durch Jesus aufgehoben wurde? Nein, eindeutig nicht, denn Jesus sprach mehrmals das Urteil der „Gehenna“ gegenüber Feinden aus, was dem „zweiten Tod“ entspricht, als ein Strafmass höher liegt als die Todesstrafe, weil es aus dem „Feuersee“, der Urteilsvollstreckung jener die zur „Gehenna“ verbannt sind kein Entrinnen, keine Auferstehung zum Leben gibt, sondern nur noch zum Anhören von Gottes Vernichtungsurteil! Mit der Verurteilung der Planung eines Gesetzesbruches in den Gedanken, wie Ehebruch und Mord ging er gar noch weiter und verschärfte damit die Strafhandhabung des GESETZES, statt sie aufzuheben! (Mat 5:17-20)

 

Auch Paulus verurteilte die Todesstrafe nicht, so lange sie von der Autorität die richtet in gesetzeskonformer Weise ausgesprochen wird! Er spricht eindeutig von Gottes GESETZ!

 

Palästina ehrt seine Terroristen als HeldenNorwegen protestiert: Hilfsgelder in ein nach einer Terroristin benanntes Zentrum investiert  Sonntag, 28. Mai 2017 |  NAI Redaktion  [1]

 

(Bild: Der ausgebrannte Bus und die Terroristin Dalal Mughrabi (Foto: Creative Commons))

 

   Der norwegische Außenminister Børge Brende hat die Palästinensische Autonomiebehörde auf das schärfste verurteilt, nachdem diese norwegische Hilfsgelder dazu benutzt hatte, ein Zentrum für Frauen zu bauen und es nach dem Namen einer Terroristin zu benennen, die 1978 an dem unter dem Namen Bus des Blutes bekannten Terroranschlag teilgenommen hatte. Der Außenminister fordert, das Zeichen des norwegischen Außenministeriums vom Gebäude zu entfernen und eine Rückgabe der norwegischen Hilfsgelder für das Projekt.

 

Ausserdem zahlt die palästinische Regierung jedem Attentäter in Gefängnissen die Israelisches Blut vergossen haben 3000 USD Gehalt monatlich und dessen Familie erhält eine Unterstützung. Die von Israel zufolge des Attentates zerstörten Häuser der Familien von Terroristen werden von der Behörde neu erstellt! Lukrative Einladung zum Terror?! Mit solchen Regierungen soll nun erneut laut den Vorhersagen von US-Präsident Donald Trump ein Bündnis für „Frieden und Sicherheit“ geschlossen werden? Welche Art Glaubwürdigkeit finden wir innerhalb solcher Regierungen?

 

Argentinien ist ein fast ebenso undurchsichtiges Land geworden. Unter der Regierung von Christina Fernandez de Kirchner wurde beschlossen, dass jeder Gefangene ein Gehalt empfängt! Diese Frau behauptet Anwältin zu sein und förderte durch ihr Handeln, dass mehr von Armut Geplagte zum Gesetzesbruch neigen. Eine Welt, die kein Unterscheidungsvermögen mehr kennt zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden!

 

 *** Rbi8  1. Timotheus 1:8-11 ***

Nun wissen wir, daß das GESETZ vortrefflich ist, vorausgesetzt, daß man es gesetzmäßig handhabt, 9 in der Erkenntnis der Tatsache, daß [das] Gesetz [[GESETZ]] nicht für einen gerechten Menschen öffentlich bekanntgegeben ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für die, denen es an liebender Güte fehlt, und für Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Totschläger, 10 Hurer, Männer, die bei männlichen Personen liegen, Menschenräuber, Lügner, Falschschwörende und was sonst noch der gesunden Lehre entgegengesetzt ist, 11 gemäß der herrlichen guten Botschaft des glücklichen Gottes, mit der ich betraut worden bin.

 

Einige dieser todeswürdigen Vergehen sind heute voll durch das GESETZ geschützt! Kaum jemand erinnert sich, dass das AIDS-Virus durch homosexuelle auf Bisexuelle und dann normalen Sexverkehr übertragen wurde und Millionen von Toten zur Folge hatte und weiterhin hat! Sollen Mörder straffrei ausgehen? Palästina, das breite Unterstützung geniesst ist Vorbild geworden?

 

Paulus selbst bat sich beim Gericht Roms nicht von der Todesstrafe los, falls er wirklich ein Vergehen gegen Gottes GESETZ oder gegen den Cäsar begangen hätte, das den Tod verdiente. Da ihn die jüdischen Oberpriester an Roms Jurisdiktion ausgeliefert hatten berief er sich zu Recht auf Cäsar, als letzte Instanz! Das Recht sich zu verteidigen wurde ihm vom GESETZ nicht unterbunden, im Gegenteil, es diente der Verkündigung der guten Botschaft!

 

Paulus vor dem Prokurator Felix *** Rbi8  Apostelgeschichte 25:11-12 ***

Wenn ich einerseits wirklich ein Missetäter bin und etwas begangen habe, was den Tod verdient, so bitte ich mich nicht vom Tod los; wenn andererseits nichts an dem ist, dessen mich diese [Männer] anklagen, so kann mich ihnen als Gunsterweisung niemand übergeben. Ich berufe mich auf Cäsar! 12 Da erwiderte Festus, nachdem er mit der Versammlung der Räte gesprochen hatte: Auf Cäsar hast du dich berufen; zu Cäsar sollst du gehen.“

 

Unser heutiges System, wo die Todesstrafe in den meisten Ländern abgeschafft wurde, hat zwar den Vorteil, dass keine zu Unrecht ausgesprochenen Todesurteile mehr vollstreckt werden können. Andererseits beinhaltet dies aber die hohe Wahrscheinlichkeit, dass wir hochkriminelle Vergehen und unverbesserliche Missetäter schützen, sie in Gefängnissen mit sehr hohen Kosten und Risiken hegen und pflegen. So tragen wir zu deren Ausbreitung gleich einer Seuche bei! Gefängnisse entlassen allzu oft nicht gebesserte Menschen, sondern vielfach noch „wildere Tiere“! Jehova sagte im GESETZ dagegen deutlich: „Entfernt den bösen Menschen aus eurer Mitte!“ und Paulus wiederholt dies im 1.Brief an die Korinther (5.Mo 17:7; 1.Kor 5:12, 13).

 

Jeremia beklagte vor Gott diesen Zustand in Israel vor der Zerstörung der Nation 607 v.u.Z. durch Nebukadnezar. Er fordert Jehova auf, die Bösen „wie Schafe zur Schlachtung“ auszusondern (Mat 25:31-33, 46).

 

*** Rbi8  Jeremia 12:1-4 ***

Du bist gerecht, o Jehova, wenn ich meine Klage an dich richte, ja wenn ich sogar über Rechtssachen mit dir rede. Wie kommt es, daß der Weg der Bösen Gelingen gehabt hat, daß alle, die Treulosigkeit begehen, die Sorgenfreien sind? 2 Du hast sie gepflanzt; sie haben auch Wurzel gefaßt. Sie gehen ständig vorwärts; sie haben auch Frucht hervorgebracht. Nahe bist du in ihrem Mund, doch weit entfernt von ihren Nieren. 3 Und du selbst, o Jehova, kennst mich wohl; du siehst mich, und du hast mein Herz in Gemeinschaft mit dir geprüft. Sondere sie aus wie Schafe zur Schlachtung, und setze sie beiseite für den Tag des Tötens. 4 Wie lange sollte das Land dahinwelken und sogar der Pflanzenwuchs des ganzen Feldes verdorren? Wegen der Schlechtigkeit der darin Wohnenden sind die Tiere und die fliegenden Geschöpfe weggerafft worden. Denn sie haben gesagt: „Er sieht unsere Zukunft nicht.“

 

Dieselben Worte haben heute in vielen christlichen Ländern wiederum Gültigkeit! Die Bösen sprossen fast ungehemmt und sind in höchsten Positionen in Politik, Religion und Wirtschaft zu finden! Die Korruption gedeiht erdenweit, Inflation frisst den hart erarbeiteten Ertrag der Gerechten! Wiederum schlummert Gottes Gericht nicht! Was vorhergesagt ist wird sich bestimmt erfüllen! Jehovas Zeitmessung ist anders als die unsere: Ein Tag sind Ihm wie tausend Erdentage (Ps 90:4). Jehova ist ein Gott des Rechts und des Gerichts! Sie alle mögen Gottes Namen, Jesus als Herrscher in ihren Mund nehmen, ihre Werke aber verraten sie, dass Gottes Rechtsmassstab weit von ihnen entfernt ist! Die Aussonderung der Böcke ist am Gerichtstag bereits erfolgt! Die Urteilsvollstreckung in Harmagedon kommt täglich näher! Jehova verspricht die zu verderben, welche Erde verderben! (Off 11:18)

 

10.3.4.3       Gegenseitiges Vergeben von Fehlern ein weiteres Merkmal für Christen! Gottes Zeittabelle, um den Frieden wiederherzustellen

Jesus zeigte deutlich, dass da keine Gerechtigkeit wachsen kann, wo Unfrieden wegen ungerechter Verhältnisse herrscht! Unsere Gabe vor Gott ist nur dann annehmbar, wenn wir mit unserem Bruder Frieden geschlossen haben, gegen den wir uns vergangen haben! „Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und dich dort erinnerst, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, so laß deine Gabe dort vor dem Altar und geh weg; schließe zuerst mit deinem Bruder Frieden; und dann, wenn du zurückgekommen bist, bringe deine Gabe dar.“ (Mat 5:23)

 

Dies ist gemäss dem Mustergebet, das Jesus uns beten lehrte: „Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir unseren Schuldnern vergeben haben“. Grosszügiges Vergeben, ohne die Ereignisse zu zählen ist Voraussetzung, um von Gott ebenso grosszügig Vergebung zu erlangen. Die Reihenfolge ist deutlich: Zuerst müssen wir jenen vergeben, die sich gegenüber uns etwas zu Schulden kommen haben lassen, dann erst wird der Vater auch unsere Schuld, die wir andern und damit ihm gegenüber haben vergeben! (Mat 6:11, 12) Andererseits muss der Fehlbare Einsicht zeigen und sich um Widergutmachung zu bemühen.

 

Die Apostel beglichen ihre Meinungsunterschiede mittels Gespräch und ÜbereinkunftJuden und Christen sollen sich jede Woche am Sabbat vor Gott in der Versammlung darstellen, um ihre Opfergabe zum Altar zu bringen! Der christliche Tempel ist vorab das Herz des Einzelnen und dann auch die Christenversammlung! Statt blutiger Opfer sind es unsere „jungen Stiere der Lippen, die eine öffentliche Erklärung für Gott und Jesus abgeben“ und unsere täglichen „Brandopfer“ in Form aktiver Nächstenliebe!

                                                     

*** Rbi8  1. Korinther 3:16-17 ***

Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und daß der Geist Gottes in euch wohnt? 17 Wenn jemand den Tempel Gottes vernichtet, wird Gott ihn vernichten; denn der Tempel Gottes ist heilig, welcher [Tempel] ihr seid.

 

So wie Paulus Ehegefährten den Rat gibt Frieden zu schliessen, ehe die Sonne untergeht, – was noch am gleichen Tag bedeutet Frieden zu schliessen, – so gibt Jesus allen Brüdern eine weitere, wöchentliche Grenzlinie, um ihre Streitigkeiten zu bereinigen: Wenn wir unsere Gaben zum Altar bringen, die Versammlung am Sabbat besuchen, um am Tisch des Herrn teilzuhaben (Mat 5:23, 24; 1.Kor 10:21, 22).

 

*** Rbi8  Epheser 4:25-32 ***

Deshalb, da ihr jetzt die Unwahrheit abgelegt habt, rede jeder von euch mit seinem Nächsten Wahrheit; denn wir sind Glieder, die zueinander gehören. 26 Seid erzürnt, und doch sündigt nicht; laßt die Sonne nicht über eurer gereizten Stimmung untergehen, 27 auch gebt dem Teufel nicht Raum. 28 Wer stiehlt, stehle nicht mehr, sondern er arbeite vielmehr hart, indem er mit seinen Händen gute Arbeit leiste, damit er etwas habe, um einem Bedürftigen davon abzugeben. 29 Kein faules Wort gehe aus eurem Mund hervor, sondern was immer zur Erbauung gut ist, wie es nötig sein mag, damit es den Hörern förderlich sei. 30 Auch betrübt nicht Gottes heiligen Geist, mit dem ihr versiegelt worden seid für einen Tag der Befreiung durch Lösegeld.

31 Möge alle boshafte Bitterkeit und Wut und Zorn und Geschrei und lästerliches Reden samt aller Schlechtigkeit von euch entfernt werden. 32 Werdet aber gütig zueinander, voll zarten Erbarmens, einander bereitwillig vergebend, so wie auch Gott euch durch Christus bereitwillig vergeben hat.

 

Wenn wir Wahrheit miteinander reden, dann können wir auch unserem Bruder vertrauen! Trotzdem kann es in der Familie oder zwischen Brüdern zu Streit kommen, aber wir sind aufgefordert unsere gereizte Stimmung nicht in unkontrollierte Wut ausarten zu lassen und am selben Tag wieder Frieden zu stiften! Die Liebe zu unserem Nächsten wird uns veranlassen zum Frieden und zu gerechten Verhältnissen unseren eigenen, harten Beitrag zu leisten! Es wird uns am Tag der Befreiung angerechnet werden!

 

Diebstahl hat unter Christen keinen Platz! Es ist das Gegenteil von Nächstenliebe!

 

Jehova setzt um Frieden wiederherzustellen zudem eine halbjährliche Frist fest: Zuerst für das Abendmahl am 14.Nisan, wo keine Art von „Sauerteig“ in Form von Streit und Unrecht oder falscher Lehren in christlichen Häusern vorgefunden werden darf und dann weiter am Sühnetag, am 10.Tischri, dem Jom Kippurfest, wo jedes Knie sich vor Gott unter Fasten beugen muss, um Sühne zu tun und für begangene eigene Fehler Sündenvergebung zu erlangen!

 

Yom Kippur: Busse und Heiligkeit *** Rbi8  3. Mose 23:26-32 ***

Und Jehova redete ferner zu Moses, indem [er] sprach: 27 Doch am Zehnten dieses siebten Monats [[(Tischri)]] ist der Sühnetag. Eine heilige Zusammenkunft sollte für euch stattfinden, und ihr sollt eure Seelen [in Betrübnis] beugen und Jehova ein Feueropfer darbringen. 28 Und ihr sollt an ebendiesem Tag keinerlei Arbeit tun, denn es ist ein Sühnetag, um für euch vor Jehova, eurem Gott, Sühne zu leisten; 29 denn jede Seele, die sich an ebendiesem Tag nicht [in Betrübnis] beugen wird, soll von ihrem Volk abgeschnitten werden. 30 Was irgendeine Seele betrifft, die an ebendiesem Tag Arbeit von irgendwelcher Art tun wird, diese Seele muß ich aus den Reihen ihres Volkes vernichten. 31 Ihr sollt keinerlei Arbeit tun. Es ist eine Satzung auf unabsehbare Zeit [[(auf ewig)]] für eure Generationen an allen Orten, wo ihr wohnt. 32 Es ist ein Sabbat vollständiger Ruhe für euch, und ihr sollt eure Seelen am Neunten des Monats, am Abend, [in Betrübnis] beugen. Von Abend zu Abend solltet ihr euren Sabbat beobachten.“

 

Dieser göttlich festgesetzte Rhythmus, wo täglich, wöchentlich und halbjährlich das eigene Haus, die Versammlung und das ganze Volk oder der gesamte „Leib des Christus“ in Ordnung gebracht werden soll, verhindert es, dass geistiger Unrat sich aufzustauen vermag. Genau wegen dieses schweren Fehlers, Gottes Vorkehrung zu missachten und keine Gerechtigkeit im Innern herzustellen, kommen die christlichen Religionen als führender Teil „Babylons der Grossen“ ins Gericht. Da ist heute keine Möglichkeit mehr die Dinge in Ordnung zu bringen, ihre Zeit ist abgelaufen! [B2] Nur als Einzelne können wir uns vom Unrecht getrennt halten, indem wir „nichts Unreines anrühren“ und uns davon getrennt halten! (Jes 52:11, 12; Sach 2:6; Hag 2:13; 2.Kor 6:17-7:1)

 

*** Rbi8  Offenbarung 18:4-5 ***

Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Geht aus ihr hinaus, mein Volk, wenn ihr nicht mit ihr teilhaben wollt an ihren Sünden und wenn ihr nicht einen Teil ihrer Plagen empfangen wollt. 5 Denn ihre Sünden haben sich aufgehäuft bis zum Himmel, und Gott hat ihrer Taten der Ungerechtigkeit gedacht.

  

Nur das Verlassen jener heuchlerischen Religionen bietet die Möglichkeit nicht selbst an deren Plagen und an ihrer Zerstörung teilzuhaben! Die von Jehova geschaffenen Möglichkeiten mit Ihm wieder ins Reine gelangen wurden dort vollkommen ignoriert! Welcher Priester aber wird bekennen, dass seine Religion inmitten „Babylons der Grossen“ zu finden ist?

 

Gottes Vorkehrung zur Sündenvergebung wahrnehmen!
 

Nichts weist im Neuen Testament darauf hin, dass christliche Richter die öffentliche Prügelstrafe in den Versammlungen verhängt haben. Die Juden dagegen setzten dieses Strafmass fort. Jesus aber erwähnt den Kerker, dass jemand der eine Schuld nicht bezahlt hat ins Gefängnis geworfen wird, bis er jene Schuld bis zur geringsten Münze zurückerstattet hat.

 

*** Rbi8  Matthäus 5:25-26 ***

Sei bereit, dich mit dem, der dich beim Gericht verklagt, eilends zu verständigen, solange du noch mit ihm dorthin unterwegs bist, damit der Kläger dich nicht etwa dem Richter übergibt und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen wirst. 26 Ich sage es dir als Tatsache: Du wirst von dort bestimmt nicht herauskommen, bis du die letzte Münze von sehr geringem Wert zurückgezahlt hast.

 

Offensichtlich handelt es sich nicht um ein Gefängnis in unserem heutigen Sinne des Strafvollzugs, sondern eher um die zwangsweise Erfüllung der eingegangenen Pflicht, respektive des verhängten Urteils der Richter! „Gefängnis“ als Zwangsmassnahmen seitens der Richter der Versammlung, die mehrere Stufen kennt, um Geschädigten zum Recht zu verhelfen. Jesus zeigt, dass es im schlussendlichen Gericht des tausendjährigen Gerichtstags kein Entwinden aus Wiedergutmachung geben wird! Er selbst und die 144.000 Priesterkönige haben Pflicht mit „eisernem Stab“ für das Recht einzutreten! Die Richter sind verpflichtet den gerechten Zustand wiederherstellen, hierzu haben sie Gerichtsdiener als Helfer und als letzte Massnahme das „Gefängnis“ oder zwangsweise Rückerstattung geschuldeter Beträge! Wo auf liebevolle Zurechtweisung nicht geachtet wird, da folgen härtere Strafmassnahmen, bis schlussendlich gerechte Verhältnisse erreicht sind oder der Uneinsichtige aus der Versammlung ausgestossen ist! (Off 12:5)

 

*** Rbi8  Offenbarung 2:26-29 ***

Und dem, der siegt und meine Taten bis zum Ende hin bewahrt, will ich Gewalt über die Nationen geben, 27 und er wird die Menschen mit eisernem Stab hüten, so daß sie gleich Tongefäßen zerbrochen werden, ebenso wie ich von meinem Vater empfangen habe, 2 und ich will ihm den Morgenstern [[(die erste Herrschaft)]] geben. 29 Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist den Versammlungen sagt.‘

 

Wer hört und entsprechend handelt kommt überhaupt nicht ins Gericht! Es gibt für ihn keinen Grund sich zu fürchten! Der Befehl mit eiserner Härte dem Gericht Nachachtung zu verschaffen kommt vom Vater. Gottes Gericht ist ausgeglichen durch Liebe, Weisheit, Gerechtigkeit und Stärke!

 

 

Gottes herausragende Eigenschaften
 

Paulus zeigt, dass das Verfahren innerhalb der Versammlung den göttlichen Ansprüchen betreffend Gerechtigkeit vollkommen nachgeeifert werden muss, so dass sich weltliche Gerichte für Christen erübrigen! Versammlungsvorsteher und Richter dürfen sich nicht aus ihrer Pflicht herauswinden oder Parteilichkeit zeigen!

 

Ein Prozess vor weltlichen Gerichten bedfeutet eine Niederlage für euch! *** Rbi8  1. Korinther 6:7-8 ***

Nun bedeutet es tatsächlich durchaus eine Niederlage für euch, daß ihr Prozesse miteinander habt. Warum laßt ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum laßt ihr euch nicht lieber übervorteilen? 8 Im Gegenteil, ihr verübt Unrecht und Übervorteilung, und das an euren Brüdern.

 

Die Schuld, dass Übervorteilung und Unrecht in einer Versammlung Fuss fassen können fällt gemäss den Worten des Paulus klar und deutlich auf die Vorsteher zurück!

 

*** Rbi8  1. Korinther 6:5-6 ***

Ich sage [es] zu eurer Beschämung. Ist denn wirklich nicht ein Weiser unter euch, der zwischen seinen Brüdern richten kann, 6 sondern Bruder geht mit Bruder vor Gericht, und das vor Ungläubige?

 

Genauso wie die Vorsteher Israels zwischen Jude und Jude oder ansässigem Fremdling gerechtes Gericht sprechen mussten ist es in der Christenversammlung! Wo dies nicht geschieht ist es zur Beschämung der Verantwortlichen! Anstatt eine Angelegenheit vor weltliche Richter zu tragen, die doch Gottes Recht abweisen, ja gar darüber spotten, nennt Paulus es klüger sich übervorteilen zu lassen! Der Verantwortliche wird seinem Gericht so oder so nicht entgehen! „Mein ist die Rache, ich will vergelten, spricht Jehova“!

 

*** Rbi8  Römer 12:19-21 ***

Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum; denn es steht geschrieben: „Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova.“ 20 Doch „wenn dein Feind hungrig ist, speise ihn; wenn er durstig ist, gib ihm etwas zu trinken; denn wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“. 21 Laß dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten.

 

Paulus gibt Christen den Rat alles zu tun, um den Frieden wieder herzustellen!

 

 

10.3.5        Christenversammlungen auch in der Endzeit als Gerichtsinstanz?

 

10.3.5.1       Die Christenversammlung als göttlich festgesetzter Ort des Gerichts

Seit den Tagen Mose musste das Gericht in Israel bereits auf niedrigster Ebene ausgeübt werden. Zuerst waren Väter verpflichtet, als Familienvorstand in den eigenen vier Wänden Recht wiederherzustellen, dann waren es die Versammlungen Israels, wo bereits ein „Haupt“ über zehn Familien für Ordnung und Recht sorgen musste. Später folgte in der Nation Israel Vorsteher über Fünfzig-, Hundert- und Tausendschaften. Nur wirklich komplexe Fälle kamen vor Moses, wo Grundsatzentscheidungen unter Jehovas Anleitung gefällt wurden. Moses hatte sich zuvor mit allzu vielen kleinen Fällen abgemüht! Alle Instanzen aber waren gehalten das Volk über das GESETZ zu belehren und dessen Einhaltung zu sichern! Der Urteilsvollzug sollte auf alle abschreckende Wirkung ausüben.

 

Dieses System wurde heute in das Gegenteil verkehrt! Vätern wurde die Entscheidungshoheit entzogen, zu Gunsten einer Gleichstellung der Geschlechter. Das hat bereits auf niedrigster Ebene eine Patsituation und nie endenden Streit zur Folge! Die Aufgabe der Unterweisung in Gottes GESETZ wurde auf staatliche Schulen übertragen, wo nicht göttliches, sondern Menschenrecht gelehrt wird! Vor dem weltlichen Gericht kann sich heute kaum mehr jemand ohne Rechtsbeistand durch „Schriftgelehrte“, Anwälte zurechtfinden, was dazu beträgt, dass das Recht kostspielig wird und verdreht herauskommt! „Denn ich sage euch, daß ihr, wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, keinesfalls in das Königreich der Himmel eingehen werdet.“ (Mat 5:20)

 

Unter göttlicher Fügung war es der Priester Jehovas von Midian, Jethro, der Schwiegervater von Moses der Rat erteilte, wie das Gericht in Israel organisiert sein sollte.

 

Moses mit Jehtro, dem Prister Jehovas in Midian, seinem Schwiegervater *** Rbi8  2. Mose 18:17-23 ***

Darauf sagte Moses’ Schwiegervater zu ihm: So, wie du [[(Moses)]] das tust, ist es nicht gut. 18 Du wirst dich bestimmt aufreiben, sowohl du als auch diese Leute, die bei dir sind, denn diese Geschäfte sind für dich eine zu große Last. Du vermagst sie nicht allein zu tun. 19 Nun hör auf meine Stimme. Ich werde dir raten, und es wird sich erweisen, daß Gott mit dir ist. Du deinerseits dienst vor dem [wahren] Gott als Vertreter für das Volk, und du selbst sollst die Fälle vor den [wahren] Gott bringen. 20 Und du sollst sie warnend von dem unterrichten, was die Bestimmungen und die GESETZE sind, und du sollst ihnen den Weg bekanntmachen, den sie gehen sollten, und das Werk, das sie tun sollten. 21 Du aber solltest aus dem ganzen Volk tüchtige, gottesfürchtige Männer ausersehen, zuverlässige Männer, die ungerechten Gewinn hassen; und du sollst diese über sie setzen als Oberste über Tausendschaften, Oberste über Hundertschaften, Oberste über Fünfzigschaften und Oberste über Zehnerschaften. 22 Und sie sollen das Volk bei jedem passenden Anlaß richten; und es soll geschehen, daß sie jeden großen Fall vor dich bringen werden, jeden geringeren Fall aber werden sie als Richter selbst behandeln. Mache es dir also leichter, und sie sollen die Last mit dir tragen. 23 Wenn du diese Sache wirklich tust und Gott es dir geboten hat, dann wirst du gewiß dabei bestehen können, und auch all dieses Volk wird in Frieden an seinen eigenen Ort kommen.“

 

Jeden Sabbat und an allen Festtagen wurde immer aufs neue die gesetzlichen Bestimmungen erwähnt! Gericht wurde an jedem Ort, auf niedrigster Ebene in Familie und Versammlung unmittelbar geübt! Dies trug zu gerechten Verhältnissen und zum Frieden des ganzen Volkes bei. Schwerere Urteile für grössere Vergehen sollten zur Seltenheit werden, weil aufgrund vorangehender Urteilsvollstreckungen das Volk vor Gott Furcht zu zeigen begann! Der Böse musste „aus Israel weggerafft werden“, unabhängig davon, welche Stellung er bisher einnahm!

 

*** Rbi8  1. Samuel 12:24-25 ***

Nur fürchtet Jehova, und ihr sollt ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen dienen; denn seht, welch große Dinge er für euch getan hat. 25 Wenn ihr aber offenkundig Böses tut, werdet ihr weggerafft werden, sowohl ihr als auch euer König.“

 

Auch Jesus hat einen grossen Teil seines Gerichts an seine Apostel, an Versammlungsvorsteher und Familienväter delegiert! Dieselben Richtlinien für Israel gelten somit auch für Christenversammlungen!

 

Einsicht über eigenes Fehlverhalten durch gute Kenntnis von Gottes Gesetz und seinem Willen bildet die Grundlage des Rechtssystems Jehovas! Viel leichter aber ist es die Fehler zu erkennen, die andere uns gegenüber begangen haben mögen, wie uns unsere eigenen Fehlhandlungen einzugestehen! Erst Einsicht von Fehlern führt jedoch zur Reue, Reue führt uns zu Werken der Reue, was Wiedergutmachung und Sühne einschliesst. Gesühnte Sünde aber erhält Vergebung!

 

Die wichtigsten Hauptbegriffe und Zusammenhänge götrtlichen Rechts im Überblick
 

10.3.5.2       Die Schritte zur Bereinigung schwererer Rechtsverletzungen

Wo uns jedoch ein Bruder unabsichtlich oder willentlich, jedoch ohne Bereitschaft zur Wiedergutmachung und zur Reue geschädigt hat, da steht uns der Weg vor die Ältesten der Versammlung frei! Wir sprechen nicht von Kleinigkeiten, verletzenden Worten, missachteter Gefühle, um die zu streiten sich gar nicht erst lohnt, die wir unmittelbar vergessen oder in einem folgenden Gespräch in Ruhe bereinigen.

 

Jesus hat deutlich vier einzelne Schritte festgelegt, die zur Wiederherstellung des gerechten Zustandes nach groben Fehlern zwischen Christen notwendig sind. Dies schliesst Vergehen gegen das Eigentum eines anderen mit ein:

 

*** Rbi8  Matthäus 18:15-17 ***

Überdies, wenn dein Bruder eine Sünde begeht,

1.)  so gehe hin, lege seinen Fehler zwischen dir und ihm allein offen dar. Wenn er auf dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen.

2.)  Wenn er aber nicht hört, nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache aus dem Mund von zwei oder drei Zeugen festgestellt werde.

3.)  Wenn er nicht auf sie hört, sprich zu der Versammlung [[(den Vorstehern)]].

4.)  Wenn er auch nicht auf die Versammlung hört, so sei er für dich ebenso wie ein Mensch von den Nationen und wie ein Steuereinnehmer.

 

Ein Bruder oder eine Schwester, die Jehova und Jesus lieben, sie sind bestimmt bereit eigene Fehler offen einzugestehen und neigen vom Herzen getrieben dazu, die Schritte zu unternehmen, um Gerechtigkeit und damit Frieden wiederherzustellen. Wer nicht bereit ist gerechte Verhältnisse wiederherzustellen und von Sünde zu lassen, indem er weder auf den geschädigten Bruder, noch auf Zeugen, noch auf die Versammlung hört, der hat in der Christenversammlung keinen Platz! Eine solche Person hört auch nicht auf die Apostel und nicht auf Jesus noch auf Gott!

Weltliches Recht und Steuern

*** Rbi8  Lukas 10:16 ***

Wer auf euch hört, hört [auch] auf mich. Und wer euch mißachtet, mißachtet [auch] mich. Und wer mich mißachtet, mißachtet [auch] den, der mich ausgesandt hat.“

 

Die Christenversammlung kennt keine Form der obligatorischen Steuern, auch nicht den Zehnten. Richter führen ihre Arbeit aus Liebe zur Versammlung durch und nicht für Entgelt! Gute Werke zu wirken sind Teil der Nächstenliebe und unserer „Schlachtopfer“ für Gott.!

 

Jesus spricht im vierten Punkt somit von „Steuereinnehmern“ als Menschen, welche für den Cäsar arbeiten und ausserhalb der Versammlung stehen. Solche waren in Israel verhasst und wurden sehr gering geachtet. Wer nicht auf Richter hört missachtet in Wirklichkeit Jesus und auch Gott. Er hat in der Versammlung nach mehrfacher Ermahnung keinen Platz! Ein geschädigter Bruder kann eine solche uneinsichtige Person die aus der Versammlung entfernt werden musste auch später vor weltlichen Richtern zur Rechenschaft ziehen, wie einen betrügerischen Steuereinnehmer! Letztendlicher Richter aber wird Jehova durch seinen Richter Jesus am Gerichtstag Gottes sein! Keiner wird dem Urteil Gottes und der gerechten Strafe entgehen! Wir sollten auf Jesu Worte genau achten!  (Mat 9:10, 11; 21:28-32)

 

10.3.5.3       Auf Wahrheit hören und Gottes verschiedene Gerichtsinstanzen der christlichen „obrigkeitlichen Gewalten“ anerkennen

Jesus war stets auf der Seite der Wahrheit und des göttlichen Rechts! Jede Art Unrechttun war ihm verhasst und hatte keinesfalls seine Unterstützung! Wir sollten somit Jesus gut zuhören und seinem Wort Beachtung schenken! Dass er mit Ehrlichgesinnten nachsichtig war, dies zeigt nur seine Liebe zu echter Gerechtigkeit! Hart aber verfuhr er mit Uneinsichtigen, von Stolz Aufgeblasenen und kündete ihnen gar die „Gehenna“ an. Jesus übertrug vor seinem Tod die Autorität als seine richterlichen Stellvertreter alleine auf die elf Apostel! (Mat 18:18; 19:28) Später erwählte er Paulus an Stelle des Judas. Die Apostel waren es, die uns Jesu Worte später in schriftlicher Form übermittelten. Die Apostel selbst aber hatten keine Nachfolger: So wie Christus keinen Nachfolger oder Vertreter hat, da er doch lebt, so werden auch seine „Braut“, die Apostel leben, da sie ja ihre Auferstehung erwarteten! Sie hinterliessen in den Versammlungen Vorsteher, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Ihre Anweisungen sind über alle Jahrhunderte in schriftlicher Form von Briefen dieselben geblieben! Es gab keine andere gute Botschaft! Während aller Zeit sollten Christen nach den vorhergesagten „Zeichen“ ausblicken, die Jesu Wiederkehr ankündigen würden und den Lehren der Apostel und Propheten beständig Gehör schenken! Paulus ermunterte seinen getreuen, jungen Mitarbeiter Timotheus:

 

Paulus zitiert seine Briefe *** Rbi8  2. Timotheus 3:14-17 ***

Du aber, bleibe bei den Dingen, die du gelernt hast und zu glauben überzeugt worden bist, da du weißt, von welchen Personen du sie gelernt hast, 15 und da du von frühester Kindheit an die heiligen Schriften gekannt hast, die dich weise zu machen vermögen zur Rettung durch den Glauben in Verbindung mit Christus Jesus. 16 Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich zum Lehren, zum Zurechtweisen, zum Richtigstellen der Dinge, zur Erziehung in [der] Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes völlig tauglich sei, vollständig ausgerüstet für jedes gute Werk.

 

Weisheit kommt aus dem Verständnis der Schrift, die von Gott inspiriert wurde! Wer sie kennt und anwendet wird in Gerechtigkeit wandeln. Alle Christen sind dadurch für jedes gute Werk vollständig ausgerüstet!

 

Die Apostel hinterliessen uns alles, was Jesus erklärt hatte in den Schriften des „neuen Bundes“ und wurden durch Johannes zum Ende des ersten Jahrhunderts abgeschlossen. Es galt seither auf die Wahrheit zu hören und entsprechend zu handeln! (Gal 1:1; 2.Ti 3:15, 16)

 

*** Rbi8  Johannes 18:37 ***

Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

 

Diese Worte sprach Jesus gegenüber Pilatus, der von den Vorstehern der Juden aufgefordert worden war ihn zu Tode zu bringen. Pilatus nahm den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge offensichtlich nicht allzu genau, er war auch nicht dazu bereit ihn achten zu lernen. Pilatus vertrat das System von offizieller Wahrheit, die Scheinwelt der politischen und philosophischen Dogmen.

 

Was ist Wahrheit?
 

In jener Welt dieses Systems hat wirkliche Wahrheit, die mit den Tatsachen in Einklang sind keinen überragenden Wert, ist gar offensichtlicher Lüge allzu oft unterlegen.! Für Pilatus war Wahrheit das, was eine offizielle Autorität als wahr erklärt hatte! Aus dem Verhör mit Jesus ist vieles herauszusehen.

 

Jesu Vernehmung vor Pilatus *** Rbi8  Johannes 18:33-38 ***

Da ging Pilatus wieder in den Palast des Statthalters hinein und rief Jesus und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden? 34 Jesus antwortete: Sagst du das aus dir selbst, oder haben dir andere von mir erzählt? 35 Pilatus antwortete: „Ich bin doch nicht etwa ein Jude? Deine eigene Nation und die Oberpriester haben dich mir ausgeliefert. Was hast du getan?“ 36 Jesus antwortete: Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“ 37 Deshalb sagte Pilatus zu ihm: Nun denn, bist du ein König? Jesus antwortete: Du selbst sagst, daß ich ein König bin. Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ 38 Pilatus sagte zu ihm: „Was ist Wahrheit?“

 

Jesus erklärte, dass Die Autorität, welche ihm das Königreich über Israel zugesichert hatte nicht von dieser Welt, also nicht identisch mit der Welt Cäsars sei. Satan ist doch „der Gott dieses Systems“, dem alle Macht und Autorität dieser Welt dient. Pilatus wusste genau, dass Jesus vom Königreich Gottes sprach. Dass die eigene Nation und deren Priesterschaft ihn nicht aufgenommen hatte änderte nichts an Gottes Vorherbestimmung! Jesus blieb auch unter dieser Situation ungerechten Gerichts seinem göttlichen Auftrag treu! Er bestätigte dem Vertreter weltlicher Macht , dass er von Jehova in die Welt gesandt worden war, um König zu sein! Dazu war er bei Johannes dem Täufer am Jordan bei seiner Taufe durch heiligen Geist gesalbt worden. Jesus stand immer auf der Seite der Wahrheit und hasst wie sein Vater jede Art von Lüge und falscher Zunge! „Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme (Spr 6:16-19; Joh 1:10, 11).

 

Jesus oder seine getreuen Nachfolger zu missachten bedeutet somit Gott zu missachten, die Wahrheit zurückzuweisen. Jesus war nach seiner Erhöhung als Hohepriester-König auch oberster Richter, der Reuigen ihre Sünden aufgrund seines von Gott erhaltenen Auftrages und durch das von ihm vergossene Blut vergeben konnte! Diese Autorität Sünden zu vergeben hatte er vom Vater erhalten, als er zur Erde gesandt wurde und er übertrug sie später auch auf seine Apostel! Petrus erklärte vor den übrigen der Apostel, nachdem er Kornelius getauft hatte und ihm nun in Jerusalem von seinen Gegnern es Vorwürfe hagelte, seitens der Gruppe der Pharisäer, die ihn anklagten bei einem „Unreinen“ eingekehrt, übernachtet und mit jenen gegessen zu haben: (Mat 9:1-8; Joh 20:20-23) 

 

*** Rbi8  Apostelgeschichte 10:42-43 ***

Auch befahl er uns, dem Volk zu predigen und ein gründliches Zeugnis davon abzulegen, daß dies [[(der Christus)]] derjenige ist, der von Gott dazu verordnet ist, Richter der Lebenden und der Toten zu sein. 43 Ihn betreffend legen alle Propheten Zeugnis ab, daß jeder, der an ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Sünden erlangt.“

 

Wer in Israel den Richter missachtete, der musste mit harter Strafe rechnen! Es gab mehrere Stufen von Rechtsprechung. Dem Gericht in der Familie durch das „Haupt“ folgte das der Versammlung oder Gemeinde (Synagoge), Dieses hatte eine nächst höhere Instanz, in den von Jehova festgesetzten 48 Städten der Leviten, von denen 13 Priesterstädte waren (4.Mo 35:1-8; Jos 21:1-8). Tötungsdelikte und Gewalttaten mussten in sechs dafür vorgesehenen Städten über ganz Israel verteilt zur Behandlung gelangen. Das GESETZ der Blutrache verlangte in Israel, dass dem nächsten Verwandten des Opfers ein Recht und eine Pflicht zur Rache oblag! Ein Totschläger musste in eine jener sechs von Gott bezeichneten Zufluchtsstädte fliehen und sich dort selbst den Richtern stellen! Bis dahin war er dem Bluträcher ausgeliefert der ihn jederzeit töten durfte. Beachten wir, dass Jesus seit unserer Taufe unser nächster Verwandter ist und in Harmagedon seine gesetzliche Aufgabe erfüllen wird! (4.Mo 35:6-8; Off 19:21)

 

War eine Gerichtssache für die Richter der Versammlung zu schwierig, so musste sie vor die Richter Levis gebracht werden, vor den amtierenden Priester! Dort sollte der Richterspruch aufgrund Jehovas Wort gefällt werden! Die Versammlung aber musste das Urteil vollstrecken, ohne davon abzuweichen!

 

Moses als Gesetzesbringer war auch höchste richterliche Instanz in der Wildnis während 40 Jahren *** Rbi8  5. Mose 17:8-13 ***

Falls dir eine Sache zur richterlichen Entscheidung zu außergewöhnlich sein sollte, eine [Sache], in der Blut vergossen, in der ein Rechtsanspruch erhoben oder eine Gewalttat begangen worden ist, Streitsachen innerhalb deiner Tore, dann sollst du dich aufmachen und an den Ort hinaufgehen, den Jehova, dein Gott, erwählen wird, 9 und du sollst zu den Priestern, den Leviten, gehen und zu dem Richter, der in jenen Tagen dienen wird, und du sollst dich erkundigen, und sie sollen dir das Wort der richterlichen Entscheidung mitteilen. 10 Dann sollst du gemäß dem Wort verfahren, das sie dir von jenem Ort aus, den Jehova erwählen wird, mitteilen werden; und du sollst darauf achten, gemäß allem zu tun, worüber sie dich unterweisen. 11 In Übereinstimmung mit dem Gesetz [[GESETZ]], auf das sie dich hinweisen werden, und gemäß der richterlichen Entscheidung, die sie dir sagen werden, solltest du handeln. Du sollst nicht abweichen von dem Wort, das sie dir mitteilen werden, weder nach rechts noch nach links. 12 Und der Mann, der mit Vermessenheit handeln wird, indem er auf den Priester nicht hört, der dasteht, um für Jehova, deinen Gott, dort den Dienst zu verrichten, oder auf den Richter: jener Mann soll sterben; und du sollst das Böse aus Israel wegschaffen. 13 Und das ganze Volk wird es hören und sich fürchten, und sie werden nicht mehr vermessen handeln.

 

Den Ort, den Jehova nach Jesu Kommen für Gerichtssachen bestimmt hat blieb weiterhin die Versammlung und damit die durch die Versammlung bestimmten Richter! Diese müssen sich an Jehovas Bestimmungen im GESETZ und Jesu Gebot halten. Der Richterspruch ist verbindlich und muss in all seinen Konsequenzen ausgeführt werden! Die Richter selbst müssen die Ausführung ihres Urteils überwachen! „... der Mann, der mit Vermessenheit handeln wird, indem er auf den Priester nicht hört, der dasteht, um für Jehova, deinen Gott, dort den Dienst zu verrichten, oder auf den Richter: jener Mann soll sterben; und du sollst das Böse aus Israel wegschaffen.“

 

Wie der Fall eines durch die Richter der Versammlung unbehandelten Falles von gravierender Unmoral eines Übeltäters in Korinth deutlich zeigt, sind Versammlungsglieder gehalten solches an die nächst höhere Autorität zu informieren, so dass wie in diesem Falle durch Paulus die Angelegenheit in die Hand genommen wird. Paulus sprach ein verbindliches Urteil, das die Richter der Versammlung dann auch ausführten, indem sie den unreuigen Übeltäter aus der Versammlung entfernten! Deutlich ergibt sich daraus, dass auch in der Christenversammlung nichts geändert hatte, am System das Jehova durch Moses eingeführt hatte! (1.Kor Kap. 5, 6)

 

Dass im heutigen System Richter, sowohl im politischen, wie religiösen System existieren, die das Recht und die Gerechtigkeit von Gottes Königreich nicht anerkennen, dies muss wohl nicht sonderlich erwähnt werden: Dies ist offensichtlich! Kirchenrecht ist eher mit dem Recht der Pharisäer und Schriftgelehrten vergleichbar, wie mit Gottes Rechtsprechung! Das Rechtssystem heutiger Demokratien richtet sich nach griechischem und römischem Recht aus! Jesus versprach jedoch, dass all jene, deren Rechtssache nicht nach wahrem Recht geführt wird zum Vater in ihren Gebeten schreien dürfen, der ihnen eilends Recht verschaffen wird!

 

Der Richter ohne Gottes- und Menschenfurcht und die Witwe*** Rbi8  Lukas 18:1-8 ***

 Dann redete er weiter in einem Gleichnis zu ihnen über die Notwendigkeit, daß sie allezeit beten und nicht nachlassen sollten, 2 indem er sprach: In einer gewissen Stadt war ein gewisser Richter, der weder Gottesfurcht noch Respekt vor einem Menschen hatte. 3 Da war aber eine Witwe in jener Stadt, und sie ging immer wieder zu ihm und sagte: ‚Sieh zu, daß mir von seiten meiner Gegenpartei Recht zuteil wird.‘ 4 Nun, eine Zeitlang wollte er nicht, doch danach sagte er bei sich: ‚Wenn ich auch Gott nicht fürchte noch vor einem Menschen Respekt habe, 5 will ich doch auf jeden Fall, weil diese Witwe mir beständig Mühe macht, zusehen, daß ihr Recht widerfährt, damit sie nicht weiterhin kommt und mich schließlich durch Schläge ins Gesicht bezwingt.‘ “ 6 Dann sagte der Herr: „Hört, was der Richter, obwohl er ungerecht war, sprach! 7 Wird Gott also bestimmt nicht auch seinen Auserwählten, die Tag und Nacht zu ihm schreien, Recht verschaffen, auch wenn er ihnen gegenüber langmütig ist? 8 Ich sage euch: Er wird ihnen eilends Recht verschaffen. Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“

 

Dieses „eilends“ ist nicht identisch mit unmittelbarer Ausführung des göttlichen Urteils! Dazu müssen doch erst gerechte Richter eingesetzt werden, die göttliches Recht und Urteil auch wirklich ausführen! Das geschieht somit erst mit Jesu Wiederkehr und seiner durch ihn eingesetzten „Verwaltung an der Grenze der Fülle der Zeiten“! Dann aber wird der gerechte Zustand wieder hergestellt! Jesus fragt zum Ende dich und mich: „Dessenungeachtet, wird der Menschensohn, wenn er gekommen ist, wirklich den Glauben auf der Erde finden?“. Glaube muss sich durch Glaubenswerke zeigen! (Eph 1:8-12; Jak 2:14-17)

 

Darum müssen Christen in der Endzeit genauso wie Jesus und die Apostel unter üblen Umständen ausharren, ohne Selbstjustiz zu üben! (Rö 12:17-21) Jesus übergab sich dem, der gerecht richtet! (1.Pe 2:23) Nach Jesu Himmelfahrt, zur Zeit der Apostel hatte Jesus öfters direkt eingegriffen und gerechten Zustand wieder hergestellt, indem er durch seine Engel Gefängnistüren öffnete und eiserne Fesseln löste (Apg 16:25, 26), gerechtes Urteil der Apostel unmittelbar vollstreckte (Apg 5:5; 13:9-12), oder seine Auserwählten in gefahrvollen Situationen auf verwunderliche Weise schützte (2.Kor 11:21-33). Das sollte aber nur Beweis für Jesu Autorität und Macht sein und zudem die von Gott zugeteilte Autorität der Apostel unterstreichen, nicht aber allgemeine Regel sein, bis zur vollkommenen Aufrichtung von Gottes Königreich! Der Glaube in die Schriften der Apostel sollte gefestigt werden, um den Glauben in künftige Dinge zu stärken (Apg 28:3-5)!

 

In der Endzeit gibt es ausser dem „Zeichen Jonas“ keine weiteren grossen Zeichen seitens Gottes! Alle vorhergesagten Zeichen stammen vom System Satans, von „falschen Christussen“, „falschen Lehrern“ und „falschen Propheten“, vor denen Jesus deutlich gewarnt hat ihnen nicht nachzugehen! (Mat 24:23-26)

 

Jesus zeigt klar, dass die Ausführung des göttlich gefällten Urteils mit der Aufrichtung des Königreiches Gottes in Verbindung steht! Er muss hierzu „den Glauben auf der Erde vorfinden“, um zu Gunsten der Glaubenden handeln zu können!

 

Jener Richter in Gleichnis hatte ja weder Menschen- noch Gottesfurcht! Jener handelte nur aufgrund der Angst, dass jene Witwe ihn zu sehr bedrängen würde! Jesus aber handelt aus Gottesfurcht, um dessen Willen zu erfüllen, sobald der Vater ihm die Feinde unter die Füsse legt!

 

Das ist auch für uns ein Hinweis, Ungerechtigkeit dieses Systems nicht einfach stets in Ruhe hinzunehmen, sondern aufgrund des wahren, göttlichen Rechts auch vor ungerechten Richtern nicht zu zittern! Die Apostel gingen uns darin voran, indem sie Gottes Rechtsmassstab über das Recht der Richter des Sanhedrins stellten und indem Paulus keine Vergünstigung durch Bestechung wollte, sondern sich auf Cäsar berief! Viele erstinstanzliche Urteile wurden von oberen Gerichten umgeworfen, weil Christen standhaft an Gottes GESETZ festhielten! Ein Christ sollte gutes Unterscheidungsvermögen zeigen, wo es richtig ist richterliches Urteil anzufechten! (Apg 4:18-20)

 

10.3.5.4       Die Richter der Versammlung und ihr Urteil zu missachten hat schwerwiegende Folgen!

Wer mit Vermessenheit die nach Gottes Recht urteilenden Richter missachtet, der muss allerdings vom Volk abgeschnitten werden und wird aus der Versammlung entfernt! Dabei gilt zu bedenken, dass heutige Richter in der Versammlung nicht von Gott her bestimmt wurden, sondern von Menschen, die auch Fehlurteile fällen können oder parteiisch handeln! Ungerechte Richter setzen sich göttlichem Gericht aus und Jesus wird jene schon bald von ihrer Stelle rücken! (Jes 13:11-3; Off 2:5, 6)

 

Gott setzte einen Mann ein, um die ganze Erde zu richten Gerechte Richter, die Gottes Wertmassstab zur Anwendung bringen zu missachten aber verfällt dem von Gott vorgegebenen Urteil! „... der Mann, der mit Vermessenheit handeln wird, indem er auf den Priester nicht hört, der dasteht, um für Jehova, deinen Gott, dort den Dienst zu verrichten, oder auf den Richter: jener Mann soll sterben; und du sollst das Böse aus Israel wegschaffen.“

 

Paulus zeigt den Thessalonichern, dass Missachtung göttlicher Vorkehrungen in Wirklichkeit Missachtung Gottes und seines heiligen Geistes bedeutet! Genau dieser Sünde machten sich die Vorsteher Israels schuldig, weil sie nicht auf Jesus hörten, den von Moses angekündigten, „Propheten gleich mir“! Petrus erklärte vor dem Sanhedrin: „In der Tat, Moses hat gesagt: ‚Einen Propheten gleich mir wird euch Jehova Gott aus der Mitte eurer Brüder erwecken. Auf ihn sollt ihr hören gemäß all den Dingen, die er zu euch redet. Wahrlich, jede Seele, die auf jenen Propheten nicht hört, wird aus der Mitte des Volkes ausgerottet werden.‘ Und alle Propheten, ja von Samuel an und die nachfolgenden, so viele geredet haben, haben auch diese Tage deutlich verkündet.“ (Apg 3:22-24 vergl. 5.Mo 18:15-19) Jesus warnte sie vor der Folge der „Gehenna“, ewiger Vernichtung! (Mat 23:33)

 

*** Rbi8  1. Thessalonicher 4:8 ***

So mißachtet denn der, der Mißachtung bekundet, nicht einen Menschen, sondern Gott, der seinen heiligen Geist in euch legt.

 

Gottes heiligen Geist zu missachten bedeutet wider heiligen Geist zu verstossen! Die Versammlung ist dazu bestimmt die Dinge die ungerecht sind zur Gerechtigkeit hinzuführen, was mit Schmerzen verbunden sein kann, aber deutlich geistiger Heilung dient! Jehova selbst „züchtigt jeden den er liebt“ für begangenes Unrecht! Jesus züchtige, wo notwendig selbst seine Apostel! Wir müssen uns seiner Zucht unterordnen, weil es uns zur Heilung und zum Frieden dient.

 

*** Rbi8  Hebräer 12:4-6 ***

Euren Wettkampf gegen jene Sünde fortsetzend, habt ihr noch nie bis aufs Blut widerstanden, 5 doch habt ihr die Ermahnung gänzlich vergessen, die an euch als an Söhne gerichtet ist: Mein Sohn, achte [die] Zucht von Jehova nicht gering, noch ermatte, wenn du von ihm zurechtgewiesen wirst; 6 denn wen Jehova liebt, den züchtigt er; ja er geißelt jeden, den er als Sohn aufnimmt.“

 

Jesus belehrte seine Jünger und Volksmengen über Sünde und deren FolgenDer Sünde zu widerstehen bedingt einen ständigen Kampf! Wer gefehlt hat und durch die Versammlung in Disziplin genommen werden muss erhält eine geistige Form der „Geisselung“, die ihm aber „zur Heilung dient“. Paulus bittet Christen die Zucht, die aufgrund Gottes Vorgaben im GESETZ kommt, nicht gering zu achten noch zu ermüden, sondern sie geduldig zu erfüllen! Zurechtweisung und Strafe mögen unangenehm sein, dienen aber unserer geistigen Heilung, zur Einsicht und Änderung von Fehlverhalten!

 

Jesus erfüllte das ganze GESETZ, auch als er vor ungerechten Richtern im Sanhedrin stand gab er nicht schimpfend zurück, sondern übergab sich Gott, der gerecht richtet! (1.Pe 2:23)

 

 *** Rbi8  Johannes 12:47-50 ***

Wenn indes jemand meine Reden hört und sie nicht bewahrt, so richte ich ihn nicht; denn nicht um die Welt zu richten, sondern um die Welt zu retten, bin ich gekommen. 48 Wer mich mißachtet und meine Reden nicht annimmt, der hat einen, der ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am letzten Tag; 49 denn ich habe nicht aus eigenem Antrieb geredet, sondern der Vater selbst, der mich gesandt hat, hat mir ein Gebot in bezug auf das gegeben, was ich sagen und was ich reden soll. 50 Auch weiß ich, daß sein Gebot ewiges Leben bedeutet. Daher rede ich die Dinge, die ich rede, so wie der Vater [sie] mir gesagt hat.“

 

Nicht auf die Versammlung und damit nicht auf Jesus zu hören hat am „letzten Tag“ dieses Systems, am Gerichtstag Harmagedons und während des Millenniums seine Folgen, weil der Eintrag in der Buchrolle, wo ungesühnte Vergehen stehen nicht gelöscht ist! Jesus erklärte diese wichtigen Dinge im Auftrag des Vaters. Wer auf sein Gebot hört wird ewiges Leben finden, wer es missachtet wird ewige Abschneidung erlangen!

 

10.3.5.5       Richtet nichts vor der Zeit!

Gott selbst hat von Anfang an den Zeitpunkt festgelegt, wo er alle Dinge durch seinen von ihm eingesetzten Richter, Jesus Christus beurteilen wird! Wer gerecht handelt kommt überhaupt nicht ins Gericht! Mit der Taufe gehen wir doch vom Todesurteil für frühere Sünden zum Leben hinüber! Durch ausharren bis zum Ende dieses ungerechten Systems steht der nächste Schritt bevor: Die Umwandlung des Körpers von Sterblichkeit zu Unsterblichkeit, vom Leben hin zum ewigen Leben! Dies aber ist klar und eindeutig nach den Worten des Paulus an die 7.Trompete gebunden (Mar 10:17-31; 1.Kor 15:51-57).

 

*** Rbi8  Johannes 5:24 ***

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer auf mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben, und er kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod zum Leben hinübergegangen.

 

Jesus gab gemäss den Worten in Matthäus 7:1 den Rat: „Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werdet“. Was meinte er damit? Verbot er dadurch Richtern in Versammlungsangelegenheiten ein Urteil zu fällen? Das dürfte wohl kaum der Fall sein, da er ja dadurch das mosaische GESETZ missachtet hätte. Wiederum gilt es aufgrund des Zusammenhangs den Sinn der Worte Jesu zu ergründen!

 

 *** Rbi8  Matthäus 7:1-5 ***

Hört auf zu richten, damit ihr nicht gerichtet werd