Brief an unsere Mitbrüder

X2.2-11.10.21

 

 

Entspricht die Ohrenbeichte vor dem Priester den Anforderungen Gottes?

 

Bariloche, 21. Oktober 2011

 

Lieber Bruder, liebe Schwester im Glauben!

 

Hand aufs Herz: Wann hast Du das letzte Mal Deine Sünden gebeichtet? Erinnerst Du Dich, wie Du Dich danach gefühlt hast? Erstaunlich, wie das Bekennen von Sünden uns zu erleichtern vermag aber auch welches bittere Gefühl oft zurückbleibt, weil wir die Dinge damit nicht wirklich in Ordnung gebracht haben!

 

Ich erinnere mich, wie ich in der Klosterschule während Jahren wöchentlich zur Beichte ging, um bei der Sonntagsmesse die Hostie in reinem Zustand zu nehmen. Dann, während der Lehrzeit waren diese Dinge nicht mehr so wichtig und der Besuch zur Beichte in der Kirche schrumpfte auf die Zeit vor Ostern zusammen, um dann nur noch kurz vor der Heirat nochmals in Erinnerung zu treten. Religion und Gottverbundenheit waren auf einen äusserlichen Schein zusammengeschrumpft!

 

Jahre später aber kehrte das Interesse an einem scheinbar in unendlicher Ferne existierenden Gott zurück. Irgendwo im Hintergrund hatte das Gewissen mein Handeln stets beeinflusst! Bei einer geistigen Standpunktbestimmung um die dreissig herum wurden neue Lebensziele festgelegt! Diesmal band ich mich an ein Gelübde mir selbst gegenüber, nicht einfach leichtgläubig alles zu wiederholen und so zu handeln, wie es mit von Eltern und Lehrern mitgegeben worden war. Ich war entschlossen die wahren Hintergründe für rechtes Denken und Handeln zu erfahren, um Verständnis zu erlangen warum ich was tat! Nur wer zu hinterfragen beginnt und sich mit einer höheren Masseinheit zu vergleichen bereit ist, der wird auch bereit sein aus Fehlern zu lernen und Irrtum zu korrigieren und gar von liebgewordenen Lügen abzulassen! Das ist Gewissensschulung aber im altgewohnten Trott zu verbleiben stumpft das Gewissen ab!

 

(Sprüche 1:1-6)  Die Sprüche Sạlomos, des Sohnes Davids, des Königs von Israel, 2 damit man Weisheit und Zucht erkennt, um die Reden des Verstandes zu erfassen, 3 um die Zucht anzunehmen, welche Einsicht verleiht, Gerechtigkeit und Recht und Rechtschaffenheit, 4 um den Unerfahrenen Klugheit zu geben, einem jungen Mann Erkenntnis und Denkvermögen.

5 Ein Weiser wird zuhören und mehr Unterweisung in sich aufnehmen, und ein Verständiger ist der, der sich geschickte Lenkung erwirbt, 6 um einen Spruch und eine schwerverständliche Rede zu verstehen, die Worte von Weisen und ihre Rätsel.

 

Erst die Erkenntnis aufgrund vertiefter langjähriger Schriftstudien,  was Gottes Standpunkt zu Wahrheit und Gerechtigkeit ist lieferte die Grundlage alle gewichtigen Dinge des Lebens aufgrund Gottes Sichtweise neu zu ordnen. Ich begann den Begriff „Weisheit“ in seiner Tiefe zu begreifen! Ich musste bitter erkennen, dass ich oft wie ein „Tor“ gehandelt hatte, bei allem wirtschaftlichen und privaten Erfolg, den ich stolz aufzuweisen hatte! Das Wichtigste, um mit Weisheit zu handeln hatte ich nicht begriffen gehabt:

 

(Sprüche 1:7)  Die Furcht Jehovas ist der Anfang der Erkenntnis. Weisheit und Zucht sind das, was nur Toren verachtet haben.

 

Vollkommen losgelöst von religiösen Dogmen der Kirchen, bei denen ich um Vermittlung von wahrem Verständnis angeklopft hatte war es erst möglich die Tiefe gewisser Themen zu verstehen! Die Gnade Gottes oder wie andere es nennen, die „unverdiente Güte“, die uns erst mit Gott wieder in ein Vater-Kind Verhältnis zurückbringt ist von grundsätzlicher Wichtigkeit. Zu erkennen, dass Religionen dieses Thema so unterschiedlich auslegen und wie Zucker und Peitsche benützen, um die Schafe an sich zu binden wirkte ernüchternd. Andererseits aber erhöht genaue Erkenntnis unsere Liebe zu Gott und zu Seinem Christus, die uns beständig einladen an dieser „unverdienten Güte“ weiterhin Anteil zu haben, um uns auf das verheissene „ewige Leben“ vorzubereiten! Ohne uns fest an Wahrheit und an Gottes Gerechtigkeit zu klammern werden wir dieses Ziel nicht erreichen!

 

In dieser Woche erschien erstmals ein NEWSLETTER, dessen Grundlage bereits im August 2007 gelegt wurde unter dem Titel: 7.8.1  Die Ohrenbeichte vor dem Priester: Was ist Gottes Standpunkt?

 

Der erste Teil dieser zweiteiligen Serie wurde betitelt: Das Gewissen verlangt nach einer Reinigung von Sünde!

 

Darin zeigen wir, wie die Katholische Beichte erst Jahrhunderte nach dem Tod des letzten Apostels langsam entstand und zu einem „Sakrament“ erhoben wurde. Wie es zu einem wichtigen Instrument der Kirche ausartete, um Menschen auszuhorchen und sich mittels der Angst vor dem Fegefeuer und der Hölle untertan zu machen! Mit der Reformation Luthers gab es einen Aufstand gegen den Ablasshandel aber auch den Protestanten blieb dieses unheilige „Sakrament“ erhalten! Wir durchleuchten die Folgen davon, Gottes Rechtsmassstab zu missachten und in einer von Religion vermittelten Scheinsicherheit der kommenden Rettung sich wiegen!

 

Im 2.Teil, der bald schon folgen wird gehen wir auf die von Gott in der Schrift gestellten Bedingungen ein, die er im Bund mit Israel festgelegt hat und darauf, welche Veränderung Jesus als neuer Hoherpriester und König gebracht hat! Wie zeigen, warum und wann Gott uns gegenüber Gnade walten lässt und wo Jesus schlussendlich wirklich den „eisernen Stab“ benutzen wird, weil viele sich als „Toren“ erwiesen haben werden und es ablehnten Weisheit zu erlernen!

 

Du bist eingeladen dieses spannende Thema mit zu verfolgen und vieles zu lernen, was uns die Kirchen bisher vorenthalten haben! Bestimmt helfen Dir die beiden Artikel ein wesentlich klareres Verständnis von Gottes unverrückbarem Standpunkt zur Gewissensreinigung und Gnade zu erlangen und vielleicht gar dazu, Dein eigenes Verhältnis zu Ihm in gerade Bahnen zu lenken und darin zu verbleiben!

 

Wir wünschen Dir einen gesegneten Sabbat und ein ruhiges Wochenende, das Team

 

„DER WEG“

 

Urs Martin Schmid

 

 

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